Lachmann, We ne
A icle
C owding-ou und die F age nach de neu alen
Geldpoli ik
K edi und Kapi al
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Lachmann, We ne (1978) : C owding-ou und die F age nach de neu alen
Geldpoli ik, K edi und Kapi al, ISSN 0023-4591, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 11, Iss. 4, pp.
451-464,
h ps://doi.o g/10.3790/ccm.11.4.451
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C owding-ou und die F age
nach de neu alen Geldpoli ik
Von We ne Lachmann, Heidelbe g
Die Auseinande se zung da übe , ob iskalpoli ische1 Maßnahmen
ode mone ä e Maßnahmen sei ens de Zen albank mak oökonomisch
wi ksame g ei en, ha in de le z en Zei mi de Deba e übe die
C owding-ou -Hypo hese ein neues Momen hinzugewonnen2. Bekann -
lich be ach en die Mone a is en die Fiskalpoli ik als impo en , wenn es
da um geh , eine länge is ige S imulie ung de Volkswi scha anzu-
s eben. Rein iskalpoli ische Maßnahmen — so sagen sie — e d än-
gen nu die p i a e Nach age. De S aa sausgabenmul iplika o sei
nich wei on Null en e n ; in einigen Modellen e gib sich soga ein
nega i e Mul iplika o . Wegen des höhe en Zinsni eaus und eine
möglichen In la ion üh eine übe den K edi ma k inanzie e E -
höhung de S aa sausgaben zu einem indi ek en C owding-ou . Im
Falle, daß die Haushal e ode Un e nehmen diese om S aa zu Ve -
ügung ges ell en Gü e ode Diens leis ungen sons unmi elba selbs
nachge ag hä en, sp echen wi on einem di ek en C owding-ou .
Dazu kommen noch die Nach ageaus älle, die on eine möglichen Ul-
a a ionali ä he üh en3. Von de Angebo ssei e üh die Ine izienz
des S aa es — zumindes länge is ig — ebenso zu eine Ve s ä kung
des nega i en Mul iplika o s4. Ih e ökonome ischen S udien scheinen
anzudeu en, daß eine iskale S imulie ung zu „e e inc easing pe e se
impac s" üh 5. Die Nich mone a is en hingegen behaup en, daß iskal-
1 Un e iskalpoli ischen Maßnahmen wollen wi hie nu — wie in de an-
gelsächsischen Li e a u i. a. üblich — Ve ände ungen in de Höhe de
S aa sausgaben e s ehen.
2 Ve wiesen sei au die kü zlich e schienenen Bei äge on Blinde und
Solow (1973, 1974, 1976), Bui e (1977), Ca lson und Spence (1975), In an e
und S ein (1976), Meye (1974, 1975), S ein (1976) und die empi ische Un e -
suchung on Cebula (1978).
3 Siehe Bui e (1977).
4 Du ch eine Ve inge ung de In es i ionsnach age e höh sich länge -
is ig das in la ionä e Po en ial wegen des ge inge en Wachs ums des Ka-
pi als ocks und des da aus esul ie enden ge inge en Angebo s. Siehe auch
Cebula (1978).
s So F omm und Klein (1973), S. 393. Im Wha on Ma k III Modell e häl
man einen ealen S aa sausgabenmul iplika o on
—
3. Das Bu eau o
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poli ische Maßnahmen nich nu alloka i e Wi kungen haben — was
auch die Mone a is en akzep ie en —, sonde n haup sächlich einen s a -
ken agg ega i en E ek . Sie sind sowohl heo e isch als auch empi isch
in de Lage, zu zeigen, daß de eale S aa sausgabenmul iplika o ü
die ele an e Zei spanne posi i und g öße als eins is 6. Wie bekann ,
sind die Nich mone a is en meh an ku z- und mi el is igen Auswi -
kungen in e essie — sagen wi , an eine Analyse de e s en 3 Jah e
— wäh end die Mone a is en die lang is igen Ein lüsse un c cuchen —
in, sagen wi , einem Zei aum on 10 Jah en7.
