Die im ipoli anischen Sab a ha ge undene Weihinsch i CIL VIII 22689 = IRT 2 wa de zwis-
chen 178 und 180 ü das Wohl Ma k Au els, des Commodus und seine F au B u ia C ispina
gese z . Als B u ia C ispina e bann und bald da au ge ö e wu de, d. h. wah scheinlich nich
o dem He bs des Jah es 192, wu de die Nomenkla u de Kaise in im Tex e adie . Nach de
E mo dung des Commodus am 31. Dezembe 192 wu de auch dessen Nomenkla u gelösch .
Nach seine Rehabili ie ung im F ühjah 195 wu de seine Nomenkla u wiede in den Tex ein-
ge üg .
Das Schicksal de Insch i bie e ein be ed es Beispiel da ü , wie au me ksam die
Ve ände ungen in de Geschich e des ömischen Kaise hauses on den Un e anen e olg wu -
den. De Ei e , mi dem die Sab a hense bemüh wa en, sich dem jeweiligen Gebo de S unde
so o anzupassen, äll ins Auge. Diese Ei e wi d noch deu liche , wenn wi zwei Ta sachen
be ücksich igen. Zum einen muß be on we den, daß die Insch i aus Sab a ha das einzige uns
bekann e epig aphische Dokumen is , in dem die olls ändige Nomenkla u de B u ia C ispina
e schein . Die Bü ge de S ad woll en ih o enba eine besonde e Ve eh ung en gegenb ingen.
Zum ande en äll au , daß de Name de Kaise in in ande en Insch i en nich e adie wu de.
Die Bü ge on Sab a ha wa en nich nu bei de Eh ung de Kaise in, sonde n auch beim
Auslöschen ih es Andenkens übe ei ig.
Resum
La insc ipció sag ada CIL 22689 = IRT obada a Sab a ha, T ipoli ània, ou g a ada en e els
anys 178 i 180; demana benes a pe a Ma c Au eli, pe a Còmmode i la se a esposa, B ú ia.
Quan B ú ia C ispina ou exiliada i quasi immedia amen desp és assassinada, p obablemen no
abans de la a do de l’any 192, el nom de l’empe ado ou a lla de la insc ipció. I desp és de l’as-
sassina de Còmmode, el 31 de desemb e de l’any 192, ou esbo a ambé el seu nom. Desp és
de la se a ehabili ació, a la p ima e a del 195, el seu nom ou es i uï al ex .
La so d’aques a insc ipció és un exemple mol eloqüen de l’a enció amb què els súbdi s
seguien els can is que expe imen a a la his ò ia de la co impe ial omana. L’in e ès amb què
els de Sab a ha s’es o ça en a adap a -se cada egada a allpo que mana a l’ho a p esen és ben
e iden . I aques in e ès enca a és més cla si es enen en comp e dues ci cums àncies. En p ime
lloc, cal sub a lla que aques a insc ipció de Sab a ha és l’únic documen epig à ic conegu en el
qual cons a ín eg amen el nom de B ú ia C ispina. Els ciu adans d’aques a ciu a olien, e i-
den men , e e-li una ene ació singula . En segon lloc, so p èn que en al es insc ipcions el nom
d’aques a empe ad iu no os sup imi . Els ciu adans de Sab a ha an palesa un zel ex ao dina-
i no únicamen a ene a l’empe ad iu, sinó ambé a e desapa èixe el seu eco d.
