Henke, Klaus-Di k
A icle
P obleme de S aa s e schuldung
Zei sch i ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en (ZWS) - Vie eljah essch i de
Gesellscha ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en, Ve ein ü Socialpoli ik
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Henke, Klaus-Di k (1973) : P obleme de S aa s e schuldung, Zei sch i ü
Wi scha s- und Sozialwissenscha en (ZWS) - Vie eljah essch i de Gesellscha ü Wi scha s-
und Sozialwissenscha en, Ve ein ü Socialpoli ik, ISSN 0342-1783, Duncke & Humblo , Be lin, Vol.
93, Iss. 1, pp. 51-64,
h ps://doi.o g/10.3790/schm.93.1.51
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Li e a u
P obleme de S aa s e schuldung
Ange eg du ch den on Halle und Albe s he ausgegebenen Au sa z-
band soll — ausgehend on einigen de do behandel en Einzelp obleme
— e such we den, einen Übe blick übe die au dem Gebie de Theo ie
de Schuldenpoli ik ans ehenden P obleme zu geben, d. h. En wicklungs-
endenzen und F ages ellungen aus diesem Be eich de Finanzwissen-
scha au zuzeigen.
Die Ta sache, daß in ühe en Abhandlungen zum gleichen Thema die
konjunk u ellen Ziele und Auswi kungen im Vo de g und s anden1, is
die on den He ausgebe n gewähl e Beg ündung da ü , daß die Bei äge
des Sammelbandes übe wiegend nich konjunk u poli ische F agen zum
Gegens and haben. Unausgesp ochen komm ielleich als Beg ündung
hinzu, daß übe die Möglichkei en des iskalpoli ischen Einsa zes de
S aa sschuld, insbesonde e im Rahmen konjunk u poli ische Expan-
sionss a egien, in Theo ie und P axis wei gehend Einmü igkei o -
he sch . Diese Ube eins immung übe die Bedeu ung de an izyklisch
einse zba en Schuldenpoli ik spiegel sich
z.
B. im S abili ä sgese z und im
neuen Haushal s ech wide , wo den s abili ä spoli ischen E o de nissen
auch übe die ins umen eile Ausges al ung de ö en lichen Schuld e -
s ä k Rechnung ge agen wi d. — Eine Ausnahme bilde eilich noch
de Einsa z de S aa sschuld im Rahmen des om Sach e s ändigen a
en wickel en Konzep s eine po en ialo ien ie en Konjunk u poli ik. Be-
o jedoch die Rolle de konjunk u neu alen K edi au nahme geklä
we den kann, beda es de wei e en Konk e isie ung des on e schie-
denen Au o en k i isie en Po en ialkonzep s2.
* Zugleich Besp echung on Heinz Halle u. Willi Albe s (H sg.): P obleme
de S aa s e schuldung. Seh . d. Ve . . Socialpol., N. F. Bd. 61. Be lin 1972.
1 Vgl. hie zu z. B. Wa en L. Smi h: Deb Managemen in he Uni ed S a es.
S udy Pape N . 19 o he Join Economic Commi ee, 86 h Cong ess, second
session. Washing on 1960. — Willi Albe s: S aa s e schuldung und Geld- und
K edi poli ik. Finanza chi , N. F. Bd. 21 (1961).
2 Vgl. hie zu Jah esgu ach en des Sach e s ändigen a s 1970/71. S u ga
1970. Tz 342 .—Man ed Feldsiepe : De konjunk u neu ale Haushal als
neue Maßs ab zu Beu eilung de konjunk u ellen Wi kungen ö en liche
Haushal e. Jb. ü Sozialwiss., 21. Jg. (1970), S. 400 ., hie insbesonde e S. 402
bis 407. — He be Timm: De konjunk u neu ale ö en liche Haushal . In:
Heinz Halle u. a. (H sg.): Theo ie und P axis des inanzpoli ischen In e en io-
nismus. F i z Neuma k zum 70. Gebu s ag. Tübingen 1970. S. 401 . — Ge old
K ause-Junk: Zum Konzep des konjunk u neu alen ö en lichen Haushal s.
