
Neuinterpretation und zeitgenössische Anwendung der
antiken Lehmbau-Tradition auf Sardinien
vorgelegt von
Dipl.-Ing. Viola Toccafondi
geb. in Cagliari
von der Fakultät VI - Planen Bauen Umwelt
der Technischen Universität Berlin
zur Erlangung des akademischen Grades
Doktorin der Ingenieurwissenschaften
-Dr.-Ing.-
genehmigte Dissertation
Promotionsausschuss:
Vorsitzende: Prof. Dr. Kristin Wellner
Gutachter: Prof. Klaus Zillich
Gutachter: Prof. Dr. Christof Ziegert
Gutachterin: Dr. Maddalena Achenza
Tag der wissenschaftlichen Aussprache: 04. März 2015
Berlin 2015

2
Gliederung
Danksagung 05
1. Einleitung
1.1 Bauen mit Lehm in der heutigen Zeit und Stand der Forschung:
Das moderne Wissen über Lehmbautechnik 07
1.2 Fokus: Stand der Forschung auf Sardinien 11
1.3 Problemstellungen und Fragestellungen 14
1.3.1 Methodik und Struktur der Arbeit 17
2. Lehmbau in Sardinien: Historische Hintergründe
2.1 Die Lehmbauarchitektur auf Sardinien als antike Tradition 20
2.2 Die Siedlungsgebiete der Lehmarchitektur Sardiniens und deren
ortsspezifische Bautypologien 25
2.2.1 Die Grundstruktur der ländlichen Lehmarchitektur:
Beschreibung der räumlichen Aufteilung und ihre Bedeutung
in der alltäglichen Nutzung 33
2.2.2 Die Bautechnik traditioneller Lehmbauten auf Sardinien:
Mauerwerk, Fundament, Dach und Balkendecken 39
3. Rechtliche Aspekte zum Lehmbau auf regionaler und
nationaler Ebene
3.1 Gesetzgeberische Rahmenbedingungen des Lehmbaus auf “Sardegna
sabauda” bis in die 1960er Jahre (1850-1960) 44
3.1.1 Die 1960er Jahre und die Einführung neuer Baumaterialien:
Folgen für den Lehmbau 59
3.2 Die aktuellen rechtlichen Rahmenbedingungen auf nationaler Ebene
in Bezug auf Lehmbau: Die Entwicklung einer nationalen Gesetzgebung 61
3.2.1 Die regionalen Rahmenbedingungen: Die Region als Motor
für eine neue Gesetzgebung auf dem Gebiet des Lehmbaus 66
3.2.2 Sardinien: Die regionale Landschaftsplanung als Mittel zur 72
Förderung des Lehmbaus

3
4. Lehmbauproduktion und Marktlage auf Sardinien
4.1 Einfluss der europäischen Umweltpolitik auf die Bauindustrie Italiens 79
4.2 Der Anteil industriell hergestellter Lehmbaustoffe an der
zeitgenössischen Architektur in der Campidano-Region 84
4.2.1 Herstellung und Marktlage von “ladiri” im Campidano:
Auswirkungen auf die lokale Entwicklung der städtischen,
architektonischen und sozioökonomischen Strukturen 91
4.3 Die aktuellen industriellen und halbindustriellen Fertigungsweisen
von “ladiri” im Campidano: Arbeitsweisen, Produktionsstrukturen und
deren lokale Verbreitung 103
4.3.1 Vermarktung und Marktanteil von Lehm als Baustoff und
Konkurrenzsituation zu herkömmlichen Baustoffen 113
5. Fallstudie. Eine Landschaftsanalyse mit ArcGIS: Die Entwicklung
der Stadtform in den traditionellen Lehmbauorten des Hinterlandes
von Cagliari
5.1 Die Form der Stadt und Ihre Bedeutung in der Landschaftsanalyse 116
5.1.1 Die traditionellen Lehmbauorte im Campidano di Cagliari:
Monserrato, Selargius, Quartucciu, Quartu Sant’ Elena 118
5.2 GIS-Analyse der Kulturlandschaft aus Lehm im Hinterland von Cagliari:
Zielsetzungen 127
5.2.1 Methodik der GIS-Analyse der Kulturlandschaft aus Lehm im
Hinterland von Cagliari 128
5.3 Ergebnisse der Landschaftsanalyse:
Der Übergang von Landdörfern zu Vorstädten. Veränderungen der urbanen
und sozio-ökonomischen Strukturen 133
5.4 Zeitgenössische Landschaft der Architektur aus Lehm.
Fallbeispiel Monserrato: Fotografische und deskriptive Gegenüberstellung
historischer Lehmbauten und herkömmlicher Bauten 145
6. Diskussion. Ergebnisse und Chancen des Lehmbaus für eine
nachhaltige Entwicklung auf Sardinien
6.1 Die Folgen des Wandels der Kulturlandschaft im Hinterland
von Cagliari 158
6.2 Lehm als nachhaltige Alternative in der regionalen zeitgenössischen
Architektur: Strategische Ansätze 163

4
6.3 Zukünftige Perspektiven: Die Zwischenstadt als Gestaltungsfeld für
eine Renaissance des Lehmbaus 172
7. Zusammenfassung/Summary 175
Bibliografie 180
Abbildungsverzeichnis 198
Anhang 201

5
Danksagung
Im Laufe der vergangenen dreieinhalb Jahre haben mich viele Menschen bei meiner
Dissertation unterstützt, die ich hier nicht alle namentlich nennen kann.
An erster Stelle gilt mein besonderer Dank meiner Familie: Meiner Mutter Anna Maria,
meinem Vater Francesco und meiner Schwester Giulia, die mir mein ganzes Leben lang
mit ihrer Liebe und ihrem Glauben an mich stets Rückhalt gegeben haben.
Ebenso wichtig war die emotionale Unterstützung, die ich durch meine guten Freunde
und Ersatzfamilie Anna, Gerda, Adriano und Pierre erfahren habe.
Vielen Dank auch an Caroline, Jens, Steffi, Mark, Simona, Florian und Monika sowohl
für ihren sprachlichen und fachlichen Rat als auch für ihre Freundschaft.
Besonderer Dank gilt meinen Doktoreltern Dr. Maddalena Achenza, Prof. Rainer
Mertes und Prof. Klaus Zillich für ihre stets konstruktive und qualifizierte
wissenschaftliche Betreuung meiner Arbeit.
Bei Prof. Dr. Christof Ziegert bedanke ich mich für seine kompetente und unermüdliche
Unterstützung in der Anfang- und Endphase dieser Arbeit.
Dr. Michael Förster und Prof. Dr. Michele Campagna bin ich sehr dankbar für ihre
tatkräftige Unterstützung bei der Analyse und Auswertung mit ArcGIS.
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