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Die deutschen Ausdrücke irgendein und irgendwann und ihre tschechischen Äquivalente

Abstract

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Die deutschen Ausdrücke irgendein und irgendwann und ihre tschechischen Äquivalente

Author: Štícha, František
Publisher: Univerzita Karlova, Filozofická fakulta
Year: 2016
Source: https://dspace.cuni.cz/bitstream/20.500.11956/97141/1/1484029_frantisek_sticha_19-34.pdf
Die deu schen Ausd ücke i gendein und i gendwann
und ih e schechischen Äqui alen e
F an išek Š ícha (P ague)
ABSTRAKT
De A ikel be ich e übe die Viel al de kommunika i en Funk ionen diese deu schen Wö e
mi Bedeu ung eines Inde ini p onomens. Besonde e Au me ksamkei is den spezi ischen seman-
ischen und ex uellen Funk ionen des i gendein gewidme , wie diese den Übe se zungsäqui alen en
im Pa allelko pus Deu sch — Tschechisch des Tschechischen Na ionalko pus zu en nehmen sind.
Insgesam sind 13 Wo en sp echungen, eine Null-En sp echung, und — du ch Zu all — einige an-
de e schechische Äqui alen e des deu schen i gendein ge unden.
SCHLÜSSELWÖRTER
inde ini , P onomen, Ko pus, kon as i , Deu sch, Tschechisch
ABSTRACT
This a icle gi es an insigh in o he complica ed ne wo k o communica i e unc ions o he Ge man
inde ini eness in ensi ie i gend- and i s Czech unc ional coun e pa s. A en ion is ocused on he
inde ini e i gendein and i s e y speci ic p onominal unc ions, as hey mani es hemsel es in i s
Czech unc ional equi alen s. A sea ch in he pa allel co pus In e Co p 8 Ge man and Czech o he
Czech Na ional Co pus has yielded 13 di e en wo d equi alen s o he Ge man i gendein, one ze o
equi alen , and, acciden ally, some o he , non-p onominal coun e pa s. The au ho ies o poin
ou some in e dependencies be ween a pa icula unc ion o he inde ini e i em and he so o he
con ex i is used in.
KEYWORDS
inde ini e, p onoun, co pus, con as i e, Ge man, Czech
1. EINLEITUNG
1.1 VORWORT
Ku z nachdem die zwei e Au lage meine Tschechisch-Deu schen e gleichenden
G amma ik 2015 e schienen wa , iel mi beim Lesen eines deu schen Tex es ein e -
was wenige übliche Geb auch des P onomens i gendein au : In diesem Kon ex wa
es unmöglich, in eine Übe se zung ins Tschechische das schechische P onomen
nějaký einzuse zen, ganz im Wide sp uch zu den Angaben manche deu sch- sche-
chische Wö e büche , die ü das deu sche P onomen i gendein nu das schechi-
sche P onomen nějaký an üh en. In den zahl eichen deu sch- schechischen Wö e -
büche n e schiedenen Um angs, die es gegenwä ig in den Buchhandlungen gib ,
habe ich insgesam ün e schiedene schechische Äqui alen e des P onomens i -
gendein ge unden: nějaký, jakýsi, jakýkoli, k e ýkoli, ledajaký. In e essan is , dass in
jedem diese Wö e büche on diesen ün P onomina höchs ens d ei, meis ens je-
20 LINGUISTICA PRAGENSIA 1/2016
doch nu zwei (und das soga in den kleins en Taschenwö e büche n!) ange üh
sind. Auch wenn manchmal de Geb auch des deu schen P onomens i gendein du ch
ein paa Beispiele angedeu e wi d ode soga eine Beme kung zu allgemeinen se-
man ischen Funk ion dieses P onomens gemach wi d, wi d es ü den deu schen
Benu ze i gendeines diese Wö e büche kaum möglich sein, eines de ange üh -
en zwei ode d ei P onomina in einem schechischen Sa z, welche einem das P o-
nomen i gendein en hal enden deu schen Sa z en sp äche, ich ig zu benu zen.
