scieee Science in your language
[ge] (orig)

Die Rolle der Banken in der Geldpolitik

Abstract

EconStor is a publication server for scholarly economic literature, provided as a non-commercial public service by the ZBW.

Read accessible full text

Die Rolle der Banken in der Geldpolitik

Author: Bockelmann, Horst
Publisher: Berlin: Duncker & Humblot
Year: 1974
DOI: 10.3790/ccm.7.2.145
Source: https://www.econstor.eu/bitstream/10419/292713/1/ccm.07.2.145.pdf
Bockelmann, Ho s
A icle
Die Rolle de Banken in de Geldpoli ik
K edi und Kapi al
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Bockelmann, Ho s (1974) : Die Rolle de Banken in de Geldpoli ik, K edi und
Kapi al, ISSN 0023-4591, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 7, Iss. 2, pp. 145-165,
h ps://doi.o g/10.3790/ccm.7.2.145
This Ve sion is a ailable a :
h ps://hdl.handle.ne /10419/292713
S anda d-Nu zungsbedingungen:
Die Dokumen e au EconS o dü en zu eigenen wissenscha lichen
Zwecken und zum P i a geb auch gespeiche und kopie we den.
Sie dü en die Dokumen e nich ü ö en liche ode komme zielle
Zwecke e iel äl igen, ö en lich auss ellen, ö en lich zugänglich
machen, e eiben ode ande wei ig nu zen.
So e n die Ve asse die Dokumen e un e Open-Con en -Lizenzen
(insbesonde e CC-Lizenzen) zu Ve ügung ges ell haben soll en,
gel en abweichend on diesen Nu zungsbedingungen die in de do
genann en Lizenz gewäh en Nu zungs ech e.
Te ms o use:
Documen s in EconS o may be sa ed and copied o you pe sonal
and schola ly pu poses.
You a e no o copy documen s o public o comme cial pu poses, o
exhibi he documen s publicly, o make hem publicly a ailable on he
in e ne , o o dis ibu e o o he wise use he documen s in public.
I he documen s ha e been made a ailable unde an Open Con en
Licence (especially C ea i e Commons Licences), you may exe cise
u he usage igh s as speci ied in he indica ed licence.
h ps://c ea i ecommons.o g/licenses/by/4.0/
Die Rolle de Banken in de Geldpoli ik
Von Ho s Bockelmann, F ank u /Main
Geld is in mode nen Volkswi scha en eine Ve bindlichkei on
Banken, nich nu de No enbank, sonde n auch de K edi ins i u e. Die
zum Geld ge echne en Ve bindlichkei en sind nu ein Teil de gesam en
Bank e bindlichkei en, doch schwank ih An eil an den gesam en Ve -
bindlichkei en de Banken nu in ela i engen G enzen; die En wick-
lung de Geldmenge en sp ich in g oßen Zügen de des Bilanzwachs-
ums des gesam en Bankensys ems"*.
Um geldpoli ische Wi kungen e zielen zu können, muß die No en-
bank deshalb o allem in de Lage sein, au das Bilanzwachs um des
Bankensys ems Ein luß zu nehmen.
De Wachs umsp ozeß de Bankbilanzen
Wie komm es zum Wachs um de Bankbilanzen? Die F age üh
häu ig zu unnö igen Ve s ändigungsschwie igkei en zwischen Theo e i-
ke n und Bankp ak ike n. Die einzelne Bank weiß, daß sie ih Geschä
nu in dem Maße auswei en kann, wie es ih geling , zusä zliche Gelde
an sich zu ziehen. Ku z is ig können en sp echende Zinsgebo e eine
gu enommie en Bank e hebliche Mi el zu üh en, abe eine solide und
en able Auswei ung des Geschä s se z eine en sp echende P lege de
Kundscha , u. U. die E ö nung neue Zweigs ellen und ähnliche An-
s engungen, o aus. Die einzelne Bank kann mi Rech au eine so e -
eich e übe du chschni liche Geschä sauswei ung s olz sein, denn sie be-
* Von de Summe de Passi a in de konsolidie en Bilanz des Bankensys ems
en ielen am Jah esende 1966 27,4 °/o au die gleiche P ozen zahl e echne
sich ü Ende 1969 und Ende 1972; die Schwankungsb ei e ü die üb igen
Jah e lieg zwischen 26,5 % und 27,8 °/o. -De An eil on
M
is ziemlich s e ig
leich ge allen on 19,2 au 16,4 %>. Abe nich nu in Rela ion zu den Bes än-
den, auch bei den Ve ände ungen im Jah e gib sich eine ela i g oße Kon-
s anz. ha an de Summe de Jah es e ände ungen on Geld olumen,
Quasigeld und Geldkapi al sei 1967 gleichbleibend einen An eil on 30 - 35 °/o.
Bei M1, das zinsemp indliche is , sind die Schwankungen jedoch e was g öße .
10 K edi und Kapi al 2/1974
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.7.2.145 | Gene a ed on 2023-01-16 13:30:52
146 Ho s Bockelmann
weis , daß sie sich meh als ande e das Ve auen ih e al en Kunden
e hal en und das Ve auen neue Kunden gewonnen ha .
Wi müssen abe nun die B ücke schlagen on den einzelwi scha -
lichen zu den gesam wi scha lichen Aussagen. Es geh nich um das
Geschä s olumen eine einzelnen Bank, sonde n um das alle Banken
zusammen. Wenn eine Bank höhe e Zinsen als ande e ü Te mingelde
bie e , so mag sie dami ih eigenes Geschä s olumen e höhen, abe das
eine ode meh e e ande e Banken wi d, wenn man diesen Vo gang
ü sich be ach e , im genau gleichen Um ang abnehmen. Das Bilanz-
wachs um alle Banken in einem Lande kann man also nich mi de Ge-
schicklichkei de Banklei ungen bei de Behandlung ih e Einlege e -
klä en. Ich muß dies mi einem Kö nchen Salz e sehen: Ich gehe dabei
on Ve häl nissen wie in de Bundes epublik aus, wo wi einen um as-
senden Bankbeg i haben und bankähnliche Ins i u ionen as keine
Rolle spielen, so daß das P oblem de „Disin e media ion", de Aus-
schal ung de Banken zuguns en ande e Ein ich ungen ode di ek e
K edi beziehungen, ohne g oße Bedeu ung is .
