Ha ne , F ied ich
A icle
Ins i u ionelle U sachen und Hemmnisse ü in la ionä e
P ozesse in sozialis ischen Planwi scha en
Zei sch i ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en (ZWS) - Vie eljah essch i de
Gesellscha ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en, Ve ein ü Socialpoli ik
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Ha ne , F ied ich (1977) : Ins i u ionelle U sachen und Hemmnisse ü
in la ionä e P ozesse in sozialis ischen Planwi scha en, Zei sch i ü Wi scha s- und
Sozialwissenscha en (ZWS) - Vie eljah essch i de Gesellscha ü Wi scha s- und
Sozialwissenscha en, Ve ein ü Socialpoli ik, ISSN 0342-1783, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 97,
Iss. 2, pp. 95-129,
h ps://doi.o g/10.3790/schm.97.2.95
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Ins i u ionelle U sachen
und Hemmnisse ü in la ionä e P ozesse
in sozialis ischen Planwi scha en*
Von F ied ich Ha ne
Das In la ionsp oblem wi d ü sozialis ische Planwi scha en nach dem
E scheinungsbild, nach den du ch das Sys em gese z en U sachen (also un e
Ve zich au die Analyse de äuße en Ein lüsse) und im Hinblick au die
Maßnahmen zu seine Bewäl igung un e such .
Häu ig wi d im Ve gleich zu Ma k wi scha en ü sozialis ische
Planwi scha en1 die Exis enz on In la ion als eine g a ie enden
mone ä en Ins abili ä geleugne 2. Es möge hie dahinges ell bleiben,
ob dieses U eil als le z es Wo übe das In la ionsp oblem im Ve -
gleich ge ech e ig is . Siche lich i es nich zu, wenn man — wie
in diese S udie — das Augenme k au einzelne in la ionä e P ozesse
und Phänomene ich e , die in sozialis ischen Planwi scha en du ch
e schiedene U sachenkomplexe beding au e en, ih e spezi ischen
E scheinungs o men und Abläu e haben und au un e schiedliche Weise
ge ö de und behinde we den. Daß in diesem Sinn In la ion auch ü
sozialis ische Planwi scha en ein P oblem is , inde e b ei e Ane -
kennung auch on Fachwissenscha le n sozialis ische Lände , z. B.
A las (1969, S. 11 .).
In diesem Bei ag soll nich de Ve such un e nommen we den, s a-
is isch-empi isch die konk e en In la ionse scheinungen nachzuweisen
und ih en Um ang zu messen. Es is auch nich beabsich ig , die In la-
ionsimpulse und -U sachen zu un e suchen, on denen angenommen
* Die A bei wu de am Os eu opa-Ins i u de F eien Uni e si ä e s ell
und im Fo schungssemina de Ab eilung Wi scha e ö e . Fü k i ische
Hinweise und An egungen habe ich den Hochschulleh e n und den wissen-
scha lichen Mi a bei e n, meinen Kollegen, zu danken.
1 De Beg i wi d synonym ü das Wi scha ssys em de Lände des
sowje ischen Sozialismus e wende , zu denen nich China und Jugoslawien
zählen. Auch Unga n wü de heu e nich meh ohne Einsch änkung dazu ge-
echne we den können. Die unk i ische Übe nahme des „Sozialis isch" nimm
au das Selbs e s ändnis auch deshalb Rücksich , weil in ihm k i ische K i-
e ien en hal en sind.
2 Z.B. „Die sozialis ische Gesellscha is ei on den an agonis ischen
Wide sp üchen de kapi alis ischen Wa enp oduk ion und des kapi alis ischen
Wa enumlau es, die Nich einlösba kei de Geldzeichen in Gold üh hie
nich zu Uns abili ä des Geldsys ems". And es (1973), S. 43.
7 Zei sch i ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en 1977/2
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96 F ied ich Ha ne
wi d, daß sie nich im Wi scha ssys em selbs beg ünde liegen, sonde n
au äuße e Fak o en zu ückgehen. Dazu we den olgende Komplexe ge-
zähl , die jedoch ü bes imm e E appen de Geschich e ode ü bes imm e
konk e e E scheinungs o men des Sozialismus besonde s cha ak e is isch
sind: 1. Bewuß e in la ionä e Geldschöp ungspoli ik, wie sie z. B. in de
Sowje union, o allem in de Zei des K iegskommunismus, in de NEP
und zu K iegs inanzie ung des 2. Wel k ieges be ieben wu de. In diesen
Fällen is die Geld e meh ung als wi scha spoli isches Ins umen
meh ode minde geziel eingese z wo den. Manchmal wi d die These
e e en, z. B. bei Czapo (1966, S. 247) und Koch (1949, S. 30), daß In-
la ion in sozialis ischen Lände n im wesen lichen nu au e en kann,
wenn sie om S aa beabsich ig und on s aa lichen O ganen gescha -
en wo den is . Ge ade diese F ages ellung soll hie nich e olg we -
den. 2. Auch die Übe agung de Wel in la ion du ch die wel wi -
scha liche Ve lech ung de sozialis ischen Lände bleib auße Be-
ach . Ih e Ausschal ung ech e ig sich du ch die Ex e ni ä de
U sache und dadu ch, daß de In la ions-,,Impo " du ch die Ein ich-
ung des P eisausgleichskon os e schwe we den kann3. Auch wenn
ein ganze Wi scha szweig, wie im wesen lichen die polnische Land-
wi scha , au p i a wi scha liche Basis unk ionie , bleiben die
hie in e en uell liegenden In la ionsu sachen auße Be ach . 3. In die
Übe legungen soll nu am Hände einbezogen we den, wie wei be-
s imm e heo e ische ode poli ische Posi ionen ode ih e Au hebung
und Abschwächung — obwohl sie eilweise zu Quasi-Ins i u ionen
gewo den sind — in la ionä e P ozesse eingelei e haben und noch da ü
e an wo lich sind. Als solche müssen gel en die bis heu e nachwi -
kende Theo ie und P axis, daß ü un e schiedliche Wa eng uppen un-
e schiedliche P eisni eaus es geleg we den. Die allmähliche Au he-
bung diese geplan en Disp opo ionen ha insbesonde e im G und-
s o be eich zu s a ken P eisanhebungen ge üh , die nu mi Mühe
ode nu eilweise o allem im In es i ionsgü e be eich au ge angen
we den konn en. Die o angige En wicklung de Schwe indus ie
gegenübe de Leich indus ie — eines de wich igs en en wicklungs-
poli ischen Konzep e — wa die Quelle eines s ändigen Ungleichge-
wich s zwischen de Konsumgü e p oduk ion und den in de Gesam -
wi scha e dien en Einkommen. Dieses Ungleichgewich wu de übe
lange Zei ü den mone ä en Be eich heo e isch mi de S alinschen
These on de Gese zmäßigkei des Übe hangs de Nach age übe das
8 Das im ganzen bis heu e gel ende s aa liche Außenhandels- und Valu a-
monopol ges a e es, Expo und Impo eine sei s au Binnenwäh ungskon-
en und ande e sei s au F emdwäh ungskon en ge enn zu saldie en und
dami die Binnenwi scha abzuschi men. S eige ung de Wel ma k p eise
schlagen lediglich übe den unmi elba en P eise ek und bei nega i e En -
wicklung de e ms o ade übe .
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In la ionä e P ozesse in sozialis ischen Planwi scha en 97
Angebo beg ünde , die ü die En wicklung de sozialis ischen Wi -
scha en gel e ( gl. Niki ina 1965, S. 119).
De Ve zich au die E ö e ung diese In la ionsu sachen is beding
du ch den Ve such, in la ionä e Phänomene auch da au hin zu un e -
suchen, wie wei sie nich olun a is isch ode als Folge äuße e Ein-
wi kungen en s ehen, sonde n als no wendige Konsequenz on Ein-
ich ungen des konk e en planwi scha lichen Sys ems anzusehen sind.
Eine solche F ages ellung muß in den Ve dach de Spli e suche im
Auge des ande en ge a en. Wenn jedoch das In la ionsp oblem insge-
sam on ge inge e Bedeu ung als im Wes en is , so mag dies da in
beg ünde sein, daß olkswi scha liche Planung als ex-an e-Koo di-
na ion a p io i gleichgewich so ien ie is und daß das konk e e Pla-
nungssys em auch Ein ich ungen o sieh , die de Bewäl igung in la io-
nä e P ozesse dienen.
