Dudle , He mann-Jose
A icle
Geldmengenpoli ik und Finanzinno a ionen
K edi und Kapi al
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Dudle , He mann-Jose (1986) : Geldmengenpoli ik und Finanzinno a ionen,
K edi und Kapi al, ISSN 0023-4591, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 19, Iss. 4, pp. 472-495,
h ps://doi.o g/10.3790/ccm.19.4.472
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Geldmengenpoli ik und Finanzinno a ionen
Von He mann-Jose Dudle , F ank u /M.
*
Das gehäu e Au e en au ällige Neuen wicklungen au den Wel i-
nanzmä k en ha in jüngs e Zei auch in de Bundes epublik eine lebha e
Deba e übe die mi diesen E scheinungen e knüp en geld- und bankpo-
li ischen He aus o de ungen ausgelös . In den Lände n des angelsächsi-
schen Sp achbe eichs is diese Thema ik un e den S ichwo en inanzielle
Inno a ionen, De egulie ung, Ve b ie ung und Globalisie ung de Finanz-
mä k e schon sei einigen Jah en in den Mi elpunk des In e esses de
Fachleu e ge ück . De Geld- und Finanzsek o diese Lände , da un e o
allem die Ve einig en S aa en, Kanada und G oßb i annien, e schein in
besonde em Maße wiede keh enden Inno a ionsschüben ausgese z . Ande e
g öße e Indus ielände , wie F ank eich, I alien und Japan, liegen ehe im
Mi el eld de in e na ionalen Inno a ionsskala. Die Bundes epublik nimm
demgegenübe gemeinsam mi de Meh zahl de kleine en zen aleu opäi-
schen Lände bis heu e eine ins Auge sp ingende Insellage mi o enba
ge inge Inno a ionsan älligkei ein. Dies e klä nich nu die e was
zöge nde Auseinande se zung deu schsp achige Geld- und Wäh ungs heo-
e ike mi dem Inno a ionsphänomen, sonde n ech e ig auch die o en-
kundige Gelassenhei , mi de No enbankexpe en in de Bundes epublik
bishe das Au e en inanzielle Neuen wicklungen be ach e haben.
De zen aleu opäische Finanzma k -A chipel is alle dings o z seine
augenscheinlichen Sonde lage in meh ache Weise den Ausläu e n in e na-
ionale Inno a ionswellen ausgese z . Die na ionalen Finanzmä k e wach-
sen unau hal sam wei e zusammen. Mone ä e Schocks übe agen sich
dahe asche und unmi elba e on einem Land au das ande e. De in e -
na ionale We bewe bsd uck und psychologische Demons a ionswi kun-
gen ö de n die Ve b ei ung neue inanzielle Ins umen e und Ve hal ens-
weisen auch in Lände n mi uhigem Finanzklima. Dabei äll dem Eu o-
ma k , de au dem Felde de Finanzinno a ion in enge Wechselbeziehung
zu den binnenwi scha lichen Wandlungs o gängen an den üh enden
* Übe a bei e e Fassung eines Vo ags, den de Ve asse am 11. Mai 1986 au dem
Semina „WIRTSCHAFTSPOLITIK" - Geld- und Wäh ungspoli ik o neuen He -
aus o de ungen - in de Gus a -Heinemann-Akademie in F eudenbe g gehal en ha .
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Geldmengenpoli ik und Finanzinno a ionen 473
Wel inanzplä zen New Yo k und London s eh , eine wich ige Ka alysa o -
unk ion zu. Die un e dem Eind uck g a ie ende Inno a ions olgen im
englischsp achigen Raum neu in Gang gekommenen geld- und wäh ungspo-
li ischen G undsa zdeba en und die konk e en Reak ionen de besonde s
s a k be o enen no dame ikanischen und b i ischen Wäh ungsbehö den
au die in Gang be indlichen inanziellen Ände ungsschübe bes immen
meh ode wenige das in e na ionale Diskussionsklima. Schließlich is
nich öllig auszuschließen, daß kün ig in de Bundes epublik und im wei-
e en zen aleu opäischen Raum e zöge Neue ungen au den Finanz-
mä k en au e en, die geld- und wäh ungspoli ische Anpassungen e o -
de lich machen.
Es kann dahe als Ausd uck no wendige S ando bes immung und übe -
leg e P ophylaxe e s anden we den, wenn sich Wissenscha und P axis
auch in de Bundes epublik e meh mi den geld- und wäh ungspoli i-
schen Implika ionen inanzielle Neue ungen auseinande se zen. Dabei
schein es zunächs einmal da au anzukommen, die Vo gänge au den in e -
na ionalen Finanzmä k en und die geldpoli ischen E ah ungen des Aus-
lands k i isch au zua bei en und in geeigne e Weise au die gegenwä igen
Ve häl nisse in de Bundes epublik anzuwenden. In diesem Sinne beschä -
ig sich de olgende Bei ag o allem mi den möglichen Folgen g öße e
S uk u e schiebungen im Finanzge üge ü G undlagen und Du ch üh-
ung eine p agma ischen Geldmengens eue ung, wie sie e wa ab Mi e de
siebzige Jah e in den wich igs en Indus ielände n de wes lichen Wel
be ieben wi d1. Dabei sollen zunächs das Phänomen de Finanzinno a io-
nen und seine U sp ünge (I) sowie die Folgen inno a ionsbeding e Ins abi-
li ä en im Finanzsys em ü die Geldmengenpoli ik (II) disku ie we den.
Anschließend we den spezi ische Eigena en des Finanzwesens de Bundes-
epublik he ausges ell , die es de Bundesbank bislang e möglich haben,
die S eue ung de Geldmenge ohne wesen liche Beein äch igung du ch
mone ä e S uk u b üche wei e zu üh en (III). Eine o sich ige E alu-
ie ung denkba e inanzielle En wicklungspe spek i en in de Bundes e-
publik bilde den Schlußabschni (IV).
1 Vgl. dazu H. Schlesinge , Zehn Jah e Geldpoli ik mi einem Geldmengenziel, in:
Ö en liche Finanzen und mone ä e Ökonomie, Fes sch i ü Ka l Häuse , he ausg.
on W. Gebaue , F ank u /M. 1985, S. 123 .
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474 He mann-Jose Dudle
I. Me kmale und U sp ünge on Finanzinno a ionen
1. De Beg i Finanzinno a ionen
De Beg i Finanzinno a ionen wi d in jüngs e Zei in de Finanzp esse
ein schlagwo a ig zu Kennzeichnung iel äl ige Ve ände ungen an den
in e na ionalen Finanzmä k en e wende . Im o liegenden Zusammen-
hang sollen dami Neuen wicklungen o allem jünge en Da ums im na io-
nalen und in e na ionalen Finanzwesen bezeichne we den, die geeigne
e scheinen, wich ige mone ä e G und ela ionen in de Wi scha so zu e -
ände n, daß hie du ch eine o ausschauende und plan oll e ah ende
Geld- und Bankpoli ik e schwe ode in F age ges ell wi d. Zu solchen
Wandlungse scheinungen echnen wi nich nu die e olg eiche Ve ma k-
ung inno a i e Finanzp oduk e und das Au auchen neua ige Finanz-
in e mediä e, sonde n auch g öße e Gewich s- und Rollen e schiebungen
zwischen be ei s exis ie enden Finanzins umen en und K edi ins i u ionen
sowie e ände e inanzielle Ve hal ensweisen im K edi gewe be und im
Nich bankenbe eich.
