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[Rezension] Grumbach, Jacob M. (2022): Laboratories Against Democracy. How National Parties Transformed State Politics

Author: Sonnicksen, Jared
Publisher: Wiesbaden: Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH,Wiesbaden: Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Year: 2024
DOI: 10.1007/s11615-024-00535-0
Source: https://www.econstor.eu/bitstream/10419/315464/1/11615_2024_Article_535.pdf
Sonnicksen, Ja ed
Book Re iew — Published Ve sion
[Rezension] G umbach, Jacob M. (2022): Labo a o ies
Agains Democ acy. How Na ional Pa ies T ans o med
S a e Poli ics
Poli ische Vie eljah essch i
P o ided in Coope a ion wi h:
Sp inge Na u e
Sugges ed Ci a ion: Sonnicksen, Ja ed (2024) : [Rezension] G umbach, Jacob M. (2022): Labo a o ies
Agains Democ acy. How Na ional Pa ies T ans o med S a e Poli ics, Poli ische Vie eljah essch i ,
ISSN 1862-2860, Sp inge Fachmedien Wiesbaden GmbH, Wiesbaden, Vol. 65, Iss. 3, pp. 619-621,
h ps://doi.o g/10.1007/s11615-024-00535-0
This Ve sion is a ailable a :
h ps://hdl.handle.ne /10419/315464
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REZENSION
h ps://doi.o g/10.1007/s11615-024-00535-0
Poli ische Vie eljah essch i (2024) 65:619–621
G umbach, Jacob M. (2022): Labo a o ies Agains
Democ acy. How Na ional Pa ies T ans o med S a e
Poli ics
P ince on & Ox o d: P ince on Uni e si y P ess. 288 Sei en.
£35.00
Ja ed Sonnicksen
Angenommen: 31. Janua 2024 / Online publizie : 15. Feb ua 2024
© The Au ho (s) 2024
Pola isie ung und Blockaden sind bekann e, mi le weile as allzu e au e, Kenn-
zeichen de poli ischen Lage in den USA. Die He aus o de ungen sind ielzählig, ob
im Pa eiensys em (z.B. de G aben zwischen Demok a en und Republikane ), im
Ve häl nis zwischen Kong ess und dem P äsiden enam (z.B. sog. „di ided go e n-
men “), ode beim Obe s en Ge ich sho (z.B. kon o e se U eile). Diese En wick-
lungen e ah en sei Länge em b ei e Au me ksamkei in de Poli ikwissenscha ,
und dies nich nu aus iel äl igen Theo iepe spek i en, sonde n auch in meh e en
Teilbe eichen. Dennoch bes ehen Fo schungslücken, wie das Buch „Labo a o ies
Agains Democ acy“ au zeig .
Die U.S.-Einzels aa en sind lau dem Au o Jacob G umbach zwa Gegens and
poli ikwissenscha liche Fo schung, scheinen abe bishe un e schä z zu we den.
G umbach ück sie hingegen ins Zen um de Be ach ung. E geh dabei de F age
nach, wie die bundeswei e Pola isie ung de beiden U.S.-Pa eien sich au einzel-
s aa liche Ebene auswi k (S. 4). Es läss sich kons a ie en, dass auch hie au
glieds aa liche Ebene sich die na ionale bipola e Spal ung de Demok a ischen und
Republikanischen Pa eien e b ei e bzw. du chse z . Das mag o e s wenig übe -
aschen, zumal die binä e Ein eilung in blaue und o e S aa en e wa bei den Wahl-
e gebnissen im Elec o al College ein längs geläu iges Bild da s ell . De Be und
is jedoch e s aunlich und gib soga zu Bedenken. Denn die Policy-F agmen ie-
ung ha sich nich nu un e den Einzels aa en e heblich e s ä k , was G umbach
mi beeind uckende me hodische Ve sie hei anhand eine Vielzahl an Policies
e mi el (siehe insbesonde e Teil II, Kap. 4–6). Zum ande en en wickel e sich in
den le z en Jah en eine ma kan e Kong uenz in de bipola en Di e enzie ung nach
epublikanisch- und demok a ischge üh en Einzels aa en. Das bedeu e also: T o z
Ja ed Sonnicksen
Ins i u ü Poli ische Wissenscha , RWTH Aachen Uni e si y, Aachen, Deu schland
E-Mail: sonnicksen@ipw. w h-aachen.de
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des öde alen Sys ems, das ge ade in den USA den Einzels aa en wei eichende
Kompe enzen ü eigens ändige Poli ikges al ung gewäh , eib die na ionale pa -
eipoli ische Pola isie ung (und nich e wa die egionalen Un e schiede) auch die
Einzels aa en poli isch auseinande .