I. Zum Beg i de In la ion
Das beg i liche Ve s ändnis on In la ion muß, zumal wenn deminu-
i nu on in la ionä en P ozessen und E scheinungen gesp ochen
wi d, on o nhe ein wei geö ne sein, soll nich die S udie schon om
Vo e s ändnis he eingeeng we den. So is eine Zu ück üh ung des
In la ionsphänomens allein au P eiss eige ungen (Johnson 1969, S. 115)
ode soga nu au P eiss eige ungen im Konsumgü e be eich ( gl.
Zala 1973, S. 147) unzweckmäßig. Es soll dagegen die in la ionä e
Lücke, die als Angebo slücke ode als Nach ageübe schuß in e p e ie
we den kann, als Ausgangspunk dienen. Das Ungleichgewich kann
einmal du ch P eiss eige ungen gelös we den und üh dami zu sog.
P eisin la ion ode o enenen In la ion. Diese In la ions yp e dien an-
gesich s eines Wi scha ssys ems, zu dessen wesen lichen S uk u -
elemen en die s aa liche P eisbildung gehö , besonde e Au me ksam-
kei , zumal wenn on o nhe ein eine s aa lich gewoll e In la ions-
poli ik aus de Be ach ung ausgeschlossen und angenommen wi d,
daß — eine heu e du chaus ealis ische Be ach ung — de S aa
du ch seine Planung, insbesonde e du ch die P eisplanung, P eiss abi-
li ä zu e eichen such . Gib es in la ionä e P eiss eige ungen, müssen
sie inne halb des Sys ems de s aa lichen P eisbildung gesuch we den.
Diesem P oblemk eis gil de olgende Abschni II.
Die Schließung de in la o ischen Lücke kann auch du ch Behinde-
ung de kau k ä igen Nach age e olgen, wie sie im Typ de zu ück-
ges au en ode e s eck en In la ion ( gl. Röpke 1947, S. 57 .) zu age
i . Als Mi el können die Fo men de adminis a i en Ra ionie ung
(Bezugsscheine, Zuweisungen) dienen. Sie we den in den sozialis ischen
S aa en abe im Be eich de P oduk ionsgü e nich nu zu Bewäl i-
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98 F ied ich Ha ne
gung eine Übe nach age, sonde n auch als no male Planungsins u-
men e zu Ve eilung de P oduk ionsmi el angewand ; gleichzei ig
sind sie abe auch die klassischen Ins umen e de gü e mäßigen Be-
kämp ung on Ma k ungleichgewich en. Die Konsumgü e mä k e we -
den heu e ohne Bezugsscheinsys eme koo dinie ; eine Übe nach age
egulie sich du ch Wa eschlangen, unbe iedig e Nach age ode de-
zen ale Ra ionie ungen. Sie sind bei nich geplan e Nach age, bei
geplan em Angebo und es gese z en P eisen das Kennzeichen ü eine
in la ionä e Lücke. Es wi d im Abschni III zu zeigen sein, wo die U -
sachen ü diese Disp opo ionen liegen und daß dabei nich nu Übe -
nach age, sonde n auch Übe angebo im Spiele is .
In den sozialis ischen Planwi scha en sind in la ionä e P ozesse
sowohl du ch P eisin la ion als auch du ch unbe iedig e Nach age bei
gel enden P eisen gekennzeichne . Demgegenübe sind die his o isch
bekann en In la ionen in wes lichen Lände n en wede o en ode e -
deck au ge e en4. De sozialis ische Fall de In la ion schein dagegen
eine ypische Kombina ion beide Fo men zu sein. Fü beide E schei-
nungen lassen sich eils mi Mühe in de S a is ik, eils in ielen Äuße-
ungen de Au o en aus sozialis ischen Lände n Belege an üh en.
Wenn es da um geh , in den Ein ich ungen des sozialis ischen Pla-
nungssys ems die G ünde ü in la ionä e E scheinungen au zuspü en,
so müssen solche E scheinungen — wie sie he abwiegelnd genann we -
den — gleichwohl gesam wi scha lich ele an sein; sie dü en nich
so ge ing sein, daß sie als Hande scheinung beisei e geschoben we den
können ode ga un e halb de sozialen Heizschwelle liegen. Auch dü -
en solche Phänomene nich einmalige ode spo adische Na u sein.
In la ion un e scheide sich on de Teue ung ge ade dadu ch, daß ih e
Ve u sachung die G undlage de Pe pe uie ung in sich äg . Diese
i da in zu age, daß P eiss eige ungen sich o se zen, sei es in Fo m
eines Induk ionsk eises ode du ch die Wi ksamkei de selben U sache.
Bei E scheinungen de zu ückges au en In la ion muß sich das Wa en-
loch s ändig e g öße n, ein gleichbleibende Nach ageübe hang wü de
nich aus eichen. Dabei b auch es sich nich unbeding um einen akze-
le ie enden In la ionsp ozeß zu handeln, es genüg schon, wenn die
Quelle des „Ma k "-Ungleichgewich es s ändig wi ksam is . In e essan
is das Phänomen ge ade auch dann, wenn ins i u ionell e anke e
Gegenk ä e die Ve b ei ung e hinde n.
Mi de Reduzie ung des olkswi scha lichen In la ionsp oblems au
in la ionä e P ozesse wi d be ei s angedeu e , daß mik oökonomische
4 Jedoch e en auch bei o ene In la ion mengenmäßige E ek e au : So -
imen seinsch änkungen, Lie e schwie igkei en u. a. Bei de zu ückges au en
In la ion wi ken sich P eiss eige ungen o allem au den schwa zen und
g auen Mä k en aus.
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In la ionä e P ozesse in sozialis ischen Planwi scha en 99
Vo gänge im Vo de g und de Analyse s ehen we den, die du ch
Agg ega ion sich in gesam wi scha lichen E scheinungen e dich en
können. Sie haben nich nu eine mone ä e Re lexion im Geld- und K e-
di sys em (Abschni IV), sonde n we den do auch on spezi ischen
Ein ich ungen des inanziellen Planungsbe eichs ge ö de ode einge-
dämm . Im Abschni V we den schließlich die im Ve eilungsp ozeß
liegenden Ein ich ungen au ih e Rele anz ü in la ionä e Impulse hin
analysie .
In diese A bei wi d das sowje ische Planungssys em da au hin un-
e such , wie wei egulä e Ein ich ungen dieses Sys ems in kausale
Beziehung zu In la ionsphänomenen s ehen. De Te minus Ein ich un-
gen bzw. Ins i u ionen wi d so e s anden, daß e alle du ch Gese z
o gesehenen und aus de Planungsp axis en s andenen o ganisa o i-
schen Vo keh ungen um aß , welche die Funk ionsweise de konk e en
Planwi scha en bes immen. Es kann sich dabei um Ins i u ionen im
enge en Sinn, also um ein in bes imm e Weise o ganisie es Wi -
scha ssubjek (z.B. de Kolchos), um konk e e Planungs-, Lei ungs-
und Koo dina ionsins umen e (z. B. die Kennzi e n) ode um ein En-
semble on Regelungen eines bes imm en Gegens andes (z. B. das Ve -
agssys em) handeln. Das Zusammenwi ken diese Ein ich ungen bil-
de die o ganisa o ische G undlage des gesam en Wi scha smecha-
nismus.
II. P eiss eige ungen
inne halb des s aa lichen Fes p eissys ems
1. Im Wi scha ssys em des sowje ischen Sozialismus is die P eis-
bildung nich dem Ma k ode den Be ieben übe lassen, sonde n ad-
minis a i e Ve wal ungso gane sollen die P eisbildungs unk ion des
Ma k es übe nehmen, ohne ihn jedoch ausschließlich zu simulie en, d. h.
sie sind als Planungso gane be u en, eine ak i e s aa liche P eispoli ik
mi dem Ziele de Un e s ü zung de Planung zu be eiben (Ha ne
1968, S. 104 -160). Ein Fes p eissys em schließ on o nhe ein P eis-
s eige ungen aus, wenn sie nich om S aa selbs gewoll sind Dies
gil um so meh , als die sozialis ischen Lände ühe meh als heu e
eine sys ema ische P eissenkung als einen de G undsä ze de P eisbil-
dung e künde en. Wenn die s aa lichen O gane de P eisbildung das
Ziel de S abili ä ode soga de P eissenkung e olgen, wie können
dann P eiss eige ungen übe haup o kommen? Es sind d ei Be eiche,
in denen de Ansp uch de s aa lichen P eis es se zung en wede ge-
woll und on o nhe ein eingeplan ode wegen de Schwie igkei en,
die eine adminis a i e, s aa liche P eisbildung mi sich b ing , nich
ealisie wi d.
