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Das Text- und Bildverhältnis im Ackermann aus Böhmen

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Das Text- und Bildverhältnis im Ackermann aus Böhmen

Author: Ivana Hostnik
Year: 2016
DOI: 10.34626/n62z-6e16
Source: https://repositorio-aberto.up.pt/bitstream/10216/85079/3/139168.1.pdf
UNIVERSIDADE DO PORTO
DAS TEXT- UND
BILDVERHÄLTNIS IM
ACKERMANN AUS BÖHMEN_
IVANA HOSTNIK
2.º
CICLO
FLUP
2016
Das Tex - und Bild e häl nis im
Acke mann aus Böhmen
IVANA HOSTNIK
DISSERTAÇÃO DE MESTRADO APRESENTADA
À FACULDADE DE LETRAS DA UNIVERSIDADE DO PORTO EM
ESTUDOS ALEMÃES
M 2016
1
Das Tex - und Bild e häl nis im
Acke mann aus Böhmen
I ana Hos nik
Disse ação ealizada no âmbi o do Mes ado em Es udos Alemães, o ien ada pelo
P o esso Dou o John G een ield
Memb os do Jú i
P o esso Dou o John G een ield
Faculdade de Le as - Uni e sidade do Po o
P o esso a Dou o a Ma ia An ónia de Almeida Gaspa Teixei a
Faculdade de Le as - Uni e sidade do Po o
P o esso a Dou o a Sabine Ho mann
Faculdade de Le as - Uni e sidade de Pale mo
Classi icação ob ida: 18 alo es
2
Inhal s e zeichnis
1 Ein üh ung ................................................................................................................. 3
1.1 S uk u de A bei ............................................................................................. 5
1.2 In e mediali ä .................................................................................................... 5
1.3 Bilde und das Lesen on Bilde n ...................................................................... 6
1.4 Fo schungsbe ich zum Acke mann aus Böhmen ............................................ 10
1.5 Holzschni e im Spä mi elal e ....................................................................... 13
1.6 Die Todesda s ellung im Tex und Bild im Spä mi elal e ............................. 15
2 Die Illus a ionen und de Tex bezug ...................................................................... 18
2.1 Bambe ge P is e -D ucke ............................................................................... 20
2.1.1 De h onende Tod .................................................................................... 20
2.1.2 Wi un als die sunn .................................................................................. 26
2.1.3 Jung und al ............................................................................................... 29
2.1.4 Jn wel lich ode geys hlich o denung? ..................................................... 32
2.1.5 Tod, syge! ................................................................................................. 35
2.1.6 Zu Bilde se ie und ih e In e mediali ä .................................................. 37
2.2 Egges ein D ucke- u seine auwen sele ...................................................... 41
2.3 Die Illus a ionen mi de F au ......................................................................... 44
2.3.1 Am S e bebe ........................................................................................... 45
2.3.2 Am Sa g- in eyne es en, hubschen s a .................................................. 46
2.4 Die Illus a ionen ohne F au ............................................................................ 48
2.4.1 Jch bins genan ein acke man, on ogelwa is meyn p lug .................... 48
2.4.2 Hal , j Tod ! ............................................................................................. 49
2.4.3 Pa izie ? ................................................................................................... 50
3 Die küns le ische T adi ion und die Acke mann-Holzschni e ............................... 52
3.1 Die Technik ...................................................................................................... 53
3.2 Die damalige T adi ion .................................................................................... 55
4 Fazi und Aussich ................................................................................................... 60
5 Li e a u e zeichnis ................................................................................................. 64
6 Anhang .................................................................................................................... 69
3
1 Ein üh ung
Die o liegende A bei geh aus de Beschä igung mi de Tex -Bild-Beziehung am
Beispiel des spä mi elal e lichen We kes De Acke mann aus Böhmen he o . Mi hil e
de In e mediali ä un e such sie das Ve häl nis zwischen Tex und den dazugehö igen
Illus a ionen, um die gegensei igen Ein lüsse au zudecken. Den Schwe punk de
Un e suchung bilde die G uppe de zwischen 1462 und 1547 en s andenen Acke mann-
Holzschni e. Dabei wi d die du chgängige Ikonog aphie des Spä mi elal e s und de
F ühen Neuzei be ücksich ig .
Nach seine E indung um 1450 wu de de Buchd uck ganz schnell in ganz
Eu opa e b ei e , sodass es be ei s um 1500 e wa 30 Millionen ged uck e Büche gab
( gl. DOPSCH, 1991: 14). Es wa nun möglich, länge e Bildp og amme zu Illus a ion
de Tex e zu in eg ie en und eine ganze Reihe on li e a ischen Tex en wu de zum
e s en Mal illus ie ( gl. CURSCHMANN, 2007: 735). Du ch die o sch i liche Technik
des Buchd uckes en s and ein neues Wechsel e häl nis zwischen Tex und Bild. Die
Bilde , die un e schiedliche Szenen aus dem Tex e anschaulichen, konn en
un e schiedliche In e p e a ionen des Tex es geben. Den Tex zu illus ie en bedeu e e
den Tex ins Bild übe se zen. Die Bilde wa en „zu eine de Sch i in ielen Fällen
gleichges ell en, gleich angigen Fo m de Mi eilung gewo den“ (AUGUSTYN, 2003:
10). Die illus ie en Bilde sind und wa en nich nu bildliche Inhal swiede gabe des
Tex es, sie können auch einen ande en in e p e ie enden Cha ak e ode eine e ände e
A gumen a ion besi zen.
In diese A bei soll de F age nachgegangen we den, wie Tex und Bild
zusammenkommen und zusammenwi ken. Die olgenden F agen sollen bean wo e
we den:
1. Welche S ellen we den illus ie und wie is die Umse zung des Tex es ins Bild?
Is diese Da s ellung ypisch ü die damalige T adi ion?
2. Folgen die Bilde dem Tex ode ügen sie neue Elemen e ein? Inwie e n sind
do unabhängig om Tex e undene Elemen e o handen?
4
3. Wie nehmen de Tex und das Bild au einande Bezug ode un e scheiden sie
sich oneinande ? Wei e hin we den die F agen be ücksich ig , ob dies zu eine
neuen In e p e a ion und eine neuen Wah nehmung des Tex es üh .
Das Bild und de Tex e gänzen sich und dadu ch e gib sich ein neue Sinn. Meine
These lau e : Die Bilde s immen mi dem Tex nich öllig übe ein. In olgedessen kann
de Rezipien in den Bilde n De ails, Figu en ode Objek e sehen, die nich im Tex
e wähn we den. Au diese Weise wi d de Acke mann-Tex e wei e .
Eine wei e e Hypo hese bezieh sich au die damalige küns le ische T adi ion. Es
wi d da on ausgegangen, dass die o liegenden Illus a ionen einen Teil de damaligen
T adi ion da s ellen und un e dem Ein luss de En wicklung de D uck echnik und de
Ikonog aphie s ehen. Demen sp echend is da on auszugehen, dass die Küns le die
Da s ellungskon en ionen kann en, die ü ein Thema cha ak e is isch wa en und
demgemäß den S o da ges ell haben ( gl. BÜTTNER/ GOTTDANG, 2013: 19). De
Rezipien kann in den Illus a ionen die bekann en De ails ode Komposi ionen
e kennen, die e in ande en Illus a ionen be ei s gesehen ha . Die Bilde s ehen o
un e dem Ein luss on ande en Tex en und Bilde n. Im Spä mi elal e wi d de Tod
au eine bes imm e A und Weise da ges ell und diese Ve anschaulichung ände sich
im Lau e de Zei . So un e scheiden sich die Posi ion, Kö pe hal ung, Ges ik, Kleidung,
G öße, S ändeme kmale und ande e Me kmale de Figu en und Objek e aus dem Tex ,
wenn sie bildlich da ges ell we den. O we den die Szenen und Figu en de äl e en
Tex e so bebilde , wie es ü die damalige Kuns adi ion üblich wa .
Diese A bei will einen Bei ag zu In e p e a ion des We kes De Acke mann im
Lich de In e mediali ä zu de Zei des Medienwechsels on de Handsch i zum
ged uck en Buch leis en. Es we den abe keine O izinen, D ucke ode
He s ellungs e läu e und -bedinungen de aillie un e such . Da die Analyse im
Zusammenhang mi den Illus a ionen du chge üh wi d, is das Ziel de A bei nich
das li e a ische We k selbs aus üh lich zu in e p e ie en. Die P obleme de bishe igen
Fo schung übe die Zugehö igkei des We kes zu eine bes imm en Epoche we den
wenige be ücksich ig . Da sich die Fo schung sel ene mi de F age beschä ig ha ,
wie und was zum We k De Acke mann illus ie wu de und den Akzen au die
Bambe ge P is e -D ucke geleg ha , nimm sich diese A bei zu Au gabe, die

5
es lichen Illus a ionen in allen Einzelhei en zu analysie en und mi dem Tex in
Ve bindung zu b ingen.
1.1 S uk u de A bei
Die E klä ung de heo e ischen Ansä ze und die me hodische He angehensweise
e olgen im e s en Teil de A bei . Die neue Technik des Buchd uckes und de
Holzschni e, die die Illus a ionen des Acke mann beein lussen, we den e läu e .
Danach we den die Da s ellung des Todes und die Ikonog aphie im Spä mi elal e und
de F ühen Neuzei e anschaulich , um die Todesbilde im We k deu en und im
Kon ex pla zie en zu können. De dann olgende Analyse eil un e such in De ail die
Illus a ionen zum We k. Un e Beach ung de Me hode we den die Holzschni e in
Se ienillus a ionen und Ti elholzschni e ge eil . Eine wei e e Un e eilung olg anhand
de au den Illus a ionen da ges ell en Themen. Jede Holzschni wi d genau analysie
und mi den S ellen im Tex e bunden, um die mögliche In e mediali ä au zudecken.
Dabei s ehen sowohl die Bild-Tex -Beziehung als auch die Beziehung zu damaligen
T adi ion im Fokus. En scheidend sind hie bei die Übe eins immungen und
Un e schiede de Bilde im Ve gleich zum Tex . Die S ellen im Tex , die nich illus ie
wu den, we den nich ode nu eilweise angesp ochen. Nachdem die Holzschni e mi
dem Tex kon on ie wu den, we den die Holzschni e de e schiedenen Inkunabeln
mi Blick au die damalige Kuns adi ion, D uck echnik und Ikonog aphie analysie .
Am Ende we den die gewonnenen E gebnisse nebeneinande ges ell und
zusammenge ass .
1.2 In e mediali ä
De Beg i de In e mediali ä wu de in den 1990e n Jah en e ablie ( gl. RAJEWSKY,
2005: 43), abe schon in den Ach zige n in einem Au sa z on Aage A. Hansen-Lö e
p oblema isie ( gl. SCHRÖTER, 2011: 2). De Beg i wi d ü die Phänomene
e wende , die zwischen Medien passie en, d. h. die G enzen eines Mediums
übe sch ei en, wo au das la einische P ä ix „in e “ mi de Bedeu ung „zwischen“
hindeu e ( gl. EMICH, 2008: 35). Da de Beg i Medium b ei de inie wi d, wi d die
G enze in diese A bei bei den zwei Medien - gesch iebene Tex und Illus a ion in
6
Fo m de Holzschni e - gezogen.1 Um die A de Beziehung zwischen den e wähn en
Medien zu e s ehen, muss man die Fo men de In e mediali ä de inie en.
Ve schiedene Kuns o men übe sch ei en die G enze eines Mediums und
we den als in e medial bezeichne , wie zum Beispiel Ekph asis, Bilde handsch i en
ode Illus a ionen zum Buch.2 Lau I ina RAJEWSKY wi d die In e mediali ä als eine
Ka ego ie ü die Analyse de Tex e und ande e Medienp oduk e e s anden und
zwischen d ei Fo men de In e mediali ä un e schieden: Medien ans e ,
Medienkombina ion und in e mediale Bezüge.3 Was dabei un e such wi d, sind die
Medienges al ung und ih e spezi ische in e mediale Quali ä ( gl. RAJEWSKY, 2005:
50 .). Fü diese A bei is die Fo m de Mul imedialiä ode Medienkombina ion
in e essan , die eine „Kombina ion mindes ens zweie , kon en ionell als dis ink
wah genommene Medien da s ell . Die be eilig en Medien bleiben im P oduk p äsen ,
Fo o und Tex im Fo o oman ode Illus a ion und Tex im illus ie en Flugbla “
(EMICH, 2008: 36). Das In e mediale lieg in diesem Fall in de Kombina ion
mindes ens zweie Medien in einem mul imedialen We k. Das neue P oduk bekomm
du ch diese Kombina ion einen Meh we und ha ande e Auswi kungen au den
Rezipien en ( gl. EMICH, 2008: 36). Die zwei Medien sind beide p äsen in eigene
Ma e iali ä und wi ken au eigene A und Weise bei de Ges al ung des ganzen
P oduk s mi . Zu diesen Phänomenen gehö en Bilde handsch i en und illus ie e
Büche .
1.3 Bilde und das Lesen on Bilde n
De Bildbeg i wi d seh wei e s anden, dahe e ass e die Bilde de Sp ache,
men ale Vo s ellungsbilde , T aumbilde und Visionen, Bildwe ke de Bildhaue und
1 Die P obleme des De inie ens om Beg i „Medium“ und „medial“ liegen in ih e Viel äl igkei .
And eas MAHLER un e scheide dabei die ie Ebenen ode Fo men de medialen Ve mi lung un e
denen Ma e ial und A e ak sind. In diese A bei wi d Medium eine sei s als Ma e ial wie bei MAHLER
e s anden, also es beinhal e Tin e, Holzschni , Pinsel, Holz, Fa ben und ande e sei s als A e ak , d. h.
als gesch iebene Tex ( gl. MAHLER, 2012: 242).
2 In diese A bei is eine A Ekph asis im „Römischen Bild“ p äsen , wi d abe spä e bei de Analyse
des We kes p oblema isie . Wei e hin gib es zum Acke mann zwei Bilde handsch i en, die hie abe nu
eilweise e wähn und nich ie e analysie we den.