Finanza chi , N. F. Bd. 30 (1971), S. 212 . — Pe e Ollmann: De konjunk u -
neu ale Haushal . Wi scha sdiens , 50. Jg. (1970), S. 255 .
4*
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52 Li e a u
Pohme und Gandenbe ge beschä igen sich mi den in e pe sonellen
und in e empo alen Ve eilungswi kungen de S aa s e schuldung,
wäh end sich Timm und Helmu Schneide de F age nach dem Bei-
ag de ö en lichen Schuld zum Wi scha swachs um widmen. Ledig-
lich in den e s en d ei Bei ägen on P leide e , Hansmeye und D eißig
läß sich ein Bezug zum Konjunk u ziel he s ellen. Hansmeye un e -
such F agen eine op imalen Gläubige s uk u de ö en lichen Schuld,
de en Ve ände ung nich nu das iskalische Ziel de Ve schuldung
(Zinsminimie ung) be üh , sonde n auch liquidi ä spoli ische Wi kun-
gen he o u . D eißig analysie schuldenpoli ische E ah ungen de
angelsächsischen Lände bezüglich de Emissions echniken, de F is ig-
kei s- und Gläubige s uk u , P obleme also, de en Lösung siche lich
nich ohne O ien ie ung an den iskalpoli ischen E o de nissen e ol-
gen kann. In P leide e s Bei ag schließlich s ehen eindeu ig konjunk u -
poli ische Aspek e de S aa sschuldenpoli ik im Vo de g und.
Im olgenden seien einige Bei äge he ausgeg i en, de en Auswahl
un e dem Aspek ih e unmi elba en poli ischen Ve we ba kei e -
olg e.
O o P leide e beschä ig sich in seinen in de Fo m on Thesen o -
ge agenen Übe legungen mi dem „Ve häl nis on Geld- und Finanz-
poli ik und dessen ins i u ionelle( ) Regelung". Dabei komm e nach
eine ku zen Cha ak e isie ung de Me hoden diese beiden Zweige de
Wi scha spoli ik, als de en gemeinsames Ziel e die E eichung on
S abili ä und Wachs um ansieh , zu de Aussage, daß „in de mode nen
Fiskal heo ie wie im S abili ä sgese z eine deu liche P ä e enz ü un-
mi elba e T ansak ionen mi de Zen albank bes eh " (S. 10). Diese
Vo s ellung lieg , so mein de Au o , die i ige Au assung zug unde,
daß die Ve wi klichung iskalpoli ische Ziele, z. B. mi Hil e de De izi -
und Übe schußbildung, T ansak ionen mi de No enbank o ausse ze.
E äum zwa ein, daß in diesem Fall gleichzei ig ein Einkommens-
(Nach age-) und Liquidi ä se ek e eich wi d, sieh es abe nich als
e o de lich an, diese beiden Wi kungen simul an he beizu üh en3, son-
de n gib zu bedenken, ob nich „im In e esse eine g öße en Beweglich-
kei des Sys ems" (S. 11) de Liquidi ä se ek du ch die Geldpoli ik und
de Nach agee ek mi inanzpoli ischen Maßnahmen anges eb we den
soll e. Als Beispiel dien P leide e die im S abili ä sgese z en hal ene
Bes immung, de zu olge die au g und eine konjunk u poli isch mo i-
ie en E höhung de Einkommen- und Kö pe scha s eue n e ein-
nahm en Mi el de Konjunk u ausgleichs ücklage zuge üh we den
müssen. Mi dem Hinweis au das (noch) he schende „Bedü nis nach
du chgehende Koppelung des Nach agee ek s mi dem Liquidi ä s-
e ek " (S. 12) wi d die E klä ung da ü gegeben, daß im S abili ä s-
gese z „die Ve wendung de S eue meh e äge zu Schulden ilgung
3 Vgl. hie zu auch O o P leide e : Was kann die Finanzpoli ik zu Geld-
we s abili ä bei agen? Jb. . Na ionalök. u. S a ., Bd. 180 (1967), S. 285 . —
De s.: T ansak ionen mi de No enbank und mi Geschä sbanken im Sys em
de an izyklischen Finanzpoli ik. In: Halle u. a. (H sg.): Theo ie und P axis
des inanzpoli ischen In en ionismus. S. 511 .
