scieee Science in your language
[en] (orig)
amtliche mitteilungen
verkündungsblatt der universität paderborn am.uni.pb
ausgabe 79.14 vom 27. märz 2014
besondere bestimmungen der prüfungsordnung
für den masterstudiengang
lehramt an berufskollegs
mit dem unterrichtsfach chemie
an der universität paderborn
vom 27. märz 2014
herausgeber: präsidium der universität paderborn
-2-
Besondere Bestimmungen der Prüfungsordnung für den Masterstudiengang
Lehramt an Haupt-, Real- und Gesamtschulen mit dem Unterrichtsfach Chemie
an der Universität Paderborn vom 27. März 2014
Aufgrund des § 2 Absatz 4 und des § 64 Absatz 1 des Gesetzes über die Hochschulen des Landes
Nordrhein-Westfalen (Hochschulgesetz HG) vom 31. Oktober 2006 (GV.NRW. S. 474), zuletzt
geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 3. Dezember 2013 (GV.NRW. S. 723), hat die Universität
Paderborn folgende Ordnung erlassen:
INHALTSÜBERSICHT
Teil I Allgemeines
§ 34 Zugangs- und Studienvoraussetzungen ....................................................................... 3
§ 35 Studienbeginn ............................................................................................................... 3
§ 36 Studienumfang ............................................................................................................. 3
§ 37 Erwerb von Kompetenzen ............................................................................................ 3
§ 38 Module .......................................................................................................................... 4
§ 39 Praxissemester ............................................................................................................. 5
§ 40 Profilbildung .................................................................................................................. 5
Teil II Art und Umfang der Prüfungsleistungen
§ 41 Zulassung zur Masterprüfung ....................................................................................... 5
§ 42 Prüfungsleistungen und Formen der Leistungserbringung .......................................... 5
§ 43 Masterarbeit .................................................................................................................. 6
§ 44 Bildung der Fachnote ................................................................................................... 6
Teil III Schlussbestimmungen
§ 45 Inkrafttreten und Veröffentlichung ................................................................................. 6
Anhang
Studienverlaufsplan
Modulbeschreibungen
-3-
Teil I
Allgemeines
§ 34
Zugangs- und Studienvoraussetzungen
Über die in § 4 Allgemeine Bestimmungen genannten Vorgaben hinaus gibt es keine weiteren.
§ 35
Studienbeginn
Studienbeginn ist zum Sommer- und im Wintersemester möglich. Empfohlen wird der Beginn zum
Wintersemester.
§ 36
Studienumfang
Das Studienvolumen des Unterrichtsfaches Chemie umfasst 18 Leistungspunkte (LP), davon 9 LP
fachdidaktische Studien, sowie zusätzlich 3 LP fachdidaktische Studien im Rahmen des
Praxissemesters.
§ 37
Erwerb von Kompetenzen
(1) In den fachwissenschaftlichen Studien des Unterrichtsfaches Chemie sollen die Studierenden
folgende Kompetenzen erwerben:
Die Studierenden
verfügen über grundlegende Wissensstrukturen auf schulchemisch bedeutsamen
Teilgebieten der Chemie,
können chemisches Wissen und chemische Arbeitstätigkeiten bzw. Erkenntnismethoden
nutzen und auf Alltagssituationen beziehen,
können chemisches Wissen in allglichen und fachübergreifenden Zusammenhängen
anwenden,
können chemische Fragestellungen experimentell bearbeiten.
(2) In den fachdidaktischen Studien des Unterrichtsfaches Chemie sollen die Studierenden folgende
Kompetenzen erwerben:
Die Studierenden
sind befähigt, chemiedidaktische Theorieelemente und Prinzipien, Erkenntnisse, Einsichten
zur Unterrichtsplanung und -analyse sowie zur Lerndiagnostik anzuwenden,
verfügen über die Fähigkeit, reale Unterrichtsabläufe im Hinblick auf prognostizierte
Erwartungen des konstruierten Modells zu analysieren,
sind in der Lage, in unterrichtlichen Zusammenhängen situativ zu handeln bzw. zu reagieren,
verfügen über ein differenziertes Selbstkonzept in ihrer Rolle als zukünftige Chemielehrer.
