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Auslandskapital in der Bundesrepublik Deutschland

Abstract

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Auslandskapital in der Bundesrepublik Deutschland

Author: Adebahr, Hubertus
Publisher: Berlin: Duncker & Humblot
Year: 1966
DOI: 10.3790/schm.86.4.469
Source: https://www.econstor.eu/bitstream/10419/291117/1/schm.086.4.469.pdf
Adebah , Hube us
A icle
Auslandskapi al in de Bundes epublik Deu schland
Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Adebah , Hube us (1966) : Auslandskapi al in de Bundes epublik Deu schland,
Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha , ISSN 1619-6244, Duncke
& Humblo , Be lin, Vol. 86, Iss. 4, pp. 469-484,
h ps://doi.o g/10.3790/schm.86.4.469
This Ve sion is a ailable a :
h ps://hdl.handle.ne /10419/291117
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Be ich e
Auslandskapi al in de Bundes epublik Deu schland
Be ich übe eine wi scha swissenscha liche Tagung de
Adol -Webe -S i ung in F ank u /M. (21. 7.1966)
Das diesjäh ige adi ionelle „P o esso en-Kolloquium" de Adol -
Webe -S i ung e ein e wie im Vo jah Wi scha swissenscha le
und Wi scha sp ak ike zu einem Gesp äch übe eines de meis -
disku ie en wi scha lichen P obleme de Gegenwa .
Die Vo mi agssi zung begann mi einem Re e a on Be nha d
Benning (Bundesbank) mi dem Thema Um ang de ausländischen
Di ek in es i ionen in de Bundes epublik Deu schland und ih e
Rückwi kungen au die K edi wi scha aus de Sich de Bundes-
bank. De Re e en gab im e s en Teil einen Übe blick übe den Um-
ang de ausländischen Di ek in es i ionen in de Bundes epublik und
übe die En wicklung de jäh lichen Zuwachs a en in de jüngs en
Ve gangenhei . Im zwei en Teil ging e nach eine allgemeinen wi -
scha lichen Beu eilung de Di ek in es i ionen au ih e speziellen
Auswi kungen im Be eich de ku z is igen Umschlags- und Be iebs-
mi elk edi e ein1.
Das Ko e e a hiel He mann Abs (Deu sche Bank). Das Thema
lau e e: Rückwi kungen de Di ek in es i ionen au Zahlungsbilanz
und Kapi alma k . De Re e en hob he o , daß de We de ame-
ikanischen Kapi alanlagen in Deu schland ungleich höhe is , als aus
den s a is ischen Da en he o geh . Besonde s i e üh end und unzu-
lässig is es, on dem Nominalwe de Kapi alanlagen auszugehen.
Wenn man au G und de a ige Zahlen zu dem Schluß komm , daß
die ame ikanischen Auslandsanlagen nu 31/2
®/o
de Gesam in es i io-
nen de Volkswi scha ausmachen, so is diese Fes s ellung ohne jede
Aussagek a ; denn in den Gesam in es i ionen sind ja auch Anlagen
im Wohnungsbau und in de Landwi scha en hal en. Sinn oll wä e
es abe nu , wenn man eine Beziehung zwischen den Di ek in es i io-
1 Das olls ändige Re e a inde sich in diesem He au S. 435 .
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470 Be ich e
nen im Ausland und solchen Inlandsini es i ionen he s ell e, an denen
sich auch das Ausland be eilig .
E kommen ie e sodann die ame ikanische Zinsausgleichss eue
aus dem Jah e 1964. Ih Zweck wa es, die Inansp uchnahme des ame-
ikanischen Kapi alma k es du ch ausländische Anlege zu e min-
de n. Ausgenommen wa en die En wicklungslände , Kanada, Mexiko;
auch Japan wu den besonde e K edi linien einge äum . Dabei wa o
Ink a e en des Gese zes die Inansp uchnahme des ame ikanischen
Kapi alma k es du ch Auslände du chaus nich besonde s hoch; sie
be ug p o Jah schä zungsweise 400 bis 600 Mill. Eine besonde e
Eigenhei de 15 %igen Zinsausgleichss eue is die, daß sie auch
ällig wi d, wenn ein Ame ikane ausländische Ak ien kau , es sei
denn, e e wi b meh als 10% des Ak ienkapi als de be e enden
ausländischen Fi ma. Das heiß , die g oßen T ansak ionen bleiben
s a ei.
