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Untersuchung der ästhetischen Wirkung ausgewählter Eckzahnparameter

Abstract

The aim of this study was to analyze the esthetic perception of selected canine features, namely crown length, shade, inclination, and angle of incisal edge tip. The anterior maxillary teeth of a central European woman were photographed and digitally modified in order to investigate esthetic perceptions of the above four categories. Three groups of examiners with different levels of experience in the field of dentistry (laypersons/inexperienced dental students, advanced dental students, dentists) evaluated the photographs in a random order twice with the help of visual analogue scales. Analysis of Variance revealed at a 5% significance level, that there were statistical main effects for all factors (p ≤ 0.001). No significant differences could be found between the ratings of the groups or the genders with respect to the four feature categories. The best-evaluated canines had approximately the same length as the central incisor (1:0.95 med. Inc.), had the same shade as the other anterior teeth, were best embedded in a lighter overall tooth shade, were aligned upright or slightly orally inclined (0° or -5°), and had a right angled to rounded incisal edge (≥ 90°). In contrast, the canines evaluated as least esthetic were longer than the central incisors (1:1.2 med. Inc.), darker than the rest of the teeth, inclined labially (+10°), and had a tapered incisal edge (≤85°). Laypersons, advanced dental students, and dentists generally evaluated according to the same esthetic standards. Gender did not have a significant influence on evaluation. Clear definitions of esthetically favored shades, incisal edge shapes, inclination, and lengths of the canines could be given.

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Untersuchung der ästhetischen Wirkung ausgewählter Eckzahnparameter

Author: Schwefer, Niklas
Year: 2024
Source: https://macau.uni-kiel.de/servlets/MCRFileNodeServlet/macau_derivate_00005530/Dissertation Schwefer 2023.pdf
Aus de Klinik ü Zahnä z liche P o he ik, P opädeu ik und We ks o kunde
(Di ek o : P o . D . M. Ke n)
im Uni e si ä sklinikum Schleswig-Hols ein, Campus Kiel
an de Ch is ian-Alb ech s-Uni e si ä zu Kiel
Un e suchung de äs he ischen Wi kung ausgewähl e
Eckzahnpa ame e
Inaugu aldisse a ion
zu
E langung de Dok o wü de de Zahnmedizin
de Medizinischen Fakul ä
de Ch is ian-Alb ech s-Uni e si ä zu Kiel
o geleg on
NIKLAS SCHWEFER
aus Wuppe al
Kiel 2022
1. Be ich e s a e : P o . D . Ma hias Ke n, Klinik ü Zahnä z liche P o he ik,
P opädeu ik und We ks o kunde
2. Be ich e s a e : P o . D . Sinan Şen, Klinik ü Kie e o hopädie
Tag de mündlichen P ü ung: 20.12.2023
Zum D uck genehmig , Kiel, den 02.10.2023
gez.: P o . D . Ma hias Ke n
(Vo si zende de P ü ungskommission)
INHALTSVERZEICHNIS
1 EINLEITUNG ............................................................................................. 1
1.1 LITERATURÜBERSICHT .............................................................................. 1
1.2 ZIELSETZUNG ............................................................................................ 5
2 METHODEN ............................................................................................. 6
2.1 VORSTUDIE ............................................................................................... 6
2.2 BILDBEARBEITUNGS- UND PRÄSENTATIONSPROGRAMM ............................. 6
2.3 FOTOGRAFIE ............................................................................................. 6
2.3.1 Un e suchungska ego ien .................................................................. 8
2.3.2 K onenlänge de Eckzähne .............................................................. 10
2.3.3 Zahn a be ........................................................................................ 10
2.3.4 Inklina ion de Eckzähne ................................................................. 14
2.3.5 Winkel de Inzisalkan enspi ze ......................................................... 15
2.4 FRAGEBÖGEN UND VISUELLE ANALOGSKALA .......................................... 16
2.5 BEWERTERPOPULATION ........................................................................... 17
2.6 STUDIENDURCHFÜHRUNG ........................................................................ 18
2.7 STATISTIK ............................................................................................... 19
2.8 ETHIK UND INTERESSENKONFLIKTE ......................................................... 20
3 ERGEBNISSE ............................................................................................ 21
3.1 KRONENLÄNGE DER ECKZÄHNE............................................................... 24
3.2 ZAHNFARBE ............................................................................................ 26
3.3 INKLINATION DER ECKZÄHNE .................................................................. 27
3.4 WINKEL DER INZISALKANTENSPITZE ........................................................ 29
I.
4 DISKUSSION ............................................................................................ 30
4.1 DISKUSSION DER METHODIK ................................................................... 30
4.1.1 Vo s udie ......................................................................................... 30
4.1.2 Fo og a ie........................................................................................ 30
4.1.3 Un e suchungska ego ien ................................................................ 31
4.1.4 Visuelle Analogskalen ..................................................................... 33
4.1.5 Bewe e popula ion ......................................................................... 34
4.1.6 S udiendu ch üh ung ....................................................................... 35
4.2 DISKUSSION DER ERGEBNISSE ................................................................. 35
4.3 SCHLUSSFOLGERUNGEN .......................................................................... 38
5 ZUSAMMENFASSUNG ............................................................................. 39
5.1 SUMMARY ............................................................................................... 40
6 LITERATURVERZEICHNIS ......................................................................... 41
7 ANHANG ................................................................................................. 50
7.1 EINWILLIGUNGSERKLÄRUNG DER PROBANDIN ......................................... 50
7.2 FRAGEBOGEN AN DIE BEWERTENDEN ....................................................... 51
8 DANKSAGUNG ........................................................................................ 55
9 LEBENSLAUF ........................................................................................... 56
II.
1
1 Einlei ung
„Die Bedeu ung de o alen Äs he ik ha inne halb de le z en Jah zehn e
s e ig zugenommen. Insbesonde e du ch die We be- und Filmindus ie wi d
de Be ölke ung das Bild eines s ahlenden Lächelns mi o hogna hen
weißen Zähnen als äs he ische S anda d sugge ie . Dem T end de Zei
olgend kann man beobach en, dass die Zahnmedizin du chaus neben eine
p imä unk ionse hal enden The apie einzelne Zähne, äs he ischen
Aspek en in de gesam en Behandlungss a egie zunehmend meh
Bedeu ung beimiss .“ (Pohlgee s e al. 2013)
1.1 Li e a u übe sich
Die o ale und den ale Äs he ik is aus zahnä z liche Sich heu e nich meh wegzudenken. Die
Pa ien en wünschen sich o angig a b- und o mschöne Zähne, haben diese doch einen
di ek en Ein luss au die eigene A ak i i ä und da übe hinaus auch au das Wohlbe inden im
Allgemeinen (Dunn e al. 1996, Da is e al. 1998). Ta sächlich lassen sich übe dies posi i e
Cha ak e eigenscha en mi dem den alen E scheinungsbild in Ve knüp ung b ingen (Shaw
1981, Dong e al. 1999). Die Wi kung au D i e eich on sexuelle Anziehungsk a bis zu
ein op ischen Ve mi lung on In elligenz und soziale Klasse (Ke osuo e al. 1995, Joine und
Luo 2017). Mi s eigende o ale Wohlges al nimm die Lebensquali ä nachweisba zu (Klages
e al. 2004, Wol a e al. 2005b).
