Uni e si ä sbiblio hek Pade bo n
Ansp ache bei de E ö nung de Auss ellung Ka l Kunz
am 14. Feb ua 1959 in de Kuns halle Da ms ad
Schmoll, Jose A.
[Da ms ad ], 1959
u n:nbn:de:hbz:466:1-37717
Ansp ache bei de E ö nung de Auss ellung Ka l Kunz
am 14. Feb ua 1959 in de Kuns halle Da ms ad
on P o esso D . J. A. Schmoll gen . Eisenwe h (Uni e si ä Saa b ücken )
Meine seh e eh en Damen und He en !
Allsei s is mi eingeschä wo den ,nich zu lange zu
sp echen ,schon deshalb ,weil man bei de E ö nung
nich si zen könne .Ande e sei s b ach e heu e eine
Tageszei ung die Ankündigung ,ich wü de einen ein¬
üh enden Vo ag hal en ,und das e p lich e imme ¬
hin.Auch da ich nich das mi ges e n on meinem
e eh en Kollegen P o esso E e s zugewo ene Bon¬
mo beansp uchen :»Ich ha e leide keine Zei ,mich
ku z zu assen !«Aus zehnjäh ige F eundscha mi
dem Male und seinem We k möch e ich doch einige
Wo e sagen dü en ,die ich soga sch i lich ixie
habe .Ich we de mich bemühen , eilweise ,um de Kü ze
willen ,im Teleg amms il zu sp echen .E leich e wi d
meine Au gabe du ch das Ka alog o wo on Ul ich
Ge z .Ich kann da an anknüp en und es e gänz will¬
kommen meine Da s ellung .Die Male ei on Ka l Kunz
wi d bei Ge z ich ig cha ak e isie als zwischen den
heu e allgemein bekann en Rich ungen liegend .Sie is
nich ungegens ändlich .Von den ungegens ändlichen
ode konk e en bis absolu en Male n gesehen ,e schein
sie als su ealis isch .Von den Su ealis en beu eil ,gil
sie als abs ak (sagen wi e wa wie die Male ei Picas -
sos ).Von den Abs ak en wi d sie ielleich als oman¬
isch bezeichne us .Was is sie nun ?Abs ak e Su ¬
ealismus ?Wi kleben ge n au jeden Top ein E ike ,
um dann selbs am E ike zu kleben .Dem Kuns his o¬
ike is meis ens noch bewuß ,daß S ilbeg i e ,um mi
Pinde zu eden , eine Ve ab edungsbeg i e sind .Sie
sind o zu älligen U sp ungs ,manchmal wide sinnig -
denken Sie an den Beg i »Go ik «.Das Schlimme is ,
dem g oßen Publikum we den diese Zu alls -Ve ab -
edungsbeg i e zu Hieb -und Schlagwo en .Eine Fes ¬
s ellung ,kein Vo wu .Das E ike is so schön lese lich ,
und wenn man sich seine bedien ,wah man die E i¬
ke e .Also malen wi ge os das Kennwo »Abs ak e
Su ealismus «.Dami kann sich de Eilige ix be uhigen ,
da auße dem wi klich e was an diesem Beg i s imm .
De waschech e Su ealismus ,z.B.bei Sal ado e Dali,
is pene an e Na u alismus ,Realismus in allen Einzel¬
hei en ,nu in eine aumha en , aumähnlichen ,ode
(Modewo ) e emde en Weise die Objek e e ze ¬
end und mischend .Schon bei Max E ns i ein Zug
zu abs ak en Ges al ung ,absolu e Male ei hinzu .
Bei Ka l Kunz gewinn das Abs ak -Ges al e ische iel¬
ach die Obe hand .
Ve suchen wi gene ische Analysen on Bilde n on
Kunz.G unde lebnisse sind Augeneind ücke ,nich Im¬
p essionen ,nich T äume (wie einige Su ealis en p o¬
g amma isch o de n )-Tag isionen und Einzel unde .
Sie können seh e schiedene Na u sein .Sie sind
abe zunächs imme »Na u «.-De im Alpen o land
heimische Augsbu ge Ka l Kunz sieh bei Be g ou en
nahe de Baumg enze die biza e k üppel en Kie e n ,
gespli e e S ämme ,windze zaus ,Wu zelkno en ,
geb ochene Äs e .Es en s ehen Skizzen ,Gedäch nis¬
s udien ,dann Figu en ,de en Linienge üge ausd ucks¬
gesä ig is und Bildelemen wi d .In abs ak e Um¬
se zung begegnen wi diesen Baum -und Wu zelele¬
men en hie in den Bilde n »Be gwel «(N .9)und
»Baum igu en «(N .3,Au ech e Ges al en ),häu ig in
den Fede zeichnungen zu Dan es »Gö liche Komödie «.
