scieee Science in your language
[ge] (orig)

Dynamik der organisierten Marktwirtschaft

Abstract

EconStor is a publication server for scholarly economic literature, provided as a non-commercial public service by the ZBW.

Read accessible full text

Dynamik der organisierten Marktwirtschaft

Author: Bayer, Hans
Publisher: Berlin: Duncker & Humblot
Year: 1961
DOI: 10.3790/schm.81.4.37
Source: https://www.econstor.eu/bitstream/10419/290973/1/schm.081.4.037.pdf
Baye , Hans
A icle
Dynamik de o ganisie en Ma k wi scha
Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Baye , Hans (1961) : Dynamik de o ganisie en Ma k wi scha , Schmolle s
Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha , ISSN 1619-6244, Duncke & Humblo ,
Be lin, Vol. 81, Iss. 4, pp. 37-54,
h ps://doi.o g/10.3790/schm.81.4.37
This Ve sion is a ailable a :
h ps://hdl.handle.ne /10419/290973
S anda d-Nu zungsbedingungen:
Die Dokumen e au EconS o dü en zu eigenen wissenscha lichen
Zwecken und zum P i a geb auch gespeiche und kopie we den.
Sie dü en die Dokumen e nich ü ö en liche ode komme zielle
Zwecke e iel äl igen, ö en lich auss ellen, ö en lich zugänglich
machen, e eiben ode ande wei ig nu zen.
So e n die Ve asse die Dokumen e un e Open-Con en -Lizenzen
(insbesonde e CC-Lizenzen) zu Ve ügung ges ell haben soll en,
gel en abweichend on diesen Nu zungsbedingungen die in de do
genann en Lizenz gewäh en Nu zungs ech e.
Te ms o use:
Documen s in EconS o may be sa ed and copied o you pe sonal
and schola ly pu poses.
You a e no o copy documen s o public o comme cial pu poses, o
exhibi he documen s publicly, o make hem publicly a ailable on he
in e ne , o o dis ibu e o o he wise use he documen s in public.
I he documen s ha e been made a ailable unde an Open Con en
Licence (especially C ea i e Commons Licences), you may exe cise
u he usage igh s as speci ied in he indica ed licence.
h ps://c ea i ecommons.o g/licenses/by/4.0/
Dynamik de o ganisie en Ma k wi scha
Von
Hans Baye - Do mund
Inhal s e zeichnis: I. Einhei liche G undzüge de ins i u ionalisie en G oß-
un e nehmen S. 39 — II. En wicklungs endenzen zum ins i u ionalisie en G oß-
un e nehmen S. 41 — III. Die Bedeu ung de ins i u ionalisie en G oßun e neh-
men ü die dynamische S abilisie ung S. 44 — IV. Das pe sonenbezogene Klein-
un e nehmen in de o ganisie en Ma k wi scha S. 50
Lange ha die Wi scha s heo ie die Beideu ung de abnehmenden
Abs ak ion zu wenig beach e . Heu e e kenn man kla die G enzen
de einen Theo ie und die No wendigkei de Un e suchung de Ge-
sam zusammeuhänge, wie sie in de gesellscha lichen Wi klichkei
o u ns liegen. Dies i besonde s ü die Ma k wi scha on heu e
zu, die in wesen lichen P oblemen nich meh mi den Ins umen en
de einen Theo ie e aß we den kann. De We bewe b on heu e
is geo dne , und zwa nich nu e wa on oben he du ch gese zliche
Regelungen, sonde n on den Un e nehmungen aus. O ganisie e
Ma k wi scha is , so be ach e , om Un e nehmen aus ges al e e
Ma k wi scha ; Ablau und En wicklung ollziehen sich ande s als
in eine Ma k wi scha , in de wi scha liche Gese zmäßigkei en mi
eine A Au oma ik wi ken. Die o ganisie e Ma k wi scha un e -
scheide sich g undsä zlich on eine zen alis isch ge üh en Wi -
scha dadu ch, daß es eben die Un e nehmungen sind, on denen die
Wi scha sges al ung ausgeh . Es is kla , daß sich ü das Modell
eine Ma k wi scha e häl nismäßig leich exak e Gese ze au s el-
len lassen. Selbs eine Dynamisie ung de s a ischen Modelle is mög-
lich. Wie abe s eh es hinsich lich eine o ganisie en Ma k wi scha ?
Lassen sich hie En wicklungs endenzen e kennen? Gib es eine inne e
Dynamik de o ganisie en Ma k wi scha ?
Die Bean wo ung diese F agen kann nich allgemein mi heo e-
ischen Übe legungen gelingen, «sonde n muß ausgehen on den kon-
k e en Ta bes änden. Aus de Beziehung zwischen Theo ie und E -
kenn nis de a sächlichen Ve häl nisse kann sich eine An wo au
die ges ell en P obleme e geben.
