scieee Open visual document viewer

Der Aufstieg localer Eliten Spaniens in die Reichselite

Caballos Rufino, Antonio F.

Full text

ADMINISTRATION, PROSOPOGRApHY AND APPOINTMENT POLICIES IN THE ROMAN EMPIRE PROCEEDINGS OF THE FIRST WORKSHOP OF THE INTERNATIONAL NETWORK IMPACT OF EMPIRE (ROMAN EMPIRE, 27 B.C. - A.D. 406) LEIDEN, JUNE 28 - JULY 1, 2000 EDITED BY LUKAS DE BLOIS J. C. GIEBEN, PUBLISHER AMSTERDAM 200 1 DER AUFSTIEG LOKALER ELITEN SPANiENS IN DIE REICHSELITE Von A. CABALLOS 1.- Un e suchung übe die Rekni ie ung lokale Familien i Au gaben au Reichsebene - ein Bei ag zum besse en Ve s hdnis des Romanisie ungsp ozesses in Spanien' Die En wicklung zu Einhei un e Beibehal ung egionale Besonde hei en is ein g undlegendes Phhomen, das das Ro nische Reich e kla und ausmach . Es e binde sich mi eine ande en wich igen und um assenden his o ischen E scheinung, die wi ganz allgemein mi dem Beg i Romanisiemg assen. Diese Beg i is ma bequem, abe democh unp kise. E bezeichne einen wechselsei igen P ozess, dessen Resul a die Einbeziehung zahl eiche he e ogene Gemeinscha en in den He scha sbe eich Roms wa und die schlieBliche Akzep anz diese He scha du ch diejenigen, die diesem P ozelj ausgese z wa en. Um diesen ielschich igen kul u ellen In e ak ionsp ozess zu e s ehen, muB de His o ike die ich igen Un e suchungsk i e ien bes immen. Bislang ha man das Phhomen de Romanisie ung im allgemeinen un e olgenden Aspek en un e such : Ma e ielle Aspek e. In diesen Zusammenhang geho die F age, wo, wann und wa u n die Übemahme de 6mischen Kul u langsam bzw. ein ach und di ek ollzog. Hie sind als K i e ien e wa m nennen die Ve b ei ung des S ad ewesens und die Monumen alisie ung de S ad e, die als e izien es ' De o liegende Tex is die Dmck assung eines Vo ags, den ich im Febma 2000 an den Uni e si ií en Heidelbe g, Biele eld, MUns e und K(lln, und ebenso im Kolloquium des Ne zwe kes 'Impac o Empi e', zu Leiden, am 1. Juli 2000, gehal en habe. FU die Einladung zum Vomag bedanke ich mich bei den He en P o esso en Al Xldy, Win e ling, Schmi z, Funke und Eck. Le ae em o allem bin ich seh dankba ii zahl eiche kluge Ra schliíge, hil eiche An egungen und k i ische Kommen a e. Feme danke ich L. de Blois W seine Einladung mm e s en Wo kshop des Ne wo k "Impac o Empi e", sowie A. und F. Annweile , B. Go in, B. Ponhas und T. Schmin W ih e Un e slü zung bei de deu schen Fassung dieses Tex es. Einige de hie geiíuoe en Thesen habe ich zu o be ei s an ande e S elle ausWh lich behandel (siehe 'P elimina es sob e los caballe os omanos o igina ios de las p o incias hispanas. Siglos 1-111 d.C.', in: J.F. Rod iguez Neila und F.J. Na a o (Hg.), Eli es y p omoción social en la Hispania Romana (Pamplona 1999), 103-144; 'Los ecu sos económicos de los no ables de la Be ical, in: M. Na a o und S. Demougin (Hg.), Les éli es hispano- omaines, im Dmck). Ande e we den an diese S elle zum e s en Mal e o en lich . [Es e es udio ha sido elabo ado en el ma co del P oyec o de In es igaci6n "Los p ocesos de p omoción sup ap o incial y la omanización de las p o incias hispanas (siglos 1-111 d.c.)" (PB97-0726), inanciado po el P og ama Sec o ial de P omoción Gene al del Conocimien o de la Di ección Gene al de Ense ianza Supe io e In es igación Cien i ica del Minis e io de