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Marktwirtschaft und Zwangswirtschaft

Kerschagl, Richard

Abstract

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Full text

Ke schagl, Richa d A icle Ma k wi scha und Zwangswi scha Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha P o ided in Coope a ion wi h: Duncke & Humblo , Be lin Sugges ed Ci a ion: Ke schagl, Richa d (1961) : Ma k wi scha und Zwangswi scha , Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha , ISSN 1619-6244, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 81, Iss. 6, pp. 1-21, h ps://doi.o g/10.3790/schm.81.6.1 This Ve sion is a ailable a : h ps://hdl.handle.ne /10419/290980 S anda d-Nu zungsbedingungen: Die Dokumen e au EconS o dü en zu eigenen wissenscha lichen Zwecken und zum P i a geb auch gespeiche und kopie we den. Sie dü en die Dokumen e nich ü ö en liche ode komme zielle Zwecke e iel äl igen, ö en lich auss ellen, ö en lich zugänglich machen, e eiben ode ande wei ig nu zen. So e n die Ve asse die Dokumen e un e Open-Con en -Lizenzen (insbesonde e CC-Lizenzen) zu Ve ügung ges ell haben soll en, gel en abweichend on diesen Nu zungsbedingungen die in de do genann en Lizenz gewäh en Nu zungs ech e. Te ms o use: Documen s in EconS o may be sa ed and copied o you pe sonal and schola ly pu poses. You a e no o copy documen s o public o comme cial pu poses, o exhibi he documen s publicly, o make hem publicly a ailable on he in e ne , o o dis ibu e o o he wise use he documen s in public. I he documen s ha e been made a ailable unde an Open Con en Licence (especially C ea i e Commons Licences), you may exe cise u he usage igh s as speci ied in he indica ed licence. h ps://c ea i ecommons.o g/licenses/by/4.0/ Ma k wi scha und Zwangswi scha Von Richa d Ke schagl- Wien I. Wenn wi die Cha ak e is ika de einen Ma k wi scha ode iel- meh des Modelles eine solchen be ach en, so e schein uns als eines de wich igs en Momen e eine solchen die eie P eisbildung du ch Angebo und Nach age au deim Ma k e. Hie bei e geben sich so o zwei wei e e Momen e: die eie Konku enz au Sei e des Angebo es wie de Nach age, und dami die eie Wahl au Käu e - wie au Ve käu e &ei e, dahe au de P oduzen ensei e die E zeugung je nach de ü den P oduzen en güns igs en, du ch Um ang und S ä ke de jeweiligen Nach age gegebenen E agslage. Im Wesen lichen wi d die maßgebliche ,Spiel egel4, mag es sich um einen öllig eien Ma k ode um ein Monopol (handeln, die des soigenann en Cou no sdien Gese zes sein, also das S eben, den jeweils möglichen ela i höchs en Einzelgewinn bei jeweils möglichem höchs en Absa z olumen zu e - zielen. Hie bei wi d ¡die Un e g enze des P eises s ik e du ch die Selbs kos en, und zwa bei ich ige Wi scha s echnung nich de P oduk ionskos en, sonde n de Rep oduk ionskos en, gegeben sein. Das Gegen eil da on, mag es nun du ch eigene Fehl echnung ode du ch behö dliche Ano dnung bewi k sein, muß un ehlba zu En - kapi alisie unig nich nu ides Einzelun e nehmens, sonde n de Ge- sam wi scha üh en, gleichgül ig, in wessen Händen sich die P o- duk ionsmi el jeweils be inden. Cha ak e is isch ü die eine Ma k - wi scha is wei e s das eie Funk ionie en des P eis-Kos en-Me- chanismus au allen Gebie en und nich nu dem de Gü e e zeugung, sonde n auch au denen des Diens leis ungsma k es, Kapi alsma k es usw. Schließlich wä en noch zwei cha ak e is ische Momen e he o zu- heben: Die Du chse zung des Leis ungsp inzips au allen Gebie en und die Übe agung des Gedankens de eien Wi scha om na io- nalen auch au das in e na ionale Gebie , beziehungsweise die zwischens aa lichen Wi scha sbeziehungen. Es is kla , daß eine e - nün ige Anwendung des Kos enp inzips nu au gebau we den kann im engs en Zusammenhange mi den idiesen Kos en en sp echenden 1 Schmolle s Jah buch 81, 6 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.81.6.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:29:48 2 Richa d Ke schagl 642 Gegenleis ungen. Es sind demen sp echend Leis ungslöhne ein y- pisches Momen de Ma k wi scha , wobei die Bemessung de Leis ung sich au dem eien Ma k aus Angebo und Nach age e gib . Genauso, wie in de Gü e p oduik ion die He s ellungskos en die Un e g enze des P eises bilden — und nu die Un e g enze! — genauso bilden beim Lohn die Lebenskos en die Un e g enze des Angebo es an A bei sleis ung, und zwa wiede um nu idie Un e - g enze! Auch au de Gewinn-, beziehungsweise E agssei e wachsen die Bäume nich in den Himmel, solange ech e Ma k wi scha he sch . Hie he gehö e s ens die Konku enz, welche gewinnd ückend wi k und sowohl zu He abse zung de möglichen Gewinns spanne als auch zu ene gischen Bemühungen bei äg , du ch Kos ensenkung sie zu e - hal en und zu e eidigen, sobald dies wegen de Konku enz ein au de P eissei e nich meh möglich is . Hie he gehö wei e s das Cou no sche Geise z, welches zwing , de Ta sache Rechnung zu agen, daß du ch jede P eise höhung de K eis d'e ,G enzkäu e ' e eng und du ch jede P eissenkung e wei e wi d, solange, bis de , igide Punk des Konsums' e eich is , idas heiß Nach age zu keinem P eis meh o handen is . Abe auch on Sei en de S eue , sowie sie in i gendeine Rich ung p og essi is ode sich p og essi aus- wi k , wi d da ü geso g , daß die Bäume nich in den Himmel wach- sen. In dem