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In memo iam
P o . D . We ne Schube
(1936–2024)
Am 20. Mä z 2024 e s a b P o . D . ju . We ne Schube im Al e on 87 Jah en in
seinem Haus in Al enholz.
We ne Schube wa zwischen 1976 und 2001 Inhabe des Leh s uhls ü Bü ge liches
Rech , Zi ilp ozess ech , Römisches Rech und Rech sgeschich e de Neuzei in Kiel. E zähl e
zu den angesehens en Rech shis o ike n in Deu schland und wa auch nach seine Pensionie-
ung wei e hin übe aus p oduk i . Sein le z es Buch, das Quellen zu Jus izgeschich e in de
Nachk iegszei en häl , e schien ku z o seinem Tod.
E wu de am 15. Augus 1936 in Pa schkau, das damals auch als das schlesische Ro hen-
bu g bezeichne wu de, gebo en. Nach de Ve eibung de Familie 1946 besuch e e zunächs
das Wilhelm-Gymnasium in B aunschweig und dann das on Jesui en gelei e e Mau i ius-
Gymnasium in Bü en/Wes alen, an dem e 1957 das Abi u ableg e. Es olg e das S udium de
Rech swissenscha en in Ma bu g, Hambu g und Müns e , das e 1961 mi dem E s en S aa s-
examen abschloss. In Müns e wu de e 1965 mi eine on dem Schweize Rech shis o ike
Rudol Gmü be eu en Disse a ion übe
Die En s ehung de Vo sch i en des BGB übe Besi z
und Eigen umsübe agung
p omo ie . Nach dem Zwei en S aa sexamen 1966 wa e wissen-
scha liche Assis en on He mann Dilche in de Ab eilung ü Rech swissenscha de Ruh -
Uni e si ä Bochum, an de e sich 1974 mi eine Un e suchung übe
F anzösisches Rech in
Deu schland zu Beginn des 19. Jah hunde s
habili ie e.
We ne Schube wi d o allem als de G oßmeis e de Edi ionen on Gese zesma e ialien
des 19. und 20. Jah hunde s in E inne ung bleiben. Diesen Ru e a bei e e e sich zunächs
mi den g undlegenden We ken zu En s ehung des BGB: Die Be a ung des Bü ge lichen Rech s
in sys ema ische Zusammens ellung de un e ö en lich en Quellen (16 Bände, 1978–2001)
und Die Vo lagen de Redak o en ü die e s e Kommission zu Ausa bei ung des En wu s
eines Bü ge lichen Gese zbuches (15 Bände, 1980–1986). Au die Gese zesanwendung du ch
das Reichsge ich beziehen sich die Sammlung säm liche E kenn nisse des Reichsge ich s in
Zi ilsachen (1900–1914) (14 Bände, 1992–2002) und das Nachschlagewe k des Reichsge ich s
zum Bü ge lichen Rech und zum S a ech (24 Bände, 1994–2015). Mi eine ge adezu mön-
→ Kiel-UP: h ps://doi.o g/10.38072/2942-2337/p31 155
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chischen Disziplin e ö en lich e Schube insgesam as 100 Edi ionen, Nachd ucke und
Sammelbände, die das 19. und 20. Jah hunde be e en und sich au das gesam e Zi il ech ,
Zi ilp ozess ech und auch das S a ech e s ecken. Sein eind ucks olles Gesam we k, das in
den Regalen de Biblio hek nahezu zwanzig Me e aus üll , beeind uck be ei s du ch seinen
eno men Um ang.