Mi diese Einsch änkung gil abe , daß es beim Wachs um de Bank-
bilanzen nich au das Ve hal en de Banken bei de Mi elbescha ung,
sonde n au ih e Disposi ionen übe o handene Gelde ankomm . Wenn
sich eine Bank liquide ühl , als sie ü nö ig häl , wi d sie e suchen,
ih e Ak i a zuguns en e ag eiche e , abe wenige liquide Ak i a um-
zuschich en; nehmen wi als Beispiel die Gewäh ung eines K edi es. Loh-
nende Anlagemöglichkei en ü übe schüssige Liquidi ä lassen sich in
alle Regel inden.
In einem gewissen Um ang mag s a de geplan en Umschich ung de
Ak i a eine Bilanz e länge ung bei de selben Bank ein e en, doch kann
da au keine Bank mi Siche hei echnen. Im üb igen e scha die
K edi gewäh ung eine Bank ande en Banken Einlagen und eine Ve -
besse ung ih es Liquidi ä ss a us, au den diese Banken ih e sei s du ch
Umschich ung ih e Ak i a im Sinne höhe e E äge und wiede e -
minde e Liquidi ä eagie en. Ein einmal gegebene Ans oß zu K edi -
auswei ung p lanz sich so im Bankensys em o , bis keine de be eilig-
en Banken meh liquide is , als sie sein möch e. Im Zuge diese Anpas-
sung sind die Bilanzen de Banken insgesam gewachsen. Hie sehen wi
also den Übe agungsmechanismus am We k, de , au einen Ans oß hin,
das Wachs um de Bankbilanzen in Gang se z .
Das is na ü lich nich s ande es als die Theo ie de mul iplen K edi -
schöp ung, auch de Geldschöp ung. Ich habe mich bemüh , es so zu be-
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.7.2.145 | Gene a ed on 2023-01-16 13:30:52
Die Rolle de Banken in de Geldpoli ik 147
sch eiben, daß es nich als Theo ie e schein , die ich ig ode alsch sein
kann, sonde n als eine schlich e Ta sache, on de die Geldpoli ik und das
Ve s ändnis de Geldpoli ik auszugehen ha . Die Ve s ändigungsschwie-
igkei en zwischen Ökonomen und Bankp ak ike n übe die Wi kungen
jede Liquidi ä shal ung on wenige als 100 % üh en zum g oßen
Teil dahe , daß die Theo e ike e such en, die Zusammenhänge an
e ein ach en Modellen da zus ellen, wäh end die P ak ike insis ie en,
daß sich ih Geschä so nich abspiel e, wie es die Modelle besch ieben.
K edi schöp ung und Geldschöp ung wu den in den Modellen in de
Regel iden i izie , weil die Modellbanken auße Kasse nu ein Ak i-
um — K edi e — und nu ein Passi um — Geld — ha en, so daß
K edi - und Geld olumen in den Bankbilanzen annähe nd (bis au die
Kasse) gleich wa en. Da abe de Kassenbes and schon in den Händen
de Einlege Geld gewesen wa , s immen hie K edi - und Geldschöp-
ung genau übe ein.
In Wi klichkei sind nich alle Passi a de Banken Geld. In dem
Maße, in dem K edi en ande e Passi a als Geld gegenübe s ehen, ha die
K edi gewäh ung nich zu eine Ausdehnung des Geld olumens, e go
o enba nich zu eine Geldschöp ung ge üh . Da aus wi d mi un e
geschlossen, daß es zwei A en on K edi gewäh ung gebe, nämlich
K edi e mi lung, bei de das K edi ins i u lediglich zuge lossene Ein-
lagen wei e e mi el , und K edi schöp ung, die neue Einlagen, in Son-
de hei Geld olumen, scha . Ich bin de Meinung, daß sich diese Un-
e scheidung au die Geschä s ä igkei on K edi ins i u en nich an-
wenden läß . Jede Bank is da on abhängig, daß ih Einlagen zu ließen
ode daß sie Schuld e sch eibungen abse z e c. Und in jedem Falle
wachsen die Passi a des Bankensys ems im Ganzen bei gegebene Liqui-
di ä slage dann und nu dann, wenn Banken glauben, sich im In e -
esse höhe e E äge eine Ve schlech e ung ih es Liquidi ä ss a us leis en
zu können und ih e Ak i a in diesem Sinne umschich en. Welche Passi a
dabei wachsen, en scheiden nich die Banken, sonde n ih e Kunden. En -
scheidend ü das Bilanzwachs um des Bankensys ems sind somi p imä
die Liquidi ä slage de Banken und die Vo s ellungen de Banken übe
die e o de liche Liquidi ä shal ung; diese Vo s ellungen ich en sich
selbs e s ändlich auch danach, wie die Passi a eine Bank zusammen-
gese z sind. Bei gegebene Liquidi ä sauss a ung wi d das Bilanzwachs-
um also um so s ä ke sein, je ge inge die Abzugswah scheinlichkei
de Passi a on den Banken eingeschä z wi d, z. B. wi d ein nachlassen-
10*
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.7.2.145 | Gene a ed on 2023-01-16 13:30:52
148 Ho s Bockelmann
des Wachs um de Spa einlagen im Ve gleich zu ande en Einlagen das
Bilanzwachs um un e sons gleichen Ums änden schwächen.
Die Ein lußmöglichkei en de No enbank
Welche Möglichkei en besi z nun die No enbank, au die en scheiden-
den Fak o en einzuwi ken, also bei eine genügend g oßen Zahl on
Banken eine posi i e Di e genz zwischen ih e a sächlichen und ih e
gewünsch en Liquidi ä slage en s ehen ode e schwinden zu lassen.
