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Inversionen: Marie Luise Kaschnitz’ literarische und lyrische Interviews

Aeschlimann, Sofie

Abstract

In ihren literarischen Texten kommentiert und hinterfragt Marie Luise Kaschnitz das journalistische Interview als literarische Gattung und als…

Full text

| 81 So ie Aeschlimann In e sionen Ma ie Luise Kaschni z’ li e a ische und ly ische In e iews Abs ac In he li e a y ex s Ma ie Luise Kaschni z com- men s and ques ions jou nalis ic in e iews as a li e a y gen e and as a social p ac ice. The poem In e iew is a he a monologue o a soliloquy han a dialogue wi h he in e iewe . This ly ical in e iew mixes he li e a y gen e o he jou na- lis ic in e iew wi h o he s, namely he poem, he con ession, and he example. The con en ions which cons i u e he li e a y gen es a e pe o - med and in e ed a once. By his s a egy o in- e sion, he poem does no only expose how he con en ions a e cons i u i e o li e a y gen es, bu also challenges he aim o an in e iew: The eade o a jou nalis ic in e iew wan s o lea n mo e abou he amous pe son, which is being in e iewed, bu he poem In e iew e uses o communica e. Howe e , a sha ed unde s anding o li e a y gen e is equi ed o his e usal. Was lesen Sie ge ne? Was hal en Sie on de ak uellen Li e a u ? Was mögen Sie an de S ad , in de Sie wohnen? Solche F agen wu den Ma ie Luise Kaschni z (1901–1974) in In- e iews ges ell . Da Au o *innen Pe sonen des ö en lichen Lebens sind, gil das In e esse o nich nu ih en Tex en und ih em Sch eibp ozess, sonde n auch ih e Pe son ( gl.Ho - mann und Kaise 2014, 19; Masschelein e al.2014, 3). Ande s als bei ande en in e iew en Menschen aus de Poli ik, dem Spo ode de Kuns inde bei Au o *innen das In e iew in demselben Medium s a , das auch ih Me ie is – de Sp ache. In e iews mi Au o *innen sind deshalb ielleich besonde s geeigne ü li e a ische Expe imen e: Au g und de sp achlichen Nähe können Au o *innen die Ga ung und die soziale P axis des In e iews leich in ih en Tex en au g ei en, e lek ie en und pa odie en. Solche Expe imen e wu den schon meh ach gemach , o allem in Roman o m, zum Bei- spiel on Ka h in Röggla ode Wol Haas ( gl.Haas 2007; Röggla 2004; dazu z.B. Ho mann 2018; K au hausen 2006; Scha ick 2014). Die Ve mischung on In e iew und Gedich is hingegen sel ene und kaum e o sch ( gl.Ho mann 2015, 110; Usla 2016). Ein Beispiel ü eine solche Ve a bei ung in Gedich o m is In e iew (1962) on Ma ie Luise Kaschni z. Kiel-UP • h ps://doi.o g/10.38072/2751-9821/p14 82 | POEMA 2.2024 In e iew Wenn e komm , de Besuche , De Neugie ige und dich ag , Dann bekenne ihm, daß du keine B ie ma ken sammels , Keine a bigen Au nahmen machs , Keine Kak een züch es . Daß du kein Haus has , Keinen Fe nsehappa a , Keine Zimme linde. Daß du nich weiß , Wa um du dich hinse z und sch eibs , Unwillig, weil es di kein Ve gnügen mach . Daß du den Sinn deines Lebens imme noch nich He ausge unden has , obwohl du schon al bis . Daß du gelieb has , abe unzu eichend, Daß du gekämp has , abe mi zagha en A men. Daß du an ielen O en zu Hause wa s , Abe ein Heima ech has an keinem. Daß du dich nach dem Tode sehns und ihn ü ch es . Daß du kein Beispiel geben kanns als dieses: Imme noch o en. (GW 5, 333–334) 1 Kaschni z ha e schiedene jou nalis ische In e iews gegeben, die in Zei sch i en und In e iewsammlungen e schienen sind, sie ha ein In e iew mi sich selbs gesch ieben und sie ha in ih en li e a ischen Tex en In e iewsi ua ionen e lek ie . Eine diese Tex e is das Gedich In e iew, das im Zen um meine Un e suchung s eh . Ich zeige da an, wie das Gedich die soziale P axis und die Ga ung des In e iews hin e ag und in e ie . Es geh im Folgenden imme um Tex e, also nich um audio isuelle Au nahmen on In e - iews, die beispielsweise im Fe nsehen gesende wu den. Das Gedich In e iew e gleiche ich mi einem jou nalis ischen In e iew, das Kaschni z 1961 gegeben ha , sowie mi zwei wei e en li e a ischen In e iew ex en on Kaschni