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Anderen grundlegende Bewegungen zeigen. Pädagog*innenbildung als Praxis (der Lehre) von Bildungsbewegungen?

Schneider, Robert

Abstract

Journal für LehrerInnenbildung 25 (2025) 2, S. 82-93 Pädagogische Teildisziplin: Allgemeine Erziehungswissenschaft; Schulpädagogik; als elektronischer Volltext verfügbar

Full text

Schneide , Robe Ande en g undlegende Bewegungen zeigen. Pädagog*innenbildung als P axis (de Leh e) on Bildungsbewegungen? Jou nal ü Leh e Innenbildung 25 (2025) 2, S. 82-93 Quellenangabe/ Re e ence: Schneide , Robe : Ande en g undlegende Bewegungen zeigen. Pädagog*innenbildung als P axis (de Leh e) on Bildungsbewegungen? - In: Jou nal ü Leh e Innenbildung 25 (2025) 2, S. 82-93 - URN: u n:nbn:de:0111-pedocs-345155 - DOI: 10.25656/01:34515; 10.35468/jlb-02-2025-06 h ps://nbn- esol ing.o g/u n:nbn:de:0111-pedocs-345155 h ps://doi.o g/10.25656/01:34515 in Koope a ion mi / in coope a ion wi h: h p://www.klinkha d .de Nu zungsbedingungen Te ms o use Dieses Dokumen s eh un e olgende C ea i e Commons-Lizenz: h p://c ea i ecommons.o g/licenses/by-nc-sa/4.0/deed.de - Sie dü en das We k bzw. den Inhal un e olgenden Bedingungen e iel äl igen, e b ei en und ö en lich zugänglich machen sowie Abwandlungen und Bea bei ungen des We kes bzw. 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Kon ak / Con ac : peDOCS DIPF | Leibniz-Ins i u ü Bildungs o schung und Bildungsin o ma ion In o ma ionszen um (IZ) Bildung E-Mail: [email p o ec ed] In e ne : www.pedocs.de jou nal ü leh e Innenbildung jlb no.2 2025 Gesam ausgabe online un e : h p://www.jlb-jou nalleh e innenbildung.ne h ps://doi.o g/10.35468/jlb-02-2025 ISSN 2629-4982 Zu Rolle de Pädagogik in den bildungswissen- scha lichen G undlagen Bibliog a ie: Robe Schneide (2025). Ande en g undlegende Bewegungen zeigen. Pädagog*innenbildung als P axis (de Leh e) on Bildungsbewegungen? jou nal ü leh e Innenbildung, 25 (2), 82–93. h ps://doi.o g/10.35468/jlb-02-2025-06 82 jlb no. 2/2025  h ps://doi.o g/10.35468/jlb-02-2025-06 06 Robe Schneide Ande en g undlegende Bewegungen zeigen. Pädagog*innenbildung als P axis (de Leh e) on Bildungsbewegungen? Abs ac  • De Bei ag knüp an die eu opäische Ideengeschich e zu Bildung an und wende diese k i isch-ma e ialis isch ü den Kon ex on Pädagog*innenbildung. Die- se kann sonach als Einüben eine spezi ischen Bewegung da ges ell und – k i isch- e- lexi gelesen – die Bewegungslogik diese Bildungsp axis nähe bes imm we den. Dabei zeig sich ih e Angemessenhei ü eine Bildung de Zukun angesich s ak uel- le He aus o de ungen on Mensch und Wel : z. B. im Hinblick au Di e si ä , bezüg- lich ih e Ma e iali ä , Vulne abili ä und Limi a ionen ode auch o dem Hin e g und inklusi -demok a ische Lebens o men. Schlagwo e/Keywo ds • Bildungsbewegung, P axis und Re-P äsen a ion, Bildsamkei , Bildung und demok a ische Lebens o m(en) 83 Ande en g undlegende Bewegungen zeigen jlb no. 2/2025  h ps://doi.o