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Kanzlerin Merkel will es noch einmal wissen - Endspurt zur Bundestagswahl

Kapust, Wolfgang

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Be ich e / In o mes, Magazin 24, I.S.S.N. 1136-677X, In ie no 2016 pp 44-51. Magazin 24 43 Die Spannung s eig . Am 24. Sep embe inde die Bundes agswahl s a , und de Wahlkamp wi d he ige als in de Ve gangenhei , denn es geh um meh als sons : Um die G undsa z age, ob die bishe ige Poli ik Me kels o gese z we den kann ode ob es einen undamen alen Wechsel in de deu schen Poli ik geben wi d. Den he igs en S ei gib es zu Flüch lings age und zu Inne en Siche hei , sei dem die Bundeskanzle in im He bs 2015 e laub e, dass Flüch linge übe die Balkan ou e nach Deu schland kommen, mi ih em Sa z: „Wi scha en das!“ Und als sie dann mi einem Ge lüch e en ein Sel ie mach e und dieses Bild in alle Wel ging, wu de Angela Me kel ha k i isie , es gab deswegen soga einen B uch mi ih e Schwes e pa ei in Baye n. Die Kanzle in eagie e ungewohn emo ional und e eidig e ih e Flüch lingspoli ik: “Ich muss ganz eh lich sagen, wenn wi je z an angen, uns noch en schuldigen zu müssen da ü , dass wi in No si ua ionen ein eundliches Gesich zeigen, dann is das nich mein Land.” Bishe egie die Bundeskanzle in mi den Sozialdemoka en in de G oßen Koali ion, die Opposi ion aus de Linkspa ei und den G ünen is klein und ela i schwach. Vo allem die Flüch lings- und Asylpoli ik s eh im Mi elpunk , und nach dem Te o anschlag au dem Weihnach sma k in Be lin wi d he ig um die Inne e Siche hei ges i en. Themen im Wahlkamp sind auch die K ise in de Eu opäischen Union, das schwie ige Ve häl nis zu Tü kei und zu Russland, die Poli ik des unbe echenba en US-P äsiden en T ump, wei e hin die Klimak ise, die Ve le zungen de Menschen ech e und Ve b echen wie beim K ieg in und um Sy ien. Innenpoli isch dominie en auch die F agen, wie sich die Ren en en wickeln und die Fu ch o wachsende Al e sa mu . 2017 is ein Supe wahljah , denn es wi d nich nu de Deu sche Bundes ag gewähl , sonde n o he gib es auch d ei Land agswahlen, es he sch unun e b ochen Wahlkamp . Und als neue Pa ei is die A D au de poli ischen Bühne e schienen, die „Al e na i e ü Deu schland“, die om adikalen ech en Rand aus die bishe igen Meh hei s e häl nisse ins Ru schen b ingen kann. 1. Reko dkanzle in Angela Me kel Sie is be ei s Reko dkanzle in, denn sie egie mi le weile 12 Jah e, und wenn sie die Bundes agwahl zum ie en Mal gewinn , wi d sie länge an de Mach sein als de bishe ige Reko dhal e Helmu Kohl, de 16 Jah e lang egie ha . Angela Me kel a bei e e bis zum Maue all in Os -Be lin als Physike in, am Ende de DDR engagie e sie sich in de Bü ge ech sbewegung „Demok a ische Au b uch“, und in de e s en Regie ung nach dem Fall de Maue wu de sie Sp eche in de le z en DDR-Regie ung. Schon bald en deck e sie de damalige Bundeskanzle Helmu Kohl und mach e sie zu Familienminis e in, e nann e die junge F au aus dem Os en „mein Mädchen“. Als die CDU und Pa eiche Kohl wegen eine Pa eispendena ä e in eine schwe e K ise ge ie en, gelang es Me kel du ch einen Pu sch gegen ih en poli ischen Zieh a e , Pa ei o si zende zu we den. In diese Zei en wickel e sich ih Bewuss sein ü die Mach , zunächs üh e sie die Opposi ion aus CDU und CSU im Deu schen Bundes ag, bei de Bundes agswahl 2005 konn en die Unionspa eien un e ih e Füh ung zu s ä ks en F ak ion we den, sie wu de Bundeskanzle in. Sie ha e Ge ha d Sch