z. De Beg i ›In e iew‹ is au Deu sch be ei s sei dem neunzehn en Jah hunde be- zeug , e s amm aus dem Englischen und is do wiede um eine Ablei ung aus dem an- zösischen ›en e oi ‹, › e en, sehen‹ ( gl.Kluge; Masschelein e al.2014, 5–7). Spä es ens sei Beginn des zwanzigs en Jah hunde s sind In e iews es e Bes and eil des Li e a u - be iebs. Die li e a u wissenscha liche Fo schung ha das In e iew als Gegens and abe e s in den le z en gu zehn Jah en en deck ( gl.Bi ns iel 2014, 63, 68; Hansen 1998, 462; 1 Kaschni z’ Gesammel e We ke we den im Folgenden mi de Sigle GW zi ie . Aeschlimann: In e sionen | 83 Ho mann und Kaise 2014, 11; Ho mann und Pabs 2016, 1; Masschelein e al.2014, 6; Reichwein und Pilz 2017, 250). Zwanzig Jah e o he ha Gé a d Gene e das In e iew als Pa a ex besch ieben, genaue als Epi ex ( gl.Gene e 1989, 12, 328; Bi ns iel 2014, 75– 78; Wegmann 2016, 10). Gene es Beg i e e möglichen, die Kons ella ion on li e a ischen Tex en und In e iews zu besch eiben, sie g ei en abe bei li e a ischen Expe imen en mi In e iews zu ku z. To s en Ho mann ha es eine »En pa a ex ualisie ung« des In e iews genann und Klaus Bi ns iel ha o geschlagen, das In e iew als »la e alen Pa a ex « zu e - s ehen, de »neben« dem We k angeo dne is (Ho mann 2011, 316; Bi ns iel 2014, 78). Das In e iew ha dadu ch Eigens ändigkei e lang und wi d mi le weile meis ens als eigene li- e a ische Ga ung besch ieben und un e such ( gl.F icke 2019, 432; Ho mann 2015, 104, 108; Ho mann und Pabs 2016, 2–6; Ho mann 2016, 75; Ho mann 2018, 81; Masschelein e al.2014, 4, 16; Pabs 2016, 46; Reichwein und Pilz 2017, 249–250, 253; Wegmann 2016, 16). Das In e iew gil als hyb ide Ga ung, weil es zum Jou nalismus und zu Li e a u gehö , sich du ch eine doppel e Au o scha auszeichne und aus zwei Medien bes eh , nämlich ei- nem mündlichen Gesp äch eine sei s und einem sch i lichen, edie en Tex ande e sei s, de abe imme noch Mündlichkei signalisie ( gl.Ho mann und Kaise 2014, 12; Ho mann 2015, 100; Ho mann 2018, 78; 12; Masschelein e al. 2014, 17; Schumache 2018, 105). Ich e s ehe Ga ungen hie als kul u elle Deu ungsmus e , die au de Wiede e kennba kei ein- zelne Me kmale be uhen ( gl.Be g 2014, 5–7; Gymnich und Neumann 2007, 36–37, 39–40). Bei de Rezep ion eines Tex s we den die Me kmale e kann , die Ga ung wi d ak ualisie und dami jedes Mal wiede kons i uie ( gl.Gymnich und Neumann 2007, 45). Ga ungen we den also übe soziale P ak iken he ges ell ( gl.Michle 2015, 21, 46). Das In e iew basie au meh e en Ga ungskon en ionen. Dazu gehö die Au hen izi- ä ssugges ion, also die Annahme, dass In e iews au einem ealen Gesp äch be uhen, das zwischen de In e iewe *in und de in e iew en Pe son ge üh wu de ( gl.Hansen 1998, 464; Ho mann 2018, 77; Masschelein e al. 2014, 37). Es gib gemäß Ho mann »einen Pak des Au hen ischen« (2018, 78, gl.Masschelein e al. 2014, 37), ähnlich dem »au obiog a- phischen Pak « nach Philippe Lejeune (1994). Die Kommunika ionssi ua ion on In e iews is asymme isch, sie ha eine bes imm e Rollen e eilung und is zielge ich e : Die In e - iewe *in möch e die in e iew e Pe son dazu b ingen, au die ges ell en F agen zu an wo - en, denn das Ziel is es, meh übe die in e iew e Pe son zu e ah en ( gl.F ied ichs und Schwinges 2016, 11; Hansen 1998, 466; Halle 2013, 113–114; Ho mann und Kaise 2014, 15; Ho mann 2015, 100; Ho mann und Pabs 2016, 4; Simons und Vogl 2016, 92). Auße dem is eine d i e Ins anz zumindes mi gedach , da das Gesp äch ü ein Publikum ge üh wi d und somi imme ö en lich is ( gl.Hansen 1998, 463; Halle 2013, 118, 124; Ho mann 2015, 100; Ho mann und Pabs 2016, 4). Die Ga ungsme kmale des In e iews um assen auch einen o malen Aspek , nämlich die F age-An wo -S uk u : Ein ypisches In e iew bes eh aus eine Ab olge on F agen und An wo en, die in di ek e Rede wiede gegeben we den ( gl.Halle 2013, 48, 123, 149; Thiele 2009, 20). Meis ens sind die F agen und An - wo en g a isch ge enn , die F agen beispielsweise ku si ode e ged uck . 