scieee Science in your language
[de] (orig)
N r . 12/ Dez embe r 20 1 7 D IE H O CH S CHULZE IT UN G D ER T E CHNI S CHE N UNIVERS IT Ä T B E R LIN

W eltsprache Deutsch?
Für Norbert Lammert, Bundes-
tagspräsident a. D., ist neben der
Förderung der Mehrsprachigkeit
der Erhalt und die Pflege der
deutschen Sprache – auch als
W issenschaftssprache – wichtig
Seite 3
Autobau neu gedacht
Die Digitalisierung verändert
auch den Autobau. Fahr-
zeuginnovationen brauchen
geeignete W erkzeuge für
deren Implementierung und
V ernetzung
Seite 9
V on Berlin nach Ghana
TU-Professor Reinhard Busse
baut einen Masterstudiengang
an der ghanaischen Universität
in Kumasi auf, um vor Ort die
Forschung im Gesundheitswe-
sen voranzutreiben
Seite 6
© DBT/Achim Melde
SonDe rforSc hunG S -
Ber eiche
K a mpf u m R ä u me
u nd Rohöl- E r s at z
tu i „Re-F igura tion v on Räumen“
heißt einer der 15 neuen Sonder -
f or schungsber eiche (SFB), die die
Deutsche F or schungsg emeinschaft
in den nächsten vier J ahr en finan-
zier en wir d. Die TU Ber lin ist Spr e-
cherhochschule , und der mit r und
9,7 Millionen Eur o g ef ör derte SFB
wir d g eleitet v on Pr of . Dr . Marti-
na Lö w , F achg ebiet Planungs- und
Ar chitektur soziologie, und Pr of .
Dr . Hubert Knob lauch, F achg e biet
Allg emeine Soziologie . Es g eht
da bei um die Anal yse und das
V er ständnis der sich w andelnden
Raumstr uktur en und des sich neu
her ausbildenden Raumwissens, die
sich dur ch die derz eitigen g r a vie-
r enden g esellschaftlichen V erände-
r ung en er g eben.
Für vier w eitere J ahre g ef ör dert,
ber eits zum dritten Mal, wir d
auch der SFB/T r ansr egio 63 „In-
PR OMPT“ unter der Leitung v on
Pr of . Dr .-Ing . Ma tthias Kr aume .
Rund neun Millionen Eur o fließen
in die Suche nach Er sa tzstoff en
für das immer kna pper w er dende
Rohöl in derz eit 14 T eilpr ojekten.
Gef or scht wir d mit Methoden der
Chemie und der V erf ahr enstechnik.
Da bei sollen erneuerbare Rohstof-
f e g enutzt und hocheff iziente Ka ta -
l ysa tor en eing esetzt w er den.
Lesen Sie dazu auc h Seite 2
er strahlt wieder leuchtend blau und
rosa, wie 1974: der große umlauftank
(uT 2), entworfen vom Architekten
Ludwig Leo und genutzt von der Tu
Berlin für umfangreiche Strömungs-
versuche mit großen W assermengen.
Mitte november 2017 wurde offiziell
bekannt gegeben, was Berliner*innen
und T ourist*innen längst schon erblickt
haben: Die renovierung der Außenhülle
dieses Gebäudes mit seiner dramatischen
form, dieses Gebildes zwischen architek-
tonischem Denkmal, industriebau, Ma-
schine und wissenschaftlichem Gerät, ist
abgeschlossen. Bald wird es wieder der
W issenschaft zur V er fügung stehen.
TU-V iz epr äsidentin Pr of . Dr .-Ing .
Christine Ahr end bedankte sich bei
der W üstenrot Stiftung für ihr denk-
malpf legerisches Eng ag ement. V iele
J ahr e dr ohte die „Rosa Röhr e“– eine
stadtbildpr ä gende touristische Sehens -
wür digk eit, die an der Str aße des 17.
J uni über die W ipf el des T ierg artens
r a gt, zu v erf allen. Seit 1999 wir d sie
v on der TU Berlin für die F or schung
g enutzt wir d. 2012 nahm die g emein-
nützig e W üstenrot Stiftung den Um-
lauftank in ihr Denkmalpr og r amm auf
und beg ann mit vielen Experten seine
denkmalpf legerische Sanier ung . Da-
bei wur den im Rahmen der Sanier ung
umf ang r eiche ma terialtechnische Un-
ter suchung en ang estellt. Neue W eg e
wur den beschritten, um tr otz g r oßflä-
chig er Schäden die Ge bäudesubstanz
in maximaler A uthentizitä t innen und
außen zu erhalten. Die P ol yur ethan-
Schaum-Hülle der r osaf arbenen Röh-
r e wur de zum Beispiel nicht erneuert,
sondern aufw endig repariert und er -
g änzt. A uch der spektakuläre und in
der Öf fentlichk eit nahezu unbekannte
Innenr aum k onnte ohne V er änder ung
erhalten w erden. V on vielen Orten aus
ist die außer g e w öhnliche Gestalt wie-
der wie ein ma gisches J uw el zu er k en-
nen. Und auch v on innen er schließt
sich die La borhalle als herausr ag en-
des Beispiel eines denkmal wür dig en
Innenr aums der 1970er -J ahr e . Pr of .
Dr .-Ing . P aul-Uw e T hamsen, Leiter
des F achg e biets Str ömungsmechanik
und T echnische Akustik, ha tte 2012
den V ertra g mit W üstenrot unterz eich-
net. A uch er z eigte sich sehr erfr eut
über den Abschluss dieses wichtig en
Schrittes und bekr äftigte , dass nach
dem v ollständigen Abschluss auch der
Innenarbeiten hier wieder aufw endige
uni v ersitär e F or schung auf der Suche
nach Inno v ationen für den W asser - und
den Schif fbau stattf inden soll.
Pat ri cia Pä t zol d
Ungewöhnlicher Blick auf ein Denkmal der Forschungs-, Industrie- und Architekturgeschichte: die „Rosa Röhre“ von Ludwig Leo, in der bald wieder W asser für die W issenschaft rauschen wird
Do ppe l t
ge eh r t
bk Die Kunsthistorikerin Prof. Dr . Béné -
dicte Savoy wurde im November 2017
mit zwei hohen W ürdigungen geehrt.
Ende November gab die Kythera-Stiftung
bekannt, dass die TU-W issenschaftlerin
den mit 25 000 Euro dotierten Kythera-
Preis erhält. Er würdigt Persönlichkeiten,
die sich um die V ermittlung insbesonde-
re der romanischen Kultur verdient ge-
macht haben. Unter anderem erhielten
der Regisseur V olker Schlöndorff, der
Dirigent Claudio Abbado, der Ar chi-
tekt Renzo Piano und die Dramatikerin
und Romanautorin Y asmina Reza in den
vergangenen Jahren den Kythera-Preis.
Kurz zuvor wurde Bénédicte Savoy in
die Deutsche Akademie für Sprache und
Dichtung aufgenommen. Dieser gehö-
ren namhafte Schriftstellerinnen und
Schriftsteller , Kritikerinnen und Kritiker
sowie Übersetzerinnen und Übersetzer
an. Die Mitgliederliste liest sich wie ein
„Who is who“ aus Literatur und Kultur .
Unter anderem finden sich Namen wie
Ingeborg Bachmann, Hannah Arendt,
Jürgen Habermas, W alter Höllerer oder
Norbert Miller .
Die 1972 in Paris geborene Bénédicte
Savoy ist seit 2003 Professorin für Kunst-
geschichte am Institut für Kunstwissen-
schaft und Historische Urbanistik der TU
Berlin und zählt zu den angesehensten
und innovativsten Kunsthistorikerinnen
auf internationaler Ebene. In ihrer Ar-
beit setzt sie sich mit der Frage des Um-
gangs mit Kunstwerken in Kriegszeiten,
Kunstraub, Beutekunst und Restitution in
historischer Perspektive sowie mit dem
V erhältnis von Deutschland und Frank-
reich, insbesondere auf kulturellem Ge-
biet, auseinander . Dies schlägt sich nie-
der in ihrer Forschung und in der Lehre
sowie in zahlreichen von ihr kuratierten
Ausstellungen. Im Jahr 2016 erhielt sie
den Gottfried-W ilhelm-Leibniz-Preis der
Deutschen Forschungsgemeinschaft.
Neuja h rs empfa ng 201 8
eh r Am 19. J anuar 2018 lädt der
Pr äsident der TU Ber lin, Pr of . Dr .
Christian T homsen, zum Neujahrs-
empf ang ein. Dieser bietet Gele-
g enheit, Er g e bnisse und Erf olge aus
2017 Re vue passieren zu lassen
und einen A usb lick auf Ereignisse
des J ahr es 2018 zu erhalten.
Zeit: 15–18 Uhr , Ort: Lichthof im TU-
Haupt gebäude.
Anmeldung: www .tu-berlin.de/?111835
Mag i s ch es J u w e l
Der g r oße
UmlauftankUT 2
auf der Schleuseninsel
er str ahlt wieder
im originalen Glanz
forS chunG Sk ooPer A Tion
Gemein sa m f orsc h en
m i t O x fo rd
tu i Das sei der Beginn einer
neuen Är a in der K ooper a tion
zwischen Ber lin und Oxf or d,
fr eute sich Ber lins Regier ender
Bür g ermeister Michael Müller .
Am 12. Dez ember 2017 k onnte
er die Unterz eichnung einer Ab-
sichtser klär ung zur Eta b lier ung
einer eng en F or schungspartner -
schaft zwischen der Uni v ersity
of Oxf or d und vier Ber liner F or -
schungseinrichtung en v erkünden.
Die F reie Uni v er sitä t Ber lin, die
Humboldt-Uni v ersitä t zu Ber lin,
die T echnische Univ er sitä t Ber lin
und die Charité – Uni v ersitä tsme-
dizin Ber lin ha tten beschlossen,
aufbauend auf ber eits bestehen-
den F or schungsbeziehung en neue
g emeinsame Pr ojekte in Medizin,
Na turwissenschaften, Geistes- und
Sozial wissenschaften zu schaff en.
Geplant sind der A ufbau eines Ox-
f or d-Ber lin-F or schungsz entr ums in
Ber lin so wie ein entspr echendes
„Ber liner Haus“ in Oxf or d. Ob-
w ohl Großbritannien als F olge des
Br e xit-V otums v on 2016 aus der
Eur opäischen Union ausscheiden
wir d, ist die Uni v ersity of Oxf or d
entschlossen, die erfolg r eiche Zu-
sammenarbeit mit den eur opäi-
schen P artnern aufr echtzuerhalten
und f ortzusetz en. Der Berliner Se-
na t unter stützt das V orha ben.
F ortsetzung auf Seite 2
Kunsthistorikerin Bénédicte Savoy wurde in die Deut-
sche Akademie für Sprache und Dichtung aufgenom-
men, kurz darauf erhielt sie den Kythera-Preis
© David Ausserhofer
© Philipp Lohöfener
© privat
© TU Berlin/PR/Philipp Arnoldt
Lie be Leserinnen und Leser ,
als Beila ge finden Sie den Kalender 2018.
Die „TU
intern“-Redak-
tion wünsc ht
allen friedlic he
F eiertag e
und ein gutes
neues J ahr!

Se ite 2 Tu i nter n · nr . 1 2/D ezem be r 201 7
AKTUELL
„ W i r erl eben ei n e Spa l t u n g
d er G e sel lsc h a f t en i n Eu ro pa “
Martina Lö w will mit ihr em Sonderf or schungsber eich über die Anal yse v on Räumen
zu einem besser en V er ständnis aktueller K onf likte g elang en
frau Professor Löw , was wollen Sie in ih-
rem Sonderforschungsbereich „re-figura -
tion von räumen“ erforschen?
Unser F okus liegt auf dr ei F ra gen. Die
er ste F r ag e ist: W elche neuen F ormen
v on Raum bilden sich im Zuge v on
Globalisier ung , Digitalisierung und
der Zunahme v on Mobilität her aus?
Die zw eite F r ag e lautet: W elche Macht -
v erhältnisse gehen damit einher? Und
die dritte: W as sind die w esentlichen
Mer kmale der Re-F igura tion v on Räu-
men, also der V eränder ung v on Räu-
men im Zug e v on Globalisierung und
Digitalisier ung?
können Sie ein Beispiel nennen?
Man denk e nur an die r adikale V er än-
der ung des Raumwissens v on Kindern
und J ug endlichen, die Raum nicht län-
g er nur als T erritorium w ahrnehmen,
wie das noch bis in die 1970er -J ahre
hinein der F all w ar . Dur ch zunehmen-
de Digitalisier ung und Mobilitä t v er än -
dert sich das Raumwissen. Es stellt sich
also die F ra ge , ob das alther ge br achte
Modell eines Containerr aums, das uns
seit der Moderne begleitet ha t, noch
seine Gültigk eit ha t. Nehmen wir das
Beispiel der Schulhöf e . Diese w er den
heute zunehmend dur ch V ideokame-
r as überw acht. Das heißt, die J ug end-
lichen k ommunizier en in der P ause
territorial mit ander en J ug endlichen,
a ber sie kommunizier en auch mit ei-
nem e xternen K ontrollz entr um. Sie
setz en sich zu diesem K ontrollz entr um
in Beziehung , spannen zu diesem K on -
tr ollz entrum einen Raum auf , sodass
sie gleichz eitig in zw ei v er schiedenen
Räumen a gier en. Raum wir d insofern
k omple x er . W ie sich da bei w elche neu-
en Räume her ausbilden – das w ollen
wir unter suchen.
W elche Probleme bilden den Ausgangs-
punkt für ihre forschungen?
Im W esentlichen ist es ein Prob lem:
W ir stellen f est, dass es par allel zur Be -
schleunigung des Le bens auch etw as
gibt, w as wir P ol yk onte xtur alisier ung
v on Raum nennen. Dar unter v er steht
man, dass wir in einer Handlungssitua -
tion gleichz eitig sehr unterschiedliche
Räume aufspannen müssen – siehe das
e ben g enannte Beispiel der Schulhö-
f e –, Räume unter schiedlicher Reich-
w eite und Qualität. Unter schiedliche
K onte xte w er den r ele v ant g emacht.
Das kann man sich besonder s gut
dar an v orstellen, dass Beobachtungs-
und Bildschirmtechnologien im Allta g
immer bedeutender w erden. Dadur ch
w erden f erne Er eignisse v or Ort pr ä-
sent. Das heißt, nah und f ern v er -
schie bt sich, F ernes wir d in Nahsitua ti -
onen wichtig und wir handeln dann in
sehr k omple x en räumlichen Bezüg en.
Oder nehmen wir die Orientier ung
im Raum. W ir v ertr auen die Na viga ti-
on dur ch die Stadtr äume zunehmend
digitalen Systemen an. W elche F olg en
ha t das?
W elche konkreten räume werden Sie un-
tersuchen?
W ir unter suchen Gr enzräume , die ja
immer wichtig er w er den. W ir unter -
suchen Räume des T ourismus, wirt-
schaftliche Räume , politische Räume,
Schulr äume , und sehr wichtig sind
städtische Räume .
Sie sagen, raumanalyse sei Gesellschafts-
analyse. können Sie an einem Beispiel
erläutern, wie Sie über eine raumanalyse
zu einem besseren V erständnis aktueller
konflikte beitragen und damit die frage
beantworten: in welcher Gesellschaft le-
ben wir heute?
Es ist im Moment in Eur opa so , dass
kna pp die Hälfte der Be v ölk erung
sa gt, Globalisier ung macht ihnen
Angst. Die andere Hälfte sa gt, Globa-
lisier ung ist wichtig und ist eine g r oße
Chance . W ir erle ben derz eit so etw as
wie eine Spaltung der Gesellschaften
in Eur opa. W enn man sich das genau-
er anschaut, dann steht dahinter nicht
einf ach nur ein Rechts-links- oder ein
Arm-r eich-Schema, sondern damit
einher g ehend w er den F antasien ar -
tikuliert dar über , w as eigentlich die
Räume sind, die uns in Zukunft Sicher -
heit und W ohlbefinden g e ben, also das
Gefühl v on Sta bilitä t, a ber auch v on
F reiheit bieten. Und da v ertrauen die
einen auf Schließung , Beg renzung und
auch Exklusion des F remden. Und die
ander en v ertrauen wieder um auf Zir -
kula tion, A ustausch und Entg renzung .
Aber beides sind Raummodelle , die
unser Handeln und Fühlen leiten. Die
Raumanal yse er öffnet uns die C hance,
eine g anz neue P er spektiv e auf diese
K onf likte einzunehmen und das, w as
g emeinsam v erhandelt wird, nämlich
g enau zu anal ysier en wie wir mit
Raum heute umg ehen und w as wir v on
Raum erw arten.
Das Gespräch führte Sybille nitsche
Sehen Sie auch das Video über den SFB:
https://youtu.be/a-3ce9vXYZI
nAch gefragt bei …
Pr of. Dr . Martina Löw , Leiterin
des Fachgebiets Planungs- und
Ar chitektursoziologie, Spreche-
rin des SFB „Re-Figuration von
Räumen“
Gemein sa m f orsc h en
m i t O x fo rd
F ortsetzung v on Seite 1
Die Initia ti v e w erde die P osition
Ber lins als die eines der interna-
tional führ enden Standorte für
F or schung und Inno v ation w eiter
stär k en, so Ber lins Bür g ermeister
Müller . Die fünf P artnerinstituti-
onen berieten ber eits seit Anf ang
2017 über die ang estr e bte Zusam-
menarbeit. Das Erg e bnis ist die er s -
te g emeinsame V er einbar ung aller
vier beteiligten Ber liner Einrich-
tung en und eines interna tionalen
P artner s. Diese wir d damit lang-
jährig e F or schungsbeziehung en
auf eine einzig artig e institutionelle
Ebene he ben. A uch k önnte die Er -
f ahr ung der Uni v er sity of Oxf or d
in W issenstr ansf er und Fundraising
dazu beitr a gen, neue F inanzie-
r ungsquellen für die Ber liner Ein-
richtung en zu ers chließen. Für eine
g emeinsame F inanzier ung k önnten
so w ohl britische als auch deutsche
Stiftung en und F ör der einrichtun-
g en infr ag e k ommen.
Stimmen zu der kooperation:
Prof . LouiSe richArDSon
Vizekanzlerin der university of
oxford
„Das V ereinigte Königreich verlässt zwar
die Europäische Union, nicht jedoch Eu-
ropa. W ir sind dem Regierenden Bür-
germeister von Berlin und den Leitern
der vier Berliner Einrichtungen für die
Zusammenarbeit mit Oxford an diesem
spannenden V orhaben zutiefst dankbar .“

Prof . Dr. chriSTiAn ThoMSen
Präsident der T echnischen univer-
sität Berlin
„Das Profil der TU Berlin zeichnet
sich durch die enge V erknüpfung von
Naturwissenschaften und Ingenieur-
wissenschaften mit den Sozial- und
Geisteswissenschaften aus. Diese
Expertise werden wir in die neue
strategische Partnerschaft einbringen
und die bereits bestehenden Kontakte
zur University of Oxford, etwa in den
Bereichen Mathematik, Entrepreneur-
ship und Robotik, ausbauen. Dass die
Kooperation von fünf Partnerinnen mit
jeweils eigenen Schwerpunkten getra-
gen wird, bietet uns auch die einmalige
Gelegenheit, das Themenspektrum der
Zusammenarbeit künftig gemeinsam
auszubauen. Davon erhoffe ich mir
neue Impulse für die Forschungsagenda
in Berlin.“

Prof . Dr.-inG. Dr. SABine kunST
Präsidentin der humboldt-
universität zu Berlin
„Mit der University of Oxford, einer
der besten Universitäten weltweit,
haben wir einen sehr renommierten
Partner gewonnen, zu dem bereits
vielfältige Kontakte bestehen. Durch
diese Kooperation mit einer britischen
Spitzenuniversität hoffen wir , den
möglichen Folgen des Brexits durch
eine gezielte gemeinsame Strategie zu
begegnen.

