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CHRISTINE EWERS, DIRK BRANDIS
Die Aus e nsammlungen on
Ka l-Augus Möbius im Zoologischen
Museum ges e n und heu e
Das Zoologische Museum is eines de äl es en Na u kundemuseen Deu schlands. Seine
Sammlungen dokumen ie en einen Zei aum on ie Jah hunde en und um assen meh als
sechs Millionen Exempla e. Die äl es en Sammlungen s ammen on dem En omologen Johann
Ch is ian Fab icius (1745–1808), de im Jah e 1775 au eine P o essu ü »Oeconomie, Came-
alwissenscha en und Na u his o ie« an die Kiele Uni e si ä be u en wu de.1 Seine heu e im
Museum a chi ie e Sammlung um ass meh als 10.000 Kä e , da un e 8.000 Typusexempla e.
De Haup eil de Kiele Sammlungen s amm aus dem 19. Jah hunde und a chi ie
besonde s iele ma ine Sammlungen. Einen g oßen An eil da an haben Expedi ionen, du ch
die wissenscha lich seh we olles Ma e ial in die Kiele Sammlung kam. Genann seien hie
zum Beispiel die Gala hea-Wel umseglung (1845/47) un e de Lei ung des Kiele Zoologen
und Ana omen Wilhelm Behn, die Reise on Ka l Augus Möbius nach Mau i ius und au die
Seychellen (1874/75), die e s e Plank on-Expedi ion un e de Lei ung des Kiele Medizine s
und Mee es o sche s Vik o Hensen (1889), bis hin zu den bedeu enden Expedi ionen des
ühen 20. Jah hunde s wie beispielsweise die Deu sche Tie see-Expedi ion mi dem Fo -
schungsschi Valdi ia (1898/99), die Deu sche Südpola expedi ion un e E ich on D ygalski
mi dem Fo schungsschi ›Gauss‹ (1901/03) sowie Ma e ial des ame ikanischen Tie see o -
schungsschi es ›Alba oss‹ (e wa 1885–1910).
Ein wei e e wich ige An eil de Sammlungen des 19. Jah hunde s en s and du ch die
Fo schungsp ojek e de damals im Zoologischen Museum ak i en Wissenscha le . Von he -
1 Vgl. Di k B andis und Wol gang D eye : Die zoologischen Schä ze de Uni e si ä . Ein Jubiläum im Jubiläum, in:
Ch is ian-Alb ech s-Uni e si ä zu Kiel. 350 Jah e Wi ken in S ad , Land und Wel , hg. . Oli e Auge, Neumüns e
2015,
h ps://nbn- esol ing.o g/u n:nbn:de:gb :8-publ-10330
, S. 881–894, hie S. 881–883.
→ Kiel-up: h ps://doi.o g/10.38072/2942-2337/p26 115
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↑
Abb. 1. Po ai on Ka l Augus Möbius. Zoologisches Museum Kiel.
Ch is ine Ewe s, Di k B andis | Die Aus e nsammlungen on Ka l-Augus Möbius 117
aus agende Bedeu ung sind in diesem Zusammenhang die Sammlungen, die du ch die A bei-
en on Ka l Augus Möbius au gebau wu den.
Die Aus e nsammlungen on Ka l Augus Möbius
Als Ka l Augus Möbius (1825–1908) im Jah e 1868 au den e s en Leh s uhl ü Zoologie be u en
wu de, bekam e om damaligen p eußischen Landwi scha sminis e P eußens, We ne on
Selchow (1806–1884), den Au ag, Un e suchungen anzus ellen, um die na ü lichen Aus e n-
bänke im schleswig-hols einischen Wa enmee (
Abb. 2
) p oduk i e zu machen und Me hoden
eine küns lichen Aus e nzuch im Wa enmee zu e a bei en.
2
Aus e n wa en in diese Zei zu
eine eu en und begeh en Handelswa e gewo den, dahe ha e die p eußische Regie ung ein
g oßes wi scha liches In e esse da an, die Aus e nbänke wi scha liche zu en wickeln.
