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Überprüfung der Hypothese rationaler Erwartungen anhand von Popularitätsdaten

Kirchgässner, Gebhard

Abstract

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Full text

Ki chgässne , Gebha d A icle Übe p ü ung de Hypo hese a ionale E wa ungen anhand on Popula i ä sda en Zei sch i ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en (ZWS) - Vie eljah essch i de Gesellscha ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en, Ve ein ü Socialpoli ik P o ided in Coope a ion wi h: Duncke & Humblo , Be lin Sugges ed Ci a ion: Ki chgässne , Gebha d (1986) : Übe p ü ung de Hypo hese a ionale E wa ungen anhand on Popula i ä sda en, Zei sch i ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en (ZWS) - Vie eljah essch i de Gesellscha ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en, Ve ein ü Socialpoli ik, ISSN 0342-1783, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 106, Iss. 4, pp. 363-386, h ps://doi.o g/10.3790/schm.106.4.363 This Ve sion is a ailable a : h ps://hdl.handle.ne /10419/291642 S anda d-Nu zungsbedingungen: Die Dokumen e au EconS o dü en zu eigenen wissenscha lichen Zwecken und zum P i a geb auch gespeiche und kopie we den. Sie dü en die Dokumen e nich ü ö en liche ode komme zielle Zwecke e iel äl igen, ö en lich auss ellen, ö en lich zugänglich machen, e eiben ode ande wei ig nu zen. So e n die Ve asse die Dokumen e un e Open-Con en -Lizenzen (insbesonde e CC-Lizenzen) zu Ve ügung ges ell haben soll en, gel en abweichend on diesen Nu zungsbedingungen die in de do genann en Lizenz gewäh en Nu zungs ech e. Te ms o use: Documen s in EconS o may be sa ed and copied o you pe sonal and schola ly pu poses. You a e no o copy documen s o public o comme cial pu poses, o exhibi he documen s publicly, o make hem publicly a ailable on he in e ne , o o dis ibu e o o he wise use he documen s in public. I he documen s ha e been made a ailable unde an Open Con en Licence (especially C ea i e Commons Licences), you may exe cise u he usage igh s as speci ied in he indica ed licence. h ps://c ea i ecommons.o g/licenses/by/4.0/ Zei sch i ü Wi scha s- u. Sozialwissenscha en (ZWS) 106 (1986), S. 363 - 386 Duncke & Humblo , Be lin 41 Übe p ü ung de Hypo hese a ionale E wa ungen anhand on Popula i ä sda en Eine Un e suchung ü die Bundes epublik Deu schland, 1971 - 1982* Von Gebha d Ki chgässne Es wi d un e such , ob das Ve hal en de Wähle in de Bundes epublik Deu sch- land e einba is mi de Theo ie a ionale E wa ungen. Hie zu we den uni a ia e Modelle de CDU/CSU- und de SPD-Popula i ä s eihen on 1971 bis 1982 geschä z . Kausali ä s es s we den au die Beziehungen zwischen de Einschä zung de allge- meinen wi scha lichen Lage und de Popula i ä de beiden g oßen Pa eien ange- wende . Schließlich wi d un e such , ob e wa e e Ve ände ungen in de Einschä - zung de Wi scha slage einen signi ikan en Ein luß au die Pa eienpopula i ä haben. 1. Einlei ung Sei zu Beginn de siebzige Jah e die Theo ie a ionale E wa ungen zu einem Haup schwe punk de mak oökonomischen Diskussion wu de, wi d e such zu übe p ü en, ob die einzelnen Wi scha ssubjek e ih e E wa - ungen a sächlich , a ional' im Sinne diese Theo ie bilden. Ein P oblem bes eh dabei da in, daß quan i a i e Da en übe die E wa ungen de Wi - scha ssubjek e o nich in genügende Menge ode Quali ä o handen sind, um solche Übe p ü ungen ohne Schwie igkei en du ch üh en zu kön- nen. Seh iel häu ige s ehen quali a i e Da en zu Ve ügung. Wegen de zu Quan i izie ung no wendigen T ans o ma ionen e en jedoch bei de Übe p ü ung au Ra ionali ä zusä zliche Schwie igkei en au . Al e na i dazu wu de e such , die Hypo hese a ionale E wa ungsbildung indi ek zu übe p ü en. Aus diese Theo ie können bes imm e Schluß olge ungen übe die En wicklung mak oökonomische G ößen abgelei e we den, die dann mi Hil e ökonome ische Tes e ah en übe p ü we den können. Dabei i jedoch das P oblem au , daß nu e bundene Hypo hesen' übe - p ü we den können. * Vo ag o dem ökonome ischen Ausschuß des Ve eins ü Socialpoli ik, Rauisch- holzhausen, 21.03.1985. Fü An egungen und Hinweise danke ich He n P o . D . Jü gen Wol e s (F eie Uni e si ä Be lin) und He n D . Knu Küble (Eidgenössische Technische Hochschule Zü ich). Re idie e Fassung, Janua 1986. