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GRADO EN LENGUAS MODERNAS Y SUS LITERATURAS
TRABAJO FIN DE GRADO
Cu so 2019/20
Me hoden de zweisp achigen E ziehung am
Beispiel deu sch-spanische und deu sch- ussische
Familien
Apellidos y nomb e: K a chenko, Ma ina
Tu o a: I ene Szumlakowski Mo odo
G ado: Lenguas Mode nas y sus Li e a u as
Depa amen o de Filología Alemana y Filología Esla a, Facul ad de Filología
Con oca o ia: Sep iemb e 2020
Cali icación: Ma ícula de Hono
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1. EINLEITUNG 4
2. ZWEISPRACHIGE ERZIEHUNG IN DER ZWEISPRACHIGEN FAMILIE:
THEORIEN UND MODELLE 6
2.1. Beg i e und De ini ionen 6
2.2. His o ische Übe blick 8
2.3. Vo eile, Nach eile und Auswi kungen de Zweisp achigkei 13
2.4. An o de ungen, Me hoden und S a egien 17
2.4.1. An o de ungen und Me hoden 17
2.4.1.1. Eine Pe son-eine Sp ache 18
2.4.1.2. Die lokale Me hode 19
2.4.1.3. Wei e e Me hoden 19
2.4.2. S a egien 20
2.5. Sp achen wicklung bei zweisp achigen Kinde n 23
3. FALLSTUDIEN ZUR ZWEISPRACHIGEN ERZIEHUNG IN VERSCHIEDENEN
FAMILIEN 26
3.1. Die Um age und die Be ag en 26
3.1.1. Familie 1 26
3.1.2. Familie 2 27
3.1.3. Familie 3 28
3.1.4. Familie 4 28
3.1.5. Familie 5 29
3.1.6. Familie 6 29
3.1.7. Familie 7 30
3.2. Analyse 30
3.2.1. F age 1 32
3.2.2. F age 2 33
3.2.3. F age 3 33
3.2.4. F age 4 34
3.2.5 F age 5 37
3.2.6. F age 6 37
3
3.2.7. F age 7 38
3.3. Analyse de angewand en Me hoden 39
4. Schluss olge ung 44
5. Bibliog aphie 48
6. Anhänge 51
6.1. Um age 51
6.2. Auswe ungs abellen zu Um age 53
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1. EINLEITUNG
Heu e, im Zei al e de Globalisie ung, leben imme meh Menschen aus e schiedenen Kul u en
und Sp achen in engem Kon ak mi einande . In ielen Lebensbe eichen we den die na ionalen
G enzen imme unbedeu ende und die in e na ionale Mobili ä nimm s e ig zu, so dass
iel äl ige und undie e Sp achkenn nisse imme wich ige we den. Aus be u lichen und
pe sönlichen G ünden wechseln Menschen ih en Wohno übe Sp achg enzen hinweg, lassen
sich in einem ande en Sp achgebie niede und bilden zweisp achige Familien. Wenn Kinde
ankommen, geben die El e n o ih e Mu e sp ache an sie wei e . Es is ein na ü liche P ozess,
dem Kind eine Sp ache beizub ingen, ebenso wie das Gehen, Essen und T inken zu le nen. Im
Falle eine zweisp achigen Familie s ehen die El e n o de F age, welche Sp ache das Kind
sp echen wi d: die de Mu e ode die des Va e s? Wi d das Kind ein- ode zweisp achig sein?
Mi ande en Wo en: Die El e n müssen sich en scheiden, ob sie das Kind in beiden ode nu in
eine Sp ache au ziehen wollen. Angesich s de ak uellen gesellscha lichen En wicklungen und
de globalisie en Wel haben imme meh Familien ein s a kes In e esse da an, dass das Kind
zweisp achig ode soga meh sp achig au wächs . Na ü lich sind Sp achkenn nisse ü die
Kommunika ion und den Wissense we b une lässlich, abe nich nu das. Die Behe schung on
F emdsp achen wi d zunehmend als eine de G und o ausse zungen ü die quali izie e
Ausbildung de meis en nachge ag en Fachk ä e dik ie und gleichzei ig als eine pe sönliche
Eigenscha des Einzelnen e s anden, die ein hohes Maß an kommunika i e Kompe enz,
Au geschlossenhei , Flexibili ä im Denken und Ve hal en sowie ein gewisses Maß an Kul u mi
sich b ing und o ausse z . Vo diesem Hin e g und s ellen sich bei de En scheidung de
El e n ü die Zweisp achigkei eine Reihe on F agen im Zusammenhang mi de
zweisp achigen E ziehung in de Familie: Wie kann die sp achliche En wicklung des Kindes
un e den gegebenen Bedingungen am bes en ge ö de we den, welche Me hode soll e
angewende we den, welche S a egien soll en angepass we den und wie können sie in das
Leben des Kindes einge üh we den, um eine ausgewogene Zweisp achigkei au zuwachsen.
Und schließlich: We den die Me hode und die S a egien wi ksam sein? Leide gib es kein
allgemeingül iges Modell, denn jede Familie, jede Fall is ande s, so dass die El e n au dem
Weg do hin iele En scheidungen e en und iele P obleme lösen müssen.
All dies dien e als G undlage ü eine Fo schung, de en wich igs e Fo schungs age lau e :
"Welche Me hoden de E ziehung eines zweisp achigen Kindes gib es und inwiewei sind sie
wi ksam und e olg eich?"
Deshalb is diese A bei da au ausge ich e :
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- e s ens, das Phänomen de Zweisp achigkei bei kleinen Kinde n zu un e suchen und seine
Vo - und Nach eile zu analysie en;
- zwei ens, die bes ehenden Me hoden zu E ziehung eines zweisp achigen Kindes zu e o schen
und zu s udie en.
- d i ens, die Wi ksamkei de Me hoden au de G undlage meh e e Falls udien zu analysie en.
Um diese Ziele zu e eichen, um ass die A bei sowohl einen heo e ischen als auch einen
p ak ischen Teil. Im heo e ischen Teil diese A bei wi d ein his o ische Übe blick übe das
Phänomen gegeben, de zeig , dass das Phänomen de Zweisp achigkei bis heu e meh e e
Fo schungss u en du chlau en ha , in denen es sowohl nega i e als auch posi i e Eigenscha en
e wo ben ha . Die Vo - und Nach eile des Phänomens, die im Lau e seine wissenscha lichen
Fo schung en deck wu den, we den un e such . Anschließend we den die de zei in de
zweisp achigen E ziehung e wende en Me hoden und S a egien o ges ell .
Fü den empi ischen Teil diese A bei wu den meh e e zweisp achige Familien be ag , die
un e schiedliche Me hoden zum E we b on zwei Sp achen in zweisp achigen Familien
anwenden. Au de G undlage de on den Familien zu Ve ügung ges ell en In e iewda en
wi d e such , die un e den gegebenen Bedingungen angewand en Me hoden zu analysie en und
hinsich lich ih e Wi ksamkei zu bewe en.
Das In e esse am Thema de wissenscha lichen E o schung de Zweisp achigkei bei Kinde n
en s and im Zusammenhang mi meine A bei se ah ung, da ich das Glück ha e, mi ussisch-
spanischen zweisp achigen Kinde n in eine e gänzenden Bildungsakademie in Mad id zu
a bei en. Diese Akademie bo zweisp achigen Kinde n an Wochenenden zusä zlichen Un e ich
in ussische Sp ache und Kul u an, um die Fähigkei en und die Kul u de „schwachen“
Sp ache zu ö de n und zu un e s ü zen. Angesich s de Schwie igkei en, die die Kinde
unabhängig on ih em Al e ha en, wa ich da an in e essie , die Si ua ion genaue zu
un e suchen und zu e suchen, die An wo en au die F agen zu inden, denen ich bei de A bei
mi diesen zweisp achigen Familien begegne e.
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2. ZWEISPRACHIGE ERZIEHUNG IN DER ZWEISPRACHIGEN FAMILIE:
THEORIEN UND MODELLE
2.1. Beg i e und De ini ionen
Um übe das Thema diese A bei sp echen zu können, is es no wendig, zunächs die ele an en
und no wendigen Konzep e zu Behandlung des Themas zu de inie en. Mu e sp ache und
E s sp ache we den o im gleichen Sinne e wende , obwohl dies nich ganz s imm . Die
Mu e sp ache könn e als die Sp ache de inie we den, die die Mu e ode de Va e on Gebu
an mi dem Kind sp ich . Au diese Weise le n und e wi b das Kind die Sp ache au na ü liche
Weise und in den meis en Fällen ohne Komplika ionen. Lau I. M. Jiménez: "Die Mu e sp ache
is die Sp ache, in de die Mu e (die El e n) ih e Ge ühle ausd ück , und is no male weise
gleichbedeu end mi de Sp ache de Umgebung". (Jiménez 2009:25). Wenn man da übe
nachdenk , häl die Mu e sp ache nich imme ein Leben lang, sie kann du ch die
Lebensums ände sekundä we den ode soga un e d ück we den, so dass eine ande e E s - ode
Zwei sp ache zu dominan en Sp ache wi d. Ob es eine s a ke ode schwache Sp ache is ,
bes imm die Lebensbedingungen eines Kindes. Ein Umzug in ein ande es Land kann
beispielsweise dazu üh en, dass ein Kind zweisp achig wi d ode die e s e ode die
Mu e sp ache nich meh benu z . (Jiménez 2009:25-26)
Die E s sp ache e läu pa allel zu kogni i en En wicklung des Kindes, und die E s sp ache is
in den meis en Fällen die Mu e sp ache. Aus soziolinguis ische Sich wi d zwischen de
E s sp ache und de Mu e sp ache nach K i e ien de indi iduellen ode gesellscha lichen
Meh sp achigkei un e schieden. Aus de Pe spek i e de indi iduellen Meh sp achigkei bezieh
sich die E s sp ache au die Sp ache, die zue s e wo ben wu de, und die Mu e sp ache au die
Sp ache, die Menschen mi Mi gliede n ih e Kul u gemeinscha eilen und mi de sie sich
emo ional e bunden ühlen (Die ich, 2004).
Wenn eine zwei e Sp ache gesp ochen wi d, bezieh sie sich au eine Sp ache, die nach de
e s en Sp ache, abe un e ähnlichen Bedingungen, e le n ode e wo ben wu de. Mi ande en
Wo en, es is nich die F emdsp ache, die in de Schule in eine meh ode wenige küns lichen
Si ua ion e wo ben und nich in de all äglichen Kommunika ion e wende wi d, sonde n sie ha
die Eigenscha en des E we bs ähnlich de e s en Sp ache. (Gün he /Gün he , 2007).
Wenn man on Zweisp achigkei sp ich , is es schwie ig, eine genaue De ini ion zu geben, denn
in den le z en 100 Jah en haben meh e e Au o en aus e schiedenen Disziplinen e such , diesen
Beg i zu klä en und ihm eine gewisse En wicklung zu geben. Fak o en wie die sp achlichen,
soziologischen, poli ischen, kul u ellen, psychologischen und pädagogischen Aspek e wu den
bei seine De ini ion be ücksich ig . Die e s en Konzep e scheinen die Idee eine ausgewogenen
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Zweisp achigkei zu be onen, die beide Sp achen pe ek behe sch . Neue e De ini ionen
ka ego isie en zweisp achige Indi iduen nich meh , um ih e psychologische En wicklung, ih e
kogni i e O ganisa ion, ih e kommunika i en Besonde hei en ode ih e Beziehung zu ih em
kul u ellen Um eld zu besch eiben ode zu spezi izie en.
