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Zwischen Geltungs- und Angemessenheitsdiskursen. Der Praxisbezug jenseits seiner legitimatorischen Beschwörung

Abstract

Journal für LehrerInnenbildung 25 (2025) 2, S. 118-127 Pädagogische Teildisziplin: Schulpädagogik; als elektronischer Volltext verfügbar

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Zwischen Geltungs- und Angemessenheitsdiskursen. Der Praxisbezug jenseits seiner legitimatorischen Beschwörung

Author: Wernet, Andreas
Publisher: DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation
Year: 2025
DOI: 10.25656/01:34518
Source: https://www.pedocs.de/volltexte/2025/34518/pdf/jlb_2025_2_Wernet_Zwischen_Geltungs_und.pdf
We ne , And eas
Zwischen Gel ungs- und Angemessenhei sdisku sen. De P axisbezug
jensei s seine legi ima o ischen Beschwö ung
Jou nal ü Leh e Innenbildung 25 (2025) 2, S. 118-127
Quellenangabe/ Re e ence:
We ne , And eas: Zwischen Gel ungs- und Angemessenhei sdisku sen. De P axisbezug jensei s seine
legi ima o ischen Beschwö ung - In: Jou nal ü Leh e Innenbildung 25 (2025) 2, S. 118-127 - URN:
u n:nbn:de:0111-pedocs-345188 - DOI: 10.25656/01:34518; 10.35468/jlb-02-2025-09
h ps://nbn- esol ing.o g/u n:nbn:de:0111-pedocs-345188
h ps://doi.o g/10.25656/01:34518
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In o ma ionszen um (IZ) Bildung
E-Mail: [email p o ec ed]
In e ne : www.pedocs.de
jou nal ü leh e Innenbildung
jlb
no.2
2025
Gesam ausgabe online un e :
h p://www.jlb-jou nalleh e innenbildung.ne
h ps://doi.o g/10.35468/jlb-02-2025
ISSN 2629-4982
Zu Rolle de Pädagogik
in den bildungswissen-
scha lichen G undlagen
Bibliog a ie:
And eas We ne (2025).
Zwischen Gel ungs- und
Angemessenhei s disku sen.
De P axisbezug jensei s seine
legi ima o ischen Beschwö ung.
jou nal ü leh e Innenbildung, 25 (2), 118–127.
h ps://doi.o g/10.35468/jlb-02-2025-09
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And eas We ne
Zwischen Gel ungs- und
Angemessenhei sdisku sen.
De P axisbezug jensei s seine
legi ima o ischen Beschwö ung
Abs ac  • Die olgenden Übe legungen be uhen au de Annahme, dass das p o es-
sionalisie ungsindika i e P oblem pädagogischen Handelns in de Bea bei ung on
Angemessenhei s agen bes eh . Da aus e gib sich eine in e essan e Pe spek i e ü
die e ziehungswissenscha liche Leh e *innenbildung und ih en P axisbezug. Denn
eine sei s kann die o schungsbasie e Leh e au das pädagogische Angemessenhei s-
p oblem als E kenn nisgegens and Bezug nehmen. Ande e sei s kann diese gel ungs-
disku si e Leh e unp oblema isch die Thema isie ung on Angemessenhei s agen in
ih e kommunika i e P axis au nehmen.
Schlagwo e/Keywo ds • Gel ungsdisku se, Angemessenhei sdisku se,
P o essionalisie ung, P axisbezug, Leh e *innenbildung
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Einlei ung
Dass eine e ziehungswissenscha liche Leh e *innenbildung ih en
Bei ag zu eine P o essionalisie ung de zukün igen Leh k ä e sich
selbs gegenübe und nach außen hin ausweisen muss, lieg au de
Hand. Das heiß auch, dass das e ziehungswissenscha liche Leh -
am ss udium sich nich ein ach, wie ein g unds ändiges S udium, au
seine Fachsys ema ik s ü zen kann. Es eich nich zu sagen: „Wi bil-
den gu e E ziehungswissenscha le *innen aus“ und das Leh am ss u-
dium an diesem Ansp uch zu o ien ie en. Diese Ansp uch muss um
einen P axisbezug e wei e we den.