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.106.4.363 | Gene a ed on 2023-04-04 12:07:57 364 Gebha d Ki chgässne Schließlich kann man au indi iduelle wie auch au agg egie e Ebene nach den Plänen de einzelnen Wi scha ssubjek e agen und un e suchen, wie diese Pläne im Lau e de Zei e idie we den. Folg man de Theo ie a ionale E wa ungen, so soll en solche Pläne nu dann e idie we den (müssen), wenn neue In o ma ion au i . Solche Pläne gib es abe nich nu in den einzelnen Be ieben ü die zukün ige P oduk ions- und P eisge- s al ung sowie in den p i a en Haushal en ü den zukün igen Konsum, sonde n auch bei den Wähle n: We heu e bei eine Meinungsum age z.B. angib , e wü de, alls am kommenden Sonn ag Bundes agswahl wä e, die CDU ode die SPD wählen, o enba dami seinen ,Wahlplan4; und wenn e im nächs en Mona wiede ge ag wi d, so ha e en wede imme noch den gleichen Plan ode e ha seinen Plan inzwischen e idie . Auch bei diesen poli ischen Plänen kann man dahe un e suchen, ob die A und Weise, wie sie au ges ell und e idie we den, de Theo ie a ionale E wa ungen en sp ich . Dies soll im Rahmen diese A bei geschehen, wobei wi Allensbach- und In a es -Da en ü die Zei de Soziallibe alen Koali ion on 1971 bis 1982 e wenden. Solche Da en wu den in de Ve gangenhei häu ig dazu e wen- de , um ,Popula i ä s unk ionen' zu schä zen, d.h. Beziehungen, die den Ein luß de wi scha lichen En wicklung au die Popula i ä de Pa eien angeben soll en.1 Vo dem Hin e g und de Theo ie a ionale E wa ungen is nun auch zu agen, ob diese geschä z en Beziehungen mi diesem heo e- ischen Konzep e einba sind. Schließlich ha schon S igle (1973) bezwei- el , daß diese Popula i ä s- bzw. die en sp echenden Wahl unk ionen mi a ionalem Ve hal en de Wähle e einba sind.2 Wi gehen olgende maßen o : Zunächs wi d das adi ionelle Konzep de Popula i ä s unk ionen o ges ell , und einige Schä zungen we den p äsen ie (Abschni 2). Dies dien als Ve gleichsbasis ü die im olgenden anzus ellenden Un e suchungen zu F age de Ra ionali ä . In Abschni 3 we den dann anhand on uni a ia en Modellen e s e Tes s au Ra ionali ä du chge üh . Anschließend we den bi a ia e G ange -Kausali ä s es s ü den Zusammenhang zwischen de Popula i ä de einzelnen Pa eien und de Einschä zung de allgemeinen wi scha lichen Lage anges ell . Auch hie aus lassen sich Aussagen übe die Ra ionali ä ode Nich -Ra ionali ä des Wähle e hal ens im Sinne on Mu h (1961) ablei en (Abschni 4). Schließlich wi d im Rahmen eines u sp ünglich on Ba o (1977) o ge- schlagenen Ve ah ens un e such , ob die in Abschni 2 geschä z en Popu- 1 Übe sich en inden sich z.B. bei Paldam (1981) ode Schneide /F ey (1985). 2 Umgekeh wi d on poli ologische Sei e bezwei el , ob die Wähle sich übe - haup a ional e hal en. Dabei kann man sich z.B. au Schumpe e (1950), 407 . be u en. Mi solchen A gumen en wi d dann de ganze Ansa z de ökonomischen Theo ie des Wähle e hal ens in Zwei el gezogen. Siehe hie zu z.B. Na /Naschold (1971), 177, 286. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.106.4.363 | Gene a ed on 2023-04-04 12:07:57 Übe p ü ung de Hypo hese a ionale E wa ungen 365 la i ä s unk ionen mi a ionalem Wähle e hal en im Sinne on J. Mu h e einba sind (Abschni 5). Den Abschluß bilden einige Beme kungen zum S ellenwe unse e E gebnisse ü die wei e e Fo schung im Rahmen de ökonomischen Theo ie des Wähle e hal ens sowie ü die Theo ie de Wi - scha spoli ik (Abschni 6). 2. De adi ionelle Ansa z de Popula i ä s- und Wahl unk ionen Die meis en de geschä z en Popula i ä s- und Wahl unk ionen wu den ohne heo e ische G undlage geschä z ; sie basie en lediglich au Plausibili- ä sa gumen en. Wie im olgenden gezeig wi d, kann man jedoch eine heo- e ische G undlage ü sie inden.3 Dabei gehen wi en sp echend de Theo- ie on Downs (1957) und ih e Wei e en wicklung du ch Da ies/Hinich/ O deshook (1970) da on aus, daß de einzelne Wähle seine En scheidung so i , daß e dadu ch seinen e wa e en zukün igen Nu zen maximie . Jede Wähle ha eine op imale Posi ion im n-dimensionalen poli isch-öko- nomischen Raum En auch jede Pa ei ha eine solche Posi ion. De einzelne Wähle e gleich die Posi ionen de einzelnen Pa eien mi de on ihm be o zug en Posi ion und e be echne die Nu zen e lus e, die ihm dadu ch en s ehen, daß die Posi ion eine bes imm en Pa ei e wi klich wi d und nich die ü ihn op imale Posi ion. Gib es signi ikan e Un e schiede zwi- schen den e wa e en Nu zen e lus en, so en scheide e sich, zu Wahl zu gehen, und e s imm ü die Pa ei, de en Poli ik seinen e wa e en Nu zen- e lus minimie .4 Fü den Wähle gib es zwei e schiedene In o ma ionsquellen übe die Posi ionen de einzelnen Pa eien: (i) Seine Einschä zung de Regie ungsleis ung in de lau enden Legisla u - pe iode, um die Posi ion(en) de Regie ungspa ei(en) abzuschä zen. (ii) Konzep e, P og amme und Ve sp echungen (und mögliche weise auch die Einschä zung de Regie ungsleis ung in ühe en Legisla u pe io- den) alle Pa eien, sowohl de Pa ei(en) in de Regie ung als auch on Opposi ionspa eien. Falls die Regie ung ü die En wicklung de ak uellen wi scha lichen Lage e an wo lich gemach wi d, die Opposi ion abe nich , häng die Einschä zung de Regie ungsposi ion on de ak uellen wi scha lichen En wicklung ab, wäh end die Einschä zung de Opposi ionsposi ion unab- hängig da on is . 3 Die hie o ges ell e heo e ische Basis en sp ich im wesen lichen den Übe le- gungen, die in den A bei en on Fai (1978), No dhaus (1975) ode Hibbs/Vasila os (1981) o ge agen we den. 4 Wi e nachlässigen die P obleme s a egischen Ve hal ens, die sich aus de Exi- s enz on Koali ions egie ungen e geben können. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.106.4.363 | Gene a ed on 2023-04-04 12:07:57 366 Gebha d Ki chgässne Die Legisla u pe iode geh on = 0 bis = x. De Zus and des poli isch- ökonomischen Sys ems im Zei punk sei besch ieben du ch den n-dimen- sionalen Vek o (2.1) x ( ) , xe En , V g [0, . De einzelne Wähle ha eine Bewe ungs unk ion (2.2) F(x{ ), ): Rn+l^B, mi de e den Nu zen abschä zen kann, de ihm dadu ch en s eh , daß die Posi ion x ( ) im Zei punk ealisie wi d. Wenn e am Wahlsonn ag (¿0 au die abgelau ene Legisla u pe iode zu ückblick , so e gib sich de Nu - zen in diese Pe iode als ii (2.3) J{ i)= J F(x( ), )exp( i( - ii))di, jU > 0 , o wobei /i die ( ückwä s-ge ich e e) poli ische Diskon a e is .5 Wi d die Posi ion de Opposi ion kons an gehal en, so s imm de Wähle ü die Regie ung (bzw. ü eine de Regie ungspa eien), alls de Nu zen (2.3), den e e hal en ha , g öße als ein bes imm e Mindes nu zen (ein bes imm es Ansp uchsni eau) J is , d.h. alls (2.4a) J{ i) > J, und e s imm ü die Opposi icm (bzw. eine de Opposi ionspa eien), alls ein bes imm es Mindes ni eau, 1, un e sch i en wi d, d.h. alls (2.4b) J(ii) < 7 . 6 Dami gib es einen Punk , an welchem de Wähle om S immen ü die Regie ung zu En hal ung wechsel , und einen zwei en Punk , an welchem e zum S immen ü die Opposi ion wechsel . Wenn man un e s ell , daß alle Wähle die gleiche Bewe ungs unk ion (2.2) und die gleiche poli ische Diskon a e jj, e wenden, und bei Ve wen- dung eine ü die Agg ega ion hin eichenden Menge on Annahmen,7 e gib sich die kollek i e Wahl unk ion als: 5 Zu poli ischen Diskon ie ung siehe No dhaus (1975), 182. 6 Dami gil J>J. De Wähle en häl sich de S imme, alls J>J( l)>J. 7 Siehe z.B. Fai (1978), 161, ode Bo ooah/Ploeg (1981). OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.106.4.363 | Gene a ed on 2023-04-04 12:07:57 Übe p ü ung de Hypo hese a ionale E wa ungen 367 «i (2.5) RP ( x) = RP (0) exp (- i i) + J g (F (x ( ), )) exp (/* ( - i)) d , o wobei RP ( i) de S immenan eil de Regie ung bei de augenblicklichen Wahl is , RP (0) ih S immenan eil bei de o angegangenen Wahl, und g (•) eine posi i mono one Funk ion. Beziehung (2.5) besag , daß de S immen- an eil de Regie ung im Wahlzei punk 11 abhäng on ih em S immenan eil bei de le z en Wahl und on de En wicklung de poli ischen und wi - scha lichen Lage in de abgelau enen Legisla u pe iode. Da die We e des Vek o s x ( ) nich kon inuie lich gemessen we den (können), müssen wi on (2.5) zu disk e en Fo mulie ung übe gehen. Dami e gib sich: (2.6) RP l = RP0 AJl + (1 - A) 2 g (F (x , )) A(il " i} = i A := exp (- /¿) . Fü Zei abschni e zwischen den Wahlen, d.h. ü £ = 1, . . . , £i — 1, e hal- en wi die du ch Meinungsum agen e mi el e Wahlabsich als (2.7) RP = RP0 A< + (1 - A) 2 g (F (xT )) A(i " T) . « T= 1 Mi Hil e de Koyck-T ans o ma ion kann dies e ein ach we den zu (2.8) RP = A RP _ ! + (1 - A) g (F (x 1 )) . Dies is die Fo m, die meis ens zu Schä zung on Popula i ä s unk ionen ü die Regie ung e wende wi d. Als eine App oxima ion e s e O dnung kann man g (•) und F (•) linea isie en, womi man zum linea en Reg es- sionsmodell n (2.9) RP = ß0 + A RP - ! + 2 ßiOCi + u , i = 1 komm . Dabei is xi die i- e Komponen e des Vek o s x im Zei abschni und u is das s ochas ische Res glied. 8 Dabei wi d un e s ell , daß die E gebnisse on Meinungsum agen a sächlich als ,Quasiwahlen' in e p e ie we den können. Fü die Rohda en gil dies siche nich , mögliche weise abe ü die publizie en und in unse e Un e suchung e wende en be einig en Da en. Zu P oblema ik de »Be einigung4 diese Da en siehe z.B. Kaase (1973), 148 . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.106.4.363 | Gene a ed on 2023-04-04 12:07:57 368 Gebha d Ki chgässne In einem 2-Pa eien-Sys em e gib sich de S immenan eil de Opposi ion (gemessen in P ozen ) als n (2.10) OP = ß'<> + AOPi-!- 2 ßiXi -u , i = 1 ßi>:= 100 (1 - A)-0o, wegen de Res ik ion (2.11) RP + OP = 100 . Dami is es im 2-Pa eien-Sys em hin eichend, nu die Gleichung ü die Regie ungspopula i ä zu schä zen. Im /c-Pa eien-Sys em (k > 2), e hal en wi olgendes Sys em on Gleichungen, wobei POPj die Popula i ä de Pa - ei j is : n (2.12) POPj = ßj o + A POPj, _ i + E , iXi, - uj , i = 1 j = 1, • • •, k , ü das olgende Res ik ionen gel en: (2.13a) k 2 ßj o = 100 (1 - A), 3= 1 k (2.13b) 3= 1 = 0 , i = 1, k (2.13c) 2 uj 3= 1 = 0 , = 1, Wenn wi die Res ik ion au e legen, daß de Pa ame e de e zöge en endogenen Va iablen, A, in allen Gleichungen den selben We annimm , so sind die Res ik ionen (2.13) au oma isch e üll . Dahe kann man eine Glei- chung weg allen lassen, d.h. man muß nu die e bleibenden k — 1 Glei- chungen simul an schä zen. Es e bleiben noch zwei o ene F agen, die mi einande zu un haben. Wodu ch wi d die linea e Fo m beg ünde , die