Die Obe kie e on zähnen haben au g und de gu en Sich ba kei und ih e zen alen S ellung
im Gesich eine Schlüssel olle in de den alen Äs he ik. Als wah nehmba e la e ale Beg enzung
de Obe kie e on zähne sind die Eckzähne des Menschen, auch Canini genann , ein in eg ale
Bes and eil des Lächelns und on Bedeu ung ü dessen Gesam äs he ik (Zach isson 2006,
Bo hung e al. 2015). Als Eckp eile des Lächelns im Übe gang zu Sei enzahn egion
beein lussen sie übe ih e Posi ion und S ellung die G öße de bukkalen Ko ido e und dami
die op ische B ei e des Lächelns (S ub e al. 2011b). Die bleibenden obe en Canini b echen
zwischen dem 9. und 12. Lebensjah du ch und zeichnen sich im Du chschni du ch eine

2
K onenlänge on 10 mm, eine Wu zellänge on 17 mm und einem labio-lingualen
K onendu chmesse on 8 mm, bzw. in mesio-dis ale Rich ung on 7,5 mm, aus (Nelson und
Ash 2010). Sie sind die längs en Zähne des Menschen und aus labio-lingualem Blickwinkel die
massigs en F on zähne. Cha ak e is isch sind die spi z zulau ende Fo m, gemäß ih e
e olu ionä en Hal e- und Reiß unk ion, und die mesial kü ze und lache e lau ende
Inzisalkan e. Na i e Eckzähne haben einen unge äh ech winkligen Inzisalkan enwinkel, de
im Zuge on Ab asionen und A i ionen zunehmend ab lach . Beme kenswe is auße dem
de häu ige Fa bun e schied zwischen den mi le en Schneidezähnen (Incisi i) und den
Eckzähnen: die Eckzähne sind au g und des dicke en Den inke ns, welche du ch den
ansluzen en Schmelzman el hindu chschimme , e was dunkle (Goodkind und Schwabache
1987, Nelson und Ash 2010, S ub e al. 2011a, S ub e al. 2011b). Nach eine eigenen
Ku zum age bei bekann en He s elle n on P o hesenzähnen (I ocla Vi aden [Ellwangen,
D], Kulze [Wasse bu g, D], Johannes Wei has [Lü jenbu g, D], VITA Zahn ab ik H. Rau e
[Bad Säckingen, D], Wieland Den al + Technik [P o zheim, D]) sind die Fa ben demen gegen
in Zahnga ni u en in de Regel einhei lich gewähl und die Ma e ialen in de P oduk ion
iden isch. So en sp ich die Fa be des Eckzahnes hie de Fa be de Schneidezähne. Nu in
Ausnahmen wi d das Ch oma de Canini e was s ä ke einge ä b (z.B. Ke amikzähne
Physiose CT, Wieland Den al + Technik). Da de Pa ien enwunsch meh hei lich dem
gegenwä igen Schönhei sideal on gleichmäßig hellen, ebenmäßigen F on zähnen en sp äche,
endie en die He s elle zu eine einhei lichen Fa be. Eine na ü liche Fa bgebung we de lau
He s elle angaben wenige akzep ie .
In Fällen on Hypodon ie beispielsweise gewinnen die Eckzähne zusä zlich an äs he ische
Bedeu ung, wenn ehlende la e ale Schneidezähne du ch die Canini in Fo m eines
kie e o hopädischen Lückenschlusses e se z we den sollen. Dann sind Mo phologie und
Fa be besonde s maßgeblich. Insbesonde e Laien emp inden helle e Eckzähne in diesem
speziellen Fallbezug a ak i e , Zahnä z e endie en e meh zu eine dunkle en Fa bwahl
(B ough e al. 2010). Bei Agenesie ode auma ischem Ve lus de la e alen Incisi i e ö nen
sich dem Behandle und seinem Pa ien en beispielsweise die The apieop ionen, einen
Lückenschluss und somi den E sa z du ch die Eckzähne anzus eben ode gegebenen alls eine
kie e o hopädische Ö nung de Lücke und den Einsa z on P o he ik am Beispiel eine
ollke amischen Adhäsi b ücke bzw. Implan a k onen o zunehmen (Sa a io und McIn y e
2005, Thilande 2008, Sasse und Ke n 2013).
3
Fe ne we den geschlech e spezi ische Va ia ionen de Eckzahnp opo ionen besch ieben
(Hasan eisoglu e al. 2005). Eine mögliche Ko ela ion zwischen Geschlech und de
Zahnmo phologie schein zu bes ehen (F ush und Fishe 1956, She udhin e al. 1996, Al e al.
1998, Ho a h e al. 2012), kann jedoch nich imme zu e lässig bes ä ig we den (Be ksun e
al. 2002, Wol a e al. 2004a, Wol a e al. 2006). Nich sdes o o z wi d de Zahn o m
wei e hin häu ig eine Geschlech sspezi i ä zugesch ieben: Fü „weibliche“ F on zähne wi d
eine d eieckige e, ü Eckzähne eine undliche e G und o m angegeben, wäh end die
du chschni lichen F on zähne de Männe quad a ische und g öße seien (S e e e al. 1999,
Ho a h e al. 2012). In eine mi eleu opäischen S udie we den F auen du ch die Bewe enden
gemeinhin als a ak i e wah genommen, weshalb ihnen hie häu ige das äs he ische e
Lächeln zugeo dne wu de als den Männe n. Geschlech sabhängige Cha ak e is ika we den
dagegen bes i en (Wol a e al. 2014).
Die A ak i i ä de Zähne wi d g undsä zlich übe explizi e Me kmale de inie . Sowohl
Zahn a be (Dunn e al. 1996), als auch P opo ion (Rosens iel e al. 2000, Wol a e al. 2005a,
Pini e al. 2012) ode Zahns ellung (Wol a e al. 2004b, B unzel e al. 2006) gel en als wich ige
Indika o en ü einen posi i en op ischen Gesam eind uck. Das gegenwä ige hohe Ansehen
des s ahlendweißen, umgangssp achlichen „Hollywoodlächelns“ und eine hohe Nach age
nach Zahnau hellung bzw. kie e o hopädische Behandlung in de wes lichen Kul u zeugen
on de Rele anz diese K i e ien (Qual ough und Bu ke 1994, Knappmann 2004, Spea e al.
2006, Feldens e al. 2015). Die sozialen Medien und die We bung ö de n die Nach age nach
äs he ische Zahnmedizin (Theobald e al. 2006, Salim e al. 2021). Pe sonen mi eine helle en
Zahn a be we den posi i e Pe sönlichkei sme kmale wie In elligenz, Sozialkompe enz ode
auch eine ges eige e Beziehungszu iedenhei zugesch ieben (Joine und Luo 2017). Pa ien en
e en zunehmend mi eine ges eige en E wa ungshal ung an den Zahna z he an und o de n
die Be ücksich igung ih e äs he ischen Wunsch o s ellung (Asbu y 2011). Ein Lächeln wi d
gemeinhin als a ak i wah genommen, wenn die Obe kie e on zähne dem Ve lau de
Un e lippe olgen und diese nich be üh en. Die zwei en P ämola en sind in de Regel sich ba
(Al-Johany e al. 2011, Nold e al. 2014). Die Eckzähne soll en nach innen, d.h. nach lingual,
inklinie sein, pa allel zu eine gedach en Linie zwischen la e alem Augen- und Mundwinkel
(Bo hung e al. 2015).
Im Allgemeinen wi d auch de Symme ie eine hohe Bedeu ung ü die A ak i i ä
zugemessen (Sp inge e al. 2007, S ub e al. 2011b). Asymme ien im Kon ex de
4
F on zahnäs he ik we den in de Regel sowohl on Laien als auch on Fachleu en nega i
bewe e (Kokich e al. 2006). Im Zusammenhang mi aziale als auch o ale Äs he ik wi d
auch imme wiede die Rolle des „goldenen Schni es“, eines Teilungs e häl nisses (1,61:1),
welches insbesonde e Ha monie, d.h. Ebenmaß und dami Schönhei , symbolisie , disku ie
(E idge 2012). S udien beweisen, dass de goldene Schni klinisch keineswegs eine
unums ößliche Gese zmäßigkei ü die emp undene A ak i i ä da s ell (Le in 1978,
Hasan eisoglu e al. 2005, Pini e al. 2012, Rosse i e al. 2013). Vielmeh wi d, hie au
Zahnp opo ionen bezogen, meh ach on einem goldenen Um ang ode eine goldenen
Spannwei e gesp ochen, welche du chaus om u sp ünglichen We abweich . F on zähne mi
einem B ei en-/Längen e häl nis on 75-85% we den demnach als egelkon o m und
äs he isch emp unden (Wol a e al. 2005a). Ma hema ische P opo ionen (wie z.B. de
goldene Schni ) lassen sich abe nich au die Eckzähne übe agen (Akl und Mansou 2022).
Die du chschni liche Länge des menschlichen Eckzahnes in de Na u en sp ich annähe nd
de des mi le en Schneidezahnes und is um meh als einen Millime e länge als die des
la e alen Schneidzahns (Pohlgee s e al. 2013). Ob die in a ak i i ä sunabhängigen S udien
du chschni lich e mi el en Längenwe e (Magne e al. 2003, Tsukiyama e al. 2012) auch dem
äs he ischen Op imum en sp echen, is dagegen nich geklä .
