Kond uß, Ma é; Boge , Mai-Anh
Tes psychologie und Disk iminie ungs eihei . Fai ness diagnos ische
P ozesse aus in e sek ionale Pe spek i e
Zei sch i ü e ziehungswissenscha liche Mig a ions o schung : ZeM 2 (2023) 2, S. 156-171
Quellenangabe/ Re e ence:
Kond uß, Ma é; Boge , Mai-Anh: Tes psychologie und Disk iminie ungs eihei . Fai ness diagnos ische
P ozesse aus in e sek ionale Pe spek i e - In: Zei sch i ü e ziehungswissenscha liche
Mig a ions o schung : ZeM 2 (2023) 2, S. 156-171 - URN: u n:nbn:de:0111-pedocs-344682 - DOI:
10.25656/01:34468; 10.3224/zem. 2i2.04
h ps://nbn- esol ing.o g/u n:nbn:de:0111-pedocs-344682
h ps://doi.o g/10.25656/01:34468
in Koope a ion mi / in coope a ion wi h:
h ps://www.bud ich.de
Nu zungsbedingungen Te ms o use
Dieses Dokumen s eh un e olgende C ea i e Commons-Lizenz:
h p://c ea i ecommons.o g/licenses/by/4.0/deed.de - Sie dü en das We k
bzw. den Inhal e iel äl igen, e b ei en und ö en lich zugänglich machen
sowie Abwandlungen und Bea bei ungen des We kes bzw. Inhal es
an e igen, solange Sie den Namen des Au o s/Rech einhabe s in de on ihm
es geleg en Weise nennen.
This documen is published unde ollowing C ea i e Commons-License:
h p://c ea i ecommons.o g/licenses/by/4.0/deed.en - You may copy, dis ibu e
and ende his documen accessible, make adap a ions o his wo k o i s
con en s accessible o he public as long as you a ibu e he wo k in he
manne speci ied by he au ho o licenso .
Mi de Ve wendung dieses Dokumen s e kennen Sie die
Nu zungsbedingungen an.
By using his pa icula documen , you accep he abo e-s a ed condi ions o
use.
Kon ak / Con ac :
peDOCS
DIPF | Leibniz-Ins i u ü Bildungs o schung und Bildungsin o ma ion
In o ma ionszen um (IZ) Bildung
E-Mail: [email p o ec ed]
In e ne : www.pedocs.de
Tes psychologie und Disk iminie ungs eihei –Fai ness
diagnos ische P ozesse aus in e sek ionale Pe spek i e
Ma é Kond uß &Mai-Anh Boge
Zusammen assung: De Wunsch nach eine disk iminie ungs eien Diagnos ik in Schule und
ande en pädagogischen Se ings wi d häu ig an die Psychodiagnos ik he ange agen: Du ch
objek i e und ai e Tes s solldiese Möglichkei en eine di e enzsensiblen Diagnos ik
scha en. Doch wie be- und e an wo e die Tes psychologiediese ges ell en Ansp üche an
Objek i i ä und Fai ness o dem Hin e g und sp achliche und kul u elle Di e si ä ?Wie
sind Ve suche on „kul u ai en“Tes kons uk ionen mo i ie und welche Rolle spielen die
Kon ex e, in denen sich die es enden und ge es e en Subjek e be inden?Anhand diese
P oblem elde e ö e de A ikel Fai ness in de Psychodiagnos ik aus eine in e sek ionalen
Pe spek i e.Dazu we den zunächs de Disku ss and de Psychome ie/Psychodiagnos ik
skizzie und bishe ige Ve suche de P oblemlösungk i isch un e such . Schließlich we den
in e sek ionale Pe spek i en au Psychodiagnos ik en wickel und es wi d ge olge , dass
Fai ness nich im Tes ,sonde n in de Rela ion zwischen Tes und in ol ie en Subjek en
inne halb on Kon ex en e o e is .
Schlüsselwö e : Psychodiagnos ik, Tes psychologie,Fai ness, Disk iminie ung
Ti le: Tes Psychology and Non-Disc imina ion –Fai ness o Diagnos icP ocesses om an
In e sec ional Pe spec i e
Summa y: O en imes, diagnos icians in schools and o he educa ional se ings ely on he
hope o objec i e and ai psychological es s o ensu e disc imina ion- ee es ing. Bu how
does es psychology accoun o hese claims made o objec i i y and ai ness in asocie y
ha is cul u ally di e se?Wha mo i a es he cons uc ion o „cul u ally ai “ es s, and which
ole do con ex ual ac o s play?Along wi h hese ques ions, he ollowing a icle discusses
ai ness and equi y in psychodiagnos ics om an in e sec ional pe spec i e. To do so, i i s
ou lines he s a e o discou se in psychome ics/psychodiagnos ics and c i ically examines
p e ious a emp s o sol e he p oblem. Finally, i de elops in e sec ional pe spec i es on
psychodiagnos ics. I concludes ha ai ness is no asubjec o (only) es cons uc ion bu o
he ela ionship be ween es s and he subjec s in ol ed wi hin cul u al con ex s.
Keywo ds: Psychodiagnos ics, Tes Psychology, Fai ness, Disc imina ion
1P oblemau iss: Kul u ,Sp ache und Mig a ion in de
Psychodiagnos ik
„Die En scheidungen im Bildungswesen sind o on g oße T agwei e.Also is es doch besse , Tes e gebnisse als
G undlage de En scheidung zu nehmen. Man kann auch bei spa e em Miße olg imme noch sagen: ‚Abe damals
zeig e das Tes e gebnis ganz kla ‘“ (Lo enz 1990: 146).