Prof . Dr. kArL MAx einhäuPL
V orstandsvorsitzender der charité –
universitätsmedizin Berlin
„In Zeiten europäischer Selbstzweifel ist
es von herausragender Bedeutung, dass
W issenschaft, die per se international
ist, Grenzen überwindet. Unsere Part-
nerschaft mit der University of Oxford
stellt ein neues Momentum internati-
onaler akademischer V erbundenheit
dar und markiert einen Paradigmen-
wechsel innerhalb der Global Scientific
Community .“

Prof . Dr. PeTer-AnDré AL T
Präsident der freien universität
Berlin
„Sowohl für den Berliner Universi-
tätsverbund als auch für die Freie
Universität Berlin als Deutschlands
‚Internationale Netzwerkuniversität‘
ist diese strategische Forschungspart-
nerschaft mit der University of Oxford
ein bedeutender Meilenstein in ihren
internationalen Beziehungen.“
Ch em i sch e P rod u k te a u s na c h wa c hsen den R o h st o f f en
Sonderf or schungsber eich/T r ansr egio 63 InPR OMPT wir d zum dritten Mal für w eiter e vier J ahr e g ef ör dert
tu i Mehr als 60 W issenschaftlerinnen
und W issenschaftler deutschland w eit
suchen in 14 T eilprojekten hochschul-
über g r eif end und mit v erf ahr enstech-
nischen und chemischen Methoden
nach Möglichk eiten, den immer kna p-
per w erde nden Rostoff Öl zu er setz en.
Spr echer des mit neun Millionen Eur o
v on der Deutschen F or schungsgemein -
schaft w eiterg ef örderten Sonderf or -
schungsber eichs ist TU-Pr of essor Dr .-
Ing . Ma tthias Kr aume. Im Zentr um
der F or schung en, die seit 2010 lauf en,
stehen die Nutzung erneuerbar er Roh -
stof fe und der Einsa tz v on hochef fizi-
enten Ka tal ysa tor en, um neuartig e,
ef fiziente Pr oduktionsproz esse zu r ea -
lisier en. Die Abkürzung „InPR OMPT“
steht für „Integ rierte chemische Pr o-
z esse in flüssig en Mehrphasensyste-
men“. K onkret bedeutet das, dass hier
ausg ehend v on einer nachw achsenden
Rohstof fbasis w ertv olle Pr odukte und
Zwischenpr odukte für die chemische
Industrie her g estellt w er den, wie zum
Beispiel Biopol ymer e.
Eine Besonderheit des F or schungspr o-
jektes ist es, dass da bei alle Ebenen
der Pr oz esse betrachtet w er den, das
heißt v on den molekularen Elemen-
tar schritten bis hin zur A uslegung und
zum Betrie b der industriellen Gesamt -
anla g en. Ber eits in den er sten beiden
F ör der perioden des Gr oßpr ojekts ist
es den F or scherinnen und F or schern
g elung en, neue V erf ahr en zur V er ar -
beitung v on biobasierten Rohstoff en
(zum Beispiel pf lanzliche F ette) für
die chemische Industrie zu entwick eln.
„In der nun beginnenden dritten und
letzten F ör der periode bis 2021 w ollen
wir auf diesen Erf olg en aufbauen, die
entwick elten Pr oz esse v ertiefen und
in Modell-Anla g en überpr üf en“, sagt
Ma tthias Kr aume. Zunächst handelt
es sich bei der Entwicklung der V er -
f ahr en um Gr undlag enf orschung . Die
Funktionalitä t und Anw endungsmög-
lichk eiten w er den in ausg eklüg elten
Miniplant-Anla g en überpr üft. Für die
V alidierung der Pr oz esse ist Pr of . Dr .-
Ing . J ens-Uw e Repk e v erantw ortlich.
Die im Endef fekt entstehenden Pr o-
dukte sind w ertv olle Chemikalien, die
für Pr odukte in vielen Ber eichen wie
etw a zur Herstellung unter schiedli-
cher K unststof fartik el, v on Kleb- oder
Lederhilfsstof fen oder auch K osmeti-
ka benutzt w erden k önnen. Und noch
eine Besonderheit w eist der T ransr egio
auf: Doktor andinnen und Doktor an-
den der beteiligten Institutionen ha-
ben die Möglichk eit v on Doppelpro-
motionen.
© TU Berlin/PR/Jacek Ruta
© TU Berlin/PR/Felx Noak
Martina Löw analysiert die Umgestaltung öffentlicher und sozialer Räume in gesellschaftlichen V eränderungsprozessen
Matthias Kraume
leitet den Sonder-
forschungsbereich
„InPROMPT“. Dort
wird eine große
Miniplantanlage
dafür genutzt, For-
schungsergebnisse
auf ihre mögliche
industrielle Anwen-
dung zu prüfen
s

Tu i nter n · nr . 1 2/D ezem be r 201 7 Se it e 3
ST ANDPUNKT
I
st der T r aum v on der W eltspr ache Deutsch
ausg etr äumt? Für J utta Limbach jedenf alls,
die sich mit dieser F ra ge intensi v auseinander -
g esetzt ha t, ist es mit dem Deutschen als Spr a-
che der W issenschaft seit J ahr en k ontinuierlich
ber g a b g egang en. Das Urteil der inzwischen
v erstorbenen Pr äsidentin des Goethe-Instituts
und langjährig en Pr äsidentin des Bundesv erf as-
sungsg erichts ist, w enn auch nicht off ensichtlich
f alsch, w omöglich doch etw as zu ausnahmslos, es
r echtf ertigt a ber die etw as g enauer e Betr achtung
der Situa tion und der sich dar aus er g ebenden
Zukunftsper spekti v en v on Deutsch als W issen-
schaftsspr ache .
W ir ha ben es – v er glichen mit einer Hochpha-
se im 19./20. J ahrhundert – zw eifellos längst
mit einer beachtlichen Sta tusminder ung der
deutschen Spr ache auch und g er ade als W issen-
schaftsspr ache zu tun. Dass in Deutschland bei
wissenschaftlichen K onf er enz en und T agung en,
bei wissenschaftlichen Pub lika tionen, sog ar bei
der Beantr a gung v on F or schungsmitteln nicht
Deutsch, sondern Englisch als Spr ache dominiert,
ist nicht zu über sehen. Dass inzwischen selbst bei
der Ev aluierung g ermanistischer F or schungspr o-
jekte bei der Deutschen F or schungsg emeinschaft
Antr ä ge in Englisch eing er eicht w er den – und
dies nach der A uff assung dafür beauftra gter Gut-
achter auch V oraussetzung für eine sachg er echte
Beurteilung ist –, kennz eichnet die La g e, mit der
wir es zu tun ha ben. Die meisten Hochschulen
bieten längst „interna tionale Studieng änge“ an,
insbesonder e in den Na tur -, T echnik- und W irt-
schaftswissenschaften. Die gr oßen wissenschaft-
lichen Da tenbank en sind allesamt r ein englisch,
und das Englische w eist am W eltaufk ommen
wissenschaftlicher Pub lika tionen einen Anteil
v on mehr als 90 Pr oz ent auf . Der Anteil der auf
Deutsch v erfassten wissenschaftlichen Pub lika-
tionen ist demg eg enüber auf w enig e Pr oz ente
g eschr umpft.
In der globalisierten W elt muss sich die F r ag e
nach der Zukunft der Spr achen der W issenschaft
zualler er st an die W issenschaften und die W is-
senschaftler selbst richten. Sie hat etw as zu tun
mit der Rele v anz, der V italität, mit den V ermitt-
lungsbedingung en und V ermittlungsmöglichk ei-
ten v on W issenschaft. Sie ist zugleich a ber auch
eine F ra ge v on besonder er politischer , sozialer
und kultur eller Rele v anz, die deshalb nicht allein
dem r ein wissenschaftlichen Diskur s und seiner
Eig end ynamik über lassen b leiben darf .
Ich möchte zur V erdeutlichung des Stellenw er -
tes der Spr ache zw ei pr ominente P ositionen
zitier en: Nach W ilhelm v on Humboldt ist „der
Mensch nur Mensch dur ch Spr ache“, und für
Hans-Geor g Gadamer ist g e wiss: „Er st mit der
Spr ache g eht die W elt auf .“ A uch w enn man
die er ste kna ppe F ormel für eine Übertr eibung
halten ma g – der Mensch ist sicher nicht aus-
schließlich dur ch Spr ache Mensch –, so wir d es
an der klug en Bemer kung Gadamer s kaum einen
v ernünftigen Zw eif el g e ben. Sie v er deutlicht die
überr a gende Bedeutung ,
die die Spr ache für unser
V erhältnis zur W elt ha t, zur
eig enen Her kunft, zur eig e-
nen Umw elt, zu der W elt, in
der wir le ben, die wir ohne
das Mittel Spr ache kaum
beg r eif en und noch w enig er
er klär en k önnen. Insof ern
wir d man bei der Beschr ei-
b ung des Stellenw ertes v on
Spr ache für uns Menschen
kaum übertr eiben k önnen:
Spr ache er klärt, Spr ache
er läutert, v erdeutlicht, v er -
w eist, klärt auf , v er schlei-
ert, bekräftigt, bestr eitet,
bestä tigt, behauptet – und
g er ade in der W issenschaft
wir d in beziehungsw eise
mit der Spr ache das T err ain
des V erstehbar en diskur siv
er schlossen und mit unse-
r er Erf ahr ungsw elt v erb un-
den. A uch und g er ade unter
diesem Gesichtspunkt ist es
na tür lich v on Bedeutung , dass Englisch als die
in der W issenschaft längst dominier ende Spr ache
die einzig e der g r oßen W eltspr achen g e w or den
ist, die inzwischen w eitgehend ohne Bezug zu
dem eur opäischen K ulturr aum g elernt wir d, in
dem sie zu Hause ist.
Ich stimme demzuf olg e der F or der ung aus-
dr ücklich zu, dass wir Mehr spr achigk eit f ördern
müssen. Neben Englisch als Lingua fr anca wir d
es nach meiner Überz eugung auch in Zukunft
eine K oe xistenz funktional diff erenzierter Spr a -
chen v on internationaler
Bedeutung g eb en, zu denen
auch Deutsch g ehört. Dafür
gibt es g r undsä tzliche und
f ast noch mehr pr aktische
Gr ünde . Aber ich will e ben
auch hinzufüg en: Für k eine
ander e Spr ache ha ben wir
eine ähnliche V erpf lichtung
wie für die eig ene . Der rich -
tig e Hinw eis auf die Not-
w endigkeit der F örder ung
v on Mehrspr achigk eit, mit
Blick so w ohl auf europäi-
sche Integ r a tionspr oz esse
wie auf Globalisier ungsbe-
dingung en, darf das Eng a-
g ement für die Erhaltung
und F ör der ung der eig enen
Spr ache w eder er setz en
noch v erdr äng en. Das ha t
nichts mit Nostalgie oder
über steig ertem na tionalen
Selbstbe wusstsein zu tun.
Die Entwicklungsper spek-
ti v e der W issenschaft hängt
v on einer Reihe v on F aktor en a b , und nicht der
unbedeutendste dieser F aktor en ist Spr ach-
k ompetenz, also die F ähigk eit, das angemessen
ausdr ück en zu k önnen, w as man f or schend g e-
funden oder v erstanden zu ha ben glaubt. Eine
der Mutter spr ache v er gleichbar e pr äzise und
semantisch star k e Spr achk ompetenz ist auch
unter W issenschaftlern die seltene A usnahme.
A uf jeder der zahlr eichen in Deutschland oder
im A usland sta ttfindenden englischspr achigen
W issenschaftsk onf erenz en kann man sich auch
bei den g espr ochenen Beitr äg en vieler deut-
scher W issenschaftler über diesen Zusammen-
hang einen ernüchternden Überb lick v erschaf-
f en. Das heißt, ohne jede P olemik, man muss
schlicht wissen, w as man aufgibt, w enn man im
Inter esse einer v oreilig für pr aktisch er klärten
Einspr achigk eit g enau jenes spr achliche V ermö-
g en riskiert, das für W issenschaft mit k onstituti v
ist. Unter diesem Gesichtspunkt kann ich zu-
dem k einen r ele v anten Unterschied zwischen
Na turwissenschaften, Geisteswissenschaften
oder Ing enieurwissenschaften er k ennen, wie er
g eleg entlich v or g eg e ben wird, für die in je w eils
ander er , a ber prinzipiell gleicher W eise eine
er k enntnisbez og ene Spr achk ompetenz still-
schw eigende V oraussetzung des g eling enden
wissenschaftlichen Diskur ses ist– w as a ber be-
deutet, dass sich jemand so tref f end ausdr ück en
kann und darf , wie es dem eig enen K enntnis-
beziehungsw eise F orschungsstand entspricht.
V on Rainer K unz e stammt der nachdenk ensw er -
te Sa tz: „Ohne die deutsche Spr ache k önnte die
Menschheit manches nicht denk en, das zu den-
k en möglich ist.“ W er Rainer K unz e k ennt, w eiß,
dass hier nicht dr öhnendes Selbstbe wusstsein auf
sich aufmer ksam zu machen sucht, sondern sich
subtile Beobachtungsg a be zu W ort meldet. W enn
es wieder um vielleicht ein w enig übertrie ben,
a ber ganz sicher nicht f alsch ist, dass es ohne die
deutsche Spr ache eine Reihe v on Möglichkeiten
nicht g ä be, etw as zu denken und auszuspr echen
und zu v ermitteln, w as zu denk en möglich ist,
dann w äre der Nieder gang der deutschen Spr a-
che als W issenschaftsspr ache nicht nur schade
für Deutschland, sondern ein V erlust für die W elt
der W issenschaft. In g enau diesem Sinne ist die
Pf lege , die F ör der ung der deutschen Sprache eine
Chance , a ber es ist auch ein A uftr ag . Und den
müssen wir w ahrnehmen.
W e lc he R ol le
spi el t d i e de u t sc h e Sp r a c h e
i n de r W is sensc ha f t ?
Zum aktuellen Stellenw ert
und zur Zukunftsper spekti v e
v on Deutsch als W issenschaftsspr ache
V on Norbert Lammert
Dr . Norbert Lammert war bis Oktober 2017
Präsident des Deutschen Bundestages. Er wur-
de im November dieses Jahres mit dem Jacob-
Grimm-Preis Deutsche Sprache ausgezeichnet.
Er ist der erste Politiker in der Reihe der Preis-
träger , die mit ihm geehrt werden. Der Preis
wird jährlich von der Eberhard-Schöck-Stiftung
(Baden-Baden) und dem V erein Deutsche
Sprache e. V . (Dortmund) vergeben
Sprache ist eine frage von
besonderer politischer , sozialer
und kultureller relevanz.
eine präszise und starke
Sprachkompetenz, der
Muttersprache vergleichbar ,
ist auch unter W issenschaftlern
die seltene Ausnahme.
© DBT/Achim Melde
© Fotolia/Rawpixel.com

Se ite 4 Tu i nter n · nr . 1 2/D ezem be r 201 7
INNEN ANSICHTEN
ag An der TU Berlin werden derzeit 45 studierende Spitzen-
sportlerinnen und -sportler bei ihrer dualen Karriere vom TU-
Sport betreut. TU-Kanzler Dr . Mathias Neukirchen ehrte die
erfolgreichsten von ihnen sowie Medaillengewinnerinnen und
-gewinner bei Hochschulmeisterschaften am 28. November un-
ter dem Motto „Mission possible“. Einen ganzen Medaillensatz
aus Gold, Silber und Bronze brachten in diesem Jahr die Mo-
dernen Fünfkämpfer Maschinenbau-Student Alexander Nobis
sowie Biotechnologie-Studentin Alexandra Bettinelli von der
W eltmeisterschaft aus Kairo mit. Auch bei der Europameister-
schaft in Minsk sowie der Universiade in T aipeh konnten die TU-
Sportlerinnen und -Sportler Medaillen sammeln.
Mi s s ion p oss i b l e – S p o r tle r * i nn e n g e ehr t
V erstorben
Die Tu Berlin trauert um Tu-Angehöri -
ge und -Alumni, die in den vergange-
nen W ochen verstorben sind:
frank Zimmermann
31. Januar 1958 – 25. Mai 2017
Abteilung IV , IVG– T eam Außendienste/
Druckerei
Savas Mercimek
10. Mai 1960 – 29. Mai 2017
Referat I B Studierendenservice
Dipl.-ing. Achim Leutz
27. Dezember 1940 – 6. Juni 2017
Hermann-Föttinger-Institut (IST A)
Prof. Dr . otto Manck
17. März 1943 – 3. Juli 2017
Fakultät IV Elektrotechnik und Informatik
Prof. Dr . Brigitte Sarr y
6. September 1920 – 19. Juli 2017
Institut für Chemie am damaligen
Institut für Anorganische und Analyti-
sche Chemie (IAAC)
Prof. Dr . Dieter Lelgemann
31. Augsut 1939 – 18. August 2017
Institut für Geodäsie und Geoinformati-
onstechnik, ehemaliges Fachgebiet Ast-
ronomische und Physikalische Geodäsie
ute W inter
26. Mai 1960 – 3. Oktober 2017
Abteilung IV Gebäude- und Dienstema-
nagement
hans-Peter krause
5. Juli 1955 – 29. Oktober 2017
T eam IV C der Abteilung IV Gebäude-
und Dienstemanagement
Prof. Dr .-ing. fritz otto Borgmann
9. Januar 1935 – 6. November 2017
Ehem. Fachbereich 6 V erfahrenstechnik,
Umwelttechnik, W erkstoffwesen
Prof. Dr .-ing. Dietger hahn
4. April 1935 – 13. November 2017
W irtschaftswissenschaftler , Ehrendoktor
der TU Berlin und langjähriges Mitglied
im V orstand des V erwaltungsrats der Ge-
sellschaft von Freunden der TU Berlin e.V .
Prof. Dr . em. Johann W erner Dellweg
19. Februar 1922 – 29. November 2017
Institut für Biotechnologie
Die TU Berlin wird den V erstorbenen ein
ehrendes Andenken bewahren. W eitere
Nachrufe finden Sie unter:
www .tu-berlin.de/?id=13232
M i t dem „M i n ist a m m “ a n d en S t a r t
Dr ei Ber eiche des ERM-Pr ojekts sollen Anf ang 2018 online g ehen
V erwaltungsprozesse modernisie-
ren, standardisieren und di-
gitalisieren – das sind mit
der einführung der SAP-
Software die Ziele des
Projektes erM (enter -
prise resource Ma-
nagement). Anfang
2018 sollen als ers-
tes der Bereich or-
ganisationsmanage -
ment und T eile der
Personaladministration
in den echtbetrieb gehen.
Die Basis bilden dabei die
rollen und Berechtigungen des
identitätsmanagements. Dies ist das
erste realisierungspaket bei erM. Am
1. Januar 2019 gehen alle anderen Be-
reiche in SAP an den Start. Drei fragen
zur geplanten umsetzung beantwor-
ten Beate niemann-W ieland, Leiterin
des T eilprojektes Personal, Jan-hinrich
ehmer , Leiter des T eilprojektes organi-
sationsmanagement, und christopher
ritter , Leiter des T eilprojektes identi-
tätsmanagement.
W elche V orteile bringt die einführung der
ersten funktionen des erM-Projektes in
SAP im neuen Jahr der Tu Berlin?
Niemann-
W ieland: Der
V orteil ist, dass
wir er ste auf
die TU Berlin
zug eschnittene
Anw endungen
in SAP nutz en
k önnen. Im Be-
r eich P er sonal-
administr a tion
ha ben wir dann einen Ministamm v on
P er sonalda ten, der einz elne rele v an-
te Da ten aller Mitarbeiten-
den enthält, wie Name,
Ge b urtsdatum und
zug ehörig e SAP-
Planstelle . Die
Ber eitstellung
des Minist-
amms ist not-
w endig , damit
die Funktiona-
litä t des Or gani-
sa tionsmana ge -
ments ber eits 2018
g e w ährleistet ist.
Alle w eiteren Stamm-
da ten, die in der P er sonal-
administr a tion erf asst w er den, stehen
in SAP er st 2019 zur V erfügung . Bis
dahin wir d der P er sonalber eich die
Da tenerf assung und -pfleg e w eiter
im aktuellen System „P&I LOGA“
v ornehmen, der Mini stamm in SAP
aktualisiert sich automa tisch. So k ön-
nen wir uns auf den Systemw echsel in
2019 v orbereiten.
W ird die umstellung auf SAP die Arbeit
der Beschäftigten erleichtern?
Ehmer : Mit der
Einführ ung des
neuen SAP-Mo-
duls Or g anisati-
onsmana g ement
müssen wir uns
alle zuer st ein-
mal an neue
Beg riff lichkei -
ten und Her an-
g ehensw eisen g e w öhnen. Diese Um-
stellung wir d sicher lich einig e Zeit in
Anspr uch nehmen. Die V orteile des
SAP-Moduls Or g anisationsmana ge-
ment z eigen sich jedoch eher lang-
fristig . Mit einer v erbindlichen und
tr anspar enten Or ganisa tionsstr uktur
ermöglichen wir eine V ielzahl an A us-
w ertungen mit nur w enig en Klicks im
System, ohne langwierige Abfr ag en
per E-Mail in den Abteilung en und
F akultä ten zu tä tig en. Unser Ziel für
das J ahr 2018 ist, die neuen V erfahr en
und Pr oz esse behutsam einzuführen,
um zukünftig e Ab läuf e zu ermögli-
chen und zu unter stütz en, ohne dass
die Beschäftigten dur ch eine V ielzahl
an Neuer ung en überf or dert w er den.
W er kann ab 2018 im neuen SAP-System
arbeiten?
Ritter : Mit dem
neuen Identi-
tä tsmana gement
(IDM) ist es
möglich, jedem
Mitglied der TU
Ber lin Zug riff
auf das Sys-
tem zu g e ben.
Anf ang 2018
wir d zunächst das Or ganisa tionsma-
na g ement (OM) darin freig eschaltet.
Ne ben den Mitarbeitenden des OM
arbeiten insbesonder e die Beschäftig-
ten aus den F akultä ts-Ser vice-Centern
mit SAP , die für P ersonalthemen zu-
ständig sind. Sie w erden auf das neue
System g eschult. Zudem k önnen wir
jedes w eitere Modul in die automa ti-
sche Rollen v erg a be integrier en. A uch
für die T eilnehmenden kommender
Schulung en br aucht es Ber echtigung en
in SAP , die dann bereits über das IDM
v erw altet w er den k önnen. Zusä tzlich
wir d im Lauf e des k ommenden J ah-
r es die manuelle V er g a be v on Ber ech-
tigung en und V ertr etung en für alle
Ber eiche der TU Ber lin fr eig eschaltet.
c ynthiia G alle/ dag
Wir SinD Tu BerLin
I n der
For s c hu n g s we l t
Ohne sie g eht gar nic hts . V iele gute
Geister sorg en in der Universität
dafür , dass der Betrieb v on F or -
sc hung und Lehre gut läuft. „TU
intern“ stellt einig e von ihnen v or .
V om T elefunkenhochhaus am Ernst-
Reuter-Platz hat Dr .-Ing. Stefan Fricke
einen wunderbaren Blick über Berlin.
Hier hat der Mann mit den für ihn typi-
schen wirren weißen Locken sein Büro,
bereitet sich auf seine Lehrveranstal-
tungen vor , sucht nach der Intelligenz
von Maschinen und beschäftigt sich mit
Agententechnologien – (teil)autonomen
Software-Einheiten, die zielgerichtet ar-
beiten. Genauso wie er selbst.
Sein Arbeitsplatz ist am Rechner , hier
recherchiert er den aktuellen Stand
der Forschung, sucht nach neuen For-
schungsergebnissen, um sie in seine
Lehrveranstaltungen einzubringen.
Seit 25 Jahren forscht er am DAI-Labor
über intelligente Dienste und T echnolo-
gien, seit 2002 lehrt er am Fachgebiet
„Agententechnologien in betrieblichen
Anwendungen und der T elekommunika-
tion“ (AOT). Er liebt seinen Beruf, denn
er gibt ihm den Freiraum, zu lernen und
das Gelernte weiterzugeben.
In seiner Freizeit spielt Stefan Fricke
T ischtennis, die Studierenden aber lässt
er lieber Schach gegen den Computer
spielen. „Es ist nicht so einfach, gegen
den Computer zu gewinnen“, begrün-
det er diese Herausforderung. Er hat
Freude daran, mit so vielen jungen Köp-
fen zusammenzuarbeiten, ihre Lösun-
gen, Fragen, Antworten und Probleme
kennenzulernen und sie zu motivieren,
noch mehr zu erreichen. 2010 erhielt er
dafür den Sonderpreis für vorbildliche
Lehre der Gesellschaft von Freunden der
TU Berlin. Mit seiner Lehrveranstaltung
„Künstliche Intelligenz: Grundlagen und
Anwendungen“ konnte er bei den Stu-
dierenden punkten, die sich auch heute
noch an der V orlesung erfreuen. Stefan
Fricke versteht es, seine Lehre dem Lauf
der Zeit anzugleichen. „Die Umstellung
im Bologna-Prozess führte zu deutlich
stärkerem Zeitdruck“, sagt er . „Insbeson -
dere Bachelorstudierende leisten häufig
nur noch das Notwendige, die Lehrin-
halte mussten entsprechend angepasst
werden.“
Stefan Fricke fühlt sich wohl an der TU
Berlin, am DAI-Labor und im Hörsaal. Er
leistet seinen Beitrag, damit junge Men-
schen sich für Forschung begeistern kön -
nen.
Öz lem Alago z
Stefan
Fricke
lehrt und
arbeitet am
DAI-Labor
Mein W eg zur führungskraft
da g Die Qualifizierungsreihe ST ART be -
reitet Nachwuchsführungskräfte aus W is -
senschaft und V erwaltung auf ihre neue
Führungsrolle vor . In vier aufeinander
aufbauenden Modulen mit insgesamt
sechs T agen Intensivtraining bereiten
sich die T eilnehmenden auf den Start
in die Führungsposition vor . Sie lernen
das grundlegende Handwerkszeug und
entwickeln ihren eigenen Führungsstil.
Im Fokus stehen „Meine neue Rolle als
Führungskraft“, „Kommunikation und
Gesprächsführung“, „Konfliktmanage-
ment“ sowie „Organisation, Netzwer-
ke“. ST ART 2018 beginnt mit dem ersten
Modul am 8./9. Mai 2018. Interessier-
te können sich bereits jetzt anmelden.
Nähere Informationen und Anmeldung
auf der W ebseite des Ser vicebereiches
Personalentwicklung und W eiterbildung.
www .tu-berlin.de/?id=168687
W eiterbildung
V erdi-requiem in der
Philharmonie
pp Heute würde man ihn als Megastar
bezeichnen: Giuseppe V erdi hatte mit sei-
ner „Aida“ den Olymp der angesagtesten
Opernkomponisten seiner Zeit erklommen.
Geistliche W erke schrieb er kaum, doch als
der Dichter der italienischen Nationalbewe-
gung, Allessandro Manzoni, starb, kompo-
nierte er 1873/74 die „Messa da Requiem“,
die bald – weil nicht für den liturgischen
Gebrauch gedacht – als „V erdis beste Oper“
bezeichnet wurde.
Die Dirigentin Donka Miteva bringt dieses
W erk mit dem Sinfonieorchester und dem
Großen Chor des Collegium Musicum von
FU und TU Berlin Anfang 2018 in der Ber-
liner Philharmonie zur Aufführung. Als So-
listen sind dabei: Uta Krause (
Sopran),
Ca-
rola Guber (
Mezzosopran),
Burkhard Fritz
(
T enor),
Milcho Borovinov (
Bass). T ickets
für 15 Euro (ermäßigt 10 Euro) sind ab
sofort erhältlich.
31. Januar 2018, 20 Uhr
Ort: Berliner Philharmonie, Großer Saal,
Herbert-von-Karajan-Straße 1
www .collegium-musicum-berlin.de
collegium Musicum
© TU Berlin/PR/Michael Setzpfandt
Beate Niemann-
W ieland
Jan-Hinrich Ehmer
Christopher Ritter
© TU Berlin/PR/Felx Noak
© TU Berlin/PR/Felx Noak (3)
News a us der TU Berl in
Immer besser i nformiert
www .tu-berlin.de/newsportal
Stabsstelle für Pr esse,
Öffentlichk eitsarbeit und Alumni
© privat