Momen alle dings, wo die S eue zu eine A on ,leoninischem Ve ag zwischen P i a en unid S aa 4 wi d, kann de P oduk ions- und Leis ungswille ganz au hö en, auch wenn noch i gendein Ne oe ag übe bleib . Dem P inzip de einen Ma k wi scha im Inne n en sp ich das P inzip des absolu en F eihandels nach außen. Es is alle dings aus de Wi scha sgeschich e genügend bekann , daß es sich hie meis um eine ein heo e ische Fo de ung handel , die p ak isch niemals uni e sell in unse e Indus iegesellscha oin heu e angewende be- ziehungsweise e wi klich wo den is . Sie is en wede nu on wei übe legenen S aa en au ges ell ode doch i gendwie e i o ial be- g enz ode abe als Endziel eines langen, ja p ak isch wegen des dynamischen Cha ak e s de Wi scha unübe sehba en Übe gangs- s adiums au ges ell wo den. Dem e s en Fall en sp ich e wa das Ve hal en Englands zu Beginn de eu opäischen Inidus ialisie ungs- epoche, dem zwei en Fall die heu igen Ideen on EWG, EFTA usw., dem d i en Fall die Lis sche Idee de E ziehungszölle in allen ih en Va ia ionen. Vo allem abe is diese Idee in ih e ollen Reinhei on dem heu igen Haup ziel alle Wi scha spoli ik übe scha e , nämlich de Fo de ung nach Vollbeschä igung, ein nich nu wi - scha liches, sonde n auch o allem ein poli isches Ziel jede S aa s- OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.81.6.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:29:48 643 Ma k wi scha und Zwangswi scha 3 poli ik ka ' exochen. Es gib heu e kaum eine Regie ung, ja kaum einen S aa , de eine länge e Pe iode g öße e A bei slosigkei übe - leben wü de, zumindes nich bei Anwendung demok a ische G und- sä ze bei de Bes immung de S aa s üh ung. F eilich muß diese« P inzip de Vollbeschä igung — wi kommen noch an ande e S elle da au zu ück — eue genug bezahl we den. Ganz abgesehen da on, daß, allen Ve suchen zum T o z, bishe p ak isch noch ni gends de Beweis da ü e b ach wo den is , daß Vollbeschä igung ohne E - scheinungen eine In la ion — sei es auch eine dosie en — möglich sei, is Vollbeschä igung zwei ellos nich ge ade leis ungs ö de nd, geschieh iel ach un e Au ech e hal ung un en able Be iebe au Kos en deis g öß möglichen Sozialp oduk es und wi d nu allzuleich zu unech e Vollbeschä igung, das heiß zu Beschä igungen, die dem in eine Wi scha möglichen op imalen Geb auch de nun einmal an sich imme nu in beg enz e Menge o handenen ech en Konsum- und P oduk ionsgü e nich en sp echen. Imme hin ha sich, in e na ional gesehen, die Ma k wi scha in- so e n o einen höhe en G ad on wi scha liche Ve nun be- wah — alle dings wegen de unzähligen Dumpingmöglichkei en imme nu ganz allgemein gesehen daß man im zwischens aa lichen Ve keh niemand zwingen kann, ge ade bei dem eu e en Ve käu e einzukau en ode Kapi al ü einen o ensich lich un en ablen Ve - wendungszweck zu Ve ügung zu s ellen, wenigs ens solange de - a ige E wägungen au 'de ein wi scha lichen Ebene bleiben. Wenden wi uns nun den Vo eilen zu, welche .eine eine Ma k - wi scha zu bie en e mag. Zwei ellos is sie geeigne , die ü den Konsumen en güns igs e und na ü liche P eislage zu scha en. Sie siche die E hal ung de Subs anz de Wi scha und ih en Fo - sch i du ch angemessene Bildung on neuem Kapi al. Sie: siche ein Höchs maß an pe sönliche F eihei . Sie üh zu maximalen Leis un- gen inne halb de Wi scha und üh zu s ä ks möglichen Bildung ech en Sozialp oduk es ohne Kapi al e zeh . Ebenso abe sind ih e Nach eile nich zu e kennen. De al e Sp uch des Kong Fu Tse, daß de bes e S aa de siei, on dem man am wenigs en me ke, ha na ü lich auch seine Scha ensei en. Die Ge ah de Un e lassung auch eine e nün igen Be ücksich igung be ech ig e soziale Momen e is zwei ellos gegeben. Schwe punk e wünschenswe e S a bedingungen selbs ü wi scha lich du chaus ich ige Wi scha sexpansion we den in ih zwei ellos manchmal übe sehen. Daß sie die Vollbeschä igung als p imä es Ziel de Wi - scha spoli ik auch inne halb e nün ige G enzen, nich imme und unbeding be ücksich ig , is be ei s gesiag wo den. Es is auch du ch- aus möglich — alle dings auch inne halb de Planwi scha — daß l OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.81.6.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:29:48 4 Richa d Ke schagl 644 sich Schwe punk e on Kapi alszusammenballungen inne halb de - selben bilden, die ehe monopolis ischen Tendenzen als solchen ech e eie Ma k wi scha en sp echen. Sie wind o dazu neigen, den einen P oduk ionsmechanismus zuunguns en des Ve eilungsmecha- nismus in seine Bedeu ung zu übe schä zen — wenn auch das Gegen- eil da on mindes ebenso ge äh lich is . II. Ein Modell de Zwangswi scha is ungleich schwie ige au zu- s ellen als eines -de Ma k wi scha . Es gib nämlich unzählige, o seh komplizie e Modelle eine Zwangswi scha und inne halb de einzelnen Modelle wiede zahl eiche S u en de ge o enen Maß- nahmen. Gemeinsam! is allen diesen Modellen eigen lich nu zweie - lei: eine meb ode wenige zen ale Lenkung und das Eigen um ode doch die Ve ügungsgewal übe säm liche ode doch einen seh we- sen lichen Teil de P oduk ionsmi el. Von den möglichen Cha ak- e is ika eine Zwangswi scha lieg ein seh g oße Teil au dem Gebie e de P eise. Denn wenn man ein ach on di igie en P eisen sp ich , wie dies o geschieh , so is diese Beg i so wei , daß e alles