Auch de schechische Benu ze i gendwelche diese Wö e büche könn e du ch
die zwei ode d ei P onomina (nějaký, jakýkoli; nějaký, jakýsi, něk e ý e c.), die ihm
als Äqui alen e ü das deu sche P onomen i gendein angebo en we den, manchmal
e wi we den.
Ähnlich e häl es sich mi dem deu schen P onominalad e b i gendwann, dem
die deu sch- schechischen Wö e büche meis ens nu die P onomina někdy, jed-
nou, kdysi, kdykoli als Äqui alen e zusch eiben. Beim Übe se zen on i gendwann als
unk ionalem Elemen eines deu schen Sa zes, de ein Bes and eil eines konk e en
Tex es is , kann man sich jedoch o keines diese on Wö e büche n angebo enen
P onomina bedienen. Diese E kenn nis läss sich ziemlich leich den Pa allelko po a
en nehmen.
Was die G amma iken be i , inde man leide auch in de zwei en Au lage mei-
ne e gleichenden G amma ik keine Auskun . So sind nun mal die G amma iken.
Nich nu wa en sie imme so, sie sind es auch heu zu age und sie we den es imme
so bleiben — un olls ändig und lückenha .
Wollen wi he aus inden, welche und wie iele schechische P onomina dem
P onomen i gendein ode dem P onominalad e b i gendwann, das in eine Menge
konk e e Sä ze bes imm e S anda d ex e egel ech und de No m en sp echend
benu z wi d, genauso egel ech und de No m en sp echend in einem schechi-
schen S anda d ex gegenübe s ehen können, dann haben wi heu zu age die
einziga ige und ühe undenkba e Möglichkei , sich de Pa allelko po a des
Tschechischen Na ionalko pus (ČNK) zu bedienen. Man kann — bei eine gewis-
sen E ah ung mi de Ko pussuche — o ausse zen, dass die E gebnisse eine
Suche nach Äqui alen en eines beliebigen g amma ischen Mi els in eine be-
liebigen F emdsp ache auch ü den e ah ens en Linguis en übe aschend sein
we den. So wa es auch ü mich übe aschend, was ich in dem Pa allelko pus
Deu sch — Tschechisch des ČNK and. Da on möch e ich o allem in diesem Au -
sa z be ich en.
1.2 DIE PRONOMINALASUDRÜCKE MIT IRGEND-
(IRGENDEIN, IRGENDWANN, IRGENDWAS ETC.) AUS DER SICHT
DES TSCHECHISCHEN — EINE EMPIRISCHE SKIZZE
Den unbes imm en deu schen P onomina (ode P onominalad e bien) mi de e -
s ä kend explizi en ad e bialen Komponen e i gend- können im Tschechischen au-
ße ielen P onomina und ande en Mi eln auch diejenigen P onomina en sp echen,
die die manchmal auch als Pos ixe bezeichne en Mo pheme -si und -koli en hal en:
i gendein : kdosi, kdokoli, jakýsi, jakýkoli; i gendwas : cosi¸ cokoli; i gendwo : kdesi,
kdekoli e c.
FRANTIŠEK ŠTíCHA 21
Jedoch kann man o ausse zen, dass die einzelnen „i gend-P onomina“ keinen
einhei lichen unk ionalen Sp achs a us haben, wenigs ens aus kon as i e Sich .
Das läss sich ziemlich genau kon as i da an messen, welche Zahl welche sche-
chischen P onomina ode ihnen unk ional äqui alen e Sp achmi el einem deu -
schen „i gend-Ausd uck“ im O iginal- und Übe se zungs ex en sp echen. Wäh end
in as de Häl e alle Fälle dem P onomen i gendein das ihm im Tschechischen
lexikalisch und s uk u ell nächs e wand e P onomen nějaký en sp ich (e wa 3
000 on e wa 7 000), mach bei i gendwann das s uk u ell nächs e wand e sche-
chische P onominalad e b někdy unge äh (und maximal) ein Fün el alle Belege
diese beiden P onomina aus, in einem Kon ex , wie diese du ch die Pa allelko po a
iden i izie wi d.