Haup anlege in Eu opa sind die USA, und zwa übe wiegend in
de Fo m on Di ek in es i ionen, wäh end sie sich on ih en Po e-
euille-In es i ionen in de jünge en Ve gangenhei in s a kem Maße
ge enn haben. Von den ande en ausländischen Anlege n s ehen die
Niede lande und die Schweiz an de Spi ze, die gemeinsam so iel
wie die USA in Deu schland in es ie haben. An ie e S elle olg
England.
Im Ge olge de de izi ä en En wicklung de ame ikanischen Zah-
lungsbilanz, die nich zule z eine Folge de ame ikanischen Aus-
landsanlagen wa , kam es in den eu opäischen Lände n zu de E -
scheinung de impo ie en In la ion. Das üh e deu sche sei s zu
Ankündigung de Kupons eue im Mä z 1964 und zu ih e Ve wi k-
lichung im Jah e 1965. Obwohl de Sinn diese S eue nie die s aa -
liche Einnahmene zielung wa , könn en die da aus ließenden Ein-
nahmen heu e dennoch ein Hinde nis zu Wiede besei igung dieses
Gese zes da s ellen. Ein schwe wiegendes Ve säumnis nach Ein üh-
ung de Kupons eue bes and da in, daß man das Emissions olumen
au dem inländischen Kapi alma k nich an das e inge e Au -
nahme e mögen angepaß ha . Dieses Ve säumnis mach heu e wei e e
massi e s aa liche Maßnahmen, wie das Konjunk u ahmengese z,
nö ig.
In Ame ika wu de zu Bekämp ung des ame ikanischen Zahlungs-
bilanzde izi s im Feb ua 1965 eine eiwillige Ve einba ung zwischen
de Regie ung Johnson und Rep äsen an en de ame ikanischen In-
dus ie ge o en, in de sich diese e p lich e en, keine Dolla s ins
Ausland zu ans e ie en, sonde n sich au den ausländischen Kapi al-
mä k en zu inanzie en. Das ha e eine g oße Zahl ame ikanische
We papie emissionen au dem eu opäischen Ma k zu Folge.
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Be ich e 471
Lau ame ikanischen S a is iken wu den 1964 2,4 M d. $ im Aus-
land in es ie , bei eine passi en Zahlungsbilanz ein e hebliche Be-
ag. Alle dings is zu beme ken, daß die Gewinne, die aus den Aus-
landsin es i ionen e wi scha e we den, p o Jah zwischen 3,5 und
4 M d. $ liegen.
Die Auswi kungen de Besch änkung de ame ikanischen Kapi al-
aus uh au das Ausland zeigen sich nich nu in den e höh en Emis-
sionen ame ikanische Fi men im Ausland, sonde n auch in de e höh-
en Inansp uchnahme de eu opäischen K edi mä k e du ch die ame-
ikanischen Mu e - und Toch e gesellscha en. Au in e na ionale
Ebene is das de Eu o-Dolla ma k , dessen Bezeichnung i e üh end
is , weil e wede au Eu opa noch au Dolla besch änk is und
weil e kein o ene Ma k is ; denn es e olg eine gewisse Selek ion
de Teilnehme . Das Volumen dieses Ma k es is schwe zu schä zen.
Die Schä zungen liegen zwischen 9 und 15 M d. $. Haup gläubige
des Ma k es sind die Schweiz. F ank eich und neue dings I alien.
Schuldne sind England, das zum Teil die Finanzie ung de Kom-
munen übe diesen Ma k o nimm , e ne Japan, und de g öß e
Schuldne is die Bundes epublik Deu schland. De Um ang de Ve -
schuldung is nich es zus ellen, da wohl die Banken ih e Ope a io-
nen an die Bundesbank melden, wäh end das die Nich banken zum
Teil nich un. E aß we den diese Ope a ionen on de Bundesbank
un e de Rub ik Res pos en de Zahlungsbilanz. Diese Saldo de
nich e aß en Pos en wi d nach Ansich de Deu schen Bundesbank
haup sächlich beding du ch Ve ände ungen de Te ms o Paymen .
Da diese Res pos en jedoch sei d ei Jah en nu Übe schüsse zeig ,
lassen sie sich nich mi Ve ände ungen de Te ms o Paymen e -
klä en. Vielmeh spiegel sich da in die zunehmende deu sche Ve -
schuldung am Eu o-Dolla ma k wiede .