Im Allgemeinen kann Zweisp achigkei als die Fähigkei cha ak e isie we den, sich in jede
kommunika i en Si ua ion und mi gleiche E izienz in zwei Sp achen auszud ücken.
Eine de e s en De ini ionen wu de on Bloom ield gegeben, die besag , dass ein Zweisp achige
eine "mu e sp achliche Kon olle übe zwei Sp achen" (na i e-like con ol o wo language)
haben soll e (Bloom ield 1933:56). Mi ande en Wo en, Zweisp achigkei wü de aus de
pe ek en Behe schung on zwei Sp achen bes ehen, on denen eine nach de ühen Kindhei
e le n we den wü de. Leide de inie de Wissenscha le nich den G ad des Pe ek ionismus
ü eine zwei e Sp ache. T o zdem is kla , dass diese s enge Ansa z die Anzahl de Pe sonen
und G uppen, die als zweisp achig de inie we den können, beg enz . (Bloom ield 1935:55)
E was spä e de inie e Haugen zweisp achige Menschen als Pe sonen, die eine Sp ache
behe schen, abe "in de ande en Sp ache öllig sinn olle Ausd ücke p oduzie en können" ( he
speake o one language can p oduce comple e, meaning ul u e ances in he o he language)
(Haugen 1953:7). J. Macnama a s eh sozusagen am ande en Ende de De ini ion on
Bloom ield, wenn e es s ell , dass jede , de in einem de Be eiche Hö en, Sp echen, Lesen und
Sch eiben ein wenig eine ande e Sp ache als seine Mu e sp ache sp ich , zweisp achig is .
(Macnama a 1967:58-61) Wenn eine Pe son beispielsweise eine ande e Sp ache e s ehen, abe
nich s in ih p oduzie en kann, wi d dies als passi e ode ezep i e Zweisp achigkei bezeichne
(Romaine 1995:11). Viele Fo sche e wenden diese b ei e e Sich weise on Zweisp achigen
und beziehen in ih e De ini ion on Zweisp achigen diejenigen Pe sonen ein, die beide Sp achen
un e schiedlich gu behe schen (Macnama a, 1967).
Die b ei e en und wenige s engen De ini ionen de Zweisp achigkei haben es e möglich , die
P ozesse de En wicklung eine zwei en Sp ache in den Um ang de Zweisp achigkei ss udien
einzubeziehen und zwischen e schiedenen A en on Zweisp achigen zu un e scheiden.
G osjean (1982) zum Beispiel konzen ie sich au den all äglichen Geb auch on zwei
Sp achen bei Bilingualen und un e scheide Bilinguale, die meh als zwei Sp achen im All ag
e wenden, on "la en en Bilingualen", die zwa Kenn nisse in e schiedenen Sp achen
behal en, diese abe nich im All ag e wenden. Wie man sieh , gib es eine Reihe on
Un e schieden zwischen den De ini ionen on Zweisp achigkei , und im Lau e de Zei ha sich
de Beg i zu einem b ei e en Beg i en wickel , de de jüngs en Ve lage ung des
Schwe punk s bei zweisp achigen Fo sche n weg om E we b o male Sp ach egeln und hin zu
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einem Schwe punk au Kommunika ions ähigkei en en sp ich . Mohan y und Pe egaux (1997)
de inie en, zum Beispiel, Zweisp achige als Indi iduen ode G uppen on Menschen, die mi
un e schiedlichen G aden an Kompe enz in mündliche und/ode sch i liche Fo m
kommunika i e Fähigkei en e we ben, um mi Sp eche n eine ode meh e e Sp achen in eine
bes imm en Gesellscha zu in e agie en. Mi ande en Wo en, Zweisp achigkei kann als
psychologische und soziale Zus ände on Indi iduen ode G uppen on Menschen de inie
we den, die aus sp achlichen In e ak ionen esul ie en, bei denen zwei ode meh sp achliche
Codes (einschließlich Dialek e) zu Kommunika ion e wende we den.(P o aso a, 2012)
2.2.His o ische Übe blick
Be ach e man den Ve lau de Ve ände ungen, die de Beg i de Zweisp achigkei
du chlau en ha , wi d deu lich, dass auch die En wicklung de Fo schung zu diesem Phänomen
his o isch gesehen un e schiedliche S adien ha e. G. Chi she a beleuch e 3 S u en diese
En wicklung. (Chi she a, 1999a)
Die e s e A bei au dem Gebie de kindlichen Zweisp achigkei wa dadu ch gekennzeichne ,
dass die Sp ache eines ode meh e e Kinde un e e schiedenen Aspek en besch ieben wu de,
haup sächlich basie end au de Me hode de Längsschni e hebung, un e Ve wendung on
Tagebuchein agungen. Das e s e bekann e We k s amm on dem anzösischen
Sp achwissenscha le J. Ronja (Ronja 1913; gelesen in Chi she a, 1999a, 1999b), de mi
seinem Sohn s ändig au F anzösisch sp ach, wäh end seine F au, eine gebü ige Deu sche, mi
seinem Sohn au Deu sch kommunizie e. In Anwesenhei des Kindes kommunizie en die El e n
au Deu sch, was ihm in ensi e e Kenn nisse de deu schen Sp ache e scha e, da die Familie
in F ank eich leb e. Von Kindhei an be and sich das Kind in de A mosphä e de Teilung des
Codes: mi seinem Va e und den anzösischen Diene n kommunizie e e nu au F anzösisch,
mi seine Mu e , seinen Ve wand en in Deu schland und den deu schsp achigen Diene n - au
Deu sch. J. Ronja üh e ün Jah e lang ein Tagebuch übe die Sp achen wicklung seines
Sohnes, on seine Gebu 1908 bis 1913. Nach Angaben seines Va e s sp ach das Kind am Ende
diese Zei jede Sp ache so, als wä e es seine Mu e sp ache. Die El e n o ganisie en ih
Sp ach e hal en seh bewuss und wichen nie on de Tak ik ab, die sie anwand en. De Va e
ko igie e imme die Fehle seines Sohnes in de anzösischen Sp ache und in den Aussagen, in
denen das Kind anzösische und deu sche Sp acheinhei en e misch e. Nach Ronja selbs wa
die Ve mischung de Sp achen im Allgemeinen ein sel enes Phänomen in de Sp echak i i ä des
Kindes, und es gab auch seh wenige S ö ungen au allen Ebenen de Sp ache. Von An ang an
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schien es, dass die beiden Sp achsys eme des Jungen ge enn oneinande unk ionie en.
(Ronja , 1913; gelesen in Chi she a, 1999a, 1999b)
Einige Zei spä e wi d ein wei e e Fall on zweisp achige E ziehung bekann . In eine ande en
zweisp achigen Familie, in de Familie des se bischen Sp achwissenscha le s M. Pa lo i ch
(Pa lo i ch, 1920; gelesen in Chi she a, 1999b), de in F ank eich leb e und zu Hause Se bisch
sp ach, wu de eine ande e Me hode angewand , um seinen Sohn Dusan au zuziehen. De Beginn
de zweisp achigen En wicklung des Kindes wu de du ch einen F eund de Familie ge ö de :
Als das Kind 13 Mona e al wa , begann e , sich egelmäßig nu noch au F anzösisch mi dem
Kind zu un e hal en. Nach Angaben seines Va e s begann das Kind zwei Sp achen gleichzei ig
zu sp echen, as ohne sie in einem einzigen Sa z zu e mischen, obwohl sein anzösische
Wo scha z schon üh iel schlech e wa als de se bische. Im Al e on zwei Jah en ha e die
Ve mischung de Sp achen au gehö . Leide blieben iele F agen zu se be- anzösischen
Zweisp achigkei de Kindhei unbean wo e , weil Pa lo ic sich keine No izen meh gemach
ha e. G undlage de zweisp achigen E ziehung on Dusan wa die Me hode "eine Pe son - eine
Sp ache" (F anzösisch wu de on einem seine Bekann en übe nommen, wäh end seine El e n
mi ihm Se bisch sp achen), kombinie mi dem P inzip "die F emdsp ache als Sp ache de
Familie", ode auch als lokale Me hode bezeichne (Se bisch blieb die Sp ache des Hauses). In
diesem Fall wa ü das Kind und die Familie F anzösisch die F emdsp ache und Se bisch wu de
als Mu e sp ache e wende , wäh end ü die Umgebung die Mu e sp ache diese Familie
emd wa , da die Familie in F ank eich wohn e. Ähnliche S udien aus diese Zei inden sich in
de ussisch-deu sche Zweisp achigkei bei Ноуег. (gelesen in Chi she a, 1999b)
In den 1920e und 1930e Jah en wu de das Phänomen in de Linguis ik p ak isch nich
un e such . In Deu schland und den Ve einig en S aa en wa es zudem das Ziel de Schulbildung,
die Zweisp achigkei , die als soziales Übel angesehen wu de, zu besei igen. Viele de deu schen
Wissenscha le wa n en o de Ge ah de Zweisp achigkei bei Kinde n. Sie bes anden da au ,
dass die Mu e sp ache in ih em einen Zus and, ei on emdsp achlichen Ve un einigungen,
e hal en bleiben soll e. Ande n alls könn en die Folgen e wüs end sein: Das Kind wü de seine
Iden i ä e lie en und könn e A heis we den. (McLaughlin 1984: 77-78). In diese Zei bis
Ende de 1930e Jah e lag das Haup augenme k au dem Ve gleich de geis igen En wicklung
on ein- und zweisp achigen Kinde n. Die E gebnisse wa en wide sp üchlich, abe die meis en
Fo sche leugne en die schädlichen Auswi kungen de Zweisp achigkei au die geis ige
En wicklung, die Cha ak e bildung und die kul u elle Selbs bes immung de Kinde . De
ame ikanische Sp achwissenscha le U iel Wein eich glaub , dass die Ge ah hie imaginä is
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e hnokul u elle Iden i ä und Zweisp achigkei da in, dass die Zweisp achigkei und de Ein luss
de Kul u au das Indi iduum in e schiedenen Wissenscha sbe eichen un e such we den,
zwischen denen es keine Wechselwi kung gib , sowie im aku en Mangel an Spezialis en, die
übe die no wendige Kompe enz e ügen, um an de Schni s elle diese Be eiche zu o schen.