Sie we den zu e s a en Bewegungen , e wandel en
Ges al en ,S uk u eilen .-Ode :Ka l Kunz sieh in
de Nähe seines We ks a -A elie s in F ank u die
G abs ein ümme des F iedho s on S .Pe e ,Sand¬
s einpla en , e wi e ,bombengebo s en ,geschunden ;
ih e Embleme ,Familienwappen ,Insch i es e ,Todes¬
allego ien sel sam en s ell .De Umse zungsp ozeß
seine Bildphan asie misch diese Elemen e neu .In den
Gemälden »Elegie «(N .34),»Klagemaue «(N .26),
»To eninsel «(N .30)(hie mi einem bewuß en Böcklin -
Mo i e bunden )we den sie als wich ige Baus eine
einge üg (wö lich gemein ),zugehauen und ü die
Gesam bildidee in die g oße Komposi ion eingepaß .
(Neben age an den F eund neue Beg i e :Syn he¬
isch -abs ak e Su ealismus ?)
Wei e :Kunz en deck ,be o en ,in eine al en Num¬
me des »Que schni s «die Fo og a ie on eine i gend¬
wo am No dsees and angespül en Gallions igu eines
englischen Schi es aus de Bauzei o 1900.Eine Holz¬
skulp u , ealis isch gea bei e wie ü ein Wachs¬
igu enkabine ,nu e was hölze ne ,ein modisch (al ¬
modisch )gekleide e besse e He mi s ei em K agen ,
Plas on ,B a en ock ,Schnu ba .Eine in Kleide n kon¬
se ie e Leiche am Bades and .S andgu .Tie e Ein¬
d uck ,das Mo i wi d imme wiede keh en .Sie e ¬
kennen es hie au dem Bild des sel samen Paa es ,de
abwesend e scheinende Mann neben de cha man en
Englände in aus F ank u (N .47).
S andgu .Ein Bild i el heiß a sächlich so (N .23).Es
wä e ein gu e Ti el ü einen g oßen Teil des We kes
on Ka l Kunz.S andgu unse e Zei ,S andgu de
G oßs äd e (ein Zug on Max Beckmann leuch e au ),
S andgu de Seele und des Un e bewuß seins .
Zu ück zu Genesis de Bilde .Auslösende Funk ion
komm o de Figu zu ,haup sächlich in zweie lei A :
1.de Ak ,2.die his o isch -my hologische Rollen igu .
Welch geniale Ak zeichne Kunz is ,e kenn man asch
an den wenigen Blä e n ,die hie einges eu sind .
Sie sind alle on g oßem Wu ,schwingendem Kon u ,
as b a ou öse Liniensiche hei .Ve kü zungen und
Übe eibungen -e wa eine mäch igen Hand ,eines
Schenkels ,die zu selbs ändigen Figu in de Figu
d ängen -s ehen be ei s un e dem Zwang eine Bild¬
idee .Von solchen Ak zeichnungen aus en s eh man¬
ches Gemälde ,nu aus de F eude an de Linien igu ,
in Kon as se zung zu ande en Elemen en ,in Zusam¬
men ügung mi ande en Ges al en .Es is eine ähnliche
F eude an de einen ,isolie en Ges al ,wie sie zu
manchen Zei en seines Scha ens Picasso emp and .
Denken Sie an die En s ehung seine be ühm en »De-
moiselle d'A ignon «.Das is gemeinsames südlich¬
omanisches E be .Kunz,de Augsbu ge ,Sohn de
eh wü digen Röme s ad ,die sich imme ih e T adi¬
ion bis au Augus us bewuß blieb ,gehö als Deu ¬
sche gleichzei ig auch zum Mi elmee aum .Die o ¬
mal imme zu kla en P äge o m d ängende Einzel¬
igu is hie ü ech es Kennzeichen .Fe ne die na ü ¬
liche Neigung zu Klassizismen ,auch zu seinen i oni¬
schen Spiela en .De Augsbu ge Realismus und de
Augsbu ge Renaissance -Klassizismus e binden sich in
Kunzens We k zu neua ige Syn hese mi den S ö¬
mungen des Su ealismus .Ahnscha un e Bildwe ken
und Küns le n de Va e s ad :die B onze ü en am al ¬
eh wü digen Augsbu ge Dom mi den an ikisie enden
Relie igu en on Ken au en und Löwenbändige n ;
Bu gkmai s und de Holbeinwe ks a I alianismen in
Deko ,s enge Bildkonzep ion ,kla e Zeichnung ,küh¬
le Fa bigkei - o allem Holbein de Jünge e -hie ,
in Da ms ad ,mi de Madonna des Basle Bü ge ¬
meis e s neu gegenwä ig .Und dann die plas ischen
Bildwe ke :Deu schlands einziges monumen ales Rei e ¬
s andbild de Renaissance ü Kaise Maximilian , on
Bu gkmai en wo en ,in S ein begonnen ü die Ul ich-
und -A a -Ki che,nich ollende ,abe ein Wu ,de nu
in Augsbu g denkba .Dann die B unnen ,die E zbilde
des Kaise s Augus us und de manie is ischen Bewe¬
gungs igu en des Gio anni Bologna ,des i alianisie en
Flamen . Dahin e die monumen ale , g oßa ig -kühle
A chi ek u des Ra hauses on Elias Holl .