De Be u des Zahna z es e o de olglich ein e höh es Bewuss sein ü Äs he ik. Neben
wich igen Ma e ialeigenscha en, z.B. de Biege- und B uch es igkei ode Ve a bei ba kei ,
bes immen auch die op ischen Ma e ialeigenscha en zunehmend die Auswahl des
Res au a ionsma e ials. Zahn a bene Komposi e, die sich minimalin asi und hochäs he isch
e a bei en lassen sowie die Anwendung de Adhäsi echnik ü eine hochwe ige und
subs anzschonende ke amische Ve so gung on beispielsweise Einzelzahnlücken im
F on zahnbe eich gehö en mi le weile zum äglichen Behandlungsspek um in de
Zahna z p axis (Ke n 1995, Hu sky 2011, Sasse und Ke n 2013, Khala e al. 2014).
Op isch ansp echende Zähne und auch Res au a ionen sind in de Lage, die Psychologie de
Pa ien en, im Besonde en das Selbs bewuss sein, posi i zu beein lussen (Da is e al. 1998,
Kuboki e al. 1999). Ebenso bewi k die gu e Äs he ik eine p o he ischen Ve so gung eine
e besse e Wü digung des Zahne sa zes du ch den Pa ien en (Ca lsson e al. 1967). Zwischen
Zahnä z en, S udie enden de Zahnmedizin und Pa ien en können jedoch signi ikan e
Un e schiede bei de Beu eilung des den alen E scheinungsbildes es ges ell we den, weshalb
eine in ensi e Kommunika ion wäh end de Behandlung anzus eben is (Shulman e al. 2004,
5
Mehl e al. 2015b). Ve gleichsweise neigen Pa ien en zu einem in asi e en
Behandlungskonzep zuguns en eine ges eige en Äs he ik. Es bes eh die Be ei scha , meh
gesunde Zahnha subs anz zu op e n, um op isch besse e E gebnisse zu e zielen (Mehl e al.
2015a).
Demen sp echend sind die Kenn nisse, welche in S udien wie diese übe äs he ische
P ä e enzen gesammel we den, on g oßem In e esse ü die Zahnmedizin und können als
Hil es ellungen ü zukün ige Behandlungsen scheide dienen.
1.2 Zielse zung
Äs he ische Analysen un e dem Gesich spunk de A ak i i ä mi dem Haup augenme k au
de Eckzahnmo phologie des Menschen sind in de Li e a u kaum e e en. Meis wu den die
Obe kie e on zähne im Allgemeinen, das umgebende Weichgewebe ode ausschließlich die
zen alen Schneidezähne gesonde behandel (Wol a e al. 2004b, Wol a e al. 2005a,
B unzel e al. 2006, Be ine Ribei o e al. 2017, Ke e al. 2018). In ande en Fällen wu de
lediglich die Rolle de äs he ischen Eigenscha en de Eckzähne als Zahne sa z de la e alen
Schneidezähne disku ie (Sa a io und McIn y e 2005, B ough e al. 2010, Thie ens e al. 2017,
Gomes und Pinho 2019, Li e al. 2019, Sa i e al. 2019). In E mangelung kla e De ini ionen
äs he isch a o isie e Fa be, Inzisalkan en o m und p opo ionalen K onenlänge de
Eckzähne sollen diese in diese A bei un e such we den. Bezüglich de Inklina ion on
Eckzähnen wu den schon äs he ische P ä e enzen e aluie , nich sdes o o z is eine
Übe p ü ung de E gebnisse lohnenswe (Bo hung e al. 2015, Lemos e al. 2019). In diesem
Bezug e scheinen des Wei e en de Ve gleich un e schiedliche Wissens- und
E ah ungss adien und ein mögliche Zugewinn an äs he ische Emp indung als sinn oll. Wie
in ähnlichen S udien zu den alen Äs he ik, sollen die Wah nehmungen on Laien,
o gesch i enen Zahnmedizins udie enden und Zahnä z en mi einande e glichen we den
(Wol a e al. 2005a, Bo hung e al. 2015, Mehl e al. 2015b, Pi el e al. 2016).
Zweck diese Fo schungsa bei is die wissenscha liche Analyse de äs he ischen Wi kung und
Wah nehmung ausgewähl e Zahnme kmale de Obe kie e eckzähne in Bezug au die
Gesam a ak i i ä eines Zahnbogens. Ziel is die Benennung kla e De ini ionen a o isie e
Fa be, Fo m bzw. Inzisalkan enwinkel, Inklina ion, d.h. o ale bis es ibulä e Neigung, und
p opo ionale K onenlänge de Eckzähne.
12
einhei lichen Zahn a bs u e. Da die klinisch e mi el e Zahn a be des P obanden be ei s eine
seh hellen A1 en sp ach, e olg e die Luminanzs eige ung um den e echne en Mi elwe on
3,5% zu jeweils neuen Zahn a bs u e.
Gegensä zlich wu de gleich e ah en: Die Obe kie e on wu de um eine Zahn a bs u e
abgedunkel (en sp echend de Fa bkodie ungen A2). Auch hie gab es zwei Ve sionen mi
un e schiedlichen Eckzahn a ben ( gl. Abb. 3, c) und d)) . Die Zahn a benmanipula ion wi d
in Tabelle 3 p äzisie und in Abb. 3 e anschaulich .
Abb. 3 Demons a ion de Zahn a benmanipula ion: a) zeig die Ausgangs o og a ie, bei de
zunächs die Eckzahn a be selek i au gehell und den es lichen F on zähnen angepass wi d
(b)). Die un e en Da s ellungen de Obe kie e on c) und d) zeigen die in de Gesam a be
jeweils abgedunkel e Ve sionen ohne (c)) und mi adap ie em Eckzahn (d)).

13
Tabelle 3 Zahn a benmanipula ion
Abb. 4 Bilde se ie ü die Ka ego ie ZAHNFARBE: a) abgedunkel e F on zähne + adap ie e
Eckzahn, b) abgedunkel e F on zähne, c) einhei liche Zahn a be, d) au gehell e F on zähne, e)
au gehell e F on zähne + adap ie e Eckzahn
Zahn a be
Luminanzwe gemäß Adobe
Pho oshop His og amm
P ozen uale
Di e enz
a) E mi el e F on zahn a be des
P obanden in de Fo og a ie (am Zahn
12)
131,3
-
b) E mi el e Zahn a be Eckzahn des
P obanden
112,3
-
c) Selek i e Au hellung Eckzahn zu
Gene ie ung de einhei lichen
Zahn a be
116,3
b)-c): 3,5%
d) Au hellung
135,9
a)-d): 3,5%
e) Abdunkelung (en sp ich Zahn a be A2)
126,9
a)-e): 3,3%
Tabelle 3 Zahn a benmanipula ion. Die Tabelle zeig die e ände en Luminanzwe e bei de
Bildmanipula ion und e gänzend die p ozen uale Di e enz. Die Zeilen a) und b) besch eiben
die gemessenen Ausgangswe e de Fo og a ie, c) bis e) die angewand en
Pa ame e e ände ungen.
14
2.3.4 Inklina ion de Eckzähne
Zunächs wu den die na ü lich inklinie en Eckzähne au ge ich e , d.h. in eine nich inklinie e
Posi ion geb ach . Dazu wu de de Zahn en sp echend eine gedach en Zahnachse ausge ich e ,
welche senk ech im Bezug zu ho izon alen Bildebene s eh ( gl. Abb. 5). Ausgehend on
diese 0° Inklina ion e olg en die We e ände ungen mi abschließende Spiegelung de
E gebnisse au die Gegensei e. Angelehn an eine Ve gleichss udie wu de die na ü lich
au e ende Angula ion de Eckzähne im Be eich on +10° bis -10° dabei als ahmengebende
Bezugsg öße gewähl (Bo hung e al. 2015). Die im O iginalbild übe die Lineal unk ion on
Pho oshop e mi el e Inklina ion lag bei -4,8° (94,8°). Die manipulie e Bilde se ie is in Abb.
