Beruflicher Wandel in Rheinland-Pfalz: Nimmt die Bedeutung umweltschonender Kompetenzen zu?
Abstract
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Full text
Faißt, Christian et al. Research Report Beruflicher Wandel in Rheinland-Pfalz: Nimmt die Bedeutung umweltschonender Kompetenzen zu? IAB-Regional. IAB Rheinland-Pfalz-Saarland, No. 2/2025 Provided in Cooperation with: Institute for Employment Research (IAB) Suggested Citation: Faißt, Christian et al. (2025) : Beruflicher Wandel in Rheinland-Pfalz: Nimmt die Bedeutung umweltschonender Kompetenzen zu?, IAB-Regional. IAB Rheinland-Pfalz-Saarland, No. 2/2025, Institut für Arbeitsmarktund Berufsforschung (IAB), Nürnberg, https://doi.org/10.48720/IAB.RERPS.2502 This Version is available at: https://hdl.handle.net/10419/330586 Standard-Nutzungsbedingungen: Die Dokumente auf EconStor dürfen zu eigenen wissenschaftlichen Zwecken und zum Privatgebrauch gespeichert und kopiert werden. Sie dürfen die Dokumente nicht für öffentliche oder kommerzielle Zwecke vervielfältigen, öffentlich ausstellen, öffentlich zugänglich machen, vertreiben oder anderweitig nutzen. Sofern die Verfasser die Dokumente unter Open-Content-Lizenzen (insbesondere CC-Lizenzen) zur Verfügung gestellt haben sollten, gelten abweichend von diesen Nutzungsbedingungen die in der dort genannten Lizenz gewährten Nutzungsrechte. Terms of use: Documents in EconStor may be saved and copied for your personal and scholarly purposes. You are not to copy documents for public or commercial purposes, to exhibit the documents publicly, to make them publicly available on the internet, or to distribute or otherwise use the documents in public. If the documents have been made available under an Open Content Licence (especially Creative Commons Licences), you may exercise further usage rights as specified in the indicated licence. https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/
IAB-Regional, IAB Bayern Nr|JJJJ 0 IAB-REGIONAL Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz 2|2025 IAB Rheinland-Pfalz-Saarland Beruflicher Wandel in Rheinland-Pfalz: Nimmt die Bedeutung umweltschonender Kompetenzen zu? Christian Faißt, Silke Hamann, Daniel Jahn, Markus Janser, Anne Otto, Rüdiger Wapler, Gabriele WydraSomaggio ISSN 1861-1540
Beruflicher Wandel in Rheinland-Pfalz: N immt die Bedeutung umweltschonender Kompetenzen zu? Christian Faißt (IAB BW) Silke Hamann (IAB BW) Daniel Jahn (IAB BW) Markus Janser (IAB) Anne Otto (IAB RPS) Rüdiger Wapler (IAB BW) Gabriele W ydra-Somaggio (IAB RPS) IAB -Regional berichtet über die Forschungsergebnisse des Regionalen Forschungsnetzes des IAB. Schwerpunktmäßig werden die regionalen Unterschiede in Wirtschaft und Arbeitsmarkt – unter Beachtung lokaler Besonderheiten – untersucht. IAB-Regional erscheint in loser Folge in Zusammenarbeit mit der jeweiligen Regionaldirektion der Bundesagentu r für Arbeit und wendet sich an Wissenschaft und Praxis.
IAB-Regional Rheinland-Pfalz-Saarland 2|2025 3 Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis .................................................................................................................... 3 Zusammenfassung ................................................................................................................... 4 Keywords ................................................................................................................................. 5 Danksagung .............................................................................................................................. 5 1 Einleitung ........................................................................................................................... 6 2 Datengrundlage, Methodik und Definitionen ...................................................................... 8 3 Wandel von Skills und Beschäftigung in Berufen: Findet ein „Greening of Jobs“ statt? ..... 11 4 Regionale Unterschiede im Hinblick auf „Greening of Jobs“ ............................................. 14 4.1 Unterschiede zwischen den Bundesländern .................................................................... 15 4.2 Unterschiede zwischen den Kreisen von Rheinland-Pfalz ............................................... 18 5 Wirkungskanäle des ökologischen Wandels auf dem Arbeitsmarkt ................................... 23 5.1 Berufliche Mobilität............................................................................................................ 23 5.2 Struktur der neuen Beschäftigungsverhältnisse .............................................................. 25 5.3 Beginnen junge Menschen zunehmend Ausbildungen in Berufen mit Green Skills? ...... 31 6 Fazit ................................................................................................................................. 32 Literatur ................................................................................................................................. 35 Anhang ................................................................................................................................... 37 Abbildungsverzeichnis ............................................................................................................ 39 Tabellenverzeichnis ................................................................................................................ 39 Anhangsverzeichnis ................................................................................................................ 39 In der Reihe IAB-Regional Rheinland-Pfalz zuletzt erschienen ................................................ 40 Impressum ............................................................................................................................. 41
IAB-Regional Rheinland-Pfalz-Saarland 2|2025 4 Zusammenfassung Die ökologische Transformation hat weitreichende Auswirkungen auf den gesamten Arbeitsmarkt und gleichfalls auf die Anforderungen in Berufen. So lässt sich in der jüngeren Vergangenheit in Deutschland ein Bedeutungswandel von Berufen mit überwiegend umweltbelastenden hin zu solchen mit mehr umweltschonenden Kompetenzen beobachten. Im Mittelpunkt der vorliegenden Studie steht die Frage, welche Intensität dieser Wandel an Kompetenzen bei Berufen im Beobachtungszeitraum von 2013 bis 2022 in Rheinland-Pfalz aufweist. In der Studie wird zum einen betrachtet, wie sich der Stellenwert von umweltfreundlichen Berufen für die Gesamtbeschäftigung in diesem Bundesland sowie in dessen Regionen entwickelt hat. Zum anderen wird die Bedeutung unterschiedlicher Wirkungskanäle für den beruflichen Wandel analysiert. Die ökologische Transformation wird auf Grundlage eines Tätigkeitsansatzes untersucht. Hierzu wird für jeden Beruf der Greenness-of-Jobs-Index berechnet, welcher innerhalb jeden Berufs auf der Differenz von umweltfreundlichen („Green“) und umweltschädlichen („Brown“) Skills beruht. Im Bundesländervergleich liegt der Beschäftigtenanteil von Berufen mit Green Skills im Jahr 2022 in Rheinland-Pfalz (20,0 %) im Mittelfeld, dies gilt ebenfalls für den Beschäftigtenanteil von Berufen mit Brown Skills (18,4 %). In allen Bundesländern hat sich der Anteil der Beschäftigten in Berufen mit Green Skills stark erhöht, aber die Anteile der Beschäftigung in Berufen mit Brown Skills haben sich nur jeweils geringfügig verringert. Die Beschäftigung in Berufen mit Green Skills stieg in Rheinland-Pfalz von 2013 bis 2022 um 55 Prozent und damit erheblich stärker verglichen mit dem Zuwachs von Berufen mit Brown Skills (8,4 %) und auch dem Beschäftigungsaufbau insgesamt (16,1 %). Die Frage ist, welche Wirkungskanäle für diese Entwicklung verantwortlich sind. Hierfür wurden zwei unterschiedliche Effekte des beruflichen Wandels auf die Beschäftigung verglichen. Auf der einen Seite können neue Beschäftigungen in Berufen mit Green Skills aufgenommen werden, ohne dass sich die Kompetenzstruktur des Berufs verändert hat. Auf der anderen Seite können Kompetenzen in einem vorher als White oder Brown eingestuften Beruf sich derart geändert haben, dass dieser Beruf dann als einer mit Green Skills eingestuft wird. Die vergleichende Betrachtung der Entwicklung der Gesamtbeschäftigung – Effekte aufgrund von konstanter und veränderter Kompetenzstruktur – hat für Rheinland-Pfalz gezeigt, dass die Beschäftigung in Berufen mit Green Skills stärker dadurch gestiegen ist, dass die Zahl der Berufe, die 2022 (aber nicht 2013) zu den umweltschonenden Berufen zählen, zunahm, als durch die zusätzlich noch neu entstandenen Beschäftigungsverhältnisse in den Berufen. D. h. vor allem der Wandel innerhalb der Berufe spielt hier eine entscheidende Rolle. Die Beschäftigung in Berufen mit Brown Skills ist insgesamt nicht so stark gewachsen; der Bedeutungszuwachs in Berufen mit Brown Skills war unter Einbeziehung der Veränderung der Kompetenzstruktur höher als bei konstanter Kompetenzstruktur. Außerdem zeigt die Analyse zur Änderung der Struktur der neu begonnenen Beschäftigungen in Rheinland-Pfalz ebenfalls, dass sich deren Zusammensetzung zugunsten von Berufen mit Green Skills verändert hat. Zudem hat der Anteil von Beschäftigungswechseln aus Berufen mit White bzw. Brown Skills in solche mit Green Skills in der
IAB-Regional Rheinland-Pfalz-Saarland 2|2025 5 Vergangenheit deutlich zugenommen. Berufswechsel sind daher für den Wandel der Berufe im Zuge der ökologischen Transformation erheblich. Hinzu kommt, dass jüngere Menschen häufiger eine (duale) Berufsausbildung in einem Beruf mit vorwiegend umweltschützenden Skills begonnen haben. Keywords Arbeitsmarkt, beruflicher Wandel, ökologische Transformation, Rheinland-Pfalz Danksagung Dieser Bericht hätte nicht ohne aufwendige Datenaufbereitungsarbeiten von Stefan Hell geschrieben werden können. Dafür gilt ihm unser großer Dank. Darüber hinaus danken wir Per Kropp für wertvolle Hinweise und Jochen Stabler für die endgültigen Formatierungsarbeiten.