Geld- und k edi poli isch ele an e Ve ände ungen im Finanzwesen de
bezeichne en A ha es na ü lich schon imme gegeben. Das massie e Au -
e en, die lange Daue , die wei e geog aphische Ve b ei ung und die spezi-
ischen U sp ünge de in den le z en sieben bis zehn Jah en beobach e en
inanziellen Wandlungsp ozesse lassen es jedoch schon heu e ge ech e ig
e scheinen, on einem besonde en wäh ungshis o ischen E eignis zu sp e-
chen. Vo diesem Hin e g und e häl de inzwischen als Modewo zi kulie-
ende Beg i de Finanzinno a ion du chaus einen konk e en Sinngehal .
2. T iebk ä e des Inno a ionsp ozesses
Um die mögliche An älligkei de Bundes epublik und ande e ela i s a-
bile Finanzsys eme gegenübe geld- und bankpoli isch olgen eichen
Finanzinno a ionen ealis isch abzuschä zen, e schein es nü zlich, einen
Blick au die wich igs en Fak o en zu we en, die den ie g ei enden Wand-
lungsp ozeß an den Wel inanzmä k en sei de zwei en Häl e de siebzige
Jah e beein luß haben. Vom ökonomischen Inno a ionsbeg i de adi io-
nellen Konjunk u - und Wachs umsanalyse ausgehend, kann man hie bei
angebo s- und nach agesei ige Ände ungsans öße au den Ma k de
Finanzdiens leis ungen sowie Auswi kungen s aa liche Reglemen ie un-
gen au die Funk ionsweise des Finanzsys ems un e scheiden.
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Geldmengenpoli ik und Finanzinno a ionen 475
a) Technologieschübe. Von de Angebo ssei e des inanziellen Inno a-
ionsp ozesses he ha die Anwendung echnologisch neua ige Hil smi el
und Ve ah en du ch das K edi gewe be ie g ei ende Ände ungen au den
Finanzmä k en begüns ig . Dabei haben insbesonde e die Ein üh ung hoch-
e izien e Zahlungs e keh sein ich ungen, de e s ä k e Einsa z on
Compu e azili ä en, die Ausb ei ung de Bildschi m echnik und allgemein
die olle Nu zung de übe die na ionalen G enzen hinaus eichenden Mög-
lichkei en de mode nen Telekommunika ion eine wich ige Holle gespiel .
Die wi scha liche Ausbeu ung solche Technologien ha den Anbie e n
on Finanzdiens leis ungen zusä zliche Gewinnchancen e ö ne , die T ans-
ak ionskos en im Geld-, K edi - und We papie geschä gesenk und eine
wei eichende Um e eilung inanzielle Risiken e möglich . Bei diesen
Wandlungs o gängen sind au meh e en Ebenen inanzielle Neue ungen
au den Plan ge e en:
- P oduk inno a ionen: He kömmliche Finanzins umen e wu den un e
Zuhil enahme mode ne Rechen echniken hinsich lich ih e Auss a -
ungsme kmale (Zins, Lau zei , anhängende Op ionen) in iel äl ige
Weise a iie ; daneben wu den neua ige Ins umen e en wickel , die
eine Umwandlung bes ehende K edi beziehungen bzw. ih e nach ägli-
che Ve b ie ung e lauben (Repackaging), ein e s ä k es Hedging gegen
Zins- und Wäh ungs isiken e möglichen (Fu u es, Op ionen, Zins e -
mingeschä e) und den Spiel aum ü Zinsa bi agegeschä e e wei e n
(ein ache und komplexe Zins- und Wäh ungsswaps).
- Geände e Finanzp ak iken: Compu e ges ü z e S eue ungsp og amme
bilden die G undlage ü komplizie e Finanzdisposi ionen, die das Ve -
hal en de Teilnehme des Finanzma k es eilweise nich unwesen lich
e ände haben. Nich banken a ionalisie en und minimie en mi Un e -
s ü zung on Finanzins i u en ih en ku z is igen K edi - und T ans-
ak ionskassenbeda (Cash Managemen de Un e nehmen, Sweep- und
Cash-Managemen Accoun s no dame ikanische Konsumen en), Besi -
ze on We papie po e euilles di e si izie en und op imie en ih e Anla-
gen un e ex em zei e kü z en Pe o mance-K i e ien, und Banken
s eue n ih Gesam geschä mi komplexen Planzielen (wie z.B. du ch
Ak i a-/Passi a-Managemen und ak i e Ges al ung auße bilanzielle
Risikoposi ionen).
- Neue We bewe bsbedingungen: De Einsa z hochmode ne Rechen- und
Zahlungs e keh s echnologien ha insbesonde e in den Lände n mi
angelsächsischen T ennbanksys emen die We bewe bs e häl nisse im
K edi wesen einem kaum meh e e siblen Wandel un e wo en. We pa-
pie banken und Bauspa ein ich ungen sind in das adi ionelle Bank-
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und Einlagengeschä einged ungen, und neua ige We bewe be , die
sich au keine gewachsene E ah ung im Bankgeschä s ü zen konn en,
wie Geldma k onds und inanzielle Supe mä k e, konku ie en e olg-
eich um Bank- und Zahlungs e keh sgeschä e mi den he kömmlichen
Handelsbanken. Diese wu den hie du ch un e ande em gezwungen, ü
den Konsumen en e zinsliche T ansak ions- und hochliquide Spa kon-
en zu scha en, die das un e zinsliche Gi okon o in den angelsächsischen
Lände n meh und meh e se z haben.
- Globalisie ung de Finanzmä k e: Die Nu zimg mode ne In o ma ions-
und Nach ich en echniken ha es Banken und ande en Finanzin e mediä-
en sowie mul ina ionalen G oß i men e leich e , übe eigene Niede las-
sungen ode Ve e ungen im Ausland au den g öße en Wel inanzmä k-
en „ und um die Uh " zu ope ie en, na ionale Ma k - und A bi ageni-
schen gewinnb ingend auszunu zen und ih e Finanzpo e euilles übe
alle g öße en Wäh ungen zu di e si izie en.
b) Nach ageimpulse. Die wi scha liche Nu zung neue inanz echni-
sche Möglichkei en se z zumindes eine la en e Nach age nach inno a i-
en Finanzp oduk en und -diens leis ungen o aus. Inzwischen sind A
und Zahl de inanziellen Neuk ea ionen, die phan asiebegab e „P oduk in-
genieu e" g oße in e na ionale Banken und We papie häuse scha en,
kaum meh zu übe schauen und ih e Ma k e olge zum Teil nu seh ku z-
lebig. Auch kann man sich des Eind ucks kaum e weh en, daß agg essi we -
bende Anbie e solche E zeugnisse du chaus in de Lage sind, eine zusä z-
liche Nach age nach inanziellen No i ä en ak i zu wecken. Dabei handel
es sich in manchen Fällen kaum meh da um, he kömmliche inanzielle
G undbedü nisse zu be iedigen, sonde n ehe um die Be ei s ellung inan-
zielle Luxus- und Konsump oduk e, die an den Spiel ieb ode die „Kasi-
nomen ali ä " de Klien el appellie en.