§ 38
Module
(1) Das Studienangebot im Umfang von 18 LP, davon 9 LP fachdidaktische Studien, ist modularisiert
und umfasst vier Module.
-4-
(2) Die Module bestehen aus Pflicht- und/oder Wahlpflichtveranstaltungen. Die
Wahlpflichtveranstaltungen können aus einem Veranstaltungskatalog gewählt werden.
(3) Die Studierenden erwerben die in § 37 genannten Kompetenzen im Rahmen folgender Module:
01 Vertiefungsmodul Chemie 1 6 LP
Zeitpunkt
(Sem.)
P/WP
Work-
load(h)
1. Sem.
Zwei der folgenden Veranstaltungen
- Geschichte der Chemie (V2)
- Medizinische Chemie (V2 Ü1)
- Einführung in die Quantenchemie (V2 Ü1)
- Biochemie (V2)
WP
90 h
02 Vertiefungsmodul Chemie 2 3 LP
Zeitpunkt
(Sem.)
P/WP
Work-
load(h)
3. Sem. Gefahrstoffe, Rechtskunde, Toxikologie (V2) P 90 h
03 Vertiefungsmodul Fachdidaktik Chemie Teil 1 3 LP
Zeitpunkt
(Sem.)
P/WP
Work-
load(h)
1.Sem.
Planung, Durchführung und Analyse von Chemieunterricht
(S2) (Vorbereitung des Praxissemesters)
Hinweis: Im Sinne einer inneren Differenzierung wird den
schulformspezifischen Besonderheiten entsprochen.
P
90 h
04 Vertiefungsmodul Fachdidaktik Chemie Teil 2 6 LP
Zeitpunkt
(Sem.)
P/WP
Work-
load(h)
3., 4. Sem.
(a) Chemische Bildung und chemiedidaktische
Konzeptionen (S2)
(b) Spezielle Themen aus der Chemiedidaktik
wechselnde Themen (S2)
Hinweis: Im Sinne einer inneren Differenzierung wird den
schulformspezifischen Besonderheiten entsprochen.
P
WP
90 h
90 h
(4) Die Beschreibungen der einzelnen Module sind den Modulbeschreibungen im Anhang zu
entnehmen. Die Modulbeschreibungen enthalten insbesondere die Qualifikationsziele bzw.
Standards, Inhalte, Lehr- und Lernformen sowie die Prüfungsmodalitäten und Prüfungsformen
der Modulabschlussprüfungen.
-5-
§ 39
Praxissemester
Das Masterstudium im Unterrichtsfach Chemie umfasst gem. § 7 Abs. 3 und § 11 Allgemeine
Bestimmungen ein Praxissemester an einer Haupt-, Real- oder Gesamtschule. Das Nähere wird in einer
gesonderten Ordnung geregelt.
§ 40
Profilbildung
Das Fach Chemie beteiligt sich am Lehrveranstaltungsangebot zu den standortspezifischen
berufsfeldbezogenen Profilen gemäß § 12 Allgemeine Bestimmungen. Die Beiträge des Faches können
den semesterweisen Übersichten entnommen werden, die einen Überblick über die Angebote aller
Fächer geben.
Teil II
Art und Umfang der Prüfungsleistungen
§ 41
Zulassung zur Masterprüfung
Die über § 17 Allgemeine Bestimmungen hinausgehenden Vorgaben für die Teilnahme an
Prüfungsleistungen im Unterrichtsfach Chemie sind den Modulbeschreibungen im Anhang zu
entnehmen.
§ 42
Prüfungsleistungen und Formen der Leistungserbringung
(1) Prüfungsleistungen werden als Modulabschlussprüfungen gemäß §§ 18 und 19 Allgemeine
Bestimmungen in Form von mündlichen Prüfungen oder Klausuren erbracht. Mindestens eine
Prüfung muss mündlich und mindestens eine Prüfung muss schriftlich sein.
