Weisge be , Wilhelm
A icle
Is die he schende Theo ie de Kapi albildung ich ig?
Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Weisge be , Wilhelm (1949) : Is die he schende Theo ie de Kapi albildung
ich ig?, Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha , ISSN 1619-6244,
Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 69, Iss. 5, pp. 1-30,
h ps://doi.o g/10.3790/schm.69.5.1
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513] 1
Is die he schende Theo ie de Kapi albildung
Inhal s e zeichnis: I. Die bishe igen Au assungen on Wesen und Wi kung de
Kapi albildung S. 1 — II. Einwände gegen die he schende Leh meinung S. 3 —
III. En wicklung eine Theo ie de Kapi albildung ü die o sch ei ende eie
Ve keh swi scha S. 6 — IV. In de o sch ei enden Wi scha sind s e s eie
bzw. mobilisie ba e P oduk ions ak o en o handen S. 11 — V. Ände ungen des
Um anges de Kapi albildung und ih e Wi kungen S. 17 — VI. Die e schiedenen
Fo men de Kapi albildung in de Beda sdeckungswi scha und de a bei s eiligen
Ve keh swi scha S. 24 — VII. Schlußbe ach ung S. 29.
Die he schende Leh meinung übe Wesen und Wi kung de
Kapi albildung geh bekann lich dahin, daß in olge de selben „eine
Ve ände ung in de Zusammense zung des lau enden P oduk ions-
s omes o sich geh , und zwa eine Ve ände ung zuunguns en de
P oduk ion on Gegenwa sgü e n und zuguns en de P oduk ion on
Zukun sgü e n1. Nach diese Au assung wä e also eine Zunahme de
Kapi albildung bzw. de E zeugung on Anlagegü e n s e s mi eine
Einsch änkung de Un e hal sgü e p oduk ion e bunden. Adol
Webe b ing dies kla zum Ausd uck, wenn e bei E ö e ung des
Wesens de Kapi albildung sag : „Es we den zei weilig wenige Genuß-
gü e e zeug und die so e üb ig en P oduk ionselemen e in den
Diens de He s ellung on Zwischene zeugnissen ges ell , um spä e
meh und we olle e Genußgü e zu Ve ügung zu haben2." Kenn-
zeichnend ü die he schende Theo ie is dei; Gedanke, daß de mi
dem Spa en e bundene Konsum e zich zu einem Aus all an Nach-
age au dem Konsumgü e ma k üh 3 und demzu olge wenige
Konsumgü e e zeug we den als o he .
Neben diese heu e du chaus o he schend gewo denen Leh -
meinung ha es on jehe noch eine ande e gegeben, die au de Au -
assung be uh , daß die e spa en Un e hal sgü e eben alls e b auch
1
W. R ö p k e , Die Theo ie de Kapi albildung, Tübingen, 1929, S. 7.
2 A. W e b e , Ku zge aß e Volkswi scha sleh e, Be lin, 1942, S. 51.
8 W. Eucken, Kapi al heo e ische Un e suchungen, Jena, 1934, S. 143.
Von
Wilhelm Weisge be , Wiesbaden
Scbmolle s Jah buch LX1X, 5 1
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2 Wilhelm Weisge be [514
we den und du ch Spa en de pe sonelle Beschä igungsg ad de Wi -
scha e höh wi d. Zu diese Au assung ha sich kein ge inge e als
Adam Smi h in seh eindeu ige Weise bekann , wie dies aus seinen
olgenden Wo en he o geh : „Wha is annually sa ed is as egula ly
consumed, as wha is annually spen , and nea ly in he same ime oo;
bu i is consumed by a di e en se o people4." Smi h ha auch
be ei s ausgesp ochen, daß Spa en eine Zunahme de Beschä igung
zu Folge ha . Dies e gib sich kla aus olgende Äuße ung: „By wha
a ugal man annually sa es, he no only a o ds main e-
nance o an addi ional numbe o p oduc i e hands
( om Ve asse gespe ), o ha o he ensuing yea , bu , like he
ounde o a public wo khouse, he es ablishes as i we e a pe pe ual
und o he main enance o an equal numbe in all imes o come5."
Die Au assung, daß das e spa e Einkommen eben alls e b auch
wi d, inde sich auch bei Rica do6. Am kla s en und en schieden-
s en is diese Ansich indessen on I. S . Mill ausgesp ochen und
e e en wo den. E ha die Gedanken, die Adam Smi h und
Rica do nu in einigen ku zen Sä zen ohne heo e ische Beg ündung
geäuße haben, in einem seine zei iel ums i enen Kapi el seine
„P inciples o Poli ical Economy" in aus üh liche Fo m en wickel ,
an Hand on Beispielen e läu e und in gewissem Um ang auch heo-
e isch beg ünde . Die Schluß olge ungen, zu denen e gekommen is
und die e in seinen sogenann en ie Fundamen alsä zen be e end
Kapi al niede geleg ha , s immen in allen wesen lichen Punk en mi
de Au assung on Adam Smi h übe ein. Gleich diesem e i
Mill den S andpunk , daß das e spa e Einkommen e b auch wi d7,
und b ing auch zum Ausd uck, daß jede Ve meh ung des Kapi als,
wenn zusä zliche A bei sk a e ügba is , die Beschä igung de a -
bei enden Klassen e meh und eine S eige ung de Gesam e zeugung
zu Folge ha 8.
Es is Mill alle dings nich gelungen, seine Au assung übe Wesen
und Wi kung des Spa o ganges heo e isch wi klich einwand ei zu
beg ünden. Sie is on eine Reihe on Au o en, un e denen Senio
und Je ons e wähn seien, mi solchem E olg bekämp wo den,
daß sie on de Wissenscha as allgemein als unhal ba e lassen
wo den is .
4
Adam Smi h, Weal h o Na ions, Ed. Me huen u. Co., London, 1920,
Book II, Chap. III, S. 320 .
6 Adam Smi h, a. a. 0., S. 320.
6 D. Rica do, No es on Mal hus' „P inciples o Poli ical Economy", Bal i-
mo e u. London, 1928, S. 164.
7 I. S . M i 11, P inciples o Poli ical Economy, London, 1865, Book I, S. 88.
8 I. S . Mill, a. a. 0., S. 86.
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515] Is die he schende Theo ie de Kapi albildung ich ig? 3
Eine wei e e Diskussion des Kapi albildungsp oblems könn e un e
diesen Ums änden übe lüssig e scheinen, wenn nich o enba wä e,
daß die Schluß olge ungen, zu denen die he schende Theo ie de
Kapi albildung üh , in scha em Wide sp uch zu den E scheinun-
gen s ehen, die in de wi scha lichen Wi klichkei bei s eigende
Kapi albildung au e en. Wä e jene Theo ie ich ig, so müß e es
wäh end de Pe ioden s a k s eigende Kapi albildung und Anlage-
gü e e zeugung, wie sie im Zuge de Konjunk u bewegung de Wi -
scha in egelmäßige Wiede keh au e en, zu P eissenkungen de
Un e hal sgü e sowie en sp echend s a ken Einsch änkungen de
Un e hal sgü e p oduk ion kommen, und es müß e e ne deu lich
sich ba we den, daß P oduk ions ak o en, die o he bei de P oduk-
ion on Un e hal sgü e n mi wi k en, ü die E zeugung on An-
lagegü e n he angezogen we den.
