Webe , We ne
A icle
E ablie und e olg eich: de Finanzausgleich de Schweiz
Wi scha sdiens
Sugges ed Ci a ion: Webe , We ne (2024) : E ablie und e olg eich: de Finanzausgleich de
Schweiz, Wi scha sdiens , ISSN 1613-978X, Sciendo, Wa saw, Vol. 104, Iss. 11, pp. 768-772,
h ps://doi.o g/10.2478/wd-2024-0197
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h ps://hdl.handle.ne /10419/308246
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Wi scha sdiens 2024 | 11
768
Zei gesp äch
Ke nelemen e des öde alen Sys ems sind in de Bundes-
e assung ge egel , die 1848 einge üh wu de und sei -
he imme wiede angepass wo den is . Zu diesen Ke n-
elemen en gehö en die Eigens ändigkei (Au onomie) de
Kan one, die Ins umen e de di ek en Demok a ie (Ini ia-
i e und Re e endum), de Vollzugs öde alismus und die
G undsä ze de Subsidia i ä und de iskalischen Äqui a-
lenz sowie de na ionale Finanzausgleich.
Die Bundes e assung gewäh den Kan onen Au ono-
mie bezüglich ih e O ganisa ion (z. B. G öße de Regie-
ung und des Pa lamen s), de Bes immung ih e Au ga-
ben und ih e Einnahmen (Bemessungsg undlage und
S eue sä ze). Bei de Fes legung de Au gaben haben
die Kan one gewisse Mindes s anda ds zu beach en wie
z. B. bei de Bildung und bei de ö en lichen Siche hei .
Insbesonde e die Au onomie in de S eue poli ik üh zu
einem We bewe b zwischen den Kan onen und – in ei-
nem e was ge inge en Ausmaß – zwischen den Gemein-
den. Die Gemeinden e ügen gemäß Bundes e assung
eben alls übe Au onomie, die jedoch on den jeweiligen
kan onalen Ve assungen abhäng . Dies üh dazu, dass
de G ad de Gemeindeau onomie on Kan on zu Kan on
un e schiedlich is .
Dami eine Gebie skö pe scha ih e Au onomie übe -
haup wah nehmen kann, muss sie übe einen gewissen
inanziellen Spiel aum e ügen. De An eil an den Ein-
nahmen, die ein Gemeinwesen eigens ändig bes immen
kann, s ell einen aussagek ä igen Indika o da . Die Kan-
one e heben eigene di ek e S eue n, die und die Häl e
ih e Gesam einnahmen ausmachen. Bei den Gemeinden
is diese An eil soga noch e was höhe . Die Kan one
können die Regeln zu Fes legung de S eue basis wie
auch die Höhe de Bes eue ung au onom bes immen. Bei
e s e en bes ehen Bes immungen, die ü alle Kan one
gel en. Die Ha monisie ung besch änk sich jedoch nu
au o melle Aspek e. Eine ma e ielle S eue ha monisie-
ung, d. h. bezüglich de S eue sä ze, exis ie hingegen
nich . Wich ige Einnahmenquellen de Kan one sind die
Einkommens-, die Gewinn-, die Ve mögenss eue n sowie
Ve mögensgewinn- und Mo o ah zeugs eue n.
Die Gemeinden e heben eben alls di ek e S eue n au
Einkommen, Gewinn und Ve mögen. Ausgehend on de
kan onalen Bes eue ung legen die Gemeinden jeweils
einen Zuschlag es , de inne halb des Kan ons on Ge-
meinde zu Gemeinde eilweise s a k a iie en kann.