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100 F ied ich Ha ne
a) Von de s aa lichen P eisbildung is on An ang an de Teil de
P eise, an denen sich de S aa nich unmi elba in e essie zeig , aus-
geschlossen. Dazu gehö o allen Dingen de Kolchos- ode Baue n-
ma k , au dem die Kolchosniki und die Kolchosen übe ih Ablie e-
ungsoll hinausgehende E n ee äge zu eien P eisen anbie en kön-
nen5. Die P eise de am Kolchosma k gehandel en Gü e sind bei
eine posi i en Ve ände ungs a e ein Anzeichen ü die Übe nach age,
die im s aa lichen ode genossenscha lichen Handel mengen- und quali-
ä smäßig nich be iedig we den kann. Neben dem Kolchosma k gib
es einen in dem hie behandel en Zusammenhang wenige wich igen
p i a en Ma k ü Al wa en, dessen P eise eben alls om S aa nich
di ek kon ollie we den. Wich ige is ein Ma k — häu ig als Pa al-
lelma k ( Simes 1975, S. 42 - 52) bezeichne —, au dem as alle Gü e
und Diens leis ungen angebo en we den, die in ähnliche , häu ig in
schlech e Quali ä und o in unzu eichende Menge auch im s aa li-
chen Handel zu Ve ügung s ehen. De Pa allelma k dokumen ie
das Un e mögen des s aa lichen Handels- und Ve so gungsappa a es,
die Be ölke ung aus eichend mi allen gewünsch en Konsumgü e n und
die s aa lichen Indus iebe iebe mi den P oduk ionsmi eln, die sie
zu Plane üllung benö igen, aus eichend zu e so gen. Es is ein o e-
nes Geheimnis, daß die sogenann en Tolka schi, Anges ell e de Indu-
s iebe iebe, ü die Bescha ung all jene Gü e , die o iziell nich
e eichba sind, zu so gen haben. Insgesam is diese Pa allelma k
ein Ma k , demgegenübe „die sowje ischen Behö den g undsä zlich
nega i einges ell sind, mi dem sie abe leben müssen und den zu
geb auchen sie manchmal nich zöge n" (Simes 1975, S. 51). Is du ch
diese d ei Fo men on nich s aa lich egulie en Mä k en de Ansp uch
des S aa es, die P eise es zuse zen, on o nhe ein beg enz , so bleib
doch die Gesam hei de on de s aa lichen Wi scha und die Meh -
zahl de on den Kollek i wi scha en he ges ell en Gü e de s aa -
lichen P eis es se zung übe lassen. Es is die übe wiegende Meh zahl
de P eise, zu denen das Sozialp oduk be echne und ealisie wi d.
b) De P eisbildungsansp uch des S aa es bezieh sich p ak isch au
alle Gü e , die in eine mode nen Indus iewi scha he ges ell we -
den. Welchen Um ang diese Au gabe annimm , is da aus e sich lich,
daß in de P eis e o m on 1967 in de Sowje union die s aa lichen
O gane allein im P oduk ionsmi elsek o d. 10 Millionen P eise in
ca. 800 P eislis en es gese z haben (Gusa o 1969, S. 44) und dazu,
5 Vgl. Le in (1973), S. 44 und 127 - 134. De Kolchosma k ha nich nu die
Funk ion, den Baue n in Ve bindung mi dem p i a en Ho land eine Mög-
lichkei besch änk e p i a wi scha liche Tä igkei zu geben, die ih im
ganzen ela i nied iges Einkommensni eau anheb , sonde n auch die Be-
ölke ung mi besonde s schwe planba en Ag a p oduk en zusä zlich zu
e so gen.
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In la ionä e P ozesse in sozialis ischen Planwi scha en 101
wenn man die Zei om e s en Beschluß de P eis e o m bis zu Ve -
wi klichung zusammennimm 6, sieben Jah e Vo be ei ungszei ge-
b auch haben. Dabei sind wede Konsumgü e p eise im G oß- noch
im Einzelhandel noch landwi scha liche P eise es geleg wo den. Es
mag de Eind uck en s ehen, daß de S aa diese P eisbildungs age
wenigs ens o mal bewäl ig . In Wi klichkei is jedoch mi de Fes -
se zung eine g oßen Zahl on P eisen keineswegs gesiche , daß ü
jedes einzelne Gu , bes imm du ch seine konk e en Geb auchswe -
eigenscha en, zen ale P eise bes imm we den. Denn die heo e isch
ko ek e E üllung des P eisbildungsansp uches wü de bedeu en, daß
de S aa nich nu ü einzelne Gü e ka ego ien und Gü e g uppen,
wie z. B. Bekleidung, Schuhe, Au omobile, sonde n ü jedes homogene
Gu , das sich nach Quali ä und So imen on den ande en Gü e n, die
u. U. dem gleichen Beda dienen, un e scheide , P eise bilde . Un e
diesem Gesich spunk is die genann e Zahl on s aa lich es ges z en
P eisen zu ge ing. De s aa liche P eisbildungsansp uch im heo e i-
schen Sinn kann nich e üll we den, d. h. die Gesam hei de s aa lich
es gese z en P eise en hal en nich alle Einzelp eise ü alle ge ausch-
en Gü e und Diens leis ungen. Die s aa lichen Fes p eise bilden nu
ein meh ode minde g obmaschiges Ne z, in dem ü So imen s-
und Quali ä sun e schiede Lücken bes ehen, die au ande e Weise aus-
ge üll we den.
c) Die d i e Einsch änkung de Geschlossenhei de s aa lichen P eis-
bildung bes eh in de Dynamik de dem ixie en P eisbildungssys em
zug unde liegenden Gü e wel . Du ch die En wicklung neue P oduk e,
du ch Ve ände ung al e P oduk e und du ch Ve knappung und En -
knappung o handene P oduk e müssen P eise lau end neu es ge-
se z we den. Diese No wendigkei e höh nochmals die adminis a i en
Schwie igkei en und üh zu En wicklung on P eisbildungsmecha-
nismen auße halb de zen alen P eis es se zung.
2. Dezen ale P eisbildungs o men: Die P eisbildung du ch den S aa
muß, wenn sie den Ansp üchen an Ra ionali ä und Konsis enz des
Sys ems en sp echen will, komple sein und on eine Zen ale aus
e olgen. Deshalb is die Geschich e sozialis ische P eisbildung gekenn-
zeichne du ch eine seh s a ke Zen alisie ung de P eisbildungskom-
pe enzen. Angesich s de oben da ges ell en P obleme, insbesonde e
de No wendigkei eine g öße en Elas izi ä , und de de- ac o-Du ch-
löche ung de s aa lichen P eisbildung e gib ge ade die Locke ung de
Zen alisie ung eine e s e Möglichkei , s aa liche P eisbildung beizube-
6 1960 wa die Re o m beschlossen wo den, 1965 e olg e eine Umo ien ie-
ung de zug undeliegenden Konzep ion, 1967 wu den die neuen P eislis en
einge üh und dami die al en, die im wesen lichen aus dem Jah e 1955
s amm en, e se z . Ha ne (1968 b), S. 204.
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102 F ied ich Ha ne
hal en, indem man ande en und un e geo dne en O ganen, Minis e ien,
lokalen Behö den ode dem o ganisa o ischen Un e bau de P eisbil-
dungsbehö de Be ugnisse zubillig , P eise ü Gü e es zuse zen, ü
die das zen ale P eisam selbs nich P eise bilden will ode kann.
Auch die Be iebe we den bei de Dezen alisie ung in die P eisbildung
einbezogen, wobei, selbs wenn man den Be ieb als S aa sbe ieb e -
s eh , die eigen liche s aa liche P eisbildung au gegeben wi d. Eine
solche Dezen alisie ung de P eisbildung im g obmaschigen Ne z des
s aa lichen P eissys ems scha die Möglichkei , nich nu im Sinne
und nach dem In e esse de Zen ale P eise zu bilden, sonde n auch
einen eigens ändigen, in e essegebundenen Ein luß au die P eisbildung
auszuüben. Um die Einhei lichkei de P eisbildung zu siche n und
jenen Ein lüssen en gegenzuwi ken, muß die Dezen alisie ung de
P eisbildung du ch Ein ich ungen e gänz we den, welche eine Koo -
dina ion zwischen de zen alen und dezen alen P eisbildung in en-
die en.
a) Kalkula ions ich linien und P eisno ma i e: Du ch zen al es ge-
se z e Rich linien we den den Behö den und Be ieben, denen P eis-
bildungsbe ugnisse zue kann sind, genaue Vo sch i en übe die Kal-
kula ion de P eise gemach . E gänz we den diese P eisbildungs egeln
du ch Kos en- und Gewinno ma i e, die nich nu das Ve ah en und
die Einzelpos en de P eiskalkula ion o sehen, sonde n auch es e
Be äge ode P ozen sä ze in die P eisbildung einb ingen. Mi Kalku-
la ions ich linien und No ma i en ü Kos en und Gewinne soll de
Ein luß dezen ale P eisbildungso gane au die P eisbildung ausge-
schal e we den. Dies is jedoch nu in beg enz em Um ang möglich.