Wenn o ganisie e Ma k wi scha om Un e nehmen aus ges al-
e e Ma k wi scha is , dann können wi ih e Dynamik nu e assen,
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.81.4.37 | Gene a ed on 2023-04-04 11:30:33
38 Hans Baye 422
wenn wi de F age nachgehen, wie die Un e nehmen ü sich planen
und en scheiden und dadu ch die Ma k wi scha ges al en. Das is
eine »eh um assende P oblems ellung, die ian Rahmen eines Au sa -
zes nu in einem beg enz en Be eich beian wo e we den kann. Wi
besch änken uns au die Un e suchung de e we bswi scha lichen
Un e nehmungen, und hie im wesen lichen au die F age, wie du ch
die En scheidungen de ins i u ionalisie en G oßun e nehmungen die
Volkswi scha in ih e En wicklung beein luß wi d. T o z de on
o nhe ein eingeeng en F ages ellung e geben sich Ausblicke, welche
die neue und gehobene Bedeu ung de pe sonenbezogenen Mi el-
und Kleinun e nehmen, und zwa au G und eine besonde en olks-
wi scha lichen, nich nu allgemein gesellscha spoli ischen Funk ion
e kennen lassen.
Bei de Un e scheidung zwischen
ins i u ionalisie em G oßun e -
nehmen
und
pe sonenbezogenem Mi elun e nehmen
geh es nich so
seh um die Un e nehmensg öße (Be<schä ig enzahl, Gesam umsa z
und Höhe des in es ie en Kapi als), sonde n um die A de Un e -
nehmens üh ung. De Füh e des ins i u ionalisie en Un e nehmens
is in seinen En scheidungen in de Regel abhängig on Vo en schei-
dungen und Zus immungen ande e S ellen des Un e nehmens, das zu
eine Ein ich ung gewo den is , die T äge s ändige o lau ende
Au gaben is . Diese Daue au gabe is es, die alle ih e Beschä ig en
e p lich e . Sie gib den einzelnen einen es en Pla z, bedeu e einen
Schu z gegen ku z is ige Ze spli e ung de K ä e, eng abe auch
die Ini ia i e des einzelnen wesen lich ein. Die ins i u ionalisie en
Un e nehmen haben sozusagen ein Eigenleben gewonnen, ges ü z
au wissenscha liche Ve ah en und Du cho ganisie ung de Ve -
wal ungsappa a u . Die Objek i ie ungs endenzen, welche die mo-
de ne Wi scha cha ak e isie en, sind hie wei es gehend e wi k-
lich . Wäh end die ins i u ionalisie en Un e nehmen inne halb eine
B anche, ja soga on B anche zu B anche, in ih em o ganisa o ischen
Au bau kaum wesen liche Un e schiede au weisen, gleichen die
pe sonenbezogenen Un e nehmungen einande wenig; sie sind
indi idualisie wie die Pe sönlichkei en, die sie agen.
Im pe sonenbezogenen Un e nehmen — gleichgül ig, ob es nun
Mi el- ode Kleinun e nehmen is — is de Füh e des Un e -
nehmens in seinen En scheidungen wenige gebunden und de
Ini ia i e de einzelnen meis g öße e Spiel aum gelassen. Die Posi-
ion des Füh e s im pe sonenbezogenen Un e nehmen is be iebs-
in e n meis wenige ge äh de als die des Manage s. Eine Reihe on
Reibungswide s änden äll dadu ch in de Regel weg. Imme abe
muß es sich im Sinne de Beg i sbes immung um ein Un e nehmen
und nich um einen bloßen Be ieb handeln. Wenn de Füh e des
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.81.4.37 | Gene a ed on 2023-04-04 11:30:33
423 Dynamik de o ganisie en Ma k wi scha 39
Mi el- oide Kleinbe iebes wohl gu e Technike is , abe nich
un e nehme ische Quali ä en ha , kann eben sein Be ieb nich
Un e nehmens unk ionen e üllen.
Es is kla , daß die Un e scheidung zwischen ins i u ionalisie em
und pe sonenbezogenem Un e nehmen nich scha gezogen we den
kann. Es wä e eine g obe' Täuschung, woll e man glauben, e wa on
de Rech ssei e he eine En scheidung e en zu können. Manche
Familien-AG is eindeu ig pe sonenbezogenes Mi elun e nehmen. Fü
unse e Un e suchung, glaube ich, genüg die on de Un e nehmens-
üh ung he ge o ene Di e enzie ung1.
I. Einhei liche G undzüge
de ins i u ionalisie en G oßun e nehmen
In den einlei enden Übe legungen zeig e es sich, daß eine Un e -
suchung übe die Dynamik de o ganisie en Ma k wi scha nich
so seh ausgehen kann on heo e ischen Übe legungen, sonde n on
de gesellscha lichen Wi klichkei . In einem Fo schungsbe ich 2 habe
ich eine Reihe on G oßun e nehmuiigen un e such . Aus den E geb-
nissen lassen sich gewisse einhei liche G undzüge ablei en.
Die
}Zielse zungen de einzelnen Un e nehmungen
sind - e schieden.