84 | POEMA 2.2024 Diese Ga ungsme kmale bilden einen P o o yp. Es is nich zwingend, dass alle Me k- male o handen sind, um die Wiede e kennba kei de Ga ung zu gewäh leis en. Im Ge- gen eil, in In e iew-Expe imen en wi d ge ade mi den Me kmalen gespiel . Solche Expe i- men e gib es wie e wähn in Roman o m, es gib sie abe auch in jou nalis ischen Medien. Dazu gehö en Tom Kumme s S a in e iews de 1990e Jah e, die sich als Fake he ausge- s ell haben ( gl.Pabs 2016), ode Heine Mülle s Selbs inszenie ungen in In e iews, die so nie s a ge unden haben ( gl.Ho mann 2011). Die Ve handlung on Fak und Fik ion is sowieso Teil on ielen, wenn nich allen In e iews und in de Ga ung selbs be ei s an- geleg du ch den e wähn en Pak des Au hen ischen, das Spannungs e häl nis on Münd- lichkei und Sch i lichkei und den hohen S ellenwe des Inszenie ens ( gl.Ho mann und Kaise 2014, 19; Ho mann 2015, 100–101; Ho mann 2018, 78; Wegmann 2016, 12). Um das Spek um on In e iews bei Ma ie Luise Kaschni z besse benennen zu kön- nen, un e scheide ich im Folgenden jou nalis ische, li e a ische und ly ische In e iews. Als jou nalis isches In e iew bezeichne ich die Ga ung, die sich du ch die oben au gezähl en Me kmale auszeichne . Das li e a ische In e iew wu de bishe un e schiedlich de inie . Teilweise e s eh die Fo schung da un e ein In e iew, das mi ode on eine Au o *in ge üh wi d ( gl.Masschelein e al.2014, 3, 20), manchmal we den gewisse li e a ische Quali ä en e gänz ( gl.Bi ns iel 2014, 69; Ho mann und Pabs 2016, 3). Beide De ini io- nen sind ü mein Ko pus nich besonde s ziel üh end, deshalb olge ich Ho mann, de in seinem le z en Au sa z »jou nalis ische In e iews« on »li e a isch- ik ionalen In e iews« un e scheide (2018, 78). Das li e a ische In e iew is in diese De ini ion also ehe ein In e iew in de Li e a u , es is du ch seinen medialen Kon ex gep äg und e häl sich zum jou nalis ischen In e iew, indem es kommen ie ode pa odie ( gl.Ho mann und Kaise 2014, 21; Ho mann 2015, 110; Masschelein e al. 2014, 40). Au diese Un e scheidung könn e man wiede Gene es Beg i e anwenden, das jou nalis ische In e iew wä e dami ein Pa a ex , das li e a ische In e iew hingegen ein Tex , wobei ich be onen möch e, dass diese G enzen nich es sind, sonde n im Fall des In e iews imme wiede ausgehandel we den ( gl.Ho mann 2018, 93). Das ly ische In e iew e gänze ich und e s ehe da un e eine Auseinande se zung mi de Ga ung des jou nalis ischen In e iews in Gedich en. Das Gedich In e iew is demnach ein ly isches In e iew. Es kommen ie und hin e - ag jou nalis ische In e iews, und zwa – so meine These – in doppel e Weise, indem es sich mi de Ga ung des jou nalis ischen In e iews eine sei s und mi de sozialen P axis eine In e iewsi ua ion ande e sei s be ass . Das Gedich spiel e schiedene Ga - ungsme kmale des jou nalis ischen In e iews und zusä zliche Ga ungen gegeneinande aus. So en s eh ein e wei e e Ga ungshyb id aus dem jou nalis ischen In e iew, das ja an sich schon eine hyb ide Ga ung is , dem Gedich , dem Bekenn nis und dem Beispiel. Die Ga ungsme kmale we den dabei nich nu gemisch , sonde n jedes Me kmal wi d in e ie , ins Gegen eil e d eh . Du ch diese In e sion weis das Gedich die einzelnen Ga ungsme kmale zu ück und s ell die Ga ung des jou nalis ischen In e iews in F age. In Bezug au die soziale P axis des In e iews mach das Gedich die e schiedenen In- Aeschlimann: In e sionen | 85 e essen sich ba , die in de Kommunika ionssi ua ion eines In e iews o handen sind, und in e ie auch diese. In e iew e weige die ypische zielge ich e e, asymme ische Be agungssi ua ion, es en s eh im Gedich kein Gesp äch und es we den keine ele an en In o ma ionen übe die in e iew e Pe son e mi el . T o z diese d ei achen Kommuni- ka ions e weige ung und de In e sion on Ga ungsme kmalen spiel ein gemeinsames Ve s ändnis eine wich ige Rolle: Ein gemeinsames Ga ungswissen is Vo ausse zung ü die In e sionss a egie des Gedich s. 1. Kein