Dabei handel es sich o ensich lich um ein Legi ima ionsp oblem, des-
sen seman ische und dekla a o ische Lösungen in einem an Zweck a-
ionali ä ausge ich e en (Aus-)Bildungssys em umso übe zeugende
klingen, je ollmundige de p ak ische E ek des S udiums in An-
sp uch genommen und behaup e wi d. Diesem Zusammenhang ha
die Kompe enz heo ie ih Gehö zu e danken. Die Selbs bezeichnung
als solche u jene Image ie1 au , die den Kompe enz heo e ike *in-
nen die Kompe enz de Kompe enze zeugung e leih .2 Dabei handel
es sich um einen in e essan en und olgen eichen Zusammenhang,
de es im Üb igen auch e dien , als e ziehungswissenscha liche
Gegens and e ns genommen zu we den. Abe na ü lich geben legi i-
ma o ische An wo en au die F age des P axisbezugs des e ziehungs-
wissenscha lichen S udiums wede eine An wo au die F age, was
in diese Leh e a sächlich geschieh (in welche Weise in de Leh e
de P axisbezug he ges ell wi d), noch geben sie eine An wo au
die F age, in welche Weise eine e ziehungswissenscha liche Leh e
übe haup einen P axisbezug he s ellen kann. Diese F agen lassen
sich mi de Fo mulie ung on Zielen – ganz gleich ob es sich um Bil-
dungs-, P o essionalisie ungs- ode Kompe enzziele handel – nich
bean wo en. Sie sind ielmeh Gegens and on e kenn nisk i ischen
Selbs e lexionen. Dazu will de olgende Tex einen Bei ag leis en. E
widme sich de F age de Möglichkei des P axisbezugs eine e zie-
hungswissenscha lichen Leh e. Na ü lich ha auch eine solche, nich
1 Zu Image ie des P axisansp uch: We ne (2016).
2 Ve gleichba be uh de E olg des P o essionalisie ungsbeg i da au , dass e die
Image ie au u , die (pädagogischen) P o essionalisie ungs heo e ike *innen seien
mi de Kompe enz de P o essionalisie ung ausges a e .
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au Legi ima ion zielende Selbs e lexion legi ima o ische Implika io-
nen. Abe die A gumen a ion beansp uch Plausibili ä unabhängig
on diesen Implika ionen.
Die A gumen a ion, die ich im Folgenden zu Diskussion s elle, be uh
au de Un e scheidung on Gel ungs- und Angemessenhei sdisku -
sen. Diese Un e scheidung en sp ich de Gegenübe s ellung eine
no ma i en hal samen E ziehungswissenscha (im Sinne eine empi-
isch beg ünde en Theo iebildung) und eine no ma i en Pädagogik.
De Vo eil de hie o geschlagenen Un e scheidung bes eh da in,
dass sie olgende Pe spek i en e möglich :
• Dem Gel ungsdisku s de e ziehungswissenscha lichen Fo schung
und Theo iebildung is das Angemessenhei sp oblem pädagogi-
schen Handelns als Gegens and de Analyse e au , inso e n die
pädagogische P axis sich kons i u i als Bea bei ung on Angemes-
senhei s agen besch eiben läss .
• Dami wi d auch de Angemessenhei sdisku s e s ändlich. E läss
sich nämlich als „s ell e e ende Deu ung“ (Oe e mann, 2002)
de pädagogischen P axis im Sinne eine „in ellek uellen Ra iona-
lisie ung“ (Webe , 1917/1982) besch eiben. Denn wenn das päda-
gogische Handeln mi diesem P oblem belas e is , is de in ellek-
uelle ‚Re lex‘ de sys ema ischen disku si en Bea bei ung dieses
P oblems s uk u ell zwingend.