Tu i nter n · nr . 1 2/D ezem be r 201 7 Se it e 5
E i n fa c h spen den – d op pel t f ör d er n
Alumni und F r eunde ermöglichen mit ihr en Spenden 28 zusä tzliche Deutschlandstipendien
Alumni und Mitglieder der Gesellschaft
von freunden der Tu Berlin e.V . haben
sich für den akademischen nachwuchs
ihrer universität engagiert. Dank ih-
rer Spendenbereitschaft kann die Tu
Berlin im kommenden Studienjahr 28
zusätzliche Deutschlandstipendien für
leistungsstarke und gesellschaftlich en-
gagierte Studierende vergeben. rund
200 Alumni und Mitglieder der freun-
desgesellschaft beteiligten sich an
der Spendenaktion „einfach spenden,
doppelt fördern– Alumni und freunde
unterstützen Studierende“, zu der das
Alumni-Programm, der career Service
und die Gesellschaft von freunden der
Tu Berlin e.V . im Sommer aufgerufen
hatten. insgesamt spendeten sie rund
50 000 euro. Das Bundesministerium
für Bildung und forschung verdoppelt
diesen Betrag, sodass eine Gesamtsum -
me von rund 101 000 euro erreicht und
somit die V ergabe der zusätzlichen 28
Stipendien ermöglicht wird. hier stel-
len wir einige Spenderinnen und Spen-
der vor . Bettina klotz und Juliane Wil-
helm vom Alumni-T eam der Tu Berlin
fragten nach ihrer Motivation dafür ,
sich an der Spendenaktion zu beteili-
gen.
„Dur ch die
Unter stüt -
zung mei-
ner Eltern
ha tte ich
die Mög-
lichk eit,
in meiner
T r aumstadt
Ber lin zu
studier en.
Mir ist be-
wusst, w as
das für ein Pri vileg w ar . Ich b lick e sehr
zufrieden auf meine Studienz eit an
der TU Ber lin zur ück. Mit der Spende
möchte ich Leistung im modernen Sin -
ne f ör dern, denn es w er den hier nicht
nur gute Studienleistung en g ef ör dert,
sondern auch g esellschaftliches Eng a-
g ement. Das f inde ich wichtig .“
„Als ich
noch ein
Kind w ar ,
erzählte mir
mein V ater ,
dass er nur
dur ch die
f inanzielle
Unter stüt -
zung eines
jüdischen
Kaufmanns,
der damals
zum Be-
kannten -
kr eis seiner
F amilie g ehörte , studier en k onnte.
V iele J ahr e spä ter hat wieder um mein
V ater seinem g r oßzügigen F ör derer
das Le ben g er ettet, indem er ihn und
dessen g esamte F amilie v or den Nazis
v ersteckte . Diese Geschichte ha t mich
sehr g epr ägt, denn mein V ater ha t im-
mer g esa gt, dass man helf en soll, w enn
man helf en kann. So sind wir erz ogen
w orden. Heute kann ich helf en, mir
g eht es finanziell gut und daher ha be
ich mich selbstv erständlich und g ern
an der Spendenaktion beteiligt.“
„Ich ha be in v er schiedenen Bereichen
mit Uni v ersitä ten, zuletzt mit der TU
München, zusammengearbeitet. Die
letzten 25 J ahr e ha be ich nicht in
Ber lin g ele bt und bin er st v or K urz em
wieder hierher zur ückg ek ommen. A uf -
g r und dieser neu entstandenen Nähe
inter essiert es mich sehr , w as an der TU
Ber lin g eschieht. Sei es auf interna tio-
naler Ebene ,
in der F ör -
der ung v on
Start-ups
und auch
beim Fund-
r aising: In
diesen T he-
menf eldern
wür de ich
mich g ern
für meine
Uni eng a-
gier en. Mir
ha t die TU Ber lin viel g eg eben und
dur ch meine Spende w ollte ich ihr et-
w as zurückg e ben.“
„Die TU
Ber lin ist
für mich wie
eine zw eite
Heima t. Ich
ha be zw ei
Studien -
g äng e an ihr
a bgeschlos -
sen, die
mich star k
g epr ägt und
her v orra -
g end auf
meine ber ufliche Karrier e v orber eitet
ha ben. A ußer dem ha be ich an der TU
Ber lin im Rahmen des inter disziplinä-
r en F or schungspr ojekts A TLAS den
Pr ototyp des Systems entwick elt, das
v on meiner F irma A TLAS .ti seit mehr
als zw ei J ahrz ehnten w eiter entwick elt
und w eltw eit v ertrie ben wir d. Dass ich
nach wie v or mit meiner Alma Mater
k ooperier e und sie unter stütz e , ist für
mich selbstv erständlich.“
„Ich bin sehr dankbar dafür , dass ich
an der TU Ber lin studier en durfte. Das
Deutsch -
landstipen -
dium g a b
es damals
leider noch
nicht. Ich
selbst ha be
B Af öG er -
halten, um
mein Stu-
dium f i-
nanzier en
zu k önnen.
J etzt möchte ich g erne etw as Gutes
an meine Alma Ma ter zur ückg e ben
und talentierte Studier ende da bei un-
ter stütz en, ihr Studium zu a bsolvier en,
ohne sich da bei allzu viele finanzielle
Sor g en machen zu müssen.“
„Um mein
Studium f i-
nanzier en
zu k önnen,
ha tte ich im -
mer wieder
v erschie -
dene J obs
über die da-
mals e xistie -
r ende stu-
dentische
Arbeitsv er -
mittlung
TUSMA.
Für einen T eil meines Studiums erhielt
ich ein Stipendium v om Ber liner Sena t
und v om Diakonischen W er k. Das ha t
mir viel Sicherheit und Planbar k eit,
v or allem w ähr end der Prüfungsz eiten,
g eg e ben. J etzt möchte ich aus Dank-
bar k eit dazu beitr ag en, dass aktuelle
Studier ende der TU Ber lin e benf alls
unter stützt w er den k önnen, in diesem
F all dur ch die g r oßartig e Initiati v e des
Deutschlandstipendiums.“
ALUMNI
Miete, Lebensunterhalt, Semesterbeitr ag , F ach-
liter atur… Studieren in der Hauptstadt kostet viel
Geld. 28 Studierende der TU Berlin können jetzt
dank der monatlichen För derung von 300 Euro
über ein Jahr etw as sorgenfr eier studieren.
Ermöglicht wurde dies durch die Spende von
über 200 Alumni und F reunden der T U Berlin.
Sie sind dem gemeinsamen Spendenaufruf des
Car eer Ser vice, des Alumni-Programms und der
Gesellschaft von Fr eunden der TU Berlin e. V.
gefolgt: „Einfach spenden, doppelt för dern –
Alumni und Fr eunde unterstützen Studierende“.
Wir danken den über 200 Spenderinnen und
Spendern herzlich für ihr Engagement! Sie
schenk en damit engagierten Studierenden den
Freir aum, sich voll und ganz auf ihr Studium an
der TU Berlin zu konzentrieren.
Mit dem Deutschlandstipendium z eichnet die
TU Berlin gemeinsam mit fördernden Priv atper -
sonen, Unternehmen, Stiftungen und V ereinen
jedes Jahr engagierte und leistungsstarke Stu-
dierende aus. Im För derjahr 2017/18 konn ten so
insgesamt 105 Stipendien ver geben werden.
Möchten auch Sie etw as v on Ihr em Erfolg an
die kommende Generation weitergeben und
Studierende an der TU Berlin auf ihren akade-
mischen W egen unterstützen?
Ob 50, 100, 200 Euro oder ein ganzes Stipen-
dium ( 1.800 € ) – jeder Euro , den Sie spenden,
wird durch das Bundesministerium für Bildung
und F orschung verdoppelt und zu 100 Proz ent
an die Stipendiatinnen und Stipendiaten ausge-
zahlt.
Mit Ihrem Stipendium
3 können Sie – auch f achgebunden – den
ak ademischen Nachwuchs för dern und
begleiten
3 unterstütz en Sie die TU Berlin und
för dern die MI NT -Ausbildung
3 lernen Sie potenzielle F achkräf te von
morgen k ennen
3 gestalten Sie die Gesellschaft und die
Wissenschaf tslandschaft mit
3 können Sie die steuerlichen V orteile
einer Spende nutzen
101.400 €
für einen guten Z weck
Über 200 Alumni und F reunde der TU Berlin spenden
28 Deutschlandstipendien: Herzlichen Dank!
Zahlungsempf änger: T echnische Universitä t Berlin
IBAN: DE 69 1009 0000 8841 0150 03
BIC: BEV ODEB B · Bank: Berliner V olksbank
V erwendungszweck: Deutschlandstipendium
www .career .tu-berlin.de/ einfach_f oerdern
Ihre Ansprechpartner:
Dipl.-K ult . Benjamin Bosch
R efer ent Deutschlandstipendium
[email protected] · 030-314 25309
Dipl.-Kf fr . Bettina Satory
R efer atsleitung Car eer Service
[email protected] · 030-314 25131
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W e lt of f e n i m H a nde l n
Zum Ge b urtstag v on J ür g en Starnick – von Norbert Miller
Dass man auch in aufg er egter Zeit und bei all-
seitig em Geg enwind der politischen V ernunft
dur ch A ugenmaß und Beharr lichk eit Geltung
v erschaf fen kann, ha t J ür g en Starnick in seiner
lang en wissenschaftlichen und politischen Lauf -
bahn immer wieder unter Be w eis g estellt. Bei
der Neustr ukturier ung der Ber liner Uni v er -
sitä t stand der an der TU Ber lin pr omo vierte
Chemik er , seit 1972 Prof essor der T echnischen
Chemie , auf der Seite der
Ref ormpoli tik und w ar
an der en Plänen zur Um-
w andlung der F akultäten
in thema tisch neu g eor d-
nete F achber eiche maß-
g e b lich beteiligt. In der
über all sonst so schwie-
rig en Umbr uchsitua tion
der Sie bzig erjahr e w ar es
v ornehmlich ihm zu v er -
dank en, dass die F raktio-
nen im Gespr äch b lie ben
und sich schließlich auf
eine tr a gfähige Lösung
v erstän di g en k onnten.
Nach dem Scheitern des
v om politi schen Sena t in
Ber lin f a v orisierten V er -
suchs, die v ermutete Her -
metik der Uni v ersitä ten
dur ch eine nach außen
g eöffnete W ahl aufzubre-
chen, v er ständigten sich
T ür - und F enster -F raktion
schließlich dar auf , J ür g en Starnick zum Präsi-
denten zu w ählen. In seine sechsjährig e Amts-
z eit fallen so wichtig e Str ukturmaßnahmen wie
die beiden Hochschul-Entwicklungspläne , die
Einrichtung einer P osition für T echnologietrans -
f er und das – in K ooper ation mit der Industrie –
spä ter entstehende Ber liner Inno v a tions- und
Gr ünderz entrum (BIG). 1982 wur de am F ach-
ber eich I auch das Zentr um für Antisemitismus-
f or schung eta b liert, das sich innerhalb w enig er
J ahr e unter der Leitung v on Herbert Strauß
gleichf alls zu einer in die W elt ausstrahlenden
F or schungsinstitution entwick eln sollte . W eltof-
f en im Handeln wie im Umg ang , w ar Starnick
auch für g esellschaftliche A ufga ben jenseits der
Uni v ersitä t pr ädestiniert. W ar seine Stellung als
V iz epr äsident der W estdeutschen Rektor enkon-
f er enz zwischen 1984 und 1986 noch A usdruck
seines hohen inner uni v er sitär en Ansehens, so
be wies der liberale Sena tor für Stadtentwick-
lung und Umw eltschutz in Berlin in den J ahren
1986–1989, danach das liberale Mitglied des
Deutschen Bundesta g es in den J ahr en 1990–
1994, wie kompetent
und sicher er sich auch
auf dem eig entlich politi-
schen P ar k ett zu be w eg en
wusste! A uf dass wir ihn
als F reund und K ollegen
nicht g anz pr eisge ben
mussten, kehrte J ürg en
Starnick 1994 an die TU
Ber lin zur ück und schied
2003 als Dekan der F a-
kultä t II aus dem Amt.
Seitdem ha t er einen
guten T eil seiner unge-
br ochenen Arbeitskr aft
und Ener gie der Gesell-
schaft v on F r eunden der
TU Ber lin e .V . g e widmet.
Er ha t dort an den g r o-
ßen Plänen tä tig Anteil
g enommen und sich v or
allem um die öf fentlichen
V eranstaltung en, zum
Beispiel um die mit der
J ahr esv ersammlung der
Gesellschaft v erbundene „Höller er -V or lesung“,
mit g r ößtem Einsa tz g ekümmert. W er mit ihm
zusammentrif ft, kann da seinen W eitb lick, a ber
auch seine humor v olle Gelassenheit nur be-
wundern. Für sein neues J ahrz ehnt wünschen
ihm seine F reunde innerhalb und außerhalb
der Uni v ersitä t immerf ort die gleiche lebens-
bejahende Zuv ersicht, mit der er so glücklich
und erf olg r eich g e wir kt ha t.
Der A utor , Liter aturwissenschaftler und ehe-
malig er TU-Prof essor für Deutsche Philolo gie,
Allg emeine und V ergleic hende Liter aturwissen-
sc haft, wurde 2005 emeritiert
Ehemaliger Berliner Senator , Präsident der TU
Berlin und vielseitiger „Kümmerer“ bis heute:
Jürgen Starnick, hier bei der V erleihung der
Ehrenmitgliedschaft der Universität an ihn 2014
Brückenbauer zwischen
W issenschaft und Praxis
Am 13. No-
vember 2017
verstarb Prof.
em. Dr .-Ing.
Dr . h. c. mult.
Dietger hahn
im Alter von
82 Jahren. Mit
ihm verliert
die TU Berlin einen international renom-
mierten und engagierten W issenschaft-
ler , 1989 bis 2001 Honorarprofessor für
Unternehmensplanung und Industriebe -
triebslehre in der Fakultät VII W irtschaft
und Management. Seit 1968 bis zu sei-
ner Emeritierung 2002 war er Ordinarius
für Betriebswirtschaftslehre – mit beson-
derer Ausrichtung auf Unternehmenspla -
nung – an der Justus-Liebig-Universität
Gießen. Dietger Hahn hat sich für einen
Brückenschlag zwischen W issenschaft
und Praxis eingesetzt und seine Kontak-
te zu hochrangigen Führungskräften der
W irtschaft in dem von ihm gegründeten
Institut für Unternehmensplanung (IUP)
Gießen-Berlin gebündelt.
Der TU Berlin war Dietger Hahn durch
sein Studium des W irtschaftsingenieur-
wesens, durch Promotion und Habilita-
tion eng verbunden, und er engagierte
sich in herausragender W eise für die
W eiterentwicklung unserer Universität.
Durch seine maßgebliche Mitwirkung
konnten große Projekte, unter anderem
der Bau der V olkswagen-Bibliothek, re-
alisiert werden. Er engagierte sich dar-
über hinaus als langjähriges Mitglied
im V orstand des V erwaltungsrats der
Gesellschaft von Freunden der TU Berlin
e.V . 2002 verlieh ihm die TU Berlin die
Ehrendoktorwürde. Sie ist ihm dankbar
für die vielfältigen Leistungen und wird
ihm ein ehrendes Andenken bewahren.
Prof. Dr . Christian Thomsen, TU-Präsident
Prof. Dr . Frank Straube, Dekan der Fakul-
tät VII W irtschaft und Management
nachruf
T AnJA frÖhLich
Alumna Psychologie
heLGA fÖrSTer,
bis 2008 Leiterin der
damaligen T echno-
logie-T ransfer-Stelle
„Tu-T ransfer“
uDo VoiGTLänDer
Alumnus Betriebswirt-
schaftslehre
ThoMAS Muhr
Alumnus Psychologie
und Informatik
oGuZ DALoGLu
Alumnus Elektrotechnik
P A Tricio SALinAS
BA T ALLAS
Alumnus Bauingenieur-
wesen
© TU Berlin/PR/Ulrich Dahl
© privat
© privat
© TU Berlin/PR/T obias Rosenberg
© privat
© privat
© privat
© privat