Theo e isch könn e sie en wede au die a sächliche Liquidi ä slage ode
au die gewünsch e Liquidi ä slage einwi ken. Die Geldpoli ik wi d in
de Regel die Vo s ellungen de Banken übe die gewünsch e Liquidi-
ä slage nu indi ek beein lussen können. Von Bedeu ung sind hie ü
alle dings die Liquidi ä sg undsä ze des Bundesau sich sam es. Die Geld-
poli ik muß bei de a sächlichen Liquidi ä slage anse zen.
Es is wich ig, sich kla zumachen, daß es hie um die einzelwi scha -
liche Liquidi ä slage de Banken geh und nich e wa um die Auss a -
ung de Banken mi eien Liquidi ä s ese en, d. h. mi Ak i a, die
sie aus eigene Ini ia i e in Zen albankgeld umwandeln können. Das
is nu dann das gleiche, wenn sich Banken bei ih e einzelwi scha -
lichen Liquidi ä s o so ge ganz ode in einem gewissen Mindes um ang,
den sie au keinen Fall un e sch ei en wollen, au die zu den eien
Liquidi ä s ese en zählenden Ak i a s ü zen, wie es lange Zei a säch-
lich de Fall gewesen is . Un e diese Vo ausse zung konn e die Bundes-
bank die mone ä e En wicklung in ih em Sinne s eue n, wenn sie die
eien Liquidi ä s ese en de Banken un e Kon olle ha e, was ih
un e den außenwi scha lichen Bedingungen de le z en Jah e alle -
dings e hebliche Schwie igkei en be ei e e.
Doch wi wollen den außenwi scha lichen Aspek hie zunächs noch
beisei e lassen, dami die ü die Geldpoli ik so wich igen Beziehungen
zwischen de No enbank und den K edi ins i u en deu liche we den.
Es is nämlich keineswegs zwangsläu ig, daß die Banken liquide Ak i a
im Sinne de eien Liquidi ä s ese en als no wendigen Bes and eil
ih e Liquidi ä s o so ge ansehen. Tun sie das nich , so kann die Bun-
desbank mi eine Va iie ung de eien Liquidi ä s ese en die Liquidi-
ä slage de einzelnen Banken nich ode jeden alls nich en scheidend
beein lussen und e lie dami die genann e Ein lußmöglichkei au die
mone ä e En wicklung, die ih un e den o he besch iebenen Bedin-
gungen zu Gebo e s and.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.7.2.145 | Gene a ed on 2023-01-16 13:30:52

Die Rolle de Banken in de Geldpoli ik 149
Jedoch wä e es alsch, hie aus den Schluß zu ziehen, daß das Banken-
sys em sich du ch eine bloße Ände ung in seinen Liquidi ä sdisposi ionen
aus dem Ein lußbe eich de No enbank lösen könn e. Ein Teil de Zah-
lungen, au den sich die Banken bei ih e einzelwi scha lichen Liquidi-
ä s o so ge einzus ellen haben, is in Zen albankgeld zu leis en. Wach-
sen die Bankbilanzen, so nimm auch de Ba geldumlau zu, und das
Mindes ese e-Soll wächs pa allel zu den ese ep lich igen Ve bind-
lichkei en. Die einzelne Bank kann ku z is ige Fo de ungen an ande e
Banken mobilisie en, um ih en Beda an Zen albankgeld zu decken.
Abe dami eiß sie bei ande en Banken ein Loch in de Zen albank-
geldhal ung au . Die Liquidi ä slage de Banken e schlech e sich, und
die posi i e Di e genz zwischen a sächliche und gewünsch e Lage, au
die es nach unse en Übe legungen ankomm , e schwinde meh ode
wenige asch, wenn die Banken sich kein zusä zliches Zen albankgeld
bescha en können. Die No enbank e üg au g und ih es Monopols
de Zen albankgeldschöp ung also übe einen auße o den lich wi k-
samen Hebel, um die Liquidi ä slage de Banken zu beein lussen. Kann
sie diese Mach s ellung zu Gel ung b ingen, so müß e sie die mone ä e
En wicklung wei gehend un e Kon olle haben.
De Eind uck, daß sich die Banken du ch e ände e Liquidi ä sdisposi-
ionen dem Ein lußbe eich de No enbank en ziehen könn en und daß
das om legi imen Gewinns eben de Banken in Gang gese z e und in
Schwung gehal ene Wachs um de Bankbilanzen du ch keine Liquidi ä s-
b emse zu s oppen sei, kann jedoch en s ehen, wenn die Banken übe
eie Liquidi ä s ese en e ügen, die sie nich als no wendigen Bes and-
eil ih e Liquidi ä s o so ge be ach en. F eie Liquidi ä s ese en kön-
nen ex de lni ione on den Banken nach Beda in Zen albankgeld um-
gewandel we den. Die Ve schlech e ung de Liquidi ä slage de Banken,
die bei einem Wachsen de Bankbilanzen du ch den Ve b auch an Zen-
albankgeld an sich ein e en müß e, bleib aus, wenn die Banken po en-
ielles Zen albankgeld besi zen, das sie nich ü unen beh lich hal en
und deshalb zu Schließung jede Zen albankgeldlücke benu zen können.
Ich möch e diesen ü das Ve s ändnis de Geldpoli ik wich igen Punk
noch einmal zusammen assen: Die S eue ung des Bilanzwachs ums de
K edi ins i u e übe eine Ve knappung de eien Liquidi ä s ese en
se z o aus, daß eine genügend g oße Zahl on Banken ih en Bes and
an solchen Ak i a un e keinen Ums änden un e ein bes imm es Mini-
mum absinken lassen will und sich in ih en geschä lichen Disposi ionen
so e häl , daß dies gewäh leis e is . Gib es kein solches — on Null
e schiedenes — Minimum, so wi k auch ein ge inge Bes and an sol-
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.7.2.145 | Gene a ed on 2023-01-16 13:30:52
150 Ho s Bockelmann
chen Ak i a noch expansi und nich kon ak i , wie man es ühe ge-
wöhn wa . Die No enbank kann dann ih em gese zlichen Au ag, die
mone ä e En wicklung un e Kon olle zu hal en, nu genügen, wenn sie
die eien Liquidi ä s ese en besei ig und selbs die Ini ia i e ü die
Scha ung on Zen albankgeld in de Hand behäl .