2. DAS DEUTSCHE PRONOMEN IRGENDEIN
UND SEINE TSCHECHISCHEN ÄQUIVALENTE
2.1 ALLGEMEINE BEMERKUNGEN
Das g oße Duden Wö e buch de deu schen Sp ache in 8 Bänden gib nu zwei Bedeu-
ungen des P onomens i gendein an: (a) ein nich nähe bekann e , abe doch o -
handene od. no wendige (b) ein beliebige . Als Beispiele zu (a) we den z. B. ange-
üh : i. sonde ba es Ge ühl haben; aus -em G und; au -e Weise; zu (b) z. B. man könn e
genauso gu -en ande en dami beau agen; sie geben sich keineswegs mi -em Angebo
zu ieden.
Die De ini ion des Wö e buchs un e (a) kann man in ih e Ve allgemeine ung
nich so e ns nehmen. Denn e was ode jemand, was ode we „nich nähe bekann ,
abe doch o handen“ is , wi d im Deu schen o allem mi dem A ikel ein zum
sp achlichen Ausd uck geb ach : Un en ließ ein Bach kann au Deu sch — dem gän-
gigen Sp achgeb auch en sp echend — o allem dann gesag ode gesch ieben we -
den, wenn man (eine sp echende Pe son ode de E zähle /die sp echende Pe son im
Dialog eines p osaischen Tex es) diesen Bach nie zu o gesehen ha und den man z. B.
im Momen de Rede ge ade eben on oben aus o sich un en ließend sieh ; diese
Bach is dahe dem Sp eche /Sch eibe „nich nähe bekann “ (e /sie muss ihn ga
nich gesehen haben, de Bach kann z.B. nu gehö e c. we den), auch wenn e „ o -
handen“ is . Im Tschechischen wi d in diesem Fall en wede kein P onomen geb-
auch , ode abe das Inde ini p onomen nějaký e wende : Dole eče (nějaký) po ok.
Diese Un e schied, den das Tschechische zwischen de Absenz on P o-
nomen und dem Geb auch on nějaký mach , en sp ich im Deu schen unge-
äh dem Un e schied zwischen dem Geb auch des A ikels ein und dem Ge-
b auch des Inde ini p onomens i gendein. Sowohl das schechische nějaký
als auch das deu sche i gendein we den o allem dann he angezogen, wenn
das in i gendeinem Sinne „Unbes imm e“ den Sp eche i gendwie „be em-
de “. Im Falle des un en ließenden Bachs is deshalb im Tschechischen im No mal-
all de Sa z Dole eče po ok, im Deu schen de Sa z Un en ließ ein Bach die Regel.
Genauso wie in den olgenden im Pa allelko pus beleg en Sä zen: Da lieg ein Schuh!
–Tady leží bo a! (Konsalik).
22 LINGUISTICA PRAGENSIA 1/2016
In spezi ischen Kon ex en ode Sa za en kann jedoch das ande e, im Wö e buch
un e (b) dem P onomen i gendein zugesch iebene Bedeu ungselemen des A ikels
ein und des schechischen unbes imm en P onomens nějaký zu Gel ung kom-
men — dann wi d das schechische P onomen obliga o isch im Sa z benu z : Lilo,
kenns du einen O ni hologen? — Lilo, znáš nějakého o ni ologa? (H. Kan ). Nich nu
die allgemeine Unbes imm hei (des gesuch en O ni hologen) allein, sonde n auch
de Ums and, dass es sich um einen beliebigen, also i gendeinen Menschen handel ,
de O ni hologe is , sind hie kommunika i ele an .