Nich s Ähnliches is abe jemals es ges ell wo den. Es s eh im
Gegen eil es , daß die P eisände ungen de Un e hal s- und Anlage-
gü e s e s in gleichem Sinne e lau en, wobei sich lediglich In en-
si ä sun e schiede e geben. Was die ein e enden Ände ungen des
P oduk ionsum anges be i , so s ell Cassel es , „daß de Wech-
sel zwischen Au - und Niede gangspe ioden seine inne s en Na u
nach eine Va ia ion in de P oduk ion on es em Kapi al is , abe in
keinem Zusammenhang mi de üb igen P oduk ion s eh 9." Hie is
also — beme kenswe e weise on einem Anhänge de he schenden
Kapi albildungs heo ie — unmiß e s ändlich ausgesp ochen wo den,
daß Ände ungen des Um anges de E zeugung on Anlagegü e n keine
Rückwi kung au den Um ang de Un e hal sgü e p oduk ion aus-
üben. Es dü e kla sein, daß diese Fes s ellung mi de he schenden
Theo ie de Kapi albildung un e einba is .
Nimm man die Äuße ungen de Anhänge de he schenden
Kapi albildungs heo ie e was schä e un e die Lupe, so äll au , daß
sie as du chgehends e meiden, exak e und nachp ü ba e Angaben
da übe zu machen, wie denn eigen lich du ch das Spa en die on
ihnen behaup e e Ve ände ung de P oduk ion he beige üh we den
soll. Sie besch änken sich in de Regel au seh allgemein gehal ene
Äuße ungen übe die angeblichen Wi kungen des Spa ens. Cassel
beispielsweise mein , daß „die e igen Gü e , die in de o sch ei en-
den, im Gleichgewich be indlichen Wi scha de absich lichen Be-
sch änkung de Bedü nisbe iedigung zu olge nich konsumie
we den, auch übe haup nich p oduzie we den10." Adol Webe
üh aus, daß das, was de einzelne spa , gewisse maßen im „Vo -
s adium des E zeugungsp ozesses au ge angen wi d, so daß die e -
9 G. Cassel, Theo e ische Sozialökonomie, Leipzig, 1932, S. 489.
10 G. Cassel, a. a. 0., S. 32.
1*
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4 Wilhelm Weisge be [516
üb ig en P oduk ionselemen e nich dem unmi elba en Konsum,
sonde n eine besse en Ges al ung de Gü e e zeugung dienen11."
Au die F age, wie diese eigena igen Wi kungen des Spa -
p ozesses zus ande kommen sollen, gehen die beiden Au o en nich
ein. Da es nich üblich is , die Absich , einen bes imm en Geldbe ag
zu spa en, o he anzukündigen, kann das Spa en nich gu Wi kungen
au den P oduk ionsp ozeß ausüben, be o de Spa ak ollzogen is .
Die Un e hal sgü e , welche die Spa e hä en kau en können, wenn
sie nich gespa hä en, müssen also p oduzie wo den und am
Ma k o handen sein. Wenn das Spa en i gendwelche Wi kungen au
die Un e hal sgü e p oduk ion ausüben soll e, so könn en sie allen-
alls nach dem Spa ak ein e en. Die Au assung, daß die in olge
des Spa ens ( on den Spa e n) nich konsumie en Gü e ga nich
e s p oduzie ode , wie Webe mein , im Vo s adium des E -
zeugungsp ozesses ü ande e Zwecke au ge angen we den, e schein
also bei nähe e P ü ung unhal ba .
Alle diese gegen die Rich igkei de he schenden Theo ie de
Kapi albildung sp echenden A gumen e, so beweisk ä ig sie an sich
e scheinen mögen, e blassen abe gegenübe jenen, die uns eine Be-
ach ung de Vo gänge lie e , die sich bei de Anlage neugebilde en
Kapi als äglich o unse en Augen abspielen. Tag äglich sehen wi ,
daß das Kapi al, das sich bei den Banken, Spa kassen, Ve siche ungs-
gesellscha en, wi scha lichen Un e nehmungen, Einzelpe sonen
ode in den S aa skassen ansammel , In es i ionsun e nehmungen zu-
gelei e wi d, daß diese dasselbe, wenn nich ganz, so doch g öß en-
eils zu Bezahlung on Gehäl e n und Löhnen an ih e Anges ell en
und A bei e e wenden, und daß le z e e mi diesem on ande en
Wi scha smi gliede n e spa en Einkommen die Un e hal sgü e
kau en, de en sie bedü en, um exis ie en und p oduzie en zu können.
Wie soll e es in eine a bei s eiligen Wi scha auch ande s
möglich sein? Wo on soll en beispielsweise die Anges ell en und A -
bei e eine Bauun e nehmung, de — ielleich on ein paa Zinsen
abgesehen
—
im allgemeinen ga nich s ande es an Einnahmen zu ließ
als on ande en Wi scha smi gliede n e spa es Kapi al, ih en
Un e hal bes ei en, wenn nich on eben diesem Kapi al? Au
welche Weise soll es un e diesen Ums änden, wie dies die he -
schende Theo ie annimm , in olge de Kapi albildung zu einem Aus-
all an Nach age au dem Konsumgü e ma k kommen mi de Folge,
daß die e spa en Konsumgü e ga nich e s p oduzie we den?
Diese F agen au we en, bedeu e eigen lich schon, die he schende
Theo ie de Kapi albildung ad absu dum üh en, denn das, was sie
11 A. W e b e , a. a. O., S. 47.
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517] Is die he schende Theo ie de Kapi albildung ich ig?
behaup e , wä e nu möglich, wenn die au die E zeugung on Anlage-
gü e n spezialisie en P oduzen en und A bei nehme Tag ü Tag
und Jah ü Jah solche Gü e e zeug en, ohne jemals auch nu ein
Konsumgu zu kau en ode zu e b auchen. Die F age, was sie zu
eine solch selbs mö de ischen Handlungsweise e anlassen soll e,
bleib dabei ebenso o en wie jene, was denn eigen lich mi dem e -
spa en Einkommen geschieh , das ihnen ja unbes i en als En gel
ü ih e P oduk ionsleis ungen zu ließ .
Schon eine ku ze Be ach ung zeig also, daß die he schende
Theo ie de Kapi albildung au de ganzen Linie zu Schluß olge-
ungen üh , die en wede mi den Ta sachen nich zu e einba en
ode ge adezu als absu d zu bezeichnen sind. Sie kann also unmöglich
ich ig sein.
Die E kenn nis, daß das Kapi albildungsp oblem noch nich end-
gül ig gelös is , is in jüngs e Zei im Wachsen und ha Ve anlassung
zu Au s ellung neue Kapi albildungs heo ien gegeben, on denen je-
doch nu die on I. M. K e y n e s in seinem le z en g öße en heo-
e ischen We k en wickel e Leh e einige Beach ung ge unden ha 12.
In dem en scheidenden G undgedanken, daß Spa en einen Aus all an
Nach age nach Un e hal sgü e n und P eissenkungen de selben zu
Folge ha , s imm K e y n e s mi de he schenden Leh meinung übe -
ein. Seine Theo ie is insowei den gleichen Einwendungen ausgese z
wie jene und kann ans diesem G unde gleich alls keinen Ansp uch
da au e heben, die ich ige Lösung des Kapi albildungsp oblems zu
sein.