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Li e a u 53
ode zu Ve minde ung des K edi beda s" (S. 12) nich zugelassen is .
Was die zue s genann e Ve wendungsmöglichkei anbelang , is bei eine
No ellie ung des S abili ä sgese zes siche lich mi Abhil e zu echnen;
schließlich ha die Bundes egie ung die Tilgung no enbank ähige Ti el
im Jah e 1969 be ei s de Bildung eine Konjunk u ausgleichs ücklage
bei de Bundesbank gleichges ell . P leide e s zwei e Vo schlag läu
da au hinaus, daß die im Rahmen eine kon ak i eingese z en Ein-
kommen- und Kö pe scha s eue a ia ion e ziel en Meh einnahmen zu
D osselung de mögliche weise o gesehenen Schuldau nahme einge-
se z we den können; d. h. es en iele die Zunahme de ö en lichen Ve -
schuldung und dami auch ih e Wi kung au den Kapi alma k . Dem
möglichen Einwand, daß es bei diesen beiden Ve wendungsmöglichkei en
nich zu Bildung eine Rücklage komm , au die dann bei eine iskal-
poli ischen Expansionss a egie zu ückgeg i en we den könn e, en -
gegne P leide e , daß in de dann o liegenden Konjunk u si ua ion
eine Schuldau nahme möglich is ; gegebenen alls e leich e du ch eine
Senkung de Mindes ese en ( gl. Fußno e 5 au S. 12 .). Hie is die
F age zulässig, wa um diese — ökonomisch gesehen — sinnlose Umweg
übe das en sp echende zu Au nahme o be ei e e Bankensys em nich
zuguns en eine ins i u ionell abgesiche en No enbank e schuldung
e se z we den könn e4, die gleiche maßen p omp e , billige und e -
eilungspoli isch güns ige wä e. Auße dem wü de den Banken nich
diejenige Sekundä liquidi ä e kau , die in de en gegengese z en
Konjunk u phase den B emsweg de kon ak i eingese z en Geldpoli ik
e länge 5.
Nach einigen Beme kungen zu Geldpoli ik als Kapi alma k poli ik
besch eib P leide e die his o ische En wicklung de ins i u ionellen Be-
ziehungen zwischen Geld- und Finanzpoli ik, die heu e au g und des
S abili ä sgese zes du ch „eine ü die Finanzpoli ik on Bund und Län-
de n unmi elba — und übe § 12 BBankG mi elba auch ü die Bun-
desbank — e bindliche No m ü ein koo dinie ungsbedü ig ange-
sehenes konjunk u poli isches Handeln" (S. 15) cha ak e sie sind. Diese
Koo dina ion des Einsa zes geld- und inanzpoli ische Ins umen e weis
jedoch eine „poli isch-psychologische Ve hal ens-Asymme ie" au :
Wegen de ü eine Anku belungss a egie (Rezessionsphase) ypischen
In e essenha monie un e den Ad essa en de Expansionsmaßnahmen
unk ionie sie besse als eine Kon ak ionss a egie, die häu ig nich mi
de Zus immung de on ih Be o enen echnen kann. Angesich s die-
se Asymme ie plädie P leide e ü die wei e e Unabhängigkei de
No enbank, da sie auch unpopulä e Dämp ungsmaßnahmen e möglich
und ih e Unabhängigkei wesen lich zu de „ on de ö en lichen Mei-
4 Vgl. hie zu Die ich Dicke mann: Finanzie ung on E en ualhaushal en
du ch No enbankk edi , E ah ungen aus de Rezessionsbekämp ung des
Jah es 1967. Be lin 1972.