Mögliche einschließen kann. Au jeden Fall is ein Abgehen on de Kos en-plus-Gewinn echnung zu e zeichnen. Die Selbs kos en bilden nich meh die un e s e P eisg enze und die obe s e wi d nich meh du ch dem au dem Ma k e zielba en Gewinn bes imm . Schon diese Ta sache mach wei e e und neue Lenkungsmaßnahmen nö ig. P oduk ionszweigen, die ohne Gewinn ode mi Ve lus a bei en, is wede eine Absch eibung noch ga eine Neuin e<s i ion nach no malen G undsä zen möglich. Es müssen dahe eine sei s Mi el neu zuge- üh we den, die ein P i a e nach no malen G undsä zen niemals he geben wü de; dahe müssen ande e sei s ö en liche Mi el ein- sp ingen, ö en liche Mi el, die na ü lich le z en Endes du ch S eue n au geb ach we den umd le z en Endes doch wiede au Kos en des Konsumen en gehen müssen. Typisch hie ü is e wa de sogenann e Mie e schu z, de die Au b ingung imme neue Mi el ü einen sons selbs e s ändlich un e bleibenden Wohnungsbau aus S eue mi eln — denn auch Anleihen müssen schließlich aus S eue n e zins und ge- ilg we den — nö ig mach ode das De izi on Bahnen, wo nied ige Ta i e schließlich mi S eue mi eln bezahl we den müssen. Das Sys em de küns lichen P eise6 e eich seinen Höhepunk schließlich in den sogenann en di e enzie en P eisen, wo die Einhei de P eise au dem Ma k e du chb ochen wi d und e schiedene Pe sonen ode Pe soneng uppen ü dieselbe Sache e schiedene P eise zu en ich en haben. Rein echnisch is dies meis nu übe s aa liche Ve eilungs- s ellen und du ch ein Ka ensys em möglich, selbs e s ändlich un e OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.81.6.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:29:48 645 Ma k wi scha und Zwangswi scha 5 Ausschal ung jede Gewinn- und Ve lus echnung bei de P oduk ion, zumindes jede ech en. Daß dabei p ak isch die Di e enzie ung de indi iduellen Kau k a du ch die, indi iduelle, ela i e Einkom- menshöhe au gehoben wi d, also ein Sys em nich nu on Schein- p eisen , sonde n gleichzei ig auch on Scheineinkommen en s eh , is selbs e s ändlich. Wenngleich au dem Gebie e de Gü e p eise die unangenehmen Folgen dieseis Sys ems es selbs in S aa en zwangs- wi scha lichen Sys ems als Ganzes meis wiede e schwinden ließen, is es doch soga in S aa en ¡ma k wi scha lichen Sys ems in meh ode wenige e hüll e Fo m e häl nismäßig häu ig, besonde s, so- wei es sich um K edi e und Diens leis ungen handel . Hie seien nu als kleine Beispiele die Zins ußbegüns igungen ü bes imm e G uppen on K edi nehme n und die Fah begüns igen ü bes imm e G uppen on Pe sonen e wähn . In dieselbe Ka ego ie gehö en abe le z en Endes auch »die di e enzie en Abnahmep eise ü bes imm e Lie e an en landwi scha liche P oduk e, die — alle dings meis chao ische — Ges al ung on Mie p eisen, die Abgabe , e billig e ', das heiß om S eue zahle bezahl e P oduk e übe haup . Besonde e Bedeu ung komm in einem solchen Sys em dem Gedanken zu, eine sogenann e P oduk i i ä ans elle de Ren abili ä zu se zen. Hie bei wi d meis mi einem öllig e schwommenen und unkla en Beg i de P oduk i i ä gea bei e . Mi dem ein echnischen P oduk i i- ä sbeg i is hie nich s anzu angen und de e agsmäßige Ren abili- ä sbeg i äll meh ode wenige mi -dem de Ren abili ä zu- sammen. So bleib denn le z en Endes meis nu eine ganz unkla e Vo s ellung üb ig, wie e wa die ,Weckung wi scha liche K ä e6, die ielleich i gend wann einmal in E scheinung e en sollen, oide des „P ima s de Vollbeschä igung auch um den P eis on Ve lus en und des dami e bundeinen auch olkswi scha lichen Subs anz e - zeh s" ode auch die Idee, die Ve lus e in einem Un e nehmen du ch den Übe schuß des ande en bezahlen zu lassen, wobei imme übe - sehen wi d, daß dann zwa im bes en Fall kein Ve lus , abe auch kein ode nu ein geminde e E ag, also ein siche e E agsaus all au i gendeine S u e, üb igbleib . Vielleich das g a ie ends e Mo- men eine solchen Zwangswi scha abe is , daß sie nu allzuleich ühe ode spä e eine „ planlose Planwi scha " wi d, da sie übe keine ech e, ja nich einmal meh übe eine übe sehba e Wi scha s- echnung e üg . Es is dahe du chaus e s ändlich, daß man soga in zwangswi scha lichen Sys emen ühe oide spä e — meis spä e — und ganz ode eilweise — meis nu eilweise — bemüh is , i gendwelche Momen e de Ma k wi scha einzubauen, um wenigs ens so e was ähnliches wie eine wi kliche, wenn auch unech e, Wi scha s echnung au bauen zu können und nich öllig den ech- OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.81.6.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:29:48 6 Richa d Ke schagl 646 nungsmäßigen Boden un e den Füßen zu e lie en, ohne den le z en Endes nich einmal die Fik ion eine Wi scha s echnung meh au - ech e hal en we den kann. Unse Bild wä e un olls ändig, wü den wi nich auch des Um- s andes gedenken, daß die En lohnung in planwi scha lichen Sys e- men leich imme s ä ke om Leis ungsp inzip abgeh und zum Alimen a ionsp inzip übe geh . Tä e ode u sie dies nich , so wü de sie nu allzuo die K i ik e ah en, daß sie ,auch nich besse sei als das Sys em kapi alis ische Ausbeu ung6. Da »ich dies in de Regel nich di ek du ch üh en läß , weil es sons bei ungleichem Lohn ü gleiche unmi elba e Leis ung auch den le z en Leis ungswillen e - ö en wü de, übe nimm den ,alimen i en Teil6 des Lohnes in de Regel die ö en liche