• Schließlich e laub de Disku sbeg i einen Bezug zu uni e si ä-
en Leh e. De Ansp uch de Wissenscha lichkei e p lich e die-
se Leh e au den Gel ungsdisku s. Die F age de Möglichkei ih es
P axisbezugs läss sich dann dahingehend bean wo en, dass diese
Gel ungsdisku s eine sei s das Angemessenhei sp oblem als Gegen-
s and de Be ach ung gleichsam beinhal e . Ande e sei s p o ozie
de Gel ungsdisku s die Thema isie ung on Angemessenhei s a-
gen. Da in bes eh im Ke n de mögliche P axisbezug de e ziehungs-
wissenscha lichen Leh e im Kon ex de Leh e *innenbildung.
Das Angemessenhei sp oblem
pädagogischen Handelns
Die olgenden Übe legungen be uhen au de g undlegenden These,
dass das kons i u i e P oblem pädagogischen Handelns in de hand-

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lungsp ak ischen Bea bei ung on Angemessenhei s agen bes eh .
Diese These se z eine Neujus ie ung jene p o essionalisie ungs heo-
e ischen Modelle o aus, die den Ke n de p o essionellen P oblem-
bea bei ung nich in den echnischen und ou inisie en P oblemlö-
sungen, die na ü lich auch den P o essionen zu Ve ügung s ehen,
lokalisie en. Das p o essionelle Handlungsp oblem läss sich, mi We-
be gesp ochen, mi P ozedu en de o malen Ra ionali ä nich hin-
eichend bea bei en. Es in ol ie no wendig eine P oblembea bei-
ung im Modus de ma e ialen Ra ionali ä .3
Die im Rahmen de handlungslogisch-s uk u heo e ischen P o es-
sionalisie ungs heo ie heo e isch a ancie es en Modelle schlagen
o , dieses P oblem de ma e ialen Ra ionali ä au dem Feld pädago-
gischen Handelns heo iea chi ek onisch au die Ka ego ie de Wide -
sp üchlichkei zu ückzu üh en.4 Fü Oe e manns (1996) A gumen a-
ion is dabei die Be u ung au die Spannungen, die sich aus den sich
wechselsei ig ausschließenden Logiken de spezi ischen und de di -
usen Sozialbeziehung e geben, g undlegend. Pädagogisches Handeln
is deshalb p o essionalisie ungsbedü ig, weil das be u s ollen ö mi-
ge Handeln, e gleichba dem he apeu ischen Handeln, kons i u i
Momen e de di usen Sozialbeziehung in ol ie . Fü Helspe s (1996)
A gumen a ion s ell diese An inomie nu eine jene gesellscha lich
e zeug en Wide sp üche da , die sich im pädagogischen Handlungs-
p oblem niede schlagen. Sein Theo ie o schlag be uh au de Hypo-
hese, dass die gesellscha lichen Wide sp üche in de Sphä e päda-
gogischen Handelns ausge agen we den müssen.
Beide Ansä ze leis en ein heo e isch ansp uchs olles, gesellscha s-
heo e isch ückgebundenes Ve s ändnis de ‚U sachen‘ des pädago-
gischen Handlungsp oblems. Abe sie spezi izie en nich die Physiog-
nomie, die das Handlungsp oblem in seine Konk e ion annimm . Wi
kommen diese Physiognomie nähe , wenn wi das Angemessenhei s-
p oblem pädagogischen Handelns ins Zen um ücken. Denn wie auch
imme man die basalen p o essionalisie ungs heo e ischen Beg i e
in eine nich echnologischen Theo iea chi ek onik konzipie – Unsi-
3 Zu den Beg i en o male und ma e iale Ra ionali ä : Webe (1922/1980, S. 44 ,
468 ).
4 Ich be u e mich im Folgenden au die g undlegenden Tex e on Oe e mann
(1996) und Helspe (1996). Die heo e ischen Di e enzie ungen und Wei e üh un-
gen, die insbesonde e Helspe o genommen ha , lasse ich de Ein achhei halbe
hie außen o .
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che hei (unce ain y), Unbes imm hei , Wide sp üchlichkei , K isen-
bea bei ung (usw.); imme olg da aus die ma e iale F age de Ange-
messenhei pädagogischen Handelns.