Fa en ia 20/1, 1998 39-47
Commodus und C ispina in eine Insch i
aus Sab a ha
Géza Al öldy
Uni e si ä Heidelbe g. Semina ü Al e Geschich e
6900 Heidelbe g 1
Fa en ia 20/1 039-047 2/3/98 16:46 Página 39
Im Jah e 1901 and M. de Ma huisieulx im ipoli anischen Sab a ha ein
S a uenpos amen (Abb. 1), dessen Insch i in de Fachli e a u sei dem ö e s
behandel , jedoch bis heu e nich in jede Hinsich zu e end edie wu de1. Das
aus hellg auem Ma mo ange e ig e, mi Sockel und Au sa z e sehene Pos amen 2,
das nach Ausweis des Widmungs ex es eine S a ue de Dea Caeles is ug, s amm
aus de Gegend des Ha ens de S ad ; gegenwä ig is es zwischen den (mode nen)
Regionen VI und VII des S ad gebie esam Beginn des Weges, de den Zugang
zum Ausg abungsgelände on Sab a ha bilde , au ges ell 1.Die Schwie igkei en
de Lesung e geben sich da aus, daß die le z en Buchs aben de Zeilen 2-3, insbe-
sonde e abe die Zeilen 4-6 des Tex es noch in de Röme zei e adie , dann abe
zumindes zum Teil wiede he ges ell wu den (siehe Abb. 2-3).
M. de Ma huisieulx gab die Insch i wenige genau als die spä e en Edi o en
he aus3. R. Cagna , de sich bei de En zi e ung des Tex es au einen on de
Ma huisieulx geschick en Abkla sch s ü z e, konn e in de Année Épig aphique
eine e heblich e besse e Lesung p äsen ie en4. De Tex ging mi einigen wei e-
en Ko ek u en unge äh in de Fo m, in de ihn Cagna bo , auch in das Co pus
Insc ip ionum La ina um ein. Do wu de die Insch i on H. Dessau behandel , dem
eben alls ein on de Ma huisieulx geschick e Abkla sch zu Ve ügung s and5. Im
CIL e schein olgende Tex :
40 Fa en ia 20/1, 1998 Géza Al öldy
1. Ich konn e das S eindenkmal in Sab a ha am 20.5.1996 zusammen mi F au Heike Nique und He n
Ch is ian Wi schel un e suchen, denen ich auch ü ih e wei e e Hil e e bunden bin. Fü die beige üg e
Umzeichnung de Zeilen 1-6 au g und meine Un e lagen danke ich F au B igi e Ruck, ü ih e Hil e
bei de Bescha ung on Li e a u F au D . Sil ia O landi. Die Fo oau nahmen s ammen on mi .
2. Maße des Pos amen es: 104 x 58/59 x 65/65,5 cm, Mi el eil: 56,5 x 45 x 59 cm. Die Buchs aben
des u sp ünglichen Tex es sind unge äh 3 cm hoch. Die Höhe de nach äglich eingemeißel en
Buchs aben be äg unge äh 2,5 cm (Zeile 4, auße dem das zwei e G in de Zeile 5).
3. M. DE MATHUISIEULX, Nou elles A chi es des Missions Scien i iques, 10, 1902, 274 .
4. AE 1903, 355. Cagna s Lesung weich on de jenigen im CIL an olgenden Punk en ab: Am An ang
de 3. Zeile sah e on de E gänzung des P änomens M(a cus) ab; in de 4. Zeile las e M AVRE-
LI COMMODO.
5. CIL VIII 22689 (de Faszikel e schienen im Jah e 1916).
Fa en ia 20/1 039-047 2/3/98 16:46 Página 40
Dessaus Kommen a zu Insch i lau e u. a.: «E asa quae ad Commodum pe -
inen , sed legun u ». Am An ang de 4. Zeile glaub e Dessau am Abkla sch am
ehes en LVCI en zi e n zu können. Zu den Zeilen 5-6 wi d im CIL e me k :
«Fo asse C ispinae nomen e asum».
Unge äh zei gleich mi dem E scheinen des en sp echenden CIL-Faszikels
wu de die Insch i auch on S. Au igemma- z. T. genaue als on den oben genann-
en Au o en -publizie 6. E e kann e, daß die Nomenkla u des Commodus in de
Fo m, in de wi sie heu e au dem S ein lesen können, nich die du ch die Rasu
beschädig e u sp üngliche Fassung is , sonde n spä e in die Rasu wiede einge-
se z wu de. An einem wesen lichen Punk kam jedoch auch Au igemma zu kei-
ne be iedigenden Lösung: In de 5. Zeile glaub e e nach AVGG die
Nomenkla u o m [C ispinae Aug(us ae)], in de 5. Zeile einen de Kaise in zuge-
dach en Eh enbeinamen, ielleich [ma (is) kas (o um)], e gänzen zu können,
e schloß abe auch den en sp echend abgekü z en Ti el ma e sena us nich aus.