Die Be ach ung des isolie en in ellek uellen Teils des A ek i en, des Voli ionalen, das o as
hunde Jah en in den We ken on L. Vygo sky k i isie wu de, dominie noch imme die
Sozial o schung, auch die Fo schung zu Zweisp achigkei . E s in den le z en Jah en haben
S udien begonnen, die Iden i ä als einen de wich igs en Pa ame e zu be ach en, de die
Zweisp achigkei cha ak e isie , zusammen mi dem Al e des E we bs eine zwei en Sp ache
und dem G ad de Behe schung de e s en und zwei en Sp ache sowie dem P oblem des
Iden i ä s e lus s als Folge on In eg a ions e suchen in zwei Kul u en. Zule z , F. G osjean
(2015) und Bene -Ma ínez en wickeln unabhängig oneinande das Konzep de "bikul u ellen
Pe sönlichkei en". Diese Modelle bie en meh e e Möglichkei en, um die Zweisp achigkei mi
de Kul u zu e binden. So wu de gezeig , dass die Allgegenwa de Sp ache und ih e
"pe ek e" Behe schung nich unbeding die In eg a ion de Kul u du ch ein Indi iduum
implizie . Das E gebnis is eine Typologie, die zwischen monokul u ellen zweisp achigen
Pe sonen (Pe sonen, die zwei Sp achen sp echen und sich mi nu eine Kul u iden i izie en)
und bikul u ellen Pe sonen (Pe sonen, die zwei Sp achen sp echen und sich mi zwei Kul u en
iden i izie en) un e scheide . Die e hno-kul u elle Iden i ä eine zweisp achigen Pe son
mani es ie sich nich nu im Bewuss sein und in de E ah ung de Zugehö igkei zu eine de
beiden Kul u en, sonde n auch du ch das komplexe Zusammenspiel meh e e Elemen e:
E hnizi ä und S aa sbü ge scha , kul u elle, subkul u elle, eligiöse und ande e Aspek e. (Bene -
Ma ínez, Ha i a os, 2005)
Es gib seh un e schiedliche und wide sp üchliche Meinungen übe die posi i en ode nega i en
Auswi kungen de Zweisp achigkei au ein zweisp achiges Kind. Bis heu e konn en sich die
Wissenscha le nich endgül ig au dieses Thema einigen. Es is o ensich lich, dass die
Lebensbedingungen, de E we bsweg, die kul u elle In eg a ion wich ige Va iablen ü die
Auswi kungen de Zweisp achigkei sind. Im Allgemeinen hängen die posi i en ode nega i en
Auswi kungen de Zweisp achigkei neben den sp achlichen o allem on sozialen und
psychologischen Fak o en ab.
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2.4. An o de ungen, Me hoden und S a egien
2.4.1. An o de ungen und Me hoden
Es is e s ändlich, dass die El e n, be o sie den Weg de zweisp achigen E ziehung ih es
Kindes einschlagen, übe alles, was dies mi sich b ing , in o mie we den müssen, eine
Me hode und S a egie wählen und ih Leben an die neue Umgebung anpassen müssen.
O ensich lich gib es iele Fak o en, die sich posi i und nega i au das E le nen on zwei ode
meh Sp achen auswi ken. Dazu gehö en zum Beispiel eine s abile Lebenssi ua ion, ein
in ensi e Kon ak zwischen dem Kind und allen be o enen Sp achen. Regelmäßige Besuche in
einem Land mi eine Sp ache, die in seine Umgebung nich e wende wi d, d.h. in einem Land
on de „schwachen“ Sp ache, können eben alls seh nü zlich sein. De soziale Aspek is auch
bei de E ziehung eines zweisp achigen Kindes wich ig, weil e ex e ne Aspek e be ücksich ig
und die F age bean wo e : Wie wi k sich die Umwel au das Kind aus, un e welchen
Bedingungen wachsen Kinde au , welche Rolle spiel die soziokul u elle Si ua ion beim
Sp ache we b? Dies häng da on ab, wie die Gesellscha eine Sp ache bewe e . Die na ü liche
Sp ache wi d nich nu zum E we b on Sp achkenn nissen, sonde n meh ode wenige auch
zum E we b soziokul u elle Kenn nisse und Eins ellungen zu Religion, Geschlech , Al e und
sozialem S a us e wende .
Wenn jedoch nu einige posi i e Aspek e au die Lebensbedingungen des Kindes zu e en,
soll en die El e n die An o de ungen an die E gebnisse au einem nied ige en Ni eau es legen.
Au diese Weise be eien sie sich und das Kind on dem D uck des Wa ens und le nen, o z
wenige E olg au das E gebnis, s olz zu sein. Es soll e bedach we den, dass jedes E gebnis das
E gebnis bes imm e , on den El e n akzep ie e Vo ausse zungen is und dass jede Handlung
ode Eins ellung de El e n ih e Konsequenzen ha , indem sie eine posi i e ode nega i e
Dimension in die En wicklung des Kindes einb ing . Mi ande en Wo en, wie beim
Sp ache we b selbs , müssen die Bedingungen, un e denen ein Kind die Sp ache le n , imme
indi iduell be ach e we den.
Ande e sei s müssen die El e n auch en scheiden, ab welchem Al e sie mi de E ziehung ih e
zweisp achigen Kinde beginnen wollen: ab de Gebu ode e s im Al e on einigen Mona en
ode Jah en. Un e den Spezialis en he sch die Meinung, dass die E olgschancen beim E we b
eine zwei en Sp ache umso g öße sind, je ühe die zweisp achige Ausbildung beginn . Das
bedeu e , dass es ab de Gebu besse is . (P o aso a, 1998, 2012)
Mon ana i konzen ie sich au die Idee, dass, dass das zweisp achige Au wachsen on Gebu
an die bes e Lösung ü El e n und Kinde is . Je spä e man beginn , mi seinem Kind in eine
bes imm en Sp ache zu kommunizie en, des o schwie ige is es, sich da an zu gewöhnen. Wenn
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beispielsweise die zweisp achige E ziehung e s mi d ei Jah en beginn , muss ein El e n eil mi
diese Gewohnhei b echen. Das Kind e lie die be ei s e wo bene emo ionale Bindung an die
bishe ige Sp ache und wi d mi e was öllig Neuem und Unbekann em kon on ie . (Mon ana i,
2002a)
Was die Me hoden be i , so zeig de his o ische Übe blick be ei s, dass sich wäh end de
gesam en Exis enz des Phänomens und wäh end de Fo schung meh e e Me hoden e ablie
haben, die heu e in de zweisp achigen E ziehung eingese z we den:
2.4.1.1. „EINE PERSON-EINE SPRACHE“
E s ens is es die Me hode on Ronja , die "eine Pe son - eine Sp ache"-Me hode, bei de jede
El e n eil das Kind in seine Mu e sp ache ansp ich . Fü die Anwendung dieses P inzips gib es
e schiedene Modelle, die sich je nach den Bedingungen, die sich e geben, oneinande
un e scheiden: die Sp ache de Gesellscha , die Sp ache jedes E wachsenen, die Sp ache de
Kommunika ion mi dem Kind, die Sp ache de Kommunika ion zwischen E wachsenen, die
Sp ache de Kommunika ion zwischen Kinde n. Als E gebnis de Anwendung diese Me hode
bilde sich in bi- ode monoe hnischen Familien gleichzei ig eine na ü liche und in ensi e
Zweisp achigkei aus. Bishe wu den ie Modelle zu Anwendung diese Me hode ü
zweisp achige Familien o geschlagen. (Bain, Yu, 1980).
In diese A bei we den nu die Fälle he o gehoben, in denen die Mu e sp achen de El e n
un e schiedlich sind (L1 und L2), abe eine on ihnen mi de Sp ache de Gesellscha
übe eins imm . (L1 ode L2). Jede sp ich mi dem Kind in seine eigenen Sp ache. In diesem
Fall wü den die olgenden Va ian en disku ie we den:
а) Die Sp ache de Gesellscha wi d un e den El e n gesp ochen. (L1 ode L2). Ein solche Fall
wu de on Vol e a und Taeschne in I alien (Vol e a, Taeschne 1978), Meisel und Mülle in
Deu schland (Meisel, Mülle , 1992), Döpke in Aus alien (Döpke 1992a) besch ieben.
b) Die El e n kommunizie en mi einande in eine ande en Sp ache als de de Gesellscha , und
die Kommunika ionssp ache de El e n s imm mi de Mu e sp ache eines de El e n eile
übe ein. Das ep äsen a i s e Beispiel is das de Familie Ronja , die wäh end ih es Au en hal s
in F ank eich Deu sch sp ach (Ronja , 1913; gelesen in Chi she a, 1999c).
c) Jede de El e n sp ich mi dem ande en in de gleichen Sp ache, in de sie sich mi ih em
Kind e s ändigen. (L1 ode L2). Zum e s en Mal in de P axis wu de diese Va ian e in seine
Familie on W. Leopold eingese z , de mi seine englischsp achigen F au Deu sch sp ach.
19
Diesem Beispiel olg e eine ande e Familie: die Mu e sp ach mi ih em Mann Englisch, e
sp ach mi ih Schwedisch (A nbe g 1981; 1985).
d) Die El e n kommunizie en abwechselnd in de einen ode ande en Sp ache mi einande .
Solche Fälle wu den in Schweden un e such , wo die El e n eine de Familien Englisch ode
Schwedisch sp achen (A nbe g 1981; 1987); in zwei Familien in Aus alien, wo die El e n
abwechselnd Englisch und Deu sch sp achen (Döpke 1992b).
Nach Angaben de Fo sche in Chi she a (1999c; 2002) sind heu e die häu igs en Va ian en 1a,
1b, 1d, wäh end die Va ian e 1c iel sel ene sei.
2.4.1.2. DIE LOKALE METHODE
Diese Me hode wi d no male weise du ch die Op ionen "eine Si ua ion - eine Sp ache" und "ein
Land - eine Sp ache" umgese z . In de Regel bes eh das Wesen de Me hode da in, die
Sp achen de Kommunika ion mi dem Kind in zwei Haup si ua ionen zu ennen - zu Hause und
d außen, dahe wi d die Me hode manchmal als "eine Si ua ion - eine Sp ache" bezeichne . Ein
anschauliches Beispiel ü diese Me hode wa de se bische Sp achwissenscha le M. Pa lo i ch
und seine Familie, die sich in F ank eich niede ließen und auße halb des Hauses F anzösisch
sp achen, wäh end zu Hause die Kommunika ion au Se bisch s a and (Pa lo i ch 1920,
gelesen in Ch ishe a, 1999b). Ande e Beispiele sind Haugen (No wegisch zu Hause und
Englisch in den USA) (Haugen 1972), Ha ding, Riley (Spanisch zu Hause und Englisch in
G oßb i annien) (Ha ding, Riley 1997).
Diese Me hode wi d nich nu häu ig in de zweisp achigen E ziehung zu Hause eingese z ,
sonde n is auch die Haup me hode ü den zweisp achigen Un e ich in Ins i u ionen (Schule,
Uni e si ä ): eine Klasse wi d in de einen und die ande e in de zwei en Sp ache un e ich e . In
de Regel gib es spezielle Zeichen ode Signale, die einen Schüle ode S uden en an die
Sp ache e inne n, in de e im Klassenzimme sp echen soll. (Cohen, 1975).
2.4.1.3. WEITERE METHODEN
Neben den beiden oben besch iebenen Me hoden gib es noch wei e e Me hoden. Die
geb äuchlichs en sind: die empo ale Me hode, ode manchmal auch gemisch genann , und die
hema ische Me hode.
Die empo ale Me hode bes eh da in, dass beide ode ein El e n eil die
Kommunika ionssp achen mi dem Kind nach einem Zei plan und in gleichen Abs änden
20
abwechseln. O ensich lich s imm nu eine Sp ache mi de Sp ache de Gesellscha übe ein,
was den An eil de Kommunika ion in de ande en, nich dominan en Sp ache eduzie . Es is
unwah scheinlich, dass eine solche zweisp achige Kommunika ion zu eine ak i en und
ausgewogenen Zweisp achigkei üh , wobei das Kind e hebliche Schwie igkei en ha , da es
keine Modelle ü den "Wechsel" de Kommunika ionssp ache gib , die bei ande en Me hoden
ande e Menschen und Be eiche de Kommunika ion sind.