2.2 DIE EMPIRISCHEN DATEN ZUM GEBRAUCH DES PRONOMENS
IRGENDEIN UND DESSEN TSCHECHISCHEN ENTSPRECHUNGEN
Das Tschechische besi z keine A ikel, da ü abe iele P onomina (zu den sog. De-
mons a i p onomina siehe z. B. Be ge , 1993). Wie du ch die Pa allelko po a ziem-
lich leich es zus ellen is , en sp echen dem deu schen P onomen i gendein in ea-
len und beleg en schechischen Tex en mindes ens 13 e schiedene P onomina (siehe
un en Tab. 1), alls wi un e Inde ini p onomina auch einige adi ionell als Adjek-
i e au ge ass e Wö e e s ehen1.
Das schechische
P onomen
Anzahl de Belege
als Äqui alen
des P onomens i gendein
Anzahl de Belege
des sch. P onomens
im Ko pus SYN (2015)
1. nějaký e wa 3 000 ca. 1 000 000
2jakýkoli e wa 550 ca. 284 000
3. jakýsi e wa 400 ca. 190 000
4. k e ýkoli e wa 200 ca. 42 000
5. u či ý 87 ca. 420 000
6. jis ý 34 ca. 437 000
7. ledajaký 7ca. 4 400
8. k e ýsi 16 ca. 1 400
9. libo olný 14 ca. 19 000
10. každý 9ca. 2 000 000
11. kdejaký 8ca. 7 000
12. lecjaký 4ca. 1 800
13. šelijaký 2 ca. 12 000
14. 0 ??? —
15. Ande es ??? —
ab. 1: Die schechischen P onomina, die dem deu schen P onomen i gendein im In e Ko p 8 en -
sp echen.
1 Fü den Zweck dieses Au sa zes is eine heo e ische Au assung eine bes imm en Men-
ge on Wo a en nich on Belang. Im e s en Band de G oßen akademischen G amma-
ik des Tschechischen wi d soga au die adi ionelle Wo a „P onomen“ e zich e . Ein
„P onomen“ wi d in diesem Au sa z im adi ionellen Sinne bloß unk ional au ge ass .
Dahe machen auch Wo e bindungen wie „p onominales Adjek i “ einen Sinn.
FRANTIŠEK ŠTíCHA 23
Von den e wa 7 000 Belegen des P onomens i gendein im In e Co p 8 — Ge man en -
sp ich e wa die Häl e im Tex den P onomina i gendein und nějaký. Um die genaue
Zahl zu e mi eln, müss e man an 3 000 Kon ex e so g äl ig du chlesen und bei ei-
nem jeden da on übe p ü en, ob da wi klich die gesuch e Äqui alenz bes eh . Diese
Genauigkei is ü diesen Be ich nich on Belang. Wich ig dagegen is , sowohl ü
g amma ische Ve allgemeine ungen als auch ü die lexikog aphische P axis, dass
es auße nějaký d ei ande e nich sel en beleg e P onomina sind, die als unk ionale
Äqui alen e des i gendein in Übe se zungen sowohl aus dem Deu schen ins Tschechi-
sche, als auch aus dem Tschechischen ins Deu sche eine Rolle spielen: jakýkoli, jakýsi,
k e ýkoli. In keinem de bishe igen deu sch- schechischen Wö e büche we den je-
doch diese ie P onomina bei i gendein angegeben. Beispielweise we den in F aus
(2006) neben dem nějaký nu noch ledajaký und k e ýsi als lexikalische Äqui alen e
on i gendein e zeichne . Diese schechischen P onomina s ehen dabei am 7. und 8.
Pla z in meine Tabelle. Un e den Beispielen des Geb auchs des deu schen i gendein
s eh dann noch jakýkoli als eine An wo au die F age Welches Buch wills du? — I -
gendeines : K e ou knihu chceš? — Jakoukoli. Wenn wi die Häu igkei de Übe se -
zungswahl in Be ach ziehen, müss e das P onomen jakýkoli eigen lich gleich hin e
nějaký ange üh we den.