Commodus und C ispina in eine Insch i aus Sab a ha Fa en ia 20/1, 1998 41
6. S. AURIGEMMA, No izia io A cheologico, 1, 1915, 241 . mi Fo o (S. 245); siehe auch dens., A ica
I aliana, 7, 1940, 134 mi eine Zeichnung de Insch i ( ig. 2).
Abb. 1. Insch i aus Sab a ha, Fo o.
Fa en ia 20/1 039-047 2/3/98 16:46 Página 41
42 Fa en ia 20/1, 1998 Géza Al öldy
Abb. 2. Insch i aus Sab a ha, Zeilen 1-9, Fo o.
Abb. 3. Insch i aus Sab a ha, Zeilen 1-6, Zeichnung.
Fa en ia 20/1 039-047 2/3/98 16:46 Página 42
Die heu e als maßgeblich gel ende Ve ö en lichung de Insch i is J. M. Reynolds
und J. M. Wa d Pe kins zu e danken7. Die on ihnen o geschlagene Lesung des
Tex es un e scheide sich on de jenigen im CIL nu in den Zeilen 4-6, die sie
olgende maßen wiede gaben: M(a ci) Au eli Commodo (sic) / Aug(us o um) [e
C ispinae Aug(us ae) / ------]. Zu Zeile 4 wi d e me k : «Commodus’ name was
e ased a e his dea h in 192, bu einse ed la e ». Den Gedanken Au igemmas, in
den Zeilen 5-6 einen Beinamen C ispinas wie ma e cas o um ode ma e sena us zu
e gänzen, wiesen die beiden englischen Geleh en mi dem übe zeugenden A gumen
zu ück, daß Beinamen diese A ü C ispina Augus a übe haup nich beleg sind.
Ku z e wähn wi d die Insch i auch in einigen wei e en Ve ö en lichungen.
Eine e idie e Lesung des Tex es wu de in ihnen jedoch nich gebo en8.
Eine genaue Un e suchung de Zeilen 2-6 üh e zu einigen neuen Resul a en. Die
u sp üngliche Ve sion des Tex es, dessen e s e sechs Zeilen o enba ebenso wie
die wei e un en olgenden z. T. unsymme isch angeo dne wa en, läß sich un-
schwe wiede he s ellen. De O iginal ex muß olgende maßen gelau e haben
(die An angsbuchs aben de Zeilen 1-3, die e s in olge eine spä e en Beschädigung
des S eines e schwanden, we den hie ebenso s illschweigend e gänz wie die
noch in de Röme zei e adie en Buchs aben):
DOMINAE°CAELESTI
PRO°SALVTE IMPP
M°AVRELI°ANTONINI°ET
M°AVRELI°COMMODI
5 AVGG°ET°BRVTTIAE
CRISPINAE°AVG
In de 2. Zeile wu de zwischen den Wo en SALVTE und IMPP eine be ei s zum
Zei punk de Einmeißelung de Insch i beschädig e S elle ausgespa . Das zwei e
P am Ende on IMPP in de 2. Zeile, das Wo ET am Ende de 3. Zeile, die Namen
des Commodus in de 4. Zeile und das zwei e, kleine e - als C gesch iebene - G in de
5. Zeile, die wi heu e e kennen können, gehö en nich zu diese Tex assung, sonde n
wu den e s bei de «Rehabili ie ung» des Commodus im Jah e 195 eingese z (siehe
un en). Zu de u sp ünglichen Fassung sind jedoch nich nu die Tex eile PRO°SALV-
TE IMP in de 2., M°AVRELI°ANTONINI°in de 3. und AVG in de 5. Zeile zu
echnen, sonde n auch das I am Ende des Namens COMMODI in de 4. Zeile, das bei
Commodus und C ispina in eine Insch i aus Sab a ha Fa en ia 20/1, 1998 43
7. J.M. REYNOLDS; J.M. WARD PERKINS, The Insc ip ions o Roman T ipoli ania. In collabo a ion
wi h S. AURIGEMMA; R. BARTOCCINI; G. CAPITO; R. GOODCHILD; P. ROMANELLI, Rome-London,
1952, 29 N . 2 (im olgenden als IRT zi ie ).
