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Wolfgang Müller, Jakob Ebner: Das Gegenwort‑Wörterbuch. Ein Kontrastwörterbuch mit Gebrauchshinweisen. 2., neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Berlin: de Gruyter, 2020, 889 Seiten.

Abstract

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Wolfgang Müller, Jakob Ebner: Das Gegenwort‑Wörterbuch. Ein Kontrastwörterbuch mit Gebrauchshinweisen. 2., neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Berlin: de Gruyter, 2020, 889 Seiten.

Author: Zeman, Dalibor
Publisher: Univerzita Karlova, Filozofická fakulta,Praha
Year: 2021
Source: https://dspace.cuni.cz/bitstream/20.500.11956/170774/1/Dalibor_Zeman_180-183.pdf
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ohne den Abschluss des Geschehens zu e balisie en. Diese Fes s ellung is du chaus
in e essan – wenn auch nich unmi elba ü das Aspek sys em. Auße sp achliche
Fak o en, die dieses Phänomen (mi -)e klä en könn en (schulische Sp ache ziehung,
kul u elle Fak o en e c.) we den ga nich e s in Be ach gezogen. Was das Ganze mi
de Ka ego ie des Ve balaspek s im Tschechischen und dem deu sch - schechischen
Sp achkon ak zu un ha , bleib – wie schon gesag – ungeklä . Beme kenswe e -
weise komm de Te minus „Aspek “ dann auch do , wo man ihn wiede e wa en
wü de, nämlich im abschließenden „Fazi und Ausblick“ (S. 241–246) kein einziges Mal
meh o . Die Ve asse in schein somi zumindes eine ih e beiden u sp ünglichen
Hypo hesen aus den Augen e lo en zu haben. Das Fazi bezieh sich ausschließlich
au die kogni i e Hypo hese. Die au g und de mangelnden Kohä enz und den nu
äuße s mühsam nach ollziehba en A gumen a ionss ängen de einzelnen Teile
ech ans engende Lek ü e des We ks läss den Lese am Ende ziemlich a los zu ück.
Ein wissenscha liche Meh we im Ve gleich zu den be ei s on F au Schmied o á
bzw. Me ins eils in Zusammena bei mi ande en Au o en und Au o innen e -
ö en lich en A ikeln is kaum zu e kennen. Da übe hinaus kann man sich des
Eind ucks nich e weh en, dass Manches o mal wie inhal lich ehe imp o isie
is . Eine Ve ö en lichung, die wissenscha lich e s genommen we den will, muss
ande en Quali ä sk i e ien geho chen als die o liegende.
LITERATUR
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Wol gang Mülle , Jakob Ebne : Das Gegenwo ‑Wö e buch. Ein
Kon as wö e buch mi Geb auchshinweisen. 2., neu bea bei e e
und e wei e e Au lage. Be lin: de G uy e , 2020, 889 Sei en.
Dalibo Zeman– Ka ls -Uni e si ä P ag
Das o liegende Gegenwo -Wö e buch is aus den Bedü nissen des Hochschul-
un e ich s e wachsen, als Leh behel zum Fach „Lexikologie“ gedach und sowohl
ü die S udie enden de Ge manis ik als auch ü die linguis isch In e essie en
bes imm . Es is on de Annahme auszugehen, dass die Lexikologie wohl zu den am
s ä ks en om Sp achwandel be o enen Gebie en de Sp achwissenscha gehö .