Se ite 6 Tu i nter n · nr . 1 2/D ezem be r 201 7
LEHRE & STUDIUM
E r nt e v om
Dac h
Anmelden zum Roof W a ter -
F arm MOOC
pp F rischer F isch und frisches
Gemüse v om Dach in der Stadt,
pr oduziert mit aufber eitetem W as-
ser aus dem Haushalt– das ist das
K onz ept des Projekts „Roof W a ter -
F arm“, das angesiedelt ist am TU-
F achg e biet Städte bau und Sied-
lungsw esen und interdisziplinär
Stadtplanung , Architektur , Ök olo-
gie und Umw elttechnik v erbindet.
Im No v ember ist ein neuer K ur s
g estartet für alle , die das urbane,
ök ologische Gärtnern lernen und
einmal auspr obier en möchten.
Der Roof W ater -F arm MOOC pr ä-
sentiert Er g e bnisse aus vier J ahr en
F or schung und Entwicklung . Hier
erfährt man alles über die R WF-
T echnologie und ihre Übertr agbar -
k eitspotenziale . Mit Hilf e v on vier
A ufga ben kann jeder seine eig ene
Roof W ater -F arm auf einem Ge bäu -
de seiner W ahl entw erfen.
Anmeldung en für den englisch-
spr achig en und k ostenlosen MOOC
(Massi v e Open Online Course) sind
noch möglich.
www .roofwater farm.com
http://mooin.oncampus.de/rwfmooc2
JAhreSk onZ ePTe 20 1 7
T U B erl i n goe s
Ta t e M o d e r n
da g Die Mak er space-Be w egung
ist an der TU Ber lin eta b liert.
Shar ed-Machine-Shops und Ma-
k er spaces sind etw a das 3D-Re-
pair -Café und das IBB A, in dem
Studier ende Pr ototypen für ihr e
Pr ojekte dr uck en, oder das Pr o-
jektla bor Physik, in dem sie e xpe-
rimentier en k önnen.
In diesem Rahmen ist das „Experi-
mental Sta g e Project“ entstanden,
das zurz eit T eil der A usstellung
„Art and pr oduction“ an der T a te
Modern Galler y in London ist, die
sich der künstlerischen Dar stellung
wissenschaftlicher Inhalte widmet,
die in Mak er spaces entstanden
sind. A usg estellt w erden dr ei F o-
tog r afien v on Studier enden beim
Bau ihr er Installa tionen. Ein F oto
entstand im Pr ojektla bor Physik,
zw ei w eitere auf der diesjährig en
F esti v altour des „Experimental
Sta g e Project“.
Das studentische Pr ojekt ist T eil
der Lehr e v on la b:present, das im
Rahmen der J ahr esk onz epte 2017
v on der TU Berlin g ef ör dert wird
und P artner der Hybrid Pla ttf orm
ist, einer Einrichtung für inter diszi -
plinär e Pr ojekte der TU Ber lin und
der UdK Ber lin.
V on Be rl i n na c h Gha n a u n d z u r ü c k
Reinhar d Busse baut einen Master studieng ang an der Uni v er sitä t in K umasi auf ,
um v or Ort die F or schung im Gesundheitsw esen v or anzutr eiben
Prof. Busse, die Tu Berlin ist kooperati-
onspartner der kwame nkrumah univer-
sity of Science and T echnology (knuST)
in kumasi, Ghana. W as machen Sie da?
Das F achg e biet Mana gement im Ge-
sundheitsw esen (MiG) hilft unter
meiner Leitung der School of Pub lic
Health der KNUST , einen neuen Mas -
ter studieng ang in „Health Systems in
Resear ch and Mana gement“ aufzu-
bauen. Der Bereich der F or schung
r und um das Gesundheitssystem be-
ziehungsw eise die V ersor gungsf or -
schung im Land ist unterr epr äsentiert
und es muss dring end eine Ka pazitä ts-
erw eiterung erf olg en.
W ie ist es zu der kooperation gekommen?
W issenschaftliche K ooper a tionen zwi-
schen der KNUST und dem F achg e biet
MiG der TU Ber lin bestehen ber eits
seit 2014, unter anderem dur ch mei-
ne Betr euung des ghanaischen Dok-
tor anden Daniel Opoku und dur ch
fr üher e F or schungsauf enthalte wis-
senschaftlicher Mitarbeiter des MiG
an der KNUST , wie zum Beispiel PD
Dr . W ilm Quentin. Unter F ederführung
v on W ilm Quentin und Daniel Opoku
ha ben die TU Berlin und die KNUST
beschlossen, einen Antra g beim Deut-
schen Akademischen A ustauschdienst
auf P artner schaft für den Gesundheits -
sektor in Entwicklungsländern zu stel -
len. Der Antra g wurde mit einer F ör -
der summe v on 420 000 Euro aus dem
Budg et des Bundesministeriums für
wirtschaftliche Zusammenarbeit und
Entwicklung (BMZ) mit einer Laufz eit
bis Dez ember 2020 be willigt.
W as kann das fachgebiet MiG in die kooperation ein-
bringen?
W ir beschäftig en uns mit Gesundheitssystemen, V er -
sor gungsf or schung , ök onomischen F r ag estellungen
im Gesundheitsw esen, gesundheitspolitischen Maß-
nahmen so wie Gesundheitstechnologien. Das MiG
ist eines der dr ei F or schungsz entren des Eur opean
Obser v a tor y on Health Systems and P olicies und
seit 2005 „Colla bora ting Centr e f or Health Systems
Resear ch and Mana gement“ der W eltg esundheitsor -
g anisa tion (WHO). Als solches ist es
in das w eltw eite Netzw er k der WHO
eing e bunden und unter stützt die inter -
na tionalen Tä tigk eiten der WHO dur ch
seine wissenschaftliche Arbeit.
W ie sieht die kooperation aus?
Die er sten Studier enden der KNUST
beginnen im September 2018 das Mas -
ter pr og r amm. Im er sten Studienjahr
w erden meine wissenschaftlichen Mit-
arbeitenden und ich dort in fünf Mo-
dulen dozier en. Die Module wur den in
einem Curriculum für den ghanaischen
K onte xt entwickelt. 2019 w erden die
Module g emeinsam mit Doz enten der
KNUST unterrichtet. Ab 2020 soll das
Pr og r amm selbstständig v on ihnen
dur chg eführt w er den. Eine ghanaische
Deleg a tion w ar ber eits hier und hat
an einem einw öchigen W orkshop am
MiG-F achg e biet teilg enommen. Ich
w ar ger ade mit fünf Mitarbeiter*innen
für eine W oche in Ghana und ha be
dort V ertreter des Gesundheitsw esens
g etr off en und v er schiedene Kr ank en-
häuser besucht, um ein konkr eter es
Bild v on der Gesundheitsv er sor gung
v or Ort zu bekommen.
W as hat die Tu Berlin von der koopera-
tion?
Ne ben der finanziellen F ör derung
pr ofitiert die TU Ber lin v or allem v on
dem interna tionalen A ustausch und
den per sönlichen K ontakten, die mit
den ghanaischen W issenschaftlern
g eknüpft w er den. Dar über hinaus
steig ert das Pr ojekt die interna tiona-
le Sichtbar k eit der TU Ber lin– v or allem in Zusam-
menhang mit der Entwicklungszusammenarbeit auf
dem afrikanischen K ontinent. Univ er seller Kr ank en -
v er sicher ungsschutz ist ja global r ele v ant. Das T hema
w erden wir auch in der F orschung w eiter v erfolg en.
Das Gespräch führte D agmar T r üps chuch
V is ionen f ü r d a s S e v e r i n ge lä nde
Studier ende untersuchten das städte bauliche P otenzial des TU-Ar eals
F rüher oder spä ter wir d die TU Ber -
lin ihr en Standort am Salzuf er , Eck e
Do v estr aße, ausbauen – das Se v e-
ring elände , auf dem heute die TU-
Sporthalle steht und unter ander em
das F achg e biet Schienenf ahrw eg e und
Bahnbetrie b r esidiert, soll neu str uktu -
riert w erden. A uch eine Neubebauung
wir d ins A uge g ef asst. Für die bauliche
Entwicklungsplanung der TU Ber lin ist
das Gelände v on gr oßer Bedeutung .
Annette Müller , Gastdoz entin am F ach
Modell+Design im Studieng ang Ar -
chitektur , ist mit ihrem K olleg en Ro-
bert Niemann und den Studier enden
schnell v or Ort, w enn V er änder ung en
auf dem Campus v org enommen w er -
den sollen. So auch auf dem Se v erin-
g elände . Gemeinsam mit den Studie-
r enden nahm sie an einer Beg ehung
teil, anschließend entwickelten die
Studentinnen und Studenten unter
ihr er Anleitung und in K ooper a tion
mit Martin Schw acke und Dor othee
K erbe v on der Abteilung Gebäude-
und Dienstemana g ement städtebau-
liche V arianten zur Um-, A us- und
Zukunftsg estaltung des Geländes.
„Modelle sind die Spr ache des Ar chi-
tekten“, sagt Annette Müller . „Sie sind
g e baute Realitä t in eig ener Dimension
und die allg emein v er ständlichste F orm
der Ideenpr äsenta tion.“
Zw ei W ochen dauerte der W orkshop ,
in dem die Studier enden zw ölf Mo-
delle des Se v ering eländes im Maß-
sta b 1:500 gestalteten. Das Spektr um
der Ideen ist br eit – entstanden sind
k on v entionelle , ung e w öhnliche und
visionär e Lösungsansä tz e zum städte-
baulichen Umg ang mit dem Ar eal. Der
w ohl radikalste sieht den Abriss aller
Bestandsg e bäude v or , um etw as k om-
plett Neues entstehen zu lassen, in ei-
ner anderen V ision
sind Bestands- und
Neubauten v on
Lichthöf en umg e-
ben, einge bettet in
eine Hoche bene
für Fußg äng er –
die unter e Ebene
sieht W erkber eiche
v or . „W ir stre ben
zw ar realistische
Lösung en an“, sa gt
Annette Müller .
„Aber wir beg r ü-
ßen auch, w enn
V isionär es zum
Um- und W eiter -
denk en anr egt.“
Ang edacht ist ein
städte baulicher
W ettbe w erb zur
Er arbeitung eines Master plans, der als
Gr undla ge für die Umsetzung neuer
TU-Baumaßnahmen dienen wir d.
Dagmar T rüpschuch
[email protected]
Präsentation der Modelle mit TU-Bauleiter Martin Schwacke (3. v . l.)
G o ld f ü r e i n i n n o va t iv e s
W a s ser rei n ig u n gs s yst em
Rund 30 Studier endenteams aus der
g anz en W elt ha ben sich Anf ang No-
v ember in San F r ancisco g etr off en,
um beim Biomod J ambor ee 2017
ihr e Pr ojektideen v orzustellen. Da-
bei k onnte das T eam der TU Ber lin,
das in dem Arbeitskr eis v on Prof . Dr .
Nediljk o Budisa, Pr of essor für Bio-
ka tal yse an der TU Ber lin, betr eut
wir d, nicht nur eine Goldmedaille
für seine ausg er eifte wissenschaftli-
che Arbeit und die gute Pr äsenta ti-
on g e winnen, es errang auch einen
her v orra genden 3. Pla tz in der Ge-
samtw ertung . Seit 2014 nehmen Ber -
liner T eams an dem internationalen
W ettbe w erb teil. Inzwischen ist aus
der Studier enden-Initia ti v e ein „tu
pr oject“ g e w orden.
Bei dem interna tionalen biomole-
kular en Design-W ettbe w erb handelt
es sich um eine Art „Leg ospiel“ mit
biologischen Bausteinen: Interna ti-
onale Studier ende sind aufg er uf en,
Biomoleküle wie zum Beispiel DN A,
RN A oder Pr oteine als sog enannte
„BioBricks“ (biologische Baustei-
ne) zu entwick eln, um g anz neue
Funktionen zu err eichen. Das w aren
in der V erg angenheit zum Beispiel
molekular e Computer oder auch
Pr ototypen für neuartig e T her a peu-
tika im Nano-Maßsta b . Neben dem
wissenschaftlich ausg er eiften Pr ojekt
g eht es in dem W ettbe w erb a ber auch
um die Pr äsenta tion im W e b und auf
der Bühne .
„Unser Pr ojekt ‚Multibr ane‘ be-
schäftigt sich mit der W asserreini-
gung . W asser ist eine der kna ppsten
Ressour cen überhaupt. T rotzdem
v erschmutz en wir diese kna ppe
Ressour ce k ontinuier lich. W ir ha ben
einen speziellen Biof ilter entwick elt,
der zum Beispiel Medikamenten-
r ückständen Schw ermetalle oder
Mikr oplastik a bfängt und entsor gt“,
er läutert Hannah Aring , Studentin
der Biotechnologie und Mitglied des
Ber liner Biomod-T eams. „Dazu ha-
ben wir eine modif izierte Cellulose-
Membr an mit vielen ‚funktionalen
Armen‘ ausg er üstet. Am Ende dieser
Arme bef inden sich v er schiedenste
Pr oteine , so k onstruiert, dass sie v er -
schiedene Mikr o v erschmutzung en
a bbauen k önnen“, so Chemiestudent
und T eammitglied Nikolaj K och. ka -
thar ina Jung
http://biomod.biocat.tu-berlin.de/index.
html
© privat
Ausgelassene Stimmung beim Gewinner-T eam nach der Preisverleihung
Das TU-T eam um Reinhard Busse (M.) mit V ertretern der ghanaischen Universität und des
Krankenhauses vor dem Juaben Hospital, einem regionalen Krankenhaus in der Ashanti-Region
Ghanas
Video: https://vimeo.com/239523351
s
Lab:present-T utorin Andrea Heilrath (links)
und die Kuratorin der Ausstellung, Kat
Braybrooke (rechts), vor den Fotografien
von Robert Richter
© privat
© TU Berlin/Modell und Design
© privat