ZeM –Zei sch i ü e z.wiss. Mig a ions o schung, Jg. 2, He 2/2023,156–171h ps://doi.o g/10.3224/zem. 2i2.04
Mi diesem i onischen Kommen a e ö ne Al ed Lo enz ein Spannungs eld au Basis de
Beobach ung, dass dieHo nung au objek i e Tes s häu ig au ge u enwi d, um En las ung
und Siche hei in wei eichenden En scheidungsp ozessen zu gewinnen –ob im Rahmen de
Leis ungsdiagnos ik ode auch in de Diagnos ikimKon ex sonde pädagogische Fö de ung.
Angesp ochen wi d da in die legi ima o ische Funk ion on Tes s sowie die Möglichkei ,
diesen die ‚Schuld’da an zu geben, wenn in Bildungsein ich ungen e was nich so läu wie es
soll e. Mi Blick au in e sek ionale Pe spek i en schwing da in auch mi , welche S uk u en
und P ak iken die Rep oduk ion ins i u ionelle Disk iminie ung(Gomolla/Rad ke 2009) mi
zu e an wo en haben.S a is iken zeigen dabei in ih em Objek i i ä sansp uch ein ambi a-
len es Gesich : Eine sei s können sie dazu e wende we den, ebensolche Fo men ins i u-
ionelle Disk iminie ungau zudecken und sie messba zu machen. Ande e sei s können
Objek i i ä sansp üche selbs in die Rep oduk ion on s uk u elle Disk iminie ung e -
s ick sein –so zum Beispiel du ch die Na u alisie ungimplizi e und nich - e lek ie e
No mali ä s o s ellungen in Tes e ah en.
In e sek ionali ä wi d in o liegendemA ikel als ein plu ales Bündel aus Theo iezu-
gängen e schiedens e P o enienz und p ak ischen Zugängen e s anden, die da übe e ein
we den, dass sieau eine K i ik disk iminie ende Ve häl nisse mi Fokus au in e sek ional
in isibilisie e Pe sonen, Kons ella ionen und G uppen zielen (genaue in Abschni 2.2). Aus
eine solchen disk iminie ungsk i ischen Pe spek i e ag man sich in de pädagogischen
P axis o , wemman wie seh e auen kann, e was disk iminie ungs ei beu eilen zu
können: Au wen ode was ho en, wenn man au eine disk iminie ungs eie Diagnos ikziel ?
Se z man au Disk iminie ungs eihei du ch eine Sensibilisie ung on Leh k ä en und
ande en pädagogischenFachk ä en?Und/ode e au man ehe au Tes e ah en, die als
hin eichendobjek i , eliabel und alide gel en, und ho , dami de subjek i en Willkü ein
Ende zu se zen?
In e sek ionali ä is zudem dami assoziie ,au ebenjenes zu e weisen, das sich eine
ein achen –wie man in de S a is ik sagen wü de –uni a ia en Ka ego isie ung en zieh , und
au komplexeÜbe k euzungen und In e ak ionen on Va iablen zu e weisen, die mi qua-
li a i en Sp üngen einhe gehen ( gl. Walgenbach 2012). Implizi wi d dami auch au die
mi un e in de Spu des Me hodens ei s ge üh en Diskussionen zum Un e schied zwischen
quali a i en(idiog aphischen) und s anda disie en quan i a i en (nomo he ischen)diagnos-
ischen Ve ah en angespiel . Vo liegende Bei ag widme sich dahe de F age, ob und wenn
ja, wie Fai ness übe s anda disie e diagnos ische Ve ah en gewäh leis e we den kann. De
eingangs zi ie e pe si lie ende Aussp uch e weis insgesam au d ei Phänomene,die im
o liegenden Bei ag aus de Pe spek i e de Tes psychologie sowie aus eine in e sek ionalen
Pe spek i e e ö e we den sollen.
E s ens wi d im Zi a deu lich, dass es bei Diagnos ik in de P axis um F agen de
Ve an wo ung geh : Wiewe den Ansp üche an Objek i i ä und Fai ness o dem Hin e -
g und kul u elle und sp achliche Di e si ä in de Te s psychologie be- und e an wo e
(2.1)?Und welcheVe an wo ung komm den Diagnos izie enden in de P axis zu (2.2)?
Zwei ens zeig das Zi a , dass de Rückg i au diagnos ische Ins umen e und Ve ah en
un e schiedlich mo i ie sein kann. Pe si lie wi d hie die au den e s en Punk bezogene
Mo i a ion, sich de Ve an wo ung du ch Reku s au die Objek i i ä und Validi ä eines
psychome ischen Ve ah enszuen ziehen. Bezogen au Disk iminie ung kulminie eine
solche Ve an wo ungs e schiebung in de be uhigenden Vo s ellung, dass nich man selbs ,
sonde n eben de Tes disk iminie end wa . Wiesind demgegenübe die es heo e ischen
157M .Kond uß, M. Boge : Tes psychologie und Disk iminie ungs eihei
Ve suche, Fai ness he zus ellen, mo i ie (3.1)?Und welche (wei e en) Mo i e inden sich in
de P axis de Du ch üh ung und In e p e a ion diese Ve ah en (3.2)?
D i ens e ö ne das Zi a dieF age danach, wie diagnos ische P ozesse und E gebnisse
du ch den Kon ex mi beein luss we den. De k i ischeDisku sda übe kann sich au zwei
Ebenen en al en. Be ach e we den können eine sei skul u elle Kon ex e (4.1) und ande-
e sei s Kul u als Kon ex (4.2). Wa sis ‚Kul u ’in de Te s psychologie und in de In e -
sek ionali ä s o schung?(4.3)
Nach E ö e ung diese d ei Dimensionen —de e hischen, de mo i a ionalen und de
kon ex uellen —,wi d im Fazi eine mögliche Poin e eine in e sek ionalen Pe spek i e au
Diagnos ik en al e (5).