5 Vgl. Heinz Halle : Neue Mo i a ion de S aa s e schuldung? In: Heinz
Halle u. Ho s Claus Reck enwald (H sg.): Finanzpoli ik und Geldpoli ik im
Umb uch. Mainz 1969. S. 323 .
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54 Li e a u
nung in de BRD in beme kenswe s a kem Maße bejah en" (S. 16)
S abili ä bei äg .
Wilhelmine D eißig beschä ig sich in ih em Bei ag „Zu einigen F a-
gen de s aa lichen Schuldenpoli ik — E ah ungen aus de Zei nach dem
zwei en Wel k ieg —" mi P oblemen de p ak ischen Schuldenpoli ik,
die mi wachsende Ve schuldung auch in de BRD i ulen we den und
un e Be ücksich igung de in USA und England gesammel en E ah-
ungen e en uell leich e lösba sind. P olonga ion o Fälligkei (Ad-
ance Re unding), Sonde i el ü p i a e Haushal e (Sa ings-Bonds)
und Emissionsme hoden sind diejenigen Beispiele, die aus den P oblem-
k eisen de F is igkei ss uk u , Gläubige s uk u und Begebungs ech-
nik he ausgeg i en und wegen ih e „g oßen Bedeu ung ... ü eine den
gesam wi scha lichen E o de nissen angemessene Plazie ung" (S. 52)
e ö e we den. Diese gesam wi scha liche O ien ie ung is „ o dem
Hin e g und de länge is igen Tendenzen zu P eiss eige ung und
Zinse höhung" (S. 53) zu sehen, d. h. F agen de kü ze is ig angeleg en,
konjunk u ell ausge ich e en Schuldenpoli ik en allen (Deb Manage-
men )6.
D eißig gib zunächs einen Übe blick übe En wicklung und Bes im-
mungsg ünde de Fälligkei ss uk u de ame ikanischen Bundesschuld,
de en du chschni liche Res lau zei ü ih en ma k ähigen Teil im
Jah e 1946 neun Jah e und einen Mona und im Jah e 1970 d ei Jah e
und ach Mona e be ug. Mi de Ve kü zung de du chschni lichen
Res lau zei kam es nach Ansich de Ve asse in auch zu eine Ve ände-
ung de Zeichne s uk u , eine Aussage, die mi Tabelle 2 (S. 56), aus de
die sich ände nde Gläubige s uk u eine K iegsanleihe zu en nehmen
is , illus ie we den soll.
Aus diese Tabelle geh jedoch lediglich he o , daß Kapi alsammel-
s ellen wegen ih e spezi ischen Anlagein e essen S aa s i el bei eine
bes imm en Res lau zei e kau en und Geschä sbanken wegen ih e
P ä e enz ü kü ze is ige Anlagen diese Ti el häu ig übe nehmen.
Diese Ve käu e und Käu e bewi ken abe so lange keine Ve ände ung
inne halb de Zeichne s uk u , wie die genann en Gläubige die abges o-
ßenen bzw. auslau enden Ti el wiede du ch lang is ige und ku z is ige
Schuldpapie e des S aa es e se zen können. E s wenn mi sinkende Res -
lau zei de Gesam schuld de An eil an lang is igen S aa s i eln sink ,
we den sich In es o en mi P ä e enzen ü lang is ige Anlagen nach
einem ande en K edi nehme als dem S aa umsehen müssen. Umgekeh
6 Am Rande sei au eine sich anbahnende Beg i s e wi ung hingewiesen.
De Ausd uck „Deb Managemen " wi d nich nu ü den iskalpoli isch
o ien ie en Einsa z de S aa sschuld e wende , sonde n z. B. auch ü schul-
den echnische Maßnahmen und die Gläubige - und F is igkei ss uk u be-
e ende F agen. Wi d die Beg i sbildung als Zweckmäßigkei s age ange-
sehen, so is zu übe legen, ob de Geb auch des aus dem Englischen übe nom-
menen Beg i es nich e mieden ode , alls de Ve zich nich möglich is ,
ob de Ausd uck dann nich synonym mi dem Beg i Schuldenpoli ik e -
wende we den kann.