Educación y Ciencia español]. Mi el íü die Übe agung de ideologischen P opaganda Roms be ach e we den. Kul u elle Aspek e, nhlich die o sch ei ende Ve b ei ung de la einischen Sp ache und die zunehmende Du chse mg de omischen Religion. Poli isch- ech liche Aspek e wie die Ve leihung eines S ad ech s und die Gewah ung eines p i ilegie en Rech ss a us an indi iduen und Gemeinden. Diese P i ilegien wu den nach g ingige Fo schungsmeinung als Mi el eingese z , um die Ene gien de du ch sie BegUns ig en au Rom zu lenken. Alle dings laB uns die Be ach ung diese Aspek e im allgemeinen nu die E gebnisse de In eg a ion e assen; sie e moglich es abe wede , de en En wicklung Scb i ü Sch i zu un e suchen, noch die Tie e des P ozesses auszulo en ode eine eingehende egionale Un e suchung du chzu üh en. Dahe moch e ich hie ein soziales Un e suchungsk i e ium ein üh en. Es geh um den In eg a ionsp oze l on Teilen de p o inzialen Gesellscha en in die p o inzilbe g ei ende omische Sozials nik u , d.h. um den sozialen Au s ieg on P o inzialen in die Reichs üh ungsschich en. Diese Au s ieg wa imme au eine Minde hei besch ank , de hohe Quali ika ion und eine absolu e T eue m Rom ab e lang wu den. Dami wa auch ein auBe s e izien es Mi el de sozialen und ideologischen Kon olle gegeben. In eine schon als klassisch zu bezeichnenden These ha Si Ronald Syme die Langlebigkei des Romischen Reiches genau au diese Fahigkei zunickge üh , Pe sonen de ehemals mi Wa engewal un e wo enen Tem o ien in seine Füh ungsschich en einzugliedem2. Diese Emeue ung de Eli en und die E wei e ung ih es Rek u ie ungs aumes wa en mi de omischen Men ali a e einba und sie s ell en gleichzei ig den bes en Weg da , die e schiedenen Tem o ien, die das Romische Reich ausmach en, m in eg ie en. Was die hispanischen P o inzen be i , so w&e die Au nahme on Mi gliedem ih e s ad ischen Eli en in die Fühnuigsschich en de omischen Reichsa is ok a ie - noch dm in so g oBe Zahl und ni einem so mhen Zei punk - nich e s bdlich, wenn nich i n Anschlui3 an die E obe ung eine Einwande ungswelle aus Rom und I alien eingese z ha e. Diese im 2. Jh. .Ch . im wesen lichen mili ihisch gep ag e Einwande ungsp ozess, de Diese Thesen we den aus Ilh lich behandel in: R Syme, Colonial Eli es. Rome, Spain and he Ame icas (Ox o d 1958). Siehe auch Symes wich igen Bei ag The P o incial a Rome, de dank de Edi ion on A.R. Bi ley (Exe e 1999), je a im Dmck o lieg . du ch poli isch mo i ie e Immig a ion im 1. Jh. .Ch . abgeschlossen wu de, wa ausschlaggebend ü den iühen Romanisie ungsp ozess in zahl eichen Regionen Hispaniens. Neben de Romanisie ung au kul u ellem Gebie and abe auch ein P ozess de selek i en Ve mischung mi de indigenen Be olke ung s a , de sich jedoch au g und de Übemahme des o nischen Namensys ems nich in konk e en Zahlen assen 1aB . Aus diesem iel al igen Subs a wu den in de Kaise zei die sozialen Au s eige ek u ie 3. Die Be ach ung de In eg a ion de hispano- omischen Eli en in die eichs omische A is ok a ie e laub es uns nich nu , den Romanisie ungsp ozess au de ibe ischen Halbinsel und seine zei liche En wicklung zu un e suchen, sondem sie e moglich es auch, die Wi kung des Romanisie ungsp ozesses zu e messen. De Au s ieg in die Füh ungsschich en is ein Indika o da ü , wie seh sich die S ad