Hand — auch da nich imme o/hne nega i en Ein luß au den Leis ungswillen. Vom S andpunk e olkswi scha - liche Gesam echnung aus gesehen, ände dies alle dings nich s an de nich leis ungsmäßigen Ve eilung des Sozialp oduk es. Zwei ellos is die Regelung im Sinne eine du chaus be ech ig en Be ücksich i- gung alimen ä e Momen e du ch s aa liche Zusa zleis ungen jeden- alls, sowohl om S andpunk e de Wi scha s echnung wie dem de Leis ungs ö de ung, jede ande en Regelung o zuziehen, wenn man sich nu dessen bewuß bleib , daß die dazu au gewende en S eue - gelde le z en Endes wiede als Kos en ak o in de P oduk ion und dami in den P eisen e scheinen müssen. Wenden wi uns nun den Vo eilen eines solchen Sys ems zu. Es is unleugba , daß in Momen en eine no wendigen Zusammenballung on K ä en, ähnlich wie beim Mili ä , eine zen ale s a e Leis ung gewisse Vo eile au weis . Sie kann zu Meh leis ungen, zu bewuß en Schwe punk bildung de Ans engungen in bes imm en Be eichen, zu o übe gehend soga seh g oßen E olgen üh en. Es kann zu En - wicklung ganz neue P oduk ionszweige üh en, die ielleich sons , zumindes gewisse Zei noch, unen wickel ode un e en wickel ge- blieben wä en. Es kann zu eine Vollbeschä igung, ja zu eine solchen um jeden P eis üh en und ih e Au ech e hal ung siche n hel en. Diesen Vo eilen s ehen alle dings eno me Nach eile gegenübe , eben als de P eis, de da ü bezahl we den muß. Zualle e s wä e de Ve lus de pe sönlichen F eihei zu e wähnen, on de F eihei de Be u swahl bis zu F eihei de Wahl des Käu e s — denn es wi d ja nu meh nach einem dek e ie en ,Beda 6 und nich nach pe sönlichen Wünschen und Bedü nissen e zeug und zuge eil . Daß in einem solchen Sys em ohne gene elle ech e Kau k a und ohne ech e Wi scha s echnung das Geld seinen Cha ak e o al ände , is wohl selbs e s ändlich. Es wi d beim Ka ensys em sozusagen „schizoph enindem die Kau k a zwischen Ka e und Geldschein OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.81.6.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:29:48 647 Ma k wi scha und Zwangswi scha 7 ge eil wind, es wi d du ch dek e ie e P eise zu einem Geld ohne ech e Kau k a pa i ä en und schon dami ein eines Inlandsgeld. Die mangelnde F eihei des Geldes e schlimme noch die m-angelnde F eihei des Geldbesi ze s. Daß die no wendigen Fehle de Wi - scha s echnung zu unausbleiblichen und soga nich meh ech zei ig e kennba en Subs anz e lus en üh en müssen, haben wi be ei s gezeig . Daß ein allgemeine Leis ungs ückgang um so s ä ke au - i , je meh das Alimen a ionsp inzip in den Vo de g und i , is wohl selbs e s ändlich. An die S elle eines o zugegebene maßen übe iebenen einem E agss ebens i o Bü ok a isie ung, Ve - an wo ungsscheu und in «dem Maße, als eine Ve s aa lichung um sich g ei , Poli isie ung. Es en s ehen bei de Ve s aa lichung noch leich e Mammu gebilde als bei de Ve us ung und an die S elle eine a sächlich beim ex emen ma k wi scha lichen Sys em o schwe e eichba en „Ve menschlichung des S aa es" i die mindes ebenso une wünsch e „Ve s aa lichung des Menschen". Daß ein solche Vo gang zu e höh em S eue d uck und zu e höh e In la ionsge ah leich üh en kann, e gib sich schon da aus, daß eine unech e P eis- echnung und Wi scha s echnung die G enzen nich ¡meih e kennen läß , wo es sich nu meh um ik i e Kau k a schöp ung handel und ob und wo ©ine Übe legenhei de s aa lichen Wi scha s üh ung wi k- lich bes eh . Dieise F age, die seh schwe und zu e schiedenen Zei en wohl auch seh e schieden zu bean wo en is , .e o de zu ih e ich igen Bean wo ung ge ade die genaues e Wi scha s-, E ags- und We schöp ungs echnung, soll sich nich de John-Lawsdie-I um in ungeahn en Ausmaßen wiede holen. De menschliche Geis is nu allzuleich geneig , o Schein- leis ungen hoch zu bewe en und den Menschen da übe zu e gessen. Au den Knochen on Millionen Skla en sind die Py amiden e bau , au S ömen on Blu neue Wi scha s- und Sozialsys eme e ich e , um den P eis g öß e Un eihei gigan ische echnische E olge jede A sowie ungeheue liche; Mach zusammenballungen gescha en wo - den. Meh als zwei elha bleib alle dings, ob diese ,E olge6 als le z e We e i gendeine Bedeu ung besi zen und nich nu Gö zen sind, denen in Wi klichkei „alles Menschliche emd" is . III. Wi haben e such , im Vo he gehenden so e was wie einen Ideal- ypus de Ma k wi scha und de Planwi scha zu kons uie en und das Fü und Wide diese Ideal ypen abzuwägen. Unse e Be- ach ung wü de abe gewisse maßen im lu lee en Raum s ehen, wü den wi nich noch zwei Momen e in diesem Zusammenhange e ö e n: die Ta sache, daß in de Ma k wi scha gewisse zwangs- OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.81.6.