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Interkulturelle Führung im globalen Supply-Chain-Management: Herausforderungen und Strategien in einer dynamischen Umwelt

Author: Weiß, Mike
Publisher: Essen: MA Akademie Verlags- und Druck-Gesellschaft mbH
Year: 2025
Source: https://www.econstor.eu/bitstream/10419/315654/1/1921453192.pdf
Weiß, Mike
Resea ch Repo
In e kul u elle Füh ung im globalen Supply-Chain-
Managemen : He aus o de ungen und S a egien in eine
dynamischen Umwel
ipo Sch i en eihe de FOM, No. 6
P o ided in Coope a ion wi h:
ipo Ins i u ü Pe sonal- & O ganisa ions o schung, FOM Hochschule ü Oekonomie &
Managemen
Sugges ed Ci a ion: Weiß, Mike (2025) : In e kul u elle Füh ung im globalen Supply-Chain-
Managemen : He aus o de ungen und S a egien in eine dynamischen Umwel , ipo Sch i en eihe
de FOM, No. 6, ISBN 978-3-89275-399-5, MA Akademie Ve lags- und D uck-Gesellscha mbH,
Essen
This Ve sion is a ailable a :
h ps://hdl.handle.ne /10419/315654
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Ma co Zimme / Ch is ian Rü ge s (H sg.)
ipo Sch i en eihe
Band
6In e kul u elle Füh ung im globalen
Supply-Chain-Managemen : He aus o de ungen
und S a egien in eine dynamischen Umwel
~
Mike Weiß
Mike Weiß
In e kul u elle Füh ung im globalen Supply-Chain-Managemen : He aus o de ungen
und S a egien in eine dynamischen Umwel
ipo Sch i en eihe de FOM, Band 6
Essen 2025
ISBN (P in ) 978-3-89275-398-8 ISSN (P in ) 2511-9508
ISBN (eBook) 978-3-89275-399-5 ISSN (eBook) 2569-572X
Dieses We k wi d he ausgegeben om ipo – Ins i u ü Pe sonal- & O ganisa ions o schung
de FOM Hochschule ü Oekonomie & Managemen gGmbH
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Ma co Zimme / Ch is ian Rü ge s (H sg.)
In e kul u elle Füh ung im globalen Supply-
Chain-Managemen : He aus o de ungen und
S a egien in eine dynamischen Umwel
Mike Weiß
Kon ak zum Au o :
Mike Weiß
Uni e si y o Sop on, Alexand e Lam alussy Facul y o Economics,
Is án Széchenyi Economics and Managemen Doc o al School, Sop on, Unga n
E-Mail: [email protected] on.hu / mike.weiss@ om-ne .de
ipo Sch i en eihe, Bd. 6, Weiß: In e kul u elle Füh ung im globalen SCM
III
Vo wo
In eine du ch Vola ili ä , Unsiche hei , Komplexi ä und Ambigui ä gep äg en
Wel s eigen die An o de ungen an Füh ungsk ä e, insbesonde e in Un e neh-
men, die ih e P oduk e ode Diens leis ungen auch auße halb des Heima landes
anbie en. De nach olgende Bei ag on Mike Weiß widme sich einem ele an en
Thema de Un e nehmens üh ung und p äsen ie p axiso ien ie e Handlungs-
emp ehlungen ü das Managemen on in e na ional ä igen O ganisa ionen.
Die o liegende A bei leis e einen we ollen Bei ag zum Ve s ändnis de in e -
kul u ellen He aus o de ungen im Supply-Chain-Managemen mul ina ionale
Un e nehmen. Die S udie basie au einem Mixed-Me hods-Ansa z, de in eine
o bildlichen A und Weise quali a i e und quan i a i e Me hoden in eg ie . Fü
den hypo hesen es enden quan i a i en Teil g ei de Au o dabei au das kom-
plexe Ve ah en de S uk u gleichungsmodellie ung zu ück. In de Un e suchung
konn e Mike Weiß u. a. au zeigen, dass die Be ücksich igung in e kul u elle As-
pek e im Managemen E ek i i ä s- und E izienz o eile e sp ich .
Die Iden i ika ion spezi ische He aus o de ungen sowie die o geschlagenen Lö-
sungsansä ze bie en Un e nehmen konk e e Anhal spunk e zu Op imie ung ih e
in e na ionalen Ak i i ä en. Die p axiso ien ie en Handlungsemp ehlungen zielen
da au ab, die in e kul u ellen Füh ungskompe enzen zu s ä ken und die Leis-
ungs ähigkei globale Supply-Chain-Managemen -P ozesse zu op imie en.
Essen, im Feb ua 2025
P o . D . Ch is ian Rü ge s
S ell e e ende wissenscha liche Di ek o
ipo – Ins i u ü Pe sonal- & O ganisa ions o schung de FOM Hochschule

ipo Sch i en eihe, Bd. 6, Weiß: In e kul u elle Füh ung im globalen SCM
IV
Abs ac
Die o liegende empi ische A bei be ass sich mi den He aus o de ungen, die
sich aus de Umse zung s a egische in e kul u elle Füh ungskonzep e im glo-
balen Supply-Chain-Managemen e geben. Dabei wi d ein mi es ändisches
deu sches Indus ieun e nehmen als Fallbeispiel he angezogen. Die o liegende
Ausa bei ung e olg das Ziel, die Auswi kungen in e kul u elle Managemen an-
sä ze au die E ek i i ä , E izienz und Mi a bei e zu iedenhei zu analysie en.
Im Rahmen de Un e suchung wu de ein Mixed-Me hods-Ansa z gewähl , de so-
wohl quali a i e als auch quan i a i e Me hoden um ass .
Die quali a i e Fo schungsphase um ass Expe enin e iews mi lei enden An-
ges ell en eines Un e nehmens aus de S ahlindus ie, um ein ie g ei endes Ve -
s ändnis de p ak ischen He aus o de ungen zu gewinnen und die heo e ischen
Hypo hesen zu schä en. Im Anschluss is eine quan i a i e Um age un e den
Mi a bei enden du chge üh wo den, um die du ch die quali a i e Un e suchung
gewonnenen E kenn nisse zu alidie en und eine s a is ischen Übe p ü ung zu
un e ziehen. Die Da en wu den mi els eine ün s u igen Like -Skala e hoben
und mi hil e de So wa e Sma PLS in Fo m eines S uk u gleichungsmodells
analysie .
Die E gebnisse de Un e suchung legen nahe, dass die Handlungs elde Team-
üh ung, Team-Di e si ä und Wo k-Li e-Balance (WLB) signi ikan e di ek e und
indi ek e Ein lüsse au die abhängigen Va iablen E ek i i ä , E izienz und Mi a -
bei e zu iedenhei au weisen. Es können im Rahmen eine Mul i-G oup-Analysis
ebenso signi ikan e Un e schiede in den E ek en zwischen e schiedenen Al-
e sg uppen und Be u se ah ung es ges ell we den. Dabei zeig sich, dass ins-
besonde e die Dimensionen Zei managemen , O ganisa ionsdesign und Kom-
munika ion als Schlüsselhandlungs elde zu S eige ung des Un e nehmense -
olgs iden i izie we den konn en.
Die o liegende S udie okussie ausschließlich die im Rahmen de Falls udie
be ach e e Zapp AG, sodass eine Übe agung de E gebnisse au ande e Un-
e nehmen nu beding möglich is . Die Rep äsen a i i ä de E gebnisse wi d zu-
dem du ch die mode a e Teilnehme zahl sowie die spezi ische B anchenzugehö-
igkei de Zapp AG eingesch änk .
Die E gebnisse diese S udie e lauben we olle Einblicke ü Un e nehmen, die
in einem in e na ionalen Kon ex agie en und eine Op imie ung ih e in e kul u el-
len Füh ungskonzep e ans eben. Die Iden i ika ion de zen alen Handlungs el-
de e möglich zudem die Ablei ung konk e e Ansa zpunk e zu Ve besse ung
ipo Sch i en eihe, Bd. 6, Weiß: In e kul u elle Füh ung im globalen SCM
V
de E ek i i ä , E izienz und Zu iedenhei de Mi a bei enden. Es wi d emp oh-
len, dass Un e nehmen e s ä k au eine in e kul u ell nuancie e Team üh ung,
Di e si ä und eine ausgewogene Wo k-Li e-Balance ach en, um den He aus o -
de ungen de Globalisie ung e olg eich zu begegnen. Zukün ige S udien soll en
eine b ei e e S ichp obe und e schiedene B anchen einbeziehen, um die Gene-
alisie ba kei de E gebnisse zu e höhen.
Diese A bei äg zu Wei e en wicklung des Ve s ändnisses in e kul u elle Ma-
nagemen ansä ze bei und zeig au , wie Un e nehmen ih e in e na ionalen Füh-
ungss a egien e ek i e ges al en können.
ipo Sch i en eihe, Bd. 6, Weiß: In e kul u elle Füh ung im globalen SCM
VI
Inhal
Vo wo ................................................................................................................ III
Abs ac ............................................................................................................... IV
Abbildungs e zeichnis ...................................................................................... VIII
Tabellen e zeichnis ............................................................................................ IX
Abkü zungs e zeichnis ........................................................................................ X
1 Einlei ung ........................................................................................................ 1
1.1 P oblems ellung und Zielse zung de A bei ........................................ 1
1.2 Me hodisches Vo gehen ...................................................................... 3
1.3 Gang de A bei .................................................................................... 4
2 G undlagen des in e na ionalen Managemen s ............................................. 5
2.1 Abg enzung Un e nehmens üh ung und Managemen ........................ 5
2.2 Eino dnung im Un e nehmenskon ex und Beg i sde ini ion ............... 6
2.3 He aus o de ungen des in e na ionalen Managemen s ....................... 8
2.4 In e na ionalisie ungss a egien ......................................................... 10
2.5 Cha ak e isie ung on in e na ionalen Un e nehmen mi dem EPRG
Modell ................................................................................................. 16
3 G undlagen des in e kul u ellen Managemen s ............................................ 20
3.1 De ini ion und Bedeu ung on Kul u .................................................. 20
3.2 Un e nehmenskul u ........................................................................... 25
3.3 In e kul u elles Managemen im Un e nehmenskon ex ..................... 26
3.3.1 Beg i sde ini ion .................................................................... 26
3.3.2 Handlungs elde des in e kul u ellen Managemen s ............. 27
3.3.3 In e na ionales HR-Managemen o dem Hin e g und des
in e kul u ellen Managemen s ............................................... 32
4 S a e-o - he-A ............................................................................................. 34
ipo Sch i en eihe, Bd. 6, Weiß: In e kul u elle Füh ung im globalen SCM
VII
5 Falls udie bei de Zapp AG ........................................................................... 38
5.1 Vo läu ige A bei shypo hesen aus de Theo ie ................................... 38
5.2 Vo s ellung de Zapp AG..................................................................... 39
5.2.1 Un e nehmensbesch eibung .................................................. 39
5.2.2 S a egische Aus ich ung de Zapp AG.................................. 40
5.3 Me hodisches Vo gehen im Rahmen de Empi ie .............................. 43
5.3.1 De Mixed-Me hods Ansa z .................................................... 43
5.3.2 Quali a i e Fo schungsphase ................................................. 45
5.3.3 Quan i a i e Fo schungsphase .............................................. 46
6 E gebnisse de empi ischen Fo schung ....................................................... 50
6.1 E gebnisse quali a i e Fo schung ....................................................... 50
6.1.1 E gebnisse de Expe enin e iews ........................................ 50
6.1.2 Ablei ung de Fo schungshypo hesen.................................... 57
6.2 E gebnisse quan i a i e Fo schung ..................................................... 60
6.2.1 Desk ip i e E gebnisse........................................................... 60
6.2.2 Hypo hesenp ü ende E gebnisse ........................................... 72
6.3 P ü ung de Fo schungshypo hesen ................................................... 88
7 In e p e a ion de E gebnisse und Handlungsemp ehlung ........................... 92
8 Fazi .............................................................................................................. 96
9 Wissenscha liche Re lexion ......................................................................... 97
ipo Sch i en eihe, Bd. 6, Weiß: In e kul u elle Füh ung im globalen SCM
4
1.3 Gang de A bei
Diese Ausa bei ung basie au eine de aillie en Basisli e a u eche che in den
Themen elde n des in e na ionalen Managemen s. Dabei we den Modelle o ge-
s ell , die es e möglichen, ein in e na ional agie endes Un e nehmen im Rahmen
seine In e na ionalisie ungss a egie zu cha ak e isie en. Fü ein g undlegendes
Ve s ändnis de e wende en Te mini we den Beg i sde ini ionen o anges ell ,
eine Eino dung in den Un e nehmenskon ex o genommen und g undsä zliche
In e na ionalisie ungss a egien o ges ell . Diese heo e ische G undlage wi d
du ch den Teilbe eich des in e kul u ellen Managemen s e gänz . Neben de Vo -
s ellung e schiedene De ini ionen on Kul u wi d zudem ein Einblick in die
Handlungs elde des in e kul u ellen Managemen s ü in e na ionale O ganisa i-
onen gewäh . Zwecks Da s ellung de He aus o de ungen an Füh ungskonzep e
wi d zudem das in e na ionale HR-Managemen und seine Ausp ägungen in Un-
e nehmen e ö e . Übe dies wi d im Kapi el 4 diese Ausa bei ung de sog.
S a e-o - he-A da ges ell . Die zunächs nu aus de heo e ischen Pe spek i e
be ach e en Handlungs elde we den aus ak uellen S udien und Fo schungsa -
bei en he aus p axiso ien ie au gea bei e und in einen heu is ischen Rahmen
gese z . Hie bei inde eine Hypo hesenbildung s a , indem sechs mögliche
Handlungs elde des in e kul u ellen Managemen s ausgea bei e we den. Du ch
die sich anschließende Falls udie we den empi ische Un e suchungen im Rah-
men eines Mixed-Me hods Ansa z o genommen, um Handlungsspiel äume ü
e olg eiche c oss-cul u e Füh ungskonzep e auszua bei en. Diese möglichen
Handlungsspiel äume und Hebelwi kungse ek e de Handlungs elde we den
du ch eine quan i a i e Be agung s a is isch au gea bei e . Die P ü ung diese
Fo schungshypo hesen basie dabei au den wei e üh enden E kenn nissen de
zu o du chge üh en Expe enin e iews. Du ch diese in e nen Expe en können
die zu o au ges ell en A bei shypo hesen konk e isie we den.
Anhand de analysie en S a egiepapie e und de E gebnisse de Be agung
wi d schlussendlich übe p ü , ob und in welchem G ad die spezi ischen Hand-
lungs elde einen Ein luss au den Ou pu des Un e nehmens haben. Nach eine
aus üh lichen Vo s ellung de E gebnisse wi d o dem Hin e g und des be ach-
e en Un e nehmens eine konk e e Handlungsemp ehlung ausgesp ochen. Ab-
schließend wi d ein Fazi diese Ausa bei ung gezogen und eine Me hodenk i ik
du chge üh . Dies e möglich es im wei e en Ve lau auch einen Ausblick au
wei e e Fo schungsmöglichkei en zu geben.

ipo Sch i en eihe, Bd. 6, Weiß: In e kul u elle Füh ung im globalen SCM
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2 G undlagen des in e na ionalen Managemen s
2.1 Abg enzung Un e nehmens üh ung und Managemen
Die Abg enzung zwischen den Beg i en Un e nehmens üh ung und Manage-
men dien dem g undlegenden Ve s ändnis de Be ach ungsweisen de olgen-
den Kapi el. Beide Hie a chieebenen inden sich inne halb eine Un e nehmens-
o ganisa ion wiede , un e scheiden sich jedoch g undlegend on ih en Tä igkei-
en und dahe auch du ch ih en Ein luss, den sie au das Un e nehmen und des-
sen Mi a bei e hab .6
Als Synonym ü die Un e nehmens üh ung kann de Beg i Geschä s üh ung
e s anden we den, dessen Au gabe es is , ein Un e nehmen zu ges al en. Gu-
enbe g p äg e den Beg i de Un e nehmens üh ung im Jah 1962, indem e sie
als den disposi i en Fak o , e an wo lich ü die Kombina ion de elemen a en
P oduk ions ak o en, bes ehend aus menschliche A bei , Be iebsmi eln und
We ks o en, be i el e.7 Die Un e nehmens üh ung sei wei e ü den Fo bes and
des Un e nehmens e an wo lich.8 Hie bei wi d neben de Ges al ung on Ge-
schä sp ozessen auch die Gene ie ung on Geschä smöglichkei en be ach e .
Es handel sich demnach um die Ausa bei ung on Visionen und Missionen, die
ein Un e nehmen auszeichne . Dahe wi d die Un e nehmens üh ung häu ig mi
dem E ek i i ä sgedanken, also dem P ozess de Zielbildung in Ve bindung ge-
b ach . Neben den Au gaben de Visions- und Missionsbildung bzw. dem We ben
ü in e ne Akzep anz e olg die Un e nehmens üh ung eben alls das Ziel, ex-
e ne Ve ände ungen am Ma k zu e kennen. Dazu gehö en Ve kau s ends,
abe auch Ände ungen de Umwel , die ju is ische ode gesellscha spoli ische
Kon ex e umg ei en kann. Zudem beschä ig man sich in de Un e nehmens üh-
ung dami , die Mi a bei e lang is ig zu iedenzus ellen, de en Ve auen zu e -
langen und ein allgemeines Commi men s a egische F ages ellungen gegen-
übe zu e eichen. Hie bei wi d zumeis ein lang is ige Zei ho izon on übe
zehn Jah en be ach e .9
Das Managemen hingegen be ach e den ku z- bis mi el is ige Planungsho i-
zon und beschä ig sich mi de Zu eilung on Ressou cen ü die zu e ledigende
6 Vgl. Kohle , R., Hie a chie, 2009, S. 15 .
7 Vgl. Gu enbe g, E., Un e nehmens üh ung, 1962, S. 60 .
8 Vgl. Gu enbe g, E., Un e nehmens üh ung, 1962, S. 61.
9 Vgl. Mülle , H. & W obel, M., Un e nehmens üh ung und Managemen , 2021, S. 5.
ipo Sch i en eihe, Bd. 6, Weiß: In e kul u elle Füh ung im globalen SCM
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A bei . Dies um ass eine A de Disposi ion de Ressou cen Mensch und Ma-
schine, die dem Un e nehmenszweck dienen.10 Du ch gu e Füh ungskompe en-
zen können die du ch die Un e nehmens üh ung ausge u enen Ziele schließlich
e eich we den.11 Neben de Zu eilung diese Ressou cen is eben alls die Op i-
mie ungs unk ion beim Managemen angesiedel . Somi wi d e such , die E izi-
enz beispielsweise in de Au gabenbewäl igung du ch O ganisa ions- und P o-
zessanpassungen zu e höhen. Au diese Weise kann das Ve häl nis on Inpu
und en sp echenden Ou pu op imie we den. Dies kann du ch das Fes legen
und Ve ände n on A bei sabläu en, de Pe sonalzu eilung und du ch Pe sonal-
ö de ung passie en. Ebenso is es Ziel des Managemen s, eine Budge ie ung zu
e s ellen und ü die Übe wachung des Budge s zu so gen. Das Managemen is
in un e schiedliche Hie a chien geo dne , sodass es zumeis aus un e em, mi -
le em und obe em Managemen bes eh und jeweils Weisungsbe ugnisse inne-
ha .12 E gänz we den diese Be ugnisse du ch die Pe sonal e an wo ung, dem
ak i en Mi ges al en an de Un e nehmenss a egie und de Lösung s a egische
P oblems ellungen.13
2.2 Eino dnung im Un e nehmenskon ex und Beg i sde ini ion
Das sogenann e in e na ionale Managemen is eine Teildisziplin de Be iebs-
wi scha sleh e und kann als Bes and eil des s a egischen Managemen s ange-
sehen we den. Du ch eine zunehmende Globalisie ung de Wel wi scha im 20.
und 21. Jah hunde s ellen sich Un e nehmen zunehmend in e na ionale au .
