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Konglomerate Fusion und Wettbewerb

Abstract

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Konglomerate Fusion und Wettbewerb

Author: Petry, Horst
Publisher: Berlin: Duncker & Humblot
Year: 1970
DOI: 10.3790/schm.90.5.547
Source: https://www.econstor.eu/bitstream/10419/291227/1/schm.090.5.547.pdf
Pe y, Ho s
A icle
Konglome a e Fusion und We bewe b
Schmolle s Jah buch ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Pe y, Ho s (1970) : Konglome a e Fusion und We bewe b, Schmolle s Jah buch
ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en, ISSN 0036-6234, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 90, Iss.
5, pp. 547-561,
h ps://doi.o g/10.3790/schm.90.5.547
This Ve sion is a ailable a :
h ps://hdl.handle.ne /10419/291227
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Konglome a e Fusion und We bewe b
Von Ho s Pe y, Be lin
Soll e die Fusionskon olle in de Bundes epublik einge üh we -
den, so könn e de Gese zgebe im Falle de ho izon alen und e i-
kalen Zusammenschlüsse au eine eichhal ige deu sche Li e a u zu-
ückg ei en. Zu F age de konglome a en Fusionen alle dings wä e
seine Ausbeu e ge ing. Da die Diskussion in den USA wegen de s ei-
genden Zahl de konglome a en Zusammenschlüsse schon sei Jah -
zehn en anhäl , bie e sich eine Auswe ung de ame ikanischen Li e-
a u an.
I. We bewe bs heo e ische Analyse
1. De ini ionen
Un e den Beg i „Fusion" äll jede A des Zusammenschlusses
on Un e nehmen1. Meis ens inde man die konglome a e Fusion ne-
ga i de inie : Un e diesen Beg i äll jede Zusammenschluß, de
nich als ho izon al ode e ikal anzusehen is , das heiß , die usio-
nie enden Un e nehmen s ellen wede das gleiche P oduk he , noch
s ehen sie in einem Käu e -Ve käu e -Ve häl nis zueinande 2. Eine
posi i e De ini ion geben das Funk ions- und das Ma k konzep 3. Nach
dem Funk ionskonzep bie en beide usionie ende Un e nehmen un-
e bundene Gü e an, e a bei en un e schiedliches Rohma e ial, und
He s ellungs e ah en sowie Ve iebso ganisa ionen sind e schieden.
Beispiele hie ü sind de Zusammenschluß eine B aue ei mi einem
Maschinenbauun e nehmen ode eine Reede ei mi einem He s elle
on Schuhen. Diese sogenann en einen konglome a en Fusionen sind
jedoch ela i sel en. Wei e is die De ini ion des konglome a en Zu-
sammenschlusses nach dem Ma k konzep . Ein konglome a es Un e -
1 Vgl. die De ini ion des Zusammenschlusses in § 23 Abs. 2 GWB.
2 Vgl. An i us Law & Economics Re iew, Vol. 1/1 (1967), S. 132. — John M.
Blai :
The Conglome a e Me ge in Economics and Law. Geo ge own Law Jou nal,
1958. Wiede abged . in
Uni ed S a es Sena e
(H sg.): Economic Concen a ion. Hea -
ings be o e he Subcommi ee on An i us and Monopoly o he Commi ee on he
Judicia y. Pa 3, Appendix. Washing on 1965. S. 1398. — John C.
Na e :
Con-
glome a e Me ge s and Ma ke Compe i ion. Be keley and Los Angeles 1967. S. 3.
3 Vgl. Co win D.
Edwa ds
in: Economic Concen a ion, a.a.O., Pa 1, Washing on
1964. S. 38.
35*
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nehmen4 bie e danach Gü e au e schiedenen Mä k en an. Is nach
diesem Konzep de Zusammenschluß eines LKW-P oduzen en mi
einem He s elle on Dieselloks eine konglome a e Fusion, so wä e
das nach dem Funk ionskonzep zwei elha , da zu P oduk ion diese
beiden Gü e zum Teil gleicha ige Maschinen e wende we den, z. B.