An de Wiege zahl eiche inanzielle Neue ungen s ehen abe zwei ellos
spezi ische gesam wi scha liche En wicklungen, die o iginä e Bedü nisse
nach neua igen Finanzdiens leis ungen en s ehen ließen. Hie zu zählen
insbesonde e die ökonomischen Schocks und Ungleichgewich se scheinun-
gen, denen die Wel wi scha e wa sei Mi e de siebzige Jah e gehäu
ausgese z wa .
De beschleunig e allgemeine P eisans ieg e anlaß e Un e nehmen und
p i a e Haushal e, ih e on Realwe e lus en bed oh en un e zinslichen
Kassenbes ände möglichs wei gehend abzubauen und nied ig e zins e
Bankeinlagen in höhe e zinsliche Geldanlagen umzuschich en. Hie aus
e gaben sich Ma k chancen ü die Ve b ei ung e zinsliche , kombinie e
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Geldmengenpoli ik und Finanzinno a ionen 477
T ansak ions- und Ve mögensanlagekon en du ch Geschä s-, In es men -
und Spa banken angelsächsischen Typs, das Au e en on Geldma k onds
und die Ein üh ung on Cash-Managemen -Techniken. Ex eme Zins- und
Wechselku sschwankungen lös en eine e s ä k e Suche nach inanziellen
Absiche ungsmöglichkei en aus. Die An wo des Ma k es wa un e ande-
em die Scha img on Finanz-Fu u es und -Op ionen und die asche Aus-
b ei ung on Glei zins Ve einba ungen und ku zen Lau zei en bei K edi -
und Anleihekon ak en. Konzen ie au e ende Aus all isiken in den
Engagemen s ame ikanische K edi ins i u e im Wohnungs- und G und-
s ückssek o , Ene giebe eich, Ag a sek o und gegenübe „Schwellenlän-
de n" ließen eine En las ung de Bankbilanzen d inglich e scheinen. Dies
ö de e die Expansion auße bilanzielle Bankgeschä e und die nach äg-
liche Ve b ie ung und Ve ma k ung bes ehende Di ek k edi o de ungen
on K edi ins i u en. Ungewöhnlich hohe Budge de izi e in Lände n mi
un e en wickel en We papie mä k en, wie z.B. in F ank eich, I alien und
Japan, e anlaß en ö en liche K edi nehme , nach neuen Finanzie ungs-
möglichkei en Ausschau zu hal en. Dabei en s anden in F ank eich un e
ande em einlagenähnliche Fondsze i ika e (SICAVs und FCPs) und in I a-
lien dem b ei en Publikum angebo ene, klein ges ückel e und s eue begün-
s ig e Scha zwechsel sowie a iabel e zins e ode indexie e S aa sze i i-
ka e mi b ei em Ma k , die inzwischen z.T. als Geld- und Einlagensu o-
ga e ungie en (BOTs bzw. CCTs). Massi e Ve schiebungen im in e na iona-
len Zahlungsbilanzge üge zei ig en ypische Inno a ionsschübe am Eu o-
ma k . Die Ölp eisschocks de Jah e 1973/74 und 1979, die ein Recycling
liquide Ölgelde e o de lich mach en, ö de en die asche Ausb ei ung
de Roll-o e -Technik im in e na ionalen Bankk edi geschä , wäh end die
in den le z en Jah en in den Vo de g und ückenden Ungleichgewich e
un e den Indus ielände n - da un e o allem die Schuldne olle de
USA - sowie das sinkende Wel zinsni eau den T end zu Ve b ie ung in e -
na ionale K edi beziehungen un e s ü z haben.
c) S aa liche Reglemen ie ungen. S aa liche Eing i e in die Finanz-
mä k e und ih e - eilweise du ch den inanziellen Wandlungsp ozeß selbs
e zwungene - Locke ung ode öllige Au hebung haben eine g oße Rolle bei
den sei Mi e de siebzige Jah e beobach e en Finanzinno a ionen gespiel
und diese häu ig in bes imm e Weise kanalisie . Zins eglemen ie ungen,
K edi kon ollen, T ennbankbes immungen, disk imina o ische s eue liche
Regelungen und De isenkon ollen wu den zunächs au g und des E in-
dungs eich ums de Mä k e, neua ige inanz echnologische Möglichkei-
en und nach Sä igung d ängende zusä zliche Bedü nisse de Anlege
und K edi nehme meh ode wenige legal umgangen. Im nächs en Sch i
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haben dann Wäh ungs-, Au sich s- und S eue behö den ih e Regelsys eme
angepaß , um z.B. die on Kon ollmaßnahmen besonde s be o enen
Finanzins i u e und Ma k segmen e konku enz ähig zu e hal en. In den
le z en ün bis sieben Jah en zeichne sich daneben ein allgemeine T end
zu „meh Ma k " und zu wei gehenden De egulie ungen im Finanzwesen
ab. Diese Umdenkp ozeß en sp ich dem an igou e nemen alen poli ischen
Zug de Zei . Beispiele de e s genann en A wa en insbesonde e die
sch i weise Au hebung on Deposi enzinshöchs g enzen und K edi wu-
che bes immungen in den USA und de Abbau des T ennbanksys ems in
G oßb i annien. Aus luß allgemeine Libe alisie ungs endenzen s ellen die
Abscha ung de b i ischen K edi - und De isenkon ollen nach 1979 und
die in Gang gese z e Ein üh ung indi ek e , ma k wi scha liche Len-
kungsme hoden de Geld- und K edi poli ik in F ank eich, I alien und
Japan da . In jüngs e Zei un e nommene Ve suche de „Re egulie ung",
wie z.B. die Ve schä ung on Eigenkapi albes immungen, Konsolidie-
ungs egeln und au sich s ech lichen Risiko- und Liquidi ä s o sch i en
haben die inzwischen hoch e sa ilen Finanzins i u e mi de s ä ke en
Benu zung on Eigenkapi alsu oga en und de wei e en Fo cie ung auße -
bilanzielle Bankgeschä e und e b ie e K edi beziehungen bean wo e .
II. Geldpoli ische Konsequenzen inanzielle
Inno a ions o gänge
In Lände n, die bishe bes ehende, um assende inne e und äuße e mone-
ä e Kon ollsys eme adminis a i e A du ch indi ek e Lenkungsins u-
men e de O enma k poli ik ablösen, ollzieh sich ein allgemeine geld-
poli ische Regimewechsel. Diese begüns ig das En s ehen wei e e inan-
zielle Inno a ionen und zwing die be o enen No enbanken, zumindes
wäh end eine Übe gangszei in wei gehend unbekann em Te ain zu ope-
ie en. Solche Beispiele sind siche lich nich cha ak e is isch ü die Bun-
des epublik. Hie wi d die Geldpoli ik schon sei jehe ganz übe wiegend
mi ma k wi scha lichen Mi eln be ieben.