Je meh du ch zen ale Vo sch i en die Besonde hei en de einzelnen
Wi scha szweige und de einzelnen E zeugnisse be ücksich ig we den,
des o um ang eiche und komplizie e we den die Rich linien und No -
ma i e. Vo allem abe können die wich igs en Kos en ih e Höhe nach
nich o gesch ieben we den, sonde n sie sind du ch die Auss a ung
des Be iebes gegeben und nu ihm bekann . Un e diesen Vo ausse -
zungen is es den dezen alen P eisbildungsbehö den möglich, P eise
es zulegen, die auße halb de In en ionen de Zen ale liegen und den
Be iebsin e essen en sp echen. Am wenigs en abe gil dies ü die
sogenann e Pa ame e p eisbildung. Dabei we den die es zuse zenden
P eise mi els Ko ela ionskoe izien en an die P eise ande e , ähn-
liche P oduk e ode an bes imm e Kos enen wicklungen gebunden. Da
ma hema ische Ve ah en angewende we den, schein ein seh ge in-
ge Spiel aum ü eine selbs ändige P eisbildung zu bes ehen. Jedoch
muß de Pa ame e p eisbildung die Fes legung on Ve gleichselemen-
en, Geb auchswe eigenscha en, Koe izien en usw. o ausgehen, die
subjek i e Beu eilung und in e essengebundene In e p e a ion un e -
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In la ionä e P ozesse in sozialis ischen Planwi scha en 109
III. Gü e wi scha liche Disp opo ionen
als U sache in la ionä e P ozesse
Bishe wa en P eiss eige ungen als Ausd uck de in la ionä en Lücke
da au hin un e such wo den, wo in die ins i u ionellen U sachen ü
ih e En s ehung im Rahmen eines Fes p eissys ems liegen; im olgen-
den sollen die gü e wi scha lichen U sachen ü eine zu ückges au e
In la ion ins Auge ge aß we den. Auch hie i die Schwie igkei au ,
daß man en wede de Planungsins anz in la ionä e Zielse zungen un-
e s ellen muß — was aus diese Un e suchung ausgeschlossen wu de —
ode daß man den Nachweis üh en muß, daß die ex-an e-Planung zwa
S abili ä beabsich ig , abe nich e eichen kann. Diese F ages ellung
is um so p ekä e , als sie die Wi ksamkei de Planung selbs in F age
zu s ellen schein .
Die gesam wi scha liche Abs immung on P oduk ion und Ve -
b auch e olg im P oduk ionsgü e be eich mi Hil e de Ma e ialbilan-
zen bzw. du ch die Ve lech ungsbilanzen, die heo e isch le z lich ü
alle Gü e , p ak isch nu ü alle Gü e g uppen nach Au kommen und
Ve wendung ein Gleichgewich he s ellen sollen. Übe den hie a chisch
o ganisie en Wi scha s e wal ungsappa a we den aus diesen Bi-
lanzen die Planau lagen (P oduk ion, Bezüge und Lie e ungen u. a.) ü
die einzelnen Be iebe, Kombina e und Ve einigungen abgelei e , so
daß in E üllung de Einzelpläne das gesam e na u alwi scha liche
Gleichgewich e üll wi d. Selbs do , wo im G unde Na u alplanung
o lieg , abe in Geldg ößen geplan wi d, e üll de P eis nach de
Konzep ion de Planung lediglich die Funk ion eines neu alen
numé ai e im Sinne de Agg ega ions unk ion de P eise9. E was an-
de s gelage is die Si ua ion im Be eich de Konsumgü e planung:
Hie wi d im wesen lichen de Wa en onds dem Kau onds de Be öl-
ke ung gegenübe ges ell , wobei diese aus de Bilanz de Geldein-
nahmen und -ausgaben de Be ölke ung en nommen wi d. Im Un e -
schied zu den Bilanzen im P oduk ionsbe eich, die beidsei ig de zen-
alen Planung un e liegen, is die G öße des Kau onds und seine
S uk u bei eie Einkommens e wendung und Konsumwahl nu
schä zba , nich abe o he zubes immen. Die mak oökonomische Ana-
lyse des Planungssys ems im Hinblick au in la ionä e E ek e wi d im
olgenden Abschni un e nommen; hie sollen die Gü e sei e und de
gü e wi scha liche Mechanismus de Ve wi klichung des Plangleich-
gewich s un e such we den. Dabei handel es sich um s uk u elle
0 E s allmählich ha sich die E kenn nis du chgese z , daß die P eise neben
de Agg ega ions unk ion, die einen Teil de Meß unk ion da s ell , auch die
S imulie ungs- und Um e eilungs unk ion e üllen. Dadu ch wi d die In-
ak i i ä de P eise, sowei sie im na u alen Planungsbe eich angewand we -
den, in F age ges ell . Vgl. Schließe (1975), S. 49.
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110 F ied ich Ha ne
P obleme de Gü e planung, die sich au mik oökonomische und in e -
mediä e Ebene abspielen. Sie gip eln in de Behaup ung, daß die oben
skizzie e Bilanzie hei aus G ünden, die im Sys em selbs liegen, nich
e eich wi d und daß da aus in la ionä e Impulse e wachsen.
1. Fehlplanung: Es soll zue s ein G undp oblem de Planung skiz-
zie we den, das nich als Ein ich ung im obengenann en Sinne be-
zeichne we den kann; es is philosophische Na u , ha abe einen eal-
wi scha lichen Hin e g und und wei eichende wi scha spoli ische
Folgen. Es wa und is Gegens and poli ökonomischen S ei s ( gl.
Valo oj und Lapsina 1972, S. 112 .). Es handel sich dabei da um, ob
die Planung, die un e den Bedingungen des Sozialismus eine objek i e
No wendigkei da s ell und als solche au die o ale ex-an e-Koo dina-
ion de Wi scha angeleg is , schon pe se auch die Ve wi klichung
diese Koo dina ion is . Neig e man ühe dazu, dies zu behaup en, so
wi d heu e die Möglichkei de Di e genz gesehen, d. h. die gese zmäßig
objek i e No wendigkei de Planung schließ nich aus, daß in de
Wi klichkei die Planung aus e schiedenen U sachen (z. B. wegen sub-
jek i en Un e mögens de Plane ode wegen des un ollkommenen
Wissenscha ss andes de Planung) mißling . Planung schließ also nich
aus, daß alsch geplan wu de, daß die Wi klichkei nich so ges al e
wi d, wie die Plane es o sahen.
Wenn diese Möglichkei akzep ie wi d, so gib es e schiedene
G ünde ü Fehlplanungen: un ealis ische Planau s ellung, un ollkom-
mene Planübe mi lung und -du ch üh ung sowie au onome, nich o -
he sehba e En wicklungen. Die U sachen ü Fehlplanung lassen sich
dahin konk e isie en, daß bei de Realisa ion einzelne Gü e das zu
Planp eisen o geleg e a sächliche Angebo nich mi de a sächlichen
Nach age übe eins imm , also Übe nach age ode Übe angebo au -
e en. Das Nebeneinande beide E scheinungen is aus den un e -
schiedlichen Fehlu sachen und Agg ega ionse gebnissen gleiche maßen
möglich; ih e Rele anz ü in la ionä e Elemen e is zu p ü en, nach-
dem eine wei e e U sache ü die genann en Disp opo ionen au gezeig
wo den is , die zu e ende als Ein ich ung bezeichne we den kann
als die hie da ges ell e Möglichkei de Fehlplanung.