6 da ges ell .
Abb. 5 Demons a ion de Inklina ionsmanipula ion. Die Neigung de Zahnachse be äg in
diesem Beispiel ca. +5° nach es ibulä .
15
Abb. 6 Bilde se ie ü die Ka ego ie INKLINATION DER ECKZÄHNE (zu neu alen, senk ech zu
ho izon alen Bildebene s ehenden Achse): a) -10°, b) -5°, c) 0° d) +5°, e) +10°
2.3.5 Winkel de Inzisalkan enspi ze
Die Ka ego ie WINKEL DER INZISALKANTENSPITZE be ass sich mi eine Fo m e ände ung de
Inzisalkan e de Canini. Leich e Ab asionen ode A i ionen de P obandin wa en be ei s ü
alle Fo og a ien im Zuge de Bildbea bei ung op isch behu sam ko igie wo den. Somi
konn e annähe ungsweise eine na i e Inzisalkan enspi ze au gebau we den. De
Inzisalkan enwinkel (mesiale gegenübe dis ale Inzisalkan e) wu de im O iginalbild
e messen und anschließend bei gleichbleibende Zahnlänge in es geleg e Winkel e ände
(s. Abb. 7 und 8). De übe die Lineal unk ion in Pho oshop op isch e mi el e Winkel des
O iginalbilds lag bei 94,3° und dami nah an dem in de Li e a u besch iebenen na ü lich
o kommenden, ech en Winkel.
16
Abb. 7 Demons a ion de Inzisalkan enwinkelmanipula ion. De Winkel de mesialen
gegenübe de dis alen Inzisalkan e des Caninus be äg in diesem Beispiel 80°.
Abb. 8 Bilde se ie ü die Ka ego ie WINKEL DER INZISALKANTENSPITZE: a) 100°, b) 95°, c)
90°, d) 85°, e) 80°
2.4 F agebögen und Visuelle Analogskala
Die Um age wu de mi F agebögen du chge üh ; die Bewe ung nach A ak i i ä e olg e
übe isuelle Analogskalen (VAS). De anonymisie e F agebogen um ass e allgemeine
Angaben zu Geschlech , Al e und zahnä z liche Be u se ah ung in Jah en, einen
17
o anges ell en Be indlichkei sbogen sowie insgesam 40 VAS, en sp echend de Anzahl de
zu beu eilenden Fo og a ien.
Die VAS is ein semiquan i a i es subjek i es Mess e ah en zu E mi lung on
Emp indungss ä ken. De Be ag e muss au eine längenno mie en Linie übe eine e ikale
S ichma kie ung die jeweilige Emp indungss ä ke no ie en. In diese S udie wu de das linke
Ende eine 100mm Linie als „0=unäs he isch“ und das ech e als „100=äs he isch“ de inie
(siehe Abb. 9).
Abb. 9 Visuelle Analogskala zu Bewe ung de Äs he ik eine Fo og a ie
Vo de E alua ion de Fo og a ien wu den die Teilnehme auße dem mi hil e eines
s anda disie en Be indlichkei sbogens au die s a is ische Rele anz ih e Aussagen gep ü
(Ze ssen e al. 1970). Es wu de die e idie e Fassung on 2011 e wende , welche den
Al e sbe eich on 14-90 Jah en abdeck und aus zwei Pa allel o men mi jeweils 28 paa igen
Eigenscha swö e n bes eh . Übe 24 F agen, die Au schluss übe den men alen Zus and und
das subjek i e Emp inden de Pe sonen geben sollen, können dep essi e s imm e Bewe ende
ausso ie we den. Als Ausschlussk i e ium gal en e mi el e S anine-We e on ≥8.
2.5 Bewe e popula ion
Die S udienpopula ion wu de zunächs in d ei G uppen und spä e inne halb de G uppen
s a is isch nach Geschlech au ge eil :
1. LAIEN
2. FORTGESCHRITTENE ZAHNMEDIZINSTUDIERENDE
3. ZAHNÄRZTE

18
GRUPPE 1: LAIEN bes and aus 47 Teilnehme n des Ku ses de echnischen P opädeu ik 1 an de
Ch is ian-Alb ech s Uni e si ä , Kiel. Es wa en E s semes e s udie ende des S udienganges
Zahnmedizin, die somi noch keine wei eichenden E ah ungen au dem Gebie de den alen
Äs he ik aus p o essionelle Sich sammeln konn en. Ein äs he isches G und e s ändnis du e
hie dennoch o ausgese z we den. Bis zum Zei punk de S udie and kein uni e si ä e Ku s
und keine Einweisung zu den alen Ana omie s a .
GRUPPE 2: FORTGESCHRITTENE ZAHNMEDIZINSTUDIERENDE wa en eben alls S udie ende de
Zahnmedizin in Kiel, jedoch im d i en klinischen und somi ach en Fachsemes e . Hie bes and
be ei s ein undie es wissenscha liches Hin e g undwissen zu Thema ik diese S udie. In de
Koho e nahmen 40 S udie ende eil.
In GRUPPE 3: ZAHNÄRZTE nahmen 30 anges ell e Zahnä z e de Uni e si ä skliniken UKSH,
Campus Kiel sowie RWTH Aachen, Ab eilung P o he ik, eil.
2.6 S udiendu ch üh ung
Die d ei S udieng uppen wu den zu un e schiedlichen Zei en und äumlich ge enn
oneinande übe einen Beame bei angepass en Lich e häl nissen be ag . Die G uppen 1 und
2 be anden sich ih e G öße en sp echend in einem Hö saal des Uni e si ä sklinikums
Schleswig-Hols ein, Kiel, G uppe 3 in einem sepa a en Semina aum. Diese Räumlichkei en
be anden sich in de Zahnklinik au dem Gelände des UKSH Kiel sowie de RWTH Aachen.
Fü die S udiendu ch üh ung wu de eine Powe Poin -P äsen a ion mi den 20 Fo og a ien
e s ell . Die Me kmalka ego ien wu den dabei andomisie du chmisch und die
Folienübe gänge wäh end de P äsen a ion mi eine schwa zen Übe blendung e sehen, um
di ek e Ve gleiche un e einande zu e schwe en. Wäh end de E alua ion wu de je Powe Poin -
Sei e ein Fo o p äsen ie (s. Abb. 10). Im obe en Folienabschni übe dem Fo o de
Obe kie e on be and sich eine Numme ie ung, die mi de jeweiligen eben alls bezi e en
isuellen Analogskala au dem F agebogen ko elie e. P o Bild ha en die Bewe enden zehn
Sekunden Bedenk- und Bea bei ungszei . De Zei o sch i wu de o wäh end au den Folien
übe eine Sekundenanzeige eingeblende . Es anden zwei 30-sekündige Pausen wäh end de
E alua ion nach dem 14. und dem 28. p äsen ie en Bild s a . Die Gesam e alua ion daue e
somi ca. 10 Minu en.
19
Abb. 10 Beispiel eine Mic oso Powe Poin -Sei e, die in de P äsen a ion wäh end de
E alua ion e wende wu de.
2.7 S a is ik
Die Analyse de e hobenen Da en e gab eine symme ische Ve eilung, sodass on eine
No mal e eilung ausgegangen und pa ame ische Tes e ah en angewende we den konn en.
Doppel e We e wu den mi hil e on Mi elwe en agg egie und diese Un e schiede wu den
du ch -Tes s und Ko ela ionsanalysen ausgewe e . Alle E gebnisse we den als Mi elwe e
mi S anda dabweichungen und 95%-Kon idenzin e allen angegeben und als Box-and-
Whiske -Plo s da ges ell .
De -Tes wu de ü Ve gleiche zwischen unabhängigen Beobach ungen und de gepaa e -
Tes ü abhängige Beobach ungen e wende . Die Haup e ek e (WINKEL DER
INZISALKANTENSPITZE, ZAHNFARBE, INKLINATION DER ECKZÄHNE, KRONENLÄNGE DER
ECKZÄHNE) und Zwei-Wege-Wechselwi kungen wu den mi Hil e de Va ianzanalyse
(ANOVA, s. Tabelle 6) und anschließenden Meh ach e gleichen nach de Sche é-Me hode
un e such .