Ziel de Lexikog aphie is es dahe , neue Wö e büche zu en wickeln, die in e s e
Linie Ve ände ungen de Sp ache sich ba machen, und zwa o nehmlich au le-
181REZENSIONEN
xikalische Ebene. Inso e n sind lexikog aphische We ke nach einigen K i e ien zu
bewe en. Zum einen is da ein p ak isches K i e ium: Welchen Ad essa enk eis soll
das Wö e buch e eichen? Au welche spezi ischen Benu ze bedü nisse geh das
Wö e buch ein? Ein zwei e Gesich spunk is de heo e ische Ansp uch. Es sind
F agen danach, inwiewei gesiche e E kenn nisse und ak uelle P oblemdiskussionen
in Me alexikog aphie und Linguis ik zu Kenn nis genommen we den und wie die
Lexikog aphen au sie eagie en. Um es o wegzunehmen: Bei de lexikog aphischen
Neue scheinung on Wol gang Mülle und Jakob Ebne , de man uneingesch änk
einen hohen p ak ischen We bescheinigen muss, handel es sich um eine in o ma i e
und äuße s an egende Da s ellung aus dem Be eich de Lexikologie, die wei e üh-
enden A bei en zahl eiche nü zliche Anknüp ungspunk e lie e .
Nachdem das Gegenwo -Wö e buch on Wol gang Mülle und Jakob Ebne in de
e s en Au lage eine begeis e e Au nahme ge unden und sich in den sp achwissen-
scha lichen K eisen als eines de wich igs en Nachschlagewe ke zu de deu schen
Lexik e ablie ha , lieg es nun in eine 2. Au lage o , zwa übe a bei e und e wei e ,
abe un e ände in de Konzep ion und in den an isie en Benu ze g uppen. Im
Vo wo (S. 7–11) wi d zunächs die No wendigkei de besp ochenen Publika ion be-
g ünde , da au olg ein Einblick in den En s ehungsp ozess sowie wich ige In o ma-
ionen zum Geb auch des Wö e buchs (S. 12–39). Hie wi d deu lich, dass die Au o en
de o liegenden Publika ion seh iel We au eine lexikog aphisch - heo e ische
Fundie ung geleg haben (Die Auswahl de S ichwö e . Wie is das Wö e buch an-
geleg ? Welche In o ma ionen en hal en die A ikel? Belege und Beispiele. Angaben
zum Wo geb auch. Im Wö e buch e wende e Abkü zungen).
Das Li e a u e zeichnis (S. 34–39), das sowohl his o isch in e essan e A bei en
als auch G undlagenwe ke sowie allgemeine Da s ellungen um ass , eg den in e -
essie en Lese zu e ie ende und wei e üh ende Lek ü e an.
Explizi e Aussagen zum Ad essa enk eis inde man be ei s im Vo wo (S. 10).
Als Zielg uppe we den o allem angesehen: „Sowohl Deu sch le nenden Auslände n
als auch Mu e sp achle n kann dieses An onymenbuch eine Hil e sein– bei jeweils
ande en F ages ellungen und Schwe punk en. Dass im Hinblick au An onyme ein
F age- und In o ma ionsbedü nis bes eh , geh aus Sp achan agen an die Duden-
edak ion he o .“
Die o liegende 2. Au lage b ing eine komple e Du chsich und E neue ung de
An onymenpaa e. Sie en häl neben den üblichen Ko ek u en iele neue Ve häl -
nisse und eiche die A ikel du ch Belege an. Diese Belege s ammen aus eigenen
Exze p ionen on Jakob Ebne und Wol gang Mülle sowie aus e schiedenen Ko po a,
besonde s aus dem Ko pus Cosmas des IDS Mannheim. Die Du chsich des Wö e -
buches läss e kennen, dass die Wö e in solche Beispielsä ze bzw. Li e a u zi a e
eingebe e sind, die sowohl zu ih e Seman isie ung bei agen als auch die ü ih en
Geb auch ele an en sa zin e nen Beziehungen zeigen. Dies we den o allem die
Ve e e des Faches Deu sch als F emdsp ache zu schä zen wissen, zumal solche
Beispielsä ze den Geb auch de Gegenwö e e anschaulichen können.
Das o liegende binä e Gegenwo -Wö e buch is ein e klä endes, ein desk ip i-
es An onymenwö e buch, in dem insgesam 16.000 An onymenpaa e mi E läu e-
ungen behandel we den, wobei in de Bedeu ungss uk u jeweils mindes ens ein
di e enzie endes gegensä zliches Bedeu ungsme kmal (Sem) bei Gleichhei alle
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üb igen Bedeu ungsme kmale au i . Inso e n we den im Wö e buch alle A en on
Gegenwo paa en be ücksich ig . Aus de Sich de lexems uk u ellen Gliede ung
de An onymenpaa e un e scheiden die Au o en die implizi en und explizi en An onyme.