2. P oduk ionsen scheidungen de Be iebe: Es wa eine unzulässige
Ve ein achung im o he gehenden Abschni , die Planung so zu be-
handeln, als wä e sie au die P oduk ion jede einzelnen Wa e im öko-
nomischen Sinne ge ich e , also auch au die Mengen de einzelnen
So imen s- und Quali ä sposi ionen im P oduk ionsp og amm. Die
Ve wi klichung diese Vo s ellung wü de eine o ale Planung in en-
die en, die den Be ieben ü die P oduk ion jede Wa enposi ion (eben-
so ü alle ande en Ak i i ä en des Be iebes) genaue Mengenau lagen
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In la ionä e P ozesse in sozialis ischen Planwi scha en 111
e eilen wü de. Ta sächlich ha keine de bishe e olg en Planungs-
me hoden im Be eich de P oduk ionsplanung dies echnich e eichen
können. Wede die na u alen Kennzi e n (in Gewich s-, S ück- ode
beding na u alen10 Einhei en) noch die im We ausd uck es geleg en
P oduk ionssolls haben eine solche Dich e des P oduk ionsplans e -
eich , selbs wenn imme eine g obe So imen splanung (in Fo m on
So imen skennzi e n ode als S aa splanposi ionen) üblich wa . Auch
in diesem Fall bes eh im Rahmen de So imen sg uppe ein En schei-
dungsspiel aum de Be iebe (Al' e und B aginskij 1970, S. 111). E be-
s eh daneben nich nu in de echnischen O ganisa ion de P oduk ion,
sonde n auch in gewissem Um ang in zei liche Disposi ion (P oduk-
ions hy hmus) und in eine Reihe on ande en F agen, die in diesem
Zusammenhang ohne Belang sind. Diese selbs ändige Ein luß de Be-
iebe au die P oduk ion e gib sich heo e isch aus de Unmöglichkei
de Realisa ion de o alen Planung, e is p ak isch einsich ig aus de
in ielen B anchen absolu unübe sehba en So imen s iel al (z. B. Be-
kleidung, Maschinen, Pha mazeu ika). Abe auch in wenige di e si i-
zie en Wi scha szweigen, wie z. B. im Kohlebe gbau, is das P oduk
Kohle, wenn man ih e e schiedenen Quali ä sme kmale be ücksich ig ,
keineswegs einhei lich, auch in den e schiedenen Be- und Ve a bei-
ungs e ah en lieg die Möglichkei , di e enzie e Kohleso en zu p o-
duzie en, die au un e schiedliche Nach age s oßen.
Nimm man den be ieblichen En scheidungsspiel aum als gegeben
an, sind das Choz asce -Sys em und das P inzip de ma e iellen In e -
essie hei die Bes ä igung da ü , daß die Be iebe nich nu P oduk-
ionspläne zu e üllen haben, sonde n nach eigenen In e essen Ein luß
au die P oduk ion ausüben können, ja dies im Rahmen ih es En schei-
dungsspiel aumes sollen und müssen. De Choz asce e p lich e — wie
oben da ges ell — die Be iebe, bei de E üllung de e schiedenen
Planau lagen auch quali a i e Kennzi e n zu e eichen, die g undsä z-
lich Gewinncha ak e haben.
De Be ieb wi d deshalb die So imen e p oduzie en, die die E ül-
lung de p ämien ele an en Kennzi e n siche n11. In diesen Lösungs-
zusammenhang geh nich unmi elba die Nach age ein; in den P ei-
sen, die adminis a i o gegeben sind, komm sie, wie da ges ell , nu
ungenügend zum Ausd uck. Diese ins i u ionalisie e Lösungszusam-
10 Gemein sind übe g ei ende echnische Einhei en wie SKE ü B enn-
s o e, Näh gehal szi e n ü Fu e mi el, Kalo ien ü Nah ungsmi el, 4-
achsige Waggons ü den Waggonbau u. a. Vgl. Pe ako (1975), S. 8.
11 Die in Theo ie und P axis übliche Un e scheidung zwischen sogenann en
gewinnb ingenden und deshalb be o zug p oduzie en Wa en und sogenann-
en nich gewinnb ingenden, die e nachlässig we den und knapp sind,
mach deu lich, daß es sich nich nu um heo e ische Übe legungen, sonde n
um eale Phänomene handel . Vgl. z. B. Si nin (1968), S. 32.
8 Zei sch i ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en 1977/2
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112 F ied ich Ha ne
menhang zwischen Planlücken, Choz asce und dem P inzip de ma e-
iellen In e essie hei bewi k sys ema isch und imme on neuem
Disp opo ionen zwischen P oduk ion und Beda im Sinne on Übe -
nach age ode Übe angebo . E s ell — en gegen häu igen Da s ellun-
gen — keine Fehlplanung im eigen lichen Sinne da , sonde n is die
„ eie" En scheidung de Be iebe in dem En scheidungsspiel aum, de
du ch die beiden obengenann en Planein ich ungen ins i u ionalisie
und du ch Plankennzi e n, Planp eise und die gese zlichen Hegelungen
beg enz und ges eue wi d.
3. Die in la ionä en E ek e de gü e mäßigen Disp opo ionen: Die in
Übe nach age und Übe angebo zum Ausd uck kommenden Disp opo -
ionen lassen sich also unbe iedig e Übe schußnach age, als Wa en-
lücke, bzw. als un e käu liche Lage , ungewoll e Lage in es i ionen
iden i izie en. Im E gebnis s ehen de unbe iedig en Nach age bei de
einen G uppe on Gü e n ein un e käu liche Lage bes and bei eine
ande en G uppe on Gü e n gegenübe . Die Übe nach age s ell eine
in la o ische Lücke da , die bei eie Ma k p eisbildung zu P eiss eige-
ungen üh en wü de, hie abe die Fo m de zu ückges au en In la ion
— zunächs als pa ielles Phänomen be ach e — annimm . Demgegen-
übe wi d un e käu lichen Lage bes änden in de Hegel auch in Plan-
wi scha en eine de la o ische Wi kung zugesch ieben (Oy zanowski
1962, S. 334; Schwa z 1974, S. 123). Beide E scheinungen sollen ge enn
un e such we den, ehe ih gleichzei iges Au e en behandel wi d.
a) Unbe iedig e Nach age zu gel enden P eisen s ell eine in la io-
nä e E scheinung im Sinne de zu ückges au en In la ion da , wenn die
P eise nich s eigen dü en und Nach age nich be iedig wi d, weil
Gü e ehlen. Um die G öße des in la ionä en E ek s zu e assen, ge-
nüg es nich , die Di e enz zwischen Nach age und a sächlichem An-
gebo zu Planp eisen als in la ionä e Lücke es zuhal en. De mone ä e
E ek e gib sich allein aus de Di e enz de beabsich ig en Ausgaben
de Konsumen en, die sich bei bes imm en P eise wa ungen in eine
e wa e en Budge gleichung de Haushal e niede schlagen, und ih en
a sächlichen Ausgaben. Dies bedeu e je nach Höhe de e wa e en
P eise und de dazu beabsich ig en Nach age, daß die in la ionä e Übe -
liquidi ä g öße ode kleine als die in la ionä e Lücke sein kann.
Häl man angesich s des konk e en Konsumen en e hal ens eine e -
wa e e Budge gleichung ü un ealis isch, insbesonde e auch deshalb,
weil on den Planp eisen abweichende P eise wa ungen unwah -
scheinlich sind, so kann die Budge gleichung doch als die Ausgabensei e
de geschä z en Bilanz de Geldeinnahmen und -ausgaben in e p e ie
we den, die de P oduk ionsplanung zug undegeleg wi d. S imm sie
nich mi dem wi klichen Ve hal en übe ein, is die Übe liquidi ä
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In la ionä e P ozesse in sozialis ischen Planwi scha en 113
eben alls g öße als das Ungleichgewich am Ma k . In Höhe diese
Lücke sind in ande en Zweigen Gü e p oduzie wo den, die ih e sei s
keine Nach age o inden. Wende sich die Übe nach age ande en
Wa en zu, so kann en wede eine Übe nach age e s ä k we den bzw.
e s en s ehen, wenn bishe Ma k gleichgewich he sch e. Gab es au
Einzelmä k en un e käu liche Lage , so können diese abgebau we den.
Auch eine Ho ung ode E höhung des Spa ens wegen Gü e us a ion
is denkba .
b) Sind un e käu liche Lage — das Gegens ück zu unbe iedig e
Nach age — auch das Gegen eil on In la ion, Anzeichen ü de la o-
ische E ek e? Dies i siche insowei zu, als die au Lage liegen-
den Wa en — ebenso üb igens die aus Ve so gungsg ünden gehal enen
Rohs o lage — nich eine p oduk i en ode auch nu konsum i en
Ve wendung zuge üh we den. Sowei die Nach age be o en is ,
en s eh keine Ve schiebung de mone ä en Nach age; wenn jedoch
die ü diese Wa en o gesehenen ode de Planung zug undegeleg en
Konsumausgaben g öße wa en als die Umsä ze, die zum Planp eis ge-
ä ig we den, dann en s eh einzelwi scha lich in Höhe de Di e enz
eine ei we dende Nach age, die in la ionä wi k und in de gleichen
Weise wie oben e wende we den kann.