öde on de SPD besieg , zunächs mi de kleinen F eien Demok a ischen Pa ei FDP, danach bilde e sie mi den Sozialdemok a en eine G oße Koali ion. Auch die Bundes agswahlen 2009 und 2013 ha sie gewonnen, sie blieb Regie ungsche in. Sie so g e da ü , dass e liche poli ische Konku en en in ih e Pa ei en mach e wu den, inne halb de Pa ei ha sie so gu wie keine Wide sache , auße Ho s Seeho e , den s e s lau s a ken K i ike aus Baye n und Che de do igen Schwes e pa ei CSU. Me kel is mach bewuss und wenig emo ional, En scheidungen i sie s e s nach g ündlichen Übe legungen mi ih en wenigen engs en Be a e n und o allem Be a e innen. 2. De neue Bundesp äsiden F ank- Wal e S einmeie Im Feb ua muss e ein neue Bundesp äsiden gewähl we den, Kanzle in Me kel will es noch einmal wissen - Endspu zu Bundes agswahl Wol gang Kapus , ARD-ZDF Medienakademie, Be lin/Köln Be ich e / In o mes [ 44 Magazin 24 Be ich e / In o mes, Magazin 24, I.S.S.N. 1136-677X, In ie no 2016 pp 44-51. du ch die Bundes e sammlung. Das sind die 630 Abgeo dne en des Bundes ages und dazu noch die gleiche Anzahl Wahl auen und Wahlmänne aus den 16 Lände n. Joachim Gauck, das bishe ige S aa sobe haup , ein P a e aus Ros ock im Os en, woll e nich noch einmal kandidie en, wegen seines Al e s. Die Wahl des neuen Bundesp äsiden en wa das le z e gemeinsame g oße P ojek de Regie ungskoali ion aus CDU/CSU und SPD. De Bundesp äsiden is das S aa sobe haup und soll übe den Pa eien s ehen. Ge unden wu de als Kandida F ank-Wal e S einmeie on de SPD, den sein Pa ei eund Sigma Gab iel, de damalige SPD-Vo si zende, o geschlagen und du chgese z ha . CDU und CSU ha en keinen eigenen Kandida en ge unden, Angela Me kel wa ein e s anden, was in ih e Pa ei zu s a ke K i ik üh e. So is S einmeie dann on SPD, Unionspa eien und auch den meis en G ünen und de FDP mi eine iesigen Meh hei on 75 % gewähl wo den. De neue P äsiden ha lange in e schiedenen Regie ungen gea bei e , zule z wa e Außenminis e de Regie ung Me kel in de G oßen Koali ion. Ob seine Wahl du ch die CDU/CSU/SPD-Meh hei ein innenpoli isches Signal da ü is , dass diese Pa eien die bishe ige G oße Koali ion auch nach de Bundes agwahl im Sep embe o üh en möch en, is nich gesag . S einmeie s Gegenkandida aus de opposi ionellen Linkspa ei, de A mu s o sche Ch is oph Bu e wegge, ha imme hin ein beach liches E gebnis e eichen können. De neue Bundesp äsiden ha als Außenminis e au dem in e na ionalen Pa ke g oße E ah ung gesammel und is wel wei akzep ie . Wie sich alle dings sein Ve häl nis zum neuen US-P äsiden en en wickel , is noch unkla , denn S einmeie ha e Donald T ump o dessen Wahl einen “Hassp edige “ genann . 3. Spek akulä e Land agswahlen 2016 und 2017 Bundes agswahlen gib es alle ie Jah e, Wahlen zu den Land agen meis auch. Dabei lassen sich in den 16 Bundeslände n T ends e kennen, welche Pa eien s ä ke und welche schwäche sind. Die le z en Land agswahlen haben spek akulä e E gebnisse gezeig , poli ische Paukenschläge, insbesonde e die s a ke Zunahme de neuen ech s adikalen Al e na i e ü Deu schland A D. Alle ande en Pa eien haben Wähle an die A D e lo en, besonde s abe die CDU. Bei den Land agswahlen 2016 in Sachsen-Anhal , Baden- Wü embe g und Be lin e eich e die A D aus dem S and spek akulä hohe S immenan eile, in Mecklenbu g- Vo pomme n wu de sie soga s ä ke als die CDU. Diese E gebnisse lassen o aussehen, dass die A D bei de Bundes agswahl die 5%-Hü de übe sp ingen und dami in das Pa lamen einziehen wi