In E kenn nis de Unhal ba kei de he schenden Leh e ha de
Ve asse in eine o einigen Jah en e schienenen um ang eiche en
A bei eine in wich igen Bes and eilen neue Theo ie de Kapi al-
bildung en wickel 13. Obgleich diese au wesen lich ande en Übe -
legungen be uh als die dem Ve asse seine zei noch nich bekann e
Theo ie on M i 11, üh sie in den g undlegenden F agen beme kens-
we e weise zu den gleichen Schluß olge ungen wie diese. Die Theo ie
des Ve asse s nimm inso e n eine Sonde s ellung ein, als sie e s -
malig ü die Ve häl nisse in de o sch ei enden eien Ve keh s-
wi scha en wickel wo den is und ih e E gebnisse in bes e Übe -
eins immung mi den E scheinungen de wi scha lichen Wi klich-
kei s ehen. Sie soll in de Folge o ge agen und aus üh lich be-
g ünde we den.
12 I. M. K e y n e s , The Gene al Theo y o Employmen , In e es and Money,
London, 1936.
13 W. Weisge be , Theo ie de o sch ei enden Wi scha und de
Konjunk u bewegung, Be lin, 1941.
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6 Wilhelm Weisge be [518
Die Un e suchungen sollen ü die o sch ei ende eie Ve keh s-
wi scha neuzei lichen Typs du chge üh we den. Un e diesem Be-
g i soll eine o sch ei ende Wi scha e s anden we den, in de
das neugebilde e Kapi al übe wiegend in P oduk ionsmi eln und
ep oduzie ba en Gü e o ä en angeleg wi d und die Kapi albildung
einen solchen Um ang ha , daß' die au den Kop de ä igen Wi -
scha smi gliede en allende Quo e de Kapi alaus üs ung und de
Gü e e zeugung s eigende G und ich ung au weis . Diese
le z e e Bedingung schließ die Vo ausse zung ein, daß Hand in Hand
mi de Ve meh ung de P oduk ionsmi el eine o sch ei ende
Ra ionalisie ung und Mechanisie ung des E zeugungsp ozesses e -
olg .
Un e such we den soll, welche Wi kungen eine Zunahme de
Kapi albildung in eine en wickel en, a bei s eiligen Geldwi scha
de o e wähn en A ha . In eine solchen Wi scha s eh eine
G uppe on P oduzen en und A bei nehme n, die sich ausschließlich
ode doch übe wiegend de E zeugung on Un e hal sgü e n widmen
und übe die zu diesem Zweck e o de lichen na ü lichen und e zeug en
P oduk ionsmi el sowie übe en sp echende E ah ungen e ügen,
eine ande e G uppe on P oduzen en und A bei nehme n gegenübe ,
die sich in analoge Weise au die E zeugung on Anlagegü e n
spezialisie haben.
Um die Analyse de in e essie enden Vo gänge möglichs du ch-
sich ig zu ges al en, wollen wi uns eines bei de a igen Un e -
suchungen seh emp ehlenswe en Kuns g i es bedienen, indem wi
annehmen, daß in de be ach e en Wi scha kein Me allgeld zi ku-
lie , sonde n Zahlungsmi el nu gegen Handelswechsel ausgegeben
we den, die bei eine No enbank zu Diskon ie ung einge eich Wo -
den sind. Diese Annahme bie e den Vo eil, daß Beginn und Ende
jedes einzelnen Ve eilungs o ganges kla in E scheinung e en.
Be o die F age un e such wi d, welche Wi kungen eine Zu-
nahme de Kapi albildung ausüb , soll zunächs de K eislau des
Geldes und de Gü e in eine als s a isch gedach en Wi scha un e -
such we den, in de ge ade so iel Kapi al neu gebilde wi d, daß die
du ch Abnu zung und sons ige Ein lüsse abgängig we denden Anlage-
gü e lau end du ch neue e se z we den können.
In eine solchen Wi scha we den un e de oben angegebenen
Vo ausse zung alle aus de P oduk ion he o e enden, als Wa en
anzusp echenden Gü e , d. h. also alle Un e hal sgü e , gegen Handels-
wechsel abgese z , die on Handelsun e nehmungen begeben und on
den P oduzen en in Zahlung genommen we den. Le z e e können die
Wechsel bei eine No enbank diskon ie en und gelangen dami in den
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519] Is die he schende Theo ie de Kapi albildung ich ig?
Besi z de e o de lichen Geldmi el in Ges al on Bankno en, um
— gleichbleibende P oduk ionse giebigkei o ausgese z — säm liche
an den Handel abgese z en Gü e zu ep oduzie en.
Wäh end de Rep oduk ionspe iode de le z e en üh en die
P oduzen en einen Teil des E löses an die bei de E zeugung de
E sa zgü e beschä ig en A bei nehme ab, einen ande en, als Ge-
winn bezeichne en Teil behal en sie ü sich selbs als ih en An eil
am P oduk ionsen gel . Mi diesen Geldbe ägen e scheinen die P odu-
zen en und A bei nehme gleichzei ig am Gü e ma k und können mi
denselben die an den Handel abgese z en Gü e ode — un e Rück-
g i au die in jede en wickel en Wi scha o handenen Fe ig-
wa enlage — auch ande e im gleichen Geldwe kau en, die sie zu
ih em Un e hal wäh end de Rep oduk ionspe iode benö igen. Inso-
wei die an de Un e hal sgü e p oduk ion be eilig en P oduzen en
und A bei nehme ih Einkommen ode Teile desselben zum Kau
on Un e hal sgü e n e wenden, ließen den Handelsun e nehmun-
gen unmi elba die Bankno en zu, die sie benö igen, um den dem
We de abgese z en Gü e en sp echenden Teil de on ihnen be-
gebenen Wechsel bei de No enbank einzulösen.
E spa en die bei de Un e hal sgü e p oduk ion ä igen P odu-
zen en und A bei nehme , wie das o ausgese z wo den is , einen
Teil ih es Einkommens, so we den die e spa en Be äge im allge-
meinen bei Banken ode sons igen Geldins i u en eingezahl , die sie,
um ih e Einlagen e zinsen zu können, anlegen we den. Das bedeu e ,
daß mi den e spa en Geldbe ägen Nach age nach Anlagegü e n
e hoben wi d. Dabei sind zwei Fälle möglich: En wede sind nämlich
Anlagegü e de nachge ag en A ode doch Rohs o e bzw. Halb-
ab ika e, die zu ih e E zeugung benö ig we den, am Gü e ma k
o handen, ode die Nach age ich e sich au Anlagegü e , die e s
noch e zeug we den müssen.
Im e s en Fall, de zunächs be ach e sei, we den bei den
Handelsun e nehmungen ode den P oduzen en o handene Anlage-
gü e — beispielsweise Maschinen — ode abe Rohs o e und Halb-
ab ika e an die In es o en abgese z . Die e spa en Geldbe äge
ließen in dem einen Fall au dem Umwege übe Nachbes ellungen
de Handelsun e nehmungen, im ande en unmi elba an In es i ions-
gü e p oduzen en, die sie benu zen we den, um die abgese z en Gü e
zu ep oduzie en. Dabei üh en sie das on ande en Wi scha smi -
gliede n e spa e Einkommen eils als Lohn an ih e A bei nehme ab,
eils nehmen sie es selbe un e dem Ti el ih es Gewinnes in An-
sp uch. Da sowohl die P oduzen en als auch die A bei nehme de
In es i ionsg uppe Un e hal sgü e b auchen, um wäh end de Re-
p oduk ionspe iode de abgese z en Gü e ih en Un e hal bes ei en
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8 Wilhelm Weisge be [520
zu können, we den sie mi dem Kapi al, das ihnen als Einkommen zu-
ließ , selbs e s ändlich die on den Spa e n nich e b auch en
Konsumgü e bzw. ande e im gleichen Geldwe kau en.
