Nach u au Jose Če mák (18.5.1928 Roz oky
uJilemnice– 14.1.2020 P aha)1
Jiří Pelán– Ka ls ‑Uni e si ä , P ag
Mi Jose Če mák is ein geleh e Li e a u wissenscha le , Ka ka ‑Kenne , He aus‑
gebe , Übe se ze und langjäh ige Ve lagsmi a bei e dahingegangen.
E wu de im Riesengebi gs o land in eine Baue n amilie gebo en. Wenngleich e
eine ande e Lau bahn gewähl ha e, e leugne e e niemals seine bäue liche He kun .
Den e s en Sch i auße halb de Familien adi ion mach e e , indem e das Gym‑
nasium in Jilemnice [S a kenbach] an a . Nachdem die Schule au Beschluss de
deu schen P o ek o a sbehö den geschlossen wo den wa , wechsel e e au das Gym‑
nasium in No á Paka [Neupaka] und dann nach No ý Bydžo [Neu Bidschow] übe ;
die Sep ima und Ok a a besuch e e alle dings nach de Be eiung e neu in Jilemnice.
Seine Ausbildung se z e e an de Philosophischen Fakul ä de Ka ls ‑Uni e si ä o ,
wo e sowohl das Leh am s ‑S udium de schechischen und anzösischen Sp ache
als auch ein S udienp og amm au genommen ha , das eine ganz pe sönliche Wahl
wa : das on Václa Če ný gelei e e P omo ionss udium de e gleichenden Li e a‑
u geschich e.
Die Begegnung mi Václa Če ný wa ü Če mák zwei ellos eine de bes immen‑
den seines Lebens. E imponie e ihm in iele lei Hinsich . Če ný wa ims ande, in
seine Pe son die akademische Geleh samkei mi einem k i ischen Engagemen zu
e binden, ü das e in seine g oßa igen kul u ellen Re ue K i ický měsíčník [K i‑
isches Mona she ] Raum gescha en ha e. Als Uni e si ä sp o esso e s ell e und
e wi klich e e dann– haup sächlich un e dem Ein luss de anzösischen Fo sche
Fe nand Baldenspe ge , Paul Haza d, Albe Thibaude und in den Fußs ap en F an‑
išek Xa e Šaldas– ein geschlossenes Cu iculum de schechischen Kompa a is ik.
Wie aus Če máks e s en e ö en lich en Sch i en he o geh , wa diese Inspi a ion
ü ihn en scheidend.
Če ný schenk e dem begab en S uden en bald Au me ksamkei und wa ihm bei
den e s en Sch i en seine wissenscha lichen Ka ie e behil lich. O ensich lich
e schien es ihm nu na ü lich und logisch, dass dies die Lau bahn wa , die Če mák
einschlagen wü de. E gab ihm eine Disse a ion übe die Genese und die spä e e
Wi kungsgeschich e des englischen go ischen Romans au und engagie e ihn in die
Redak ion de We kausgabe on F. X. Šalda, die e zusammen mi Jan Mukařo ský,
Bedřich Fučík (Če máks spä e em Schwiege a e ) und Felix Vodička lei e e. Diese
iel e sp echende S a wu de abe bald abgeb ochen: Nach 1948 wu de an de Phi‑
losophischen Fakul ä de Ka ls ‑Uni e si ä sowohl un e den P o esso en als auch
den S uden en eine p äzedenzlose Säube ung du chge üh und auch Če ný wu de
zu pe sona non g a a e klä . E muss e die Fakul ä be ei s 1951 e lassen und wu de
1 Diese Nach u is be ei s au Tschechisch e schienen: Pelán, Jiří: Za Jose em Če mákem.– In: S ě
li e a u y 30, H. 61, 207–211.
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ku z da au inha ie . Seine Disse a ion e eidig e Če mák 1952: Če ný be and sich
jedoch be ei s auße halb de Fakul ä und die Be euung de Dok o a bei übe nahm
inzwischen– au Če nýs Emp ehlung– Ka el K ejčí.