g/10.35468/jlb-02-2025-06 O ien ie ende K ä e on Ve ände ungsp ozessen Übe Bildung müss e auch in diesem Kon ex ieles gesag we den – nich bloß, um ih e Quali ä als „Kon ingenz o mel“ (Luhmann, 2002, S. 187) on E ziehungs- und Bildungssys emen ode sie als „[b]es imm unbes imm [en]“ (Eh enspeck & Rus emeye , 2023, S. 368) Beg i und „Lei me aphe de e ziehungswissenscha lichen Re lexions heo- ie“ (ebd., S. 384) ü die F ages ellung hie au zunehmen, sonde n sie zudem als „p oblema isch(e)“ (Benne & B üggen, 2004, S. 174) Chi e eines genuin menschlichen An wo e suchs on „Selbs - und Wel deu ung“ (ebd.) da zulegen. Eine di e enzie e Klä ung is hie nich möglich. Ich e suche dennoch, in gebo ene Kü ze die Pe spek- i ie ung des Bei ags zu um eißen. Schon die einlei enden Zi a e zeigen, dass Bildung sich wesen lich in den Sphä en de „Ka ego ie Möglichkei “ (Bloch, 1985a, S. 258) e o - en läss ; ih e „ anszendie ende Quali ä “ (Gamm, 2017, S. 74) en al- e sich an de oben genann en G enze on menschlichen Subjek en und (ih e ) Wel – nich zule z an ihnen bzw. du ch die Ve suche, die- se zu übe sch ei en ode jeden alls G enz äume zu e ablie en (Mol- lenhaue , 2008, S. 78–113). Schon on dahe is die Beschä igung mi Bildung imme auch „ein S ück Me aphysik“ (ebd., S. 90). Nich zule z da au e weis Blumenbe gs (2016, S. 24–25) bekann e Apho ismus, de ü die S oß ich ung meine Übe legungen ge adezu pa adigma i- schen Cha ak e ha – de Philosoph sch eib : „Bildung is , was üb ig bleib (…) [sie] is kein A senal, Bildung is ein Ho izon .“ De g iechische U sp ung ho ízōn bezeichne den Gesich sk eis bzw. das Blick eld und dami Gemeinsam-ge eil es ebenso wie Ab- und Be- g enz es. Diese Me aphe bedien sich auch Kan (Was heiß : sich im Denken o ien ie en?), was Mi els aß (2002) au g ei und Bildung o allem in ih e Quali ä als „O ien ie ungskompe enz“ en al e . Mi schein das kein Zu all zu sein, dass Bie i (2017) jus „Bildung als Wel - o ien ie ung“ (ebd., S. 8) als e s en Aspek an üh . Sie du chzieh säm liche wei e e Aspek e da on, „au eine bes imm e A und Weise in de Wel zu sein“ (ebd.) – das Thema on Bildung –, und e hell zudem, wa um Bie i übe Bildung im Konjunk i nachdenk . Die om Bildungsbedü nis ausgelös en und du ch sie assba en Ve ände un- gen we den an de G enze on Wi klichem und Möglichem ge ä ig und legen ‚do ‘ einen neuen Zwischenbe eich ei. Im eu opäischen U my hos (Pla on, 2019b) en al en P ozesse ih e Fo m au d ei ache 84 Robe Schneide jlb no. 2/2025  h ps://doi.o g/10.35468/jlb-02-2025-06 Weise, wobei die „d i e Fo m (…) des We dens“ (ebd., S. 85) on he aus agende Bedeu ung is : Es is dies das die Ve ände ung „Au - nehmende“ (ebd., S. 91) und jene „Hel e “ (ebd., S. 95), de alle As- pek e on Sich-Bewegenden zu in eg ie en e mag – eine K a . Die- se k i isch- e lexi e Lesa on P ozessen wi d im Kon ex ‚Mensch‘ (und Bildung) bei Leibniz wiede e inne und in Humbold s (2010) „B uchs ück“ als eben solche nähe hin bezeichne : als „allgemeins- e(n), eges e(n) und eies e(n) Wechselwi kung.