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Li e a u 55
e o de de zunehmende An eil an ku z is ige S aa sschuld, daß zu-
sä zliche K edi quellen e schlossen we den. Die Aussage, daß mi de
in de Nachk iegszei e ände en Fälligkei s- auch eine ande e Gläubi-
ge s uk u einhe gegangen sein dü e, is also zu e end, nu läß sie
sich aus de besch iebenen Tabelle nich ohne wei e es en nehmen.
De Technik de P olonga ion o Fälligkei (Ad ance Re unding) be-
dien e sich das ame ikanische Scha zam e s mals 1960, und zwa mi dem
Ziel, „de s ändigen Ve kü zung de Lau zei s uk u en gegenzuwi ken"
(S. 58). Zu diesem Zweck bie e das T easu y den Gläubige n o Fällig-
kei de on ihnen gezeichne en Ti el neue Papie e mi länge e Lau zei
an. De anges eb e Um ausch is ü die angesp ochenen Ti elbesi ze
eiwillig. Mi diese Maßnahme e eich e es die Behö de e s mals, die
Ve kü zung de du chschni lichen Res lau zei au zuhal en und das in
eine Zei (1960 - 1965), in de aus ande en G ünden de Umlau an
Scha zwechseln s a k e höh we den muß e. Neben den Auswi kungen
des „ e unding" au die Gläubige s uk u , die nich den e ho en E olg
b ach e, nämlich die Kapi alsammels ellen e s ä k zu Anlage zu ge-
winnen, is es ein d i es Me kmal diese Technik, daß dem Scha z-
am „eine g öße e F eihei hinsich lich des Zei punk es und des Um-
anges on Ve schuldungs ansak ionen" (S. 62) einge äum wi d. Da die
besch iebene Technik wegen de in den USA bes ehenden Zinsobe g enze,
die eine Ausgabe on Bonds unmöglich mach , sei 1965 nich meh ange-
wand we den konn e, is die du chschni liche Res lau zei im Lau e de
Zei au d ei Jah e und ach Mona e im Jah e 1970 abgesunken. Wenn
diese Zeichne s uk u „gleichwohl (noch) nich öllig unausgewogen is ,
so lieg dies o allem an de En wicklung de nich ma k ähigen Schuld"
(S. 63), die ü den Teil, de bei den p i a en Haushal en un e geb ach
is (Sa ings-Bonds), on D eißig un e such wi d.
In dem Teil übe „Sonde i el ü p i a e Haushal e" (S. 63 .), de ü
die T äge de deu schen Schuldenpoli ik o allem wegen de on ihnen
emi ie en Bundesscha zb ie e on besonde em In e esse is , wi d diese
Ve schuldungs o m in ih e ame ikanischen und englischen Va ian e
da ges ell (Zielse zung, Anleihemodali ä en e c.)7. D eißig komm zu
seh zu ückhal end o mulie en Aussagen übe die Bedeu ung solche
Sa ings-Bond-P og amme in F iedenszei en. Es ha den Anschein, als
wü de die Ve asse in diese Fo m de Ve schuldung insowei beg üßen,
als sie einen Bei ag zu eine „ausgewogene en Schuldens uk u " leis e .
Da in de BRD die S aa sschuld übe wiegend im Bankensys em plazie
is , schein sie zumindes nich s gegen die Schuld o m einzuwenden zu ha-
ben, jeden alls nich solange sie angemessen e zins wi d (S. 82). Die
Ve zinsung kann übe dies auch einen K edi mengene ek induzie en,
so daß bei eine elas ischen, den Ma k e o de nissen olgenden Zins-
poli ik on diesem an sich gegebenen In la ionspo en ial (au g und des
Gläubige kündigungs ech s) keine Ge ah auszugehen b auch (S. 82).
7 Vgl. zu den ame ikanischen E ah ungen mi diesen Ti eln auch Klaus-Di k
Henke: Sa ings-Bonds als Ins umen de Finanzpoli ik. Be lin 1971.