Die schweize ische Eidgenossenscha is ein Bun-
dess aa de 1848 gescha en wu de. Dessen Mi glied-
s aa en, die Kan one, wa en zu o eilweise schon jah -
hunde elang selbs ändige Einhei en. Au g und diese
his o ischen T adi ion und de hohen He e ogeni ä und
Di e si ä des Landes, is die Schweiz ein öde ales Ge-
bilde, in dem die Kan one und ih e Gemeinden übe ei-
nen hohen G ad an Au onomie e ügen. Das öde ale
Sys em de Schweiz is gep äg du ch eine Kombina ion
on We bewe b und Zusammena bei . Ein wich ige As-
pek des schweize ischen Föde alismus s ell dabei de
na ionale Finanzausgleich da , de ein wich iges Elemen
de Zusammena bei und de Solida i ä zwischen Bund
und Kan onen und den Kan onen un e einande da s ell .
Ausgehend on de ins i u ionellen Einbe ung besch eib
diese A ikel die Funk ionsweise des na ionalen Finanz-
ausgleichs und un e s eich die zen ale Bedeu ung die-
ses Ausgleichsmechanismus ü die Funk ions ähigkei
des Föde alismus in de Schweiz wie auch ü den na io-
nalen Zusammenhal .
Ins i u ionelle Rahmen
De Schweize ische Bundess aa bes eh aus d ei Ebe-
nen: dem Bund, 26 Kan onen und und 2100 Gemeinden.
Die Un e schiede zwischen den Kan onen sind g oß; so
ha de be ölke ungs eichs e Kan on (Zü ich) mi 1,6 Mio.
Menschen hunde Mal meh Einwohne als de be ölke-
ungsmäßig kleins e Kan on (Appenzell Inne hoden). Die
DOI: 10.2478/wd-2024-0197
Wi scha sdiens , 2024 104(11), 768-772
JEL: H77
We ne Webe
E ablie und e olg eich: de Finanzausgleich de Schweiz
© De /die Au o :in 2024. Open Access: Diese A ikel wi d un e de
C ea i e Commons Namensnennung 4.0 In e na ional Lizenz e ö -
en lich (c ea i ecommons.o g/licenses/by/4.0/deed.de).
Open Access wi d du ch die ZBW – Leibniz-In o ma ionszen um
Wi scha ge ö de .
We ne Webe is s ell e e ende Lei e de Ab eilung
Finanzpoli ik, Finanzausgleich, Finanzs a is ik bei de
Eidgenössischen Finanz e wal ung (EFV), die Teil des
Eidgenössischen Finanzdepa emen s (EFD) in Be n in
de Schweiz is .
ZBW – Leibniz-In o ma ionszen um Wi scha 769
Zei gesp äch
s eue nich in den Da en en hal en is . Im Du chschni
is die S eue belas ung bei den ju is ischen Pe sonen
me klich ie e als bei den na ü lichen Pe sonen, da e s-
e e deu lich mobile sind.
Ein o au ge üh es A gumen ü den S eue we bewe b
bes eh da in, dass diese die Auswei ung de S aa s-
ä igkei b ems . Die Kan one (und Gemeinden) haben
jedoch ungleiche Ausgangsbedingungen im S eue we -
bewe b. So haben einige Kan one meh Möglichkei en
ü S eue senkungen als ande e. De S eue we be-
we b kann dahe zu Übe eibungen üh en. Aus diesem
G und is ein Ausgleichssys em no wendig, das benach-
eilig e Kan one un e s ü z und den An eiz ü ein „ ace
o he bo om“ im S eue we bewe b dämp .
Die di ek e Demok a ie s ell eine wich ige Besonde -
hei des poli ischen Sys ems in de Schweiz da . Ve -
assungsände ungen benö igen imme eine Volksab-
s immung. Au Bundes- und Kan onsebene können eine
bes imm e Zahl on S immbe ech ig en eine Anpassung
de Bundes- bzw. de Kan ons e assung o schlagen
(Ini ia i e) bzw. gegen ein om Pa lamen beschlossenes
Gese z ode Gese zesände ung das Re e endum e g ei-
en. Dies üh zu eine Volksabs immung da übe , ob die
en sp echende Ve assungs- ode Gese zesanpassung
einge üh we den kann. Au Gemeindes u e bes ehen
analoge Regelungen. Bei de Fes legung de S eue sä -
ze is au allen d ei S aa sebenen in den meis en Fällen
eine Volksabs immung no wendig.