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:29:48 8 Richa d Ke sdiagl 648 wi scha liche Fak o en sich eingeschlichen haben und do im Be- wuß sein de Massen schon Selbs e s ändlichkei en gewo den sind und, ice e sa, das Eind ingen s a ke ma k wi scha liche Fak- o en in so gu wie allen ealisie en Fo men de Zwangswi scha , so daß p ak isch as übe all Misch o men de e schiedens en A en s anden sind, die üb igens in den meis en Fällen ga nich meh als Misch o men emp unden we den. Be o wi in die Schilde ung de Einzel o men solche Misch o men ein e en, sei es ges a e , noch ein paa Wo e übe die sogenann e „Soziale Ma k wi scha " zu sagen. Um es gleich kla zus ellen: eine soziale Ma k wi scha als Modell gib es nich . Es handel sich eben ein ach um eine Misch- o m, wobei da nach ge ach e wi d, so iel als möglich on den essen iellen Momen en de Ma k wi scha zu e hal en und doch ge- wissen soizialen Pos ula en de e schiedens en A gleichzei ig Rech- nung zu agen. Schon aus diese Fes s ellung wi d kla , wa um es ein ech es Modell eine sozialen Ma k wi scha im heo e ischen Sinne ga nich geben kann. Die Mischung on Sein und Sein-Sollen, die diese Idee inhä en is , schließ schon ein me hodologisch ein ech es Modell im Sinne ech e wissenscha liche Theo ie aus. Da - übe hinaus abe is auch dieses Sein-Sollen iel ach zei - und um- s ändebeding und äg , wenn auch o im gu en Sinne, ein oppo - unis ischen Cha ak e , oppoi unis isch o allem im Sinne des jeweils poli isch Du chse zba en. Dies wi d soga seh o das poli isch Ve - nün ige sein, wenn wi Poli ik als die Kuns des E eichens des jeweils Bes möglichen e s ehen. Abe schon dieses Wo om Bes - möglichen en häl wiede ein We u eil und is als solches de E wägung und Abwägung au e schiedenen We skalen un e wo en und dahe du chaus di e en . Um zu den einzelnen Misch o men zu ückzukeh en: Schu zzölle sind in de einen Ma k wi scha ebenso ein zwangswi scha liche Fak o wie die p og essi e Bes eue ung als eines de Haup mi el zu Scha ung eines zwei en, s aa lichen Einkommensk eislau es. Die küns liche Manipulie ung des Zins ußes, und zwa sowohl du ch die No enbank als bei di e enzie en Bedingungen ü bes imm e K edi e de Komme zbanken is zwei ellois ein S ück Zwangswi scha . Daß alle Fo men des Mie e schu zes ein S ück Zwangswi scha da s ellen und zu imme neuen »wangswi scha lichen Fo men auch au ande en Gebie en üh en, ja üh en müssen, is kla . Die sogenann e Ka ell- gese zgebung mag ,man wohl als einen Ve such zu E hal ung eie e Wi schia s o men da s ellen, welche du ch s aa liche Eing i e siche - ges ell we den sollen. Abe bedeu e nich schon de s aa liche Ein- g i an sich wiede eine, wenn auch ande s gea e e, zwangswi - scha liche Maßnahme? Von den Bekämp e n de Ka elle wi d OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.81.6.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:29:48 655 Ma k wi scha und Zwangswi scha 15 Ak ienbesi ze s in beizug au E ag seh s a k an, ohne die Rücken- deckung des Subs anzwe es und de dami wenigs ens eilweise au - e enden Ku ssiche ung zu besi zen. Hie &oll selbs e s ändlich nich on einem bes imm en Lande die Rede sein, schon weil in unse e modellha en und s a k abs ahie enden Da s ellung nich alle ande en und o .seh wich ige Nebenmomen e be ücksich ig we den können. Aus unse en Be ach ungen beide Spa en e gib sich abe mi g öß e Deu lichkei , daß es auch die wohl e s andene Au gabe de Gewe kscha en sein müsse, D eie lei zu un, um die Kau k a de Löhne, auch de e höh en Löhne, zu siche n: E s ens: Nich nu die Kau k a de Löhne selbs , sonde n auch die de Spa gelde de A bei nehme und die wesen lich igide en Sozialleis ungen kau k a mäßig zu schü zen. Zwei ens: Da ü zu so gen, daß Lohne höhungen nu un e so g- äl igs e Be ücksich igung de P oduk i i ä in jede Spa e zu e - e en und insbesonde e de Übe wälzungsp oizeß alle Kos enbes and- eile ebenso so g äl ig zu beach en und zu. beobach en sind wie die scheinba e ziel e Lohnhöhe. Hie bei da e s ech nich e gessen we den, daß die Eigen um sbildung beim A bei nehme wede ges ö noch e hinde we den isoll, soll ech e Gleichbe ech igung des A bei - nehme s schließlich e ziel we den. Jede, abe auch jede Lohne hö- hung ode E agse höhung in i gendeine Spa e de P oduk ion, sowei sie le z en Endes in la o ische E scheinungen auslös , is un- beding zu eue bezahl ! Die Wissenscha besi z heu e, Go sei Dank, genügend e läßliche Me hoden, um dies einwand ei und un- pa eiisch es s ellen und jeden Lügen s a en zu können, de Un- wah es behaup e . Die Wissenscha besi z -alle dings keine Me hode, welche an de Ta sache e was ände n könn e, daß Gewal nich nu Rech , sonde n auch wi scha liche Ve nun nich <zu e se zen e - mag! Und noch wenige e mag sie ein Rezep anzugeben ü den ,T aum de mode nen Alchimis en4, In la ion ohne In la ionswi kun- gen be eiben zu können! Dami sind wi «abe bei eine de unsinnigs en Fo de ungen an- gelang , die imme wiede in den Köp en de Menschen, soga on Pseudowissenscha le n e e en, he umspuk : In la ion ohne In la- ionswi kungen! S a lose Du ch üh ung hemmungslose Geld e meh- ung ohne gleichzei ig disponible Konsumgü e e meh ung bei glei- chen ode »womöglich gesenk en Kos en und P eisen! Es handel sich hie bei nich um die Gü e e meh ung an sich, sonde n um die ech e Ve meh ung wi kliche Konsumgü e . Man kann, neben den be ei s au ges ell en Sä zen, hie bei noch e wa olgende Faus egeln au - s ellen, ohne in eine zu komplizie e, wenn auch an sich ich ige e De ailun e suchung de Zusammenhänge einzugehen: OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.81.6.