in (2.9) einge üh wu de, und welche Ve eilungsannahmen sollen übe die Uj gemach we den? Fai (1978) ha ein heo e isches Modell en wickel , welches hin eichende Bedin- gungen ü die Agg ega ion de indi iduellen En scheidungen en häl , dami die kollek i e En scheidungs unk ion die oben angegebene linea e OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.106.4.363 | Gene a ed on 2023-04-04 12:07:57 Übe p ü ung de Hypo hese a ionale E wa ungen 369 Fo m e häl .9 Diese linea e Fo m ha jedoch einen g oßen Nach eil: Sie is nich ,da a admissible' im Sinne on Hend ylRicha d (1982). Dahe können unsinnige P ognosen he auskommen, wenn wi ex eme We e ü die xi e wenden. Ande e sei s ga an ie die linea e Fo m, daß die Au summie - ba kei sbedingung e üll is , und auße dem können wi die Popula i ä en e schiedene in eine Koali ion e bundene Pa eien so agg egie en, daß die agg egie e Funk ion die gleiche unk ionale Fo m ha wie die Funk io- nen de einzelnen Pa eien. Dies gil dann nich , wenn wi z.B. eine Logi - Fo mulie ung e wenden. Dahe e schein die linea e Fo mulie ung o z de e wähn en Nach eile als App oxima ion du chaus akzep abel zu sein. Fü die uj wi d no male weise un e s ell , daß sie no mal e eil sind. Aus heo e ischen Übe legungen he aus soll e man annehmen, daß sie eine Mul- inomial-Ve eilung olgen. Solange wi jedoch nu die S immenan eile g oße Pa eien be ach en und solange die Zahl de Beobach ungen nich zu klein is , e gib die No mal e eilung eine e nün ige App oxima ion.10 Dami is es möglich, Modell (2.12) mi den Res ik ionen (2.13) in de adi- ionellen Weise zu schä zen. De geschä z e Pa ame e A wu de dazu e wende , e was übe das ,Gedäch nis' de Wähle auszusagen: je g öße A (je kleine /¿), des o besse is das Gedäch nis de Wähle , da E eignisse in de Ve gangenhei ein um so g öße es Gewich e hal en im Ve gleich zu heu igen Si ua ion. Im Ex em- all A = 0 e hal en sich die Wähle »ku zsich ig', da sie nu die heu ige Si ua ion in Be ach ziehen. Es bleib noch die F age zu klä en, welche Va iablen als Ein luß ak o en ü die Wähle en scheidung eine Rolle spielen. In de Regel we den die A bei slosenquo e, die In la ions a e und die Wachs ums a e des ealen e - ügba en Einkommens als wich igs e De e minan en be ach e . Diese Va iablen wi ken au die Einschä zung de wi scha lichen En wicklung du ch die Wähle , on de wiede um ih e Wahlen scheidung abhäng . Im Rahmen diese A bei soll als Ein luß ak o ausschließlich die Einschä zung de allgemeinen wi scha lichen Lage Ve wendung inden, d. h. wi agen nich danach, wo on diese Einschä zung abhäng .11 Diese Einschä zung wi d on In a es genau wie die Popula i ä de einzelnen Pa eien sei dem Jah e 1971 egelmäßig e hoben. Wi e wenden Mona sda en ü die Zei om Janua 1971 bis Juni 1982, d.h. aus de Zei de Soziallibe alen Koali ion, als SPD und F.D.P. gemein- sam die Regie ung bilde en und die CDU/CSU die Haup opposi ionspa ei 9 Fai (1978) disku ie solche Annahmen nu ü den Fall eines 2-Pa eien- Sys ems. Sein Modell kann abe leich au ein /c-Pa eien-Sys em e wei e we den. 10 Wi sind dami in de gleichen Si ua ion wie bei de Schä zung on Konsum- Nach age-Funk ionen, wenn die abhängigen Va iablen Ausgabenan eile sind. (Siehe z.B. das ,T anslog-Modei on Ch is ensen/Jo gensen/Lau (1975).) 11 Dies wu de z.B. in Ki chgässne (1977) aus üh lich behandel . 24 Zei sch i ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en 1986/4 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.106.4.363 | Gene a ed on 2023-04-04 12:07:57 370 Gebha d Ki chgässne bilde e. Sei CDU A de on Allensbach e hobene S immenan eil de CDU/ CSU, SPD A de on Allensbach e hobene S immenan eil de SPD, wäh- end CDU I und SPD I die en sp echenden on In a es e hobenen S immenan eile sind. AWL (nu on In a es e hoben) sei de An eil de je- nigen, die die allgemeine wi scha liche Lage als gu ode seh gu bezeich- nen. Bei Be ücksich igung de Res ik ionen (2.13) e hal en wi olgende Füll In o ma ion Maximum Likelihood (FIML) E gebnisse:12 (2.14a) CDUA = 11.521 + 0.793 CDUA .l - 0.032 AWL + ül< , (6.25) (22.83) (- 3.57) SER = 1.545, h = - 1.78, FG = 134. (2.14b) SPD A = 6.323 + 0.793 SPD A _ 2 + 0.045 AWL + ü2, , (4.77) (22.83) (3.55) SER = 1.837, h = 0.36, FG = 134. (2.15a) CDUI = 11.868 + 0.789 CDUI .l - 0.034 AWL + üh , (7.14) (25.85) (- 4.26) SER = 1.233, h = - 0.60, FG = 134. (2.15b) SPD I = 6.138 4- 0.789 SPD I _ i + 0.049 AWL + ü2> , (6.16) (25.85) (4.78) SER = 1.537, h = - 0.36, FG = 134. Die geschä z en Koe izien en ü den Ein luß de Einschä zung de allge- meinen Wi scha slage sind in allen Fällen hoch signi ikan on Null e - schieden. Auch quan i a i is diese Ein luß nich unbedeu end. Von zehn Wähle n, die ih e Meinung übe die wi scha liche Si ua ion ände n, wan- de n ne o lang is ig imme hin e wa zwei Wähle on de Regie ung zu Opposi ion bzw. in umgekeh e Rich ung. Dies mag ge ing e scheinen, kann abe du chaus wahlen