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[de] (orig)
11Umweltpsychologie, 22. Jg., Heft 2, 2018, 11-32
Zusammenfassung
Suffizientes Konsumverhalten gilt als eine
wichtige Strategie, um Nachhaltigkeitsziele zu
erreichen, und kann von nachhaltigkeitsorien-
tierten Unternehmen unter anderem mithilfe
von suffizienzfördernder Kommunikation un-
terstützt werden.
In einer Online-Befragung von Kundinnen
und Kunden eines Online-Marktplatzes für
nachhaltige Produkte (N =1626) wurde unter-
sucht, wie ein Unternehmen mit suffizienzför-
dernder Kommunikation als Sender von seinen
Kundinnen und Kunden wahrgenommen wird,
ob diese Kommunikationsform tatsächlich zu
suffizientem Konsumverhalten motivieren kann
und welche Faktoren suffizienzfördernde Kom-
munikation wirkungsvoll begünstigen können.
Die Befragten bewerteten die Inhalte der suffi-
zienzfördernden Kommunikation sowie die
Glaubwürdigkeit und die Motive des Unter-
nehmens als sehr positiv und drückten eine
hohe Motivation zu suffizientem Konsumver-
halten aus. Nur vereinzelt wurden die Motive
des Unternehmens infrage gestellt. Die positive
Bewertung der Glaubwürdigkeit und der Moti-
ve des Senders sowie ausgeprägte Werte um-
weltfreundlichen Konsums bei Kundinnen und
Kunden begünstigten zudem die suffizienzför-
dernde Wirkung der Kommunikationsmaßnah-
me, während sich die Wahrnehmung strategi-
scher Motive des Unternehmens sowie indi-
viduelle hedonistische Konsummotive nicht
maßgeblich auswirkten.
Die Ergebnisse legen nahe, dass sich suffizienz-
fördernde Kommunikation positiv auf das An-
sehen nachhaltigkeitsorientierter Unternehmen
Brauchst du das wirklich? –
Wahrnehmung und Wirkung suffizienz-
fördernder Unternehmenskommunikation
auf die Konsummotivation
Maike Gossen & Vivian Frick
Maike Gossen
ist Doktorandin an der TU Berlin in der
BMBF-geförderten Forschungsgruppe „Digitali-
sierung und sozial-ökologische Transformation“
und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut
für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW).
Ihre Forschungsschwerpunkte sind nachhaltiger Konsum, Sharing und
Nachhaltigkeitsmarketing.
Vivian Frick
ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum
Technik und Gesellschaft (ZTG) der TU Berlin
und promoviert in der BMBF-geförderten
Forschungsgrup pe „Digitalisierung und sozial-
ökolo gische Transformation“. In ihrer Promo-
tion untersucht sie Auswirkungen der digitalen Umwelt auf nachhaltiges
Konsumverhalten.
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Schwerpunkt
12 Brauchst du das wirklich?
auswirkt und die Motivation zu suffizientem
Konsumverhalten fördern kann. Daher kann
dies als ein wertvolles Instrument für die Über-
nahme unternehmerischer Verantwortung ge-
sehen werden.
Schlüsselwörter: Konsumethik, Nachhaltige
Ent wicklung, Sozialmarketing, Umweltschutz-
verhalten, Unternehmensethik
Abstract
Do you really need that? – Perception and
effect of communication to promote suffi-
ciency on the motivation to consume
Sufficient consumption behaviour is an import-
ant strategy for achieving sustainability goals.
Sustainability-oriented companies may support
this behaviour with the help of communication
to promote sufficiency.
In an online survey conducted with customers
of an internet marketplace for sustainable prod-
ucts (N =1626) we examined how companies
that apply sufficiency-promoting communica-
tion are perceived by their customers, whether
this form of communication can actually moti-
vate customers to engage in sufficiency be-
haviour and which factors favour the success of
such communication measures. The respon-
dents rated the contents of the sufficiency-pro-
moting communication as well as the credibili-
ty and motives of the company as very positive
and expressed a high motivation for sufficient
consumption. They called the motives of the
company only occasionally into question. The
positive evaluation of the credibility and the
motives of the company as well as green con-
sumption values favored the effectiveness of the
communication measure to promote sufficien-
cy. However, perception of strategic motives of
the company and individual hedonistic con-
sumption motives did not have a significant ef-
fect.