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:29:48 16 Richa d Ke schagl 656 P oduk i gu e 9 also e wa Elek izi ä swe ke, Maschinen usw. e en nu mi ih em jeweiligen E ag an Konsump oduk en in den Gü e - k eislau ein. Es en s eh also eine Di e genz zwischen gescha ene Kau k a und gescha enem Komsumgü e o a , solange, bis das P oduk i gu "du ch Konsumgü e — einschließlich seines eigenen Ve b aucheis und seine E hal ungskos en — gewisse maßen amo i- sie 6, bzw. in Konsumgü e e wandel is . Diese jn la o ische Übe b ückungszei aum6 i nu dann nich in E scheinung, wenn das P O'duk i gu aus ech em Kapi al gescha en wo den is , also seine Basis in be ei s gescha enen Konsumgü e n, die de Spa e jedoch noch nich e b auch , bzw. nich angescha ha , besi z . Je kü ze die ,konsumgü e mäßige Au üllung des in la o ischen Übe b ückungszei aumes 4 is , des o ge inge sind die Bedenken, hie auch bis zu einem gewissen G ade iduzia en K edi ein ließen zu lassen. Dies is die , olkswi scha liche Sei e6 de P oduk ionsgü e - scha ung. Konsumgü e , die nich ode nich übe den Ges ehungskos en ab- se zba sind, e meh en nich ode nu au Kos en des Volks e mö- gens ode , ku z gesag , de Kapi aldecke de Wi scha den ech en Konsumgü e k eislau . Kein außenwi scha lich s a k abhängiges Land kann zu Übe - p eisen seinen E xpo gü e k eislau abse zen und dami seinen Im- po bezahlen. Kein om Auslande s a k abhängiges Land — und welches ma k wi scha lich o ien ie e Land is dies im Zeichen de Wel wi scha nich in i gendeinem G ade? — kann einen solchen Zus and e wa du ch Expo sub en ionen au die Daue übe b ücken, mögen diese welchen Namen imme agen. Kein Land könn e dies ohne g öß e Budge schwie igkei en, die. sich bis zu in la o ischen E scheinungen s eige n können, aushal en. Die A bei splä ze de in den Expo indus ien beschä ig en A bei e s ehen und allen mi eine konku enz ähigen Kos enges al ung gegenübe dem Auslande. Wenden wi uns nun de F age de Höhe de Da lehenszinsen zu. Wi haben im Vo he gehenden gezeig , daß man nu e leihen kann, was o he eingeleg wo den is , wenn man nich du ch ein iduziä e K edi gewäh ung nu allzuleich in la o ische E scheinungen du ch Nich beach ung des ,Au üliungs hy hmus6 he o u en will. Nun is es kla , daß in eine öllig einen Ma k wi scha niemals genug ech e kapi alsmäßig gedeck e K edi o handen sein wi d, um alle K edi we be zu be iedigen. Dies wi d zumindes dann gel en, wenn sich die Wi scha nich in einem -solchen S adium de Dep ession be inde , daß übe haup keine ode nu eine seh ge inge K edi - nach age o handen is . Da also nich jede be iedig we den kann, OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.81.6.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:29:48 657 Ma k wi scha und Zwangswi scha 17 so muß i gendein Selek ionsp inzip o handen sein und dieses Selek- ionsp inzip is eben die Zinshöhe. Die ideale Zins ußpoli ik müß e den Zins uß jeweils au de Höhe hal en, daß die o handene Ka- pi aldecke ü den Ve leih eich und daß jene G enzbe iebe, de en P oduk i i ä nich meh zu Zahlung dieses Zinses eich , eben aus- geschlossen bleiben. Nun be inde sich die Wi scha on heu e abe sei e wa 150 Jah en -dadu ch in einem a gen Dilemma, daß zwei Wi scha szweige, nämlich Landwi scha und Teile des Gewe bes in ih e E agsquo e hin e den ande en Wi scha szweigen zu ückblei- ben — insbesonde e hin e de Indus ie — und so bei eine Ma k - wi scha au dem Kapi al e eilungsgebie , ein ach niemals zum Zuge kommen wü den. Dies gil na ü lich nu ü die besonde en Be- dingungen au dem eu opäischen Kon inen , wäh end dies au ande en Kon inen en wei gehend nich de Fall is . Es e olg also schon sei ielen Jah zehn en au diesem Gebie e eine Zinss ü zungs- ode Sub- en ionie ungspoli ik, wenn nich übe haup gleich du ch ein plan- wi scha liche Maßnahmen au dem Gebie e eine sogenann en ,K e- di lenkung6 übe haup de Zins als Selek ions ak o wei gehend aus- geschal e is . Diese E mäßigung de jeweiligen Zins a e wi d na ü - lich le z en Endes du ch Beis ellung ö en liche Mi el beso g und e olg in de e schiedens en Fo m, on sogenann en Wi scha s- hil e onds e schiedene A bis zu un e zinslichen Einlagen ö en - liche Kö pe scha en bei den be e enden Ins i u en und on de Beis ellung di ek e budge ä e Mi el zu Zinse mäßigung — also Übe nahme eines Teiles de Zinsleis ung du ch die ö en liche Hand — bis zu di ek en K edi gewäh ung aus ö en lichen Mi eln. Au diese Weise soll bei eine zwei ellos gegebenen Zinsdi e enzie ung ü ein- zelne Wi scha szweige ode doch bes imm e Teilg uppen de selben doch im allgemeinen i gendwie das ma k wi scha liche P inzip au - ech e hal en we den. Diese Ak ionen, welche zwei ellos dem Zins uß einen seh g oßen Teil seine Selek ions unk ion genommen haben, die sich abe in gesam wi scha liche Schau in ielen Fällen du ch- aus ech e igen lassen, sind imme hin noch allen Ve suchen eine indi iduellen Zins ußdi e enzie ung o zuziehen, die p ak isch dazu üh en müß e, Leis ungs ähigkei un e S a e und Nich leis ungs- ähigkei un e Belohnung zu s ellen, oide seine Willkü Pla z zu geben und de Geschenkideologie einen wei e en Pla z an S elle de Leis ungsideologie mi allen dami e bundenen e hee enden, nich nu psychologischen, Folgen ü die Gesam wi scha einzu äumen. Auch die F age, ob dadu ch nich jede ech e We bewe b ges ö we de, läß sich nich so ohne wei e es bean wo en. Man kann näm- lich ebensogu behaup en, daß es sich hie ein ach um eine besonde s komplizie e und umweg eiche Fo m de Sub en ionie ung handle, 2 Schmolle s Jah buch 81, 6 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.81.6.