Tu i nter n · nr . 1 2/D ezem be r 201 7 Se it e 7
LEHRE & STUDIUM
campusblick
fahrradstadt Berlin
da g Das Fahrrad feiert in diesem Jahr
seinen 200. Geburtstag. Grund genug für
Studierende des Center for Metropolitan
Studies der TU Berlin, sich im Projektse-
minar „Fahrradstadt Berlin? Großstadtge -
schichten“ in Bibliotheken, Bildarchiven
und unter Zeitzeugen auf Spurensuche
zu begeben. Sie haben Geschichten aus
über 130 Jahren rund ums Fahrradfahren
in Berlin zusammengetragen, die u. a.
von der Fahrradpionierin Amalie Rother
handeln oder vom Sechstagerennen im
Sportpalast. Das Projekt ist eine Koopera-
tion des MA-Studiengangs Historische Ur -
banistik mit den Berlin-Studien der Zen-
tral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB).
Die wissenschaftlich fundierten und feuil-
letonistisch aufbereiteten T exte wurden
auf der W ebseite „Berliner Großstadtge-
schichten“ der ZLB Berlin veröffentlicht.
www .kurzelinks.de/n7xu
DAAD-Preis an der Tu Berlin
tu i Die russische Studentin Maria Kor-
neeva erhielt den diesjährigen DAAD-
Preis für hervorragende Leistungen
ausländischer Studierender an der TU
Berlin. V ergeben wird dieser für beson-
dere akademische Leistungen und be-
merkenswertes gesellschaftliches oder
interkulturelles Engagement. Maria Kor-
neeva studierte seit dem W intersemes-
ter 2014/15 im Bachelorstudiengang
W irtschaftsingenieur wesen an der TU
Berlin und schloss ihn zum Ende des
Sommersemesters 2017 erfolgreich in
der Regelstudienzeit ab. Parallel pro-
movierte sie im Sommer 2016 an der
Lomonossow-Universität in Moskau im
Bereich Sprachwissenschaften. Neben
ihrem Studium hat sich Maria Kornee-
va im Fach schafts team ihrer Fakultät VII
W irtschaft und Management engagiert.
Zum Sommersemester 2015 bereitete sie
die Orientierungswoche vor und führte
sie durch. Zum W intersemester 2015/16
organisierte sie das Mentorenprogramm.
1 5 JAhre reM- MASTerSTuDie nGAnG
A n der S ch n it t stel le v on I m mo bi l ien w i r t sc ha f t
u nd A rc h it ek t u r
15 J ahr e sind ein guter Gr und, zu f ei-
ern. J ubilar ist der berufsbegleitende
W eiterbildungsstudiengang Real Es-
ta te Mana gement (REM), der im J ahr
2002 an den Start ging und bis heute
r und 300 Alumni für den anspr uchs-
v ollen Arbeitsmarkt qualif iziert hat.
Die Idee zu dem vier semestrig en Stu-
dieng ang ha tten damals der heutige
Studiendekan und damalig e TU-Pr o-
f essor für Baur echt und Bauv erw al-
tungslehr e Pr of . Dr . Rudolf Schäf er ,
Bernd Heuer , P ersonaldienstleister
für die Immobilienwirtschaft, und Pro -
jektentwickler Pr of . Rolf K yr ein. Ihr
Ziel w ar es, einen interdisziplinär en
und pr axisbez ogenen Studieng ang für
Ar chitekten, Stadtplanerinnen, Bauin -
g enieur e, Rechtswissenschaftlerinnen,
W irtschaftsing enieur e und andere zu
eta blier en, um sie auf die immer k om-
ple x er w er denden Planungsaufga ben
in der Immobilienbr anche v orzube-
r eiten.
Der Studieng ang orientiert sich am
g esamten Le benszyklus v on Immo-
bilien und Stadtquartier en und r eicht
v on der Standort-, über die Pr ojekt-
entwicklung bis hin zum Lif e-Cycle-
Mana g ement. „Es ist der Reiz der
f achüber g r eifenden Denkw eise , der
die meisten der Master a bsolv enten
zur A ufnahme dieses Studiums v er an-
lasst“, sagt Dir k Spender , V or stand des
Alumni v ereins REM-Club . Das gr oße
Pfund bei den Lehrinhalten stelle die
V ermittlung umfassender K enntnisse
aller beteiligten F achdisziplinen in
der Immobilienwirtschaft dar . Die-
se umf assen die F ächer Ar chitektur/
Stadtplanung , Stadttechnik, Ök ologie
und Planungsr echt so wie die sozio-
logischen Aspekte der Planung . A uch
Pr ojektmana gement und K ommunika -
tionsstr a tegien sind Aspekte der W ei-
terbildung , die bis zum Master of Sci-
ence r und 16 000 Eur o k ostet. Im Pr eis
sind Semester - und Einschreibeg e büh-
r en so wie eine Reisek ostenpauschale
für W orkshops in W ashington, D . C .,
Ne w Y ork und Amster dam enthalten.
Alumna Grit Schade , die bei der Se-
na tsv erw altung für Stadtentwicklung
und W ohnen arbeitet, trifft in ihr em
ber uflichen Allta g immer wieder auf
Absolv ent*innen des REM-Studi-
eng angs, die sie empfindet als einen
„P er sonenkr eis, der belastbar , eng a-
giert, neugierig und w eitsichtig im
Denk en ist“. Dagmar T rüpschuch
clevere erfindungen gesucht
da g Zum zweiten Mal wird die „Fa-
culty4Makers Challenge“ ausgerufen.
Alle Studierenden der Fakultät IV Elek-
trotechnik und Informatik sind einge-
laden, ihre bislang noch unentdeckten
Projekte und Erfindungen zu zeigen,
die sie neben dem Studium entworfen
oder programmiert haben. „Es ist toll,
wenn es disziplinübergreifende Projekte
sind“, sagt Mona Niebur , Referentin für
Kommunikation und Marketing an der
Fakultät IV . Spannend finde die Jury auch
Ideen, die T echnik mit Kultur , Kunst oder
Musik verbinden. Sie zeichnet aber auch
die Art der Präsentation aus. Die Auftrit-
te sind fünfminütige Science-Slams, die
überzeugen müssen. Die Sieger erhalten
ein Preisgeld von bis zu 1000 Euro.
T eilnehmen können T eams mit bis zu
fünf Mitgliedern, von denen nur min-
destens zwei der Fakultät IV angehören
müssen. Unterstützt wird der W ettbe-
werb durch die T elekom Innovation
Laboratories (T -Labs). Die T -Labs wollen
nach dem W ettbewerb interessierten
T eilnehmenden helfen, ihre Projekte vo-
ranzubringen. Bewerbung ab sofort bis
zum 18. Februar 2018.
kurzelinks.de/4tko
faculty4Makers challenge
ag Der Lichthof bekommt durch die leuchtenden Sterne alljährlich einen besonderen
Glanz. Richard, Student der Elektrotechnik, war bei der Absolventenfeier der Fakultät
IV , als er die Sterne dieses Jahr zum ersten Mal sah. Er bestätigt: „Die Uni ist schon fast
ein zweites Zuhause für mich. Gerade deswegen finde es schön, dass sich die TU Berlin
auch zu W eihnachten schmückt.“ Die Sterne wurden dur ch Auszubildende der TU Berlin
hergestellt. Sie haben auch tolle Bilder? Nutzen Sie den Hashtag #TUBerlin auf Instagram
und zeigen Sie uns „Ihre“ TU Berlin.
BLeiBe n Sie in k onT A kT!
T witter: @TUBerlin Facebook: @TU.Berlin
Instagram: @tu_berlin Y ouT ube: TUBerlinTV
© @bimsrichinger via Instagram
Perspektivwechsel: Tu-Momente
M it - u nd
f ü r e i n a nde r
Studier ende g estalten
Biotechnologie-V or lesung
Hand aufs Herz: W em fehlte es in
einer V orlesung oder einem Se-
minar nicht schon einmal an dem
Mut, sich aktiv an der Diskussion zu
beteilig en? Sehr viele wür den diese
F ra ge w ohl mit „J a“ beantw orten.
Die Gr ünde dafür k önnen sehr v er -
schieden sein, doch können alle den
Lernerf olg star k einschr änk en. Am
T ag der Lehr e „TUB 2040 – Campus
der Zukunft“ pr äsentierte Christian
F orbrig , wie Studier ende selbstbe-
wusst und eng agiert an Lehr v er an-
staltung en mitwir k en k önnen. Der
wissenschaftliche Mitarbeiter im
T eam v on Pr of . Dr . J uri Ra ppsilber
v om Institut für Biotechnologie
berichtete v on der mehrstuf igen
W eiterentwicklung der Master v or -
lesung „Ad v anced Bioanalytics“.
„Ob als Blockv eranstaltung oder
semesterbegleitend, in der V orle-
sung pr äsentierten Expert*innen
auf dem Ge biet der Bioanal ytik
unser en Studier enden ihr e aktuel-
len F or schung en“, so F orbrig . Doch
die erhof fte Interaktion der Studie-
r enden mit den V ortr a genden so wie
entspr echende Pr üfungsleistung en
b lie ben aus. „Gespr äche er ga ben,
dass dem nicht mang elndes Inter es-
se , sondern oft nur Angst zug r unde
la g , sich v or der gr oßen Gr uppe zu
b lamier en. Sie fühlten sich nicht
ausr eichend sicher im Stof f .“ Ein
neues K onz ept musste her . Die
Rollen v on V ortr ag enden und Zu-
hör enden wur den g etauscht, Stu-
dier ende in Kleing r uppen und der
Seminarr aum in Arbeitsber eiche
aufg eteilt. Zw ei T a ge lang er arbeite-
ten die studentischen Kleing r uppen
eig enständig je ein T hema, glichen
sich r eg elmäßig mit den ander en
Gr uppen a b , um am dritten T a g die
Inhalte als g emeinsame V or lesung
den Expert*innen v orzutra gen.
Eine anschließende Diskussion g a b
Raum für of fene F r a gen. „Ander s
als fr üher b lie b es nicht mucks-
mäuschenstill, sondern es fanden
le bhafte und f achlich v er sierte Dis-
kussionen sta tt.“
In dr ei W ochen wur den so fünf
T hemenkomple x e v on den Studie-
r enden er arbeitet – und schließlich
belohnt: „Die Studier enden be w er -
teten ihr en Lernerf olg dur chw eg
positi v , und auch wir als Lernbe-
gleiter sind beg eistert“, f asst Chris -
tian F orbrig zusammen.
Susanne cholodnic k i
Mit 17 Jahren ist Y eliz cakiroglu schon
so etwas wie ein alter hase an der Tu
Berlin. Sie studiert hier , seitdem sie elf
Jahre alt war – einige Jahre als Schü-
lerstudentin, seit dem W intersemester
2017/18 ist sie regulär am institut für
Physik eingeschrieben.
Sie ist eine v on 133 minderjährigen
Studier enden an der TU Ber lin. Nun
ist sie die J üngste im Hör saal, Sprüche
ihr er K ommilitoninnen und K ommili-
tonen wie „Sa g das doch nicht v or den
Ohr en eines Kindes“ tut sie mit einem
Lachen a b . Sie wird akz eptiert, der Al-
ter sunter schied fällt ihr nicht auf . W as
sie ein w enig nervt: nicht so erw achsen
handeln zu k önnen, wie sie sich fühlt.
Denn die Minderjährig e br aucht für ei-
nig es noch die Er laubnis ihr er Eltern:
für g efähr licher e Experimente, für Ex-
kur sionen, für die Studi-P arty , auf der
sie ohne Begleitung eines Erw achsenen
nur bis 0 Uhr f eiern darf . Er st im dritten
Semester wir d sie v olljährig , bis dahin
gilt die Gener alv ollmacht, die ihre El-
tern bei Studienbeginn unter schrie ben
ha ben. „Für mein Leben br auche ich
ein gutes Zeitmana g ement“, sagt die
Studentin, die zudem noch Leistungs-
sportlerin ist und sich g er ade im J uni-
or enteam des Landesr uder v erbandes
Ber lin auf die U18-WM v orbereitet.
Überf or dert jedoch fühlt sie sich nicht:
„Ich br auche die mentale und k ör per -
liche A uslastung .“
A uch Alia K ünstler sucht die Her aus-
f or der ung . Die 16-J ährige ist Schülerin
an der Kä the-K oll witz-Ober schule, im
k ommenden J ahr wir d sie ihr Abitur
machen. Zurz eit ist sie mit 73 w eiter en
jung en Menschen im Schüler studium
„Studier en a b 16“ an der TU Berlin
eing eschrie ben, um ein Semester lang
im Echtbetrie b eine Uni v er sitä t k en-
nenzulernen. Sie hat am F achbereich
Inf orma tik die V or lesung „Pr aktisches
Pr og r ammier en und Rechner -A ufbau“
belegt, die sie einmal die W oche nach
der Schule besucht. Obw ohl sie sich
g er ade auf ihr Abitur v orber eitet, f in-
det sie Zeit, die Uni-Bibliothek zu be-
suchen, Hausaufga ben zu machen und
Klausur en zu schr eiben. „Ich fühle
mich schon als Studier ende“, sa gt sie.
Sollte sie spä ter ein Studium an der
TU Ber lin aufnehmen – w as ihr Plan
ist–, w er den ihr die erw orbenen Cr e-
dit-P oints anger echnet. „Das Studium
gibt mir die Chance , her auszufinden,
ob es das Richtig e für mich ist“, sa gt
die Schüler studentin, die sich schon
immer für T echnik, Computer und
Pr og r ammier ung interessiert ha t.
Noch einmal etw as Neues zu lernen,
w ar die Motiv a tion für Lothar Stein-
bach-Reimann, sich an der TU Berlin
einzuschr eiben. Der 69-J ährig e ist ei-
ner v on insg esamt 160 Studierenden
im B AN A-Gasthör er studium, einer
wissenschaftlichen W eiterbildung für
Menschen a b 45 J ahren. Die Studie-
r enden k önnen V or lesung en aus den
Schw erpunkten „Stadt“, „Umw elt“
und „Gesundheit“ beleg en. Der pen-
sionierte Bildungsber a ter ist im drit-
ten Semester seines Studiums mit
dem Schw erpunkt Umw elt. Seine Ab-
schlussarbeit wir d er zum T hema „In-
v asiv e Neoph yten“ schr eiben und sein
Studium nach dem vierten Semester
mit einem Zertif ikat a bschließen.
Lothar Steinbach-Reimann schä tzt
den K ontakt zu seinen jung en K om-
militonen und K ommilitoninnen. „Sie
sind alle sehr of f en und freundlich“,
bestä tigt er . Aber er ha be auch viel
mit den ander en „Oldies“ zu tun. Ge-
r ade seien sie da bei, ein interdiszipli-
när es Pr ojekt zum T hema W asser auf
die Beine zu stellen. Die Erg e bnisse
w ollen sie in der kommenden Lang en
Nacht der W issenschaften pr äsentie-
r en. Lothar Steinbach-Reimann fühlt
sich als T eil der Univ er sitä t und ist
dankbar für die Chance , noch so viel
über die Umw elt, in der er lebt, lernen
zu dürf en.
Dagmar T rüpschuch
Y eliz Cakiroglu ist 17 (l.) studiert regulär Physik an der TU Berlin, Schülerin Alia Künstler ist mit 16 die Jüngste und nur T eilzeitstudentin, Lothar
Steinbach-Reimann ist 69 und hat sich auch noch einmal für ein Studium entschieden. Sie alle fühlen sich gut aufgehoben an der TU Berlin
© TU Berlin/PR/Dagmar T rüpschuch (3)
A l le G e ne r a t io ne n u nt e r e i ne m D ac h
Die TU Ber lin
steht für V ielf alt.
Das z eigt sich auch
an dem b unten Bild
der Studier enden

Se ite 8 Tu i nter n · nr . 1 2/D ezem be r 201 7
FORSCHUNG
1 0 0 JAhre Din -norM
J et z t k om mt die
Dig i t al isie r u ng
tu Es begann 1917 mit einer
Norm für K eg elstifte , V erbindungs-
elemente im Maschinenbau. Heu-
te gibt es in Deutschland nahezu
40 000 DIN-Normen, dar unter das
ber ühmte DIN-A4-P a pierf orma t.
Ständig wur den die einf achen
Normen er g änzt durch immer
k omple x ere Normen. W issenschaft,
T echnik und W irtschaft w erden
vielschichtig er , Produkte setz en
sich aus T ausenden K omponenten
zusammen, die nicht mehr v on
einz elnen Unternehmen, sondern
v on Hunderten K omponenten-
und Systemher stellern r und um
die W elt herg estellt w er den. Die
K ompa tibilitä t und Inter oper a bili-
tä t wir d dur ch entspr echende Nor -
men sicher g estellt. Die nächste He -
r ausf or der ung ist die Industrie 4.0,
für die die r eale und die virtuelle
F a brik v erbunden w er den müssen.
An der TU Ber lin gibt es seit 2012
das Deutsche Normungspanel
unter Leitung v on Prof . Dr . Knut
Blind, das als Quelle zahlreicher
F or schungsarbeiten dient.
www .inno.tu-berlin.de
Si c h tba r m a c h en u nd A n g r i f f e a b w eh ren
Das w eltw eit er ste und einzig e Open Access-Repositorium
für die Geschlechterf or schung wur de fr eig eschaltet
Drei … zwei … eins … zero! Barbara
könig und Sabine hark drücken den
grünen Buzzer im Blauen foyer der Tu
Berlin. hinter ihnen auf der Leinwand
flammt ein Schriftzug auf: „W illkom-
men auf Genderopen“.
Unter lautstar k er Mitwir kung des be-
g eisterten Pub likums ha ben die beiden
F rauen, Staa tssekr etärin für Gesund-
heit, Pfleg e und Gleichstellung des
Landes Ber lin so wie TU-Prof essorin
für Inter disziplinär e F r auen- und Ge-
schlechterf or schung so wie Leiterin
des gleichnamig en Zentr ums (ZIFG),
das er ste und w eltw eit einzige Open-
Access-Repositorium fr eig eschaltet. Es
soll v on nun an der virtuelle Speicher -
ort für Pub lika tionen aus dem F eld der
Geschlechterf or schung sein. F or schen -
de und Inter essierte k önnen damit
leichter Er g e bnisse der Geschlechter -
f or schung fr ei zugänglich v erbr eiten,
f inden und mit Hilfe v on w enigen
Klicks im V ollte xt einsehen. Die Deut-
sche F or schungsg emeinschaft f ör dert
das Pr ojekt über zw ei J ahre mit etw a
500 000 Eur o .
„Der fr eie Zug ang zu und die V erbr ei-
tung v on wissenschaftlichen Erk ennt-
nissen sind in Zeiten v on ‚f ake ne ws‘
und v erbreiteter Sk epsis g eg enüber
der W issenschaft mehr als wünschens-
w ert“, sagte Sa bine Har k. „Für die
Geschlechterf or schung ist ein Open
Access-Repositorium dar über hinaus
v on Bedeutung , da hier Pub lika tio-
nen eines multidisziplinär en F eldes
nachhaltig g esichert und g esammelt
w erden, die bislang in den ander en
F ächern quasi ,v erschwunden‘ sind.“
Soziologie , Geschichte, Psychologie
und ander e F ächer g ehör en dazu.
Dur ch die Her stellung v on Sichtbar -
k eit k önne nicht zuletzt auch den
wiederholten Ang riff en g eg en die
Geschlechterf or schung etw as entg e-
g eng esetzt w erden. A uch das TU-Pr ä-
sidium beglückwünschte die F or sche-
rinnen. Neben der wissenschaftlichen
Bedeutung sei das Repositorium, ein
ber eits bestehendes und über aus er -
f olg r eich lauf endes V erbundpr ojekt,
mit Blick auf den V erbundantr ag der
Ber liner Uni v er sitä ten im Rahmen der
Exz ellenzstra tegie ein her ausr ag endes
Beispiel für die pr odukti v e K ooper a ti-
on der Uni v ersitä ten.
Beteiligt sind am Open Access-Repo-
sitorium die Geschlechterf or schungs-
z entren der dr ei g r oßen Berliner Uni-
v ersitä ten. Es wir d g eleitet v on Dr .
Anita Rung e , Mar gherita-v on-Br en-
tano-Zentr um (FU), Dr . Karin Alek-
sander , Zentrum für tr ansdiziplinär e
Geschlechter studien (HU), und Pr of .
Dr . Sa bine Har k, ZIFG der TU Ber lin.
Nach der F reischaltung und dem er s-
ten Schlückchen Sekt zur F eier des
T ag es folgten im Blauen F o y er die er s-
ten A utor*innen auch schon gleich der
A uff order ung , ihr e T e xte einzupfleg en.
Noch v or Ort wurden die er sten neuen
T e xte hochg eladen und damit der Öf-
f entlichk eit fr ei zugänglich.
„In Zukunft“, so Dr . Alina Oloff , Mit-
arbeiterin im Pr ojekt, „wir d es nicht
mehr so einf ach sein, uninf ormierte
Behauptung en in F euilletons zu v er -
br eiten. Beziehungsw eise diese w er -
den sich dur ch den schnellen Zug riff
auf W issensbestände der Geschlech-
terf or schung leichter wider leg en las-
sen.“ Pat ri cia Pä t zol d
www .genderopen.de
https://blog-genderopen.de
MiT Te L ST AnD 4. 0
K ompet en zzent r u m
Us abi l it y ei n g er ic htet
k j Studien z eigen: J e mehr ein
Unternehmen über die Besonder -
heiten und die Gr undla gen v on
Mensch-Maschine-Inter aktionen
w eiß, desto besser ist hinterher die
Ge br auchstauglichk eit, die Usa bi-
lity , der ausgelief erten Pr odukte.
Deshalb gilt v or allem auch für
Softw are-Unternehmen: J e enger
Unternehmen mit ihr en mittel-
ständischen K unden zusammenar -
beiten, desto mehr wissen sie über
das V erhalten der später en Nutz er
ihr er Pr odukte. Sie erhöhen da-
mit ihr sog enanntes Usa bility-Ex-
perience-Kno w-ho w (UUX), die
Pr odukte w er den für ihr e K unden
g e br auchstauglicher .
„Den meisten Softw are-Unterneh-
men sind diese Zusammenhäng e
be wusst, a ber es ha pert an der k on -
kr eten Umsetzung: W ie kann man
die UUX in Entwicklungspr oz esse
integ rier en? W ie kann man UUX
in K ooper a tion mit Anw endern
v erbessern? Das sind T hemen, die
g er ade für kleiner e und mittle-
r e Unternehmen nicht so leicht
umsetzbar sind“, w eiß Prof . Dr .
Manfr ed T hüring , Leiter des F ach-
g e biets K ognitionspsychologie und
K ogniti v e Erg onomie an der TU
Ber lin.
Das Bundeswirtschaftsministeri-
um richtet derz eit v er schiedene
K ompetenzz entren ein, um mit-
telständische Unternehmen und
Hand w erksbetrie be bei der Digita-
lisier ung und V ernetzung so wie der
Anw endung v on Industrie 4.0 zu
unter stütz en.
Pr of . Dr . Manfred T hüring k onnte
g emeinsam mit fünf w eiter en K on-
sortialpartnern das überr egionale
„Mittelstand 4.0-K omptenzz en-
tr um Usa bility“ einw erben, das
W issenstr ansf er zur UUX-T hema-
tik v ermitteln soll. Rund 965 000
Eur o stehen der TU Ber lin w ährend
der dr eijährig en Pr ojektlaufz eit zur
V erfügung .
„Ziel dieses k ostenlosen Dienst-
leistungsang e botes ist es, die Un-
ternehmen nicht nur für die Be-
deutung v on UUX und v er stär kte
Akti vitä ten zur Digitalisier ung zu
sensibilisier en, sondern sie v or al-
lem zur langfristig en Integ r a tion
solcher Maßnahmen zu qualif izie-
r en.“
Im traditionellen
Repositorium, einem
umfangreichen
Bücherarchiv , musste
noch abgestaubt
werden. Heute gibt es
die digitale V ersion.
Barbara König (l.) und
Sabine Hark starten
„GenderOpen“ für
die Öffentlichkeit
Au f d er
Suche na c h
dem per f ek ten
K l a n g?
Um die optimale Akustik in
dem g eplanten neuen K on-
z erthaus in München kümmert
sich Stef an W einzier l, TU-
Pr of essor für A udiok ommuni-
ka tion
Den Ef fekt k ennt jeder aus seinem
eig enen Badezimmer : Da klingt die
eig ene Singstimme unter der mor -
g endlichen Dusche plötzlich nach
Star -Qualität. „Schuld ist die Akus-
tik“, w eiß Prof . Dr . Stef an W einzier l.
Der Akustik er spricht in dem F all v on
dem Stär k emaß. „Damit ist das Maß
g emeint, mit dem der Raum die T öne
v erstär kt.“
W ir d ein ganz neues K onz erthaus
g e baut – wie derz eit in München in
Planung –, sollte man da v on ausg e-
hen, dass die Akustik v on Anf ang an
ein w esentlicher T eil der Planung ist.
„So ist es a ber nur in den seltensten
F ällen“, w eiß Stef an W einzier l, der
ne ben seinem Ph ysikstudium auch ein
Studium zum T onmeister a bsolvierte.
„In der Reg el wir d sequenziell v or g e-
g ang en: Zuerst planen die Architekten
den Bau und dann er st gibt es eine
akustische A usschr eibung , die dann
mit der v org eg e benen Architektur ar -
beiten muss.“
Für das neue K onz erthaus in Mün-
chen, bei dem Ende Oktober der
Ar chitekturw ettbe w erb entschieden
wur de , ha t die Stadt München nun
Stef an W einzier l als akustischen Bera-
ter eng agiert. Er wir d die akustischen
Anf or der ung en für eine A usschr eibung
k onkr etisier en und bei der A usw ahl
des akustischen Planungsb ür os bera-
ten. „Zuerst fr ag e ich die Anf order un-
g en aller Beteiligten an die Akustik a b ,
also der Musik er , der Dirigenten und
der V eranstalter . So ist es für die Mu-
sik er zum Beispiel wichtig , sich geg en-
seitig gut zu hör en, w ährend die V er -
anstalter vielleicht eher inter essiert,
dass auf allen Besucher plä tz en mög-
lichst gleich gut g ehört wir d“, er läutert
Pr of . W einzier l. „Diese Anf order ung en
müssen in der A usschr eibung klar de-
f iniert w er den. In der Reg el geschieht
das mit einem Sa tz aus akustischen
Messw erten, w elche die Nachhallz eit,
die Lautstär k e, die Deutlichk eit oder
den Gr ad an akustischer „Einhüllung“
beschr eiben.“
J e nach Bedarf kann so eine Raum-
akustik zum Beispiel dur ch sog enann-
te Nachhallr eser v oir s an unter schied-
liche Nutzung en v aria bel angepasst
w erden. Das bedeutet, dass hinter
dem sichtbar en Raum noch ein nicht-
sichtbar er Raum liegt, der g eöffnet
oder g eschlossen w erden kann. „Für
ein g r oßes Or chester wür de man viel-
leicht einen sakr al leicht überhöhten
Klang w ählen und den akustischen
Raum v erg r ößern. Ein Str eichquar -
tett klingt da g egen intimer in einem
akustisch kleinen Raum“, erklärt Pr of .
W einzierl.
Insg esamt ist die oft beschw orene
„perf ekte Akustik“ a ber ein sehr
subjekti v er Begrif f , das beleg en viele
Unter suchung en, die W einzier l in sei-
nem F achge biet A udiokommunika tion
dur chg eführt ha t. J e nachdem, w elche
Hör er w elche Musik in w elcher inst-
r umentalen Besetzung hör en, kann
es g anz unter schiedliche Präf er enz en
zur Akustik des Raums g e ben. „Um
die Raumakustik r ankt sich viel Mys-
tik. Zw ar gibt es zahlr eiche P arameter ,
die sie messbar beeinf lussen, a ber wie
g enau Raumakustik w ahr g enommen
wir d, ist sehr indi viduell.“ Und die
Suche nach dem „perf ekten Klang“
kann auch k ontr a pr odukti v sein: „Ge-
nau wie die V ielf alt v er schiedener mu-
sikalischer Inter pr eta tionen kann auch
die V ielf alt v er schiedener K onz ertsäle
spannender sein als die P erf ektion“, so
Stef an W einzier l.
katha rina Jun g
So soll das neue Konzerthaus aussehen. Eine Herausforderung auch für die Gestaltung der Akustik
Dr ei fr A Gen A n …
… Ja m e s Fra ser
Sto dd a r t
Die Tu -chemiker beschäftigt der -
zeit die exzellenzstrategie. W ie sind
ihre erfahrungen mit großen Wissen-
schaftsverbünden?
Ich ha be in meiner gesamten wis-
senschaftlichen Kar rier e enorm v on
K ooper a tionen pr ofitiert. In Ame-
rika sind die guten W issenschaftler
im Dur chschnitt sehr viel off ener
dafür , sich geg enseitig zu unter stüt -
z en, als in Eur opa. Exz ellenzcluster
k önnen in einer Stadt wie Ber lin,
w o es e xz ellente W issenschaftler in
v er schiedenen, benachbarten Insti-
tutionen gibt, daher sehr viel Sinn
machen. W ichtig er scheint mir : K o-
oper a tionen müssen „bottom-up“
aufg r und v on wissenschaftlichem
Inter esse g eschmiedet w er den –
und nicht v on der P olitik v eror dnet.
An de r Tu Berlin entsteht die
chemi cal invention factory (cif),
mit Laborräumen für Start-ups der
Grünen chemie. ist das ein geeignetes
förderinstrument?
Ich bin sehr g espannt auf den Er -
f olg und die A uswirkung en der
CIF . Das ist ein hochinter essanter
Ansa tz, das, w as der Engländer in
der W issenschaft „ser endipity“ –
also die unerw artete glückliche
Entdeckung – nennt, unter jung en
W issenschaftlern zu f ör dern und
nachhaltig zu unter stütz en.
Sie n utzen soziale netzwerke.
W ie st ehen ihre kollegen dazu?
Sk eptisch r eagier en die meisten
K olleg en über 40, meine Studie-
r enden sind da geg en sehr ang etan.
Einer meiner ehemalig en Stu-
dier enden ha t mir einen Account
eing erichtet und eine Einführ ung
g eg e ben. Seitdem twitter e ich r e-
g elmäßig und v erfolg e auch selbst
g erne inter essante W issenschaftler .
Das Gespräch führte katharina Jung
?
?
?
Sir James Fraser Stoddart, Chemie-
Nobelpreisträger 2016 und Leiter der
Mechanochemistry Group der Northwes-
tern University in Illinois, USA, hielt einen
V ortrag an der TU Berlin
© TU Berlin/PR/Alexander Rentsch
© The New Y ork Public LIbrary Digital Collections
© TU Berlin/PR/Felx Noak
© Hans-Joachim Wuthenow