gemeinden, au die sich das I npenu n s ü z e, de Ideologie und den Ve hal ensno men Roms angepd haben. Die lokalen Eli en, die den Au s ieg gescha haben, konnen in gewisse Weise als Ve e e ih e Gemeinden und ge adezu als de en on Rom e wünsch e Sp eche e s anden we den. Diese Eli en sind Ausd uck des G ades de Akkul u a ion und Homogenisie ung, de on ih en jeweiligen Heima gemeinden e eich wo den is . Denn nu au de Basis eines o hengen Gleichklangs ni den omischen We o s ellungen is eine Mobili a de lokalen Eli e in die omische Füh ungseli e moglich gewo den. Diese Gleichklang ni Rom e o de e na ü lich die Übe nahme eine Reihe on Ve hal ensweisen in den p o inzialen Gemeinden. Dami sich diese P ozeB iibe haup in Gang und e olg eich o se zen konn e, wa en einige Fakio en wich ig, on denen zumindes die olgenden genann seien: die A , die Daue und die In ensi a de Kon ak e de einzelnen p o inzialen Gemeinden zu Rom das In e esse, das die Gemeinden an eine In eg a ion in das a nische Sys em zeig en ' Wah end de on poli ischen Un uhen gekennzeichne en Siiua ion am Ende de Republik gelang nu eine kleinen Zahl on "Hispanienses" de Au s ieg in die Fiihmngsschich en. Dies ie jedoch K i ik he o , die e wa in den Epi he a mi nega i e Konno a ion nim Ausdmck komm , ni denen einige "Hispanienses" besch ieben we den. Ahnliche Quellen bemiihen sich, den Au s ieg de aus Hispanien s ammenden Balbi als skandalasen Ausnahme all damis ellen. Siehe dazu A. Caballos, 'Los senado es de o igen hispano du an e la República Romana', in: J. González (Hg.), Es udios sob e U so Colonia Iulia Gene i a (Se illa 1989). 233-279. die sozialen, wi scha ilichen und ins i u ionellen Moglichkei en de p o inzialen Gemeinden, den Wandel hin zum omisch gep iig en Sys e n zu ollziehen Zum Au s ieg lokale Fa nilien konnen ün allgemeine F agen o mulie we den, die die In ensi ii des Romanisiemgsp ozesses de diei hispanischen P o inzen e messen lassen: 1. De zahlenmaBige Um ang des Au s iegs, ein ache gesag : Wie iele Fa nilien eine p o inzialen Gesellscha scha en den Au s ieg? 2. Die Dynamik des P ozesses. Wann und wa um wu de e in Gang gese z , wie en wickel e e sich, wie und wa um kam e schlieBlich ni einem Abschluss? 3. We wa en die Au s eige und au welchem Weg gelang es ihnen, ih en p o inzialen Lebens aum zu e lassen? Welche Angeho igen de lokalen Eli en wu den in den Sena , welche in den Ri e s and au genommen? Und wa um diese Un e schied? 4. Wo kam es zu den en scheidenden Kon ak en, die den Ausgangspunk ü den Au s ieg da s ell en? 5. Inwiewei ha de Cha ak e de Hei na s ad des Au s eige s die Mobilia beein ld ? In welche Weise ha de Au s ieg einzelne Familien eine S ad de en wei e es Schicksal angie ode soga wesen lich mi bes imm ? Diese F agen sind deswegen zen al, weil das omische I npe ium au de S ad als o ganisa o ische Einhei geg ünde wa . iI.