3 In de A bei we den die Bezeichnungen on RAJEWSKY mi manchen on WOLF e gänz . E
un e scheide zwischen den be eilig en Medien, Dominanzbildung eines Mediums, Quan i ä und Quali ä
de in e medialen Bezugnahmen ( gl. WOLF, 2013: 326).
7
Male . Das Mi elal e selbs ha diese un e schiedlichen Ka ego ien un e dem Beg i
des Bildes geo dne ( gl. WANDHOFF, 2008: 3). Mi den Beg i en imago (ein
abs ak es, imma e ielles Bild) und pic u a (ein konk e es, ma e ielles Bild) wu den das
me aphysische, psychische, sp achliche, gemal e und gewi k e Bild e s anden und zu
de Zei wa es nich wich ig den kla en Un e schied zwischen diesen A en on Bilde n
zu ziehen ( gl. ebd.). Das Bild wi d nich an ein bes imm es Medium gebunden,
sonde n du ch un e schiedliche Medien, Küns e und Sp eche ausged ück ( gl. ebd.).
Die an h opologische Bild heo ie e klä den Ak de Anima ion, de du ch die
Wah nehmung en s eh , d. h. de Be ach e sieh ein e kö pe es Bild, nimm es wah ,
scha ein Bild in sich selbs und au diese Weise en ma e ialisie e es und speiche
es ( gl. WANDHOFF, 2008: 5). E wi d zum O de Bilde . In diesem P ozess wi d
zwischen den inne en und äuße en Bilde n un e schieden ( gl. ebd.). Die inne en Bilde
sind „im Kop “ und we den noch als men ale Bilde bezeichne . Ih e Ma e ialisie ung
olg du ch äuße e Bilde . O we den die Bilde nu als äuße e e s anden, was dem
enge en Bildbeg i en sp ich . Die äuße en Bilde sind nich nu isuelle A e ak e,
küns lich gescha ene Objek e, die man sehen kann, sonde n auch Sp achbilde , wie
Me aphe n und Allego ien. Ve schiedene Disziplinen beschä igen sich mi den Bilde n,
so die Kuns geschich e mi g aphischen, plas ischen und a chi ek onischen und Li e a u
mi sp achlichen Bilde n ( gl. EMICH, 2008: 33). Da die Li e a u ebenjene e zeug , wi d
nach de Bildlichkei des Tex es ge ag , wohingegen bei de Kuns nach de
Na a i i ä des Bildes ge ag wi d ( gl. WANDHOFF, 2008: 15). Bei diese Analyse
we den die sp achlichen Bilde des Acke mann mi den ma e iellen, äuße en Bilde n, d.
h. seinen Illus a ionen, e glichen.
Um die Bilde lesen zu können und um sie zu e s ehen, muss man die
Ikonog aphie de jeweiligen Zei kennen.4 Dabei müssen wi unse en Ho izon , unse
Wissen und unse e Vo s ellungen ak i ie en, die on unse e jeweiligen Kul u und Zei
abhängig sind. Die kul u ellen Zusammenhänge müssen uns bekann sein, sowohl aus
de eigenen Kul u als auch aus de F emden. Die Ikonog aphie beschä ig sich mi de
4 Ikonog aphie is als „die Leh e on den Themen, Mo i en und A ibu en de ch is lichen Kuns , de
an iken Kuns und de Kuns allgemein” e s anden (BÜTTNER/ GOTTDANG, 2013: 13). Im Un e schied zu
Ikonog aphie is die Ikonologie ein on PANOFSKY einge üh e Beg i , de die kuns geschich liche
Me hode da s ell und bei dem ein Kuns we k symbolisch be ach e wi d. Ein Kuns we k s eh ü
Vo s ellungen, die einen poli ischen, eligiösen ode philosophischen Hin e g und haben ( gl.
BÜTTNER/GOTTDANG, 2013: 13).
8
Bedeu ung on Zeichen und Symbolen, mi den Figu en, mi dem S o de Geschich e,
de in den We ken gezeig wi d ( gl. BÜTTNER/ GOTTDANG, 2013: 14). Diese Aspek e
müssen bei de Analyse de e schiedenen, symbolha en und e schlüssel en
Acke mann-Holzschni e be ücksich ig we den, um das Da ges ell e ich ig e assen
und deu en zu können.
Eine Me hode des Lesens on Bilde n, die in diese A bei e wende wi d, wi d
nach PANOFSKY in d ei S u en un e eil . Die d ei „Sinnschich en” des Kuns we kes sind
de Da s ellungsgegens and, de Bedeu ungssinn und die ikonologische In e p e a ion
(BÜTTNER/GOTTDANG, 2013: 21). Die e s e S u e bezieh sich au den
Da s ellungsgegens and, den man wah nimm , abe auch die Ges al ungsgeschich e und
die Da s ellungsmöglichkei en de Zei . In bes imm en Epochen wu den die Figu en
und die Handlungen au bes imm e A und Weise da ges ell , so auch im
Spä mi elal e . Dahe we den die Holzschni e zue s imme de aillie besch ieben. Die
zwei e S u e wi d auch „ikonog aphische Analyse” genann und hie wi d de
Bedeu ungssinn he ausge unden; die Figu en und Handlungen we den anhand de
li e a ischen Quellen benann . Bei diesem Sch i wi d die Illus a ion mi den S ellen
im Tex e glichen. Am Ende, im le z en Sch i wi d die Bedeu ung he ausgea bei e .
Dabei wi d das Bild als ein Symbol de Epoche und de Wel anschauung gesehen. Die
Vo s ellungen und die Selbs o enba ung de Schöp e , de Epoche und de Wel sind
hie cha ak e is isch ( gl. BÜTTNER/GOTTDANG, 2013: 22). In diesem Sch i we den die
zwei Medien in e p e ie und ih e in e mediale Beziehung wi d es ges ell . Fü die
Analyse de Acke mann-Holzschni e we den die Beg i e de Ikonog aphie wie S o ,
Thema, Typus und Au assung benu z , um die Holzschni e und ih e Inhal e zu
besch eiben und zu klassi izie en.5 Fü die in e mediale Analyse is die
Zusammens ellung on Tex en und Bilde n on g oße Bedeu ung. Die A und Weise
wie de Tex und das Bild e scheinen, kann das Wah nehmen de Rezipien en
beein lussen und ände n.
5 S o is de e zählba e Inhal , de aus de Li e a u und den sch i lichen Quellen genommen wi d. Das
Thema wu de aus dem S o gewähl , kann abe auch ein Handlungsabschni sein. Typus is eine imme
wiede o ges ell e Ges al ung und Ano dnung de zen alen Elemen e ode Figu en, so is z. B. bei de
„Gebu Ch is i” de Typus die liegende und kniend das Kind anbe ende Ma ia. Au assung bezieh sich
au die e schiedenen Va ian en eines Typus. Das Thema kann ande s e e en we den und es kann eine
ande e Au assung haben ( gl. BÜTTNER/GOTTDANG, 2013: 16 .).
15
KRENN/WINTERER, 2009: 145). Die gemal en Bilde wu den om Holzschni inspi ie
und Holzschni e on äl e en Minia u en; de plaka i e S il de Holzschni e wi d on
den gemal en Bilde olgen übe nommen und die einzelnen bekann en Bildbeispiele de
F ühinkunabeln sind on Buchmale n kopie ( gl. KRENN/WINTERER, 2009: 146).
Diese Übe gangss u e is on Übe sch ei ungen und Kombina ionen gekennzeichne .
Das ha seinen Ein luss au die Acke mann-Holzschni e ausgeüb , indem die e s en
P is e -Holzschni e in de Jenae Handsch i ein ach kopie wu den.
1.6 Die Todesda s ellung im Tex und Bild im Spä mi elal e
Die Todesau assung im 14. und 15. Jah hunde is on de Zei si ua ion abhängig, d.
h. on den Pes epidemien und exis enzielle No . De All ag mahn e an die Nich igkei
de i dischen Gü e und ans S e ben ( gl. WOLBERT, 1984: 25). Lau HAAS is im 14.
Jah hunde eine neue Men ali ä beim Thema Tod beme kba , und das is in d ei
We ken, nämlich im Acke mann aus Böhmen, in de Li e a u A s mo iendi und in den
To en änzen beme kba ( gl. HAAS, 1989: 174). Die To en änze we den als ein
Gesam kuns we k aus Bild und Tex be ach e und die Todesgedanken bei Johannes
on Tepl De Acke mann aus Böhmen we den bei HAAS als posi i ebellisch in eine
ehe pessimis ischen S immung des 14. und 15. Jah hunde s gesehen ( gl. HAAS, 1989:
174). Die Pe soni ika ion des Todes is keine Besonde hei des Spä mi elal e s. Sowohl
in ande en Kul u en und als auch Zei en e scheinen die Mäch e, die den Menschen das
Leben bes immen als Pe sonen. Im Mi elal e wu den alle Eigenscha en als Pe sonen
gesehen. Demen sp echend wu de de Tod in de Li e a u als ein Jemand besch ieben
und da ges ell . De Un e schied in de Todesau assung zwischen dem Mi elal e und
de F ühen Neuzei lieg da in, dass man nich meh in Pe soni ika ionen gedach ha .
De Beg i Tod wu de also nich meh als das Bild eine Pe son gesehen; iele
Menschen im Mi elal e haben geglaub , dass de Tod als ein Wesen exis ie und au
de E de ä ig is ( gl. KLEINSTÜCK, 1954: 54).
Sowohl die Bilde als auch die Wö e , die ü die Besch eibung des Todes
benu z we den, hängen on den gesellscha lichen und kul u ellen Bedingungen de
Zei ab ( gl. KLEINSTÜCK, 1954: 48). Pe a ca und Johannes on Tepl sind die E s en,
die sich mi dem P oblem des Todes auseinande gese z und kon on ie haben. Vo

16
ihnen haben sich die ande en om Tod bed oh ge ühl . Das hö ische Mi elal e konn e
sich mi dem Tode nich auseinande se zen, weil de Tod als eine Anomalie angesehen
und on de Gesellscha als das Nega i e und Ze s ö ende au die Sei e ged äng wu de
( gl. KLEINSTÜCK, 1954:53). De Tod als S a e is mi elal e lich, abe Hass au den
Tod, de den Acke mann p äg und de Tod als Ve b eche we den als e was Neues
be ach e ( gl. KLEINSTÜCK, 1954: 41). Die Beschimp ung des Todes im Mi elal e
olg du ch sein Benehmen, denn e weiß nich , was sich gehö und is nich hö isch.
Beim Acke mann is de Hass im Vo de g und, was den kla en Un e schied in de
Beziehung zum Tod ausmach ( gl. KLEINSTÜCK, 1954: 48).
Die bildliche Da s ellung des Todes e leb e auch manche Ve ände ungen. Die
Da s ellung des Todes is eine Mischung aus dem an iken Gedankengu , heologischen
Inhal en, de wel lichen Li e a u und abe gläubischen Vo s ellungen und wu de
eine sei s kopie und ande e sei s an den Geschmack de Epoche angepass ( gl.
WUNDERLICH, 2001: 38). Ab de zwei en Häl e des 14. Jah hunde s wu de de Tod als
Pe sonenallego ie in de bildenden Kuns und Li e a u da ges ell ; in diese Da s ellung
wu de de Tod als eine handelnde Pe son und Figu de Endlichkei gezeig , o de die
Menschen hil los und nich ig wa en ( gl. HAAS, 1989: 177). De pe soni izie e Tod is
sowohl ü die To en änze als auch ü den Acke mann cha ak e is isch.
De Tod wu de schon im 12./13. Jah hunde als pe soni izie e Leiche im
Ve wesungsp ozess e anschaulich ( gl. WALTHER, 1997: 8). De Tod e schein mi
Vani assymbolen und in de Ges al de F au Wel ( gl. ebd.: 9). E is on Maden und
Wü me n be allen, mi o ene Bauchhöhle, eine ypischen Da s ellung ü die
obe deu schen To en änze ( gl. ebd.). Die biblische G undlage des Todes mi den
P eilen is in de Johannesapokalypse zu inden ( gl. DINZELBACHER, 1996: 206). Ein
ühes Beispiel aus de Mi e des 12. Jah hunde s be inde sich in S . Nec ai e, in dem
de Tod als apokalyp ische Rei e mi d ei P eilen da ges ell wu de, abe ohne mo bide
A ibu e wie Wü me ode Schlangen ( gl. DINZELBACHER, 1996: 206). Die ie
apokalyp ischen Rei e „ e schmelzen im Lau e des Mi elal e s zu eine einzigen
Figu , einem ei enden Ge ippe, das mi seine Wa e die Lebenden niede s eck “ ( gl.
WUNDERLICH, 2001: 41).
In de Ikonog aphie ha sich das Skele als Bild de Todespe soni ika ion e s
im 16. Jah hunde du chgese z ( gl. WALTHER, 1997: 9). In den spä mi elal e lichen
17
To en änzen is die Da s ellung de Todesges al als Mumie p äsen ( gl. ebd.). Die
Typen de Todesda s ellung im Spä mi elal e beziehen sich au die Pe soni ika ionen
des Todes un e denen de Tod als Schni e , Rei e , Jäge und Sa g äge (To eng äbe )
zu un e scheiden sind ( gl. WALTHER, 1997: 9). In de spä mi elal e lichen
Ikonog aphie e schein de Tod als Bogenschü ze, Spee we e und Sensenmann. Es is
seh sel en, dass de Tod „mi bloßen Händen zu We ke geh “ (DINZELBACHER, 1996:
208). Im Mi elal e auch de Tod nu sel en mi dem Schwe au , was auch ü das
14. und das 15. Jah hunde gil ( gl. DINZELBACHER, 1996: 210). Im Mi elal e wa es
übliche , den Tod mi de Sense als mi de Sichel da zus ellen. Die E klä ung da ü is
wiede in de Bibel zu inden. Die Me aphe de E n e wu de in de Bibel ü s S e ben
benu z ( gl. ebd.: 190). In Spä go ik und Renaissance ha de Tod die beiden Wa en:
Spee und Sichel ( gl. DINZELBACHER, 1996: 191). Neben diesen ha e o den
Wu p eil und den Bogen, ode äg den Sa g un e dem A m. De Tod mi dem P eil
ha sich sei dem 14. Jah hunde in de Ikonog aphie du chgese z ( gl. DINZELBACHER,
1996: 192).