Liquidi ä s o so ge de einzelnen Banken
mi ode ohne „ eie Liquidi ä s ese en"
Wieso ging abe die No enbank bishe da on aus, daß die Banken
eie Liquidi ä s ese en benö igen, wäh end sie nun es zus ellen glaub ,
daß das nich de Fall is ? Die Zen albank ha eine gese zliche Ve an -
wo ung ü das Geldwesen ih es Landes. Sie se z ih e Ins umen e
global ein. Abe den Banken gegenübe is sie adi ionell aus diese
Rolle he ausge e en. Als „Bank de Banken" ha sie den einzelnen
Banken K edi linien einge äum , nich zu Ve meidung eine No lage,
sonde n als Regel all, in de Annahme, daß dies nö ig sei, dami ganz
no male Banken ih e Funk ion e üllen könn en. Au diese Weise en -
s anden in e s e Linie die eien Liquidi ä s ese en in dem Sinne, wie
sie die Bundesbank je nach den wechselnden ins i u ionellen Gegeben-
hei en de inie ha . Solche Regelungen sind siche angeb ach , wenn die
Geld- und Finanzmä k e, an denen die Banken be eilig sind, zu wenig
en wickel sind, um den einzelnen Banken eine genügende Disposi ions-
basis zu bie en. Sie sind dagegen übe lüssig und — wie wi gesehen
haben — om S andpunk de Geldpoli ik schädlich, wenn die Finanz-
mä k e einen En wicklungss and e eich haben, de den einzelnen
Banken einen aus eichenden Rückhal auße halb de No enbank bie e .
In den USA gib es z. B. keine eien Liquidi ä s ese en in unse em
Sinne.
Die Banken in de Bundes epublik haben sich, wie die En wicklung
gezeig ha , in den le z en Jah en on de Zen albank als indi iduelle
Liquidi ä ss ü ze emanzipie . Wich igs e G und wa ohne Zwei el die
Fo en wicklung de na ionalen und in e na ionalen Geldmä k e. Ande e
Ums ände haben abe mi gewi k . An e s e S elle is die Zinspoli ik zu
nennen, die die No enbank un e dem Zwang de außenwi scha lichen
Ve häl nisse e olg ha . Die Sä ze de Bundesbank wa en im Ve häl -
nis zu den Ma k sä zen zu nied ig, es wa also seh kos spielig im Sinne
en gangene E äge, Liquidi ä in Fo m de zu den eien Liquidi ä s-
ese en echnenden Ak i a zu hal en, also z. B. die Rediskon kon in-
gen e nich auszunu zen. Das wog um so schwe e , als sich de We be-
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.7.2.145 | Gene a ed on 2023-01-16 13:30:52
Die Rolle de Banken in de Geldpoli ik 151
we b e schä ha e und die E äge un e D uck ge a en wa en, so
daß man 'bes eb wa , jede E agschance zu nu zen. Das alles hä e
abe nich zu eine so wei gehenden Abkeh on eingeüb en Gewohn-
hei en ge üh , we.nn man nich In e bankak i a und zen albank ähige
Ak i a le z lich als ollkommen sulbs i uie ba be ach e hä e, ande s
als eine ühe e Gene a ion on Banklei e n, die e leb ha e, daß g oße
Banken illiquide wu den und Nos ogu ha'ben ein o en.
Das soll abe nich so klingen, als ob ein Schuß Leich sinn in den e -
ände en Liquidi ä sdisposi ionen s ecken müsse. Ich bin übe zeug , daß
eine Bank auch ohne zen albank ähige Ak i a eine im be iebswi -
scha lichen Sinne öllig einwand eie Liquidi ä s o so ge e en kann.
Deshalb bin ich auch de Meinung, daß die Besei igung de eien Liqui-
di ä s ese en nich die Liquidi ä de Banken in F age s ell . Ich sehe z.B.
keinen G und, da on zu sp echen, daß die deu schen Banken sei Mä z
1973 wegen de nu noch ganz ge ingen eien Liquidi ä s ese en am
Rande de Liquidi ä sk ise ope ie en. Von ande e Sei e is gesag wo -
den, daß dami das Exis enzminimum eines unk ions ähigen Banken-
appa a es e eich sei. Ich wunde e mich übe diesen Mangel an Selbs -
e auen. Ich glaube, daß das deu sche Bankwesen, ebenso wie das
ame ikanische, ohne eie Liquidi ä s ese en unk ions ähig is . Dabei
se ze ich alle dings o aus, daß die No enbank un e diesen Bedingungen
ande s ope ie , als wenn es noch eie Liquidi ä s ese en gäbe.
Es is auch keine F age, daß sich die „Umwel bedingungen" ü die
Banken geände haben, sei sie nich meh übe eie Liquidi ä s ese en
e ügen, insbesonde e solange die No enbank einen Res ik ionsku s
s eue , de un e diesen Bedingungen zwangsläu ig wi k . Die Banken
haben zwa sei 1967 eine Ve schä ung des We bewe bs e leb , abe ,
on ku zen Zwischenphasen albgesehen, konn en sie imme in de Ex-
pansion einen Ausgleich ü die bei s eigenden Kos en ehe sinkende
Zinsspanne inden. Die pe iodische Liquidisie ung on außen und das
Rese oi an po en iellem Zen albankgeld bei sich wandelnden Liqui-
di ä shal ungsgewohnhei en bewi k en, daß die Banken kaum je an eine
G enze ih e Möglichkei en s ießen, zum Schaden ü die Wi ksamkei
de Geldpoli ik. Das is sei einem Jah ande s, abe das muß auch ande s
sein, wenn wi on übe mäßigen Expansions a en des Geld olumens mi
allen Konsequenzen ü die Wi scha sen wicklung und die P eiss abili ä
he un e kommen wollen. Das soll e nich so e s anden we den, als ob
ein Zus and ohne eie Liquidi ä s ese en gleichbedeu end sein müsse
mi eine scha en Res ik ionspoli ik. Ob die Geldpoli ik un e diesen
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.7.2.145 | Gene a ed on 2023-01-16 13:30:52
152 Ho s Bockelmann
Ums änden kon ak i ode expansi wi k , häng im wesen lichen da-
on ab, in welchem Ausmaß die No enbank Zen albankgeld be ei s ell .