- De Fo schungss and Ohne allzu eupho isch zu sein, da man wohl sagen, daíi die Fo schung zu den eben genann en P oblems ellungen dank de A bei en zahl eiche Wissenscha le subs an iell o angekommen is und dass wi be ei s einige - zumindes allgemeine - Tendenzen e kennen konnen. Ku z gesag : Au de heo e ischen Ebene is es ni wesen lichen Fo sch i ien gekommen. Vo allem ha sich die Vo s ellung du chse zen konnen, da0 die omische Gesellscha i keine monoli hische Einhei wa , sondem on ielen un e schiedlichen Fak o en bes imm wu de. Du ch die Zunah ne epig aphische Quellen und die Fo sch i e p osopog aphische Un e suchungen e ügen wi übe wesen lich besse e Kenn nisse übe einzelne Pe sonen sowie den gesam en Pe sonenk eis, de in unse em Zusammenhang eine Rolle spiel . Dami ha sich auch unse Wissen da übe e wei e , welche K i e ien und Fak o en bei dem P ozeB de sozialen Mobili a , beim Au s ieg in die omische Füh ungsschich on Bedeu ung wa en. Eine Whe eilweise schema ische Be ach ung wu de du ch die Einsich e se z , daB sich de P ozei3 dynamisch en wickel e und wi i nme wiede mi Ausnah nen m echnen haben. Es haben seh indi iduelle Fak o en eine Rolle gespiel , die sich eine Gene alisie ung en ziehen. Man ha inzwischen das Phhomen egional un e such ; dabei wu de kla , daB de Au s ieg lokale Fa nilien wesen lich on den un e schiedlichen lokalen S mk u en, insbesonde e de di e ie enden En wicklung des S ad ewesens bes im n wa . II. l. De In eg a ionsp ozess de hispanischen Eli en Ein gene elle In eg a ionsp ozeB 1aIJ sich im gesam en Reich beobach en. Doch ich moch e nich im olgenden au die Ri e und Sena o en aus den hispanischen P o inzen konzen ie en und einige Punk e ku z e o em, die ü dieses spezielle Thema on Bedeu ung sind. Die Konzen a ion au den hispanischen Un e suchungs aum schein mi aus olgenden G ünden ge ech e ig : a) Fü die hispanischen P o inzen besi zen wi genügend Quellen, die eine zu e l bsige An wo e moglichen. b) In den hispanischen P o inzen se z e die Akkul u a ion seh MUi ein. Somi kann man den gesam en P ozeB übe einen hin eichend langen Zei aum beobach en und analysie en. c) Die Romanisie ung ha in diesen P o inzen ie gehend gewi k . Dennoch wa en die E gebnisse dieses P ozesses nich übe all gleich, weil die Ausgangssi ua ionen seh e schieden wa en. En sp echend ha Rom auch seh un e schiedliche Mi el angewand , um den P ozei3 m o dem. d) Bedeu sam is die ie gehende U banisie ung in diesen P o inzen; somi kann man die Vo ausse mngen, die sich da aus ü den In eg a ionsp ozeB e geben, besonde s deu lich e kennen4. e) In diesen P o inzen ha es, ande s als im Os en des Reiches, keine s a ken, o 6mischen einhei lichen poli ischen We esys eme gegeben. Somi Siehe, z.B., G. Al üldy, 'D ei s ad ische Eli en im omischen Hispanien', Ge ión 2 (1984), 193 ., übe die Bae ica: " ... so wa e wa die U banisa ion in de Bae ica noch e heblich wei e ongesch i en ..., wo aus sich wich ige Folgen íil das Wi scha ssys em, ü die soziale Di e enziemng ... und U das kul u elle Ni eau e gaben". konnen die spezi isch omischen Vo s ellungen kla e e kann we den, da sie nich on ande en Ideologien übe lage we den. Schauen wi uns nun die F agen an, die ich ü besonde s ele an hal e. 11.2. Zahl de Au s eige und die e kennba e Dynamik Zunachs we de ich die p osopog aphischen E gebnisse5 ü die Sena o en und diejenigen ü die Ri e einzeln o s ellen, dami im Folgenden Ve gleiche zwischen den Tendenzen und de aumlichen Ve eilung beide G uppen moglich sind. Wi kennen unge ah 150 Ri e hispanischen U sp ungs, msa zlich wei e e 70, die nu moglichen eise hispanischen U sp ungs sind, de en genaue He kun jedoch unkla is . Dem s ehen e wa 170-180 Sena o en eindeu ig