Fü die Geschich e des To en anzes is die Legende on den d ei Lebenden und
den d ei To en on g oße Bedeu ung, weil do zum e s en Mal die Todesges al en
eden ( gl. WUNDERLICH, 2001: 38 .). Ein F esko aus de Ab eiki che La Chaise-Dieu
(1390-1410) zeig den To en anz als nebeneinande ge eih e Figu en ( gl. WOLBERT,
1984: 25). Au diesem Wandbild wu de de Tod noch nich als Skele , sonde n als ein
ausgezeh e Leichnam da ges ell . Du ch das Mi elal e ha sich das Skele als die
ypische Fo m und die Pe soni izie ung des Todes du chgese z ( gl. ebd.). Bei dem
be ühm es en Basle To en anz aus den d eißige Jah en des 15. Jah hunde s is de
Tod imme noch als Leichnam da ges ell , abe die cha ak e is ische paa weise
Kons ella ion on Pe son und Tod is schon o handen ( gl. WOLBERT, 1984: 25).
In einem Kup e s ich bei Dü e om An ang des 15. Jah hunde s wi d de Tod
mi einem D eizack, abe wiede als ein bogenschießende Rei e e anschaulich ( gl.
DINZELBACHER, 1996: 207). Die skele ie en Todes igu en bei Holbein und
Lü zelbu ge sind nich - wie in äl e en To en änzen - ein ache E scheinungen ode die
Doppelgänge de Lebenden/de To en, sie sind meh au onom, meh ‚un o „ und ohne
Spu en des G abes ( gl. KIENING, 1998a: 537). Hans Holbein d.J. schu eine
Todesikonog aphie, die ü das memen omo i in de Kuns g undlegend is . In seinem
18
Holzschni aus 1538 “Imagines mo is” sind die Neue ungen in de Beziehung
zwischen Tod und Pe son beme kba , indem sich de Tod in den All ag eind äng und
nich kon on ie end gegenübe s eh ( gl. WOLBERT, 1984: 26). De Tod und die
Ve gänglichkei wu den du ch Sanduh en, e löschende Ke zen, Sei enblasen und
Blumen angedeu e ( gl. WOLBERT, 1984: 28). Diese A ibu e des Todes ände n sich in
den Acke mann-Holzschni en im Lau e des 15. Jah hunde s. Diese Ve ände ungen
we den spä e in de A bei bei de Analyse des Acke mann-Tex es und Holzschni e
bewiesen.
2 Die Illus a ionen und de Tex bezug
Das seh e b ei e e We k is heu e in 16 Codices und 17 Inkunabeln e hal en.13 Fü die
Rezep ionsgeschich e sind die D ucke in e essan e als die Handsch i en, da die Lese
den Acke mann aus D ucken kann en ( gl. MENGE, 1975: 4). Die e s e ged uck e
Ausgabe aus dem Jah 1463 is die äl es e und au sie g ünde sich die ganze Linie de
baye isch- änkische G uppe de Inkunabeln und Handsch i en ( gl. HÄUSSERMANN,
2008: 30). Von den 17 D ucken sind el en wede in Basel ode in S aßbu g ged uck
wo den; demen sp echend wa en die meis en ih e Rezipien en am Obe hein
beheima e , was die Ein lüsse und die e schiedenen T adi ionen bei de Bebilde ung
e klä en kann. Die äl es e handsch i liche Übe lie e ung L is im Zei aum 1410-20
en s anden ( gl. BURDACH/BERNT, 1917: 2). De äl es e D uck om Acke mann aus
Böhmen is in Bambe g in de O izin on Alb ech P is e in zwei Ausgaben ged uck
wo den ( gl. HÄUSSERMANN, 2008: 28). In diese A bei we den die Holzschni e des
D uckes a aus dem Jah 1462/63 analysie . Aus de zwei en Ausgabe aus dem Jah
1470/71 wu den die Holzschni e en e n . Das is das einzige e hal ene Exempla des
D uckes b, dahe können sie nich mi dem D uck a e glichen we den ( gl.
HÄUSSERMANN, 2008: 28). Diese D uck is e mu lich mi ün Holzschni en e sehen,
die wah scheinlich iden isch mi den aus de e s en Ausgabe sind ( gl. HÄUSSERMANN,
2008: 48).
13 Die Tabelle mi Angaben übe alle D ucke und die Zei leis e be inden sich im Anhang.
19
De Tex wu de mi ün ganzsei igen Holzschni en ged uck , die einen
Bilde zyklus bilden ( gl. HÄUSSERMANN, 2008: 28). Dem e s en und zwei en D uck
olgen sechs Absch i en, die sich o mal kaum on den Inkunabeln un e scheiden. Von
den insgesam 16 Handsch i en sind nu zwei illus ie . Diese Ta sache kann lau
HÄUSSERMANN bedeu en, dass die Minia u en nich unbeding mi den Handsch i en
geplan wu den ( gl. HÄUSSERMANN, 2008: 30). Nach den Bambe ge P is e -D ucken
sind noch 13 Ausgaben en s anden, die alle - auße Egges eins - mi Ti elholzschni en
ged uck wu den. Diese D ucke gehen nich au die P is e -D ucke zu ück, sonde n
bilden eine eigene Linie. Dami bleiben die P is e -Inkunabeln ohne di ek e Nach olge
in den ged uck en Ausgaben ( gl. HÄUSSERMANN, 2008: 30).
Die illus ie en Handsch i en zum Acke mann sind nach den Bambe ge
D ucken en s anden. Von den sechzehn Handsch i en sind zwei illus ie , die Jenae
Handsch i und Heidelbe ge Handsch i . Die Jenae Handsch i is eine Kombina ion
aus den Illus a ionen des e s en D uckes (D uck a) und dem Tex des zwei en D uckes
(D uck b) ( gl. ebd.: 51). Die Illus a ionen in de Handsch i sehen genau so aus, wie
die Holzschni e aus dem D uck a. Ih e Pla zie ung olg dem Tex des zwei en D uckes,
aus dem die Illus a ionen spä e en e n wu den. Au g und dessen wi d die Ansich ,
dass die zwei e Ausgabe die e s e Ausgabe kopie , bewiesen ( gl. HÄUSSERMANN,
2008: 51).
Die zwei e Handsch i mi Illus a ionen be inde sich in Heidelbe g und wu de
um 1470 da ie . Sie en häl 35 kolo ie e Fede zeichnungen, die den Tex in ku zen
Abs änden beglei en ( gl. HÄUSSERMANN, 2008: 52). Au den Bilde n wu den die
Dialogszenen zwischen dem Acke mann und dem Tod gezeig . Bei diesen kolo ie en
Bilde n ände n sich nu die Landscha und die Posi ion de zwei Figu en. Die
Handsch i en und ih e Illus a ionen sind ü diese Analyse nich zen al, we den abe
an manchen S ellen wich ig ü die E läu e ung.
Die ande en Acke mann-D ucke sind nich un e dem Ein luss de Illus a ionen
on P is e -D ucken en s anden. Un e allen mi Ti elholzschni en e sehenen is nu
de Egges ein-D uck mi meh e en Holzschni en bes ück ( gl. HÄUSSERMANN, 2008:
52).
20
2.1 Bambe ge P is e -D ucke
Die Holzschni e des Acke mann-D uckes sind - on de Quali ä he - besse als ande e
P is e -D ucke ausges a e und eine Nü nbe ge We ks a zuzusch eiben ( gl.
KIENING, 1998b: 99). Lau HÄUSSERMANN bilden die Bambe ge D ucke einen Zyklus,
in dem sie au einande Bezug nehmen; sie e scheinen als geschlossene Einhei en, die
die Si ua ion de ail eich besch eiben ( gl. HÄUSSERMANN, 2008: 80). Die Illus a ionen
sind an e schiedenen S ellen im We k pla zie . Sie sind den Tex passagen beigeo dne
und beziehen sich au sie ( gl. HÄUSSERMANN, 2008: 80). Lau HÄUSSERMANN s ehen
die Bilde und de Tex in einem engen Ve häl nis, indem die Bilde die zen alen
S ellen im We k zeigen; sie wu den geplan pla zie , sodass sie den Rezipien en lei en
und die zen alen S ellen he o heben ( gl. HÄUSSERMANN, 2008: 82). In diesem Teil
de A bei we den die Holzschni e analysie und mi dem Tex e glichen, um das
In e mediale au zudecken. Danach we den alle Holzschni e de P is e -D ucke als eine
Se ie mi bes imm en konzep uellen Me kmalen e läu e .
Die Illus a ionen be inden sich an olgenden Sei en: ol. 1 (Kapi el 1), ol. 4
(gegenübe dem 6. Kapi el), ol. 10 (zwischen dem 15. und 16. Kapi el), ol. 18 ( o
dem 27. Kapi el), ol. 22 (gegenübe dem 33. Kapi el).
2.1.1 De h onende Tod
Au de e s en Illus a ion wi d eine Halle mi omanischen Fens e n und ein go isch
übe dach e Th on in de Mi e gezeig .14 Au dem Th on si z de Tod mi goldene
K one und in o em Man el; e häl in de ech en Hand eine Hacke und in de linken
eine Schau el, das To eng äbe -We kzeug. De Tod is kein ollkommenes Skele , abe
dünn und man kann seine Rippen mi Schlangen sehen. Links o ihm is de
Acke mann im Man el und Kop uch, mi de linken Hand au den Tod ge ich e und
mi de ech en Hand au das Kind zeigend, das o ihm s eh . Hin e dem Acke mann
is ein Junge zu sehen. Die Familienmi gliede schauen in die Rich ung de e s o benen
F au und de Tod ich e sich an den Acke mann. Au de ech en Sei e is ein o ene
Sa g mi de Leiche. Au dem Bild is ein Saal mi Fliesen und Holzbalken. An de
14 Alle Illus a ionen be inden sich im Anhang.

21
Wand hin en sind die Fens e , du ch die die Landscha mi Hügeln, Bäumen und
Häuse n zu sehen is .
Die e s e Illus a ion be inde sich gegenübe dem Tex des e s en Kapi els und
dem An ang des zwei en Kapi els (die beiden Kapi el sind au de selben Sei e ol. 2 ).
De Lese wi d hie in die Thema ik des We kes einge üh . De Acke mann klag den
Tod übe das S e ben seine F au an. Lau HAHN sind die e s en ün Kapi el ü den
Au bau des We kes wich ig, weil sie die Si ua ion einlei en ( gl. HAHN, 1964: 31).
Diese Kapi el bilden somi die e s e G uppe, in de die P o agonis en einge üh we den
und de Anlass des S ei gesp ächs kla wi d: die e s o bene F au Acke manns ( gl.
HÄUSSERMANN, 2008: 80). Da de e s e Holzschni gegenübe liegend om Tex
ged uck wu de, muss e o dem Lesen des Tex es gesehen we den; e is eine A
Einlei ung in die Geschich e und die Si ua ion des S ei gesp ächs; e muss zue s
ezipie we den.
Schon im e s en Sa z wi d kla gesag , we de Angeklag e is . G ymmyge ilge
alle land , schedliche äch e alle wel e, ayssame mö de alle lew e, j Tod , euch
sey e luch e ! (De Acke mann, 2012: 6). Die Iden i ä de ande en Sei e bleib bis
zum d i en Kapi el geheim: Jch bins genan ein acke man, on ogelwa is meyn p lug,
jch wone jn Beheyme lande (De Acke mann, 2012: 8). De Acke mann s ell sich o
und alle Sei en sind bekann , nu die Kinde we den bis je z nich e wähn , be inden
sich abe au dem Bild. Die Kinde we den e s im d eizehn en Kapi el angesp ochen,
nach dem zwei en Holzschni . [...] alczu schi e hap j mi sie enczucke , die ge ewen,
die gehew en, wenn j mich zu wi we nde meine kinde zu weysen so ngenedigclich
hap gemache (De Acke mann, 2012: 26). An diese S elle olg de Holzschni nich
ganz dem Tex ; e e wei e den Tex nich , sonde n s ell die Elemen e da , die e s
spä e du ch den Tex beweisba sind. Au diese Weise kündig de Holzschni die
Tex s ellen an und blick o aus.
In de Illus a ion wu de die Me aphe des Acke manns e kann . De Acke mann
äg die ypische Kleidung ü das Bü ge um de Zei : Einen Rock ohne Gü el und die
Gugel um den Hals geschlungen. Seine Kleidung is nich die on geleh en Leu en,
obwohl e Sch eibe is und seine Bezeichnung als Acke mann nu me apho isch zu
e s ehen is . Fü die Geleh en wa en ein langes Obe gewand mi Pelzbesa z ode
Kapuze und Handschuhe cha ak e is isch ( gl. HÄUSSERMANN, 2008: 84). De
22
Acke mann wu de auch nich als Baue ode Landmann da ges ell , was in den ande en
D uck assungen üblich is . De Lese wi d mi dem Bild des Bü ge s kon on ie , de
sich als Acke mann o s ell . Diese En e nung om Tex is eigen lich die
In e p e a ion des Illus a o s, de nich bloß und wö lich den Tex olg .
Neben dem Acke mann sind zwei Kinde , ein jünge es o ihm und ein äl e es
hin e ihm. Die ganze Familie klag den Tod ü das S e ben de F au an. Lau KIENING
is die Da s ellung de gesam en Familie ü die ju is ische Rhe o ik cha ak e is isch
und sie is im ganzen Tex zu inden (KIENING, 1998b: 99). Im Anklagep ozess we den
alle Mi gliede de Familie p äsen ie und sie klagen den Tod gemeinsam wegen des
Mo des an. Die zwei Figu en, de Acke mann und das Kind, machen mi de linken
Hand eine Ges e, die dem Schwu ges us ähnel , was abe agwü dig is , weil e hie mi
de linken Hand – s a de ech en - gemach wu de ( gl. HÄUSSERMANN, 2008: 85).
