Jahresbericht Universitätsbibliothek Bayreuth 2011
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2011 Jahresbericht Bestandsaufbau | Benutzung | Elektronische Dienstleistungen | Katalogisierung | Zentralreferate | Personal und Organisation U n i v e r s i t ä t s b i b l i o t h e k B a y r e u t h
I n h a l t Vorwort 4 Medienbearbeitung und 6 Erwerbungsstatistik Benutzung 13 Bauund Erweiterungsmaßnahmen 16 Teaching Library 18 Digitale Bibliothek 20 Zentralreferate 24 Forschung und Organisation 26 Statistische Übersicht 28 Organigramm 30
4 Vorwort Vorwort Mit der Empfehlung, „doch unbedingt die neu eröffneten, schönsten Gruppenarbeitsräume oberhalb der Teilbibliothek in der Fakultät der Rechtsund Wirtschaftswissenschaften zu besichtigen“, begrüßte Vizepräsident Prof. Dr. Leible die Gäste der Herbsttagung des Deutschen Bibliotheksverbands (Sektion wissenschaftliche Bibliotheken), die im Oktober 2011 erstmals an der Universität Bayreuth zusammentrafen (Abb. 1). Und tatsächlich folgten einige der rund 80 Tagungsteilnehmer aus allen Regionen Deutschlands dieser Aufforderung und zeigten sich sehr beeindruckt (vgl. auch Seite 16/17). Angesichts rasant steigender Studierendenzahlen freut sich die Universitätsbibliothek (UB) Bayreuth, seit dem Wintersemester 2011/2012 weitere 18 Gruppenarbeitsräume anbieten zu können. Zu verdanken hat sie dies dem großen Engagement der Studierenden, die sich beharrlich dafür einsetzten, dass mehr als 600.000 Euro aus Studienbeiträgen für diese Baumaßnahme bereitgestellt wurden. Daraufhin ließen sich auch der Freistaat Bayern und die Universität Bayreuth „nicht lumpen“. Sie ergänzten die noch fehlenden Beträge, und in kurzer Zeit wurde diese Baumaßnahme vollendet. Damit stehen an den Standorten der UB nun 28 voll ausgestattete Gruppenarbeitsräume sowie 1500 Einzelarbeitsplätze zur Verfügung, deren Ausstattung (Beleuchtung, Stromanschlüsse für Laptops) ebenfalls im Jahr 2011 deutlich verbessert werden konnte. In ähnlicher Weise engagierte sich die UB für den Ausbau des digitalen Informationsangebots. Im Jahr 2011 bestand Zugriff auf über 22.000 E-Journals, aus denen die Angehörigen der Universität über eine halbe Mio. Artikel abriefen. Weiterhin wurden ca. 1500 Recherche-/ Fakten-Datenbanken sowie über 30.000 neue E-Books angeboten. Letztere konnten vornehmlich aus Mitteln des Ausbauprogramms beschafft werden. Organisatorisch musste die UB dieser rasanten Entwicklung bei den elektronischen Angeboten Rechnung tragen, weshalb im Oktober 2011 wurde die Abteilung „Digitale Bibliothek (einschl. Zeitschriften)“ gebildet wurde. Aber auch die Erwerbung von knapp 30.000 konventionellen Medien trug erheblich zur Verbesserung der Studienund Forschungsbedingungen bei. Allerdings konnten die Vorjahreskürzungen (vgl. Jahresbericht 2010) nicht kompensiert werden. Sehr erfolgreich war auch die Initiative der UB zur Verbesserung der Informationskompetenz. An zahlreichen Schulungsveranstaltungen nahmen mehr als 1100 Universitätsangehörige und 1400 Schüler teil, und insbes. die Einführungen in das Literaturverwaltungsprogramm Citavi zählen zu den ganz großen Rennern. Ralf Brugbauer Abb. 1
Vorwort 5 Als Partner in der Forschung konnte sich die UB im Jahr 2011 erfolgreich im DFG-Projekt „ViATOR“ sowie bei „SEED“ einbringen, einem Projekt, das vom DAAD gefördert wird. Besonders erfreulich war auch der erste von der DFG bewilligte Antrag der UB in der Förderlinie „Elektronisches Publizieren“. Damit können den Angehörigen der Universität über die UB Mittel der DFG für Open-Access-Publikationen zur Verfügung gestellt werden. Das hier beschriebene Engagement der UB darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass ihre regulären Mittel für die Informationsversorgung nicht ausreichen, zumal an der Universität Bayreuth ein großes und - aus bibliothekarischer Sicht - sehr teures Fächerspektrum vorherrscht. Wäre es im Jahr 2011 nicht mit Unterstützung aller Bayreuther Fakultäten gelungen, in langwierigen Verhandlungen mit dem Elsevier-Verlag zu einem neuen, deutlich günstigeren