d. Die Land agswahlen haben auch gezeig , dass iele Wähle s immen on ande en Pa eien zu A D gewande sind, weshalb alle Pa eien e s ä k nach Wegen suchen, diese nach „ ech s“ e lo enen Wähle zu ückzugewinnen. Die A D konn e auch iele bishe ige Nich wähle mobilisie en. Wei e e d ei Land agswahlen gib es 2017 im Mä z im Saa land, im Mai in Schleswig-Hols ein und in No d hein-Wes alen, dem be ölke ungs eichs en Bundesland. Dann läss sich besse abschä zen, ob es bei de Bundes agwahl im Sep embe einen poli ischen E d u sch geben wi d, de die bishe igen Ve häl nisse de Pa eien du cheinande wi beln könn e. Die Land agswahlen sind wich ige S immungs es s, siche e Vo aussagen ü die Bundes agswahl lassen sich abe nich machen. 4. Pa eien in de S a posi ion Zu Bundes agswahl 2013 wa en insgesam 34 Pa eien zugelassen; welche nun im Sep embe eilnehmen we den, wi d im Juli es s ehen. Eine G uppe sind die e ablie en Pa eien, die im Bundes ag be ei s e e en sind, weil sie die 5%-Hü de übe winden konn en. Vo aussich lich we den olgende Pa eien an e en: [ Ch is lich Demok a ische Union Zwei s immen 2013: 34,1 % (14.921.877) Mi gliede : ca. 447.000 Bundeskanzle in Angela Me kel is unange och ene Regie ungsche in, sie Be ich e / In o mes Be ich e / In o mes, Magazin 24, I.S.S.N. 1136-677X, In ie no 2016 pp 44-51. Magazin 24 45 is Vo si zende de CDU, und als Spi zenkandida in üh sie ih e Pa ei wiede in den Wahlkamp , es gib keine Konku en en ü sie in de CDU. Me kel is bei den Wähle n seh belieb , meh als die Häl e sind mi ih e Am s üh ung zu ieden. Beim Pa ei ag in Essen im Dezembe is sie als Vo si zende wiede gewähl wo den, und nach de K i ik an ih e Flüch lingspoli ik auch aus den eigenen Reihen appellie e sie eind inglich an ih e Pa ei: „Ih müss mi hel en!“ Sie b auch Un e s ü zung, denn ih e CDU ha bei den ün e gangenen Land agswahlen schlech abgeschni en. [ CSU – Ch is lich-Soziale Union in Baye n Zwei s immen 2013: 7,4 % (3.243.569) Mi gliede : ca. 145.000 CDU und CSU sind schon lange Schwes e pa eien, die CDU deu schlandwei ohne Baye n, die CSU nu in Baye n, beide sind au einande angewiesen. T o zdem s ei en die Unionspa eien he ig, CSU-Che Ho s Seeho e k i isie die Kanzle in as imme , e will seine CSU und die CDU poli isch wei e ech s posi ionie en als Angela Me kel dies zuläss . Dies zeig sich o allem in de Flüch lingspoli ik, bei de Seeho e eine Obe g enze on 200.000 Flüch lingen p o Jah o de , was Angela Me kel s ik ablehn . Die CSU will die s a ke baye ische Pa ei blieben, sie will E olge de neuen ech spopulis ischen A D e hinde n und mi eigenen Abgeo dne en im Bundes ag und eigenen Minis e n in de Regie ung Me kel mi eden und deu lichen Ein luss nehmen. Ho s Seeho e ha Angela Me kel lange wa en lassen, bis e ih als gemeinsame Kanzle kandida in beide Pa eien zuges imm ha . [ SPD – Sozialdemok a ische Pa ei Deu schlands Zwei s immen 2013: 25,7 % (11.252.215) Mi gliede : ca. 446.000 Die SPD egie noch als Junio pa ne mi Angela Me kel in de G oßen Koali ion, Vizekanzle is de bishe ige Pa ei o si zende Sigma Gab iel, e wa bis Janua Wi scha minis e und ha F ank-Wal e S einmeie als Außenminis e abgelös . Gab iel ha e in seine Pa ei wenige Un e s ü zung als Angela Me kel in ih e CDU, bei seine le z en Wahl zum Pa ei o si zenden e hiel e nu ein schwaches E gebnis. Seine We e bei Wähle um agen wa en s ändig schlech , und e ha e keine Aussich , Angela Me kel zu besiegen. Deshalb ha e im Janua da au e zich e , Kanzle