In de o liegenden A bei möch e ich zeigen, daß man in diese Kon-
o e se insowei on alschen Vo ausse zungen ausgeh , als das Kon-
zep eine neu alen Geldpoli ik nich eingehend un e such wi d. Um
die E ek i i ä iskalpoli ische Maßnahmen ech beu eilen zu kön-
nen, müssen die geldpoli ischen Maßnahmen neu al sein. Es is dabei
nich ich ig, den G ad de Geldpoli ik nu an de Ve ände ung de
Geldmenge8, wie imme sie auch gemessen wi d, zu beu eilen. Du ch
die explizi e Ein üh ung eine neu alen Geldpoli ik, die nich gleich-
bedeu end is mi de Abwesenhei säm liche quan i a i e mone ä e
Maßnahmen, lös sich ein Teil de Deba e als i ial au . Wi können
auße dem zeigen, daß es auch zu einem C owding-ou kommen kann,
wenn ein Teil de e höh en S aa s ausgaben du ch eine e höh e Geld-
schöp ung inanzie wi d, um die e höh e Nach age nach T ansak ions-
kasse zu be iedigen. Is die We au bewah ungs unk ion des Geldes
unbedeu end, nimm die Wah scheinlichkei des Ein e ens eines
C owding-ou ab.
Economic Analysis Modell weis soga einen Mul iplika o on
—
23 ü eine
Zei spanne on 40 Qua alen aus. Siehe Ca lson und Spence (1975), S. 14.
6 Siehe Modigliani und Ando (1976) ü empi ische Un e suchungen. Blin-
de und Solow (1973, 1974, 1976) zeigen heo e isch, daß eine k edi inanzie e
S aa sausgabenpoli ik expansi e wi k als eine geld inanzie e. Ih E gebnis
häng alle dings en scheidend on de S eue unk ion und de De ini ion des
zu Ve ügung s ehenden Einkommens ab, das auch die Zinsleis ung des
S aa es zum Einkommen zähl . De Fall de unwi ksamen S aa sausgaben
üh zu einem ins abilen Modell. Das Ko espondenzp inzip e o de dahe
die Annahme eine e ek i en Finanzpoli ik. In an e und S ein (1976) se zen
sich k i isch mi de Blinde und Solow-Analyse auseinande und lei en
kon ä e E gebnisse ab.
7 Siehe Go don (1976) bezüglich eine Deba e hinsich lich de un e schied-
lichen Zei ho izon e.
« Mone a is en en wickel en das Konzep de mone ä en Basis, die als In-
dika o de geldpoli ischen Vo s ellungen de Zen albank dien . Wie noch
gezeig wi d, üh die mone ä e Basis als Indika o eine neu alen Geld-
poli ik zu alschen E gebnissen in de Beu eilung de Wi ksamkei inanz-
poli ische Maßnahmen.
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C owding-ou und die F age nach de neu alen Geldpoli ik 453
In Teil I e läu e n wi das Konzep eine neu alen Geldpoli ik;
Teil II s ell das Modell und seine Annahmen da ; in Teil III lei en wi
die un e schiedlichen Schluß olge ungen ab, die sich aus e schiedenen
Geldpoli ikindika o en e geben (und zwa im Hinblick eines möglichen
C owding-ou ).
1 Das Konzep de neu alen Geldpoli ik
In de C owding-ou -Deba e wi d sei ens de Mone a is en bei de
E aluie ung de Fiskalpoli ik ein kons an es Geldangebo un e s ell .
Es e heb sich jedoch die F age, ob es ich ig is , iskalpoli ische Maß-
nahmen un e diese Annahme au ih e Wi ksamkei hin zu un e su-
chen, wie es o in empi ischen Un e suchungen geschieh . Man muß
nich nu agen, wie zwischen iskalpoli ischen und mone ä en Maß-
nahmen un e schieden we den kann, wenn die Budge es ik ion des
S aa es beide Poli iken mi einande e knüp 9, ielmeh haben wi zu
übe legen, wie wi eine neu ale Geldpoli ik de inie en können, die
iskalpoli ische Maßnahmen nich s ö end beein luß . Neu ale geld-
poli ische Maßnahmen soll en solche Maßnahmen sein, die, on de mo-
ne ä en Sei e he gesehen, keine s ö enden Auswi kungen au die En -
scheidungen de Wi scha ssubjek e haben. Wede Konsumen en noch
In es o en soll en du ch die neu ale Geldpoli ik dazu geb ach we den,
aus geld- ode k edi poli ischen G ünden ih e ge o enen Realen schei-
dungen zu e idie en. Dies e o de , daß de mone ä e und inanzielle
Be eich nach eine E höhung de S aa sausgaben keine wesen lich an-
de en Bedingungen au weis als o de E höhung de S aa sausgaben.