Schmiedehämme und P essen. Nach dem Ma k konzep komm es bei
de Beu eilung, ob es sich um eine konglome a e Fusion handel , nich
au e l. e wand e Funk ionen an, sonde n da au , wie eng ode wie
wei man den Ma k de inie . Danach is auch die Fusion zweie Un-
e nehmen, die iden ische P oduk e he s ell en, als konglome a e Zu-
sammenschluß anzusehen, wenn de en Absa zmä k e äumlich onein-
ande ge enn sind5.
Ve binde man Ma k - und Funk ionskonzep , so eich die Skala
om einen konglome a en Zusammenschluß ohne unk ionelle Ge-
meinsamkei en übe den Zusammenschluß mi wenigen bis zu zahl ei-
chen gemeinsamen Elemen en6. In diesem Sinne lassen sich un e schei-
den: 1. die eine konglome a e Fusion, 2. die unk ions e bundene
konglome a e Fusion und 3. die geog aphisch beding e konglome a e
Fusion.
2. S uk u de Einzelmä k e
und konglome a e Ma k mach
Au den e s en Blick ände sich au den beiden Einzelmä k en bei
einem konglome a en Zusammenschluß nich s. Ande s als bei einem
ho izon alen Zusammenschluß, bei dem die Zahl de We bewe be zu-
ückgeh , bleib sie bei eine konglome a en Fusion gleich. Eine We -
bewe bspoli ik, die ein s uk u o ien ie au de Zahl de Anbie e
basie , wi d in diesem Fall kein P oblem sehen7. Zieh man jedoch in
Be ach , daß das Meh p oduk -Un e nehmen ande e Ak ionspa ame-
e einse zen kann und bei gleichen Ak ionspa ame e n einen g öße en
Spiel aum besi z als das spezialisie e Un e nehmen, dann muß die
Annahme de We bewe bsneu ali ä de konglome a en Fusion in
F age ges ell we den.
A und Spiel aum de Ak ionspa ame e des Mul ip oduk un e -
nehmens au G und seine spezi ischen S uk u bes immen den Um-
ang seine konglome a en Ma k mach . Vo ausse zung ü die Aussa-
gen übe die Wi kungen eine konglome a en Fusion au den We -
4 Synonyma: Meh -, Mul ip oduk un e nehmen.
« Vgl. Edwa ds: a.a.O., S. 40.
8 Vgl. Na e (a.a.O., S. 4 .), de das Ausmaß de bes ehenden Gemeinsamkei en
„node commonali y" nenn .
7 So z. B. M. A. Adelman: The An ime ge Ac , 1950—1960. Ame ican Economic
Re iew, Bd. 51 (1961), S. 243.
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Konglome a e Fusion und We bewe b 549
bewe b is deshalb zunächs eine Analyse de Ak ionspa ame e eines
Mul ip oduk un e nehmens.
Was die Exis enz konglome a e Ma k mach im Einzel alle anbe-
i , gib es eine Reihe on Au o en, die die S ellung des Un e neh-
mens au seinen e schiedenen Absa zmä k en als en scheidend an-
sehen. Is das Mul ip oduk un e nehmen au jedem Einzelma k einem
in ensi en We bewe b ausgese z , so wi d gesag , daß es keine Ma k -
mach besi ze8. Nu wenn es au einem ode meh e en Mä k en mi
nied ige We bewe bsin ensi ä ä ig is , sei es in de Lage, mi den
hie e ziel en Gewinnen au we bewe bsin ensi en Mä k en „geziel e
Ve ände ungs ak iken einzulei en und du chzuhal en"9.
Eine ande e Rich ung sieh allein in de Ta sache, daß ein Un e -
nehmen au ielen Mä k en ä ig is , schon einen G und ü das Vo -
handensein on konglome a e Ma k mach . Diese we de nich du ch
e waige monopola ige S ellungen au einzelnen Mä k en beg ünde ,
sonde n allein du ch das Zusammenspiel on G öße und Di e si i-
ka ion10.