Gesp äch Die e s e Kommunika ions e weige ung bezieh sich au den dialogischen Aus ausch zwi- schen den In e iewpa ne *innen. Die dialogische Gesp ächssi ua ion is ypisch ü jou - nalis ische In e iews, abe das Gedich is ja kein jou nalis isches In e iew, sonde n eben ein Gedich . Da es jedoch den Ti el ›In e iew‹ äg , en s eh ein Spannungs e häl nis zwischen Tex und Ti el. Ein Ti el benenn das Thema eines Tex s, e bezeichne abe auch – häu ig als Un e i el – die Ga ung, beispielsweise ›No elle‹ ode ›Roman‹: Wenn ein Tex , e wa in eine Zei ung, mi ›In e iew‹ be i el is , ha de Ti el meis ens eine ga - ungsbezeichnende Funk ion, de Tex en sp ich dann wah scheinlich den Me kmalen de Ga ung, es olg also ein jou nalis isches In e iew. Bei In e iew is das abe ge ade nich de Fall. De Tex weis keine F age-An wo -S uk u au und auch sons keine o malen Me kmale, die ü die Ga ung des In e iews ypisch sind. S a dessen bes eh e aus Ve - sen, die eindeu ig nich zu den Me kmalen de Ga ung eines In e iews gehö en, sonde n die ich hie als Minimalme kmal eines Gedich s annehme. In e iew is also ein Gedich und kein jou nalis isches In e iew, obwohl de Ti el das sugge ie en könn e. Das Gedich nimm also keine o malen Me kmale des jou nalis ischen In e iews au , da ü e lek ie es die Kommunika ionssi ua ion. Es geh in In e iew um ein Gesp äch zwischen zwei Pe sonen, wobei die eine Pe son F agen s ell und die ande e Pe son an - wo e . In den beiden e s en Ve sen des Gedich s wi d die Kommunika ionssi ua ion mi ih e dialogischen und asymme ischen Rollen e eilung skizzie : ›Ein neugie ige Besu- che ‹ »komm « und » ag «, e nimm also die Rolle de agenden Pe son ein. Es is eine gene ische In e iewsi ua ion und ielleich is sie noch allgemeine angeleg , wenn be- ücksich ig wi d, dass die In e iewe *in in In e iews manchmal s ell e e end ü das Publikum s eh ( gl.F ied ichs und Schwinges 2016, 20–21). De Besuche wü de also ü das gesam e ö en liche In e esse ode eben die ö en liche ›Neugie de‹ s ehen. Auch die Äuße ung des Besuche s is au den allgemeinen Sp echak de F age edu- zie : Wi wissen nich , was e ag , sonde n nu , dass e e was ag . De Inhal de F agen bilde eine Lee s elle. Dami wi d be on , wie e wa ba In e iew agen sind. Sie sind in jedem In e iew imme wiede so ähnlich, dass sie weggelassen we den können, die in e - 86 | POEMA 2.2024 iew e Pe son kann das In e iew allein ›abspulen‹. Sobald kla is , dass sie sich in eine In e iewsi ua ion be inde , mi einem Besuche , de »komm « und » ag «, kann sie ih e An wo en geben, ohne dass die F agen übe haup ges ell we den. Ge ade in ih e Absenz be onen die F agen die E wa ba kei on In e iews: Weil die Lee s elle p imä mi dem Naheliegenden, das heiß mi dem E wa ba en, ge üll wi d, we den bei de Rezep ion des Tex s ypische F agen einge üll . Mi de Lee s elle de F agen wi d auße dem andeu ungs- weise ein Ga ungsme kmal des In e iews hin e ag , denn zu einem In e iew gehö en mindes ens zwei ode d ei F agen ( gl.F ied ichs und Schwinges 2016, 11; Halle 2013, 119–120). Ob das in In e iew de Fall is , wi d abe o engelassen. Obwohl das Gedich mi dem Besuche beginn , is e spä es ens nach dem d i en Ve s i ele an . Ab da s eh das Du im Mi elpunk , das angesp ochen wi d. An das Du sind die F agen des Besuche s ge ich e und dem Du wi d de Be ehl gegeben: »Dann bekenne ihm, daß […]«. Au den Be ehl olg eine Au lis ung on ›dass‹-Sä zen, in denen eine Sp echins- anz aus üh , was das Du alles bekennen soll. Ausgehend on einem Kommunika ionsmo- dell muss es eine Ins anz geben, die diese Ve se äuße ( gl.Pe zold 2012, 148; Bo kowski und Winko 2011, 64). Die Sp echins anz bleib abe unsich ba und kann nu ex nega i o kons uie we den (zu Abwesenhei eines Ichs in Kaschni z’ Ly ik gl. Roßbach 2002, 65–69). Dass au das Du okussie wi d, is an sich ypisch ü eine In e iewsi ua ion, in dem nich die agende Pe son, nich de Besuche , im Vo de g und s eh , sonde n die in e - iew e Pe son. Alle dings bean wo e