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LEOPOLD SCHICK
Nachhal igkei im Be ieb eine Uni e si ä
Die iel äl igen und massi en Auswi kungen des Klimawandels au die Na u , die Ge-
sellscha , die Wi scha und das ägliche Leben sind e iden . Die Ge äh dung du ch ex eme
We e e eignisse is nich länge eine abs ak e G öße, sonde n eine eale Bed ohung. Neben
den e o de lichen Maßnahmen des Risikomanagemen s muss dem wei e hin ungeb ems en
Klimawandel insbesonde e du ch Umwel - und Klimaschu z konsequen au allen Ebenen, in
einem ganzhei lichen Ansa z und un e b ei e Be eiligung alle Ak eu e begegne we den.
Die Wissenscha leis e hie zu einen Bei ag du ch Fo schung, beispielsweise zu Klima-
p ognosen, zu F age de Reduk ion de E de wä mung, zu nachhal igen Bewi scha ung de
o handenen Ressou cen sowie zu Bewäl igung de Folgen des Klimawandels und zu gesell-
scha lichen und wi scha lichen T ans o ma ion in Rich ung Klimaneu ali ä .
Gleichwohl sind Hochschulen und Fo schungsein ich ungen als Ins i u ionen dazu e -
p lich e , sich k i isch mi de eigenen Nachhal igkei und den Möglichkei en des Umwel - und
Klimaschu zes auseinande zuse zen. Dies beg ünde sich da aus, dass Hochschulen eine zen-
ale Rolle bei de Bewäl igung gesellscha liche He aus o de ungen einnehmen.
Sei den 1990e Jah en gewinn Nachhal igkei im Hochschulbe ieb zunehmend an Bedeu-
ung, da Hochschulen auch gemäß den ech lichen Vo gaben de Eu opäischen Union (EU),
des Bundes und de Lände e p lich e sind, a bei s- und umwel schu zbezogene Themen zu
be ücksich igen. Jede Hochschulbe ieb benö ig g oße Mengen an Ene gie und Ressou cen.
Eine Hochschule bezieh S om, Wä me, Wasse und iel ache Ma e ialien in Geschä sbe-
da en und Be iebsmi eln. Auße dem emi ie sie du ch ih en Be ieb Abwä me, Abwässe
und Ab älle. Dazu gehö en ene gie- und mobili ä sbeding e Emissionen, abe auch e hebliche
indi ek e Emissionen du ch Rohs o e b äuche beispielsweise ü Papie , echnische Ge ä e,
Möbel, Gebäudeun e hal und Neubau en au g und wachsende Flächenbeda e.
Bei de Bescha ung on Geschä sbeda en und Bü oma e ialien, beim Pe sonen e keh
zu Hochschule, abe o allem auch beim Ene gie e b auch du ch das Heizen on Labo -,
Bü o- und Semina äumen e geben sich iel äl ige Op imie ungsmöglichkei en. Ein So gen-
kind an Hochschulen is de s e ig s eigende S om e b auch du ch die kons an zunehmen
den
→ Kiel-up: h ps://doi.o g/10.38072/2942-2337/p19 19
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Technikan o de ungen ü exzellen e und inno a i e Fo schung. Du ch be iebsop imie e
Anlagen, Au oma ion und bewuss es Nu zungs e hal en lassen sich an eine Hochschule
in de G ößeno dnung de Ch is ian-Alb ech s-Uni e si ä zu Kiel jäh lich Ene giekos en in
Millionenhöhe einspa en. Ene giee izienzmaßnahmen de le z en Jah e haben dies gezeig
und die zu e wa enden Kos enen wicklungen im Ene giesek o ech e igen mi le weile
iele, bishe unwi scha liche Maßnahmen auch mone ä .
Dennoch müssen bei de Bescha ung neue Ressou cen säm liche Nachhal igkei sdimen-
sionen be ach e we den. De Lebenszyklus eines zu bescha enden Objek es muss ganz-
hei lich be ach e we den. Hochschulen sind ö en liche Ein ich ungen und schon deshalb
mi dem Ansp uch beha e , das Gemeinwohl als Handlungsmaxime zu be ach en und o -
ei end ü eine nachhal ige En wicklung zu sein. Deshalb is die F age angeb ach , ob die
Denk ab iken unse e Zei ih e Au gabe und den Ansp üchen ih e eigenen Vo denke ge-
ech we den?