hispanische Abs am nung gegenübe , sowie wei e e 70, de en hispanische U sp ung nich eindeu ig zu belegen is . Diese absolu en Zahlen sagen ieilich wenig aus. Lediglich ein analysie ende Ve gleich de Zahlen e laub es, Tendenzen es ms ellen und ein schlüssiges Bild des P ozesses zu e s ellen. Die Anzahl de Ri e wah end de gesam en julisch-claudischen Zei blieb ela i kons an ; e s un e den Fla iem s ieg sie s a k an, ja e doppel e sich as . Ku z da au , un e T aian und Had ian, e d ei ach e sie sich und ha e dami ih en Hohepunk e eich . De anschlie lende Niede gang e lie kon inuie lich bis ins 3. Jah hunde , das den Endpunk unse e Un e suchungen da s ell . Und nun übe die zei liche En wicklung de Sena o en mi hispanischen He kun . Neben ande en Vo ausse zungen s ell e Reich um eine de g undlegenden Bedingungen ii die Zugeho igkei zum hochs en o do da . Dahe wa au g und de Ve a mung I aliens in de e s en Hal e des e s en Jah hunde s .Ch ., die du ch den Bü ge k ieg noch e s a k Fii aus ijh liche Angaben zu diesen E gebnissen siehe A. Caballos Ru ino, Los senado es hispano omanos y la omanización de Hispania (Siglos 1-111). 1: P osopog ajía (hija l990), sowie Idem, 'Los caballe os omanos o igina ios de las p o incias de Hispania. Un a ance', in: L'O d e Équesi e. Hisloi e d'une a is oc aiie (I sidcle a . J.-C.-II sidcle ap. J.C.), Collec ion de I'École F ancaise de Rome 257 (Rom 1999). 463-512. Hie s ell sich die g unds# zliche F age nach unse en a sgchlichen MBglichkei en, E kenn nisse aus dem In o ma ionsgehal de zu Ve ñlgung s ehenden Quellen zu ziehen. Einige Aspek e diese ielschich igen P oblema ik we den in le agenann em Au sah angesp ochen. Siehe eme : 'La kcnica p osopog á ica en la His o ia An igua. An e la pé dida de Si Ronald Syme', Veleia 7 (1 990), 181-199, und 'P oblemb ica y pe spec i as de la P osopog a ía de la p o incia de la Bk ica', La Sociedad de la Bélica. Con ibuciones pa a su es udio (G anada 1994), 29-49. wu de, eine gewisse ,,P o inzialisie ung" de Eli en unausweichlich. Diese i alische K ise s and in s a kem Gegensa z zu eine Phase des wi scha lichen Au schwungs, de sich m gleichen Zei in den am s a ks en omanisie en Teilen de hispanischen P o inzen zeig e, o allen Dingen in de Bae ica und de Ta aconensis. Wenig spa e p o i ie en diese spanischen Regionen in ganz besonde e Weise on wi scha lichen MaBnahmen, die Claudius um die Mi e des 1. Jh. n.Ch . e anld ha e; diese be a en o allen Dingen den Impo on landwi scha lichen P oduk en ü die annona de Reichshaup s ad Rom: Ge eide, Wein und 61. Diese Impo e Uh en m einem aui3e gewohnlichen wi scha lichen Au schwung in de Bae ica und de Ta aconensis. Es lohn e sich, die P oduk ion m s eigem, da de Absa z gesiche wa . We be ei s wi scha lich s a k wa , konn e in es ie en und seinen Umsa z s eigem. So kam es m eine e s a k en Akku nula ion on Reich u n bei einigen üh enden Familien in diesen P o inzen. Dies e su k e ih e wi scha liche Unabhhgigkei und mach e sie ieie und abkommliche . Sie konn en ih en Eh geiz au Ziele ich en, die übe die So ge um die eigene wi scha liche S i ke hinausgingen und o allem übe den bishe igen Lebensho izon , die eigene S ad und die P o inz. Das Au iP, en eine Reihe on spanischen P o inzialen in Rom sei diesem Zei punk ha e seinen U sp