2E hische Dimension: Ve an wo ung und Fai ness
Aus es heo e ische Pe spek i e is die g oße F age nach ‚Ge ech igkei ’no wendige weise
ausgeklamme , da Ge ech igkei nich es - bzw. e ah ensimmanen gewäh leis e we den
kann. Es wä e also ein Ka ego ien ehle , die Tes diagnos ik da ü zu k i isie en, dass sie keine
Ge ech igkei he s ell . Im Zen um s ehen hie Konzep e de (p ozedu alen) Fai ness. Diese
we den im olgenden Abschni (2.1) da geleg , be o aus in e sek ionale Pe spek i e übe
Disk iminie ungs eihei als Face e on Ge ech igkei eingegangen wi d (2.2).
2.1Konzep ionen on Fai ness in de Tes psychologie: E kann e P obleme
und Ziel o mulie ung
Ausgangspunk de selbs k i ischenAn agen und Übe a bei ungen de Tes diagnos ik sind
zumeis Be unde de Un e - ode abe de Übe diagnos ik im In e g uppen e gleich. So
deu en beispielsweise g oß angeleg e epidemiologischeS udien au eine sys ema ische Un-
e diagnos ik on ADHS bei Kinde n in Familien mi Mig a ionshin e g und hin (San os-
Hö ene e al. 2019, Schlack e al.2007). In e p e a ionen on s a is ischen Be unden diese
A sind jedoch ungenügend beg ündba , solange sie nich mi eine Theo ie bzw. einem
komplexe en Modell zeigen können, dass on eine gleichen Häu igkei bei allen G uppen
plausible weise ausgegangen we den kann (ode eben, dass dies nich de Fall is ). Im Be eich
Geschlech liegen hie zu e einzel komplexe e Theo ien o .1Fü ande e He e ogeni ä sdi-
mensionen –und so auch ü die hie ele an e Dimension kul u elle He e ogeni ä –wu de
dies bishe jedoch sel en ge an.
Auch die Viel al an Sp achen ging mi An agen an die Tes heo ieeinhe . Im Zuge de
Globalisie ung wu de es eine geläu ige P axis, Tes s in e schiedene Sp achen zu übe se zen.
Dabei is jedoch nich ga an ie , dass übe se z e I ems in eine ande en Sp ache eine äqui-
alen e Bedeu ung agen. Es is also wede gesiche , dass dasselbe Kons uk gemessen
wi d, noch lassen sich olglichdie Tes we e on Pe sonen un e schiedliche Sp ache ode
1Ein anschauliches Beispiel hie ü is die Ano exie:Sowä e es o ensich lich e kü z , eine Un e diagnos ik on
Ano exie bei Jungen/Männe n anzunehmen, nu weil diese Diagnose ü dieses Geschlech sel ene ges ell
wi d. Wa um diese S ö ung bei Mädchen/F auen häu ige au i , läss sich geschlech e heo e isch e ö e n –
und e s au Basis diese heo e ischenE ö e ungen lassen sich die s a is ischen Be unde sodann sinnha
in e p e ie en.
ZeM –Zei sch i ü e z.wiss. Mig a ions o schung, Jg. 2, He 2/2023, 156–1711 58
e schiedene kul u elle He kun ai e gleichen.Sowu de zum Beispiel die häu ig ein-
gese z e We chsle In elligence Scale o Child en (WISC-IV, Wechsle 2003) in iele eu o-
päische Sp achen übe se z , eine Ve gleichba kei de e schiedenen Sp ach e sionen gil
jedoch nich als gesiche ( gl. Kubinge 2011:18 .).
Vo dem Hin e g und diese beiden P oblemanzeigen wu de Tes -Fai ness im his o ischen
P ozess zunehmend hema isie und als ein wei e es Gü ek i e ium hochgehal en. De inie
is das Gü ek i e ium de Tes -Fai ness lau Tes ku a o ium (1986:360) als das „Ausmaß eine
e en uell bes ehenden sys ema ischen Disk iminie ung bes imm e Tes pe sonen, z.B. au -
g und ih e e hnischen, soziokul u ellen ode geschlech sspezi ischen G uppenzugehö igkei ,
bei de Abschä zung on K i e iumswe en“.Als „ ehlende sys ema ische Benach eiligung“
(A endasy e al. 2018: 42) um ass Fai ness nich nu die inhal liche Ebene des Messins u-
men s, sonde n auch die p ognos ischeFai ness und die Selek ions ai ness.
Als Lösungs o schläge ü die genann en P obleme wu den sog. ‚kul u eie’bzw.
‚kul u ai e’Tes s kons uie ( gl. Möbus1983), au die im nächs en Abschni genaue
eingegangen wi d (3.1). Hin e diesen e bi g sich ein Ve s ändnis on Tes -Fai ness im
Sinne des „Iden i ä skonzep s“(Wo awa/Amelang 1980: 200). Dieses besag , dass ein ai e
Tes keine Un e schiede ü die Zielg uppen zeigen und olglich auch nich mi kul u ellen
Fak o en ko elie en da (ebd.; gl. auch A ey 1972; Da ling on 1971; Möbus 1983). In
diese De ini ion on Fai ness auch die oben benann e heo e ische Lücke e neu au : So
läss sichohne ein heo e isches Modell nich es legen, ob ge undene In e g uppen-Un e -
schiede au Ve ze ungen ode au Ko ela ionen mi kul u ellen Fak o en zu ückzu üh en
sind (ob also zum Beispiel das Kons uk selbs ein wes lichesis ).