Obwohl Möbius zum Zei punk dieses Au ages um ang eiche S udien zu wi bellosen
Fauna de Os - und eilweise auch de No dsee du chge üh ha e,
3
wa en ihm Aus e n und
ih e Lebensweise bis zu diesem Zei punk wei gehend unbekann . Deswegen un e such e e
zunächs die Aus e n de schleswig-hols einischen Bänke.
4
E analysie e Da minhal und
Gonaden
sowie die Menge an p oduzie en Eie n de Aus e n, s udie e den Bau und den E -
näh ungszus and de Aus e n, zudem dokumen ie e e die Flo a und Fauna, insbesonde e die
O ganismen, die au den Aus e nschalen selbs wuchsen. Neben eine so g äl igen Analyse
de Wasse quali ä und de Menge de en hal enen Schwebs o e und Plank ono ganismen
beschä ig e sich Möbius aus üh lich mi dem Bodeng und, au dem Aus e n gu wachsen.
Auße dem üh e e Expe imen e zu Auswi kungen on F os au lebendes Aus e ngewebe
du ch, um zu p ü en, inwiewei kal e Win e die Aus e nbänke schädigen.
2 Vgl. Ka l Augus Möbius: Uebe Aus e n und Miesmuschelzuch und die Hebung de selben an den no ddeu schen
Küs en, Be lin 1870,
h ps://mdz-nbn- esol ing.de/u n:nbn:de:b b:12-bsb11012000-9
.
3 Vgl. beispielsweise Hein ich Adol Meye und Ka l Augus Möbius: Ku ze Uebe blick de in de Kiele Buch on uns
beobach e en wi bellosen Thie e, als Vo läu e eine Fauna de selben, in: A chi ü Na u geschich e 28,1 (1862), S.
229–237, h ps://www.biodi e si ylib a y.o g/page/7160661 [23. Augus 2024]. – Hein ich Adol Meye und Ka l Au-
gus Möbius: Die Hin e kieme ode Opis hob anchia de Kiele Buch , in: Fauna de Kiele Buch , Bd. I, Leipzig 1865,
h ps://a chi e.o g/embed/ aunade kiele bu01meye [23. Augus 2024], S. I–XXX und 1–88. – Hein ich Adol Meye und
Ka l Augus Möbius: Fauna de Kiele Buch . Bd. II: Die P osob anchia und Lamellib anchia nebs einem Supplemen
zu den Opis hob anchia. Engelmann, Leipzig, 1872, S. I-XXIV, h ps://www.biodi e si ylib a y.o g/page/35505163 [23.
Augus 2024]. – Ka l Augus Möbius: Übe meine und He n H.A. Meye ’s Un e suchungen de wi bellosen Thie e de
Kiele Buch , in: Mi heilungen des Ve eins nö dlich de Elbe, He 6 (1863), S. 1–126. – Ka l Augus Möbius: Uebe den
Bau, den Mechanismus und die En wicklung de Nesselkapseln einige Polypen und Quallen, in: Abhandlungen aus
dem Gebie e de Na u wissenscha en, V, 1 (1866), h ps://www.biodi e si ylib a y.o g/page/11838395 [23. Augus
2024], S. 1–22. – Ka l Augus Möbius: Das Aqua ium des Zoologischen Ga ens zu Hambu g, ü die Besuche desselben
besch ieben, Hambu g 1866, S. 1–55.
4 Möbius 1870 (wie Anm. 2).
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In einem zwei en Sch i s udie e e die Aus e nbänke als Ganzes. Do dokumen ie e e
G öße, Viel al , Fo m und Al e ss uk u de jeweiligen Popula ion und un e such e dann die
Lebensbedingungen de Aus e nbänke om Ansiedeln bis zu Geschlech s ei e. Hie bei ana-
lysie e e soga den op imalen Abs and, in dem Aus e n oneinande en e n liegen müssen,
um besonde s gu wachsen und sich o p lanzen zu können. E dokumen ie e auch die abio-
ischen Fak o en wie Quali ä des Bodeng undes, Salzgehal , S ömung und Tempe a u und
a bei e e dami die op imalen Fo p lanzungs- und Wachs umsbedingungen ü die Aus e n
he aus. En scheidend ü diese Un e suchungen wa , dass e bio ische und abio ische Da en
kombinie e und da aus die op imalen Lebensbedingungen ü Aus e n ablei e e. Zu jede
Aus e nbank leg e e um ang eiche Schalensammlungen an, eine sei s, um seine E gebnisse
so genau wie möglich zu dokumen ie en, ande e sei s auch aus didak ischen G ünden, um in
Auss ellungen das Wissen übe die Aus e n wei e zu e mi eln.