Es gib di e se Fak o en, wie e wa die e besse en Technologien zu wel wei en
Ve ne zung, die au digi alen E ungenscha en be uhen ode auch die Möglich-
kei , g öß en eils ei und schnell zu eisen.14 Somi is un e dem P ozess de
Globalisie ung ein meh dimensionale P ozess zu e s ehen, de die Zunahme
ansna ionale , wi scha liche , kul u elle und soziale Beziehungen um ass .15
Die Eigenscha de Meh dimensionali ä p äg sich u. a. in den Dimensionen Kul-
u , Gesellscha , Wi scha , Poli ik und Umwel aus.16 Au diese Weise e gib
sich aus gesam wi scha liche Sich eine „[w]el wei e Ve lech ung de Volks-
10 Vgl. Gu enbe g, E., Un e nehmens üh ung, 1962, S. 103 .
11 Vgl. S aehle, W. e al., Ve hal enswissenscha , 2014, S. 192.
12 Vgl. Eden, H., In e na ionalisie ung on KMU, 2002, S. 42 .
13 Vgl. B uce, K., Managemen , 2020, S. 2 .
14 Vgl. Riehle, W., Un e nehmen in de Globalisie ung, 1997, S. 157 .
15 Vgl. Os e hammel, J. & Pe e sson, N., Globalisie ung, 2019, S. 15 .
16 Vgl. Amb osius, G., Geschich e de Globalisie ung, 2018, S. 325 .
ipo Sch i en eihe, Bd. 6, Weiß: In e kul u elle Füh ung im globalen SCM
7
wi scha en du ch En s ehung globale Kapi al-, Gü e - und Diens leis ungs-
mä k e.“17 Aus indi iduelle Sich e geben sich ü den einzelnen „Auswi kungen
de globalen Kapi al-, Gü e - und Diens leis ungsmä k e au alle Lebensbe ei-
che.“18 Schlussendlich e gib sich aus Un e nehmenssich eine „[…] Fo m de
in e na ionalen S a egie on Un e nehmen, bei de du ch wel wei e Ak i i ä en
We bewe bs o eile gescha en we den.“19
Dahe gewinn die S a egie, die ein Un e nehmen anwende , um in e na ional
e olg eich am Ma k wi scha en zu können, zunehmend ü die Scha ung und
den E hal des We bewe bs o eils an einem globalen Käu e ma k an Bedeu-
ung.20 Dies zeig sich auch bei einem Blick in die S a is iken übe den on bei-
spielsweise Deu schland und China be iebenen Außenhandel. Hie zeig sich,
dass sich die Expo e aus Deu schland nach China sei 2009 on Expo en im
We on ca. 56 M d. USD au übe 97 M d. USD im Jah 2017 ges eige ha-
ben.21 Diese T end zeig sich auch bei ande en Lände n, was die eno me Zu-
nahme des globalen Handels und somi de Bedeu ung de In e na ionalisie ung
un e s eich . Da aus e geben sich un e schiedliche He aus o de ungen ü die
Un e nehmens üh ung und das Managemen , denn de na ionale We bewe b
wei e sich au in e na ionalen We bewe b aus. Ein Un e nehmen konku ie da-
he plö zlich mi in e na ionalen Mi bewe be n am Ma k und wi d mi dem lände -
übe g ei enden We bewe b in P eis, Quali ä und Zei kon on ie . Dem is bei-
spielsweise du ch das Anpassen de eigenen Un e nehmenss uk u en wie e wa
du ch Ve lage ung de P oduk ion ins Ausland ode e ände e Sou cing-S a e-
gien en gegenzuwi ken.22 Dies jedoch kann das Risiko des Geschä s du ch Aus-
älle ode logis ische Hü den e höhen. Aus diesem G und is eine di e enzie e
Beach ung de am in e na ionalen Ma k he schenden Bedingungen und Ein-
luss ak o en no wendig, um s e ig eine Anpassung de eigenen S a egie o -
nehmen zu können. Au diese Weise kann eine In e na ionalisie ungss a egie im
Un e nehmen e ablie we den, die im Einklang mi den s a egischen Zielen s eh
und e waige He aus o de ungen am globalen Ma k bewäl ig .23
17 Kumme , S. e al., Logis ikmanagemen , 2009, S. 21.
18 Kumme , S. e al., Logis ikmanagemen , 2009, S. 21.
19 Kumme , S. e al., Logis ikmanagemen , 2009, S. 21.
20 Vgl. Mülle , H. & W obel, M., Un e nehmens üh ung und Managemen , 2021, S. 5.
21 Vgl. S a is isches Bundesam , Außenhandel, 2019, S. 426 .
22 Vgl. Wa in, C., He aus o de ung Globalisie ung, 1998, S. 69 .
23 Vgl. S anwick, P. & S anwick, S., In e na ional Managemen , 2020, S. 3 .
ipo Sch i en eihe, Bd. 6, Weiß: In e kul u elle Füh ung im globalen SCM
8
Abschließend läss sich das In e na ionale Managemen demnach als Füh ung
on Un e nehmen, die g enzübe sch ei end wi scha en und somi in e na io-
nal24 ä ig sind, de inie en. Hie bei wi d häu ig on de Koo dina ion des Un e -
nehmens gegenübe eine he e ogenen Umwel gesp ochen, wobei die Umwel
u. a. aus ökonomischen, echnischen und ju is ischen Sphä en bes eh .25 Dabei
sind die zwei g öß en Teilbe eiche des in e na ionalen Managemen s das S a e-
gische Managemen und das In e kul u elle Managemen .26
2.3 He aus o de ungen des in e na ionalen Managemen s
Du ch die zunehmende Globalisie ung nimm die Dynamik des globalen We be-
we bs zu und s ell das Managemen o neue He aus o de ungen. G und da ü
is u. a. de sich s e ig e wei e nde Wel ma k , de neue Mi bewe be he o b ing .
E olg eiche We bewe be aus Schwellenlände n wie e wa die BRICS-S aa en
spielen eine di ek e Konku enz olle ü deu sche Un e nehmen. Zudem wi d die
P äsenz on ande en Un e nehmen, die be ei s in Ih em He kun sland seh e -
olg eich sind, am deu schen Ma k g öße . Da un e zählen auch globale Un e -
nehmen ande e Indus ies aa en. Diese Konku enzsi ua ion wi d ge ö de
du ch in den e gangenen Jah zehn en en s andene Binnenmä k e und Bünd-
nisse, in denen zoll ei gehandel we den kann wie e wa die EU, die MERCO-
SUR- ode die ASEAN-S aa en.27
Diese und wei e e He aus o de ungen wu den wissenscha lich in di e sen S u-
dien da geleg , sodass sie im Wei e en ku z o ges ell we den. Die Modelle die-
nen neben dem Au zeigen de He aus o de ungen auch de Konzep ion neue
s a egische Aus ich ungen on Un e nehmen, was de aillie im nächs en Un-
e kapi el be ach e wi d.
Ein Modell, welches die Wel wi scha in d ei Teilbe eiche gliede und somi die
G undaussagen zu Ak i i ä en in e na ionale Un e nehmen da s ell , is das T i-
ade-Modell des Wissenscha le s Kenichi Ohmae, das die Wel wi scha in die
d ei Säulen Ame ika, Eu opa und Asien (speziell Japan) eil . Als Synonym diese
24 Abzug enzen om Beg i des in e na ionalen Un e nehmens gem. Ba le , C. &
Ghoshal, S., T ansna ionales Managemen , 2000, S. 105 .
25 Vgl. Ku schke , M. & Schmid, S., In e na ionalisie ung, 2011, S. 251 .
26 Vgl. Hol b ügge, D. & Welge, M., Globales Managemen , 2015, S. 24 .
27 Vgl. Pe li z, M. & Sch ank, R., In e na ionales Managemen , 2013, S. 4 .
ipo Sch i en eihe, Bd. 6, Weiß: In e kul u elle Füh ung im globalen SCM
9
Ausa bei ung wi d auch de Beg i des Sp inkle -Modells e wende , da ein Lau-
nch neue P oduk e s e s in allen d ei Ke n egionen o genommen we den solle,
um eine Inside s ellung an den Schlüsselmä k en einzunehmen.28
Jedoch is es am globalen Käu e ma k nich aus eichend, nu den Be eich des
Absa zes zu be ach en, da Be eiche wie die Inno a ions ähigkei , Planung, Kon-
olle und die E s ellung e izien e P ozesse eben alls zu in e na ionalen We -
bewe bs ähigkei bei agen. Die e wei e e Konku enzsi ua ion zeig e Pe li z be-
ei s im Jah 1985 du ch sein Modell de in e na ionalen Jagdlinie au . Das Modell
e g ünde den Au bau de Konku enzsi ua ionen am in e na ionalen Ma k und
e deu lich , dass bes imm e Lände g uppen im di ek en We bewe b zueinan-
de s ehen. Dabei s ehen die En wicklungslände im Kamp zu den Schwellenlän-
de n. Die Un e nehmen de Schwellenlände e olgen jedoch be ei s die Indus -
ielände , um de en Vo mach s ellung zu e langen.29 In den o iginalen Au zeich-
nungen is zwischen diesen beiden Lände g uppen noch Japan zu inden, da das
Land den Indus ien de wes lichen Lände wie e wa in de S ahlindus ie nu in
ge ingen Maße nachs eh .30 Eine Zu eilung de Lände in dieses Modell wie im
Jah 1985 is nich meh zei ge ech , jedoch läss sich dieses Modell p oblemlos
in de Logik au die heu ige Umwel übe agen und zeig die Konku enzsi ua io-
nen am Ma k au . Basie end au den zu o besch iebenen, simplen Modellen
de He aus o de ungen de In e na ionalisie ung on Un e nehmen lassen sich
olgende Ke np obleme zusammen assen. Es is zu beobach en, dass selbs e-
gionale Un e nehmen einem in e na ional agie enden We bewe b en gegenge-
s ell sind. Vo eile lassen sich dabei an indi iduelle S ando bedingungen knüp-
en, was jedoch auch Nach eile ü wenige di e enzie e S ando e bi g . Du ch
diese Bedingungen (z. B. nied ige Lohnkos en) komm es lände übe g ei end zu
einem We bewe b on Quali ä , P eis, Zei und Se ice.31 Dies wi d un e s ü z
du ch den s e igen echnischen Fo sch i , de eine globale Ve knüp ung e mög-
lich und du ch höhe en We bewe b kü ze e Inno a ionszyklen he o u . Vom
Managemen wi d dabei e lang , globale P oduk ions- und Bescha ungsp o-
zesse zu ini iie en, um wei e hin we bewe bs ähig zu bleiben. E gänz wi d dies
du ch Logis ikp ozesse, die sich den indi iduellen Gegebenhei en des Un e neh-
mens anpassen müssen. Dies bi g zunehmend Risiken und e o de schließlich
28 Vgl. Ohmae, K., T iaden, 1985, S. 147 .
29 Vgl. Löble , H. & Pe li z, M., In e na ionale Jagdlinie, 1984, S. 424 .
30 Vgl. Pe li z, M. & Sch ank, R., In e na ionales Managemen , 2013, S. 5 .
31 Vgl. Mann, A., He aus o de ungen, 2011, S. 1 .

ipo Sch i en eihe, Bd. 6, Weiß: In e kul u elle Füh ung im globalen SCM
10
zu e olg eichen Ve eibung de P oduk e eine Indi idualisie ung des globalen
Geschä s du ch einen Local-Con en -An eil des Geschä s.32
2.4 In e na ionalisie ungss a egien
Um sich den o. g. He aus o de ungen en gegens ellen zu können, wu den g und-
legende Ausp ägungen on In e na ionalisie ungss a egien e a bei e , die einen
s uk u ie en Ansa z zu In e na ionalisie ung on Un e nehmen au zeigen. Zu-
dem e lauben diese Aussagen E klä ungsansä ze zu En wicklung in e na iona-
le Un e nehmen o dem Kon ex de S a egieen wicklung und Aus ich ung am
Ma k . Die in e na ionale S a egieen wicklung wu de du ch Michael E. Po e
(1989) gep äg , indem e du ch die Fo mulie ung de in e na ionalen We be-
we bss a egien die He angehensweise an die s a egische In e na ionalisie ung
p äg e. Dabei g ei e au seine als bekann o auszuse zende We bewe bss a-
egien zu ück und wei e diese in den globalen Kon ex aus.33 E hin e ag die
Op ionen de Un e nehmens üh ung und des Managemen s im Hinblick au die
Auswi kungen des in e na ionalen We bewe bs. Dies soll hel en, um eine ü ein
Un e nehmen indi iduelle in e na ionale Gesam s a egie zu en wickeln. Dabei
wi d jedoch g undlegend nach zwei Schwe punk en un e schieden. In lände spe-
zi ischen B anchen wi d ein Un e nehmen in einem jeweiligen Land nich du ch
We bewe be , die aus ande en Lände n s ammen, beein luss . So kann die
We bewe bsposi ion nu du ch lokale Anpassungen an die lände spezi ischen
Bedü nisse und An o de ungen de Kunden beein luss we den.34 Im Kon as
dazu s ehen globale B anchen, wo die We bewe bsposi ion eines in e na iona-
len Un e nehmens on Mi bewe be n aus ande en Lände n beein luss wi d.
Auch hie is eine Indi idualisie ung de einzelnen Lände möglich, jedoch wi d
diese du ch eine globale e S anda disie ung de un e nehmensspezi ischen Aus-
p ägungen beein luss .35 Nach Po e lassen sich demnach im in e na ionalen
Kon ex globale und lände spezi ische Un e nehmenss a egien un e scheiden,
sodass beispielsweise eine globale Kos en üh e scha bzw. Di e enzie ung an-
ges eb we den kann. Dabei wi d e such , du ch geziel e Koo dina ion de Un-
e nehmensak i i ä en Kos en- ode Di e enzie ungs o eile zu e eichen. Fe ne
lassen sich zu diese S a egie in Bezug au die We bewe bss eub ei e und de
32 Vgl. Kumme , S. e al., Logis ikmanagemen , 2009, S. 33; Schellinge , J. e al., Un e -
nehmens üh ung, 2019, S. 3 .
33 Vgl. Po e , M., In e na ionale We bewe bss a egie, 1989, S. 17 .
34 Vgl. Po e , M., In e na ionale We bewe bss a egie, 1989, S. 17 .
35 Vgl. Kumme , S. e al., Logis ikmanagemen , 2009, S. 59 .; Po e , M., In e na ionale
We bewe bss a egie, 1989, S. 19 .
ipo Sch i en eihe, Bd. 6, Weiß: In e kul u elle Füh ung im globalen SCM
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geog a ischen S eub ei en d ei wei e e Ausp ägungen un e scheiden. Da un e
äll die globale Segmen ie ung, die lände spezi ische Anpassung und die Bedie-
nung geschü z e Mä ke.36
Neben diese Ausa bei ung zu g undsä zlichen s a egischen O ien ie ungsop i-
onen en wickel e Po e (2007) zudem eine He angehensweise zu Iden i ika ion
on In e na ionalisie ungss a egien. Da ü en wickel e e das sog. Diaman en-
modell, welches die Un e nehmensumwel be ach e . Es we den die ie Ke -
naspek e 1) Un e nehmenss a egie, S uk u und We bewe b, 2) Fak o bedin-
gungen, 3) Nach agebedingungen und schlussendlich 4) e wand e B anchen
im Modell be ach e .37 Zudem we den zwei Nebenelemen e be ach e , wo un e
de 5) Ein luss des S aa s und de 6) Zu all allen.
36 Vgl. Po e , M., In e na ionale We bewe bss a egie, 1989, S. 17 .
37 Vgl. Po e , M., We bewe bs o eile, 2007, S. 251 .
ipo Sch i en eihe, Bd. 6, Weiß: In e kul u elle Füh ung im globalen SCM
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Abbildung 1: Das Diaman enmodell
De S ando des Un e nehmens is danach Teil des We bewe bs o eils on
Un e nehmen, wie sich an Clus e bildungen de Filmindus ie in Hollywood ode
de High-Tech Indus ie im Silicon Valley au zeigen läss . Du ch die ich igen Um-
wel bedingungen läss sich demnach eine e olg eiche In e na ionalisie ung on
Un e nehmen he o u en.38
Da au basie end gib es wei e e e schiedene E klä ungsansä ze zu En wick-
lung in e na ionale Un e nehmen. Da un e äll auch Dunning (1977), de du ch
Ausa bei ung seines eklek ischen Pa adigmas einen in eg a i en Ansa z zu In-
e na ionalisie ung lie e e.39 Du ch die Analyse bekann e Theo ien de Wi -
scha swissenscha und E wei e ung diese du ch in e na ionale Dimensionen
schu e einen E klä ungsansa z zu Aus ich ung eines Un e nehmens am Ma k .
Die En scheidung, ob Expo ode eine Di ek in es i ion o eilha ü ein sich
in e na ionalisie endes Un e nehmen is , beg ünde e in den Vo - und Nach eilen
des be ach e en S ando s. Diese haben dami di ek en Ein luss au die In e na-
ionalisie ungss a egie eines Un e nehmens.40 Das OLI-Modell (Owne ship, Lo-
ca ion and In e naliza ion) kann dabei als En scheidungshil e he angezogen we -
den, indem es au g und on Eigen ums o eilen, S ando o eilen und In e nali-
sie ungs o eilen Handlungsemp ehlungen zu In e na ionalisie ung gib .41
38 Vgl. Kumme , S. e al., Logis ikmanagemen , 2009, S. 64 .
39 Vgl. Dunning, J., In eg a i e Ansä ze, 1977, S. 395 .
40 Vgl. Dunning, J., Eklek isches Pa adigma, 1980, S. 9 .
41 Vgl. Dunning, J., OLI-Modell, 1988, S. 3 .
ipo Sch i en eihe, Bd. 6, Weiß: In e kul u elle Füh ung im globalen SCM
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Eine wei e e Möglichkei , In e na ionalisie ungss a egien in in e na ionalen O -
ganisa ionen ode Un e nehmen au zuzeigen, bilde das In eg a ion-Responsi-
eness-Modell (IR-Modell). Es handel sich hie bei um eines de wich igs en Mo-
delle on mul ina ionalen Un e nehmen (MNU), welches in den 1980e Jah en
on den Wissenscha le n Doz, P ahalad, Ba le , und Ghoshal, e scha en
wu de.42 Sie konzen ie en sich dabei au eine Ausa bei ung on Faywe he 43
aus dem Jah e 1969, de be ei s den Zielkon lik zwischen de no wendigen lo-
kalen Anpassung an das lokale Gas land und eine ökonomisch o ien ie en,
s anda disie en, globalen He angehensweise an die in e na ionalen Mä k e e -
g ünde e (Spannungs eld: Local Responsi eness s. Global In eg a ion).44 Die o.
g. Au o en üh en diesen Gedanken o und e s ehen un e einem MNU ein Un-
e nehmen, welches in e schiedenen na ionalen Bedingungen wi scha e und
do jeweils mi seinem lokalen S ando en lokale Kunden bedien . Fe ne we den
diese Un e nehmen o die He aus o de ung ges ell , dass an jenen S ando en
u. a. indi iduelle poli ische Ve häl nisse he schen, die Dis ibu ionskanäle un e -
schiedlich au gebau sein können ode eine We bewe bssi ua ion mi ande en
Anbie e n he schen kann. Im Rahmen des in e na ionalen Managemen s wi d
somi on den K ä en de lokalen Anpassung ( o ces o local esponsi eness)
gesp ochen.45 Die An o de ungen an ein MNU können jedoch auch in e -
schiedens en Lände n ähnlich sein. Dazu zählen beispielsweise ähnliche Kun-
denp ä e enzen, die sich mi un e in Skalene ek en und wei e en Vo eilen de
S anda disie ung zeigen. Kompa a i e S ando o eile sowie di e se In e de-
pendenzen zwischen den S ando en können eben alls zum T agen kommen und
bie en einen Ve einhei lichungse ek , de Vo eile bie e . Beispiele da ü können
das Teilen on un e nehmenswei em Wissen übe Kunden, Lie e an en o. ä. sein.
Auslöse ü die K ä e de globalen In eg a ion ( o ces o global in eg a ion)46 is
häu ig Kos end uck, de ein Un e nehmen zwing , seine Ak i i ä en de a ig zu
bündeln.47 Obwohl sich diese beiden K ä e gegensei ig auszuschließen schei-
nen, we den sie in de Li e a u lediglich als e schiedene Dimensionen au ge-
üh , die de aillie be ach e Schni mengen bilden und in Fo m eine Ma ix au -
ges ell we den können. Die Da s ellung on Ba le und Ghoshal aus dem Jah
1987 wi d hie bei am häu igs en in de Li e a u au geg i en.48
42 Vgl. Doz, Y. e al., MNC, 1981, S. 63 .; Ba le , C. & Ghoshal, S., Mul ina ionale
Un e nehmen, 1986, S. 87 .
43 Vgl. Faye wea he , J., Business Managemen , 1978, S. 48 .
44 Vgl. P ahalad, C. & Doz, Y., Mul ina ionale Mission, 1987, S. 15 .
45 Vgl. P ahalad, C. & Doz, Y., Mul ina ionale Mission, 1987, S. 20 .
46 Vgl. P ahalad, C. & Doz, Y., Mul ina ionale Mission, 1987, S. 18 .
47 Vgl. Zen es, J. e al., IR-Modell, 2009, S. 195 .
48 Vgl. Ba le , C. & Ghoshal, S., O ganisa ionale Po en iale, 1987, S. 43 .
ipo Sch i en eihe, Bd. 6, Weiß: In e kul u elle Füh ung im globalen SCM
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3 G undlagen des in e kul u ellen Managemen s
3.1 De ini ion und Bedeu ung on Kul u
In de Li e a u sind e liche, seh e schiedene De ini ionen und E klä ungen übe
den Beg i de Kul u zu inden. Neben Geis eswissenscha le n alle Disziplinen
haben auch ande e Wissenscha s esso s ein g oßes In e esse an eine De ini-
ion des Beg i s, denn du ch ein zunehmendes Zusammenwachsen on S aa-
en e bünden und einzelnen Wi scha s äumen komm es neben wi scha li-
chen auch zu e höh en poli ischen, mili ä ischen, philosophischen, an h opologi-
schen und ökologischen In e essen, die sich mi dem Beg i de Kul u im Rah-
men Ih e Wissenscha en auseinande se zen.71 Dabei is ü diese Handlungs-
elde on Belang, dass jedes Indi iduum ein Mus e des Denkens, Fühlens und
Handels e i , welches es im Lau e seines Lebens gele n ha .72 Psychologen
gehen da on aus, dass diese P ägung maßgeblich im Kindesal e s a inde , je-
doch komm es auch in spä e en Jah en zu Ve ände ungen und Assimila ionen
de Denkweise du ch neue E ah ungen und P ägungen.73
His o isch gesehen s amm das Wo Kul u sp achwissenscha lich aus dem la-
einischen colo e ab, was so iel wie P lege bzw. Bea bei ung und cul u a, wie
e wa Acke bau bedeu en kann. Da au basie end wi d Kul u in di e sen Ausa -
bei ungen als e was bezeichne , das on Menschen bea bei e , en wickel , he -
o geb ach ode gep leg wi d. Somi wi d die Kul u als die Gesam hei on E -
ungenscha en de Menschhei bezeichne .74
De ini ionen wie e wa du ch die UNESCO (1982) sind ak uell ane kann . Do
heiß es: „Die Kul u kann in ih em wei es en Sinne als die Gesam hei de ein-
ziga igen geis igen, ma e iellen, in ellek uellen und emo ionalen Aspek e ange-
sehen we den, die eine Gesellscha ode eine soziale G uppe kennzeichnen.