I. Schmid -Mackey besch eib , wie einige gebilde e kanadische Einwande e amilien e such
haben, eine S a egie ü den Sp achwechsel mi wechselnden Zei äumen umzuse zen. In eine
zweisp achigen Familie (die Mu e sp ich F anzösisch und de Va e Englisch), in de zwei
Kinde die anzösische Schule besuch en, beschlossen sie beispielsweise, nu F anzösisch an
Wochen agen und Englisch am Wochenende zu sp echen. Leide ha en sie nich iel E olg, da
nu seh wenig Zei ü die englische Sp ache au gewende wu de. I. Schmid -Mackey komm zu
dem Schluss, dass es unmöglich is , einen Weg zu inden, die Sp ache e ek i zu wechseln,
wenn sich die Zei äume ände n, wie es bei einem Wechsel de Pe son ode des Gesp ächso es
de Fall is (Schmid -Mackey 1977: 137-138).
Sowohl G. Chi she a (1999b, 2000) als auch eine ande e Fo sche in, E. P o aso a (1998; 2012),
kommen zu dem Schluss, dass es in de Geschich e de E o schung de Zweisp achigkei Fälle
gib , in denen alle diese Me hoden mi einande kombinie we den können. Die lokale Me hode
kann beispielsweise mi de empo alen, gemisch en Me hode kombinie we den: Pe ioden des
Umzugs on einem Land in ein ande es ode ein speziell o ganisie e O swechsel mi
gleichzei igem Sp achwechsel. I. Schmid -Mackey besch eib beispielsweise Fälle on
Mig an en amilien, in denen sich agsübe , auße halb des Hauses, alle Familienmi gliede in de
Sp ache de Gesellscha und zu Hause, in de Nach , in ih e Mu e sp ache un e hal en.
(Schmid -Mackey 1977:139).
2.4.2. S a egien
Jede A on Bildung, auch die on zweisp achigen Kinde n, beinhal e jedoch die Wahl eine
Me hode und auch on S a egien, die den Kinde n den bes möglichen Sp ache we b
e möglichen. Das heiß , die El e n müssen gu medi ie en und die S a egien de Kommunika ion
und Ko ek u de Sp ache ih es Kindes gu planen, um die Bildung eine ausgewogenen
Zweisp achigkei zu e eichen. Döpke un e such e solche S a egien und Me hoden in deu sch-
englischen Familien und kam zu dem Schluss, dass die Eigenscha en de kindlichen Sp ache
21
on de Anwendung e schiedene Kommunika ionss a egien und de A de el e lichen
Fehle ko ek u in Familien abhängen (Döpke, 1992b).
Zwei g undlegende S ile on El e ns a egien zu Kommunika ion mi Kinde n können
besch ieben we den: de kommunika ionso ien ie e S il und de kon ollo ien ie e S il.
(Chi she a, 2000, 2004; P o aso a,2012)
Die e s e S a egie is die Kommunika ionss a egie, in de spezi ische und al e na i e F agen
ges ell we den, um In o ma ionen zu e hal en und das Kind zu übe p ü en. Da übe hinaus
wiede holen die El e n das, was das Kind sag , abe die seman ische und syn ak ische S uk u
des Gesag en is e was komplexe , was zeig , dass die El e n das Kind e s ehen und
un e s ü zen. De Einsa z diese Kommunika ionss a egie äg zu eine ak i e en En wicklung
de Sp ache des Kindes bei.
Eine Kon olls a egie zeichne sich du ch ins uk i es, egulie endes ode dekla a i es Sp echen
aus, und es we den auch F agen ges ell , jedoch meis mi dem Ziel, das Gesag e zu ko igie en.
Die Meldungen haben o keine konsis en e Ve bindung zu dem, was das Kind gemelde ha . Das
e bale Ve hal en des Kindes mi den El e n spiegel seine Kommunika ionss a egie wide und
wi d du ch die ak i e Nu zung de Eigenini ia i e des Kindes in Gesp ächen mi den El e n in
den en sp echenden Sp achen ("Kinde ini ia i e im Gesp äch") und die Häu igkei de
Reak ionen au ih e Kommen a e ( esponsi eness) bewe e . Bei hohen Ra en wi d das E le nen
de en sp echenden Sp ache ak i ge ö de . Nied ige Ra en weisen da au hin, dass die
Kommunika ion in diese Sp ache zu Kommunika ions ehle n üh und eine übe mäßige
Neigung zu Kon olle de kindlichen Sp ache wide spiegel (Döpke 1992b: 103).
Döpke kam zu dem Schluss, dass die Regelmäßigkei und Kohä enz bei de Anwendung on
Leh me hoden in de Kommunika ion mi dem Kind in e schiedenen Sp achen den G ad de
En wicklung bes imm e Fähigkei en in de kindlichen Sp ache di ek beein luss . Ih e Meinung
nach is die Me hode de d ei Me hodensä ze die geeigne s e Me hode zu Bildung on
Wo scha z, G amma ik und Kommunika ions ähigkei en. Jedes de Me hodensä ze de inie
spezielle Techniken, die dem Kind das Le nen on Lexemen und S uk u en e leich e n sollen.
Um den Wo scha z au zubauen und g amma ikalische S uk u en zu assimilie en, we den die
olgenden Me hoden e wende :
- Modellie ung (modelling and pa e ning echniques), die den Inpu mi eine
aus eichenden Anzahl lexikalische und g amma ikalische Modelle lie e ;
- Wiede holung de Assimilie ung ( ehea sing echniques), die die Modelle du ch
Aussagen on E wachsenen ixie en soll;
22
- Übe p ü ung ( es ing), die den G ad de Ausbildung bes imm e Fähigkei en au zeigen
soll;
- Ko ek u (elici ing echniques), die Fehle ko igie en muss. (Döpke 1992b: 148-154).
Die on A. Fan ini und J. Saunde s angewand en Fehle ko ek u echniken wa en wie olg :
- E klä ung eines g amma ikalischen Phänomens ode eines Wo missb auchs;
- die Ko ek u eines Fehle s, indem das Kind au ge o de wi d, die ko ek e Ve sion zu
wiede holen;
- das Kind au o de n, das be ei s Gesag e zu wiede holen, dami das Kind seinen eigenen
Fehle ko igie en kann;
- das Gesag e zu wiede holen, abe ohne dass das Kind einen Fehle gemach ha (Fan ini
1985: 84; Saunde s 1988: 215).
Beide Au o en weisen da au hin, dass alle Ko ek u en ü das Kind e s ändlich sein müssen,
und dass es nich no wendig is , on ihm zu e langen, dass es Phänomene e s eh , die in
seinem Al e unzugänglich sind. J. Saunde s be on , dass die A de Ko ek u en auch on den
indi iduellen Me kmalen des Kindes abhäng (Saunde s 1988: 215), was mi den An o de ungen
an eine kinde zen ie e Kommunika ion übe eins imm .
Un e den Fachleu en is man de Meinung, dass die Übe se zung als Me hode de Seman ik des
Vokabula s in allen S adien de Bildung de Zweisp achigkei e mieden we den soll e, weil im
P ozess de Übe se zung du ch die El e n das P inzip de T ennung de Sp achen in de Eingabe
e le z wi d. Zu Seman isie ung des Vokabula s we den o Objek e und Bilde e wende .
Wenn z.B. beim Lesen eines Buches ein neues Subs an i e schein , wi d das Objek , au das es
sich bezieh , in einem Bild da ges ell ode dieses Bild gezeichne . Wenn man au ein
unbekann es Ve b s öß , kann die Ak ion, au die es sich bezieh , mi Kommen a en angezeig
we den: e wa so, so ode so, schau mal. Die Leh me hoden sollen nich in die Ak i i ä des
Kindes eing ei en, sonde n sind o ganisch mi ih e knüp . Übe mäßiges D ängen de El e n
au die Anwendung on Leh me hoden ode ih e Loslösung on de Kommunika ion kann dazu
üh en, dass das Kind eine de Sp achen ablehn . (Chi she a, 2000, 2004; P o aso a, 2012)
Un e den Tak iken, die El e n häu ig anwenden, sind die olgenden wi ksam und
emp ehlenswe , um den P ozess de Sp achdi e enzie ung zu beschleunigen:
- Tak iken zu Ko ek u de Aussagen des Kindes, um es zu e mu igen, die ich ige
Sp ache zu wählen (F agen, Tipps, e c.), eine E inne ung an die Kommunika ionssp ache
( au ... (Englisch, Deu sch, Spanisch, ...)! Wie soll e es au ... gesag we den?)
23
- Die E mu igung, das, was in eine Sp ache gehö wu de, du ch eine ande e Sp ache zu
e zählen: zum Beispiel ein Mä chen, das de Va e in eine Sp ache gelesen ha , die
Mu e bi e ihn, es in eine ande en Sp ache zu e zählen, und de Va e bi e ihn zu
e zählen, was das Kind on de Mu e in seine Sp ache gehö ha ;
- Spon ane Übe se zung: de Va e bi e das Kind, de Mu e eine Bo scha in ih e
eigenen Sp ache zu übe mi eln, das Kind e zähl sie de Mu e in ih e Sp ache (wenn
die alsche Sp ache gewähl wi d, is es wünschenswe , das Kind da an zu e inne n).
(Chi she a, 2007)
Bislang wu de die on den El e n gewähl e Me hode bei de zweisp achigen E ziehung
be ach e . Es soll e jedoch be ücksich ig we den, dass das Kind selbs , indem es sich de
Si ua ion anpass , S a egien de Kommunika ion mi jedem El e n eil en sp echend seinen
indi iduellen Me kmalen wähl . Seine Au gabe is es, beide Sp achen zu le nen, um sich mi de
Umgebung e au zu machen, denn die In e ak ion mi den El e n ode de Wel um sie he um
e olg in e schiedenen Sp achen. Eine de wich igs en S a egien zum E le nen eine Sp ache
is die so genann e E leich e ungss a egie, die sich da in mani es ie , dass ein Kind je nach
seinem Kenn niss and zwischen den Sp acheinhei en wähl . Diese S a egie kann sich in Bezug
au beide Sp achen mani es ie en und wi d bei e schiedenen Kinde n un e schiedlich
ausged ück . Einige Kinde e meiden die Aussp ache schwie ige Wö e in jede Sp ache,
wäh end ande e die Einhei en beide Sp achen e ein achen. (Chi she a, 2003, 2009)
N. Mülle de inie d ei Haup s a egien ü das Ve hal en on Kinde n beim G amma ikle nen:
konse a i , libe al und ex em libe al. Kinde , die keine Fehle machen, e meiden es ein ach,
"zwei elha e" Kons uk e zu e wenden, bis sie sich siche sind, wie sie in solchen Fällen ich ig
sp echen können, we den als konse a i bezeichne .
Libe ale Kinde scheuen sich nich da o , mögliche weise alsche Kons uk ionen zu e wenden,
und wenden einige Regeln (Pa ame e ) ü eine bes imm e Zei (e wa ein Jah ) an. Ex eme
Libe ale haben zu gleichen Zei e schiedene Regeln ü die gleichen S uk u en e wende .
(Mülle 1998:167-168).
2.5. Sp achen wicklung bei zweisp achigen Kinde n
Wie be ei s e wähn , soll en alle El e n und Familienmi gliede wissen, was zweisp achige
E ziehung bedeu e , einschließlich de En wicklungss adien eine zweisp achigen Sp ache.
Leide gib es, wie bei de De ini ion on Zweisp achigkei , de zei un e schiedliche Ansich en
24
und Theo ien übe die S u en des Sp ache we bs und de Sp achen wicklung bei de
Zweisp achigkei .
Meisel (1990) s ell d ei Bes immungen zum gleichzei igen E le nen meh e e Sp achen o . Im
e s en Sa z sag de Au o , dass Kinde , die on An ang an in e schiedenen Sp achen
au wachsen, in de Lage sind, Sp achen zu un e scheiden und zu ennen, und mi zwei Jah en
die G amma ik zu un e scheiden.