Mi dem Wissen aus diesen S udien eis e Möbius zu bekann en Aus e nzuch egionen Eu o-
pas und s udie e Kul u echniken und -s a egien o O sowie die jeweiligen Lebensbedingun-
gen im Ve gleich zu den schleswig-hols einischen Aus e nbänken. Wich ige S a ionen wa en
F ank eich und G oßb i annien, daneben Belgien (Os ende), Dänema k, insbesonde e Lim jo d,
← Abb. 2. His o ische Da s ellung de schleswig-hol-
s einischen Aus e nbänke. Aus: Ka l Augus Möbius:
Die Aus e und die Aus e nwi hscha , Be lin 1877.
Ch is ine Ewe s, Di k B andis | Die Aus e nsammlungen on Ka l-Augus Möbius 119
I alien und No wegen. Um seine S udien zu dokumen ie en, leg e e wiede um an jede S a ion
um ang eiche, äuße s so g äl ig dokumen ie e Sammlungen on Aus e nschalen an, welche
die G ößen, Al e ss uk u und Lebensweise de jeweiligen Aus e npopula ion dokumen ie en
soll en (
Abb. 5
). Auch die jeweiligen Zuch ansä ze dokumen ie e e in den Sammlungen. E
besch ieb e s mals Zusammenhänge zwischen dem kö pe lichen Zus and de Aus e und de
Nah ungs e ügba kei (Abb. 3).
Beme kenswe is , dass Möbius au diesen Reisen auch schon Auss e bee eignisse on
Aus e n besch ieb, zum Beispiel in A cachon an de A lan ikküs e. Als U sache hie ü nahm
e die zunehmende Ve schlammung de Buch en an, auch massi e Übe ischung spiel e ü
ihn eine Rolle. E gewann au diesen Reisen auch wesen liche E kenn nisse zum Ve häl -
nis on schädlichen Raubschneckena en zu den Aus e npopula ionen und s ell e es , dass
Räube popula ionen die Aus e n nich dezimie en, sonde n ganz im Gegen eil iele Aus e n
zu ielen Raubschnecken üh en, wohingegen bei wenigen Aus e n auch die Räube sel en
wa en. Das wa eine bahnb echende ökologische E kenn nis.
Aus diesen Un e suchungen lei e e Möbius eine undamen ale Theo ie ab, die bis heu e
eine de G undlagen de Ökologie is und ü die e wel bekann wu de. Möbius e kann e als
← Abb. 3. Die e s e Publika ion on Möbius (1870) zu seine
Aus e n o schung. Gemein ei. Baye ische S aa sbiblio hek.
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e s e Wissenscha le übe haup , dass die P oduk i i ä de Aus e nbank on de Ve ügba -
kei on Näh s o en, on ande en O ganismen, die in de Aus e nbank leb en und on den
abio ischen Fak o en wie Tempe a u , Salzgehal ode Bodenun e g und abhäng . E konn e
so als e s e e klä en, wa um in de Os see die Ansiedlung on Aus e n schei e n muss e und
wa um es zu Popula ionseinb üchen au Aus e nbänken kam. In seine Sch i Die Aus e ode
Aus e nwi hscha (1877) s ell e e das Wechselge üge zwischen Aus e n und den ande en
Tie en und P lanzen eine Aus e nbank de aillie da und p äg e hie ü e s mals den Beg i
de ›Biozönose‹ ode ›Lebensgemeinde‹ » ü eine den du chschni lichen äuße en Lebens e -
häl nissen en sp echende Auswahl und Zahl on A en und Indi iduen, welche sich gegensei ig
bedingen und du ch Fo p lanzung in einem angemessenen Gebie daue nd e hal en« (Abb. 4).5
Dami wa die Wissenscha de Ökologie endgül ig gebo en.