das Du im Gedich – ande s als in einem ypischen jou nalis ischen In e iew – keine F agen. Es äuße nich einmal die Bekenn nisse, die es au e leg bekomm . Das Du sp ich und handel nich , sonde n is nu indi ek in den Äuße- ungen de Sp echins anz p äsen , wobei diese Sp echins anz selbs wiede um unsich ba bleib . Das Gedich als ly isches In e iew g ei mi de Kommunika ionssi ua ion zwischen zwei Pe sonen also ein nich - o males Ga ungsme kmal on jou nalis ischen In e iews au . Zue s schein es um eine dialogische Gesp ächssi ua ion zu gehen, ab dem d i en Ve s is das Gedich abe monologisch. Das Ga ungsme kmal wi d zwa au geg i en, abe nich umgese z , sonde n in e ie , das Gedich wi d zum Monolog eine unsich ba en Sp echins anz übe das Du, und zwa mi dem Sp echak eines Be ehls. Das Ziel eines jou nalis ischen In e iews, dass die in e iew e Pe son au die F agen an wo e , die ih on eine agenden Pe son ges ell we den, wi d hie e ehl und es en s eh kein Dialog (zu Sp achlosigkei bei Kaschni z gl.Foo 1982). Vo ge üh wi d die Kommunika ions e weige ung, indem zwei Ga ungen gegenein- ande ausgespiel we den: Die Ga ungsme kmale des jou nalis ischen In e iews we den in einem Gedich , einem ly ischen In e iew, au geg i en und in e ie . Dieses Spiel mi den Ga ungen g ünde jedoch au einem allgemein bekann en Ga ungswissen – nu wenn Ga ungsme kmale e kann we den, können sie e ände we den. Fü die S a egie des Gedich s, Ga ungsme kmale au zug ei en und zu in e ie en, bilde ein gemeinsames Ve - s ändnis on Ga ungen die Vo ausse zung. Hie wi d also doch wiede Kommunika ion Aeschlimann: In e sionen | 87 ele an : In Bezug au Ga ungen is Kommunika ion eine Vo ausse zung ü das Gedich , das seine sei s Kommunika ion in Bezug au In e iewsi ua ionen e nein . 2. Kein Bekenn nis Die zwei e Kommunika ions e weige ung geschieh , indem die Ga ung des Bekenn nisses einge loch en und in e ie wi d. U sp ünglich s amm die con essio aus dem ju is ischen Kon ex . Im ömischen Rech konn e eine Tä e *in au g und ih es Bekenn nisses ode auch Ges ändnisses e u eil we den ( gl.Magaß und Robling 1994, 348). Sei die con essio on Mä y e *innen als Zeugnis des Glaubens e wende wu de, ha sie eine eligiöse Bedeu- ung, sie is also nich meh das Einges ändnis eine Schuld, sonde n eine ö en liche S el- lungnahme, ein posi i es Eins ehen ü die eigene Übe zeugung ( gl.Magaß und Robling 1994, 348–349). Dazu gehö en auch die con essiones, Bekenn nissch i en mi au obiog a i- schem Cha ak e , die au Augus inus zu ückgehen und sei dem ach zehn enJah hunde nich nu Religion, sonde n auch Indi iduali ä bezeugen ( gl.Magaß und Robling 1994, 350–351). In de he o ischen T adi ion soll das Bekenn nis das Wohlwollen des Publikums e egen, es kann also auch als scheinba e Ein äumung e wende we den ( gl.Magaß und Robling 1994, 349). Auch In e iews können einen Bekenn nischa ak e haben ( gl.Mas- schelein e al. 2014, 18; Simons und Vogl 2016, 92). Das Bekenn nis nimm im Gedich In e iew eine p ominen e Rolle ein. De Impe a i »bekenne« is die einzige ini e Ve b o m, die im Gedich in einem Haup sa z s eh . Syn ak- isch is das Gedich ein einzige Sa z, es gib nu einen Haup sa z (»Dann bekenne ihm«). Da o s eh ein Konjunk ionalsa z mi »[w]enn«, danach olgen iele Konjunk ionalsä ze mi »daß« und da on abhängige Nebensä ze. Alle ande en ini en Ve ben neben dem Im- pe a i »bekenne« s ehen somi in Nebensä zen und de Be ehl zum Bekenn nis bilde syn ak isch das Zen um des Gedich s. Die d ei Komponen en des Bekenn nisses – ju is isch, eligiös, au obiog a isch – lassen sich im Gedich e kennen. Mi seinem Fokus au E lebnissen und Meinungen eih sich das Gedich in die Ga ung de au obiog a ischen con essiones ein. Be ei s Uwe Schweike (1984, 60) ha die con essiones mi Kaschni z’ Tex en in Ve bindung geb ach , nämlich mi den spä en P osabüche n, die eine au obiog a ische G undlage haben. In In e iews wi d o nach pe sönlichen Ansich en ge ag und in e essan we den In e iews dann, wenn die