Die Bundes e assung e p lich e im Wei e en die Kan-
one, die Gese ze des Bundes zu ollziehen. Mi diesem
Vollzugs öde alismus e olg eine einhei liche Gese z-
gebung au Bundesebene, de Vollzug hingegen wi d
dezen al du chge üh . Die Kan one we den ü diese
Vollzugsau gaben in de Regel nich en schädig . Sie e -
hal en jedoch einen Teil des Au kommens de di ek en
Bundess eue und ande e S eue n des Bundes.
Die Bundes e assung leg die Au gaben des Bundes
es . Fü alle ande en Au gaben sind die Kan one zu-
s ändig. Fü die Zuo dnung on neuen Au gaben en häl
die Bundes e assung G undsä ze bzw. Lei linien: De
G undsa z de Subsidia i ä besag , dass de Bund nu
diejenigen Au gaben übe nehmen soll, welche die K a
de Kan one übe s eigen ode die eine einhei lichen
Regelung du ch den Bund bedü en. De G undsa z de
iskalischen Äqui alenz un e s eich die Kong uenz zwi-
schen En scheidungs äge , Zahle und Begüns ig em.
Die no ma i e K a diese beiden G undsä ze is jedoch
ela i schwach. Sie sind nich jus iziabel, o de n jedoch
eine Beg ündungsp lich bei de Übe nahme neue Au -
gaben du ch den Bund.
Gebüh en ü Diens leis ungen de Gemeinde bilden ei-
ne wei e e wich ige Einkommensquelle, de en Höhe die
Gemeinden wie die S eue zuschläge eben alls au onom
bes immen können. Insgesam beläu sich de An eil „ei-
gene “ Einnahmen, übe de en S eue sä ze Kan one und
Gemeinden selbe en scheiden können, au übe die Häl -
e de Gesam einnahmen. Somi e ügen die Kan one
und Gemeinden übe einen hohen G ad an Au onomie au
de Einnahmensei e.
Au de Ausgabensei e haben die Kan one in Gebie en
wie de Bildung und de Gesundhei und Teilen de so-
zialen Siche hei einen hohen G ad an Au onomie. Ein-
gesch änk wi d die kan onale Au onomie du ch den
Vollzug de Bundesgese ze du ch die Kan one und die
zahl eichen Ve bund inanzie ungen zwischen Bund und
Kan onen. Au Gemeindeebene is die Au onomie au
de Ausgabensei e seh un e schiedlich ge egel , so-
dass keine allgemeinen Aussagen gemach we den kön-
nen.
In einem on We bewe b gep äg en S eue um eld übe -
asch es nich , dass die S eue belas ung in den Kan o-
nen un e schiedlich aus äll . Abbildung 1 zeig diese Un-
e schiede anhand de on den na ü lichen bzw. den ju-
is ischen Pe sonen bezahl en S eue n au Kan ons- und
Gemeindeebene im Ve häl nis zu s eue lichen Bemes-
sungsg undlage (zu e s eue ndens Einkommen bzw.
Gewinn). He o zuheben is , dass die di ek e Bundes-
Abbildung 1
Un e schiede bei de kan onalen S eue belas ung
Quelle: Da en aus den Jah en 2018, 2019 und 2020. Es wi d jeweils ein
Du chschni übe d ei Jah e e wende (Eidgenössische Finanz e wal-
ung, 2024).
0
5
10
15
20
25
S eue belas ung de na ü lichen Pe sonen
S eue belas ung de ju is ischen Pe sonen
S eue belas ung de na ü lichen Pe sonen CH
S eue belas ung de ju is ischen Pe sonen CH
%
Zü ich
Be n
Luze n
U i
Schwyz
Obwalden
Nidwalden
Gla us
Zug
F eibu g
Solo hu n
Basel-S ad
Basel-Landscha
Scha hausen
Appenzell A.Rh.