Dies schließ nich nu Kuns und Li e a u ein, sonde n auch Lebens o men, die
G und ech e des Menschen, T adi ionen und Glaubens ich ungen.“75
Basie end au den oben besch iebenen E kenn nissen o m en K oebe & Kluck-
hohn (1952) in ih en Aus üh ungen be ei s An ang de 50e Jah e ein Modell, das
als G undlage de Kul u o schung gesehen wi d. Sie besch ieben nach eine
Analyse on 164 De ini ionen übe Kul u , dass o z alle indi iduellen Aus üh-
71 Vgl. Ho s ede, G. e al., Globales Handeln, 2017, S. 2 .
72 Vgl. Ho s ede, G. e al., Globales Handeln, 2017, S. 3.
73 Vgl. Genko a, P., Wi scha spsychologie, 2019, S. 9 .
74 Vgl. Nünning, A. ( ü bpb.de), Viel al de Kul u beg i e, 2009.
75 UNESCO, Kul u de ini ion, 1982, S. 121.

ipo Sch i en eihe, Bd. 6, Weiß: In e kul u elle Füh ung im globalen SCM
21
ungen d ei zen ale Aspek e im Vo de g und s ehen. Im e s en Aspek wi d e -
deu lich , dass sich Kul u imme in adap i en In e ak ionen wie Ve hal ensmus-
e n, Konzep en ode Symbolen zeig . Fe ne bes eh dies im zwei en Aspek aus
gemeinsamen Elemen en, wie e wa Sp ache ode e s ändlichen Ve hal enswei-
sen. Fe ne wi d im d i en Aspek deu lich, dass es sich bei Kul u um In e ak ion
übe einen länge en Zei aum handel . Dabei sind e schiedenen Gene a ionen
eingeschlossen, on denen die Kul u nich di ek abhäng , jedoch übe die sie
wei e gegeben und ge o m wi d.76
Zwecks wei e e Ausa bei ung diese Sphä en und Aspek e on Kul u wu den
zwei in e essan e Me aphe n zu Ve anschaulichung on Kul u gescha en.
Das Eisbe gmodell gil als klassische Ve anschaulichung, bildliche Da s ellung
und als E klä ungsansa z ü u. a. Kul u allgemein und Un e nehmenskul u im
Speziellen. U sp ünglich s ammend aus de F eud´schen allgemeinen Theo ie
de Pe sönlichkei , wu de es u. a. in de Be iebswi scha sleh e ü den Umgang
mi dem Pa e o-P inzip ode als E klä ungsansa z ü Kul u genu z .77 G undidee
des Modells is es, dass nu ca. 20 % eines Eisbe gs übe de Wasse obe läche
sich ba is und ca. 80 % de Masse im Wasse e bo gen bleib . Me apho isch
is dies auch bei Kul u de Fall, da on sich ba en A ibu en (obe halb de Was-
se obe läche) und unsich ba en A ibu en (un e halb de Wasse obe läche) in
Kul u en ausgegangen wi d. Zu den sich ba en A ibu en bzw. indi iduellen Un-
e schieden gehö en u. a. die Sp ache, Ri uale, Lebenss ile, Musik, Lebensmi el,
Si en und Gese zen. Diese spiegeln jedoch nu einen kleinen Teil de Kul u wi-
de , da unsich ba e Un e schiede wie e wa E wa ungen, We e, Glauben, Ho -
nungen, Annahmen, No men und U eile übe wiegen. Dies kann je nach Aus üh-
ung ans elle de zwei oben besch iebenen Ebenen in insgesam d ei Ebenen
ge eil we den. Bei diese In e p e a ion on Kul u handel es sich dann um die
Ebene de A e ak e (au älligs e, obe s e Ebene), die Ebene de ö en lich p o-
pagie en We e (di ek un e de Wasse obe läche) und die Ebene de unaus-
gesp ochenen, gemeinsamen Annahmen ( ie un e Wasse ).78
76 Vgl. K oebe , A., & Kluckhohn, C., Kul u konzep e, 1952, S. 324.
77 Vgl. Hall, E., Eisbe gmodel, 1989, S. 28 .
78 Vgl. Schein, E. & Hölsche , I., O ganisa ionskul u , 2010, S. 25 .
ipo Sch i en eihe, Bd. 6, Weiß: In e kul u elle Füh ung im globalen SCM
22
Abbildung 4: Das Eisbe gmodell
Quelle: In Anlehnung an Schein, E., O ganisa ionskul u , 1995, S. 25.
Gee Ho s ede (2010) ha zudem das sog. Zwiebel-Modell de Kul u en wickel .
Es zeig anschaulich, dass Kul u keine simple, zweidimensionale Besch eibung
eines wissenscha lichen Kons uk s is , sonde n aus e schiedenen Schich en
bes eh und die Ve hal ensweisen und Ansich en on Menschen e klä en kann.
Dazu eil e den Beg i in ie Ka ego ien ein, welche die Denkweisen des Indi-
iduums wide spiegeln. Die e s e Schich bezieh sich hie bei au Symbole, wie
e wa Wö e , Ges en, Sp ache, Kleidungss ile e c., die ü jeden ein ach sich ba
zu beobach en sind. Die zwei e Schich be ass sich eingehend mi Sinnbilde n
und Helden de be ach e en Pe son. Dabei kann es um die F age gehen, was
eine Pe son we schä z ode welches Ve hal en sie als o bildlich eins u . Es
handel sich demnach um In o ma ionen, die nich on außen ohne Wei e es
sich ba sind. Die d i e Schich se z sich mi Ri ualen auseinande . Gib es Ak i-
i ä en, denen ge on wi d und die gg . inne halb eine G uppe du chge üh we -
den? Fü die Bean wo ung diese F age is zunehmende De ailkenn nis übe die
Pe son bzw. Pe soneng uppen ge ag . Als ie e Schich und dami inne s e und
am schwie igs en zu e g ündende Schich zählen die We e eines Menschen.
We e we den hie mi We o s ellungen e knüp , bei denen Ve hal en und
Dinge als mo alisch und e hisch einwand ei emp unden we den. Schlussendlich
olge Ho s ede, dass au diese Basis das Ve hal en eines Indi iduums beg ün-
de is und Kul u du ch die o. g. ie Schich en de Zwiebel e g ünde we den
kann.79
79 Vgl. Ho s ede, G. e al., Kul u o schung, 2010, S. 7 .
Obe halb
de
Wasse obe läche
Un e halb de Wasse obe läche
Di ek un e de Wasse obe läche
Sp ache, Ri uale, Lebenss ile, Musik, Lebensmi el, Si en und Gese zen
Ängs e, Pe sönlichkei sme kmale (Neugie de, Miss auen e c.)
E wa ungen, We e, Glauben, Ho nungen,
Annahmen, No men und U eile
ipo Sch i en eihe, Bd. 6, Weiß: In e kul u elle Füh ung im globalen SCM
23
Abbildung 5: Das Zwiebelmodell
Quelle: In Anlehnung an Ho s ede, G. e al., Kul u o schung, 2010, S. 7.
Nebs den Me aphe n ha Ho s ede eben alls e such , den Beg i de Kul u zu
ope a ionalisie en bzw. g ei ba zu machen. Dahe gib es neben einen De ini i-
onen auch E klä ungsansä ze, die sich mi den Auswi kungen on Kul u be-
schä igen. Au bauend au Dimensionse klä ungen on Kluckhohn und S od-
beck80 (1961) bzw. Hall81 (1989) iden i izie e Ho s ede in seine S udie Na ional
In luences die olgenden Kul u dimensionen, die eine Möglichkei bie en sollen,
Kul u zu ope a ionalisie en.82
Powe Dis ance: Un e de Mach dis anz wi d e s anden, wie wenige mäch ige
Indi iduen die ungleich e eil e Mach s ellung ande e akzep ie en. So e n es
eine hohe Mach dis anz gib , is in eine Kul u die Ve eilung on Mach ungleich-
mäßig. Eine gleichmäßig e eil e Mach sp ich hingegen ü eine ge inge Mach -
dis anz.83
Unce ain y A oidance: Un e dem Beg i de Unsiche hei s e meidung wi d
die Be ei scha ausged ück , sich mi di ek en Risiken zu kon on ie en. Kul u en,
80 Vgl. Kluckhohn, F. & ., S odbeck, F., We eo ien ie ung, 1961, S. 33 .
81 Vgl. Hall, E., Eisbe gmodel, 1989, S. 12 .
82 Vgl. Ho s ede, G. e al., Kul u o schung, 2010, S. 7.
83 Vgl. Ho s ede, G. e al., Globales Handeln, 2017, S. 2 .
ipo Sch i en eihe, Bd. 6, Weiß: In e kul u elle Füh ung im globalen SCM
24
die eine hohe Unsiche hei s e meidung au weisen, sind demnach isikoa in und
weisen eine e höh e Inno a ionsbe ei scha au . Dies geh einhe mi de Tole-
anz gegenübe F emden und Unbekann em. Kul u en mi eine nied igen Unsi-
che hei s e meidung hingegen sind du ch s ik e Regeln gep äg . Fe ne is
Pünk lichkei ein wich iges Gu und es he sch De ail eue.84
Indi idualism/Collec i ism: Gesellscha en, die seh indi idualis isch gep äg
sind, legen g oßen We au die Rech e des Indi iduums. Dazu zählen neben de
Eigen e an wo ung auch die Selbs bes imm hei eine Pe son. Kollek i is ische
Kul u en hingegen leben in eine Kul u bes ehend aus dominan en Ne zwe ken
und gesellscha liche In eg a ion.85
Masculini y/Feminini y: Da on ausgehend, dass on beiden Geschlech e n
e e ene We e in eine Gesellscha wiede zu inden sind, o dne Ho s ede Kul-
u en bes imm e Eigenscha en und We e zu. Da un e allen ehe eminin kon-
no ie e Eigenscha en wie Bescheidenhei und Fü so glichkei . Fe ne de inie
e Dominanz, Selbs bewuss sein und Konku enz als maskuline Eigenscha en.86
Indulgance/Res ain : Hie lieg de Fokus au de F age, ob Genuss und Le-
bens eunde jedes Indi iduums in eine Gesellscha zu eilwe den und o en
p ak izie we den können. Ve e e de Zu ückhal ung ( es ain ) hingegen kon-
zen ie en sich au die P lich e üllung und s ellen ih e eigenen Bedü nisse hin e
die Bedü nisse Ande e .87
Long Te m O ien a ion: Un e de lang- ode ku z is ig ausgep äg en O ien ie-
ung eine Kul u e s eh man den ypischen Planungsho izon eine Gesell-
scha . Dabei zeichnen sich lang is ig ausgeleg e Kul u en du ch eine spa same,
zu ückhal ende und konse a i e Hal ung aus. Im Gegen eil dazu e e en Indi-
iduen, dessen Kul u k eis ku z is ig ausge ich e is , die Ansich , dass Flexibili-
ä on g oße Wich igkei is . Zudem sind sie ehe egois isch gep äg und leben
im Hie und Je z . Diese Dimension wa e s im zwei en Buch seine Theo ien zu
inden. 88
Die Fo schung Ho s edes wi d ielmals als G undlage wei e e ak uelle Fo -
schung genommen. Wei e e De ails sind dem Kapi el S a e o he A zu en neh-
men.
84 Vgl. Ho s ede, G. e al., Globales Handeln, 2017, S. 36 .
85 Vgl. Ho s ede, G. e al., Globales Handeln, 2017, S. 36 .
86 Vgl. Ho s ede, G. e al., Globales Handeln, 2017, S. 36 .
87 Vgl. Ho s ede, G. e al., Globales Handeln, 2017, S. 36 .
88 Vgl. Ho s ede, G. e al., Globales Handeln, 2017, S. 36 .
ipo Sch i en eihe, Bd. 6, Weiß: In e kul u elle Füh ung im globalen SCM
25
3.2 Un e nehmenskul u
Bezugnehmend au die De ini ion on Kul u aus Kapi el 3.1 s ell die Un e neh-
menskul u ein Konzep da , welches sich aus de An h opologie in den Un e -
nehmenskon ex übe agen läss und ein kollek i es Phänomen da s ell . Hie bei
wi d eine O ganisa ion ganzhei lich als in sich abgeschlossenes Sys em be ach-
e , welches eine eigene Un e nehmenskul u he o b ing . Dabei s eh das Un-
e nehmen als Ins i u ion und die Mi a bei e mi ih em indi iduellen kul u ellen
Backg ound in einem Ve häl nis zueinande , das sich ezip ok e häl . Häu ig ba-
sie die Un e nehmenskul u au Lei gedanken des Un e nehmens, die in eine
engen Ve bindung zu Un e nehmenss a egie bzw. Vision und Mission de Un-
e nehmens üh ung s eh .89 Schein (1995) sieh in de Un e nehmenskul u dahe
ein „[…] Mus e gemeinsame G undp ämissen, das die G uppe bei de Bewäl i-
gung ih e P obleme ex e ne Anpassung und in e ne In eg a ion e le n ha , das
sich bewäh ha und somi als bindend gil ; und das dahe an neue Mi gliede als
a ional und emo ional ko ek e Ansa z ü den Umgang mi P oblemen wei e -
gegeben wi d.“90 Wie be ei s am Modell des Eisbe gs illus ie , bes eh Kul u
sowie Un e nehmenskul u nach Schein aus eine In e ak ion on sich ba en A -
e ak en wie die Umgangs o men im Un e nehmen, eils sich ba en We en wie
Gebo en, Ve bo en ode Leis ungso ien ie ungen und unsich ba en G undannah-
men wie den Beziehungen un e einande ode zu Un e nehmensumwel .91
Schlussendlich d äng sich die F age au , welche Bedeu ung Un e nehmenskul-
u zugemessen wi d. Eine S udie on Lei l e al. (2011) zeig , dass bis zu 90 %
de Be ag en Topmanage in Un e nehmen da on ausgehen, dass die Bedeu-
ung on Un e nehmenskul u ü den wi scha lichen E olg on Un e nehmen
zukün ig höhe sein wi d als bishe angenommen.92
E gänz wi d dies du ch den Kon ex de Kul u o schung, wo jedoch e schie-
dene G undannahmen he schen können. Dies geh au die F age zu ück, ob ein
Un e nehmen eine Un e nehmenskul u ha ode is bzw. ob sie als Misch o m
angesehen wi d. Dies is o allem dann en scheidend, wenn es um den Op imie-
ungsgedanken geh . Denn Ziel eine be iebswi scha lichen Be ach ung de
Un e nehmenskul u is es, diese Kul u so mi zuges al en, dass sie die Ge-
schä s ä igkei un e s ü z und beispielsweise s a egisch e ziel e In e na ionali-
sie ungss a egien, wie e wa eine de No ms a egien des EPRG-Modells s ü z
und ö de . Denn G undeins ellungen on Indi iduen und Füh ungskonzep e im
89 Vgl. Sackmann, S., Kul u in Un e nehmen, 2017, S. 38 .
90 Schein, E., Un e nehmenskul u , 1995, S. 25.
91 Vgl. Schein, E. & Hölsche , I., O ganisa ionskul u , 2010, S. 31 .
92 Vgl. Lei l, M. e al., Kul u bedeu ung, 2011, S. 13.

ipo Sch i en eihe, Bd. 6, Weiß: In e kul u elle Füh ung im globalen SCM
26
Allgemeinen, welche das EPRG Modell in ih e jeweiligen Ausp ägung be ach-
e , haben Ein luss au Handlungs elde des in e kul u ellen Managemen s und
somi au E izienz, E ek i i ä und Mi a bei e zu iedenhei .93
3.3 In e kul u elles Managemen im Un e nehmenskon ex
3.3.1 Beg i sde ini ion
Das in e kul u elle Managemen gil als Teilbe eich des in Kapi el 2 beleuch e en
in e na ionalen Managemen s. Die in den 1980e -Jah en ges a e e mode ne
Globalisie ung ausgelös du ch die Libe alisie ung des Handels basie end au
neuen Handelsabkommen esul ie e in de globalen Ve lech ung on Un e neh-
menss uk u en. Dies beding eine e s ä k e Be ücksich igung kul u elle As-
pek e im Managemen eines Un e nehmens. Zu diesen Aspek en zähl neben de
Zunahme on in e na ional agie enden Un e nehmen auch die he e ogene pe -
sonelle Ausges al ung de Un e nehmen im Heima land du ch Mig a ion und s ei-
gende Mobili ä .94 Dadu ch a bei en zunehmend Mi a bei e aus e schiedenen
kul u ellen Kon ex en zusammen, was zu eine He e ogenisie ung on Teams
üh . T o z diese En wicklung en gegnen Expe en des in e na ionalen Manage-
men s, wie Meye (2014), dass Füh ungsk ä e nu wenig Kenn nis übe den Ein-
luss on e schiedenen Kul u en au die zu e ich enden Au gaben und P o-
zesse haben können.95 Au diesen E kenn nissen basie end läss sich das in e -
kul u elle Managemen als de Teilbe eich des In e na ionalen Managemen s de-
inie en, de sich nach Koch (2012) au die Koo dina ion de Ein luss ak o en
du ch Kul u ich e .96
Ve s anden we den kann dies eben alls als „[…] die Ges al ung, S eue ung und
En wicklung komplexe S uk u en und P ozesse zu E eichung on Zielen eine
O ganisa ion, die in einem Kon ak s a inde , de on dem Zusammen e en on
mindes ens zwei e schiedenen Kul u en gep äg is .“97 Es is en scheidend,
dass bei de Ges al ung und S eue ung du ch das Managemen nich nu We
au O ensich liches bei he e ogenen Teams geleg wi d. Insbesonde e wi d om
93 Vgl. Sackmann, S., Kul u in Un e nehmen, 2017, S. 38 .
94 Vgl. Rühl, M., Di e si y, 2016, S. 453.
95 Vgl. Meye , E., Kul u -Ka e, 2014, S. 10 .
96 Vgl. Engelha d, J., In e kul u elles Managemen , 2018, o. S.
97 Koch, E., Kul u en, 2012, S. 57.
ipo Sch i en eihe, Bd. 6, Weiß: In e kul u elle Füh ung im globalen SCM
27
Managemen ge o de : „Manage s ha e o be awa e no only o he di e en lan-
guage o he business pa ne bu hei di e ging a i ude, ime pe cep ion, be-
ha iou s, adi ions and u he aspec s ela ed o a di e en cul u e.”98
Zu beach en is e ne , dass das In e kul u elle Managemen aus un e schiedli-
chen Wissenscha s-Resso s s amm , da un e die Be iebswi scha , die Hu-
manwissenscha , die Sozialwissenscha , abe auch die Kul u wissenscha und
Kommunika ionswissenscha . Aus diesem G und können auch Auswi kungen
au e schiedene Teildisziplinen e nommen we den wie e wa das Ma ke ing, die
O ganisa ionsges al ung ode das Human Ressou ce Managemen i. S. d. Be-
iebswi scha sleh e. Diese Fak o en können im De ail auch Auswi kungen au
die oben ange üh e De ini ion und de en Ausp ägung haben.99 Somi läss sich
abschließend es s ellen, dass „[…] in e kul u elles Managemen die Kombina ion
on Wissen, Einsich en und Fähigkei en da s ell , die no wendig sind, um adä-
qua mi egionalen und na ionalen Kul u en sowie un e schiedlichen Kul u en in-
ne halb und zwischen O ganisa ionen umzugehen.“100
3.3.2 Handlungs elde des in e kul u ellen Managemen s
Mi Blick au die Be iebswi scha sleh e e geben sich e schiedene Handlungs-
elde des in e kul u ellen Managemen s, die di ek en Ein luss au das in e na io-
nale Managemen und somi die Un e nehmenss a egie haben. Diese di ek e
Zusammenhang bes eh , da übe die Un e nehmenss a egie die Rahmenbedin-
gungen ü eine e ek i e und e izien e P ozesslandscha de Un e nehmensbe-
eiche gescha en we den können. Dabei is eine kul u ell nuancie e S a egie
ein wich ige E olgs ak o , um die Geschä s ä igkei übe G enzen hinweg zu
op imie en und schließlich auch die Mi a bei e zu iedenhei zu s eige n.101 Aus
de Li e a u abgelei e kann zwischen eine Vielzahl on Handlungs elde n un-
e schieden we den, die bei de S a egieausa bei ung beach e we den soll en.