Preismodell zu gelangen, hätte die UB hinsichtlich des Bestandsaufbaus quasi „Konkurs“ anmelden müssen. Eine deutliche Erhöhung der Literaturzuweisungen ist deshalb unbedingt anzustreben, wenn die Universität Bayreuth den Anschluss in der Forschung nicht verlieren will. Zahlreiche Dienstleistungen und Angebote der UB Bayreuth wären im Jahr 2011 nicht ohne Unterstützung und starke Partner möglich gewesen. Ein besonderer Dank gilt deshalb auf Landesebene den Verantwortlichen im Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, auf Verbundebene dem Generaldirektor der Bayerischen Staatsbibliothek, Herrn Dr. Griebel, sowie dem BSBTeam und den Kolleginnen und Kollegen im Bibliotheksverbund Bayern (BVB). Weiterer großer Dank richtet sich an die Universitätsverwaltung, an die Mitglieder des Fachausschusses für die Angelegenheiten der UB unter ihrem Vorsitzenden Prof. Dr. Sigloch, an die Zentralen Einrichtungen und an alle Universitätsangehörige, die mit ihren Berufungs-, Bleibe-, Sachund Drittmitteln zum Bestandsaufbau der UB beitrugen. Der Jahresbericht verdeutlicht die hohe Leistungsbereitschaft und Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der UB Bayreuth. Ihnen gilt mein besonderer Dank. Bayreuth, im Oktober 2012
6 Medienbearbeitung Die im Oktober 2011 neu gestaltete Abteilung Medienbearbeitung gliedert sich in die Bereiche „Zentrale Erwerbung“ konventioneller Medien mit Vorakzession, Akzession, Geschenk und Tausch sowie die „Zentrale Katalogisierung“ mit der Formalerschließung und redaktioneller Betreuung der Sacherschließung. Die Etatentwicklung im Jahr 2011 zeichnete sich aus durch: • eine leichte Steigerung der Zuweisung im Normaletat um ca. 55.000 € auf 1.980.158 € (2010: 1.925.736 €); • keine zusätzliche Erhöhung von Haushaltssperren; • Verstärkung der Literaturmittel aus dem Ausbauprogramm in Höhe von 258.330 €; • eine beträchtliche Verringerung der laufenden Verpflichtungen u.a. durch den Ausstieg aus dem Elsevier-Konsortium; • zusätzliche Fremdmittel u.a. von privaten Sponsoren, Firmen, Studierenden und Wissenschaftlern der Universität Bayreuth in Höhe von ca. 35.000 €. Somit konnten wieder deutlich mehr Monographien beschafft werden als im Vorjahr. Vor allem das Angebot an E-Books wurde immens erweitert (vgl. S. 21). Am 14. Dezember 2011 überreichten Dipl.-Jur. Bjoern Thiele (stellv. Vorsitzender; Abb. 2, 2. v. links) und Dipl.-Kfm. Robin Pesch (Pressesprecher, nicht im Bild) von RWalumni im Beisein von Dekan Prof. Dr. Markus Möstl (links) der UB Forschungsund Studienliteratur im Wert von 8.000 Euro. Über diese sehr willkommene Ergänzung des Bestandes in der Teilbibliothek RW freuen sich Abteilungsleiter Dr. Rehm (2. v. rechts) und Direktor Brugbauer (rechts). Jedes Jahr, bereits seit 1996, unterstützt das traditionsreiche Bayreuther Familienunternehmen Markgraf die UB mit der Finanzierung mehrerer und wichtiger Zeitschriften. In diesem Jahr überreichte nun Rainer W. Markgraf einen Scheck in Höhe von 1.500 Euro. Erfreut nahmen Direktor Brugbauer und Erwerbungsleiter Albinger die Geldspende entgegen. Herr Markgraf unterstrich im Gespräch die soziale Verantwortung der Unternehmer und Unternehmen. Aufgrund der demographischen Entwicklung in Deutschland sollte es auch in deren ureigenem Interesse liegen, in die Bildung qualifizierter junger Frauen und Männer zu investieren, will man bei den Herausforderungen der Zukunft in Produktion und Logistik bestehen (Abb. 3). Medienbearbeitung und Erwerbungsstatistik Manfred Albinger Georg Prechtl Abb. 2 Abb. 3
Medienbearbeitung 7 Die Gesamtausgaben für den Literaturerwerb im Jahr 2011 unter Einbeziehung der Studienbeiträge und sonstiger Sach-, Fremdund Berufungsmittel betrugen 3,24 Mio. € (2010: 3,08 Mio. €). Die Ausgaben setzen sich aus folgenden Einzelpositionen (in Euro) zusammen: 1.624.387 468.493 79.124 15.608 1.054.045 Elektronische Medien (E-Journals, Datenbanken, E-Books) Gedruckte Zeitschriften & Zeitungen Bindekosten Monographien, Fortsetzungen & Loseblattausgaben AV-Medien, Karten & Mikroformen Zugang 2011 2010 Neuzugang in Medieneinheiten 50.444 30.374 darunter Kauf 42.378 14.902 darunter Geschenk/Tausch 8.066 15.472 Laufende Zeitschriften und Zeitungen Im Berichtsjahr laufende gedruckte Zeitschriften und Zeitungen nach Titeln 2.551 2.909 darunter Kauftitel 1.788 1.979 darunter Geschenkund Tauschtitel 763 930 Im Berichtsjahr laufende elektronische Zeitschriften 21.153 18.987