Diese Kon o e se ha ih e U sache da in, daß die e s e Rich ung
nu die a sächlich eingelei e e kos spielige Ve d ängungs ak ik übe
nich die Kos en deckende P eise als Ak ionspa ame e des konglo-
me a en Konze ns e kenn . Es wi d übe sehen, daß es auch ande e
Möglichkei en gib , den We bewe b zu beein lussen. Die zwei e, on
Edwa ds ep äsen ie e Rich ung e meng zwei e schiedene U sachen
ü die Exis enz on Ma k mach . Die olgende Analyse wi d zeigen,
daß bes imm e Ak ionspa ame e a sächlich on de S ellung an Ein-
zelmä k en abhängig sind; sie ep äsen ie en die spezi ische Mach
des konglome a en Konze ns. Ande e Ak ionspa ame e we den un-
abhängig on de Un e nehmen&s uk u nu on de Un e nehmens-
g öße beein luß .
3. Möglichkei en ü Meh p oduk un e nehmen
P eisun e bie ung: Das Meh p oduk un e nehmen ha im Gegen-
sa z zum spezialisie en Un e nehmen die Möglichkei , Ve lus e au
einem Teilma k du ch Übe schüsse, die au ande en Mä k en e ziel
wo den sind, zu sub en ionie en. Es is dami in de Lage, du ch P eis-
8 Vgl. Ca l Kay sen and Donald F. Tu ne : An i us Policy, An Economic and
Legal Analysis. Camb idge 1959. S. 134.
9 Hellmu h S . Seiden us: Meh p oduk un e nehmen, p eispoli ische Ausgleich
und Konzen a ion. Kyklos, Bd. 20 (1967), S. 215.
10 Vgl. Co win D. Edwa ds: Conglome a e Bigness as a Sou ce o Powe . In:
Na ional Bu eau o Economic Resea ch (H sg.): Business Concen a ion and P ice
Policy. P ince on 1955. — De s.: Economic Concen a ion, a.a.O., S. 42.
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un e bie ungen ohne Rücksich au die Kos en die üb igen We bewe -
be om Ma k zu e d ängen.
Wie wei eine de a ige Ve d ängungs ak ik möglich is und ange-
wand wi d, is jedoch ums i en. Nach
Seiden us
is bei lang is ige
Gewinn- und Umsa zmaximie ung als un e nehmenspoli ische Zielse -
zung ein geziel e Ve d ängungswe bewe b no wendige Folge11. He ig
bes i en wi d dies dagegen on
Tu ne 12.
Wenn e es sich auch e was
ein ach mach mi de Behaup ung, die ielen Klagen kleine P odu-
zen en seien im G unde unbe ech ig , so is doch ein on ihm o -
geb ach es A gumen nich on de Hand' zu weisen, daß nämlich die
Ve d ängungs ak ik bei lang is ige Gewinnmaximie ung nu dann
einen Sinn ha und angewand wi d, wenn anzunehmen is , daß die
Ve lus e, die wäh end des Ve d ängungsp ozesses en s ehen, du ch Ge-
winne nach dem Ausscheiden de Konku en en übe kompensie
we den.
Inwiewei solche Gewinne ealisie we den können, ohne daß e -
neu We bewe be au e en, häng on den Ma k zu i ssch an-
ken ab.
Es kann auch un e dem Gesich spunk de Gewinnmaximie ung
güns ige sein, den gesam en Ma k un e die eigene Kon olle zu
b ingen, ohne die ande en Anbie e zu e d ängen. Dies wi d1 dem
Mul ip oduk un e nehmen in de Regel nich schwe allen: Es genüg ,
daß es in de Lage is , de a ige Ve d ängungs ak iken anzuwenden,
um es de ac o zum B anchen üh e we den zu lassen. Wide spens ige
Konku en en können du ch ku z is ige Einzelak ionen, die nich
einmal häu ig angewand zu we den b auchen13, disziplinie we den.
Daneben is die We bewe bsgese zgebung ein Da um ü das un e -
nehme ische Ve hal en. Abgesehen da on, daß de a ige P ak iken
zum Zwecke de Monopolisie ung di ek e bo en sein können (wie
nach Sec ion 2 She man Ac ), beein luß auch eine wi ksame Miß-
b auchskon olle, wie sie bei de Konzep ion de §§ 22 und 26 Abs. 2
GWB Pa e s and, das Ve hal en des Meh p oduk un e nehmens.