Nimm man möglichs hohen Gewinn als Ziel an, -e heb sich die F age,
soll diese höchs e Gewinn im ku zen Zei aum oide au lange Sich
e eich we den? Wi d in den Beg i Gewinn auch das Momen de
Siche hei einbezogen? Kann man on höchs en Gewinnchancen sp e-
chen, wenn man gleichzei ig hohes Risiko eingehen muß? Manche wei-
sen da au hin, daß sie wenigs ens jenen Gewinn e zielen möch en
wie ande e Un e nehme de selben B anche. Häu ig wi d die E wei-
e ung und Siche ung des Ma k an eiles als Ziel anges eb . Ande en
e schein die Übe legenhei au dem Gebie e de Fo schung en schei-
dend. Das Momen de Siche hei und Elas izi ä des Un e nehmens
spiel eine g oße Rolle. Die Elas izi ä wi d insbesonde e du ch die
sogenann e Di e si ika ion zu e eichen e such .
Aus diesen im einzelnen öllig un e schiedlichen Zielse zungen las-
sen sich d ei Haup ziele als wesen lich he o heben: Wachs um des
Un e nehmens, Siche hei und Ren abili ä . Dieise Zielse zungen s e-
hen gelegen lich im Gegensa z. Im allgemeinen abe üh sinn olle
1 Fü ande e Un e suchungen, insbesonde e ü quan i a i e Analysen on
S uk u und En wicklung de Gesellscha sschich en, sind ande e Ve ah en no -
wendig. Vgl. insbesonde e M. E.
Kamp
, Ein Ve ah en zu Bes immung on G ößen-
s uk u en und ih e Ve ände ungen in de gewe blichen Wi scha , Bad Godes-
be g 1960.
2 H.
Baye ,
Das Un e nehmen als Wi scha ss abilisa o , I.Band: Das G oß-
un e nehmen, Fo schungsbe ich e des Landes No d hein-Wes alen, N . 907, Wes -
deu sche Ve lag, Köln u. Opladen 1960.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.81.4.37 | Gene a ed on 2023-04-04 11:30:33
40 Hans Baye 424
Planung zu Ve einhei lichung de e schiedenen Ziele. Vo ausse zung
hie bei is eilich, daß de long un-Gesich spunk zug unde geleg
wi d. In dem Vo d ingen des long un-Gesich spunk eß lieg a sächlich
ein en scheidende Wandel de mode nen Wi scha . Wi we den
spä e sehen, wie ge ade dadu ch om Un e nehmen he ein Bei ag
zum Ausgleich de konjunk u ellen Schwankungen geleis e wi d.
Als wesen liches Ziel eines Un e nehmens e schein übe wiegend
sein Wachs um, gleichgül ig ob es sich um E höhung ode E hal ung
des Ma k an eiles in eine sich s ändig e wei e nden B anche handel .
Au oma ion, Anwendung econome ische Me hoden, insbesonde e
auch des Ope a ions esea ch, haben nich s da an geände , daß das
Un e nehmen einen O ganismus da s ell . Jede gesunde O ganismus
ha das S eben zu wachsen.
Du ch die E hal ung ode Auswei ung des Ma k an eiles des Un e -
nehmens is ein en scheidende Bei ag de Siche hei des Un e neh-
mens geleis e . Diese wi d noch du ch die e wähn e Di e si ika ion
ges ä k , die im wesen lichen auch wiede ein Wachs um im Rahmen
de Gesam wi scha sen wicklung da s ell . Wenn wi on E hal ung
des Ma k an eiles sp echen, so da dami nich die Vo s ellung e -
bunden we den, als ob ein Un e nehmen, das den Ma k an eil e hal en
will, diesen in eine De ensi s ellung bewah en könn e. Im Gegen eil:
ein Un e nehmen wi d nu dann e olg eich sein können, wenn es
o ensi o geh , d. h. s ändig ach e , Neues zu b ingen, also den an-
de en eine ,.Nasenlänge" o aus is . Dies wiede um iis nu möglich,
wenn das Un e nehmen au dem Gebie e de Fo schung üh end is .
Hie lieg die Ga an ie ü die E olge de Zukun . Wenn so Wachs-
um und Siche hei des Un e nehmens gewäh leis e sind, dann is au
die Daue auch de Gewinn zu e wa en. P o i is , insbesonde e in
den g oßen Un e nehmungen, im allgemeinen nich meh das p imä e
Ziel. Neben ihm s ehen ande e: Mach , P ies ige, insbesonde e abe das
S eben nach Siche hei . Dies schein sowohl ü die USA als ü die
eu opäischen Lände zu gel en8.
Es ollzieh sich meines E ach ens ein Wandel in de S ellung des
P o i mo i es in dem Un e nehmen. Zwei ellos spiel P o i auch
heu e noch in den Un e nehmungsplanungen eine en scheidende und
wesen liche Rolle, abe nich meh so seh als Ziel de Un e nehmun-
gen, sonde n als Siche hei sspanne. Das Un e nehmen is bes eb zu
wachsen, sei es, um die Siche hei zu gewäh leis en, sei es aus Mach -
s eben ode de F eude, Neues zu scha en. De P o i s eh hie bei
nich als Ziel im Vo de g und, sonde n als Siche hei sspanne. Wenn
die E olgsaussich en eine In es i ion ge ade an de G enze liegen,
3 Vgl. u. a. H. Koon z u. C. O'Bonnel in D. W. Ewing, Long Run Planning o
Managemen , New Yo k, Sei e 15.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.81.4.37 | Gene a ed on 2023-04-04 11:30:33

425 Dynamik de o ganisie en Ma k wi scha 41
wo Kos en und Einnahmen einande decken, danin bes eh zwei ellos
die Ge ah , daß a sächlich Ve lus e ein e en. Dann wi d iman die In-
es i ion un e lassen, auch dann, wenn ande e Mo i e sie ans eben
ließen. Es sei denn, daß die In es i ion in de bes imm en Ab ei-
lung zwa s ändig mi Ve lus bed oh is/ , abe wesen lich wä e als
G undlage ü die Ren abili ä ande e Spa en de Un e nehmung.