8 Medienbearbeitung Gesamtausgaben für den Literaturerwerb im Jahr 2011 in Euro Gesamt davon für Monographien Bände Monographien Informatik 60.374 7.062 142 Mathematik 116.211 10.283 238 Physik 142.162 20.090 342 Biologie 180.472 31.216 631 Chemie 251.479 23.232 402 Geowissenschaften und Bayerisches Geoinstitut 242.803 49.145 1.157 Rechtswissenschaften 363.437 176.867 3.355 Wirtschaftswissenschaften 279.399 92.487 1.945 Sprachund Literaturwissenschaften 194.134 86.869 2.266 Kunst - - - Pädagogik, Hochschulwesen 47.251 30.474 872 Volkskunde, Ethnologie 18.701 14.088 390 Geschichte 83.761 54.779 1.224 Philosophie 36.347 24.044 693 Psychologie 30.370 10.106 267 Politik - - - Soziologie 19.008 8.470 196 Sport 32.714 6.219 260 Theologie und Religionswissenschaften 29.717 21.364 635 Angewandte Naturwissenschaften (inkl. Materialwissenschaften) 229.229 51.560 767 Afrikanologie 77.527 42.478 1.252 Musiktheater, Musikwissenschaft 51.593 32.723 649 Bibliotheksund Informationszentrum 74.309 16.707 417 Ökol.-Bot. Garten 3.228 2.101 38 Rechenzentrum 1.362 861 20 Zentrale Technik 708 162 12 Interventionsfonds 29.902 - - Elektronische Fachinformation (EFI) 249.982 - - Ausbauprogramm 237.994 - - Sach– und Fremdmittel aus den Fakultäten 157.483 89.131 1.226 Gesamt 3.241.657 902.518 19.396
Medienbearbeitung 9 Seit dem Sommersemester 2007 erhebt die Universität Bayreuth auf der Grundlage des Bayerischen Hochschulgesetzes Studienbeiträge. Nahezu alle Fächer stellten semesterweise Geld für den Kauf von Fachliteratur bereit. Insgesamt waren es im Sommersemester 2011 noch 153.000 € (zum Vergleich SS 2007: 477.860 €) und im Wintersemester 2011/12 weitere 215.386 €. Seit Beginn der Erhebung von Studienbeiträgen wurden insgesamt 2.474.471 € für Literaturmittel zugewiesen, vor allem für studienrelevante Publikationen, wie Lehrbuchsammlung, Studienmaterialien und E-Books. Hierbei hatte es sich als äußerst vorteilhaft erwiesen, wenn den Fachreferenten der Bibliothek die Auswahl und Anschaffung studienrelevanter Literatur anvertraut wird. So kann gewährleistet werden, dass Erwerbungsmittel aus Studienbeiträgen für diese Fächer zeitnah ausgegeben werden. Zuweisungen aus Studienbeiträgen 2007-2011 Mittel für den Erwerb von Studienliteratur in Euro: 477.860 241.776 287.999 340.403 223.876 137.403 166.826 229.943 153.000 215.386 SS 2007 WS 2007/08 SS 2008 WS 2008/09 SS 2009 WS 2009/10 SS 2010 WS 2010/11 SS 2011 WS 2011/12 Studienbeiträge
16 Benutzung Bau– und Erweiterungsmaßnahmen der Teilbibliothek RW Auf baulicher Seite stand auch das Jahr 2011 noch ganz im Zeichen der Erweiterung der Teilbibliothek Rechtsund Wirtschaftswissenschaften. Beide Baumaßnahmen - der zweigeschossige Anbau an die beiden bestehenden Ebenen wie auch die Aufstockung um ein Teilgeschoss, das 16 Gruppenarbeitsräume sowie ein WC innerhalb des Bibliotheksareals und zwei weitere Räume mit separatem Zugang bietet - wurden im Berichtsjahr fortgeführt und zum Wintersemester bezugsfertig gestellt. Wie im Vorjahr berichtet, waren die Tage zwischen Weihnachten 2010 und Neujahr, in denen nahezu der gesamte Universitätsbetrieb ruhte, dazu genutzt worden, die Betondecke zwischen erstem und künftigem zweiten Stock der Bibliothek auszuschneiden, um dort wenig später die neue Treppe einsetzen zu können. Während man sich am 3. Januar, dem ersten Öffnungstag des neuen Jahres, von der scheinbar geglückten Operation überzeugen konnte, zeigte sich den Mitarbeitern am Morgen des 7. Januar ein gänzlich anderes Bild. Infolge mangelhafter Abdichtung drangen große Wassermengen durch die neu geschaffene Öffnung und bahnten sich ihren Weg bis ins Erdgeschoss, aber vor allem der erste Stock war im großflächigen Umgriff der undichten