Das Iden i ä sp inzip lieg auch de e b ei e en P axis zug unde, bei de Fai ness übe
No m abellen he ges ell we den soll( gl. Wo awa/Amelang 1980: 201 .). Au g und heo-
e ische Übe legungen gib es übliche weise No men ü Al e ode Geschlech , jedoch kaum
No men ü soziale Schich en ode kul u elle Fak o en. A.a.O. wi d diese Willkü anschaulich
am Beispiel de In elligenzdiagnos ik e läu e :
„die eigen lichnaheliegende E klä ung, daß eben 50-jäh ige ‚dümme ’sind als 30-jäh ige,wu de o ensich lichaus
inhal lichen Übe legungenhe aus nich akzep ie (wäh enddem man sich an den g öße en Mi elwe sdi e enzen on
Angehö igen e schiedene Sozialschich en nie ges ö ha )“(ebd.: 201).
Nich jede im In e g uppen e gleich ge undene Un e schied wu de in de Tes diagnos ik au
dieselbe Weise behandel .Insolchen Momen en zeigen sich die Ein lüsse disk iminie ende
S e eo ype und Disku se au F agende Tes kons uk ion und de en Bewe ung als (un‐) ai .
Zu den k i ischs en ih es Faches könnenjene gezähl we den, de en De ini ionen on
Tes ai ness auch es -exmanen e P ü k i e ien einbeziehen:
„Als un ai gil ein Tes , wenn e in e schiedenen G uppen ode Kul u en au g unddiagnos ischi ele an e Fak o en
[…]un e schiedlich schwie ig, ennscha ode alide is und diagnos ische En scheidungen […]zu Benach eili-
gung bes imm e G uppen üh en“(Schmi /Maes/Seile 2001:88).
Diese De ini ion, dieals P ü k i e ium auch (nich -in endie e) disk iminie ende E ek e in
de ealen Wel , in de diese Tes s eingese z we den, mi einbezieh , ha jedoch keinen he-
gemonialen S a us e eich (genaue in 4.1).
Mi Blick au die Teil ages ellung, wie die Tes diagnos ik Ansp üche an Objek i i ä und
Validi ä o dem Hin e g und kul u elle und sp achliche Di e si ä e an wo e , läss sich
es hal en, dass das En we en des Gü ek i e iums de Tes -Fai ness zeig , dass diese F age
du chaus e ns genommen wu de. Die Sich ungdiese En wü e leg jedoch ebenso o en, dass
159M .Kond uß, M. Boge : Tes psychologie und Disk iminie ungs eihei
wi on diesem Ziel noch seh wei en e n sind (genaue in 3.1). Tes -Fai ness e weis sich
ü die meis en diagnos ischen Ve ah en als Deside a und nich als e was, das als gegeben
o ausgese z we den könn e.
2.2 Ge ech igkei und Fai ness im diagnos ischen P ozess aus
in e sek ionale Pe spek i e
Bei in e sek ionalen Ansä zen handel es sich nich im s engen Sinne um ein wissenscha -
liches Pa adigma.Vielmeh wi d un e diesem Zeichen ein seh plu ales Bündel an Theo-
iezugängen und P ak iken zusammenge ass , die sich gegen Disk iminie ung ich en und die
dabei d ei Momen e akzen uie en (Boge 2022): E s ens o de n in e sek ionale Zugänge eine
Komplexi ä ss eige ung ein. Du ch den Ve weisau meh acheund sich übe k euzendeBe-
nach eiligungen a bei en sie he aus, dass un e komplexe (uniaxiale, monokausale) Konzep e
on Disk iminie ung selbs Disk iminie ungen he o b ingen (ex. s. C enshaw 1989).
Zwei ens e deu lichen sie dies, indem sie im Sinne de „in e sec ional in isibili y“(ex. s.
Pu die-G eenaway/Eibach 2008) au Kons ella ionenhinweisen, die du ch diese un e kom-
plexen Vo s ellungen unsich ba gemach we den. D i ens oszillie en sie dabei zwischen zwei
Polen, die in ö en lichen Disku sen s a k poli isie sind: Manche Ve e e :innen wenden den
Ve weis au in e sek ionale Be o enhei en so, dass sie in einem iden i ä spoli ischen Modus
Iden i ä en e iel äl igen. Ande e wiede um e ach en diesen Wegals apo e isch, inso e n e
das P oblem, dass jede Rep äsen a ion mi einem Ausschluss, einem Ve ehlen einhe geh , nu
e iel äl ig . Dahe wi d in diese zwei en S oß ich ung e such , die Logik on Iden i ä und
Rep äsen a ion selbs zu un e lau en.
Als inhä en no ma i es und poli isches P ojek zen ie die hie e olg e in e sek ionale
Pe spek i e Disk iminie ungs eihei als Face e on Ge ech igkei . In diese Spu wi d un e
In e sek ionali ä demnachkein bes imm es me hodisches ode analy isches Ve ah en e -
s anden, sonde n es wi d on in e sec ional (in)jus ice als no ma i em Fluch punk ausge-
gangen, on dem aus eine K i ik de Rep oduk ion in e sek ionale Disk iminie ungin
(pädagogischen) P ak iken ollzogen we den kann. Dahe die hie o mulie e F age danach,
welche Ve an wo ung den Diagnos izie enden in de P axis zukomm .
Aus de Ta sache, dass Tes -Fai ness ü die meis en diagnos ischen Ve ah en ein bishe
uneingelös es Deside a is , olg aus in e sek ionale Pe spek i e zweie lei. E s ens gil : De
Einsa z es psychologische Ve ah en is keine neu ale P axis. Die zwei e These olg aus
diese e s en: Die P ak izie enden agen dahe eine nich -delegie ba e Ve an wo ung ü
de en Einsa z. Fokussie we den dahe im Folgenden e s ens Disk iminie ungsk i ik als
Ve weis au die Nich -Neu ali ä de e mein lichobjek i en Pe spek i e und zwei ens die
Nich -Delegie ba kei de Ve an wo ung.