In dem ande en in F age kommenden Fall, daß nämlich Anlage-
gü e de gewünsch en A nich o handen sind, we den die e spa -
en Geldbe äge on den In es o en unmi elba an In es i ions-
un e nehme abge üh , die als Gegenleis ung da ü die nachge ag-
en Anlagegü e e zeugen. Diese Fall un e scheide sich on dem so-
eben un e such en nu dadu ch, daß de E zeugung de Anlagegü e
kein Absa z on solchen o ausgeh . Es we den nich abgese z e An-
lagegü e ep oduzie , sonde n die nachge ag en p oduzie . Hie -
on abgesehen ände sich nich s an den oben geschilde en Vo -
gängen. Die e spa en Geldbe äge we den in diesem Fall ebenso wie
in dem eben e ö e en on den P oduzen en und A bei nehme n de
In es i ionsg uppe zum Kau on Un e hal sgü e n benu z , ohne die
sie nich exis ie en und p oduzie en könn en.
Es is na ü lich möglich und wi d egelmäßig geschehen, daß Mi -
gliede de In es i ionsg uppe einen Teil ih es Einkommens, das
be ei s einmal on ande en e spa wo den is , nochmals e spa en
und dami e neu Nach age nach Anlagegü e n e heben. Diese Vo -
gang kann sich noch meh mals wiede holen, bis schließlich das ge-
sam e zunächs e spa e Einkommen zum Kau on Un e hal sgü e n
e wand wo den is . Die mi de wiede hol en Anlage e spa e Ein-
kommens eile zwei ellos e bundene zei liche Ve schiebung de Nach-
age is ohne Belang, da sie jeweils du ch den aus dem gleichen
G unde en s andenen Nach ageübe hang aus de o he gehenden
P oduk ionspe iode ausgeglichen wi d.
Gleich iel also, ob sich die in olge de E spa ung on Einkommen
und de Anlage de e spa en Be äge au e ende Nach age nach
Anlagegü e n au be ei s o handene ode noch zu e zeugende Gü e
diese A ich e , we den in jedem Fall mi den e spa en Geld-
be ägen die on den Spa e n nich e b auch en Un e hal sgü e
gekau . Dadu ch gelangen die Handelsun e nehmungen in den Be-
si z de e o de lichen Geldmi el, um alle on ihnen begebenen
Handelswechsel bei de No enbank einlösen zu können. Dami is de
be ach e e Ve eilungs o gang abgeschlossen. Alle aus de E -
zeugung he o ge e enen Un e hal sgü e sind an die Ve b auche
abgese z und ep oduzie , wäh end gleichzei ig Anlagegü e im
Gegenwe de e spa en Geldbe äge zusä zlich e zeug wo den sind.
De Abschluß des Ve eilungs o ganges wi d dadu ch kla e kennba ,
daß alle gegen Handelswechsel ausgegebenen Bankno en, nachdem
die in ihnen e kö pe e Kau k a zum Zuge gekommen is , an die
No enbank zu ückge lossen ode , um mi Lukas zu eden, „in den
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527] Is die he schende Theo ie de Kapi albildung ich ig? 15
indus iellen E zeugung, in den Ag a wi scha en dagegen zu E -
höhung de landwi scha lichen P oduk ion e wand wi d, und die
zusä zlich an allenden Gü e gegeneinande ge ausch we den.
In keinem de behandel en Fälle e gib sich als Folge de Inan-
sp uchnahme on G und und Boden ü indus ielle Zwecke eine Ein-
sch änkung de landwi scha lichen P oduk ion. De Ausgleich e -
olg dadu ch, daß au dem Wege übe die Anlage des eigewo denen
Kapi als inne halb des landwi scha lichen Sek o s de aglichen
ode auch eine ande en Wi scha bishe ungenu z e Bodenleis un-
gen e schlossen bzw. e höh e Bodenleis ungen je Einhei de genu z-
en Fläche gewonnen we den.
Die Boden lächen, die bei eine Zunahme de Kapi albildung de
landwi scha lichen Nu zung en zogen we den, sind e häl nismäßig
unbedeu end, und de eben behandel e Vo gang spiel dahe im
Rahmen de gesam en Gü e e zeugung keine wesen liche Rolle. In de
neuzei lichen o sch ei enden Ve keh swi scha ha die Kapi al-
bildung in e s e Linie eine Ausdehnung de indus iellen E zeugung
zum Ziele, und die Bodenleis ungen, die da ü benö ig we den, sind
wesen lich ande e A als die bishe be ach e en und nich on de
G öße de e ügba en Boden läche abhängig. Fü die indus ielle
Gü e e zeugung we den o zugsweise E ze, Me alle, E den, Kohle, öl
und ande e na u gegebene Rohs o e und Ene gie äge geb auch , die
in gewal igen Lage n au und un e de E de zu Ve ügung s ehen.
Die Menge diese on de Na u au gespeiche en Bodenleis ungen,
die inne halb eines bes imm en Zei abschni es gewonnen we den
kann, is nich es beg enz , ielmeh as ausschließlich da on ab-
hängig, in welchem Ausmaß da ü A bei sk ä e und p oduzie e
P oduk ionsmi el eingese z we den. Die wäh end eines bes imm en
Zei abschni es gewinnba e Menge diese A on Bodenleis ungen is
also p ak isch lediglich eine Funk ion des zu diesem Zweck e olgen-
den Kapi alau wandes. Ähnlich liegen die Dinge hinsich lich gewisse
lau end an allende Ene gien, wie Sonnenwä me, Wind- und Wasse -
k ä en. Sie allen zwa in beg enz e Menge an, abe ih e Ausbeu ung,
die gleich alls nu au dem Wege übe die Au wendung on Kapi al
möglich is , lieg o e s noch wei un e dem e eichba en Maß.
Nimm die Kapi albildung zu, so kann die Gewinnung de au ge-
speiche en und lau end an allenden Bodenleis ungen de o e wähn-
en A s e s in einem de Zunahme de Kapi albildung meh ode
wenige en sp echenden Ve häl nis ges eige we den. Ein Ausgleich
e waige Disp opo ionali ä en e olg au dem Wege übe die In-
ansp uchnahme on Lage o ä en be ei s gewonnene Rohs o e und
Ene gie äge und, sowei solche nich o handen sind bzw. nich aus-
eichen, du ch en sp echend s ä ke e P eise höhung de e knapp en
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16 Wilhelm Weisge be 1528
Bodenleis ungen. Abschließend kann somi es ges ell we den, daß die
bei eine Zunahme de Kapi albildung e o de lich we denden zu-
sä zlichen Bodenleis ungen s e s gewonnen we den können, und zwa
scha de Kapi albildungsp ozeß selbs die Vo ausse zungen da ü .