kandida zu we den und eben alls au das Am des SPD-Vo si zenden. Beides is nun sein Pa eigenosse Ma in Schulz, de langjäh ige P äsiden des Eu opäischen Pa lamen es, de zu Jah esbeginn on B üssel nach Be lin in die deu sche Poli ik zu ückgekeh is . Schulz wi d in seine eigenen Pa ei iel s ä ke un e s ü z , und bei Um agen sind seine We e asan anges iegen, e ha bei de Belieb hei Kanzle in Me kel be ei s eingehol , seine SPD ha du ch ihn einen g oßen Mo i a ionsschub e hal en, die Pa ei is eupho isch. [ GRÜNE – Bündnis90/Die G ünen Zwei s immen 2013: 8,4 % (3.694,057) Mi gliede : ca.60.000 Die G ünen o ien ie en sich an den G undsä zen: ökologisch - basisdemok a isch - sozial - gewal ei - ge ech . Lange gal en sie als „Bü ge sch eck“, bei ih en unkon en ionellen Pa ei agen gab es imme wiede Bilde mi s ickenden F auen und Männe n, das Thema Umwel schu z und die Ablehnung de A omk a wa en bes immend. Von 1998 - 2005 bilde en sie mi de SPD soga die Bundes egie ung. Nach dem Fall de Maue kamen iele DDR-Bü ge ech le zu den G ünen, wodu ch de Name „Die G ünen/ Bündnis90“ en s and. Dies e klä , dass es in de Pa ei s a ken Wide s and gegen eine Zusammena bei mi de Linkspa ei gib , de Nach olge in de DDR-Mach pa ei SED. Mi le weile abe ände sich diese g undsä zliche Posi ion, im Land Be lin und in Thü ingen sind G üne und Linkspa ei mi den Sozialdemoka en an Landes egie ungen be eilig . Teile de G ünen liebäugeln auch mi eine Zusammena bei mi de CDU. Eines de Themen da ü is de A omauss ieg, den die G ünen schon imme ge o de haben, und den die CDU un e Kanzle in Me kel nach de Reak o ka as ophe on Fukushima une wa e eingelei e ha . Die beiden Spi zenkandida en Cem Özdemi und 46 Magazin 24 Be ich e / In o mes, Magazin 24, I.S.S.N. 1136-677X, In ie no 2016 pp 44-51. Ka in Gö ing-Ecka d sind bei eine U wahl du ch alle Pa eimi gliede bes imm wo den. Mi ihnen haben die G ünen ein seh gemäßig es P o il, sie wollen ein zweis elliges E gebnis e eichen. Das alle dings wi d ihnen schwe allen. [ DIE LINKE Zwei s immen 2013: 8,6 % (3.755.699) Mi gliede : ca. 60.000 Mi 64 Abgeo dne en is die Linkspa ei die g öß e Opposi ionspa ei im Bundes ag; die zwei e Opposi ionspa ei, die G ünen, zähl 63 Pa lamen a ie . Haup hemen de Linkspa ei sind die soziale Ge ech igkei , de Kamp gegen wachsende A mu und die s ik e Ablehnung on Mili ä einsä zen im Ausland. Vo allem in den os deu schen Bundeslände n gib es iele Wähle de Linken, wenige in den wes lichen. Das „Spi zen eam“ sind Die ma Ba sch und Sah a Wagenknech , de in de Pa ei o gewo en wi d, beim Thema Flüch linge zu dich an Posi ionen de ech spopulis ischen A D zu sein, um do am ech en Rand nach Wähle s immen zu ischen. Auch die Linkspa ei ha bei den le z en Wahlen iele S immen an die A D e lo en. Die Linke schein be ei , mi de SPD und auch den G ünen in eine Koali ion zu egie en, die ande en Pa eien abe be o zugen ande e Bündnisse ohne die Linkspa ei. [ FDP - F eie Demok a ische Pa ei Zwei s immen 2013: 4,8 % (2.083,533) Mi gliede : ca. 54.000 Diese kleine Pa ei ha ein höchs wechselha es Schicksal in den Pa lamen en du chgemach . Lange Zei wa sie du ch bedeu ende Poli ike wie Hans-Die ich Gensche gep äg , de 1989 als Außenminis e am Fall de Maue und an de deu schen Ve einigung be eilig wa . Abe spä e ha e die FDP o allem das Thema S eue n in den Mi elpunk ges ell , sie ha e den Ru als „Pa ei de Besse e dienenden“. Sie muss e imme da um bangen, bei den Wahlen die 5%-Hü de zu übe sp