Kommunika ion102: De Aus ausch on In o ma ionen inde zwischen einem In-
o ma ionssende (Kommunika o ) und In o ma ionsemp änge (Rezipien en)
s a . Dabei komm es zum Aus ausch on Zeichen, Symbolen und Signalen, die
zu eine Bo scha ü den Emp änge we den, sobald diese die eigen liche
98 Ro hlau , J., Global View, 2015, S. 19.
99 Vgl. Lang, R. & Baldau , N., Teildisziplinen Kul u , 2016, S. 3.
100 Ka lshaus, A. & Mochmann, I., CSR, 2019, S. 9.
101 Vgl. Dea do , D., Kompe enziden i ika ion, 2006, S. 247 .
102 Da Kommunika ion g undlegend ü den Wissens ans e is , dien diese Ka ego ie
neben dem Kommunika ions- auch dem Wissensmanagemen .
ipo Sch i en eihe, Bd. 6, Weiß: In e kul u elle Füh ung im globalen SCM
28
Nach ich en schlüsseln konn e. Au diese Weise komm es bei Kommunika ion
zu einem K eislau , de sich au den Aus ausch on In o ma ionen okussie . Die
Schwie igkei ü Sende und Emp änge is jedoch, dass es neben e bale Kom-
munika ion auch zu non e bale Kommunika ion komm , welche eben alls e olg-
eich en schlüssel we den muss.103 Diese P ozess kann im All ag zunehmend
zu P oblemen üh en, wenn Menschen un e schiedliche He kun , Sp ache ode
kul u ellen Hin e g unds au einande e en, da Inhal e alsch in e p e ie we den
ode un olls ändig wei e geben we den. Dies is dann de Fall, wenn beide Sei en
nich den gleichen Ve - bzw. En schlüsselungssa z anwenden, um sich einhei -
lich zu e s ändigen.104 Das komm besonde s dann o , wenn die indi iduellen
Teilnehme de Kommunika ion e schiedene Deu ungs- und Bewe ungssche-
ma a haben und diese zusä zlich in e schiedene Sach e hal e und Handlungen
in e gleichba en Reali ä szus änden e wenden.105
Pe sonal üh ung: Ausgehend on Kon lik po en ialen in de Teamzusammen-
se zung kann diese Fo m de Pe sonal üh ung zwei mögliche Ausp ägungen ha-
ben. Einzelne Füh ungsk ä e ode Mi a bei e können in einem ande en Land als
ih em Heima land ä ig we den ode Teams im Heima land weisen eine he e o-
gene Zusammense zung mi Mi gliede n un e schiedliche He kun slände und
kul u ellen Hin e g ünden au . In diesen Fällen sehen sich Füh ungsk ä e mi
neuen He aus o de ungen kon on ie , da de pe sönliche, kul u ell gep äg e
Kon ex das Handeln eines Indi iduums p äg .106 G und ü diese Schwie igkei en
sind di e se u. a. poli isch-gese zliche, gesellscha liche ode ökonomische Um-
wel ein luss ak o en, die den A bei sall ag bes immen. Dabei muss du ch die
Füh ungsk a Rücksich au kul u ell gep äg e Lebens- bzw. A bei sgewohnhei-
en und bishe ige Ausp ägungen on Füh ung genommen we den, da dies im
Kon as zum gewohn en He kun sland s ehen kann. Das ge o de e meh di-
mensionale Füh ungs e hal en kann auch du ch di e gie ende P ozesse de
En scheidungs indung Ausd uck e liehen we den. Dies s eh in Abhängigkei
on kul u ellen P ägungen und gesellscha lichen No mungen, welche im Rück-
schluss Konsensen scheidungen ode Top-Down-En scheidungen e o de n.107
In e kul u elle Pe sonal üh ung beschä ig sich auße dem mi den gegensei igen
E wa ungshal ungen de Mi a bei e und de Füh ungsk a und da aus esul ie-
enden Kon oll- und Belohnungsmechanismen. In Anbe ach de hohen Be-
kann hei und Akzep anz on Mi a bei e n ungeach e ih e kul u ellen Iden i ä
103 Vgl. Shannon, C. & Wea e , W., Sende -Emp änge -Modell, 1998, S. 29 .
104 Vgl. Unge , K., Kommunika ionspoli ik, 1997, S. 299 .
105 Vgl. Knapp, K., Kommunika ion, 2003, S. 114.
106 Vgl. Ro hlau , J., Pe sonal üh ung, 2012, S. 234 .
107 Vgl. Knapp, K., Kommunika ion, 2003, S. 114 .
ipo Sch i en eihe, Bd. 6, Weiß: In e kul u elle Füh ung im globalen SCM
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eignen sich e schiedene Füh ungss ile, wie e wa de au o i ä e, pa e nalis ische
ode koope a i e Füh ungss il, im in e na ionalen Kon ex in besonde em
Maße.108
Pe sonalauswahl: Basie end au e schiedenen S udien, gib es allgemein an-
e kann e Eigenscha en on Indi iduen, die im in e na ionalen Kon ex und somi
in de in e kul u ellen Pe sonalauswahl on g oße Bedeu ung sind. Diese Eigen-
scha en sind zum einen wich ig, um gene ell im in e kul u ellen Kon ex e olg-
eich sein zu können. Jedoch sind sie ebenso no wendig, um die he e ogene Zu-
sammense zung on Teams109 mi ih e übe aus g oßen Bedeu ung ü die in e -
na ionale A bei en s ehen zu lassen. Diese Eigenscha en wu den u. a. im Jah
1995 on Töp e un e such , de in eine bundeswei en Be agung on übe 400
Pe sonallei e n en sp echende Kompe enzen und Quali ika ionen ab ag e. Mi
und 92 % Zus immung de Be ag en wu den F emdsp achenkenn nisse als
wich igs e Eigenscha e ass . Da au olg e äumliche Mobili ä und schließlich
an d i e S elle das Ein ühlungs e mögen in ande e Men ali ä en und Kul u en
mi 87 % Zus immung. Die a sächlich achliche Quali ika ion du ch eine echni-
sche ode kau männische Ausbildung is mi ca. 55 % au Pla z zehn wiede zu-
inden.110 E waige S udien we den egelmäßig wiede hol (un e nehmenswei
ode un e nehmensübe g ei end) und e g ünden das sog. Kompe enzmanage-
men .111 Du ch eine he e ogene Teamzusammense zung können Syne gien und
somi ein en scheidende We bewe bs ak o ande en Un e nehmen gegenübe
gescha en we den, so e n es geling den Bei ag jedes Indi iduums zu einem
Op imum im Team zusammenzu üh en. Dies kann dann gelingen, wenn leis-
ungshemmende Fak o en wie In o ma ionsmangel, au o i ä e Füh ung, Fokus-
sie ung au einzelne Pe sonen ode unzu eichende Quali izie ung on Mi a bei-
e n ausgeschlossen we den kann. Fe ne soll en s imulie ende Fak o en wie
kons uk i es Feedback, eine angenehme A mosphä e und die Akzep anz on
Fehle n un e s ü z we den.112
O ganisa ionsges al ung: Fü die O ganisa ionsges al ung is o dem in e kul-
u ellen Hin e g und die En scheidung zwischen Zen alisie ung und Dezen ali-
sie ung en scheidend. Ausgehend on de In e na ionalisie ungss a egie des
Un e nehmens inde eine en sp echende Ausp ägung s a , wobei es in Abhän-
gigkei zu G öße des Un e nehmens und Funk ionsbe eich zu Misch o men
108 Vgl. Hodge s, R. e al., In e na ionale Füh ungss ile, 2005, S. 364.
109 Siehe Kapi el 3.3.3 ü Rele anz on he e ogenen Teams.
110 Vgl. Töp e , A., Töp e s udie, 1995, S. 18 .
111 Vgl. No h, K. e al., Kompe enzmanagemen , 2018, S. 10 .
112 Vgl. Ro hlau , J., Global View, 2015, S. 186 .
ipo Sch i en eihe, Bd. 6, Weiß: In e kul u elle Füh ung im globalen SCM
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Mensch eine di e enzie e Be ach ung übe die S eige ung de Leis ungs ähig-
kei e möglichen. Die S ellsch auben, die das in e na ionale HR Managemen
bie e , sind demnach Ein luss ak o en ü die Mi a bei e zu iedenhei und e gän-
zen e ek i es Wi scha en und e izien e P ozesse.133
Diese sechs Ein luss ak o en können als Handlungs elde des in e kul u ellen
Managemen s in e p e ie we den und inden sich eben alls im IHRM wiede .
Du ch die Möglichkei , diese auch in o he gegangenen S udien iden i izie en zu
können, bilden dies einen heu is ischen Rahmen ü die Empi ie-Fo schung die-
se Ausa bei ung. Dazu zähl u. a. die O ganisa ionsges al ung. Wie be ei s Ho-
es ede (2010) ode Meye (2014) in ih en Ausa bei ungen sch ieben, spiel die
Ges al ung on Hie a chien im in e kul u ellen Managemen eine e hebliche
Rolle. Dahin e s eh die Annahme, dass Kul u en e schiedene Mach -Dis anzen
wah nehmen. Diese Dis anz kann kul u ell beding g oß ode klein sein. Zeigen
kann sich dies e s mals be ei s wäh end de Sozialisie ung on Kinde n im El-
e nhaus in Abhängigkei on de E ziehung de El e n und de dami einhe ge-
henden Pa izipa ion des Kindes. Dabei spiel es eine Rolle, ob alle Kinde gleich-
behandel we den, ob Kinde das Rech de Mi en scheidung bekommen ode ob
eine o ali ä e Abhängigkei on den El e n bes eh . Diese A de E ziehung wi d
auch du ch Füh ungsk ä e au Anges ell e übe agen und ezip ok on den An-
ges ell en akzep ie (ode eben nich ). Dahe läss sich au zeigen, dass es Kul-
u en gib , de en Indi iduen sich bei s eilen Hie a chien wohl ühlen, wohingegen
ande e Kul u en lache Hie a chien und dami einhe gehende Konsens-En schei-
dungen p ä e ie en.134
Die A de En scheidungs indung, die nach Meye als zwei e Ein luss ak o iden-
i izie we den kann, bau demnach au dem Hie a chie-Gedanken au und wi d
in ih e Ausa bei ung als Konsens-En scheidung s. Top-Down-En scheidung
ausge üh . Wäh end im Konsens alle Mi a bei e in den En scheidungsp ozess
in eg ie we den, um eine gemeinsame s a egische En scheidung ü das Un-
e nehmen zu e en, äll bei eine Top-Down-En scheidung de jeweils Ve an -
wo liche allein eine En scheidung.135 Häu ig wi d die A und Weise, wie die O -
ganisa ion au bau is und welche A de En scheidungs indung du chlau en
wi d, du ch Lei gedanken des Un e nehmens und Ges al ung des Top-Manage-
men s o genommen. Da es jedoch du ch Pe sonalauswahl die Möglichkei gib ,
die Teams en sp echend de S a egie des Un e nehmens und dahe kong uen
133 Vgl. Fuga e, B. e al., Di e enzie ung, 2010, S. 43 .
134 Vgl. Ho s ede, G. e al., Kul u o schung, 2010, S. 7.; Meye , E., Kul u -Ka e, 2014,
S. 10 .
135 Vgl. Meye , E., Kul u -Ka e, 2014, S. 10 .

ipo Sch i en eihe, Bd. 6, Weiß: In e kul u elle Füh ung im globalen SCM
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zu den kul u ellen Bedü nissen de O ganisa ion auszubauen, handel es sich
bei de Pe sonalauswahl um das d i e Handlungs eld. Hie bei wi d un e schie-
den, ob Teams homo- ode he e ogen au ges ell we den, was je nach Einsa z-
eld einen Ein luss au die Leis ungs ähigkei in de en sp echenden Sphä e und
Umwel des Teams haben kann.136 So e n übe die He e ogeni ä in Teams ge-
sp ochen wi d, is auch das Di e si y-Managemen zu nennen, da die konk e e
Ausges al ung de He e ogeni ä eine g oße Rolle spiel . Da on ausgehend, dass
jedes Indi iduum spezi ische S ä ken ha , schein Di e si ä sowohl im na ionalen
als auch in e na ionalen Kon ex sinn oll. Jedoch muss dabei beach e we den,
dass au g und de kul u ellen Un e schiede Kon lik e au e en können.137 Zu die-
sen Kon lik en gehö en u. a. das Zei - und Kommunika ionsmanagemen , die
beide das jeweils ün e und sechs e Handlungs eld be i eln. Im Kommunika ions-
managemen , das o dem Hin e g und des IHRM bzw. in e kul u ellen Manage-
men geleb wi d, soll e gemäß Kluckhohn und S odbeck (1961) ode Ho s ede
(2010) speziell da au geach e we den, ob eine di ek e ode indi ek e Kommuni-
ka ions o m o he sch . Dies geh au die Hypo hese zu ück, dass de jeweilige
Weg de Kommunika ion om jeweiligen Gegenübe , de eine ande e A de
Kommunika ion gele n ha , häu ig als ang ei end (di ek e Kommunika o sp ich
mi indi ek en Rezipien en) ode ine izien (indi ek e Kommunika o sp ich mi
di ek en Rezipien en) emp unden we den kann.138 E gänz wi d diese Wah neh-
mung om Zei managemen de einzelnen Teammi gliede , welches seh un e -
schiedlich aus allen kann. Bei de Beu eilung on A bei sweisen spiel dahe das
Wissen übe die A des Umgangs mi Zei und die A de Au gabenbewäl igung
eine g oße Rolle. Hie we den monoch ome A bei sweisen und polych ome A -
bei sweisen mi einande e glichen. Wäh end monoch ome A bei sweisen Dead-
line-o ien ie gesehen we den und Au gaben ch onologisch in eine (ex e n ode
eigens ändig) es geleg en Reihen olge e ledig we den, gel en polych om o ien-
ie e A bei sweisen als A des Mul i askings und a iablen Wah nehmung on
Deadlines. Dies kann im Un e nehmensall ag nach Schneide (1995) ode Kluck-
hohn und S odbeck (1961) zu P oblemen üh en.139
136 Vgl. Ro hlau , J., Global View, 2015, S. 9 .
137 Vgl. Köppel, P. e al., Kul u -Di e si ä , 2007, S. 5 .; Süß, S. & Kleine , M., Di e si ä ,
2005, S. 4.
138 Vgl. Ho s ede, G. e al., Kul u o schung, 2010, S. 7; Meye , E., Kul u -Ka e, 2014,
S. 10 .
139 Vgl. Schneide , A., Zei managemen , 1995, S. 247 .; Kluckhohn, F. & S odbeck, F.,
We eo ien ie ung, 1961, S. 33 .
ipo Sch i en eihe, Bd. 6, Weiß: In e kul u elle Füh ung im globalen SCM
38
5 Falls udie bei de Zapp AG
5.1 Vo läu ige A bei shypo hesen aus de Theo ie
De Empi ie-Teil diese Ausa bei ung ziel da au , die A bei shypo hesen aus de
Theo ie, welche du ch die Expe enin e iews geschä we den, o einem p a-
xisnahmen Hin e g und zu übe p ü en. Fe ne kann du ch die empi ischen Un-
e suchungen es ges ell we den, ob und in welchem G ad die aus de Theo ie
abgelei e en Annahmen de A bei swel und den indi iduellen E ah ungen und
An o de ungen de Mi a bei e des beispielha be ach e en Un e nehmens en -
sp echen.
Die heo e ischen Aus üh ungen dieses Bei ags sind in zwei Haup kapi el un e -
eil , die g undsä zlich au einande au bauen. Das Kapi el 2 be ass sich mi den
G undlagen des in e na ionalen Managemen s und das Kapi el 3 mi den G und-
lagen des in e kul u ellen Managemen s als eines de Teilbe eiche des in e na i-
onalen Managemen s.
G undlegende E kenn nis aus de Theo ie und dami auch Basis de Hypo hesen
ü die empi ische Fo schung is , dass jedes in e na ional ä ige Un e nehmen in
Abhängigkei on seine s a egischen Aus ich ung ( eils In e na ionalisie ungs-
s a egie) du ch eine s a egische Aus ich ung am Ma k cha ak e isie wi d und
so einen di ek en Ein luss au die Füh ung de Mi a bei e ha .140 Diese A und
Weise de Füh ung de Mi a bei e zeig sich in den e schiedenen Ausp ägun-
gen de Füh ungskonzep en on Vo gese zen de MNU. Um zu de inie en, wel-
che Ausp ägungen de Füh ungskonzep e ü ein in e kul u ell nuancie es Kon-
zep on Vo eil is , wu den aus den heo e ischen Handlungs elde n des in e -
kul u ellen Managemen s, den Ein lussbe eichen des in e na ionalen HR-Mana-
gemen s und di e sen zei genössischen wissenscha lichen Ausa bei ungen ün
um assende Handlungs elde ausgea bei e , die einen di ek en Ein luss au den
Ou come eines Un e nehmens haben.
Diese we den de aillie in den o anges ell en Kapi eln he gelei e und e ö e .
Da un e allen a) O ganisa ionsges al ung, b) Team üh ung- und En scheidungs-
indung, c) Pe sonalauswahl, d) Zei managemen und e) Kommunika ions- und
Wissensmanagemen . Es wi d angenommen, dass diese ün Handlungs elde
einen Ein luss au den Ou pu des Un e nehmens haben.
140 Als Hil es ellung dien hie das EPRG-Modell.
ipo Sch i en eihe, Bd. 6, Weiß: In e kul u elle Füh ung im globalen SCM
39
5.2 Vo s ellung de Zapp AG
5.2.1 Un e nehmensbesch eibung
Die Zapp AG is eine in Schwe e ansässige Ak iengesellscha mi global ca.
1.300 Mi a bei e n. Es handel sich um ein mi els ändisches, wel wei agie endes
Un e nehmen, das in de me all e a bei enden Indus ie ä ig is . Die Ke nkom-
pe enz de in übe 15 e schiedene Gesellscha en au ge eil en Ak iengesell-
scha lieg in de Kal um o mung on hochp äzisen Halbzeugen ü die Medizin-
, Lu ah -, Au omobil und Öl- & Gasindus ie. Diese P oduk e we den aus os -
eien Edels ählen, Nickel- ode Ti an-Legie ungen ge e ig . Die P oduk ion die-
se P oduk e e möglich die He s ellung un e schiedliche P oduk o men wie
Bandma e ial, D äh e, S äbe und P o ile.141
Neben de P oduk ion diese P oduk e an S ando en in Deu schland, Schweden
und den USA e üg die Zapp AG e ne übe di e se Gesellscha en zum Han-
del on Sonde legie ungen und We kzeugs ählen. Se ice-Cen e in Deu sch-
land, G oßb i annien, den USA und China lage n und kon ek ionie en diese P o-
duk e in di e sen P oduk o men und We ks o en ü Anwendungsbe eiche, die
on de Lu ah - bis zu Lebensmi elindus ie eichen.142
Un e s ü z we den diese beiden Ke nsegmen e du ch Ve iebsgesellscha en in
di e sen Lände n, sodass eine e hebliche in e na ionale Ve ne zung ü eine ei-
bungslose Kommunika ion und Logis ik no wendig is . Insgesam lie e die Zapp
AG in 73 Lände und beschä ig Mi a bei e aus 33 e schiedenen He kun slän-
de n. Du ch ein eben alls global au ges ell es Bescha ungsmanagemen können
beda so ien ie Vo ma e ialien und Handelswa en gekau und wel wei zu Ve -
ügung ges ell we den.143
Die oben besch iebene in e na ionale Aus ich ung des MNU Zapp e deu lich ,
dass das be ach e e Un e nehmen sich gu ü die Un e suchung de Fo -
schungs age eigne . Du ch di e se in e na ionale S ando e we den Mi a bei e
mi un e schiedliche kul u elle P ägung zusammenge üh . Die da aus en s e-
henden He aus o de ungen und Po en iale können im Wei e en de aillie e be-
ach e und spezi ische Handlungsemp ehlungen am Ende diese Ausa bei ung
au gezeig we den.
141 Vgl. Zapp AG, Konze nübe blick, 2024.
142 Vgl. Zapp AG, S ando e, 2024.
143 Vgl. Zapp AG, P oduk o men, 2024.
ipo Sch i en eihe, Bd. 6, Weiß: In e kul u elle Füh ung im globalen SCM
40
5.2.2 S a egische Aus ich ung de Zapp AG
Mi hil e eine Sekundä analyse zweie zapp-in e ne Dokumen e, dem Zapp Lei -
aden und dem Code o Conduc , kann die ak uelle s a egische Aus ich ung de
Zapp AG zu wei e en Beu eilung ausgea bei e we den. Diese Analyse dien
dahe maßgeblich de Ausa bei ung und übe sich lichen Da legung de o iziell
du ch die Zapp AG ausge u enen Un e nehmenswe e, die gleichzei ig einen Teil
de Un e nehmenskul u e kö pe n sollen. Au diese Analyse ußend läss sich
du ch die anschließenden Expe enin e iews und Be agungen abschä zen, ob
die do ausge u enen We o s ellungen und Ziele auch in de Un e nehmens-
p axis All ag sind.
De Code o Conduc (deu sch: Ve hal enskodex) is ein 14-sei iges Dokumen
aus dem Jah 2012 und dien als Teil de Co po a e Social Responsibili y (CSR).
E beschä ig sich mi den Risiken eines Un e nehmens, denen es au g und ei-
ne di e si izie en Umwel ausgese z is und gib den Beschä ig en einen O i-
en ie ungs ahmen ü gewünsch e und une wünsch e Ve hal ensweisen.144 Da-
bei okussie sich das o liegende Dokumen maßgeblich au sechs Themen el-
de . Da un e allen a) Gel ungsbe eich, b) gese zeskon o mes Ve hal en, c) Au-
ßenbeziehungen, d) Innenbeziehungen, e) Bekenn nis zu gesellscha lichen
Ve an wo ung und ) Einhal ung des Ve hal enskodex. Von diesen Themenblö-
cken we den die Blöcke b), c) und ) im Wei e en e nachlässig , da diese o
dem Hin e g und de F ages ellung diese Ausa bei ung keine Bewand nis ha-
ben.
a) Bei nähe e Be ach ung des Gel ungsbe eichs wi d deu lich, dass die Zapp
AG ih en Haup si z in Deu schland als zen ales O gan de inie . Man sch eib :
„Ausländische Toch e un e nehmen können bei de Umse zung des Ve hal ens-
kodex na ionalen Besonde hei en Rechnung agen, wenn und sowei dies ih e
G undp inzipien nich beein äch ig .“145 Dies bedeu e , dass alle hie au ges ell-
en Regeln eine Anpassung im jeweiligen Land e lauben, dass jedoch die Re-
geln und Vo s ellungen des S ammsi zes o he schend sind. Fe ne we den die
We e, welche du ch das Un e nehmen e kö pe we den sollen, de inie . Diese
lau en T adi ion, In eg i ä , Respek , Ve lässlichkei und Nachhal igkei .146
d) Im Rahmen de Innenbeziehungen wi d besonde es Augenme k au die Chan-
cengleichhei und ein espek olles Mi einande geleg . De Umgang mi einande
144 Vgl. Khanka, S., Code o Coduc , 2014, S. 162 .
145 Zapp AG, Code o Conduc , 2012, S. 4.
146 Vgl. Zapp AG, Code o Conduc , 2012, S. 5.
ipo Sch i en eihe, Bd. 6, Weiß: In e kul u elle Füh ung im globalen SCM
41
wi d du ch Respek , Fai ness, Teamgeis und O enhei gep äg . Au diese Basis
ö de Zapp Chancengleichhei und Viel al .147
e) Un e de Bekenn nis zu gesellscha lichen Ve an wo ung sieh Zapp einen
wesen lichen An eil am nachhal igen Un e nehmense olg: „Zapp agie e an -
wo ungsbewuss au in e na ionale , na ionale , egionale und lokale Ebene
und als lebendige Teil de jeweiligen Gemeinscha en.“148 Das Fö de n de Ge-
sellscha au egionale und lokale Ebene s eh somi im Vo de g und, jedoch
bleib o en, ob eine indi iduelle In e na ionalisie ungss a egie je nach na ionalen
Hin e g ünden zugelassen wi d ode eine s ammlando ien ie e S a egie die ge-
sellscha lichen Ansä ze des Lei adens p ägen.149
Diese E kenn nisse sugge ie en eine g undsä zliche O enhei kul u elle Un e -
schiede gegenübe und geben Anhal punk e ü konk e e Handlungen im Un e -
nehmensall ag, um He aus o de ungen, die aus in e kul u ellen Un e schieden
esul ie en, zu bewäl igen. Es äll jedoch au , dass das Dokumen keine lei kon-
k e e Handlungsemp ehlungen aussp ich , um die genann en Visionen umzuse -
zen. Fe ne bleib o en, welche konk e e s a egische Ansa z zu In e na iona-
lisie ung gewähl wi d.