In den le z en Jah en ich e e sich sein In e esse e s ä k au die Jus izgeschich e de Nach-
k iegszei . Übe d ei Jah zehn e ha e e be ei s die P o okolle de wich igs en Ausschüsse de
Akademie ü Deu sches Rech 1933–1945 he ausgegeben (29 Bände, 1986–2015), die eine be-
deu ende G undlage ü die Auseinande se zung mi dem Rech sdenken in de NS-Zei und
seinen Auswi kungen au die Rech sen wicklungen im Nachk iegsdeu schland da s ellen. Zwi-
schen 2020 und 2023 olg en meh e e Bände mi wich igen Quellen zu S a e olgung on
NS-Ve b echen, die un e ande em die en sp echenden Be a ungen de Gene als aa sanwal -
scha en sowie die P o okolle de S aa sanwal s agungen de Zen alen S elle de Landesjus-
iz e wal ungen zu Au klä ung na ionalsozialis ische Ve b echen in Ludwigsbu g en hal en.
Die Edi ionen, die au wändige Reche chen o ausse z en und sich du ch äuße s e P äzision
auszeichnen, machen nich allein die in A chi en e bo genen Tex e allgemein zugänglich, iel-
meh en häl jede Band eine um ang eiche Einlei ung und aus üh liche Hinweise zu den Bio-
g aphien de be eilig en Rech swissenscha le und P ak ike . Die Quellen geben An wo au die
F age, wie die konk e en Rech sno men en s anden sind und können dami dazu bei agen, die
ü die Rech sanwendung zen ale F age nach ih em jeweiligen Sinn genaue zu e assen. Sie we -
den de Fo schung noch lange Zei als Ausgangspunk wei e üh ende Un e suchungen dienen.
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Rudol Meye -P i zl | In memo iam
P o . D . We ne Schube
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Auße dem e ö en lich e Schube e wa 150 wissenscha liche Au sä ze und Lexikona ikel,
da un e den o iginellen und wei e hin lesenswe en Bei ag übe das deu sche Fah ad ech
on 1900 in diese Zei sch i (He 66, 2008, S. 6–20), e wa ebenso iele U eilsanme kungen
und zahllose Rezensionen.
We ne Schube ö de e auch s a k den wissenscha lichen Nachwuchs. E be eu e 105
P omo ionen; das le z e Ve ah en wu de 2020 abgeschlossen. Zu seinen Dok o anden zählen
namha e P ak ike , da un e de je zige P äsiden des OLG Schleswig. Daneben übe nahm e
noch bis 2022 imme wiede Zwei gu ach en zu Disse a ionen, die on ande en Kollegen be-
eu wu den. Auße dem wi k e e – auch noch iele Jah e nach seine Pensionie ung – als seh
ai e P ü e im E s en S aa sexamen.
De Rech swissenscha lichen Fakul ä , die e 1991/92 als Dekan lei e e, und de Rech s-
geschich e in Kiel ühl e e sich in besonde e Weise e bunden. Ru e nach Hanno e und
Heidelbe g lehn e e ab, da e die A bei sbedingungen im Kiele Ju is ischen Semina als deu -
lich güns ige einschä z e. So lange es seine Gesundhei zuließ, uh e äglich in sein Bü o, um
do seine P ojek e wei e zu e olgen. An de on den Kiele Rech shis o ike n alle zwei Jah e
o ganisie en Fach agung, den Rech shis o ischen Wochenenden in Sehlendo sowie an den
Rech shis o ike agen im Os see aum nahm e egen An eil.
We ne Schube ha sein Leben seine Familie und de Wissenscha gewidme . E wa ein
s e s eundliche und auße gewöhnlich in eg e Kollege, de sich du ch Eh lichkei und Red-
lichkei auszeichne e und öllig ei on Ei elkei en wa . E wi d uns als o bildliche Wissen-
scha le , de in seine A bei und im All ag allein de Wah hei e p lich e wa , in E inne ung
bleiben.
Au o
P o . D . Rudol Meye -P i zl
Inhabe de P o essu ü Bü ge liches Rech , Römisches Rech , Eu opäische P i a ech sgeschich e de Neuzei und
Rech s e gleichung an de Rech swissenscha lichen Fakul ä de CAU
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