Beide Aspek e kommen in de Analyse de im Eingangszi a pe si lie en Hal ung zu-
sammen. Wenn kon a ak isch eine Objek i i ä behaup e und die (in e ‐)subjek i e Di-
mension des diagnos ischen P ozesses abgewe e (ode soga ganz e leugne und ges i-
chen) wi d, en zieh sich das diagnos izie ende Subjek dami de Ve an wo ung. Es e such
gewisse maßen, diese an die Tes psychologie zu delegie en. Wiejedoch gezeig we den
konn e, behaup e die Tes psychologie ga nich , diese Ansp üche an Objek i i ä und Fai -
ness einzulösen. Beides sind Deside a e bzw. handlungslei ende Ideale inne halb de do
e wende enquan i a i en Pa adigmen, abe sie könnennich ein ach als gegeben o aus-
ZeM –Zei sch i ü e z.wiss. Mig a ions o schung, Jg. 2, He 2/2023, 156–1711 60
gese z we den. Sobald abe die Nich -Neu ali ä de e mein lich objek i en Pe spek i e
angenommen wi d, e schwinde auch die Möglichkei de Dialog e weige ung du ch
Rückzug au diePosi ion, man habe mi Hil e des Tes s objek i e E kenn nis e lang . Inso e n
die diagnos izie enden Leh k ä e/Fachk ä ekeine In e p e a ionsgemeinscha mi den El-
e n, geschweige denn mi den Kinde n bilden, kann also da on ausgegangen we den, dass
sich de Ansp uch au Objek i i ä in de P axis de dialogischen, also in e -subjek i en
Validie ung en gegens ell . So wi d in diese P axis nich nu die Subjek i i ä de es enden
Leh k a /Fachk a ges ichen, sonde n eben auch die des po en iell k i isie enden Ande en,
dem du ch die En -Subjek i ie ung auch das Gegenübe de k i ischen Hin e agung en -
zogen wi d. Dahe e ö ne be ei s das Behaup en on Objek i i ä (und nich e s das Be-
haup en on Fai ness) ein e hisches P oblem.
Die In e sek ionali ä s o schung läd dazu ein, sich diese P ozesse und P ak iken om
S andpunk jene aus o zus ellen, ü die Fai ness nich de No mal all is , den man selbs -
e s ändlich o ausse z , und die das Behaup en on Objek i i ä his o isch (kollek i bio-
g aphisch) und/ode in ih e indi iduellen Biog aphie als He scha sp axis e ah en haben.
Vondiesem S andpunk aus e geben sich zahl eiche wei e e e hische F agen: Mi dem Beg i
des ‚whi e gaze/wes e n gaze’kann zum Beispiel ge ag we den, inwie e ndas diagnos ische
Ve ah en selbs on einem be o enenSubjek als inquisi o isch bzw. gewal ö mig e leb
wi d, ge ade weil es als ‚objek i ’und objek i ie end p äsen ie wi d (hooks1984). In jedem
Fall g ei die Vo s ellung, dass Objek i i ä Ge ech igkei gewäh leis e, zu ku z. Ein au
diesen Objek i i ä sbeg i ges ü z es Konzep on Fai ness e kenn die hohe e hische Be-
deu ung des Sich-Ve an wo ens im in e -subjek i en Dialog. Dies is eben nich die ‚Schuld’
de Tes psychologie, denn –genau dies is diee hische Poin e –das Subjek dieses in e -
subjek i en Dialogs is schließlichdie p ak izie ende Leh k a /Fachk a , die sich en schei-
den und e an wo en muss, ob sie sich hin e de Behaup ung on Objek i i ä zu ückzieh
und als Mensch zum Ve schwinden b ing , ode abe dem Kind ein pädagogisches Gegenübe
–was imme bedeu e : ein( e ‐)an wo endes Gegenübe –sein will. Dies gil eilich ü
quali a i e diagnos ische Ve ah en ebenso.De Un e schied bes eh lediglich in de im
Eingangszi a pe si lie en Häu igkei ,mi de in de P axis de Ve suchung nachgegangen
wi d, dies ü scheinba ‚objek i e’s anda disie e Ve ah en zu e leugnen. Als nächs es soll
dahe die mo i a ionale Ebene genaue un e such we den.
3Mo i a ionale Dimension: Zu Di e enz zwischen
E kenn nisin e esse und p ak ischen In e essen
Ein inne halb de Tes psychologie maßgebende Ansa z, um das P oblem de kul u ellen Bias
( e mein lich) zu umgehen sind die sogenann en kul u eien/kul u ai en Tes s. Sie zeigen in
ih en un e schiedlichen Kons uk ionen e schiedene Ve suche au , Objek i i ä he zus ellen,
sind jedoch alle dadu chmo i ie , die Kons uk e selbs wei e hin als kul u unabhängige
e s ehen zu wollen und genau dies du ch kul u eie/kul u ai e Tes s zu a i mie en bzw.
belegen zu wollen. Diese Mo i a ion beein luss dieA und Weise, wie sich dem P oblem
p ozedu ale Fai ness aus disziplinä e Pe spek i e gewidme wi d (3.1). Die Mo i a ionen
und In e essen de P o ession können da an nich b uchlos anschließen (3.2).
161M .Kond uß, M. Boge : Tes psychologie und Disk iminie ungs eihei
3.1Mo i a ionen zu P oblemlösung: Fai ness du ch „kul u eie Tes s“?