Dami is die These, daß bei lang is ige Gewinnmaximie ung eine
Ve d ängungs ak ik logisch olg , nich zu hal en. Dem Meh p oduk -
un e nehmen e ö nen sich e schiedene Möglichkei en, es e üg da-
mi übe einen En scheidungsspiel aum, de de Bedeu ung des übe -
nommenen Un e nehmens keines alls en sp echen muß.
11 Vgl.
Seiden us:
a.a.O., S. 213.
12 Vgl. Donald F.
Tu ne :
Conglome a e Me ge s and Sec ion 7 o he Clay on
Ac . Ha a d Law Re iew, Vol. 78 (1965).
13 Vgl.
Edwa ds:
Economic Concen a ion, a.a.O., S. 44.
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Konglome a e Fusion und We bewe b 551
Das P oblem de Gegensei igkei ( ecip ocal dealing): Je g öße die
Angebo spale e eines Meh p oduk un e nehmens, um so höhe is
auch die Wah scheinlichkei , daß seine Lie e an en gleichzei ig po en-
ielle Kunden sind. Das Meh p oduk un e nehmen kann au G und
seine S uk u deshalb einen g öße en Absa z gewisse P oduk e ea-
lisie en als das spezialisie e Un e nehmen. Diese Meh absa z läß
sich au e schiedene U sachen zu ück üh en14: Es kann on sei en des
Mul ip oduk un e nehmens au Lie e an en D uck ausgeüb we den,
no wendige Vo p oduk e on ihm zu beziehen mi de D ohung, daß
man ande en alls nich s meh bei ihnen kau en we de. Es kann abe
auch au eiwillige Basis gegensei ig oneinande bezogen we den,
weil beide Pa ne da in einen Vo eil sehen. Komm dieses „ ecip-
ocal dealing" du ch Zwang ode au eiwillige Basis zus ande, dann
üh es gleiche maßen zu unsich ba en We bewe bsbesch änkungen.
P eis und Quali ä des P oduk es sind nich meh ausschlaggebend ü
seinen Absa z. We bewe be e lie en ih en Ma k an eil, obwohl sie
un e Ums änden leis ungs ähige in diesem speziellen Ma k sind als
ih e Konku en en. Die konglome a e Fusion kann demnach au
G und des „ ecip ocal dealing" au dem Ma k des übe nommenen
Un e nehmens wie au den Mä k en des Übe nehmenden einen Ab-
schluße ek 15 nach sich ziehen. Je g öße und di e si izie e de au -
nehmende Konze n, um so wah scheinliche mani es ie sich de Ab-
schluße ek hie in sinkenden Ma k an eilen de Konku en en und
e höh en Ma k zu i ssch anken.
Kopplungs e käu e: Wäh end beim „ ecip ocal dealing" de E olg
ü das Meh p oduk un e nehmen au seine S ellung als Käu e be-
uh , is bei Kopplungs e käu en ( üll line selling) die Bedeu ung
eines angebo enen P oduk es ausschlaggebend. Ha das Un e nehmen
bei einem bes imm en P oduk eine monopola ige S ellung, so kann
es sie dazu benu zen, den Absa z ande e P oduk e zu o cie en, indem
es die Belie e ung mi dem ge ag en P oduk om gleichzei igen Be-
zug de ande en A ikel abhängig mach 16. Wenn eine o ene P ak-
izie ung diese Me hode ka ell ech lich nich zulässig is , so kann
man mi einem en sp echenden Raba sys em die gleiche Wi kung e -
zielen17. Audi hinsich lich diese Möglichkei en kann also bei eine
konglome a en Fusion ein Abschluße ek ein e en. Wie s a k e sein
wi d, häng einmal on de Ma k s ellung des Meh p oduk un e neh-
mens, zum ande en da on ab, wie gu sich das Angebo zum gemein-
14 Vgl. E. Hous on Ha sha: The Gonglome a e Me ge and Recip oci y — C011-
demned by Conjec u e? An i usi Bulle in 9/1964, S. 208.