Ich glaube, daß on dem Wandel de S ellung des P o i mo i es ein
wesen liche Ein luß au die Un e nehmensplanung ausgeh . Die Ta -
sache, daß in seh ielen Fällen de P o i nich meh Ziel, sonde n
Siche hei sspanne da s ell , wi k sich nich nu im Un e nehmen
selbs , sonde n da übe hinaus in de Ge&am en wicklung de Wi -
scha aus. Das Un e nehmen is s ä ke als bishe
mi de Gesam en -
i icklung de Wi scha e bunden
und diese in sieiinen Zielse zungen
ehe kon o m.
Das ausgeglichene Wachs um de einzelnen Un e nehmung en -
sp ich de dynamischen S abilisie ung de Gesam wi scha , d. h. de
Siche ung eines annähe nd s ändigen Au s ieges. Auch in de einzel-
nem Un e nehmung geh es da um, das Wachs um so zu ges al en, daß
sich die K ä e de e schiedenen Ab eilungen e gänzen und e s ä -
ken.
Mi el ü die E eichung de Ziele des Un e nehmens sind P o-
gnose, Un e nehmensplanung und Du ch üh ung des Planes. Diese
P obleme wa en Gegens and de In e na ionalem Tagung de Sozial-
akademie Do mund im Jah e 19594. Wohl kann auch die bes e P o-
gnose nich die Unsiche hei besei igen ode dem Un e nehme die
le z e En scheidung abnehmen. Wissenscha lich undie e P ognose
eng abe die Fehle g enzen de Un e nehmensplanung ein. Ohne die
Maßnahmen und Ein ich ungen, die im allgemeinen als sogenann e
Ope a ions esea ch zusammenge aß we den, wä e die lau ende An-
passung de lang is igen Un e nehmen&plamung an die s ändigen Än-
de ungen in de Wi scha nich möglich; ebensowenig eine en sp e-
chend as die und sachliche Du ch üh ung de zen alen En schei-
dungen.
II. En wicklungs endenzen
zum ins i u ionalisie en G oßun e nehmen
Die
Tendenz zum ins i u ionalisie en G oßun e nehmen
s eh im
Zusammenhang mi den
allgemeinen Konzen a ions endenzen
. Diese
bes ehen ja nich nu im dem Zusammenschluß de Un e nehmungen
zu Ka ellen und Konze nen, sonde n ebenso in dem einsei igen G ö-
ße we den einzelne Un e nehmen, die dann in den e schiedenen
4 Wi scha sp ognose und Wi scha sges al uiig. he ausg. on H. Baye , Duncke
& Humblo , Be lin 1960.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.81.4.37 | Gene a ed on 2023-04-04 11:30:33
42 Hans Baye 426
B anchen bes immenden Ein luß haben. Zahlenmäßig läß sich dies«
En wicklung kaum auch nn annähe nd da legen. G.
Fü s
ha in eine
um assenden Un e suchung übe den S and de Konzen a ion in
Wes deu schland u. a. olgendes es ges ell 5: „Fü das p oduzie ende
Gewe be zeig sich im Ve gleich de Si ua ion des Jah es 1958 mi dem
Zus and deis Jah es 1935 (Reichsgebie ), daß die Umsa zan eile de
,g öß en6 Un e nehmen bei allen in die Be echnung einbezogenen Wi -
scha szweigen s ä ke gewachsen sind als Umsa zan eile de kleine-
en6 Un e nehmen. Dabei sind als ,kleine e' Un e nehmen jeweils
e wa 96
®/o
alle Un e nehmen des Wi scha szweiges angesehen wo -
den, wäh end die .g öß en6 Un e nehmen — e wa 4°/® die Gesam zahl
— in ün e schiedeine G ößeng uppen au ge eil sind. Die Umsa z-
an eile de ,-g öß en' Un e nehmen haben on 1935 bis 1958 besonde s
s a k zugenommen in de Eisen- und S ahlindus ie, im Süßwa enge-
we be, in de Papie e zeugung und im Mühlengewe be. In den üb i-
gen hie un e such en Gewe bezweigen is die S eige ung ge inge ,
abe auch noch imme g öße als die S eige ung de Umsa zan eile
de ,kleine en' Un e nehmen."