Leh eich ü die deu sche Geldpoli ik sind schon ehe die jünge en
E ah ungen de ame ikanischen, b i ischen und kanadischen Wäh ungsbe-
hö den. Diese haben sich wäh end de in ensi en Finanzinno a ionsphase
sei Mi e de siebzige Jah e in e s e Linie mi elba e mone ä e S eue-
ungsme hoden bedien . Insbesonde e wa en diese Zen albanken wie die
Deu sche Bundesbank bemüh , übe die sys ema ische S eue ung de Geld-
ma k bedingungen jäh liche Geldmengenziele einzuhal en, um den In la-
ionsp ozeß un e Kon olle zu b ingen und die Wi scha ih e Lände au
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Geldmengenpoli ik und Finanzinno a ionen 479
einen P ad gleichgewich igen Wachs ums zu ückzu üh en. Ande s als in de
Bundes epublik s ießen sie dabei zunehmend au ope a ionelle Schwie ig-
kei en, weil die zu o e uie en mone ä en G und ela ionen und Ve hal-
ensweisen un e dem Ein luß on Inno a ions- und De egulie ungswellen
ins Ru schen ge ie en und ih e Lo sen olle ü die Geldpoli ik meh ode
wenige s a k einbüß en. Ein Blick au die hie beobach e en Vo gänge und
die ö en liche Rolle, die die Geldpoli ik heu e in diesen Lände n spiel ,
dü e eine ak uelle S ando bes immung ü die Geldmengenpoli ik in de
Bundes epublik e leich e n2.
1. Ges ö e G und ela ionen
Allgemein gesp ochen, endie en inanzielle Inno a ionen in dem hie
e s andenen Sinne dazu, wich ige S uk u beziehungen im Finanzwesen
eine Volkswi scha zu des abilisie en. Dabei is im o hinein häu ig nich
genau es zus ellen, in welchem Ausmaß eine inanzielle Ve hal ensände-
ung au i , welche Rich ung sie nehmen wi d und ob sich bei gleichzei i-
gem Au e en meh e e Inno a ionen die zu e wa enden Rückwi kungen
au die mone ä en G und ela ionen endenziell kompensie en ode e s ä -
ken. Fü eine plan oll ope ie ende Geldmengenpoli ik kann dies eine auße -
o den liche E schwe ung bedeu en. Die in diesem Ansa z eingeschlossenen
G undp inzipien se zen ja zunächs einmal o aus, daß die No enbank aus
globalen olkswi scha lichen Eckda en s abili ä s- und wachs umsge-
ech e Geldmengenziele ablei en kann. Auße dem muß sie in de Lage sein,
diese du ch en sp echende Ges al ung de Geldma k bedingungen so e -
siche zu ealisie en, daß die gesam wi scha liche En wicklung on de
mone ä en Sei e he in die wi scha spoli isch e wünsch e Rich ung
gelenk wi d. Hie zu müssen die Expe en de No enbank übe ein Mindes -
maß an s a is isch-ökonome isch gesiche en ode ein ope a ionell gewon-
nenen empi ischen E kenn nissen übe die e schiedenen S u en des mone-
ä en T ansmissionsp ozesses e ügen3. Dazu zählen insbesonde e E ah-
ungen übe die kü ze - und länge is igen Beziehungen zwischen Geld-
2 Aus üh liche Da s ellungen übe die Beziehungen zwischen Finanzinno a ionen
und Geldpoli ik in den g öße en Indus ielände n inde man in den olgenden Ve ö -
en lichungen: Bank o In e na ional Se lemen s, Financial Inno a ion and Mone-
a y Policy, Basel 1984; O ganisa ion o Economic Co-ope a ion and De elopmen ,
Banking and Mone a y Policy, Pa is 1985; Bank o In e na ional Se lemen s, Recen
Inno a ions in In e na ional Banking, Basel 1986.
3 Zum allgemeinen P oblem de Unsiche hei bei de Bes immung des op imalen
geldpoli ischen Kon oll e ah ens, de Auswahl mone ä e Zwischenziele und de
Fes legung de Ope a ionss a egie am Geldma k gl. om Ve ., Geldpoli ik und
ih e heo e ischen G undlagen, F ank u /M. 1984, Abschni A.III.
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scha ssek o en und on ausländische Konku enz geplag e Indus ie-
zweige, aus p o i schwachen und isikobelas e en K edi ins i u en und aus
Anwäl en übe schulde e „Schwellenlände " sowie s aa lichen Schulden-
Manage n. Die No enbank achleu e selbs sind un e den gewandel en
mone ä en Bedingungen in manchen Lände n in Ge ah , sich, wie ühe
gewohn , au eine wenig du chschauba e geldpoli ische „Geheimdiploma-
ie" zu ückzuziehen ode on sich aus in einen pe spek i elosen geldpoli i-
schen Ak ionismus zu ückzu allen, bei dem asch wechselnde wi scha s-
poli ische Scheinp io i ä en e olg we den und poli ischen P essionen zu
asch nachgegeben wi d. Hinzu komm die Be ü ch ung manche No en-
bankexpe en, daß du ch agwü dige Finanzinno a ionen das gesam e
Geld- und K edi sys em agile gewo den sein könn e. Sie plädie en dahe
on o nhe ein ü eine ehe akkommodie ende Geldpoli ik, um die Ge ah
eines inanziellen Kollaps um jeden P eis zu e meiden und die No enbank
o de Ge ah zu bewah en, in K isen ällen in massi e Weise als „lende
o las eso " einsp ingen zu müssen.
III. Die S abili ä des Finanzpla zes Bundes epublik
Die scheinba e Immuni ä des Finanzsys ems de Bundes epublik gegen
massie au e ende Wandlungsschübe und das Ausbleiben e ns lich i i-
ie ende Inno a ions olgen ü die deu sche Geld- und Bankpoli ik we den
im Ausland häu ig mi E s aunen wah genommen. Beobach e , die mi den
Ve häl nissen in de Bundes epublik wenig e au sind, neigen dazu, diese
Ausnahmesi ua ion au mangelnden We bewe b im K edi gewe be, igide
P ä e enzen deu sche Geldanlege und K edi nehme ode eine inno a-
ionsabweisende Poli ik de Wäh ungs- und Bankau sich sins anzen zu-
ückzu üh en. Solche E klä ungs e suche en hal en abe kaum meh als
das be ühm e Kö nchen Wah hei . Vielmeh dü e die wich igs e U sache
ü die augenscheinliche Randlage de Bundes epublik da in liegen, daß de
am deu schen Finanzpla z e eich e Ve so gungsg ad mi Finanzdiens lei-
s ungen spek akulä e Inno a ions- und De egulie ungsschübe übe lüssig
mach und da übe hinaus mak oökonomische S ö ungen die deu sche
Wi scha in den le z en zehn Jah en wenige angie haben. Dies zeig
be ei s ein obe lächliche Blick au die wich igs en Elemen e des in
Abschni I disku ie en Fak o enkomplexes, de im Ausland g öße e
Finanzinno a ionen ausgelös ha .