Die Op ion eine Uni e si ä ska ie e ze ann ü Če mák dami . In seine au o‑
biog a ischen Skizze besch eib e diesen schwie igen Momen olgende maßen: „Ich
ha e Angs , zu meinen El e n mi de Mi eilung zu kommen, dass ich keine S elle
inden kann. Einige schwache Ho nungen schei e en bald. Nachhe hinde e mich
ein Gu ach en meine Kollegin da an, eine Ans ellung als Tschechischleh e an de
Handelshochschule zu bekommen. Die Kollegin, eine Funk ionä in des kommunis‑
ischen Jugend e bands an de Fakul ä , usu pie e dann die S elle selbs . Es wa
zule z ein wah es Glück, dass eine äl e e Kollegin om Semina on P o esso Če ný
buchs äblich übe mich s olpe e, als ich mi ge ade an de Ecke des Al s äd e Rings
meinen Schuh zuschnü e. Nachdem sie sich meine So gen angehö ha e, emp ahl
sie mi , in die Na ionals aße zu lau en, wo ein neue g oße Ve lag geg ünde wü ‑
de. Und do ging alles nach einigen Pe ipe ien gu aus und ich wu de Redak eu des
s aa lichen Ve lags ü schöne Li e a u , Musik und Kuns , de spä e in Odeon um‑
benann wu de. In diesem Ve lag e b ach e ich 38 Jah e.“
Seine A bei ss elle im neu geg ünde en Ve lag a Jose Če mák am 3. No embe
1952 an. Die Bande, die ihn an Václa Če ný essel en, wu den dami jedoch nich
ze issen. 1956 lud Če ný Če mák, zusammen mi seinen ande en Kompa a is ik‑
S uden en de Nachk iegszei Emanuel F yn a und Pe Kop a, zu übe se ze ischen
Teilnahme an eine An hologie de i alienischen Renaissance ‑Li e a u ein (das ü
den Ve lag Naše ojsko [Unse Hee ] o be ei e e Buch wu de alle dings aus dem
Publika ionsplan ges ichen, nachdem die Ve lags ä igkei s eng au mili ä ische
Themen besch änk wo den wa ). Übe dies edigie e Če mák ü Odeon Če nýs
An hologien de al anzösischen Ch oniken (1962) und de okzi anischen T ouba‑
dou dich ung (1963) und a bei e e mi ihm an eine um ang eichen zweibändigen
Auswahl aus dem We k on P ospe Mé imée zusammen (1959, 1960– Če mák deck e
damals Če nýs Übe se zungen mi seinem Namen). Seine gesam e Ve lagska ie e
wa a sächlich on den ühe en Uni e si ä se ah ungen nachhal ig beein luss . Bei
seine edak ionellen Tä igkei nu z e Če mák– zusammen mi ande en Schüle n on
Če ný: Edua d Hodoušek, Jan Binde , Alena Ha mano á und Mi osla Žilina– das,
was Če ný on seinen S uden en e lang e: um assende Kenn nisse des his o ischen,
philosophischen und allgemein kul u ellen Hin e g unds jede Epoche sowie eine
eingehende philologische Ausbildung, die die Bewegungs eihei in eine Reihe de
na ionalen Li e a u en e möglich en. Im ollen Einklang mi Če nýs Anweisungen,
dass eine allgemeine Vision on Li e a u nu du ch gediegene Kenn nisse de na‑
ionalen Kon ex e e eich we den kann, se z e Če mák Ende de 1950e Jah e die
Ve ö en lichung on monumen alen Bänden de Übe se zungs eihe Dějiny li e a‑
u y (Li e a u geschich e) du ch, die e nach olgend edigie e und ü die e Juan
Chabás’ Dějiny španělské li e a u y [Geschich e de spanischen Li e a u ] (1960) sowie
das Gemeinscha swe k on ie ame ikanischen Au o en Dějiny anglické li e a u y
[Geschich e de englischen Li e a u ] (1963) edie e. Du ch die kompa a is ische
Inspi a ion wa eben alls Če máks In e esse an den F agen de küns le ischen Übe ‑
se zung gekennzeichne : Fü die einziga ige Odeon ‑Reihe Český překlad [Tschechi‑
sche Übe se zung], die in de zwei en Häl e de 1950e Jah e on Jiří Le ý ini iie
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wu de, be ei e e e in Zusammena bei mi Bohusla Ilek und Aloys Skoumal den
Sammelband Překlad li e á ního díla [Übe se zung des li e a ischen We ks] (1970),
eine bis heu e we olle An hologie de ein luss eichs en ausländischen Bei äge zu
Übe se zungsp oblema ik o .