Die Geldbasis (und somi die Geldmenge10) bei e höh en S aa sausga-
ben kons an zu hal en, mag schon als eine geldpoli ische Maßnahme ge-
deu e we den. Selbs eine ein übe S eue n inanzie e E höhung de
S aa sausgaben üh zu eine E höhung des Gleichgewich s olksein-
kommens (Haa elmo-Theo em), die — aus T ansak ionsg ünden — eine
e höh e Geldnach age nach sich zieh . Somi implizie eine kons an e
mone ä e Basis eine kon ak i e Geldpoli ik, die de Fiskals imulie-
9 Jede iskalpoli ische Maßnahme ha Auswi kungen au den Geld- und
K edi ma k . Eine Möglichkei , Zen albankpoli ik au onom einzu üh en, ha
Hansen (1973) au gezeig . Sein Konzep de „U.S. ype o cons ain " e -
laub , Geldpoli ik ohne Fiskalpoli ik zu be eiben.
10 Da unse Modell keinen Bankensek o en häl , implizie Kons anz de
mone ä en Basis gleich Kons anz de olkswi scha lichen Geldmenge. Die
Endogeni ä de Geldmenge e se z das BankenSys em. Es wi d m. a. W. ein
p opo ionales Ve häl nis zwischen de Geldmenge und de mone ä en Ba-
sis — aus Ve ein achungsg ünden — un e s ell .
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ung en gegenwi k . Manche empi ischen S udien zeigen somi nu , daß
eine es ik i e Geldpoli ik sich gegenübe eine expansi en Fiskal-
poli ik du chse z (zumindes lang is ig gesehen).
Wie allgemein bekann , be ach en Keynesiane den Zinssa z als In-
dika o de Bedingungen au dem Geldma k , de auch die geldpoli i-
schen Vo s ellungen de Zen albank o enleg . Man kann ebenso o -
de n, daß eine neu ale Geldpoli ik die S uk u de S aa sschuld nach
eine E höhung de S aa sausgaben kons an häl 11. Eine iskalpoli ische
Maßnahme, die die S uk u de S aa sschuld nich e ände , gäl e
dann als ein iskalpoli ische Maßnahme. Eine Ve ände ung des olks-
wi scha lichen Po e euilles zwischen S aa sobliga ionen und Geld is
dann de ein mone ä e Teil eine E höhung de S aa sausgaben. Eine
neu ale Geldpoli ik in diesem Sinne wü de eine p opo ionale E hö-
hung alle Finanzak i a (hie nu Geld und We papie e, die z. B. als
Bonds gedach we den können) bedeu en.
2 Die Modellannahmen
Kü zlich ha Meye (1974, 1975) ein ein aches abe in e essan es Mo-
dell au die Möglichkei eines C owding-ou un e such . Dieses Modell
be ücksich ig neben de Budge es ik ion des S aa es auch die K eis-
lau axiome12. Die heo e ische E idenz eines olls ändigen C owding-
ou s, ja soga eines nega i en kumula i en Fiskalmul iplika o s, wi d
aus diesem Modell dann abgelei e 13.
Das Meye -Modell is om Typus IS-LM mi igiden P eisen und Löh-
nen. Es en häl zwei Gleichgewich sbedingungen, je eine ü den Geld-
und Gü e ma k . Ve mögense ek e we den sowohl in die Geldnach-
age als auch in die Konsumnach age eingebau . Wi übe nehmen die-
11 Neben de S uk u de S aa sschuld könn e man auch eine kons an e
Einkommensk eislau geschwindigkei benu zen. Solange diese K eislau ge-
schwindigkei kons an is , haben sich die ein mone ä en Vo ausse zungen
in de Wi scha nich geände . Au lang is ige Ve ände ungen, die aus
dem ealen Be eich he üh en, muß na ü lich Rücksich genommen we den.
12 Die Finanzie ungsbesch änkung e binde Bes ands- und S ömungs-
g ößen mi einande ; die Budge es ik ion ga an ie Konsis enz de S ö-
mungsg ößen und die sogenann e „balance shee cons ain " is die Ve mö-
gensbesch änkung de Bes andsg ößen. Siehe Meye (1975), S. 67 . Diese
Konsis enzbedingungen we den in de S anda danalyse leide e nachlässig .
Siehe auch Chick (1973), die zeig , daß die S anda dmak omodelle en wede
nu ü den s a ionä en Zus and gel en ode inkonsis en sind.
13 In de zehn en Pe iode wi d de kumulie e Mul iplika o nega i
(- 0,2). Siehe Meye (1975), S. 77. Das E gebnis kann mi Hil e de Fo mel
(A XIA G)n = (1/50)
•
(100
—
11 n) übe p ü we den, wobei n die Anzahl de
Pe ioden angib .
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C owding-ou und die F age nach de neu alen Geldpoli ik 455
ses Modell wegen seine ein achen S uk u und Übe schauba kei . En-
dogene S eue n ga an ie en du ch die Zinsleis ung des S aa es einen
expansi en iskalen E ek 14 (in de kompa a i -s a ischen Analyse).