IAB-Regional Rheinland-Pfalz-Saarland 2|2025 6 1 Einleitung Drei Schlagwörter werden oft im Zuge des strukturellen Wandels in Deutschland genannt: Dekarbonisierung, Digitalisierung sowie Demografie. Sie werden oft als sogenannte Megatrends beschrieben, die tiefgreifende und langfristige Auswirkungen insbesondere auf den Arbeitsmarkt, aber auch darüber hinaus haben werden. Der Fokus in dieser Studie ist die Dekarbonisierung, d. h. der ökologische Wandel und dessen bisherigen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt in Rheinland-Pfalz. In dieser Studie wird nur der Aspekt des Wandels der Berufe betrachtet. Im Mittelpunkt der Analyse steht die Frage, inwiefern die Skills, die derzeit für die Ausübung eines bestimmten Berufes relevant sind, mehr Umweltschutzaspekte beinhalten, als dies in der Vergangenheit der Fall war.1 Die vorliegende Studie knüpft an die Analysen von (Janser 2018, 2019, 2024) an, in denen für jeden Beruf geprüft wird, ob seit 2013 der Anteil an umweltfreundlichen Skills in einem Beruf zuund der Anteil der umweltschädlichen abgenommen hat. Die Voraussetzungen für den ökologischen Transformationsprozess scheinen auf den ersten Blick günstig zu sein. Laut Reppmann et al. (2024) geben bspw. fast 80 Prozent der befragten Unternehmen an, dass die Verantwortung für Nachhaltigkeit auf Vorstands-/Geschäftsführerebene angesiedelt ist, und dass das Thema Nachhaltigkeit immer wichtiger wird. Ferner haben sich laut der Umfrage bereits 40 Prozent der Unternehmen Klimaziele gesetzt, die im Einklang mit dem Pariser Klimaabkommen sind. Weitere 21 Prozent haben allgemeinere Klimaziele und weitere knapp 30 Prozent arbeiten an ihren Klimazielen. Nicht nur den Betrieben, sondern auch den Beschäftigten scheint es zunehmend wichtig zu sein, dass ihre Skills mit Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit in Einklang stehen. So äußern in einer Befragung von Schulz/Trappmann (2023: Kapitel 3.3.1) von jenen Beschäftigten, die angeben, nicht in einem der „grünen Sektoren“ zu arbeiten, 40 Prozent Interesse an einem Wechsel in einen „grünen Sektor“. Sie erwarten dabei nicht nur eine interessante Tätigkeit, sondern wollen aktiv zum Klimaschutz beitragen. Abgesehen von der prinzipiellen Aufgeschlossenheit und Veränderungsbereitschaft von Betrieben und Beschäftigten gibt es darüber hinaus zahlreiche Programme der Bundesregierung, durch die der Wandel zu einer nachhaltigen Wirtschaft weiter gefördert werde soll. Auch wenn die Mittel im Klimaund Transformationsfonds nach dem Bundesverfassungsgerichtsurteil von 2023 massiv gekürzt werden mussten, stehen im Bundeshaushalt für 2024 49 Mrd. Euro zur Verfügung (Bundesregierung 2024). Im aktuellen Bundeshaushalt für 2025 werden weitere umfassende finanzielle Mittel für den Klimaschutz aus dem Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“ bereitgestellt (Deutscher Bundestag 2025). Zusätzlich gibt es in RheinlandPfalz viele Förderprogramme auf Landesebene (Ministerium für Klima 2025). Gleichwohl gibt es auch einige wichtige Faktoren, die hemmend auf den ökologischen Transformationsprozess wirken können. In der bereits genannten Umfrage von Reppmann et al. 1 In der Wissenschaft wird in der Regel von „Tasks“ im Sinne der beruflichen Aufgaben als Ausdruck der Arbeitsnachfrage gesprochen, während im Kontext der Praxis und internationaler Politik der Begriff „Skills“ im Sinne von Kompetenzen und Kompetenzanforderung verwendet wird. Da in der Berufe-Datenbank BERUFENET ebenfalls von Kompetenzen bzw. Green Skills gesprochen wird und es sich in diesem Bericht um eine Publikation für die Hauptzielgruppe Praxis und Politik handelt, verwenden wir in diesem Bericht durchgehend den Begriff „Skills“.
IAB-Regional Rheinland-Pfalz-Saarland 2|2025 7 (2024) sagt einerseits mehr als die Hälfte der Unternehmen, dass es einen hohen Investitionsbedarf zur Finanzierung der Transformation gibt. Andererseits sei gleichzeitig die Nachfrage von Seiten der Unternehmen nach Programmen zur Finanzierung der Nachhaltigkeitstransformation, die viele Banken bereits anbieten, eher verhalten. Somit bleibt oft unklar, wie die Nachhaltigkeitsziele der Unternehmen konkret umgesetzt werden sollen oder wie es im Artikel von Hampel/Wischmeyer (2024) heißt: „Der Wille ist da, aber noch fehlt der Weg.“. Hinzu kommt, dass zwar junge Arbeitnehmer*innen als einer der wichtigsten Treiber hinter der ökologischen Transformation in einem Unternehmen gesehen werden (Reppmann et al. 2024: 42) und sich insbesondere Auszubildende zunehmend für Berufe mit umweltfreundlichen Skills entscheiden (Brixy/Janser/Mense 2023), gleichzeitig aber ein Mangel an Personal als stärkstes Hemmnis (Reppmann et al. 2024: 45 f.) für den aktuellen Wandel genannt wird (Reppmann et al. 2024: 45 f.; Hohendanner/Janser/Lehmer 2024). Dieser Befund wird sich laut der Projektion von (Zika et al. 2022) bis 2030 nochmals verstärken, da in vielen Berufen, die für die ökologische Transformation als wichtig erachtet werden, jetzt schon erhebliche Fachkräfteengpässe nach der Abgrenzung der Statistik der Bundesagentur für Arbeit zu beobachten sind. Zu den Hemmnissen, von denen Beschäftigte berichten, zählen Bedenken bezüglich eines möglicherweise geringeren Einkommens oder der Notwendigkeit räumlicher Mobilität sowie Unsicherheiten darüber, ob die eigene Qualifikation ausreichend ist, wenn zu einem Arbeitsplatz gewechselt wird, bei dem Umweltschutz eine größere Rolle spielt (Schulz/Trappmann 2023: Kapitel 3.3.3). Über 40 Prozent geben in dieser Befragung an, dass sie neue Fähigkeiten lernen müssten und fast ein Viertel meint, dass sie es für (sehr) wahrscheinlich halten, dass sie ihren Arbeitsplatz wechseln werden müssen. Generell herrscht also viel Unsicherheit darüber, welche Veränderungen sich im Hinblick auf den eigenen Arbeitsplatz, aber auch im Kontext der Branche und Region durch die ökologische Transformation ergeben werden. Ziel dieser Studie ist es zu zeigen, in welchem Ausmaß dieser Wandel an Fähigkeiten schon stattgefunden hat. So wird in Kapitel 3 untersucht, inwiefern sich ein Wandel innerhalb von Berufen in Bezug auf die zunehmende Bedeutung von Kompetenzen, die in Zusammenhang mit dem Umweltschutz stehen, beobachten lässt. D. h. es wird der Frage nachgegangen, wie sich die Anforderungen an die Kompetenzen der Mitarbeitenden in den Berufen selbst geändert haben. In Kapitel 4 wird analysiert, in welchem Ausmaß die Bedeutung von besonders umweltfreundlichen Berufen an der Gesamtbeschäftigung (in einer Region) zugenommen hat. Die Unterscheidung danach, ob es primär einen Wandel (der Kompetenzanforderungen) innerhalb von Berufen oder einen Wandel zwischen den Berufen gibt, ist auch deswegen von Bedeutung, weil sowohl die individuellen als auch die betrieblichen Anpassungskosten bei einem Wandel innerhalb des Berufes vermutlich deutlich geringer sind. Anpassungskosten für den Wandel innerhalb von Berufen umfassen vor allem die individuellen und betrieblichen Weiterbildungskosten und sind nicht unbedingt mit einer Fluktuation der Belegschaft verbunden. Diese fallen in der Regel nicht so hoch aus wie die Kosten für den Wandel zwischen Berufen, weil diese Art des Wandels oft mit der Einstellung neuer Mitarbeitenden (und somit Einarbeitungskosten) einhergeht. In Kapitel 5 wird die Bedeutung verschiedener Wirkungskanäle für den beruflichen Wandel analysiert. Zu diesem Zweck wird die berufliche Mobilität bei der Aufnahme einer neuen
IAB-Regional Rheinland-Pfalz-Saarland 2|2025 8 sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung, die berufsspezifische Struktur der neuen Beschäftigungsverhältnisse sowie die Wahl eines Berufes beim Beginn einer Ausbildung betrachtet. 2 Datengrundlage, Methodik und Definitionen In der Literatur werden vor allem drei Ansätze für Analysen zur ökologischen Transformation hervorgehoben: der Branchenansatz, der Output-Ansatz und der Aufgabenansatz (im englischen Task-Ansatz – siehe Janser 2024 für eine ausführlichere Beschreibung). Da Umwelttätigkeiten innerhalb von Branchen bei der Konzeption der derzeit gültigen Wirtschaftszweigklassifikation, die es seit dem Jahr 2008 gibt, nicht im Vordergrund standen und für den Output-Ansatz umfassende Datenquellen fehlen, wird in der vorliegenden Studie, wie auch in früheren Arbeiten (Bluedorn et al. 2023; Janser 2024; Vona 2021), der Aufgabenansatz verwendet. Hierbei beziehen wir uns auf den sogenannten Greenness-of-Jobs-Index (GOJI), der von Janser (2018) entwickelt wurde. Die BERUFENET-Datenbank der Bundesagentur für Arbeit (2024) weist die für jeden Beruf erforderlichen Kompetenzen aus.2 Jede dieser Kompetenzen wird einer der drei folgenden Kategorien zugeordnet: umweltfreundlich („Green Skills“), umweltbelastend („Brown Skills“) oder neutral („White Skills“). Die Kategorisierung als umweltfreundliche oder umweltschädliche Tätigkeit bzw. Skills erfolgt mit Hilfe eines Text Mining Ansatzes. Daran anknüpfend wird für jeden Beruf auf 5-Steller-Ebene der Klassifikation der Berufe (Berufsgattungen) jeweils der Anteil an Skills ermittelt, die als „Green“, „White“ oder „Brown“ eingestuft wurden.3 Der GOJI berechnet sich aus der Differenz zwischen umweltschonenden und umweltbelastenden Tätigkeitsanteilen innerhalb eines Berufs (siehe Abbildung 1 für ein Beispiel). Insgesamt weisen drei Viertel der Berufe entweder Green Skills oder Brown Skills auf, aber für ein Viertel der Berufe in 2020 gilt, dass sie sowohl Green als auch Brown Skills beinhalten. Für die Berechnung des Index werden die positiven und negativen Anteile verrechnet. Dadurch ergibt sich ein Nettowert, auf dem die Einteilung in die Gruppen „Berufe mit Green Skills“ (Index-Wert > 0), „Berufe mit White Skills“ (Index-Wert = 0) und „Berufe mit Brown Skills“ (Index-Wert < 0)” basiert. Dies soll im Folgenden anhand des Beispiels “Techniker/in – Umweltschutztechnik und regenerative Energien“ verdeutlicht werden. 2 Siehe https://web.arbeitsagentur.de/berufenet. 3 Welche Kompetenzen in einem Beruf potenziell erforderlich sind, wird oft anhand von Ausbildungsund Studienordnungen bestimmt. Die Berufsinformationen werden mindestens einmal jährlich überprüft und ggf. aktualisiert. Hierbei sind Kompetenzen als „Potenziale” zu verstehen, die in einem Beruf ausgeübt werden können. Die Daten erlauben keine Aussage darüber, wie stark diese Kompetenzen tatsächlich eingesetzt werden.