Dies is die Folie ü die Jugend -, dann wiede ü
die Mannesjah e on Ka l Kunz . Dies is auch de ie e
G und , aus dem e in ui i schöp : Monumen ali ä ,
An ikisches , Pa hos und Kühle , p ägnan e Fo m . Hie
wuchs e au , im Ge uch de Hölze , mi denen sein
Va e den Fou nie handel be ieb , Wachs um de
Bäume , Mase ung , Linienspiel de Na u , Fa be und
Glanz de Schni lächen üh als Wunde beg ei end ,
liebend . Von hie zog e aus . S a ion im No den : Gie -
bichens ein , die Kuns schulbu g bei Halle , de neben
dem Bauhaus in Mi eldeu schland bedeu ends en Leh ¬
s ä e , an de Ge ha d Ma eks , Goldschmied Tümpel ,
de Male C odel wi k en . - Das Jah 1933 a Familie
und Kuns an de Wu zel : das Ehepaa inha ie , seine
Male ei als en a e e klä , Mal e bo . Man such e
schließlich Schu z im ä e lichen Augsbu g , a bei e e
mi im Fou nie handel , mal e heimlich . Auch das nich
on Daue : Die Ze s ö ung de S ad 1944 e nich e e
Fi ma , Exis enz und Asyl . - Mi neuem Mu begann
Kunz 1945, be ei on ideologischen Fesseln , nun wie¬
de o en zu malen , ü die neue Kuns zu we ben , als
O ganisa o de e s en , wei hin beach e en Auss ellung
»Be ei e Kuns « im Schä zle palais zu Augsbu g . 1947
wu de e als Lei e de küns le ischen G undleh e und
als Lei e eine Malklasse an die S aa liche Schule ü
Kuns und Handwe k nach Saa b ücken be u en . Hie
en al e e e eine Ak i i ä als Leh e und Male , die
bei seine ge aden Na u in Kon lik kommen muß e
mi den mach poli isch beding en Unwah ha igkei en
des damaligen , inzwischen du ch das Re e endum zum
Ab e en gezwungenen Regimes . Aus hei e em Him¬
mel e olg e seine En lassung 1949, Rückkeh übe die
g üne G enze mi abgelau enem Pass , on eine Zöll¬
ne s ei e gnädig lau en gelassen , da e nu » e ¬
ück es Zeug « in seine Malmappe bei sich ha e . . .
Nach ha en Jah en in Augsbu g , e s en Kollek i aus¬
s ellungen do und bei Gün e F anke in München ,
siedel e e nach Hessen übe , nach Weilbu g und
F ank u , lange schon Mi glied de P älzischen und
de Da ms äd e Sezession , in diesem Raum einige
F eunde wissend .
Doch zu ück zu Figu im Bild ! Wi sp achen on de
Ak zeichnung , on de kla en , p ägenden A , wie on
ih aus manches Bild konzipie wi d . Und es wu de
angedeu e , daß es eine zwei e Ges al eng uppe gib ,
die wich ig is als Bildelemen und als Quelle de Bild¬
en wü e . Ich nann e sie die his o isch -my hologische
Rollen igu . Die g oße Gebä de , die klassische A i¬
üde , die he oische Gewandd ape ie . - Dan e als s eile
P o ilges al au dem Gang du ch die Hölle (N 51- 70).
- Ein ech es , zuweilen ein i onisches Pa hos sind diesen
Rollen igu en eigen . Heidnische und ch is liche My ho¬
logie , Odyssee und Passion , mi elal e liche Rei e ¬
schlach und die Visionen Dan es , Ken au und Sebas ian
au einem Bild »De Ken au « (N . 21) ode die »Guil¬
lo ine « (N . 13): Ma ie An oine e un e dem Fallbeil
mi dem Gegenbilde des e mo de en Ma a , nach dem
Gemälde Da ids , mi dem Bilde bogenwachsolda en
und mi de Rücken igu des be ach enden Bü ge s .