Am Ende seine Un e suchungen kam Möbius zu dem Schluss, dass die Aus e nbänke be-
ei s am Limi ih e P oduk i i ä angelang wa en und nich e besse we den könn en. Ganz
im Gegensa z dazu and e ande e Ve häl nisse bei de Miesmuschel, wo e ähnliche S udien
5 Ka l Augus Möbius: Die Aus e n ode Aus e nwi hscha , Be lin 1877, Zi a S. 76. Digi alisa un e :
h ps://dbooks.
bodleian.ox.ac.uk/books/PDFs/600030592.pd
[23. Augus 2024]. E w. ND F ank u am Main 2006.
↑
Abb. 4. Die Publika ion des Biozönose-Konzep es on Möbius (1877).
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du ch üh e. Diese ha en nach Möbius Un e suchungen soga ein e hebliches Po en ial, p o-
duk i e bewi scha e zu we den.
Die Wiede en deckung de Aus e nsammlung des Ka l Augus Möbius
Im Jah e 2018 wu de die Aus e nsammlung des Ka l Augus Möbius im Rahmen eines BMBF-
Ve bundp ojek es komple digi al e ass (Abb. 5). Es wu de e neu deu lich, was ü einen
Scha z diese Sammlung da s ell . Zu gleiche Zei gab es e s e ange eg e Gesp äche zwischen
dem Lei e des Zoologischen Museums, Di k B andis, und dem P o esso de ancien DNA am
Uni e si ä sklinikum Schleswig-Hols ein (UKSH), Ben K ause-Kyo a, wäh end eines e ea s
des Fo schungsschwe punk es ›Kiel Li e Science‹ de CAU. Dabei wu de die Idee gebo en, die
gleichen Me hoden, die ü die molekula e E schließung a chäologische Funds ücke wie Kno-
chen und Zähne e wende we den, au Möbius’ Aus e nschalen anzuwenden. E s e Ve suche
e lie en seh e olg e sp echend und ma kie en den Beginn eine uch ba en Kollabo a ion
zwischen dem Zoologischen Museum und dem UKSH.
↑
Abb. 5. Einige de Aus e n, die Möbius wäh end seine Un e suchungen gesammel ha . Die
o iginale, on Möbius gesch iebene Dokumen a ion is noch e hal en. Fo o: Ch is ine Ewe s.
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He aus o de ungen bei de A bei mi his o ische DNA
Egal ob es sich um a chäologische Funde ode na u wissenscha liche Sammlungen handel ,
es is in beiden Fällen he aus o de nd, DNA ü molekula e S udien aus diesem Ma e ial zu
analysie en. So o nach dem Tod beginn DNA zu ze allen, in manchen Geweben schnelle
und in ande en langsame . Besonde s langsam geh de Ze all in Zähnen und Knochen on-
s a en, dahe eignen sich diese Ma e ialien besonde s gu ü gene ische A bei en. Abe auch
Aus e nschalen ›mumi izie en‹ DNA. Wäh end DNA-Moleküle im lebenden Gewebe als seh
lange Ch omosomens änge o liegen, is al e DNA nu in ku zen F agmen en und in ge inge
Konzen a ion zu inden. Die in den 1980/90e Jah en angewand en Me hoden zu DNA-Ana-
lyse konn en diese DNA-Schnipsel nu sel en g ei en. Die heu igen Me hoden sind besonde s
gu da in sind, auch ku ze DNA-F agmen e zu e wischen. Beim sogenann en Nex Gene a ion
Sequencing wi d die gesam e DNA, die in eine P obe e hal en is , analysie ba gemach .
Eine wei e e Schwie igkei bei de A bei mi his o ische DNA sind Kon amina ionen. Da
die Me hoden da au ausge ich e sind, die ge ingen Mengen endogene (also zum Tie ode
Menschen gehö igen) DNA besonde s e izien zu analysie en, un sie das Gleiche na ü lich
auch mi schon ge ingen Mengen ande e DNA, zum Beispiel om Wissenscha le ode an-
de en O ganismen in de Umgebung. Um solche Kon amina ionen zu e meiden, wi d dahe
un e seh saube en Bedingungen gea bei e (
Abb. 6
).