Die olgenden Belege sollen jeweils die gu e Wahl des schechischen Inde ini p o-
nomens als unk ionalen Äqui alen s des deu schen Inde ini p onomens i gendein
demons ie en. Da die Belege on mi kommen ie we den, we den sie numme ie ,
und zwa nich du chgängig, sonde n bei jedem P onomen on 1 bis x. Die schechi-
schen unk ionalen Inde ini p onomina we den ih e Häu igkei als Übe se zungs-
wahl gemäß angeo dne , das meis geb auch e nějaký wi d dabei nich be ücksich ig .
Bei jedem Beleg des schechischen P onomens wi d angegeben, ob es aus einem sche-
chischen O iginal ex (OT), einem deu schen Übe se zungs ex (ÜT), ode abe
aus eine ande en Sp ache (E — Englisch, F — F anzösisch, A — ande e ode nich
iden i izie e Sp ache) s amm . Falls es sich um ein We k eines bekann en Au o s (P o-
sasch i s elle s ode Wissenscha le s) handel , wi d (auch) sein Name angegeben.
1. jakýkoli (meh als 500 Belege):
(1) Es kann jede zei in i gendeine Fo m wiede au auchen.
Může se obje i kdykoli , jakékoli podobě. (E)
(2) Die F age is ielmeh , ob i gendein US-P äsiden , ob Republikane ode Demo-
k a , be ei wä e, eine En emdung de jenigen zu iskie en, die Taiwan noch im-
me du ch die Linse seines Kon lik s mi de Volks epublik be ach en.
O ázka zní, zda by byl jakýkoli ame ický p eziden , epublikán či demok a ,
ocho en isko a , že si znepřá elí y, kdo s ále hledí na Tchaj-wan p izma em jeho
kon lik u s Čínskou lido ou epublikou. (A)
(3) Im Fall on Ge lügel und Schweinen is kein Beweis ü die Ge ah i gendeine
K ankhei e b ach wo den, die sich als Folge diese Fu e mi ela e b ei e .
V případě d ůbeže a p asa neexis uje žádný důkaz o nebezpečí šíření jakékoli
cho oby následkem použí ání oho o d uhu k mi a. (A)

24 LINGUISTICA PRAGENSIA 1/2016
(4) Ich kann keine Ini ia i e un e s ü zen, die die Ein uh i gendeine A on ge-
ne isch e ände en P lanzen e leich e ode beschleunig .
Nemohu podpoři zp á u, k e á usnadňuje nebo u ychluje do oz jakýchkoli ge-
ne icky modi iko aných os lin. (A)
(5) Sie kann Ne ze de No wendigkei he ausa bei en, die on i gendeinem Punk
des Kö pe s zu i gendeinem ande en e lau en.
může us a i sí ě nu nos i pos upem od k e éhokoli bodu ěla k jakémukoli
jinému […] (F)
In den Kon ex en (1) und (2) is de Hinweis au die Beliebigkei de Fo m und de
Am sbese zung die seman ische Haup unk ion des Inde ini p onomens. Deshalb
könn en hie auch die P onomina k e ýkoli und libo olný benu z we den. Dies be-
deu e zugleich, dass jedes Elemen de du ch das Subs an i ode die Subs an i -
g uppe bezeichne en En i ä ele an is , und un e diesem Gesich spunk be ach-
e , könn e man hie auch das P onomen každý geb auchen.
In Kon ex (3) handel es sich um den Ausschluss jede A on K ankhei , die
in F age kommen könn e, und das P onomen k e ýkoli wä e hie ehl am Pla z. De
nega i e Kon ex schließ zugleich das P onomen každý aus. Da seman isch keine Be-
liebigkei de Wahl in F age komm , schein das P onomen jakýkoli die einzig ich ige
Wahl. Dasselbe gil im P inzip ü Beleg (4): De Hinweis au die A , de nega i e
Inhal de Äuße ung und die Absenz on subjek i e Beliebigkei eine Wahl beding
die Al e na i losigkei des geb auch en P onomens.