ingen und bei Regie ungsbildungen mi de CDU/CSU Meh hei en zu e möglichen. Bei de Bundes agwahl 2013 eich e es ü die FDP nich meh ü den Einzug in den Bundes ag, je z will sie in das Pa lamen zu ückkeh en. Mi dem neuen Vo si zenden Ch is ian Lindne ha sie sich wiede ge angen und is inzwischen in neun Land agen e e en. Die Pa ei will S eue senkungen und eine Poli ik ü die Mi e de Gesellscha . Es is wah scheinlich, dass im Sep embe die 5 %-Hü de übe sp ungen we den kann, wenn auch mi eine nu kleinen Zahl on Abgeo dne en. Dann könn e die Lindne -Pa ei e en uell eine en scheidende Rolle bei eine kün igen Regie ungsbildung spielen, als Zünglein an de Waage. [ A D - Al e na i e ü Deu schland Zwei s immen 2013: 4,7 % (2.056.985) Mi gliede : ca. 19.000 Die neue Pa ei ha schon bei Land agswahlen E olge e eich und e häl bei Um agen wei e hin um 10 % Zus immung. Die P o es pa ei i gegen die EU und den Eu o au , innenpoli isch bekämp sie die Flüch lingspoli ik on Kanzle in Me kel und den poli ischen Islam, sie o de adikale Lösungen gegen Flüch linge. Füh ende A D-Poli ike schwä men on einem s a ken Na ionals aa und auch on de Nazi-Zei , sie e e en assis ische Posi ionen und a bei en mi Rech spopulis en im üb igen Eu opa wie Ma ine Le Pen aus F ank eich und Gee Wilde s aus den Niede landen zusammen. Die A D is mi den emden eindlichen adikalen P o es en au den S aßen eng e bunden, o allem in Os deu schland und do besonde s in D esden. An de Spi ze ob ein he ige Mach kamp zwischen adikalen und gemäßig e en Füh ungspe sonen. Die Vo si zende F auke Pe y ha ih en gemäßig en Vo gänge en mach e , sie will Bundes agsabgeo dne e we den. Die deu schna ionale A D will im Wahlkamp mi „so g äl ig geplan en P o oka ionen“ und Tabub üchen gegen Flüch linge und mi An i-Islam- Pa olen ü Au sehen so gen, auch mi zwei elha en Bezügen zu Nazi-Zei , die meis so o zu ückgenommen we den, wenn es dazu ö en liche Deba en gib . So ha die Pa eiche in be ei s ge o de , au Flüch linge no alls schießen zu lassen, ein ande e A D- Che sch ieb nach dem Te o anschlag Be ich e / In o mes Be ich e / In o mes, Magazin 24, I.S.S.N. 1136-677X, In ie no 2016 pp 44-51. Magazin 24 47 on Be lin: „Es sind Me kels To e!“, und bei Pa ei e ans al ungen wu de e lichen bei de A D e hass en Medien de Zugang e weige . Es is zu e wa en, dass die A D iele P o es wähle und Nich wähle ü sich gewinnen und in den Bundes ag einziehen kann und dami e hebliche poli ische Tu bulenzen in die Pa eienpoli ik b ing . Auch meh e e sog. „sons ige“ kleine e Pa eien e en zu Wahl an, die jedoch keine Chance haben, in den Bundes ag einzu ücken. Sie ho en o allem da au , du ch die E s a ung de Wahlkamp kos en ih e Finanzen zu e besse n, denn ü jede Wähle s imme bekommen sie 85 Cen , wenn sie meh als 0,5% de S immen e hal en. Das sind u.a. die Pi a enpa ei (Bundes agswahl 2013: 2,2 %) und die F eien Wähle (1,0%). Auch die Na ionaldemok a ische Pa ei NPD gehö dazu (1,3 %), die bishe üh ende ech s adikale e assungs eindliche Pa ei. 5. Thema Flüch linge Die Bundesbü ge sehen die Flüch lingspoli ik wei e hin als Spi zen hema. 2015 sind e wa 890.000 Flüch linge nach Deu schland gekommen, eine Reko dzahl; in de Diskussion dazu wu de meis on „eine Million“ ge ede . Die Poli ik de Bundeskanzle in, Flüch linge au zunehmen, b ach e ih ha e K i ik ein, nich nu on de baye ischen CSU und de en Pa eiche Ho s Seeho e , sonde n o allem du ch agg essi e emden eindliche P o es e au den S aßen und