Wich ige als die Fes s ellung de Ta sache de Konzen a ion is
die Un e suchung de F age, ob 'es sich bei diesem Vo gang um
zu-
ällige,
du ch besonde e Mach in e essen ode du ch e ehl e Wi -
scha spoli ik he o ge u ene Ta bes ände handel ,
ode abe ob in-
ne e K ä e de Wi scha
maßgebend sind?
Die mode ne Technik ha es mi sich geb ach , daß eine Reihe on
P oduk ionen nu in G oßbe ieben du chge üh we den kann. In
G oßun e nehmen ode in Un e nehmenszusammenschlüssen s ehen
ü eine a ionelle und e olg eiche Wei e en wicklung echnische
Neue ungen gemeinsame Labo a o ien und Ve suchsans al en zu Ve -
ügung, die den kleine en Un e nehmen mangeln. Au oma ion und
A omene gie e s ä ken die Tendenzen de Konzen a ion, wobei
echnische und wi scha liche Momen e eine Rolle spielen. Audi das
zunehmende Risiko
de Un e nehmungen äg zu eine Konzen a-
ion bei. Die Reklame i in den Vo de g und, die meh und meh
die P eis- und Quali ä skonku enz e se z . Ge ade im Reklamekamp
is abe das G oßun e nehmen wei aus im Vo sp ung. So< is das
ins i u ionalisie e G oßun e nehmen un e bes imm en Ve häl -
nissen den üb igen in echnische , kau männische , o ganisa o ische
und inanzielle Hinsich übe legen. Es kann z. B. die A bei s eilung
im G oßun e nehmen wei ei ge ieben we den als in kleinen. Die
Spezialisie ung üh nich zu eine einsei igen Abhängigkei om
5 G. Fü s , S and de Konzen a ion in Wes deu schland, in: Die Konzen a ion
in de Wi scha , L Bd.: S and de Konzen a ion, h sg. . Helmu A nd , Ve lag
Duncke & Humblo , Be lin 1960, Sei e 175.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.81.4.37 | Gene a ed on 2023-04-04 11:30:33
427 Dynamik de o ganisie en Ma k wi scha 43
Ma k e, so e ne die Di e si ika ion, wie dies meis geschieh , en -
sp echend angewende wi d; beim Einkau ha das G oßun e nehmen
Vo eile nich nu in olge de Massen abnähme, sonde n auch au
G und de Möglichkei en eine Ma k analyse, die sich ja nich nu
au den Absa z e s eck . Beim Ve kau s ehen dem G oßun e neh-
men Anpassungs- und Beein lussungs a iable in höhe em Maße zu
Ve ügung als dem kleine en. Ope a ions esea ch (Ve ah en, du ch
die wissenscha liche G undlagen ü Un e nehmensplanung und
Un e nehmensen scheidung gescha en we den) kann a ionell e s
angewende we den, wenn das Un e nehmen eine bes imm e G öße
e eich ha . Kleine und mi le e' Un e nehmen sind o gezwungen,
eine Ve wal ungso ganisa ion au zubauen, die eine iel höhe en als
de e eichba en Fe igungskapazi ä en sp echen wü de. Fe ne
kann sich das G oßun e nehmen wei gehend au Selbs - und Eigen-
inanzie ung s ü zen; auch F emd inanziei ung is ihm leich e mög-
lich als kleinen und mi le en Un e nehmen.
Wäh end -die egelmäßigen Konjunk u e scheinungen an Beideu-
ung e lo en haben, sind die S uk u wandlungen, d. h. Ände ungen
on Daue , die sich au die Einhei de Volkswi scha beziehen, s ä -
ke in den Vo de g und ge e en. Eine einzelne Un e nehmung wi d
sich e häl nismäßig schwe s uk u ellen Wandlungen, wie sie sich
z. B. aus einem gemeinsamen eu opäischen Ma k e geben, anpassen
können; ande s ins i u ionalisie e Un e nehmen und Un e n ehmens-
zu samm en schlü s se.
Was die Konjunk u schwankungen anbelang , so is de kleine e
Un e nehme diesen meh ode wenige ausgelie e . E is on sich
aus kaum in de Lage, an izyklische Maßnahmen zu e en, also z. B.
auch in de Dep ession die Du ch üh ung on In es i ionsp og ammen
au ech zu e hal en.
De Ta sache de Konzen a ion s eh nich en gegen, daß eine
g oße Zahl on mi le en Un e nehmungen heu e en scheidende olks-
wi scha liche Funk ionen e üllen. Eine nähe e Un e suchung zeig ,
daß nu zum Teil unmi elba e Konku enz zwischen diesen mi le en
Indus ieun e nehmen und den G oßun e nehmungen und Un e neh-
mens zus ammensch 1 ü saen bes eh , sonde n daß ielmeh die mi le en
Un e nehmungen eine wich ige E gänzungs unk ion in de mode nen
Wi scha e üllen. Zudem zeig sich, daß die mi le en Un e nehmen,
wenn sie sich au die Daue bei den s eigenden An o de ungen be-
haup en wollen, in e schiedene A mi eine Zusammena bei inden
müssen. Z. B. dadu ch, daß sich Fach e einigungen Fo schungsins i u e
angliede n, die gemeinsam ü eine Reihe on Un e nehmungen
Un e suchungen du ch üh en. Eine Reihe he o agende selbs ändi-
ge Fo schungsins i u e leis e Pionie ä igkei . Gemeinsame Ma k -
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.81.4.37 | Gene a ed on 2023-04-04 11:30:33
44 Han9 Baye 428
analyse und Aus ausch de E ah ungen spiel eine wich ige Rolle.