Diese Bilde sind Szene ie , »lebende « ode , wie man
ühe auch sag e , »ges ell e « Bilde , szenische Bild¬
bau mi Kulissen , Ve sa zs ücken und Requisi en aus
de Wel de manie is ischen Allego ie . Abe äuße s
wich ig : die Ve knüp ung zum Bilde geschieh du ch
ein o male Mi el , g oßgesehene Komposi ionen , dem
Thema au gep äg e und zugleich aus ihm esul ie ende
Rhy hmen . Diese wiede um aus G undlinien , Diago¬
nalen , Koo dina en , Ku enschwüngen en wickel , meis
du ch wenige Fa b lächen ges ü z , e leuch e , kon a¬
punk ie . Bei den meis en Gemälden lieg ein solches
Linienge üs zug unde . Man könn e on de zeichne¬
ischen Wu zel seine Bilde indungen sp echen . Die
Zeichnung selbs ha ein o ganisches Leben ü sich, ob
im kleinen Fo ma de sub ilen Fede zeichnungen , ob
im g oßen Fo ma de weißg undie en Leinewand¬
bilde - ode auch in den Wandbilde n , die in de
ku zen Saa b ücke Zei en s anden . Die Vo he scha
de Linie üh zu eine A Kallig aphie , die wiede um
s ilis isches Elemen seines nu ihm eigenen Ausd ucks¬
su ealismus is . Sie schläg Ve bindungen zu den g o¬
ßen S ilen , die eine eigene Linienkuns kul i ie en ,
zum Jugends il (Bea dsleyl ), zum oman ischen Klassi¬
zismus eines Hein ich Füssli und eines William Blake
(mi denen auch hema isch und o mal sons noch Be¬
üh ungspunk e bes ehen ), zum 18. Jah hunde , zum
Ba ock , zu Volkskuns , zum Manie ismus und zu Spä ¬
go ik . (Das Hessische Landesmuseum in Da ms ad be¬
si z ein kos ba es Zeugnis eines spä go ischen g aphisch
s uk u ie en , ja auch kallig aphisch du chwobenen
Ta elgemäldes : den wunde samen O enbe ge Al a .)
Beispiel ü die linien hy hmische Ges al ung eines Bil¬
des on Kunz : »Leh s unde de Hexen « (N . 17, sozu¬
sagen Hexengymnas ik , mode nisie e Baidung G ien ):
die Doppelschlei e , iel ach isolie und auch e loch¬
en in die Figu en wiede keh end , als Signum ü die
Gesam komposi ion und den in ih eingeschlossenen
Bewegungsablau .
Von Con ad Wes p ahl ,dem Male ,s amm de e ¬
ende Ve gleich :ein Bild on Kunz s eh o dem Be¬
schaue zunächs wie die s a e Viel al de Dinge im
s engen Bühnen ahmen eine Schießbude .T i de
Be ach e ein Ziel ,beginn de geheimnis olle ,übe ¬
aschende Ablau mechanische Appa a u en übe be¬
s imm e Gelenks ellen Figu ü Figu ,Scheiben -und
Ku ens ücke e schiedene Fa be und Bedeu ung nach¬
einande in Bewegung zu se zen -bis de K eis¬
lau beende is und alles wiede uh .Ka l Kunz is
mi diesem Ve gleich ein e s anden ,e en hüll zwei¬
ellos iel om Wesen seine g oßen Komposi ionen .