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Geldmengenpoli ik und Finanzinno a ionen 487
1. B ei es Angebo an Finanzdiens leis ungen
Bei de Anwendung mode ne Finanz echnologien is in de Bundes epu-
blik kaum ein g öße e Rücks and es zus ellen. Mi de Ausb ei ung de
ba geldlosen Lohnzahlung in de zwei en Häl e de sechzige Jah e, de
Ein üh ung des Eu oschecks (1969) und de „Eu oca d" sowie de wei e en
Ve ollkommnung des Übe weisungssys ems du ch massenha angewen-
de e Daue au ags- und Bankeinzugs e ah en besaß die Bundes epublik
im Massenzahlungs e keh zei weilig soga einen Vo sp ung o ande en
Lände n, in denen z.B. de bankindi iduelle Scheck e keh eine wei
g öße e Rolle spiel e. Die K edi ins i u e s eue n - ebenso wie ih e G oß-
kundscha - ih e Finanzdisposi ionen un e Anwendung mode ne Compu-
e - und Nach ich en echniken und sind als Anbie e on Finanzdiens -
leis ungen oll in die in e na ionalen Mä k e in eg ie .
Die im inländischen Bankgeschä angewende en Finanzie ungs echniken
und -ins umen e mögen, o allem im sogenann en Massengeschä , gegen-
wä ig nich in allen Fällen den in e na ionalen Gep logenhei en en sp e-
chen. Dabei wi d jedoch leich übe sehen, daß die deu schen K edi ins i u e
in iele Hinsich konku enz ähige „E sa zp oduk e" anbie en, die zum
Teil schon seh ühzei ig en wickel wu den:
- Das Spa buch mi gese zliche Kündigungs is , die Geldma k kon en
g oße Fi men und die Abwicklung eine Vielzahl „aus eine Hand" ange-
bo ene Bankdiens leis ungen übe ein einziges Kundengi okon o e ül-
len Funk ionen, die in angelsächsischen Lände n, z.B. e s du ch die neu
gescha enen NOW-, Sweep- ode Cash-Managemen -Kon en, abgedeck
we den konn en.
- Eine b ei e Pale e nach und nach angebo ene , phan asie oll ausges a -
e e Spa geldins umen e ü das Massenpublikum e leich e ielen
Banken ein ak i es Passi a-Managemen 6.
- Glei zinskondi ionen und ku z is ige Zwischen inanzie ungen we den
p i a en Bauhe en, Indus ie i men und ö en lichen Schuldne n - im
Gegensa z e wa zu den Ve häl nissen in den USA ode G oßb i annien -
be ei s sei langem on ih en Banken angebo en, wenn K edi nehme in
de Bundes epublik lang is ige Fes zinsbindungen e meiden wollen.
- E s klassige Bankda lehensgeschä e mi Hypo hekenschuldne n, ö en -
lichen S ellen und Indus iekunden we den on deu schen K edi ins i u-
6 Vgl. dazu im einzelnen „Zu länge is igen En wicklung des Mi elau kommens
de K edi ins i u e", in: Mona sbe ich e de Deu schen Bundesbank, 37. Jg., N . 10,
Ok obe 1985, S. 26 .
32*
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488 He mann-Jose Dudle
en adi ionsgemäß s anda disie , gepool und „ e b ie ", indem sie zu
ih e Re inanzie ung gedeck e und ungedeck e bö sen ähige Bankschuld-
e sch eibungen einse zen.
Wenn o z eines b ei en Leis ungsangebo s manche mi hohe Ra inesse
ausges a e en mode nen Finanzins umen e in de P oduk pale e deu -
sche K edi ins i u e noch kaum ode ga nich e e en sind, dü e dies
zumindes eilweise auch den P ä e enzen de inländischen Ma k eilneh-
me zuzusch eiben sein. Au de einen Sei e schein de inanzielle „Händle -
geis " bei adi ionellen deu schen Bankie s wenige ausgep äg en wickel
zu sein als bei ih en Konku en en in den üh enden Wel inanzzen en.
Gleichzei ig sind Rechenha igkei und „Spielkasinomen ali ä " im Um-
gang mi Finanzgeschä en bei deu schen Un e nehmen und p i a en
Haushal en adi ionell wenige s a k e b ei e als im Ausland. Fü man-
che Finanzk ea ion de in e na ionalen Mä k e schein dahe - bishe
jeden alls - die la en e b ei e Nach age zu ehlen.
2. S abile gesam wi scha liche Rahmen
Ve gleichsweise güns ige mak oökonomische Rahmenbedingungen haben
im üb igen wäh end de e gangenen sieben bis zehn Jah e ein Klima an
den Finanzmä k en de Bundes epublik en s ehen lassen, das ü das En -
s ehen neue Finanzie ungs-, Geldanlage- und Risikoabsiche ungsbedü -
nisse wenige gedeihlich wa als an manchen ausländischen Finanzplä zen:
De Ans ieg de Lebenshal ungskos en beschleunig e sich au 7 .H. im
Ge olge de e s en Ölk ise (1973/74) und au übe 6 .H. nach dem zwei en
Ölp eisschock und dem da au olgenden Schwächean all de D-Ma k am
De isenma k (1981). E e eich e jedoch nie, wie in ande en Indus ielän-
de n, zweis ellige Ra en und bilde e sich asch wiede zu ück. Auße dem
sanken die lang is igen „Realzinsen" in de Bundes epublik in de ag-
lichen Zei , an Jah esdu chschni swe en gemessen, kaum je un e 3 .H.,
und iele „No malspa e " hiel en einen g oßen Teil ih e Geld e mögensan-
lagen gewohnhei smäßig in a iabel e zins en Spa gelde n. Un e diesen
Ums änden ließen Geldwe siche ungsbedü nisse allen alls in seh
beg enz em Um ang eine Nach age nach neua igen Finalp oduk en en -
s ehen. Die gezügel e P eisen wicklung in de Bundes epublik ha e zu
Folge, daß sich auch die Schwankungen de Ma k zinssä ze in G enzen hiel-
en. Übe dies olg e die Zinsen wicklung einem beinahe egulä en Zyklus-
mus e , wäh end sie im Ausland bei ex emen Ausschlägen zum Teil seh
e a isch e lie . Da Glei zinskon ak e und ku z is ige Zwischen inanzie-
ungen in de Bundes epublik be ei s einge üh wa en, gingen on den
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Geldmengenpoli ik und Finanzinno a ionen 489
Zinsbewegungen in den e gangenen Hochzinsphasen kaum Ans öße aus,
neue Finanzins umen e zu en wickeln. Nach E eichen on Spi zenwe en
on 6V2V.H. (1975) und 4V2V.H. (1981) des Sozialp oduk s (Kassenbasis)
wu den die Budge de izi e in de Bundes epublik in den le z en Jah en
be äch lich - zule z au un e
2 . H.
des Sozialp oduk s - zu ückge üh .
De Bund e b ei e e zwa seine Angebo spale e am Kapi alma k (un e
ande em du ch Ein üh ung de ün jäh igen Bundesobliga ion), e mied es
abe selbs in de Pe iode s eigenden K edi beda s und hohe Zinsen, au
die Plazie ung geldnahe Ti el zu ückzug ei en.
3. Libe ale Finanz o Sch i en
Die Bundes epublik a in die Pe iode beschleunig au auchende in e -
na ionale Finanzinno a ionen mi einem inanziellen Regelsys em ein, das
als mode n und g oßzügig bezeichne we den konn e. De Geld- und Kapi-
al e keh mi dem Ausland wa ühzei ig wei gehend libe alisie wo den.