Die zwei e Posi ion konzen ie sich au die Ta sache, dass meh sp achige Kinde die
G amma ik au die gleiche Weise le nen wie Kinde , die dieselbe Sp ache sp echen. Das heiß ,
wenn ein Kind, das meh als eine Sp ache sp ich , die G amma ik on Deu sch und Spanisch
le n , wi d es dasselbe un wie ein Kind, das dieselbe Sp ache sp ich - Deu sch ode Spanisch.
Die d i e Beobach ung be ass sich mi de G amma ikkompe enz zweisp achige und
einsp achige Kinde . Das Wesen und das Modell de Funk ionsweise sind gleich. (Meisel,
2007)
Neben de A bei on Meisel gib es auch eine zwei e Sich weise au das E le nen on zwei
Sp achen du ch Kinde . Die Au o en des zwei en Ansa zes, Vol e a und Taeschne , sp echen
on einem D ei-Phasen-Modell und heben die Un e schiede zwischen ein- und zweisp achigem
Sp achenle nen he o . In de e s en Phase, die e wa 3 Jah e daue n kann, gib es keinen
Un e schied zwischen den Wö e n zweie Sp achen, so dass die Wö e beide Sp achen
gemisch we den. Wenn Kinde dieselbe Sp ache sp echen, e wenden sie o eine gemisch e
Ve sion beide Sp achen, unabhängig on de Sp ache des Hö e s, da sie die beiden Sp achen
noch nich als un e schiedliche und unabhängige Sys eme mi indi iduellem Wo scha z und
einziga ige G amma ik wah nehmen.
In de zwei en Phase kann man be ei s on de En s ehung zweie Lexika, Vokabeln (ab e wa 2
Jah en) sp echen: Die zwei e Phase beginn die T ennung de Kommunika ionssys eme de
beiden Sp achen. Mi ande en Wo en: Das Kind is in de Lage, einen geeigne en Beg i in de
gewünsch en Sp ache zu inden und zu e wenden, je nachdem, was die Si ua ion e o de . Das
bedeu e , dass das Vokabula des Kindes be ei s ech wei en wickel is , was ihm hil , die
geeigne en Lexeme auszuwählen und zu e wenden.
Doch wäh end das Vokabula des Kindes nach und nach mi zwei Sys emen gebilde wi d, is die
G amma ik in diese Phase o schwie ig. En wede we den die g amma ikalischen Phänomene
de einen Sp ache au die ande e übe agen, ode es we den gemisch e g amma ikalische
S uk u en gescha en.
25
In de d i en Phase un e scheiden zweisp achige Kinde nach diese Theo ie zwei
Sp achsys eme und ennen die beiden Sp achen sowohl lexikalisch als auch syn ak isch
oneinande . Das heiß , ab einem Al e on e wa 3 Jah en kann das Kind die de Si ua ion
angemessene Sp ache e wenden, da die Unabhängigkei diese beiden Sys eme gegeben is .
(Vol e a, Taeschne , 1978)
32
Die Kinde aus allen Familien besuchen en wede die Tagess ä e ode die Schule, und in 6 on 7
Fällen wi d das Kind in de einsp achigen Ein ich ung mi de s a ken Sp ache des Wohnlandes
eingesch ieben. In 2 Fällen, in Familie 1 und 2, wi d das In e esse e wähn , das Kind in die
einsp achige Schule de schwachen Sp ache zu schicken, abe die Kos en des S udiums in diese
Ein ich ung e hinde n dies. Au de ande en Sei e besuch eine Familie (Familie 5) die
Bildungsein ich ung mi de schwachen Sp ache, 2 Familien (4 und 6) haben ih Kind
gleichzei ig in zwei Ein ich ungen eingesch ieben, eine de s a ken und die ande e de
schwachen Sp ache.
Ande e sei s e suchen alle Familien mi F eunden und Bekann en, die die e s e ode zwei e
Sp ache sp echen, die Gelegenhei zu nu zen und in de en sp echenden Sp ache zu
kommunizie en. In einem Fall (Familie 3) is dies eine de wenigen Möglichkei en, die schwache
Sp ache auße halb des Hauses zu üben, da sie in eine ehe kleinen S ad leben und keine
Ins i u ionen haben, die die schwache Sp ache un e s ü zen. Ande e Familien, die in g öße en
S äd en leben, haben meh Möglichkei en, wie Sp achku se, einschließlich mu e sp achliche
Sp achku se (Familie 6), T e en mi Mu e sp achle n, Kommunika ions- und
Bildungswo kshops ü Kinde (Familien 4, 5, 6 und 7). Alle dings bedaue n Familien in g oßen
S äd en auch, dass es nich meh Ak i i ä en auße halb des Hauses gib , um die schwache
Sp ache zu un e s ü zen und zu ö de n.
Wie oben e wähn , e suchen 6 Familien, dem Kind on Zei zu Zei den Au en hal und die
Umgebung de schwachen Sp ache zu bie en, so dass sie ih en U laub nu zen und in das Land
des zwei en El e n eils gehen. Wenn sie do nich lange bleiben können, e wägen sie auch, ih en
Sohn ode ih e Toch e do hin zu b ingen und sie den G oßel e n zu übe lassen. (Familien 1, 3,
4, 5, 6, 7)
3.2.1. F age 1
Was ü Un e s ü zung bekommen Sie on dem S aa , dem Kinde ga en und ande en
Ins i u ionen? (Tabelle 4)
Bei de Bean wo ung diese F age e hal en alle Familien Un e s ü zung in Fo m eine s a ken
Sp ache: pädagogische Büche ode audio isuelles Ma e ial, kul u elle Ak i i ä en (Aus lüge,
Thea e , Museen). Was die schwache Sp ache be i : 3 Familien gaben zu, dass sie wede on
de Regie ung noch on de Kinde k ippe ode eine ande en Ein ich ung Un e s ü zung
e hal en. In diesem Fall können sich die Familien nu au ih e eigenen Mi el und die
pädagogische Li e a u , die sie zu Hause nu zen, e lassen. Vie Familien e hal en Un e s ü zung
33
in de schwachen Sp ache on de Regie ung ode on den Gemeinden, auch wenn dies nich
iel is , z.B. eine Schule, ein e gänzendes Le nzen um ü Wochenenden, in dem Un e ich
ode Wo kshops in Sp ache, Geschich e, Kuns ode Musik, Musik e ans al ungen ode Fe ien
angebo en we den.
3.2.2. F age 2
Welche Möglichkei en gib es, die schwache Sp ache in Ih e S ad zu üben, und wann benu z
man die Sp ache? (Tabelle 5)
Alle Familien e wähnen die Möglichkei , die schwache Sp ache in Sp achku sen zu le nen und
zu üben, abe in allen Fällen, auße in den Familien 5 und 6, handel es sich um
F emdsp achenku se, die sich on dem E we b de Sp ache als Mu e sp ache un e scheiden. 4
Familien s ell en auch die Möglichkei es , die Sp ache inne halb de Gemeinscha en, un e
F eunden ode Ve wand en, Einwohne n de selben S ad ode am A bei spla z zu benu zen.
D ei Familien sp echen übe Sp achschulen ode Kinde agess ä en ü schwache Sp achen, abe
ü zwei Familien is de P eis diese Ein ich ungen nich e schwinglich.
3.2.3. F age 3
Um das Ansehen und die Rolle de schwachen Sp ache im amiliä en Um eld zu beu eilen,
wu de den Familien die F age ges ell : Meinen Sie, dass Ih e Mu e sp achen in Ih em ak uellen
Land genug ge ö de we den ode ühlen Sie sich disk iminie ? (Tabelle 6)
In allen Fällen hal en es die Familienmi gliede , die die Sp ache des Landes, in dem sie leben,
nich als Mu e sp ache sp echen, ü selbs e s ändlich, dass ih e Mu e sp ache in ih em
de zei igen Land nich seh p äsen is . Den Um agen zu olge is es logisch, dass es in einem
einsp achigen Land, das eine eigene Sp ache ha , nich iele Fälle gib , in denen Spanisch,
Russisch ode Deu sch e wende wi d, so dass sie sich nich un e d ück ode disk iminie
ühlen. Au de ande en Sei e e kennen die El e n, dass die ehlende ak i e Anwesenhei de
schwachen Sp ache im All ag das Ansehen de Sp ache minde und die Mo i a ion des Kindes,
die Sp ache zu sp echen und zu s udie en, beein äch ig .
In einem Fall (eine Familie mi deu sche und ussische Sp ache) äum e de Be ag e ein, dass
e sich manchmal disk iminie ühl e, abe nich wegen des Fehlens seine Mu e sp ache im
Land, sonde n wegen de Beziehung und de his o ischen E eignisse zwischen seinem
Heima land und dem heu igen Land.
34
Au die F age, welche A on Hil e sich die El e n bei de En wicklung und Un e s ü zung de
schwachen Sp ache in den Kinde n wünschen (Tabelle 7), an wo e en 5 Familien, dass ih
Wunsch wä e, dass das Kind meh Möglichkei en hä e, die Sp ache auße halb des Hauses, abe
inne halb de S ad , zu üben, und auch die Möglichkei hä e, die Wel du ch die schwache
Sp ache au na ü liche Weise zu le nen. Zwei Familien en schieden sich ü eine olls ändig
zweisp achige s aa liche und o izielle Ins i u ion. Vie Familien un e s ü z en die Idee, die
Kul u de zwei en Sp ache zu ö de n, indem sie Wo kshops, Ve ans al ungen, Aus lüge und
ande e A en on Ak i i ä en o ganisie en, an denen sowohl Kinde als auch El e n eilnehmen
konn en, z.B.: Thea e , Wissenscha , Handwe k, Kuns , Folklo e-Wo kshops, zusä zliche
Ak i i ä en wie o ganisie e Na u aus lüge, ge üh e Aus lüge ü die ganze Familie ode soga
einige Camps zu Le nzwecken.
3.2.4. F age 4
Wie schä zen Sie das ak uelle Sp achni eau ein und welche Sp achschwie igkei en ha Ih Kind?
(Tabelle 8)
Alle Familien gaben ih e eigene Meinung und Bewe ung des Ni eaus de beiden Sp achen ih es
Kindes in 4 Kompe enzen an: Sch eiben, Hö en, Sp echen und Lesen. Na ü lich muss man o
de Analyse de E gebnisse de Um age be ücksich igen, dass die Kinde un e schiedlichen
Al e s sind, so dass man übe den S anda d au dem Ni eau sp ich , das dem S anda d in dem
jeweiligen Al e en sp ich .
Alle Familien bewe en das Hö e s ändnis in beiden Sp achen als gu : Die 7 Familien
an wo e en posi i in Bezug au den E we b de Fähigkei zum Hö e s ehen in zwei Sp achen,
und keine an de Um age eilnehmende Familie ha Schwie igkei en in diese Fähigkei
e wähn . Ande e sei s haben 2 Familien beim Lese e s ehen e kann , dass das Kind ein
du chschni liches Ni eau ha und einige Schwie igkei en ha : in 1 on 5 Fällen (Familie 4) ode
in einem on 8 Fällen (Familie 2) hä e das Kind Schwie igkei en, das diesem Al e
en sp echende Lesen zu e s ehen, abe nu in de schwachen Sp ache. Was die s a ke Sp ache
be i , sind die E gebnisse ech gu : die Familien geben an, dass die Kinde die Schwie igkei
nu dann spü en, wenn sie au die unbekann en Wö e s oßen.