Um dieses e iden e E gebnis (als Gleichgewich sbedingung!) auszuschlie-
ßen, übe nehmen wi die Annahme, daß die T ans e leis ungen aus
Zinsleis ungen au die S aa sschuld bes ehen und daß die S eue ein-
nahmen so gese z we den, daß sie die T ans e leis ungen ausgleichen15.
Wi we den dieses Modell benu zen, um die Bedeu ung eine angemes-
senen und ko ek en De ini ion de neu alen Geldpoli ik zu zeigen.
Die ele an en Gleichungen lau en
(1) X =
C
(X,
a)
+ I ( ) + G
(2) m = L ( , X, a)
(3) a = m + b
(4) G = da
mi
0 < CXi Ca < 1; I < 0
0<La<l; Lx>0; L <0
wobei die Symbole olgende Bedeu ung haben:
X agg egie es Angebo
C (X, a) Konsum unk ion
I( ) In es i ionsnach age
G S aa sausgaben
a Summe de Ak i a
Realzinssa z
m Geldangebo
b We papie angebo des S aa es (Bonds)
L
( ,
X, a) Liquidi ä sp ä e enz unk ion
Gleichung (1) s ell die Gleichgewich sbedingung au dem Gü e sek-
o da , wobei das agg egie e Angebo sich elas isch an die agg egie e
Nach age anpaß 16. Gleichung (2) bezeichne die Gl-eichgewich sbedin-
14 Siehe Blinde und Solow.
« Siehe Meye (1975), S. 70.
Eine olls ändige Analyse müß e auch den A bei sma k , eine konsi-
s en e Behandlung des Kapi alma k s und ein a iables P eisni eau einbe-
ziehen. Wi belassen es bei den ein achen Annahmen des Meye -Modells, da
die Analyse de Indika o en eine neu alen Geldpoli ik dadu ch nich be-
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gung ü den Geldma k . Gleichung (3) beinhal e die Ve mögensbe-
sch änkung des p i a en Sek o s. Das Rein e mögen bes eh nu aus
Finanz e mögen, nämlich Zen albankgeld und S aa sschuld e sch ei-
bungen. Die Ve mögensbesch änkung e laub , den We papie ma k zu
e nachlässigen (Wal as-Gese z); eine Konsis enz de einzelnen Be-
s andsg ößennach agen is du ch die sogenann en „adding-up condi-
ions" gegeben. Gleichung (4) is eine e kü z e Finanzbesch änkung
des S aa ssek o s. Die S aa sausgaben (eingeschlossen T ans e s) müs-
sen dem Be age nach de Summe aus den S eue einnahmen und — im
Falle eines De izi s — den Ve ände ungen de Bes ände an Bonds17 und
Geld gleichen. Die Annahme, daß die T ans e s de Höhe nach den
S eue einnahmen en sp echen, e hinde das Au e en eines „ iscal
d ags", d. h., ein s eigendes B u osozialp oduk kann die agg egie e
Nach age übe ein e höh es S eue au kommen nich nega i beein lus-
sen. Die Finanzie ungsbesch änkung des S aa es zeig auch die In e de-
pendenz de d ei s aa lichen Ein lußmöglichkei en (G, A m, Ab) au .
Eine de d ei Poli iken wi d endogen bes imm .
Wi nehmen an, daß die Volkswi scha mi einem Gleichgewich 18
beginn und daß de Mul iplika o e ek in jede Pe iode oll zum a-
gen komm . Im Ausgangsgleichgewich seien die S aa sausgaben G = 0
gewesen. So e hal en wi ü Gleichung (4)
(5) dG = da
3 Folge ungen aus den e schiedenen Geldpoli ikindika o en
To ales Di e enzie en de Gleichungen (1) - (3) e gib
(6) dX = Cx dX + Ca da + I d + dG
(7) dm = Lx dX + La da + L d
(8) da = db + dm
Wi haben 6 Va iablen (dX, da, d , dm, db, dG) und die 4 Gleichun-
gen (5) - (8). dG is die exogene Va iable. Fü eine eindeu ige Lösung
des Gleichungssys ems ehl uns noch eine Gleichung. Diese ehlende
ein äch ig wi d. Sowei es den A bei sma k be i , muß man sich ein
ke nesianisches Gleichgewich bei A bei slosigkei o s ellen.
17 Die We papie e bes ehen in diesem Modell nu aus S aa sobliga ionen
(Bonds). Die Beg i e Bonds, S aa sobliga ionen und We papie e we den da-
he synonym geb auch .