die Zunahme de S immen ü die A D. Auch in de EU ha sich Me kel unbelieb gemach , weil sie on den üb igen Lände n o de e, jeweils Kon ingen e on Flüch lingen au zunehmen. De Wahlkamp wi d du ch die F age bes imm sein, wie iele und welche Flüch linge und Asylsuchende au genommen we den sollen und wie dies du ch die Behö den und auch du ch die Gesellscha gescha we den kann. Dabei geh es o allem um In eg a ion, um Sp achku se, um Bildung und A bei und auch da um, welche Flüch linge und Asylsuchende nich ane kann we den und deshalb zu ückgeschick we den müssen. Nachdem die Fluch wege übe die Balkan ou e wei gehend abge iegel sind, is die Zahl 2016 e heblich zu ückgegangen, au e wa 280.000. Eine sei s sind sich die Regie ungspa eien und auch die Opposi ion einig, dass Flüch linge, Asylsuchende und Zuwande e au genommen we den sollen. Abe de S ei geh da um, ob es eine G enze da ü geben soll. Die CSU e lang als Obe g enze 200.000 Menschen, abe die üb igen Pa eien hal en eine Zahl da ü ü unzulässig, denn ü das in de Ve assung e anke e G und ech au Asyl könne es keine Obe g enze geben. He ige K i ik ha es on den Ki chen an de CSU gegeben, weil sie Zuwande e aus dem ch is lich-abendländischen Kul u k eis be o zugen will. Dies is mi ch is liche Nächs enliebe un e einba , hieß es aus de ka holischen und de e angelischen Ki che gleiche maßen. Einig sind sich die Pa eien auch da in, Flüch linge ohne Ane kennung möglichs asch wiede in ih e He kun slände zu ückzuschicken. Dies is o schwie ig ode kaum möglich, weil sie k ank sind, un e auchen ode keine Ausweispapie e haben, sodass ih e Iden i ä nich eindeu ig es s eh , und weil sie in ih en Heima lände n e olg we den, auch du ch Fol e und Todess a e. 6. Thema Inne e Siche hei De Te o anschlag mi einem Las k a wagen au dem Be line Weihnach sma k ha die Deba e übe das Thema Inne e Siche hei e s ä k . De A en ä e , ein 23jäh ige Tunesie , wa den Siche hei sbehö den bekann , e wu de lange geziel übe wach , weil e mögliche weise einen Anschlag plan e. Noch is unkla , weshalb de Anhänge des sog. „Islamischen S aa es IS“ Polizei und Geheimdiens e äuschen konn e. E ha e 14 e schiedene Iden i ä en, is du ch Deu schland und Eu opa ge eis und s eue e schließlich einen LKW in die Besuche des Weihnach sma k es. Imme meh Einzelhei en übe diesen Te o is en und die Fehle de Siche hei sbehö den we den bekann . Dami e schä sich de S ei zwischen den Pa eien da übe , we diese Fehle zu e an wo en ha und wie ein solches A en a kün ig e hinde we den kann. Das Thema Inne e Siche hei is Haup hema im Wahlkamp . 48 Magazin 24 Be ich e / In o mes, Magazin 24, I.S.S.N. 1136-677X, In ie no 2016 pp 44-51. 7. Thema Ren en, A mu , Soziale Ge ech igkei Das wei e e g oße Wahlkamp hema sind die Ren en und die Al e sa mu . Die Be ölke ung wi d imme äl e , die Lebense wa ung s eig , es gib imme meh Senio en. Es is nich kla , wie hoch bzw. nied ig ih e Ren en kün ig sind, es he sch imme meh Angs o A mu im Al e , in den gese zlichen Ren enkassen ehl Geld. G ünde da ü sind, dass es imme meh Ren ne und zugleich wenige Bei agszahle gib , es gib imme meh Menschen mi lückenha en E we bsbiog aphien und imme meh Ge ing e diene im sog. „Nied iglohnsek o “, die wenige in die Ren enkasse einzahlen. Die E we bsbe ölke ung nimm ab und al e , A bei slose zahlen kaum in die Ren enkassen ein und im Jah e 27 nach dem Fall de Maue gib es nach wie o un e schiedlich hohe Ren en in Os und Wes . Bis 2025 sollen die Os en en