Bei eine gegebenen Nach ageku e (Ni bzw. N2) kann de in la io-
nä e E ek in olge un e käu liche Lage nu au e en, wenn die be-
absich ig e ode geplan e Nach age (p[ • n bzw. p • ne
2), in Geld aus-
ged ück , g öße wa als die a sächliche bei einem gegebenen Planp eis
(p .< bzw. p .<).
p;.»• >p-n >p?-n%
Dami eine solche Si ua ion ein i , muß en wede die Be ölke ung
im Rahmen eines Fes p eissys ems P eisände ungen ü bes imm e
Wa en e wa en und en sp echend höhe e Ausgaben planen, ode die
Planungsins anzen haben die a sächliche Nach age zu nied ig einge-
schä z . Le z e es is nu möglich, wenn p l
• n™
bzw.
p%1 •
n^ nähe am
Umsa zmaximum als p l
• n™
bzw. p -
%
liegen12.
aa) Wenn de Planp eis ela i hoch is ( gl. Ni) und die Nach age
en sp echend ge ing (Pil*n™), is de Umsa z ge inge als bei einem
e wa e nied igen P eis p . Realis isch is diese Si ua ion inso e n, als
häu ig eu e Luxusgü e un e käu lich sind, die nu zu einem nied igen
P eis eine Ve kau schance haben, die abe als solche be ei s in den Be-
da sk eis de Be ölke ung ge ück sind. Abgesehen da on, daß ü
12 Bekann lich ha im Umsa zmaximum die di ek e P eiselas izi ä de Nach-
age den We
—
1; bei linea en Nach ageku en is das genau dann de
Fall, wenn die Achsenabschni e halbie sind.
8*
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114 F ied ich Ha ne
Pi M
Lage
solche Gü e , zumal wenn es sich um absolu hohe Anscha ungswe e
handel (z. B. Au o), u. U. Anspa ungen in das Haushal sbudge einge-
plan we den, i dann, wenn die Planp eise (p ) doch hoch bleiben,
ein Liquidi ä se ek bei den Nach age n au .
bb) Wenn bei einem ela i nied igen P eis p^ ( gl. N2) die E wa -
ungen hinsich lich de P eissenkung zu wenig op imis isch wa en (pg),
deshalb ein höhe e Budge pos en eingeplan , als dann a sächlich e -
ausgab wu de, en s eh eben alls eine Übe schußliquidi ä , die zu Übe -
schußnach age üh en kann. Diese Fall ha insowei einen gewissen
Reali ä swe , als mi dem indus iellen Wachs um Luxusgü e (z. B.
Uh en) lange nich , dann abe schnell in den Be eich des Massenbeda s
gelang en und dabei nich nu ü die Plane die Abschä zung des Be-
da s, sonde n auch ü die Konsumen en die Ausgabenplanung e -
schwe wu de.
Die Analyse ha e geben, daß in la ionä e E ek e auch im Fall on
Lage bildung in olge on Fehlplanung en s ehen können, jedoch häng
die Höhe des in la ionä en Impulses dabei nich on de Höhe des
Lage s13, sonde n on den Kau absich en de Nach age und de ich-
igen Einschä zung du ch die Planins anzen ab. Deshalb kann sich auch
ohne Übe schußnach age und Lage bildung als Ausd uck gü e mäßige
Disp opo ionen ein in la ionä e E ek bilden, wenn nu die e wa e-
13 Die in diesem Sinne in la ionä wi kende Lage hal ung is nich mi den
a sächlichen Lage n iden isch, die z. T. no male Lage hal ung da s ellen,
auch nich mi dem We de Lage , die die Lage hal ungsno ma i e übe -
sch ei en, da diese, zumal in eine wachsenden Wi scha , zunehmen müssen.
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In la ionä e P ozesse in sozialis ischen Planwi scha en 115
en und geplan en Ausgaben g öße als die beim Planp eis ealisie en
sind. Dadu ch wi d als die le z e U sache diese A on in la ionä en
Ein lüssen nich nu die Fehlplanung, sonde n auch die Fehle wa un-
gen de Nach age gel en müssen. Wegen de Möglichkei de gegen-
sei igen (auch eilweisen) Kompensa ion de mik oökonomischen Einzel-
e ek e is die aus den Disp opo ionen des Angebo s und de Nach age
esul ie ende Übe schußnach age de Di e enz zwischen beabsich ig-
en bzw. geschä z en Käu en und den au G und on Planp eis- und
Planangebo a sächlich ge ä ig en Umsä zen gleich, wobei sich eils
Lage , eils Übe nach age, eils Ma k äumung e geben können.
Bishe sind die in la ionä en Impulse au de G undlage on absolu-
en G ößen da ges ell wo den. Ta sächlich is — wie bei de o enen
In la ion nu die P eisände ung — so auch hie nu die Ände ung, d. h.
die Zunahme de Übe schußnach age bzw. de Liquidi ä ss eige ung
als Ausd uck ü in la ionä e P ozesse maßgeblich.
4. G undlage de bishe anges ell en Übe legung wa die gü e mäßige
Disp opo ion zwischen de Nach age und dem Planangebo . P inzipiell
die gleiche Wi kung s ell sich ein, wenn nich Disp opo ionen in de
Gü e s uk u , sonde n in de äumlichen ode zei lichen Ve eilung
angenommen we den. Geling es nich , die Gü e so zu e eilen, daß
die angebo enen den nachge ag en Mengen en sp echen, en s ehen ö -
liche Übe nach age und Übe angebo e, die mi unbe iedig e Geld-
nach age e bunden sind. Diese egional au e enden Geldübe -
schüsse sind eine G undlage de sogenann en Geldmig a ion, de unge-
plan en und unkon ollie en in e egionalen Wande ung de kau -
k ä igen Nach age ( gl. Kopesko 1970, S. 74 .), die das äumliche
P oblem de Liquidi ä da s ell . Eine en sp echende Analyse de zei -
lichen Disp opo ionen üh auch hie zu gü e wi scha lich beg ün-
de en empo ä en Liquidi ä szunahmen14.
5. Planins umen e zu Behebung gü e mäßige Disp opo ionen: Un-
gedeck e Übe nach age und un e käu liche Lage sind Plans ö ungen
und s ellen E izienz e lus e da . Deshalb sind eine Reihe on Plan-
mechanismen en wickel wo den, welche das bes ehende Ungleichge-
wich beheben ode seine En s ehung übe haup e hinde n sollen. Zu
de e s en G uppe gehö en o allem die lau enden Planände ungen,
welche die Planung dem neue en und besse en In o ma ionss and an-
passen und die Fehle de Planaus üh ung ko igie en sollen. Abe da
sich die lau enden Planände ungen in de Regel nu au Teile beziehen,
14 Bekann is besonde s die S u mo sÖina zum Mona sende, wenn aus
Plane üllungsg ünden die Indus ie den Handel belie e und do dann
g oße Umsä ze gemach we den, wäh end zum Mona sbeginn in den Geschä -
en g oße Ruhe he sch . Vgl. O lo (1975), S. 4.
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116 F ied ich Ha ne
u en sie eine Inkonsis enz de Pläne und Schwie igkei en in ande en
Plan eilen he o und e s ä ken die sowieso nich e meidba e In-
konsis enz de Pläne. Wi ksame is de sich jedes Jah wiede holende
Planungsp ozeß, de bes ehende Ungleichgewich e imme on neuem zu
besei igen such . Auch P eisände ungen 1. als zen ale Ak ion ü Übe -
schußgü e in den e gangenen
15
Jah en ö e in Fo m de sogenann en
Ucenki mi Publizi ä du chge üh ode 2. als dezen ale P eissenkung
on maximal
10 °/o
du ch die Handelso ganisa ion (O lo 1975, S. 4) haben
eine gewisse Elas izi ä in den P eismengenzusammenhang geb ach .