Bei den sog. kul u ai en Tes s handel es sich um eine he e ogene Tes g uppe: Kul u elle
Ve ze ungen be e en e schiedene Tes klassen wie In elligenz es s, neu opsychologische
Tes e ah en und Pe sönlichkei s agebögen ( gl. Ba hje/Feiss 2014: 358). Au ällig hie bei
is , dass die Deba e um Kul u eihei und Kul u ai ness übe wiegend im Be eich de In-
elligenz o ange ieben wi d, da ü ande e Tes klassen nu wenige Ve suche eine en -
sp echenden kul u eien bzw. - ai en Tes en wicklung un e nommen we den. Die hie wie-
de gegebenenAnsä ze, kul u elle Bias abzumilde n, s ammen dahe alle aus dem Be eich de
In elligenz es s. Zugleich e weis sich diese Fokus au In elligenz es s aus e ziehungswis-
senscha liche Pe spek i e als iel äl ig ele an , inso e n diese sowohl im Be eich de Be-
gabungs ö de ung als auch im sonde pädagogischen Be eich in de P axis e ablie sind
(Ko mann 2006). In beiden Felde n wu de auch ange üh , dass die mangelnde Fai ness on
In elligenz es s zu Rep oduk ion on Disk iminie ungen bei äg (z.B. im Kon ex de Un-
e diagnos ik on Hochbegabung bei Mädchen ( gl. Pe e sen 2013)).
His o isch be ach e ha sich die De ini ion kul u eie bzw. kul u ai e Tes s inne halb
de Wissenscha s e ig gewandel . Die e s en kul u eien Kons uk ionsbes ebungen wu -
den Endede d eißige Jah e un e nommen: Raymond Ca ell e ö en lich e 1940 den
Cul u eFai Te s . Besonde en Au schwung and de Disku s um kul u eie Tes s ab den
1960e Jah en im Rahmen de allgemeinen K i ik de Psychodiagnos ik und insbesonde e de
In elligenzdiagnos ik, welche his o isch da in e s ick wa , eine angebliche ‚gene ische
Un e legenhei ’bes imm e G uppen zu ‚belegen’(Ba hje/Feiss 2014;Bene ka 1997).
Den zu Beginn de Deba ekons uie en Tes s, un e s ell e man kul u ei zu sein. Ca ell
(1940: 165) e such e zunächs ,diese Kul u eihei du ch die Ve wendung eines „common
g ound o knowledgeonwhich ope a ions o easoning could be pe o med“zu gewäh -
leis en, also du ch den Einsa z on Tes ma e ial, welches Pe sonen eine Kul u nich e -
au e is als Pe sonen jede ande en Kul u . Die pos ulie e Kul u eihei implizie e zudem
eine uni e selle Einse zba kei de Tes s in jedem Kon ex und jede Popula ion ( gl. Anas asi
1964: 27). Un e diese A on Tes e s eh man klassische weise pe zep uelle In elli-
genz es s, also Tes s, die möglichs kul u ell nich gebundenes, non- e bales S imulusma e ial
benu zen –wie z.B. ein ache geome ische Objek e, zwischen denen abs ak e Rela ionen
he ges ell we den sollen. Hie du ch soll en Ve ze ungen du ch Sp ach ähigkei ode kul-
u gebundene Inhal e e minde we den ( gl. Ca ell 1940). Ein wei e es p ominen es Bei-
spiel hie ü sind Ra ens P og essi e Ma izen on 1938 (Ra en 1941).
Die pos ulie e Kul u - und Sp ach eihei non- e bale Tes s wi d im heu igen Fach-
disku s jedoch als nich hal ba be ach e . So e o de z.B. das Lösen non- e bale Tes -
au gaben zumeis s illes Ve balisie en ( gl. Kubinge 2011:22). Beim non- e balen Ma i-
zen es müssen Regeln on links nach ech s abgelei e we den, Tes e gebnisse könnenalso
du ch die gewohn e Lese ich ung (links nach ech s s. ech s nach links) e ze sein( gl.
Röde e al. 2021:24). Auch in empi ischen Un e suchungen zeig en sich Ve ze ungen du ch
non- e bale Tes s ( gl. z.B. Du on e al. 2018; Rosselli/A dila 2003). Au heo e ische
Ebene wi d dies auch dadu ch leich einsehba , dass sich Kul u nich au Sp ache eduzie en
läss . Das Vo - ode Nich -Sp achliche is nich au oma isch ode zwangsläu ig ‚kul u ei’
ode ‚uni e sal’.
Aus diesen G ünden wu de das Konzep de Kul u eihei in den 1960e n –auch im
Rahmen de Ane kennung de In e ak ionen zwischen Anlage- und Umwel ak o en – e -
ZeM –Zei sch i ü e z.wiss. Mig a ions o schung, Jg. 2, He 2/2023, 156–1711 62
wo en und du ch ein neues Konzep de „Kul u ai ness“e se z (Anas asi 1964: 26). Ve -
such wu de nun, zielg uppenspezi isch jeweils alle ele an en kul u ellen Pa ame e zu eli-
minie en, in denen sich die ge es e en G uppen un e scheiden (ebd.). Bezüglich de F age, wie
die es heo e ischen Ve suche, Fai ness und Disk iminie ungs eihei he zus ellen, mo i ie
wa en, läss sich konkludie end es hal en, dass das In e esse de Re ung des Kons uk s und
de Ve eidigung de Uni e sali ä desselbengal . Dazu wu de zunächs e such –in eine
Me aphe gesp ochen –das Labo noch s e ile zu machen, das Uni e salegewisse maßen zu
des illie en. Implizi wi d Kul u dabei als zu be einigende S ö a iable be ach e . Diese
Be einigung geh mi eine Elimina ion de an h opologischen Dimension on Kul u einhe :
De hie e äum eTes , so schein es, soll so konsequen uni e salis isch sein, dass e ein
hypo he isch auch ü A enund Aliens alide wä e.
3.2 Disk iminie ungsk i ische Mo i a ionen
Im Rahmen des disziplinä en Denkens de Tes psychologie ha nich das Wi ksamkei sin-
e esse, sonde n das E kenn nisin e esse P ima . Wasaus den besch iebenen Uni e salisie-
ungs e sucheninund ü die P axis olg , muss dahe sepa a e ö e we den. Im güns igs en
Fall könn e aus diesen disziplinä en Bewegungen eine disk iminie ungs eie e P axis e -
wachsen. Dies is jedoch wede gesiche , noch de Ke nau ag diese Disziplin.