Stelle geradezu geflutet. Nur dem glücklichen Umstand, dass fast ausschließlich Flurund Treppenhausbereich betroffen waren, ist es zu verdanken, dass keine Schäden an der Einrichtung und nur geringfügige Wasserschäden am Literaturbestand zu verzeichnen waren. Die anschließende Ursachenforschung ergab, dass der Wassereinbruch dieses gewaltigen Ausmaßes der unglücklichen Kombination aus der Nachlässigkeit der Handwerker, der genau in Richtung Treppenausschnitt weisenden Neigung des bisherigen Flachdachs, auf das die Aufstockung aufgesetzt wurde, sowie der einsetzenden Schneeschmelze zuzuschreiben ist. Spätestens zu diesem Zeitpunkt nahm eine Reihe von Verzögerungen ihren Anfang. Während die Eröffnung der Gruppenarbeitsräume ursprünglich zum Beginn des Sommersemesters geplant war, verschob sich der Termin zusehends nach hinten. Unzuverlässige Firmen, zeitliche Abstimmungsprobleme zwischen den Gewerken sowie der Konkurs eines Handwerksbetriebs summierten sich soweit, dass gerade noch pünktlich zum Vorlesungsbetrieb des Wintersemesters 2011/12 die Gruppenräume zur Benutzung freigegeben werden konnten. Frank Martens Abb. 8
Benutzung 17 Seitdem erfreuen sich die neuen Räumlichkeiten einer regen Nachfrage. Es zeigte sich bald, dass es einer eigenen Belegungsregelung und eines Raumbuchungssystems bedarf, um die konkurrierenden Interessen verschiedener Arbeitsgruppen in geordnete Bahnen zu lenken. Im Jahr 2011 war dies jedoch nicht mehr umzusetzen. Das angedachte Nutzungskonzept unterscheidet zwischen spontan belegbaren und reservierbaren Räumen. Einer der Räume soll zudem prioritär von Eltern mit Kindern genutzt werden können. Der Fachschaft RW ist dafür zu danken, dass sie sich in diesem Bereich sehr engagiert. Die Beliebtheit der Gruppenarbeitsräume erschließt sich bei einem Ortstermin sofort. Die angenehme Arbeitsatmosphäre in hellen Räumen mit modernem Mobiliar und frischen Farben, Whiteboards, Internetzugang, individuell geschalteter Klimatisierung jedes einzelnen Raums, aber alternativ auch der - in Bibliotheken eher unüblichen - Möglichkeit, durch ein weit geöffnetes Fenster für Frischluft zu sorgen, tragen zum Wohlbefinden bei; hinzu kommt bei den nach Norden oder Westen orientierten Räumen ein grandioser Blick über einen Großteil des Campus (Abb. 8). Ebenfalls pünktlich zum Beginn der Vorlesungen im Wintersemester wurde damit begonnen, die Bauwand zum neuen Anbau zu entfernen und damit die Raumeinheit zwischen Altund Neubau herzustellen. Es sollte aber noch einen weiteren Monat dauern, bis dieser Bereich am 17. November 2011 offiziell freigegeben werden konnte (Abb. 9). Er bietet seitdem 150 zusätzliche Benutzerarbeitsplätze, vier weitere Gruppenarbeitsräume und Buchregale für über 50.000 Bände (Abb. 10). Jeder Arbeitsplatz verfügt über einen Stromanschluss, um darüber bspw. ein Notebook betreiben zu können. Selbstverständlich ist an allen Plätzen auch WLAN verfügbar. Kühldecken sollen im Sommer für angenehme Raumtemperaturen sorgen. Für eine gleichmäßige Beleuchtung wurden sensorgesteuert dimmbare Leuchtbänder in Kombination mit witterungsgeschützt im Scheibenzwischenraum platzierten Jalousien eingebaut. Der Anbau setzt sich im Erscheinungsbild deutlich vom Bestand ab. Architektonisch gewollt wird der äußerliche Unterschied zwischen dem Baustil der 80er Jahre und dem des frühen 21. Jahrhunderts im Inneren in Form von Raumwirkung und Einrichtung fortgeführt. Damit spiegelt sich der bewusste Kontrast zwischen altem und neuem Fakultätsgebäudeteil auch in der Bibliothek wider. Abb. 9 Abb. 10