“ (ebd., S. 235–256) K i ische Bildungs heo ie (z. B. Gamm, 2017) knüp an diese T adi ion an, wenn sie diese „Selbs hil e“ (Heydo n, 2005, S. 289) in de (Ko -) Rela ion on Subjek en bzw. Pe sonen und Gesellscha e o e , um eine „inhal lich e ände e Wel du ch gegensei ige Hil e schon je z beginnen“ (ebd., S. 295) zu lassen. Pädagog*innenbildung – so ein e s es Zwischen azi – ziel so besehen p imä da au ab, eigene und ‚ emde‘ Ve ände ungsp ozesse e ken- nen und (ein-)o dnen zu können – sie als das, was sie sind (und sein könn en), in den Blick zu bekommen, auße dem diese mi - und nach- ollziehen und dabei (auch) in Sp ache b ingen zu können. Und: Diese Bewegung se z ein S aunen übe ih e wi kliche ‚Schönhei ‘ o aus. Au diese Weise we den wi als F agende ‚gebo en‘ und a ek i au Dialog einges ell (Pla on, 2019a; Bie i, 2017). Bildungsbewegungen in dialogisch s uk u ie e Au gabengemeinscha Diese Zusammenhänge haben o dem Hin e g und on inklusi e und di e si ä ssensible Bildung zen ale Bedeu ung, wie allgemein- pädagogische Re lexionen zeigen. Fü Rekus (2016) bilden Dialog und Rezip ozi ä on indi iduellen Bildungsbemühen die wesen lichen An- sp üche on Inklusion, die dann als ein „Einschluss in die gemeinsame Bildungsa bei (…) und zwa in eine Au gabengemeinscha mi ge- gensei ige Hil e und Un e s ü zung“ (ebd., S. 50) beg i en wi d. Die- se Gedanke s eh ie in de eu opäisch-bü ge lichen T adi ion, übe Leh -/Le np ozesse und Bildung nachzudenken, wobei die Doppelung „Leh en/Le nen“ au die p axeologische und dialek ische T adi ion (z. B. Benne , 2005; Mollenhaue , 2008) e weisen soll, den Bezug on Mensch(en) und Wel als E ah ung zu ‚denken‘. Gemein is dami ein spezi ische Umgang mi Dingen, „die au bes imm e Weise mi ein- 85 Ande en g undlegende Bewegungen zeigen jlb no. 2/2025  h ps://doi.o g/10.35468/jlb-02-2025-06 ande in e agie en“ (Dewey, 2007, S. 18) und zudem als „das, was e - ah en wi d [d. h. …] die A , wie Dinge e ah en we den“ (ebd.). Schon Kla ki (2007) g ei diesen k i isch au und e o mulie ihn „ ü unse e Zei “ (und die ‚unse e‘ e s ech ). E nenn olgende bes immenden Elemen e: „als Bildung ü alle“ (ebd., S. 40) ziele Allgemeinbildung au die oben ange üh e O ien ie ungskompe enz – eine um assende Fähigkei , sich in eine mündige Lebens üh ung einzuüben und inso- e n ein gelingendes bzw. geglück es Leben zu üh en; sie sei auße - dem „k i ische Auseinande se zung mi einem neu zu du chdenken- den Ge üge des Allgemeinen, als des uns alle Angehenden“ (ebd.) und nich zule z „Bildung alle uns heu e e kennba en Fähigkei sdimen- sionen des Menschen“ (ebd.). Eben dies is als Bildungsau gabe zwa on Subjek en zu bewäl igen, die sich abe de Un e s ü zung ande- e siche sein können und e s in diese wechselsei igen So gea bei (gemein is eine Hil es ellung, die die Ad essa *innen jedoch nich ih e Subjek ha igkei en zieh ) die Bedingung de Möglichkei sich zu bilden o inden und