Diese Vo schlag is auch inso e n an die s uk u heo e ischen An-
sä ze anschluss ähig, als e die F aglichkei pädagogische Angemes-
senhei o ausse z und dami implizi eine gesellscha s heo e ische
Beg ündung des F aglichgewo denseins e o de . Diese Beg ün-
dung is eine genuin mode ni ä s heo e ische: So wie Oe e manns
A gumen a ion die Ausdi e enzie ung de spezi ischen und di usen
Sozialbeziehung o ausse z , so wie Helspe s A gumen a ion die pä-
dagogischen An inomien aus den Wide sp üchen de mode nen Ge-
sellscha ablei e , be uh die These de pädagogischen Angemessen-
hei sunsiche hei au de Annahme eines gesellscha lich induzie en
S uk u p oblems. Sie is , mi Ul ich Beck (1986) gesp ochen, Folge
de Indi idualisie ung und Plu alisie ung mode ne Gesellscha en.
De dami einhe gehende T adi ions e lus be i auch die schulisch
pädagogischen Ak eu e.
Zum besse en Ve s ändnis de These de Angemessenhei sunsiche -
hei is ein Sei enblick au den on Luhmann und Scho o geschlage-
nen Beg i des Technologiede izi s de E ziehung (Luhmann & Scho ,
1982) hil eich. Ande s als die These de Angemessenhei s e unsiche-
ung is die These des Technologiede izi s aus eine ‚On ologie‘ sozia-
le Kommunika ion abgelei e . Sie gil ü jedwede Kommunika ion in
jedwedem gesellscha lichen Zus and und is inso e n beg i lich nich
an den konk e en pädagogischen Handlungsp oblemen o ien ie .
Demgegenübe se z die Angemessenhei shypo hese einen konk e-
en gesellscha lichen Zus and o aus, de das Angemessenhei sp o-
blem e ozie und an die pädagogische P axis delegie .
Ein wei e e Un e schied is on g undlegende Bedeu ung. Ande s
als die These des Technologiede izi s hema isie die Angemessen-
hei shypo hese nich das echnische P oblem pädagogischen Han-
delns. De Beg i de Angemessenhei e weis nich au die Wi k-
samkei de pädagogischen P axis, sonde n au de en In eg i ä . E
hema isie nich die Zweck a ionali ä , sonde n die We a ionali ä 5
de pädagogischen P axis. Das P oblem de Unsiche hei bzw. de Ve -
unsiche ung pädagogischen Handelns be i also nich den pädago-
gischen Handlungse olg. Die F age, is /wa es ich ig, X zu un, ode
5 Zu den Beg i en Zweck- und We a ionali ä : Webe (1922/1980, S. 12).
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is es besse /wä e es besse gewesen, Y zu un, is keine F age de
Unsiche hei des Handlungse olgs, sonde n eine F age de pädagogi-
schen Selbs gewisshei .
Deshalb wä e es auch e ehl , on einem Angemessenhei sde izi zu
sp echen. In his o ische Pe spek i e wä e es allen alls ge ech e ig ,
on einem Ve lus zu sp echen; ein Gewisshei s e lus im Sinne eine
I i a ion ode E schü e ung eines o mals pädagogisch selbs e -
s ändlich Gel enden.6
Gel ungs- und Angemessenhei sdisku se
Eine en scheidende Implika ion de hie o geschlagenen Un e schei-
dung bes eh da in, dass de e ziehungswissenscha liche Gel ungs-
disku s, so e n e sich mi Phänomenen pädagogischen Handelns
beschä ig , das Angemessenhei sp oblem zum Gegens and ha . Im
empi ischen Sinn s ell sich ü die (wi klichkei swissenscha liche)
Un e ich s o schung die F age, mi welchen handlungsp ak ischen
P oblemen Leh e *innen kon on ie sind und wie sie dami umge-
hen; das heiß mi welchen (implizi en) Angemessenhei smodellen sie
diese P obleme bea bei en. Das gil ü die ‚ e gessene Hausau gabe‘
ebenso wie ü das ‚Kippeln‘; das gil ü die F age, ‚we komm an die
Ta el‘ ebenso wie ü den Kommen a bei de Rückgabe eine Klassen-
a bei .