Die Hand mi ausges eck em Zeige- und Mi el inde is ein bis heu e geb äuchliche
Schwu ges us. Die Ges en sind allgemein e s ändlich und besiegeln
Ve agsabschlüsse ode T eue e sp echen ( gl. HOMMERS, 2011: 419). Ges en und
Gebä den gehö en zum sozial ech lichen Sys em. Von allen Kö pe eilen sind die
Hände dabei am be edsams en ( gl. HOMMERS, 2011: 419). De Eid wa imme , sowohl
mi de An u ung Go es als Zeugen als auch mi dem E heben de Hand ode de
Be üh ung on Pe sonen ode Gegens änden, die gö liche K a besi zen, e bunden
( gl. HOMMERS, 2011: 420). In de Heidelbe ge Handsch i Sachsenspiegel we den
die ypischen Schwu ges en de Zei gezeig . Dabei geh es um einen Schwu o
Ge ich : Be üh ung des Reliquia s mi de ech en Hand und die zwei nach oben
ge ich e en Finge ( gl. HOMMERS, 2011: 420). No male weise olg die mündliche
Äuße ung de symbolischen Handlung. Am häu igs en wi d die Schwu handlung mi
dem Au ich en de Finge de ech en Hand illus ie ( gl. HOMMERS, 2011: 421).
Solche Da s ellungen dien en de S abilisie ung de bes ehenden ch is lich-sozialen
Rech so dnung. Gegen den Tod wi d eine A Ge ich sp ozess ge üh . Im Tex is die
Rede wede om Schwu ges us, de abe au dem Bild illus ie wi d, noch on eine
mündlichen Äuße ung eines Schwu es.
De geö ne e Sa g wi d da ges ell , weil es üblich wa , mi dem To en eine
Anklage zu üh en ( gl. HÄUSSERMANN, 2008: 85). Das wa eine e al e e
Rech s o mel, sie wu de in e schiedenen We ken gezeig , so im Heidelbe ge
23
Sachsenspiegel aus dem 13. Jah hunde ode in de Minia u im Hambu ge S ad ech
am Ende des 15. Jah hunde s ( gl. HÄUSSERMANN, 2008: 85). Du ch diese
Rech s o mel kann nu die Au me ksamkei da au gelenk we den, dass es sich in de
Illus a ion um einen Ge ich sp ozess handel . Die Familienbilde ha en im
Spä mi elal e eine bes imm e Komposi ion, die auch beim e s en Holzschni
beme kba is ; diese Komposi ion bezieh sich au das Pe sonena angemen im Bild,
demgemäß be inden sich die Männe au de linken und F auen au de ech en Sei e
( gl. HÄUSSERMANN, 2008: 86). De in de Mi e si zende Tod wi d zum Rich e ,
obwohl e eigen lich de Angeklag e is . Auße dem sieh RAHN hie den T auungs ypus,
bei dem ein P ies e ode ein Familienangehö ige in de Mi e und links und ech s on
ihm die B au leu e e scheinen ( gl. RAHN, 1992: 542). De B äu igam mi seine
männlichen Beglei ung und T auzeugen s ehen wie de Acke mann au de linken Sei e
und die B au au de ech en ( gl. RAHN, 1992: 542). Die T auungsze emonie is hie in
eine T ennungsze emonie e wandel . Die linke Sei e is die Sei e des Lebens und die
ech e des Todes. Das To eng äbe we kzeug un e s ü z die Hal ung des Acke manns
und seine F au; die Haue links s eh ge ade wie de Acke mann, wobei die Schau el
ehe e ikal und pa allel zu Posi ion on Ma ga e he s eh ( gl. ebd.). Au diese Weise
wi d das Bild komposi o isch ge enn und au das Ehepaa übe agen ( gl. RAHN,
1992: 542). Du ch den Tod we den die Eheleu e ge enn und das Ehesak amen wi d
legal au gelös ( gl. RAHN, 1992: 543). Die da ges ell e Komposi ion is nich du ch den
Tex beleg und sie e wei e den Tex , indem sie die Au lösung de Ehe du ch den Tod
e anschaulich und legal mach , sodass de Acke mann danach wiede hei a en da .
Die Todespe soni ika ion is im Zen um des Bildes. Mi de K one, dem Man el
und au dem Th on en sp ich e de ikonog aphischen Da s ellung on „König Tod“
( gl. HÄUSSERMANN, 2008: 86). Am An ang ühm sich de Tod und be on seine
Mach . Wene nich , das du nnse he lich nde gewal ig mach ymme muges
geswechen (De Acke mann, 2012: 8). Auch wenn e die Mach ha , bedeu e es nich ,
dass e wie ein König au einem Th on si zen da . Die Mach und die Au o i ä des
Todes we den mi den He sche insignien e bunden. Die Mach e häl nisse zeigen die
S ellung des Acke manns und des Todes und es wi d kla , dass sie nich gleich ges ell
sind. De Tod ha die gewal ige e Mach . Au dem Holzschni is zwa das Gesp äch
zwischen den zwei Pa eien da ges ell , abe es exis ie ein Miss e häl nis. Diese
24
Di e genz zwischen dem Bild und dem Tex bes eh da in, dass de Tod als He sche
und König da ges ell wu de, dabei is e wede das eine, noch das ande e ( gl.
HÄUSSERMANN, 2008: 86). Im Tex sind die zwei Gegne gleichbe ech ig und au dem
Bild nich . Wie de Tod im Acke mann so wi d de Kaise Ka l de G oße im
„Schwabenspiegel“ on Gün he ZAINER da ges ell : in einem Raum mi ge lies em
Boden, Holzdecke und Fens e n, im Zen um de König au einem Th on mi
Assis enz igu en links und ech s ( gl. HÄUSSERMANN, 2008: 86). Es bes eh eine
Anspielung und Assozia ion mi de Figu des Rich e s Salomon in „Belial“ du ch die
ähnliche zen ale Posi ion des Todes. Dies s imm abe mi dem Tex nich übe ein, weil
de Tod kein Rich e is ( gl. HÄUSSERMANN, 2008: 86). An diese S elle is ein
Wide sp uch zwischen dem Tex und dem Bild deu lich e kennba .
Wei e hin we den de Th on und die Figu des Todes leich nach links zum
Acke mann gewende und nich ganz on al gezeig , wie bei den
Rep äsen a ionsbilde n und de „Da id-Rex“ T adi ion15 ( gl. HÄUSSERMANN, 2008:
86). Bei dem He sche bild ypus is de Th on in de Mi e und on al ges ell und bei
dem Audienz ypus links ode ech s on de Mi e posi ionie . RAHN sieh den Th on
beim Acke mann zen al gelegen abe wie im Audienz ypus nich in de F on ali ä
gese z , sonde n „dem Audienznehme en gegenged eh “; hie en s eh ein
He sche bild ypus und Audienz ypus, wobei de Acke mann als un e geo dne e
„Bi s elle und [de ] Tod als Majes ä und ge ich liche[ ] Au o i ä “ da ges ell wi d
(RAHN, 1992: 541). Diese Figu enkons ella ion kann eine sei s die Selbs übe hebung
des Todes un e s ü zen, ande e sei s wi d du ch die nich on ale Posi ion des Th ones
dem Tod seine He scha und Rich e scha abgesp ochen. „Jede hyb ide
Selbs bes immung des Todes“ wi d im Tex om Acke mann e nein und
wide sp ochen (HÄUSSERMANN, 2008: 86). Dem Tod wi d im Tex nie die Rolle des
He sche s übe alles au E de ane kann ( gl. ebd.). Das De ail de nich on alen
Posi ion kann die zugewiesene Mach schwächen, sowohl au dem Bild als auch im
Tex .
Die He sche insignien we den zwa dem Tode gegeben, abe sie sind
mangelha . Die K one des Todes is eine Bügelk one, abe ih ehl de K euzau sa z,
15 Bei de „Da id-Rex“ T adi ion wi d de König mi K one und Man el ausges a e „in
on alsymme ische Aus ich ung“ und „ e kö pe [...] den Ideal ypus des gö lich legi imie en
He sche s“ (HÄUSSERMANN, 2008: 86).
31
Eine solche Da s ellung is eigen lich das Gegen eil zum Topos des Todes, o
dem alle gleich sind. Die Menschen we den wiede mi Blumen und G ass e glichen
und demen sp echend niede gemäh . In de un e en Bildhäl e wi d also de Inhal des
Gesp ächs bebilde , de Tod wi d abe ande s als im Tex da ges ell .
Das Rei e paa au de obe en Bildhäl e, das de Tod mi P eil e olg , deu e
RAHN als die Anspielung und In e p e a ion de T ennungs hema ik ( gl. RAHN, 1992:
548). Die Rei e we den une wa e ge o en, so wie de Acke mann und seine F au
ge enn wu den. Diese S elle mi Rei e paa be inde sich nich im Tex und is ei au
den Acke mann und seine F au übe agen. RAHN sieh das Rei e paa als Anspielung
au die Si ua ion des Acke manns, ohne dass de Acke mann di ek im Bild o handen
is ( gl. RAHN, 1992: 548). Das Rei e paa au dem Bild is nich du ch den Tex
mo i ie und kann die Plö zlichkei des Todes im All ag jede Pe son symbolisie en.
Fü diese A bei is RAHNs Analogie zwischen dem Rei e paa und dem Ehepaa nich
kla genug e klä und dahe nu au eine allgemeine en Ebene zu e s ehen.
De d i e Holzschni wu de zwischen den wich igs en Kapi eln 15. und 16.
ges ell , in den „das Bild des Todes de inie “ wi d (HÄUSSERMANN, 2008: 81). Im 15.
Kapi el s ell de Acke mann die bedeu ends en F agen, au die die An wo des Todes
im 16. Kapi el olg . Im Holzschni wi d de Tod als de Rei e und de Jäge und de
Schni e Tod da ges ell ( gl. HÄUSSERMANN, 2008: 81). Diese Da s ellungen sind nich
im Tex p äsen , ode sie sind ande s als au de Illus a ion besch ieben. Das Bild gib
demzu olge eine eigene In e p e a ion on manchen S ellen, indem sie die zwei Figu en
des Todes mi ande en A ibu en als im Tex da s ell . Das In e mediale spiegel sich in
eine neuen In e p e a ion wiede , die du ch gleichzei ige Rezep ion on Tex und Bild
en s eh , die abe ande e Inhal e haben. Die Illus a ion ände den Tex bei de
Rezep ion, indem sie eine ande e Da s ellung anbie e . De Tod is plö zlich und übe all
p äsen , abe nich ü alle gleich. Die Todesda s ellung s eh un e dem Ein luss de
küns le ischen T adi ion und gib dem Tex keine neue Bedeu ung.

32
2.1.4 Jn wel lich ode geys hlich o denung?20
Au dem ie en Bild s ehen de Acke mann und de Tod im Hin e g und und s ei en
mi einande . Diese Si ua ion inde im F eien s a . De Tod is wiede au dem Th on
mi de K one und dem Man el. De Acke mann s eh o ihm links au den Fliesen. Im
Vo de g und links sind Mönche, die aus de Ki che ode de Kapelle in den Ga en
gehen. Rech s s ehen F auen und Männe im Gesp äch. Eine Dame gib einem Mann
einen K anz und das zwei e Paa un e häl sich. Hin e den Leu en s eh ein Baum mi
F üch en. Sie sind mi els eines Zaunes on de ande en Szene mi den Mönchen
ge enn . De Zaun ende in eine Tü zum Ga en de Mönche. Die Tü is eils
geö ne . Oben links au einem Hügel be inde sich noch ein Baum, diese äg abe
keine F üch e. Die Acke mann-Tod-Szene wi d on de un e en Szene du ch einen
Fluss ge enn .
Die ges ikulie enden Hände de beiden Be eilig en weisen da au hin, dass sie
im Gesp äch sind. Diese Holzschni bebilde nich nu das S ei gesp äch und seine
Pa ne , sonde n auch den Inhal des S ei es. Die zwei Szenen s ellen e schiedene
Lebensmöglichkei en des Acke manns als Wi we da : E kann als Mönch im Klos e
leben ode eine ande e F au inden. Diese zwei un e schiedlichen Fo men we den du ch
Mönch um und Minne eude e anschaulich ( gl. HÄUSSERMANN, 2008: 81). Die Tü
zwischen den zwei Möglichkei en s eh o en. De ie e Holzschni is o dem 27.
Kapi el pla zie . De Acke mann is nich meh agg essi und ag den Tod nach Hil e
bei seinem wei e en Leben. So beschwe sich de Acke mann:
Jch bin o maln jn de lieben, lus igen ee gewesen. Wa zu soll ich mich nu wenden? Jn
wel lich ode geys hlich o denung? Die sein mi beyde o en. Jch nam ü mich jn dem
synne alle ley lew wesen, schacze nd wuge sie mi leyss: nuolkommen, b uchig nde
e we il mi sünden an jch sie all. Jn zwei el bin jch, wo jch hin ke en soll.
(De Acke mann, 2012: 58)
Hie wi d das Thema om Tod zum menschlichen Dasein und Leben au de
Wel gewechsel . Sie sp echen übe die F auen und das Leben in de Ehe. Au diesem
Bild sind zwei e schiedene Ebenen de E zählung zu inden: Die eine is die
Gesp ächssi ua ion zwischen dem Acke mann und dem Tod und die ande e is die
Da s ellung ih es Gesp äches, d. h. die Visualisie ung ih e Un e hal ung ( gl.
20 De Acke mann, 2012: 58.
33
HÄUSSERMANN, 2008: 104). Dabei weis wede de Acke mann noch de Tod au die
Szene, die un en da ges ell wi d, hin. Sie sind beide im Gesp äch und au einande
ixie . Sie bilden eine geschlossene G uppe du ch den gebau en Raum on ande en
ge enn , wobei de Acke mann am Übe gang zwischen dem Raum und de Na u s eh
( gl. HÄUSSERMANN, 2008: 105). De Holzschni e anschaulich den Inhal des Tex es
und dami is de Tex bezug seh s a k. Wenn man abe das Bild au me ksame
be ach e , me k man, dass es ein wenig da übe hinausgeh .