Die Bemühungen ame ikanische Un e nehmen, ih e Auslands-
in es i ionen wei gehend auch im Ausland zu inanzie en, kennzeich-
nen olgende Zahlen: Im Jah e 1965 besahen ame ikanische Fi men
in Eu opa zehn Anleihen in Höhe on 220 Mill. $. Dazu kamen jeweils
in Landeswäh ung 320 Mill. in DM, 15 Mill. in £ und 45 Mill. in
Schweize F anken. In Dolla umge echne e gib das 350 Mill. $
Anleihen ame ikanische Fi men in Eu opa im Jah e 1965. Dami
wu den Di ek in es i ionen ame ikanische Fi men im Ausland inan-
zie und die ame ikanische Zahlungsbilanz geschon . In den e s en
ün Mona en des Jah es 1966 is mi 320 Mill. $ de Be ag des
ganzen Jah es 1965 mi 350 Mill. $ schon as e eich . Die Tendenz, in
Eu opa Anleihen au zulegen, ha sich also deu lich e s ä k , und es
is ü das Jah 1966 mi einem Gesam olumen on 600 bis 700 Mill. $
zu echnen. Un e geb ach we den diese Papie e o wiegend in de
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472 Be ich e
Schweiz, neues ens auch in s a kem Maße in I alien und auch in Bel-
gien.
In bezug au Di ek in es i ionen kann man neue dings eine gewisse
Zu ückhal ung sei ens de Ame ikane beobach en. Ein G und da ü
is die Lohnkos enen wicklung in Eu opa und die da aus esul ie en-
den sinkenden Gewinne wa ungen ü ih e eu opäischen Toch e -
un e nehmungen. Auch die mangelnde Be ei scha zu Übe s unden
ode die e häl nismäßig hohen K ankenzi e n spielen eine Rolle.
Alle dings schlagen solche Übe legungen nich imme oll du ch, da
ame ikanische Fi men o nich au G und de Gewinne wa ungen
in es ie en, sonde n um sich au wich igen Mä k en Zugang und An-
eil zu e scha en. Hie ha es dann die deu sche Wi scha o mi
übe mäch igen Konku en en zu un. In diesem Zusammenhang spiel
die F äse de Zweisei igkei de in e na ionalen Kapi al e lech ungen
eine Rolle. Dazu is zu sagen, daß Deu schland nach dem K iege e wa
2 M d. $ im Ausland in es ie ha . De Haup an eil loß nach B a-
silien, so daß die deu schen Di ek in es i ionen in den USA im Ve -
gleich mi denen de Ame ikane in Deu schland einen seh ge ingen
Um ang haben. Auße dem is es so, daß zwa die ausländischen Töch-
e ame ikanische ode ande e ausländische Fi men in Deu schland
on den Banken K edi e wie jede ande e Fi ma e hal en, daß es abe
ü deu sche Fi men im Ausland und insbesonde e auch in den USA
ungleich schwe e , wenn nich unmöglich is , im Ausland K edi e zu
bekommen.
Besonde e Au me ksamkei e dien die deu sche Ve schuldung am
Eu o-Dolla ma k , weil sie ku z is igen Cha ak e ha . Es handel
sich hie bei um ausgesp ochen ku z is ige Finanzk edi e, de en Zweck
die Rückzahlung eines ande en K edi es is . De T ans e is beim
gegenwä igen Um ang de De isen ese en de Deu schen Bundes-
bank kein P oblem. Na ü lich bedeu e abe ein Abbau de De-
isen ese en eine gleichzei ige Ve inge ung de inländischen Liqui-
di ä in en sp echende Höhe. Die Wi kung dieses Mechanismus übe -
s eig die Wi kungen de kon en ionellen No enbankins umen e, wie
Diskon poli ik und Mindes ese enpoli ik, bei wei em.