18 Benutzung Stephanie Kroiß Teaching Library Besonderen Zuspruch durch die Studierenden fanden nach wie vor die Einführungen in das Literaturverwaltungsprogramm Citavi, die inzwischen an jedem zweiten Mittwoch stattfinden. Darauf aufbauend wird monatlich Citavi plus angeboten. Dabei ergeben sich oft spezifische Fragestellungen, wie z.B. das Erstellen des eigenen Zitierstils. Daneben gibt es individuelle Beratungen - ein Angebot, das gerne von Lehrstuhlmitarbeitern sowie Teilnehmern der Campus-Akademie wahrgenommen wird. Die Erweiterung der Campus-Lizenz auf Citavi Team (kostenloser Test bis Mitte 2012) war für die wissenschaftlichen Mitarbeiter von besonderem Interesse. Als weiteres fachübergreifendes Angebot wird Elektronische Angebote richtig nutzen nun auch monatlich angeboten. Dabei werden frei zugängliche und lizenzpflichtige Informationsquellen im Internet vorgestellt. Wie bereits im Jahr 2010 wurden gerade zu Semesterbeginn auch fachbezogene Einführungen nachgefragt. Folgende Bereiche oder Fächer waren dabei vertreten: Afrika, Anglistik, Ältere, Neuere und Interkulturelle Germanistik, Geschichte, Musiktheater, Romanistik und Theaterund Medienwissenschaft. Daneben werden auch die wöchentlichen Einführungen Basiswissen Bibliothek zu Beginn der Vorlesungszeit verstärkt wahrgenommen. Viele Lehrstühle nutzen das Angebot, dass alle Schulungsveranstaltungen auch in englischer Sprache angeboten werden. Nach wie vor sind die Einführungen für Schülerinnen und Schüler sehr beliebt. Neu ist dabei seit diesem Jahr das Angebot an die Lehrkräfte, nach einer kurzen Einführung durch einen Bibliothekar mit den Schülern vor Ort nach geeigneter Literatur für das jeweilige Seminararbeitsthema zu recherchieren. Um die Zusammenarbeit mit Schulen und Lehrern zu optimieren und deren Anforderungen an uns besser kennenzulernen, wurden nun schulinterne Fortbildungsveranstaltungen für Lehrkräfte angeboten. Die schon etablierten Plattformen für die Verbreitung des Angebots ergänzt seit dem Sommersemester 2011 ein Flyer mit jeweils einer kurzen Beschreibung und den Terminen zu den regelmäßigen Schulungsangeboten für das laufende Semester. Zum Jahresende 2011 schließlich wurde die Anmeldung für Citavi auf die E-LearningPlattform Moodle verlagert. Hier gibt es auch die Möglichkeit, der UB über einen Fragebogen ein Feedback zukommen zu lassen. Im Laufe des nächsten Jahres werden weitere Schulungsangebote hinzukommen. Abb. 11 Abb. 12
Benutzung 19 Schüler gesamt 2011 2010 Anzahl Veranstaltungen 65 78 Teilnehmer 1410 1641 Einführungen mit Bibliotheksführung Anzahl Veranstaltungen 40 71 Teilnehmer 1054 1536 Arbeitsblätter Anzahl Veranstaltungen 25 7 Teilnehmer 358 95 Studierende gesamt Anzahl Veranstaltungen 163 103 Teilnehmer1 1107 602 Basiswissen ZB, NW I, NW II, GEO Anzahl Veranstaltungen 77 56 Teilnehmer 191 101 Fachinformation Anzahl Veranstaltungen 24 32 Teilnehmer 378 336 Citavi, Citavi Plus Anzahl Veranstaltungen 56 15 Teilnehmer 390 175 Elektronische Angebote richtig nutzen Anzahl Veranstaltungen 16 - Teilnehmer 123 - Stadtbenutzer Anzahl Veranstaltungen 12 7 Teilnehmer 27 21 1 Anzahl der Stadtbenutzer, die an „Basiswissen Bibliothek“ teilnahm, ist enthalten, aber nicht separat erfasst. Teaching Library in Zahlen
20 Digitale Bibliothek Das hohe Preisniveau bei den Zeitschriftenabonnements, bemerkenswerte jährliche Preissteigerungen sowie gleichzeitig die Beschränkung auf minimale Abbestellungsquoten veranlassten die UB Bayreuth, aus dem bayerischen Konsortialvertrag mit dem Verlag Elsevier auszusteigen. Um gleichzeitig den Fakultäten die unabdingbar notwendigen Titel weiterhin anbieten zu können, handelte die UB für die Uni Bayreuth exklusiv einen Vertrag mit Elsevier aus. Mittels elektronischer Umfragen und stets in enger Abstimmung mit den betroffenen Fakultäten wurden die Zeitschriftentitel ermittelt, die Bayreuther Forscherinnen und Forscher am stärksten priorisieren. In der Folge wird sich ab 2012 die Anzahl der für Bayreuth lizenzierten Titel zwar verringern, letztlich konnten durch dieses Vorgehen aber auch die Gesamtkosten um etwa ein Drittel gesenkt werden. Weil die ausgehandelten Konditionen gegenüber dem üblichen Verkaufspreis jedoch deutlich günstiger sind und „freie Valenzen“ hinsichtlich notwendiger Abbestellungen gewonnen wurden, darf dieser Abschluss insgesamt als Erfolg bewertet werden. Im neuen Vertrag wurde ebenfalls vereinbart, die Printzeitschriften – mit wenigen Ausnahmen – auf E-Journals umzustellen. Im Gegenzug, und um eine bedarfsgerechte Informationsversorgung sicherzustellen, übernimmt die UB