Wü den nun alle dings ü die Gewinnung de zusä zlichen Boden-
leis ungen und die Du ch üh ung de wei e en zusä zlichen E zeu-
gungsp ozesse nu A bei sk ä e und keine p oduzie en P oduk ions-
mi el zu Ve ügung s ehen, so wü de sich eine Ausdehnung des E -
zeugungsp ozesses auße o den lich mühselig ges al en. Es müß en
jedesmal zunächs mi Hand p imi i e daue ha e P oduk ionsmi el
gescha en, mi ih e Hil e e b auchliche P oduk ionsmi el in Ge-
s al on Rohs o en sowie Vo p oduk en gewonnen bzw. e zeug und
aus diesen neue wi kungs olle e daue ha e P oduk ionsmi el he -
ges ell we den, und diese Vo gang müß e sich in o sch ei ende
S u en olge solange wiede holen, bis schließlich de jeweilige S and de
echnischen En wicklung e eich wä e. Es is kla , daß eine Ausdeh-
nung de Gü e e zeugung au diesem Wege p ak isch kaum du ch üh -
ba wä e, und daß eine eibungslose S eige ung de E zeugung o en-
ba nu möglich is , wenn jeweils Rese en an daue ha en und e -
b auchlichen p oduzie en P oduk ionsmi eln e ügba sind. Die
F age, ob diese Vo ausse zungen in de o sch ei enden eien Ve -
keh swi scha s e s gegeben sind, beda dahe gleich alls de Un e -
suchung.
Es seien zunächs die e b auchlichen P oduk ionsmi el be ach-
e . Gäbe es in eine Wi scha mi eie Konsumwahl keine Lage -
o ä e on e b auchlichen P oduk ionsmi eln, so wü de jede Ände-
ung de P oduk ionse giebigkei ode de Konsumwünsche de Ve -
b auche so o Ve so gungsschwie igkei en he o u en. Wä en bei-
spielsweise keine den Beda in de lau enden P oduk ienspe iode
übe sch ei enden Lage on Nah ungsmi eln o handen, so wü de
eine Miße n e so o eine Hunge sno auslösen. Wü de sich, um ein
ande es Beispiel anzu üh en, die In es i ions ä igkei , die bis dahin
übe wiegend au die E wei e ung des maschinellen P oduk ions-
appa a es ge ich e wa , on einem gewissen Zei punk an de E ich-
ung on Wohngebäuden zuwenden, so müß en zunächs die e o de -
lichen Baus o e in Ges al on Zemen , Kalk, T äge n, Ziegels einen
usw. p oduzie we den, und mi de Du ch üh ung de In es i ionen
könn e e s nach Ablau de P oduk ionspe iode diese Vo p oduk e
begonnen we den. Das on den In es o en gebilde e Kapi al könn e
mi hin g öß en eils e s nach länge e Zei seinem Ve wendungszweck
zuge üh we den.
In eine o a slosen Wi scha wü den sich also o gese z Ve -
so gungsschwie igkei en und sons ige Mißs ände e geben. Diese Um-
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529] Is die he schende Theo ie de Kapi albildung ich ig? 17
s and wi d zwangsläu ig dazu üh en, daß in jede Wi scha mi
eie Konsumwahl sei ens de P oduzen en und des Handels Lage
on Fe igwa en, Halb ab ika en und Rohs o en gebilde we den, au
die bei Ände ungen de Konsumwünsche de Ve b auche bzw. bei
eine Zunahme de Kapi albildung zu ückgeg i en we den kann. Die
Bildung de a ige Wa enlage kann in ein achs e Weise e olgen, in-
dem Geldkapi al zu E zeugung bzw. zum Kau de aglichen P o-
duk e e wand und dami in Lage o ä en angeleg wi d.
Aus den gleichen G ünden, aus denen die Bildung on Wa en-
lage n e olg , weis jede eie Wi scha auch egelmäßig eine nam-
ha e Rese e an P oduk ionskapazi ä e zeug e P oduk ionsmi el
au . Eine eie Wi scha ohne eine de a ige Rese e is ebensowenig
o s ellba wie eine solche ohne Lage o ä e.
Bei den e zeug en daue ha en P oduk ionsmi eln komm abe
noch e was ande es hinzu. Ih Ausnu zungsg ad lieg as ausnahms-
los wei un e dem e eichba en Höchs maß, weil die Gü e e zeugung
wegen de mi Nach a bei e bundenen Nach eile, die im allgemeinen
in Kos ene höhungen zum Ausd uck kommen we den, ganz übe wie-
gend nu wäh end de Tagess unden e olg . Nimm abe die Kapi al-
bildung zu und e höh sich in olgedessen de ü die p oduk i en Lei-
s ungen de E zeugungsanlagen ü In es i ionss o e und -gü e e -
zielba e P eis, so i dami eine Ve schiebung de Wi scha lich-
kei sg enze ein, die es ges a en wi d, einen Teil de oben e wähn en
Rese e an P oduk ionskapazi ä du ch Ein üh ung on Nach schich-
en nu zba zu machen.
Dami kann die Un e suchung des e ö e en P oblems abgeschlos-
sen we den. Sie ha zu de E kenn nis ge üh , daß in de eien Wi -
scha s e s Rese en an menschliche A bei sk a , Bodenleis ungen,
e b auchlichen P oduk ionsmi eln in Ges al on Rohs o en, Vo -
p oduk en und Halb ab ika en sowie schließlich an P oduk ions-
kapazi ä daue ha e P oduk ionsmi el o handen sind und daß sie
bei zunehmende Kapi albildung du ch das Spiel on Angebo und
Nach age au oma isch mobilisie we den. In eine eien Wi scha
sind also alle Vo ausse zungen da ü gegeben, daß die zusä zlich nach-
ge ag en Anlagegü e e zeug we den können, ohne daß die Un e -
hal sgü e p oduk ion dadu ch beein äch ig wi d.
Wi können nunmeh zu de F age zu ückkeh en, welche Wi -
kungen eine Zunahme de Kapi albildung in eine bis dahin im s a i-
schen Gleichgewich be indlichen Wi scha auslösen wi d. Wie be-
ei s nachgewiesen wo den is , wi d eine de a ige Ände ung de
Da en zunächs zu Folge haben, daß die In es i ionslöhne und die
Gewinne de In es i ionsun e nehme s eigen. Dadu ch we den Re-
se en an menschliche A bei sk a und sachlichen P oduk ions-
Schmolle a Jah buch LXIX,
5 2
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18 Wilhelm Weisge be [530
elemen en mobilisie , und die E zeugung on Anlagegü e n wi d in-
olgedessen bei gleichbleibende Un e hal sgü e p oduk ion zunehmen.
Da die A bei smä k e ü die beiden Haup g uppen de Wi scha
übe die ungele n en und sons igen e schieden einse zba en A bei s-
k ä e mi einande in Ve bindung s ehen, we den die Lohns eige un-
gen nich au die In es i ionslöhne besch änk bleiben. Es wi d iel-
meh zu eine allgemeinen Lohne höhung kommen, die sich jedoch bei
den du ch die S eige ung de Nach age unmi elba be o enen In-
es i ionslöhnen egelmäßig am s ä ks en beme kba machen wi d.