ung in diesem wi scha lichen Wohls and und den neuen Moglichkei en, die sich da aus e o ke en. Bnng man nun diese E kenn nisse mi den E gebnissen de p osopog aphischen Fo schung in Ve bindung, so zeig sich, daB zumindes zwischen de wi scha lichen En wicklung und dem Au s ieg on P o inzialen aus Spanien ein Zusam nenhang bes ehen konn e. Denn wah end de Regie ungszei des Claudius nahm die Zahl de Sena o en aus de Bae ica übe p opo ional m. , Wenn wi die En wicklung de Ri e mi de de Sena o en e gleichen, konnen wi eine ela i iden ische Tendenz ü beide o dines e kennen. Es gib abe auch einige signi ika i e Un e schiede. Z. B., bei den Ri em zeig sich ein ühe e Ans ieg als bei den Sena o en. DaB die Vo ausse ningen ü den Zugang zum Sena hohe wa en, konn e da ü eine hin eichende E klmg sein. Ebenso un e scheide sich die plo zliche und schnelle Abnahme de Anzahl de Ri e on de En wicklung bei den Sena o en. 11.3. G ünde und Vo ausse zungen ii den Au s ieg Die nachs e F age, die wi uns ges ell haben, bezog sich au die G iinde und Mechanismen, au gmnd de e de Au s ieg moglich wu de. Ausgangspunk md3 o ab eine wei e e F age sein, nwlich die nach de inne en S uk u de omischen Gesellscha und nach den K i e ien, die in Rom einen sozio-poli ischen Au s ieg moglich mach en. Lucius Annaeus Seneca, de Philosoph und omische Sena o claudisch-ne onische Zei aus Co duba, ha eine seh kla e Fo me1 da ii geíünden, nach welchen K i enen sich eine sozial he ausgehobene S ellung bes imm e: "&o quisque hones io gene e ama pa imonio es , hoc se o ius ge a , memo in p ima acie al os o dines s a e'". Das Bild, das e en wi , s am n zwa aus dem mili ikischen Be eich - e spnch on denjenigen, die in de Schlach in o de s e Reihe kwp en - doch gil es auch u das zi ile o en liche Leben. Eh e und Ansehen sind die G undlagen ñi Ein ld, Au o i a und Mach , und sie basie en au dem P es ige de He kun sowie amici ia, und de Anzahl an Klien en. AuBe dem wa na ii lich ein be ich liches Ve mogen no ig, de au G undbesi z be uh e - de Fo m on Besi z, die als eh enha be ach e wu de. Claudius ha in eine in diesem Kon ex ielzi ie en Rede, die e im Zusammenhang mi de Auhah ne gallische Fa nilien in den omischen Sena gehal en ha , on den i i boni und locuple es gesp ochen, on angesehenen und eichen Mhnem7. In de Bae ica s ell e Oli enol eine de wi scha lichen G undlagen da , au de de Reich um diese P o inz basie e8. Das muJ3 auch ü die Seneca, Ad Se enum, De cons an ia sapien is 2.19.3.6, "Je hohe eine s eh an Gebu , Ru und Besi z, umso ap e e muB e sich hal en, dessen eingedenk, da die h6he en S hde in de o de s en Schlach eihe s ehen". ' Das 'Sena us consul um Claudianum de iu e hono um Gallis dando', ILS 212, col II,4-9: ... omne n jlo em ubique colonia um ac municipiom, bono um scilice i o um e locuple ium, in hac cu ia esse olui . Quid e go? non i alinc sena o p o inciali po io es ? Iam wbi . cum hanc pa iem censu ae meae adp oba e coepe o, quid de ea e sen iam, ebus os endam. Sed ne p o inciales quidem, si modo o na e cu iam po e in , eiciendospu o. Mi Gewinn he anwziehen is hie R. Syme, 'The O a io Claudii Caesa is', in Idem, The P o incial a Rome, op ci . (Anm. 2), 98-1 13, mi einem Kommen a des He ausgebe s, A.R. Bi ley. Siehe auch Taciius, Annales, 4.6.2: "mandaba