Im disk iminie ungsk i ischen Disku s wiede um lassen sich zwei gegenläu ige A gu-
men a ions igu en mi Blick au Uni e salisie ungen inden. Boge (2019) un e scheide
zwischen emanzipa o ischen und impe ialenBewegungen de Uni e salisie ung. Bei e s -
genann en wi d aus einem emanzipa o ischen In e esse he aus e such , das Uni e salezu
(e ‐) inden, um allen ge ech zu we den. Dazu we den in Bewegungen de Dezen ie ung de
hegemonialen Pe spek i e alsche Uni e salismen als solche au gedeck . Aus diesem Ve -
s ändnis he aus könn e man die Be einigungs e suche also als Ve suchelesen, die pa ikula e
Pe spek i e de Dominanzkul u , die älschliche weise ü die uni e sale, die neu ale und
unma kie e gehal en wi d, als solche zu benennen und eben aus den Kons uk en he aus-
zuhal en, sodass diese a sächlich uni e sal sind. Impe iale Uni e salisie ungen gehen im
Kon as dazu gewal sam o : Das Ziel diese Bewegungen bes eh da in, die eigene pa i-
kula e Pe spek i e zu uni e salisie en, indem man sie allen ande enau zwing . In diesem
zwei en Fall bes eh die Ke nmo i a ion also da in, das Eigene als das Uni e saleda zu-
s ellen, um es in de ganzen Wel auszub ei en.
Au ällig is in dem da geleg en es psychologischen P og ammdie Absenz eines de
ein achs en A gumen e: Wenn das Ziel da in bes eh , Tes szukons uie en, die in den e -
schiedens enKul u en und Sp achen alide und ai sind, wa um ag man dann nich Fo -
sche :innen aus den e schiedens en Kul u en und Sp achen nach ih e Pe spek i e? Die im
o he igen Abschni da geleg en Ve suche basie en au de s illschweigenden Annahme,
dass nu die He e ogeni ä ode Homogeni ä de zu es enden Popula ion ele an wä e. Von
de He e ogeni ä ode Homogeni ä de es enden und de Tes s kons uie enden Popula ion –
de Fo sche :innen und P ak izie enden –wi d geschwiegen. Aus de Pe spek i eeine in-
e sek ionalen Disk iminie ungsk i ik is die Re lexion de Sp echposi ion de Fo schenden
jedoch ein Ke nelemen : Es sind de en Vo s ellungen on de jeweils eigenen und emden
Kul u , die in die Tes kons uk ion ein ließen.
163M .Kond uß, M. Boge : Tes psychologie und Disk iminie ungs eihei
Gomolla, Mech ild/Rad ke, F ank-Ola (2009): Ins i u ionelle Disk iminie ung. Die He s ellung e hni-
sche Di e enz in de Schule. 3. Au l. Wiesbaden: VS Ve lag ü Sozialwissenscha en. h ps://doi.
o g/10.1007/978-3-531-91577-7_2
Ha away, Donna (1995): Ein Mani es ü Cybo gs. In: Hamme , Ca men/S ieß, Immanuel (H sg.): Die
Neue indung de Na u . P ima en, Cybo gs und F auen. F ank u am Main: Campus, S. 33–72.
hooks, bell (1984): Feminis Theo y –F om Ma gin o Cen e . Bos on: Sou h End P ess.
Ko nmann, Reime (2018): Vonde Auslesediagnos ik zu Fö de diagnos ik: En wicklungen, Konzep e,
P obleme. In: Mülle , F ank J. (H sg.): Blick zu ück nach o n –Wegbe ei e Innen de Inklusion.
Band 1. O iginalausgabe. Gießen: Psychosozial-Ve lag, S. 207–226. h ps://doi.o g/10.25656/
01:15820
Ko mann, B igi e (2006). Selek ion in die Sonde schule. Das Ve ah en zu Fes s ellung on sonde -
pädagogischem Fö de beda als Gegens and empi ische Fo schung. Bad Heilb unn: Julius
Klinkha d .
Ko mann, B igi e/Mille , Susanne/Zimme , Ma ianne (2018): Mach Diagnos ik Selek ion?In: Zei -
sch i ü G undschul o schung, 11, S. 23–38. h ps://doi.o g/10.1007/s42278-018-0008-2
Kubinge , Klaus D. (2011): Tes o ien ie e Leis ungsdiagnos ik: G undlagen und P obleme, Ve ah-
ensin en a und besonde e Einsa zgebie e. In: Ho nke, Lu z/Amelang, Man ed/Ke s ing, Ma in
(H sg.): Leis ungs-, In elligenz- und Ve hal ensdiagnos ik. Gö ingen: Hog e e, S. 1–51.
Lo enz, Al ed L. (1990): „Da hal e ich mich liebe aus“–ode Psychodiagnos ik als Be u sau gabe. In:
Psychologie und Gesellscha sk i ik, 14(2/3), S. 135–151. h ps://nbn- esol ing.o g/u n:nbn:
de:0168-ssoa -266140
Ma ines, Danielle (2008): Mul icul u al School Psychology Compe encies: AP ac ical Guide. Thou-
sand Oaks. Cali o nia: Sage.
Möbus, Claus (1983): Die p ak ische Bedeu ung de Tes ai ness als zusä zliches K i e ium zu Relia-
bili ä und Validi ä . In: Ho n, Ral /Ingenkamp, Ka lheinz/Jäge , Reinhold S. (H sg.): Tes s und
T ends. Jah buch de Pädagogischen Diagnos ik, 3. Weinheim: Bel z, S. 155–203. h ps://doi.o g/
10.13140/RG.2.1.4458.9926
Pe e sen, Jenni e (2013): Gende Di e ences in Iden i ica ion o Gi ed You h and in Gi ed P og am
Pa icipa ion: AMe a-Analysis. In: Con empo a y Educa ional Psychology, 38(4), S. 342–348.