Ein deu lich de aillie e es Dokumen s ell de Zapp Lei aden da . Diese dien
als Basiswe k de Zapp AG, um den Bedü nissen alle S akeholde de Gesell-
scha ge ech zu we den. Hie bei se z das Dokumen au p ägnan e Aussagen,
die sich in Fo m on konk e en Ve hal ensan o de ungen an die Mi a bei e , Kun-
den, Lie e an en, Eigen üme und das gesellscha liche Um eld ich en.150 De
Lei aden is in d ei Kapi el un e eil und bezieh sich au a) die O ganisa ion als
solches, b) die Mi a bei e und c) die Füh ungsk ä e. Alle Kapi el weisen jeweils
Un e kapi el au , die hie jedoch nu dann Anwendung inden, wenn diese im
Rahmen de Inhal sanalyse eine Rele anz ü Füh ungskonzep e, in e na ionales
HR-Managemen ode das in e kul u elle Managemen au weisen.151 Die Aus üh-
ungen des Lei adens beginnen im e s en Kapi el mi dem Un e nehmenslei bild
und Aussagen zu s a egischen Aus ich ung de Un e nehmenso ganisa ion.
Basis de S a egie is de Fo sch i , was gemäß Lei aden bedeu e die Bedü -
nisse de o. g. S akeholde zu be iedigen. Fokussie we den soll hie besonde s
ein messba e Fo sch i au allen Ebenen de O ganisa ion, was auch die Mi -
a bei e in ih e pe sönlichen En wicklung be i . Fe ne dien de Fo sch i
147 Vgl. Zapp AG, Code o Conduc , 2012, S. 5.
148 Zapp AG, Code o Conduc , 2012, S. 12.
149 Vgl. Zapp AG, Code o Conduc , 2012, S. 12 .
150 Vgl. Zapp AG, Lei aden, 2015, S. 5.
151 Vgl. Zapp AG, Lei aden, 2015, S. 2.

ipo Sch i en eihe, Bd. 6, Weiß: In e kul u elle Füh ung im globalen SCM
42
(hie : Inno a ion) dem lang is igen E hal de Wi scha lichkei des Un e neh-
mens. Dies geling jedoch nu dann, wenn die Ve an wo ung gegenübe de Ge-
sellscha ak i wah genommen wi d.152
G undsä zlich sugge ie dies eine gesellscha liche O enhei de Un e neh-
menss a egie und di e si izie e Möglichkei en de indi iduellen Anpassung ü
Mi a bei e , was sich im Un e kapi el Umse zung bes ä ig . Hie wi d übe g ei-
ende Teama bei im ganzen Un e nehmen ü quali a i hochwe ige und wi -
scha liche Resul a e ge o de . O en bleib jedoch, ob dies o dem Hin e g und
de kul u ellen Di e si ä geschieh , ode ob ü die Ve asse die P o i abili ä
du ch Scha ung on Syne gien im Vo de g und s eh .153
Die übe g ei ende Teama bei s ehe nämlich im Wei e en auch ü we schöp-
ungso ien ie e P oduk ionssys eme, was in zu e lässige und e izien e P o-
zesse esul ie e. E gänz we den diese P ozesse gemäß dem e s en Kapi el
du ch die Ideen und E ah ungen alle Mi a bei e . Um diese E ek e zu e s ä -
ken, soll die O ganisa ion schlussendlich iel äl ige Möglichkei en de Zusam-
mena bei ö de n und au die Kompe enz de Mi a bei e e auen. Ku ze In o -
ma ions- und En scheidungswege we den als Ve s ä ke diese Phänomene ge-
nann und e ne ein Fokus au Kommunika ion geleg .154 So wi d „Kommunika-
ion zwischen un e schiedlichen Be eichen, S ando en, Lände n und Kul u en
ak i [un e s ü z ]“.155
Fe ne wi d auch die gewünsch e Un e nehmenskul u de inie , was jedoch seh
unspezi isch o genommen wi d. De Lei aden gib da übe Auskun , dass die
Un e nehmenskul u aus Ve auen, Respek und We schä zung bes ehe. Zu-
gleich möge die Un e nehmenskul u kul u elle Viel al de Mi a bei e espek oll
und kons uk i nu zen, um eine Chancengleichhei zu gewäh lei en.156
Im zwei en Kapi el handel es sich um das Mi a bei e lei bild. Hie wi d da au
hingewiesen, dass Mi a bei e die du ch die O ganisa ion gescha enen Möglich-
kei en ü ein espek olles und we schä zendes Mi a bei e ak i wah nehmen.
Fe ne wi d hie nochmals eine De ini ion des Wo es Viel al o genommen, wel-
ches ü das Un e nehmen in geleb e Di e si ä au geh . Da un e wi d e s an-
den, dass die Viel al an Kul u en, Geschlech e n und Al e sg uppen in de Be-
legscha als Be eiche ung angesehen wi d. Fe ne wi d Kommunika ion ü die
152 Vgl. Zapp AG, Lei aden, 2015, S. 6.
153 Vgl. Zapp AG, Lei aden, 2015, S. 6 .
154 Vgl. Zapp AG, Lei aden, 2015, S. 7.
155 Zapp AG, Lei aden, 2015, S. 7.
156 Vgl. Zapp AG, Lei aden, 2015, S. 8.
ipo Sch i en eihe, Bd. 6, Weiß: In e kul u elle Füh ung im globalen SCM
43
Mi a bei e mi eine A Hol- und B ingschuld e sehen und ü einen o enen,
zielge ich e en und e s ändlichen Dialog gewo ben.157
Ähnliche Ansä ze zu Fö de ung diese Tugenden sind auch im d i en Kapi el
des Füh ungslei bildes zu e kennen. Eine Einbindung alle Be eilig en sowie die
Fö de ung eine o enen Diskussionskul u , die auch k i ische Töne e laub ,
we de on den Füh ungsk ä en ge o de .158 E neu wi d auch hie au die E -
möglichung e izien e P ozesse du ch be eichsübe g ei ende Zusammena bei
hingewiesen. Zudem sind die Füh ungsk ä e au ge o de ü e ek i e und e i-
zien e Besp echungen zu so gen und geeigne e Pla o men ü einen wi ksamen
In o ma ionsaus ausch du ch di ek e Kommunika ion zu ö de n.159
Abschließend läss sich zusammen assen, dass de Lei aden eine Ansammlung
an Visionen, Wünschen und Denkans ößen be ei häl . Du ch seine o enen Fo -
mulie ungen läss e jedoch iel In e p e a ionsspiel aum ü den Lese . Die Fo -
mulie ungen sind sel en konk e und bie en kaum di ek e Handlungsemp ehlun-
gen als O ien ie ungshil e ü die hie angesp ochen Pe sonen. Somi können
Teile de Aussagen om Lese so ausgeleg we den, wie diese eine In e p e a-
ion ü sich als o eilha ansieh . Sä ze wie: „Wi gehen mi de sozialen und
kul u ellen Viel al unse e Mi a bei e espek oll um und nu zen sie kons uk i
[und ] so gen ü Chancengleichhei […]“160 können Di e si ä als Las e e schei-
nen lassen, ü das So ge ge agen we den muss und wenige als Vo eil du ch
He e ogeni ä .
Schlussendlich läss sich jedoch sagen, dass beide be ach e en Dokumen e di-
e se Hinweise au un e schiedliche Handlungs elde des in e kul u ellen Mana-
gemen s au weisen. Dazu zählen die gewünsch e di ek e Kommunika ion, sozi-
ale und kul u elle Viel al und de Aus ausch übe Hie a chieebenen hinweg.
5.3 Me hodisches Vo gehen im Rahmen de Empi ie
5.3.1 De Mixed-Me hods Ansa z
De empi ische Teil dieses Bei ags basie au eine Falls udie, die au eine he-
o e ischen Li e a u eche che uß . In de Li e a u eche che wu den di e se Mo-
delle und Hypo hesen übe He aus o de ungen an Füh ungskonzep e in in e na-
157 Vgl. Zapp AG, Lei aden, 2015, S. 12.
158 Vgl. Zapp AG, Lei aden, 2015, S. 16.
159 Vgl. Zapp AG, Lei aden, 2015, S. 17.
160 Zapp AG, Lei aden, 2015, S. 8.
ipo Sch i en eihe, Bd. 6, Weiß: In e kul u elle Füh ung im globalen SCM
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ionalen Un e nehmen he ausgea bei e und e s e Modellannahmen zu in e kul-
u ellen Ein lüssen au diese He aus o de ungen ge o en. Diese we den im
Rahmen de Falls udie an einem p ak ischen Beispiel au ih e Aussage ähigkei
gep ü . Vo geschal e wu de be ei s eine Sekundä analyse, in de zwei Doku-
men e, die aus dem in diese Ausa bei ung beispielha be ach e en Un e neh-
men s ammen und als Ausgangslage ü die s a egische Aus ich ung anzusehen
sind, un e such wu den. Diese Analyse dien e de E assung de Is -Si ua ion
de Zapp AG o dem Hin e g und de s a egischen Aus ich ung des MNU und
die dami einhe gehende In e na ionalisie ungss a egie. Au diese Weise kann
im spä e en Ve lau eine Handlungsemp ehlung ausgesp ochen we den, die die
spezi ische Ausgangssi ua ion be ücksich igen.
Die empi ische Fo schungsme hode de Falls udie (engl. Case S udy Resea ch)
s amm aus de quali a i en Sozial o schung und beschä ig sich mi de de ail-
lie en E g ündung eine ak uellen F ages ellung mi p axiso ien ie en Bezug
zwecks E klä ung eines beobach e en Phänomens.161 Dabei wi d besonde s da-
au geach e , dass die Auswi kungen des Phänomens und in dessen Kon ex
s ehende Ein luss ak o en saube oneinande ge enn we den können.162 So-
mi wi d im Rahmen de Falls udie ein Fall bzw. ein Phänomen un e such und
du ch Nu zung e schiedene wissenscha liche Me hoden eine ganzhei liche
Analyse de F ages ellung e möglich und die gesam e Komplexi ä de Si ua ion
um issen.163
De in diesem Bei ag e wende e Mixed-Me hods Ansa z um ass einen quali a-
i en und einen quan i a i en Fo schungs eil. Wei e e De ails zum genauen Vo -
gehen im jeweiligen Fo schungs eil sind in den nach olgenden zwei Un e kapi eln
zu inden. Die Kombina ion diese zwei Me hoden e möglich es, eine p axiso i-
en ie e P oblems ellung ollum änglich zu be ach en und zu analysie en. Im
Rahmen des explo a i en Designs des Mixed-Me hods Ansa zes we den zu-
nächs quali a i e Expe enin e iews du chge üh . Im Anschluss da an wi d eine
quan i a i e Um age du chge üh , die au den quali a i en E kenn nissen be-
uh .164
161 Vgl. Yin, R., Case S udy Resea ch, 2017, S. 3 .
162 Vgl. Yin, R., Case S udy Resea ch, 2017, S. 12 .
163 Vgl. Yin, R., Case S udy Resea ch, 2017, S. 17 .
164 Vgl. Sch eie , M. e al., Mixed Me hods, 2023, S. 20 .
ipo Sch i en eihe, Bd. 6, Weiß: In e kul u elle Füh ung im globalen SCM
45
5.3.2 Quali a i e Fo schungsphase
Im o anges ell en quali a i en Fo schungs eil we den d ei Expe enin e iews
ge üh , in denen die olgenden Ka ego ien behandel we den mi dem Ziel, die
aus de Theo ie abgelei e en A bei shypo hesen zu p äzisie en. Dabei on Be-
deu ung sind die nach olgenden Ansa zpunk e:
• Iden i ika ion de s a egischen Aus ich ung des be ach e en Un e nehmens
• Da legung und P äzisie ung de ün aus de Theo ie abgelei e en Handlungs-
elde des in e kul u ellen Managemen s
• De ini ion de Messeinhei en zu Wi ksamkei sp ü ung du ch Ein lussnahme
de Handlungs elde
• Ausa bei ung de po en iellen In e dependenzen on Handlungs elde n und
esul ie enden E gebnissen
Die be ag en Expe en sind alle Anges ell e de Zapp AG und be inden sich in
eine lei enden (geschä s üh enden) Funk ion. Funk ional sind die Be ag en
dem Be eich Supply-Chain-Managemen zugeo dne und können au einen lang-
jäh igen E ah ungsscha z im in e na ionalen Geschä sgeba en zu ückg ei en.
Alle Be ag en s ammen en wede selbs gebü ig aus dem Land, in dessen Zapp-
S ando sie ak uell ä ig sind ode a bei en do sei meh als ün zehn Jah en.
Aus diesem G und wu den alle In e iews in englische Sp ache ge üh , um Ab-
weichungen in den E gebnissen du ch Übe se zungs ehle ode Sp achba ie en
zu e meiden. Be ag wu den:
• In e iewee I, Pu chasing Manage , aus Deu schland s ammend, 15 Jah e
Be u se ah ung in in e na ionale Tä igkei , a bei e sei 2005 bei Zapp in
Deu schland165
• In e iewee II, Manage Pu chasing, HR and Finance, aus Schweden s am-
mend, 17 Jah e Be u se ah ung in in e na ionale Tä igkei , a bei e sei 2018
bei Zapp in Schweden166
• In e iewee III, Di ec o Supply-Chain-Managemen and Finance, aus
Deu schland s ammend, 19 Jah e Be u se ah ung in in e na ionale Tä igkei
und in China lebend, sei 2014 bei Zapp in China ä ig167
Du ch ih en E ah ungsscha z und die indi iduell ausgep äg en Sich weisen in
Abhängigkei zu ih e kul u ellen Iden i ä können die Be ag en eine ausgewo-
gene Bean wo ung de F agen o nehmen. Bei den Expe enin e iews handel
165 Vgl. In e iewee I, 2020, Z. 20 .
166 Vgl. In e iewee II, 2020, Z. 45 .
167 Vgl. In e iewee III, 2020, Z. 23 .
ipo Sch i en eihe, Bd. 6, Weiß: In e kul u elle Füh ung im globalen SCM
52
nu so au spezi ische Kundenwünsche eingegangen we den könne.179 Dies e -
mögliche es dem gesam en Un e nehmen seine Ke nkompe enzen de jeweili-
gen S ando e global und au den Kunden zugeschni en zu e eiben.180
Un e ka ego ie 1.1: Decen aliza ion / Local esponsi eness
Dies zeig sich auch in de Un e ka ego ie 1.1, die sich maßgeblich mi de De-
zen alisie ung bzw. de lokalen Ve an wo ung on Un e nehmen beschä ig .
E gänzend zu den o. g. Aus üh ungen un e s eichen die Be ag en, dass ein ge-
wisse G ad de Unabhängigkei de einzelnen S ando e un e zich ba sei,181 da
bes imm e Angelegenhei en ausschließlich Vo o lösba seien,182 um lexibel
und somi schnelle und we bewe bs ähige agie en zu können.183 Besonde s
gel e dies ü En scheidungen, die maßgeblich den eigenen S ando be e en
wü den.184 Somi müsse zwa die Ve an wo ung ü lokale En scheidungen de-
zen al in den jeweiligen S ando en liegen,185 jedoch solle die G uppe als zen -
ale O ganisa ion Hil es ellungen bie en.186 Au diese Weise könne jedes Mi glied
de G uppe den g öß möglichen An eil zum Gesam e olg beis eue n.187
Un e ka ego ie 1.2: Cen aliza ion / Global in eg a ion
Zwecks S eige ung des Gesam e olgs solle das gesam e Un e nehmen sich je-
doch auch de übe geo dne en Un e nehmenss a egie und de Vision de Ge-
schä s üh ung e p lich e ühlen.188 Dabei solle nich e gessen we den, dass
es du ch di e se gesellscha liche, soziale und kul u elle Un e schiede an den
einzelnen S ando en schwie ig sei, Aussagen zu e allgemeine n, welche die
gesam e G uppe be e en wü den.189 Wenn es um zen alis ische En scheidun-
gen ginge, solle man diese dahe gemeinscha lich e en.190 Besonde s deu lich
scheine sich de Zen alisie ungsgedanke in den in e na ionalen Se ice-Cen e n
zu zeigen. Diese we den mi P oduk en on di e sen ande en S ando en e -
so g , weshalb do e schiedene indi iduelle lokale S a egien de He s elllände
au einande e en wü den.191 Dies e laube allen Gesellscha en de Zapp-
179 Vgl. In e iewee II, Z. 112 .; In e iewee III, Z. 235 .
180 Vgl. In e iewee III, Z. 72 .
181 Vgl. In e iewee I, Z. 59 .
182 Vgl. In e iewee I, Z. 60 .
183 Vgl. In e iewee I, Z. 61 .; In e iewee II, Z. 73 .
184 Vgl. In e iewee II, Z. 78 .
185 Vgl. In e iewee II, Z. 79 .
186 Vgl. In e iewee II, Z. 79.
187 Vgl. In e iewee II, Z. 161 .
188 Vgl. In e iewee I, Z. 95.
189 Vgl. In e iewee I, Z. 95 .
190 Vgl. In e iewee II, Z. 91.
191 Vgl. In e iewee III, Z. 92.

ipo Sch i en eihe, Bd. 6, Weiß: In e kul u elle Füh ung im globalen SCM
53
G uppe Vo o zwa ein einhei liches Au e en, üh e alle dings zu in e nen Ab-
s immungsbeda en wie e wa bei Ma ke ing ode Ve packung.192 Dami he sche
sowohl eine e gleichsweise hohe globale In eg a ion,193 abe eben alls eine
g oße lokale Ve an wo lichkei o , wenn die Se ice-Cen e in den jeweiligen
Lände n lokal e eiben wü den.194
Obe ka ego ie 2: Fields o ac ion
Die o ges ell en Handlungs elde müss en g undsä zlich eine zen alen, o en
Linie olgen, o de n die Be ag en.195 Jedoch sei auch bei den Handlungs elde n
die Umse zung in den lokalen O ganisa ionseinhei en o angig.196 Dahe sei
häu ig die K ea i i ä de Füh ungspe sönlichkei en an den einzelnen S ando en
ge ag , wenn es um die konk e e Umse zung on po en iellen Handlungs elde n
ginge.197
Un e ka ego ie 2.1: O ganiza ional design
Ein au die Geschä s ä igkei abges imm es O ganisa ionsdesign sei ü den E -
olg eines Un e nehmens une lässlich.198 Dahe sei es wich ig, das O ganisa i-
onsdesign lokal anpassen zu können.199 Es solle somi ein globale , zen ale
O ganisa ions ahmen gescha en we den, de jedoch indi iduelle Anpassungen
im lokalen Be eich zulasse.200 Bei diesen Übe legungen dü e jedoch nich aus
den Augen e lo en we den, dass ein Gesam ziel de G uppe im Vo de g und
s ehe.201 Auße dem hel e ein kla es O ganisa ionsdesign den Mi a bei e n, ih e
Au gaben zu e üllen, die Ve an wo lichkei en zu kennen und die Repo ing-
Wege einzuhal en.202 Dabei könne auch Hie a chie hel en, die jedoch indi iduell
an das Land angepass sein müsse.203
192 Vgl. In e iewee III, Z. 93 .; In e iewee III, C., 102 .
193 Vgl. In e iewee III, Z. 104.
194 Vgl. In e iewee II, Z. 78 .
195 Vgl. In e iewee I, Z. 94; In e iewee II, Z. 149; In e iewee III, Z. 178.
196 Vgl. In e iewee II, Z. 146.
197 Vgl. In e iewee I, Z. 137.
198 Vgl. In e iewee I, Z. 132 .; In e iewee II, Z. 142 .; In e iewee III, Z. 159 .
199 Vgl. In e iewee III, Z. 154 .; In e iewee II, Z. 146.
200 Vgl. In e iewee I, Z. 153 .; In e iewee II, Z. 142 .; In e iewee II, Z. 149 .
201 Vgl. In e iewee II, Z. 148 .
202 Vgl. In e iewee II, Z. 149 .
203 Vgl. In e iewee I, Z. 151 .; In e iewee III, Z. 150.
ipo Sch i en eihe, Bd. 6, Weiß: In e kul u elle Füh ung im globalen SCM
54
Un e ka ego ie 2.2: Team leade ship
Diese Un e ka ego ie wu de on den Be ag en als seh ielschich ig angesehen.