Be ei s Ende de 1950e Jah e besuch e Če mák Jiří Kolářs Tisch im Ca é Sla ia in
P ag, wo e un e ande em Kamil Lho ák und Jose Hi šal begegne e. Sowohl Kolář
als auch Hi šal haben das Ve lagsp og amm des SNKLU (des S aa lichen Ve lags de
schönen Li e a u und Kuns , de spä e in Odeon Ve lag umbenann wu de– Anm. d.
Ü.) s a k beein luss : Kolář e ö en lich e do eine Übe se zung on Ca l Sandbu g
und Edga L. Mas e s, bedeu ende ame ikanische Dich e , die sich mi den Ikonen
de Skupina 42 [G uppe 42] be ass en, Jiřina Hauko á übe se z e die We ke on Dylan
Thomas ode William Ca los Williams, und Jan Hanč– mi Če máks edak ionelle
Un e s ü zung –übe se z e aus dem We k Pe e Al enbe gs, dem Male des Wiene
All ags. Die Redak ions egie on Če mák b ach e auch die zwei bes en Übe se zun‑
gen Jose Hi šals he o : Mo gens e ns Galgenliede ( sch. Šibeniční písně, 1958) und
Góngo as Soledades ( sch. Samo y, 1970). In den 1960e Jah en ha e Če mák eben alls
einen eundscha lichen Kon ak zu dem Ge manis en Vladimí Ka ka, de mi ihm
ein e ns es In e esse an dem bislang nu agmen a isch bekann en We k des g oßen
P age Au o s F anz Ka ka e band. Das e s e deu liche Resul a diese Vo liebe wa
Mi e de 1960e Jah e ih gemeinsames P ojek de schechischen Ka ka ‑Ausgabe,
on dem ün Bände ealisie wu den. Als ein e spä e es P oduk de kul u ellen
En spannung e ö en lich e Če mák 1971– in Zusammena bei mi dem Fo og a en
Ja omí S oboda und be ei s un e dem Pseudonym Johann Baue au Deu sch (S u ‑
ga – Be lin– Zü ich, Belse 1971) und au Englisch (New Yo k– Washing on– London,
P aege 1971)– das Buch Ka ka und P ag.
Als Václa Če ný 1968 ku z an die Philosophische Fakul ä zu ückkeh e, be ie
e Če mák, an dem neu e ablie en P og amm de Kompa a is ik eilzunehmen.
Če mák hiel Vo äge übe den anzösischen Klassizismus und eben übe F anz
Ka ka. Selbs nachdem Če mák 1962 Che edak eu bei Odeon gewo den wa und
sein A bei s eld sich e heblich e wei e ha e, e lo e Če ný nich aus den Augen.