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:29:48 18 Richa d Ke schagl 658 wie, daß dadu ch e s ech e We bewe bs e häl nisse on gleichem S a punk aus gescha en wü den. En scheidend ü diese ode jene Beu eilung da ü den wah ha objek i en Beobach e wohl nu die Ta sache sein, ob dadu ch eine ech e, auch kos enmäßig wenig- s ens ela i e Leis ungss eige ung ein i ode ob dadu ch ieine e - s eck e Unbeweglichkei eine ohnedies ungüns igen Lage un e s ü z und die Au zuch sogenann e T eibhausp lanzen ge ö de wi d. In ielen Fällen -wi d eine E leich e ung des in e na ionalen Ka- pi al e keh s mi ande en Lände n, welche zu olge s ä ke e Kapi al- decke ein nied ige es Zins ußni eau haben, eine e hebliche E leich e- ung scha en können. Es is dahe du chaus unlogisch und gehö eben in unse e Ka ego ie de unsinnigen Fo de ungen, wenn gleich- zei ig Au ech e hal ung eine De isenbewi scha ung und E mäßi- gung des K edi zins ußes e lang wi d! Alle dings da mi Rech de Einbau gewisse Siche ungen e lang we den und zwa on Siche- ungen in e schiedene Rich ung. E s ens, Siche ung de Ve ügungs- gewal , dami nich eine A on péné a ion paci ique in Wi klichkei auch die poli ische Abhängigkei des be e enden S aa es ak isch beende . Zwei ens, Siche ung gegen plö zlichen Abzug aus i gend- welchen nu einsei ig bes imm en G ünden, de einem G i an die Gu gel6 auße o den lich nahe kommen könn e. Und, d i ens, die Ab- le aniung jedwede poli ischen Bedingungen — sei eis di ek , ,6ei es in- di ek 6 —, welche p ak isch einen Teil des K edi p eises — meis einen zu hohen — da s ellen wü den. Diese Vo ausse zungen sind mi eine Ma k wi scha nich nu e einba , sonde n sie e möglichen le z en Endes e s eine ech e und eie Ma k Wi scha im eigen lichen Sinne! Selbs sogenann e Geschenke, die un e ande en als den ge- nann en Bedingungen gewäh we den, s ellen le z en Endes keine ech en, sonde n nu seh ge äh liche Danae geschenke da . Aus dem eichen Ka alog unsinnige Fo de ungen seien noch zwei hie he ausgehoben, Die e s e —gleiche Lohn ü gleiche A bei — is an sich du chaus ni di un e nün ig, e d eh abe den wah en Ta bes and in de Regiel um 180 G ad. E bezieh sich zum Beispiel au die gleiche Bezahlung männliche und weibliche Beschä ig e ü die gleiche A bei , un e diesem Zi a eine scheinba de Ve nun wie de Ge ech igkei ollkommen en sp echende Fo de ung. In Wi klichkei abe lieg , insgesam be ach e , eine ech e gleiche Leis ung in ielen Be u szweigen und Al e sjah gängen ga nich o . Nu einige diese G ünde seien hie ange üh . Die Gewäh ung oll- bezahl e Schwange scha s-, S ill- und ande e U laube bis zu einem Jah , die aus ein na ü lichen G ünden as doppel so hohe K ank- hei sabsenz machen du ch häu ige und un o he sehba e — ode o - he sehba e? — Abwesienhei diese A bei wesen lich kos spieliege , OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.81.6.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:29:48 659 Ma k wi scha und Zwangswi scha 19 als dem einen, abe hie nu ik i en, Loh i ak o en sp ich . Ähn- liches gil ü die p ak ische Un e se zba kei e hei a e e F auen. Ähnlich liegen die sogenann en In alideneins ellungsgese ze , ü die es jedoch eine sogenann e Be eiungszahlung gib . Mi Ausnahme on ganz wenigen Ve wendungen lieg in keine Weise eine gleich- we ige Leis ung o , sonde n ein cha i a i e Ak . Nun is es ein adi selbs e s ändlich, daß die Gemeinscha sowohl die we denden iind gewo denen Mü e schü z als auch ü die K iegs- o<de A bei s- in aliden e was u . Abe es is schlich und ein ach ein e logenes Schlagwo , wenn man sich hie bei au gleichen Lohn ü gleiche Lei- s ung s ü zen will. Selbs e s ändlich is in de mode nen Gesellscha als Schlagwo die ,A bei s he apie6 anzuwenden. Abe es handel sich um einen Ak de sozialen Fü so ge und um nich s ande es und die an sich gu e Sache gewinn nich du ch eine unwah e Da s ellung des wi klichen Sach e hal s. Wenden wi uns nun eine le z en Fo de ung zu, die imme wiede e hoben wi d: Kü ze e A bei szei bei e höh em Lohn! Um nich miß- e s anden zu we den, möch en wi gleich an angs es s ellen, daß die unwü digen A bei szei en des o igen Jah hunde s, die dem A bei - nehme wede Zei izu Wei e bildung noch zu schon ein physisch nö igen E holung ließen, auch ein be iebsmäßig o on äuße s zwei elha en E olge wa en, da dabei wiede hol schon das ein kö - pe liche Leis ungsop imum e heblich übe sch i en wu de. Wenn wi abe den gegenwä igen Zus and be ach en, so müssen wi eine Reihe seh wich ige Fes s ellungen machen. E s ens: Die bishe e olg e Kü zung de A bei szei , die also eine E höhung des Lohnes gleichkomm , auch wenn eine solche zi e nmäßig nich e olg , konn e in d eie lei Weise bewäl ig we den. E s ens «du ch einen de e höh en Lohnquo e iden en P eisau schlag; in diesem Falle e - olg e sie iau Kos en alle Konsumen en, also auch de Nu znieße de e kü z en A bei szei . Zwei ens au Kos en des Un e nehme - gewinnes, wo eine Ve minde ung de Gewinns spanne möglich wa . Dies se z e alle dings o aus, daß dann noch übe haup eine solche Gewinns spanne üb igblieb, daß die P oduk ion in diese Spa e übe haup noch i gendwie a ak i e schien und daß un e solchen Bedingungen noch die He anziehung on Leihkapi al zu Neuin es i- ionen möglich wa . D i ens abe — und dies wa bishe wenigs ens in den meis en Indus ien de Fall — dadu ch, daß du ch e höh en Kapi aleinsa z, also du ch Neuin es i ionen, die zei liche Minde - leis ung du ch A bei szei e kü zung du ch maschinenmäßige Meh - leis ung kompensie we den konn e. Ge ade aus diese Ta sache e - geben sich abe eine Reihe on Folgen. Die Lösung d ei wa übe - haup nu do möglich, wo ein solche Maschineneinsa z echnisch 2* OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.81.6.