IAB-Regional Rheinland-Pfalz-Saarland 2|2025 15 z. B. Berufe in der regenerativen Energietechnik (zu der bspw. auch Windenergie zählt) bedeutsamer sind. Daher betrachten wir im Folgenden zunächst, wie sich die Bundesländer und anschließend die Kreise innerhalb von Rheinland-Pfalz bezüglich der Anteile der Beschäftigten in Berufen mit Green bzw. Brown Skills im Jahr 2022 jeweils unterscheiden. Zudem ziehen wir auch die Struktur im Jahr 2013 heran, um zu untersuchen, wie stark sich die Unterschiede innerhalb und zwischen den jeweils betrachteten Regionen verändert haben. 4.1 Unterschiede zwischen den Bundesländern Der Anteil der Beschäftigten, die 2022 in Berufen mit Green Skills arbeiten, variiert zwischen 18,2 Prozent in Hamburg und 22,9 Prozent in Brandenburg (vgl. Abbildung 2). In Rheinland-Pfalz beträgt der entsprechende Anteil 20,0 Prozent. Nur vier Bundesländer haben noch geringere Anteile. Es gibt mehrere Gründe für den geringeren Anteil in Rheinland-Pfalz im Vergleich zum „Spitzenreiter“ Brandenburg. Zum einen arbeiten in diesem Bundesland deutlich mehr Beschäftigte in Fertigungsberufen sowie in Berufen der Unternehmensführung und - organisation. Diese Berufssegmente haben aber nur sehr geringe Anteile Green Skills. Zum anderen ist der Beschäftigtenanteil in Berufen mit hohen Anteilen an Green Skills wie bspw. die Reinigungsberufe in Brandenburg höher. Ein allen Bundesländern gemeinsamer Trend ist den Zahlen zu entnehmen: In allen Ländern hat sich der Anteil der Beschäftigten in Berufen mit Green Skills erhöht. In Rheinland-Pfalz betrug diese Zunahme fünf Prozentpunkte, dieser Anstieg entspricht dem Durchschnitt in Deutschland. 2013 entfällt der minimale und maximale Anteilswert von Beschäftigten in Berufen mit Green Skills auf Hamburg (13,8 %) bzw. Brandenburg (17,8 %).
IAB-Regional Rheinland-Pfalz-Saarland 2|2025 16 Abbildung 2: Anteil der Beschäftigten in Berufen mit Green Skills nach Bundesländern in 2022 Anteil in Prozent Quelle: GOJI 2024; eigene Berechnungen. © IAB Demgegenüber ist die Spannweite der Beschäftigtenanteile in Berufen mit Brown Skills in 2022 weitaus größer (Abbildung 3). Auf nicht einmal jedem zehnten Arbeitsplatz in Berlin (9,5 %) werden Berufe mit Brown Skills ausgeführt, in Thüringen (20,3 %) trifft dies hingegen auf gut jeden fünften zu. Diese beiden Bundesländer wiesen bereits 2013 den minimalen und maximalen Wert auf. Rheinland-Pfalz nimmt mit einem Anteil von 18,4 Prozent eine mittlere Position ein. Insgesamt zeigen sich in allen Bundesländern deutlich geringere Veränderungen in der Bedeutung der Berufe mit Brown Skills für die Beschäftigung zwischen 2013 und 2022 als für Berufe mit Green Skills beobachtet wurde. Im Bundesdurchschnitt betrug der Bedeutungsverlust umweltbelastender Jobs nur ca. einen Prozentpunkt. In Rheinland-Pfalz war dieser Rückgang etwas höher (-1,3 Prozentpunkte). Mit Ausnahme vom Saarland (wo der Anteil 2022 um 0,6 Prozentpunkte höher als 2013 liegt) arbeiten in allen Bundesländern im Jahr 2022 relativ weniger Menschen in Berufen mit Brown Skills als im Jahr 2013.
IAB-Regional Rheinland-Pfalz-Saarland 2|2025 17 Abbildung 3: Anteil der Beschäftigten in Berufen mit Brown Skills nach Bundesländern, 2022 Anteile in Prozent Quelle: GOJI 2024; eigene Berechnungen. © IAB Auch die Analyse der Beschäftigtenanteile verdeutlicht insgesamt also, dass der Wandel in stärkerem Maße über die Zunahme der Berufe mit Green Skills geprägt wird. Dies führt u. a. dazu, dass 2022 in allen Bundesländern der Anteil der Beschäftigten in Berufen mit Green Skills den der Beschäftigten in Berufen mit Brown Skills übersteigt. Am deutlichsten fällt die Differenz mit fast elf Prozentpunkten in Berlin aus. Im Jahr 2013 waren noch in fast allen Bundesländern relativ mehr Beschäftigte in Berufen mit Brown Skills als in solchen mit Green Skills zu finden. Hamburg und Berlin waren die beiden „grünen“ Ausnahmen, dort überwogen schon 2013 die Anteile der Berufe mit Green Skills.
IAB-Regional Rheinland-Pfalz-Saarland 2|2025 18 4.2 Unterschiede zwischen den Kreisen von Rheinland-Pfalz Nicht nur im Vergleich der Bundesländer, auch innerhalb von Rheinland-Pfalz auf Ebene der Kreise gibt es deutliche Unterschiede im Anteil der Beschäftigten in eher umweltbelastenden und in umweltschonenden Berufen. Abbildung 4 und Abbildung 5 geben einen Überblick über die entsprechenden Anteile je nach beruflicher Einordnung für die Jahre 2013 und 2022. Beim Blick auf den Beschäftigtenanteil der Berufe mit Green Skills (vgl. Abbildung 4)5 lässt sich derselbe Trend erkennen wie bei den Bundesländern: In allen Kreisen gibt es demnach im Jahr 2022 relativ (aber auch absolut) mehr Beschäftigte in Berufen mit Green Skills als 2013. Insgesamt sind in Rheinland-Pfalz im Jahr 2022 100.000 Personen mehr in diesen Berufen beschäftigt als neun Jahre zuvor. Dies entspricht einem Anstieg um rund 55 Prozent und übertrifft somit deutlich den Beschäftigungsaufbau mit rund 16 Prozent über alle Beschäftigten des Bundeslands. Die höchsten Anteile im Jahr 2022 im Vergleich aller Kreise in Rheinland-Pfalz weisen die Stadt Ludwigshafen (25,4 %) sowie die Kreise Cochem-Zell (24,2 %) und Kusel (23,0 %) auf. Hier arbeitet jeweils fast jede*r vierte Beschäftigte in einem eher umweltschonenden Beruf. Schon 2013 arbeitete in der Stadt Ludwigshafen und in Cochem-Zell schon bereits jeder jede*r fünfte Beschäftigte in einem solchen Beruf, während dies in Kusel gut jede*r sechste Beschäftigte (16 %) war. Es zeigt sich hier somit neben dem grundsätzlichen Bedeutungsgewinn der Beschäftigung in den Berufen mit Green Skills für alle Kreise auch eine relativ stabile Beschäftigungsstruktur: Kreise, in denen bereits 2013 der Anteil vergleichsweise hoch ausfiel, war dies auch in 2022 der Fall.6 5 Siehe Tabelle A 2 im Anhang für eine tabellarische Darstellung der Werte. 6 Der Korrelationskoeffizient zwischen dem Anteil an Beschäftigten in Berufen mit Green Skills für das Jahr 2022 bzw. 2013 liegt bei 0,77. Obwohl dies schon ein sehr hoher Wert ist, liegt er bei Berufen mit White Skills bei 0,81 und bei Berufen mit Brown Skills sogar bei 0,87.