Den Banken kann auch ohne eie Liquidi ä s ese en ih e Liquidi ä s-
auss a ung seh eichlich o kommen, wenn die No enbank eine en -
sp echende Poli ik be eib .
Wäh end ü „no male" Banken die Besei igung de eien Liquidi-
ä s ese en zwa e ände e Bedingungen scha , abe bei eine en -
sp echenden Geschä spoli ik keine Liquidi ä sp öbleme au wi , wi d
die Beschneidung de Rückg i smöglichkei en au die Zen albank on
de kleinen G uppe jene Banken als exis enzbed ohend emp unden, die
in de Mi elbescha ung bei de No enbank einen E sa z ü die P lege
des Einlagengeschä es gesehen ha . Von de Rücksich nahme au Übe -
gangsp obleme abgesehen, da das abe die No enbank nich hinde n,
das zu un, was ih e Poli ik wi ksam mach . Es soll e jede mann kla
sein, daß die Au nahme on No enbankk edi kein egulä e Teil des
Passi geschä es eine Bank sein kann. Ve schä we den die Übe gangs-
p obleme alle dings dadu ch, daß manche Banken, die sich bishe als eine
A G oßhändle in Geld ühlen konn en, weil ihnen ande e Banken
Liquidi ä sübe schüsse übe ließen, nun e kennen müssen, daß sie ohne
eine eigene Basis im Passi geschä im We bewe b nich mi hal en kön-
nen. In Zei en wi ksame es ik i e Geldpoli ik e weisen sich auch die
Liquidi ä sübe schüsse ande e Banken nich als siche e Exis enzg undlage
eines Bankgeschä es.
Ich wü de üb igens die Ein üh ung eines geldpoli isch mo i ie en Li-
quidi ä s ich sa zes, mi dem den Banken die Hal ung on eien Liqui-
di ä s ese en zu P lich gemach wü de, o allem aus de heu igen
Lage he aus, nich ü eine Ve besse ung des geldpoli ischen Ins umen a-
iums hal en. Zu einem Zei punk , als die Banken noch übe hohe eie
Liquidi ä s ese en e üg en, konn e man da übe ande e Ansich sein.
Im P inzip is diese Weg gangba . Die Fähigkei de Banken, ih e Bi-
lanzen auszuwei en, wi d wi ksam beg enz , wenn ihnen das Hal en be-
s imm e liquide Ak i a in Rela ion zu ih en gesam en Ve bindlichkei-
en zwingend o gesch ieben wi d und zugleich gesiche is , daß die
No enbank den Bes and de be e enden liquiden Ak i a aus eichend
un e Kon olle ha . Man müß e abe ähnlich wie bei de Mindes ese e
die An o de ungen nach A en on Ve bindlichkei en di e enzie en. Es
wü de eine zwei e Fo m de Mindes ese en neben die e s e e en,
ohne daß geldpoli isch e was gewonnen wü de.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.7.2.145 | Gene a ed on 2023-01-16 13:30:52
Die Rolle de Banken in de Geldpoli ik 159
ken de Zinsa bi age ausgenu z haben. Das Volumen de Zusagen, sowei
es im Einzel all bekann wi d, ha auch je z noch eine Höhe, die den E -
olg de Geldpoli ik als ge äh de e scheinen lassen könn e, wenn es wi k-
lich nu on den Kunden abhängen soll e, ob diese Zusagen in Ansp uch
genommen we den ode nich . Die Banken können abe du ch „Abweh -
zinsen" die Inansp uchnahme in G enzen hal en. Wenn es nich diese
Ausweichmöglichkei gäbe, müß e man sich wi klich wunde n, wohe die
Banken den Mu genommen haben, so iele Zusagen zu geben. Die
No enbank muß e deshalb da ü so gen, daß den einzelnen Banken ge-
nügend da an lag, die Inansp uchnahme zu e hinde n.
Die Ve suchung ü Banken e bände und ande e Sp eche de Banken,
die Reak ionsmöglichkei en de Banken au die Res ik ionspoli ik als
ge ing hinzus ellen, is siche g oß. Ich bezwei le abe nich nu , daß eine
solche Da s ellung den Sach e hal i , sonde n auch, daß sie im wohl-
e s andenen In e esse de Banken lieg . Den Banken müß e selbs an
dem Nachweis liegen, daß de No enbank eine wi ksame Geldpoli ik
möglich is . Daß es eine Kon olle de Geldschöp ung beda , kann nich
zwei elha sein. Sie is ein G unde o de nis de a bei s eiligen Wi -
scha so dnung. Es is nich eine nach Deu schland mi Ve spä ung ge-
lang e Modee scheinung, sich So ge um die Kon olle de Geldschöp ung
zu machen. Es is ielmeh on jehe als eine o angige Ve an wo ung
des S aa es angesehen wo den, ü „gu es", we s abiles Geld zu so gen.
Als aus eichende Vo ausse zung dazu e schien zunächs das s aa liche
Monopol de Geldscha ung, das Münz ech . Abe was Geld is , un e -
lieg dem Wandel. Die En wicklung de Bankno en, die zunächs on
p i a en Banken emi ie wu den, ha die s aa liche Kon olle nach
einige Zei übe all eingehol . In England wu de 1844 de Bank on
England das Bankno enmonopol übe agen, in Deu schland daue e es
nach de Reichsg ündung und de E ich ung de Reichsibank noch einige
Zei , bis das No enmonopol oll e wi klich wa . Abe die En wick-
lung de Zahlungsgewohnhei en ging wei e , Gi algeld begann neben das
Ba geld zu e en; das Pos ula de Kon olle übe die Geldschöp ung
wa e neu in F age ges ell .