8. Siehe bes. A. STEIN, PIR2 B 170 übe B u ia C ispina: «Eius ni allo nomen e asum in (i ulo)
Sab a hensi»; F. GROSSO, La lo a poli ica al empo di Commodo (Mem. dell’Accad. delle Sc. di
To ino, Cl. di Sc. mo ., s o . e ilol. 4, 7), To ino, 1964, 663 Anm. 2 mi Hinweis au Dessau, S ein
sowie Reynolds - Wa d Pe kins; gl. noch M.-Th. RAEPSAET-CHARLIER, P osopog aphie des em-
mes de l’o d e séna o ial (Ie -IIe s.) (Académie Royale de Belgique, Classe des Le es IV), Lo anii,
1987, 149 . N . 149, die die Insch i mi Hinweis au CIL VIII 22689 un e den Belegen ü
B u ia C ispina mi F agezeichen an üh . De Tex aus den IRT wi d nachged uck bei
V. BROUQUIER-REDDÉ, Temples e cul s de T ipoli aine, Pa is, 1992, 188.
Fa en ia 20/1 039-047 2/3/98 16:46 Página 43
de En e nung des Namens des Commodus i ümlich nich mi e adie wu de (de
Buchs abe is siche kein O, wie dies Cagna und Reynolds - Wa d Pe kins angaben,
sonde n eindeu ig ein I, mi einem g öße als üblich ge a enen, nach ech s un en
geneig en Fuß). Da übe hinaus is zu Beginn de 6. Zeile am An ang de Rasu ein
C - ode e en uell ein G ode ein O ode ein Q - zu e kennen (danach sind einige in
de Neuzei einge i z e a abische Buchs aben zu sehen). De e wähn e Buchs abe
läß sich im Kon ex nu als de An angsbuchs abe des Cognomens de B u ia C ispina
bes immen. Da aus olg , daß wi die u sp üngliche Fassung de Zeilen 5-6, un e
Be ücksichigung de Länge de auszu üllenden Lücken, nu in de Fo m
AVGG°ET°BRVTTIAE / CRISPINAE°AVG e gänzen können. In de 5. Zeile sind
üb igens do , wo unge äh de sechs e Buchs abe de Zeile ges anden haben muß,
de Res eine senk ech en Has e, auße dem ku z o dem Ende de Zeile die obe e
Endung wohl eben alls eine senk ech en Has e zu sehen (wei e un en ebenso wie de
e hal ene Buchs aben es am An ang de 6. Zeile jeweils mi einem + bezeichne ).
Es lieg nahe, an das T on ET bzw. an das I on BRVTTIAE zu denken.
Die Insch i s amm aus dem Zei aum 178-180. Den Te minus a quo bilde
nich nu die E nennung des Commodus zum Augus us gegen Mi e des Jah es
177 ( o dem 17. Juni), sonde n noch genaue seine Hei a mi B u ia C ispina
um die Mi e des Jah es 178 ( o dem 3. Augus )9, den Te minus ad quem de Tod
Ma k Au els am 17. Mä z des Jah es 180.