an das Ni eau im Wes en angeglichen we den, das wä e dann 35 Jah e nach de Ve einigung. Um meh Geld in die Ren enkassen zu bekommen, s ei en die Pa eien übe die Ve länge ung de Lebensa bei szei , de zei s eig das Ren enein i sal e au 67 Jah e, und es gib auch Vo schläge ü Ren e mi 69. Die Linkspa ei e lang , die d ohende Al e sa mu du ch eine „solida ische Mindes en e“ on 1050 € im Mona zu bekämp en und du ch einen höhe en Mindes lohn als bishe . Wie beim S ei um die Ren enkonzep e geh es auch bei de S eue poli ik du cheinande . Angesich s ges iegene S eue einnahmen wollen CDU und CSU S eue senkungen, die SPD dagegen will eine E höhung de Ve mögenss eue und dabei zugleich nied ige und mi le e Einkommen en las en, die G ünen o de n eine noch höhe e Ve mögenss eue ü Reiche, wogegen die FDP adi ionell S eue senkungen e lang , wäh end die Linkspa ei höhe e S eue n on Wohlhabenden ü meh „soziale Ge ech igkei “ o de . 8. Um agen und P ognosen Die Unionspa eien CDU/CSU, SPD, G üne und Linke we den wiede in den Bundes ag einziehen sowie neu die A D und mögliche weise wiede die FDP. Um agen dazu sind niemals siche , o allem, weil iele Be ag e dabei nich eh lich sagen, was sie a sächlich wählen wollen. Abe Um agen zeigen T ends an und geben Hinweise. Eine diese Zahlen aus dem Dezembe - also be o Ma in Schulz ü die SPD an a - is , dass e wa 50 % de Be ag en wünschen, Angela Me kel solle Bundeskanzle in bleiben. Unsiche is , ob die FDP die 5%-Hü de scha und in den Bundes ag zu ückkeh en kann. Dagegen p ognos izie en alle Um agen, dass die A D die 5%-Hü de siche übe sp ingen kann. Es dü e de A D gelingen, nich nu Wähle de üb igen Pa eien zu gewinnen, sonde n auch übe p opo ional iele bishe ige Nich wähle , die o allem gegen die Flüch lingspoli ik de ande en Pa eien mobilisie we den dü en, wie auch die sog. „Wu bü ge “, die P o es ma schie e au den S aßen. P ognosen ü kün ige Regie ungskoali ionen sind nich möglich. Alle Pa eien schließen eine Zusammena bei mi de A D aus. Es könn e wiede wie bishe zu eine g oßen Koali ion aus CDU/CSU und SPD kommen, e en uell eich es auch ü eine sog. „Ampelkoali ion“ Ro - Gelb-G ün aus SPD, FDP und G ünen, wenige ü Ro -Ro -G ün („2RG“) aus SPD, Linkspa ei und G ünen. Abe es is auch nich ausgeschlossen, dass die G ünen mi de CDU/CSU koalie en und dabei on de FDP ges ü z we den, Schwa z-Gelb-G ün, die sog. Jamaika-Koali ion wegen de Fa ben de Na ional lagge. E s mi dem Wahle gebnis am 24. Sep embe wi d dazu meh kla sein. 9. Zuspi zungen im Wahlkamp Die Außenpoli ik spiel im Wahlkamp adi ionell keine g oße Rolle. De K ieg in und um Sy ien und dessen Beendigung können du ch Deu schland kaum beein luss we den, das Ve häl nis zum ussischen P äsiden en Pu in und zum ü kischen Mach habe E dogan wi d imme schwie ige . E s allmählich wi d sich zeigen, wie die Pa eien und die Bundes egie ung mi de Poli ik des unbe echenba en US-P äsiden en Be ich e / In o mes Be ich e / In o mes, Magazin 24, I.S.S.N. 1136-677X, In ie no 2016 pp 44-51. Magazin 24 49 T ump umgehen, de o seine Wahl Bundeskanzle in Me kel als „ e ück “ beschimp ha e. Angesich s des Aus i s G oßb i anniens aus de EU wollen Kanzle in Me kel und as alle Pa eien wei e an ih e Eu opapoli ik es hal en. De Wahlkamp wi d du ch S ei übe die Flüch lingspoli ik, die Inne e Siche hei und die soziale Ge ech igkei bes imm sein. Schon je z zeig sich, dass es scha e Töne und auch Missg i e geben wi d, o allem, weil die Gene alsek e ä e de