(2) Darüber hinaus sind Studienleistungen bzw. Nachweise der aktiven und qualifizierten Teilnahme
entsprechend den Vorgaben der jeweiligen Modulbeschreibung zu erbringen. Näheres kann den
Modulbeschreibungen im Anhang entnommen werden.
(3) Sofern in der Modulbeschreibung Rahmenvorgaben zu Form und/ oder Dauer/ Umfang von
Prüfungsleistungen enthalten sind, wird vom jeweiligen Lehrenden bzw. Modulbeauftragten zu
Semesterbeginn bekannt gegeben, wie die Prüfungsleistung konkret zu erbringen ist. Dies gilt
entsprechend für Studienleistungen.
§ 43
Masterarbeit
Wird die Masterarbeit gemäß §§17 und 21 Allgemeine Bestimmungen im Unterrichtsfach Chemie
verfasst, so hat sie einen Umfang, der 18 LP entspricht. Sie soll zeigen, dass die Kandidatin bzw. der
Kandidat in der Lage ist, innerhalb einer vorgegebenen Frist ein für das Berufsfeld Schule relevantes
Thema bzw. Problem aus dem Fach Chemie mit wissenschaftlichen Methoden selbständig zu
bearbeiten und die Ergebnisse sachgerecht darzustellen. Die Masterarbeit kann wahlweise in der
Fachwissenschaft oder der Fachdidaktik verfasst werden. Sie soll einen Umfang von etwa 60-80 Seiten
nicht überschreiten. Sie kann in englischer Sprache verfasst werden.
-6-
§ 44
Bildung der Fachnote
Gemäß § 24 Abs. 3 Allgemeine Bestimmungen wird eine Gesamtnote für das Fach Chemie gebildet.
Alle Modulnoten des Faches gehen, gewichtet nach Leistungspunkten, in die Gesamtnote des Faches
ein. Ausgenommen ist die Note für die Masterarbeit, auch wenn sie im Fach geschrieben wird. Für die
Berechnung der Fachnote gilt § 24 Abs. 2 Allgemeine Bestimmungen entsprechend.
Teil III
Schlussbestimmungen
§ 45
Inkrafttreten und Veröffentlichung
(1) Diese besonderen Bestimmungen der Prüfungsordnung für den Masterstudiengang Lehramt an
Haupt-, Real- und Gesamtschulen mit dem Unterrichtsfach Chemie treten am 01. Oktober 2014
in Kraft.
(2) Sie werden in den Amtlichen Mitteilungen der Universität Paderborn veröffentlicht.
Ausgefertigt aufgrund des Beschlusses des Fakultätsrats der Fakultät für Naturwissenschaften vom 05.
März 2014 im Benehmen mit dem Ausschuss für Lehrerbildung (AfL) vom 20. März 2014 sowie nach
Prüfung der Rechtmäßigkeit durch das Präsidium der Universität Paderborn vom 26. März 2014.
Paderborn, den 27.rz 2014 Der Präsident
der Universität Paderborn
Professor Dr. Nikolaus Risch
Anhang
Studienverlaufsplan
1. Semester (WS)
Zwei der folgenden Optionen
- Geschichte der Chemie
- Medizinische Chemie
- Einführung in die Quantenchemie
- Biochemie
V2
V2 Ü1
V2 Ü1
V2
Planung, Durchführung und Analyse von Chemieunterricht -HRGe
S2
Summe 9 LP
2. Semester (SS)
Begleitseminar zum Praxissemester: Lehrerverhalten im Unterrichtspraktikum -
Analyse von Anfängerschwierigkeiten
3. Semester (WS)
Gefahrstoffe, Rechtskunde, Toxikologie
V2
Chemische Bildung und chemiedidaktische Konzeptionen
S2
Summe 6 LP
4. Semester (SS)
Spezielle Themen aus der Chemiedidaktik - wechselnde Themen
S2
Summe 3 LP
insgesamt 18 LP, davon 9 Fachdidaktik
Modulbeschreibungen
Titel des Moduls: Vertiefungsmodul Chemie 1
Modulnummer
Workload
Credits
Studiensemester
Häufigkeit des Angebots
Dauer
1
180 h
6
1.