Eine wei e e Schwie igkei , die on d ei Familien (1,2,4) genann wi d, is die Fe igkei
Sch eiben. Nach Angaben de El e n ha das Kind in de Regel Schwie igkei en, in de
schwachen Sp ache ich ig zu sch eiben, und besonde s au de o hog aphischen Ebene, wo die
beiden Sp achen e misch we den (9 on 10 Fällen). D ei Familien (3, 5, 7) e kennen auch an,
35
dass das Kind nu gelegen lich Schwie igkei en mi de Rech sch eibung ha , abe das is in d ei
ode ie on zehn Fällen de Fall. Eine Familie gib an, dass ih Kind on Zei zu Zei P obleme
ha , Wö e ich ig zu sch eiben, abe nach Aussage de El e n ha diese Schwie igkei nich s mi
de Zweisp achigkei zu un, sonde n mi dem he kömmlichen P ozess des Sch eible nens in
eine Sp ache, egal ob es sich um eine Mu e - ode F emdsp ache handel .
Das Sp echen on Sp achen wi d on ie Familien (3,4,6,7) als gu bewe e , wäh end d ei
glauben, dass es besse sein könn e, wenn das Kind meh Übung hä e, und eine Familie
es s ell , dass es ela i gu is . El e n aus allen Familien e wähn en, dass das Kind in einem
ühen Al e eine Phase de Ve mischung zweie Sp achen ha e, obwohl sich die Si ua ion
e besse e, als das Kind wuchs und meh le n e.
G a ik 1: Kennzeichen ü eine s a ke Sp ache (Tabelle 8)
0
2
4
6
8
10
12
Familie 1 Familie 2 Familie 3 Familie 4 Familie 5 Familie 6 Familie 7
Lese es ehen
Sp echen
Sch eiben
Hö e s ehen
36
G a ik 2: Kennzeichen ü eine schwache Sp ache (Tabelle 8)
Ande e sei s sind die häu igs en Schwie igkei en, die in den o angegangenen Phasen au a en
ode de zei bes ehen, die G amma ik und die Syn ax au sch i liche und mündliche Ebene.
Da übe hinaus e wähnen dieselben Familien auch die Schwie igkei , die mi dem Wo scha z
e bunden is , obwohl dies au i , wenn das Kind das Wo in de einen Sp ache nich kenn , es
on de ande en Sp ache ausbo g ode es in Analogie zu Wo bildung in de Sp ache e inde .
Leide gib es heu e keine einhei liche Theo ie übe das Sys em de Zweisp achigkei , seine
En wicklung und seine Ausdi e enzie ungss u en, abe , wie be ei s im heo e ischen Teil
e wähn , gib es iele. Nach de Hypo hese on T au e Taeschne und Vi ginia Vol e a übe ein
einziges Sp achsys em wi d jedoch pos ulie , dass das Kind einen sch i weisen Le np ozess
du chläu , bei dem es in de e s en S u e ein einziges lexikalisches Sys em ha , das es in de
zwei en S u e zu un e scheiden beginn und e s in de d i en S u e zwei di e enzie e
sp achliche Codes in Lexikon, G amma ik und auch in de Syn ax besi z .
Als le z en Punk in diese F age 4 weisen die Familien da au hin, dass sie sich bei manchen
Gelegenhei en weige n, die schwache Sp ache zu sp echen. Im Falle eine posi i en An wo au
diesen Punk wu de die Familie gebe en, das Kind zu agen, ob es Fälle gab, in denen es eine
0
2
4
6
8
10
12
Familie 1 Familie 2 Familie 3 Familie 4 Familie 5 Familie 6 Familie 7
Lese e s ehen
Sp echen
Sch eiben
Hö e s ehen
37
de Sp achen nich sp echen woll e und wa um. Die e ziel en E gebnisse sind: ein Kind sag ,
dass es sich unbehaglich ühl , eine ande e Sp ache mi seinen El e n o seinen einsp achigen
F eunden zu sp echen, die diese nich e s ehen. In eine Familie behaup e das Kind, on Zei
zu Zei müde zu sein, abe die El e n kommen ie en, dass dies manchmal passie , wenn es au
einen de El e n wü end is , so dass es sich weige , die en sp echende Sp ache zu sp echen. In
eine ande en Familie weige e sich das Kind ühe , die schwache Sp ache zu sp echen, obwohl
sich die Si ua ion in le z e Zei dank de Besuche on Klassen und Wo kshops, die on de
Gemeinscha de Schwachen o ganisie wu den, geände ha . Nach einigen ühe en
Fo schungen könn e man e mu en, dass manchmal de G und ü die Ve weige ung, eine de
Sp achen zu sp echen, da in lieg , dass man den G und ü das E le nen de schwachen Sp ache
nich e s eh , indem man in de s a ken Sp achumgebung leb und die Kommunika ion mi
Gleichal igen, F eunden und ande en Menschen in de s a ken Sp ache au ech e häl . Ein
wei e e G und könn e de Ve lus ode das Fehlen des Ansehens de Sp ache in de Gesellscha
sein, in de man leb , weswegen sich das Kind nich mi de Sp ache iden i izie ühl .
3.2.5. F age 5
Welche Ak i i ä en se zen Sie ein, um die schwäche e Sp ache zu ö de n und welche Ak i i ä en
ü die s ä ke e Sp ache? (Tabelle 9)
Alle Familien e s ehen die Bedeu ung de En wicklung beide Sp achen bei ih en Kinde n und
e suchen dahe , e schiedene A en on Ak i i ä en ü die s a ke und die schwache Sp ache zu
un e nehmen, abgesehen na ü lich on de Kommunika ion mi dem Kind nach de gewähl en
Me hode.
Die e s e Ak i i ä , die in de Be agung alle Familien au auch , is jedoch das Lesen on
Büche n, Geschich en, Zei sch i en und auch das Anschauen on Fe nsehen, Video,
Zeichen ick ilme in den s a ken und schwachen Sp achen. Die gleiche Beu eilung e hiel das
e gänzende Le nen zu Hause du ch Un e ich sma e ialien und zusä zlich Hil e bei den
Hausau gaben. Ebenso wa ode is die Tä igkei , die ausge üh wi d, als das Kind noch jung
wa , das Spielen on Le nspielen. Heu e e suchen ün Familien, die T adi ionen de beiden
Kul u en zu e mi eln, indem sie Feie age au zwei A en eie n.
Ande e sei s e s ehen alle El e n, dass es seh wich ig is , das Kind zu mo i ie en und zu
e klä en, wa um es zwei Sp achen le n und wie wich ig es is , sie gu zu le nen. Die El e n
e zählen dem Kind, dass beide Sp achen und Kul u en ih e Wu zeln sind, dass wenn eine Pe son
38
zwei Sp achen behe sch , sie in Zukun meh Möglichkei en ha , an e schiedenen O en zu
eisen, zu leben und zu a bei en; dass es in de zwei en Sp ache und in den He kun slände n
diese Sp ache iele Dinge gib , die nich im ak uellen Land sind.
Sechs Familien nehmen das Kind in das Land de zwei en Sp ache mi , wenn sie im U laub sind
und ün Familien haben F eunde ode Ve wand e, die die schwache ode s a ke Sp ache
sp echen, in de selben S ad , in de sie leben, ode in de Nähe und e en sich o mi ihnen und
nehmen das Kind mi .
Vie Familien wenden die Technik an, bei de das Kind in eine Sp ache übe se zen und e zählen
muss, was es in de ande en Sp ache gehö ode gele n ha .
Was die zusä zlichen Ak i i ä en be i , so sag en ie Familien, dass sie an Wo kshops und
speziellen Ve ans al ungen eilnahmen, die on eine Ins i u ion ode eine Gemeinscha
o ganisie wu den, in denen das Kind die schwache ode s a ke Sp ache le nen und üben konn e,
wäh end d ei wei e e Familien bes ä ig en, dass sie das gleiche nu ü die s a ke Sp ache a en.
Nu eine Familie such e die Hil e eines Au-pai -Kinde mädchen aus einem schwachen
Sp achhin e g und.
3.2.6. F age 6
Ko igie en Sie die Fehle Ih es Kindes? Wenn ja, wie machen Sie das? (Tabelle 11)
Schließlich schein es, dass alle El e n es o ziehen, die kommunika i e S a egie de
Sp achko ek u anzuwenden. Das heiß , die El e n geben an, dass sie in den meis en Fällen
e suchen, das Kind nich di ek zu ko igie en, sonde n das Gesag e zu wiede holen, indem sie
die ich ige Va ian e des Beispiels anbie en.
3.2.7. F age 7
Welche Sp ache sp echen Sie, wenn Sie wü end/glücklich/unglücklich sind? (die F age an das
Kind) Welche Sp ache sp ich das Kind, wenn es wü end/glücklich/ au ig is ?
Die le z e F age wa sowohl ü El e n als auch ü Kinde gedach . Die E gebnisse zeig en, dass
in 4 Fällen das Kind bei s a ken Emo ionen au die Mu e sp ache zu ückg ei . In eine Familie
assoziie e das Kind Emo ionen mi de Mu e sp ache (Familie 6). In zwei Fällen (Familie 7)
wa en die Mädchen nich in de Lage, e was zu bean wo en, indem sie sag en, sie wüss en es
nich ode es hänge om Fall ab. Gleichzei ig an wo e en die El e n eines diese Mädchen, dass
das Mädchen in den meis en Fällen die Mu e sp ache benu z e, wäh end in de ande en Familie
39
das Mädchen es o zog, sich in de Sp ache des Va e s auszud ücken. Wie oben e wähn ,
könn en diese me kwü digen E gebnisse mi de Ve bindung des emo ionalen und a ionalen
Teils ode mi de Beziehung zwischen Kind und El e n eil zusammenhängen.
3.3.Analyse de angewand en Me hoden
Die e s en d ei Familien wenden die Me hode "eine Pe son - eine Sp ache" mi s ik e T ennung
de Sp achen an. Es wi d deu lich, dass, obwohl die Familien dieselbe Me hode e wenden, die
E gebnisse je nach Leis ung de Me hode, Ressou cen und Zei au wand ü die Du ch üh ung
de Me hode a iie en. Die e s e Familie widme sich äglich einige S unden lang den
Ak i i ä en in de schwachen und de s a ken Sp ache, wie z.B.: Lesen, s ändiges Üben des
Sch eibens und Sp echens, Le nen mi Büche n und zusä zlichem Un e ich sma e ial ü
Zweisp achige, Anschauen on pädagogischen Ka ika u en, Singen, usw.
In de zwei en Familie we den die Ak i i ä en no male weise au ku ze Klassen eduzie , abe
ühe ha die Familie iel meh Ak i i ä en du chge üh , z.B. Geschich en sch eiben, mi
audio isuellen Hil smi eln ode mi Ma e ialien ü zweisp achige Kinde le nen.
In de d i en Familie e b ingen die El e n ein paa S unden mi Ak i i ä en, abe gleichzei ig
e b ing das Mädchen iel Zei mi dem deu schsp achigen Kinde mädchen, um e schiedene
Ak i i ä en in de schwachen Sp ache du chzu üh en. All dies beein luss o ensich lich die
En wicklung on Fähigkei en wie Hö en, Lesen, Sp echen und Sch eiben.