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56 Li e a u
O en bleib jedoch bei D eißig die Konk e isie ung dessen, was an meh-
e en S ellen als „ausgewogene Schuldens uk u " bezeichne wi d (S.
58, 63, 81). Wenn die F age zu lösen is , ob dieses Ziel o wiegend kon-
junk u poli isch, iskalisch, e eilungspoli isch ode gemäß den Aus üh-
ungen au S. 53 zins- und p eispoli isch konk e isie we den soll, so
wä e in diesem Zusammenhang auch eine Auseinande se zung e wa mi
den Bei ägen on Simons, F iedman und Gaines angeb ach 8.
De d i e Teil de Analyse is eine Da s ellung de Emissionsme ho-
den des ame ikanischen und des englischen Scha zam es gewidme (S.
74 .). Die beiden Nach eile de adi ionellen Emissions e ah en in den
USA bes anden in dem g oßen Um ang de e o de lichen Re undie un-
gen und in de Schwie igkei , eine ma k ge ech e Anleiheauss a ung
im o aus es zulegen. Die P olonga ion o Fälligkei (Ad ance Re-
unding) hil nun, die Höhe de bei Fälligkei e o de lichen Be äge
zu minde n und dami Ma k belas ungen zu milde n. Eine Lösung des
Kondi ionenp oblems e ho e man sich om „compe i i ebidding", einem
Ve s eige ungs e ah en beim Ve kau on Anleihen, das dem Scha z-
am Zins o eile b ach e. Die Ta sache jedoch, daß dieses Ve ah en nich
zu Regel wu de, das als sog. Tende e ah en bei de Emission on
Kassenobliga ionen auch in de BRD angewende wi d, zeig , daß in den
USA die mi de Emission g öße e Anleihen e bundene P oblema ik
de Kondi ionen indung und eibungslose Un e b ingung noch nich ge-
lös is . In England we den die Teile de Emission, die nich plazie
we den können, on Regie ungsins i u ionen und auch on de Zen al-
bank übe nommen, die „zu Deckung des No enumlau s in Höhe de
, iducia y issue' um ang eiche Bes ände an S aa s i eln alle Lau zei -
ka ego ien un e hal en" (S. 78). Da die lau zei mäßige Zusammense zung
diese Deckungs ese e nich o gesch ieben is , kann das Issue Depa -
men de Bank on England nich abgese z e Anleihebe äge im Aus-
ausch gegen ande e Schuld i el, z. B. Scha zwechsel übe nehmen. De
au Anweisung de Zen albank handelnde „go e nmen b oke " e -
kau dann die Res bes ände nach und nach am Ma k . Mi dem E lös
we den die Scha zwechsel zu ückgekau . Geldpoli isch wi d diese Me-
hode nu so lange als unbedenklich angesehen, wie gewäh leis e is , daß
die Res bes ände a sächlich un e geb ach we den können, da ande n-
alls die bei den Banken e bleibenden Scha zwechsel de en K edi po en-
ial e höhen. D eißig aß die E ah ungen aus den hie skizzie en eng-
lischen und ame ikanischen Emissionsme hoden dahingehend zusammen,
daß g oße Einmalemissionen o nich ma k ge ech kondi ionie we den
können und dahe e se z we den soll en du ch den lau enden Ve kau
on Ti eln sei ens de Regie ung und schließlich, daß du ch Ve eige-
ungs e ah en die „ ich ige" Ve zinsungshöhe leich e e mi elba is .
8 Vgl. Hen y C. Simons: On Deb Policy. Jl. o Pol. Ec., Dec. 1944. S. 356 . —
Mil on F iedman: Deb Managemen and Banking Re o m. In: De s. (H sg.):
A P og am o Mone a y S abili y. New Yo k 1959. S. 63. — Til o d C. Gaines:
Techniques o T easu y Deb Managemen . New Yo k 1962. S. 272 .