Am Tex wu den noch am Ende des 2. Jah hunde s meh mals Ve ände ungen
o genommen. Zum e s en Mal g i man in den Tex ein, als B u ia C ispina e -
bann und bald da au ge ö e wu de, d. h. wah scheinlich nich o dem He bs
des Jah es 19210. Die Nomenkla u C ispinas muß zu diesem Zei punk e adie
wo den sein. In de so en s andenen Fassung muß de Tex olgende maßen gelau-
e haben:
DOMINAE°CAELESTI
PRO°SALVTE IMPP
M°AVRELI°ANTONINI°ET
M°AVRELI°COMMODI
5 AVGG//+/////+//
+///////////
Nach de E mo dung des Commodus am 31. Dezembe 192, wohl gleich zu Beginn
des Jah es 193, als die Nach ich om Tod des Kaise s Sab a ha e eich ha e, wu de
in dem Tex - wie in ielen ande en Insch i en im ganzen Impe ium Romanum -
auch die Nomenkla u des Commodus ge ilg . E adie wu den nich nu seine ia
nomina in de 4. Zeile bis au den un e seh belassenen, le z en Buchs aben, son-
de n auch das zwei e P de Abkü zung IMPP in de 2., das Wo ET in de 3. und
44 Fa en ia 20/1, 1998 Géza Al öldy
9. D. KIENAST, Römische Kaise abelle. G undzüge eine ömischen Kaise ch onologie2, Da ms ad ,
1996, 147. 151.
10. D. KIENAST, a.a.O (Anm. 9) 151; gl. F. GROSSO, a.a.O. (Anm. 8) 661 .; M.-Th. RAEPSAET-
CHARLIER, a.a.O. (Anm. 8) 150.
Fa en ia 20/1 039-047 2/3/98 16:46 Página 44
das zwei e G on AVGG in de 5. Zeile (siehe oben). In de 5. Zeile wu de nach de
Abkü zung AVG ans elle des e adie en zwei en G eine In e punk ion einge üg ,
de en Fo m sich on de jenigen de Wo enne des O iginal ex es un e scheide .
Du ch diese Manipula ionen soll e de Eind uck e weck we den, daß die Insch i
nu ü das Heil Ma k Au els dedizie wo den wa . De so geände e Tex e lau e e:
DOMINAE°CAELESTI
PRO°SALVTE IMP/
M°AVRELI°ANTONINI°//
///////////////I
5 AVG///+/////+//
+///////////
Ein d i es Mal wu de de Tex geände , nachdem Sep imius Se e us sich zum
Adop i sohn Ma k Au els e klä und zugleich das Andenken des Commodus wie-
de he ges ell ha e. Dies geschah im F ühjah 19511. Die Nomenkla u des
Commodus wu de in de Insch i on Sab a ha de u sp ünglichen Fassung en -
sp echend es au ie . Am Ende de 2. Zeile wa nun in olge de Wiede einse zung
eines P s a IMP wiede IMPP zu lesen; am Ende de 3. Zeile wu de das e adie -
e Wo ET an seine u sp ünglichen S elle wiede einge üg ; in de 4. Zeile wu -
den die ia nomina des Kaise s, un e Einbeziehung des bei de Namen ilgung
in ak gebliebenen I am Zeilenende, nochmals eingemeißel ; am An ang de 5.
Zeile wu de AVG e neu in AVGG e wandel . Diese Ände ungen des Tex es wu -
den - mögliche weise in besonde e Eil e igkei , sich den neuen poli ischen
An o de ungen so asch wie möglich anzupassen - wenig so g äl ig du chge üh :
Die neu eingese zen Buchs aben wu den wenige ie eingemeißel als die de u -
sp ünglichen Fassung; in de 4. Zeile wu de zwischen den Namen AVRELI und
COMMODI s a eines d eieckigen Wo enne s eine ho izon ale Linie einge-
schni en, und in de nächs en Zeile wu de das neu eingese z e zwei e G on AVGG
nich nu in de Fo m eines C gesch ieben, sonde n de Buchs abe is auch kleine
als die üb igen ge a en. Die nach olgende Rasu de Tex eile, in denen seine zei
die Nomenkla u de Kaise in B u ia C ispina ges anden ha e, ließ man unbe-
üh . De je z zus ande gekommene Tex ha e olgenden Wo lau (die wiede -
he ges ell en Buchs aben e schienen hie im Ku si d uck):