Nach den o geleg en Da en is das Ni eau des Hö ens, Sch eibens und Lesens in Familie 1 und
Familie 3 in beiden Sp achen ech hoch. In Familie 2 ha das Kind einige Schwie igkei en beim
Lesen de schwachen Sp ache und beim Sch eiben, was wah scheinlich mi de ge ingen Zei ü
das Üben de zwei en Sp ache zu un ha . Au de ande en Sei e wi d in den Familien 1 und 2
das Sp achni eau als ela i gu bewe e , abe die El e n e kennen, dass es dem Kind an Übung
mi meh Menschen und meh S unden p o Tag ehl , zusä zliche Ak i i ä en in de schwachen
Sp ache, die diese Fähigkei siche lich e besse n we den. Im Falle de Familie 3 is das Ni eau
diese Fähigkei ü dieses Al e in beiden Sp achen ech hoch, obwohl die Toch e diese
Familie auch noch einige Syn ax ehle und mangelnde Vokabula -Flüssigkei au weis .
Dennoch, wie im heo e ischen Teil übe den E we b on zwei Sp achen gesehen, sagen die
Wissenscha le , dass die Ve nachlässigung de Syn ax, die Ve wi ung de G amma ik und die
Ve mischung des Wo scha zes zweie Sp achen ein na ü liche P ozess bei Zweisp achigen in
diesem Al e is und dass diese Fehle mi de T ennung de Sp achen und dem s ändigen Le nen
40
ko igie we den. Da aus könn e man schließen, dass das E gebnis de d i en Familie höhe is
als bei den Kinde n de Familien 1 und 2.
T o z de Ta sache, dass in einigen Fällen die Ve weige ung des Sp echens eine schwachen
Sp ache es ges ell wu de, was höchs wah scheinlich mi de mangelnden Mo i a ion ode dem
mangelnden Ve s ändnis ü das E le nen eine zwei en Sp ache zusammenhäng , könn e man im
Vo eld zu dem Schluss kommen, dass die Me hode selbs p oduk i und e ek i is und gu e
E gebnisse lie e , obwohl kla is , dass es nich aus eich , das Kind nu in zwei Sp achen
anzusp echen. Zum Glück e s ehen die El e n selbs , wie Sie sehen können, dass sie dem Kind
zu Hause Ak i i ä en anbie en. Diese Me hode e o de wie jede ande e Me hode des
Wissense we bs die En wicklung und ausgewogene P axis des Faches wie in Familie 1 und 3, in
diesem Fall on zwei Inpu s, um ein gu es Ni eau de Fähigkei en in beiden Sp achen ge enn
und ohne Ve mischung zu e eichen. Ande e sei s sind be u s ä ige El e n, die nich iel Zei
haben, nich in de Lage, de Sp achen wicklung die olle Au me ksamkei zu widmen, dahe
soll en sie in diesem Fall zusä zliche Un e s ü zung e hal en, wie z.B. olls ändig zweisp achige
und e schwingliche Schulen und Kinde gä en, Ku se, Wo kshops sowohl in Sp ache als auch in
Kul u , um dem Kind zu hel en, sich mi de zwei en Sp ache und Kul u zu iden i izie en. In
diesem Fall kann die Me hode wi ksam sein und die e wa e en E gebnisse lie e n.
Die zwei e Me hode, die die e s e mi de Me hode "ein Tag/eine Umgebung/eine Si ua ion -
eine Sp ache" e misch , wi d on den Familien 4,5 und 6 e wende . Bei diese Me hode, wie
auch bei de e s en, muss be ücksich ig we den, dass die E gebnisse de Me hode s a k da on
abhängen, wie die Me hode du chge üh wi d und wie iel Mühe jede Familie in ih e
Realisie ung in es ie . Zu Hause sp echen die El e n in den meis en Fällen mi dem Kind
jeweils seine Mu e sp ache, kommunizie en abe je nach Tag, Si ua ion ode Umgebung in de
einen ode ande en Sp ache mi einande . Na ü lich be i dies das Kind, und es da sich auch
on Zei zu Zei in eine nich en sp echenden Sp ache an die El e n wenden. Da übe hinaus
wi d auch die Sp ache des Kindes du ch die Mischung e un einig und es is kla , dass das Kind
P obleme ha , die Sp achen zu ennen, so dass es wah scheinlich nie in de Lage sein wi d, sie
aus eichend zu ennen, um eine ausgewogene Zweisp achigkei zu en wickeln. Die El e n
e suchen, iel Zei ü Familienak i i ä en au zuwenden, obwohl dies in de Familie angesich s
des Teenage al e s des Kindes ziemlich schwie ig is . Abgesehen on diese Me hode melden die
El e n on Familie 4 ih Kind zu zusä zlichen Ak i i ä en an, wie z.B. Wo kshops, Ku se, Pa ys,
die in ih e S ad on de schwachen Sp achgemeinscha , die in ih e S ad o handen is ,
o ganisie we den.
41
Un e ande em besuch e Familie 5 je nach Land (Russland, Ös e eich) den Kinde ga en de
schwachen Sp ache und dieses Jah haben sie begonnen, zu Schule bei de Bo scha de
schwachen Sp ache zu gehen, also besuchen sie auch e schiedene zusä zliche Ak i i ä en
auße halb des Hauses und auße dem besuchen sie die Ve ans al ungen ü Kinde , die on de
Gemeinscha de schwachen Sp ache o ganisie we den. Da übe hinaus soll e be ücksich ig
we den, dass die El e n au g und des Cha ak e s de A bei iel Zei im Haus e b ingen, was
ihnen e laub , meh Zei mi ih e Toch e zu e b ingen und somi meh Zei ü die
En wicklung de Zweisp achigkei des Kindes zu e wenden.
In Familie 6 le n das Kind die schwache Sp ache in de Schule und besuch auch Ku se de
schwachen Sp ache als Mu e sp ache, Kul u ku se, besuch die Sp achlage im Land de
schwachen Sp ache.
Un e Be ücksich igung all diese Sp achsi ua ionen konn en die e ziel en E gebnisse als ela i
gu bewe e we den: Das Ni eau des Hö ens is hoch. Kinde haben keine Schwie igkei en,
solange es nich iele neue und komplizie e Wö e ü das Ni eau in beiden Sp achen gib . Das
Ni eau des Lese e s ehens is in beiden Sp achen hoch, auße in Familie 4, wo das Kind in
einem on ün Fällen Schwie igkei en beim Lesen in de schwachen Sp ache ha .
Was das Ni eau des Sch eibens be i , so e en hie as die gleichen P obleme au wie in
Familien mi ande en Le nme hoden, die E gebnisse sind jedoch besse : Die Kinde haben
Schwie igkei en beim Sch eiben in beiden Sp achen, da das Sch eiben on Wö e n aus zwei
Sp achen manchmal gemisch is . In diesen Familien besuchen die Kinde zusä zlichen
Un e ich ode e schiedene Ve ans al ungen in zwei Sp achen, die sowohl die sch i lichen als
auch die mündlichen Fähigkei en ö de n und begüns igen. Nach Angaben de El e n de
Familien 4 und 5 ha en die Kinde meh Schwie igkei en mi de schwachen Sp ache in Bezug
au die Lese- und Sch eib ähigkei en. Abgesehen da on hil es dem Kind, on ande en
zweisp achigen Kinde n und E wachsenen umgeben zu sein, sich wohl zu ühlen, nich so ande s
zu sein und zu e s ehen, dass die Behe schung on zwei Sp achen e was Na ü liches is .
In diese G uppe wu de die Weige ung, eine de Sp achen zu sp echen, in den Familien 4 und 6
es ges ell . Im Fall on Familie 4 weige e sich das Kind zu o , eine schwache Sp ache zu
sp echen, abe da die Mu e es zu Gemeinscha sak i i ä en mi nimm , inde die Weige ung
kaum s a . In Familie 6 is de Jugendliche e legen, die schwache Sp ache o seinen F eunden
zu sp echen, die sie nich behe schen.
48
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51
6. ANHÄNGE
6.1.Um age:
1. Ku ze Besch eibung Ih e Familie:
Wohnsi z (wo, weshalb und wie lange leben Sie do )
Be u s ä igkei
Ih e Mu e sp achen und F emdsp achen und welches Ni eau haben Sie in beiden
Sp achen?
Va e
Mu e
Anzahl und Al e de Kinde
2. Sei wann und wa um e ziehen Sie Ih (e) Kind(e ) in Zweisp achigkei ?
3. Welche Sp achen we den in Ih e Familie gesp ochen? Sei wann ode und wie lange?
4. In welche Sp ache sp echen Sie mi Ih em Pa ne /Ih e Pa ne in zu Hause?
5. In welche Sp ache sp echen Sie mi dem Kind(e n)?
Va e
Mu e
6. In welche Sp ache sp echen ande e Ve wand e mi de Kind(e n)?
7. Welche Sp achen gib es in Ih e Umgebung?
Auße halb des Hauses
In dem Kinde ga en(de Schule)
Bei F eunden
In de Fe ien
8. Was ü Un e s ü zung bekommen Sie on dem S aa , dem Kinde ga en und ande en
Ins i u ionen?
Sp achku se
Meh sp achige Kinde zei sch i en, Familienzei ungen in Ih en Sp achen
52
Ande e T e punk e z.B.: zweisp achige Fe ienlage
9. Welche Möglichkei en gib es, beide Sp achen in Ih e S ad zu üben und zu e wenden?
10. Meinen Sie, dass Ih e Mu e sp achen in Ih em Land genug ge ö de we den ode ühlen
Sie sich disk iminie ?
11. Was ü eine A de Hil e bei de Sp achun e s ü zung Ih e Kinde wü den Sie sich
wünschen?
12. Wie bewe en Sie das Ni eau de Sp achkompe enz? Welche Sp achschwie igkei en haben Ih e
Kinde ( on 0 bis 10)?
13. Welche Sp achschwie igkei en haben Ih e Kinde ?
Aussp ache
G amma ik
Mischung
Ve weige ung eine Sp ache (welche )
Wo scha z
Codewechsel
Ande e
14. Was ü Vo eile und Nach eile de Zweisp achigkei bei Ih en Kinde n sehen Sie je z
und ü die Zukun ?
15. Welche Ak i i ä en se zen Sie zu Fö de ung de schwachen Sp ache ein und welche
Ak i i ä en ü die s a ke Sp ache?
16. Benu zen Sie ü Ih Kind S a egien zu Sp achko ek u ? Wenn ja, welche?
Sie wiede holen den ehle ha en Sa z in de ich igen Ve sion mi dem obliga o ischen e balen Akzen in
dem Teil, in dem de Fehle gemach wi d.
Sie pa aph asie en und wiede holen den u sp ünglichen ehle ha en Sa z in Fo m eine Sp achp obe
ehle ei, ohne jedoch die alsche S elle zuzuweisen und ohne den G und zu e klä en.
Sie e wenden eine explizi e Ko ek u mi eine di ek en Angabe des Fehle s, eine E klä ung, wo in de
Fehle bes eh , und eine ko ek en An wo .
Sie e klä en ein g amma ikalisches Phänomen ode einen Wo missb auch.
Sie s ellen eine p o okan e F age und un absich lich so, als hä en Sie den Sa z alsch e s anden.
Wenn ein Kind, das eine Sp ache sp ich , eilweise die Wö e eine ande en Sp ache e wende , ag de
El e n eil das Kind in seine Mu e sp ache.