The positive assessment of the company’s cred-
ibility and motives as well as a high level of en-
vironmental awareness were also beneficiary to
the sufficiency-promoting effect of the com-
munication measure. Thus, for sustainabili-
ty-oriented companies, such sufficiency-en-
hancing communication can have a positive
impact on their reputation and it can stimulate
customers’ motivation for sufficiency behaviour.
It is therefore a valuable instrument for taking
on corporate responsibility.
Keywords: consumer ethic, sustainable develop-
ment, social marketing, ecological behavior,
business ethics
1. Stand des Problems und
Fragestellungen
1.1 Hintergrund und Problemstand
Globale Probleme wie Klimawandel, Umwelt-
verschmutzung und Ausbeutung von ökologi-
schen Ressourcen und menschlicher Arbeits-
kraft werden maßgeblich durch eine konsum-
intensive und materialistische Lebensweise in
Ländern des globalen Nordens verursacht (Lo-
rek & Fuchs, 2013). Dies macht ein rasches
Umsteuern auf Seiten von Konsumentinnen
und Konsumenten, Politik und Wirtschaft er-
forderlich. Zunehmend setzt sich die Erkennt-
nis durch, dass technologiebasierte und effi-
zienzorientierte Strategien die drängenden
Nachhaltigkeitsherausforderungen aufgrund
von Rebound-Effekten und ausgeblendeten
Gerechtigkeits- und Verteilungsfragen nicht
ohne eine gleichzeitige gesellschaftliche Aus-
richtung am Prinzip der Suffizienz lösen kön-
nen (Santarius, 2015; Wuppertal Institut, 2008;
Zahrnt & Schneidewind, 2013).
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13Gossen & Frick
Unter Suffizienz wird die absolute Reduktion
des Verbrauchs von natürlichen Ressourcen und
Energie verstanden. Auf individueller Ebene
zielt Suffizienz auf Verhaltensweisen ab, die
durch eine Verringerung der Nachfrage nach
ressourcenintensiven Gütern und Dienstleis-
tungen zu einer Pro-Kopf-Reduktion des Volu-
mens benötigter Material- und Energiemengen
führen (Jenny, Grütter, & Ott, 2014). Dies setzt
eine Reflektion persönlicher Konsumbedürf-
nisse voraus (Stengel, 2011), womit Suffizienz
auch Fragen nach dem genügenden Maß an
Gütern und Dienstleistungen für ein gutes Le-
ben impliziert (Jenny, 2016). Die Schaffung för-
derlicher Rahmenbedingungen für suffiziente
Verhaltensweisen wird zumeist von der Politik
oder Zivilgesellschaft erwartet – und zuneh-
mend auch von Unternehmen (Bocken &
Short, 2016). Da Suffizienz auf der Ebene der
individuellen Lebensstile und Konsumredukti-
on ansetzt, kommt hierbei dem Marketing und
insbesondere den Kommunikationsaktivitäten
eines Unternehmens eine besondere Bedeu-
tung zu (Kleinhückelkotten, 2002). Zudem gilt
konventionelles Marketing als Mitverursacher
der negativen ökologischen und sozialen Fol-
gen der materialistischen Konsumgesellschaft
(Achrol & Kotler, 2012; Assadourian, 2010; Va-
rey, 2010).
In der Praxis wird die unternehmerische För-
derung von suffizienten Konsumstilen durch
Marketingmaßnahmen vereinzelt bereits umge-
setzt: Beispielsweise rief der Outdoor-Herstel-
ler Patagonia vor einigen Jahren ausgerechnet
am „Black Friday“, dem wichtigsten Einkaufs-
tag des Jahres in den USA, seine Kundinnen
und Kunden dazu auf, Produkte aus seinem
Sortiment an diesem Tag nicht zu kaufen. Das
Anzeigenmotiv des Aufrufs zeigte eine Jacke
von Patagonia und den Spruch „Don’t buy this
jacket“ (Meltzer, 2017). Auch bei Unterneh-
men, die anstelle von ökonomischem Wachs-
tum primär Nachhaltigkeitsziele verfolgen, wie
Postwachstumsunternehmen (Gebauer, Mewes,
& Dietsche, 2015; Posse, 2015) oder Gemein-
wohlunternehmen (Sommer, Kny, Stumpf, &
Wiefek, 2016), können Bezüge zur Förderung
von suffizienten Konsumstilen hergestellt wer-
den.