hono es nobili a em maio um, cla i udinem mili iae, inlus is domi a ies spec ando", und dazu R. Syme, 'The Vi ues o P o incials', in The P o incial ai Rome, a.a.0. (Anm. 2), 45-52, bes. 49. Eine Be ach ung ande e Fak o en, e wa de Ausbeu ung on Me all o kommen, bleib spB e en Un e suchungen o behal en. Im Zusammenhang mi unse e Themens ellung, den Gmndlagen des sozialen Au s iegs, is die Ausbeu ung de Me all o kommen bislang wenig behandel wo den. Alle dings is de Me allabbau au gmnd seine hohen Ren abili a zwei ellos bedeu sam gewesen, nich nu U den Kaise , sondem auch di ek ode indi ek ii die Familien, die zu den p o inzialen Eli en geho en. Zu den Zielse zungen dieses Au sa zes geho es auch au zuzeigen, wie die Rolle und mdem das E scheinungsbild, das jede S ad de P o inz sich nach und nach mleg e, das Leben de Bewohne beein luss e. Die o igo wa ein g undlegendes Elemen , das die Kondi ionen ü den Au s ieg posi i ode nega i bes imm e, sie be o de e, e age e ode manchmal soga e hinde e. Man kann also nich da on ausgehen, da13 es nu eine S ad und eines p i ilegie en S ad s a us bedu e, um a n sozialen Au s ieg eilnehmen zu konnen. Heu e is es ielmeh angeb ach , zu nuancie en: Die wei e Ve b ei ung des munizipalen S ad ech s, o allem un e den Fla iem, bezeug zwa einen s a ken Willen zu In eg a ion, doch genüg e dies allein nich ; ielmeh blieb die in Zei und Raum en wickel e Hie a chie zwischen den e schiedenen Gemeinden de P o inz bes ehen. Die Angleichung de aui3e en S a us ech e e deck e nu die o bes ehende Ungleichhei . Die Rolle, die eine S ad in de P o inz spiel e, wu de nich nu du ch ih en S a us und ih e adminis a i e Funk ion bes imm , sondem auch on ande en Pa ame em: on ih e Lage, ih e Vo geschich e, ih e his o ischen Dynamik, ih em Reich um, ih em Al e und Ansehen. D. Die Dynamik des Au s iegs in de Bae ica im Ve gleich. Bei de Un e suchung des Au s iegs einzelne Familien in de Bae ica beginnen wi mi den Ri em. Wah end de julisch-claudischen Epoche wa die Bae ica im Ri e s and übe ep hen ie . In diese Zei üb en die Ri e in de P o inz dieselbe ep iisen a i e Rolle aus, wie spii e die Sena o en. In ielen Fallen handel e es sich um Pe sonen, die bis zu den hochs en und mach igs en Funk ionen im Ri e s and au s iegen. I n Ve gleich mi de Bae ica sind Angehonge des Ri e s andes in den beiden ande en P o inzen nu spGlich e e en. Zu Beginn de Kaise zei is die Zahl de Ri e aus de Ta aconensis und aus Lusi anien gleich klein. Doch die P o inz Ta aconensis e wach schlieBlich in claudisch-ne onische Zei . Un e den Fla iem bleib die Anzahl de Ri e aus de Bae ica i n Ve gleich m de o he gehenden Epoche kons an , wah end die Anzahl de Ri e aus de Ta aconensis sp ungha ans eig und die Zahl de o he gehenden Epoche wei übe s eig . Die P o inz Lusi ania behal ih nied iges Ni eau bei. Un e den beiden Kaisem, de en Familien aus den spanischen P o inzen s a nm en, also un e T aian und Had ian ha die Ta aconensis, so em die Quellen uns einen ich igen Eind uck e mi eln, einen e gleichsweise hohen An eil an Ri em o zuweisen: doppel so iele wie die Bae ica. In den olgenden Zei en iinde sich dieses Bild. Ein me kliche Rückgang de Ri e aus de Ta aconensis is ni eneichnen, de un e den Se e em zum S ills and komm . Die ab allende Tendenz in