Implizi e An onyme (p imä e Lexeme bzw. Sememe, Basislexeme bzw. Basissememe)
sind An onyme, die nich du ch Wo bildungsmi el ode du ch Komposi ion bzw.
Kon e sion en s anden sind (al //jung, gesund//k ank, lachen//weinen, Ebbe//Flu ,
Glück//Pech e c.). Explizi e An onyme we den du ch zwei un e schiedliche P ä ixe,
P ä ixoide ode An angskon ixe ealisie , und zwa en wede mi gleichem Basiswo
(sich e loben//sich en loben, au üs en//ab üs en) ode mi nich gleichem Basis
-
wo (abs oßen//anziehen). Explizi e An onyme können e ne du ch eine Nulls elle
und ein P ä ix ( abuisie en//en abuisie en, ele an //i ele an ) ode du ch zwei
un e schiedliche Su ixe, Su ixoide ode Endkon ixe (s immha //s immlos, blei-
ei//bleihal ig) ealisie we den. Es gib e ne Komposi ionsan onyme, bei denen
de Gegensa z ealisie we den kann: (1) in den e s en Kons i uen en (S ehpla z//
Si zpla z, ku zsich ig//wei sich ig), (2) in den zwei en Kons i uen en (Geschä s-
schluss//Geschä sbeginn, S eue senkung//S eue e höhung), (3) in de e s en und
in de zwei en Kons i uen e (hin -au //he -ab) und (4) du ch Wo bildungsmi el in
Ve bindung mi An onymenpaa en (sich e einden//sich be eunden, e leich e n//
e schwe en, bejahen// e neinen). Eine bedeu ende An onymeng uppe is die mi de
Vo silbe un-//Un-. Abe nich imme handel es sich bei o handenen Wo paa en ohne
und mi un-//Un- um An onymenpaa e (un e gesslich// e gesslich, K au //Unk au ).
Aus de Sich de inhal lich -beg i lichen Gliede ung we den olgende A en on
An onymen behandel : (1) kon adik o ische, die sich gegensei ig ausschließen (ledig//
e hei a e , o //lebendig); (2) komplemen ä e, die sich in i gendeine Weise auch
wiede e gänzen (Da id//Golia h, Romeo//Julia); (3) sexusbeding -komplemen ä e An-
onymenpaa e (Mann//F au, Nonne//Mönch); (4) kon ä e bzw. pola e An onymenpaa e
(lang//ku z, b ei //schmal); (5) zei bes imm e An onyme (mo gens//abends); (6) lage-
bes imm e ( o //hin e ); (7) we ebes imm e (schön//hässlich); (8) ich ungsbezogene
An onyme (gehen//kommen). Da übe hinaus bahandeln Mülle und Ebne An onyme,
die e schiedene Zus ände, A en, Handlungen, Geschehen e c. beinhal en. An diese
S elle muss man alle dings be onen, dass die G enzen übe all ließend sind.
Was den Au bau des Wö e buches be i , so is es un e binä em Aspek angeleg .
In eine e ged uck en S ichwo zeile sind die Gegenwö e ange üh , da un e
in einem eigenen Absa z die E läu e ungen mi E klä ungen und Beispielen. Jedes
Wo paa e schein aus benu ze eundlichen G ünden zweimal, das heiß , jedes Wo
e schein in de alphabe ischen Reihen olge (ak i //passi ; passi //ak i ). Au diese
Weise e üb ig sich ein Regis e . Wenn es zu einem An onymenpaa ein ode meh e e
sinn e wand e Wo paa e gib , we den diese bei Synonymi ä mi ↑ angehäng . Die
mi ↑auch angeschlossenen Wö e beziehen sich imme au das ode die Wö e nach
dem Sch ägs ich (//). Beispiel (S. 574):
obe deu sch//niede deu sch; ↑auch: no ddeu sch
obe deu sche Munda en ○ Lu he sei mi seine obe deu sch sp echenden Mu e
und seinem niede deu sch sp echenden Va e zweisp achig au gewachsen (Süd-
wes P esse 17.09.2015).