Die Meh gewinne de In es i ionsun e nehme ließen diesen da-
du ch zu, daß bis dahin ungenu z e P oduk ionskapazi ä ü die
Gü e e zeugung nu zba gemach und da ü ein zusä zliche Gewinn
e ziel wi d. Da übe hinaus we den den In es i ionsun e nehme n
egelmäßig Meh gewinne dadu ch zu allen, daß sie o z sinkenden
An eiles de au die Gü e einhei en allenden es en Kos en keine
en sp echenden P eise mäßigungen o zunehmen b auchen. Die S ei-
ge ung de Gewinne de In es i ionsun e nehme wi d aus diesen
G ünden im allgemeinen keine E höhung de in den Gü e p eisen en -
hal enen p ozen ualen Gewinnquo en bedingen. De Meh gewinn äll
den P oduzen en ielmeh au oma isch du ch die Umsa zs eige ung zu.
Dagegen we den die Lohne höhungen en sp echende P eise hö-
hungen zu Folge haben und es wi d in olgedessen zu eine allgemeinen
P eiss eige ung kommen, die sich jedoch
—
eie P eisbildung o aus-
gese z
—
bei den In es i ionss o en und -gü e n am s ä ks en beme k-
ba machen wi d. In olge diese übe e häl nismäßigen P eiss eige-
ungen de In es i ionss o e und -gü e wi d de en E zeugung nich
ganz in dem gleichen Ve häl nis zunehmen wie die nominelle Kapi al-
bildung.
Füg man noch hinzu, daß die Lage an In es i ionss o en in olge
de e meh en E zeugung on In es i ionsgü e n eine Ve minde ung
e ah en we den, so sind dami die Wi kungen eine Zunahme de
Kapi albildung in eine eien Ve keh swi scha im wesen lichen um-
issen.
In eine o sch ei enden eien Ve keh swi scha , zu de en Be-
ach ung wi nunmeh übe gehen wollen, we den lau end meh Gü e
(Un e hal s- und Anlagegü e ) e zeug , als du ch Ve b auch, Ab-
nu zung ode sons ige Ums ände ausscheiden. Es wi d also o gese z
neues Kapi al gebilde . O enba kann sich abe de Um ang de Ka-
pi albildung ände n, d. h. e kann gegenübe einem einmal e eich en
S ande zu- ode auch abnehmen. Dami e heb sich die F age, wodu ch
in eine Wi scha mi übe wiegend eiwillige Kapi albildung
Ände ungen des Um anges de selben he o ge u en we den können.
Bei de Un e suchung diese F age soll de Fall eine allgemeinen
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531] Is die he schende Theo ie de Kapi albildung ich ig? 19
eiwilligen Einsch änkung des Ve b auches auße Be-
ach bleiben, weil e p ak isch nich o komm .
Die G undlage de Kapi albildung s ell ü jedes einzelne Wi -
scha smi glied sein Einkommen da . Da de Gü e e b auch nich be-
liebig einsch änkba is , kann in jedem Fall nu ein Teil des Einkom-
mens e spa we den. Diese Ta sache is o enba ü die Fähigkei de
einzelnen Wi scha smi gliede zu Bildung on Kapi al on Bedeu-
ung. Wi scha ende mi kleinem Einkommen we den dasselbe im all-
gemeinen gänzlich ode doch g öß en eils ü ih en Un e hal e wenden
müssen, also allen alls einen kleinen P ozen sa z desselben e spa en
können. Dagegen sind Wi scha ende mi hohem Einkommen in de
Lage, ih en Un e hal mi einem kleinen Teil desselben zu bes ei en.
Sie können und we den im allgemeinen einen hohen P ozen sa z ih es
Einkommens e üb igen und zu Bildung on Kapi al e wenden. Diese
Übe legung üh zu de Schluß olge ung, daß die du ch-
schni liche p ozen uale Spa a e bei den g oßen
Einkommen be äch lich höhe liegen wi d als bei
den kleinen.
Be inde sich das Sach- und Geldkapi al eine Wi scha , wie das
in de eien Ve keh swi scha egelmäßig de Fall is , übe wiegend
im Besi z eine e häl nismäßig kleinen G uppe de Wi scha enden,
denen in olgedessen hohe Einkommen zu ließen, wäh end die g oße
Masse de üb igen Wi scha smi gliede übe keine g öße en Ve -
mögenswe e e üg und sich mi nied igen Einkommen begnügen
muß, so wi d sich ü die beiden G uppen de Wi scha enden, die
eine sei s du ch die P oduzen en, ande e sei s du ch die A bei nehme
ep äsen ie we den, eine p ozen uale Spa a e on seh e schie-
dene Höhe e geben. T i in eine solchen Wi scha bei sons gleich-
bleibenden Bedingungen —also auch gleichbleibendem Realeinkommen
— eine Einkommens e schiebung zuguns en de P oduzen en ein, so
wi d die Kapi albildung zunehmen, wäh end sie im Falle eine Ein-
kommens e schiebung zuunguns en de P oduzen en zu ückgehen
wi d.
Die Vo ausse zungen ü die Bildung on Kapi al können sich
e ne dadu ch ände n, daß das in de be ach e en Wi scha an-
allende Realeinkommen — imme im Sinne on Un e hal sgü e ein-
kommen — zu- bzw. abnimm . De Fall eine Zunahme des Realein-
kommens is besonde s wich ig, weil in de o sch ei enden Wi -
scha lau end zusä zliches Einkommen an äll . S eig das gesam e
Realeinkommen, so kann ein g öße e Teil desselben e spa we den
als o he , ohne daß die Spa e ih en bishe igen Lebenss anda d ein-
zusch änken b auchen. Es kann jedoch als siche gel en, daß die
meis en Wi scha smi gliede bei s eigendem Einkommen auch ih en
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20 Wilhelm Weisge be [532
Ve b auch meh ode wenige s a k e höhen we den. Insbesonde e gil
das ü die Wi scha smi gliede mi kleinen Einkommen, die iel ach
ih en Gii e e b auch in annähe nd dem gleichen Maß s eige n we -
den, in dem sich ih Realeinkommen e höh . Die bei eine allgemeinen
Einkommenss eige ung ein e ende Zunahme de Kapi albildung wi d
aus diesem G unde bei sons gleichbleibenden Bedingungen egel-
mäßig e heblich hin e de S eige ung des Einkommens zu ückbleiben.
Geh umgekeh das Realeinkommen zu ück, was in eine o -
sch ei enden Wi scha nu ausnahmsweise und wäh end e häl nis-
mäßig ku ze Zei abschni e o kommen kann, so we den die ein-
zelnen Wi scha smi gliede im allgemeinen bes eb sein, ih en bis-
he igen Lebenss anda d au ech zue hal en. Das is bei sinkendem Ein-
kommen — wenn man on de Möglichkei eine e inge en In-
ansp uchnahme on Diens leis ungen absieh — nu au Kos en de
Kapi albildung möglich. De Um ang de Kapi albildung wi d aus die-
sem G unde bei sinkendem Realeinkommen s e s wei s ä ke zu ück-
gehen als dieses.
Es e schein denkba , daß Ände ungen des Realeinkommens mi
Einkommens e schiebungen zuguns en ode zuunguns en de P odu-
zen en zusammen allen. In de Folge soll dahe un e such we den,
welche de e schiedenen möglichen Kombina ionen dabei p ak isch
au e en können und welche Rückwi kungen au den Um ang de
Kapi albildung sich in den einzelnen Fällen e geben we den.