DOMINAE°CAELESTI
PRO°SALVTE IMPP
M°AVRELI°ANTONINI°ET
M°AVRELI°COMMODI
5 AVGC//+/////+//
+///////////
Commodus und C ispina in eine Insch i aus Sab a ha Fa en ia 20/1, 1998 45
11. D. KIENAST, a.a.O. (Anm. 9) 148. 156.
Fa en ia 20/1 039-047 2/3/98 16:46 Página 45
Die adäqua e T ansk ip ion diese le z en Ve sion des Tex es muß - un e
Be ücksich igung de Schäden, die das S eindenkmal spä e e li en ha -
olgende maßen lau en:
[Do]minae Caeles i
[p o] salu e ( ac. 2) IMP«P» (i. e. impe a o um duo um)
[M(a ci) A]u eli An onini «e »
«M(a ci) Au eli Commod»i
5 AVG«C» (i. e. Augus o um duo um) [[[e]
.[B u ]i
.[ae]]]
[[C
.[ ispinae Aug(us ae)]]].
Das Schicksal de Insch i bie e ein be ed es Beispiel da ü , wie au me ksam
die Ve ände ungen in de Geschich e des ömischen Kaise hauses on den
Un e anen e olg wu den: De Ei e , mi dem die Sab a hense bemüh wa en, sich
dem jeweiligen Gebo de S unde so o anzupassen, äll ins Auge. Diese Ei e
wi d noch deu liche , wenn wi zwei Ta sachen be ücksich igen, die als alleins e-
hend bzw. als as alleins ehend gel en müssen:
Zum einen muß be on we den, daß uns keine wei e en Insch i en bekann sind,
in denen die olls ändige Nomenkla u de B u ia C ispina e schein : In allen ande-
en Insch i en und auch au den meis en Münzen heiß sie nu ku z C ispina
Augus a. Ih Gen ilname is allein du ch die lokale Münzp ägung on Byzan ium
bezeug 12.Die Angabe des olls ändigen Namens B u ia C ispina in Sab a ha ließe
sich ielleich so e klä en, daß diese Insch i unmi elba nach de Hei a de
C ispina mi Commodus um die Mi e des Jah es 178 dedizie wu de, als sich die
e kü z e o izielle Ti ula u noch nich es eingebü ge ha e;ode ehe noch
du ch die Annahme, daß die Sab a hense zu Familie de Kaise in enge
Beziehungen p leg en und ih e Ve bundenhei mi de neuen He sche in in eine
besonde en A und Weise zum Ausd uck b ingen woll en. Wi wissen zumindes ,
daß de Va e de Kaise in, C. B u ius P aesens, consul o dina ius in den Jah en
153 und 180, wäh end seines P okonsula es in A ica unge äh im Am sjah 166/167
in Sab a hazuguns en eine o nehmen Bü ge in de S ad Pa ei e g i 13. Auch
de äl e e C. B u ius P aesens, consul II o dina ius im Jah e 139 und G oß a e
de Kaise in, wa im üb igenP okonsul on A ica14.Somi können die Beziehungen
zwischen den Sab a hense n und de Familie de B u ii meh e e Gene a ionen
46 Fa en ia 20/1, 1998 Géza Al öldy
12. Vgl. bes. A. STEIN, PIR2 B 170 mi add. II p. XX.
13. Siehe F. JACQUES, ZPE, 22, 1976, 215 . mi de zwei ellos ich igen E gänzung und Zuweisung
de Insch i IRT 91 ( gl. AE 1976, 695). Siehe auch G. CAMODECA, Ti uli, 5, 1982, 154 und bes.
R. SYME, Chi on, 10, 1980, 438 = Roman Pape s III, Ox o d, 1984, 1327. Zum P okonsula des
P aesens siehe auch CIL X 408 = ILS 1117 = Insc . I . III 3, 18 und dazu schon A. STEIN, PIR2 B,
165 (ande s G. ALFÖLDY, Konsula und Sena o ens and un e den An oninen. P osopog aphische
Un e suchungen zu sena o ischen Füh ungsschich [An iqui as 1, 27], Bonn, 1977, 379 ., wo
ich mich zu Un ech ü einen P okonsula des P aesens in Asia ausgesp ochen habe).