Tu i nter n · nr . 1 2/D ezem be r 201 7 Se it e 9
FORSCHUNG
Qu een’S LecT ur e 20 1 7
W a s k a n n Kün st l ic he
In t e llig e nz ?
Tr i a l o g e
z u r u rba nen
A ge nd a
TU Ber lin erhält
400 000 Eur o
v on der Lottostiftung
tu i Laut der UN-K onf er enz Ha bi -
ta t III liegt die Zukunft der Men-
schen in der Stadt. Dort wird über
die Qualitä t zukünftig en Zusam-
menle bens entschieden. Die Stadt
Ber lin mit ihr em unerw artet d y-
namischen W achstum ist eines der
besten Beispiele dafür . Die F r ag e,
wie dieses W achstum möglichst
pr odukti v und nachhaltig g estal-
tet w erden soll, kann nicht alleine
v on der P olitik, den Bürg ern oder
der W issenschaft g elöst w er den.
T r ansdisziplinär e T rialog e , also
V erfahr en unter Beteiligung aller
Stak eholder , bieten die Chance,
hier g emeinsame Handlungsstr a te-
gien zu entwick eln. Die Deutsche
Lottostiftung ha t der TU Ber lin
jetzt r und 400 000 Eur o für das
Pr ojekt „Für eine urbane Ag en-
da – T ransdisziplinär e T rialog e für
die Stadtentwicklung Ber lin“ und
für T rialog e zu den T hemen Zu-
w anderung , Mobilität, W achstum
und T ourismus zug esa gt.
ergebnisse werden in der
„Langen nacht“ vorgestellt
„V on J anuar 2018 bis März 2020
w ollen wir acht T rialoge zu die-
sen T hemen v er anstalten“, so die
V iz epr äsidentin der TU Ber lin,
Pr of . Dr .-Ing Christine Ahrend.
Im Mittelpunkt sollen aktuelle
Her ausf or der ungen und Ziele für
die Gestaltung der w achsenden
Stadt def iniert so wie g emeinsame
Handlungsstr a tegien entwick elt
w erden. Unter stützt dur ch Pr of .
Dr . Gesine Schw an, HUMBOLDT -
VIADRIN A Go v ernance Pla tf orm
(HV GP), ha t die TU Ber lin ber eits
sehr positi v e Erfahr ung en mit der
Dur chführ ung v on T rialog en g e-
macht. Die Erg e bnisse sollen w äh-
r end des F ör derz eitraumes je w eils
in der „Lang en Nacht der W issen-
schaften“ den Bür g er*innen v or -
g estellt w er den.
W ie viel W asser brauchen wir?
tu i
Ein Mensch in Deutschland hat
einen direkten W asser verbrauch von
etwa 130 Litern pro T ag: Duschen,
Kochen oder W äschewaschen werden
dabei eingerechnet. Kalkuliert man
den V erbrauch für die Herstellung von
Lebensmitteln, Kleidung und weiteren
Dingen des täglichen Lebens, steigt er
pro Kopf auf etwa 3000 Liter pro T ag.
Das V erbundprojekt WELLE (W asser-
fußabdruck für Unternehmen – lokale
Maßnahmen in globalen W ertschöp-
fungsketten) plant nun, den gesamten
„W asser fußabdruck“ eines Unterneh-
mens zu bestimmen und Maßnahmen
vorzuschlagen, um die W asserknapp-
heit an lokalen Hotspots in globalen
W ertschöpfungsketten zu reduzieren.
Viele Produkte werden nämlich in
grenzüberschreitenden W ertschöp-
fungsketten hergestellt, das heißt, der
W asser verbrauch fällt nicht nur am
Produktionsstandort Deutschland an,
sondern ein Großteil davon wird außer-
halb Deutschlands verbraucht, oftmals
ausgerechnet in sehr wasserknappen
Regionen der Erde. Baumwolle aus
Zentralasien ist ein Beispiel, Getreide
aus Nordafrika oder Erzabbau in der
W üste sind andere. Das Projekt ist am
TU-Fachgebiet Sustain able Engineering
von Prof. Dr . Matthias Finkbeiner an-
gesiedelt. Eingebunden in das Projekt,
das vom Bundesministerium für Bildung
und Forschung bis 2020 gefördert wird
(Globale Ressource W asser – GROW),
sind Industriepartner , V er waltung und
Nichtregierungsorganisationen vor Ort.
www .tu-berlin.de/?id=185027
neu bewilligt
Zum Abschied ein schönes Geschenk:
ein neuer TU-Buddybär für Zoubin
Ghahramani
W ei ße F l e ck en i m N a h v er k eh r
Eine inter akti v e Karte z eigt, w o Menschen in Ber lin w eite Str eck en zu Fuß
zum nächsten V er k ehr smittel zur ückleg en müssen
W elche Berliner Bezirke sind von V er-
kehrslücken betroffen, wo müssen die
Menschen lange W egstrecken zu fuß
zurücklegen, um den nächsten Bus, die
T ram, u- oder S-Bahn zu erreichen? in
Zusammenarbeit mit dem „T agesspie-
gel“ haben Tu-Stadtplanerinnen und
-planer umfassende, interaktive karten
erstellt, die weiße flecken im Berliner
nahverkehr aufzeigen.
Die meisten Ber liner ha ben eine
Bushaltestelle , T r am-, oder U- und S-
Bahn-Haltestelle g anz in ihr er Nähe.
Doch bei W eitem nicht alle. V iele müs-
sen 300 bis 500 Meter , manche sogar
bis zu 1000 Meter zu Fuß zur ückle-
g en, um den nächsten Knotenpunkt
im Nahv erk ehr snetz zu err eichen.
Nach umf ang r eichen Da tenrecher chen
k onnten F or scherinnen und F or scher
aus dem Pr ojekt Smart Sustain a b le
District (SSD), das am F achge biet
Städte bau und Nachhaltig e Stadtent-
wicklung (CHORA Conscious City)
der TU Ber lin unter Leitung v on Pro-
f essor Raoul Buntschoten ang esiedelt
ist, zusammen mit Experten des „T a-
g esspieg els“ eine inter akti v e Karte
entwick eln, die diese V erk ehr slücken
aufz eigt, bei T a g und bei Nacht. Eine
g r oße Geschichte mit Gespr ächen, die
das J ournalisten-T eam mit V erk ehr s-
planern und P olitikern, V or denk ern
und Betr off enen g eführt ha t, r undet
das Ang e bot für die Nutzung dur ch
eine br eite Öff entlichk eit a b .
Die Da ten basier en unter ander em auf
Befr a gungen v on V erk ehr splanern und
P olitikern nach den Ur sachen der teil-
w eise schlechten Anbindung . Zudem
wur de nach Lösung en g esucht, die
eine le bensw erte Stadt für alle mög-
lich machen k önnten. Dafür ber ech-
neten die F or scher die Netzdichte der
mehr als 6400 Bushaltestellen, 173 U-
Bahnhöf e , 133 S-Bahnhöf e und kna pp
800 T r amhaltestellen innerhalb des
Ber liner Stadtg e biets. W elche Fläche
deck en sie je w eils a b , w enn F ahr gäste
v on dort 300, 500 oder 1000 Meter
w eit zu ihrem Ziel lauf en müssen?
Dar aus g eht her v or , w elche der Häu-
serb locks in Ber lin gut ang eschlossen
sind, w elche nicht.
Eine w eitere Unter suchung stellt dar ,
w o Stadtg ebiet e mit über dur chschnitt-
lich vielen älter en Einw ohnern oder
auch sozial Schw ächeren schlecht an-
g e bunden sind.
Beteiligt an dieser „Da ta Stor y“ ist
auch das Zentr um für T echnik und
Gesellschaft der TU Ber lin. Das Pr o-
jekt ist eing e bettet in das eur opäische
Pr ojekt SSD , das nach Lösung en sucht,
wie städtische Quartier e ihr en Ener -
gie v erbr auch r eduzieren und insg e-
samt r essour ceneff izienter wirtschaf-
ten k önnen. Ziel ist die Schaf fung v on
Le bensr äumen, die v on hoher Qua-
litä t z eugen so wie den zukünftig en
Her ausf or der ungen des Klima w andels
g e w achsen sind. Die Rolle des F achg e-
biets CHORA besteht unter ander em
darin, Sz enarien g eplanter Projekte zu
entwick eln, so wie Stra tegien zur Um-
setzung integ rierter Infr astr uktur pro-
jekte . Interna tionale P artner wie die
Clima te-KIC-P artner , die eur opäische
Initia ti v e für Klima-Inno v ationen, an
der auch die TU Ber lin beteiligt ist
(www .climate-kic.or g), sind mit im
Boot, außerdem Ber liner Sena tsv er -
w altungen, Bür g er - und Unterneh-
mernetzw erk e, Akteur e des Quar -
tier smana gements, städtische V er - und
Entsor g er wie Ber liner W asserbetrie be
(BWB), Stadtreinigung (BSR), GA-
SA G , V er k ehrsbetrie be (BV G), V a tten-
f all und ander e. Pat ri cia Pä t zol d
http://verkehrsluecken.tagesspiegel.de
W er muss wie weit laufen? Übersichtlich ist jeder Kiez in Berlin dargestellt
„Da s w ird z u n eh m e n d ei n P ro bl em “
W ie die Digitalisier ung den A utobau v er ändert
„Da Softw are im A uto immer wich-
tig er wir d, muss der A utobau neu
g edacht w er den“, sa gt Dr . Andreas
V ogelsang , Pr of essor für IT -basierte
F ahrz euginno v a tionen am Institut
für T elekommunika tionssysteme. Die
Entwicklung eines A utomobils ist g e -
pr ä gt durch die über J ahrz ehnte op -
timierten Pr oz esse zur Herstellung
der mechanischen Bauteile . Da bei
wir d ein A uto zunächst virtuell in
seine Einz elteile z er legt, die dann
computerbasiert k onstr uiert und
auf ihr e g ef or derten Eigenschaf-
ten g etestet w er den. Diese Bauteile
w erden dann v on den v erschiedens-
ten Zulief er ern her g estellt und letzt-
endlich v om A utoher steller wieder
zusammeng e baut.
Bislang übertr a gen die A utohersteller
diesen K onstr uktionspr oz ess 1:1 auf
die Softw aresysteme im A uto . Doch
diese Her ang ehensw eise wir d für
A utos, die zunehmend Softw ar esys-
teme sind, zu einem Prob lem. Immer
wieder müssen A uslief er ungstermine
v erschoben w er den, w eil die
Softw are nicht funktioniert.
K omple x e softw ar e basierte
Funktionen wie das auto-
nome F ahr en erf or dern eine
hochg r adig e V ernetzung
der v erschiedensten Soft-
w aresysteme . „W ir müssen
dazu k ommen, diese Syste-
me in einem autonom f ah-
r enden A uto als etw as or ga-
nisch Ganz es zu betr achten
und nicht als b loße Summe
ihr er T eile“, so V og elsang .
Er arbeitet dar an, die Soft-
w are-Entwicklung für das
A uto g rundleg end zu v er än-
dern. „Denn der Grund für
die Schwierigk eiten im Soft-
w are ber eich ist, dass wir , im
Geg ensa tz zu den mechani-
schen Bauteilen, für die Soft -
w are nicht die W er kz eug e ha ben, ihre
Funktionalitä t ber eits v or der eig ent-
lichen Implementier ung im Code zu
testen, und schon gar nicht, ob die V er -
netzung zwischen den v erschiedenen
Softw aresystemen zum Beispiel für
das Ansteuern des Motor s, das Br em-
sen, für die K ommunikation mit der
Infr astr uktur oder das Kartenma terial
funktioniert“, so Andr eas V og elsang .
Eine seiner F or schung en beschäftigt
sich deshalb mit der Entwicklung v on
Anal yse- und Simula tionsmodellen,
die dem Softw are-Entwickler fr üh-
z eitig ein F eedback g e ben, ob seine
er dachte Softw ar e auch das leisten
wir d, w as sie leisten soll, damit Prob-
leme nicht er st bei der er sten T estf ahrt
of fenbar w er den, w enn bereits Mona te
an Arbeit in v estiert w orden sind.
Ein w eiteres F or schungsge biet v on ihm
ist das Anf or der ungsmanag ement. Da
die A utoher steller die Softw ar esyste-
me , die im A uto installiert sind, nicht
selbst entwick eln, müssen sie ihr en
Zulief er ern e xakt beschr eiben, w as es
k önnen muss. Der Zulief er er bek ommt
dann häuf ig ein aus Hunderten v on
Seiten bestehendes r eines T e xtdoku-
ment, eine sogenannte Anf or derungs-
spezif ikation. Anhand dieser soll er
die g e wünschte Softw are entw erf en.
Für mechanische Bauteile ma g das
ang ehen, für die Softw are kaum noch.
„Die A utoher steller wissen, dass bei
der zunehmenden K omple xität der
Softw aresysteme in autonom f ahr en-
den A utos k ein Mensch mehr in der
La g e sein wird, diese Hunderte v on
Seiten mental zu dur chdring en und
eine Softw are zu bauen.“ Andr eas V o-
g elsang und sein T eam suchen deshalb
nach W egen, die Anf or der ungen nicht
mehr nur auf Basis v on natür licher
Spr ache zu beschr eiben, sondern mit
g eeigneten Modellen anzur eichern
und diese wieder um mit Anal yse- und
Simula tionstools zu v erknüpf en, um–
wie ber eits erw ähnt –, den Entwick-
lungspr oz ess kontinuier lich auf F ehler
hin zu überw achen.
S ybille nitsche
W ie muss ein Auto heute gebaut sein? Andreas V ogelsang will die Software-Entwicklung verändern
© TU Berlin/Der T agesspiegel
© TU Berlin/PR/Michael Setzpfandt
© TU Berlin/PR/Philipp Arnoldt
pp A uf g roßes Inter esse stieß die
Queen’ s Lectur e v on TU Ber lin,
British Embassy und British Coun-
cil auch dieses J ahr wieder . Im A u-
dimax und im g eg enüber lieg enden
Hör saal, in den die V eranstaltung
mit W ort und Bild übertra gen wur -
de , v erf olgten am 21. No v ember
2017 r und 2000 Besucher*innen
den V ortra g des Cambridge-Pr o-
f essor s Zoubin Ghahr amani zur
K ünstlichen Intellig enz. Der an-
g e botene Li v estr eam ermöglichte
vielen w eiteren Inter essierten, die
V eranstaltung zu v erf olg en. Schon
am T ag eins nach der Queen’ s Lec-
tur e g a b es 1500 Zug riff e. W er den
V ortra g v on Zoubin Ghahr amani
noch einmal Re vue passier en las-
sen oder hör en möchte , w as den
Zuschauer*innen im Saal und auf
T witter zu dem T hema auf den Nä-
g eln br annte, kann die A ufz eich-
nung der V eranstaltung im Internet
nachv ollziehen.
https://youtu.be/QsEjL1kV uUE