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Li e a u 57
Insgesam gesehen is de Bei ag on D eißig auße gewöhnlich in o -
ma i ; es bleib nu zu ho en, daß die am lichen S ellen wei e hin disku-
ie en, inwiewei sich aus den angelsächsischen E ah ungen Folge un-
gen ziehen lassen, „die — unbeschade de Un e schiede im Schulden-
s and und s a k abweichende ins i u ionelle Gegebenhei en — ü die
Ve schuldungspoli ik in de BRD on Nu zen sein könn en" (S. 80).
Die e Pohme un e such in einem b ei angeleg en Au sa z („Die
S aa s e schuldung als Ins umen de Ve eilungspoli ik"), inwiewei
sich die Ve schuldungspoli ik des S aa es dazu eigne , „die Un e schiede
in de (Einkommens- und Ve mögens-)Ve eilung zu e inge n" (S.
147). Diese Au gabe wa inso e n nich ein ach, als die ku z o he e -
schienenen A bei en on Andel9 und Gandenbe ge 10 zeigen soll en, daß
de adi ionelle T ans e ansa z nich meh hal ba is und die dis ibu-
i en E ek e de ö en lichen Schuld du ch die im Zei punk de Schul-
den ansak ion he schenden Gegebenhei en und die jeweils als al e -
na i angesehenen Handlungsmöglichkei en des S aa es bes imm we -
den. Au bauend au den Modellen diese Au o en komm auch Pohme
zu dem E gebnis, daß sich die adi ionelle Schuldau nahme ü Ve ei-
lungszwecke kaum eigne ; zu eine b ei e en Ve mögensbildung komm
es bei de ela i hohen ma ginalen Konsumquo e de Angehö igen
nied ige Einkommensklassen alle Wah scheinlichkei nach nich , wenn
an die S elle eine S eue , die die Beziehe kleine Einkommen begün-
s ig e, die Ve schuldung i . Obwohl es seh eiz oll wä e, sich wei e
mi den om Au o im zwei en Abschni en wickel en Gedanken aus-
einande se zen und die Schulden ilgung als Ins umen de Ve eilungs-
poli ik de aillie e zu un e suchen (d i e Abschni ), sollen hie die
Aus üh ungen zu de Möglichkei , Zwangsanleihen au zunehmen ( ie -
e Abschni ), und die Vo schläge zu Ve besse ung des Ve eilungs-
e olges du ch Fö de ung de Spa ähigkei und Spa willigkei de
Beziehe nied ige Einkommen ( ie e Abschni ) im Vo de g und
s ehen. Sie scheinen — wie auch Pohme mein — im Sinne de oben
genann en Zielse zung e olg e sp echende zu sein. — T ä e an die
S elle de je zigen Bes eue ung de un e en Einkommensg uppen eine
Zwangsanleihe, so könn en die Gläubige au diese Weise Ve mögen
ansammeln (S. 165). O dnungspoli ische Bedenken häl Pohme un e
Hinweis au den Zwangscha ak e de Bes eue ung nich ü s ichhal ig,
zumal die Subs i u ion eine S eue du ch eine Zwangsanleihe den
S aa san eil unbe üh läß . Soll es nun zu eine Ve mögensbildung
kommen, so muß angesich s de empi isch nachweisba en hohen Kon-
sumneigung de angesp ochenen Be ölke ung übe leg we den, ob es
nich e o de lich is , „die Ve ügungsmöglichkei übe die (Zwangs-)
E spa nisse ü einen länge en Zei aum zu besch änken" (S. 167); denn
„o enba is die Ge ah eines Ve b auchs de E spa nisse um so ge-
9 No be Andel: Zu These on den unsozialen Ve eilungswi kungen
ö en liche Schulden. Public Fin., N . 1,1969.
10 O o Gandenbe ge : ö en liche K edi und Einkommens e eilung.
Finanza chi , N. F. Bd. 29 (1970).