Konzeptionell bezieht sich ein Marketing zur
Förderung von Suffizienz vor allem auf das So-
cial Marketing, welches individuelle und gesell-
schaftliche Verbesserungen durch Verhaltensän-
derungen zum Ziel hat (Andreasen, 1994).
Peattie & Peattie (2009) konstatieren beispiels-
weise in einer viel beachteten Veröffentlichung
die Eignung des Social Marketing – umgesetzt
von politischen oder zivilgesellschaftlichen
Akteuren – für die Förderung von Konsumre-
duktion. Im Unterschied dazu ist das suffizienz-
fördernde Marketing auf den Anwendungsbe-
reich von Un ter nehmen
fokussiert. Es ermöglicht und
fördert suffizienten Konsum,
wertet gemäßigte Lebensstile
auf und unterstützt Konsu-
mentinnen und Konsumen-
ten bei der Fokussierung auf
das Notwendige (Gossen &
Schrader, 2018) bei einer
gleichzeitig steigenden Le-
bensqualität (Griese & Halstrup, 2013b). Damit
steht suffizienzförderndes Marketing gewisser-
maßen im Widerspruch zum ökonomischen
Wachstumsparadigma und dem Ziel der Absatz-
steigerung im klassischen Marketing. Daher
wird es teils als kontrovers und kontraintuitiv
bewertet (Bocken & Short, 2016; Griese &
Halstrup, 2013a; Peattie & Peattie, 2009). Ope-
rativ kommt der klassische Marketingmix zum
Einsatz, bei dem für die Bereiche Produkt,
Kommunikation, Preis und Vertrieb suffizienz-
fördernde Maßnahmen umgesetzt werden.
Dieser Artikel legt einen besonderen Fokus auf
Interventionen im Bereich der suffizienzför-
dernden Kommunikationspolitik.
Suffizienzförderndes
Marketing steht im
Widerspruch zum
ökonomischen Wachs-
tumsparadigma und
dem Ziel der Absatz-
steigerung im klassi-
schen Marketing
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Schwerpunkt
14 Brauchst du das wirklich?
1.2 Forschungsfragen
Die Marketing- und Konsumforschung be-
schäftigt sich erst seit wenigen Jahren mit der
Verantwortung von Unternehmen für suffizi-
ente Konsumstile und in diesem Zusammen-
hang mit Förderglichkeiten im Rahmen
von Werbung und Kommunikation. Griese und
Halstrup (2013a) haben beispielsweise eine em-
pirische Untersuchung mit qualitativen und
quantitativen Methoden durchgeführt, die auf
eine positive Bewertung von suffizienzfördern-
der Kommunikation durch Konsumentinnen
und Konsumenten hinweist, was sich wiederum
positiv auf die Wahrnehmung des jeweiligen
Unternehmens auswirkt. An-
gesichts der für Unterneh-
men ungewöhnlichen und
kontroversen Aufforderung,
den eigenen Konsum zu re-
flektieren beziehungsweise
Konsumalternativen gegen-
über dem Neukauf zu bevor-
zugen, und der Möglichkeit, dass Konsumentin-
nen und Konsumenten suffizienzfördernde
Interventionen als Einmischung in ihre indi-
viduellen Konsumentscheidungen auffassen
(Wahrung der Konsumentensouveränität) oder
sie als Greenwashing wahrnehmen und aus die-
sem Grund eher ablehnend auf diese reagieren,
ist die Frage nach der Akzeptanz und Wahrneh-
mung von Inhalten suffizienzfördernder Kom-
munikation von besonderer Relevanz. Um das
diesbezügliche Wissen empirisch weiter auszu-
bauen, lautete die erste Forschungsfrage dieser
Studie: Wie wird die inhaltliche Botschaft der suffi-
zienzfördernden Kommunikation von Kundinnen
und Kunden eines nachhaltigkeitsorientierten Unter-