IAB-Regional Rheinland-Pfalz-Saarland 2|2025 19 Abbildung 4: Beschäftigtenanteil in Berufen mit Green Skills nach Kreisen und kreisfreien Städten in Rheinland-Pfalz, 2022 Anteile in Prozent Quelle: GOJI 2024; eigene Berechnungen. © IAB Bei der Betrachtung der Anteile in den Berufen mit Brown Skills zeigt sich ein ähnlicher Befund (siehe Abbildung 5).7 Auch hier waren die Kreise, die 2022 die höchsten Anteile aufweisen, bereits 2013 vorne zu finden. Dies gilt neben der Stadt Zweibrücken mit 26,6 Prozent ebenso für den Rhein-Hunsrück-Kreis (25,5 %), den Westerwald (25,5 %) und Bernkastel-Wittlich (25,2 %). Dementsprechend sind in diesen vier Kreisen anteilig deutlich weniger Beschäftigte in den Berufen mit Green Skills tätig. Dies sind in der Stadt Zweibrücken rund 16 Prozent, im RheinHunsrück-Kreis ca. 19 Prozent und im Westerwald sowie in Bernkastel-Wittlich jeweils 18 Prozent in 2022. Die Differenz in den Anteilswerten von Brown und Green Skills fällt in diesen vier Kreisen auch am höchsten unter allen Kreisen in Rheinland-Pfalz aus, die entsprechenden Werte liegen 7 Siehe Tabelle A 2 im Anhang für eine tabellarische Darstellung der Werte.
IAB-Regional Rheinland-Pfalz-Saarland 2|2025 20 zwischen gut sieben und 13 Prozentpunkten. D. h., auf Ebene der Kreise gibt es entgegen dem Befund für die Bundesländer durchaus Regionen, in denen die Beschäftigtenanteile 2022 in den Berufen mit Brown Skills überwiegen. Insgesamt betrachtet hat sich aber die Anzahl dieser Kreise verringert. Waren es 2013 noch 30 (von insgesamt 36), in denen relativ mehr Beschäftigte in diesen Berufen arbeiten, sind es 2022 nur noch 18 Kreise. Dennoch gab es auch über alle Kreise gesehen in diesen Berufen einen Beschäftigungsaufbau von ca. 20.200 Personen im betrachteten Zeitraum; dieser blieb aber deutlich unter dem für die Berufe mit Green Skills und hat sich mit ca. 8 Prozent unterdurchschnittlich entwickelt. Daher zeigt sich neben dem zunehmenden Bedeutungsgewinn der Berufe mit Green Skills auch ein Bedeutungsverlust der Berufe mit Brown Skills für die Beschäftigung im Bundesland. Abbildung 5: Beschäftigtenanteil in Berufen mit Brown Skills nach Kreisen und kreisfreien Städten in Rheinland-Pfalz, 2022 Anteile in Prozent Quelle: GOJI 2024; eigene Berechnungen. © IAB
IAB-Regional Rheinland-Pfalz-Saarland 2|2025 21 In einem weiteren Schritt stellen wir die Entwicklung der Beschäftigung in den Kategorien Green und Brown Skills gegenüber, um zu analysieren, ob sich der beim Vergleich der Entwicklung der Anteile festgestellte Befund eines zunehmenden Bedeutungsgewinns der Berufe mit Green Skills und Bedeutungsverlusts der Beschäftigung in Berufen mit Brown Skills über alle Kreise nachvollziehen lässt oder ob es Unterschiede gibt und evtl. räumliche Muster sichtbar werden. Abbildung 6 zeigt demnach die Beschäftigungsentwicklung im Zeitraum 2013 - 2022 in den Berufen mit Green Skills (Y-Achse) und in den eher umweltbelastenden Berufen (Y-Achse). Die gelben Linien (horizontal: Berufe mit Brown Skills; vertikal: Berufe mit Green Skills) geben die jeweiligen durchschnittlichen Veränderungen der Beschäftigung an und teilen das Diagramm somit in vier Quadranten. Die Durchschnittslinien zeigen, dass die Beschäftigungsentwicklung in Berufen mit Green Skills deutlich günstiger (+55 %) war als die in Berufen mit Brown Skills („nur“ 8 %). Die Betrachtung in Quadranten erlaubt eine Bewertung der Entwicklungen in Hinblick auf den Transformationsprozess. Abbildung 6: Entwicklung der Beschäftigung in Berufen mit Green Skills und Brown Skills in den Kreisen und kreisfreien Städten von Rheinland-Pfalz, 2013/2022 Veränderung in Prozent Quelle: GOJI 2024; eigene Berechnungen. © IAB Im Quadranten rechts-oben befinden sich Kreise mit einer überdurchschnittlichen Beschäftigungsentwicklung sowohl bei Berufen mit Green als auch Brown Skills. Dies sind hauptsächlich Landkreise wie Mainz-Bingen, Mayen-Koblenz, Ahrweiler oder Neuwied, aber auch die beiden Städte Landau und Speyer. Obgleich diese Kreise eine überdurchschnittliche Zunahme der Beschäftigung in beiden Berufsgruppen verzeichnen, findet sich in diesem Quadranten keiner der zuvor benannten Kreise mit den höchsten Anteilen an Beschäftigten in Berufen mit Green bzw. Brown Skills. Somit hat die Bedeutung beider Berufsgruppen seit 2013 für die Gesamtbeschäftigung in den Kreisen in diesem Quadranten – zulasten der Berufe mit Koblenz, St. Ahrweiler Altenkirchen Bad Kreuznach Birkenfeld Mayen-K. Neuwied Rhein-Hunsrück Rhein-Lahn Trier, St. Bernkastel-Wittlich Eifelkr. Vulkaneifel Trier-S. Kaiserslautern, St. Landau, St. Ludwigshafen, St. Mainz, St. Neustadt a. d. Weinst., St. Pirmasens, St. Speyer, St. Worms, St. Zweibrücken, St. Alzey-Worms Bad Dürkheim Donnersbergkr. Kaiserslautern Kusel Südliche Weinstr. Rhein-Pfalz Mainz-Bingen Südwestpfalz 20 30 40 50 60 70 80 90 -40 -30 -20 -10 010 20 30 40 50 Veränderung der Beschäftigung in Berufen mit Green SKills 2013/2022 in % Veränderung der Beschäftigung in Berufen mit Brown Skills 2013/2022 in %
IAB-Regional Rheinland-Pfalz-Saarland 2|2025 22 White Skills – stark zugenommen (vgl. Abbildung 6). Insgesamt befindet sich in diesem Quadranten etwas mehr als ein Drittel aller Kreise in Rheinland-Pfalz (12 Landkreise, 2 Stadtkreise). Anders verhält es sich bei den Kreisen im Quadranten links-unten, die unterdurchschnittliche Beschäftigungsentwicklungen in Berufen beider Kategorien aufweisen. Insgesamt trifft dies aber nur auf zwei Landkreise (Südwestpfalz, Kaiserslautern) und vier Stadtkreise zu. Dies sind die Städte Kaiserslautern, Neustadt an der Weinstraße, Pirmasens und Ludwigshafen. Insbesondere in den beiden zuletzt genannten Städten nahm die Beschäftigung in Berufen mit Green Skills weit unterdurchschnittlich zu, während die Anzahl der in den Berufen mit Brown Skills arbeitenden Personen erheblich zurückging. In diesem Quadranten ist aber gegenüber diesen beiden Städten der Verlust an Beschäftigten in den Berufen mit Brown Skills in der Stadt Kaiserslautern nur leicht unterdurchschnittlich, während in Neustadt an der Weinstraße eine leichte Zunahme an Beschäftigten in dieser Berufsgruppe verzeichnet. Die beiden kreisfreien Trier und Koblenz zeigen gegensätzliche Beschäftigungsentwicklungen in den Berufen beider Kategorien und finden sich als einzige Kreise im Quadranten links-oben. Hier geht also ein überdurchschnittliches Beschäftigungswachstum in den Berufen mit Green Skills mit einer unterdurchschnittlichen Entwicklung in den Berufen mit Brown Skills einher. Diese Kreise stehen somit exemplarisch für den ökologischen Wandel der Beschäftigtenstruktur im Bundesland. Demgegenüber entwickeln sich bei den Kreisen im Quadranten rechts-unten beide Kategorien in entgegengesetzte Richtungen: Ein unterdurchschnittliches Beschäftigungswachstum in den Berufen mit Green Skills geht mit einem überdurchschnittlichen Wachstum in den Berufen mit Brown Skills einher. Dies trifft auf neun Kreise im Bundesland zu. So zum Beispiel auf den Donnersbergkreis, der mit einem Beschäftigungswachstum in Berufen mit Brown Skills von ca. 37,8 Prozent zusammen die Spitzenposition im Vergleich aller Kreise in dieser Kategorie einnimmt. Aber auch in der Stadt Zweibrücken und in Bernkastell-Wittlich, welche den höchsten bzw. vierthöchsten Beschäftigtenanteil in dieser Berufskategorie in 2022 aufweisen, ist die Beschäftigung in diesen Berufen stark überdurchschnittlich seit 2013 angestiegen. In den anderen Kreisen in diesem Quadranten - wie in den Kreisen Rhein-Pfalz und Birkenfeld, im Eifelkreis oder in der Stadt Worms – ist die Bedeutungszunahme von Berufen mit Brown Skills zwar auch überdurchschnittlich, aber weniger ausgeprägt. Die Betrachtung der Beschäftigungsentwicklung beider Kategorien in den 30 Kreisen bestätigt letztendlich den Befund auf Bundeslandebene, wenngleich es durchaus unterschiedliche Entwicklungstendenzen gibt: In allen Kreisen ist die Beschäftigung in den Berufen mit Green Skills stärker gewachsen als die in den Berufen mit Brown Skills. Auch unter Berücksichtigung der neun Kreise im Quadranten rechts-unten geht in allen Kreisen ein Bedeutungsgewinn in den Berufen mit Green Skills mit einem relativen Bedeutungsverlust (in einigen Kreisen sogar ein Beschäftigungsverlust) der Berufe mit Brown Skills einher. Darüber hinaus gibt es keinen Kreis mit einer negativen Wachstumsrate in der Summe der Berufe mit Green Skills. Außerdem konnten wir zeigen, dass es zwar kein eindeutiges räumliches Muster wie Stadt-LandUnterschiede gibt, da Stadtund Landkreise in allen vier Quadranten vertreten sind. Jedoch handelt es sich bei den Kreisen mit den höchsten Beschäftigungsverlusten in Berufen mit Brown Skills nur um Städte.