Da aus e geben sich Implika ionen ü G undp inzipien des U.S.-Föde alismus,
womöglich auch ü die Föde alismus heo ie gene ell. G undsä zlich e möglich die
glieds aa liche Teilsou e äni ä einen Poli ikges al ungs aum, womi Föde alismus
gleichsam ein Demok a ielabo („labo a o y o democ acy“) ö de n kann. Umge-
keh sch änk de Föde alismus au g und de e ikalen Gewal en eilung die na io-
nale Regie ungsebene kons i u ionell ein, was als Schu z und Siche ungsmechanis-
mus gegen Au o i a ismus und au o i ä e Tendenzen dienen kann. Beide Theo eme
müss en nun nach G umbach im U.S.-Falle in age ges ell , ode zumindes ela i-
ie we den.
E s ens wide sp äche die bipola e Policy-Di e enzie ung de Einzels aa en dem
dezen alen demok a ischen Expe imen alismus, wenn das Regie en do sich nach
dem na ionalen Pa eienwe bewe b ans a egionalen ode lokalen Gegebenhei en
und In e essen ich e (S. 146–148; Kap. 9 (Fazi )). Zwei ens sink ge ade in den e-
publikanischge üh en Einzels aa en die Demok a iequali ä , weil ih e Regie ungen
zunehmend Rech e (wie Ab eibung, abe auch das Wahl ech u.a.) einsch änken
(Teil III, Kap. 7 und 8; siehe den eigens en wickel en „S a e Democ acy Index“).
Diese Ums ände lie en jedoch dem P inzip des Föde alismus als Demok a ieschu z
zuwide . S a dessen wü den sich die U.S.-Einzels aa en, insbesonde e die epublika-
nischdominie en, zu Au ok a isie ungslabo en („labo a o ies o democ a ic backs-
liding“) mu ie en. Die E ek e besch änken sich dabei nich nu au die be o enen
Einzels aa en, sonde n können bundeswei e Folgen haben (S. 174–175; G umbach
e weis hie z.B. au die einzels aa liche Kompe enz zu Regulie ung und O gani-
sa ion on Wahlen inkl. zu den Bundeso ganen). Es gib gewiss einige Fak o en de
Dynamiken subna ionale Demok a ie (Kap. 8), die das „democ a ic backsliding“
in ielen Einzels aa en (mi -)e klä en könn en: z.B. s eigende Pola isie ung, wach-
sende sozioökonomische Ungleichhei , demog a ische Wandel. Le z lich schein
sich jedoch die Republikanische Pa ei inklusi e de ih e bundenen poli ischen
– insbesonde e essou cens a ken – G uppen als haup eibende K a hin e den
an idemok a ischen T ends zu e weisen (S. 193–194).
Vo diesem Hin e g und e inne G umbach an das Ve mäch nis de Rassen en-
nung, die bis in die 1950e -Jah e in meh e en S aa en auch dank des Föde alismus
au ech e hal en wu de. Abschließend eg e an (Kap. 9), dass zwa die Einzels aa-
en nich abzuscha en, abe ein G oß eil ih e Kompe enzen (bezüglich Wahlen,
abe auch ö en liche Finanzen, bü ge liche Rech e u.a.) zu zen alisie en wä en.
Au g und de U.S.-Geschich e, zu de ein en se zliche Zusammenhang zwischen
Rassismus und Föde alismus gehö , läss sich diese Fo de ung nach ollziehen. Sie
häng abe auch e mu lich mi de on G umbach bewuss gewähl en U.S.-Zen-
ie hei (z.B. S. 14) des Buches zusammen. Ans a Fo de ungen nach Zen alisie-
ung wä e spä es ens hie de Ve gleich mi ande en öde alen Sys emen angeb ach
gewesen, zumal A angemen s aus ande en öde alen Demok a ien geeigne e al e -
na i e Re o mmodelle bie en könn en.
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G umbach, Jacob M. (2022): Labo a o ies Agains Democ acy. How Na ional Pa ies... 621
Insgesam geling G umbach mi diese Monog a ie ein empi isch undie e Bei-
ag zu U.S.-Fo schung. Das Buch is au schluss eich ü die Fo schung übe Policy,
Poli y und Poli ics in den USA, und bie e somi ü ein ielsei iges Publikum eine
gewinnb ingende Lek ü e. Fe ne ha „Labo a o ies Agains Democ acy“ ü die Fö-
de alismus o schung ein du chaus heo iebildendes Po enzial, ge ade zu wei e en
Auseinande se zung mi dem Zusammenhang zwischen Föde alismus und Demok a-
ie. Alle dings ha es in den le z en Jah en aus de in e na ionalen e gleichenden
Föde alismus o schung hie zu einige Bei äge gegeben. Die Lek ü e wä e noch be-
eiche nde gewesen, hä e G umbach diese auch noch be ücksich ig .
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