Ande e
53
6.2. Auswe ungs abellen zu Um age
Tabelle 1: Angaben
Wohnsi z (wo,
weshalb und wie
lange leben Sie
do )
Ausbildung
ih e Mu e sp achen und F emdsp achen und
welches Ni eau haben Sie in beiden Sp achen
(M – Mu e sp ache: F – F emdsp ache)
Anzahl und Al e de
Kinde
Sei wann e ziehen Sie Ih (e)
Kind(e ) in Zweisp achigkei
1
Va e
Spanien, sei 6
Jah en
akademisch gebilde
Deu sch -M, Englisch (A2)/Spanisch (B2)-F
1 Kind (Sohn), 5,5 Jah e
Sei de Gebu
Mu e
akademisch gebilde
Spanisch -M; Englisch(B2)/Deu sch (B1-B2)-
F
Sei de Gebu
2
Va e
Spanien, sei 10
Jah en
akademisch gebilde
Spanisch -M; Englisch(A2)/Deu sch (A2)- F
1 Kind, 8,9 Jah e
Sei de Gebu
Mu e
akademisch gebilde
Deu sch -M, Englisch (B1-B2)/Spanisch B2-F
Sei de Gebu
3
Va e
Spanien, sei 7
Jah en
akademisch gebilde
Spanisch -M; F anzösisch(A2)/Deu sch (A1)-
F
1 Kind (Toch e ), 4,6
Jah e
Sei de Gebu
Mu e
akademisch gebilde
Deu sch -M, Englisch (B2)/Spanisch B2-F
Sei de Gebu
4
Va e
Deu schland, sei
9 Jah en
akademisch gebilde
Deu sch - M, Englisch (B1), Russisch (B1)
1 Kind (Junge), 6 Jah e
Sei de Gebu
Mu e
akademisch gebilde
Russisch - M; Deu sch (C1), F anzösisch
(B2), Englisch (B1-B2)
Sei de Gebu
5
Va e
Russland und
Ös e eich, sei 8
Jah en
akademisch gebilde
Deu sch - M, Englisch (B2), Russisch (B2)
1 Kind (Toch e ), 7 Jah e
Sei de Gebu
Mu e
akademisch gebilde
Russisch - M; Deu sch (C1), Englisch (B1-B2)
Sei de Gebu
6
Va e
Deu schland, sei
14 Jah en
akademisch gebilde
Spanisch -M; Englisch(A2)/Deu sch (C1)- F
1 Kind (Sohn), 15 Jah e
Sei de Gebu
Mu e
akademisch gebilde
Deu sch -M, Englisch (B1-B2)/Spanisch B2-F
Sei de Gebu
7
Va e
Deu schland, sei
11 Jah en
akademisch gebilde
Russisch - M; Deu sch (C1), Englisch (B1)
1 Kind (Mädchen), 11
Jah e
Sei de Gebu
Mu e
akademisch gebilde
Deu sch - M, Englisch (B2), Russisch (B2)
Sei de Gebu
54
Tabelle 2: In welche Sp ache sp echen Sie un e einande und in welche Sp ache mi dem
Kind?
1
Va e und Kind
Deu sch
Mu e und Kind
Spanisch
Va e und Mu e
Vo dem Kind wi d Deu sch gesp ochen, abe in seine Abwesenhei
häng es on de Si ua ion und dem Thema ab.
ande e Ve wand e und das Kind
In Spanisch ode Deu sch, je nach ih e Mu e sp ache.
2
Va e und Kind
Spanisch
Mu e und Kind
Deu sch
Va e und Mu e
Spanisch und Deu sch, abe meis ens is es Spanisch.
ande e Ve wand e und das Kind
Spanisch und Deu sch
3
Va e und Kind
Spanisch
Mu e und Kind
Deu sch
Va e und Mu e
Spanisch und Deu sch
ande e Ve wand e und das Kind
Spanisch und Deu sch
4
Va e und Kind
Deu sch
Mu e und Kind
Russisch
Va e und Mu e
Deu sch und Russisch, je nach Wochen ag
ande e Ve wand e und das Kind
Deu sch und Russisch
5
Va e und Kind
Deu sch
Mu e und Kind
Russisch
Va e und Mu e
Deu sch ode Russisch
ande e Ve wand e und das Kind
Deu sch ode Russisch
6
Va e und Kind
Spanisch
Mu e und Kind
Deu sch
Va e und Mu e
Spanisch und Deu sch
ande e Ve wand e und das Kind
Spanisch und Deu sch
7
Va e und Kind
Russisch
Mu e und Kind
Russisch
Va e und Mu e
Russisch
ande e Ve wand e und das Kind
Deu sch und Russisch
55
Tabelle 3: Welche Sp achen gib es in Ih e Umgebung?
1
Auße halb des Hauses
Spanisch
In dem Kinde ga en(de Schule)
Spanisch
Bei F eunden
Es komm d au an, bei welchen F eunden wi sind.
In de Fe ien
Spanisch
2
Auße halb des Hauses
Spanisch
In dem Kinde ga en(de Schule)
Spanisch
Bei F eunden
Meis ens Spanisch
In de Fe ien
Spanisch, weil wi sel en nach Deu schland gehen. Also wi sp echen
im U laub kaum Deu sch.
3
Auße halb des Hauses
Spanisch
In dem Kinde ga en(de Schule)
Spanisch
Bei F eunden
Mi Deu schsp achigen sp echen wi au Deu sch. Mi
Deu schsp achigen sp echen wi au Deu sch, mi den einheimischen
F eunden au Spanisch.
In de Fe ien
Wenn wi uns in de deu schen Umgebung be inden, sp echen wi
na ü lich Deu sch.
4
Auße halb des Hauses
Deu sch und Russisch
In dem Kinde ga en(de Schule)
Deu sch
Bei F eunden
Deu sch und Russisch
In de Fe ien
Deu sch und Russisch
5
Auße halb des Hauses
Deu sch und Russisch
In dem Kinde ga en(de Schule)
Deu sch und Russisch
Bei F eunden
Deu sch und Russisch
In de Fe ien
Deu sch und Russisch
6
Auße halb des Hauses
Deu sch
In dem Kinde ga en(de Schule)
Deu sch
Bei F eunden
Deu sch und Spanisch
In de Fe ien
Spanisch
7
Auße halb des Hauses
Deu sch und Russisch
In dem Kinde ga en(de Schule)
Deu sch und Russisch
Bei F eunden
Deu sch und Russisch
In de Fe ien
Deu sch und Russisch
56
Tabelle 4: Was ü Un e s ü zung bekommen Sie on dem S aa , dem Kinde ga en und ande en Ins i u ionen?
1
Keine
2
Keine
3
Keine
4
In unse e S ad gib es eine kleine ussische Gemeinde, die e such , die Sp ache un e den in Deu schland gebo enen Kinde n zu ö de n. Von Zei zu Zei we den do
einige Ve ans al ungen, Pa ys und Wo kshops ü Kinde o ganisie und wi e suchen as imme , sie zu besuchen. Was den S aa ode die S ad be i , so e hal en wi
keine Un e s ü zung, obwohl wi wissen, dass es in einigen deu schen S äd en ussische Zen en gib , die mi Un e s ü zung und Zusammena bei des ussischen S aa es
geö ne sind, abe in unse e S ad gib es keine.
5
Als wi in Russland wohn en, ha unse e Toch e den Kinde ga en de deu schen Bo scha besuch . Wenn in Ös e eich, den ussischen Kinde ga en. Je z is es
komplizie e , da unse e Toch e im Schulal e is , also e suchen wi beide Schulp og amme zu s udie en. Im Momen klapp das gu ü uns, abe bald müssen wi uns an
einem de O e niede lassen.
6
Sp achku se bei Ins i u o Ce an es, Kul u ku s, Fe ienlage
7
Unse e Toch e besuch eine einsp achige deu sche Schule und besuch zusä zlich das Sp achzen um ü zusä zlichen Un e ich in Russisch und seine Kul u .
Tabelle 5: Welche Möglichkei en gib es, die schwache Sp ache in Ih e S ad zu üben und zu e wenden?
1
Fü Kinde gib es ein paa deu sche Schulen und ü E wachsenen - Tandem.
2
-
3
Wi leben in eine kleinen S ad und es gib hie kaum Auslände , ganz zu schweigen on den Möglichkei en, die deu sche Sp ache zu benu zen.
4
Sp achku se, einige Ve ans al ungen, Pa ys und Wo kshops ü Kinde , die on de ussischen Gemeinde o ganisie we den.
5
Von diesen Möglichkei en gib es in Ös e eich nich iele, in Russland sind es meh .
6
In unse e S ad is eine de Haup si ze des Ce an es-Ins i u s, das Ku se ü Spanisch als Mu e sp ache und Ku se ü Spanisch als F emdsp ache ü Kinde
o ganisie . Am An ang gingen wi do hin, abe unse Sohn langweil e sich ziemlich schnell, also hö en wi au zu gehen, wie auch imme wi ih e Biblio hek
benu z en. In de Schule s udie e Englisch und auch Spanisch. In le z e Zei sind iele Spanie nach Deu schland gekommen, so dass es imme meh
Möglichkei en gib , die Sp ache mi Einheimischen zu üben, zum Beispiel: Es we den T e en o ganisie , bei denen man sich aus auschen kann, Wo kshops zu
Ve mi lung de spanischen Kul u , e c.
7
Im Momen handel es sich um ein F emdsp achenzen um und Kommunika ion mi ande en ein- und zweisp achigen Familien.
57
Tabelle 6: Meinen Sie, dass Ih e Mu e sp achen in Ih em Land genug ge ö de we den ode ühlen Sie sich disk iminie ?
1
Gu ge ö de ? Nein. Disk iminie ? Auch nich .
2
Ich ühle mich nich disk iminie , obwohl ich auch hie nich sagen kann, dass meine Sp ache genügend Un e s ü zung ha . Zum Beispiel sind einige Diens leis ungen
be ei s.
3
Ich ühle mich nich disk iminie , weil ich aus einem ande en Land komme, abe ich habe auch keine Möglichkei meine Sp ache zu e wenden.
4
Ab und zu. Bei einigen Menschen gib es imme noch Miss auen und Feindseligkei gegenübe his o ischen E eignissen.
5
Nein
6
Nein
7
Nein
Tabelle 7: Was ü eine A de Hil e bei de Sp achun e s ü zung Ih e Kinde wü den Sie sich wünschen?
1
Wi möch en, dass unse Kind mi ande en Kinde n deu sch sp achen kann und es die Umwel nich nu au Spanisch kennenle nen kann, sonde n auch au Deu sch. Es
gib abe wenige Möglichkei en da ü und die exis ie en sind eu e .
2
Wi möch en, dass e meh deu sche E ah ung ha . Das heiß , meh Be eiche und Si ua ionen, in denen e die deu sche Sp ache e wenden müss e. Ande e sei s wü den
wi unse en Sohn an eine deu schen Schule anmelden. Abe sie kos en leide iel.
3
Wi haben je z ein Kinde mädchen, das mi unse e Toch e Deu sch sp ich , abe wi wü den uns noch meh Möglichkei en auße halb des Hauses wünschen, um
Deu sch zu le nen und anzuwenden, zum Beispiel: einige Wo kshops ode zusä zliche Ak i i ä en, bei denen unse e Toch e mi ande en Menschen au Deu sch
kommunizie en und auch die Wel au Deu sch kennen le nen könn e.
4
Meh pädagogische Li e a u , Be a ung und Semina e ü El e n.
5
Meh pädagogische Li e a u , Be a ung und Semina e ü El e n.
6
Meh pädagogische Li e a u , Be a ung und Semina e ü El e n.
7
Meh pädagogische Li e a u , Be a ung und Semina e ü El e n.