jedes WS
1 Semester
1 Lehrveranstaltungen Kontaktzeit Selbststudium
Zwei der folgenden Veranstaltungen
(a) Geschichte der Chemie (V2)
(b) Medizinische Chemie (V2 Ü1)
(c) Einführung in die Quantenchemie (V2 Ü1)
(d) Biochemie (V2)
2 SWS / 30 h
3 SWS / 45 h
3 SWS / 45 h
2 SWS / 30 h
60 h
45 h
45 h
60 h
2 Lernergebnisse (learning outcomes) / Kompetenzen
Fachliche Kompetenzen
Kenntnis der geschichtlichen Entwicklung der Chemie und von Problemlagen, die die Verwertung und
Anwendung chemischer Erkenntnisse sowie Aspekte der gesellschaftlichen Akzeptanz der Chemie als
Wissenschaft und Unterrichtsfach betreffen
Verständnis für Struktur-Eigenschaftsbeziehungen chemischer Stoffe und Phänomene des Alltags
Identifizierung und Begreifen chemischer Vorgänge und Stofftransportvorgänge in Umweltkompartimenten
Elementare Kenntnisse über biochemische Stoffklassen und biologisch-ernährungsphysiologisch relevante
Zyklen
vertiefte Kenntnisse über biologisch wichtige Moleküle, die in der Medizinischen und Bioanorganischen Chemie
von Bedeutung sind
Bewertung und Kommunikation existenzrelevanter Zusammenhänge
Spezifische Schlüsselkompetenzen
grundlegende wissenschaftstheoretische Kompetenz
Fremdsprachenkompetenz (durch Verwendung englischsprachiger Lehrbücher und Kommunikation mit
ausländischen Assistenten)
Elementare Kenntnisse über biochemische Stoffklassen und biologisch-ernährungsphysiologisch relevante
Zyklen
Kenntnis fachlicher Grundlagen, um schulische Inhalte sachanalytisch zu bewerten und fachsystematisch
einzuordnen
Fähigkeit zum Modelldenken
Fremdsprachenkompetenz (durch Verwendung englischsprachiger Lehrbücher und Kommunikation mit
ausländischen Assistenten)
3 Inhalte
(a) Geschichte der Chemie:
Geschichtliches Altertum (Mythen, Naturphilosophie, Atomistik)
Alchemie (Transmutation, natur- und geisteswissenschaftliche Aspekte)
Phlogistonlehre und Gaschemie (Empirismus, Exhaurierung)
Quantitative Chemie (Atom- und Molekularlehre)
Organische Chemie (Vitalismus, chemische Legenden, Elementaranalyse)
Industrielle Revolution (Nützlichkeit der Chemie, Grenzen des Wachstums, Akzeptanz)
(b) Medizinische Chemie:
Methoden der Leitstrukturfindung, -entwicklung und -optimierung
Aufbau und Wirkungsweise von Enzymen und Rezeptoren, Wechselwirkungen mit Wirkstoffen
Pharmakodynamik und Pharmakokinetik
Fallbeispiele aus der Entwicklung von Pharmaka bis zur Marktreife
(c) Einführung in die Quantenchemie:
Vorstellung grundlegender Experimente der Quantenmechanik
Mathematische Beschreibung quantenmechanischer Probleme
Schrödinger-Gleichung
Lösungen der Schrödinger-Gleichung für ausgewählte quantenmechanische Probleme
Grundlagen der Spektroskopie
(d) Biochemie
Einführung: Anatomie und Intermediärstoffwechsel
Stoffklassen/Stoffwechsel: Aminosäuren, Peptide, Proteine, Lipide, Kohlenhydrate, Purine, DNA, Steroide,
Vitamine, Hormone
spezielle anorganische Verbindungen, Reaktionen, Anwendungen
Biochemische Prozesse: Energie- und Stofftransformationen
Enzyme, Glykolyse, Citratzyklus, Atmungskette
4 Lehrformen
(a) Vorlesung
(b) Vorlesung
(c) Vorlesung
5 Gruppengröße
je 100 Teilnehmer
6 Verwendung des Moduls (in anderen Studiengängen)
Masterstudium Lehramt "Chemie" für GyGe; Masterstudium Lehramt “Chemie“ für BK
7 Teilnahmevoraussetzungen
Keine
8 Prüfungsformen
Die Modulabschlussprüfung ist eine Klausur (2 Stunden) oder eine mündliche Prüfung (30-45 Minuten) aus den
gewählten Teilgebieten.