Mobili ä skonzep
Un e Lei ung on Sebas ian S a zynski be eib die Ch is ian-Alb ech s-Uni e si ä zu Kiel
ein be iebliches Mobili ä smanagemen , um das Ve keh sau kommen de S udie enden und
Mi a bei enden e ek i , bedü nisge ech , siche und umwel e äglich abzuwickeln. Das ak-
i e Mobili ä smanagemen soll zu eine S eige ung de Lebens- und A bei squali ä au dem
Campus bei agen und is ein s a egische Teil de baulichen En wicklungsplanung sowie de
Klimaschu zs a egie de CAU.
Mi dem be ieblichen Mobili ä smanagemen sollen de Au o e keh inne halb und zwi-
schen den Sek o en des Campus eduzie und de Rad- und Fuß e keh sowie die Nu zung
ö en lichen Pe sonen e keh s ge ö de we den. Dabei wi d eine s äd ebauliche Ve besse ung
und Wei e en wicklung des Campus e olg . Das Konzep ü ein be iebliches Mobili ä s-
managemen wu de in den Jah en 2014 und 2015 e s ell . Eine p ojek beglei ende S eue ungs-
g uppe wa bei de En s ehung be eilig und nahm wesen liche Meilens eine im En s ehungs-
p ozess ab. Be a end ä ig ü die Konzep e s ellung wa das Bü o ü Ve keh sökologie (BVÖ)
aus B emen.
Die Kiele Uni e si ä bo on Mä z 2015 bis Dezembe 2017 ün zig Leih ah äde zu kos-
en eien Nu zung au dem Uni e si ä scampus an. Dieses Pilo p ojek wa eine G undlage ü
die Ein üh ung eines s ad wei en Ve leihsys ems als E wei e ung zum ö en lichen Pe sonen-
nah e keh . Im Juli 2019 wu de dann das Fah ad e leihsys em ›Sp o enFlo e‹ in de Kiel-Re-
gion angebo en. Mi de S ad bahn wi d in mi le e Zukun ein wei e e Mobili ä sbaus ein in
de S ad Kiel ealisie we den. Fü die CAU, als eine de g öß en Ve u sache in on Pendel-
e keh en in die/de Landeshaup s ad , eine iel e sp echende Maßnahme.
Leopold Schick |
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Ab all e meidungskonzep
Die Kiele Uni e si ä will sich beim Ab allmanagemen an die poli isch e wünsch e P io i ä-
en olge hal en. Aus diesem G und wu de neben de Op imie ung de Ab allsammlung und
-en so gung ein Ab all e meidungskonzep ü die CAU in Au ag gegeben. Da ü konn e das
Osnab ücke Sach e s ändigenbü o im Be eich P oduk e an wo ung, Ab all- und S o s om-
managemen ›cyclos GmbH‹ gewonnen we den.
Ziel wa es, mi dem Ab all e meidungskonzep konk e e Maßnahmen au zu üh en, die den
Schu z on Mensch und Umwel bei de E zeugung und Bewi scha ung on Ab ällen un e de
Be ücksich igung des Vo so ge- und Nachhal igkei sp inzips bes möglich gewäh leis en. Um die
Ve meidungspo enziale einzelne Ab all ak ionen zu e mi eln, wu den zwei zei lich e se z e,
seh di e enzie e Ab allso ie analysen du chge üh .
Die Auswe ung e gab ein g undsä zliches Ab all e meidungspo en ial ü die Kiele Uni-
e si ä zwischen 15 und 30%. Ku z- bis mi el is ige sinn olle Maßnahmen seien, die D u-
cke und Kopie e s anda dmäßig au doppelsei iges Ausd ucken einzus ellen, das Be üllen de
Papie hand uchbehäl e zu op imie en, beda sge ech es Lee en de Ab allbehäl e , Ve schwen-
dung on Lebensmi eln sowie EW- o-go-Beche zu eduzie en.
Ene giemanagemen
Um das Ziel de CAU zu e eichen, ›Klimaneu ale Uni e si ä 2030‹ zu we den, komm de
Ene gienu zung eine g oße Bedeu ung zu. Beim Thema Ene giee izienz is die S abss elle
←
Abb. 1. Die 6 R-Regeln als Vo so ge- und Nachhal ig-
kei sansa z beim Ab all.