Adminis a i e K edi kon ollen wa en im Inland sei je he unbekann . Die
Bankzinsen wu den im Jah e 1967 öllig eigegeben. In de Folgezei wu -
den die S eue p i ilegien bes imm e Zweige des K edi gewe bes sowie die
s aa lichen Spa p ämien sch i weise abgebau . Dies ließ p ak isch alle
K edi ins i u sg uppen zu gleich angigen We bewe be n im Uni e sal-
bankgeschä we den.
Fü diesen - om angelsächsischen T ennbanksys em deu lich abgeg enz-
en und in Kon inen aleu opa wei e b ei e en - Banken yp ha e das K e-
di wesengese z om Jah e 1962 eine bankpoli ische G undlage gescha en,
die den Ges al ungsmöglichkei en de K edi ins i u e wei en Raum ließ. Im
üb igen be ei en S eue o sch i en und S eue p axis schon sei langem
einen ganz e heblichen Teil de Zinseinkommen im Inland e ek i on is-
kalischen Belas ungen.
In den le z en Jah en wu den die le z en, kaum meh g a ie enden
Hemmnisse im Geld- und Kapi al e keh mi dem Ausland besei ig . Nach-
dem im Jah e 1981 die noch e bliebenen, ge ing ügigen de isenmäßigen
Besch änkungen es los au gehoben wo den wa en, iel 1984 die sogenann e
Auslände kupons eue . Im Jah e 1985 wu de de inländische Ren enma k
ü neue, in e na ional übliche Anleihe o men, wie Nullkupon-Anleihen,
a iabel e zins e Papie e und Anleihen in Ve bindung mi Zins- und Wäh-
ungsswaps, geö ne . Gleichzei ig wu den in de Bundes epublik niede ge-
lassene ausländische Konso ial üh e bei de Emission on D-Ma k-Aus-
landsanleihen zugelassen. Im Jah e 1986 a en neue Mindes ese e-Rege-
lungen in K a , die die We bewe bsposi ion inländische K edi ins i u e
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490 He mann-Jose Dudle
gegenübe den Eu omä k en e besse n und die Ausgabe on au D-Ma k
lau enden Deposi enze i ika en e möglichen. Auße dem wu den ausländi-
sche K edi ins i u e in das Bundesanleihekonso ium au genommen.
Das nach außen und innen libe ale deu sche Finanzma k egime lud die
Ma k ak eu e p ak isch nie in nennenswe e Weise dazu ein, Umgehungen
im Wege inno a i e Finanzie ungs echniken zu inszenie en. Noch wenige
bo es Anlaß zu um ang eichen De egulie ungsak ionen, die g öße e Inno-
a ionsschübe hä en auslösen können. Als geldpoli isch nich ganz unbe-
deu ende Ausnahme on de Regel kann man ielleich das En s ehen
bes imm e Te mingeldsu oga e ansehen, das sich zumindes eilweise aus
de S uk u de deu schen Mindes ese e-Vo sch i en e klä . So e -
kau en die deu schen K edi ins i u e o allem in Hochzinsphasen in
g öße em Um ange ku z is ige Bankschuld e sch eibungen an inländische
Nich banken, die bis zum F ühjah 1986 on de Mindes ese ep lich aus-
genommen wa en. Daneben e möglich en sie es ih e G oßkundscha , min-
des ese e eie Einlagen bei ih en ausländischen Niede lassungen zu
un e hal en. Solche Gelde haben e s mals sei dem Somme 1985 g öße en
Um ang angenommen (im Juli 1986 be ugen die Eu o-Einlagen deu sche
Un e nehmen 37,6 M d DM gegen lediglich 14,8 M d DM im Juli 1985).
Nich öllig zu übe sehen is de Ums and, daß das deu sche Uni e sal-
bankensys em bis zu einem gewissen G ade als „Inno a ionsb emse" be-
ach e we den kann. Au de einen Sei e mach das au Kundenwünsche
elas isch eagie ende Angebo p ak isch alle Finanzdiens leis ungen du ch
die Banken spek akulä e P oduk neuschöp ungen du ch Außensei e wei -
gehend übe lüssig. Au de ande en Sei e endie en die K edi ins i u e in
ih e Gesam hei dazu, o allem im Ve keh mi de Massenkundscha
Anlage- und K edi bedü nisse so zu kanalisie en, daß sich kaum ab up e
Neue ungen e geben können.
Bis o ku ze Zei wu den sie in gewisse Hinsich zu einem solchen Ve -
hal en on o izielle Sei e e mu ig . So ha e die Deu sche Bundesbank län-
ge e Zei da au hingewi k , in e na ional einge üh e Anlageins umen e,
wie Deposi enze i ika e und Anleihen mi besonde en Auss a ungsme k-
malen, om D-Ma k-Ma k e nzuhal en, um die D-Ma k als in e na io-
nale Anlage- und Rese ewäh ung nich zusä zlich a ak i zu machen.
Die ge inge Resonanz, die solche Finanzins umen e nach ih e F eigabe
im Inland bislang ge unden haben (Deposi enze i ika e sind p ak isch
noch öllig bedeu ungslos, a iabel e zinsliche und Nullkupon-Anleihen
mach en im Juli 1986 mi 3,3 M d DM insgesam nich meh als 0,3 .H.
des gesam en inländischen Ren enumlau s aus) schein alle dings da au
hinzudeu en, daß die e was es ik i e e P axis ühe e Jah e keinen au -
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Geldmengenpoli ik und Finanzinno a ionen 491
ges au en Beda nach g öße en Neue ungen am Geld- und Kapi alma k
ha en s ehen lassen.
4. Ge inges geldpoli isches S ö po en ial
Die geschilde en Ums ände machen es e s ändlich, wa um sich die
Deu sche Bundesbank, ande s als ande e g öße e No enbanken, on inan-
ziellen Inno a ionsschüben im Inland kaum da an gehinde sah, die im
Jah e 1975 au genommene Poli ik de Geldmengens eue ung e olg eich
du chzuse zen. „Insgesam wa en in den le z en zehn bis ün zehn Jah en in
de Bundes epublik keine ,Neue ungen' im Geldwesen zu kons a ie en, die
die Indika o quali ä de Geldmengenagg ega e M3 und Zen albankgeld-
menge daue ha hä en beein äch igen können."7
Das bedeu e nich , daß die Finanzmä k e in de Bundes epublik s e s so
s abil gewesen sind, daß die Poli ik de No enbank on inanziellen
Neuen wicklungen öllig unbe üh geblieben wä e. So wa en in den Jah en
o Au nahme de Geldmengenpoli ik einige S uk u e schiebungen im
Finanzbe eich es zus ellen, die als geldpoli isch ele an e Inno a ionen
angesehen we den konn en. Nach de F eigabe de Einlagenzinsen de K e-
di ins i u e gegen Ende de sechzige Jah e e gaben sich g öße e Umschich-
ungen un e den e schiedenen kü ze is igen Einlagenka ego ien. Dies
e anlaß e die Bundesbank, die on ih beobach e en Geldmengenagg ega e
meh ach neu abzug enzen8 und e klä le z en Endes auch, wa um sich die
Geldpoli ik in de Bundes epublik sei Mi e de siebzige Jah e p imä an
wei abgeg enz en Geldmengenbeg i en o ien ie ha . Bis An ang de sieb-
zige Jah e ging die Ba geldquo e, die sich in den le z en zehn Jah en bei
einem An eil on e wa
11 V c
.H. an M3 s abilisie ha , un e dem Ein luß
de zunehmend ba geldlosen Lohnzahlung d as isch zu ück. E wa in de
gleichen Zei nahmen iele deu sche K edi ins i u e in e s en Ansä zen ein
ak i es Passi a-Managemen au . Sie zwangen mi diesem Ve hal en die
Bundesbank, die bis dahin bei de S eue ung des K edi olumens s a k
beach e e „Liquidi ä squo e" de Banken aus dem A senal ih e Indika o-
en und S eue ungsg ößen am Geldma k he auszunehmen. Im üb igen
mach e die Bundesbank schon ühzei ig die E ah ung, daß in einem K e-
7 Mona sbe ich e de Deu schen Bundesbank, 37. Jg., N . 1, Janua 1985, S. 20
(Sonde au sa z „Zu länge is igen En wicklung und Kon olle des Geld olumens").