IAB-Regional Rheinland-Pfalz-Saarland 2|2025 23 Im folgenden Kapitel wird der Wandel hin zu höheren Anteilen der Beschäftigten in Berufen mit Green Skills daraufhin eingehender untersucht, ob die Ursache für diese Entwicklung vor allem die Aufnahme neuer Beschäftigungen in umweltschonenden Berufen ist, oder ob die Beschäftigten überwiegend im gleichen Beruf verbleiben, der Beruf sich aber dahingehend wandelt, dass die Anteile an Green Skills steigen. 5 Wirkungskanäle des ökologischen Wandels auf dem Arbeitsmarkt 5.1 Berufliche Mobilität Die Beschäftigung, z. B. in der Gruppe der Berufe mit Green Skills, kann auf zwei Arten zunehmen: Erstens, es werden neue Beschäftigungsverhältnisse in solchen Berufen begonnen. Zweitens, die erforderlichen Skills in einem vorher als White oder Brown eingestuften Beruf ändern sich dahingehend, dass dieser Beruf jetzt als einer mit Green Skills klassifiziert wird. Auch ohne, dass neue Beschäftigungen aufgenommen wurden, wächst im letztgenannten Beispiel die Beschäftigung in solchen als Green klassifizierten Berufen. Die Antwort auf die Frage, ob die oben beschriebene Beschäftigungszunahme in Berufen mit Green Skills überwiegend auf die erste Form zurückzuführen ist oder die zweite Form den Bedeutungszuwachs maßgeblich bestimmt, ist unter anderem auch deshalb von Interesse, weil je nach dominierendem Effekt mit anderen Anpassungsmechanismen und -kosten zu rechnen ist. Anpassungskosten für den Wandel innerhalb von Berufen umfassen vor allem die individuellen und betrieblichen Weiterbildungskosten und sind nicht unbedingt mit einer Fluktuation der Belegschaft verbunden. Diese fallen in der Regel nicht so hoch aus wie die Kosten für den Wandel zwischen Berufen, weil diese Art des Wandels oft mit der Einstellung neuer Mitarbeitenden (und somit Einarbeitungskosten) einhergeht. Um die beiden Effekte voneinander zu trennen, wird – wie in Kapitel 2 näher erläutert – die Beschäftigungsentwicklung insgesamt (also sowohl auf Grund steigender [sinkender] Beschäftigungszahlen als auch durch die Veränderung des GOJI bedingt [hier bezeichnet als Wandel „mit veränderlichem GOJI“]) mit der Entwicklung verglichen, die zu beobachten wäre, wenn der GOJI-Wert konstant geblieben wäre und sich die Veränderung ausschließlich durch neue Beschäftigungsaufnahmen ergeben würde (hier bezeichnet als Wandel „mit konstantem GOJI“). Somit gilt im letzteren Fall, dass alle Berufe im Jahr 2022 in die gleiche GOJI-Kategorie wie im Jahr 2013 gehören. Eine alternative Vorgehensweise wählen Bachmann et al. (2024), indem sie die Beschäftigungsveränderung und die zugrundeliegenden Effekte (mit und ohne Wandel des GOJI) nicht innerhalb, sondern über die Kategorien von Berufen (Green/White/Brown) hinweg betrachten. Unser Fokus liegt hingegen wie beschrieben auf der differenzierten Analyse der Entwicklung in den einzelnen Berufskategorien. Abbildung 7 stellt das Beschäftigungswachstum mit konstantem bzw. veränderlichem GOJI sowie das Wachstum, das ausschließlich auf den Wandel des GOJI zurückzuführen ist, für die drei Kategorien der Berufe dar.
IAB-Regional Rheinland-Pfalz-Saarland 2|2025 24 Abbildung 7: Beschäftigungswachstum 2013–2022 mit konstantem bzw. veränderlichem GOJI, Rheinland-Pfalz Wachstumsraten in Prozent Anmerkung: Die Zahlen in den Säulen geben die Veränderungen zwischen 2013 und 2022 in absoluten Zahlen wieder. Auf Grund von Rundungsdifferenzen weichen teilweise die Summen von dem Wachstum mit konstantem GOJI (blaue Säule) und dem allein durch Veränderung des GOJI (orangene Säule) von den Werten in der jeweiligen grünen Säulen für das Wachstum inklusive beider Arten der Beschäftigungsveränderung ab. Quelle: GOJI 2024; eigene Berechnungen. © IAB Für die Berufe mit Green Skills ist abzulesen, dass das Beschäftigungswachstum, das Beschäftigungsaufnahmen und auch den Wandel des GOJI berücksichtigt, mit +100.000 um gut das Dreifache steigt wie das Wachstum bei konstantem GOJI (+33.700). Die Beschäftigungsveränderung, die allein auf einen Wandel der Zuordnung der Berufe (von Brown oder White) hin zu umweltschonenden Berufen zurückzuführen ist, errechnet sich als Differenz der beiden Größen. Allein auf den Wandel des GOJI ist also ein Beschäftigungsplus von 66.300 zurückzuführen. Diese Form des Wandels ist demnach für mehr als zweit Drittel (66.300/100.000*100) des gesamten Beschäftigungszuwachses zwischen 2013 und 2022 verantwortlich (vgl. auch Tabelle A 1 im Anhang). Oder anders formuliert: Die Beschäftigung in Berufen mit Green Skills ist in stärkerem Maße dadurch gewachsen, dass die Zahl der Berufe, die in 2022 (aber nicht 2013) zu den Berufen mit Green Skills zählen, gestiegen ist, als das darüber hinaus noch zusätzliche Beschäftigung entstanden ist. Für die Berufe mit Brown Skills stellt es sich hingegen anders dar und auch die Beschäftigung insgesamt wächst deutlich schwächer. Mit einbezogenem Wandel des GOJI beträgt die Beschäftigungszunahme in diesen Berufen 20.200, ohne diesen liegt sie bei 14.600. Die Differenz beträgt somit 6.600. Danach fällt das Wachstum durch Wandel des GOJI geringer aus als das zusätzliche Wachstum durch Beschäftigungsaufnahmen. Tabelle A 1 im Anhang verdeutlicht außerdem, dass ohne Wandel des GOJI die Zahl der Beschäftigten in Berufen mit Green Skills für das Jahr 2022 kleiner ausfiele als jene in Berufen mit Brown Skills. Mit Berücksichtigung der GOJI-Veränderungen ist es umgekehrt. Der berufliche 14.600 147.000 33.700 20.200 75.100 100.000 0 10 20 30 40 50 60 Brown White Green bei konstantem Goji bei veränderlichem GOJI 66.300 -71.900 5.600 allein auf Grund GOJI-Veränderung
IAB-Regional Rheinland-Pfalz-Saarland 2|2025 31 Bei den Wechseln aus Berufen mit Green Skills ging gegen den generellen Trend der Anteil in dieser Kategorie allerdings um ca. 4 Prozentpunkte auf 53,9 Prozent zurück, während er für Berufe mit White und Brown Skills stieg. Auch die Betrachtung der Stromgrößen zwischen 2013 und 2022 zeigt, dass neue Beschäftigungsverhältnisse aus anderen Formen der Beschäftigung heraus zunehmend in Berufen mit Green Skills aufgenommen werden und sich damit die Struktur der Beschäftigungsaufnahmen in die Zielberufe verschoben hat. Insbesondere im Szenario mit veränderlichem GOJI, also jenem, welches die veränderte Struktur an Skills innerhalb der Berufe berücksichtigt, sind die Anteile der Beschäftigungsaufnahmen gestiegen, zu Lasten der Berufe mit White Skills. Daher verdeutlicht auch die Entwicklung der Stromgrößen, dass der Arbeitsmarkt aufgrund des beruflichen Wandels immer grüner wird. 5.3 Beginnen junge Menschen zunehmend Ausbildungen in Berufen mit Green Skills? Wie in den vergangenen Kapiteln beschrieben, findet sowohl absolut als auch relativ gesehen ein besonders starker Beschäftigungsaufbau in Berufen mit Green Skills statt. Deshalb liegt es nahe, dass Betriebe auch einen besonders hohen Bedarf haben müssten, in solchen Berufen auszubilden. Auch von Seiten der Jugendlichen wird das Thema Nachhaltigkeit immer wichtiger (Reppmann et al. 2024; Schulz/Trappmann 2023). Somit ist zu erwarten, dass die Zahl der Auszubildenden sich in Berufen mit Green Skills deutlich günstiger als in Berufen mit Brown Skills entwickeln sollte.13 Wie Brixy/Janser/Mense (2023) feststellen, ist genau dies auch bundesweit eingetroffen. So lag trotz des allgemeinen Rückgangs an Ausbildungsverhältnissen die Zahl der neuen Ausbildungsverhältnisse für