aus den freigewordenen Mitteln die Kosten für die Bayreuther Wissenschaftler für eine Pay-per-ViewNutzung der Artikel des Elsevier-Verlags. Damit ist ein Zugriff auf alle verfügbaren Zeitschriftenartikel bei Elsevier via ScienceDirect oder als Direktbestellung über den bibliothekarischen Lieferdienst subito möglich. In der Elektronischen Zeitschriftenbibliothek (EZB) wurden Ende des Jahres 21.153 von der UB Bayreuth lizenzierte, kostenpflichtige EJournals aufgeführt. Dies ist ein weiterer Anstieg gegenüber dem Vorjahr (18.987), der neben den neuen Cambridge-Abos auf die Titel der Datenbank Business Source Premier zurückzuführen ist. Über 520.000 Volltext-Artikel aus Zeitschriften wurden 2011 heruntergeladen, was gegenüber 2010 (ca. 470.000) einen bemerkenswerten Anstieg in der Nachfrage bedeutet. Vor allem Artikel aus Zeitschriften der Verlage Springer und WileyBlackwell sind hierfür verantwortlich, denn bei beiden lassen sich deutliche Steigerungsraten von 53 % bzw. 25 % feststellen. Die meisten Downloads entfielen auf die Zeitschriften des Elsevier-Verlags (rund 150.000). Im Rahmen der sogenannten „Nationallizenzen“ wurden bisher ausgewählte Zeitschriftenabonnements bis zu 100 % von der DFG gefördert. Im Berichtsjahr änderte die DFG das Verfahren und es erfolgte Digitale Bibliothek Bernhard Vogt Elektronische Zeitschriften
Digitale Bibliothek 21 eine Umstellung auf das sogenannte „Opt-in-Modell“. Dies bedeutet, dass nun nicht mehr „National“- sondern jetzt „Allianz“-lizenzierte Abonnements nur noch anteilig von der DFG finanziert werden. Gleichzeitig wurde aber das verfügbare Spektrum an wissenschaftlichen Journals erweitert. Universitätsbibliotheken, die nun Allianz-Titel bereitstellen möchten, haben einen Eigenanteil von zur Zeit 75% zu leisten. Daraufhin verringerte die UB die Summe der Abos, die von der DFG gefördert werden. Gleichzeitig wurden gezielt für den Bayreuther Bedarf relevante Zeitschriften (und E-Books) aus dem DFGAllianz-Portfolio ausgewählt, z.B. die Zeitschriften von Cambridge University Press, die nun vollständig zugänglich sind. E-Books Das Angebot an E-Books konnte 2011 erheblich ausgeweitet werden. Neben der regulären Finanzierung aus dem Bibliotheksetat stellte die Hochschulleitung im Rahmen des Ausbauprogramms der Universitäten hierfür kurzfristig Sondermittel zur Verfügung. So konnten vom Springer-Verlag auch englisch-sprachige E-Book-Pakete sowie Titelpakete früherer Erscheinungsjahre beschafft werden. Allein aus dem Programm der Springer-E-Books sind inzwischen etwa 24.000 Titel dauerhaft online abrufbar. Deutschsprachige Kollektionen: Geistes-/Sozialwissenschaften/Recht 2008 - 2012 Naturwissenschaften (inkl. Mathematik) 2005 - 2012 Technik/Informatik 2005 - 2012 Wirtschaftswissenschaften 2005 - 2012 Englischsprachige Kollektionen: • Behavioral Sciences 2011-2012 • Biomedical and Life Science 2011-2012 • Business and Economics 2005-2012 • Chemistry and Materials Sciences 2005 - 2008 und 2011-2012 • Computer Science 2008-2012 • Earth and Environmental Sciences 2005-2012 • Mathematics and Statistics 2008-2012 • Medicine 2005 - 2008 • Prof. and Applied Computing 2011-2012 Bereits im Vorjahr wurden wirtschaftswissenschaftliche E-BookPakete des Oldenbourg-Verlags erworben. Im Berichtsjahr kamen nun die aktuellen wirtschaftswissenschaftlichen und die naturwissenschaftlichen Titelpakete hinzu, so dass insgesamt 650 Titel von Oldenbourg verfügbar sind. Gleichzeitig wurden die neu angebotenen Hanser-Pakete mit Titeln aus den Bereichen Wirtschaft, Technik und