Kon ex (5) beleg die Ta sache, dass die schechischen P onomina jaký, jakýkoli
und k e ý, k e ýkoli in bes imm en Kon ex en und in Ve bindung mi bes imm en
Subs an i en im P inzip ei auswechselba sind.
2. jakýsi (e wa 400 Belege):
(1) Gleich da au e kann e sie au G und i gendeines Zeichens, daß ich ein e en solle.
Hned na o podle jakéhosi znamení poznala, že už mám ejí . (L. Vaculík, Seky a)
(2) Was bliebe on ih ande es üb ig als i gendeine lee e, s umme, illuso ische
Subs anz?
Co by z ní zbylo než jakási p ázdná, němá, iluzo ní pods a a? (M. Kunde a, Že )
(3) Abe ich wunde e mich übe mich selbs , denn bishe habe ich imme angenom-
men, daß ich i gendeine Summe on Menschen angehö e, denen eine Summe
on Wiesen gehö .
A jsem nad sebou udi ený, p o ože až dosud jsem se pořád domní al, že pa řím
do jakéhosi úh nu člo ěka, jenž má úh n luk. (L. Vaculík, Seky a)
Die schechischen Belege dieses Inde ini p onomens b auchen keinen Kommen a .
Im Deu schen gib es wah scheinlich keine ande e Wahl.
FRANTIŠEK ŠTíCHA 25
3. k e ýkoli (e wa 200 Belege):
(1) Sie wa mi ihm glückliche als mi i gendeinem ande en Mann.
Byla s ním šťas nější než s k e ýmkoli jiným mužem. (ÜT: J. M. Simmel)
(2) Ich habe sie nie besessen, abe sie is mi nähe gewesen und ich habe sie meh
gelieb als i gendeine ande e F au in meinem Leben.
Nikdy jsem s ní nic neměl, ale byla mi nesmí ně blízká a milo al jsem ji íc než
k e oukoli ženu e s ém ži o ě. (ÜT: J. M. Simmel)
(3) He Momus is de Sek e ä Klamms wie i gendeine de Klammschen Sek e-
ä e […]
Pan Momus je Klammů ajemník jako k e ýkoli jiný ajemník […] (ÜT: F. Ka ka,
Zámek)
(4) […] e solle bloß au i gendeinen Knop d ücken.
[…] ať s iskne k e ékoli lačí ko. (ÜT: I. Bachmann)
Die Kon ex e (1) und (2) e lauben kaum eine ande e Wahl aus dem Spek um de
schechischen Inde ini p onomina, da es sich hie um eine unbes imm e Menge on
konk e en unbes imm en Männe n und konk e en unbes imm en F auen und ei-
nem/eine beliebigen on ihnen handel . Dennoch wä e es — was ein wenig pa adox
wi k — unangeb ach , wenn das p onominale Adjek i libo olný geb auch wü de:
die Beliebigkei soll in diesen Kon ex en eben nich wö lich benann we den. De
G und da ü will mi jedoch nich ganz einleuch en. Das P onomen jakýkoli wü de
ielleich am wenigs en s ö en, doch ha man hie wohl ehe einen konk e en Mann
und eine konk e e F au im Sinn, als die „Ga ung“ Mann und die „Ga ung“ F au. Das
P onomen každý wü de au die ganze Menge de Männe /F auen als po enziellen
Pa ne hinweisen, was hie nich angeb ach wä e.
Im Kon ex (3) könn e auch každý he angezogen we den, ohne dass dadu ch eine
kla zu de inie ende ande e Bedeu ung ode ein ande e S il zum Vo schein kämen.
In Kon ex (4) könn e auch das neu ale nějaký passen, wohl ohne dass man e was
plausibel Unangeb ach es e spü en wü de. Das om Übe se ze gewähl e P onomen
is alle dings die besse e Wahl, denn die Beliebigkei wi d dadu ch explizi ausged ück .
4. u či ý (87 Belege):
(1) Seine Augen schme z en, und es wa ihm unmöglich, i gendeinen Punk in sei-
ne Umgebung länge als eine Sekunde zu ixie en.