Fü die s a is ische Analyse wu de das S a is ikp og amm SSPS (IBM .27, A monk, New
Yo k, USA) e wende . Das s a is ische Signi ikanzni eau wu de au 5% es geleg . Du ch die
Ve wendung de VAS wa en We e zwischen 0 bis 100 möglich.
20
Die Analyse de Da en and in Zusammena bei mi dem Ins i u ü Medizinische In o ma ik
und S a is ik des UKSH, Campus Kiel (D . Sand a F ei ag-Wol ) s a .
2.8 E hik und In e essenkon lik e
Ein posi i es Vo um de E hikkommission de Uni e si ä Kiel lag o (AZ D 508/16). Es
bes anden keine In e essenskon lik e, es and kein Sponso ing s a und inanzielle In e essen
lagen zu keinem Zei punk o .
21
3 E gebnisse
Au g und eines S anine-Sco es on ≥8 gemäß des s anda disie en Be indlichkei s agebogens
wu den insgesam 3 S udien eilnehme wegen ih e gesenk en S immungslage ausso ie und
nich wei e be ach e (LAIEN: 1, FORTGESCHRITTENE ZAHNMEDIZINSTUDIERENDE: 2). 117
Bewe ende (da on 44 männlich, 73 weiblich) bewe e en 2x20 Fo og a ien, sodass insgesam
4680 Bewe ungen abgegeben bzw. nach Mi elung 2340 Bewe ungen analysie wu den.
Im Rahmen de eins u igen Auswe ung sahen und bewe e en die S udien eilnehme jedes Bild
zweimal. Die Analyse beide Bewe ungen e gab signi ikan e Un e schiede: Die zwei en
Bewe ungen wa en höhe als die e s en (Mi elwe 1: 50,34 ± 22,8; Mi elwe 2: 51,19 ± 22,8,
p = 0,048), was abe nich als klinisch ele an angesehen wu de. Auße dem a iie en die
Un e schiede s a k. De Pea son-Ko ela ionskoe izien wa e gleichsweise ge ing (ρ =
0,581). Au g und de beobach e en In aobse e -Va iabili ä wu den zu E höhung de
Genauigkei beide Bewe ungen gemi el .
Die gemi el en Bewe ungse gebnisse we den in Tabelle 4 da ges ell . Tabelle 5 zeig die
E gebnisse sepa a ü die e schiedenen G uppen in de Ka ego ie KRONENLÄNGE DER
ECKZÄHNE. Mi Hil e de Sche é-Me hode ü mul iple Ve gleiche wu den Un e g uppen
gebilde , um signi ikan e Un e schiede inne halb de Ka ego ien au zuzeigen. Die ANOVA (s.
Tabelle 6) zeig e, dass es Haup e ek e ü alle Fak o en (alle p≤0,001) und einen
In e ak ionse ek zwischen de Me kmalska ego ie KRONENLÄNGE DER ECKZÄHNE und den
Bewe e g uppen (p = 0,03) gab. Alle ande en Fak o en zeig en keine In e ak ion und auch
zwischen den Geschlech e n gab es keine signi ikan en Un e schiede.
28
geneig e Eckzähne, wu den du chweg als deu lich wenige a ak i wah genommen und
bewe e (+5°: 51,6 CI=[48,6-54,6]; +10°: 23,7 CI=[20,6-26,8]). He o zuheben is , dass die
Eckzähne mi eine s a ken o alen Neigung (-10°: 52,7 CI=[49,6-55,8]) au den isuellen
Analogskalen nu ge ing ügig schlech e bewe e wu den als solche mi eine ehlenden
Neigung (0°), die on den meis en Be ag en a o isie wu den. Die s a k nega i e Inklina ion
wu de soga besse bewe e als Eckzähne mi eine nu leich en es ibulä en Neigung (+5°).
Die Kon idenzin e alle on -10° und +5° übe schni en sich abe s a k. De mul iple Ve gleich
e gab eine einzige Un e g uppe ü alle Neigungen on -10° bis +5° und eine zusä zliche ü
+10°, die signi ikan nied ige bewe e wu de.
Abb. 14 Bewe ungen ü die Ka ego ie INKLINATION DER ECKZÄHNE zusammenge ass ü alle
Bewe e g uppen. De Meh ach e gleich e gab zwei Un e g uppen: Nu +10° zeig e
signi ikan e Un e schiede zu den ande en Inklina ionen, welche somi eine eigene G uppe (s2)
bilden.

29
3.4 Winkel de Inzisalkan enspi ze
Insgesam wu den spi ze Winkel, d. h. Inzisalkan enspi zen mi Winkeln on wenige als 90°,
signi ikan schlech e bewe e als g öße e Winkel (siehe Tabelle 4, Abb. 15). Eine
Obe kie e on mi Eckzähnen, de en Schneidekan enspi ze 80° (37,0 CI=[33,6-40,4]) ode
85° (46,0 CI= [42,8-49,2]) be ug, wu de au den isuellen Analogskalen im Allgemeinen
schlech e bewe e . Das en gegengese z e „Ex em“ mi eine abgeschli enen, abge lach en
Spi ze (100°: 53,5 CI=[50,6-56,4]) wu de nu ge ing ügig schlech e bewe e als Eckzähne mi
den be o zug en Winkeln on 90° (56,5 CI=[53,5-59,5]) bis 95° (58,2 CI=[55,4-61,0]). Die
mul iple Tes ung e gab eine gemeinsame Un e g uppe ü Winkel on 90° bis 100°.
Abb. 15 Bewe ungen ü die Ka ego ie WINKEL DER INZISALKANTENSPITZE zusammenge ass
ü alle Bewe e g uppen. Die We e de x-Achse besch eiben die Winkel in G ad. Winkel on
90° bis 100° bilden eine gemeinsame Un e g uppe, 80° und 85° wu den jeweils signi ikan
schlech e bewe e .
30
4 Diskussion
4.1 Diskussion de Me hodik
Zahl eiche wissenscha liche Ve ö en lichungen be assen sich mi de o alen Äs he ik. Häu ig
wu den digi al bea bei e e Bilde und Fo os ausgewe e (Ca lsson e al. 1998, Wol a e al.
2004b, Wol a e al. 2005a, B unzel e al. 2006, Sp inge e al. 2007, Thie ens e al. 2017,
Tu gu e al. 2018). Es handel sich dami um eine e i izie e und e ablie e wissenscha liche
Me hodik, die deshalb auch in diese Fo schungsa bei zu Anwendung kam.
4.1.1 Vo s udie
Mi hil e de Vo s udie konn en übe iebene und zu au ällige Ex eme bei de Bildbea bei ung
e ek i he ausge il e und die G uppenzielg öße s a is isch de inie we den. Auch ü die
Vo s udie wu de die in ao ale Fo og a ie de Obe kie e on eine weiblichen
S udien eilnehme in genu z . Neben de Analyse de möglichen Bea bei ungsmaxima und de
G uppeng ößen wü de sich zukün ig im Rahmen eine Vo s udie auch anbie en, e schiedene
Obe kie e on en ande e Teilnehme , e l. un e schiedlichen Geschlech s und Al e s, zu
o og a ie en und die möglichen E ek e au die äs he ische Beu eilung o ab zu un e suchen.
Dami wä e eine Bes enauswahl ü die Haup s udie ealisie ba . Al e na i wä e wie bei
ande en Au o en auch die Gene ie ung eine i uellen Obe kie e on aus
Komposi ionsbilde n möglich, um eine neu ale Ausgangs o og a ie zu e s ellen (Wol a e al.
2014).
4.1.2 Fo og a ie
Es is nach wie o ums i en, ob nich die Gesam ansich des Lächelns im Gesich de
Golds anda d ü jede Analyse de den o azialen Äs he ik sein soll e, da ebendiese Ansich en
ein ealis ische es Bild da on e mi eln, wie Menschen in einem na ü lichen, all äglichen
Szena io in e agie en und Ko ak o en wie das Weichgewebe, de bukkale Ko ido ode die
Gingi ada s ellung am Nega i beispiel eines Gummy Smile die Gesam a ak i i ä
beein lussen können. Das Gesich kann schließlich einen di ek en Ein luss au die A ak i i ä
des Lächelns haben (Al Hamad 2021). Zudem ließe sich a gumen ie en, dass insbesonde e
Laien die Bewe ung de somi „küns lichen“ Da s ellung eine isolie en, in ao alen
Obe kie e on schwe allen könn e. De Be ach ungswinkel bzw. -ausschni sind ü die
Bewe ung eines Lächeln alle dings nich zwingend maßgeblich (Chan e al. 2017).