ealisie en. Pädagog*innenbildung, die da au o be ei e , alle Kinde und Jugendlichen bei de Bea bei ung ih e Bildungsau gaben beglei en zu können, sie dazu e mun e , dies im Medium des Gemeinsamen zu wagen und dabei alle humanen Kom- pe enzen de jungen Menschen ad essie , wi d nich umhinkönnen, diese Bewegungslogik selbs zu einzuüben und dabei imme wiede ih Allgemeines eizulegen und k i isch im Blick zu behal en. Was bedeu e dann also Demok a ie als Lebens o m und das Humanum angesich s de He aus o de ung on pädagogische P o essionalisie- ung bzw. Expe ise ode dem „p o essionellen Selbs “ (Baue , 2005, S. 75 )? Pädagog*innenbildung is auch Allgemeinbildung: Sie be ag und üh in die Theo ie und P axis on „Bildungsbewegung“ (Mollenhau- e , 2008, S. 103) ein. Dabei we den die S udie enden mi En wü en on und E wa ungen an ih e kün ige be u liche Rolle kon on ie , die sie indi idual-biog a isch bewäl igen und als Bildungsau gabe ge- meinsam bea bei en, was imme auch heiß , zugleich ih e Subjek i- i ä bewah en zu müssen. Abe nich alleine das: Die zu leis enden Bewegungen we den nich bloß an de G enze on Subjek i i ä und In e subjek i i ä a izie , sonde n auch du ch die En wü e de Zu- kun s ähigkei (m)eine Lebens o m ange ieben – eines gesellscha - lich wie indi idual-biog a ischen Ansp uchs eine möglichen (besse- en, jeden alls gu en) Wi klichkei (Mollenhaue , 2008) als „wi klich 86 Robe Schneide jlb no. 2/2025  h ps://doi.o g/10.35468/jlb-02-2025-06 Mögliche“ (Bloch, 1985a, S. 274). Dieses „Noch nich “ (ebd., S. 360) is inso e n ein o ales und übe g ei endes, indem es die be u lichen wie pe sönlichen, die indi iduellen wie gesellscha lichen, die e nen und nahen Ho nungen zusammen üh , um „die Wel (…) gedank- lich e ügba zu machen, Leben und Bewuss sein zu e binden, die Wel denkend noch einmal aus sich selbs he o zub ingen“ (Gamm, 2017, S. 87); eben auch den Ausschni eine be u lichen Wel . Auch wenn Pädagog*innenbildung dazu insbesonde e ins i u ionalisie e und spezi isch kul i ie e Be eiche menschliche Lebens o men ag- men ie en muss, so schein mi dies doch zu sein, was am Beginn des eu opäischen Bildungsdenkens „Selbs e o schung“ (Pla on, 2009, S. 38) genann wu de. Diese Hal ung zum eigenen Leben wa schon damals gep äg on einem Bewuss sein ü die Gesellscha lichkei des menschlichen Lebens und de Dialogizi ä ih e P axis. Konzep ionelle Baus eine on Bildung als Bewegungsleh e Basie end au den Übe legungen de beiden o angegangenen Ab- schni e we den einige Aspek e on Leh e *innenbildung da ges ell , so e n diese sich als Einüben on Bildung als P axis und Re lexion diese Bewegung(en) beg ei . Aus üh liche e Da s ellungen zu Kon- zep ion habe ich ande no s (z. B. Schneide -Reisinge , 2022, 2024) zu geben e such . Dem Ansa z Pädagog*innenbildung als Bewegungs- leh e is eine Übe legung wesen lich, die schon üh in eine – da- mals noch als In eg a ionspädagogik bezeichne en – Pädagogik bzw. Didak ik de Viel al o gelegen ha , so