Appenzell I.Rh.
S . Gallen
G aubünden
Aa gau
Thu gau
Tessin
Waad
Wallis
Neuenbu g
Gen
Ju a
Wi scha sdiens 2024 | 11
770
Zei gesp äch
Finanzausgleichs au S u e de Ve assung wie auch des
Gese zes es geleg und ge egel .
Die Bundes e assung und das Finanz- und Las enaus-
gleichsgese z de inie en olgende Ziele:
• S ä kung de kan onalen Finanzau onomie,
• Ve inge ung de Un e schiede in de inanziellen Leis-
ungs ähigkei und in de S eue belas ung,
• E hal de s eue lichen We bewe bs ähigkei de Kan-
one na ional und in e na ional,
• Gewäh leis ung eine minimalen Auss a ung on Res-
sou cen (ga an ie e Mindes auss a ung on 86,5 %
des schweize ischen Mi elwe s),
• Ausgleich on übe mäßigen inanziellen Las en au -
g und on geog a isch- opog a ischen und soziode-
mog a ischen Fak o en,
• Gewäh leis ung eines angemessenen in e kan onalen
Las enausgleichs (ho izon ale Zusammena bei ).
Die Ziele eichung wi d alle ie Jah e im sogenann en
Wi ksamkei sbe ich übe p ü und beu eil . Die Ziele
spiegeln die beiden oben e wähn en bedeu enden As-
pek e des schweize ischen Föde alismus – We bewe b
und Koope a ion – wide .
Ins umen e des Finanzausgleichs
De Ressou cenausgleich s ell das wich igs e Ins u-
men des na ionalen Finanzausgleichs da . E soll si-
che s ellen, dass jede Kan on genügend inanzielle
Mi el ha , um seine Au gaben wah nehmen zu können.
De Ressou cenindex is die zen ale S eue ungsg ö-
ße im Ressou cenausgleich. E is ein Indika o ü die
inanzielle S ä ke eines Kan ons. Um Ve ze ungen au -
g und de un e schiedlichen kan onalen S eue gese ze
zu e hinde n, wi d e nich au g und de a sächlichen
Einnahmen eines Kan ons be echne , sonde n au de
Basis des sogenann en Ressou cenpo enzials. Dieses
bes eh aus ha monisie en Da en zu den zu e s eue n-
den Einkommen de na ü lichen Pe sonen und den zu
e s eue nden Gewinnen de ju is ischen Pe sonen. Da
die Ve mögenss eue au kan onale Ebene eine wich ige
Einnahmenquelle da s ell , we den auch die Ve mögen
im Ressou cenpo enzial be ücksich ig . Mi den S eue -
da en wi d das Ressou cenpo enzial eines Kan ons p o
Kop be echne und im Ve häl nis zum schweize ischen
Mi el indexie . Ein Kan on mi einem Ressou cenindex
on wenige als 100 Punk en is essou censchwach und
T o z diese in de Ve assung e anke en G undsä ze
zeichne sich in de Schweiz ein deu liche T end in Rich-
ung eine Zen alisie ung on Au gaben ab. Zum einen
kon as ie die Klein äumigkei de meis en Kan one mi
de zunehmenden Mobili ä de Bü ge :innen. Das Aus-
maß de in e kan onalen Pendle s öme ha deu lich zu-
genommen und de soziale und wi scha liche Bezugs-
ahmen de Be ölke ung e g öße sich. Zum ande en
we den die di ek demok a ischen Ins umen e o allem
au de Bundesebene wah genommen. Fü poli ische
Anliegen is es ein ache , diese p imä au Bundesebene
zu hema isie en ans elle on 26 kan onalen Ini ia i en.