14. AE 1950, 66 und IRT 545; siehe zule z B. E. THOMASSON, Fas i A icani. Sena o ische und i -
e liche Am s äge in den ömischen P o inzen No da ikas on Augus us bis Diokle ian (Ac a
Ins i u i Romani Regni Sueciae, Se . in 4o, LIII), S ockholm, 1996, 57 . N . 68.
Fa en ia 20/1 039-047 2/3/98 16:46 Página 46
zu ückge eich haben,was ein G und ü die besonde e Ve eh ung de Bü ge de
S ad ü B u ia C ispinagewesen sein könn e.
Zum ande en äll au , daß de Name de Kaise in C ispina in ande en Insch i en
nich e adie wu de15. Die einzige uns bekann e Pa allele zum Vo gehen de
Sab a hense is eine Münze aus Volubilis mi dem ausgeschlagenen Bild C ispinas16:
Die Ze s ö ung de Gesich szüge de Kaise in e olg e ebenso in de Absich de
Auslöschung ih es Andenkens wie die Tilgung ih es Namens. Ande s als e wa im
Falle besonde s mißliebige bzw. ih em jeweiligen Nach olge besonde s e haß e
He sche wie e wa Domi ian, Ge a, Elagabal ode Maximinus Th ax wu de beim
S u z de B u ia C ispina o ensich lich keine “Namenss a e” angeo dne . Die
Sab a hense hiel en es jedoch, als in ih e S ad die Nach ich om Schicksal
C ispinas ein a , allem Anschein nach in ih em Übe ei e bei de Volls eckung
e mein liche kaise liche Wünsche ü zweckmäßig, in de an die Dea Caeles is
dedizie en Insch i den Namen de He sche in, de do soga in olls ändige
Fo m zu lesen wa , auszulöschen. Ein e gleichba e Vo gang läß sich ü die
Se e e zei in de Hispania ci e io e mi eln. Im Jah e 205 wu de de P okonsul
de P o inz Asia, Popilius Pedo Ap onianus, consul o dina ius des Jah es 191,
wegen Majes ä sbeleidigung hinge ich e . Sein Name blieb in den meis en Insch i en,
selbs in Rom, unbe üh . In de hispanischen Kleins ad , de en Ruinen bei Du a ón
in de mode nen spanischen P o inz Sego ia liegen, e ach e e man es jedoch als
nö ig, den Namen dieses Sena o s in eine Insch i , die do im Konsula sjah des
Ap onianus gese z wo den wa , auszumeißeln17. Die Bemühung de Un e anen,
die He sche ih e Loyali ä zu e siche n, kann e wohl nich sel en keine G enzen.
Commodus und C ispina in eine Insch i aus Sab a ha Fa en ia 20/1, 1998 47
15. Nach S. AURIGEMMA, No izia io A cheologico, 1, 1915, 248 wu de de Name de He sche in auch
in de s ad ömischen Insch i CIL VI 1024 ge ilg . Da wi es abe mi de Basis eine S a ue des
Commodus zu un haben, is es unwah scheinlich, daß das Monumen auch de B u ia C ispina
dedizie wu de; e adie is o enba de Name des Dedikan en, anscheinend des Kommandeu s eine
s ad ömischen Mili ä einhei , siehe G. ALFÖLDY, CIL, VI, p. 4317.
16. J. MARION, Bull. A ch. Ma ocaine, 4, 1960, 506 .; siehe auch F. GROSSO, a.a.O. (Anm. 8) 663
Anm. 2.
17. Siehe G. ALFÖLDY, ZPE, 27, 1977, 222 .; R. C. KNAPP, La in Insc ip ions om Cen al Spain
(Uni e si y o Cali o nia Publica ions, Classical S udies 34), Be keley-Los Angeles-Ox o d, 1992,
273 . N . 296.
Fa en ia 20/1 039-047 2/3/98 16:46 Página 47