E bezeichne nebenhe auch das deko a i e Elemen ,
das e s in neue e Zei so suspek wu de ,obschon es
Jugends il und Kubismus zu neue Eh e b ach en .-
De Ve gleich mi de Schießbude schließ auch das
szenische Momen ,das Thea alische mi ein ,das ja
o allem de me aphysischen Male ei de Chi icos als
E be de Renaissance ,eine e wandel en eilich ,
höchs bewuß wa und on hie aus auch in das We k
on Ka l Kunz mi einge lossen is .Zu den su ealis i¬
schen Zügen diese Male ei gehö auch de Beg i
om Bildmechanismus ,wie e in Wes p ahls Ve gleich
au ge u en wi d .E is eben alls im We den de Bilde
e kennba :wenn die Linien in au oma ische Kallig a¬
phie leich hin ausspielen ,Thema sich an Thema eih ,
einem inne en Zwang geho chend ,wie Melodie an
Melodie bei eine gu en Imp o isa ion .Das o male
E lebnis ,die F eude an de einen Fo m ,übe deck da¬
bei o den ealen Um iß eines Bildobjek es , e knüp
Objek e in manchmal scheinba sinnwid ige Weise ,
läß das Ganze zu einem Ge lech bildha e A bin¬
den ,dessen Gehal und Einzelmo i e sich dem Be¬
ach e e s nach und nach en hüllen .Das gehö zum
E lebnis de Bilde on Kunz ,sie können ein o mal
und sie können ein inhal lich gelesen we den und
bilden -da in sich begegnend ,hin-und he spielend -ein
Ganzes .Es is no wendig ,sich o diesen Bilde n Zei
zu gönnen .Im Un e schied zu de heu e so peinlich
gep leg en spannungslosen ,ungegens öndlichen Male ei
des a i ie en Du chschni s ,die mi einem Sei enblick
abgeschä z we den kann , a big schmeichel ,gelegen ¬
lich e was signalisie ,abe nich essel und e eg ,
is ü die Bilde wel on Ka l Kunz de mi a bei ende
Be ach e wiede nö ig ,wie ihn die äl e e Male ei
o de e ,de sinnend be ach ende ,nich de eilige
Passan ,dem Imp essionismus und kon en ionelle un¬
gegens ändliche Male ei en gegenkommen .Diesem
au me ksamen Be ach e abe en hüllen sich die Bilde
on Kunz s u enweise ,selbs die mi un e zunächs
plaka ha wi kenden Teile gewinnen an Tie e und
Bedeu ung .Ganz zu schweigen on de Skala de
eichabges u en Mi el ,de en sich Kunz bedien ,und
die Ge z im Ka alog o wo analysie .In diese
Wei e de Bildwi kungen - o mal und inhal lich -s eh
Kunz wi klich allein da ,und wenn wi Ve gleiche
suchen ,so is es zwei ellos de Manie ismus des 16.
Jah hunde s ,de sich wie selbs e s ändlich anbie e .
Kunz selbs bekann e kü zlich ,daß ihn Rene Hockes
Büchlein übe den Manie ismus (das diesen S il,nach¬
dem ihn die Kuns wissenscha sei ca .40 Jah en in
Spezialun e suchungen umk eis ha ,p ickelnd popu¬
lä gemach ha )be o en leh e ,daß e selbs ein
ech e Manie is sein müß e .Die ein o male Übe ¬
s eige ung klassische Mo i e ,Ges al en ,Symbole ,die
abs ak e Hal ung ,die enigma ische Mischung on Ob¬
jek en und Elemen en ,die g oße hy hmische Bewe¬
gung ,die deko a i e Gebä de ,Pa hos und I onie ,Käl e
und S udel de Emp indungen ,Mechanisches und Alle¬
go isches ,de ganze appa a i e Symbolismus ,die alles
du chd ingende Vani as -Idee , e bunden mi Schwe mu
und Lus in schille nde Syn hese -alle diese Züge sind
manie is ischen Geis es pa excellence .Mi diese Fes ¬
s ellung is ü den ,de sich mi dem Manie ismus be¬
schä ig ha ,deu lich gesag ,daß es eben nich nu
den Manie ismus des 16.Jah hunde s gib ,jene au
die Klassik de Renaissance olgende S ils ömung ,in
de alles in F age ges ell wu de , agwü dig e schien ,
bed oh ,doppelbödig und maskie ,sonde n eine ma -
nie is ische Lebenshal ung ,die imme wiede und o
allem zu ganz bes imm en Zei en des geschich lichen
Ablau s in E scheinung i :wi nann en schon Füssli
und Blake ü die Epoche um 1800.In diesen E schei¬
nungen wi d das allgemeine Emp inden ü die Be¬
d oh hei de Exis enz , ü die So ge um die Ges al des
Menschen , ü das hin e de b öckelnden Fassade
geis e nde ,leidende ,liebende ,blu ende und kämp¬
ende Wesen Mensch in deko a i e , o mal geschli e¬
ne ,kla und p äzise gep äg e und zugleich symbo¬
lis isch e schleie e Fo m küns le ische Ges al .Fü
den Gesam be eich de deu schen Gegenwa smale ei
zeug das We k on Ka l Kunz allein in legi ime
Weise ü diese Hal ung und Sich .Es is gu ,daß
Da ms ad es un e nimm ,diesem Male eine g oße
Kollek i auss ellung einzu äumen ,de es ,wi dü en
es o en aussp echen ,schwe ha ,bei de S uk u un¬
se es heu igen Kuns be iebes ,neben dem he schen¬
den Akademismus de Ungegens ändlichen Male ei als
»zei genössisch «ane kann zu we den -obwohl e
ak uelle is als iele Mode nen .