Pa eien polemische Scha mache sind, poli ische Konku en en he abse zen und ih e eigenen Pa eien p o ilie en wollen. Am he igs en wi d de Wahlkamp in den le z en Wochen o dem Wahl ag sein, denn iele Wähle en scheiden sich e s ku z o de S immabgabe ode e s di ek am Wahl ag. Alles wi d sich zunehmend he ige au die beiden Kanzle kandida en und ih e Themen zuspi zen: au Bundeskanzle in Angela Me kel on de CDU und ih en He aus o de e Ma in Schulz on de SPD. Schon am Tag seine Nominie ung du ch die SPD haben sich seine We e e besse und de zei lie e n sich beide ein Kop -an Kop -Rennen. Besonde e Schä e wi d die A D mi geziel en ech s adikalen P o oka ionen und Tabub üchen in den Wahlkamp b ingen, um möglichs o und iel ö en liche Au me ksamkei zu e eichen, o allem in den Medien. Dazu gehö en de Schul e schluss mi ande n eu opäischen Na ionalis en und besonde s iel Lob ü ih Vo bild T ump. Es wi d Lügen und Falschmeldungen geben, wie dies o de Wahl des neuen US-P äsiden en geschehen is . Auch mi Cybe -A acken we den be ei s imme meh sog. Fakes übe Poli ike e b ei e . Ungeklä is , wohe diese Ang i e kommen, ob es ussische ode ande e Geheimdiens e sind und dami Ein luss au den Wahlausgang nehmen wollen. Die deu schen Geheimdiens e haben solche Ang i e gegen Pa eien be ei s egis ie . De Wahlkamp wi d nich nu spannende , sonde n es bes eh die Ge ah , dass e zu Schlammschlach mi Unwah hei en, Lügen und agg essi en P o oka ionen wi d. Eine de Um agen zeig , dass dies die Wähle be ei s be ü ch en. In e ne ARD-Deu schland end: h ps://www. agesschau.de/inland/ deu schland end ARD-Land agswahlen: h ps://wahl. agesschau.de Bundes agswahlen-Dossie : h p://www.bpb.de/poli ik/wahlen/ bundes agswahlen/ P ognosen zu Bundes agswahl: h ps://bundes agswahl-2017.com/p ognose/ SPIEGEL ONLINE: h p://www.spiegel.de/ Um ageins i u : www.in a es -dimap.de Zusammen assung De Wahlkamp ü die Bundes agswahl am 24. Sep embe 2017 wi d he ige als in de Ve gangenhei . Es geh da um, ob Angela Me kel Kanzle in bleib ode ob es einen undamen alen Poli ikwechsel gib . Wenn Me kel e neu gewinn , könn e sie Reko dkanzle in we den. Die Wahl des Sozialdemok a en F ank-Wal e S einmeie zum neuen Bundesp äsiden en haben o allem CDU/CSU und SPD un e s ü z , was nich s übe eine kün ige Regie ungskoali ion besag . In diesem Supe wahljah we den auch d ei Land age gewähl ; es wi d e wa e , dass die neue ech spopulis ische adikale „Al e na i e ü Deu schland“ ih e jüngs en Wahle olge o se zen kann und e s mals in das Bundespa lamen einzieh . Fü die e ablie en Pa eien CDU mi Pa eiche in Me kel, die baye ische Schwes e pa ei CSU, die Sozialdemok a en SPD mi dem neuen Ho nungs äge und Kanzle kandida en Ma in Schulz, die G ünen, die Linkspa ei und die F eien Demok a en FDP is de Einzug in den Bundes ag siche . Spi zen hemen sind die Flüch lingspoli ik und die Inne e Siche hei und wie Te o anschläge wie de au den Be line Weihnach sma k e hinde we den können. Beim Thema Soziale Ge ech igkei geh es um die Höhe de Ren en, um wachsende Al e sa mu und um höhe e ode nied ige e S eue n. P ognosen übe den Wahlausgang und Koali ionen sind nich möglich, siche schein de Einzug de Rech spopulis en in den Bundes ag. Im Wahlkamp wi d es scha e Töne und Missg i e geben, o allem du ch die P o oka ionen de A D. Bes imm wi d de Wahlkamp du ch die Konku enz zwischen Kanzle in Angela Me kel on de CDU und dem He aus o de e Ma in Schulz on de SPD, dessen Um agewe e deu lich ans eigen.