Die Be iebs e gleiche, die in Deu schland o allem om RKW du ch-
ge üh we den, sind in zunehmendem Maße on Bedeu ung. Au diese
Weise wi d eis e möglich , Einblicke in P oduk i i ä ss eige ungen an-
de e Un e nehmen zu gewinnen und selbs das Un e nehmen en -
sp echend auszuges al en. So zeig sich auch hinsich lich de En wick-
lung de wich igen Mi elun e nehmen jene Iuis i u ionalisie ungs en-
denz, die ü das G oßun e nehmen cha ak e is isch is . Es wi d nich
das pensonenbezogene Mi elun ie nehmen selbs ins i u ionalisie ,
abe es sind Ins i u ionen no wendig, uim die Exis enz und Ausges al-
ung de Mi elun e nehmen au die Da-ue siche zus ellen.
Objek i ie ungs- und Konzen a ions endenzen
du chd ingen sich
gegensei ig und e s ä ken sich. Un e Objek i ie ungs endenzen in
de gesellscha lichen Wi scha e s ehen wi eine Loslößung de Vo -
gänge on subjek i en Ein ällen und Meinungen und dami ein Zu-
ückd ängen de in ui i en und ge ühlsmäßigen En scheidungen. Die
Objek i ie ungs endenz e möglich ens das G öße we den de Un e -
nehmen, die a ionale Du ch üh ung de Ve wal ung und die lang-
is ige Un e nehmensplanung; umgekeh is es die Konzen a ion,
die den Einsa z de neuen Me hoden und neuen Ve ah en zuläß .
Die
Ge ah en
de Konzen a ion liegen nich so seh im ein wi -
scha lichen Be eich, sonde n in dem Hinübe eichen de Wi scha s-
mach in die.
geis igen Beziehungen
, in den kul u ellen Be eich, in den
Be eich on ö en liche Meinungsges al ung und Poli ik. Die Bedeu-
ung de coun e ailing powe äll wohl ins Gewich , sie wi k sich
jedoch keineswegs mi No wendigkei aus. Gleichzei ig sind K ä e
am We k, welche die o iginä e Machi e s ä ken.
III. Die Bedeu ung de ins i u ionalisie en
G oßun e nehmen ü die dynamische S abilisie ung
Die F age, inwiewei die Un e nehmenspoli ik de ins i u ionali-
sie en Un e niehmien zu eine dynamischen S abilisie ung, d. h. zu
Siche ung eines s ändigen Au s ieges de Volkswi scha , bei äg ,
läß sich on
zwei Gesich spunk en
aus be ach en: einmal hinsich lich
des Bei ages zu Realisie ung de
Vo ausse zungen des Modells de
eien Konku enz
, und zwei ens hinsich lich de F age,
inwiewei die
ins i u ionalisie en Un e nehmen zu einem Ausgleich de Wi scha s-
schwankungen bei agen können
, bzw. inwiewei sie u. a. du ch en -
sp echende Ges al ung de P opo ionen in de Volkswi scha wei e -
eichende Fehlen wicklungen, z. B. in s uk u elle Hinsich , on
o nhe ein e hinde n können.
1. Wi un e suchen im olgenden, inwiewei die S abilisie unge-
maßnahmen des Un e nehmens die Vo ausse zungen, die dein Modell
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.81.4.37 | Gene a ed on 2023-04-04 11:30:33
435 Dynamik de o ganisie en Ma k wi scha 51
de Dep ession! z. B. sind die ins i u ionalisie en Un e nehmen be-
s eb , die Lücken zu schließen, und lassen un e allen Ums änden Au -
gaben, die sie ühe an Un e lie e an en übe agen haben, nun im
eigenem Un e nehmen du ch üh en. Das ände abe nich s an de
Ta sache eine Tendenz zu Ve g öße ung de P oduk ions- und Lei-
s ungsliicl en in de Volkswi scha im Zusammenhang mi de Un e -
nehmensinä i u ionalisie ung. Die Schließung diese Lücken s ell eine
olkswi scha lich wich ige spezi ische Funk ion de pe sonenbezoge-
nen Mi el- und Kleinun e nehmen da , nämlich olkswi scha lich
no wendige P odnk ions- nnd Leis ungse gänzung. Da übe hinaus
kann on dem pep3onenbezogenen Un e nehmen ©ine besonde e Dy-
namik ausgehen, da hie die Un e nehme nich bloß als O ganisa o en,
sonde n o noch als echnische und kau männische Lei e ä ig sind.
Zudem ges a e die asche En scheidungsmöglichkei g öße e Wendig-
kei de pe sionenbezo'genen Un e nehmen. Diese Ta sache is gleich-
zei ig ein Beispiel da ü , daß im pe sonenbezogenen Un e nehmen die
En pe sönlichung im allgemeinen nich so wei o gesch i en is wie
im ins i u ionalisie en. In de Ta kann in dem pe sonenbezogenen
Un e nehmen eine wich ige Gegenk a gegen Bü ok a isie ung und
En pe sönlichung liegen.