8 Fü eines de damals neu de inie en Agg ega e (M1 a) ließ sich noch nach äglich
ökonome isch es s ellen, daß seine - u sp ünglich nega i e - Zinselas izi ä sich
lau end e minde e und schließlich posi i wu de. Nähe es hie zu im Bei ag de
Deu schen Bundesbank in: Bank o In e na ional Se lemen s, Financial Inno a ion
and Mone a y Policy, a.a.O., S.
91
.
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492 He mann-Jose Dudle
di sys em, in dem Glei zinskondi ionen und Zwischen inanzie ungs azili ä-
en bei Banken wei e b ei e sind, die geldpoli ischen B emswege lang
sein können.
Mi elba wi d die Geldmengenpoli ik de Bundesbank zwei ellos
dadu ch be üh , daß in e na ionale Finanzinno a ionen und die wei e e
Ausb ei ung mode ne Nach ich en echniken im Finanzwesen den Finanz-
pla z Bundes epublik noch s ä ke in die Wel inanzmä k e in eg ie en. Die
wei e e Ö nung des deu schen Geld- und Kapi alma k es wäh end de le z-
en Jah e spiel hie bei wohl kaum eine en scheidende Rolle. Das in de
Bundes epublik zei weilig gehandhab e A senal an Kapi alein uh be-
sch änkungen wa nie seh um ang eich und ha sich auch nich als beson-
de s e izien e wiesen. Die Bundesbank muß e sich dahe schon ühzei ig
da au eins ellen, bei de Realisie ung ih e Geldmengenziele Zahlungsbi-
lanz- und Wechselku sein lüssen Rechnung zu agen. In den außenwi -
scha lich k i ischen Jah en 1979 bis 1983 geschah dies un e ande em in
de Fo m, daß mi den jäh lichen Zielko ido en ü die Zen albankgeld-
menge Bedingungen e knüp wu den, die explizi au die Belange des
in e na ionalen Kapi al e keh s und des Wechselku ses Rücksich nahmen.
In den le z en Jah en ha die Bundesbank ih e O enma k poli ik am inlän-
dischen Geldma k so lexibel ausges al e , daß sie au Zins- und Wechsel-
ku ss ö ungen aus dem Ausland in kleinen Sch i en zinspoli isch eagie en
und eigene geldpoli ische Ak ionen sub il o be ei en kann, um une -
wünsch e außenwi scha liche Rückwi kungen möglichs zu e meiden9.
Daß es o z alle no enbank echnische Ve eine ungen imme wiede zu
augenscheinlichen Kon lik kons ella ionen zwischen den E o de nissen
de inländischen Geldmengenpoli ik und den übe die Finanzmä k e asch
übe agenen Zins- und Wechselku sp essionen aus dem Ausland kommen
kann, schein die mone ä e En wicklung im Jah e 1986 wiede einmal
besonde s deu lich in E inne ung zu b ingen.
IV. Finanzielle En wicklungspe spek i en
Ausmaß und Tempo de inanziellen Inno a ionsschübe und ih e Auswi -
kungen au die Geldpoli ik wu den an ausländischen Finanzplä zen häu ig
öllig un e schä z . Es e schein dahe on o nhe ein gewag , das kün ige
Inno a ions- und geldpoli ische I i a ionspo en ial an den Finanzmä k en
de Bundes epublik aus heu ige Sich auch nu einige maßen e siche
9 Vgl. dazu om Ve ., „Changes in Money-ma ke Ins umen s and P ocedu es in
Ge many", in: Bank o In e na ional Se lemen s, Changes in Money-ma ke Ins u-
men s and P ocedu es: Objec i es and Implica ions, Basel 1986, S.
53
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Geldmengenpoli ik und Finanzinno a ionen 493
abschä zen zu wollen. Wenn die E gebnisse de o angehenden Abschni e,
in denen eine Analyse des Inno a ionsp ozesses e such wu de, nich öllig
unzulänglich sind, e mi eln sie abe imme hin den Eind uck, daß inan-
zielle Wandlungs o gänge in de Bundes epublik wohl auch in den nächs en
Jah en ehe langsame e lau en we den als an manchen ausländischen
Finanzplä zen und ü die Poli ik de Bundesbank kaum unlösba e P o-
bleme au we en dü en.
Das on mak oökonomischen Ungleichgewich en ausgehende S ö po-
en ial schein wel wei ehe kleine zu we den. Technologieände ungen im
Finanzsek o dü en sich au wei e e Anwendungsgebie e ausb ei en und
in Lände n wie de Bundes epublik - e wa du ch e meh e Au s ellung on
Ba geldau oma en, die Ein üh ung on POS-Te minals, das e s ä k e
Angebo on Po olio- und Cash-Managemen -Techniken und Ansä ze zum
Home-Banking - in s ä ke em Maße als bishe das Massengeschä e ei-
chen. Daß dies in absehba e Zei zu g a ie enden inanziellen „S uk u -
b üchen" üh en könn e, da jedoch bezwei el we den. Die be ei s einge-
lei e en wei e en Au oma isie ungs o gänge im Zahlungs e keh swesen
de Bundes epublik - e wa im Be eich Ba geldau oma en ode POS-Te mi-
nals - deu en ehe au langwie ige Ein üh ungsp ozesse hin. Fo sch i e in
Rich ung au ein wei e b ei e es Home-Banking scheinen o e s soga
ges opp , nachdem die P opagie ung on BTX-Ein ich ungen in de Bun-
des epublik au e hebliche Ma k wide s ände ges oßen is .
Nich auszuschließen is - ielleich als Ausd uck eines Gene a ionen-
wechsels im K edi gewe be, in den Finanze agen de Un e nehmen und bei
den p i a en Spa e n -, daß auch au den Finanzmä k en de Bundes epu-
blik inanzielle Konsump oduk e und „Spiel echniken" das b ei e Publi-
kum s ä ke ansp echen. Hie zu könn e nich zule z ein agg essi e es Au -
e en ausländische We bewe be am inländischen Finanzpla z bei agen.