Berufe mit umweltund klimaschonenden Tätigkeitsinhalten 2021 um etwa 14 Prozent höher als noch 2013. In Abbildung 11 wird die Entwicklung der neuen Ausbildungsverhältnisse (im dualen System) in Rheinland-Pfalz abgebildet.14 Es ist deutlich zu erkennen, dass ein Wachstum der Zahl der neu begonnenen Ausbildungsverhältnissen nur in Berufen mit Green Skills stattgefunden hat. Sowohl insgesamt als auch in den Berufen mit Brown bzw. White Skills ist dagegen die Zahl zwischen 2013 und 2022 nahezu gleichermaßen gesunken. Diese Ergebnisse können – wie oben bereits erläutert – einerseits durch einen Wandel der Berufe mit vormals White oder Brown Skills zwischen 2013 und 2022 getrieben sein („mit veränderlichem GOJI“ in der Terminologie von Kapitel 5.1). Andererseits kann es sein, dass die Berufe, die schon 2013 als umweltschonend eingestuft wurden, durch ein höheres Wachstum der Zahl der neuen Ausbildungsverhältnissen gekennzeichnet sind („mit konstantem GOJI“). Wird der berufliche Wandel ausgeblendet, d. h. die GOJI-Klassifikation aus dem Jahr 2013 wird auch auf die Einteilung für das Jahr 2022 angewendet, bleibt das generelle Bild aus Abbildung 11 erhalten. D. h. auch bei dieser Betrachtung verzeichnen nur die umweltschonenden Berufe einen Zuwachs bei der Zahl der neuen Ausbildungsverhältnisse. Somit sind die hier skizzierten Entwicklungen in erster Linie mit einer gestiegenen Bedeutung von Berufen zu erklären, die schon 2013 überwiegend 13 Allerdings wird die Berufswahl nach wie vor von einer Vielzahl weiterer persönlicher und gesellschaftlicher Faktoren mitbestimmt (Beicht/Walden 2014; BMBF 2024a; Leber/Schels 2023). 14 Auf Grund einer modifizierten Einteilung der Kompetenzen in die GOJI-Kategorien können die Werte in Abbildung 11 nicht mit denen von Brixy/Janser/Mense (2023) verglichen werden.
IAB-Regional Rheinland-Pfalz-Saarland 2|2025 32 umweltschonend waren. Des Weiteren gibt es seit Kurzem die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Initiative „Nachhaltigkeit im Berufsalltag“ (BMBF 2024b) in der die Umsetzung, Verbreitung und Verankerung einer Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung unterstützt werden soll. Es kann somit davon ausgegangen werden, dass die bislang schon festgestellte Tendenz einer Zunahme neu begonnener Ausbildungsverhältnisse in Berufen mit Green Skills sich in Zukunft sogar noch verstärken wird. Abbildung 11: Entwicklung der Zahl der neu begonnenen Ausbildungsverhältnissen 2013–2022 nach GOJI-Einteilung, Rheinland-Pfalz Angaben in Prozent Quelle: 10 %-Stichprobe der Integrierten Erwerbsbiografien, eigene Berechnungen, GOJI 2024; eigene Berechnungen. © IAB 6 Fazit Die ökologische Transformation hat weitreichende Auswirkungen auf den gesamten Arbeitsmarkt. Ein wichtiges Ziel der ökologischen Transformation ist bspw. die Einführung nachhaltiger Prozesse und Technologien zur Reduktion der Emission von Treibhausgasen und Schadstoffen. Der Einsatz solcher „grünen“ Technologien in den Unternehmen führt zu einem Wandel an Skills in Berufen. In der jüngeren Vergangenheit lässt sich für die Berufe in Deutschland ein Wandel beobachten, bei dem umweltschonende Berufe an Bedeutung gegenüber solchen mit überwiegend umweltbelastenden Skills gewonnen haben. Die vorliegende Studie zum Arbeitsmarkt von Rheinland-Pfalz untersucht, welche Verschiebungen sich bei den Berufen insgesamt und regional feststellen lassen, und welche Intensität der Wandel an Skills bei Berufen im Beobachtungszeitrau von 2013 bis 2022 im Kontext der ökologischen Transformation aufweist. Von Interesse ist daher die Beantwortung der Frage, inwiefern ein Wandel innerhalb von Berufen erfolgt ist im Sinne einer Bedeutungszunahme von umweltschonenden Skills. Dazu wurde erstens die Entwicklung des Stellenwertes von besonders 80 85 90 95 100 105 110 115 120 125 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 Insgesamt Berufe mit Brown Skills Berufe mit White Skills Berufe mit Green Skills
IAB-Regional Rheinland-Pfalz-Saarland 2|2025 33 umweltschonenden Berufen für die Gesamtbeschäftigung von Rheinland-Pfalz und für dessen Regionen untersucht. Zweitens, wurde die Bedeutung unterschiedlicher Wirkungskanäle für den beruflichen Wandel differenziert betrachtet. Die ökologische Transformation wird auf Grundlage eines Tätigkeitsansatzes analysiert. Hierzu wird für jeden Beruf der Greenness-of-Jobs-Index berechnet, welcher innerhalb der einzelnen Berufe auf der Differenz von umweltschonenden („Green Skills“) und umweltbelastenden („Brown Skills“) Skills beruht. Der Stellenwert der Beschäftigung in Berufen mit Green Skills ist in Rheinland-Pfalz (20,0 %) im Unterschied zum „Spitzenreiter“ Brandenburg (22,9 %) in 2022 erheblich geringer, was im Wesentlichen auf der höheren Bedeutung von Beschäftigten in Fertigungsberufen sowie Berufen der Unternehmensführung und -organisation beruht. In beiden Berufsbereichen haben Berufe mit Green Skills einen geringeren Stellenwert. Im Ländervergleich bewegt sich Rheinland-Pfalz beim Beschäftigtenanteil von Berufen mit Brown Skills im Mittelfeld. In allen Bundesländern hat sich der Anteil der Beschäftigten in Berufen mit Green Skills stark erhöht und ist inzwischen größer als der Beschäftigungsanteil mit Brown Skills, aber der Anteil der Beschäftigten in Berufen mit Brown Skills hat sich jeweils nur geringfügig verringert (im Saarland stieg dieser Anteil). Demnach wird die Änderung der Berufsstruktur stärker über die Bedeutungszunahme von Berufen mit Green Skills geprägt. Die Beschäftigung in Berufen mit Green Skills nahm in Rheinland-Pfalz von 2013 bis 2022 um rund 55 Prozent zu, im Unterschied zur Bedeutungszunahme von Berufen mit Brown Skills (ca. 9%) und übersteigt damit auch deutlich den Beschäftigungsaufbau insgesamt (ca. 16 %) in diesem Bundesland. Beschäftigte in Berufen mit Green Skills haben demnach für die Gesamtbeschäftigung spürbar an Relevanz hinzugewonnen. Außerdem hat in dieser Berufskategorie die Beschäftigung absolut wie relativ auch in allen Kreisen zugenommen. Dennoch gibt es 2022 nach wie vor Kreise, in denen die Beschäftigtenanteile in Berufen mit überwiegend Brown Skills jene der Berufe mit Green Skills überwiegen. Die vergleichende Analyse der Beschäftigtenänderung in Berufen mit Green und Brown Skills zeigt, dass vor allem einige wenige städtisch geprägter Kreise unterdurchschnittliche Beschäftigungsentwicklungen in beiden Kategorien verzeichnen. Demgegenüber geht in vielen Kreisen ein überdurchschnittliches Wachstum in Berufen mit Green Skills mit einer unterdurchschnittlichen Entwicklung in Berufen mit Brown Skills einher und umgekehrt. Die Bedeutungszunahme der Beschäftigung von Berufen mit Green Skills in Rheinland-Pfalz und seinen Regionen wurde bezüglich der Frage der für diese Entwicklung verantwortlichen Wirkungskanäle eingehender untersucht. Hierfür wurden zwei unterschiedliche Effekte des beruflichen Wandels auf die Beschäftigung verglichen. Auf der einen Seite können neue Beschäftigungen in Berufen mit Green Skills aufgenommen werden (bei konstanter SkillStruktur). Auf der anderen Seite können Skills in einem vorher als White oder Brown eingestuften Beruf sich derart geändert haben, dass dieser Beruf dann als einer mit Green Skills eingestuft wird (mit veränderlicher Skill-Struktur). Die vergleichende Betrachtung der Entwicklung der Gesamtbeschäftigung – Effekte mit und ohne veränderlicher Skill-Struktur – hat für RheinlandPfalz gezeigt, dass die Beschäftigung in Berufen mit Green Skills stärker dadurch gestiegen ist, dass die Zahl der Berufe, die in 2022 (aber nicht in 2013) zu den umweltschonenden Berufen zählen, zunahm, als durch die zusätzlich noch neu entstandenen Beschäftigungsverhältnisse in den Berufen. D. h. vor allem der Wandel innerhalb der Berufe spielt hier eine entscheidende