Pu die-G eenaway, Vale ie/Eibach, Richa d P. (2008): In e sec ional In isibili y –The Dis inc i e
Ad an ages and Disad an ages o Mul iple Subo dina e-G oup Iden i ies. In: Sex Roles, 59,
S. 377–391. h ps://doi.o g/10.1007/s11199-008-9424-4
Ra en, John C. (1941): S anda diza ion o P og essi e Ma ices, 1938. In: B i ish Jou nal o Medical
Psychology, 19, S. 137–150. h ps://doi.o g/10.1111/j.2044-8341.1941. b00316.x
Röde , Mandy/Gude jahn, Lena/Finge le, Michael/Bü ne , Ge ha d (2021): Diagnos ik im Kon ex on
Fluch e ah ungen: Eine k i ische Be ach ung des dynamischen Tes ens als Möglichkei zu Ve -
besse ung on Bildungs eilhabechancen au Basis eines Rapid Re iews de Li e a u . In: Empi i-
sche Sonde padagogik, 13(1), S. 21–33. h ps://doi.o g/10.25656/01:23569
Rosselli, Mónica/A dila, Al edo (2003): The Impac o Cul u e and Educa ion on Non-Ve bal Neu-
opsychological Measu emen s: AC i ical Re iew. In: B ain and Cogni ion, 52(3), S. 326–333.
h ps://doi.o g/10.1016/s0278-2626(03)00170-2
San os-Hö ene , Claudia/Kun z, Benjamin/F ank, Lau a/Koschollek, Ca men/Elle , U e/Hölling,
Heike/Thamm, Roma/Schienkiewi z, Anja/Lampe , Thomas (2019): Zu gesundhei lichen Lage
on Kinde n und Jugendlichen mi Mig a ionshin e g und in Deu schland. In: Bundesgesund-
hei sbla , 62, S. 1253–1262. h ps://doi.o g/10.1007/s00103-019-03012-x
Schlack, Robe /Hölling, Heike/Ku h, Bä bel-Ma ia/Huss, Michael (2007): Die P ä alenz de Au -
me ksamkei sde izi -/Hype ak i i ä ss ö ung (ADHS) bei Kinde n und Jugendlichen in Deu sch-
land. In: Bundesgesundhei sbla , 50, S. 827–835. h ps://doi.o g/10.1007/s00103-007-0246-2
ZeM –Zei sch i ü e z.wiss. Mig a ions o schung, Jg. 2, He 2/2023, 156–1711 70
Schmi , Man ed/Maes, Jü gen/Seile , Ul ich (2001): Meßäqui alenz und s uk u elle In a ianz on
Indika o en de seelischen Gesundhei bei Os - und Wes deu schen. In: Zei sch i ü Di e en ielle
und Diagnos ische Psychologie, 22(2), S. 87–99.
Schwa z, Silke (2013): In e sec ionali y T a eling in o Psychology. Po al In e sek ionali ä . h p://po
al-in e sek ionali ae .de/uploads/media/Schlüssel ex -Schwa z-FINAL.pd [Zug i am
27.06.2022]
Simon, Jaqueline/Simon, Toni (2014): Inklusi e Diagnos ik –Wesenszüge und Abg enzung on a-
di ionellen „G undkonzep en“diagnos ische P axis. Eine Diskussionsg undlage. In: Zei sch i ü
Inklusion, (4). h ps://www.inklusion-online.ne /index.php/inklusion-online/a icle/ iew/194 [Zu-
g i am 29.06.2023]
S eele, Claude M./A onson, Joshua (1995): S e eo ype Th ea and he In ellec ual Tes Pe o mance o
A ican Ame icans. In: Jou nal o Pe sonali y and Social Psychology, 69(5), S. 797–811. h ps://
doi.o g./10.1037/0022-3514.69.5.797
S e nbe g, Robe J. (2004): Cul u e and In elligence. In: Ame ican Psychologis , 59(5), S. 325–338.
h ps://doi.o g/10.1037/0003-066x.59.5.325
Süß, Heinz-Ma in (2003): Cul u e Fai . In: Kubinge , Klaus D./Jäge , Reinhold S. (H sg.): Schlüssel-
beg i e de Psychologischen Diagnos ik.Weinheim: Bel z, S. 82–86.
Tes ku a o ium (1986): Mi eilung. In: Diagnos ica, 32(4), S. 358–360.
Walgenbach, Ka ha ina (2012): Gende als in e dependen e Ka ego ie. In: Walgenbach, Ka ha ina/
Die ze, Gab iele/Ho nscheid , An je/Palm, Ke s in (H sg.): Gende als in e dependen e Ka ego ie.
Neue Pe spek i en au In e sek ionali ä , Di e si ä und He e ogeni ä . 2. du chgesehene Au l.
Opladen/Be lin/To on o: Ba ba a Bud ich. S. 2–64.
Wechsle , Da id (2003): The WISC-IV Technical and In e p e i e Manual. San An onio: TX: Psy-
chological Coope a ion.
Wo awa, Hein ich/Amelang, Man ed (1980): Einige P obleme de „Tes ai ness“und ih e Implika-
ionen ü Hochschulzulassungs e ah en. In: Diagnos ica, 26(3), S. 199–221.
Kon ak :
Ma é Kond uß M. Sc.
Uni e si ä Regensbu g
[email p o ec ed]
D . Mai-Anh Boge
Uni e si ä Regensbu g
[email p o ec ed]
171M .Kond uß, M. Boge : Tes psychologie und Disk iminie ungs eihei