Nach eine Äuße ung on Bundesbankp äsiden Blessinz b auch
Deu schland in de Außenhandelsbilanz einen Übe schuß on
8,5 M d. DM, um lau ende Kon en zu decken. Diese lau enden Kon-
en sind e wa 2 M d. DM ü den Saldo des Übe ags an E äg-
nissen und Di idenden ans Ausland, 1,7 M d. DM ü den T ans e
on Einkommen de Gas a bei e in Deu schland, e wa 2 M d. DM zu
e wa ende Kapi al ück lüsse und e wa 3 M d. DM De isenan o de-
ungen, die du ch Auslands eisen on Inlände n en s ehen. Im o igen
Jah wa de Außenhandelsübe schuß 1,2 M d. DM. Dabei is wich-
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Be ich e 473
ig, daß Deu schland einen Außenhandelsübe schuß mi de EFTA in
Höhe on 7,7 M d. DM ha e. E ha mi 6,5 M d. DM beige agen,
das Außenhandelsde izi Deu schlands mi allen üb igen Lände n zu
decken; wobei diese pauschale Fes s ellung im Ve häl nis zu manchen
Einzellände n nich s immen mag. Na ü lich agen die ausländischen
Toch e gesellscha en in Deu schland zu den Expo en bei, ebenso
alle dings auch zu Impo en. Die Ve hal ensweisen und die Be iebs-
poli ik diese Toch e gesellscha en abe we den du ch die auslän-
dische Mu e gesellscha bes imm . Da aus e gib sich, daß die deu -
sche Zahlungsbilanz übe diese Beziehung e wundba is . Diese Um-
s and wi d noch e s ä k du ch das Ausmaß de ku z is igen Ve -
schuldung Deu schlands am Eu o-Dolla ma k und du ch die poli i-
schen Abhängigkei en und Ve p lich ungen, die Deu schland gegenübe
seinen Ve bünde en ha .
Die olgende, on He be Gie sch gelei e e Diskussion, an de sich
auße Theo e ike n auch P ak ike wie Ku Hansen (Fa ben Baye
AG.), E ns Meye (Allianz Ve s. AG.) und Wilhelm Muscheid (Sie-
mens & Halske AG.) lebha be eilig en, wies die S ä ke und Schwäche
eine jeden Diskussion inne halb eines g öße en Teilnehme k eises
au . Die S ä ke bes and in de Viel al de zum Ausd uck geb ach en
Meinungen, in de O iginali ä manche Gedanken und in den Un e -
schieden beim Se zen de Akzen e. Die Schwäche esul ie e aus dem
o ehlenden hema ischen Zusammenhang de au einande olgenden
Diskussionsbei äge, wodu ch eine s o liche O dnung e schwe ode
ga unmöglich wu de. Thesen und Meinungen blieben, nich zule z
wegen de beg enz en Zei , unwide sp ochen ode unkommen ie ;
die spon ane An wo , die sie e heisch en und he aus o de en, wa
wegen de o he abgegebenen Wo meldungen nich möglich und
un e blieb dahe wah scheinlich o ganz.
So s and ein Diskussionsbei ag on He be Wilhelm, de nach den
G ünden ü das Anwachsen de ame ikanischen Di ek in es i ionen
in Eu opa ag e, beinahe am Ende de Diskussion. Die ela i e Sä -
igung des US-ame ikanischen Ma k es, die die ame ikanischen Un e -
nehmungen nach ande en Absa zmä k en Ausschau hal en läß , die
gegenübe den USA libe ale e Wi scha spoli ik in de Bundes epu-
blik Deu schland, die eben alls eine anziehende Wi kung au ame i-
kanische In es o en ausüb , die im Ve häl nis zu Eu opa seh hohen,
nich ausgeschü e en und dahe nach Anlage suchenden Gewinne wu -
den als G ünde genann . Das sind siche lich einige de un e nehme-
ischen An iebe, die zu diese En wicklung ge üh haben.
Die wich ige F age jedoch, wie diese In es i ionen e möglich , wie
sie inanzie wu den, wu de zu einem ühe en Zei punk de Dis-
kussion on Al ed K use und Hans Mölle angeschni en: Die Bundes-
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474 Be ich e
bank und auch die ande en eu opäischen No enbanken hal en einen
g oßen Teil ih e Wäh ungs ese en als ku z is ige Einlagen au dem
New Yo ke Geldma k . Diese de ju e zwa ku z is igen, de ac o
abe lang is igen Mi el e möglichen zu einem gu en Teil die Finan-
zie ung de In es i ionen ame ikanische Fi men im Ausland. Es han-
del sich da um, daß ku z is ige Mi el, die sich aus ins i u ionellen
G ünden gezwungene maßen im Ausland be inden, in lang is ige
Fo m gleichsam zum Ausgangspunk zu ück ließen. Bes ünde die
ins i u ionelle No wendigkei nich , Rese emi el im Ausland zu
hal en, das heiß , gäbe es das Sys em de es en Wechselku se nich ,
so wü den sich diese Mi el mi g oße Wah scheinlichkei nich im
Ausland be inden. Das Wäh ungssys em mi es en Wechselku sen, das
die No enbanken zwing , Dolla ese en zu hal en und sie wegen des
Zinse ages au dem ame ikanischen Geldma k anzulegen, e möglich
es den Ame ikane n, mi diesem gebo g en Geld in Eu opa und an-
de swo In es i ionen zu inanzie en, d. h. Auslands e mögen zu e -
we ben. Dabei kommen sie noch in den Genuß eines e klecklichen
Zins o eils; denn ü die ku z is igen Einlagen ausländische No en-
banken au dem ame ikanischen Geldma k b auch sei ens de USA
nu ein ge inge Zins gezahl zu we den, wäh end die Zinse äge
aus den lang is igen Auslandsanlagen bedeu end höhe sind.