Auch die S aa sbank is be eilig . Sie is du ch nich planmäßige Geld-
eingänge und du ch übe mäßige Ba geld-Liquidi ä übe gü e mäßige
Plan e le zungen in o mie und kann du ch Vo schläge di ek e Ak-
ionen, z. B. du ch Ve sendung on Übe schußlage n und zusä zlichen
Leis ungsangebo en (z. B. Thea e ), zu Ak i i ä en an egen, die dem
Lage abbau dienen. Selbs de Konsumen enk edi kann als Mi el in-
e p e ie we den, das den Lage abbau ö de n und heu e wie kün ig
(du ch K edi ückzahlung) Liquidi ä au saugen soll ( gl. Tiegel 1969,
S. 51 .).
Die in e essengebundenen Ein lüsse de Be iebe au Quali ä und
So imen , die als Quelle de Disp opo ionen besonde s wich ig sind,
können übe die Planko ek u en und Bankak i i ä en kaum behoben
we den. Hie se z ein Planmechanismus ande e A ein, de on eine
O ganisa ion ausgeh , welche die S anda disie ung de P oduk e zu
planen und zu übe wachen ha . S anda disie ung dien dabei nich nu
de echnologischen Ve ein achung, sonde n auch und insbesonde e im
Konsumgü e be eich de Quali ä ssiche ung. Ve le zungen on S an-
da ds können mi Sank ionen beleg we den, welche die Be iebe in
ih en Gewinnin e essen e en15.
Ähnlich wie die Maßhal eappelle zu Bekämp ung in la ionä e Ten-
denzen in o wiegend ma k mäßig ges eue en Volkswi scha en ha
de Sozialismus eine sys emspezi ische Fo m des mo al pe suading en -
wickel , die an Lau s ä ke und Pene anz nich un e legen is : In allen
Massenmedien wi d zu quali a i hohe und a ionelle P oduk ion an-
gespo n . Das Ziel eich jedoch übe die Bekämp ung des — das sei
hie nochmals e wähn — sowieso nich e s angigen In la ionsp oblems
hinaus.
Wi ksame E olge dü e u. U. ein sei Jah en e olg es Re o mziel
e b ingen: die Einschal ung de Ve äge zwischen den Be ieben bei
im Jah e 1973 wu den
1
788 Be iebe des Minis e iums de Leich indu-
s ie on de Kon ollab eilung on Goss anda SSSR übe p ü ; bei 60%
de Be iebe wu den die S anda ds e le z , und 709 Be iebe wu den mi
wi scha lichen Sank ionen (z. B. Gelds a en) beleg . O lo (1975), S. 3.
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In la ionä e P ozesse in sozialis ischen Planwi scha en 117
de Bes immung de P oduk ionss uk u im Plan. Die Be iebe sollen
ex an e de aillie e Ve äge mi ih en Abnehme n abschließen, die
dann in den Planungsp ozeß übe nommen we den. Dadu ch könn e
nich nu die Planau s ellung ealis ische we den, sonde n auch die
Plandu ch üh ung du ch die And ohung on Ve agss a en s imulie
we den. Es gib jedoch eine Reihe on Hinweisen, daß bishe un e den
Bedingungen eines Übe gewich s de zen alen Planung, des Ve käu e -
ma k es und de zu ge ingen Höhe de ma e iellen S imuli (S a e und
P ämien) eine wi ksame Mik os eue ung noch nich e eich is .
IV. Das Geld- und K edi sys em
als Bedingung in la ionä e E scheinungen
Sowohl bei de Un e suchung des Fes p eissys ems au in la ioni-
s ische Möglichkei en als auch bei de Analyse de ealen Disp opo io-
nen wa om Ein luß des Geldes abs ahie wo den. Wenn das Geld-
und K edi sys em einbezogen wi d, so müssen o weg einige g und-
legende Un e schiede he ausges ell we den:
a) Die planmäßige Koo dina ion de Volkswi scha ollzieh sich
übe im G unde na u ale Bilanzen, selbs wenn sie in Geld ausged ück
we den. Die Geld- und Finanzplanung olg de na u alen Planung und
is on ih abgelei e . Inso e n is die In e p e a ion des sozialis ischen
Wi scha ssys ems als Planungssys em übe die na u ale Leh e on
de Zen al e wal ungswi scha zu e end. Nu bei de Plandu ch-
üh ung we den dem Geld bes imm e Funk ionsleis ungen zugesch ie-
ben (.Hensel 1954, S. 186 .).
b) Geld allein eich no male weise nich aus, um Gü e kau en zu
können, es muß die Planmäßigkei de Käu e gegeben sein. Inso e n
is es ich ig, dem Geld nich die Eigenscha eines „bea e o op ions"16
zuzubilligen. Abe schon im Konsumgü e be eich is die Planmäßigkei ,
wie da ges ell , wegen de ich igen Einschä zung de Konsumen en-
wünsche du ch die Planung agwü dig. De Konsumen ha Wahlmög-
lichkei en, wenn auch beg enz du ch das s aa liche Angebo . Imme
wenn die Ve ügung übe Geld mi F eihei sspiel aum e knüp is ,
en wickeln das Geld und die in Geld ausged ück en P eise ih e im
G unde ma k wi scha lichen Funk ionen17. Sowei dies zu i , be-
s ehen auch im Sozialismus Wa e-Geld-Beziehungen18 mi allen ma k -
16 De Beg i wu de on Wayne A. Leeman einge üh . Vgl. G ossman,
(1968), S. 3.
17 Dabei is die Rolle des Geldes als abs ak e Geldeinhei seh iel s ä ke
ausgep äg als die Funk ionen des konk e en Geldes, dessen We au bewah-
ungs unk ion angesich s de wenigen inanziellen Ve mögensobjek e äuße s
besch änk is .
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118 F ied ich Ha ne
wi scha lichen In ol a ionen, so daß au eine nied ige en Abs ak-
ionsebene die In e p e a ion de sozialis ischen Planwi scha en aus
de Leh e on de Zen al e wal ungswi scha e sag . Au diesem
Hin e g und sind die P obleme de Finanzie ung und die Bedingungen
ü in la ionä e P ozesse zu un e suchen.
c) Dem Geld- und K edi sys em lieg in de S aa sbank eine einhei -
liche Banko ganisa ion zug unde, zu de auch die Baubank und die
Spa kasse zählen. Die S aa sbank is nich selbs ändig; ih e Au gaben
um assen zugleich die Funk ionen eine No en- und die Geschä e eine
Uni e salbank in einem sys emspezi ischen Zuschni .
d) Eine Geld- und K edi poli ik im Sinne des klassischen No enbank-
ins umen a iums gib es nich , die S aa sbank egulie die Geldmenge
und die Ausleihungen übe spezi ische Pläne.
1. Die Du chlässigkei de Ba geldumlau planung: Zu den Ein ich-
ungen des Geldsys ems gehö , daß zwei s eng oneinande ge enn e
Geldk eisläu e exis ie en, eine ü Buchgeld, de ande e ü Ba geld.
Obwohl in den le z en Jah en die ba geldlose Zahlung ü gewisse, o
allem kommunale Diens e auch ü die Be ölke ung möglich gewo den
is und soga p opagie wi d, zi kulie das Ba geld ausschließlich zwi-
schen de Be ölke ung, den Handelso ganisa ionen und Spa kassen, die
zu so o igen Ab üh ung an die S aa sbank e p lich e sind. Die Be-
iebe e hal en Ba geld nu en sp echend ih e Lohn onds zu Aus-
zahlung on Löhnen; ande e Zahlungen dü en sie ( on minimalen Be-
ägen abgesehen) nich ba , sonde n nu unba übe die Kon en bei
de S aa sbank du ch üh en.
a) De Ba geldumlau wi d du ch den Kassenplan und den Plan de
Geldeinnahmen und Geldausgaben de Be ölke ung ge egel . En häl
jene die gesam en Ba geldeinnahmen (insbesonde e die Eingänge des
Handelssys ems) und -ausgaben (insbesonde e Lohnzahlungen), so is
im Plan de Geldeinnahmen und -ausgaben de Be ölke ung nu die
Einnahmensei e einige maßen planba , wäh end die Ausgaben nach
Höhe und S uk u eine unabhängige Va iable sind. Nich einmal die
Gesam summe de Ausgaben kann angesich s de Möglichkei des Ho -
ens be echne we den. Die bei den Spa kassen angeleg en E spa nisse
können eies Spa en, Zweckspa en ode Spa en wegen Gü e us a-
ion sein ( gl. Fi a o a 1975, S. 68; Keese 1968, S. 142). Da die Au -
18 „Die Gese ze und Ka ego ien de sozialis ischen Wa enp oduk ion du ch-
d ingen meh ode wenige alle ökonomischen P ozesse. Sie sind Bes and eil
des Gesam sys ems de ökonomischen Gese ze des Sozialismus und mi be-
s immend ü das Wesen de sozialis ischen P oduk ionsweise." Amb ée,
Bösche und Ma ho (1970), S. 992.
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In la ionä e P ozesse in sozialis ischen Planwi scha en 125
und kon ollie we den, sonde n muß bes en alls au de G undlage
de P ämieno dnungen und de Gewinn-No ma i e geschä z we den.