22 Digitale Bibliothek Naturwissenschaften ebenso wie von deGruyter die "Handbücher zur Sprachund Kommunikationswissenschaft" und ein rechtswissenschaftliches Buchpaket gekauft. Außerdem hat die UB durch eine Teilfinanzierung aus eigenen Mitteln die via DFG-Nationallizenzen angebotenen E-Books von Emerald Management Xtra, der World Bank e-Library sowie der für die Literaturwissenschaften bedeutenden German Literature Collection Online u.a. mit der "Digitalen Bibliothek Deutscher Klassiker" beschafft. Insgesamt wurden in den letzten Jahren über 38.000 aktuelle elektronische Buchausgaben von der UB erworben und über den Online-Katalog angeboten. Dass diese Neuerwerbungen eine gute und zukunftsträchtige Investition darstellen, zeigen auch die Nutzungszahlen. So wurden allein aus den Springer-E-Books über 190.000 Kapitel heruntergeladen, wobei die neu erworbenen Titelpakete, die erst im Dezember 2011 freigeschaltet wurden, hier noch nicht berücksichtigt werden konnten. Vom wesentlich kleineren und fachlich begrenzten Titelpaket aus dem Oldenbourg-Verlag wurden immerhin über 9.000 Kapitel heruntergeladen. Das Angebot der Universität Bayreuth an Recherche-, Fakten-, und Aggregatordatenbanken ließ sich trotz empfindlicher Preissteigerungen auf relativ hohem Niveau aufrecht erhalten. Es kamen sogar einzelne „frei im Netz“ verfügbare Titel hinzu, so dass die Gesamtzahl am Ende des Jahres exakt 1.972 betrug. Allerdings wurde der Zugang zu ABI/Inform im Laufe des Jahres vom Anbieter eingestellt. Wirtschaftswissenschaftliche Zeitschriften aus dem angloamerikanischen Sprachraum können nun ausschließlich in der allerdings sehr umfangreichen Datenbank Business Source Premier von EBSCO recherchiert werden. Neu lizenziert wurden für den Bereich Rechtswissenschaften Beck e-bibliothek sowie Legios. Datenbanken
Digitale Bibliothek 23 Die UB Bayreuth bietet eine mobile Version für den InfoGuide an. Bei Verwendung eines Smartphones wird diese automatisch gestartet und ermöglicht die Recherche mit demselben Funktionsumfang wie im Standardkatalog. Ebenfalls neu ist die Anzeige von QR-Codes (Abb. 13) im Online-Katalog, die viele mobile Endgeräte einlesen können. Titelund Exemplarinformationen werden dann mit Standorten, Signaturen oder auch Links zu E-Books direkt angezeigt. Folgende weitere neue Services werden von der UB angeboten: Mit dem Recommendersystem BibTip wurde die Funktionalität des InfoGuides um Empfehlungen erweitert. Das heißt, inhaltlich verwandte Titel werden durch Beobachten des Nutzerverhaltens festgestellt und angezeigt. Bei Autorennamen, die einen Eintrag in Wikipedia oder der Neuen Deutschen Bibliographie NDB haben, kann nun direkt in diese Datenquellen verlinkt werden, um weitergehende bibliographische Informationen zu erhalten. Der Umstieg auf eine neue Version der Bibliothekssoftware SISISSunRise erfolgte Ende des Jahres und beinhaltete u.a. den Wechsel auf die Zeichenkodierung Unicode. Damit können nun auch nichtlateinische Schriftzeichen korrekt dargestellt werden. Anzahl der Recherchen über das Bayreuther Katalog-Portal InfoGuide (Vorjahreswerte in Klammern): InfoGuide gesamt 2.326.270 (2.544.023) davon Bayerischer Verbundkatalog 195.901 (218.438) davon UB-Katalog Bayreuth 1.619.222 (1.814.038) Die UB Bayreuth ist nun auch bei Google Scholar registriert. Damit ist der direkte Zugriff auf das Angebot an elektronischen Volltexten aus der Trefferliste heraus ebenso wie eine Anschlussrecherche im Katalog möglich (Abb. 14) Auf dem Bayreuther Publikationsund Dokumentenserver OPUS wurden 2011 insgesamt 142 (2010: 72) Dokumente neu eingestellt. Damit waren zum Jahresende 739 Online-Publikationen enthalten. Diese verteilen sich gleichmäßig auf Dissertationen mit 70 (62) Arbeiten sowie sonstige wissenschaftliche Arbeiten 72 (10). Bei Letzteren ist insbesondere die vollständige Serie "Arbeitsergebnisse/Universität Bayreuth, Abteilung Mikrometeorologie" zu nennen. Die meisten Dokumente wurden von Angehörigen der Fakultät für Biologie, Chemie und Geowissenschaften mit 98 Dokumenten eingebracht. Elektronische Dienste Abb. 13 Abb. 14