Dieses A gumen blieb nich unwide sp ochen. So wu de da au
hingewiesen, daß das gegenwä ige deu sche Zahlungsbilanzde izi zu
einem Abbau de De isen ese en üh und dahe eine Finanzie ung
de -ame ikanischen In es i ionen in de besch iebenen Weise nich
mieh e olge. Diese Einwand be üh jedoch die g undsä zliche Rich-
igkei des o genann en A gumen s nich , umd es e nachlässig wohl
auch, daß die noch e bleibenden Millia den Dolla De isen ese en,
die nach wie o als Geldma k anlagen in den USA gehal en we den,
auch nach wie o die Finanzie ungs unk ion e üllen können. Ein wei-
e e , on Go ied Habe le o ge agene Einwand s ell e in
F age, ob es einen Zusammenhang zwischen den ame ikanischen
Di ek in es i ionen und den Gu haben de eu opäischen No enban-
ken au dem ame ikanischen Geldma k übe haup gäbe. Mi dem-
selben Rech könn e man behaup en, daß die U sache ü das ame-
ikanische Zahlungsbilanzde izi in den g oßen ame ikanischen Re-
gie ungsausgaben ü En wicklungshil e und ü mili ä ische Au -
wendungen im Ausland zu suchen sind. Dem is wohl insowei öllig
zuzus immen, daß man nich einen einzelnen Pos en de Zahlungs-
bilanz als U sache ü ein Zahlungsbilanzde izi ansehen kann. Den-
noch is abe wohl nich zu leugnen, daß die Gu haben de eu opä-
ischen No enbanken die Quelle um ang eiche K edi e gaben sei ens
des ame ikanischen Bankensys ems an p i a e Un e nehme wa en.
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Be ich e 475
Es wa naheliegend, daß in diesem Zusammenhang auch das S ich-
wo „impo ie e In la ion" iel. De Diskussionsbei ag on Wol gang
Michalski, de nachwies, daß es keinen eindeu igen Zusammenhang
zwischen den ame ikanischen Di ek in es i ionen und de impo ie en
In la ion gäbe, und de selbs eine di e enzie e Be ach ung de Zu-
sammenhänge bo , wa nu zu beg üßen. Zunächs wu de angenom-
men, daß im Zuge de Di ek in es i ionen keine lei Neuin es i ionen
im ealgü e wi scha lichen Sinne o genommen we den, sonde n
daß z. B. eine schon bes ehende Un e nehmung au gekau wi d. Die
Finanzie ung kann hie bei du ch Kapi alimpo ode du ch K edi -
au nahme im Inland e olgen. Im le z en Falle wi d die Zahlungs-
bilanz nich be üh , und es kann auch nich zu eine impo ie en
In la ion kommen, wohl abe zu eine In la ionie ung in olge de
K edi sdhöp une; inländische Banken. Ob bei Finanzie ung du ch Ka-
pi alimpo In la ion impo ie wi d, häng en scheidend da on ab,
was im Inland mi dem e ziel en Kau e lös gemach wi d. Die Mög-
lichkei , ja die Wah scheinlichkei eine in la ionä en En wicklung is
jedoch gegeben. Komm es dagegen im Zuge de Di ek in es i ionen
zu ealsü e wi scha lichen Neuin es i ionen du ch Neug ündungen
on Un e nehmungen im Inland ode du ch E wei e ung schon be-
s ehende Un e nehmunsen, so müß e man wiede nach de A de
Finanzie ung un e scheiden. Bei Finanzie ung du ch Kapi alimpo
häng es da on ab, wohe die In es i ionsgü e kommen. We den im
Inland lediglich aus dem Ausland s ammende In es i ionsgü e mon-
ie so is das zahluns sbilanzneu al, und es kann on impo ie e
In la ion keine Rede sein. Wenn dasegen mi dem impo ie en Ka-
pi al inländische In es i ionsgü e gekau we den, is impo ie e In-
la ion möglich. Bei Finanzie ung du ch K edi nahme im Inland wü de
eine Mon age on ausländischen In es i ions ä e n ge adezu u eine
Passi ie ung de Zahlungsbilanz üh en. We den dagegen mi dem In-
landsk edi inländische In es i ionsgü e gekau , so kann es na ü lich
in olge de ges iegenen umlau enden Geldmenge zu P eiss eige ungen
kommen, die jedoch ih e U sache nich in de impo ie en In la ion
haben, sonde n inländischen U sp ungs sind.