In einem In e iew ü die Publika ion Slo o za slo em [Wo ü Wo ] (2012), die om
P age Ins i u ü T ansla ologie zusammenges ell wu de, gab e zu: „Au meinem
Sch eib isch ha e ich eine Wel ka e und in meinem Gedäch nis das e gleichende
Semina on P o esso Če ný.“
Quasi am Rande seine edak ionellen und Übe se zungs ä igkei se z e Če mák
abe auch– zunächs gelegen lich und in den 1960e Jah en in ensi e – den Weg o ,
den e be ei s mi seine Disse a ionssch i eingeschlagen ha e, und e ö en lich e
eine Reihe on eigenen S udien. Als Pla o m da ü konn e e keine akademischen
Zei sch i en nu zen, die imme noch du ch das Kommando ma xis ische In e ‑
p e a ions as e belas e wa en, sonde n Nachwo e, Kommen a e und Glossen, die
einzelnen li e a ischen Ve ö en lichungen beige üg wa en ode au den Sei en de
Re ue S ě o á li e a u a [Wel li e a u ] abged uck wu den.
Seine Publika ions ä igkei ass e schließlich de mi Ka kas Zi a be i el e Band
„Ido daleka ede ces a…“ [Auch in die Fe ne üh ein Weg…] mi dem Un e i el Vyb a‑
né s udie zli e á ní kompa a is iky amode ní německé li e a u y [Ausgewähl e S udien
zu e gleichenden Li e a u wissenscha und zu mode nen deu schen Li e a u ]
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zusammen. De Band wu de on seinen Söhnen, dem Anglis en Jan und dem Roma‑
nis en Pe , zu seinem neunzigs en Gebu s ag o be ei e . In den Au sä zen aus den
1950e und 1960e Jah en begegnen wi hie einem he o agenden Kompa a is en,
dessen Ak i i ä en eine eno me B ei e seine Fo schungsin e essen sowie eine übe ‑
aschend o iginelle me hodische E indungsk a belegen. Nach de S udie Ryb coul,
duch k konošských ho [Rübezahl, de Geis des Riesengebi ges], einem Bei ag zu
‚ olkskundlichen‘ S o geschich e, e ö en lich e Če mák beispielsweise Kommen a e
zum anzösischen klassizis ischen D ama (Moliè e, Racine), eine S udie übe den eng
‑
lischen go ischen Roman (au de G undlage seine Disse a ion) und bo scha sinnige
Cha ak e is iken on zwei P osaau o en, die ihm o ensich lich seh nahe s anden,
S endhal und Mé imée. Als Ge manis sch ieb e übe Ho manns hal, Bo che und
Bob owski. Gleichzei ig wa e imme als Übe se ze p äsen (neben P ospe Mé imée
widme e e sich beispielsweise Jean ‑Paul Sa e, Wol gang Bo che , Ingebo g Bach‑
mann, im Be eich de Sachli e a u übe se z e e zwei Ka ka ‑Biog a ien aus Max B ods
und Klaus Wagenbachs Fede sowie Monog a ien on Emil U i z und Roland Ba hes).
In de be ei s zi ie en au obiog a ischen Skizze ekapi ulie e Če mák seine
bishe ige A bei im Ve lag– einschließlich de e ände en Si ua ion nach 1968: „Ich
ha e die sowje isie en U sp ünge und den gesam en Au s ieg des wah scheinlich
wich igs en Ve lagshauses in den le z en ie Jah zehn en, un e de kommunis i‑
schen He scha , e leb . Zunächs bin ich als Redak eu dank meine Sp achkenn ‑
nisse du ch as alle Ab eilungen des Ve lags, du ch die schechische, anzösische,
englische, deu sche und spanische Redak ion gegangen. Nach den umwe enden
poli ischen E eignissen wu de ich on de neuen Geschä s üh ung des Un e neh‑
mens au ge o de , an de S ellenaussch eibung ü die Posi ion des Che edak eu s
eilzunehmen. Ich gewann mi dem Ve häl nis 6:1 und im Jah e 1969, ku z be o
Husák Dubčeks S elle übe nahm, e nann e mich de Minis e Mi osla Galuška in
diese Funk ion. Ich wa wei und b ei de einzige Übe pa eiliche in diese Posi ion.“
Au g und de wei e en poli ischen En wicklung– de on Husák nach 1968 ein‑
ge üh en ‚No malisie ung‘– wa die S elle des Che edak eu s ü den übe pa ei‑
lichen Če mák alle dings ein Danae geschenk. E übe leb e zwa den d ama ischen
Pe sonalwechsel de ühen 1970e Jah e, abe e wa sich dessen bewuss , dass die
Si ua ion äuße s ungewiss wa . Wäh end de Zei de No malisie ung wa sein be‑
u liches P o il du ch zahl eiche Benach eiligungen belas e : e e üg e übe keine
passende Klassenhe kun , wa ein p ak izie ende Ka holik, zudem Schwiege sohn
on Bedřich Fučík (de in den 1950e Jah en inha ie wa ) und Schüle on Václa
Če ný, de zu diese Zei als ein emblema ische Ve e e de „Kon e e olu ion“ gal .