31
Au g und de na ü lichen Einsch änkungen bei de Be ach ung eines Lächelns (z. B. wegen
des Ve lau s de Lippenlinie) wu de ü diese S udie bewuss eine in ao ale Ansich gewähl ,
da das Haup augenme k au den Eckzähnen lag. Des Wei e en lenken in ao ale Bilde die
Au me ksamkei bildausschni beding zwangsläu ig au die Zähne. Une ah ene Beobach e
we den so nich übe mäßig du ch das Gesich ode die Emo ionen de Pe son abgelenk
(Wol a e al. 2004b, B unzel e al. 2006). Die oben besch iebenen beein lussenden Ko ak o en
(bukkale Ko ido , Lachlinie usw.) wu den somi ausd ücklich und absich lich ausgeschlossen.
Die hie gewähl e in ao ale Ansich wu de beispielsweise ebenso in eine mo phome ischen
Un e suchung zu den alen Äs he ik genu z (Wol a e al. 2014).
Fü jedes Bild wu de nu ein Quad an des Obe kie e s e ände und die Ve ände ungen
wu den anschließend symme isch au de gegenübe liegenden Sei e gespiegel . Au diese
Weise wu de eine sei engleiche We s abili ä de manipulie en Pa ame e ga an ie .
Asymme ien wu den e mieden, die als unäs he isch emp unden we den (B unzel e al. 2006,
Be ine Ribei o e al. 2017) und somi die E gebnisse e älschen könn en.
Zukün ig soll en die E gebnisse übe p ü we den du ch S udien, die z.B. g öße e Teile des
Gesich s zeigen, um auszuschließen, dass die hie gewähl e in ao ale Ansich zu eine
Ve ze ung de äs he ischen Wah nehmung üh e.
4.1.3 Un e suchungska ego ien
Die mi de Bildbea bei ungsso wa e o genommenen Ände ungen wu den in einem ela i
ge ingen Ausmaß du chge üh , um keine zu au älligen Un e schiede zwischen den einzelnen
K onenlängen, - o men und - a ben zu e zeugen (z. B. unna ü lich lange „Vampi zähne“ e c.).
Dami wa siche ges ell , dass die S udien eilnehme die A ak i i ä de Zähne so g äl ig
abwägen muss en. Da die S udie so ealis isch wie möglich sein soll e, wa en de digi alen
Ve länge ung de Eckzähne du ch die Okklusion und die Bewegungen des Un e kie e s
ohnehin na ü liche G enzen gese z . Diese nu ge ing ügigen Pa ame e manipula ionen und die
andomisie e Da s ellung de Bilde sowie die Bewe ung übe Visuelle Analogskalen (VAS)
ans elle z.B. eines Q-So -Rankings – welches eine Reihung du ch die Bewe enden ein o de n
wü de – e schwe en den Be ag en die Bewe ung.
In de Un e suchungska ego ie KRONENLÄNGE DER ECKZÄHNE wu de die K onenlänge des
Eckzahns in eine ela i e Längenp opo ion sowohl zum mi le en als auch zum sei lichen
Schneidezahn gese z . Zunächs s ell die Ve wendung eines ela i en G ößen e häl nisses eine
32
klinisch p ak ikable Sys ema ik da , da eine Übe agung au den Pa ien en im indi iduellen
Fall auch bei un e schiedlichen absolu en K onenlängen anwendba bleib . Um diese klinische
Rele anz noch zu un e s ü zen, wu den sowohl de sei liche als auch de mi le e Schneidezahn
als ahmenbildende Re e enzg öße ausgewähl . Au g und diese Auswahl bleib die
Anwendung mögliche Emp ehlungen zuguns en de Übe sich lichkei (z.B. mi eine
aus o mulie en Faus egel: „so lang wie ode auch leich kü ze als de mi le e Schneidzahn,
abe länge als de sei liche Schneidezahn“) ü den Behandle in de P axis in ui i nu zba .
Ande sei s wu den somi zwei un e schiedliche Bezugsg ößen ü die K onenlänge
he angezogen und gleichzei ig un e such . Folglich gab es d ei p opo ionale Ve häl nisse des
Eckzahns zum mi le en Schneidezahn und zwei, insgesam kü ze e, zum sei lichen
Schneidezahn. Um eine einhei liche e Analyse zu e möglichen, könn e man die
Re e enzg ößen sepa a und nebeneinande be ach en.
Die Ka ego ie de ZAHNFARBE besch änk e sich au g und de na ü lichen Zahn a be de
S udien eilnehme in (klinisch e mi el A1, VITAPAN classical A1-D4) au ein Fa bspek um,
welches sich im obe en Be eich de Fa bskala be and. Zudem wu de die Au hellung bzw.
Abdunklung de Zähne ausschließlich du ch Anpassung des Luminanzwe es o genommen.
Ande e Fa bwe e (z.B. Gelb- ode G au öne) wu den hingegen nich be ach e . Die
besch änk e Fa bauswahl s ell somi eine Limi a ion diese S udie da . Ande e sei s gehö en
die Zahn a ben A1, A2 bzw. B1 zu den am häu igs en zahnä z lich am Pa ien en e mi el en
Zahn a ben (Vada adagi e al. 2016), weshalb die besch änk e Be ach ung dieses isolie en
Fa b- bzw. Helligkei sbe eichs akzep abel e schien. Zudem bes ä ig eine ande e S udie be ei s,
dass helle e Zahn a ben äs he isch p ä e ie we den, sodass die Einbeziehung dunkle e
F on zahn a ben o aussich lich keinen zusä zlichen E kenn nisgewinn nach sich gezogen
hä e (Di Mu o e al. 2020). Da Belich ungszei , Lich e häl nisse, Fa b eue des Moni o s und
wei e e echnische Fak o en Ein luss au die Fa bgebung de inalen Fo og a ie haben könn en,
hä e es zu eine me hodisch beding en Abweichung de Zahn a be zwischen Wiede gabe übe
den Beame ode Bildschi m und dem O iginal kommen können. Zudem s ell e die
Einschä zung eine Zahn a bs u e übe den ein op ischen Ve gleich du ch einen Be ach e ein
subjek i es Ve ah en da , welches nich siche du ch einen ande en Beobach e zu
ep oduzie en wä e. Aus diesen G ünden wu de die Luminanzmessung zu objek i en
De ini ion de Fa bs u en gewähl .
Die We e de Ka ego ie INKLINATION DER ECKZÄHNE beweg en sich in einem Be eich on -
10° bis +10° ausgehend on eine senk ech zu ho izon alen Bildachse s ehende Achse des
33
Eckzahns. Zum einen wä en s ä ke e/labiale ode ge inge e/pala inale Inklina ionen au g und
kau unk ionelle Limi a ionen nich on klinische Bedeu ung gewesen, zum ande en soll e
eine Ve gleichba kei zu ähnlichen S udien beibehal en we den, die sich p imä au die
Eckzahninklina ion okussie en (Bo hung e al. 2015, Lemos e al. 2019).
Mi hil e de le z en Ka ego ie WINKEL DER INZISALKANTENSPITZE konn e insbesonde e übe
die Be ach ung on lache en (>90°) Winkeln die äs he ische Bedeu ung on Ab asionen und
A i ionen de Eckzahnspi zen un e such we den. Abnu zungsbeding e Schli ace en an
Eckzähnen zeigen in de Klinik jedoch ein b ei es Mo phologiespek um (z.B. abge unde bis
pla eaubildend, Vo kommen on B uchkan en e c.), welches au g und de zu beg enzenden
Anzahl de Bilde nich be ücksich ig we den konn e. Die Spi ze de Inzisalkan e blieb somi
in ih e annähe nd na i en, leich ko igie en Fo m bes ehen, lediglich de Winkel de
zulau enden Inzisalkan en wu de manipulie und un e such . Die Übe agung und
In e p e a ion de E gebnisse au die äs he ische Wi kung on Ab asionen is somi limi ie .