9 Voraussetzungen für die Vergabe von Kreditpunkten
Erfolgreich bestandene Modulabschlussprüfung
10 Modulbeauftragte/r und hauptamtlich Lehrende/r
Henkel (verantwortlich) Kuckling, Kitzerow
11 Sonstige Informationen
Empfohlene Literatur:
Schriftenreihe Schule In NRW, Nr. 1031/1 Sicherheit im naturwissenschaftlich-technischen Unterricht an
allgemeinbildenden Schulen, MSWWF
P. W. Atkins, Physikalische Chemie, 4. Auflage, Wiley VCh
G. Wedler, Lehrbuch der Physikalischen Chemie, 5. Auflage, Wiley VCh
E. Ströker, "Denkwege der Chemie" - Elemente ihrer Wissenschaftstheorie, Verlag Karl Alber, Freiburg;
W. Röd, „Kleine Geschichte der antiken Philosophie", Beck'sche Reihe, München;
A.G.M. van Melsen, "Atom - gestern und heute", Verlag Karl Alber, Freiburg;
E. Ploss, H. Roosen-Runge u. a., Alchimia", Moos, München;
H. Moesta, „Erze und Metalle ihre Kulturgeschichte im Experiment“, Springer, Berlin;
Hans-Werner Schütt, „Auf der Suche nach dem Stein der Weisen die Geschichte der Alchemie“, Verlag C. H.
Beck,
William H. Brock, „Viewegs Geschichte der Chemie“, Springer
C. Bliefert, Umweltchemie
G. Schwedt, Taschenatlas der Umweltchemie
J.F. Diehl, Chemie in Lebensmitteln
G. Löffler, P.E. Petrides, P.C. Heinrich., „Biochemie und Pathobiochemie“; Springer;
T. Kreutzig, „Kurzlehrbuch Biochemie“, Urban & Fischer Verlag;
G. Rehner, H. Daniel, „Biochemie der Ernährung“; Spektrum Akademischer Verlag
Titel des Moduls: Vertiefungsmodul Chemie 2
Modulnummer
Workload
Credits
Studiensemester
Häufigkeit des Angebots
Dauer
2
90 h
3
3.
jedes WS
1 Semester
1 Lehrveranstaltungen Kontaktzeit Selbststudium
Gefahrstoffe, Rechtskunde, Toxikologie (V2)
2 SWS / 30 h
60 h
2 Lernergebnisse (learning outcomes) / Kompetenzen
Fachliche Kompetenzen
Grundkenntnisse in Toxikologie und Rechtskunde
Fähigkeit zum sachgerechten Umgang mit Gefahrstoffen
(in der beruflichen Praxis geforderte) nachgewiesene Sachkunde für das Inverkehrbringen von Gefahrstoffen
Spezifische Schlüsselkompetenzen
Sicherheitsbewusster, sensibler und nachhaltiger Umgang mit Stoffen
Fähigkeit zur Abschätzung von Gefahrenpotenzialen
3 Inhalte
Gefahrstoffe, Rechtskunde, Toxikologie:
Toxikologische Grundlagen
chemierelevante Rechtsvorschriften
Schutzmaßnahmen
Luftanalytik, Wirkungen einzelner Stoffe und Stoffklassen, Informationsquellen
4 Lehrformen
Vorlesung
5 Gruppengröße
100 Teilnehmer
6 Verwendung des Moduls (in anderen Studiengängen)
Masterstudium Lehramt "Chemie" für GyGe; Masterstudium Lehramt “Chemie“ für BK
Profilstudium „Gesunde gute Schule“
7 Teilnahmevoraussetzungen
Keine
8 Prüfungsformen
Die Modulabschlussprüfung ist eine Klausur (2 Stunden) oder eine mündliche Prüfung (ca. 30 Minuten)
9 Voraussetzungen für die Vergabe von Kreditpunkten
Erfolgreich bestandene Modulabschlussprüfung
10 Modulbeauftragte/r und hauptamtlich Lehrende/r
Kuckling, N.N.