Im Minnega en be inde sich ein Baum mi F üch en. De Baum mi F üch en
is mi de Ve eibung aus dem Pa adies e bunden. Als Adam und E a on den
F üch en des Baumes de E kenn nis gegessen ha en, kamen sie zu En deckung, dass
sie Menschen wa en. Mann und F au, Geis und Kö pe sind die Gegensä ze, die sich
sei dem un e scheiden ( gl. BAUER, 2002: 197). Den Menschen wa es e bo en, om
Baum de E kenn nis zu essen und die Folge des B uches des Ve bo es wa die
S e blichkei . Das Bewuss sein de Menschen übe ih e eigene Exis enz ha ihnen auch
das Wissen übe den Tod geb ach . Die F üch e des Baumes des Lebens haben auch im
Pa adies ges anden und den Menschen das Bewuss sein ih e selbs gegeben; sie we den
wissend, dami einhe ging abe auch de Tod und die S e blichkei ( gl. BAUER, 2002:
198). Den Tod zu übe winden is nu du ch das Gewinnen de gö lichen
Uns e blichkei möglich. Au dem Bild sind zwei Paa e neben dem Baum, was au die
Ve eibung aus dem Pa adies und die S e blichkei de Menschen hindeu en kann.
RAHN in e p e ie diese S elle ande s. De Minnega en und seine Mo i e
wu den im 15. Jah hunde ü die Allego ie des geis lichen Ga ens benu z und beim
Acke mann ü den Pa adiesga en e wende ( gl. RAHN, 1992: 548). Im Ga en
be inde sich die Gesellscha de Seligen, die um einen Ap elbaum als Baum des
Lebens s ehen. De Ap elbaum ep äsen ie übliche weise den E kenn nisbaum bei de
Sünden allda s ellung. T o zdem sieh RAHN beim Acke mann den Baum als
Lebensbaum ( gl. 1992: 550). Das Bild wi d e ikal au das diessei ige und jensei ige
Leben ge eil . Das jensei ige Leben is oben de Tod und un en das Pa adies bzw. de
Minnega en und das selige Leben, d.h. „die Anwesenhei de diessei ig e ah enen
Quali ä des Lebens im Jensei s (un en ech s)“ (RAHN, 1992: 550). Die linke Bildsei e
(diessei iges Leben) eilen sich de Acke mann und die Mönche. De Acke mann
ep äsen ie den S ei mi dem Tod und die Sich , dass de Tod ein Mö de is . Au de
34
ande en Sei e s ellen die Mönche geis iges Leben da ( gl. RAHN, 1992: 550). De Tod
is in de Wel p äsen , d.h. das Jensei s is im Diessei s anwesend; wei e hin wi d du ch
den Mönch die geis lich- heologische Sich des Todes e e en. Diese Sich bezieh
sich au „den Tod als Spende des (ewigen) Lebens“ (RAHN, 1992: 550). Au diese
Weise gib es im Bild ie Sei en: den Acke mann, den Tod, die Mönche und den
Pa adiesga en, die die P äsenz des Jensei s im Diessei s da s ellen und umgekeh , das
Diessei s im Jensei s, d.h. man kann sich du ch das ich ige Leben im Diessei s au das
Leben im Pa adiesga en o be ei en.
RAHN sieh die Ve bindung zwischen dem Acke mann und seine F au in
ande en Figu en au den Illus a ionen; neben dem Rei e paa im d i en Holzschni
deu e e die Szene im Minnega en als Anspielung au den Acke mann und Ma ga e he
( gl. RAHN, 1992: 551). Die F au ech s om Baum wi d als Ma ga e he gedeu e , wenn
man die ikonog aphische Ebene e läss und die Szene im Kon ex des Dialogs beg ei .
Die anscheinend ypische K anzübe gabe des e s en Paa es on links sieh abe RAHN
als die Übe eichung des Eh enk anzes an Ma ga e he ( gl. RAHN, 1992: 551). Die F au
mi ge loch enem Haa gib Ma ga e he den K anz, den sie lau de S elle im ie en
Kapi el mi ins G ab bekommen ha . Die F au mi dem K anz sieh den Mann o ih an
und is dabei, den K anz au seinen Kop zu legen. Die scheinba e Ma ga e ha schau
den ande en Mann an und ih Zeige inge is au ihn ge ich e . Im Kon ex de
Geschich e, übe das wel liche und geis ige Leben und die Da s ellung dessen au
diesem Holzschni , is die Ve bindung mi dem Eh enk anz bei RAHN unkla ( gl.
ebd.). Hie be inde sich ein Minnega en, de ü das Eheleben und das wel liche Leben
s eh und im Tex kla angedeu e is . Wei e hin be inde sich Ma ga e he am O de
Seligen und dadu ch „un e s eh [sie] op isch sinn ällig de Ins anz des Todes“ (RAHN,
1992: 551). Die Da s ellung de F auen im Pa adiesga en soll au Ma ga e he
übe agen we den und au ih e Eh e hindeu en. Bei HÄUSSERMANN und KIENING wi d
diese Szene au de Tex ebene behal en und als Minnega en und Symbol ü das
diessei ige Leben e s anden. Diese A bei schließ sich eilweise diese Meinung an
und be ach e den Minnega en als Pa adiesga en, sieh in ihm abe nich Ma ga e he,
weil die Ve bindung zwischen dem da ges ell en Paa und dem Acke mann und
Ma ga e he unkla is und das ande e Paa e was unbes imm bleib .
35
Die Symbolik des Baumes mi und ohne F üch en wi d mi dem Sünden all
e bunden. Ein uch lose Baum is neben dem Acke mann gezeichne . Diese Baum
s eh ü die Todes e allenhei des Menschen als Folge des Sünden alls und e wi d als
ein A gumen des Todes ü sein Handeln benu z ; e ech e ig somi die Ta en des
Todes ( gl. RAHN, 1992: 552). Im Minnega en is abe ein Baum mi F üch en
da ges ell . Diese is ein Lebensbaum in de Szene des jensei igen Lebens ( gl. RAHN,
1992: 552). Diessei iges Leben illus ie de uch lose Baum de E kenn nis und das
jensei ige Leben symbolisie de Baum des Lebens mi seinen F üch en. Zwischen den
zwei Wel en ließ de Pa adies luss und is zu du chschwimmen und danach is de
Flech zaun zu übe s eigen, um in den Minnega en/Pa adiesga en zu kommen ( gl.
RAHN, 1992: 552).
Die zwei Möglichkei en des Acke manns sind die wel liche, als klagende, und
die geis liche, als ös ende Hal ung. Im Tex gib es keine An wo au die F age
Acke manns, welchen Weg e gehen soll, abe lau RAHN soll das Bild sie geben: De
Mönchss and is de ich ige und einzige Weg ü den Acke mann ( gl. RAHN, 1992:
553). De Mönch in de un e en Bildhäl e ha die gleiche Hal ung wie de Acke mann
und is dahe das Al e na i modell des diessei igen Lebens. Die zwei Figu en haben
eine isuelle Gleichhei und we den als die bildliche An wo au des Acke manns
F age e s anden ( gl. RAHN, 1992: 552). Hie also en wickel die Illus a ion eine
eigene Idee und e gänz den Tex , indem sie das Eheleben mi dem Baum de
E kenn nis und de Sünde e binde und die Lösung im geis lichen Leben inde . Die
Exis enz des Todes wi d du ch die Anspielung au die Bibels elle e klä , da die
Menschen du ch den E kenn nisbaum des Todes sich ih e selbs bewuss wu den. De
Tex bezug is s a k abe die Illus a ion gib dem Tex neue Aspek e und das
In e mediale wi d du ch diese In e p e a ion kla ma kie : Du ch das geis liche Leben
übe winde man den Tod und inde ewiges Leben im Jensei s.
2.1.5 Tod, syge!21
De le z e Holzschni diese Se ie zeig das U eil Go es. De Acke mann is im
Redeges us. Ihm gegenübe , ech s, is de Tod. Dieses Mal ha de Tod keine Insignien
21 De Acke mann, 2012: 74.
36
de Mach . E is nack wie die ande en Todespe soni ika ionen au dem d i en
Holzschni . Die Szene is au eine Wiese mi einem Baum in de Mi e, Blumen und
G ass. De Tod und de Acke mann sind au de gleichen Ebene und Go is oben au
de ande en Bildhäl e. E is au dem Th on mi zwei anbe enden Engeln un e dem
Himmel mi S e nen. Go deu e mi dem Zeige inge seine linken Hand au seine
ech e. Die d ei Wunden, die S igma a sind zu sehen. Go äg die K one, den Man el
um den Hals gebunden und einen langen Rock. E schau den Acke mann an.
Das Bild und de Tex sind einande gegenübe ges ell . Um das zu scha en, ha
de D ucke die Häl e eine Sei e eigelassen und das Bild au de nächs en Sei e
pla zie ; dadu ch wi d die Beziehung zwischen Tex und Bild ges ä k ( gl. KIENING,
1998b: 104). Wei e hin wi d gezeig , dass die Holzschni e geplan und nich ein ach
a iabel ged uck wu den. In diesem Momen de Geschich e wi d die En scheidung
übe das Leben und S e ben ge o en und we im Rech is , de Acke mann ode de
Tod. Am Ende des 32. Kapi els sag de Tod: Vnde das wi di ech ge a en haben, des
kommen wi mi di an go , den ewigen, den g ossen nd den s a cken (De
Acke mann, 2012: 72). De le z e Holzschni s eh ü das Ende des S ei gesp ächs. In
diesem Teil de Geschich e e schein Go als Rich e und beende den S ei ( gl.
HÄUSSERMANN, 2008: 81). Die G undlage ü diesen Holzschni is de
Wel ge ich s ypus. Go s ell die Übe windung des Todes im heilsgeschich lichen Sinn
da ( gl. RAHN, 1992: 555).
Ch is us wi d mi S igmen da ges ell und seine Ges ik is de Ges ik des
Menschen gleich. KIENING deu e diese Gebä den als He o hebung de Eh e des
Acke manns übe den Sieg des Todes; die Ges ik Ch is i zeig die Beach ung de
S ellung des Acke manns ( gl. KIENING, 1998b: 105). Die Figu enano dnung ha
eben alls eine Bedeu ung. Die Figu en ech s on Ch is us haben einen höhe en Rang
als die Pe sonen, die links on ihm posi ionie we den ( gl. BÜTTNER/GOTTDANK,
2013: 99 .). Dies is nich on de Sei e des Be ach e s gedach , sonde n on den
Figu en au dem Bild. Au diese Weise e häl de Acke mann einen höhe en Rang als
de Tod, de diesen S ei gewonnen ha . Wei e hin deu e Ch is us au seine Wunden.
Mi dem Finge eine Hand zeig e au die Wunde au de ande en Hand; die beiden
Wunden an den Händen und die eine sich ba e au dem Fuß blu en. Diese S elle is im
Tex nich zu inden. Diese Ges e is eine Memo ialges e, die den Acke mann da an

37
e inne n soll, dass de Tod in de Heils a Ch is i übe wunden wi d ( gl. KIENING,
1998b: 106). Au diese Weise wi d die A gumen a ion Acke manns au gehoben und in
einen g öße en his o ischen Zusammenhang gese z . De Baum in de Mi e s ell den
E kenn nisbaum da und symbolisie , wie schon besp ochen, den Tod und Sünden all,
die du ch Ch is us übe wunden we den. Das ewige Leben inde man im Jensei s. De
Acke mann soll sich an die Leiden Ch is i e inne n und den Tod als einen Teil des
Lebens sehen. Bis je z wa en de Acke mann und de Tod übe die ande en Leu e
ges ell , je z e schein de Go als höhe e Ins anz, die die Mach übe Leben und Tod
ha . Auch in diesem Holzschni wi d e was da ges ell , was nich im Tex o komm
und dahe den Tex e wei e , indem de Rezipien au die Leiden Ch is i und die
Übe windung des Todes du ch Ch is us e inne wi d. De Sieg des Todes im Tex wi d
au dem Bild nich da ges ell , sonde n umgekeh , das Bild zeig , dass die Eh e des
Kläge s übe den Sieg des Todes ges ell is ( gl. KIENING, 1998b: 105).
2.1.6 Zu Bilde se ie und ih e In e mediali ä
Diese A bei geh de F age de In e mediali ä nach und dahe wi d im Folgenden die
Bilde se ie de P is e -D ucke als ein Zyklus mi dem Lei mo i des Todes, wie es
HÄUSSERMANN bezeichne , un e such ( gl. HÄUSSERMANN, 2008: 83). Die Se ie de
Holzschni e zeig die s ilis ische und konzep ionelle Quali ä ( gl. KIENING, 1998b:
106). Sie en s anden als Resul a de Kombina ion on ikonog aphische T adi ion und
aus Vo bilde de Zei . De Illus a o muss mi dem Tex e au gewesen sein und die
Se ie geplan haben, was hie bewiesen wi d. Die Holzschni e sieh KIENING als ein
P og amm, das dem Tex olg und ihn e gänz ( gl. KIENING, 1998b: 106). Diese
Zyklus ode dieses P og amm is symme isch geplan ( gl. HÄUSSERMANN, 2008: 83).
KIENING e binde den e s en Holzschni mi dem ün en und e kenn sie als zwei
Holzschni e, die die S ei si ua ion da s ellen und lösen ( gl. KIENING, 1998b: 106).
De e s e und le z e Holzschni geben die Einlei ung und das Ende des Dispu s. Die
Komposi ionen au diesen Bilde n sind auch ähnlich. Die beiden haben eine gek ön e
Figu in de Mi e und links und ech s ande e Figu en. Die zwei Szenen, die e s e und
die le z e, haben also eine on alsymme ische Aus ich ung ( gl. HÄUSSERMANN, 2008:
103). In den Bilde n om Wel ge ich is die ech e Sei e ü die Ve damm en und au
38
diese Sei e be inde sich de Tod, wohingegen die linke Sei e ü die Seligen is ( gl.
RAHN, 1992: 563). Au diese Sei e is de Acke mann in allen Szenen.
Die zwei e is mi de ie en Illus a ion e bunden, indem sie beide die Teile
des Gesp ächs bildlich e anschaulichen; wie z. B. die F age des Acke manns nach de
ich igen Lebensweise nach dem Tod de F au. De zwei e und de ie e Holzschni
haben ande e Komposi ionen als de e s e und de le z e; sie we den in zwei Häl en, die
obe e und un e e, ge eil . In de obe en Bildhäl e we den die S ei pa ne da ges ell
und zu ih en Füßen ände n sich die Figu en. Einmal sind es die Ve e e e schiedene
S ände und das ande e Mal die Ve e e des wel lichen und geis lichen Lebens. Diese
Da s ellungen beziehen sich au den Inhal om Dialog zwischen dem Acke mann und
dem Tod.