Che edak eu blieb e imme hin nich lange: 1977 wu de e abbe u en und du ch
egime eue Kade e se z . Bis dahin gelang es ihm jedoch, den Gene a ionswechsel
in de Redak ion zu ollziehen und hochklassige junge Mi a bei e ü den Ve lag
zu gewinnen (un e ihnen wiede eine Reihe on Če nýs Schüle n aus den Jah en
1968–1969). Zu den zahl eichen Pa adoxen de No malisie ungspe iode gehö e auch
die Ta sache, dass Če mák seine u sp üngliche Agenda in de neuen Funk ion als
Haup lek o beibehal en und somi das Ve lagsp og amm wei e hin maßgeblich
beein lussen konn e.
Die Ankun de Demok a ie nach de No embe e olu ion 1989, e bunden mi
eine adikalen Umges al ung de Wi scha ss uk u en, bedeu e e ü ihn pa ado‑
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xe weise einen Abschied on dem Ve lag, dem e so iel K a und Ene gie widme e.
Un e dem ökonomischen D uck de neuen Ve häl nisse wa es no wendig, den Ve ‑
lag pe sonell zu eduzie en und das Un e nehmen muss e sich o angig on den
Mi a bei e n im Pensionsal e e abschieden, was auch Če mák be a . E ha das
Ve lagsgeschä jedoch nich gänzlich e lassen: Nach 1990 a bei e e e wei e bei
den Ve lagshäuse n A ia und G a op in Neube und lei e e das Au o en eam de
Velká šeobecná encyklopedie Uni e sum [G oße Allgemeine Enzyklopädie Uni e sum]
(Eu omedia Ve lag, 1999–2001).
Wäh end de No malisie ungszei und in den 1990e Jah en úbe se z e Če mák
wiede , zum Beispiel die Apho ismen on Geo g Ch is oph Lich enbe g, die Mono
‑
g a ie on Jacques Le Go Kul u des eu opäischen Mi elal e s. Vo nehmlich beso g e
e neue schechische Ausgaben on Ka kas Romanen De Ve schollene und De P ozess
und übe se z e einen Band seine B ie e. Die F uch seine O ien ie ung au die deu ‑
schen Li e a u P ags und F anz Ka ka wa eben alls die Ausgabe on Ka kas bishe
un e ö en lich en B ie en (Dopisy odičům zle 1922–1924 [B ie e an die El e n aus den
Jah en 1922–1924], mi Ma in S a oš, Odeon 1990).