Es hä e de his o ischen T adi ion en sp ochen, wenn auch diese neue
Fo m de Geldschöp ung nach einige Zei in s aa liche Hände übe ge-
gangen wä e. Pläne in diese Rich ung ha es gegeben; in den d eißige
Jah en mach e de Chicago Plan on sich eden, de ein 100 p. c. money
o sah, eine öllige T ennung de Gi algeldschöp ung on de Bank-
k edi gewäh ung. Uns allen sind de a ige Pläne wah scheinlich imme
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.7.2.145 | Gene a ed on 2023-01-16 13:30:52

160 Ho s Bockelmann
abs us o gekommen, weil sie so ziemlich das Ende eines Bankwesens
in de Fo m, wie es sich in allen mode nen Lände n en wickel ha e,
-bedeu en wü den. Abe die Zielse zung des Chicago-Plans — die wi k-
same Kon olle übe die Gi algeldschöp ung — kann man nich ableh-
nen. Man muß, wenn man nachweisen will, daß es solch adikale
Lösungen nich beda , den Beweis an e en, daß auch au ande e Weise
das genann e Ziel zu e eichen is . Diese Nachweis is in e s e Linie
Sache de No enbank. Abe den Banken kann das E gebnis nich gleich-
gül ig sein.
Ich glaube, meine Aus üh ungen können nich so e s anden we den,
als ob ich glaub e, die Banken seien an de In la ion schuld. Abe die
Banken spielen eine ak i e Rolle im Geldschöp ungsp ozeß. Sie sind in
einem Geschä ä ig, das de p i a en Ini ia i e nu mi gu em Gewis-
sen übe lassen bleiben kann, wenn die Be eilig en be ei sind, diejenigen
Besch änkungen und Eing i e zu e dulden, die im In e esse eine wi k-
samen S eue ung de Geldschöp ung e o de lich sind.
Die allgemeinen P eiss eige ungen haben nich nu eine U sache, son-
de n ein ganzes Bündel da on. Ein übe mäßige Ans ieg des Geld olu-
mens is jedoch nach alle E ah ung mi jedem in la o ischen P ozeß
e bunden. Wenn man die Geld olumenauswei ung e hinde , kann
auch de in la o ische P ozeß nich so ablau en, wie e es bei einem elas i-
schen Geldangebo u . Wede die En wicklung on Geldsu oga en noch
Ände ungen de Umlau sgeschwindigkei heben die p imä e Wi kung
eine Geld e knappung in en scheidendem Um ang au . Man muß alle -
dings dami echnen, daß o handene Ungleichgewich e in de Wi -
scha , die bei elas ischem Geldangebo zu P eiss eige ungen, zu schlei-
chenden In la ionsp ozessen üh en, bei s a em Geldangebo sich an an-
de en S ellen auswi ken und ande e Fehlen wicklungen e u sachen.
Deshalb kann nich die Geldpoli ik allein die Ve an wo ung ü eine
insgesam gesehen be iedigende Wi scha sen wicklung übe nehmen.
Siche läß sich auch nich a p io i sagen, welche on den e schiedenen
Wegen, au denen sich Ungleichgewich e auswi ken können, wi scha s-
poli isch e ägliche is . Abe die „sch ecklichen Ve ein achungen" in
diese Hinsich , die lange Zei gängig wa en, sind zunehmend ag-
wü dig gewo den. Die schleichende In la ion wu de je nachdem als P eis
ü hohes wi scha liches Wachs um ode ü Vollbeschä igung au ge-
aß . Ganz ku z is ig mag e was da an sein. Doch es schein , daß diese
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.7.2.145 | Gene a ed on 2023-01-16 13:30:52
Die Rolle de Banken in de Geldpoli ik 161
P eis seh schnell s eig , wenn man allzu leich geneig is , ihn zu zahlen.
Schon iele Lände haben Schi b uch dami e li en, au mone ä e Dis-
ziplin zu e zich en, um höhe es Wachs um und höhe e Beschä igung
einzuhandeln. In la ion, S agna ion und Un e beschä igung schließen
sich keineswegs aus. Au eine wi ksame Geldpoli ik kann nich e zich e
we den, wenn die Ma k wi scha unk ionie en und Vollbeschä igung
und wi scha liches Wachs um länge is ig gesiche we den sollen.
Zusammen assung
Die Rolle de Banken in de Geldpoli ik
Die En wicklung de Geldmenge en sp ich in -g oßen Zügen dem Bilanz-
wachs um des gesam en Bankensys ems; da au muß die No enbank Ein luß
nehmen, um geldpoli ische Wi kungen zu e zielen. Das Bilanzwachs um alle
Banken läß sich nu aus den Disposi ionen de einzelnen Banken übe ih e
Ak i a e klä en. Wenn sich eine Bank liquide ü'hl , als sie ü nö ig häl ,
e such sie, ih e Ak i a zuguns en e ag eiche e , abe wenige liquide
Ak i a umzuschich en. Dabei we den dann ande e Banken liquide , als sie sein
möch en, und eagie en en sp echend; ein einmal gegebene Ans oß p lanz sich
so im Bankensys em o , bis bei keine Bank meh die a sächliche on de
gewünsch en Liquidi ä slage abweich . Au eine diese beiden G ößen muß die
Geldpoli ik Ein luß nehmen, um das Bilanzwachs um zu beein lussen; in de
Regel wi d dies die a sächliche Liquidi ä slage sein.
Dabei geh es um die einzelwi scha liche Liquidi ä slage de Banken, und
nich e wa um ih e Auss a ung mi eien Liquidi ä s ese en im Sinne zen al-
bank ähige Ak i a. Das deck sich nu insowei , wie einige Banken diese
Ak i a in einem Mindes um ang im Rahmen ih e Liquidi ä «"Vo so ge hal en
wollen. Das wa lange Zei a sächlich de Fall und e möglich e de No en-
bank, die Liquidi ä slage de Banken du ch Va ia ion de eien Liquidi ä s-
ese en zu beein lussen. Is diese Bedingung nich e üll , so kann die No en-
bank die Liquidi ä slage de Banken nu übe die S eue ung de Zen albank-
geldmenge beein lussen. F eie Liquidi ä s ese en in dem oben genann en
Sinne da es dann abe nich meh geben, weil sons die S eue ung de Zen-
albankgeldmenge nich unk ionie en kann. Das Fehlen on eien Liquidi-
ä s ese en is un e diesen Ums änden keineswegs iden isch mi eine scha en
Res ik ionspoli ik. Wie die Geldpoli ik wi k , häng ganz on dem Ausmaß
ab, in dem die No enbank Zen albankgeld be ei s ell . Den Banken kann
auch ohne eie Liquidi ä s ese en ih e Liquidi ä sauss a ung seh eichlich
o kommen, wenn die No enbank eine en sp echende Poli ik be eib .