Geblieben is de d i e Holzschni , dessen Komposi ion sich auch on den
ande en un e scheide . Diese Illus a ion s eh in de Mi e de Se ie. Sie s ell die Ta en
des Todes da und en e n sich dadu ch on dem Thema des S ei es. Sie zeig nu den
Inhal des S ei gesp ächs und wi d mi den Holzschni en zwei und ie um ahm .22
Diese Holzschni is mi den ande en zwei um ahm und diese zwei sind wiede um
on den ande en zwei umklamme . Die Illus a ionen bilden eine symme ische
S uk u und umschließen sich gegensei ig ( gl. HÄUSSERMANN, 2008: 83). Sie bilden
eine A Rahmen und üh en den Be ach e in die Geschich e hinein und hinaus.
De e s e Holzschni lei e das Thema ein, wi d du ch den zwei en übe
Menschen alle S ände wei e e klä , du ch den d i en Holzschni übe Beliebigkei
des Todes e gänz und du ch den ie en übe das wel liche und geis liche Leben
e anschaulich . Le z endlich e läu e de ün e Holzschni die S ellung des Go es
übe alles Lebende. 23 Die Illus a ionen s ellen nich nu die Si ua ionen aus dem Tex
22 Rahm assoziie die Sensenbewegung au dem d i en Holzschni mi de
Fliesenschni kan enbewegung au dem zwei en Bild und die zwei G uppen sieh e komposi o isch
gleich. Dahe kann sich leich die Schni kan e des Fliesenbodens au die Sense übe agen und die
Ve e e e schiedene S ände wü den au dem Boden liegen wie die e ockne en Blumen au de
Wiese ech s ( gl. RAHN, 1992: 561). T o zdem wi d de d i e Holzschni on de Fo schung wegen
seine Komposi ion als de einzige Holzschni ohne Paa be ach e und e s eh in de Mi e des
Zykluses.
23 HÄUSSERMANN kommen ie Thomas RAHNs Sich punk , lau dem die Bilde als he o ische
A gumen a ion o ganisie sind. Das e s e is „exo dium“ und „na a io“ die Einlei ung, das zwei e und
d i e sind „a gumen io“, wobei das zwei e „con i ma io“ om Tod is und das d i e die An wo des
Acke manns als „con u a io“. Das ie e Bild is die U eilsbeg ündung und das le z e die „conclusio“ des
S ei gesp ächs. Hie we den die Bilde als einzelne Rede eile gesehen, die den he o ischen P inzipien
olgen. Diese Ansich hin e ag HÄUSSERMANN, indem sie die In e p e a ion des ie en Holzschni es
39
da , sie e wei e n ihn. Die Holzschni e p oblema isie en den Umgang de Menschen
mi de S e blichkei . Sie olgen eine sei s de aillie de En wicklung des Gesp ächs
und ande e sei s bilden ih e Au onomi ä , eine eigene A gumen a ion. De Tex bezug is
zwa s a k, abe sie ügen manche neuen S ellen, die nich im Tex o handen sind,
hinzu.
De Illus a o ha e schiedene T adi ionen kombinie , mi dem Tex
e bunden und sie dem Tex angepass . Die Illus a ionen bilden eine E zähl olge, in de
die zwei Sei en des S ei gesp ächs au e en. De Acke mann komm in ie
Illus a ionen o und de Tod in allen. Die Geschich e wi d in einigen Punk en
bebilde und diese Holzschni e bilden einen Zyklus, indem sie alle ein Lei mo i
en hal en ( gl. HÄUSSERMANN, 2008: 83). In allen Illus a ionen we den de Tod und
seine Mach da ges ell , das Lei mo i sind also die Mach des Todes und die Ohnmach
des Menschen.
Die Komposi ion des Raumes au den Bilde n s imm mi de doppel en
Rahmung übe ein ( gl. HÄUSSERMANN, 2008: 83). Die e s e Szene spiel in einem
Innen aum und die le z e Szene (mi dem gö lichen Ge ich ) „ o eine A Wel bühne“
(HÄUSSERMANN, 2008: 83). De zwei e Holzschni s ell die Si ua ion auch in einem
geschlossenen Raum da , abe mi einem S ück Wiese; Na u und Bau sind hie p äsen ,
ebenso wie im ie en Holzschni , nu in ezip okem Ve häl nis. Im zwei en Bild
dominie de geschlossene Raum und im ie en die eie Landscha .
Wei e kann die Ve ände ung in de Komposi ion des Raumes de Geschich e
einen neuen Aspek geben. Denn das Ve lassen des Innen aumes kann au das
Ve lassen de pe sönlichen Ebene de Geschich e und die Übe agung au eine
gene elle, allgemeinmenschliche Ebene deu en. Aus dem p i a en Raum geh die
Handlung in den Holzschni en langsam in ö en liche Räume, in denen auch ande e
Pe sonen p äsen sind, übe . Die Geschich e e läss den Raum on Acke manns
Familie aus dem e s en Holzschni und schon au dem zwei en kommen die ande en
Menschen o und ein S ück de eien Landscha wi d mi dem gebau en Raum
kombinie . Au de d i en Illus a ion is nu die Landscha mi dem Tod und ielen
Leu en, ohne den Acke mann da ges ell . Hie is die Rede on dem gewal igen
Ve nich e und seinem Handeln und keine Gesp ächspa ne we den gezeig . Schon hie
als U eilsbeg ündung als unkla ansieh und sein Ve s ändnis on Bilde n als Zeichensys em als nich
ge ech e ig inde ( gl. HÄUSSERMANN, 2008: 84).
40
wi d die Klage übe die F au au die jungen Menschen, die auch alle s e ben müssen,
übe agen. De nächs e Holzschni zeig wiede den Acke mann, abe die Si ua ion is
auße halb des Rahmens de Geschich e, die nu mi dem Acke mann und seine F au
e bunden is . Die Da s ellung geh ein bisschen wei e und zeig , wie die Leu e leben
und welche Auswahl sie im Leben haben. Nich nu de Acke mann ha die Wahl
zwischen dem wel lichen und dem geis lichen Leben, sonde n alle Menschen. Die le z e
Illus a ion, behau e KIENING, ha eine wei e e In e p e a ion, indem Ch is us au seine
Wunden hinweis ( gl. KIENING, 1998b: 106). Dies soll die E inne ung ü alle Leu e
sein, dass man du ch den Glauben an Go den Weg zum ewigen Leben inde . So kann
gesag we den, dass die Illus a ionen aus dem inne en Raum in die Ö en lichkei
gehen und de Geschich e allgemeinmenschliche Cha ak e is iken geben; die
Geschich e gil nich nu , wie am An ang, ü den Acke mann sonde n kann eine
allgemeine Auseinande se zung mi dem Tod und S e ben bedeu en. Am Ende muss
jede s e ben und de Go is de Allmäch ige, übe alle Wel ges ell . Diese Deu ung
de Geschich e olg dem linea en Ve lau de Geschich e, wobei die paa weise
Au eilung de Holzschni e (1+5, 2+4, 3) eine zyklische S uk u au weis .
Die Bilde geben die kla e S uk u des Tex es wiede . De Tex und die Bilde
s ehen in eine engen Wechselbeziehung. Die Funk ion de Bilde is nich ein
e läu e nd ode deko a i . Tex und Bilde e scheinen nich als sepa a e Medien, die
konku ie en. Bei dem Acke mann wi d zwischen Li e a u und bildende Kuns
un e schieden, wobei die Dominanz de Li e a u es zus ellen is , weil das li e a ische
We k zue s en s anden is . Es geh um die pa ielle In e mediali ä , da die zwei Medien
eilweise ein neues Ganzes bilden, das abe keine o ale In e mediali ä in sich ha , weil
die zwei Medien kla p äsen und e kennba sind; sie s ehen nebeneinande und die
In e mediali ä bleib nich e deck . Wenn man das Buch als ein Ganzes be ach e ,
wi ken die beiden Medien au eigene A und Weise bei de Ges al ung mi .
Bei den P is e Holzschni en e scheinen de Tex und das Bild gleichzei ig,
obwohl das En s ehen konseku i wa und de Tex das En s ehen de Bilde beein luss
ha ; de Be ach e is mi beiden gleichzei ig beschä ig und kann sie nich sepa a
wah nehmen. Die P is e Holzschni e bilden eine Se ie, die eine Geschich e e zähl und
e gänz . Die Illus a ionen bilden eine ch onologische Reihen olge, de man olgen
muss und die mi dem Tex , d. h. mi den S ellen aus dem Tex , übe eins imm . Die
47
Die ku ze Übe sch i g ei das Thema des Buches au . Man e äh , dass die
F au des Acke manns aus Böhmen ges o ben is und dass e je z den Tod da ü anklag .
Ansons en hä e de Sa g auch on i gendjemandem sein können. De Ti el abe e klä
das Bild genaue . Die gleiche In e p e a ion om Acke mann und dem We kzeug des
Todes is wie bei de e s en G uppe de Holzschni e. De Winkel de Sense und des
D esch legels sind gleich. Die beiden sind gleich gewe e in ih en S andpunk en. De
Tod ha wiede ein ande es We kzeug als im Tex angedeu e , also kein hawen jn seine
ech en han nde ein schau el (De Acke mann, 2012: 32). Unabhängig om Tex ha
sich eine ande e Da s ellungsweise en wickel . De Ang i des Acke manns is du ch
seine Kö pe hal ung und du ch einen Sch i nach o ne e s ä k . Wiede is dasselbe
P oblem de Da s ellung die F au au dem Bild, weil sie zu Beginn de Handlung nich
ge ade beg aben wu de. KIENING sieh beim Deu en des Todes au den Sa g ein Zeichen
de Fes s ellung, dass es sich genau um die F au im S ei gesp äch handel , die in
diesem Sa g lieg ( gl. KIENING, 1998b: 111).
Die S ad und die Be ge sind abe du ch den Tex mo i ie . Als de Tod ag ,
wohe die F au komm und sich danach da an e inne , sag e , dass e sie aus eine
S ad au dem Be g genommen ha . Lau dem Tex und nach de Absich des Dich e s
soll de Wi we den Tod wede am To enbe noch am Sa g ode bei de Bes a ung
anklagen. Es soll e ein länge e Zei aum zwischen dem Tod de F au und dem S ei
zwischen dem Acke mann und dem Tod e gangen sein. De Tod s eh am Sa g, ha
sich p ak isch angelehn , was sein Rech an de F au und ih e Zugehö igkei zu ihm
illus ie . De Sa g mi de F au is au seine Bildhäl e. Au diese Weise is es
möglich, schon am An ang dem Tod Rech zu geben und ihn als Siege zu benennen.
De Holzschni kombinie die Teile de Handlung, wie die S ad und die e s o bene
F au, es is abe schwie ig, hie übe In e mediali ä zu sp echen. Das einzige Zeichen
de Vo aussage des Bildes, abe nich die E wei e ung des Tex es, is das Fa o isie en
de Sich weise des Todes. Bei den zwei G uppen de Holzschni e is die Da s ellung
au dem Bild nich du ch den Tex beglei e , weil die F au au dem Bild is . Sie is zwa
das Thema des Dispu s, abe komm nich di ek im Tex als Figu o , mindes ens nich
im Sinne wie de Tod, de Acke mann und die Kinde . Au diese Weise wi d de Inhal
des Dispu s e anschaulich , so wie beim e s en P is e -D uck.

48
2.4 Die Illus a ionen ohne F au
Bei de zwei en G uppe de Ti elholzschni e komm die F au nich im Bild o . Die
d ei Bilde diese G uppe we den im Einzelnen analysie , weil sie bes imm e
Un e schiede au weisen.
2.4.1 Jch bins genan ein acke man, on ogelwa is meyn p lug27
Au de Illus a ion aus dem Jah 1520 on Flach wi d de Kläge au dem Feld im
F eien als ein Baue da ges ell . De Acke mann is on einem ande en Baue beglei e ,
de zwei P e de an eib . De Tod g ei in die all ägliche Si ua ion des Acke manns ein
und dami wi d die Plö zlichkei des Todes on den To en änzen übe nommen ( gl.
KIENING, 1998b: 111). De Tod ha seine linke Hand im Schwu ges us e hoben. De
Acke mann e s eu das Saa gu mi eine Hand und e g ei das Schwe , als de Tod
komm . De nack e Tod s eh elegan gegenübe dem Kläge . Hin e ihnen sind Be ge
und ein Do sich ba . Diese Szene kann sich nich mi einem bes imm en Zei punk
ode Tex s elle e binden ( gl. BURDACH, 1926: 432). Auch diese Illus a ion is mi de
Übe sch i und eine Vo ede e sehen. Die Vo ede b ing die Anweisung und die
Meinung übe das Büchlein: Es is nü zlich und gu zu lesen und zu hö en, was da
gesch ieben is . Bis je z wa en die Bilde nu mi eine Zusammen assung ode ein ach
dem Ti el des Buches e sehen. Hie g ei de Ti el in die Leh e des Buches ein. Das
neue Selbs bewuss sein des 16. Jah hunde s hin e läss seine Spu .
Die zwei Sei en des S ei gesp ächs haben je eine Bildhäl e. De Be u des
Kläge s is buchs äblich e s anden wo den und demzu olge da ges ell . Die
me apho ische Bezeichnung des Be u es wi d wede hie en schlüssel , noch bei de
e s en G uppe de Ti elholzschni e (am S e bebe und am Sa g) au gedeck . Wenn man
die Illus a ion sieh , e wa e man, dass de Tod den Acke mann mi nehmen will, dass
e seine wegen gekommen is . Die Vo ede gib auch keine In o ma ion übe die F au
als Thema des S ei gesp ächs. Auch wenn de Tod den Acke mann au dem Feld
a sächlich e en wü de, en s amm de Acke mann nich wi klich diese
Be u sg uppe. Das ganze Bild, die Übe sch i und die Vo ede sind i e üh end. Sie
geben keine neuen In o ma ionen übe einande und s ellen den gleichen Inhal da . Hie
27 De Acke mann, 2012: 8.
49
is keines alls die In e mediali ä möglich. Im Tex is wede de Baue au dem P e d
e wähn , noch die Si ua ion au dem Feld. Sie is nu me apho isch, was hie nich so
e s anden wu de. De Tex und das Bild nehmen Bezug au einande , b ingen abe
keine neue Einhei zusammen. De Schwu ges us des Todes kann bedeu en, dass e o
dem Kläge schwö , dass e nu das gemach ha , was seine Au gabe is . Diese
In e p e a ion wü de die Ta en des Todes ech e igen und ihn als Siege
cha ak e isie en. Die da ges ell e Szene ha ehe allgemeine Cha ak e is ika des
Eing ei ens des Todes ins Leben, als eine nu ü dieses Buch und den Acke mann
ypische Szene.