Zunächs sei un e such , ob und gegebenen alls aus welchen G ün-
den sich bei s eigendem Realeinkommen Einkommens e schiebungen
zuguns en de P oduzen en e geben können. Bei s eigendem Realein-
kommen sind bei sons gleichbleibenden Bedingungen nach ühe em
die Vo ausse zungen ü eine Zunahme de Kapi albildung gegeben. Es
is wei e es ges ell wo den, daß eine Zunahme de Kapi albildung
s e s gleichbedeu end mi eine e meh en Nach age eine sei s nach
Leis ungen e zeug e P oduk ionsmi el ü Anlagegü e , ande e sei s
nach A bei sleis ungen is und daß Rese en an beiden egelmäßig o -
handen bzw. mobilisie ba sind. Die Ve häl nisse liegen jedoch in bei-
.den Fällen nich ganz gleich. Wäh end sich nämlich die Rese en an
A bei sk ä en du ch Ra ionalisie ungs- und Mechanisie ungsmaßnah-
men, die sich bei Ve knappungse scheinungen egelmäßig au die g e -
sam e Gü e e zeugung e s ecken we den, e häl nismäßig schnell
wiede au üllen lassen und da übe hinaus das g oße Hee de Diens -
leis enden als wei e e Rese e zu Ve ügung s eh , läß sich die P o-
duk ionskapazi ä de E zeugungsanlagen ü In es i ionss o e und
-gü e nich ku z is ig s eige n, da es sich dabei as du chgehends um
ech um ang eiche und komplizie e Anlagen wie Hochö en, S ahl-
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533] Is die he schende Theo ie de Kapi albildung ich ig? 21
we ke, Maschinenbauans al en, Zemen - und Kalk ab iken, Ziegeleien
usw. handel , die eine länge e P oduk ionspe iode beansp uchen.
De Beschä igungsg ad de P oduk ionsanlagen ü In es i ions-
gü e wi d sich aus diesem G unde bei zunehmende Kapi albildung
schnelle dem Zus and de Vollbeschä igung nähe n als de pe sonelle
Beschä igungsg ad. Un e diesen Ums änden wi d abe nach de Regel
on Angebo und Nach age auch de ü p oduk i e Leis ungen de
E zeugungsanlagen ü In es i ionsgü e in Ges al des Gewinnes e -
zielba e P eis s ä ke s eigen als de Lohn. Das bedeu e , daß bei zu-
nehmende Kapi albildung eine o sch ei ende Einkommens e schie-
bung zuguns en de In es i ionsun e nehme e olg , die um so s ä ke
we den wi d, je meh sich de Beschä igungsg ad de E zeugungs-
anlagen ü In es i ionsgü e de Kapazi ä sg enze nähe .
Wei e hin we den abe auch die bei zunehmende Kapi albildung
ein e enden Lohne höhungen in Ve bindung mi de o sch ei enden
Ve knappung an A bei sk ä en Ve anlassung zu Du ch üh ung on
Ra ionalisie ungs- und Mechanisie ungsmaßnahmen geben, die sich
au den gesam en Be eich de Gü e e zeugung e s ecken we den.
De a ige Maßnahmen bezwecken eine Ve minde ung des in den
Gü e p eisen en hal enen Lohnan eils und e höhen bei s eigendem
P eisni eau au oma isch den Gewinn. Sie haben au allen E zeugungs-
gebie en be äch liche Einkommens e schiebungen zuguns en de P o-
duzen en zu Folge, die um so s ä ke es Ausmaß annehmen we den,
je meh sich de pe sonelle Beschä igungsg ad e höh und en sp e-
chend wi ksame Ra ionalisie ungs- und Mechanisie ungsmaßnahmen
e zwing .
Zusammen assend kann es ges ell we den, daß in eine o -
sch ei enden Wi scha , solange keine Gegenein lüsse wi ksam we -
den, nich nu das Gesam einkommen s ändig s eig , sonde n gleich-
zei ig auch eine o sch ei ende Einkommens e schiebung zuguns en
de P oduzen en e olg , die um so s ä ke wi d, je meh sich de pe -
sonelle und ma e ielle Beschä igungsg ad dem Zus and de Voll-
beschä igung nähe . Die dadu ch bewi k e Einkommenskonzen ie-
ung bei den P oduzen en, die in eine apiden, s ändig wachsenden
S eige ung de Gewinne zum Ausd uck komm , wi d zu Folge haben,
daß die Kapi albildung in s ändig schnelle we dendem Sch i maß
zunimm und wei s ä ke wächs als das Un e hal sgü e - und Geld-
einkommen.
In eine o sch ei enden Wi scha we den sich dahe — imme
un e de Vo ausse zung, daß keine Gegenein lüsse wi ksam we den
—
alle bei zunehmende Kapi albildung au e enden Phänomene in s än-
dig wachsendem Maß beme kba machen. Die Löhne und P eise we -
den o gese z s eigen, wobei das Ausmaß de ein e enden E -
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22 Wilhelm Weisge be [534
höhungen s ändig g öße we den wi d. In olge de wachsenden Nach-
age nach A bei sk ä en we den lau end und in be äch lichem Um-
ang bis dahin unbeschä ig e ode bei Diens leis ungen ä ige Wi -
scha smi gliede in den E zeugungsp ozeß eingeschal e , wäh end sich
gleichzei ig de Beschä igungsg ad de P oduk ionsanlagen ü In-
es i ionss o e und -gu e zunehmend e höhen wi d. Die E zeugung
on Anlagegii e n wi d in imme schnelle we dendem Rhy hmus zu-
nehmen und auße gewöhnlichen Um ang e eichen.
Es is kla , daß sich diese En wicklung nich unbeg enz o se zen
kann. Die s a ke E höhung de P oduk ionskapazi ä , die zu Wi kung
komm , sobald die zusä zlich gescha enen P oduk ionsanlagen in g ö-
ße e Zahl be iebsbe ei we den, is gleichbedeu end mi eine en -
sp echenden S eige ung des Angebo es an p oduk i en Leis ungen
e zeug e P oduk ionsmi el. Dies Meh angebo muß unausweichlich
dazu üh en, daß de ü de a ige p oduk i e Leis ungen in Ges al
des Gewinnes e zielba e P eis ühe ode spä e sink . Die Gewinn-
schmäle ungen e geben sich du ch P eisun e bie ungen au Kos en de
Gewinne, die en sp echende P eissenkungen und be äch liche Ein-
kommens e schiebungen zuunguns en de P oduzen en zu Folge
haben.
Aus G ünden, die de Ve asse an gleiche S elle kü zlich ein-
gehend da geleg ha 18, e s ecken sich de a ige P eisun e bie ungs-
p ozesse s e s übe einen länge en Zei aum, und es komm Hand in
Hand mi ihnen egelmäßig zu eine o übe gehenden Einsch änkung
de Un e hal sgü e e zeugung, die ih e sei s einen zei weiligen Rück-
gang des Realeinkommens zu Folge ha .
In eine Wi scha mi sinkendem Realeinkommen, in de gleich-
zei ig Einkommens e schiebungen zuunguns en de P oduzen en e -
olgen, wi d nach ühe em die Kapi albildung seh s a k abnehmen.