Nach 1989 wa en es genau diese In e essen, die Če mák wiede den Weg zu ach‑
bezogenen Tä igkei en ebne en– ode ielmeh zu seine Lau bahn zu ück, die e eins
in Václa Če nýs Semina eingeschlagen ha e. E nahm egelmäßig an in e na iona‑
len Ka ka ‑Symposien eil, hiel eu opawei Vo äge und e ö en lich e zahl eiche
wei e e Sch i en zu Ka kas We k: F anz Ka ka: ýmysly amys i ikace [F anz Ka ka:
E indungen und Mys i ika ionen] (P aha, Gu enbe g 2005), P ažské Vademecum F anze
Ka ky [Vademekum zu F anz Ka kas P ag] (mi Jan Jind a aJuan Edua d Fleming, P a‑
ha, Naklada els í F anze Ka ky 2005, d ei emdsp achige Va ian en), P ahou F anze
Ka ky [Du ch das P ag F anz Ka kas] (P aha, Alba os 2008, zwei Va ian en), Zápas
jménem psaní: oži o ním údělu F anze Ka ky [De Kamp namens Sch eiben] (B no, B4U
2009), F anz Ka ka: ables e mys i ica ions (Villeneu e ‑d‘Ascq, P esses Uni e si ai es
du Sep en ion 2010), „Ich habe sei jehe einen gewissen Ve dach gegen mich gehab “:
F anz Ka ka– Dokumen e zu Leben und We k (Be lin– F ank u am Main, Pa has–
S oem eld 2010), F anz Ka ka Assicu azioni Gene ali: Ka ků p ní zaměs na a el [F.K.
in A.G.: Ka kas e s e A bei sgebe ] (P aha, Naklada els í F anze Ka ky 2011), Dopisy
Robe o i. Ži o e s ínu sm i [B ie e an Robe . Leben im Scha en des Todes] (P aha,
Mladá on a 2012).
In seinen wich igen ge manoslawis ischen S udien, die de be ei s zi ie e Band
zum neunzigs en Gebu s ag e sammel e, s ell e Če mák eine leh eiche Topog a ie
des „deu sch ‑jüdischen P ags“ o . Im Gegensa z zu dem e lockenden publizis‑
ischen Bild on P ag als einem o ganischen Amalgam d eie e hnische G uppen
hob e alle dings he o , dass de Na ionalismus des 19. Jah hunde s de ac o zu
Undu chlässigkei de schechischen und deu schsp achigen Kul u üh e. E s o
diesem desillusionie enden Hin e g und such e e nach Ö nungen, die on Ve su‑
chen zeug en, die zwischen den beiden Kul u en en s andenen Sch anken abzubauen.
Die Mo i a ion ü seine Ka ka ‑Bei äge wa unmiss e s ändlich: Če mák bemüh e
sich, F anz Ka kas Bild on alle lei spekula i en– und o nu sensa ionellen– „En de‑
ckungen“ zu be eien. Seine Ka ka ‑S udien sind dahe in e s e Linie ein P o es gegen
die Beschlagnahme on Ka kas Pe sönlichkei du ch eine belle isie ende Imagina ion.
Es lieg au de Hand, was ihn in diesen Fällen am meis en i i ie e: alsche Bilde ,
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die aus willkü lichen Kon igu a ionen geziel ausgewähl e biog a ische Ausschni e
zusammenges ell we den und in de Wi klichkei den Ausblick au das Wesen liche,
au Ka kas Tex e, e decken.
Die Rich ung on Če máks Ak i i ä en– egal ob publizis ische , übe se ze ische
ode wissenscha liche P o enienz– könn e du ch die i e liche De ise Johanns on
Böhmen „Ich dien“ ausged ück we den. Sein ganzes Leben ha e e in den Diens de
Kul u ges ell . Dieses Leben s ell dann ein ganz ande es Pa adigma da als die mo‑
dellha e Lebensgeschich e de schechischen linken In ellek uellen: eine Geschich e
g ausame I üme im Kon ex s alinis ische ‚Au bau‘‑Begeis e ung, allmähliche
Einsich und anschließende Sühne ü die al e Schuld. In Če máks Lebensgeschich e
läss sich alle dings ein Pa adigma iden i izie en, das nich wenige equen ie und
soga noch equen ie e wa : ein Leben im Scha en s ille Opposi ion und au de
Suche nach akzep ablen Komp omissen. Es läss sich da in auch das la en e E hos de
sogenann en G auzone e kennen: eine Apologie de all äglichen kleinen A bei , die
im ie e en Plan ein s ille Kamp um die Bewah ung zei lose We e wa .
Übe se z on Da ia Šembe o á