Dabei kann de G ad de E üllung de p ämien onds ele an en Kenn-
zi e n nich o ausbes imm we den, so daß F eihei sg ade bes ehen
bleiben, welche eine exak e Vo ausplanung e hinde n. Zumal ü die
60e Jah e dü e in den e häl nismäßig hohen P ämienausschü ungen
eine U sache ü in la ionä e Einkommenszuwächse gelegen haben.
Jedoch is inzwischen eine Regelung o gesehen, die geeigne is , diese
in la ionä e Quelle zu s op en: Wenn in de DDR die Jah esendp ämien
ein Mona seinkommen nich übe sch ei en sollen und au diese Höhe
einge o en .we den (Die Wi scha , 1975, He 25, S. 11), is eine Be-
g enzung de P ämienausschü ung ü die gesam e Volkswi scha
wi ksam, welche eine unschwe e mi elba e Höchs summe ü P ämien
diese A insgesam es leg und eine sukzessi e Annähe ung an diese
G enze on einem gewissen Is s and aus be echenba mach . Ande e
kleine e P ämien (im sozialis ischen We bewe b, au aggebundene
P ämien) könn en, selbs wenn sie indi iduell und leis ungsbezogen
be echne we den, au einen gesam wi scha lich geplan en P ämien-
onds ange echne we den.
3. Sub en ionen: In la ionä e Impulse können in sozialis ischen Plan-
wi scha en du ch P eissub en ionen au ge angen we den. Wenn ane -
kann e maßen bishe schon die Mie en und Kommunal a i e nich
kos endeckend wa en und de S aa aus dem Budge zuzahl e22, so lag
da in ein P eiss abilisie ungselemen im Sinne de o enen In la ion,
das insowei als In la ionsindika o wi k e, als Kos en und Zuschüsse
s iegen. Fü Planwi scha en, in denen P eise und Löhne mi den ge-
nann en Einsch änkungen om S aa es geleg we den und die Übe -
schüsse de Be iebe übe Gewinnab üh ung und du ch die Umsa z-
s eue an den S aa ließen, is es ela i ein ach, ü eine G uppe on
Gü e n und Diens leis ungen an P eisen es zuhal en23, die nied ige als
die Kos en sind. Da es auch hie au die Ve ände ung ankomm , kön-
nen übe Ve zich au P eissenkungen und Lohns eige ungen in ziem-
22 Die Mie en decken nu d. 1/s de Kos en; den Res äg bei s aa lichen
Bau en de S aa . (Honnecke 1975, S. 4).
23 „Im Zei aum 1971 bis 1975 sind das meh als 50 Millia den Ma k, da -
un e allein 32,6 Millia den Ma k ü die Au ech e hal ung de nied igen
Ve b auche p eise ü Milch, Bu e , B o , Fleisch, Speiseka o eln und an-
de e Nah ungsgü e und 12,5 Millia den Ma k ü Ve keh s- und Diens lei-
s ungen. Das bedeu e zum Beispiel, daß au 100 Ma k Nah ungsmi el, die
du ch die Be ölke ung gekau we den, 26,90 Ma k Zuwendungen aus gesell-
scha lichen Fonds be ei ges ell we den, um die bes ehenden nied igen Ve -
b auche p eise au ech e hal en zu können. Fü jede Ma k, die die Be ölke-
ung ü Be ö de ungsleis ungen au wende , we den zusä zlich aus gesell-
scha lichen Fonds wei e e 1,37 Ma k au Beibehal ung de nied igen Ta i e
zu Ve ügung ges ell ." (Honnecke 1975, S. 4).
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126 F ied ich Ha ne
lieh g oßem Um ang P eisau iebs endenzen du ch Sub en ionen e -
hinde we den. Die Finanzie ung de Sub en ionen wi d e leich e ,
wenn au G und on S eige ungen de A bei sp oduk i i ä die Ein-
nahmen des S aa es aus de Wi scha wachsen. So können in la ionä e
Impulse, die aus un e schiedlichen Quellen kommen, au ge angen we -
den. Das P eissys em wi d dadu ch zunehmend agwü dig und e -
lie seine Eigenscha als E izienzk i e ium de Wi scha .
Die wich igs en in la ionä en An iebsk ä e im Wi scha ssys em des
sowje ischen Sozialismus gehen au das Mißlingen de Planung und die
da aus en s ehenden gü e wi scha lichen Disp opo ionen zu ück.
Mindes ens ebenso seh sind da an die planunabhängigen En scheidun-
gen de Be iebe, die inne halb de bes ehenden En scheidungsspiel-
äume au Maximie ung ande e Ziele als die de Zen ale ge ich e
sind, be eilig . Die im Ba geldbe eich nich exak planba en Geld-
Wa ens öme und die hohe Be ei scha de S aa sbank, Plan ehle
du ch K edi e zu inanzie en, sind no wendige Bedingungen, die im
Geld- und K edi sys em e anke sind. Die Fixie ung des P eissys ems
bie e nu in seinen Un ollkommenhei en Möglichkei en ü o ene
P eiss eige ungen, die — da meis nich in die o iziellen P eisindizes
eingehend — nich so seh ins Auge allen wie die Indizien eine zu ück-
ges au en In la ion, de en E scheinungs o men o allem unbe iedig e
Nach age und in gewissem Um ang un e käu liche Lage sind. Die
planwi scha lichen Ins umen e eichen zwa nich aus, in la ionä e
P ozesse, die aus dem Sys em selbs en s ehen, zu e hinde n, sie hal en
sie abe in G enzen, die es in in la ionsgeplag en Ma k wi scha en
nich gib .
Zusammen assung
Das E scheinungsbild on in la ionä en P ozessen in Lände n des sowje i-
schen Sozialismus is eine Kombina ion aus o ene und zu ückges au e
In la ion. Fü P eiss eige ungen sind die iel äl igen Du chlöche ungen des
zen al ixie en P eissys ems e an wo lich, die eine e besse en P eis-
bildung dienen sollen, abe den Be ieben die Möglichkei geben, ih e z. T.
du ch Plankennzi e n und das o iziell ins allie e P inzip de ma e iellen
In e essie hei gelei e e In e esse an höhe en P eisen zu ealisie en. Fü
die zu ückges au e In la ion sind die U sachen o allem in gü e wi scha -
lichen Disp opo ionen zu sehen: We den Pläne nich e üll ode we den
on den Be ieben in ih em eigenen En scheidungsspiel aum einsei ige So -
imen s- und Quali ä sen scheidungen ge o en, en s ehen Übe schußnach-
age und un e käu liche Lage ; auch le z e e können Anzeichen in la io-
nä e De ek e sein. In den Ein ich ungen des Geldsys ems lieg heu e ehe
eine passi e Bedingung als eine ak i e U sache. Auch om Ve eilungssys em
gehen bes imm e in la ionä e Impulse aus. Den ins i u ionell e u sach en
In la ionse scheinungen s ehen zahl eiche Planins umen e zu ih e Dämp-
ung gegenübe , mi denen in de Regel eine hohe In la ions a e e hinde
we den kann.
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In la ionä e P ozesse in sozialis ischen Planwi scha en 127
Summa y
In coun ies wi h socialism o he So ie ype, in la iona y p ocesses mani-
es hemsel es in a combina ion o open and ep essed in la ion. The many
loopholes in he sys em o cen ally ixed p ices make p ice inc eases pos-
sible; hey a e in ended o se e he pu pose o imp o ed decen alized p ice
o ma ion, bu ac ually gi e i ms oppo uni y o ealize hei in e es in
highe p ices. This in e es is caused pa ly by planning indica o s and pa ly
by he o icially ins i u ed p inciple o ma e ial in e es ( he bonus sys em).
The causes o ep essed in la ion can be seen p ima ily in he eal dis-
p opo ions which a ise be ween supply and demand o homogeneous
goods. I plans a e no ul illed o i i ms decide abou he asso men and
quali y o hei p oduc s (wi hin he scope o hei au ho i y o make
decisions o his na u e), hen excessi e demand and unma ke able in en-
o ies a e he esul ; he la e can also be signs o in la iona y de ec s.
The o ganiza ion o he mone a y sys em oday ep esen s a passi e con-
di ion o in la ion a he han an ac i e cause o i . Ce ain in la iona y
impulses also o igina e in he dis ibu ion sys em. Nume ous planning in-
s umen s a e a ailable o check hese di e en p ocesses o in la ion, and
employmen o such ins umen s usually p e en s a high a e o in la ion
om de eloping.
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OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.97.2.95 | Gene a ed on 2023-04-04 11:54:10