15 Vgl. Tu ne : a.a.O., S. 1389.
16 Vgl. A hu R. Bu ns: The Decline o Compe i ion. New Yo k and London
1936. S. 452.
17 Vgl. Edwa ds: Economic Concen a ion, a.a.O., S. 45.
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samen Ve kau eigne . Vo ausse zung is , daß ü die gemeinsam zu
e eibenden Gü e die Abnehme g uppe die gleiche is .
Finanzs ä ke, We bung und auße ökonomische Vo eile: Ve d än-
gungs ak iken, sowei sie du ch Übe schüsse sub en ionie we den,
„ ecip ocal dealing", sowei es on Abnehme n e zwungen wi d, und
Kopplungsgeschä e sind nu möglich, wenn das Meh p oduk un e -
nehmen bei bes imm en P oduk en eine gewisse Angebo s- ode Nach-
agemach besi z . Wei e e Möglichkei en e ö nen sich dem Meh -
p oduk un e nehmen allein au G und seine G öße. Das G oßun e -
nehmen ha im Ve gleich zu seinen spezialisie en Mi bewe be n einen
leich e en Zugang zu K edi en. Neben seine höhe en K edi wü dig-
kei sind auch seine K edi kos en nied ige , da sie bei s eigende Un-
e nehmensg öße sinken18. Dies läß sich eine sei s als Kos en o eil
in e p e ie en, e ö ne abe auch die Möglichkei , die höhe e Finanz-
k a zu Ve d ängungs ak iken einzuse zen ode als pe manen e D o-
hung zu Disziplinie ung de Konku en en zu e wenden.
Eine ebenso zwiespäl ige S ellung nimm die We bung ein. Das
Meh p oduk un e nehmen is in de Lage, wei aus g öße e Mi el in
de We bung einzuse zen als de spezialisie e kleine e Anbie e . Zu-
sä zlich is es in de Lage, höhe e We be aba e auszuhandeln, kann
also mi nied ige en Kos en p o We beimpuls kalkulie en. In B an-
chen, in denen de Absa ze olg eindeu ig on de Höhe de We be-
ausgaben abhäng , e gib sich hie aus ein Vo eil ü den konglome-
a en Konze n. Eine sei s läß sich diese Vo eil be iebswi scha -
lich als Zeichen höhe e Leis ungs ähigkei und somi als Pluspunk
ü die konglome a e Fusion in e p e ie en, ande e sei s wi d die An-
sich e e en, daß dies ein Kos en o eil ohne sozialen Nu zen und
dami unge ech e ig sei19. Wei e e Vo eile, die aus de G öße esul-
ie en, liegen auße halb des Ma k es20. Eine de wich igs en lieg
da in beg ünde , daß das G oßun e nehmen in de Füh ung on ge-
ich lichen Auseinande se zungen dem kleinen wei übe legen is . Es
kann sich die bes en Anwäl e leis en und jede zei den kos spieligen
Ins anzenweg gehen. Insbesonde e kann solche maßen die Pa en poli-
ik zu einem Ins umen de Un e nehmenspoli ik we den und sich zu
eine s a ken Behinde ung des Leis ungswe bewe bs auswachsen.
Auch poli isch ha de g oße Konze n meh Ein luß au G und sei-
ne inanziellen Mi el. E is in de Lage, u.U. seine In e essen di-
ek du ch Pa lamen sangehö ige e e en zu lassen ode indi ek
18 Vgl. William G. Shephe d: Gonglome a e Me ge s in Pe spec i e. An i us
Law & Economics Re iew, Vol. 2/1 (1968), S. 28.
" Vgl. Fede al T ade Commission: CCH T ade Regula ion Repo e , § 16673,
S. 21560.
20 Vgl. Edwa ds: Gonglome a e Bigness as a Sou ce o Powe , a.a.O., S. 345 .
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Konglome a e Fusion und We bewe b 553
du ch die Un e hal ung eines „Kon ak bü os64 am Si z de Regie ung.