Diese au wändigen A bei en lohnen sich, um die Ve wand scha sbeziehungen und die
E olu ion sel ene und ausges o bene A en zu ekons uie en. Na u kundliche Sammlungen
s ellen einen Scha z da , de mi hil e de Me hoden de his o ischen DNA-Analyse wei e geho-
ben we den kann. Beispielsweise is de Dodo die ielleich bekann es e Tie a , die du ch den
Menschen ausges o ben is . Wenige Skele e und Übe es e exis ie en in Museen. Die Analyse
de DNA, die aus dem Beinknochen gewonnen wu de, ha gezeig , dass diese e was plump
wi kende Vogel zu den Tauben gehö e. Mo phologisch ließ sich diese Schluss nich ziehen.
Den Weg des Auss e bens ekons uie en
Die eu opäische Aus e olg dem Dodo au dem Fuße. Sei dem 18. Jah hunde gehen Aus-
e nbes ände au g und on Übe ischung, eingeschlepp en K ankhei en und Klimawandel
s a k zu ück, und in manchen Regionen is die heimische Aus e schon heu e e schwunden.
6
Das Wa enmee is Schaupla z eine de ühes en Auss e bee eignisse diese A . Als Möbius
6 Vgl. M. W.
Beck e al.: Oys e ee s a isk and ecommenda ions o conse a ion, es o a ion, and managemen , in:
Bioscience 61 (2011), h ps://doi.o g/10.1525/bio.2011.61.2.5, S. 107–116. – B. Pogoda: Cu en s a us o Eu o-
pean oys e decline and es o a ion in Ge many, in: Humani ies 8,9 (2019), h ps://doi.o g/10.3390/h8010009.
Ch is ine Ewe s, Di k B andis | Die Aus e nsammlungen on Ka l-Augus Möbius 123
am Ende des 19. Jah hunde s die Aus e ng ünde des Wa enmee s un e such e, wa en sie noch
eich an Aus e n und wu den in ensi be isch . Bis 1924 wu den die Aus e nbänke des Wa -
enmee es noch komme ziell genu z . In einem Be ich de Zei sch i ü Fische ei und de en
Hil swissenscha en des Jah es 1941 kons a ie e A deschy Hagmaie , de au de Biologischen
Ans al Helgoland ä ig wa , und die Aus e ng ünde des Wa enmee es im Vo jah un e such
ha e: »Die einheimischen Aus e n des no d iesischen Wa enmee es sind scheinba zu Zei
ohne p ak ischen We . Sie sind zu eine A ›Na u denkmal‹ gewo den und müss en in die Lis e
de zu schü zenden A en au genommen we den.«
7
Wie Rech e dami ha e, wu de im nächs-
en Jah zehn kla , als die Eu opäische Aus e komple aus dem Wa enmee e schwand. Was
genau abe passie e au dem Weg zum Auss e ben mi de Aus e ? Wie e ände e sie sich? Gab
es bes imm e Eigenscha en, die sie an ällig ü das Auss e ben mach e? Die Un e suchung aus-
ges o bene und im Auss e ben beg i ene A en kann diese F agen bean wo en. Na u kundli-
che Sammlungen e lauben es, in de Zei zu ück zu eisen und diese Zei zeugen des Auss e bens
mi mode nen Me hoden zu be agen. Die g oßen Aus e nsammlungen des Ka l Augus Möbius
s ellen eine ideale G undlage ü solche Be agungen da .
7 A deschy Hagmaie : Die in ensi e Nu zung des no d iesischen Wa enmee es du ch Aus e n- und Muschelkul u :
Mi Be ich übe die 1932 bis 1940 ausge üh en Un e suchungen de iskalischen Aus e nbänke, in: Zei sch i ü
Fische ei und de en Hil swissenscha en 39 (1941), S. 105–165, das Zi a S. 149.
↑ Abb. 6. A bei en im Reinbe eich des ancien DNA Labo s on P o . Ben K ause-Kyo a. Fo o: Ben K ause-Kyo a
(IKMB Kiel).