Aus diese Analyse kann man abe imme hin den Schluß ziehen,
daß in all den Fällen, in denen die Di ek in es i ionen du ch Kapi al-
impo inanzie we den und die gü e wi scha liche Leis ung im In-
land e b ach wi d, ein in la ionä e E ek nich zu e meiden is .
Im Falle de Finanzie ung de Di ek in es i ionen du ch Inansp uch-
nahme des inländischen K edi ma k es — ein Fall, de o ensich lich
zunehmende Bedeu ung e lang — is wegen de K edi expansion mi
in la ionä en Tendenzen zu echnen. Die Ve siche ung, daß es sich
hie bei au keinen Fall um impo ie e In la ion, sonde n um im In-
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476 Be ich e
la id e u sach e In la ion handel , ös e übe die nach eiligen Fol-
gen keineswegs hinweg.
Dieses olkswi scha liche A gumen de impo ie en In la ion,
das sich alle dings nich so seh gegen die Di ek in es i ionen als
ielmeh gegen das heu ige Wäh ungssys em ich e , wu de du ch eine
wei e e Anzahl on mi Tempe amen und Nachd uck o geb ach en
A gumen en e gänz , die sich besonde s aus de Sich des Wi scha s-
p ak ike s als d inglich und bed ohlich da s ellen. Eine imme wie-
de keh ende Übe legung wa die, daß die im Ve gleich zu den eu o-
päischen Un e nehmungen un e gleichlich g öße e Finanzk a de
ame ikanischen Gesellscha en allein den Ausschlag zuguns en de
Ame ikane gebe. Die g oßen Ve mögen, die in Ame ika in eine
jah zehn elangen unges ö en wi scha lichen En wicklung angesam-
mel wo den sind, können zu E obe ung on Ma k an eilen in
Deu schland ode in ande en eu opäischen Lände n eingese z we den,
ohne daß die inländischen Un e nehmen in olge ih e inanziellen
Un e legenhei e olg eichen Wide s and leis en könn en. Die E obe-
ung on Ma k an eilen e olg also nich au dem Wege des Lei-
s ungswe bewe bs (nich die besse e ode billige e Leis ung en schei-
de übe die Ve eilung de Ma k an eile), sonde n au dem Wege
des We bungswe bewe bs ode , wie es ein Diskussions eilnehme
ausd ück e, au dem Wege des Kapi alwe bewe bs. In diesem We -
bewe b seien die deu schen Un e nehmen ho nungslos un e legen.
Es gäbe Beispiele da ü , daß ame ikanische Toch e gesellscha en
iäh liche We beau wendungen in Höhe ih es gesam en Umsa zes ode
da übe hinaus gemach haben. Den einen Leis ungswe bewe b da-
gegen b auch en die deu schen Un e nehmungen in den meis en Fällen
nich zu scheuen. So üh e eine Ve schiebung de Ma k an eile meis
nich zu eine besse en und billige en Bedienung de Konsumen en.
Das G a ie ende wä en dabei nich einmal die Neug ündungen ame-
ikanische Un e nehmungen, sonde n ielmeh die Au käu e schon
bes ehende deu sche Un e nehmungen; denn mi den Un e nehmun-
gen kau en sie ja die Ma k e ah ung, die Ve ügung übe ein ein-
gespiel es Pe sonal, den Ve kau sappa a usw. und e spa en sich
hohe Ma k e schließungskos en. Diese En wicklungs end wü de sich
im Falle eine wi scha lichen Rezession noch e s ä ken; denn dann
wü de de Wide s and deu sche Un e nehmungen gegen Au kau -
wünsche sei ens ame ikanische Un e nehmungen dahinschwinden.