24 Zentralreferate Stephanie Kroiß Ausund Fortbildung Zwei Anwärter der Qualifikationsebene 3 absolvierten ihre berufspraktischen Abschnitte an der UB. Außerdem begann im Oktober eine Referendarin der Qualifikationsebene 4 mit der Fachrichtung Wirtschaftswissenschaften den praktischen Teil ihres Referendariats. Bei den internen Fortbildungsveranstaltungen gab es Vorträge zu aktuellen Themen, z.B. zur Zukunft der Katalogisierung, den Neuerungen im Lokalsystem und zur Entwicklung von Discovery Services. Eine Führung durch die neue Stadtbibliothek RW21 sowie eine Exkursion zur Teilbibliothek Musiktheater im Schloss Thurnau (Abb. 15: Brückengang vom Schloss zur St.-Laurentius-Kirche) ergänzten das interne Weiterbildungsangebot. Im Bereich der externen Fortbildungsveranstaltungen sind der 100. Deutsche Bibliothekartag in Berlin und die 11. Verbundkonferenz des Bibliotheksverbundes Bayern in München zu nennen. Außerdem besuchten Mitarbeiter folgende Veranstaltungen (in Auswahl): • Englisch-Sprachpraxis für den Bibliotheksalltag • Neuere Entwicklungen im Bibliotheksrecht • Wissensmanagement und -bilanz in Bibliotheken • SciFinder-Key-Contact-Treffen 2011 • E-Learning mit Moodle und webbasierte Lernmethoden Workshop zur Buchpflege Im Rahmen der Lehrveranstaltung „Historische Dokumentation und Archivierung“ von Dr. Margit Prussat zeigte der Altbestandsreferent den teilnehmenden Studierenden der ausgewählte Archivalien des 15. bis 20. Jahrhunderts aus dem Bayreuther Altbestand. In diesem Rahmen erörterte er auch praktische Fragen des Umgangs mit Nachlässen und Archivgut. Zentralreferate Für Ausstellungen künstlerischen oder wissenschaftlichen Inhalts und mit Bezug zur Universität, zur Stadt oder zur Region überlässt die UB ihren Ausstellungsraum unentgeltlich geeigneten Veranstaltern. Folgende Ausstellungen fanden im Berichtsjahr statt: 17.01. - 31.03 Die Welt des Dichters Saint-Pol-Roux – Orte – Themen – Persönlichkeiten. Eine Ausstellung zum 150. Geburtstag 05.05. - 30.05. Irrezeichen – Wirrezeichen: Raumgrafiken und Zeichnungen von Gerd Kraus 03.11. - 31.12. Poesie in der Bibliothek – eine Ausstellung des Studiengangs „Literaturwissenschaft: berufsbezogen“ Ausstellungen Manfred Albinger Abb. 15
Zentralreferate 25 Dr. Rainer-Maria Kiel „Altes Buch“ Im Jahr 2011 kaufte man Friedrich Heinrich Rankes (1798-1876) Predigten aus dem Jahre 1848: ein Zeugniß gegen den Geist der Revolution und des Abfalls von Gott, Erlangen: Heyder, 1849 (Abb. 16). Die Neuerwerbung ergänzt die bereits vorhandenen Predigten Rankes aus den Jahren 1837 bis 1842. Der Verfasser, ein namhafter Theologe und Bruder des Historikers Leopold von Ranke (1795-1886), hat lange Jahre im fränkischen Raum und vorübergehend auch in Bayreuth gewirkt. Als Geschenk überließ die Afrikanistin Dr. Angelika Jakobi der UB 32 zwischen 1931 und 1951 gefertigte, direkt auf Leinen gedruckte Karten des Sudan. Die Bayreuther Afrikasammlung bereichert der Neuzugang nicht nur inhaltlich, sondern auch seiner Machart wegen. Im Unterschied zu gedruckten Karten, die auf Leinwand aufgezogen sind, dürfen textile Kartendrucke als echte Rarität gelten. Über das Forschungsinstitut für Musiktheater (FIMT) gelangten 15 Autographen Wolfgang Wagners (1919-2010), des langjährigen Leiters der Bayreuther Festspiele, in den Besitz der UB. Es handelt sich um eine gedruckte Dankkarte für Glückwünsche zu seinem 60. Geburtstag und 14 Neujahrskarten aus den Jahren 1976 bis 1992 mit eigenhändiger Anrede und Unterschrift. Adressat war jeweils der Filmproduzent Dietrich von Watzdorf, der 1980 eine TV-Aufführung von Richard-Wagners Ring der Nibelungen produziert hatte. Teils für die Bibliothek des Historischen Vereins für Oberfranken, teils für den Bestand der UB stiftete Dr. Arno Kröniger (Bayreuth), eine Anzahl älterer Drucke. Ihrer Thematik wegen sind nachstehende Titel von besonderem Interesse: Christoph Heinrich Schweser Der vorsichtige und getreue Rechnungs-Beamte ⁴...], Nürnberg: Raspe, 1769 Christoph Heinrich Schweser Des klugen Beamten auserlesenes [...] Formular-Buch [...], ⁴2 Teile in 2 Bdn.], 3. Aufl., Nürnberg: Raspe, 1772 (Abb. 17) Christian G. Krüger Handbuch des Italiänischen doppelten Buchhaltens, Neue verb. Aufl., Berlin: Hesse, 1781 Edikt das allgemeine Steuer-Provisorium in der Provinz Baiern betreffend, ⁴München], 1808 Für die Bibliothek des Historischen Vereins für Oberfranken registrierte man 2.218 (2010: 2.346) Ausleihen und Verlängerungen. Der vereinseigene Buchbestand wuchs um rund 140 Zeitschriftenbände und etwa 60 Monographien. Abb. 16 Abb. 17