Seite 1 0 Tu i nter n · nr . 1 2/D ezem be r 201 7
TIPPS & TERMINE
Personalia
rufannahmen
Professor Dr .-Ing. ferdinand hellweger , Rufer -
teilung vom 27. März 2017, Associate Profes-
sor an der Northeastern University in Boston,
Massachusetts, USA, für das Fachgebiet „W as-
serreinhaltung (W ater Quality Control)“ in der
Fakultät III Prozesswissenschaften der TU Berlin.
Professor Dr . uffa Jensen , Ruferteilung vom 11.
September 2017, wissenschaftlicher Mitarbeiter
am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung
Berlin, für das Fachgebiet „Antisemitismusfor-
schung“ im Rahmen einer Heisenberg-Professur
am Zentrum für Antisemitismusforschung der
Fakultät I Geistes- und Bildungswissenschaften
der TU Berlin.
rufannahmen Juniorpro fessuren
Professor Dr . David Bermbach , Ruferteilung
vom 3. November 2017, Postdoc an der TU
Berlin, für das Fachgebiet „Mobile Cloud Com-
puting“ in der Fakultät IV Elektrotechnik und
Informatik der TU Berlin.
Professor Dr . Mario kummer , Ruferteilung vom
23. November 2017, Postdoctoral Assistant am
Max-Planck-Institut für Mathematik in Leipzig,
für das Fachgebiet „Mathematik, Fachrichtung
Computeralgebra“ in der Fakultät II Mathema-
tik und Naturwissenschaften der TU Berlin.
Professorin Dr . Anja Maria oechsle , Rufertei-
lung vom 1. November 2017, Postdoc an der
TU Berlin, für das Fachgebiet „Food Colloids“
in der Fakultät III Prozesswissenschaften der TU
Berlin.
Professor Dr . Tilman Santarius , Ruferteilung
vom 17. Oktober 2017, Nachwuchsgrup-
penleiter an der TU Berlin, für das Fachgebiet
„Sozial-Ökologische T ransformation“ in der
Fakultät I Geistes- und Bildungswissenschaften
der TU Berlin.
Alexander von humboldt - Stiftung
Dr . Luis constantino García naranjo ortiz de
la huerta , Universidad Nacional Autonóma de
México, San Ángel, Mexiko, Georg Forster-For-
schungsstipendium für erfahrene Wissenschaft -
ler , am Fachgebiet „Dynamische Systeme“ bei
Professor Dr . Y uri B. Suris.
ernennungen in G remien, Beirät e,
Aussc hüsse, kommissi onen
Professor Dr . hans-ulrich heiß , Vizepräsident
für Studium und Lehre, wurde für eine zweite
Amtszeit in den V orstand der ASIIN e.V . (Ak-
kreditierungsagentur für Studiengänge der
Ingenieurwissenschaften, der Informatik, der
Naturwissenschaften und der Mathematik e.V .)
gewählt. Zugleich übernimmt er das Amt des
stellvertretenden V orstandsvorsitzenden. Des
W eiteren wurde er in das Super visory Board
von EIT Digital gewählt.
ruhestand
Professorin uta frank , Fachgebiet „Baukon-
struktion und Entwerfen“ in der Fakultät VI
Planen Bauen Umwelt der TU Berlin, zum 30.
September 2017.
Professor Dr . klaus-Dirk henke , Fachgebiet
„Finanzwirtschaft und Gesundheitsökonomie“
in der Fakultät VII W irtschaft und Management
der TU Berlin, zum 30. September 2017.
Professor Dr . Martin Jekel , Fachgebiet „W as-
serreinhaltung“ in der Fakultät III Prozesswis-
senschaften der TU Berlin, zum 30. September
2017.
Professor Dr . Stephan Pflugmacher-Lima ,
Fachgebiet „Ökologische W irkungsforschung
und Ökotoxikologie“ in der Fakultät III Prozess-
wissenschaften der TU Berlin, zum 31. Oktober
2017.
Professor Dr . W olfgang rotard , Fachgebiet
„Umweltchemie“ in der Fakultät III Prozesswis-
senschaften der TU Berlin, zum 30. September
2017.
Professor Dr . friedhelm Schütte , Fachgebiet
„Fachdidaktik der beruflichen Fachrichtung
Metall- und Elektrotechnik“ in der Fakultät I
Geistes- und Bildungswissenschaften der TU
Berlin, zum 30. September 2017.
Professor Dr . Georgios T satsaronis , Fachgebiet
„Energietechnik und Umweltschutz“ in der Fa-
kultät III Prozesswissenschaften der TU Berlin,
zum 30. September 2017.
Professor Dr . heinrich Yserentant , Fachgebiet
„Numerik partieller Differentialgleichungen“
in der Fakultät II Mathematik und Naturwis-
senschaften der TU Berlin, zum 30. September
2017.
Preise & Stipendien
nachwuch spreis k unst und T echnik
„Binär .bewegt – Symbiosen von IT und Mobi-
lität“ lautet das diesjährige Motto des interdis-
ziplinären FERCHAU Kunst- und W issenschafts-
preises „Art of Engineering“. Kunst und T echnik
gelten als unvereinbare Gegensätze: Kunst er-
wächst aus Schöngeist, Freigeist, Schöpfung.
T echnik nährt sich von Pragmatismus, Klarheit
und Ratio. Diese T rennlinie soll bewusst an-
gezweifelt und hinterfragt werden. Der mit
20 000 Euro dotierte W ettbewerb wendet sich
an Studierende, Alumni, Y oung Professionals,
da g SchAfe, Die Auf MenSchen ST Arren , Schafkrimis, die
die Besucher auf Schafffellen lesen können: In der Ausstellung „100
Prozent W olle“ dreht sich alles um das Material, aus dem warme
Pullover und lange Schals gestrickt werden. Die Besucherinnen und
Besucher können sich in verschiedene Themenfelder vertiefen: das
Schäferleben, den Umgang mit T ieren, die Gewinnung von W olle,
die V erarbeitung der Rohwolle zum Faden und die Herstellung von
Maschen bis hin zum Produkt. Die Ausstellung im Museum für Eu-
ropäische Kunst entstand in Zusammenarbeit mit dem Studiengang
Bühnenbild_Szenischer Raum der TU Berlin. Die Studierenden erar-
beiteten dafür unter der Leitung des Szenografen Johann Jörg indi-
viduelle Raumkonzepte, die sich nicht nur den historischen, sozialen
und kulturellen Aspekten des Themas widmen, sondern auch kritische
Fragen aufwerfen, wie zum Beispiel die des Umgangs mit Ressourcen
im T extilbereich.
Museum für Europäische Kulturen, Arnimallee 25, Dahlem
Zeit: bis 23. Juni 2018, Di–Fr 10–17 Uhr , Sa/So 11–18 Uhr
W e n n ’ s Sch af e n a n di e W o l l e g e ht
kuratorenführung
Z wei Deut sche Architekturen
Noch bis zum 6. Januar 2018 kann man die
Ausstellung „Zwei Deutsche Architekturen
1949–1989“ im Fakultätsforum im Ar chitek-
turgebäude der TU Berlin besuchen.
Aufgrund des großen Interesses wird eine wei-
tere Führung mit Kuratorin Simone Hain an-
geboten:
Zeit: 20. Dezember2017, 17 Uhr
Ort: Fakultätsforum im Architekturgebäude
am Ernst-Reuter-Platz, Straße des 17. Juni 152
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der
Eintritt ist frei.
Die Ausstellung wirft einen Blick auf die Ent-
wicklung des Bauens in den beiden deutschen
Staaten zwischen 1949 und 1989. Nach ihrer
13-jährigen W elttournee feiert sie ihre Finissa-
ge nun in der Stadt, die während der T eilung
Deutschlands Brennpunkt des Kalten Kriegs
war .
Noch bis 6. Januar 2018 (geschlossen vom 23.
Dezember bis zum 2. Januar)
Di bis Fr , 14–20 Uhr , Sa 12–18 Uhr
festveranstaltung

festli che V er gabe der
Deutschlandstipendien 20 1 7 / 1 8
Zum siebenten Mal wird das Deutschlandsti-
pendium an der TU Berlin verliehen. Das Bun-
desministerium für Bildung und Forschung
(BMBF) hat im Jahr 2011 mit dem Deutsch-
landstipendium ein einkommensunabhängiges
Förderprogramm für besonders leistungsstarke
und engagierte Studierende sowie Studienan-
fängerinnen und -anfänger aufgelegt, bei dem
die eine Hälfte des Stipendiums vom Bund, die
andere Hälfte von privaten Stiftern getragen
wird. Zum Kreis der Förderer an der TU Berlin
zählen Unternehmen, Stiftungen, V ereine und
Alumni.
V eranstalter: Der Präsident der TU Berlin
Zeit: 31. Januar 2018, 16–19 Uhr
Ort: TU Berlin, Straße des 17. Juni 135, 10623
Berlin, Hauptgebäude, Lichthof
Kontakt: Benjamin Bosch, Career Service
T 030 314-2 53 09
dstip@career .tu-berlin.de
www .career .tu-berlin.de
Daniela Bechtloff, Stabsstelle Presse, Öffent-
lichkeitsarbeit und Alumni
T 030 314-2 56 78
[email protected]
Professionals aus den Bereichen Ingenieurwe-
sen, Naturwissenschaften und Informatik mit
künstlerischer Affinität sowie Künstlerinnen
und Künstler , deren W erke technischen Bezug
haben. Eine Anmeldung ist bis zum 7. Januar
2018 möglich.
ferchau.com/go/aoe
nachhaltigkeits -W ettbewerb
Die TU Berlin hat sich in ihrem Leitbild dem
Prinzip der Nachhaltigkeit verpflichtet. Viele
Lehrveranstaltungen, insbesondere die von Stu -
dierenden initiierten Projektwerkstätten, entwi-
ckeln Ideen und Konzepte der Nachhaltigkeit.
Daher hat das Präsidium beschlossen, für die
Umsetzung solcher guten Ideen in einem
W ettbewerbsver fahren Mittel zu vergeben. Der
W ettbewerb ist offen für alle Mitglieder der TU
Berlin. Die Kosten sollen angemessen sein und
50 000 Euro nicht überschreiten. Einsende-
schluss ist am 20. Januar 2018.
www .tu-berlin.de/?190108
eur ope S tories
Der Studierendenwettbewerb „Europe Stories:
Deine Geschichte für Europa!“ des Instituts
für Angewandte Narrationsforschung (IANA)
der Hochschule der Medien (HdM) Stuttgart
möchte Studierende dazu motivieren, positive
Geschichten über Europa, die europäische Ei-
nigung oder die Europäische Union sowie über
den gelungenen europäischen Austausch zu
entwickeln und zu produzieren. Interessierte
Studierende aller Hochschulen können ihre
Beiträge als T ext, Audio-, Podcast-, Video- oder
Multimedia-Anwendung einreichen. Es warten
attraktive Preise, etwa eine Reise in eine euro-
päische Metropole nach W ahl im Wert von 800
Euro. Einsendeschluss ist der 31. Januar 2018.
www .narrationsforschung.de
Pa r i sx B e r l i n 2 01 7 /18
Das studierendenWERK Berlin und das Centre
Régional des Œuvres universitaires de Paris
(CROUS de Paris) veranstalten erneut den krea-
tiv-innovativen W ettbewerb „ParisXBerlin“. Das
diesjährige Thema lautet „T erritoires – Gebie-
te“. Der W ettbewerb ist offen für alle Formen
und Arten des künstlerisch-kreativen Ausdrucks.
Zu gewinnen gibt es zwei jeweils einwöchige,
ganztägige W orkshops mit unabhängigen, re-
nommierten Künstlerinnen und Künstlern in
Paris und Berlin, wo gemeinsam und interdis-
ziplinär künstlerisch-kreativ gearbeitet werden
soll. Der W ettbewerb steht allen Studierenden
offen, die in Berlin an einer der mit dem stu-
dierendenWERK kooperierenden Hochschulen
immatrikuliert sind. Die Bewerbungsfrist endet
am 4. Februar 2018.
www .stw .berlin/kultur/projekte/kunstraum-
studierendenwerk.html
konzert

Sin fonieor chester und Gr oßer chor
des c ollegium Musi cum
Guiseppe V erdi – Messa da Requiem (V erdi-
Requiem)
V eranstalter: Collegium Musicum der TU Berlin
und der FU Berlin
Zeit: 31. Januar 2018, 20 Uhr
Ort: Berliner Philharmonie, Herbert-von-Kara-
jan-Straße 1, 10785 Berlin, Großer Saal
Kontakt: T obias Gühne
T 030 83 85 40 47
[email protected]
www .collegium-musicum-berlin.de/konzerte/
310118.php
hybrid T alks

„int elligenz“
Gesprächsrunde, -reihe
Die Hybrid T alks laden zur gegenseitigen
Inspiration und V ernetzung ein. V ertrete-
rinnen und V ertreter verschiedener Diszip-
linen treffen aufeinander und beleuchten
das Thema „Soundscape“ in kurzen Präsen-
tationen von je ca. 10–15 Minuten aus ihrer
Perspektive. Der Austausch über die Grenzen
einzelner Disziplinen hinweg kann im An-
schluss an die V orträge fortgesetzt werden.
Die Hybrid T alks sind ein V eranstaltungsformat
der Hybrid Plattform, der transdisziplinären Pro -
jektplattform auf dem Campus Charlottenburg.
V eranstalter: die Hybrid Plattform, eine gemein -
same Projektplattform der Universität der Küns -
te Berlin und der T echnischen Universität Berlin
Zeit: 25. Januar 2017, 18 Uhr
Ort: TU Berlin, Straße des 17. Juni 145, 10623
Berlin, Hybrid Lab, Raum EB 326
Kontakt: Nina Horstmann, Projektkoordinati-
on der Hybrid Plattform
T 030 31 85 21 94
[email protected]
www .hybrid-plattform.org/veranstaltungen
V eranstaltungskalender
Der Tu- V eranstalt ungskalender
im n et z:
www .tu-berlin.de/?id=731
Aus der Tu-Studienberatung

Vielfälti ge Angebo te
T ermine zu den Themen „Start ins Studium“,
„Studienprobleme“ und „Erfolgreich studie-
ren“ finden Sie bei der Studienberatung und
Psychologischen Beratung unter:
www .studienberatung.tu-berlin.de
T ermine zum Thema „Studium im Ausland“
finden Sie beim Akademischen Auslandsamt
unter:
www .auslandsamt.tu-berlin.de
T ermine zum Thema „Berufsstart und Karriere“
finden Sie beim Career Ser vice unter:
www .career .tu-berlin.de
T ermine zu V eranstaltungen und Exkursionen
für ausländische Studierende finden Sie bei
der „Betreuung internationaler Studierender“
unter:
www .tu-berlin.de/?id=5178
T ermine zum Thema „Studieren mit Beeinträch -
tigung“ finden Sie unter:
www .tu-berlin.de/?id=11256
T ermine zum Thema „Studieren mit Kind“ fin-
den Sie unter:
www .tu-berlin.de/?id=11255
Wer sich selbst er näh ren ka nn,
fü hrt e in Leb en in Würde .
brot-fuer-die - welt.de/saatgut
Gu tes Au ssäen
ist a l le s.
© David von Becker (2)
© TU Berlin/PR/Jacek Ruta

Tu i nter n · nr . 1 2/D ezem be r 201 7 Seite 1 1
TIPPS & TERMINE
Gremien & T ermine
Ak ade mischer Senat
17. Januar 2018
14. Februar 2018
7. März 2018
Beginn: jeweils um 13 Uhr
Ort: TU Berlin, Hauptgebäude, Straße des
17. Juni 135, voraussichtlich Raum H 3005
www .tu-berlin.de/asv/menue/gremien/
akademischer_senat/
kura torium
2. Februar 2018
Zeit: 10.30–13.30 Uhr
Ort: TU Berlin, Hauptgebäude, Straße des
17. Juni 135, Raum H 1035
www .tu-berlin.de/asv/menue/gremien/
kuratorium/
Sprechstunden des Präsidiums
Prof. Dr . Christian Thomsen, Präsident
15. Januar 2018, 12–13 Uhr
14. Februar 2018, 10–11 Uhr
27. März 2018, 13–14 Uhr
Anmeldung: [email protected]
Prof. Dr .-Ing. Christine Ahrend, Vizeprä-
sidentin für Forschung, Berufungen und
Nachwuchsförderung
12. Januar 2018, 9.30–10.30 Uhr
23. Februar 2018, 9.30–10.30 Uhr
23. März 2018, 9.30–10.30 Uhr
Anmeldung: [email protected]
Prof. Dr . Hans-Ulrich Heiß, Vizepräsident für
Studium und Lehre
17. Januar 2018, 11–12 Uhr
27. Februar 2018, 13–14 Uhr
Anmeldung: christiane.luenskens@tu-
berlin.de
Prof. Dr . Angela Ittel, Vizepräsidentin für
Internationales und Lehrkräftebildung
8. Januar 2018, 10.30–11.30 Uhr
19. Februar 2018, 10.30–11.30 Uhr
26. März 2018, 10.30–11.30 Uhr
Anmeldung: [email protected]
Dr . Mathias Neukirchen, Kanzler
26. Januar 2018, 9–10 Uhr
23. Februar 2018, 9–10 Uhr
Anmeldung: [email protected]
impressum
herausgeber: Stabsstelle Presse, Öffent-
lichkeitsarbeit und Alumni der TU Berlin,
Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin
T 030 314-2 29 19/-2 39 22
F 030 314-2 39 09
[email protected]
www .tu.berlin
www .pressestelle.tu-berlin.de
chefredaktion: Stefanie T erp (stt)
chef vom Dienst: Patricia Pätzold-Alg ner (pp)
redaktion: Susanne Cholodnicki (sc),
Ramona Ehret (ehr), Katharina Jung (kj),
Bettina Klotz (bk),
Sybille Nitsche (sn),
Dagmar T rüpschuch (dag)
Layout: Patricia Pätzold-Algner
WWW -Präsentation: Silvia Dinaro
Gestaltung, Satz & repro: omnisatz
GmbH, Langhansstraße 1, 13086 Berlin,
T 030 92 40 85 11, www .omnisatz.de
Druck:
möller druck und verlag gmbh,
Berlin
Anzeigenverwaltung: unicom W erbe-
agentur GmbH, T 030 5 09 69 89-0,
F 030 5 09 69 89-20
[email protected]
www .unicommunication.de
V ertrieb: Ramona Ehret, T 030 314-2 29
19
Auflage: 16 000
erscheinungsweise: monatlich, neunmal
im Jahr/32. Jahrgang
redaktionsschluss: siehe letzte Seite. Na-
mentlich gekennzeichnete Beiträge müssen
nicht unbedingt mit der Meinung der Re-
daktion übereinstimmen. Unverlangt einge -
sandte Manuskripte und Leserbriefe können
nicht zurückgeschickt werden. Die Redakti-
on behält sich vor , diese zu veröffentlichen
und zu kürzen. Alle Rechte vorbehalten.
Nachdruck, auch auszugsweise, sowie V er-
vielfältigung u. Ä. nur mit ausdrück licher
Genehmigung des Herausgebers.
„TU intern“ wird auf überwiegend aus Alt-
papier bestehendem und 100 % chlorfrei
gebleichtem Papier gedruckt.
„Preis für das beste deutsche H ochschulma -
gazin“, 2005 verliehen von „Die Zeit“ und
der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) für
das Publika tionskonzept der TU-Presse stelle
Präsidiumswahlen
er wei terter Ak ademi scher Sena t
W ahl der Präsidentin oder des Präsidenten
W ahl der Ersten Vizepräsidentin oder des Ersten
Vizepräsidenten
10. Januar 2018 (1. W ahlgang)
17. Januar 2018 (2. W ahlgang, falls er forder-
lich)
24. Januar 2018 (3. W ahlgang, falls er forder-
lich)
Beginn: jeweils um 13 Uhr
Ort: TU Berlin, Hauptgebäude, Straße des 17.
Juni 135, Raum H 3005
www .tu-berlin.de/asv/menue/wahlamt/
er wei terter Ak ademi scher Sena t
W ahl der weiteren Vizepräsidentinnen oder Vi-
zepräsidenten
7. Februar 2018 (1. W ahlgang)
14. Februar 2018 (2. W ahlgang, falls er forder-
lich)
Beginn: jeweils um 13 Uhr
Ort: TU Berlin, Hauptgebäude, Straße des 17.
Juni 135, Raum H 3005
www .tu-berlin.de/asv/menue/wahlamt/
Ausstellungen

fund s t ellen in Berliner Arc hiven –
Au sstel lu ng a m Zent ru m fü r
Antisemi tismusforschun g
fundstellen. Spuren von nS-V er folgten in
Berliner Archiven | finding Aids. T races of
nazi Victims in Berlin Archives: Lebensläufe
sind oft weder geradlinig, noch hinterlassen sie
deutlich lesbare Spuren. Im Nationalsozialismus
sorgten Ausgrenzung, V erfolgung, Mord und
Krieg zusätzlich für brutale Brüche und V erwer-
fungen – auch in den Aktenbeständen. Heute
sind gesetzliche Sperrfristen für diese Bestände
meist abgelaufen. Gleichzeitig steigt das Inter-
esse an konkreten, nachvollziehbaren Schicksa-
len von V erfolgten des Nationalsozialismus. Ad -
ress- und Gedenkbücher in Spezialbibliotheken
wie der Joseph-W ulf-Mediothek können zwar
erste Hinweise zu solchen Schicksalen, doch
keine umfassende Auskunft geben. An dieser
Schnittstelle setzt die zweisprachige Ausstel-
lung an, die die Gedenk- und Bildungsstätte
Haus der W annsee-Konferenz in Kooperation
mit der Koordinierungsstelle Stolpersteine Ber-
lin und dem Landesarchiv Berlin erarbeitet hat.
Die Ausstellung versteht sich als Anregung und
Leitfaden zur biografischen Spurensuche.
Die Ausstellung wurde 2014 zuerst im Haus der
W annsee-Konferenz gezeigt und kann nun seit
dem 13. Oktober 2017 bis zum 31. März 2018
zu den Bibliotheksöffnungszeiten im Zentrum
für Antisemitismusforschung der TU Berlin in
der 9. Etage des ehemaligen T elefunkenhoch-
hauses besichtigt werden.
Zeit: Mo 10–17 Uhr , Di/Do 9–16 Uhr , Mi
10–18 Uhr , Fr geschlossen
Ort: Ernst-Reuter-Platz 7 (TEL 9–1), 10587
Berlin
Lebe W esen – handz eichnungen von
Jo han nes k ar l Got tha rd ni edl ich
Im brandenburgischen Altlandsberg lebte und
wirkte Johannes Niedlich (1949–2014) auf ei-
nem historischen Hof mit wildem, verwunsche-
nem Garten. Inspiriert von dieser Umgebung
widmete sich der Zeichner und Buchillustrator
ausgiebig den Motiven, die ihm dieses Idyll
bot. Seine Handzeichnungen porträtieren in
Humboldt’ scher Akribie die Haus- und Garten-
tiere, Blumenstauden und Obstbäume. Aber
sein feiner Stil geht über die beschreibende Ar-
beit eines Naturbeobachters hinaus. Menschli-
che Züge in den Blicken und Posen der Lebe-
wesen lassen sich erkennen. Jedes einzelne zeigt
eine Persönlichkeit für sich. W er ist hier zu se-
hen? W elche Existenz wird uns offenbart? Und
was ist das W esen des Lebens? Johannes Nied-
lich war tief verbunden mit der Natur um ihn
herum. Seine W erke laden dazu ein, den eige-
nen Blick neu zu justieren. Die Mathematische
Fachbibliothek zeigt eine breite Auswahl seiner
tierischen Persönlichkeiten in ihren Lesesälen.
Der Eintritt zur Ausstellung ist wie immer frei.
V eranstalter: TU Berlin, Mathematische Fach-
bibliothek
Zeit: noch bis 28. Februar 2018, Mo–Fr 9–21
Uhr , Sa 10–18 Uhr
Ort: TU Berlin, Straße des 17. Juni 136, 10623
Berlin, Mathematikgebäude, Mathematische
Fachbibliothek (Raum MA 163)
V eranstaltungen