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Umwel eine e s e Anlau s elle und beglei e Ins i u ionen de Uni e si ä be a end als P o-
jek pa ne in und Schni s elle zum Gebäudemanagemen du ch den Realisie ungsp ozess.
Nich nu eine Senkung des S om- und Wä meene gie e b auchs is zen ales Ziel, sonde n
ein angemessene Umgang mi allen Ressou cen. Hie spielen beispielsweise die Bescha ung
nachhal ige und ene giee izien e Ge ä e sowie Gebäude echnik und die planungsgemäße
Inbe iebnahme on Anlagen und Gebäuden eine en scheidende Rolle. Bei de Realisa ion
eine Maßnahme gil es meis ens, eine Kos en-Nu zen-Analyse un e Be ücksich igung säm -
liche Nachhal igkei sk i e ien du chzu üh en. Neben den ökologischen we den zum Bei-
spiel auch soziale, a bei s echnische, be iebso ganisa o ische sowie ökonomische K i e ien
be ücksich ig .
Eine G undlage ü eine op imie e Nu zung on Ene gie lieg abe in de E hebung de
ak uellen Ve b auchsda en du ch den echnischen Be ieb. Fü das Moni o ing de Ene gie-
lüsse sind an de CAU übe ausend Messs ellen ins allie , welche in un e schiedlich langen
In e allen, on meh ach p o Sekunde bis jäh lich, Ene gie e b äuche messen und ih en
Weg in die Ene giemanagemen so wa e (EMS) inden. Mi diese Da eng undlage we den
po enzielle Maßnahmen und Objek e ü eine Ene giee izienzmaßnahme iden i izie . Vo
allem gil es abe , das Bewuss sein und die Ini ia i e de Nu zenden de Gebäude zu animie-
en. Sie sind es, die sich o O auskennen, die Geschä sp ozesse ag äglich du chlau en
↑
Abb. 2. Ak ion zu Ab all e meidung au dem Ch is ian-Alb ech s-Pla z. Fo o: CAU.
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und Be iebsop imie ungen am ehes en iden i izie en können. Die Angehö igen de Uni e si-
ä müssen dahe au un e schiedlichen Kanälen übe das Vo handensein und die Möglichkei-
en eine Ene gie e b auchsanalyse und -op imie ung in o mie we den. Auch hie in inde
sich ein wich iges Handlungs eld de S abss elle Umwel . Du ch ö en lichkei swi ksame Ve -
ans al ungen und Ak ionen wi d e such , die Hochschulangehö igen ü diese Themen zu
gewinnen und zum e an wo ungs ollem Ve hal en und Eigenini ia i e zu mo i ie en
.
Die posi i en En wicklungen de Ve b äuche de le z en Jah e sind also sowohl als Re-
sul a gu e Planung und op imie em echnischen Be ieb als auch au einen sensibilisie en
Umgang de Mi a bei enden und S udie enden im Nu zungs e hal en zu ückzu üh en.
Machen Sie mi !
Wenn Sie Ideen und Ansä ze zu Ve besse ung des Nachhal igkei sp o ils de CAU haben,
eu sich die S abss elle Umwel au Ih e Ini ia i e. Wi nehmen An egungen ge ne au und/
ode un e s ü zen Sie in Ih em Vo haben, Ih Be iebliches Um eld zu op imie en. Kon ak ie-
en Sie uns ode nu zen Sie unse e um ang eiche Websei e ü In o ma ion.
↗ Abb. 3. Jäh liche S om e b äuche de
CAU; absolu und je m² Nu zungs läche mi
Angaben de p ozen ualen Abweichungen
zum Vo jah .
→ Abb. 4. Jäh liche wi e ungsbe einig e
Wä me e b äuche de CAU; absolu und je
m² Nu zungs läche mi Angaben de p o-
zen ualen Abweichungen zum Vo jah .
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Au o
Leopold Schick,
gebo en 1983, S udium de Geog aphie in Kiel, Diplom 2013. Von 2011 bis 2016 wissenscha liche Hil sk a und wissen-
scha liche Anges ell e am Geog aphischen Ins i u de Ch is ian-Alb ech s-Uni e si ä zu Kiel. Sei 2016 Mi a bei e
im Gebäudemanagemen de CAU.
E-Mail:
lschick@u .uni-kiel.de
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