183REZENSIONEN
Un e de S ichwo zeile s ehen Geb auchsin o ma ionen. Diese sind als zusä zliche
und iden i ika o ische Angaben gedach . Sie beziehen sich au das e s e Wo des An ony-
menpaa es. Dabei handel es sich en wede um Geb auchsbeispiele mi Kolloka o en
( gl. obe deu sche Munda en) bzw. um Bedeu ungse klä ungen. Viele E klä ungen
we den du ch Belege aus Zei ungen ode aus de Li e a u e gänz . Wäh end die E -
klä ungen die sachliche In o ma ion bie en, s ellen die da au olgenden Belege den
Bezug zu Wi klichkei he . Sie machen die Wö e du ch den Zusammenhang lebendig
und zeigen manchmal einen ungewöhnlichen Zugang zu Sp ache ( gl. Beispiel oben).
De besonde e We des Wö e buchs on Mülle und Ebne lieg meines E ach-
ens da in, dass in den Wo - bzw. P imä a ikeln jeweils ypische syn agma ische
Kon ex ealisie ungen des Lexems ange üh sind. Sie sollen die Bedeu ung eines
Ausd ucks e hellen, den Geb auch inne halb des Sa zes e deu lichen und zugleich
Beleg ü das Vo kommen sein.
Au g und de undie en lexikog aphischen Übe legungen p äsen ie sich die 2.
Neubea bei ung des Gegenwo -Wö e buchs on Wol gang Mülle und Jakob Ebne
in de Ta als ein umsich ig wei e en wickel es, zu e lässiges We k. In diesem Sinne
e mi el es einen ins uk i en Einblick in die Komplexi ä und die Komplizie hei
de zu beach enden P obleme und Phänomene de deu schen Lexikologie und kann
somi – so auch die In en ion de He ausgebe – in de uni e si ä en Leh e und Fo -
schung eingese z we den.
De Ve asse des o liegenden Wö e buches Jakob Ebne zähl zu den üh enden
ös e eichischen Lexikog aphen. Auch sein in Zusammena bei mi Ul ich Ammon
(Ini ia o des P ojek s), Hans Mose , Hans Bickel und Hein ich Lö le e al. publizie -
es ‘Va ian enwö e buch des Deu schen’ (2004 bzw. 2. Au lage on 2016) s ell zwei ellos
einen Meilens ein in de E o schung de a ealen Va ian en des Deu schen da . Das
Va ian enwö e buch k ön die Jah zehn e wäh ende, in ensi e Zusammena bei de
Au o en, die mi diesem um ang eichen Lexikon e suchen, einem soziolinguis ischen
Deside a nachzukommen, indem sie sich mi de Plu ia eali ä des Deu schen ein-
gehend auseinande se zen.
Ha y Wal e : Deu sche Sp ichwö e . His o isch ‑e ymologische
Skizzen mi eu opäischen Äqui alen en (PHILOLOGIA–
Sp achwissenscha liche Fo schungse gebnisse). Hambu g:
D .Ko ač, 2021, 603 Sei en.
Dalibo Zeman– Ka ls -Uni e si ä P ag
Die o liegende A bei e s eh sich als ein Bei ag zu e gleichenden Pa ömiologie.
Es is eine lexikog aphische Un e suchung, in de mi g oße Ak ibie und einem un-
geheu en Au wand e such wi d, die Sp ichwö e e schiedene Völke eine e -
gleichenden Analyse zu un e ziehen und sie in einem Wö e buch da zus ellen. Das
e diens olle Buch on Ha y Wal e be uh au de Einsich , dass iele Sp ichwö e