Gleichgewich schließ ein ausgeglichenes Budge ein.
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C owding-ou und die F age nach de neu alen Geldpoli ik 457
Gleichung besch eib die mone ä en Maßnahmen, die on de Zen al-
bank ge o en we den. Wi un e s ellen eine neu ale Geldpoli ik.
3.1 Volls ändige Bond inanzie ung (Meye -Fall)
Eine olls ändige Bond inanzie ung wü de den mone a is ischen Vo -
s ellungen en sp echen. Reine Fiskalak ionen we den un e de Bedin-
gung eine kons an en Geldmenge analysie . Aus
(9a) dm = 0
olg Gleichung (15) in Meye (1975)
dX 1 + Ca - (L l/L ) I
(10a) dG 1 -Cx + (LxjL ) I
Aus (10a) lassen sich 5 e schiedene Ein lüsse deu lich machen, d ei
di ek e und zwei indi ek e19. Die di ek en Ein lüsse lassen sich als di-
ek en Fiskale ek , einen Ve mögense ek (Cc) und einen di ek en
Po olioe ek in e p e ie en. De Fiskale ek üh zu eine E hö-
hung des Volkseinkommens, die de Höhe de S aa sausgaben en -
sp ich . De Ve mögense ek esul ie aus de un e s ell en Ein luß-
nahme des Gesam e mögens au die Konsumen scheidungen. Die E -
höhung des Ve mögens üh zu eine E höhung de Geldnach age, die
bei Kons anz de Geldmenge zu einem Ans eigen des Zinssa zes üh ,
de wiede um die In es i ionen nega i beein luß . Diesen E ek nenn
Meye di ek en Po olioe ek . Die di ek en E ek e s ellen die Aus-
wi kungen de e s en Runde da (Einpe iodenmul iplika o ). Neben die-
sen di ek en E ek en e hal en wi noch Auswi kungen, die sich aus
eine Ve ände ung des Einkommens e geben. Die beiden indi ek en E -
ek e wi ken übe die Konsum unk ion und die In es i ions unk ion.
Ein höhe es Volkseinkommen üh bei Kons anz de Geldmenge zu
einem höhe en Zins uß, de wiede um die In es i ionen nega i beein-
luß . De nega i e di ek e Po olioe ek e laub die Möglichkei eines
nega i en kumula i en Fiskalmul iplika o s20.
19 Neben dem Mul iplika o eine einmaligen E höhung (10a) läß sich auch
de kumula i e Mul iplika o eine beibehal enen Ausgabene höhung e mi -
eln als
,3X, ! 1 + nCa - n
•
(La/L ) I
3
C • [n
1 - Cx + (Lx/L ) I
siehe Silbe (1970).
20 Siehe z. B. die Da s ellung in Meye (1975), S. 76 .
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458 We ne Lachmann
3.2 De Zinssa z als mone ä e Indika o (Keynes-Fall)
Un e de Annahme, daß ein kons an e Zinssa z eine neu ale Geld-
poli ik signalisie , e hal en wi
(9b) d = 0
dX 1 + Ca
(10b) dG 1 - C
Ein Ve gleich mi (10a) zeig , daß kein nega i e Po olioe ek au -
auchen kann. Ein s eigende Zins kann keine p i a en Ausgaben e -
d ängen. De Mul iplika o is gezwungene maßen imme posi i . Fis-
kalpoli ik is somi wiede wi ksam. Die Geldmenge muß gemäß ol-
gende Fo mel e höh we den
dl) 1+Ca
dG a 1 1 - C
Die E höhung de Geldnach age kann zwei ach mo i ie we den.
Zum e s en agen Ve mögensbesi ze meh Geld nach (We au bewah-
ungsmi el) und zum zwei en e o de das e höh e Einkommen eine
höhe e T ansak ionskasse.
3.3 De Fall de kons an en Einkommensk eislau -
geschwindigkei des Geldes
Fo de n wi eine kons an e Einkommensk eislau geschwindigkei 21
a =
mJX
e hal en wi
(9c) dm = a dX
und un e Ve wendung on (5) - (8)
dX l + C l-(I /L ) La
( ' dG 1 -Cx + (I /L ) (Lx -«)
Die di ek en Auswi kungen gleichen denen des Meye -Falles. Ob-
gleich die Geldmenge e höh wo den is , e hal en wi einen nega i en
21 Die K eislau geschwindigkei soll nich du ch die Fiskalmaßnahme (in-
di ek übe Zinssa zände ungen) beein luß we den. Die Zen albank mu -
maß ein (ku z is ig) kons an es Ve häl nis zwischen Geldmenge und Volks-
einkommen.
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