Dami wi d auch die s uk u elle No wendigkei on Angemessen-
hei sdisku sen heo iea chi ek onisch lokalisie ba und e s ändlich.
Die Ungewisshei und Unsiche hei , die das pädagogische Handeln –
nich hinsich lich seine Folgen, sonde n hinsich lich seine Selbs ge-
wisshei und Selbs siche hei – kennzeichne , u die in ellek uelle
Bea bei ung dieses P oblems au den Plan. De Angemessenhei sdis-
ku s kann inso e n eine sei s als „s ell e e ende Deu ung“ (Oe e -
mann, 2002) cha ak e isie we den, ande e sei s als „in ellek uelle
Ra ionalisie ung“7. Alle dings wä e es eine alsche E wa ung an die-
6 In diesem Sinne kann de Übe gang om Be ehls- zum Ve handlungshaushal auch
als Übe gang on eine Angemessenhei ssiche hei (Be ehl) in eine Angemessenhei s-
e unsiche ung (Ve handlung) in e p e ie we den ( gl. du Bois-Reymond, 1994).
7 In Anlehnung an Webe s Cha ak e isie ung de Theologie (in Gegenübe s ellung
zu Wissenscha ): „Alle Theologie is eine in ellek uelle Ra ionalisie ung des eligiö-
sen Heilsbesi zes.“ (Webe , 1917/1982, S. 609)
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sen Disku s, dass e das P oblem lösen kann. Die gleichsam euhän-
de ische Bea bei ung des Ungewisshei s- und Unsiche hei sp oblems
be uh ja ge ade au de Ane kennung de s uk u ellen Nich hin e -
gehba kei dieses P oblems.
Da in bes eh eine übe aschende Ähnlichkei zwischen Gel ungs- und
Angemessenhei sdisku sen. Beide e weisen sich nämlich inso e n als
‚unp ak isch‘, als sie de pädagogischen P axis nich aus de Klemme
hel en können. Beide e weisen sich abe inso e n als ‚p ak isch‘, als
sie das Angemessenhei sp oblem aus de je eigenen Pe spek i e e ns
nehmen. Und beide e lassen ih e Zus ändigkei und e hal en sich
gleichsam selbs demen ie end, wenn sie behaup en, das Angemes-
senhei sp oblem lösen zu können. Die Konku enz zwischen E zie-
hungswissenscha und Pädagogik be uh aus diese Pe spek i e au
einem wechselsei igen Selbs miss e s ändnis.
De P axisbezug
de e ziehungswissenscha lichen Leh e
Diese disku s heo e ische Rein e p e a ion de Gegenübe s ellung
on E ziehungswissenscha und Pädagogik e laub es, einen unmi -
elba en Zusammenhang zu kommunika i en P axis de e ziehungs-
wissenscha lichen Leh e im Leh am ss udium he zus ellen. Es s ell
sich aus diese Pe spek i e nämlich die F age, an welchen Disku sp in-
zipien sich diese Kommunika ion o ien ie .
Diese F age is ins i u ionell o en schieden. De P ima des Gel-
ungsdisku ses e gib sich aus dem Wissenscha sansp uch de uni-
e si ä en Leh e. Dass es sich bei diesem Ansp uch nich um eine
‚idealis ische‘ Fo de ung handel , sonde n dass die Ins i u ion diesem
Ansp uch e p lich e is , zeig sich o allem da in, dass die Leh be ä-
higung (!) du ch eine wissenscha liche Quali ika ion e wo ben wi d.
Die Leh enden sind Expe *innen des Gel ungsdisku ses. Diese Expe -
ise quali izie sie ü die uni e si ä e Leh e. Fü al e na i e Disku s-
o men sind sie wede quali izie noch legi imie noch au o isie .
Genau da aus abe speis sich das Unbehagen an de e ziehungswis-
senscha lichen Leh e. O ensich lich üh diese gel ungsdisku si e
Besch änkung de Kommunika ion mi S udie enden zu eine A bei s-
bündnis- ode Rappo k ise, die sich auch als Sinnk ise bezeichnen
läss . De Gel ungsdisku s als solche e üg übe keinen P axisbezug.