Dies kann dazu üh en, daß Gese ze e lassen we den, die sich nu zu-
guns en eines bes imm en Un e nehmens auswi ken21.
4. Die Wi kung au den We bewe b
Au den Einzelmä k en: Da Mul ip oduk un e nehmen ih e Ak-
ionspa ame e au allen ih en Einzelmä k en einse zen können, kann
eine konglome a e Fusion den We bewe b au dem neuen und au
den al en Mä k en be üh en. Allgemeine Aussagen übe die Wi kung
eine konglome a en Fusion au den We bewe b an Einzelmä k en
sind jedoch nich möglich. Im speziellen Falle komm es au meh e e
Dinge an: hinsich lich de Wi kungen am Ma k des übe nommenen
Un e nehmens au die bishe ige Ma k mach des Übe nehmenden so-
wie au die S uk u des be o enen Ma k es und das Ve hal en de
Anbie e ; hinsich lich de Wi kung an ande en Mä k en des Übe -
nehmenden au die S ellung des Übe nommenen, die die bishe ige
Ma k mach e s ä ken kann, und au S uk u und Ma k e hal en
au diesen ande en Mä k en; au den po en iellen We bewe b und die
Ma k zu i ssch anken.
Die konglome a e Fusion kann den We bewe b in ensi ie en, hem-
men ode we bewe bsneu al sein, wie die olgenden Beispiele zei-
gen. Es wi d angenommen, daß das übe nehmende Un e nehmen be-
äch liche Ma k mach besi z .
Eine In ensi ie ung des We bewe bs au dem übe nommenen Ma k
kann in eine oligopolis isch s uk u ie en Indus ie ein e en, wenn
de We bewe b hie im Lau e de Zei e s a is und de Eind ing-
ling eine agg essi e Poli ik e olg 22. Dies wi d besonde s dann wah -
scheinlich, wenn das übe nommene Un e nehmen bishe keine seh
s a ke Ma k s ellung inneha e und die ande en Anbie e nich eben-
alls konglome a e Mach besi zen.
Die konglome a e Fusion kann we bewe bsminde nd wi ken, wenn
in eine oligopolis isch s uk u ie en Indus ie kaum We bewe b
he sch , das hie e wo bene Un e nehmen eine de maßgebenden
Anbie e is und die ande en wich igen Konku en en eben alls zu
g oßen Konze nen gehö en. Es ha a sächlich nu de Eigen üme ge-
wechsel 23.
21 Vgl. die Da legungen ame ikanische P ak iken bei Fe dinand Lundbe g: Die
Reichen und die Supe eichen. Hambu g 1969.
22 Vgl. Blai : a.a.O., S. 1417.
23 Vgl. Tu ne : a.a.O., S. 1353 .
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554 Ho s Pe y
Nach Tu ne sind konglome a e Fusionen auch dann ohne Ein luß
au den We bewe b, wenn au dem be o enen Ma k a omis ische
We bewe b he sch 24. Da es sich hie um einen Fall handel , de in
de Reali ä kaum au e en dü e, is e i ele an . Dies is deshalb
besonde s zu be onen, weil hie de Eind uck en s ehen kann, daß
au Mä k en, au denen We bewe b un e ielen Anbie e n he sch ,
eine konglome a e Fusion unbedenklich sei.
In diesem Fall kann de We bewe b geminde we den25: Einmal
kann das Meh p oduk un e nehmen seine spezi ischen Ak ionspa a-
me e a sächlich einse zen, was endenziell zu eine Ma k monopo-
lisie ung üh ; zum ande en kann abe be ei s das Au auchen des
Konze ns an diesem Ma k genügen, um aus den ande en We bewe -
be n, wie be ei s besch ieben, olgsame Konku en en zu machen.
Rückwi kungen de konglome a en Fusion au den We bewe b au
den al en Mä k en sind nu dann zu e wa en, wenn die Fusion die
Ma k mach des Un e nehmens so e s ä k , daß ihm dami neue Ak-
ionspa ame e zu Ve ügung s ehen bzw. de Spiel aum be ei s o -
handene Ak ionspa ame e g öße wi d. Auch hie lassen sich analog
zu den obigen Übe legungen Si ua ionen denken, in denen de We -
bewe b posi i , nega i ode ga nich beein luß wi d.