11 K edi und Kapi al 2/1974
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.7.2.145 | Gene a ed on 2023-01-16 13:30:52
162 Ho s Bockelmann
Das P oblem de Zen albankgelds eue ung lieg im wesen lichen da in, daß
die No enbank zwa ih en eigenen Vo s ellungen übe die be ei zus ellende
Zen albankgeldmenge Gel ung e scha en muß, abe dies nich ohne Rück-
sich au saisonale und ande e Schwankungen des Zen albankgeldbeda s un
kann. Sie kann sich des engen Zusammenhangs zwischen Zen albankgeld und
mone ä e En wicklung nich sozusagen mechanisch bedienen. Sie muß ih
Monopol de Zen albankgeldscha ung dazu benu zen, Bedingungen zu
scha en, un e denen die Banken sich so e hal en, daß die on de No en-
bank anges eb e mone ä e En wicklung ein i . Dabei kommen Zins- und
Risikomomen e zusammen. Wenn es schon om Zins he as a ak i e is ,
disponible Gelde liquide am Geldma k auszuleihen, läß de D ang de
Banken, ih e Ak i a zuguns en wenige liquide Ak i a umzuschich en, — und
dami global gesehen das Bilanzwachs um — seh s a k nach. Da on abgesehen
wi d es den Banken auch ge a en e scheinen, sich liquide zu hal en, wenn
sie beobach en, wie schwie ig es gewo den is , Fehlbe äge am Geldma k zu
decken. Hohe Geldma k sä ze haben deshalb einen s a ken kon ak i en
E ek , besonde s solange die Banken ih e Zinssä ze im Ak i geschä noch
nich den ges iegenen Geldbescha ungskos en angepaß haben. Nach diese
Anpassung muß die Res ik ionswi kung o allem on de absch eckenden
Wi kung des e eich en Zinsni eaus au die K edi nach age kommen.
Ku z is ig sind die Reak ionsmöglichkei en de Banken au eine Ve ände-
ung ih e Lage, die on de Geldpoli ik he beige üh wi d, beg enz , wobei
den K edi zusagen besonde e Bedeu ung zukomm . Doch müß e den Banken
selbs an dem Nachweis liegen, daß de No enbank eine wi ksame Geldpoli ik
möglich is . Eine Kon olle de Geldschöp ung is ein G unde o de nis de
a bei s eiligen Wi scha so dnung.
Summa y
The Role o he Banks in Mone a y Policy
The end o he quan i y o money co esponds oughly o he g ow h o
he balance-shee o als o he en i e banking sys em; he cen al bank mus
exe in luence on his end in o de o achie e goals o mone a y policy.
The g ow h o he balance-shee igu es o all he banks can be explained only
by he disposi ions o he indi idual banks wi h ega d o hei asse s. I a
bank eels i s liquidi y is g ea e han i conside s necessa y, i ies o e-
deploy i s asse s, a ou ing highe yields and educed liquidi y. In his p ocess
o he banks hen become mo e liquid han hey wan o be and eac acco dingly;
once an impe us has been gi en, i is p opaga ed in he banking sys em un il
he ac ual liquidi y si ua ion does no di e ge om he desi ed si ua ion o
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.7.2.145 | Gene a ed on 2023-01-16 13:30:52
Die Rolle de Banken in de Geldpoli ik 163
any bank. Mone a y policy mus exe an in luence on one o hese wo mag-
ni udes in o de o in luence he g ow h o balance-shee igu es; as a ule he
ac ual liquidi y si ua ion will be chosen.
The issue he e is he indi idual liquidi y si ua ion o he banks and no ,
say, hei s ock o ee liquidi y ese es in he sense o asse s pe mi ing
ecou se o he cen al ibanik. The one co esponds o he o he only o he
ex en ha some banks wan o hold a minimum o such asse s wi hin he
amewo k o hei liquidi y p ecau ions. Fo a long ime his was indeed he
case, and i enabled he cen al bank o in luence he liquidi y si ua ion o he
banks by a ia ion o he ee liquidi y ese es. I his condi ion is no sa is-
ied, he cen al bank can in luence he liquidi y si ua ion o he banks only
by egula ing he quan i y o cen al bank money. Then he e ough o be no
mo e ee liquidi y ese es in he abo e-men ioned sense, because o he wise
egula ion o he quan i y o cen al bank money canno unc ion. The lack
o ee liquidi y ese es unde sudi ci cums ances is by no means iden ical
wi h a s ingen es ic i e policy. How mone a y policy ac s depends en i ely
on he ex en o which he cen al bank makes cen al bank money a ailable.
E en wi hou ee liquidi y ese es he banks may eel hei liquidi y is
e y ample, i he cen al bank pu sues an app op ia e policy.
The p oblem o egula ing he quan i y o cen al bank money lies essen-
ially in lhe ac ha he cen al bank mus , o cou se, gain accep ance o i s
own ideas as o he quan i y o cen al bank money which should be made
a ailable, bu canno do so wi hou aking accoun o seasonal and o he
luc ua ions in he need o cen al bank money. I canno make use mechan-
ically, so o speak, o he close ela ionship ¡be ween cen al bank money and
he mone a y end. I mus u ilize i s monopoly in c ea ing cen al bank
money o p o ide condi ions unde which he banks beha e in such a manne
ha he mone a y end aspi ed o by he cen al banik ac ually akes place.