Von besonde e Bedeu ung is de Funk ionswandel de pe sonen-
bezogenen Mi el- und Kleinun e nehmen in de Volkswi scha . Sei-
ne zei bei Au kommen de Indus ie bes and ein unmi elba e We -
bewe b und un e Ums änden schä s e Konku enz zwischen G oß-
indus ie eine sei s und Handwe k und Kleinbe ieben ande e sei s.
Allmählich abe ollzog sich ein Wandel, den wi als Tendenz de
Komplemen a i ä bezeichnen können. Die pe sonenbezogenen Mi el-
und Kleinun e nehmen s ehen nich so seh in Konku enz mi de
G oßindus ie, sonde n e gänzen diese in olkswi scha lich en schei-
dende Weise. Diese Funk ion i in e schiedenen Fo men in E -
scheinung (z. B. spezialisie e Massen e igung, Übe nahme kleine e
ode Sonde au äge).
In ielen Fällen bleib das mi le e Un e nehmen pe sonenbezo-
genes Un e nehmen, auch dann, wenn z. B. de Umsa z wesen lich
e höh , ja, ielleich soga e iel ach wi d. Dies läß sich du ch
e höh e In es i ion, insbesonde e auch du ch Au oma ion, e eichen.
Die Zahl de A bei e und Anges ell en wi d dann nich wesen lich
e meh , so daß imme noch die pe sönlichen Zusammenhänge im
Un e nehmen au ech e hal en we den können, und die Un e nehme -
* Mi elba bes eh Konku enz, z. B. auch zwischen dem Un e lie e an en und
dem G oßun e nehmen, welches das E zeugnis abnimm . Nu solange wi d dies
de Fall sein, als die P eise de be e enden Wa en un e den Kos en liegen,
welche dem G oßun e nehme bei Eigen e igung en s ehen wü den.
4*
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.81.4.37 | Gene a ed on 2023-04-04 11:30:33

52 Hans Baye 436
Pe sönlichkei im Vo de g und s eh , ohne an Vo en scheidungen ge-
bunden zu sein.
Danebein komm es o» , daß sich jene Tendenzen, die om pe -
sonenbezogenen mi le en Un e nehmen zum ins i u ionalisie en
G oßun e nehmen d ängen, oll du chse zen. E wa dann, wenn ein
mi le e« pe sonenbezogenes Un e nehmen en scheidende E indungen
gemach ha , die es dann abe in Massen e igung ausnu zen muß;
dadu ch is es un e Ums änden gezwungen, in Konku enz mi den
g oßen, z. T. au oma isie en Un e nehmungen zu e en, also selbs
MasGen e igung au zunehmen. Dami is de Weg zu Ins i u ionali-
sie ung eingeschlagen, das pe sonenbezogene Un e nehmen wächs in
den Be eich de ins i u ionalisie en hinein. Die Pe sonenbezogenhei
bleib bis zu einem gewissen G ade in de Regel ßo lange e hal en,
als jene Pe sönlichkei an de Spi ze s eh , die mi dem Un e nehmen
g oß gewo den is und alle Einzelhei en behe sch . Wi d diese Pe -
sönlichkei einmal abgelös , dann i meis die Inö i u ionalisie ung
kla in E scheinung.
Dieses Hineinwachsen des pe sonenbezogenen Mi elun e nehmens
in das G oßun e nehmen, das ühe ode »spä e auch zum ins i u io-
nalisie en Un e nehmen wi d, muß keineswegs de Regel all we den.
Es bes ehen auch ü das mi le e pe sonenbezoigene Un e nehmen
Chancen, seine wich ige olkswi scha liche Funk ion als Mi elun e -
nehmen wei e hin zu e üllen. Alle dings in ielen Fällen un e Vo -
ausse zung eine Gemeinscha sa bei mi ande en. Es i an das
pe sonenbezogene Mi el- und Kleinun e nehmen die Fo de ung nach
solida ische Zusammena bei im In e esse de E hal ung de F eihei
des einzelnen Un e nehmens he an. Diese Fo de ung und ih e D ing-
lichkei wi d keineswegs allgemein e kann . Auch on jenen, die die
No wendigkei und D inglichkei einsehen, wi d keineswegs alles
un e nommen, was zu Realisie ung diese Fo de ung no wendig wä e.
Beispiele solche solida ische Zusammena bei sind e wa Einkau s-;
genossenscha en ode ande e Einkau oo ganisa ionen, wie sie z. B.