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.93.1.51 | Gene a ed on 2023-04-04 11:50:27
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inge , je länge die Fes legungs is wäh e und je g öße das angesam-
mel e Ve mögen is " (S. 168). Pohme schein dami die on Föhl gegen
eine e zwungene E spa nisbildung angemelde en Bedenken nich zu
eilen, sonde n sieh ge ade in den F eigabemodali ä en11 einen wich i-
gen Hebel de Ve eilungspoli ik, de seine Meinung nach auch im Rah-
men eine expansi en Fiskalpoli ik zu S eue ung dienen kann. De E -
olg eine in diese Rich ung konzipie en Ve eilungsmaßnahme wi d
om Ve hal en de Ad essa en im Zei punk de F eigabe des bis dahin
angesammel en Ve mögens abhängen, wenngleich bedach we den soll e,
daß in diesem Fall e en uell das eiwillige Spa en abnimm . Nu bei
Pe sonen, de en bishe ige Spa quo e null ode ge inge als de Zwangs-
anleihean eil wa , komm dem Ins umen wäh end de Spe is no -
wendige weise e mögensbildende Bedeu ung zu; alle dings wi d es
mögliche weise ge ade diese Pe sonenk eis sein, de bei F eigabe des
zwangsgespa en Ve mögens zum Konsum neig , „wäh end es on den-
jenigen gehal en we den dü e, bei denen das Zwangsspa en nu das
eiwillige Spa en subs i uie ha " (Fußno e 62, S. 172 .). Diese Übe -
legungen sind auch im Hinblick au die P ü ung de F age wich ig, au
welche Weise Spa ähigkei und -be ei scha bei Beziehe n kleine Ein-
kommen ge ö de we den können. De bloße „Absa ze olg on S aa s-
schuld i eln ü Kleinspa e " (S. 171) sag , nach Au assung Pohme s,
noch nich s übe die Realisie ungschancen des on ihm un e such en Ve -
eilungszieles. E s ein mögliche Zins o eil, den die Anlage in die
Schuld i el, die ü Beziehe nied ige Einkommen gescha en wu den,
e gleichsweise e b ing — sch eib Pohme (S. 171) —, is on Ve ei-
lungswi ksamkei , jeden alls dann, wenn dami ge echne we den muß,
daß die Emission neue , a ak i e S aa s i el (z. B. Bundesscha zb ie e)
dazu üh , daß ohnehin gespa e Einkommens eile om Spa e umdis-
ponie we den. Denk man wei e an den Ve wal ungsau wand, de
e o de lich is , „um wi klich nu die bedü igen S aa sbü ge in den
Besi z de Vo zugs i el kommen zu lassen" (S. 171), dann is es nach Au -
assung des Au o s aglich, ob sich angesich s des ge ingen Ve eilungs-
e ek s de Ve wal ungsau wand übe haup lohn . Komm es dennoch
zu eine Daue emission an Sonde i eln ü p i a e Haushal e, so un e -
s ü z Pohme die be ei s on D eißig au ges ell e Fo de ung nach adä-
qua e Ve zinsung diese „Sa ings-Bonds", ein Pos ula , das wegen
seine Selbs e s ändlichkei übe lüssig e scheinen mag. Dieses Pos u-
la is jedoch im Rahmen des ame ikanischen Sa ings-Bond-P og amms
übe iele Jah e e le z wo den. Das is eine En wicklung, die zwa z. T.
ins i u ionell und mi echnischen Schwie igkei en e klä ba is , abe sie
e keh e eine denkba e e eilungspoli ische Zielse zung diese Ti el in
ih Gegen eil12. Nimm man schließlich die be ei s e wähn e, bishe nich
11 Zu F age de Spe is en gl. auch Hans Willge od , Ka l Ba el u.
Ull ich Schille : Ve mögen ü alle. Düsseldo 1971. S. 170 ., S. 218 .
12 Vgl. hie zu Henke: S. 44 ., S. 110, S. 120. Wegen diese Unge ech igkei
gegenübe dem „unsophis ica ed sa e " und auch wegen de hohen In la ions-
a en komm es in den USA wiede hol zu de Fo de ung nach Index-Sa ings-
Bonds ( gl. Henke: S. 119 .).
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