2.4.2 Hal , j Tod !28
De D uck on Schü e aus S aßbu g aus dem Jah 1521 besi z eben alls die
Übe sch i und die Vo ede. De nack e Tod ei e ein P e d, ha eine Sense und einen
Laubk anz ode eine K one. E komm aus dem Wald ins Do . De Acke mann -
wiede als Baue mi D esch legel - begegne ihm und häl ihn au seinem Weg an.
Hin e ihnen sind Bäume und Häuse . Jede ha wiede seine Bildhäl e, wobei die des
Todes de dunkle Wald is . Die Bildhäl e, au de sich de Tod be inde , is dunkle ,
bescha e e und dynamische . Dies soll e den Eind uck e wecken, dass de Tod die
Fins e nis mi sich b ing , mys isch und ak i is . Diese Illus a ion zeig den ei enden
gek ön en Tod, wie bei den P is e -Holzschni en, de dadu ch Mach e häl . Das P e d
wi d als ein He scha szeichen und Sinnbild des Siegens und de Mach gedeu e ( gl.
KRETSCHMER, 2008: 323). 29 De Siege Tod komm mi seinen Insignien aus dem Wald
und will sich aus dem Do die Menschen holen.
Die Na u und de Wald we den als e was Unbekann es und G ausames, als ein
O aus dem de Tod komm , be ach e . Bäume sind Symbole gö lichen und
menschlichen, ewigen und zei lichen Lebens, Symbole de Ve gänglichkei und des
Todes ( gl. KIRSCHBAUM, 1968: 260). De Baum e kö pe den Sieg übe den Tod, da
e imme wiede e neue e Lebensk a besi z . Sein Zyklus on Abs e ben und
28 De Acke mann, 2012: 6.
29 Ch is us ei e als Siege übe eu lische Mäch e au einem weißen P e d. In den Acke mann-
Holzschni en we den nu die weißen P e de mi dem Tod da ges ell , wobei ein Rappe das Rei ie des
Bösen, des Teu els, des An ich is en, des Todes und on den Las e n „Wollus “ und „Hochmu “ is ( gl.
KRETSCHMER, 2008: 323). Diese Da s ellung ha ih en Pla z bei dem Acke mann nich ge unden.
50
Neue s ehen, Blä e eich um, Blü en und F üch e und dann wiede S asis wäh end
He bs und Win e we den mi dem Leben und Tod e glichen ( gl. HEINZ-MOHR,
1991: 46 .). De Baum ep äsen ie o We den und Ve gehen, Leben und S e ben,
Wiede gebu (Laubbaum) und Uns e blichkei (Nadelbaum) ( gl. KRETSCHMER, 2008:
49). Da de Tod aus dem Wald komm , is de Wald als ein O des S e bens abe auch
e neue e Lebensk a und Wiede gebu zu be ach en. Wie sich die Na u und Bäume
in den Jah eszei en ände n, so ände sich das menschliche Leben; einiges e geh und
e was Neues komm . Menschen s e ben und neue we den gebo en. Diese Zyklus is
nich ände ba und s imm mi dem Leben de Bäume übe ein. Ein un uch ba e ,
e do e Baum symbolisie die Sünden und is ein Hinweis au S e ben und Tod ( gl.
KRETSCHMER, 2008: 50). In de Mi e des Bildes be inde sich ein solche Baum. Seine
Äs e sind nack und e do . E mag ü den Tod s ehen, abe die ande en Bäume um
ihn he um sind belaub und gesund. Einige e gehen, ande e bleiben. Diese Vo s ellung
wi d hie bildlich e anschaulich . De Acke mann komm aus de Rich ung des Do es,
aus de bekann en Umgebung. Im Bild e en sich das Leben und de Tod. Aus de
Vo ede wi d das Thema kla : De Tod eines lieben Gemahls. Ein wei e e Hinweis is
die Nü zlichkei und die T ös ung de Lese du ch das Buch. Die Si ua ion zwischen
Do und Wald is du ch den Tex nich mo i ie und s ell den eien Willen des
Holzschni ze s da .
Das In e mediale in diesem Bild - im Ve gleich zum Tex - is die Da s ellung
des Todes mi K one, also mi Mach , und au dem P e d mi Sense is e au eine
höhe en Posi ion als de Kläge . Auße dem bekomm die Da s ellung des Waldes
in e mediale Züge. De Tod is übe das Leben ges ell . Das Bild gib eine eigene
In e p e a ion des Todes. E is schon am An ang des We kes in besse e Mach posi ion
als de Acke mann. Das Bild sag o aus, dass de Acke mann nich siegen kann. Das
Leben e geh , manche Bäume e do en ühe , abe de Wald e neue sich und das
Leben au de E de bleib .
2.4.3 Pa izie ?
Das Bild des le z en D uckes m aus dem Jah 1547 s ell die bekann e paa weise
Komposi ion da : De Acke mann is ein eiche Pa izie , mi Pelzman el, Ba e und
51
Schwe und de Tod - on Schlangen und Wü me n ze essen - s eh wie bei allen
Illus a ionen dem Acke mann gegenübe . De Tod häl die Sanduh in de linken Hand
und einen Knochen in de ech en Hand. Hin e ihnen is keine bes imm e Landscha zu
sehen, ehe die Andeu ung eine Wiese, eines Be ges und eines Hauses. Die
Komposi ion is in de Mi e geb ochen und de Holzschni bes eh aus zwei Teilen, die
nich e bunden sind. Die Da s ellung des Todes ha sich geände . E häl neue
Insignien, die im Tex nich o kommen. De Tod s eh ü das Lebensende und ü die
Zei , die ü die Menschen e gänglich is ( gl. KIENING, 1998b: 113). Die Figu des
Acke manns ep äsen ie das Bedenken des eigenen Lebens und des Todes, den
Ve such, den eigenen Tod zu e hinde n ( gl. ebd.). De Acke mann is als eiche
Bü ge da ges ell , de zwa das Schwe äg , das ihm abe gegen den Tod und seine
Sanduh nich hil . E is bewa ne und de Tod e lie die To eng äbe we kzeug und
gewal ä ige A ibu e, wie die Sense ode P eile. T o zdem is de Tod dem Acke mann
gegenübe mäch ige . Die Sanduh als Symbol de Ve gänglichkei de Menschen is
nich mi dem Schwe zu bekämp en. Die Kö pe hal ung des Acke manns und des
Skele s sind ähnlich, die Handbewegung und de Sch i nach o ne deu en au die
Gleichs ellung hin. Die paa weise Da s ellung ande e sei s ähnel dem To en anz und
e mahn den Acke mann an seine eigene S e blichkei und gib somi dem Tod den
Vo ang. Diese Da s ellung en sp ich de allgemein menschlichen Bedeu ung de
Acke mann-Symbolik und s imm mögliche weise mi dem wi klichen S and des
Dich e s übe ein ( gl. BURDACH, 1926: 429). BURDACH e mu e , dass de U hebe des
Holzschni es den S and des Acke manns anhand de S elle im sieb en Kapi el übe die
adlige He kun seine F au e schlossen ha ( gl. BURDACH, 1926: 429)30. Diese These
wi d on de jünge en Fo schung nich wei e angesp ochen.
Die Posi ionie ung des Kläge s au de ech en Sei e, mi dem Do hin e ihm
deu e au seinen Weg hin, aus dem Hause und dem Do kommend. De Boden und de
Weg sind bei ihm saube und gep leg . De Tod dagegen komm aus dem Ni gendwo,
is abe p äsen au de Wiese, die ungep leg und wild aussieh . Hie i das
o den liche, kul i ie e Leben im Do mi gep leg en Felde n au den ze s ö e ischen
Tod. Das Leben des Acke manns wi d du ch den Tod ges ö und ih e zwei Wege
e en sich.
30 Billichen clage ich, wann sie was edel de gebu , eich de e en uch nd be alle j gespylen
gewachsen pe son, [...] (De Acke mann, 2012: 16).
52
In de gegebenen Vo ede be inde sich de aus den ande en Holzschni en
ähnliche Tex . Die F au des Acke manns wi d wede im Tex e wähn , noch im Bild
illus ie . Die Vo ede gib ein ach die In o ma ion übe den S ei und seine zwei
Pa eien und wende sich mi de Emp ehlung de Buchlek ü e an den Lese . De
Akzen is hie au den S ei zwischen dem Menschen und dem Tode geleg und nich
au den einzigen Fall des Acke manns und seine F au. Die Auseinande se zung mi
dem Tode bekomm hie eine ande e Bedeu ung, was mi den Gedanken übe den Tod
und die Ideen de Ve gänglichkei des 16. Jah hunde s übe eins imm . Diese
Da s ellung en e n sich om Tex , indem sie keine De ails aus dem Tex
be ücksich ig , wede die A ibu e des Todes noch des Acke manns. Die Illus a ion
beglei e die Vo ede und die do angegebenen In o ma ionen übe den Dispu . Das
Einzige, das den Zusammenhang mi dem wei e en Tex beweis , is die Visualisie ung
des Acke manns als einen eichen Bü ge . Schon in de Vo ede wi d e als Acke mann
bezeichne und als Pa izie bebilde . Die E wa ung des Rezipien en wi d mi dem
Un e schied in de Da s ellung des Kläge s geb ochen. Das In e mediale kann sich in
diesem Fall nu aus de en schlüssel en Me apho ik des Acke manns e geben, was sich
schon e schlüssel aus dem Tex e gib . Dahe kann das Bild keine neue In o ma ion in
de In e p e a ion des Tex es bei agen. Das Bild und die Vo ede wecken eine ande e
E wa ung beim Rezipien en, weil sie au das Gene elle und Allgemeinmenschliche in
de Auseinande se zung mi dem Thema Tod zielen. De Acke mann klag übe den
Tod de F au und das Bild mi de Vo ede be on nu den Dispu des Acke manns mi
dem Tod. De Tod wi d einige maßen a o isie , indem e mi A ibu en
e anschaulich wi d, die nich mi de Wa e zu schlagen sind. Dadu ch kann
In e mediali ä in diese Hinsich hie bewiesen we den.
3 Die küns le ische T adi ion und die Acke mann-
Holzschni e
Ein Teil de Hypo hese diese A bei is de Ein luss de küns le ischen T adi ion de
Zei au das En s ehen de Illus a ionen. Wenn man die damalige küns le ische
T adi ion und Ikonog aphie be ach e , kann man die Ände ungen in de Bebilde ung
des gleichen Tex es beme ken. Hie we den die Holzschni e alle schon analysie en

53
D ucke mi dem küns le ischen Kon ex e glichen, in dem sie gescha en wu den. Die
Ände ungen we den anhand de ande en Holzschni e und de üblichen A und Weisen
de Da s ellung bes imm e Mo i e und E scheinungen e klä . Dabei wi d die Technik
de Holzschni e, die Todesda s ellung, die Da s ellung des Acke manns, die
Go esda s ellung und de Ein luss on Emblema ik be ücksich ig .
3.1 Die Technik
Mi de Zei ha sich die Technik de Holzschni e wei e en wickel und geände ,
in olgedessen en s anden sie au einem höhe en küns le ischen Ni eau. Sie wu den
eiche an Linien, dynamische du ch Sch a ie ungen und komplizie e in de
Auss a ung. Die e s en Acke mann-Holzschni e olg en in g oßem Maße diese
En wicklung. Die Bambe ge P is e -D ucke s ehen am An ang de T adi ion und sind
eine Um issholzschni e ohne Sch a ie ungen. Die Illus a ionen wu den abe
kolo ie , was üblich ü die Übe gangspe iode on den Minia u en zu den
Holzschni en wa . Die e s en Holzschni e ha en ih e K a in den ein achen Linien
und Fa ben. Du ch die Fa ben und Nuancen e hiel en sie die Tie e und Lebendigkei .
Die wich igen Neue ungen in de Technik e schienen 1473 in Ulm und bezogen sich au
Scha en, Raum ie e und die Figu en, die indi iduelle , na ü liche und lebendige
ges al e wu den ( gl. FUNKE, 1978: 226). Danach en s anden die es lichen G uppen de
Acke mann-Holzschni e.
In den siebzige Jah en des ün zehn en Jah hunde s wu den die Holzschni e on
Egges ein und die G uppe de Bilde mi de Da s ellung am S e bebe gescha en. Bei
Egges ein (1474) und Knobloch ze (1477) sind imme noch keine Sch a ie ungen
beme kba und bei Flach (1473) nu lache Sch a ie ungen an einigen S ellen. Bis zum
An ang des 16. Jah hunde s wu den alle Acke mann-Illus a ionen lebendig kolo ie .
Bei de zwei en G uppe mi de Da s ellung am Sa g we den sowohl die
Sch a ie ungen als auch die Kolo ie ung beme kba . Danach wi d die Kolo ie ung
e lassen, da die gleichen E ek e mi den Scha en und Sch a ie ung gescha wu den,
was mi de Medien- und Techniken wicklung de Holzschni p oduk ion de Zei
übe eins imm . Es schein , dass die Neue ungen in Ulm wenige die T adi ion in den
Siebzige n in Basel und S aßbu g beein luss haben, wobei ih e Wi kung in Ulm und
spä e in Leipzig deu lich komplexe is . Soga die ühe en P is e -D ucke beweisen
54
komplexe e Zusammenhänge in de Ges al ung de na ü liche en und lebendige en
Figu en und de eiche en De ails als die Holzschni e de Siebzige . Die Bilde de
Ach zige zeigen meh Scha en, Lich , Raum ie e und Plas ik. Die Komposi ion is
komplizie e und b ing Tie e und Illusion de Räumlichkei ins Bild. Du ch Scha en
und Pe spek i e sind sie ausd ucks olle und eine . Die neuen Illus a ionen we den
wiede nach zehn Jah en ged uck . An ang des 16. Jah hunde s gab es keine
Kolo ie ung meh in den Acke mann-Illus a ionen und sie we den noch üch ige und
on de Ges al ung he komplexe , mi meh Scha en und eine en Linien, die biegsam
gewo den sind, wobei de le z e Holzschni des D uckes m zu ein ach und spa sam ü
seine Zei aussieh . Schon zu diesem Punk wu den Dü e s bekann es e We ke
gescha en.31 Nach Dü e we den die Linien dünne und e eine e . Die Sch a u en
sind biegsam gewo den und die Tie dimension wu de gescha en.32 Diese
Ve eine ungen sind bei den Illus a ionen keines alls in gleichem Maße wie bei
ande en küns le ischen We ken de Zei p äsen .