scheidend sein. Die geschä z en Koe izien en de e zöge en endogenen Va iablen sind signi ikan on Eins e schieden.13 Gemäß de oben en wickel en Theo ie bedeu e dies, daß die Wähle eine posi i e poli ische Diskon a e haben; und diese Diskon a e schein eno m hoch zu sein. Das Gedäch nis de Wäh- le schein auße o den lich ku z zu sein. 12 Die Zahlen in Klamme n geben die - We e de geschä z en Pa ame e an. SER is de S anda d ehle de Reg ession, h de We de Du bin h-S a is ik und FG die Zahl de F eihei sg ade des ¿-Tes s. - Quelle de Da en: a) Allensbach: Jah buch de ö en lichen Meinung, Ins i u ü Demoskopie, Allensbach, e schiedene Jah gänge, b) In a es : In a es Poli ik Ba ome e , 1971 - 1982. Fü die Mona e, in denen keine Um agen du chge üh wu den, wu den die We e linea in e polie . - Die Schä - zungen wu den mi Hil e des TSP-P og ammpake s (CDC-Ve sion 3.5) au de Rechenanlage de ETH Zü ich du chge üh . 13 Die gil auch, wenn wi den in Fülle (1976) besch iebenen Tes e wenden. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.106.4.363 | Gene a ed on 2023-04-04 12:07:57 Übe p ü ung de Hypo hese a ionale E wa ungen 377 o geschlagen. Es e gib sich unmi elba aus de De ini ion de Kausali ä nach G ange (1969). Bei diesem Ve ah en wi d übe p ü , ob die e zöge - en We e on X in de Reg ession on Y au die e zöge en We e on X und Y einen signi ikan en E klä ungsbei ag lie e n. Hie zu wi d olgende Gleichung nach de Me hode de kleins en Quad a e geschä z : ki k2 (4.3) Y = a0+ 2 aiY -i+ 2 ßjx -j+ e , i = 1 ; = 1 und die Nullhypo hese H0: = ß2 = • • • = ßk, = u wi d mi els eines F- Tes s übe p ü . Dami wi d un e such , ob eine ein ache Kausalbeziehung on X au Y bes eh . Du ch Ve auschung on X und Y in (4.3) kann übe - p ü we den, ob eine ein ache Kausalbeziehung on Y au X exis ie . Soll zusä zlich au gleichzei ige Kausali ä ge es e we den, so wi d in de Glei- chung ü Y de Index j = 0,l,...,/c2 gese z und die Nullhypo hese H0: ßo = 0 mi els eines F- ode ¿-Tes s übe p ü .23 Fü die maximale Ve - zöge ung de abhängigen Va iablen, ki sowie ü die maximale Ve zöge- ung de e klä enden Va iablen, k2, haben wi al e na i die We e 3, 6 ode 12 o gegeben, wobei jedoch die maximale Ve zöge ung de e klä enden Va iablen nie g öße is als die maximale Ve zöge ung de abhängigen Va iablen (k2^ki). Die E gebnisse sind in Tabelle 2 wiede gegeben. Mi F(X—>Y) wi d übe p ü , ob eine ein ache Kausalbeziehung on X nach Y bes eh ; mi F (X - Y) wi d ge es e , ob in de Gleichung ü Y eine gleichzei ige Bezie- hung nachgewiesen we den kann. F(X< - Y) dien dazu es zus ellen, ob eine ein ache Kausalbeziehung on Ynach X bes eh , wäh end F (X — Y) in de ech en Spal e da übe Auskun gib , ob in de Gleichung ü X gleich- zei ige Kausali ä au gezeig we den kann.24 23 Unabhängig da on, ob man die Gleichung ü Y ode die Gleichung ü X ü den Tes au gleichzei ige Kausali ä e wende , müß en heo e isch beide Tes we e gleich sein, d.h. bei ko ek spezi izie en Schä zgleichungen sind die E wa ungs- we e ü beide Tes g ößen iden isch. Fü ky = k2 gil imme , daß die Tes we e auch nume isch gleich sind. (Siehe Ki chgässne (1981), 42 .) 24 Wi e hiel en olgende We e ü die Zahlen de F eihei sg ade: ki k2 F(X->Y) F(X-Y) 3 3 3, 128 1, 127 6 3 3, 122 1, 121 6 6 6, 199 1, 118 12 3 3, 110 1, 109 12 6 6, 107 1, 106 12 12 12, 101 1, 100 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.106.4.363 | Gene a ed on 2023-04-04 12:07:57 378 Gebha d Ki chgässne Tabelle 2 E gebnisse des di ek en G ange -Ve ah ens 1/1971 - 6/1982, 138 Beobach ungen Y X ki k2 F (X—» Y) F (X — Y) F{X^Y) F{X-Y) CDU A AWL 3 3 4.626** 3.737(*) 0.997 3.737(*) 6 3 4.430** 3.722(*) 1.164 4.679* 6 6 3.442* 5.019* 0.787 5.019* 12 3 5.733** 4.014* 1.378 7.135** 12 6 4.357*** 4.972* 0.909 6.787* 12 12 3.123*** 5.292* 1.088 5.292* SPD A AWL 3 3 4.164** 5.823* 0.330 5.823* 6 3 4.145** 5.561* 0.320 6.948** 6 6 3.560** 7.221** 0.218 7.221** 12 3 5.333** 7.669** 0.218 9.295** 12 6 3.984** 9.866** 0.274 9.886** 12 12 2.275** 9.152** 1.524 9.153** CDUI AWL 3 3 9.649*** 7.600** 2.46K*) 7.600** 6 3 9.549*** 7.314** 2.550**) 7.964** 6 6 5.070*** 7.874** 1.545 7.874** 12 3 8.496*** 7.465** 1.989 9.574** 12 6 4.476*** 7.891** 1.375 9.396** 12 12 2.475*** 8.098** 1.145 8.098** SPD I AWL 3 3 9.649*** 9.239** 0.666 9.239** 6 3 9.484*** 8.838** 0.545 10.525** 6 6 5.771*** 10.363** 0.694 10.363** 12 3 10.364*** 10.317** 0.154 11.521*** 12 6 5.996*** 12.317*** 0.351 11.286** 12 12 3.046** 10.988** 0.591 10.988** »(*)l» >**> .