in e iew e Pe son ein Bekenn nis ableg , e was Pe sönliches p eisgib . In den 1960e Jah en wu de die Pe son s a k ins Zen um on In e iews ge ück und es wu de e such , eine pe sönliche A mosphä e zu scha en ( gl.Halle 2013, 61). Ein In e iew mi Kaschni z e schien in einem Band mi dem Ti el P o okoll zu Pe son (Rudolph 1971), also mi einem explizi en Fokus au de Pe son wie zum Beispiel in Gün e Gaus’ be- kann e In e iewse ie Zu Pe son im ZDF, die in den 1960e Jah en begann ( gl.Gaus 1987, 9; Schü 2000, 17, 20). Ande e In e iews mi Kaschni z anden in ih e Wohnung 88 | POEMA 2.2024 in F ank u s a ( gl.Bienek 1962, 34; Klepzig 1961, 20) ode au ih em Familiengu in Bollschweil ( gl.Wi e 1969, 109). Mi Ben Wi e un e nahm Kaschni z einen »Spazie - gang« und »[u]m die Do ki che« (Wi e 1969, 109) im Nachba o inklusi e in o mellem Ka ee inken im Gas haus – diese Spazie gänge kul i ie e Wi e ab den 1960e Jah en, um ein pe sönliche es Gesp äch zu e möglichen, als es seine Meinung nach in einem ge- schlossenen Raum en s ehen wü de ( gl.Halle 2013, 61–63). Die In e iews mi Kaschni z we den o »Gesp äch« genann (Mech el 1972, 47; GW 7, 930, 970) ode es sind »We k- s a gesp äche«, die aus dem gemeinsamen Aus ausch en s ehen (Bienek 1962; gl.Hansen 1998, 472–473; Masschelein e al. 2014, 16). In e iew und Gesp äch sind zwa wei gehend synonym ( gl.Ho mann und Kaise 2014, 15), das Gesp äch e bi g abe ielleich e was s ä ke die asymme ische und be agende Kons ella ion eines In e iews. De ju is ische Aspek ück In e iew hingegen in die Nähe eines Ve hö s. Das jou na- lis ische In e iew wu zel zum Teil a sächlich im k iminalis ischen Ve hö ( gl. Halle 2013, 92–97; Simons und Vogl 2016, 92), die Deu ung eines In e iews als Ve hö is also nich abwegig. Die in e iew e Pe son wi d aus diese Pe spek i e im Gedich angeklag und ges eh eine Schuld ein. Die F age ode F agen des Besuche s sind die Anklage, de en Inhal aus den Bekenn nissen ekons uie we den kann: Angeklag wi d das Du, keine B ie ma ken zu sammeln, keine a bigen Au nahmen zu machen und so wei e . In diesen Ve sen we den sechs S e eo ype eines bü ge lichen Lebens de 1950e und 1960e Jah e au gezähl , wobei Wohls and, Konsum, Besi z um und gep leg e F eizei beschä igungen wich ig sind. F i z Ma ini ha ausgehend on diese Au zählung das Gedich als K i ik an de »zei genössischen Bü ge men ali ä « (1990, 415, gl.414) in e p e ie . Die Un e su- chung muss abe au g und on Ma inis Nähe zum Na ionalsozialismus k i isch gesehen we den ( gl.Alb ech und K umeich 2022). Die Ve se, so Ma ini, wü den »die i ialen A ibu e eine im Nich igen zu iedenen Idylle« benennen und die »dump e Fixie ung au ein enges Bü ge glück« zeigen (1990, 414). Alle dings we den ja diese A ibu e alle e nein . Ma ini deu e die Nega ionen so, dass de »banale[] E wa ungsho izon des In e iewe s und des Publikums, ü das e ag «, »i onisie « wü de (1990, 414). Ma ini un e s ell dem Besuche , den e mi einem In e iewe gleichse z , einen »E wa ungs- ho izon «, au den Ma ini alle dings bloß au g und de au gelis e en Nega ionen zu ück- schließ und ohne Rücksich da au , dass eine unsich ba e Sp echins anz die Ve se äuße , dass sie also keine Aussagen des Besuche s sind. Was Ma ini s a k e allgemeine nd als I onie bezeichne , e weis meine Meinung nach au das g undlegende Konzep des Ge- dich s, au die In e sion. Nach de Au zählung de negie en S e eo ype we den die Ve se exis enzielle , sie bezie- hen sich au das Sch eiben, den Sinn des Lebens, Liebe, Kämp en, Heima , Tod. Es sind abe imme noch as alles Nega ionen. Das Du soll o allem bekennen, was es nich mach , nich besi z , nich weiß. Am Schluss wissen wi nahezu nich s übe das Du, da es ja e s ens selbs nich s bekenn , sonde n nu dazu au ge o de wi d, und zwei ens die be ohlenen Be- kenn nisse wei gehend ex nega i o e olgen. Kommunika ion wi d also wiede e weige . Aeschlimann: In e sionen | 89 Ande s als das ju is ische Bekenn nis en s eh die eligiöse con essio unge