e n diese sich als human und demok a isch sowie bias- und disk iminie ungssensibel e s eh . Mi - un e wi d zu diese Zei das Einüben und Kul i ie en de a ig ange- messene Leh -/Le np ozesse als „En wicklungsdidak ik“ (Bin inge e al., 2002) bezeichne . Diese läss sich als „An wo “ (Wilhelm, 2012) au sozial- und kul u geschich lich zunehmende und iel äl ige Indi idualisie ungs- (und Di e enzie ungs-)p ozesse bei zugleich be- s ehendem Inklusionsgebo in Gesellscha (en) und Ins i u ionen be- g ei en. Pädagog*innen komm dabei p imä die Rolle und Funk ion als „Expe innen (… ü ) die op imale En wicklung des Indi iduums“ (ebd.) zu. Wi d diese Einsich on Leh -Le nlogiken au Pädagog*in- nenbildung ückge üh und angewand , dann lieg de Schluss „En - 87 Ande en g undlegende Bewegungen zeigen jlb no. 2/2025  h ps://doi.o g/10.35468/jlb-02-2025-06 wicklungsdidak ik – Didak ik en wickeln“ (ebd.) und dessen Konk e i- sie ung nahe: Bildung on Leh e *innen sei sonach insbesonde e die „En wicklungsbeglei ung“ (ebd.) de S udie enden zum „[s]ubjek i en heo iegelei e en didak ischen Konzep “ (ebd.). Die dabei zu leis ende Theo iea bei kann mi Be ge (2014) als „Philosophie en“ bezeichne we den – nähe hin als E zählen, F agen, Ve s ehen und Beg ei en so- wie O dnen und Übe se zen und zwa , um „die Au lösung on gedach- en und ealen E s a ungen und ih e Übe lie e ung in Bewegungen“ (ebd., S. 21) zu übe üh en. Mi Blick au die Konzep ion on Bildung als Bewegung sind auch die Aspek e „Koexis ie en“, „An angen“ und „Gehen“ zu nennen – und nich zule z : das Da s ellen als „eine Tä- igkei zugleich de In ensi ie ung und Ex ensi ie ung“ (ebd., S. 208), die „que zum Gegensa z zwischen Scha en und Rezipie en“ (ebd., S. 210) lieg . Vo hin ha e ich das – de eu opäischen Ideengeschich e olgend – als „Selbs e o schung“ (Pla on, 2009, S. 33) bezeichne ; Sok a es nenn das auch (p ak ische) „Au suchung de Weishei “ (ebd.). Übe diese „Denke ah ung“ (Dewey, 2000) und (s)eine angemessene Me- hod(ologi)e als „pa eiische Weishei “ (Bloch, 1985b, S. 224) – pa ei- isch mi dem konk e sich bildenden Menschen und seine op imalen En wicklung – sch eib Bloch (ebd.): „[D]ie Bes immung de Weishei is de so unau d ingliche wie un e meidliche Gesich szug du chgebil- de e , einhei liche , au P axis bezogene Philosophie“. Die weise Bil- dungsbewegung „ e hinde [ demnach], dass eine [Bewegung] ou i- nie und p ak izis isch wi d. Sie [häl ] das Wissen in Bewegung, eben dami es o neuen Si ua ionen nich hil los und subal e n eagie .“ (Ebd.) Hie ‚ i ‘ sich diese Pädagog*innenbildung mi dem Ansinnen Philosophische P axis. Und doch wi d diese Bildungsa bei übe das Philosophie en als Lebenshil e hinausgehen (müssen), so e n die „Ten- denz“ on Pädagog*innenbildung die In eg a ion zunehmende Di e- enzie ung/Konk e isie ung eines p o essionellen Selbs im Rahmen de Ges al ung eine indi iduellen Be u sbiog a ie als ein Aspek de Bewäl igung indi idual-biog a ische En wicklungsau gaben is . Dies- bezüglich kann die hy hmische Logik on Bildungsbewegungen eine Nähe zu he apeu ischen P ozessen au weisen. Ve mu lich lieg dies nich zule z da an, dass es nich bloß um das Einüben und „Aneignen on“ geh , sonde n all diese P ozesse on einem be eienden Momen g undie sind – und au dieses zulau en. Diese Fo m und Quali ä on Bildungsa bei kennzeichne de b asilianische Be eiungspädagoge 88 Robe Schneide jlb no. 2/2025  h ps://doi.o g/10.35468/jlb-02-2025-06 F ei e (1979) als be eiende P axis, die imme „wi kliches Wo “ (ebd., S. 71) und „Einhei on Re lexion und Ak ion“ (ebd., S. 53) is ; ih e „ ich ige Me hode lieg im Dialog“ (ebd., S. 52), dessen Konk e isie- ung wi d „p oblem o mulie ende Bildung“ (ebd., S. 68) genann – eine „Bewegung, die den Menschen (…) engagie “ (ebd., S. 69). Neben dem Momen de Be eiung sind ü Bildung als Bewegung auße dem kennzeichnend: de mime ische Aspek als Kno enpunk on Sozialem und Kul u ellem, de mi Walden els (2002) ie Be- deu ungen um ass : Vo s ellung, Ve gegenwä igung, Da s ellung und S ell e e ung. Au die pädagogische Rele anz des Zusammenhangs on P äsen ie en und Rep äsen ie en als s uk u ie es Zeigen (und die Auswahl des zu Zeigenden) ha Mollenhaue (2008) hingewiesen. Zeichen s ellen demnach nich bloß e was da , sonde n das Abbilden selbs wi d zu P oduk ion eine e ände en (Zeichen-)Beziehung, die bzw. das dann wiede um Neues bzw. ande e O dnungen eizuse zen e mag. Das Mime ische de Bildungsbewegung e weis auße dem au die an h opologischen Vo ausse zungen de Menschen (e wa Posi- ionali ä , abe auch Vulne abili ä ) und zugleich au die dami zusam- menhängenden Dimensionen des Sozialen und Rela ionalen. Diese Bewegungen sind inso e n e olu ionä und im Hinblick au Sozialisie- ung und Kul i ie ung on P ak iken und Techniken höchs bedeu sam; de Konnex on Vo - und Nachahmung is auße dem eingebe e in die G unde ah ung de Rezip ozi ä – Bildungsbewegung ha imme mi (dem) Ande en (und mi Selbs als einem Ande en) zu un. Da an kann ein wei e e Aspek on Bildungsbewegung anschließen: Bildung als Resonanze ah ung und ‚Mi el‘ wide die (Selbs -)En emdung (Jaeg- gi, 2016). Im Kon ex on Bildung hieße das, jene Logik en gegenzu- wi ken, die (lebendige) Beziehungen do o äusch , wo es sich um „Beziehung[en] de Beziehungslosigkei “ (ebd., S. 20) handel – um Bezüge zu „eine als gleichgül ig und emd e ah enen Wel gegen- übe “ (ebd., S. 21). Demgegenübe sind Bildungsbewegungen, so sie esona o isch sind, „bezogene Beziehung[en]“ (Rosa, 2016, S. 305), de- en Einüben die Kul i ie ung eines „menschliches G undbedü nis[es] und eine[ ] G und ähigkei “ (ebd., S. 293) ad essie . In diesem Sinn kann Bildung als P axis du ch ie Momen e cha ak e isie we den (ebd., S. 83 ), die wechselsei ig ü beide Pole de Rela ion und die- se selbs gel en: Bildungsbewegungen haben An wo cha ak e und bezeichnen ein Be üh -we den, sie sind E ah ungen on Selbs wi k- samkei , dabei ans o ma o isch und bleiben s e s un e ügba . Als