**' bzw. ,***' bedeu e , daß die Nullhypo hese, daß kein Zusammenhang bes eh , au dem 10 P ozen -, 5 P ozen -, 1 P ozen - bzw. 0.1 P ozen Signi ikanzni eau e wo en we den kann. Auch hie haben wi in allen ie Fällen wiede die gleichzei igen Kausal- beziehungen, die bei den In a es -Da en s ä ke ausgep äg sind als bei den Allensbach-Da en. Daneben abe exis ie eine meis hoch signi ikan e ein- ache Kausalbeziehung on de Einschä zung de Wi scha slage au die Popula i ä de beiden Pa eien, wäh end in umgekeh e Rich ung - wie zu e wa en wa - nich s es ges ell we den kann. Diese E gebnisse wide - sp echen wiede de Theo ie a ionale E wa ungen; sie bes ä igen jedoch, daß zwischen de Einschä zung de Wi scha slage und de Popula i ä de beiden g oßen deu schen Pa eien ein hoch signi ikan e Zusammenhang bes eh .25 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.106.4.363 | Gene a ed on 2023-04-04 12:07:57 Übe p ü ung de Hypo hese a ionale E wa ungen 379 Diese ein achen Kausalbeziehungen e weisen sich alle auch dann als hoch signi ikan , wenn man den on Sims (1972) o geschlagenen Tes in de on Geweke/Meese/Den (1983) modi izie en Fo m anwende . Alle d ei Tes - e ah en e geben dahe , daß neben de gleichzei igen Kausalbeziehung auch eine ein ache Kausalbeziehung on de Einschä zung de Wi scha s- lage au die Pa eienpopula i ä exis ie . Die Wähle scheinen sich o en- sich lich nich en sp echend de Theo ie a ionale E wa ungen zu e hal- en. Die in diesem Abschni e hal enen E gebnisse sind seh iel eindeu- ige als die im o igen Abschni e ziel en E gebnisse de uni a ia en Modelle: Die hie o genommenen Tes s scheinen s ä ke zu sein. 5. Tes s au Ra ionali ä (3): Das Ve ah en on Ba o und Mishkin Die im obigen Abschni e wende en Ve ah en un e scheiden implizi zwischen den e wa e en (an izipie en) und den nich -e wa e en (nich - an izipie en) Ve ände ungen in de Einschä zung de allgemeinen wi - scha lichen Lage. Ba o (1977) ha ein Ve ah en o geschlagen, um bei de Übe p ü ung de Hypo hese a ionale E wa ungen diese Un e scheidung explizi einzu üh en. Im e s en Sch i dieses Ve ah ens we den Bes im- mungsgleichungen ü die e klä enden Va iablen geschä z , die e lauben, zwischen den e wa e en und den nich -e wa e en An eilen diese Va ia- blen zu un e scheiden. Im zwei en Sch i we den dann die e wa e en und die nich -e wa e en An eile diese Va iablen ge enn in das eigen lich zu un e suchende Modell einge üh . Mi Hil e on - ode F-Tes s kann dann übe p ü we den, ob die e wa e en An eile de e klä enden Va iablen neben den nich -e wa e en An eilen einen signi ikan en Ein luß haben.26 Zunächs müssen wi zwischen den e wa e en und den nich -e wa e en Ve ände ungen bei de Einschä zung de Wi scha slage un e scheiden. Hie zu e wenden wi bei Beziehung (4.2) ein AR (2)-Modell, ü das wi hie olgende Schä zung e hiel en:27 (5.1) AWL = 1.615 + 1.216 AWL _ i - 0.254 AWL -2 + ü , (1.42) (14.395) (- 2.99) R2 = 0.930, SER = 4.079, £=1.37, FG = 133. 25 Die E gebnisse ände n sich p ak isch nich , wenn man ans elle de O iginalda en ü die Du ch üh ung des di ek en G ange -Ve ah ens die e s en Di e enzen e - wende . (Siehe Ki chgässne (1985)). 26 Wi haben diese Tes s eben alls mi dem 1-Sch i -Ve ah en on Mishkin (1983) du chge üh . Bezüglich de F age de Ra ionali ä e gab sich dabei das gleiche E gebnis wie beim 2-Sch i -Ve ah en on Ba o (1977). 27 Die E gebnisse hie un e scheiden sich ge ing ügig on denen in (4.2), da diese Schä zungen (wie auch alle ande en Schä zungen in diesem Abschni ) mi Hil e des TSP du chge üh wu den und nich wie (4.2) mi dem Box-Jenkins-P og amm. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.106.4.363 | Gene a ed on 2023-04-04 12:07:57 380 Gebha d Ki chgässne Die heo e ischen We e dieses Modells wu den als e wa e e We e ü die Einschä zung de allgemeinen wi scha lichen Lage e wende (AWLe), die Residuen diese Beziehung als nich -e wa e e We e (AWLne). Die so kons uie en Va iablen wu den zu Schä zung de Popula i ä s unk ionen e wende . Dami e hiel en wi bei simul ane Schä zung mi dem FIML- Ve ah en: (5.2a) CDU A = 11.296 + 0.795 CDU A _ i - 0.062 AWL? (5.76) (21.68) (- 1.78) - 0.030 AWLe + ül> , (- 3.20) SER = 1.537, h = - 1.77, FG = 131 . (5.2b) SPD A = 6.407 + 0.795 SPD A - i + 0.089 AWLn e (4.64) (21.68) (2.20) + 0.041 AWLe + ü2, , (3.17) SER = 1.808, h = 0.24, FG = 131. Loga i hmus des We es de Likelihood unk ion: - 481.297 . = 11.142 + 0.800 CDUI -i - 0.077 AWLn e (6.40) (25.12) (- 3.01) - 0.030 AWLe + ü1> , (- 3.65) SER = 1.232, h = - 0.81, FG = 131 . = 5.970 + 0.800 SPD I _ i + 0.098 AWLn e (5.72) (25.12) (2.38) + 0.043 AWLe + ü2 , (4.20) SER = 1.537, h = - 0.93, FG = 131 . Loga i hmus des We es de Likelihood unk ion: — 449.982 . Be ach e man die einzelnen Koe izien en, so sind in allen Fällen die Koe izien en de e wa e en Teile de Einschä zung de allgemeinen wi - scha lichen En wicklung hoch signi ikan on Null e schieden. Ih Ein- luß au die Popula i ä de beiden g oßen Pa eien kann nich bes i en we den. Dagegen weisen die nich -an izipie en Teile de Einschä zung de Wi scha slage eine deu lich ge inge e Signi ikanz au ; die Koe izien en sind alle dings e heblich höhe . Übe p ü man mi einem Likelihood-Ve - häl nis-Tes die e bundene Hypo hese, daß die Koe izien en des e wa e- en Teils in beiden Gleichungen Null sind, so e gib