Volksini ia i en, die eine Anpassung de Bundes e as-
sung o de n, we den zwa meh hei lich on de S imm-
be ölke ung und den Kan onen abgelehn . In manchen
Fällen a bei e jedoch das Pa lamen einen Gegen o -
schlag aus, de meh hei s ähige is . Im E gebnis we den
dem Bund endenziell e meh neue Au gaben übe a-
gen ode bes ehende Au gaben ausgebau und in ensi-
ie .
Neben dem We bewe b is im schweize ischen Finanz ö-
de alismus auch de Aspek de Koope a ion on Bedeu-
ung. Die e ikale Zusammena bei um ass den Aspek
des Vollzugs öde alismus sowie die Zusammena bei au
de G undlage on sogenann en P og amm e einba un-
gen zwischen dem Bund und den Kan onen. Mi diesen
we den Au gaben mi Ve bund inanzie ung ges eue . De
Bund de inie die s a egischen Ziele und läss den Kan-
onen genügend Spiel aum bei de Umse zung. Anwen-
dungsbeispiele inden sich im Umwel be eich ode in de
Regionalpoli ik.
Die ho izon ale Zusammena bei , d. h. zwischen den Kan-
onen ohne Be eiligung des Bundes, bilde ein wei e es
wich iges Elemen . Au g und de zum Teil seh un e -
schiedlichen G öße de Kan one mach es kaum Sinn,
wenn alle Kan one beispielsweise eine eigene Uni e si ä
be eiben wü den. Aus diesem G und bes ehen o allem
im Be eich de e iä en Bildung in e kan onale Ve äge,
welche die Zusammena bei egeln. So wi d do bei-
spielsweise es geleg , wie iel Kan one ü ih e S udie en-
den an den Hochschulen in ande en Kan onen zu zahlen
haben. Neben diesen be eichsspezi ischen Ve ägen in-
de eine ins i u ionalisie e Zusammena bei au S u e de
Fachminis e und de Kan ons egie ungen s a .
Finanzausgleich als Elemen de Solida i ä
Das heu e gel ende Sys em des na ionalen Finanzaus-
gleichs wu de 2008 im Rahmen eine g undlegenden
Föde alismus e o m einge üh . Da o bes and ein Aus-
gleichsys em, das in anspa en und poli isch kaum s eu-
e ba wa . 2008 wu den die Ziele und die Ins umen e des
ZBW – Leibniz-In o ma ionszen um Wi scha 771
Zei gesp äch
Abbildung 2 zeig die Wi kung des Ressou cenaus-
gleichs. Es äll au , dass die essou cens a ken Kan one
deu lich in de Minde hei sind und dass die Un e schie-
de de Ressou cenindices zwischen den Kan onen g oß
sind. So is de Ressou cenindex des essou cens ä ks-
en Kan ons (Zug) e wa ie Mal so hoch wie de jenige
des essou censchwächs en Kan ons (Wallis). Die ga an-
ie e Mindes auss a ung on 86,5 % üh dazu, dass
die essou censchwachen Kan one eilweise bedeu ende
Mi el aus dem Ressou cenausgleich e hal en, was zu ei-
ne Ni ellie ung des Index nach Ressou cenausgleich bei
den schwächs en Kan onen üh . Die essou cens a ken
Kan one inanzie en 40 % des gesam en Volumens des
Ressou cenausgleichs, womi ih Index nach Ausgleich
en sp echend eduzie wi d. Die e bleibenden 60 %
we den om Bund be ei ges ell . Die Mi el aus dem Res-
sou cenausgleich sind zweck ei; die Emp änge können
diese zu Finanzie ung ih e Au gaben, ü S eue senkun-
gen ode ü den Abbau ih e Ve schuldung einse zen.
Das Gesam olumen des Ressou cenausgleichs beläu
sich 2024 au 4,5 M d. F anken (ca. 0,5 % des BIP).