ag , ohne Anklage, und sie ges eh keine Schuld ein, sonde n e künde die eigene Übe zeugung. Das Du soll sagen, was es glaub , und dazu s ehen. Dazu pass , dass die F agen im Gedich eine Lee s elle bilden. De Be ehl zum Bekenn nis e olg ohne Rücksich au die F age und geh in eine eigene Rich ung. Ein solches Bedü nis, ande e Themen anzusp echen, als in In e iews gewöhnlich e ag we den, zeig sich in meh e en Tex en on Kaschni z, die sich mi In e iewsi ua ionen be assen. Plaka i gesag : Um das zu sagen, was man sagen möch e, muss man als Au o in schon selbs ein jou nalis isches, li e a isches ode ly isches In e iew sch eiben. Die Beziehung on F agen und An wo en is beim eligiösen Bekenn nis ande s als beim ju is ischen Bekenn nis. Die An wo en sind bei de eligiösen con essio unabhängig on den F agen, es is nich ele an , welche F agen genau ges ell wu den. Wenn die An wo en abe in eine ganz ande e Rich ung gehen als die F agen, wi d de dialogische Aus ausch, das Ziel des In e iews, wiede nich e eich . 3. Kein Beispiel Zum d i en Mal wi d Kommunika ion in den le z en beiden Ve sen e weige , wo es um das Beispiel geh . Im zwanzigs en Jah hunde wi d das Beispiel synonym zu exemplum e wende und is ein einzelne , mus e ha e Fall, de einen allgemeine en Sach e hal e anschaulich ( gl.Klein, 1431–1432, 1434). In de an iken Rhe o ik dien das Beispiel auch als Beweis ( gl.Klein, 1432–1433), A is o eles sieh es alle dings als schwäche en Beweis ( gl.2002, 108 [1394a, 9–12]). Deshalb emp iehl e , das Beispiel am Schluss zu e wenden, wo es übe zeugende sei ( gl.A is o eles 2002, 108 [1394a, 12–16]). In In e - iew is das de Fall, das Beispiel komm ganz zum Schluss. Alle dings e häl sich dieses Beispiel de T adi ion en gegengese z , es is eben ge ade kein gu e Beweis und keine gu e Ve anschaulichung eines Sach e hal s, sonde n maximal age: »Daß du kein Beispiel ge- ben kanns als dieses: / Imme noch o en.« Zue s soll das Du bekennen, dass es »kein Beispiel geben« könne. Eine solche Ve wen- dung des Beispiels bezieh sich au ein Vo bild, das Beispiel is de mus e ha e Fall eines Ideals und o de zu Nachahmung au ( gl.Klein 1433–1434). Zue s e olg im Gedich eine Absage an diese Fo de ung, das Du kann kein Vo bild sein. Dann wi d die Aussage je- doch umged eh : Mi de Fo mulie ung »kein Beispiel als dieses« wi d doch noch ein Beispiel gegeben. Dieses Beispiel is abe ausge echne »o en«. Inhal lich mein die Ellipse ielleich das Ideal, »[i]mme noch o en« zu sein, also eine o ene Hal ung zu haben, sich ü Vieles zu in e essie en und emp änglich ü Ve ände ungen zu sein. Me asp achlich bezieh sich die Ellipse abe au das Beispielgeben selbs , das Beispiel is noch auss ehend, noch »o en«. Gemeinsam is den beiden Bedeu ungen, dass das Beispiel unbes imm , eben »o en« is . Das Gedich üh dami e neu eine Ga ung o und in e ie sie. Das Beispiel in In e iew is wede ein übe zeugende Beweis, noch zeig es einen anschaulichen Fall. 96 | POEMA 2.2024 Die Religion gehö neben de poli ischen Meinung o enba zu den Themen, die Kasch- ni z in jou nalis ischen In e iews eilweise e miss e. Es is nich so, dass Kaschni z in ealen In e iews nie nach dem Ch is en um ge ag wo den wä e ( gl.Rudolph 1971, 91). T o zdem is das Bekenn nis und insbesonde e ein Glaubensbekenn nis ein Bedü nis, das sich in allen d ei In e iew-Tex en zeig : Das Gedich In e iew bau au dem Be ehl zu einem Bekenn nis au , im O e-Tex be ass sich die Sp echins anz am Ende des Tex s aus- üh lich mi de eigenen eligiösen Hal ung und das Selbs in e iew ende in eine e - schwö e ischen Übe eins immung mi einem d eimaligen »Ja.