sich bei den Allensbach- Da en ein Tes we on y2 = 1140 und bei den In a es -Da en soga ein We on %2 = 16.57. Bei zwei F eihei sg aden kann die Hypo hese a iona- (5.3 a) CDU I (5.3b) SPD I OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.106.4.363 | Gene a ed on 2023-04-04 12:07:57 Übe p ü ung de Hypo hese a ionale E wa ungen 381 le E wa ungen dami in beiden Fällen mindes ens au dem 1 P ozen Signi ikanzni eau e wo en we den. Be ücksich ig man zusä zlich, daß bei Gül igkei de Hypo hese a ionale E wa ungen de Koe izien de e zöge en endogenen Va iablen den We Eins annehmen soll e, so e gib sich bei den Allensbach-Da en ein Tes we on %2 = 28.08 und bei den In a es -Da en on y2 — 30.12. Hie kann die Nullhypo hese soga minde- s ens au dem 0.5 P ozen Signi ikanzni eau e wo en we den. Diese E gebnisse sp echen dami eindeu ig gegen die Hypo hese a ionale E wa - ungen. En sp echend dem A gumen de beobach ungsmäßigen Äqui alenz on Sa gen (1976 a) könn e de signi ikan e Ein luß e wa e e Ve ände ungen in de Einschä zung de Wi scha slage jedoch auch da au zu ückzu üh- en sein, daß die nich e wa e en Ve ände ungen e s mi Ve zöge ung wi ksam we den. Da wi es hie jedoch nu mi Ve zöge ungen bei de E kennung diese Ve ände ungen zu un haben, könn e es sich dabei allen- alls um einige Mona e d ehen. Ande e sei s is es wenig plausibel anzuneh- men, daß die Wähle beim E kennen bes imm e wi scha liche Ve ände- ungen zwa heu e schon ih e Einschä zung de Wi scha slage e idie en, abe e s Mona e spä e auch ih e Beu eilung de Regie ungsleis ung. Ve - nün ige weise soll e man annehmen können, daß dies simul an geschieh . Soll e es abe dennoch de Fall sein, daß die Wähle zwa nu au nich e wa e e Ve ände ungen de wi scha lichen Lage eagie en, daß diese Reak ion abe zum Teil e s mi zei liche Ve zöge ung e olg , so müß en die Koe izien en de e wa e en Einschä zung ih en signi ikan en Ein luß e lie en, sobald wi zusä zliche e zöge e We e ü die nich e wa e e Einschä zung de Wi scha slage in die Popula i ä s unk ionen au neh- men. Um dies zu übe p ü en, haben wi in die Gleichungen de beiden Pa - eien zusä zlich die um eine und zwei Pe ioden e zöge en We e de nich e wa e en Einschä zung au genommen. Fü die Allensbach-Da en e hiel- en wi : (5.4a) CDUA = 10.907 + 0.801 CDU A _ i - 0.063 AWLn e + 0.03 AWLn e-i (5.35) (21.41) (- 1.75) (0.09) - 0.023 AWLn i2 - 0.027 AWLe + ü1> , (- 0.56) (- 2.63) SER = 1.536, h = - 1.97, FG = 128. (5.4b) SPD A = 6.613 + 0.801 SPD A _ ! + 0.089 AWLn e + 0.081 AWLn e-i (4.83) (21.41) (2.10) (1.91) + 0.022 AWLn 2 + 0.031 AWLe + ü2> (0.44) (2.19) SER = 1.779, h = 0.05, FG = 128. Loga i hmus des We es de Likelihood unk ion: - 477.458. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.106.4.363 | Gene a ed on 2023-04-04 12:07:57 382 Gebha d Ki chgässne Die Koe izien en de e wa e en Einschä zung de Wi scha slage behal- en ih e Signi ikanz, wäh end on den zusä zlich hineingenommenen e zö- ge en We en de nich -e wa e en Einschä zung ge ade eine au dem 10 P ozen Ni eau signi ikan on Null e schieden is . Übe p ü man mi Hil e des Likelihood-Ve häl nis-Tes s, ob die hinzugenommenen Va iablen insgesam einen signi ikan en Ein luß haben, so e häl man als Tes we X2 = 7.68. Dami kann die Nullhypo hese nich einmal au dem 10 P ozen Ni eau e wo en we den. E was ande s sieh die Si ua ion bei den In a es -Da en aus. Hie e hal- en wi olgende Schä zungen: (5.5a) CDU I = 9.577 + 0.821 CDUI -1 - 0.080 AWLn e - 0.059 AWLn il (5.20) (24.78) (- 3.05) (- 1.65) - 0.050 AWLn i2 - 0.019 AWLe + ül , (- 1.51) (- 2.13) SER = 1.204, h = - 1.20, FG = 128. (5.5b) SPDI = 6.023 + 0.821 SPD I _ x + 0.099 AWLn e + 0.106 AWLn ii (5.83) (24.78) (2.24) (2.17) + 0.078 AWLn i2 - 0.023 AWLe + ü2, , (1.86) (1.95) SER = 1.462, h = - 2.27, FG = 128. Loga i hmus des We es de Likelihood unk ion: - 442.704. Wäh end sich in de Gleichung de CDU nich s wesen liches ände , u sch in de SPD-Gleichung de Koe izien de e wa e en Einschä zung de Wi scha slage knapp un e die 5 P ozen -Signi ikanzsch anke, wäh- end die beiden zusä zlich he eingenommenen We e ü die nich e wa e e Einschä zung de Wi scha slage Koe izien en haben, die au dem 5 bzw. au dem 10 P ozen Ni eau signi ikan on Null e schieden sind. Auße dem haben alle Koe izien en hie das ko ek e Vo zeichen. Übe p ü man hie mi Hil e des Likelihood-Ve häl nis-Tes s, ob die ie zusä zlichen Koe i- zien en gemeinsam signi ikan on Null e schieden sind, so e häl man X2 = 14.56, was bei ie F eihei sg aden e laub , die Nullhypo hese soga au dem 1 P ozen Signi ikanzni eau zu e we en. F ag man eben alls mi Hil e des Likelihood-Ve häl nis-Tes s, ob die beiden Koe izien en de e wa e en Einschä zung de Wi scha slage gemeinsam signi ikan on Null e schieden sind, so e gib sich x2 = 4.97, was bei zwei F eihei sg aden die Ve we ung de Nullhypo hese nu noch au dem 10 P ozen Signi i- kanzni eau zuläß . Bezieh man ande e sei s wiede die Koe izien en de e zöge en endogenen Va iablen in den Tes mi ein, so e gib sich X2 = 25.21, was die Ve we ung de Nullhypo hese wiede um au dem 0.5 P ozen Signi ikanzni eau zuläß . Insgesam kann die Hypo hese a ionale E wa ungen auch hie e wo en we den. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.106.4.363 | Gene a ed on 2023-04-04 12:07:57 Übe p ü ung de Hypo hese a ionale E wa ungen 383 6. Abschließende Beme kungen Unse e E gebnisse zeigen in alle gewünsch en Deu lichkei : Die Hypo- hese a ionale E wa ungen im Sinne on Mu h (1961) kann ü das Ve - hal en de Wähle de beiden g oßen Pa eien in de Bundes epublik Deu schland, wie es sich in den E gebnissen de Popula i ä sbe agungen on Allensbach und In a es wide spiegel , nich au ech e hal en we den. Wede olgen die Popula i ä s eihen einem einen Random-Walk, noch kann man da on ausgehen, daß nu nich -e wa e e Ve ände ungen in de Einschä zung de allgemeinen wi scha lichen Lage die En scheidungen de Wähle beein lussen. Als allgemeine Ve hal ensannahme is diese Hypo- hese hie dahe zu e we en. Dies schließ ande e sei s nich aus, daß es genügend Wähle /Konsumen en/In es o en gib , die sich im Sinne de ,Neuen klassischen Mak oÖkonomik' e hal en und sys ema ische Nach- age-Managemen -Poli ik de Regie ung unmöglich machen. Unse e E gebnissse sind dahe mi eine Si ua ion e einba , in welche die Regie- ung zumindes übe die Nach agesei e keine Möglichkei ha , die A bei s- losigkei sys ema isch zu beein lussen, in de abe die Wähle dennoch die Regie ung ü die En wicklung au dem A bei sma k e an wo lich machen. Nun könn e man un e s ellen, daß die Wähle da on ausgehen, daß die Regie ung die allgemeine wi scha liche Lage und insbesonde e die A bei sma k si ua ion übe die Angebo ssei e beein lussen kann und daß sie sie deshalb ü diese En wicklung e an wo lich machen. Sowei sie sich a ional im Sinne de Theo ie a ionale E wa ungen e hal en, soll en sie abe auch dann nu au nich e wa e e Ve ände ungen de allgemeinen wi scha lichen Lage eagie en und nich au e wa e e Ve ände ungen. Ausgangspunk unse e Übe legungen (wie auch de gesam en ökonomi- schen Theo ie de Poli ik) is eine Theo ie a ionalen Ve hal ens. Zumindes ein g oße Teil de Wähle scha e häl sich anscheinend abe nich a io- nal, zumindes nich a ional im Sinne on Mu h (1961). Dies schein ein Wide sp uch zu sein, muß es abe nich . Könn en nich die geschä z en Funk ionen dennoch mi a ionalem Ve hal en e einba sein? Ve mu lich sind sie zumindes e einba mi eingesch änk a ionalem Ve hal en im Sinne on Simon (1955); und dieses is ielleich hie die sinn olle e Ve hal- ensannahme. Auße dem is zu be ücksich igen, daß bei de Wahl und e s ech bei eine Be agung die Kos en zusä zliche In o ma ionsbescha ung und -Ve a bei ung ela i hoch sind, wäh end de e wa e e Nu zen eine ich igen En scheidung minimal is . Dahe e gib sich hie nich de gleiche An eiz, In o ma ion na ional' zu e a bei en, wie dies z.B. au Auk ions- mä k en geschieh . Schließlich zeigen unse e E gebnisse, daß in de Zei de Soziallibe alen Koali ion in de Bundes epublik Deu schland die Einschä zung de allge- meinen wi scha lichen Lage einen s a is isch hoch abgesiche en und auch OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.106.4.363 | Gene a ed on 2023-04-04 12:07:57 384 Gebha d Ki chgässne quan i a i bedeu enden Ein luß au die Popula i ä de beiden g oßen Pa - eien ha e. De Popula i ä seinb uch des le z en Kabine s Schmid , de im He bs 1982 dann auch mi den Regie ungswechsel bewi k e, is nach den hie o geleg en Schä zungen wesen lich au die Ve schlech e ung de (Ein- schä zung de ) allgemeinen wi scha lichen Lage zu ückzu üh en. Zusammen assung In diese A bei wi d un e such , ob das sich in den E gebnissen on Popula i ä s- be agungen wide spiegelnde Ve hal en de Wähle e einba is mi de Theo ie a ionale E wa ungen. Hie zu we den Mona sda en ü die Bundes epublik Deu schland on 1971 bis 1982 e wende . Wi schä zen uni a ia e Modelle ü die einzelnen Popula i ä s eihen, üh en G ange -Kausali ä s es s ü die Beziehung zwischen de Pa eienpopula i ä und de Einschä zung de Wi scha slage du ch und agen, ob e wa e e Ve ände ungen in de Einschä zung de Wi scha slage einen signi ikan en Ein luß au die Popula i ä haben. Fü das on uns un e such e Da enma e ial muß die Hypo hese a ionale E wa ungen e wo en we den. Summa y Using Ge man popula i y da a om 1971 o 1982 i is asked, whe he obse ed o - ing beha iou is consis en wi h he heo y o a ional expec a ions. Uni a ia e ARIMA-Models a e es ima ed, G ange -causali y- es s a e pe o med be ween he popula i y o he CDU/CSU and he SPD and he pe cep ion o he gene al economic si ua ion, and i is in es iga ed whe he an icipa ed changes o his pe cep ion in lu- ence he popula i y decisions. All es s show ha he hypo hesis o a ional expec a- ions has o be ejec ed. 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