Die Neue ungen haben abe die Technik de Illus a ionen beein luss . Die Bilde
zeigen die kon en ionellen Fo men de Da s ellung on Typen. Es wa ü die damalige
Zei gewöhnlich und auch beim Acke mann p äsen , dass eine Komposi ion ü meh e e
D ucke benu z wu de, au diese Weise en s anden die schon e klä en und
besp ochenen G uppen de Holzschni e. Es wa üblich, die äl e en Vo bilde zu
kopie en. Was übe aschend wi ken kann, is die Ta sache, dass nich iele
Illus a ionen om Acke mann wei e übe nommen wu den, sonde n dass komple neue
Komposi ionen gescha en wu den. S aßbu g und Basel e weisen sich als S äd e mi
seh p oduk i en O izinen, die ih e Holzschni e gegensei ig nich kopie en woll en
(siehe S aßbu g, Flach d.J. 1520 und S aßbu g, Schü e -Nach olge 1521). Diese
Ta sache kann bedeu en, dass das Buch belieb und gu e käu lich wa und dass es sich
gelohn ha , in neue Illus a ionen zu in es ie en. Inwie e n die Illus a ionen un e dem
Ein luss de damaligen T adi ion en s anden wa en, wi d im olgenden Abschni
e läu e .
31 Zwischen 1496 und 1511 is die wich igs e Scha enspe iode Dü e s. Zu diese Zei en s anden auch
neue Tendenzen in de D uckg aphik du ch An egung Dü e s du ch die I alien eisen und du ch Ein lüsse
des Humanismus. E ha ange angen, sich heo e isch mi de Pe spek i e und de menschlichen
P opo ion auseinande zuse zen ( gl. GREBE, 2006: 48).
32 Nach 1520 ände sich mi de Re o ma ion die Thema ik de G aphik und wandel sich zum
monoch omen Bild. S a ke Sch a ie ung und dich e e Linien üh ung b auchen bei Dü e keine
Kolo ie ung meh ( gl. GRIESE, 2011: 29).
55
3.2 Die damalige T adi ion
Die Illus a ionen en s anden nich als o iginelle und ganz neue Komposi ionen. Sie
haben, wie be ei s bei de Analyse de einzelnen Holzschni e gezeig , die Elemen e,
Mo i e und Typen on ande en zei genössischen Bilde n übe nommen. Sie hängen on
de T adi ion de Da s ellungsweise des 15. und 16. Jah hunde s ab. Nu is es
in e essan zu be ach en, wie sich die Illus a ionen zum selben We k im Lau e de Zei
ände en.
Die P is e -Holzschni e sind die e s en übe lie e en Illus a ionen zum
Acke mann-Tex , dahe is es schwe , übe die Vo lage zu sp echen. De Bilde zyklus
en s and aus e schiedenen ikonog aphischen T adi ionen, on denen die Vani as-
Ikonog aphie den g öß en Ein luss ausüb e. Bei den d ei Holzschni en is de
Acke mann mi de Todespe soni ika ion kon on ie , die als ein König da ges ell is
( gl. HÄUSSERMANN, 2008: 48). De Tod wi d als mumi izie es Skele mi K one und
Man el da ges ell . Diese Bilde olgen dami de T adi ion de „Begegnung de d ei
Lebenden und de d ei To en“, die in de Zei seh e b ei e wa ( gl. HÄUSSERMANN,
2008: 48). Im Gedich „Diss is de wel e lon“ sieh man d ei s ehende Gegensa zpaa e,
wie hie de Acke mann und de Tod, nu die To en im Gedich gehen aus dem Sa g;
die To en, de en Kö pe on Wü me n ode Schlangen e allen sind, agen die K one
und den Man el, wie de Tod im Acke mann ( gl. HÄUSSERMANN, 2008: 48). Die
ande e, ähnliche Da s ellung is aus eine bay ischen Sammelhandsch i , au de sich
d ei Paa e gegenübe ges ell sind und die To en die K one und das Zep e agen ( gl.
HÄUSSERMANN, 2008: 48). In den To en änzen sind auch imme Menschen mi dem
pe soni izie en Tod kon on ie . Dabei en s eh ein wich ige Un e schied zwischen
„Begegnung de d ei Lebenden und de d ei To en“, To en änzen und dem Acke mann.
Lau HÄUSSERMANN lieg diese Un e schied bei den To en, „die den noch Lebenden die
Ve gänglichkei des i dischen Daseins in E inne ung u en“ sollen ( gl. HÄUSSERMANN,
2008: 49). Beim Acke mann is de eigene Tod nich p äsen , sonde n ein ach die
Pe soni ika ion des Todes.
So ha sich die Da s ellung on dem pe soni izie en Tod geände , wobei de
Tod im Tex imme gleich bleib , d. h. de Tex e leb keine Ände ungen. Diese
56
Ände ungen in de Da s ellung sind ein kul u geschich lich. Die Da s ellung des Todes
en s eh im Kon ex de To en änze. De Tod ha seine Da s ellung in de
Pe soni ika ion ge unden.33 E wu de im Mi elal e als eine Pe son e s anden, und
dahe als Leichnam illus ie . Diese Da s ellungsweise is on den To en änzen in die
Acke mann-Illus a ionen übe nommen wo den. Am An ang de Acke mann-T adi ion
is de Tod ein Leichnam und au de le z en Illus a ion is e meh ein g ausames
Ge ippe. Die Da s ellungsweise des Todes is spä e bei Holbein und Dü e ein dünnes
Skele . Viel meh als des Todes Aussehen haben sich seine Insignien geände . Von de
einzigen, aus dem Tex mo i ie en, Zeichen Schau el und Haue sind die ande en
Insignien Ausd uck de damaligen T adi ion de Todesda s ellung. Das Au e en des
Todes mi Sense, P eil und Bogen und au dem le z en Bild mi eine Uh und dem
Knochen olgen de Symbole de Zei . Mi dem Humanismus we den die neuen
Symbole, wie un e ande em die Sanduh und das Gebeine, ü die Da s ellung de
Ve gänglichkei benu z . Die Illus a ion ha sich de mode ne en Da s ellung bedien .
Daneben i de Tod au dem P e d au , was aus de T adi ion de apokalyp ischen
Rei e en s amm ( gl. KIENING, 1998b: 103). Wei e hin is die Da s ellung des Todes
mi einem Tuch (siehe Egges ein) ü die To en änze ypisch, so z.B. beim Lübecke
( gl. WARDA, 2011: 177) und beim Be line To en anz ( gl. WALTHER, 1997: 33). De
Tod, de die Al en und die K anken hin e sich läss , is in T ion o della mo e in de
Ki che San F ancesco in Lucignano zu sehen ( gl. HÄUSSERMANN, 2008: 49).
Die Da s ellung des Acke manns ände sich abhängig on de En schlüsselung
des Tex es. Die Kleidung des Acke manns en sp ich de üblichen Mode de Zei , wenn
e als Acke mann on Be u da ges ell wu de. Au de ande en Sei e s ehen die
Da s ellungen des Bü ge s bei P is e -Holzschni en Mi e des 15. Jah hunde s und des
Pa izie s Mi e des 16. Jah hunde s. Die Da s ellung ha sich in meh als 80 Jah en
geände , da sich die Mode de Zei e ände ha . So äg de Acke mann im Jah 1547
33 Die Pe soni ika ion wi d als „die Ve bildlichung on Beg i en du ch Pe sonen” de inie (BÜTTNER/
GOTTDANG, 2013: 146). Die abs ak en Beg i e we den in Fo m eine Figu da ges ell . Do wu den die
Pe soni ika ionen als Bilde e klä , die e was nich Sich ba es sich ba machen, d. h. e was, was man
weiß, abe nich sehen kann, wi d gezeichne und du ch ein Bild e anschaulich . In de An ike wu den
die Beg i e pe soni izie und im Mi elal e wu de dies o gese z , nu mi ande en Themen ( gl.
BÜTTNER/ GOTTDANG, 2013: 147). Deshalb is die Pe soni ika ion des Todes keine neue E indung. Zu
an iken Da s ellungen om Tod siehe Wunde lich, 2001: 54 . Die Pe soni ika ion muss en schlüssel
we den, dahe wi d es wich ig, dass „das Wo geschlech des gemein en Beg i es und [das; I.H.]
Geschlech de Pe soni ika ion übe eins immen” (BÜTTNER/ GOTTDANG, 2013:152). Im Deu schen is de
Tod maskulin und wi d dahe s e s als ein Mann da ges ell .
63
gemach haben. Au diese Weise is die zei genössische Rezep ion des
spä mi elal e lichen We kes en s anden, die nich nu neue In e p e a ionen des Buches
mi den Illus a ionen e geben kann, sonde n au die übe zei liche Ak uali ä des
Themas Tod hinweis .
40 MÜNZNER ha e eine Auss ellung bis Feb. 2016 in Leipzig, in de seine 33 S eind ucke zum Acke mann
gezeig wu den. Die Auss ellung wu de zu Eh e des Dich e s Johannes on Saaz o ganisie . Siehe: Rol
MÜNZNER, De Acke mann und de Tod. Johannes on Saaz. Leipzig 2000.

64
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69
6 Anhang
Bilde e zeichnis
1. Tabelle de D ucke und Holzschni e De Acke mann aus Böhmen mi de
Zei leis e
2. Bambe ge P is e d ucke/ ca. 1463/ D uck a
3. Egges ein D ucke/ 1474/ D uck c
4. Basel/ Flach / 1473/ D uck e1
5. S aßbu g/Knoblochze /1477/D uck j
6. Ulm/Holl/ca.1482/D uck g1
7. Leipzig/Kachelo en/1490/D uck
8. S aßbu g/Flach d.J./1520/ D uck l
9. S aßbu g/Schü e -Nach olge /1521/D uck n
10. Basel/Deck/1547/D uck m
11. Heidelbe ge Handsch i /1480
12. Jenae Handsch i /1473-78
70
1. Tabelle de D ucke und Holzschni e De Acke mann aus
Böhmen mi de Zei leis e
Name
O , D ucke
Jah
Illus ie 41
Je zige O
1
a
Bambe g, Alb ech
P is e
1462/63
5 Holzschni e
Be lin, Pa is,
Wol enbü el
2
b
Bambe g, P is e
1470/71
5 Holzschni e
ehlen
Wol enbü el
3
c
S aßbu g, Hein ich
Egges ein
1474
3 Holzschni e
Bambe g
4
d
Sigle
en äll 42/Basel
1473/74
Ti elholzschni
Oldenbu g
5
e
Sigle en äll / Basel
1474
Ti elholzschni
Be lin
6
e1
Basel, Ma in Flach
1473
Ti elholzschni
Ka ls uhe
7
e2
Basel, Ma in Flach
1474
Ti elholzschni
ehl
Be lin,Hildesheim,Jen
a, Oldenbu g,
We nige ode, Wien
8
Leipzig, Kon ad
Kachelo en
1490
Ti elholzschni
Be lin, Leipzig
9
g
Augsbu g, An on
So g
12.11.1484
Ti elholzschni
ehl 43
München
10
g1
Ulm, Lienha Hall
1482/83
Ti elholzschni
Wien
11
h
Heidelbe g,Hein ich
Knobloch ze
8.7.1490
Ti elholzschni
München
12
i
S aßbu g, Johannes
Scho
1500
Ti elwappen de
Ku p alz44
London, San Ma ino,
S aßbu g
13
j
S aßbu g, Hein ich
Knobloch ze
1477
Ti elholzschni
Nü nbe g
14
k
S aßbu g,Ma hias
Hup u
1502
Ti elholzschni
Be lin, Ras a
15
l
S aßbu g, Ma in
Flach
1520
Ti elholzschni
Be lin,München,S aß
bu g
16
m
Basel, Rudol Deck
1547
Ti elholzschni
Be lin, München
17
n
S aßbu g, Ma hias
Schü e Nach olge
1521
Ti elholzschni
Bambe g, Bonn,
München
41 Gleiche Fa be in diese Kolone bedeu e , dass die Holzschni e diese D ucke gleich sind.
42 Die D ucke d und e de Acke mann-Übe lie e ung sind im „Ka alog de deu schen illus ie en
Handsch i en“ e hal en ( gl. 1991: 22 .). Bei KIENING sind diese D ucke ohne Angaben ( gl. 1998: 500).
Im Ka alog gib es keinen D uck g und i, deswegen we den nu 15 D ucke gezähl . Bei KIENING ( gl.
503) und BURDACH/BERNT ( gl. 69 .) we den die D ucke g und i au gezähl und besch ieben, abe
D ucke d und e ehlen, deswegen gib es auch nu 15.
43 De Holzschni ehl , wi d abe bei BURDACH/BERNT dem in ode g1 gleich ode ähnlich.
44Im Einband is ein Holzscni aus S aßbu ge D uck und aus BRANTs Na enschi eingekleb . Au dem
Bl. 20 is ein Holzschni mi Kohlkop mi Wu zeln und Ini ialen des D ucke s J S ( gl. BURDACH, 1917:
75).
71
Zei leis e: Acke mann-D ucke
72
2. Bambe ge P is e d ucke/ ca. 1463/ D uck a
Holzschni 1
79
8. S aßbu g/Flach d.J./1520/ D uck l
9. S aßbu g/Schü e -Nach olge /1521/D uck n

80
10. Basel/Deck/1547/D uck m
81
11. Heidelbe ge Handsch i /1480
12. Jenae Handsch i /1473-78
82