IAB-Regional Rheinland-Pfalz-Saarland 2|2025 34 Rolle. Die Beschäftigung in Berufen mit Brown Skills ist insgesamt nicht so stark gewachsen; der Bedeutungszuwachs in umweltbelastenden Berufen war bei veränderlicher Skill-Struktur höher als bei konstanter Skill-Struktur. Demnach fällt das Wachstum durch Veränderungen der SkillStruktur für diese Berufe geringer aus als das zusätzliche Wachstum durch Beschäftigungsaufnahmen. Außerdem zeigt die Analyse zur Änderung der Struktur der neu begonnenen Beschäftigungen in Rheinland-Pfalz ebenfalls, dass sich deren Zusammensetzung zugunsten von Berufen mit Green Skills verändert hat, weil Beschäftigungen, die vormals in Berufen mit Brown oder White Skills aufgenommen wurden, nun zu den Beschäftigungsaufnahmen in Berufen mit Green Skills zählen (bei veränderlicher Skill-Strukur). Zudem lässt sich beobachten, dass der Anteil von Beschäftigungswechseln aus Berufen mit White bzw. Brown Skills in solche mit Green Skills in der Vergangenheit spürbar zugenommen hat, während die Bedeutung von Jobwechseln zwischen Berufen innerhalb der Kategorie Green Skills dagegen leicht rückläufig ist. Folglich spielen Berufswechsel für den Wandel der Berufe im Zuge der ökologischen Transformation eine nicht unerhebliche Rolle. Hinzu kommt, dass jüngere Menschen häufiger eine (duale) Berufsausbildung in einem Beruf mit vorwiegend umweltschonenden Skills begonnen haben. In dieser Studie wurde festgestellt, dass in Rheinland-Pfalz zunehmend mehr junge Auszubildende einen Beruf mit Green Skills wählen. Sie ergreifen dabei vor allem Berufe, die bereits in 2013 zu den Berufen mit Green Skills zählten und in geringerem Maße solche, die sich bis 2022 zu Berufen mit umweltschonenden Skills gewandelt haben. Die vorliegende Studie hat gezeigt, dass vor allem der berufliche Wandel die Verschiebung der Beschäftigung in Richtung der umweltschonenden Berufe in Rheinland-Pfalz geprägt hat und damit die Veränderung von Skills in Berufen diese Verschiebung maßgeblich bestimmt hat. Da durch diesen Wandel bestimmte Skills für Produktionsprozesse und Berufsausübung an Relevanz gewinnen, macht das eine Anpassung der Skills bei Beschäftigten an diese neuen Erfordernisse notwendig. Der hiermit verbundene Anpassungsaufwand (u. a. Weiterbildung) dürfte niedriger sein als bei einem Wandel, der vor allem auf Berufswechseln beruht. Langfristig sind die Wirkungen der Nachhaltigkeitstransformation auf den Arbeitsmarkt in Deutschland positiv. So zeigt eine Studie von (Weber/Zika 2023) im Auftrag der BertelsmannStiftung, dass im Zuge des ökologischen Wandels bis zum Jahr 2040 bis zu 600.000 zusätzliche Jobs in Deutschland entstehen könnten. Als Hindernis für diesen Wachstumsschub könnte sich allerdings das Fehlen von qualifizierten Beschäftigten erweisen.
IAB-Regional Rheinland-Pfalz-Saarland 2|2025 35 Literatur Arntz, Melanie; Donner, Franz; Evans, Michaela; Friedrich, Alexandra; Horvat, Sinischa; Kaiser, Anna; Mallmann, Luitwin; Möreke, Mathias; Pfeiffer, Sabine; Rothe, Isabel; Schroeder, Wolfgang; Stowasser, Sascha; Walwei, Ulrich (2023): Transformation in bewegten Zeiten: Nachhaltige Arbeit als wichtigste Ressource, Berlin. Bachmann, Ronald; Janser, Markus; Lehmer, Florian; Vonnahme, Christina (2024): Disentangling the Greening of the Labour Market: The Role of Changing Occupations and Worker Flows, IABDiscussion Paper Nr. 12/2024. Beicht, Ursula; Walden, Günter (2014): Berufswahl junger Frauen und Männer: Übergangschancen in betriebliche Ausbildung und erreichtes Berufsprestige, BiBB-Report Nr. 4/2014. Bluedorn, John; Hansen, Niels-Jakob; Noureldin, Diaa; Shibata, Ippei; Tavares, Marina M. (2023): Transitioning to a Greener Labor Market: Cross-Country Evidence from Microdata. In: Energy Economics 126. Brixy, Udo; Janser, Markus; Mense, Andreas (2023): Auszubildende entscheiden sich zunehmend für Berufe mit umweltfreundlichen Tätigkeiten, IAB-Kurzbericht Nr. 19/2023. Bundesagentur für Arbeit (2024): BERUFENET. https://web.arbeitsagentur.de/berufenet/, Abrufdatum: 29.07.2024. Bundesministerium für Bildung und Forschung [BMBF] (2024a): Berufsbildungsbericht 2023. Bundesministerium für Bildung und Forschung [BMBF] (2024b): Nachhaltigkeit im Berufsalltag. Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung. Bundesregierung (2024): Der Klimaund Transformationsfonds 2024. https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/der-klima-und-transformationsfonds-20242250738, Abrufdatum: 20.03.2024. Deutscher Bundestag (2025): Etat 2025: Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität. , Abrufdatum: 21.07.2025. https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-1098154 Grienberger, Katharina; Matthes, Britta; Paulus, Wiebke (2024): Folgen des technologischen Wandels für den Arbeitsmarkt. Vor allem Hochqualifizierte bekommen die Digitalisierung verstärkt zu spüren, IAB-Kurzbericht Nr. 5/2024. Hampel, Lea; Wischmeyer, Nils (2024): Junge Arbeitnehmer treiben Firmen zu mehr Nachhaltigkeit. Süddeutsche Zeitung 31.01.2024. Hohendanner, Christian; Janser, Markus; Lehmer, Florian (2024): Betriebe in der ökologischen Transformation, IAB-Forschungsbericht Nr. 13/2024. Janser, Markus (2024): The Greenness-of-Jobs Index (GOJI) – A Task-Based Index to Analyze Labor Market Impacts of the Green Transition, Mimeo. Janser, Markus (2019): The greening of jobs: Empirical studies on the relationship between environmental sustainability and the labor market, Bamberg. Janser, Markus (2018): The greening of jobs in Germany. First evidence from a text mining based index and employment register data, IAB-Discussion Paper Nr. 14/2018.
IAB-Regional Rheinland-Pfalz-Saarland 2|2025 36 Leber, Ute; Schels, Brigitte (2023): Zur landesweiten Werbekampagne für Ausbildungsberufe zur Stärkung der dualen Ausbildung in Nordrhein-Westfalen, IAB-Stellungnahme Nr. 6/2023. Ministerium für Klima, Umwelt, Energie und Mobilität Rheinland-Pfalz (2025): Förderungen. Abrufdatum: 28.01.2025. Reppmann, Manuel; Edinger Schons, Laura-Marie; Kunzlmann, Jakob; Jeromin, Kristina; Putzhammer, Fritz (2024): Sustainability Transformation Monitor 2024, Bielefeld: Bertelsmann Stiftung. Schulz, Felix; Trappmann, Vera (2023): Erwartungen von Beschäftigten an die sozial-ökologische Transformation: Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage zu Klimawandel und Arbeitswelt, Working Paper Forschungsförderung der Hans-Böckler-Stiftung Nr. 308. Vona, Francesco (2021): Labour markets and the green transition: a practitioner’s guide to the task based approach Publications Office of the European Union Nr. 126681. Weber, Enzo; Zika, Gerd (2023): Nachhaltige Beschäftigung – Arbeitsmarkteffekte der grünen Transformation, Bertelsmann Stiftung Focus Paper Nr. # 15. Zika, Gerd; Maier, Tobias; Mönnig, Anke; Schneemann, Christian; Steeg, Stefanie; Weber, Enzo; Wolter, Marc Ingo; Krinitz, Jonas (2022): Die Folgen der neuen Klimaund Wohnungsbaupolitik des Koalitionsvertrags für Wirtschaft und Arbeitsmarkt, IAB-Forschungsbericht Nr. 3/2022.