« und einem ausd ücklichen Bekenn nis zum Ch is en um. Indem Kaschni z in ih em Selbs in e iew K i ik an ih en Tex en di ek ansp ich und ein Glaubensbekenn nis einb ing , leg sie ande e Schwe punk e als in jou nalis ischen In e - iews. Sie bezieh sich abe auch au F agen, die ih in jou nalis ischen In e iews ges ell wu den. Beispielsweise wu de Kaschni z in In e iews o au ih e iel äl igen li e a ischen Fo men angesp ochen, wobei die be ei s zi ie e F age im Selbs in e iew deu lich p o o- kan e ges ell is . Kaschni z ag sich selbs auße dem, ob es sie nich wunde e, dass ih e Tex e auch junge Menschen ansp echen wü den ( gl.GW 7, 780–781), was eben alls in einem jou nalis ischen In e iew im Eingangs ex e wähn wu de ( gl.Bienek 1962, 33). Ausge echne dieses Thema nenn Kaschni z alle dings spä e im O e-Tex , wenn sie ypi- sche und »langweilig[e]« In e iew agen au lis e ( gl.GW 3, 821). De Kommen a zu In e iewsi ua ionen im O e-Tex , den Kaschni z in den 1970e Jah- en no ie und schließlich nich publizie ha , bezieh sich somi nich nu au jou na- lis ische In e iews, sonde n auch au ih eigenes li e a isches Selbs in e iew. Es is ein Disku s auszumachen aus jou nalis ischen und li e a ischen In e iews, in dem die li e a- ischen In e iews – das Gedich In e iew, das Selbs in e iew, de O e-Tex – die jou - nalis ischen In e iews spiegeln, einige Aspek e au nehmen, sich on ande en Aspek en abg enzen und die Ga ung sowie die soziale P axis des In e iews hin e agen. 7. Kommunika ions e weige ung und In e sion In In e iew se z sich Kaschni z mi jou nalis ischen In e iews auseinande . Sie g ei y- pische Aspek e on In e iewsi ua ionen au , kommen ie und hin e ag sie. Bezüge zu jou nalis ischen In e iews lassen sich e kennen, das Gedich imi ie jou nalis ische In e - iews abe nich nu , sonde n e binde die an sich schon hyb ide Ga ung mi wei e en Ga ungen. Dabei we den die Ga ungsme kmale sys ema isch in e ie und die Ga un- gen, insbesonde e diejenige des jou nalis ischen In e iews, hin e ag . Das Gedich als ly isches In e iew mach deu lich, was in jou nalis ischen In e iews meis ens unausgesp ochen mi schwing : Die E wa ung, dass die in e iew e Pe son ein pe sönliches Bekenn nis ablegen soll, wi d in In e iew explizi gemach . Das Gedich en - zieh sich diese E wa ung, indem nu Bekenn nisse ex nega i o au gelis e we den, die Aeschlimann: In e sionen | 97 das Du nich einmal ableg , sonde n zu denen es nu au ge o de wi d. Im Ve gleich mi ande en li e a ischen In e iews on Kaschni z wi d das Bedü nis deu lich, ande e Themen anzusp echen, als ü gewöhnlich in jou nalis ischen In e iews o kommen. Auch dazu is das Bekenn nis zen al. Es dien im Gedich dazu, eigene Themen einzub ingen, und is in den ande en Tex en als Glaubensbekenn nis o handen. Kaschni z’ li e a ische und ly ische In e iews sind abe keine eindeu ige K i ik an jou nalis ischen In e iews, sonde n bilden gemeinsam mi ihnen einen Disku s, de iel äl ig au geg i en und pa odie wi d. Eine g undlegende S a egie in In e iew is die In e sion. Mi den Lee s ellen, den negie - en Bekenn nissen, eine unsich ba en Sp echins anz, einem Be ehl ans elle eines Dialogs und einem Beispiel, das keines is , das dann doch eines is , abe ein unbes imm es, we den Ga ungsaspek e jou nalis ische In e iews o ge üh und hin e ag . Dabei wi d imme wiede Kommunika ion e weige : Es inde kein Gesp äch mi dem Besuche s a , s a - dessen is das Gedich monologisch ode ein Selbs gesp äch; die Bekenn nisse unk ionie en nu übe Nega ionen; und ausge echne das Beispiel, das de Anschaulichkei dienen soll, bleib »o en«. Das Ziel eines jou nalis ischen In e iews, dass die in e iew e Pe son au die ges ell en F agen an wo e und dadu ch das Publikum meh übe die in e iew e Pe son e äh , schei e in Kaschni z’ ly ischem In e iew. Abe obwohl die Kommunika ion nich geling und inhal lich kein gemeinsames Ve s ändnis en s eh , is Ve s ändnis in Bezug au Ga ungswissen doch ge ade Vo ausse zung ü In e iew und sein Spiel mi den Ga ungen. Li e a u Alb ech , And ea, und Jens K umeich. F i z Ma ini und die deu sche Li e a u wissenscha o und nach 1945. Heidelbe g: Synch on, 2022. A is o eles. Rhe o ik. Übe se z und e läu e on Ch is o Rapp (We ke in deu sche Übe se zung, Bd.4.1). Be lin: Akademie Ve lag, 2002. Aus , S e an. 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