Tu B er li n Wi nter u nive rsi t y 201 8
Die TU Berlin W inter University bietet vier wö-
chige Kurse in den Bereichen Naturwissenschaf -
ten, T echnologie, Kunst und Wirtschaft an. Die
Kurse finden in englischer Sprache statt und
sind ECTS-akkreditiert.
V eranstalter: TU Berlin Summer & Winter Uni-
versity
Zeit: 8. Januar–1. Februar 2018
Ort und Uhrzeit: werden noch bekannt
gegeben
Kontakt: Beth Sibly
T 030 44 72 02 30
[email protected]
www .tu-berlin.de/menue/summer_university/
winter_university/
www .tu-berlin.de/menue/summer_university/
register/
unica t - neujahrsemp fang
T raditionell begeht der Exzellenzcluster UniCat
im Januar im Anschluss an den BIG-NSE-W ork-
shop seinen Neujahrsempfang.
V eranstalter: Exzellenzcluster UniCat, Graduier-
tenschule BIG-NSE
Zeit: 12. Januar 2018, 17 Uhr
Ort: TU Berlin, Straße des 17. Juni 115, 10623
Berlin, Chemiegebäude, Hörsaal C 130 und
Galerie
Kontakt: Dr . Martin Penno, TU Berlin, Exzel-
lenzcluster UniCat
T 030 314-2 85 92
[email protected]
www .unicat.tu-berlin.de/aktuell/oeffentliche-
veranstaltungen/2018-neujahrsempfang/?L=1
4 7 . Wissenschaf tliche infor mations-
tagung der Berlin- Brandenbur-
gischen Gesellschaf t für Getreide -
forschung e. V .
T agung
Das deutsche Getreide- und Backgewerbe
sowie die zugehörige W issenschaft und Zu-
lieferindustrie treffen sich zu Beginn der In-
ternationalen Grünen W oche in Berlin zur 47.
W issenschaftlichen Informationstagung der
Berlin-Brandenburgischen Gesellschaft für Ge-
treideforschung e.V .
V eranstalter: TU Berlin, Fachgebiet Getreide-
technologie, in Zusammenarbeit mit der Berlin-
Brandenburgischen Gesellschaft für Getreide-
forschung e.V .
Zeit: 17.–18. Januar 2018, jeweils 8.30–13.15
Uhr
Ort: Beuth Hochschule für T echnik Berlin,
Luxemburger Straße 10, 13353 Berlin,
Ingeborg-Meising-Saal
Kontakt: Dipl.-Ing. Gabriele Gölz
T 030 314-2 75 50
[email protected]
www .getreideforschung.de
Time -resolved cr ystallography:
Atom ic vi ews of p rotein f un ct io n in
real-time
V ortrag von Juniorprofessorin Dr . Henrike Mül-
ler-W erkmeister , Universität Potsdam, Potsdam/
Golm, im organisch/biologisch-chemischen
Kolloquium
V eranstalter: TU Berlin, Institut für Chemie
Zeit: 18. Januar 2018, 17 Uhr
Ort: TU Berlin, Straße des 17. Juni 115, 10623
Berlin, Chemiegebäude, Raum C 243
Kontakt: Prof. Dr . Nediljko Budisa
T 030 314-2 88 21
[email protected]
nGi (n ex t Gen er atio n inte rn et )
Wor k sho p 2 0 18 – chan ce für D eut s ch -
land
W orkshop
Der eintägige NGI-W orkshop in Berlin wird
von Fraunhofer FOKUS, dem BMBF und EU DG
Connect organisiert sowie dem eco-V erband,
Berlin Partner und dem German T ech Entre-
preneurship Center (GTEC) unterstützt. Der
W orkshop zielt darauf ab, Menschen und Ak-
teure für das Next Generation Internet (NGI)
zu sensibilisieren.
V eranstalter: Fraunhofer-Institut FOKUS, Bun-
desministerium für Bildung und Forschung, EU
DG Connect (Generaldirektion Kommunikati-
onsnetze, Inhalte und T echnologien der Euro-
päischen Kommission)
Zeit: 25. Januar 2018, 9.20–17.20 Uhr
Ort: Fraunhofer-Institut FOKUS, Kaiserin-
Augusta-Allee 31, 10589 Berlin
Kontakt: Prof. Dr . Thomas Magedanz, TU Ber-
lin, Fachgebiet Architektur der V ermittlungs-
knoten (A V), Leiter des Geschäftsbereichs
Software-based Networks am Fraunhofer-
Institut FOKUS
T 030 314-2 13 39
[email protected]
www .ngi-germany .org/ngi-workshop-
2018-germany-54b6d4d531123fd0
Mo de lin g fi xed - bed r eac tors w it h
par tic le -resolv ed c omputational f luid
d y n a m i c s (c f D)
BIMoS Day mit Prof. Dr . Gregor W ehinger , Che -
mical Process Dynamics, TU Clausthal
V eranstalter: TU Berlin, Berlin International Gra -
duate School in Model and Simulation based
Research (BIMoS)
Zeit: 29. Januar 2018, 16.15–18 Uhr
Ort: TU Berlin, Straße des 17. Juni 135, 10623
Berlin, Hauptgebäude, Raum H 3005
Kontakt: Kerstin Eckstein
T 030 314-7 36 20
[email protected]
www .bimos.tu-berlin.de
4. A f ter-Wor k cup de s Tu -Spo r t s
Sonderveranstaltung
Der After-W ork Cup des TU-Sports ist ein T eam-
W ettbewerb für Beschäftigte, bei dem es mit
Geschicklichkeit und T eamgeist darum geht,
den W anderpokal ins eigene Büro zu holen.
After-W ork Cup bedeutet: T eamgeist geht vor
Höchstleistung, Ball-, Lauf- und V ertrauens-
spiele, jede Menge Spaß und ein gemeinsames
Erlebnis, Auszeichnung der besten T eams und
Übergabe des W anderpokals. NEU: Das T eam,
das sich besonders gut anfeuert und für die
beste Stimmung sorgt, erhält Bonuspunkte. Es
lohnt sich also, zu sechst zu kommen, damit
mindestens zwei noch Luft zum Jubeln haben.
V eranstalter: TU Berlin, Zentraleinrichtung
Hochschulsport
Anmeldung: Ob Beschäftigte der Zentralen Un-
versitätsverwaltung, der Zentraleinrichtungen
oder der Institute, alle sind herzlich eingeladen,
ein eigenes T eam zusammenzustellen. Die T eil-
nahme ist kostenlos. Die Anmeldung ist auf
www .tu-sport.de bis zum 15. 12. 2017 möglich.
Zeit: 11. Januar 2018, 17.30–21.30 Uhr
Ort: TU-Sportzentrum W aldschulallee, Wald-
schulallee 71, 14055 Berlin
Kontakt: Kathrin Bischoff
T 030 314-2 57 12
[email protected]
www .tu-sport.de
V orschau

V er leihung clara- immer wahr-Awar d
2 018
Zum siebenten Mal wird eine Gewinnerin des
Clara-Immerwahr-Awards in einer öffentlichen
Feierstunde für ihre Forschungsarbeiten auf
dem Gebiet der Katalyse geehrt: Dr . T racy L.
Lohr von der Northwestern University in Evans-
ton, USA.
V eranstalter: Exzellenzcluster „Unifying Con-
cepts in Catalysis“ (UniCat) und TU Berlin
Zeit: 9. Februar 2018, 14–16 Uhr
Ort: TU Berlin, Straße des 17. Juni 135, 10623
Berlin, Hauptgebäude, Lichthof
[email protected]
Die V eranstaltung findet in englischer Sprache
statt.
Das elekt ronische orchester
cha rl otte nbu rg – Mu sik a us
grafischen Partituren
Konzert
Zwölf elektronische und elektroakustische
Musikinstrumente, live spatialisiert auf einem
zwölfkanaligen Lautsprechersystem – das Elek-
tronische Orchester Charlottenburg (EOC),
ein Projekt des Elektronischen Studios der TU
Berlin, befasst sich mit der Frage, wie sich die
scheinbar unerschöpfliche Vielfalt der elektroni -
schen Klänge in größerer Besetzung organisie-
ren und zugleich verräumlichen lässt.
V eranstalter: TU Berlin, Elektronisches Studio,
Fachgebiet Audiokommunikation, und Staatli-
ches Institut für Musikforschung
Zeit: 10. Februar 2018, 18 Uhr
Ort: Staatliches Institut für Musikforschung,
Tiergartenstraße 1, 10785 Berlin, Curt-Sachs-
Saal
3D - T ag an d er T u Be rl in
Bei dieser V eranstaltung können sich Studie-
rende und Fachbesucherinnen und -besucher
anhand von V orträgen oder im direkten Ge-
spräch mit Ausstellern über den 3D-Druck in
Forschung und Praxis informieren.
V eranstalter: TU Berlin, Zentrum für geistiges
Eigentum, [email protected]
Zeit: 13. Februar 2018, ab 10 Uhr
Ort: TU Berlin, Straße des 17. Juni 135, 10623
Berlin, Hauptgebäude, Lichthof
www .zfge.tu-berlin.de/3d-tag/
eh r f AShionABLe STYLe. cArL Von DieBiTSch unD DAS MAu -
riSche reViV AL – AuSSTeLLunG iM Tu-ArchiTekTurMuSeuM.
Als ein globales Phänomen des 19. Jahrhunderts belegt das „Mauri-
sche Revival“ die Faszination westlicher Architekten für das islamische
Erbe von al-Andalus. Dieses spielte eine zentrale Rolle im W erk Carl
von Diebitschs (1819–1869), der als einer der ersten deutschen Ar-
chitekten die nasridischen Bauten Granadas, die spektakulären Paläste
der Alhambra, den Alcázar von Sevilla und die Moschee-Kathedrale
von Córdoba in den Jahren 1846–1847 vor Ort studierte und ihren
ornamentalen Reichtum in zahlreichen Bleistiftskizzen und Aquarellen
festhielt. Sie belegen die Bedeutung des preußischen Architekten für
die Erforschung der islamischen Architektur und Ornamentik von al-
Andalus und ihre Rezeption im 19. Jahrhundert. Als innovativem Er-
neuerer gelang ihm die Revitalisierung der nasridischen Baukunst und
ihrer Herstellungsverfahren, die er von Berlin aus in die W elt trug. Die
in Zusammenarbeit mit der Universität Zürich konzipierte Ausstellung
präsentiert die Architekturstudien und Bauentwürfe Carl von Diebitschs
erstmals in Deutschland und liefert einen umfassenden Blick auf einen
der erfolgreichsten Revival-Stile des Historismus, der die Architektur des
19. Jahrhunderts nachhaltig prägen sollte.
www .transculturalstudies.ch/de/projekt
Zeit: noch bis 10. 1. 2018, Mo–Do 12–16 Uhr
An Feiertagen sowie zwischen W eihnachten und Neujahr ist die Aus-
stellung geschlossen.
Ort: TU Berlin, Straße des 17. Juni 152, 10623 Berlin, Architekturge-
bäude, Flachbau, Galerie
Der Eintritt ist frei.
D a s „ m aur i sche R e viv al “
TU -Alu mni- Por t al
Ihre Verb indung zu r TU B erlin
www .alumni.tu-berlin.de

Seite 1 2 Tu inte rn · n r . 1 2 /Deze mb er 2 0 1 7
BLICK IN DIE LABORE DER TU BERLIN
W as fahrzeugfahrer zu vermeiden ver-
suchen, das ist am fachgebiet kraftfahr -
zeuge Programm: hier werden Autos
gezielt gegen die W and gefahren.
A uf dem TU-Campus in Ber lin-W ed-
ding an der Gusta v-Me y er -Allee be-
f indet sich im K eller des Gebäudes
13 eine Cr ashanla g e. Die T eststr eck e
ist 70 Meter lang . Pkw , Klein-Lkw ,
Zw eiräder und T estschlitten k ommen
dort für Cr ashtests zum Einsa tz. Ein
in den Boden eing elassenes, h ydr au-
lisch ang etrie benes, 200 Meter lang es
Stahlseil führt die F ahrz euge . Mit Ge-
schwindigk eiten v on bis zu 100 Kilo-
metern pr o Stunde f ahr en sie g egen
f este oder be w egliche Barrieren. Dr ei
Highspeedkamer as filmen den A uf-
pr all. Da dieser nur w enige Hunderts-
telsekunden dauert, ist eine perfekte
Beleuchtung notw endig . Diese lief ern
102 Lampen mit einer Leistung v on
je w eils zw ei Kilo w att. Sie sind im Be-
r eich des A ufpr alls ange br acht. Zudem
ist die T eststreck e mit einer V orrich-
tung für V ersuche v on F ahrr ad-F ahr -
z eug-Unfällen beziehungsw eise F ahr -
r ad-Fußg änger -Unfällen ausg esta ttet.
Denn die sog enannten ung eschützten
V erk ehr steilnehmer wie eben Fußg än-
g er und F ahrr adf ahr er w er den ein im-
mer wichtig er es T hema.
Ge baut wur de die Cr ashanlag e An-
f ang der 1990er -J ahr e . Das F achg e biet
Kr aftf ahrz eug e , das Einstein-Pr ofes-
sor Stef fen Müller leitet, nutzt sie für
F or schung en unter ander em auf dem
Ge biet der Insassensicherheit, der in-
teg r alen Sicherheit, also der V erknüp-
fung des Unf alls mit dem v orausg egan -
g enen Geschehen, und der V alidierung
numerischer Modelle . Zukünftig sol-
len auch v er stärkt F r a gestellung en zur
F ahrz eugsicherheit automatisiert f ah-
r ender F ahrz euge unter sucht w er den.
W elche A uswir kung en zum Beispiel
ein F rontalaufpr all bei 50 Kilometern
pr o Stunde auf ein dr eijährig es Kind
im Kinder sitz ha t, das wir d derz eit
mit Dumm ys erf or scht. Das F achg e-
biet ist mit diesen gut ausg esta ttet:
V on einem neuge bor enen, einjähri-
g en, anderthalbjährig en, dr eijährig en
bis zum sechsjährig en Dumm y ist
alles v orhanden. Aber auch Dumm ys
v on Erw achsenen sind v erfügbar . Die
Dumm ys sind v ollgepackt mit Sen-
sor en, die messen, w elche Kräfte bei
einem A ufpr all auf Hals- und Lenden-
wirbelsäule wir k en, mit w elcher Be-
schleunigung der K opf g eschleudert
oder wie star k die Br ust eing edr ückt
wir d. Diese g e w onnenen Daten v er -
w endet beispielsw eise J ohannes Holtz,
wissenschaftlicher Mitarbeiter am
F achg e biet, für die W eiterentwicklung
eines numerischen Menschmodells
eines sechsjährig en Kindes. Ob diese
computerbasierten Menschmodelle
die Dumm ys, die mehr er e Zehntau-
send Eur o k osten k önnen, künftig v oll -
ständig er setz en w erden, diese F ra ge
muss derz eit unbeantw ortet b leiben.
S ybille nitsche
Auf dem Y ouT ube-Kanal der TU Berlin gibt es
einen kleinen Eindruck.

https://youtu.be/4kTgNeiT wd8
Schluss
Die nächste Ausgabe der „ TU intern“
erscheint im Januar 2018.
redaktionsschluss: 2. Januar 2018
Das T eam
Prof . Dr.
STeffen
MüLLer, Leiter
des fachgebietes
kraftfahrzeuge
Das Auto der Zu-
kunft fährt ver-
netzt, emissionsfrei und automatisiert.
Hierdurch ergeben sich neue Heraus-
forderungen für die Fahrzeugsicherheit.
Die Untersuchungen an der Crashan-
lage des Fachgebietes Kraftfahrzeuge
befassen sich daher neben klassischen
Themen zunehmend mit neuen Fra-
gestellungen in den Bereichen aktive
Sicherheit, automatisiertes Fahren und
Leichtbaustrukturen für Elektrofahrzeu-
ge. Die Crashanlage bietet hervorra-
gende Möglichkeiten, diese Themen
im Bereich der Lehre und Forschung
experimentell zu bearbeiten. Dies ist
im universitären Umfeld ein wichtiges
Alleinstellungsmerkmal der TU Berlin.
Dr.-inG. GerD
MüLLer,
oberingenieur
am fachgebiet
kraftfahrzeuge
Die V erbesserung
der Fahrzeugsi-
cherheit ist nach wie vor eine wichtige
Aufgabe der Automobilindustrie. Dabei
ist das praktische T esten von Fahrzeugen
auf einer Crashbahn unerlässlich. In der
universitären Ausbildung ermöglicht uns
eine solche T esteinrichtung den Sprung
von der Theorie in die Praxis. W ährend
in der Lehre vor allem die Theorie zur
Fahrzeugauslegung und in entsprechen
-
den Übungen die simulatorische Opti-
mierung der Fahrzeugstruktur vermittelt
wird, können die Studierenden auf der
Crashbahn ganz unmittelbar das T esten
und Optimieren der Fahrzeugsicherheit
erlernen. Diese direkte V erknüpfung zwi -
schen Simulation und Realtest ist in der
Form in Deutschland einmalig.
ToBiAS TrABerT ,
wissenschaftli-
cher Mitarbeiter
Die Crashbahn
ermöglicht es,
die Studierenden
praxisnah an V er-
suchs- und Messtechnik im Bereich der
Fahrzeugsicherheit heranzuführen. Das
praktizieren wir in der Lehrveranstaltung
„Unfallmechanik und Kraftfahrzeugsi-
cherheit“. Im Rahmen meiner Dissertati -
on sind wir dabei, einen neuen V ersuchs -
aufbau zu errichten, der es uns erlaubt,
auch eine Notbremsung vor dem ei-
gentlichen Crash und neue Sitzpositio-
nen, wie sie beim automatisierten Fah-
ren zu erwarten sind, abzubilden. Dies
eröffnet uns ganz neue Möglichkeiten,
die Auswirkungen des automatisierten
Fahrens auf die Sicherheit der Passagiere
zu analysieren und neue Ansätze für den
Insassenschutz für zukünftige Fahrzeug-
konzepte zu erforschen.
JohAnneS
hoL TZ,
wissenschaftlicher
Mitarbeiter
2017 habe ich vor
allem Unfallrekon -
struktionen auf
der Crashbahn durchgeführt. Außerdem
nutze ich Daten aus Schlittenversuchen
mit definierten V erzögerungsverläufen,
um meine Simulationsmodelle mit Kin-
derdummys zu validieren und V ergleichs -
daten für numerische Menschmodelle zu
generieren. Ziel ist es vor allem, durch
die V ersuche und die darauf aufbauen-
den Simulationen V erletzungsursachen
genauer zu analysieren und numerische
Menschmodelle weiterzuentwickeln. In
der Lehre nutze ich die Crashbahn für die
praktische Übung zum Kurs „Sicherheit
von Kindern im Straßenverkehr“.
Aufgez eichnet v on S ybille nitsche
© TU Berlin/PR/Felix Noak (6)
1
1 In der Crashanlage auf dem
TU-Campus in Berlin-W ed-
ding finden viele V ersuche
mit Kinder-Dummys statt.
Ziel ist es, die Sicherheit
von Kindern in Autos zu
verbessern
2 120 Lampen sorgen für
eine perfekte Beleuchtung
bei den Crashversuchen.
Drei Highspeedkameras be-
nötigen das Licht, um den
Aufprall filmen zu können.
3 Johannes Holtz (links oben)
und T obias T rabert bereiten
einen Crashtest vor
4 Im Laufe der Jahre haben
die Dummys so manchen
Crash aushalten müssen.
Sie sind zudem vollgepackt
mit Sensoren.
5 Blick auf die Anzeige von
V ersuchsparametern im
Kontrollraum
6 Im Kopf eines Dummys
werden Sensoren montiert
E s k o m m t z u m C r a s h Für die F or schung zu g r ößer er Insassensicherheit
f ahr en W issenschaftler A utos g ezielt an die W and
3
4
5
6
s
2
© TU Berlin/PR/Felix Noak (3) © TU Berlin/PR/Ulrich Dahl

Why institutions use Plag.ai for originality review, entry 45

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