IAB-Regional Rheinland-Pfalz-Saarland 2|2025 37 Anhang Tabelle A 1: Anzahl der Beschäftigten mit konstantem bzw. veränderlichem GOJI in Rheinland-Pfalz Anzahl auf 100er gerundet GOJI-Einteilung Jahr 2013 2022 mit konstantem GOJI mit veränderlichem GOJI Delta Berufe mit Brown Skills 239.025 253.585 259.207 5.622 Berufe mit White Skills 791.463 938.484 866.592 -71.892 Berufe mit Green Skills 181.377 215.080 281.350 66.270 Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit; GOJI 2024; eigene Berechnungen. © IAB Tabelle A 2: Beschäftigungsanteile in Berufen mit Green bzw. Brown Skills nach Kreisen und kreisfreien Städten in Rheinland-Pfalz Kreis Berufe mit Green Skills Berufe mit Brown Skills 2013 2022 Delta 2013 2022 Delta Koblenz, St. 13,8 19,8 6,0 13,5 11,0 -2,6 Ahrweiler 15,5 21,3 5,8 18,2 17,1 -1,1 Altenkirchen 13,9 20,1 6,1 23,6 24,7 1,2 Bad Kreuznach 13,6 19,0 5,4 21,1 19,7 -1,4 Birkenfeld 14,7 18,5 3,9 20,6 20,4 -0,2 Cochem-Zell 18,6 24,2 5,6 20,1 20,2 0,1 Mayen-Koblenz 15,2 20,4 5,2 21,9 20,1 -1,8 Neuwied 13,1 18,6 5,4 22,6 23,0 0,4 Rhein-Hunsrück 13,8 18,6 4,8 26,2 25,8 -0,4 Rhein-Lahn 14,7 21,6 6,8 20,7 19,6 -1,1 Westerwald 13,8 18,2 4,4 25,5 24,7 -0,8 Trier, St. 15,0 21,9 6,9 14,7 11,4 -3,3 Bernkastel-Wittlich 15,4 18,0 2,6 25,2 27,4 2,2 Eifelkr. 14,7 18,9 4,2 23,0 22,3 -0,7 Vulkaneifel 14,5 18,0 3,5 22,5 21,5 -1,0 Trier-Saarburg 14,3 18,9 4,6 23,1 22,6 -0,6 Frankenthal, St. 13,9 18,0 4,1 20,2 19,1 -1,1 Kaiserslautern, St. 16,3 22,1 5,7 15,7 13,9 -1,9 Landau, St. 12,3 17,7 5,4 13,6 13,0 -0,6 Ludwigshafen, St. 20,5 25,0 4,5 24,4 14,3 -10,2 Mainz, St. 13,4 17,9 4,5 10,3 9,5 -0,8 Neustadt a. d. Weinst., St. 15,9 20,0 4,2 13,2 12,0 -1,1 Pirmasens, St. 14,7 17,4 2,7 20,3 16,8 -3,5 Speyer, St. 13,6 18,3 4,7 19,1 17,3 -1,8 Worms, St. 14,7 17,8 3,2 21,3 19,9 -1,4 Zweibrücken, St. 12,7 16,1 3,3 26,6 29,4 2,8 Alzey-Worms 13,9 19,7 5,8 19,8 22,2 2,4 Bad Dürkheim 15,2 22,8 7,7 19,3 17,6 -1,7 Donnersbergkreis 15,4 21,4 6,0 17,7 22,5 4,8 Germersheim 13,8 20,1 6,3 22,0 23,9 2,0 Kaiserslautern 17,3 22,3 5,0 20,1 17,8 -2,3 Kusel 15,8 23,0 7,2 14,4 16,4 1,9 Südliche Weinstr. 16,1 20,1 4,0 17,8 17,7 -0,1
IAB-Regional Rheinland-Pfalz-Saarland 2|2025 38 Kreis Berufe mit Green Skills Berufe mit Brown Skills 2013 2022 Delta 2013 2022 Delta Rhein-Pfalz 17,9 20,5 2,6 24,9 25,6 0,7 Mainz-Bingen 13,3 19,4 6,1 17,2 17,5 0,3 Südwestpfalz 16,1 20,3 4,2 24,4 22,2 -2,2 Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit; GOJI 2024; eigene Berechnungen. © IAB Abbildung A 1: Neu begonnene Beschäftigungsverhältnisse nach soziodemografischen Merkmalen mit beruflichem Wandel, Rheinland-Pfalz, Anteile in Prozent Quelle: 10 %-Stichprobe der Integrierten Erwerbsbiografien, eigene Berechnungen. © IAB 30,9 29,7 6,8 7,6 19,9 20,5 18,6 18,6 21,0 21,3 22,4 19,3 22,9 23,2 23,5 23,7 6,4 4,1 5,5 6,4 52,0 48,3 81,6 77,0 66,5 63,6 68,4 62,7 63,8 58,7 58,3 58,6 63,1 62,9 60,7 52,1 81,0 78,1 82,6 78,4 17,1 22,0 11,6 15,4 13,6 15,9 13,0 18,7 15,3 20,0 19,3 22,1 14,0 13,9 15,8 24,2 12,7 17,8 11,8 15,2 2013 2022 2013 2022 2013 2022 2013 2022 2013 2022 2013 2022 2013 2022 2013 2022 2013 2022 2013 2022 Männer Frauen unter 25 Jahre 25 bis u. 35 Jahre 35 bis u. 55 Jahre 55 bis u. 67 Jahre Helfer Fachkraft Spezialist Experte Berufe mit Brown Skills Berufe mit White Skills Berufe mit Green Skills
IAB-Regional Rheinland-Pfalz-Saarland 2|2025 39 Abbildungsverzeichnis Abbildung 1: BERUFENET anhand des Beispielberufs “Techniker/in – Umweltschutztechnik und regenerative Energien“ ............................................................................................ 9 Abbildung 2: Anteil der Beschäftigten in Berufen mit Green Skills nach Bundesländern in 2022 .... 16 Abbildung 3: Anteil der Beschäftigten in Berufen mit Brown Skills nach Bundesländern, 2022 ...... 17 Abbildung 4: Beschäftigtenanteil in Berufen mit Green Skills nach Kreisen und kreisfreien Städten in Rheinland-Pfalz, 2022 .................................................................................. 19 Abbildung 5: Beschäftigtenanteil in Berufen mit Brown Skills nach Kreisen und kreisfreien Städten in Rheinland-Pfalz, 2022 .................................................................................. 20 Abbildung 6: Entwicklung der Beschäftigung in Berufen mit Green Skills und Brown Skills in den Kreisen und kreisfreien Städten von Rheinland-Pfalz, 2013/2022 ....................... 21 Abbildung 7: Beschäftigungswachstum 2013–2022 mit konstantem bzw. veränderlichem GOJI, Rheinland-Pfalz ............................................................................................................. 24 Abbildung 8: Neu begonnene Beschäftigungsverhältnisse nach Berufskategorien 2013 und 2022 mit konstantem bzw. veränderlichem GOJI; Rheinland-Pfalz, in Prozent.......... 26 Abbildung 9: Neu begonnene Beschäftigungsverhältnisse nach vorherigem Arbeitsmarktstatus mit veränderlichem GOJI, Rheinland-Pfalz .................................................................. 28 Abbildung 10: Neu begonnene Beschäftigungsverhältnisse bei Job-to-Job-Wechseln nach Berufskategorien, 2013/2022, Rheinland-Pfalz ............................................................ 30 Abbildung 11: Entwicklung der Zahl der neu begonnenen Ausbildungsverhältnissen 2013–2022 nach GOJI-Einteilung, Rheinland-Pfalz......................................................................... 32 Tabellenverzeichnis Tabelle 1: Liste der Skills und ihre Einstufung anhand des Beispielberufs “Techniker/in – Umweltschutztechnik und regenerative Energien“ ....................................................... 9 Tabelle 2: GOJI-Klassifizierung ...................................................................................................... 13 Anhangsverzeichnis Tabelle A 1: Anzahl der Beschäftigten mit konstantem bzw. veränderlichem GOJI in Rheinland-Pfalz ............................................................................................................. 37 Tabelle A 2: Beschäftigungsanteile in Berufen mit Green bzw. Brown Skills nach Kreisen und kreisfreien Städten in Rheinland-Pfalz ......................................................................... 37 Abbildung A 1: Neu begonnene Beschäftigungsverhältnisse nach soziodemografischen Merkmalen mit beruflichem Wandel, Rheinland-Pfalz, Anteile in Prozent ................. 38
IAB-Regional Rheinland-Pfalz-Saarland 2|2025 40 In der Reihe IAB-Regional Rheinland-Pfalz-Saarland zuletzt erschienen Nummer Autoren Titel 1/2025 Gabriele Wydra-Somaggio, Niklas Schorr Junge Menschen ohne Berufsabschluss Verborgenes Fachkräftepotenzial für Rheinland-Pfalz 2/2023 Jochen Stabler, Anne Otto, Gabriele Wydra-Somaggio, Michael Stops, Anna-Maria Kindt, Antje Weyh Kompetenz-Kompass Rheinland-Pfalz 1/2023 Anne Otto, Gabriele Wydra-Somaggio Helfer-Shuttle für das Ahrtal nach der Flutkatastrophe 2021 - Arbeitsweise einer spontan initiierten Hilfsorganisation 4/2022 Gabriele Wydra-Somaggio, Jochen Stabler Zum Beschäftigungsbedarf in der Pflege im Saarland bis 2035: Modellrechnungen für die ambulante und stationäre Pflege 3/2022 Gabriele Wydra-Somaggio, Jochen Stabler Zum Beschäftigungsbedarf in der Pflege Rheinland-Pfalz bis 2035: Modellrechnungen für die ambulante und stationäre Pflege Eine vollständige Liste aller Veröffentlichungen der Reihe „IAB-Regional Rheinland-PfalzSaarland“ finden Sie unter: https://iab.de/publikationen/iab-publikationsreihen/iab-regional/iab-regional-rheinland-pfalzsaarland/ Eine vollständige Liste aller Veröffentlichungen der Reihe „IAB-Regional“ finden Sie unter: https://iab.de/publikationen/iab-publikationsreihen/iab-regional/