ü die mi le en Wa enhäuse bes ehen. Ganz allgemein läß sich
sagen, daß die Zusammena bei aus e schiedenen G ünden im Handel
s ä ke he o i als beim Gewe be. Abe auch hie sind Ansä ze
o handen. Diese sind z. B. in den Bel iebs e gleichen zu e kennen,
wie sie in Deu schland om RKW und in ande en Lände n on ähn-
lichen wissenscha lichen Ins i u en du chge üh we den. In de
Schweiz is u. a. da»3 Be iebswissenscha liche Ins i u an de Eid-
genössischen Technischen Hochschule in Zü ich bemüh , du ch Be-
iebs e gleiche die Ra ionalisie ung in den pe sonenbezogenen Un e -
nehmungen auszuges al en und du ch E ah ungsgemeinscha en zu
e ie en. Auch in Deu schland gib es eine Reihe eiwillige E -
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.81.4.37 | Gene a ed on 2023-04-04 11:30:33
437 Dynamik de o ganisie en Ma k wi scha 53
ah ungsaus auschg uppen; alle dings meis zwischen Un e nehmun-
gen, die nich unmi elba mi einande in Konku enz s ehen. Eine
Reihe on Fach e einigungen haben ih e wich ige Au gabe, Zu-
sammena bei de pe sonenbezogenen Un e nehmungen in die Wege
zu lei en und auszuges al en, e kann . Die E ah ungen im Absa z
we den gegensei ig ausge ausch ; Fo schungsins i u e we den un e
Be eiligung on Un e nehmungen e ich e , um au diese Weise
eine einige maßen gleichs a ke Posi ion mi den G oßun e nehmnngen
zu e eichen, denen die g oßen eigenen Fo schungss ä en und Labo-
a o ien zu Ve ügung s ehen. Auch Ansä ze eine A bei s eilung, die
zwischen den pe sonenbezogenen Mi el- und Kleinun e nehmungen
so no wendig wä e, sind gelegen lich es zus ellen. Abe all daö sind
bloß An änge. Diese können du ch eine dogma ische Ka ellgese z-
gebung wesen lich eingeeng , wenn nich soiga ze s ö we den. In
ielen Lände n häl sich die Wi scha ögese zgebung noch iel zu
wenig die Ta sache de o ganisie en Ma k wi scha und ih e
eigenen Gese zmäßigkei en o Augen. Ve ein achende Annahmen
ohne Ve bindung mi abnehmende Abs ak ion e üh en dazu,
Ungleiches gleich zu behandeln.
Bei pe sonenbezogenen Mi el- und Kleinun e nehmungen in eine
o ganisie en Ma k wi scha wi ken e schiedene K ä e, insbe-
sonde e die Tendenz zu Komplemen a i ä und da>3 E o de nis de
Solida i ä . In de Tendenz zu Komplemen a i ä komm de Funk-
ionswandel und die E wei e ung de Bedeu ung de pe sonen-
bezogenen Mi el- und Kleinun e mehmen in de o ganisie en Ma k -
wi scha zum Ausd uck. Die Fo de ung nach Solida i ä kann nich
als Tendenz bezeichne we den. Es handel sich nich um inne e
K ä e, die in eine bes imm e Rich ung d ängen, sonde n es geh um
eine bewuß e En scheidung de selbs ändigen Un e nehme gegen
Tendenzen des „Ohne-Einande " und „Gegen-Einande ", um du ch
die solida ische Zusammena bei zwa ein S ück indi idualis ische
F eihei au zugeben, dadu ch abe geo dne e F eihei und au die
Daue die E üllung ih e wich igen olkswi scha lichen Funk ion
zu gewäh leis en.
So zeichnen sich gewisse Gese zmäßigkei en eine Dynamik in de
o ganisie en Ma k wi scha ab; Objek i ie ungs endenz, Konzen-
a ions- und Ins i u ionalisie ungs endenz e gänzen und e s ä ken
sich gegensei ig.
Fü die pe sonenbezogenen Un e nehmen is die Tendenz zu
Komplemen a i ä , also zum Aus üllen de Lücken, die die ins i u io-
nali»3ie en Un e nehmungen im Angebo de Volkswi scha o en
lassen, cha ak e is isch. Ob diese Funk ion du ch die selbs ändigen
Un e nehmen au die Daue e üll we den kann, häng on ih e
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.81.4.37 | Gene a ed on 2023-04-04 11:30:33
54 Hans Baye 438
eien En scheidung hinsich lich solida ische Zusammena bei wei -
gehend ab.
In de o ganisie en Ma k wi scha en s ehen neue Gese zmäßig-
kei en eine Dynamik, die — wenn auch in ganz ande e Weise als
im Modell de eien Konku enz — zu einem dynamischen Gleich'
gewich üh en können.
Ein schwe es P oblem de o ganisie en Ma k wi scha is die
Ve hinde ung eine Ve mach ung, insbesonde e des Übe g ei ens de
Wi scha smach au das geis ige, kul u elle und poli ische Leben. Im
Rahmen dieses Au sa zes is nich die Möglichkei gebo en, au die
F age einzugehen, welche K ä e mobilisie we den können, um diese
Ge ah de o ganisie en Ma k wi scha zu bannen. Siche is , daß
ma e ielle und geis ige K ä e zusammenwi ken müssen, ebenso wie
on de wi scha lichen Mach de Ein luß au geis ige Be eiche aus-
geh . Hie , im geis igen Be eich, abe wi d die En scheidung allen.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.81.4.37 | Gene a ed on 2023-04-04 11:30:33