De noch imme seh hohe Block un e zins e Gi o- und nied ig e zins e
Spa - und Klein e minkon en sowie kon en ionell s uk u ie e We pa-
pie po e euilles könn e sich dabei als eine einladende Ang i s läche e wei-
sen. Un e geldpoli ischen, bankau sich s ech lichen und olkswi scha -
lichen Kos en-/Nu zenübe legungen gib es jedoch kaum einen Anlaß, au
diesem Gebie e einen „Imi a ionswe bewe b" mi dem Ausland zu ö de n.
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494 He mann-Jose Dudle
Zusammen assung
Geldmengenpoli ik und Finanzinno a ionen
Das gehäu e Au e en neua ige Finanzins umen e, e ände e inanzielle Ve -
hal ensweisen, nachhal ige Ve schiebungen de We bewe bs e häl nisse im K edi -
gewe be und die o sch ei ende In e na ionalisie ung de Finanzmä k e haben in
den on Finanzinno a ionen e aß en Lände n in den le z en Jah en eine plan oll
e ah ende Geldmengenpoli ik e schwe . De o liegende Bei ag un e such die
Bes immungsg ünde des sei de zwei en Häl e de siebzige Jah e massie in
E scheinung e enden inanziellen Inno a ionsphänomens und dessen Ein luß au
die Schlüsselpa ame e des geldpoli ischen T ansmissions- und Kon ollp ozesses.
Dabei zeig sich, daß o allem in Lände n mi angelsächsischen T ennbanksys emen
und u sp ünglich hoch egulie en Finanzmä k en wich ige G und ela ionen, wie die
Zins- und Einkommenselas izi ä de Geldnach age sowie die Zins eagibili ä
gesam wi scha liche Nach ageagg ega e, e schoben wu den und nach wie o
empi isch schwe zu iden i izie en sind.
Im Finanzsys em de Bundes epublik wa en schwe wiegende S uk u e schie-
bungen in neue e Zei nich zu beobach en. De Ve asse üh dies insbesonde e au
das sei jehe b ei e und au neue Bedü nisse elas isch eagie ende Angebo an
Finanzdiens leis ungen du ch das Uni e salbanksys em, die ge inge e Bedeu ung
inno a ionsauslösende gesam wi scha liche S ö ungen, die libe alen deu schen
Finanz o sch i en und die bishe ehe konse a i en P ä e enzen de Teilnehme des
Finanzma k es in de Bundes epublik zu ück. Abgesehen on außenwi scha lichen
S ö ungen, wa es de Deu schen Bundesbank in diesem s abilen inanziellen Um eld
bis in die jüngs e Zei hinein möglich, e läßliche Geldmengenindika o en zu bes im-
men und jäh liche Geldmengenziele aus gesam wi scha lichen Eckda en glaubwü -
dig abzulei en und zu ealisie en.
Summa y
Money Supply Policy and Financial Inno a ions
The la ge numbe o new inancial ins umen s, changed modes o inancial
beha iou , pe sis en shi s in compe i i e condi ions wi hin he c edi indus y and
he p og essing in e na ionaliza ion o inancial ma ke s ha e made a policy o
planned and o esigh ed money supply mo e di icul in ecen yea s in coun ies
unde going inancial inno a ion. The p esen con ibu ion analyses he de e minan s
o he phenomenon o inancial inno a ion, which has become mo e dis inc ly isible
du ing he second hal o he 1970s, as well as i s in luence on key pa ame e s o he
mone a y policy ansmission and con ol p ocesses. I has u ned ou in his con ex
ha impo an basic ela ions mainly in Anglo-Saxon coun ies wi h hei specialized
banking ins i u ions and o iginally s ic ly egula ed inancial ma ke s, such as he
in e es and income elas ici y o mone a y demand as well as he esponsi eness o
in e es a es o o e all economic demand agg ega es, ha e unde gone change and a e
as di icul o iden i y in empi ical e ms as be o e.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.19.4.472 | Gene a ed on 2023-01-16 12:53:29
Geldmengenpoli ik und Finanzinno a ionen 495
The ecen pas has no seen any se ious s uc u al uphea als in he inancial sys-
em o he Fede al Republic o Ge many. The au ho a ibu es his o he b oad sup-
ply o inancial se ices by he all-pu pose-bank sys em in pa icula , which has
always esponded o new needs in an elas ic way, o he educed impo ance o o e all
economic dis up ions causing inno a ions, o he libe al Ge man inancial egula-
ions, and o he hi he o a he conse a i e p e e ences o inancial ma ke pa ici-
pan s in Wes Ge many. Apa om ex e nal economic dis up ions, he Deu sche
Bundesbank has been able in his s able inancial en i onmen un il ecen ly o de e -
mine eliable money supply indica o s and o de i e and ealize us wo hy annual
money supply a ge s om o e all key da a.
Résumé
Poli ique de l'o e moné ai e e inno a ions inanciè es
L'appa i ion de nou eaux ins umen s inancie s se mul iplie, les compo emen s
inancie s se modi ien , les appo s concu en iels dans le sec eu bancai e se dépla-
cen con inuellemen e les ma chés inancie s s'in e na ionalisen p og essi emen .
Au cou s des de niè es années, ce e si ua ion a endu di icile la poli ique de l'o e
moné ai e des pays qui son a ein s pa des inno a ions inanciè es. L'au eu du p é-
sen a icle é udie les aisons pou lesquelles le phénomène d'inno a ions inanciè es
es appa u massi emen depuis la deuxième moi ié des années 70. Il analyse en ou e
l'in luence de ce phénomène su les pa amè es-clés du p ocessus de ansmission e
de con ôle de la poli ique moné ai e. On y oi que, su ou dans des pays a ec des
sys èmes bancai es di isés anglo-saxons e a ec des ma chés inancie s à l'o igine o
con ôlés, d'impo an es ela ions ondamen ales - comme l'élas ici é-in é ê s e -
e enu de la demande moné ai e ainsi que la sensibili é des aux d'in é ê pa appo
à des agg éga s de demande de ou e l'économie - on é é déplacés e qu'ils son ,
comme aupa a an , di iciles à iden i ie .
On n'a guè e cons a é ces de nie s emps dans le sys ème inancie de la République
édé ale d'Allemagne, de sé ieux déplacemen s s uc u aux. L'au eu jus i ie ce ai
a an ou pa les ac eu s sui an s: l'o e de se ices inancie s pa le sys ème ban-
cai e uni e sel, depuis oujou s la ge e éagissan de açon élas ique à de nou eaux
besoins, la moins g ande impo ance de oubles économiques, engend an des inno-
a ions, les èglemen s inancie s libé aux en Allemagne e les p é é ences, jusqu'ici
plu ô conse a ices des pa icipan s au ma ché de la République édé ale d'Alle-
magne. Dans ce con ex e inancie s able jusque écemmen , la Deu sche Bundesbank
a pu, mis à pa des oubles de l'économie ex é ieu e, dé e mine des indica eu s
d'o e moné ai e iables ainsi que dédui e e éalise de açon c oyable des objec i s
moné ai es annuels à pa i de données économiques de base.
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