Diesem A gumen , das wäh end de ganzen Diskussion unwide -
sp ochen blieb, hä e man jedoch zumindes eines en gegenhal en müs-
sen: Zwa is es ich ig, daß man mi Hil e eine übe agenden Fi-
nanzk a und mi Hil e en sp echend au wendige We bekampagnen
Ma k an eile e obe n kann. Die No wendigkei , einen Leis ungswe -
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Be ich e 483
isenausgaben ü Lizenzgebüh en zusä zlich die Zahlungsbilanz be-
las en.
Eine wei e e Ge ah de ame ikanischen In es i ionen wi d da in
gesehen, daß sich da aus im Falle eine wi scha lichen Dep ession
mögliche weise nega i e Rückwi kungen au die Inlandsbeschä igung
e geben könn en. Die Mu e gesellscha en de ame ikanischen Kon-
ze ne wü den wah scheinlich in diesem Falle ehe be ei sein, die
Beschä ig en ih e Toch e gesellscha en im Ausland eizuse zen als
ih e S ammbelegscha im Inland. Ode sie wü den sich nich scheuen,
die gesam e Belegscha eine Toch e gesellscha in einem eu o-
päischen Land eizuse zen, wenn sich dami eine besse e Kapazi ä s-
auslas ung eine Toch e gesellscha in einem ande en eu opäischen
Land e eichen ließe.
Die beiden le z en A gumen e blieben nich unwide sp ochen. Hans
Mölle mach e gel end, daß auch die ausländischen Toch e un e neh-
mungen einen e heblichen Au wand ü Fo schung und En wicklung
eiben. Es wä e übe haup zu agen, ob nich de a ig g oße und
wei e zweig e Konze ne den Cha ak e na ionale Un e nehmungen
e lö en und ih e Handlungen und Reak ionen dadu ch on na io-
nalen Bewegg ünden öllig be ei wü den. Dami wä en dann die
apos ophie en Ge ah en ü die Inlandsbeschä igung kaum noch
gegeben, und es wä e auch nich einzusehen, wa um die gesam e Fo -
schung und En wicklung im Mu e land s a inden müß e.
Diesem Gedanken wu de he ig wide sp ochen mi dem Hinweis
da au , daß jede Un e nehmung nun einmal eine einhei lichen Lei-
ung bedü e, die im Falle de ame ikanischen Konze ne ih en Si z
eben in Ame ika hä en und de en Mi gliede Ame ikane seien.
Auße dem sei es aus o ganisa o ischen und aus Kos eng ünden gün-
s ig, die Fo schung zu zen alisie en; und die Meh zahl de Un e -
nehmungen e üh en auch in diese Weise.
Schließlich s ell e B uno F i sch die F age, ob nich die Exis enz
g oße ausländische Un e nehmungen im Inland die Folge habe, daß
dadu ch den wi scha spoli ischen Ins anzen wich ige Ak ionspa a-
me e aus de Hand genommen wü den. Es wä e denkba , daß be-
s imm e Maßnahmen ode Vo sch i en die beabsich ig e Wi kung bei
den ausländischen Un e nehmungen nich e zielen, weil diese mög-
liche weise ande s eagie en ode weil sie auße halb des Kompe enz-
be eiches de wi scha spoli ischen Ins anzen liegen. Diese Gedanke
wä e ielleich eine eingehende en E ö e ung we gewesen. Abe
man kann wohl pauschal dazu sagen, daß Regie ung und S aa in de
Lage sein müß en, die Wi ksamkei de ge o enen wi scha spoli i-
schen Maßnahmen auch gegenübe den ausländischen Un e nehmungen
du chzuse zen.
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484 Be ich e
De Schlußbeme kung des Re e en en is uneingesch änk zuzu-
s immen, daß es im In e esse de Fö de ung de We bewe bs ähig-
kei de deu schen Wi scha iel sinn olle sei, die Riesensummen
an Sub en ionen, die dazu dienen, einen ohnehin no wendigen S uk-
u wandel zu e langsamen, dazu zu benu zen, du ch Fö de ung on
Fo schung und En wicklung die s uk u ellen Anpassungen zu e -
leich e n.
Hube us Adebah , Be lin
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