Es handle sich bei de Füh ung eines Teams nich nu um die En scheidungs in-
dung (Top-down s. Bo om-up).204 Es komme iel meh da au an, Commi men
de Mi a bei e zu den Un e nehmenszielen zu e eichen.205 Dies we de e eich ,
wenn Ziele e s ändlich kommunizie wü den und Vo gese ze als Mo i a o en
au e en wü den.206 Sobald sich die Menschen eingebunden ühl en und egel-
mäßiges Feedback e hiel en, wü de sich dies posi i au die Leis ung auswi -
ken.207
Un e ka ego ie 2.3: Selec ion o pe sonnel
G undsä zlich gäbe es kein pe ek es Team,208 jedoch habe jede Mi a bei e
seh indi iduelle S ä ken, die das Un e nehmen nu zen müsse.209 Dabei sei ih e
Kompe enz ausschlaggebend und wenige die na ionale He kun .210 Deshalb sei
die Di e si ä des Teams in Fo m on Kompe enzen, abhängig on Be u se ah-
ungen, Al e ode sozialen Kompe enzen, iel en scheidende als eine ein an
Na ionali ä en gebundene Di e si ä .211 Die a sächliche indi iduell an Na ionali-
ä en gebundene Kompe enz Vo o könne du ch die lokalen Gesellscha en e -
mi el we den, sodass ein S ando zwa gene ell Wissen übe lokale Geschä s-
geba en mi b inge, abe inne halb des Teams e schiedene Fähigkei en ge-
b auch wü den.212 T o zdem hel e es ü übe geo dne e Ab eilungen, die global
agie en und nich übe die Se ice-Cen e Vo o wie e wa den Zen aleinkau ,
wenn do auch in e kul u elle Kompe enzen angesiedel seien.213
Un e ka ego ie 2.4: Managemen o ime
Man könne Kul u en zwa kla zuo dnen, ob es sich um monoch ome ode poly-
ch ome Zei au assungen handle, jedoch we de sich in de P axis zeigen, dass
Mi a bei e indi iduell seien und on diesen Übe legungen abweichen wü den.214
En scheidend ü ein e olg eiches Zusammena bei en sei dahe ehe die Flexi-
bili ä de Füh ungsk a , sich mi den Wah nehmungen on Zei de Mi a bei e
204 Vgl. In e iewee I, Z. 182 .; In e iewee III, Z. 202.
205 Vgl. In e iewee II, Z. 161 .
206 Vgl. In e iewee II, Z. 187 .
207 Vgl. In e iewee II, Z. 189 .; In e iewee III, Z. 232 .
208 Vgl. In e iewee I, Z. 184 .
209 Vgl. In e iewee II, Z. 276 .; In e iewee II, Z. 276 .
210 Vgl. In e iewee I, Z. 255 .; In e iewee II, Z. 243.
211 Vgl. In e iewee I, Z. 232 .; In e iewee II, Z. 249 .
212 Vgl. In e iewee II, Z. 267 .; In e iewee III, Z. 248.
213 Vgl. In e iewee I, Z. 240 .
214 Vgl. In e iewee I, Z. 267; In e iewee III, Z. 326.
ipo Sch i en eihe, Bd. 6, Weiß: In e kul u elle Füh ung im globalen SCM
55
e au zu machen und diese je nach Au gaben eld e izien einzuse zen.215 Dies
sei im eigenen Team gu umse zba , jedoch s elle dies besonde s dann eine He -
aus o de ung da , wenn Mi a bei e aus e schiedenen O ganisa ionen mi einan-
de kommunizie en müss en. Hie müsse eben alls meh Flexibili ä he schen
und die Kenn nis de Mi a bei e übe die A bei sweisen in ande en Lände n e -
wei e we den.216
Un e ka ego ie 2.5: Communica ion
Kommunika ion wu de du ch die Be ag en als seh wich iges Elemen des Ma-
nagemen s he o gehoben. Zunächs solle siche ges ell we den, dass es im in-
e na ionalen Kon ex keine Sp achba ie en gebe.217 Da übe hinaus komme es
jedoch nich nu au das eine lau basie e Ve s ändnis de Sp ache an, sonde n
ielmeh au das Ve s ändnis alle du ch den Sende gesende en Nach ich en.218
Da un e können Mimik, Ges ik und indi ek e Nach ich en e s anden we den,
die zwischen den Zeilen gelesen und e s anden we den müss en.219 Dies sei
besonde s ü e olg eiche Ve handlungen wich ig220 und könne nu du ch
Übung, Be u se ah ung und in e kul u elles Kompe enz aining e eich we -
den.221 Fe ne wu den die Expe enin e iews du ch Pa aph asie ung, Gene ali-
sie ung und Subsum ion induk i zu den Ou pu -Fak o en und Ka alysa o en bzw.
Wi kungsbeziehungen zwischen den Handlungs elde n und den Ou pu -Fak o en
ausgewe e .
Ou pu -Fak o en:
Die Be ag en haben wiede hol einen Zusammenhang zwischen de Pe o -
mance de Mi a bei e bzw. des Un e nehmens und den Handlungs elde n au -
gezeig .222 Besonde es Augenme k wi d hie bei da au geleg , dass die Be ag en
Pe o mance in in e ne und ex e ne Pe o mance un e scheiden wü den. Un e
de in e nen Pe o mance e s ehen sie eine in e ne Leis ungss eige ung, wie
e wa die E izienz bei de E ledigung on in e nen Au gaben.223 E gänz we de
dies du ch zu iedene Mi a bei e , was beispielsweise du ch ein gesundes Be-
iebsklima ge ö de we de und in e ne Leis ungss eige ungen zu Folge
215 Vgl. In e iewee III, Z. 206 .; In e iewee III, Z. 333 .; In e iewee I, Z. 281 .
216 Vgl. In e iewee III, Z. 331 .; In e iewee III, Z. 333 .
217 Vgl. In e iewee II, Z. 361; In e iewee I, Z. 170.
218 Vgl. In e iewee I, Z. 171 .
219 Vgl. In e iewee II, Z. 353 .; In e iewee I, Z. 337 .
220 Vgl. In e iewee I, Z. 322 .
221 Vgl. In e iewee I, Z. 295 .
222 Vgl. In e iewee II, Z. 163 .; In e iewee III, Z. 247.
223 Vgl. In e iewee I, Z. 364 .
ipo Sch i en eihe, Bd. 6, Weiß: In e kul u elle Füh ung im globalen SCM
56
habe.224 Ex e ne Pe o mance hingegen d ücke sich beispielsweise den Kunden
gegenübe aus. Hie käme es da au an den Se ice und die Quali ä zu lie e n,
die e wa e wü de.225 G undsä zlich ginge es also da um, du ch die eigene Leis-
ung ex e n zu übe zeugen und einen Meh we zu bie en.226
Ka alysa o en:
Schlussendlich haben die Expe enin e iews au gezeig , dass es In e depen-
denzen zwischen den unabhängigen und abhängigen Va iablen gib . Besonde s
he o gehoben wu den du ch die Be ag en das Al e in Ve knüp ung zu Be u s-
e ah ung, die He kun on Pe sonen und das Geschlech .227 Zudem wu de die
Kompe enz de Mi a bei e als Schlüssel unk ion gesehen, um Pe o mance zu
s eige n.228 P inzipiell könne die Kompe enz de Mi a bei e zwa auch als unab-
hängige Va iable angesehen we den, jedoch sei die A und Weise de Beein-
lussung du ch Vo gese ze beg enz . Aus diesem G und wu de die Kompe enz
eben alls als Ka alysa o de inie .
Wich ig e schein zudem, dass die Handlungs elde nich als ein unabhängige
Va iablen gesehen we den müssen. Es zeig sich kla , dass auch sie selbs eil-
weise als Media o -Va iable ungie en können zwischen einzelnen Handlungs el-
de n und den Ou pu -Fak o en. Au diese Basis wu den die o läu igen A bei s-
hypo hesen aus Kapi el 5.1 geschä und gemäß Abbildung 5 angepass . Eine
angepass e Modellie ung de Zusammenhänge inde spä e im Rahmen des
S uk u gleichungsmodells s a .
Zusammen assend läss sich sagen, dass O ganisa ionsdesign iel äl ige be-
ach e und nich ausschließlich au die Hie a chie besch änk wi d. Es wi d da-
on ausgegangen, dass das Design auch wich ige Auswi kungen au die E ledi-
gung on Au gaben ha und lokale Un e schiede o liegen.
De Aspek de Team-Füh ung wi d wei e ge ass , indem Mo i a ion, Commi -
men und Feedback als wich ige Teile des Füh ungss ils e gänz we den. Die
eine En scheidungs indung wi d als zen ale Punk abgelös .
De Beg i Pe sonalauswahl wi d au Team-Di e si ä e wei e . Die O ien ie ung
des Handlungs eldes soll maßgeblich au die He e ogeni ä on Cha ak e en und
Indi iduen geleg we den. Fe ne soll de eine Gedanke nach Teams mi Mi a -
224 Vgl. In e iewee I, Z. 366 .; In e iewee III, Z. 419 .
225 Vgl. In e iewee II, Z. 402; In e iewee II, Z. 404.
226 Vgl. In e iewee II, Z. 394.
227 Vgl. In e iewee I, Z. 379; In e iewee II, Z. 415.
228 Vgl. In e iewee I, Z. 377 .; In e iewee II, Z. 413 .; In e iewee III, Z. 430 .
ipo Sch i en eihe, Bd. 6, Weiß: In e kul u elle Füh ung im globalen SCM
57
bei e n aus e schiedenen Kul u en e wei e we den. In Abhängigkei om Au -
gaben eld kann ein Team, welches na ionals aa lich homogen au ges ell is ,
eben alls seh e olg eich in Bezug au die lokale Anpassung sein. Eine zen ale
Rolle spiel hie die E ah ung on Mi a bei e n. Die Hypo hese zum Zei manage-
men wi d speziell um den Beg i de Flexibili ä e wei e . Die Flexibili ä de Füh-
ungsk a (und on Mi a bei e n), sich auch au Menschen einzus ellen, die ein
ande es Zei ge ühl haben, kann eine zen ale Rolle in de in e na ionalen Zusam-
mena bei spielen.
Schlussendlich konn e es ges ell we den, dass das de E olg des Handlungs-
elds Kommunika ion nich nu an übe wundenen Sp achba ie en gemessen
we den kann. Vielmeh is die Fähigkei on Mi a bei e n zu be ach en, auch e -
schlüssel e Nach ich en zu emp angen. Hie bei beziehen sich die Be ag en au
kul u elle Un e schiede in de Kommunika ion, die das He auslesen on In o ma-
ionen aus Mimik, Ges ik ode A de Fo mulie ung, also das Lesen zwischen
den Zeilen, um ass .
6.1.2 Ablei ung de Fo schungshypo hesen
In den Expe enin e iews zeig e sich, dass es gelungen is , die aus de Theo ie
abgelei e en o läu igen A bei shypo hesen wei e zu schä en. So kann de F a-
gebogen ü die quan i a i e Um age in Anlehnung an die E kenn nisse aus den
Gesp ächen mi den Expe en design we den. Ebenso wu den die A bei shypo-
hesen in p ü ba e Fo schungshypo hesen gewandel . Ausge ich e am k i ischen
Ra ionalismus wu den gemäß Falsi ika ionsp inzip Nullhypo hesen FHn0 und Al-
e na i hypo hesen FHn1 gebilde . De k i ische Ra ionalismus, welche au den
b i ischen Philosophen Ka l, R. Poppe zu ück geh , o ien ie sich am P inzip,
dass die Ko ek hei eine wissenscha lichen Theo ie bei besch änk e Anzahl
on Da en nich nachgewiesen we den kann. Jedoch läss sich auch mi eine
beg enz en Anzahl on Da ensä zen beweisen, dass eine Theo ie alsch is .229
Die Fo schungshypo hesen konn en on den ini ial im Kapi el 5.1 da geleg en
A bei shypo hesen abgelei e und du ch die Expe enin e iews e i izie we -
den.
Diese A bei shypo hesen sahen einen (in-)di ek en Zusammenhang zwischen a)
O ganisa ionsges al ung, b) Team üh ung- und En scheidungs indung, c) Pe so-
nalauswahl, d) Zei managemen und e) Kommunika ions- und Wissensmanage-
men mi dem Ou pu eines Un e nehmens o . In Tabelle 3 sind nach dem oben
229 Vgl. Poppe , K., K i ische Ra ionalismus, 1994, S. 14.

ipo Sch i en eihe, Bd. 6, Weiß: In e kul u elle Füh ung im globalen SCM
58
e ö e en P inzip 19 ge ich e e Zusammenhangshypo hesen au ges ell wo den,
die das Fo schungsmodell anhand de quan i a i en Be agung übe p ü en sol-
len. Zwischen den ün Handlungs elde n a) O ganisa ionsdesign, b) Team-Füh-
ung, c) Di e si ä , d) Zei managemen sowie e) Kommunika ion wu de jeweils
eine Ko ela ion zu den d ei Ou pu -Fak o en a) E izienz, b) E ek i i ä und c)
Mi a bei e zu iedenhei un e s ell .
Fe ne wi d gep ü , ob die ka ego ialen Mode a o -Va iablen in Fo m de pe so-
nenbezogenen Angaben de Teilnehmenden po en iell einen Ein luss au die Mi -
a bei e zu iedenhei haben. Au die P ü ung eines Zusammenhangs de ka ego-
ialen Va iablen zu den Ou pu -Fak o en E ek i i ä und E izienz wu de e zich-
e , da de Zusammenhang ehe in den o ganisa ionalen Ein lusssphä en e mu-
e wi d.230
Tabelle 3: Fo schungshypo hesen
O ganisa ionsdesign
FH10:
Ein kul u ell nuancie es O ganisa ionsdesign üh in einem Un e nehmen
zu keine S eige ung de E izienz.
FH11:
Ein kul u ell nuancie es O ganisa ionsdesign üh in einem Un e nehmen
zu eine S eige ung de E izienz.
FH20:
Ein kul u ell nuancie es O ganisa ionsdesign üh in einem Un e nehmen
zu keine S eige ung de E ek i i ä .
FH21:
Ein kul u ell nuancie es O ganisa ionsdesign üh in einem Un e nehmen
zu eine S eige ung de E ek i i ä .
FH30:
Ein kul u ell nuancie es O ganisa ionsdesign üh in einem Un e nehmen
zu keine S eige ung de Mi a bei e zu iedenhei .
FH31:
Ein kul u ell nuancie es O ganisa ionsdesign üh in einem Un e nehmen
zu eine S eige ung de Mi a bei e zu iedenhei .
Team-Füh ung
FH40:
Eine kul u ell nuancie e Team üh ung üh in einem Un e nehmen zu kei-
ne S eige ung de E izienz.
FH41:
Eine kul u ell nuancie e Team üh ung üh in einem Un e nehmen zu eine
S eige ung de E izienz.
FH50:
Eine kul u ell nuancie e Team üh ung üh in einem Un e nehmen zu kei-
ne S eige ung de E ek i i ä .
FH51:
Eine kul u ell nuancie e Team üh ung üh in einem Un e nehmen zu eine
S eige ung de E ek i i ä .
FH60:
Eine kul u ell nuancie e Team üh ung üh in einem Un e nehmen zu kei-
ne S eige ung de Mi a bei e zu iedenhei .
FH61:
Eine kul u ell nuancie e Team üh ung üh in einem Un e nehmen zu eine
S eige ung de Mi a bei e zu iedenhei .
Team-Di e si ä
FH70:
Eine kul u ell nuancie e Team-Di e si ä üh in einem Un e nehmen zu
keine S eige ung de E izienz.
230 Vgl. Fuga e, B. e al., Di e enzie ung, 2010, S. 43 .
ipo Sch i en eihe, Bd. 6, Weiß: In e kul u elle Füh ung im globalen SCM
59
FH71:
Eine kul u ell nuancie e Team-Di e si ä üh in einem Un e nehmen zu ei-
ne S eige ung de E izienz.
FH80:
Eine kul u ell nuancie e Team-Di e si ä üh in einem Un e nehmen zu
keine S eige ung de E ek i i ä .
FH81:
Eine kul u ell nuancie e Team-Di e si ä üh in einem Un e nehmen zu ei-
ne S eige ung de E ek i i ä .
FH90:
Eine kul u ell nuancie e Team-Di e si ä üh in einem Un e nehmen zu
keine S eige ung de Mi a bei e zu iedenhei .
FH91:
Eine kul u ell nuancie e Team-Di e si ä üh in einem Un e nehmen zu ei-
ne S eige ung de Mi a bei e zu iedenhei .
Zei managemen
FH100:
Ein kul u ell nuancie es Zei managemen üh in einem Un e nehmen zu
keine S eige ung de E izienz.
FH101:
Ein kul u ell nuancie es Zei managemen üh in einem Un e nehmen zu ei-
ne S eige ung de E izienz.
FH110:
Ein kul u ell nuancie es Zei managemen üh in einem Un e nehmen zu
keine S eige ung de E ek i i ä .
FH111:
Ein kul u ell nuancie es Zei managemen üh in einem Un e nehmen zu ei-
ne S eige ung de E ek i i ä .
FH120:
Ein kul u ell nuancie es Zei managemen üh in einem Un e nehmen zu
keine S eige ung de Mi a bei e zu iedenhei .
FH121:
Ein kul u ell nuancie es Zei managemen üh in einem Un e nehmen zu ei-
ne S eige ung de Mi a bei e zu iedenhei .
Kommunika ion
FH130:
Eine kul u ell nuancie e Kommunika ion üh in einem Un e nehmen zu kei-
ne S eige ung de E izienz.
FH131:
Eine kul u ell nuancie e Kommunika ion üh in einem Un e nehmen zu ei-
ne S eige ung de E izienz.
FH140:
Eine kul u ell nuancie e Kommunika ion üh in einem Un e nehmen zu kei-
ne S eige ung de E ek i i ä .
FH141:
Eine kul u ell nuancie e Kommunika ion üh in einem Un e nehmen zu ei-
ne S eige ung de E ek i i ä .
FH150:
Eine kul u ell nuancie e Kommunika ion üh in einem Un e nehmen zu kei-
ne S eige ung de Mi a bei e zu iedenhei .
FH151:
Eine kul u ell nuancie e Kommunika ion üh in einem Un e nehmen zu ei-
ne S eige ung de Mi a bei e zu iedenhei .
ipo Sch i en eihe, Bd. 6, Weiß: In e kul u elle Füh ung im globalen SCM
60
6.2 E gebnisse quan i a i e Fo schung
6.2.1 Desk ip i e E gebnisse
An de quan i a i en Um age haben on 110 Be ag en de Zapp AG 69 Mi a -
bei e eilgenommen. Da au basie end konn e eine Rücklau quo e on ca. 63 %
e eich we den. Zum Da ensa z wu den alle Teilnahmen gezähl , die mindes ens
90 % de F agen bean wo e haben. Die Angaben zu eigenen Pe son wa en
hie bei P lich angaben. Die ehlenden We e wu den du ch den Median de üb i-
gen An wo en e olls ändig . 63,8 % de Be ag en wa en männlich. 36,2 % de
Be ag en wa en weiblich.
Abbildung 7: Ve eilung de Teilnehme nach Geschlech
Das Al e de Teilnehme lag zwischen 15 und 64 Jah en.231 Jeweils zehn de
Teilnehme und somi 14,5 % de Be ag en wa en zwischen 35 bis 39 Jah e, 40
bis 44 Jah e ode 50 bis 54 Jah e al . Lediglich ein Teilnehme wa im Al e zwi-
schen 15 und 19 Jah e. Mi neun Teilnehme n wa die Al e sg uppe zwischen 20
bis 24 Jah e am ie häu igs en e e en. Da au olgen mi jeweils sechs Teil-
nehme n die Al e sg uppen 25 bis 29 Jah e, 30 bis 34 Jah e, 55 bis 59 Jah e und
60 bis 64 Jah e. Die Al e sg uppe on 45 bis 49-jäh igen wa ün mal e e en.
231 Ka ego ien gem. Auskun HR: Alle Auszubildende und Anges ell e sind im Al e on
15 bis 64 Jah en.
ipo Sch i en eihe, Bd. 6, Weiß: In e kul u elle Füh ung im globalen SCM
61
Abbildung 8: Ve eilung de Teilnehme nach Al e
Die angegebene Be u se ah ung de Teilnehme is seh b ei ges eu . Diese
a iie e zwischen wenige als d ei Jah en und meh als 30 Jah en. Mi 21,7 %
de Be ag en (15 Teilnehme gaben dies an) wies de g öß e An eil de Be ag en
eine Be u se ah ung on übe 30 Jah e au . Wenige als d ei Jah e Be u se ah-
ung wiesen hingegen ach Be ag e au . Au d ei bis ün Jah e Be u se ah ung
konn en ie Teilnehme und neun Teilnehme au eine E ah ung on ün bis
zehn Jah en zu ückg ei en. Zehn bis 15 Jah e Be u se ah ung wiesen zehn Teil-
nehme au , 15 bis 20 Jah e Be u se ah ung konn en on 17,4 % (12 Be ag en)
au gewiesen we den. El de Be ag en haben eine Be u se ah ung on 20 bis
30 Jah en (15,9 %).
ipo Sch i en eihe, Bd. 6, Weiß: In e kul u elle Füh ung im globalen SCM
68
Tabelle 6: Explo a i e Da enanalyse Team-Di e si ä
Mi einem a i hme ischen Mi elwe on 3,20 (I em MT05_02) bis 4,41 (MT05_05)
wi d deu lich, dass de G ad de Zus immung de Be ag en zu den Aussagen
übe das Handlungs eld Zei managemen deu lich a iie , jedoch übe wiegend
zus immend is . De Median de I ems a iie wie auch de Modus zwischen d ei
und ün . Da de Modus des I ems MT05_05 mi ün angegeben is , wi d un e -
s ichen, dass diese We am häu igs en angegeben wu de und die Zus immung
zu diese Aussage besonde s hoch ausge allen is . Dies geh mi eine ge ingen
Va ianz und S anda dabweichung einhe . Die I ems MT05_01 bis MT05_04 wei-
sen jeweils mi einem Minimum on eins und einem Maximum on ün die ge-
sam e Viel al an An wo möglichkei en au . Dies geh eben alls mi höhe en
S anda dabweichungen einhe (I em MT05_01 mi S anda dabweichung = 1,02).
Alle ün I ems sind linksschie . Die We e Skewness a iie en zwischen -0,381
(I em MT05_01) und -0,997 (I em MT05_05). Die deu lich linksschie e Ausp ä-
gung des I ems MT05_05 is du ch eine e häl nismäßig ge inge Va ianz de An -
wo möglichkei en, um den Mi elwe zu e klä en und wi d du ch den Modus also
de häu igs en Me kmalsausp ägung on ün ( olle Zus immung) deu lich.