Die konglome a e Fusion kann eine Minde ung des po en iellen
We bewe bs bewi ken26: Einmal kann diese Wi kung on eine E -
höhung de Ma k zu i ssch anken ausgehen; zum ande en kann de
Konze n on de B anche bishe als po en ielle We bewe be an-
gesehen wo den sein und inso e n indi ek das Ve hal en de An-
bie e mi beein luß haben.
Nega i e Wi kungen au den We bewe b am Ma k des übe nom-
menen Un e nehmens gehen on de Minde ung des po en iellen We -
bewe bs un e olgenden Bedingungen aus: Au dem be ach e en
Ma k muß eine Oligopolsi ua ion bes ehen, da ein in ensi e We -
bewe b on eine Ve minde ung de po en iellen Konku enz nich
be üh wü de. Un e de Annahme, daß die Un e nehmen den
Übe nehme als po en iellen Konku en en be ach e haben und des-
halb ela i ge inge Gewinne ealisie en, um ihn nich anzulocken,
bes eh die Möglichkei , daß die gesam e B anche nun höhe e Gewinne
ealisie en kann. Dies gil alle dings nu , wenn nich noch wei e e Un-
e nehmen als po en ielle Konku en en angesehen we den.
Wei e hin kann die Übe nahme eines Un e nehmens du ch einen
konglome a en Konze n ande e po en ielle We bewe be da on ab-
24 Tu ne : a.a.O., S. 1353 .
25 Vgl. Blai : a.a.O., S. 1415.
26 Vgl. Tu ne : a.a.O., S. 1362 .
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.90.5.547 | Gene a ed on 2023-04-04 11:44:22
Konglome a e Fusion und We bewe b 561
Fusion gedach . Ve s eh man diese Regelung als einen Sch i hin zu
Lösung de poli ischen Folgen eine Konzen a ion wi scha liche
Mach , so kann de Einwand, Ma k an eile besag en nich s übe den
We bewe b, nich e en. Un e nehmen on eine bes imm en G öße
an is es dann ein ach un e sag , ex e n zu wachsen, wenn du ch die
o gesehene Fusion eine bes imm e Ma k an eilsschwelle e eich wi d.
Disku ie en könn e man allen alls noch übe die Höhe de Me kmale
Beschä ig e, Umsa ze lös und Ma k an eil.
Summa y
The Gonglome a e Me ge and Compe i ion
The in ended go e nmen al con ol o me ge s in Ge many aises he ques ion
o he e ec s o conglome a e me ge s. The au ho who su eys especially he
Ame ican li e a u e inds ha he sou ce o conglome a e ma ke powe is pa ly
due o he ma ke posi ion on single ma ke s and pa ly dependen only on he
size o a i m. Conglome a e ma ke powe may ind i s exp ession in p ice dis-
c imina ion, ecip ocal dealing, ying a angemen s, and ce ain ad an ages all o
which dis u b he no mal unc ioning o he compe i ion mechanism. Gene al con-
clusions as o he e ec s o a conglome a e me ge a e ne e heless impossible o
make; i may in ensi y o dis u b compe i ion o simply be neu al depending on
he ci cums ances o he special case.
I is e y doub ul whe he posi i e e iciency e ec s a e b ough abou by a con-
glome a e me ge . I he e should be any his should no be accep ed as a de ense
o he me ge as he e s ill emains he way o in e nal expansion.
A e discussing he Ame ican de elopmen up o he ecen Me ge Guidelines
o he Depa men o Jus ice he Ge man egula ions o he conglome a e me ge
as planned by he Minis y o Economics a e discussed. O he wo c i e ia unde
which i would be possible o p ohibi a conglome a e me ge , one seems likely o
be ine ec i e on ju idical g ounds, whe eas he second e e ing o da as like
numbe o employees o u n-o e and ma ke sha es doeB no ake accoun o
compe i ion aspec s bu may be de ended on he basis o a poli ical alue judgmen .
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