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:29:48 20 Richa d Ke sch a gl 660 möglich und wi scha lich ich ig wa , was keineswegs übe all zu a . Jeden alls ha die du ch A bei szei e kü zung und Lohn- sowie Sozialabgaben einge e ene Ve eue ung de A bei sk a in ielen Spa en die e s ä k e Maschinen Ve wendung e s wi scha lich ge- mach . So seh diese E leich e ung zu beg üßen is , so» da dabei doch nich übe sehen we den, daß sie nu in Zei en absolu e Vollbeschä i- gung übe haup agba e schein . Beim ge ings en Rückschlag in de Konjunk u muß ein Maschineneinsa z as um jeden P eis eine La- wine de A bei slosigkei auslösen und den Bes ebungen nach Vollbe- schä igung diame al en gegengese z sein. Man da auch nich übe - sehen, daß dadu ch imme g öße e Mengen on In es i ionskapi al no wendig we den, und zwa bei sinkendem Kapi ale ag, also eben- alls eine seh wide sp uchs olle Au gabe, die es zu lösen gil . Wi kön- nen nich nu sagen, sonde n die olkswi scha lichen S a is iken alle Lände beweisen es, daß in nahezu allen Fällen die sinkende A bei s- leis ung ode A bei sp oduk i i ä du ch die e höh e E indungs- leis ung und die e höh e In es i ions ä igkei , das heiß e höh en Kapi aleinsa z au ge angen we den muß e. Es is dahe absolu un- sinnig zu sagen, die A bei sleis ung als solche sei so iel p oduk i e gewo den — im Gegen eil: du ch imme neue Kombina ionsbildungen zwischen Kapi al und A bei béi geände en P opo ionen beide P oduk ions ak o en wu de ein Kompensa ionsp ozeß eingelei e , bei dessen S ills and die bishe ige Poli ik ein ach nich meh o gese z we den könne. Ge ade alle G uppen de A bei nehme müß en dahe au s äuße s e da an in e essie sein, daß du ch Spa en imme neue Kapi aleinsä ze möglich we den und daß die Fo sche , au de en Schul e n le z en Endes wi scha lich und echnisch de Fo sch i uh , en gel lich so ges ell we den, daß sie endlich zu einem ih e wi klichen Leis ung en sp echenden An eil am Sozialp oduk und Na ionaleinkommen gelangen, eine Au gabe, die wegen de e häl nis- mäßig ge ingen Zahl diese Pe soneng uppe eigen lich leich zu lösen sein müß e! Unse e Be ach ung wä e abe un olls ändig, wü den wi nich nochmals au die F age zu ückkommen, daß die so gewonnene F eizei e nün ige weise nu d ei Zwecken dienen kann: de In ensi ie ung des Familienlebens, de Wei e bildung und de gesundhei lichen Besse s ellung. Alle diese d ei Zwecke abe sind in eine ungeheu en Zahl on Fällen dadu ch in F age ges ell , daß die gewonnene F eizei ein ach de Ve ich ung om P usche a bei dien , also wei e en Lohn- Ve besse ungen. In manchen Spa en is dies soga ein ach zu eine Selbs e s ändlichkei gewo den und — abgesehen da on, daß also die o genommene A bei szei e kü zung dadu ch jedes olksgesund- hei lichen, ja wei gehend auch jedes sozialpoli ischen Cha ak e s übe - OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.81.6.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:29:48 661 Ma k wi scha und Zwangswi scha 21 haup en kleide wi d, we den die dadu ch anges eb en Wi kungen ebenso wie die da ü ange üh en A gumen e wei gehend ad absu dum ge üh ! Es wä e auch an diese S elle — de Raum ehl hie ü aus üh liche e E ö e ungen — da au hinzuweisen, daß es wah - scheinlich seh aglich is , oib die F age de be u lichen Wei e bil- dung, ge ade angesich s des heu igen asenden echnischen Fo - sch i es, übe haup noch übe die bishe übliche meh anle nmäßige Ausbildung hinaus noch au öllig eiwillige Basis gelös we den kann. Es wi d auch hie wah scheinlich eine seh wich ige Au gabe de Gewe kscha en sein, ¡bei de Lösung dieses P oblemes mi zu- wi ken und auch im Wege de s ä ke en Gehal sdi e enzie ung e - nün ige Lösungen, sowei dies übe haup au eiwillige Basis mög- lich is , ielleich auch Hand in Hand mi de Volksbildung o zu- be ei en, wenn wi nich alle eines Tages meh ode wenige zu den un e en wickel en Völke scha en gehö en wollen. All diese hie ku z da ges ell en P obleme lassen jeden alls deu lich e kennen, in welch auße o den lich hohem Ausmaße, mag man nun Anhänge de eien Ma k wi scha ode de Zwangs- ode Plan- wi scha sein, es no wendig is , die ich ige E kenn nis de wi k- lichen wi scha lichen Zusammenhänge zum Allgemeingu we den zu lassen, nich ein ach zu o de n, abzulehnen ode zu übe eden, son- de n zu übe zeugen, wenigs ens jene, die gu en Willens sind, sich übe zeugen zu lassen. Denn eine ich ige und im In e esse alle ge- üh e Wi scha spoli ik kann nu mi Einsich und Vo aussich und nich mi de Au s ellung meh ode meis wenige beweisba e und e üllba e Pos úla e ge üh we den. Audi die Ma k wi scha muß planen und die Planwi scha den eien Menschen e hal en, wenn sich nich beide on jedem e nün igen Zweck imme s ä ke en - e nen wollen. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.81.6.1 | Gene a ed on 2023-04-04 11:29:48