ipo Sch i en eihe, Bd. 6, Weiß: In e kul u elle Füh ung im globalen SCM
69
Tabelle 7: Explo a i e Da enanalyse Zei managemen
Die ün I ems, die dem Handlungs eld Kommunika ion zugeo dne we den kön-
nen, weisen alle einen Median und Modus on ie au . Das a i hme ische Mi el
lieg eben alls mi 3,49 (I em CO06_04) bis 4,10 (I em CO06_03) nah beieinan-
de , was sich auch in de S anda dabweichung e kennen läss , die imme un e
einem We on eins bleib . T o zdem können mi Minimum-We en on eins (I em
CO06_02 und CO06_04) auch Aus eiße iden i izie we den. Es handel sich bei
de Ve eilung de We e e neu um ausschließlich linksschie e eil e We e, die
zwischen -0,404 (I em CO06_04) und -1,1 (I em CO06_02) a iie en.
Alle ie I ems de abhängigen Va iable E ek i i ä weisen einen Mi elwe und
einen Modus on ie au . Das a i hme ische Mi el de Zus immung zu den Aus-
sagen schwank kaum und lieg bei 3,61 (I em EC01_02) bis 3,72 (I em
EC01_01). Auch die S anda dabweichung de I ems weis übe alle ie I ems
hinweg mi 0,70 (I em EC01_03), 0,765 (I em EC01_01), 0,792 (I em EC01_04)
und 0,927 (I em EC01_02) keine g oße Ve ände ung au . Ebenso weisen alle
I ems Aus eiße au , die jedoch nu e einzel es zus ellen sind. Hie zu kann die
ge inge S anda dabweichung on ge inge 1,0 ü alle I ems he angezogen we -
den. Das Maximum de We e lieg bei allen I ems bei ün . Das Minimum de
We e kann bei allen We en mi eins be i el we den. Ausschließlich I em
EC01_01 weis ein Minimum on zwei au .
ipo Sch i en eihe, Bd. 6, Weiß: In e kul u elle Füh ung im globalen SCM
70
Tabelle 8: Explo a i e Da enanalyse Kommunika ion
Auch diese ie I ems sind linksschie e eil . Die I ems EC01_03 und EC01_04
liegen mi einem as doppel so hohen We on g öße 1,2 jedoch mi einem
deu lich g öße en T end bei de Zus immung on Aus eiße n.
Tabelle 9: Explo a i e Da enanalyse E ek i i ä
Die E izienz wu de als abhängige Va iable anhand on ün I ems gemessen.
Diese I ems weisen alle einen Median und Modus on ie au . De Mi elwe de
ipo Sch i en eihe, Bd. 6, Weiß: In e kul u elle Füh ung im globalen SCM
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I ems lieg bei 3,43 (I em EY02_01) bis 4,14 (EY02_04). Das Minimum de We e
lieg bei eins ode zwei mi Ausnahme des I ems EY02_04. Hie lieg das Mini-
mum bei d ei. Das Maximum lieg imme bei ün . Dadu ch zeichne sich dieses
I em nich nu du ch eine ge inge S anda dabweichung und Va ianz aus. Es is
da on auszugehen, dass jedoch au g und de ge ingen ech sschie en Ve eilung
de We e ausgehend om Mi elwe ehe ablehnend aus allen. Ande s is dies
bei den üb igen I ems. Diese weisen mi We en zwischen 3,43 (I em EY02_01)
bis 4,14 (I em EY02_04) eine höhe e Tendenz de Zus immung au .
Tabelle 10: Explo a i e Da enanalyse E izienz
Schlussendlich weisen die ün I ems de abhängigen Va iable Mi a bei e zu ie-
denhei je einen Modus on ie au . De Median lieg mi Ausnahme on I em
SA03_04 (hie Median on d ei) bei einem We on ie . Das a i hme ische Mi el
schwank zwischen 3,00 (I em SA03_04) und 4,13 (I em SA03_01). Alle I ems
weisen ein Maximum on ün au . Das Minimum a iie zwischen eins und zwei,
sodass Aus eiße auch hie bei diesen ün I ems zu e kennen sind. Die S an-
da dabweichung lieg mi Ausnahme on I em SA03_01 nah bei eins. I em
SA03_01 weis eine S anda dabweichung on 0,776 au . Dieses I em weis zu-
dem mi -0,841 die g öß e Linksschie e au , die bei den üb igen Va iablen zwi-
schen -0,538 (I em SA03_04) und -0,765 (I em SA03_03) a iie .
ipo Sch i en eihe, Bd. 6, Weiß: In e kul u elle Füh ung im globalen SCM
72
Tabelle 11: Explo a i e Da enanalyse Mi a bei e zu iedenhei
6.2.2 Hypo hesenp ü ende E gebnisse
Zwecks hypo hesenp ü ende Analyse des aus de quan i a i en Be agung ge-
wonnenen Da ensa zes wu de das P og amm Sma PLS genu z . Dabei handel
es sich um eine So wa e mi g a ische Obe läche, die es e möglich , S uk-
u gleichungsmodelle au zus ellen. PLS (Pa ial Leas Squa e) dien als Me hode
zu P admodellie ung on la en en Va iablen. Fe ne dien die So wa e de Be-
echnung de in de S a is ik ge o de en S anda d-K i e ien ü die Bewe ung
on s a is ischen E gebnissen bzw. e hobenen Da ensä zen. Auße dem un e -
s ü z die So wa e di e se s a is ische Analysen wie u. a. die Mul i-G oup-Analy-
sis (MGA). Die So wa e wu de ausgewähl , da Sma PLS es e möglich , du ch
E s ellung eines S uk u gleichungsmodells ko ela i e Zusammenhänge zwi-
schen abhängigen und unabhängigen Va iablen zu es en. Das in Abbildung 5
da ges ell e Fo schungsmodell kann somi au seine Gül igkei gep ü we den,
da es dem P og amm möglich is , mul i a ia e Analysen du chzu üh en. Hie bei
we den meh e e Va iablen gleichzei ig analysie . Dies un e scheide das e -
wende e, o wiegend explo a i e Ve ah en de PLS-S uk u gleichungsmodel-
lie ung on ande en so wa eges ü z en P og ammen de S a is ik.238 Das in Ab-
bildung 12 zu sehende S uk u gleichungsmodell wu de basie end au dem Fo -
238 Vgl. Hai , J. e al., Sma PLS, 2017, S. 13.
ipo Sch i en eihe, Bd. 6, Weiß: In e kul u elle Füh ung im globalen SCM
73
schungsmodell (Abbildung 5) und den da aus abgelei e en Fo schungshypo he-
sen (Tabelle 3) e s ell . Es wu de eine explo a i e Modellie ung o genommen,
die du ch die im wei e en Ve lau o ges ell en E kenn nisse de du chge üh en
Tes s wei e angepass wu de, um eine op imale Abbildung de empi isch ge-
messenen Zusammenhänge im Hinblick au die F ages ellung bzw. de Fo -
schungshypo hesen zu gewäh leis en. Hie bei handel es sich um sieben e lek-
i , endogen spezi izie e Kons uk e (E ec i eness, E iciency, Sa is ac ion o
S a , Communica ion, Decision Making, O ganiza ional Design und Managemen
o Time) und d ei exogen la en e Va iablen (Team Leade ship, Team-Di e si y
und WLB (als Single-I em)). Anzume ken is , dass aus den ün Handlungs elde n
( gl. Abbildung 5) die beiden la en en Va iablen Decision Making ( o he I ems
des O ganiza ional Designs und Team Leade ship) und WLB ( o he I em des
Managemen s o Time) ex ahie wu den, da dies die Validi ä de einzelnen Kon-
s uk e deu lich e höh ha .

ipo Sch i en eihe, Bd. 6, Weiß: In e kul u elle Füh ung im globalen SCM
74
Abbildung 12: S uk u gleichungsmodell
ipo Sch i en eihe, Bd. 6, Weiß: In e kul u elle Füh ung im globalen SCM
75
Das in Abbildung 12 zu sehende S uk u gleichungsmodell kann demnach als
g a ische Ausa bei ung de Hypo hesen gesehen we den und wi d auch als
P admodell bezeichne , das aus den la en en Kons uk en und de en Beziehun-
gen bes eh . Das S uk u gleichungsmodell bes eh aus dem inne en S uk u -
modell (Beziehung zwischen la en en Va iablen = P admodell) und dem äuße-
en Messmodellen (Beziehung zwischen Va iablen und Indika o en).239
Im wei e en Ve lau wi d das äuße e Messmodell, das inne e S uk u modell und
die Gesam modellgü e gep ü we den. Die e ö e en E gebnisse s ü zen sich
au dem e wende en a ianzbasie en PLS-SEM Algo i hmus. Ziel dieses Algo-
i hmus is es, die P adkoe izien en und de en Pa ame e so zu schä zen, dass
die e klä e Va ianz de abhängigen Kons uk e maximie wi d (une klä e Va i-
anz wi d somi so ge ing wie möglich gehal en).240 Es können e schiedene Ein-
s ellungen des Algo i hmus e wende we den. Fü die nach olgenden E kenn -
nisse wu de de Algo i hmus mi dem P ad-Gewich ungsschema e wende . Die-
ses Schema lie e g undsä zlich das höchs e R2 de endogenen la en en Va iab-
len.241 Zudem wi d eine Anzahl on 300 I e a ionen genu z , da diese Zahl aus-
eichend hoch is , um eine Kon e genz des Algo i hmus zu gewäh leis en.242 Zu-
dem wu de das S opp-K i e ium mi sieben de inie . De Algo i hmus wi d dem-
nach so lange lau en, bis e s abile E gebnisse lie e . Dies i zu, sobald die
Summe de Ve ände ungen in den äuße en Gewich en zwischen zwei I e a ionen
hin eichend ge ing is . Dies wi d du ch das S opp-K i e ium mi 1 x 10 -7 als de i-
nie en G enzwe es geleg .243
Bei Aus üh ung des Algo i hmus bzw. nach Schä zung des Modells du ch die
So wa e können e schiedene E gebnis abellen abge u en we den. Diese zei-
gen u. a. die äuße en Ladungen und äuße en Gewich e.244 In Ma ix o m we den
die P adkoe izien en angezeig . De We 0,693 in de Zeile Communica ion und
Spal e E ec i eness kann dahe als P adkoe izien ü die heo e ische Bezie-
hung zwischen diesen beiden Va iablen gesehen we den. Diese We e liegen
s anda disie zwischen -1 und +1, wobei +1 eine s a ke posi i e Beziehung wi-
de spiegel .245 Au diese Weise kann es ges ell we den, welche la en e Va iable
einen Ein luss au eine abhängige Va iable ha und wie s a k diese Ein luss is .
Es wi d dami beispielsweise deu lich, dass Communica ion den s ä ks en E ek
239 Vgl. Hai , J. e al., Sma PLS, 2017, S. 32.
240 Vgl. Hai , J. e al., Sma PLS, 2017, S. 70.
241 Vgl. Hai , J. e al., Sma PLS, 2017, S. 76
242 Vgl. Hai , J. e al., Sma PLS, 2017, S. 77.
243 Vgl. Hai , J. e al., Sma PLS, 2017, S. 78.
244 Vgl. Hai , J. e al., Sma PLS, 2017, S. 82.
245 Vgl. Hai , J. e al., Sma PLS, 2017, S. 168.
ipo Sch i en eihe, Bd. 6, Weiß: In e kul u elle Füh ung im globalen SCM
76
au E ec i eness (0,693) und einen eben alls s a ken Ein luss au Sa is ac ion
(0,504) ha .246 Die Signi ikanz de E ek e is im wei e en Ve lau de Tabelle 13
zu en nehmen.
Tabelle 12: P adkoe izien en
P ad-
koe izien en:
Communica-
ion
Decision
Making
E ec i e-
ness E iciency
Manage-
men
o Time
O ganiza io-
nal
Design
Sa is-
ac ion
Communica ion 0.693 0.504
Decision Making 0.203
Managemen o
Time
0.556
O ganiza ional
Design
0.245 0.510
Team Di e si y 0.231 0.438 0.210
Team Leade ship 0.410 0.341 0.295 0.251
WLB 0.231
Zu inalen E alua ion de Messmodelle we den e schiedene Messg öße en
he angezogen, du ch die übe p ü we den kann, ob das angenommene Modell
du ch die empi ischen E gebnisse ges ü z we den kann. Zu Beu eilung soll e
u. a. das Ziel sein, den An eil de e klä en Va ianz (R2) zu maximie en. Dabei
we den die In e ne-Konsis enz-Reliabili ä (du ch Composi e-Reliabili ä ), die
Kon e genz alidi ä (du ch AVE) und die Disk iminanz alidi ä (du ch das Fo -
nell-La cke -K i e ium) als K i e ien he angezogen. Im da au olgenden Sch i
olg die P ü ung de Signi ikanz de P adkoe izien en und die Fes s ellung des
Bes imm hei smaß R2.
Bei eine Beu eilung de Gü e des äuße en Messmodells handel es sich um
eine Auskun übe die Kons uk alidi ä . Dabei kann es ges ell we den, wie
hoch die Validi ä , also die Genauigkei de Messung, du ch das Messmodell is .
Man sp ich dahe auch da on, ob bei de Messung eines Kons uk s, das ge-
messen wu de, was gemessen we den soll e und somi keine Ve älschung du ch
Mess- bzw. Sys em ehle ode e waige ande e Kons uk e o lieg .247 Fü die
E alua ion de äuße en Ladungen we den die Schä zungen de Beziehungen
zwischen den Va iablen und de en Indika o en (Ladungen) benö ig . Wie Tabelle
246 Vgl. Hai , J. e al., Sma PLS, 2017, S. 82.
247 Vgl. Lübke, K. & Voig , M., Explo a i e Da enanalyse, 2014, S. 6 .
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77
13 zeig , liegen alle de 27 be ach e en Beziehungen deu lich obe halb des Ziel-
ko ido s des Gü ek i e iums on ≥ 0,4,248 was au eine zu iedens ellende Indi-
ka o eliabili ä hinweis (max. 0,888 / min. 0,550). WLB wi d an diese S elle au -
g und de Eigenscha des Single-I ems on de Be ach ung ausgeschlossen.
Zudem is es zus ellen, dass die P adkoe izien en hoch signi ikan 249 sind, was
die hohe Gü e des äuße en Messmodells un e s eich .250
Tabelle 13: Äuße e Ladungen
Die E alua ion de Composi e-Reliabili ä (In e ne-Konsis enz-Reliabili ä ) dien
de Fes s ellung, ob die Zusammenhänge zwischen den I ems a sächlich nu
du ch den wah en We de I ems e klä we den ode , ob es ande wei ige Ein-
lüsse gib (E alua ion de in e nen Konsis enz).251 Diese Kennzahl is zwischen
null und eins de inie . Ein hohe We geh mi eine hohen Reliabili ä einhe . In
de Li e a u we den We e zwischen 0,7 und 0,9 als zu iedens ellend beu eil
248 Vgl. Bagozzi, R. & Baumga ne , H., Indika o eliabili ä , 1994, S. 402.
249 De ails zum Signi ikanzni eau we den im wei e en Ve lau des Kapi els o ges ell .
250 Vgl. Hai , J. e al., Sma PLS, 2017, S. 82 .
251 Vgl. Hai , J. e al., Sma PLS, 2017, S. 93.
Äuße e Ladungen
O iginal
S ichp obe
(O)
S ichp obe
nmi elwe
(M)
S anda dab
weichung
(STABW)
T-S a is ik
(|O/STABW|)
P-We e
OD02_02 <- O ganiza ional Design 0.767 0.759 0.083 9.229 0.000
OD02_03 <- Decision Making 0.726 0.723 0.170 4.262 0.000
OD02_04 <- O ganiza ional Design 0.740 0.735 0.076 9.777 0.000
OD02_06 <- O ganiza ional Design 0.651 0.653 0.093 6.976 0.000
OD03_02 <- Decision Making 0.805 0.753 0.207 3.894 0.000
OD03_04 <- Team Leade ship 0.866 0.865 0.044 19.524 0.000
OD03_05 <- Team Leade ship 0.843 0.838 0.063 13.413 0.000
OD04_02 <- Team Di e si y 0.736 0.730 0.074 9.929 0.000
OD04_03 <- Team Di e si y 0.864 0.863 0.037 23.601 0.000
OD04_04 <- Sa is ac ion 0.630 0.624 0.132 4.788 0.000
OD04_05 <- Team Di e si y 0.644 0.634 0.127 5.075 0.000
OD05_01 <- Managemen o Time 0.705 0.696 0.096 7.378 0.000
OD05_02 <- Managemen o Time 0.784 0.780 0.066 11.887 0.000
OD05_03 <- Managemen o Time 0.767 0.758 0.078 9.863 0.000
OD05_05 <- WLB 1.000 1.000 0.000
OD06_01 <- Communica ion 0.773 0.768 0.070 11.063 0.000
OD06_02 <- Communica ion 0.810 0.809 0.048 16.900 0.000
OD06_04 <- Communica ion 0.759 0.757 0.064 11.955 0.000
OF01_01 <- E ec i eness 0.879 0.880 0.031 28.195 0.000
OF01_02 <- E ec i eness 0.888 0.889 0.024 36.352 0.000
OF01_03 <- E ec i eness 0.681 0.666 0.123 5.524 0.000
OF01_04 <- E iciency 0.826 0.821 0.061 13.529 0.000
OF02_02 <- E iciency 0.550 0.536 0.177 3.116 0.002
OF02_03 <- E iciency 0.746 0.731 0.118 6.292 0.000
OF03_01 <- Sa is ac ion 0.752 0.752 0.063 11.860 0.000
OF03_03 <- Sa is ac ion 0.803 0.789 0.075 10.638 0.000
OF03_05 <- Sa is ac ion 0.795 0.780 0.085 9.377 0.000
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dass das au ges ell e Modell die e hobenen Messwe e des O ganiza ional De-
signs am bes en e klä en. Jedoch weisen ebenso die d ei u sp ünglich als ab-
hängige Va iablen de inie en Kons uk e E ek i i ä , E izien und Zu iedenhei
zu iedens ellende Wei e au . Zudem is es zus ellen, dass die oben e läu e en
Beu eilungsk i e ien on Chin seh s eng sind. In Anbe ach de hie du chge-
üh en explo a i en Analyse de Zusammenhänge zwischen den Va iablen sind
die e ziel en We e des Bes imm hei smaßes hin eichend deu lich, sodass die zu
p ü enden Hypo hesen deu liche Rückschlüsse e lauben.
Nachdem g undsä zlich die Validi ä de Messmodelle und die E ek e de Kon-
s uk e nachgewiesen und o ges ell we den konn en, wu de e gänzend eine
Mul i-G oup-Analysis du chge üh . Diese is no wendig, da in de Be agung ne-
ben den la en en Va iablen nich nu kon inuie liche Va iablen modellie , sonde n
eben alls ka ego iale Va iablen e ass wu den. Um den E ek de ka ego ialen
Va iablen messba zu machen, is eine MGA no wendig.273 Au diese Weise kann
gep ü we den, ob einzelne Beziehungen und Hebelwi kungen on den ka ego-
ialen Va iablen wie e wa dem Al e , de Be u se ah ung, dem Geschlech ode
dem Land Wohno abhängen bzw. sich e ände n. Es kann also beispielsweise
gep ü we den, ob das Geschlech eine Auswi kung da au ha , wie zu ieden die
Mi a bei e allgemein mi Ih em Job sind274. Dazu wi d de Da ensa z in zwei
G uppen au ge eil , die je als G uppen a iable dienen (z. B. Männe und F auen).
Das be ei s modellie e Modell wi d dann ü beide G uppen, also Männe und
F auen, geschä z . Es kann au diese Weise es ges ell we den, ob signi ikan e
Un e schiede beispielsweise in den P adkoe izien en zwischen den einzelnen
Geschlech e n zu e kennen sind.275
Im Folgenden we den die g undlegenden E gebnisse de Mul i-G uppen-Analyse
o ges ell . Die Analyse e möglich es Tes s du chzu üh en, ob die de inie en
G uppen signi ikan e Un e schiede in ih en Pa ame e schä zungen zeigen. Die
ka ego iale Va iable Al e wu de in zwei G uppen au ge eil . G uppe eins s ell
hie bei Menschen mi einem Al e on maximal 39 Jah en da (Al e _max39).
G uppe zwei s ell Menschen mi einem minimalen Al e on 40 Jah en da (Al-
e _min40).
273 Vgl. Hai , J. e al., Sma PLS, 2017, S. 37.
274 Siehe dazu die in Tabelle 3 de inie en Fo schungshypo hesen FH16 bis FH19.
275 Vgl. Hai , J. e al., Sma PLS, 2017, S. 207.

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Es is es zus ellen, dass bei Du ch üh ung des Pe mu a ions es s (PLS-MAG)
signi ikan e Un e schiede ü die ka ego ialen Va iablen Al e und Be u se ah-
ung e kennba sind. Dies gil ü in Bezug au das Al e beispielsweise ü E ek e
on Communica ion au E ec i eness ode Sa is ac ion.
Es muss jedoch da au hingewiesen we den, dass das Bes imm hei smaß R2-
adjus ed ü die ka ego iale Va iable Al e die zu Beginn des Kapi els de inie en
K i e ien nich e üll und keine s a is isch signi ikan en und aliden E gebnisse
lie e . Es sind ü alle G uppen jeweils einzelne Boo s apping-Ve ah en du ch-
ge üh wo den, um Ve ände ungen in de Modellgü e in Abhängigkei on den
ka ego ialen Va iablen es zus ellen. Es wu den dieselben Tes s zu Validi ä und
Reliabili ä du chge üh , wie eingangs in diesem Kapi el ü die allgemeine Ana-
lyse des Da ensa zes besch ieben. Dieses Vo gehen dien de Fes s ellung, ob
die ka ego ialen Va iablen einen po en iellen E ek au die Fo schungshypo he-
sen haben.