Oči ho pálily a nedokázal upří pohled na u či ý bod e s ém okolí na déle než
eřinu. (ÜT)
(2) Wenn wi an i gendeine Vision des Fo sch i s es hal en wollen, is das eine
un e zich ba e Rolle und nu Ame ika kann sie heu e spielen.
Chceme-li lpě na u či é izi pok oku, jde o nepos ada elnou úlohu a součas-
nos i ji dokáže plni jedině Ame ika. (A)
26 LINGUISTICA PRAGENSIA 1/2016
(3) Genau wie e glaube ich nich da an, daß das E be de A lan ischen Kul u i -
gendeinem Land in die Hände allen soll e.
Tak jako on nemyslím si ani já, že by dědic í a lan ské kul u y mělo padnou
do ukou u či é země. (ÜT)
(4) Mi will nich einleuch en, wa um ich an i gendeinem bes imm en Tag nach
S .Jude kommen muss.
Není mi jasné, p oč musím přije do S a ého Judy z o na u či ý konk é ní
den. (E)
Mi dem als Inde ini p onomen e wende en Adjek i u či ý geh die explizi zum
Ausd uck geb ach e Bedeu ung de Beliebigkei e lo en. Dennoch e en iele
Übe se ze diese Wahl. Pa adoxe weise bedeu e sowohl das schechische u či ý, als
auch das deu sche ein bes imm e eine Unbes imm hei eines beliebigen Elemen s
eine Menge Elemen en, die du ch das Subs an i bezeichne wi d. Das bedeu e
zugleich, dass es sich um einen beliebiges Elemen diese Menge handeln kann. De
nega i e Kon ex des Beispiels (1) e möglich es im Tschechischen alle dings, das
P onomen žádný (keine ) s a u či ý zu wählen. Was die Bedeu ung on Kon ex (2)
be i , so is die F age, ob hie nich doch die Bedeu ung de Beliebigkei eine
Fo sch i s ision explizi ausged ück we den soll; dann wä e das P onomen jaký-
koli die besse e Wahl. Das gil wohl nich bei Kon ex (3), wo es sich doch um ein
konk e es Land handel , auch wenn es nich on Belang is , welches es sein soll.
Dass de Beg i eine Beliebigkei den Beg i eine Bes imm hei nich ausschlie-
ßen muss, zeig de Beleg (4): ü das deu sche Adjek i bes imm s eh im Tsche-
chischen das Adjek i konk é ní (konk e ) und ü das deu sche P onomen i gendein
s eh im Tschechischen das p onominale Adjek i u či ý (bes imm ) — de Tag, on
dem hie die Rede is , is eine sei s ein einzige Wochen ag, ande e sei s ag man
sich, wa um es ausge echne diese sein muss und nich ein ande e sein kann. Da-
bei kann es sich (das sag uns jedoch de Inhal dieses Sa zes allein nich ) um einen
wi klich bes imm en Tag handeln, de be ei s es s eh , ode abe um einen, de
e s es gese z wi d (we den soll).
5. jis ý (34 Belege):
(1) I gendein siche e Ins ink hiel ihn zu ück.
Jis ý spolehli ý ins ink ho od oho od azo al. (ÜT)
(2) Sie mag so komplizie sein wie die Ve bindung on Me eo ologie und Physik,
abe es muß i gendeine sys ema ische Ko ela ion geben.
Ta o ko elace může bý s ejně kompliko aná jako spojení me eo ologie a yziky,
jis á sys ema ická ko elace zde šak bý musí. (E)
(3) Abe on i gendeine nachgebu lichen Phase an häu en sich die „E inne un-
gen“, die objek i en Dokumen e.
A šak od jis é doby po na ození se ozhojňují „ zpomínky“, objek i ní doklady.