4.1.4 Visuelle Analogskalen
Die isuellen Analogskalen inden häu ige Anwendung in de Schme z o schung, wu den
jedoch au g und de hohen Reliabili ä auch in S udien zu den alen Äs he ik genu z (Ai ken
1969, Biju e al. 2001, Roden-Johnson e al. 2005, Mehl e al. 2011, Mehl e al. 2014). Auch
bei de äs he ischen Analyse unila e al manipulie e Inklina ionen ode de Un e suchung des
p ä e ie en Längen-B ei en-Ve häl nisses de F on zähne wu de dieses Ve ah en e olg eich
angewende (Wol a e al. 2005a, Lemos e al. 2019). E alua ionen mi al e na i en
Messme hoden, wie z.B. mi Like -Skalen, könn en den Be ag en die Bewe ung
mögliche weise e leich e n (Dou ado e al. 2021). Die Ve wendung de isuellen Analogskalen
abe e laub e au g und des hohen Au lösungsg ades eine Beu eilungsabs u ungen, weshalb
Bildmanipula ionen auch bei hohe Ähnlichkei s a is isch besse un e schieden und
klassi izie we den konn en. Zugleich üh e das dimensionslose Liniendesign ohne de inie e
Abschni e jedoch zu eine e höh en In aobse e -Va iabili ä . Wie oben besch ieben wu den
bei de Bildbea bei ung bewuss Ex eme e mieden und di ek e Bild e gleiche du ch die
Schwa zübe blendungen im Folienübe gang e schwe . Diese Fak o en e höh en dami
e mu lich die Va iabili ä zwischen den Beobach e n, zusä zlich zu einem allgemeinen
E müdungse ek (s.u.) au g und de g oßen Anzahl ähnliche Bilde . Soziale, men ale ode
kö pe liche Kompe enzeinsch änkungen beim Aus üllen de VAS als G und ü die Va iabili ä
konn en au g und de G uppenauswahl und du ch die Anwendung des

34
Be indlichkei s agebogens ausgeschlossen we den. Du ch Ausso ie ung on dep essi -
e s imm en Bewe enden konn e eine g öß mögliche Aussagek a de Um agee gebnisse
e ziel we den. In o he igen S udien wu de be ei s ähnlich e ah en (B unzel e al. 2006,
Wol a e al. 2006, Sp inge e al. 2007). De Be indlichkei sbogen s ell eine wissenscha lich
ane kann e Me hode zu Übe p ü ung de Aussagek a de Bewe e koho e da .
Au g und de besch iebenen in aindi iduellen Va iabili ä wu den die zwei achen
Bewe ungen gemi el .
4.1.5 Bewe e popula ion
Es wu den d ei G uppen on Bewe enden mi un e schiedlichem E ah ungss and in de
Zahnmedizin zusammenges ell , um die Bilde zu bewe en. Alle Teilnehme wa en en wede
Zahnmedizins udie ende ode Zahnä z e und be anden sich meis in de gleichen bzw.
ähnlichen Al e sg uppe. Diese enge Auswahl e möglich e es eine sei s, un e schiedliche
E ah ungsni eaus genau zu de inie en und nachp ü ba zu ep äsen ie en. Ande e sei s kann
abe auch da on ausgegangen we den, dass die Teilnehme sowohl ein höhe es Bildungsni eau
als auch einen ausgep äg e en Sinn ü den ale Äs he ik ha en als de Du chschni de
Be ölke ung. Wei e üh ende zukün ige S udien könn en Teilnehme aus e schiedenen
Bildungs-, Al e s- und Be u sg uppen einbeziehen und so einen ep äsen a i e en Que schni
de Gesellscha abbilden.
In zukün igen Fo schungsa bei en soll en zudem die G uppeng ößen einande angeglichen
we den. Die Anzahl de auswe ba en Teilnehme de Laieng uppe (n=47), de
o gesch i enen Zahnmedizins udie enden (n=40) und de Zahnä z eg uppe (n=30)
un e schied sich deu lich oneinande . Die Mindes zielg öße on 30 Teilnehme n p o G uppe
konn e zwa e eich we den, bei de Expe eng uppe jedoch nu knapp. U sächlich hie ü wa
die eingesch änk e Teilnehme e ügba kei insbesonde e in de Expe eng uppe, bei de
ausschließlich anges ell e Zahnä z e des UKSH, Campus Kiel sowie de RWTH Aachen be ag
wo den wa en. Au g und de e gleichsweise ge ingen Anzahl de Bewe enden konn e hie
auch keine de aillie e e Gewich ung nach Al e und Be u se ah ung e olgen. Ebenso konn e
keine Geschlech e pa i ä e eich we den (insgesam 44 männliche, 73 weibliche Bewe ende),
da zum Zei punk de E alua ion meh F auen als Männe das en sp echende jeweilige
Fachsemes e besuch ha en.
35
4.1.6 S udiendu ch üh ung
Wie be ei s besch ieben, lassen die signi ikan un e schiedlichen Bewe ungen de selben Bilde
da au schließen, dass die Teilnehme bis zu einem gewissen G ad un e einem
E müdungse ek li en. Diese me hodische Fehle konn e o z zweie ku ze Pausen in de
Du ch üh ung nich gänzlich ausgeschlossen we den. Eine iden ische Bewe ung bei
zwei ache Be ach ung wa jedoch au g und de Anzahl de Bilde und de Ve wendung
isuelle Analogskalen ohne Abs u ung ohnehin unwah scheinlich.
In diesem Zusammenhang is zu e wähnen, dass nu das Fo o eine einzelnen Obe kie e on
e wende wo den wa , da die zusä zliche Ab age wei e e Obe kie e on en die Gesam zahl
de zu bewe enden Bilde e iel ach und den E müdungse ek dami wah scheinlich noch
e s ä k hä e. Fü kün ige S udien mi meh Ressou cen (z. B. eine g öße en Anzahl on
Bewe enden, e schiedene Be agungsdu chgänge usw.) schein die Ve wendung meh e e
Fo omodelle und un e schiedliche Obe kie e on en sinn oll.
Die E alua ionen anden in den Räumlichkei en des UKSH, Campus Kiel sowie de RWTH
Aachen s a . Genu z wu den Semina äume sowie Hö säle. Au g und de Anzahl de
Teilnehme konn e insbesonde e bei de Nu zung de Hö säle nich siche ges ell we den, dass
alle Bewe ende einen e gleichba en Abs and ode Be ach ungswinkel zu den gezeig en
Fo og a ien ha en. Die Lich e häl nisse wu den zuguns en de Be ach ung übe einen
Beame angepass , indem ande e Leuch quellen ausgeschal e und Vo hänge zugezogen bzw.
Rollos he un e gelassen wu den. Eine no mie e Messung des Umgebungslich s ode de
Leuch k a des jeweiligen Beame s wu de jedoch nich du chge üh . Eine S anda disie ung
de Bedingungen wu de dami insgesam zwa anges eb , konn e jedoch du ch die Nu zung
un e schiedliche Räumlichkei en und de un e schiedlichen Teilnehme zahl jede
Bewe e g uppe nich ollum änglich e eich we den.
4.2 Diskussion de E gebnisse
Die E gebnisse de Ka ego ie de KRONENLÄNGE DER ECKZÄHNE un e s eichen, dass sich das
na ü liche du chschni liche Vo kommen de ela i en G ößen e häl nisse de
F on zahnk onenlängen mi den P ä e enzen de Bewe enden deck e: P ä e ie wu den
p opo ionale K onenlängen, die sich zwischen dem la e alen und medialen Incisi us beweg en
(1,05 la . Inc., 1:0,95 med. Inc., 1:1 med. Inc.), länge e ode kü ze e Eckzähne wu den
schlech e bewe e . Die Fachli e a u besch eib eine du chschni liche K onenlänge de
mi le en Schneidezähne on 10,5 mm, de sei lichen Schneidezähne on 9 mm und de
36
Eckzähne on 10 mm (Nelson und Ash 2010). Übe eins immend hie mi a o isie en die
Bewe enden in de E alua ion auch eine p opo ionale K onenlänge des Eckzahns on 1:0,95
med. Inc..