Im Hinblick au die P adkoe izien en de g uppen a iablen Be ach ung äll au ,
dass diese bei di e sen We en e hebliche Un e schiede au weisen. Beispiels-
weise lau e de P adkoe izien ü WLB au Sa is ac ion nu 0,056 bei einem
nich signi ikan en p-We on 0,801 ode Team Di e si y au Sa is ac ion nu
0,095 bei einem eben alls nich signi ikan en p-We on 0,753 ü die Teilnehme ,
die jünge sind als 40. Bei Menschen mi einem Mindes al e on 40 Jah en lieg
de p-We on Team Di e si y au Sa is ac ion hingegen bei 0,275 bei einem
signi ikan en p-We on 0,039. Diese E kenn nis sp ich da ü , dass bes imm e
exogene Va iablen in Abhängigkei om Al e einen s ä ke en E ek au endo-
gene Va iablen haben. Auße dem kann es ges ell we den, dass de P adkoe i-
zien on Communica ion au E ec i eness ü Anges ell e, die mindes ens das
40. Lebensjah e eich haben, mi 0,751 besonde s hoch is . Fü diese G uppe
wi d E ec i eness also zu ca. 75 % du ch Communica ion e klä , was einen e -
heblichen Teil da s ell . G undsä zlich läss sich sagen, dass bei eine Be ach-
ung de einzelnen G uppen wenige signi ikan e P adkoe izien en zu e kennen
sind als bei eine nich g uppenspezi ischen Be ach ung, jedoch lassen sich ein-
zelne Hebelwi kungen umso deu liche iden i izie en.
Die ka ego iale Va iable Be u se ah ung wu de eben alls in zwei G uppen au -
ge eil . G uppe eins s ell hie bei Menschen mi eine Be u se ah ung on maxi-
mal 15 Jah en da (Be u se ah ung_max15). G uppe zwei s ell Menschen mi
eine minimalen Be u se ah ung on 16 Jah en da (Be u se ah ung_min16).
ipo Sch i en eihe, Bd. 6, Weiß: In e kul u elle Füh ung im globalen SCM
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Signi ikan e Un e schiede in Bezug au die Be u se ah ung sind u. a. e neu bei
dem P adkoe izien en Communica ion au E ec i eness, O ganiza ional Design
au E iciency ode Team Leade ship au Decision Making es zus ellen.
Ebenso muss e neu auch ü die ka ego iale Va iable Be u se ah ung da au
hingewiesen we den, dass das Bes imm hei smaß R2-adjus ed die eingangs de-
inie en K i e ien nich e üll und keine s a is isch signi ikan en und aliden E -
gebnisse lie e .
Eine Mul i-G uppen-Analyse basie imme au zwei e wa gleich g oßen G uppen
inne halb eines Da ensa zes. Dieses Gleichgewich is im Da ensa z bei den bei-
den ka ego ialen Va iablen Geschlech und Land (Wohno ) nich gegeben. Aus
diesem G und äll die Anzahl de Da ensä ze au g und ih e Ve eilung au g und
des N = 69 in einzelnen G uppen un e 30, was eine Schä zung du ch Sma PLS
nich e möglich . Al e na i dazu wi d im Folgenden au die MGA ia Sma PLS
e zich e und lediglich ge es e , ob das Geschlech und das Land (Wohno ) im
Mi elwe einen signi ikan en Ein luss au die du ch die Mi a bei e angegebene
Zu iedenhei haben. Dies geschieh mi els eines sepa a mi dem P og amm
Jamo i du chge üh en -Tes s.
De -Tes dien maßgeblich dazu, die im Vo hinein au ges ell e Nullhypo hese zu
e we en. Jedoch e möglich e eben alls eine Fes s ellung, ob Me kmale wie
das Geschlech ode das He kun sland mögliche weise gene ell einen Ein luss
au die abhängigen Va iablen haben, ohne diesen je nach Ausgang genaue spe-
zi izie en zu können. Dahe wi d zunächs gep ü , ob signi ikan e Un e schiede
in Bezug au den Ein luss au die abhängige Va iable Zu iedenhei du ch Medi-
a o en wie Land (Wohno ) und Geschlech nachgewiesen we den können. Dabei
wu de ausschließlich das I em SA03_05 gewähl , da dieses I em eine allgemein-
gül ige Aussage übe die Zu iedenhei de Mi a bei e zuläss und diese nich
explizi an einzelne Teilaspek e de Mi a bei e zu iedenhei binde . De Bezug
au nu ein e allgemeine es I em e laub eine e s e Einschä zung, gib jedoch
keine olls ände Auskun übe Zusammenhänge. Da au wu de au g und des
beg enz en Um angs diese Bei ags explizi e zich e .
Die Va iable Geschlech eil sich au in 1 = F au und 2 = Mann. Die Va iable Land
(Wohno ) wu de dabei nach äglich bea bei e , um da zus ellen, ob die Pe son
aus dem Land des S ammhauses (Deu schland = 276) ode einem ande en Land
(Nich Deu schland = X) s amm .
Die mi de So wa e Jamo i du chge üh en -Tes s zeigen deu lich, dass das
gewähl e I em SA03_05 ü die beiden G uppen Geschlech und Land nich de
No mal e eilung en sp echen. Dies is da an zu e kennen, dass bei beiden -
ipo Sch i en eihe, Bd. 6, Weiß: In e kul u elle Füh ung im globalen SCM
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Tes s de Shapi o-Wilk-Tes signi ikan is . In Bezug au den Shapi o-Wilk-Tes s
lau e die Nullhypo hese, dass keine Abweichung on de No mal e eilung o -
lieg . Da de Shapi o-Wilk-Tes jedoch hie ü beide Va iablen signi ikan is , kann
dessen Nullhypo hese e wo en we den. Das un e s eich eben alls de Q-Q-
Plo , bei dem die We e nich en sp echend eine No mal e eilung au de Re-
g essionsg ade liegen. T o zdem sind die p-We e des -Tes nich signi ikan (so-
wohl ü das Geschlech 276 als auch ü Land Wohno 277). Das bedeu e , dass
die wah genommene Mi a bei e zu iedenhei de g uppenspezi ischen Va iablen
nich de No mal e eilung en sp ich , jedoch die a sächlich es ges ell en Un e -
schiede in de Ve eilung anhand des Da ensa zes nich signi ikan sind und nich
siche du ch die ka ego ialen Va iablen e klä we den können. Dies is in Tabelle
18 anhand des p-We s ü den -Tes ü die G uppen Geschlech zu e kennen.
Das angedeu e , dass zwa ein gewisse Ein luss de G uppen e kennba is , die-
se jedoch nich wei e spezi izie we den kann. Es kann sich dabei demnach
auch um Zu all handeln.
Tabelle 18: T-Tes Geschlech
Die oben e ö e en E kenn nisse gel en gleiche maßen eben alls ü die G uppe
Land (Wohno ).
Tabelle 19: T-Tes Land (Wohno )
Bezugnehmend au die MGA läss sich abschließend sagen, dass po en ielle E -
ek e abhängig on den ka ego ialen Va iablen au die abhängigen Va iablen zu
276 Siehe Tabelle 18.
277 Siehe Tabelle 19.
ipo Sch i en eihe, Bd. 6, Weiß: In e kul u elle Füh ung im globalen SCM
88
beobach en sind, diese jedoch nich s ingen signi ikan sind. Um alide Aussa-
gen übe die Wi kung diese Va iablen e en zu können, müss e ein g öße e
Da ensa z o liegen, um das gesam e Po olio de s a is ischen Analysewe k-
zeuge anwenden zu können.
6.3 P ü ung de Fo schungshypo hesen
Bei de P ü ung de Fo schungshypo hesen wi d in zwei Sch i en o gegangen.
Im e s en Sch i wi d gep ü , welche de in Kapi el 6.1.2 au ges ell en Nullhypo-
hesen e wo en we den können. So e n die Wah scheinlichkei de Tes s a is ik
un e FHi0 seh ge ing is (ge inge 10 %)278, kann diese e wo en we den. In
diesem Fäll lieg ein signi ikan e p-We o , sodass die Nullhypo hese e wo en
we den kann. Wenn dies o lieg , kann da on ausgegangen we den, dass aus-
eichende Ein luss zwischen zwei la en en Va iablen bes eh . An diese S elle
wi d die Nullhypo hese dann zuguns en de Al e na i hypo hese e wo en. Im
zwei en Sch i we den die Va iablen o ges ell , die die g öß e Hebelwi kung ha-
ben und zudem ausgea bei e , an welche S elle di ek e ode indi ek e E ek e
die g öß e Wi kung zeigen. Zu P ü ung de Hypo hesen we den die o alen E -
ek e he angezogen, da diese sowohl die di ek en E ek e als auch die indi ek en
E ek e um assen.
Wie Tabelle 20 zu en nehmen is , konn e das Hypo hesenpaa FH140 und FH141
nich ge es e we den, da diese Beziehung nich om S uk u gleichungsmodell
e ass wu de. Von den insgesam 18 wei e en Hypo hesen konn en wei e e 14
Nullhypo hesen e wo en we den, da sie einen signi ikan en p-We au wiesen.
Somi können ü diese 14 Fo schungshypo hesen jeweils de en Al e na i hypo-
hesen o läu ig beibehal en we den. Es is dahe anzunehmen, dass es unab-
hängige Va iablen gib , die einen Ein luss au die abhängigen Va iablen des Fo -
schungsmodells haben.
Zwecks wei e e E kenn nisse is es alle dings no wendig, diesen Ein luss wei e
zu beleuch en, da nach eine angepass en Modellie ung nu noch Team üh ung,
Team-Di e si ä und die WLB als komple unabhängige Va iablen ungie en, die
un e Ausnahme on FH8 und FH9 einen di ek en Ein luss au die abhängigen
Va iablen haben. Alle wei e en o iginä unabhängigen Va iablen dienen als Me-
dia o en und sind dahe in gewisse Weise eben alls on den unabhängigen Va-
iablen abhängig.279 Eben alls zu e wähnen is , dass die indi ek en E ek e zwa
278 Vgl. Kapi el 6.2.2: α = 0,10 bei zweisei igen Signi ikanz es s.
279 Siehe dazu Kommen a spal e de Tabelle 20.
ipo Sch i en eihe, Bd. 6, Weiß: In e kul u elle Füh ung im globalen SCM
89
einen deu lichen Ein luss au zeigen, jedoch häu ig seh komplex sind, was in de
P axis nu schwie ig nachzus ellen is . Da un e äll beispielsweise de eben alls
signi ikan e E ek on Team-Di e si ä übe Zei managemen übe O ganisa i-
onsdesign übe Kommunika ion au die E ek i i ä .

ipo Sch i en eihe, Bd. 6, Weiß: In e kul u elle Füh ung im globalen SCM
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Tabelle 20: P ü ung de Fo schungshypo hesen
ipo Sch i en eihe, Bd. 6, Weiß: In e kul u elle Füh ung im globalen SCM
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Zu Ve anschaulichung we den im Wei e en die ün o alen E ek e be ach e ,
die den g öß en Ein luss au abhängige Va iablen haben. Mi einem hoch signi-
ikan en Koe izien en on 0,693 ha Kommunika ion den g öß en E ek au die
E ek i i ä . Diese E ek is ein di ek e E ek , jedoch häng die la en e Va iable
Kommunika ion on den Va iablen Team üh ung, En scheidungs indung, Team-
Di e si ä und O ganisa ionsdesign ab. Von diesen ielen indi ek en E ek en
s ich besonde s de di ek e E ek on Team üh ung au Kommunika ion he -
aus, de bei einem signi ikan en Ein luss on 0,410 ha . In e kul u ell nuancie e
Team üh ung e klä demnach zu 41 % die Kommunika ion, welche im wei e en
Ve lau 69 % de E ek i i ä e klä .
Bei genaue e Be ach ung de Va iable Kommunika ion wi d eben alls deu lich,
dass diese mi einem seh signi ikan en Koe izien en on 0,504 ca. 50 % de
Mi a bei e zu iedenhei e klä . Eben alls g oßen Ein luss ha die Va iable O ga-
nisa ionsdesign au die E izienz. Die Ges al ung de O ganisa ion e klä mi ih-
em hoch signi ikan en Koe izien en on 0,510 e wa 51 % de E izienz. Das O -
ganisa ionsdesign selbs is s a k abhängig om Zei managemen , welches 56 %
des O ganisa ionsdesigns e klä und eben alls zu 44 % hoch signi ikan du ch
Team-Di e si ä e klä wi d. Du ch die Be ach ung de indi ek en E ek e (nich
olls ändig) wi d somi die Komplexi ä des Modells und ih e Va iablen deu lich.
Fe me is zu e wähnen, dass die Nullhypo hesen de Fo schungshypo hesen
FH16 bis FH19 nich e wo en we den konn en. Dies is da in beg ünde , dass
bei den beiden angewende en Ve ah en keine signi ikan en E ek e un e Ein-
luss de g uppenspezi ischen Auswe ung es ges ell we den konn en. Lediglich
bei de Du ch üh ung de MGA mi dem P og amm Sma PLS konn en einzelne
signi ikan e Un e schiede bei einzelnen E ek en ü die G uppen nach Al e und
Be u se ah ung es ges ell we den. Alle dings muss dabei ange üh we den,
dass lediglich die Di e enz einzelne E ek e ein akzep ables Signi ikanzni eau
au weis , was dahe nich zu eine konsis en en Annahme üh en kann. Es bleib
dami zwa die Ve mu ung bes ehen, dass ein Ein luss diese G uppen in Bezug
au einzelne E ek e o he sch , diese is jedoch in diesem Modell nich abbild-
ba . Auch die G uppen Land (Wohno ) und Geschlech zeigen im -Tes keinen
signi ikan en Ein luss, sodass die Nullhypo hesen o läu ig beibehal en we den.
ipo Sch i en eihe, Bd. 6, Weiß: In e kul u elle Füh ung im globalen SCM
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7 In e p e a ion de E gebnisse und Handlungsemp ehlung
In Anbe ach de im o anges ell en Teil dieses Kapi el o ges ell en E gebnisse,
lassen sich signi ikan e E ek e zwischen den einzelnen la en en Va iablen bzw.
zwischen den unabhängigen Va iablen und den abhängigen Va iablen (maßgeb-
lich E ek i i ä , E izienz und Mi a bei e zu iedenhei ) au zeigen. Hie bei is be-
sonde s zu un e s eichen, dass mi den E kenn nissen aus dem e hobenen Da-
ensa z das an änglich au ges ell e Fo schungsmodell übe a bei e we den
muss e. Die a sächlich unabhängigen Va iablen lau en Team üh ung, Team-
Di e si ä und WLB. Die Va iable WLB wu de aus Zei managemen ex ahie und
ha di ek en Ein luss au die Zu iedenhei de Mi a bei e .
Es zeig sich somi ein wei aus komplexe es Modell als zunächs angenommen.
Dieses zeig zwa , dass di ek e Ein lüsse au zu inden sind, diese Ein lüsse je-
doch häu ig du ch indi ek e Ein lüsse in Abhängigkei on ande en Va iablen e -
gänz we den. Zu diesen mediie enden Va iablen zählen maßgeblich die aus de
Li e a u des in e kul u ellen Managemen s he ausgea bei e en Handlungs elde ,
da signi ikan e, g oße indi ek e E ek e nachgewiesen we den konn en.
Im Gegensa z dazu konn en bei de Mul i-G oup-Analysis kaum signi ikan e Ein-
lüsse de ka ego ialen Media o -Va iablen es ges ell we den. Zwa konn e
nachgewiesen we den, dass es s a is isch signi ikan e Un e schiede bei dem
Ve gleich de Mi elwe e on Ein lüssen on unabhängigen ode Media o -Va i-
ablen au unabhängige Va iablen gib , jedoch is dies nu ü einzelne Ein lüsse
s a is isch nachweisba , sodass keine gene elle Aussage möglich schein .
Es kann dahe es ges ell we den, dass es Handlungs elde gib , die einen s a-
is isch signi ikan en Ein luss au die abhängigen Va iablen E ek i i ä , E izienz
und Mi a bei e zu iedenhei haben. De Ansa zpunk ü diese Ein lüsse bilden
die Handlungs elde Team üh ung, Team-Di e si ä und WLB, jedoch gib es so-
wohl di ek e E ek e als auch indi ek e E ek e. Bei den indi ek en E ek en sind
Zei managemen , O ganisa ionsdesign und Kommunika ion die Schlüsselhand-
lungs elde , um schließlich den Ou pu eines Un e nehmens zu e höhen.
T o z de Annahme, dass keine No mal e eilung im An wo e hal en in Bezug
au die g uppenspezi ischen Auswe ungen o lieg , läss sich kein Ein luss de
ka ego ialen Va iablen Geschlech , He kun , Al e und Be u se ah ung es s el-
len. Dies is maßgeblich dami zu e klä en, dass de Da ensa z zu klein is , um
s a is isch signi ikan e Aussagen da übe zu e en, wie diese Va iablen genau
Ein luss au die E ek e nehmen.
ipo Sch i en eihe, Bd. 6, Weiß: In e kul u elle Füh ung im globalen SCM
93
Das beispielha be ach e e Un e nehmen de Zapp AG is gemäß de Analyse
des Lei adens und Code o Conduc s ein in e na ional au ges ell es Un e neh-
men, welches g oßen We da au leg , die P oduk quali ä und das hohe Se ice-
Le el ih e Mi a bei e ü den Kunden spü ba und als Teil ih e Ke nkompe enz
au zuzeigen. Um diesen Gedanken an einem umkämp en Wel ma k mi hohen
Kos end uck au g und on globalen Mi bewe be n umse zen zu können, schein
eine e ek i e O ganisa ion mi e izien en P ozessen und zu iedenen Mi a bei-
e n als Basis ü das Fo bes ehen und Wachsen des Un e nehmens zu bes e-
hen. Die ak uelle s a egische Aus ich ung des Un e nehmens in Bezug au die
In e na ionalisie ungss a egie läss jedoch den Eind uck en s ehen, dass die o -
mulie en Konzep e nich die in e kul u ellen Ein lüsse de einzelnen in die
Supply-Chain eingebundenen Lände und O ganisa ionen be ücksich ig .
Anhand de du chge üh en In e iews ließ sich es s ellen, dass ak uell s e ig
Zen alisie ungsp ozesse du ch die Mu e gesellscha du chge üh we den, was
an ielen S ellen Syne gien du ch globale In eg a ion des Un e nehmens scha -
en soll. So we den Skalene ek e genu z und o ganisa ionale Doppelungen (wie
z. B. lokal ansässige IT-Ab eilungen) zu ückgebau , um dem in e na ionalen Kos-
end uck s andzuhal en. Dem en gegen s eh die No wendigkei de Indi iduali-
sie ung und Anpassung an lokale Gegebenhei en, um kundennah agie en zu
können.
Da diese s a egischen Neuaus ich ungen auch Ein lüsse au die S uk u en im
Un e nehmen und die Mi a bei e selbs haben, is es wich ig, diese P ozesse so
zu ges al en, dass die Mi a bei e diese mi agen. Es muss somi ein Commi -
men en s ehen, dass die Mi a bei e e s ehen läss , wa um Ve ände ungen no -
wendig sind und welche Ziele das Un e nehmen lang is ig e olg . Um dieses
Commi men zu scha en und lang is ig zu siche n, können die Handlungs elde
des in e kul u ellen Managemen s he angezogen we den. Sie zeigen au , an wel-
chen S ellen im Un e nehmen es S ellsch auben gib , um eine in e kul u ell nu-
ancie e In e na ionalisie ungss a egie zu implemen ie en. Ebenso hel en sie,
die He aus o de ungen an s a egische in e kul u elle Füh ungskonzep e im wel -
wei en Supply-Chain-Managemen zu e kennen und en gegenzuwi ken. Dabei
da nich auße Ach gelassen we den, dass die zu o iden i izie en S ellsch au-
ben (Handlungs elde ) zwa s a is isch signi ikan einen Ein luss au die abhängi-
gen Va iablen haben, diese Ein luss jedoch je nach Handlungs eld seh un e -
schiedlich is . So zeig sich, dass ü eine S eige ung des Ou pu s des be ach e-
en Un e nehmens die Handlungs elde Team üh ung, Team-Di e si ä und WLB
besonde s gu als Ansa zpunk ü eine kul u ell nuancie e s a egische Aus ich-
ung des Un e nehmens eignen.
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Band 1 (2017)
Ch is ian Rü ge s, Ka ha ina Hochgü el
New Wo k(ing Time): Was bedeu e die Digi alisie ung de A bei ü das Pe so-
nalmanagemen ? Eine empi ische Analyse de Eins ellungen on Beschä ig en.
ISSN 2511-9508
Band 2 (2020)
Bas ian Roscheck
Pe sönlichkei sbezogene Eignung on Spi zenspo le n als e olg eiche Füh-
ungsk ä e.
ISBN (P in ) 978-3-89275-125-0 – ISBN (eBook) 978-3-89275-126-7
ISSN (P in ) 2511-9508 – ISSN (eBook) 2569-572X
Band 3 (2022)
Hend ik Godbe sen, Susana Ruiz-Fe nández, Ma co Machu a, Denise Eli
Pa lak, Ch is ian Wi z, Oli e Gansse
Wo k-li e Balance Measu es, Wo k-li e Balance, and O ganisa ional Commi men
– A S uc u al Analysis
ISBN (P in ) 978-3-89275-256-1 – ISBN (eBook) 978-3-89275-257-8
ISSN (P in ) 2511-9508 – ISSN (eBook) 2569-572X
Band 4 (2022)
Liz Sophie B ömmekamp, Rüdige Pio
O ganisa ionen und Handlungsop ionen ih e Mi gliede – E klä ungen und He -
aus o de ungen
ISBN (P in ) 978-3-89275-266-0 – ISBN (eBook) 978-3-89275-267-7
ISSN (P in ) 2511-9508 – ISSN (eBook) 2569-572X
Band 5 (2024)
Rüdige Pio , And eas Klad oba, Maja G amen, Mandy Kuhlmann, S e anie
Kumme ow, Joachim Schwa z, F anziska Timme , S ephan Voig , Ragna Vo hol
Ve en ung – ein eindeu iges Lebense eignis mi ielschich igen Folgen
ISBN (P in ) 978-3-89275-388-9 – ISBN (eBook) 978-3-89275-389-6
ISSN (P in ) 2511-9508 – ISSN (eBook) 2569-572X