11 Sonstige Informationen
Schriftenreihe Schule In NRW, Nr. 1031/1 Sicherheit im naturwissenschaftlich-technischen Unterricht an
allgemeinbildenden Schulen, MSWWF
Titel des Moduls: Vertiefungsmodul Fachdidaktik Chemie Teil 1
Modulnummer
Workload
Credits
Studiensemester
Häufigkeit des Angebots
Dauer
3
90 h
3
1.
jedes WS
1 Semester
1 Lehrveranstaltungen Kontaktzeit Selbststudium
Planung, Durchführung und Analyse von Chemieunterricht
HRGe (S2)
2 SWS / 30 h
60
2 Lernergebnisse (learning outcomes) / Kompetenzen
Fachliche Kompetenzen
Die Studierenden
können Konzeptionen in bildungstheoretischer, unterrichtspraktischer und lernpsychologischer Hinsicht
bewerten,
können Chemieunterricht „adressatengerecht“ planen und gestalten
Spezifische Schlüsselkompetenzen
Die Studierenden
verbessern Reflexions- und Prognosekompetenzen,
steigern bewertende und kommunikative Kompetenzen.
3 Inhalte*
* Hinweis: Im Sinne einer inneren Differenzierung wird den schulformspezifischen Besonderheiten entsprochen.
Im BA-Studium erworbene Kenntnisse werden auf zentrale berufsspezifische Funktionen bezogen. Themen sind:
Planung als Aufgabe, Notwendigkeit, Prozess, Problem
Planungsmodelle und chemische Unterrichtsrealität
grundlegende Begriffskonstrukte zum Bereich Planung , etwa Sachanalyse, Strukturanalyse bzw.
Legitimationshilfen, Fach- und Schülerorientierung, Schülervorstellungen und didaktische Rekonstruktion,
Situation bzw. Situativität, Anspruchsniveau, Methoden, Intentionen, Konzeptionen, Differenzierung,
Lernkontrollen, Leistungsmessung
Analyse von „Fremdplanungen“ unter zentralen Aspekten wie Interdependenz, Widerspruchsfreiheit,
Bedingungen, Faktenbeurteilung und Normenkritik, Kompetenzvermittlung, Lernzielbeschreibungen bzw.
Qualifikationsanalysen, Auswirkungen auf Schülerverhalten
Didaktische Prinzipien als Planungsgrundsätze
Unterrichtsentwürfe als Ergebnis und als Modell geplanten Handelns und als Reflexionsübungen
Studentische Anfängerfehler und Probleme im konkreten Unterrichtshandeln (video-unterstützt)
4 Lehrformen
Seminar mit Unterrichtsbesuchen (Hospitationen) und Gruppenarbeit
5 Gruppengröße
je 25 Teilnehmer
6 Verwendung des Moduls (in anderen Studiengängen)
Masterstudium Lehramt "Chemie" für GyGe; Masterstudium Lehramt “Chemie“ für BK
7 Teilnahmevoraussetzungen
Keine
8 Prüfungsformen
Mündliche Modulabschlussprüfung von ca. 30 Minuten
9 Voraussetzungen für die Vergabe von Kreditpunkten
Erfolgreich bestandene Modulabschlussprüfung sowie erfolgreicher Besuch der Veranstaltung, nachgewiesen
durch eine Grobplanung (Unterrichtseinheit) als Gruppenarbeit und in Rückkopplung zur Unterrichtsrealität
(mehrere Varianten möglich), schriftlich fixiert
10 Modulbeauftragte/r und hauptamtlich Lehrende/r:
Becker, N.N.