Geh in eine Wi scha die Kapi albildung zu ück, so we den sich
alle bei zunehmende Kapi albildung au e enden Phänomene um-
keh en. Die Löhne und P eise we den allgemein sinken, besonde s
s a k abe die In es i ionslöhne und die P eise de In es i ionss o e
und -gü e , und es we den in be äch lichem Ausmaß A bei sk ä e
und e zeug e P oduk ionsmi el eigese z we den. Die E zeugung on
Anlagegü e n wi d seh s a k zu ückgehen, und ebenso we den die Ge-
winne de P oduzen en s ä ks ens zusammensch ump en. Alle diese
E scheinungen we den s ändig o sch ei en, solange das Realeinkom-
men sink .
In eine o sch ei enden Wi scha kann ein Rückgang des Un e -
hal sgü e einkommens imme nu on ku ze Daue sein. E wi d in
dem soeben be ach e en Fall du ch die absa z- und dami einkommen-
18 Schmolle s Jah buch, Jah gang 1949, He 3, S. 63 .
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535] Is die he schende Theo ie de Kapi albildung ich ig? 23
s eige nden Wi kungen de P eisun e bie ungen zunehmend kompen-
sie und schließlich übe kompensie . Das Realeinkommen wi d also
nach einige Zei wiede s eigen. Finde de Rückgang des Un e hal s-
gü e einkommens sein Ende, be o de P eisun e bie ungsp ozeß ab-
geschlossen is , so äll eine Einkommenss eige ung mi eine Einkom-
mens e schiebung zuunguns en de P oduzen en zusammen. E s e e
wi k sich in posi i em, le z e e in nega i em Sinne au den Um ang
de Kapi albildung aus. Es sind also zwei einande en gegengese z e
Ein lüsse wi ksam. Welche de selben de s ä ke e sein wi d und ob
demgemäß de Um ang de Kapi albildung sogleich mi dem Wiede -
ans eigen des Un e hal sgü e einkommens ode einige Zei spä e wie-
de zunehmen wi d, läß sich nich o aussagen. Mi Siche hei sagen
läß sich jedoch, daß die Kapi albildung un e den gedach en Vo aus-
se zungen zunächs meh ode wenige au dem nied igen S ande e -
ha en wi d, den sie in olge des o he gegangenen Einkommens ück-
ganges angenommen ha , und daß sie, solange de nega i e Ein luß de
P eisun e bie ungen wi ksam is , nu seh langsam wiede zunehmen
wi d.
Auch hinsich lich de P eisen wicklung liegen zwei einande en -
gegengese z e Ein lüsse o . Die P eisun e bie ungen wi ken p eis-
senkend, wäh end die Zunahme de Kapi albildung p eiss eige nde
Wi kungen ausüb . Da de p eissenkende Ein luß sich au Un e hal s-
und Anlagegü e e s eck , wäh end de p eiss eige nde Ein luß nu
on dem e spa en Einkommens eil ausgeh und die Kapi albildung
zudem nu seh langsam zunimm , wi d e s e e zunächs s a k übe -
wiegen. E wi d jedoch in zunehmendem Maße du ch die Wi kungen
des Wiede ans ieges de Kapi albildung kompensie we den.
In eine Wi scha , in de die wei e oben angegebenen Bedin-
gungen gegeben sind, wi d die allgemeine Beschä igungslage zunächs
unbe iedigend sein, sich abe im Be eich de Un e hal sgü e e zeu-
gung s e ig besse n. Die Kapi albildung und die E zeugung on An-
lagegü e n we den mögliche weise zunächs noch zu ückgehen, jeden-
alls abe wesen lich langsame zunehmen als die Un e hal sgü e -
e zeugung und das Un e hal sgü e einkommen, so daß die pe sonellen
und ma e iellen E zeugungsmöglichkei en de In es i ionsg uppe nich
ausgenu z we den können. Die Löhne we den aus diesem G unde o z
zunehmenden Beschä igungsg ades an angs noch allen, um dann in-
olge de Zunahme de Kapi albildung allmählich wiede zu s eigen,
wäh end die P eise in olge de Un e bie ungen au Kos en de Ge-
winne zunächs noch schnelle , dann imme langsame sinken we den.
We den schließlich die P eissenkungen au Kos en de Gewinne
du ch die in olge Zunahme de Kapi albildung ein e enden Lohn-
e höhungen kompensie , so inde dami de P eisun e bie ungsp o-
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24 Wilhelm Weisge be [536
zeß sein Ende. Jede wei e e Zunahme de Kapi albildung wi d dann
wiede eine allgemeine Lohn- und P eiss eige ung sowie eine schnelle
Ausdehnung de E zeugung on Anlagegü e n zu Folge haben.
Die o s ehend wiede gegebenen Schluß olge ungen, die sich bei
Anwendung de o ge agenen Theo ie de Kapi albildung au die
o sch ei ende eie Ve keh swi scha e geben, sind deshalb be-
sonde s beme kenswe , weil die En wicklung in de wi scha lichen
Wi klichkei bis in alle Einzelhei en genau so o sich geh , wie das
nach den heo e ischen Übe legungen zu e wa en is . Die Pe ioden
s eigende bzw. sinkende P eise und e höh e
bzw. e inge e wi scha liche Tä igkei , die
in ih em s e igen Wechsel die sogenann e Konjunk-
u bewegung de Wi scha e geben, sind also
o enba im wesen lichen Pe ioden zunehmende
bzw. abnehmende ode e inge e Kapi albil-
dung.
Diese Schluß olge ung s eh in ausgezeichne e Übe eins immung
mi de be ei s zi ie en Fes s ellung Cassels, „daß de Wechsel
zwischen Au - und Niede gangspe ioden seine inne s en Na u nach
eine Va ia ion in de P oduk ion on es em Kapi al is ". Es da
also es ges ell we den, daß die hie en wickel e Theo ie de Kapi al-
bildung im Gegensa z zu de he schenden Leh meinung zu E geb-
nissen üh , die mi den E scheinungen de wi scha lichen Wi k-
lichkei bes ens übe eins immen.
Die Un e suchungen haben e geben, daß in de o sch ei enden
eien Ve keh swi scha , wie in jede eien Wi scha übe haup ,
s e s mobilisie ba e Rese en an A bei sk a , Bodenleis ungen und
p oduzie en P oduk ionsmi eln o handen sind. Ein Zus and de
Vollbeschä igung in dem Sinne, daß de a ige Rese en bei eine Zu-
nahme de Kapi albildung allgemein nich meh e schließba
wä en, kann aus den ühe e ö e en G ünden in eine eien Wi -
scha nich o kommen.
T o zdem besi z die F age, welche Wi kungen eine Zunahme de
Kapi albildung in eine Wi scha haben wü de, in de alle P oduk-
ions ak o en oll ausgenu z und demgemäß keine e schließba en
Rese en meh e ügba wä en, ein gewisses heo e isches In e esse.
Sie soll dahe noch ku z un e such we den.
Un e de gedach en Vo ausse zung- wü de eine Zunahme de
Kapi albildung s a ke E höhungen de In es i ionslöhne und de bei
de E zeugung on In es i ionss o en und -gü e n e zielba en Gewinne
zu Folge haben, die bewi ken wü den, daß de Un e hal sgü e p o-
duk ion A bei sk ä e, Bodenleis ungen und e zeug e P oduk ions-
mi el zuguns en de E zeugung on Anlagegü e n en zogen we den
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