Mi dem Ressou cenausgleich geling es, die Dispa i ä en
bezüglich de inanziellen Leis ungs ähigkei de Kan one
um und ein D i el zu eduzie en. Das Volumen des Res-
sou cenausgleichs wi d bes imm du ch die Höhe de Min-
des auss a ung, du ch die En wicklung de Fiskaleinnah-
men on Kan onen und Gemeinden insgesam und du ch
die En wicklung de Dispa i ä en zwischen den Kan onen.
Die Fiskaleinnahmen als nominelle G öße s eigen in de
Regel on Jah zu Jah . Die ga an ie e Mindes auss a -
ung on 86,5 % s eig nominell dahe eben alls en sp e-
chend an. Wenn die Dispa i ä en zwischen den Kan onen
zunehmen, so benö ig das Sys em meh Mi el und um-
gekeh . Die poli ische S eue ung des Ressou cenaus-
gleichs besch änk sich au die Fes legung de Höhe de
ga an ie en Mindes auss a ung au Gese zess u e. Die
poli ischen Hü den ü eine solche Gese zesanpassung
sind jedoch als ziemlich hoch einzuschä zen.
De Las enausgleich s ell das zwei e Ins umen des Fi-
nanzausgleichs da . E wi d olls ändig du ch den Bund
inanzie . Sein Volumen be äg gegenwä ig knapp ein
Fün el des Ressou cenausgleichs und is gese zlich
es geleg . De Las enausgleich begüns ig Gebi gs- und
Zen umskan one, die übe du chschni liche Kos en a-
gen müssen, die sie nich beein lussen können. Es sind
dies eine sei s Kos en au g und de Be ölke ungss uk-
u (A mu , Al e und Auslände in eg a ion) ode de Zen-
ums unk ion, die im soziodemog a ischen Las enaus-
gleich be ücksich ig we den. Mi dem geog a isch- opo-
g a ischen Las enausgleich we den Kan one mi Kos en
au g und de Höhenlage, de S eilhei des Geländes ode
de ge ingen Besiedlungsdich e en schädig . Die Las en-
e häl Mi el aus dem Ressou cenausgleich; ein Kan on
mi einem Index on übe 100 Punk en is essou cen-
s a k und ha einen Bei ag zu Finanzie ung des Res-
sou cenausgleichs zu leis en.
Die Höhe de S eue belas ung eines Kan ons spiel bei
de Be echnung des Ressou cenpo enzials keine Rolle,
da die S eue poli ik eines Kan ons nich di ek dessen
Ressou cenpo enzial beein lussen soll. Die S eue poli ik
kann sich hingegen indi ek au die En wicklung des Res-
sou cenpo enzials eines Kan ons auswi ken: Wenn ein
Kan on du ch s eue poli ische Maßnahmen neues S eu-
e subs a anziehen kann, so e höh dies sein Ressou -
cenpo enzial.
Ke nelemen des Ressou cenausgleichs is die soge-
nann e ga an ie e Mindes auss a ung on 86,5 %. Diese
bedeu e , dass de essou censchwächs e Kan on nach
Ressou cenausgleich imme genau diese Mindes aus-
s a ung e eich . Die 86,5 % beziehen sich dabei au die
du chschni lichen Fiskaleinnahmen de Kan one und Ge-
meinden. Die ga an ie e Mindes auss a ung gil dabei
nu ü die essou censchwächs en Kan one (Ressou -
cenindex ie e als 70 Punk e). Die üb igen essou cen-
schwachen Kan one e hal en Zahlungen aus dem Res-
sou cenausgleich, die mi s eigendem Ressou cenindex
übe p opo ional abnehmen. Sie e eichen jeweils einen
Index on übe 86,5 % nach Ausgleich. Die Mechanik des
Ressou cenausgleichs üh somi dazu, dass alle es-
sou censchwachen Kan one begüns ig we den, auch
wenn das Ausmaß de Zahlungen ü Kan one mi knapp
un e 100 Indexpunk en ma ginal is .