He e he e is a combina ion o in e es - a es and isk elemen s. I , in con-
side a ion o he in e es a e, i is almos mo e a ac i e o lend ou dis-
posable money on he money ma ke wi h a good deg ee o liquidi y, he u ge
o he banks o edeploy hei asse s in a ou o less liquid asse s — and om
he o e all s andpoin in a ou o g owing balance-sihee igu es — is e y
g ea ly diminished. Apa om his, he banks will deem i ad isable o p e-
se e liquidi y, i hey obse e how di icul i has become o co e de iciences
on he money ma ke . High money ma ke a es he e o e 'ha e a s ong con-
ac i e e ec , pa icula ly as long as he banks ha e no adjus ed hei in-
e es a es o ad ances o he inc eased cos o p ocu ing money. Following
ha adjus men , he es ic i e e ec mus come p ima ily om he de e en
e ec o he a ained in e es le el on demand o c edi .
In he siho un, he banks' possible means o esponding o a change in hei
si ua ion caused by mone a y policy a e limi ed, in which connec ion special
u*
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.7.2.145 | Gene a ed on 2023-01-16 13:30:52
164 Ho s Bockelmann
impo ance a aches o p omises o c edi . Bu he banks hemsel es should
be in e es ed in demons a ion o h ac ha i is possible o he cen al bank
o pu sue an e ec i e mone a y policy. Con ol o he c ea ion o money is a
basic equi emen o an economic o de based on di ision o 'labou .
Résumé
Le ôle des banques dans la poli ique mone ai e
Le dé eloppemen du olume moné ai e co espond en g os ai s à l'expan-
sion bilan ai e de l'ensembe du sys ème bancai e; la banque cen ale doi donc
pou oi exe ce une in luence su ce e expansion a in d'ob eni des e e s de
poli ique moné ai e. L'expansion bilan ai e de ou es les banques ésul e des
disposi ions de chaque banque à p opos de 'ses ac i s. Lo squ'une banque
s'es ime plus « liquide » qu'elle ne le juge nécessai e, elle s'e o ce de ans-
o me ses ac i s en placemen s plus émuné a eu s, mais moins liquides. De ce
ai 'd'au es banques de iennen plus « liquides » qu'elles ne le souhai en e
éagissen en conséquence. Une poussée unique se épe cu e à a e s ou le
sys ème bancai e e elle ne peu p end e in que lo sque dans chaque banque la
si ua ion e ec i e des liquidi és co espond à la si ua ion dési ée. La poli ique
moné ai e doi agi su l'une de ces deux g andeu s aux ins d'in luence l'ex-
pansion des bilans; en ègle géné ale, l'on choisi d'agi su la si ua ion des
liquidi és éelles.
Il con ien de souligne que l'on ise la si ua ion liquide économique de
chaque banque e nullemen ses ése es de liquidi és lib es, c. à. d. les ac i s
éescomp ables. Ces deux no ions ne se ecou en que dans la mesu e où ce -
aines banques en enden conse e ces ac i s aussi édui s que possible dans
le cad e de leu s p écau ions de liquidi és. Ce u d'ailleu s le cas long emps,
ce qui a pe mis à la banque cen ale d'in luence la si ua ion de liquidi é des
banques pa des a ia ions po an su les ése es liquides lib es. Lo sque
ce e condi ion n'es plus emplie, la banque cen ale ne peu agi que pa le
biais du olume moné ai e qu'elle injec e. Les ése es liquides lib es don
ques ion ci-a an ne peu en alo s plus exis e sous peine de pa alyse l'ac ion
de la banque cen ale su le olume moné ai e. L'absence de ése es liquides
lib es n'es dans ces ci cons ances nullemen iden ique à une poli ique de es ic-
ion igou euse. L'e e de la poli ique moné ai e dépend in ég alemen de la
mesu e dans laquelle la banque cen ale ou ni un ce ain olume moné ai e
p op e. Les banques peu en dispose ¡la gemen de moyens liquides sans
ése es liquides lib es si la banque d'émission p a ique de la poli ique equise.
Le p incipal p oblème de l'ac ion su la monnaie de la banque cen ale
éside dans le ai que celle-ci, si elle a sa concep ion su le olume à me e
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.7.2.145 | Gene a ed on 2023-01-16 13:30:52

Die Rolle de Banken in de Geldpoli ik 165
à disposi ion, doi eni comp e de a ia ions saisonniè es e d'au es luc ua-
ions qui se épe cu en su les besoins. Elle ne peu exploi e « mécanique-
men » l'é oi e co éla ion exis an en e la monnaie de la banque cen ale e
l'é olu ion moné ai e. Elle doi use de son monopole d'émission moné ai e
a in de c ée les condi ions dans lesquelles les banques se compo en de ma-
niè e dési ée pa la banque cen ale. Il y a lieu de e eni que peu en se p é-
sen e conjugués des aspec s de isques e de aux d'in é ê ; si pou des aisons
de émuné a ion, il es in é essan de p ê e des onds disponibles au ma ché
moné ai e, da olon é des banques de ans o me leu s liquidi és en ac i s
moins liquides — e donc égalemen e globalemen l'expansion bilan ai e —
au a endance à s'é anoui .
Indépendammen de ce qui p écédé, les banques es ime on jus i ié de (demeu-
e « liquides » dès qu'elles cons a e on la di icul é de cou i des e eu s de
placemen su le ma ché moné ai e. Des aux éle és su le ma ché moné ai e
on de ce ai un e e con ac i impo an , en pa iculie aussi long emps que
les banques n'au on pas adap é leu s aux des opé a ions ac i es aux aux
c édi eu s déjà ele és. Ap ès l'adap ion, l'e e es ic i doi su ou p o eni
des épe cussions néga i es du aux d'in é ê a ein pou e ombe su la
demande de c édi .
A cou e me, les possibili és ,de éac ion des banques à une modi ica ion
de leu si ua ion engend ée pa la poli ique moné ai e, son limi ées, une im-
po ance pa iculiè e de an ê e acco dée aux au o isa ions de c édi . Les
banques doi en aussi econnaî e qu'il es indispensable que la banque cen-
ale puisse p a ique une poli ique moné ai e e icace. Le con ôle de la
c éa ion moné ai e es une exigence ondamen ale d'une économie p a iquan
la idi ision du a ail.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.7.2.145 | Gene a ed on 2023-01-16 13:30:52