11
Sonstige Informationen:
H.-J. Becker, Konzeptionelle Vielfalt im naturwissenschaftlichen Unterricht. In: B. Herzig/U. Schwerdt (Hg),
Subjekt- oder Sachorientierung in der Didaktik, LIT
R. Demuth u.a., Chemie im Kontext, Waxmann
H.-J. Becker u.a., Trendberichte zur Chemiedidaktik 2003,2004, 2005, 2006, 2007, 2008, 2009, In: Nachrichten
aus der Chemie
V. Woest, Offener Chemieunterricht, Luchterhand
E. Spörlein,“Das mit dem Chemischen finde ich nicht so wichtig…“, Leske + Budrich
H.-J. Becker, Chemiedidaktische Entwicklungen in der BRD, Lang
Titel des Moduls: Vertiefungsmodul Fachdidaktik Chemie Teil 2
Modulnummer
Workload
Credits
Studiensemester
Häufigkeit des Angebots
Dauer
4
180
6
3., 4.
(a) jedes WS
(b) jedes SS
2 Semester
1 Lehrveranstaltungen: Kontaktzeit: Selbststudium
(a) Chemische Bildung und chemiedidaktische Konzeptionen
(S2)
(b) Spezielle Themen aus der Chemiedidaktik -wechselnde
Themen (S2)
2 SWS / 30 h
2 SWS / 30 h
60
60
2 Lernergebnisse (learning outcomes) / Kompetenzen
Fachliche Kompetenzen
Die Studierenden
können Konzeptionen in bildungstheoretischer, unterrichtspraktischer und lernpsychologischer Hinsicht
differenziert bewerten,
können Schülerverhalten einschätzen bzw. diagnostizieren,
vertiefen Planungs-, Gestaltungs- und Analysekompetenzen.
Spezifische Schlüsselkompetenzen
Die Studierenden
verbessern Reflexions- und Prognosekompetenzen,
steigern bewertende und kommunikative Kompetenzen.
3 Inhalte*
* Hinweis: Im Sinne einer inneren Differenzierung wird den schulformspezifischen Besonderheiten entsprochen.
(a) Chemische Bildung und chemiedidaktische Konzeptionen:
Zusammenhänge von Bildungsabsichten und chemiedidaktischen Konzeptionsprogrammen werden thematisiert
und von den Studierenden in einer forschenden Perspektive bearbeitet, im einzelnen:
Begriffsklärungen (Bildung, chemische Bildung, Allgemeinbildung, Berufsbildung, Bildungsrelevanzen, Bildung
als Konsens und Orientierungshilfe, Bildungskonzeptionen, Bildungsgänge, Bildungsstudien)
Chemische Lehrpläne, Richtlinien, Curricula (auch aus historischer Perspektive)
Entscheidungshilfen zur Ableitung von Bildungszusammenhängen und -absichten wie kulturelle Normen,
fachstrukturelle vs. individuelle Angemessenheit, Intentionen Themen - Matrices, Strukturgitteransätze,
Qualifikationsanalysen, Kompetenzmodelle und Kompetenzmodellierungen
Methodische Grundformen (darbieten, erarbeiten, entdecken) und schulpädagogische Ansätze (ganzheitlich-
analytisch, elementenhaft -synthetisch, fachübergreifend, Projekte, (Rollen)Spiele) als Konkretisierungshilfen
chemischer Bildungsabsichten
Chemiedidaktische Konzeptionen als komplexe Unterrichtsprogramme (lebensweltliche,
wissenschaftstheoretische bzw. -geschichtliche, kind- bzw. schülergemäße, technik-umwelt-
gesellschaftsorientierte, fachübergreifende Ansätze) in Abgrenzung zu fachstrukturellen Ansätzen
(Gegenständen wie Erkenntnismethoden)
Konzeptionen als Lernhilfe für den Aufbau von Fachstrukturen und zur Entwicklung konzeptueller Vorstellungen
als Chance für Erfahrungsrepräsentationen und für die Verbesserung emotionaler Zustände
Methodische und konzeptionelle Realitäten „Chemieunterricht“ (Forschungslage)
Studentische Reflexionen hinsichtlich realisierter Bildungsprozesse und Konzeptionen im Praktikumsunterricht
Empathisches Lehrerverhalten als Agens konzeptioneller Vielfalt im Chemieunterricht
(b) Spezielle Themen aus der Chemiedidaktik:
Seminare zu wechselnden Themenstellungen vermitteln je nach Interessenlage und Schwerpunktsetzung der
Studierenden und je nach aktuellen Gegebenheiten vertiefte Einblicke in chemiedidaktische Erkenntnisstände, z.