Abbildung 2
Ressou cenindex o und nach Ausgleich
Quelle: Da en aus den Jah en 2018, 2019 und 2020. Es wi d jeweils ein
Du chschni übe d ei Jah e e wende (Eidgenössische Finanz e wal-
ung, 2024).
0
50
100
150
200
250
300
CH-Mi elwe
Ga an ie e Mindes auss a ung on 86,5 %
Ressou cens a ke Kan one
Ressou censchwache Kan one
Einzahlungen
Auszahlungen
Zü ich
Be n
Luze n
U i
Schwyz
Obwalden
Nidwalden
Gla us
Zug
F eibu g
Solo hu n
Basel-S ad
Basel-Landscha
Scha hausen
Appenzell A.Rh.
Appenzell I.Rh.
S . Gallen
G aubünden
Aa gau
Thu gau
Tessin
Waad
Walli
s
Neuenbu g
Gen
Ju a
Wi scha sdiens 2024 | 11
772
Zei gesp äch
wei gehend egelgebunden is , bedeu e eine Zunahme
de Dispa i ä en bei de inanziellen Leis ungs ähigkei
au oma isch eine höhe e Do a ion des Ressou cenaus-
gleichs und dami eine s ä ke e Belas ung des Bundes
und de essou cens a ken Kan one. Im Wei e en be-
s eh in de Mechanik des Ressou cenausgleichs ein
nega i e An eize ek bei den schwächs en Kan onen,
da diese nach Ressou cenausgleich imme genau die
ga an ie e Mindes auss a ung e eichen. Dies unab-
hängig da on, ob sie ih Ressou cenpo enzial du ch
Anziehen on zusä zlichem S eue subs a e besse n
konn en ode nich . Diese nega i e An eize ek nimm
mi s eigende Ressou cens ä ke jedoch ab. Insgesam
leis e de Finanzausgleich einen wich igen Bei ag zum
Zusammenhal des Landes und s ell eine no wendige
E gänzung zum S eue we bewe b da .
Li e a u
Eidgenössische Finanz e wal ung. (2024). Sonde auswe ungen.
ausgleichszahlungen sind unabhängig om Ressou cen-
ausgleich und eben alls nich zweckgebunden.
Fazi
Das Sys em des Finanzausgleichs wi d alle ie Jah e
bezüglich de Ziele eichung und de Funk ions ähig-
kei gep ü . Dies e olg im Rahmen des sogenann en
Wi ksamkei sbe ich s. E en häl zudem Vo schläge ü
Anpassungen au Gese zes- und Ve o dnungss u e. De
ak uelle Wi ksamkei sbe ich om Mä z 2024 komm
zum Schluss, dass die Ziele des Finanzausgleichs wei -
gehend e eich wo den sind und dass das Sys em gu
unk ionie . Vo geschlagen we den dahe nu punk uel-
le Anpassungen des Regelwe ks au Ve o dnungss u e.
Eine g undlegende e Re o m, die eine Gese zesanpas-
sung e o de n wü de, wi d gegenwä ig als nich no -
wendig e ach e . Die zunehmenden Un e schiede zwi-
schen den Kan onen – sei es bei de inanziellen Leis-
ungs ähigkei ode bei de S eue belas ung – gib je-
doch Anlass zu Beso gnis. Da de Ressou cenausgleich
Ti le: Swi ze land’s Na ional Financial Equalisa ion Sys em and I s Ins i u ional Embedding
Abs ac : This a icle explains he Swiss ede al iscal equalisa ion scheme. The objec i es o inancial equalisa ion ha e la gely been
achie ed and he sys em is unc ioning well. Howe e , he inc easing di e ences be ween he can ons – whe he in e ms o inancial
pe o mance o ax bu dens – a e cause o conce n.