de Bae ica is nu schwach; so bleib die Zahl bis zum Ende des un e such en Zei aums nahezu kons an . Bei den Sena o en i die wei @Be e Dynamik de Bae ica kla he o , die beim Ve gleich mi de P o inz Ta aconensis noch deu liche wi d: De Au s ieg and in de Bae ica nihe s a als in de Ta aconensis. Die Bae ica wa wah end de gesam en Kaise zei wegen ih e giins ige en Bedingungen und ih es hohe en Romanisie ungsg ades die hispanische P o inz, aus de eine g oBe e Zahl on Sena o en s amm e. Zu Zei Vespasians wa en diese Un e schiede be ei s gu beme kba . Die zahlen naige En wicklung de Sena o en e lie in de Bae ica homogene als in de Ta aconensis. Do ha e ma das Jah 69 mi de E hebung des a aconensischen S a hal e s Galba zum Kaise ü den Au s ieg neue p o inziale Familien einen s a ken Impuls gegeben. Doch diese En wicklung kam schnell an ein Ende. Wede in de Bae ica noch in de Ta aconensis mden wi eine ausgeglichene aumliche Ve eilung de Sena o en übe die gesam e P o inz. Die bae ischen Sena o en en s ammen ma zahl eichen S ad en, die jedoch haup sachlich im Fluss al des Guadalqui i s lagen - eine kla e Folge de wi scha lichen Bedeu ung, die diese FluB ü die P o inz ha e. In de Ta aconensis konzen ie en sich die He kun so e de Sena o en en lang de Küs e und des Eb o ales. Dies wa en schlich die Regionen, die am ühes en un e omische He scha gekom nen und dami auch am s il ks en on de Romanisie ung e M wo den wa en. 11.6. Die Bedeu ung des He kun so es Die He kun so e de kaise zei lichen spanischen Eli e mi den S ad en übe eins immen, die eine g oBe e okonomische, poli ische und adminis a i e Bedeu ung ha en. Ande s ausged ück : Es l&s sich eine di ek e Beziehung zwischen Anzahl und Bedeu ung de einheimischen Sena o en und dem Rech ss a us sowie dem Al e bzw. dem P es ige de He kun ss ad e nachweisen". Die Zahl de S ad e, aus denen Sena o en s a n n en, is wesen lich gennge als die de S ad e, aus denen n e liche " Gleiches gil -alle dings in wenige zwingendem Mane- auch ü die Ri e . Siehe G. Fab e, M. Maye u. 1. Roda, 'Rec u emen e p omo ion des "dli es municipales" dans le No d-Es de I'Hispania Ci e io sous le Hau Empi e', Mélanges de /'~cole/ oncaise de Rome 102 (1990), 535: "... I'o d e d'impo ance des illes se e le e dans le con ingen de che alie s qu'elles ou nissen ...". Familien bekann sind. Dies wa eine Folge de wenige s engen Auswahik i e ien, die ii Ri e im Ve gleich m Sena o en gal en. Die o ge agenen Übe legungen dü en gezeig haben, dd seh un e schiedliche Fak o en dazu bei ugen, ob aus eine S ad einzelne Fa nilien den Au s ieg in die beiden o dines de Reichseli e scha en konn en. Diese Fak o en ha en sich in einem langen, sich eilweise übe meh e e Jah hunde e hinziehenden P ozeB he ausgebilde ; sie alle ugen zu Romanisienmg eine S ad bei. Abe e s de sozio-poli ische Au s ieg wa de en scheidende Beweis, dd die Romanisie ung in einem um assenden Sinn e olg eich wa , jeden alls in den spanischen P o inzen. Diese S ad e ha en sich o allem ideologisch assimilie und wa en olls hdig Teil de 6mischen Wel gewo den. Die Beziehung zwischen Reich um, P es ige, ju is ische n S a us und ideologische Loyali a eine bes imm en Gemeinde eine sei s und de Emennung on Sena o en und Ri em ande e sei s schein e iden m sein. Se illa, Juli 2000.