(ÜT)
FRANTIŠEK ŠTíCHA 27
Ohne einen b ei e en Kon ex des Belegs (1) zu kennen, kann man nich sagen, ob die
Wahl des p onominalen Adjek i s jis ý die bes e Wahl is . In Kon ex (2) könn e man
auch das meis geb auch e P onomen nějaký ode das p onominale Adjek i u či ý be-
nu zen, da es sich hie eben um diese ode jene, jedoch um eine sys ema ische Ko e-
la ion handel . Im P inzip dieselben Rela ionen gel en beim Beleg (3), auße dass das
Subs an i doba das allgemeine P onomen nějaký ehe ausschließ .
6. ledajaký (17 Belege):
(1) Sie wa nich ein ach i gendein junges Mädchen.
Nebyla o dí čina ledajaká. (K. Legá o á, Žela y)
(2) Die E de is nich i gendein Plane !
Země není jen ak ledajaká plane a! (F: A. de Sain -Exupé y, Malý p inc)
Dieses schechische P onomen wi d nu im nega i en Kon ex e wende . Da übe
hinaus is es wenige „unbes imm “ als ielmeh quali a i zu deu en: das Re e enz-
objek wi d dadu ch seh posi i bewe e — es wi d übe den Du chschni de üb-
lichen du ch das Subs an i benann en Objek e he ausgehoben. Das deu sche i gend-
ein im nega i en Kon ex wi d manchmal du ch das Adjek i obyčejný übe se z : E
wa nich i gendein Geis liche gewesen. — Nebyl o obyčejný kněz […] (E)
7. k e ýsi (16 Belege):
(1) An i gendeinem Punk schlie e spä e ein, […]
V k e émsi okamžiku o něco později Ma in usnul […] (ÜT: H. Böll, Haus ohne
Hü e )
(2) Soga G. H. Bondy wa einmal bei i gendeine Gelegenhei on dem enzyklopä-
dischen Wissen He n Po ond as übe alles, was die Molche be a , übe asch .
Sám G. H. Bondy byl při k e ési příleži os i přek apen encyklopedickými ědo-
mos mi pana Po ond y e šem, co se ýkalo Mloků. (K. Čapek, Válka s mloky)
Die schechischen P onomina jakýsi und k e ýsi heben eine sei s die Bedeu ung de
Unbes imm hei he o , ande e sei s sind sie s ilis isch s a k ma kie . Dahe inden
sie sich ehe in p osaischen Tex en als ande swo.
8. libo olný (14 Belege):
(1) Schlagen Sie i gendein Leh buch übe die Quan enmechanik au […]
Vezmě e si do uky libo olnou učebnici k an o é mechaniky. (E)
(2) Dann kann man doch gleich sagen, daß jedes Elemen a eilchen i uell aus i -
gendeine beliebigen Zahl on ande en Elemen a eilchen bes eh .
Pak můžeme hned říc , že každá elemen á ní čás ice se skládá i uálně z libo-
olného poč u jiných elemen á ních čás ic. (ÜT: W. Heisenbe g)
34 LINGUISTICA PRAGENSIA 1/2016
QUELLEN
Das schechische Na ionalko pus: In e Co p
8 — Ge man + In e Co p 8 — Czech.
Baue dick, R. (2013) Zigeune . Begegnungen mi
einem ungelieb en Volk. München: Deu sche
Ve lags-Ans al .
LITERATUR
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und s ilspezi ische Geb auchsbedingungen.
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Maximilians-Uni e si ä .
Duden: Das g oße Wö e buch de deu schen Sp ache
in 8 Bänden. Duden e lag, 1993.
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ilus o aný s udijní slo ník německo-český/
česko-německý (F aus illus ie e Wö e buch
Deu sch-Tschechisch/Tschechisch-Deu sch).
Plzeň: F aus.
Pe issu i, A. M. (2003) De e miná o y neu či os i
češ ině (De e mina o en de Unbes imm hei
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g ama ika (Tschechisch-Deu sch
e gleichende G amma ik). 2. Ausgabe.
P aha: Academia.
F an išek Š ícha
Czech Academy o Sciences, Ins i u e o he Czech Language
Le enská 4, 118 51 P aha1, Czech Republic
s [email protected]