B.
Schülerorientierung und experimentelle Selbsttätigkeit im Chemieunterricht
Innere Differenzierung und Heterogenität Herausforderungen für Chemieunterricht (Schwerpunkt
Hauptschule)
Diagnostische Möglichkeiten im Chemieunterricht Theorie und Realitäten
Lernschwierigkeiten und Schülervorstellungen
Modelle, Modellversuche, Analogien, Metaphern, Eselsbrücken - Lernhilfen im Chemieunterricht?!
(Schwerpunkt Hauptschule)
Leistung und Interessen von Schülern Metaanalysen, Fallstudien, Erhebungen
Kompetenzen und Kompetenzmodellierung - mehr als ein Konstrukt?!
Chemische Alltagskommunikation als Forschungsgegenstand und unterrichtliches Gestaltungsmittel
(Schwerpunkt Hauptschule)
Medien im Chemieunterricht - Möglichkeiten, Chancen, Probleme
Chemiedidaktische Forschungsansätze - Empirie, Hermeneutik, Heuristik, Ideologiekritik
Sprache und Begriffsbildungsprozesse m Chemieunterricht (Schwerpunkt Hauptschule)
Schülerinteressen und Chemieunterricht an der Hauptschule (Schwerpunkt Hauptschule)
Zum Verhältnis von chemischer Allgemein- und Berufsbildung
……
4 Lehrformen
(a) Seminar (Einzel-, Gruppenarbeit) mit empirischen Bezügen und Quellenarbeiten
(b) Seminar (Einzel-, Gruppenarbeit) mit empirischen Bezügen und Quellenarbeiten
5 Gruppengröße
je 25 Teilnehmer
6 Verwendung des Moduls (in anderen Studiengängen)
Masterstudium Lehramt "Chemie" für GyGe; Masterstudium Lehramt “Chemie“ für BK
7 Teilnahmevoraussetzungen
Keine
8 Prüfungsformen
Mündliche Modulabschlussprüfung von ca. 45 Minuten
9
Voraussetzungen für die Vergabe von Kreditpunkten
Erfolgreich bestandene Modulabschlussprüfung sowie erfolgreicher Besuch der Modulveranstaltungen,
nachgewiesen durch
(a) eine Grobplanung (Unterrichtseinheit) als Gruppenarbeit und in Rückkopplung zur Unterrichtsrealität (mehrere
Varianten möglich), schriftlich fixiert
(b) Referat zu einer selbst gewählten Seminarthematik mit einem deutlichen Bezug zum Unterrichtspraktikum
10 Modulbeauftragte/r und hauptamtlich Lehrende/r
Becker, N.N.
11
Sonstige Informationen
H.-J. Becker, Konzeptionelle Vielfalt im naturwissenschaftlichen Unterricht. In: B. Herzig/U. Schwerdt (Hg),
Subjekt- oder Sachorientierung in der Didaktik, LIT
R. Demuth u.a., Chemie im Kontext, Waxmann
H.-J. Becker u.a., Trendberichte zur Chemiedidaktik 2003,2004, 2005, 2006, 2007, 2008, 2009, In: Nachrichten
aus der Chemie
V. Woest, Offener Chemieunterricht, Luchterhand
E. Spörlein,“Das mit dem Chemischen finde ich nicht so wichtig…“, Leske + Budrich
H.-J. Becker, Chemiedidaktische Entwicklungen in der BRD, Lang