Obwohl die in de Ka ego ie ZAHNFARBE gewähl en Fa bs u en e ände ungen nu ge ing
aus ielen, wu den dennoch signi ikan e Un e schiede zwischen den Bewe ungen de Bilde
du ch die Bewe enden deu lich. En scheidend ü die Äs he ik eine Obe kie e on wa
demnach nich nu die Gesam zahn a bs u e, sonde n insbesonde e auch ein einhei liches
E scheinungsbild alle Zähne: So e ziel e die abgedunkel e Obe kie e on mi adap ie em
Eckzahn ähnliche Bewe ungen wie eine zwa au gehell e Obe kie e on , abe ohne
adap ie en Eckzahn. En gegen dem na ü lichen Au e en in de Na u (Tu gu e al. 2018)
wu de somi eine Fa bsymme ie p ä e ie , gg . u sächlich beein luss du ch Kul u und
Medien. Die übe eins immende kul u elle, sozioökonomische He kun de Bewe e g uppen
könn e diesen E ek en sp echend begüns ig haben. Dass alle Bewe enden aus demselben,
zen aleu opäischen Kul u k eis s amm en, was die äs he ische Wah nehmung und Bewe ung
beein luss haben könn e, s ell eine Limi a ion de S udie da . Es is annehmba , dass
Vo s ellungen on Äs he ik und A ak i i ä du ch Medien, We bung und kul u elle Ein lüsse
gep äg wa en. In den sozialen Medien wie Twi e we den z.B. am häu igs en äs he ische
The apien mi els Venee s und Zahnbleaching bewo ben (Salim e al. 2021). So schein es nich
e wunde lich, dass in diese S udie mi wes lich-kul u ell gep äg en Teilnehme n einhei lich
helle Zähne im Fa b e gleich höhe bewe e en wu den – en sp echend des häu ig ezi ie en,
hingegen unna ü lichen Idealbilds des umgangssp achlichen Hollywoodlächelns. Es wi d on
e hnischen G uppen im asia ischen Raum be ich e , bei denen das kul u elle Zähneschwä zen
bei F auen als besonde s a ak i bzw. als Hinweis au den Familiens and emp unden wi d und
soga die Mundgesundhei ö de (Tayanin und B a hall 2006, Zhang e al. 2018). Im
Allgemeinen belegen S udien jedoch eine g undlegende, kul u übe g ei ende
Übe eins immung in Bezug au die A ak i i ä swah nehmung on Pe sonen (Langlois e al.
2000, Rhodes 2006, Mehl e al. 2014).
Hinsich lich de INKLINATION DER ECKZÄHNE zeigen die Resul a e, dass eine senk ech e
Aus ich ung (0°) bis leich nega i e (pala inale) Inklina ionen be o zug we den, eine
es ibulä e Inklina ion jedoch als äs he isch nega i wah genommen wi d. Ande e
S udieng uppen kamen zu ähnlichen E gebnissen (Bo hung e al. 2015, Lemos e al. 2019). In
37
eine Ve gleichss udie konn en - bei de Bewe e g uppe de Laien - soga noch s ä ke e
pala inale Inklina ionen on -15°, die do zudem nu unila e al e ände wo den wa en,
äs he isch übe zeugen (Lemos e al. 2019). Beme kenswe bleib somi , dass nu die s a k
es ibulä e Inklina ion de Eckzähne (+10°) signi ikan schlech e bewe e wu de und
senk ech ausge ich e e bis o al geneig e Eckzähne inne halb eine s a is ischen Subg uppe
e wa gleich bewe e wu den. Dass eine e gleichba e S udie hie z.T. ausgep äg e e
P ä e enzen zeigen konn e, lieg e mu lich an dem on den ande en Au o en gewähl en
S udiendesign (Anwendung eines Q-So -Rankings ans a de VAS), was do den di ek en
Ve gleich bzw. die Abs u ung de Bilde e leich e e bzw. soga e o de e (Bo hung e al.
2015). Bezogen au die klinische Anwendung bleib somi es zuhal en, dass die Inklina ion de
Eckzähne, zumindes bei senk ech e bis pala inale Aus ich ung, eine ehe un e geo dne e
Rolle ü die Gesam äs he ik des Lächelns spiel .
In de Ka ego ie WINKEL DER INZISALKANTENSPITZE wu den ech winkelige bis abge lach e
Winkel (90° bis 100°) e gleichba posi i bewe e . Somi schein in de In e p e a ion de
E gebnisse die Ab asion eines Eckzahns wenig Ein luss au die Äs he ik zu haben. U sächlich
hie ü könn e die den Bewe enden geläu ige Mo phologie eines na ü lich ab adie en
Inzisalkan enwinkels sein, de am Pa ien en gemäß eine na ü lichen Abnu zungse scheinung
des Al e s häu ig beobach e we den kann.
Bes ä ig we den konn en S udien, die keine Abhängigkei zwischen dem E ah ungsg ad au
dem Gebie de Zahnmedizin und de äs he ischen Wah nehmung es s ellen konn en (Wol a
e al. 2005a, Bo hung e al. 2015, Pi el e al. 2016). In eine ande en S udie wu de zwa ein
signi ikan e Un e schied zwischen de äs he ischen Beu eilung on Laien gegenübe de
Expe eng uppe aus S udie enden und Zahnä z en es ges ell (Mehl e al. 2015b) - do bes and
die Laienpopula ion jedoch aus Pa ien en, de en Selbs wah nehmung nach eine um ang eichen
zahnä z lichen Behandlung un e such und de Bewe ung de Expe en gegenübe ges ell
wo den wa . In de o liegenden A bei wu de hingegen die objek i e Beu eilung de
Bewe e g uppen gegenübe eine unbekann en Obe kie e on analysie . De Ein luss de
Selbs wah nehmung wa nich Gegens and de Un e suchung.
Mul iple Tes ungen e gaben e schiedene Un e g uppen, die olgende Schluss olge ungen
zulassen: Nu spi ze Winkel on wenige als 90°, s a k es ibulä geneig e und im Ve gleich
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50
7 Anhang
7.1 Einwilligungse klä ung de P obandin
51
7.2 F agebogen an die Bewe enden
F agebogen N .:
Seh geeh e S udien eilnehme ,
wi bedanken uns, dass sie sich be ei e klä haben, an diese S udie zu den alen Äs he ik mi
dem Schwe punk de Eckzahnmo phologie eilzunehmen. Bi e üllen sie die un en s ehenden
F agen so g äl ig und olls ändig aus.
Wi e siche n Ihnen, dass alle Da en anonym ausgewe e we den und dass niemand on de
obig angegebenen F agebogennumme au ih e Pe son schließen kann.
Vielen Dank ü Ih e Mi a bei !
Al e :
Geschlech :
Be u / Tä igkei / S udiensemes e :
Sei wie ielen Jah en im Be u ä ig:
52
Im Folgenden inden Sie einen Be indlichkei sbogen mi Eigenscha spaa en. Bi e en scheiden
Sie in ui i , welche de beiden Eigenscha en Ih em de zei igen Zus and am ehes en en sp ich .
Machen Sie in das Käs chen hin e de zu e enden Eigenscha ein K euz. Nu wenn Sie sich
ga nich en scheiden können, machen Sie ein K euz in die Spal e „wede – noch“. Lassen Sie
keine Zeile aus.
Im Anschluss s a e eine P äsen a ion on in ao alen Fo oau nahmen eine Obe kie e on ,
bei denen spezi ische Zahnme kmale wie Fa be, Länge ode Winkel e ände wu den. Die
jeweilige Ve ände ung wi d Ihnen nich bekann gegeben. Die Fo os sollen on Ihnen nach de
Gesam äs he ik bewe e we den. Hie zu inden Sie au Ih em F agebogen ho izon ale,
skalenlose Linien, au denen Sie, wie un en abgebilde , jeweils eine e ikale S ichma kie ung
se zen. Je wei e ech s Sie den S ich pla zie en, des o a ak i e emp inden Sie die Zahn eihe,
je wei e links, des o una ak i e . Fü jedes Fo o haben Sie 10 Sekunden Bedenk- und
Bea bei ungszei .
Bi e en scheiden Sie auch hie in ui i und e suchen Sie nich , die Fo og a ien un e einande
zu e gleichen.
53
F agebogen N .:
Be indlichkei sbogen (beispielha )