nehmens wahrgenommen? (FF1)
Da Suffizienz Verhaltensänderungen in Rich-
tung alternativer Konsum und Konsumreduk-
tion impliziert, zielt die Studie darüber hinaus
darauf ab, die von den Kundinnen und Kunden
wahrgenommene Wirkung der Anzeige auf ihre
Motivation, suffizient zu konsumieren, zu erfas-
sen. Die zweite Forschungsfrage ergründete da-
her, ob suffizienzfördernde Kommunikation die
erwünschte motivierende Wirkung für suffizi-
entes Konsumverhalten bei Kundinnen und
Kunden entfaltet: Steigert suffizienzfördernde
Kommunikation die Motivation für suffizientes
Konsumverhalten? (FF2)
Ferner stellt sich die Frage, wie das Unterneh-
men als Sender der suffizienzfördernden Kom-
munikation von Kundinnen und Kunden
wahrgenommen wird. Diese Frage fällt in den
Untersuchungsbereich von zwei aktuellen Stu-
dien. Im Mittelpunkt der Arbeit von Fricke
(2015) steht die Glaubwürdigkeit von Kommu-
nikation zur unternehmerischen Corporate So-
cial Responsibility, die auf Konsumentenverant-
wortung gerichtet ist (CnSR-Kommunikation).
Die Arbeit untersuchte unter anderem die
wahrgenommene Glaubwürdigkeit des Senders
(also des Unternehmens) und zeigte diesbezüg-
lich, dass eine hohe Glaubwürdigkeit des Sen-
ders die Glaubwürdigkeit der CnSR-Kommu-
nikation unterstützt. Soule und Reich (2015)
untersuchten die Erreichbarkeit von Konsu-
mentinnen und Konsumenten für „Green De-
marketing“, also Werbung, die als zentrale Bot-
schaft dazu aufruft, weniger zu konsumieren.
Ein Ergebnis ihrer Studie verdeutlicht, dass
Green Demarketing dazu führt, dass dem ent-
sprechenden Unternehmen altruistische (also
für Gesellschaft und Umwelt vorteilhafte) sowie
strategische (also auf Kundengewinnung, -bin-
dung und Gewinn ausgerichtete) Motive zuge-
schrieben werden, während ausnutzende Moti-
ve im Sinne von Greenwashing-Absichten eher
nicht unterstellt werden. Weiterhin zeigte die
Studie, dass ein Image als ökologisch-orientier-
tes Unternehmen mit höheren wahrgenomme-
nen altruistischen und niedrigeren wahrge-
nommenen ausbeuterischen Motiven zusam-
menhängt. Strategische Motive konnten jedoch
Ist die Frage nach der
Akzeptanz und Wahr-
nehmung von Inhalten
suffizienzfördernder
Kommunikation von
besonderer Relevanz
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15Gossen & Frick
nicht mit dem ökologischen Image des Unter-
nehmens in Verbindung gebracht werden. Das
Ziel der vorliegenden Studie war es daran an-
knüpfend, die Ergebnisse der beiden genannten
Untersuchungen mit einer größeren Stichpro-
be und in einem realen Setting, also mit
einem real existierenden nachhaltigkeitsorien-
tierten Unternehmen, zu replizieren. Die dritte
Forschungsfrage lautete dementsprechend: Wer-
den nachhaltigkeitsorientierte Unternehmen als Sen-
der von suffizienzfördernder Kommunikation als
glaubwürdig wahrgenommen und welche Motive wer-
den ihnen unterstellt? (FF3)
Das Forschungsinteresse bezog sich zudem auf
die Frage, ob unternehmens- und kundenseiti-
ge Einflussfaktoren die suffizienzfördernde
Wirkung begünstigen oder erschweren. Die
vierte Forschungsfrage lautete daher: Welche
kunden- und unternehmensseitigen Faktoren begüns-
tigen oder erschweren die Wirkung der suffizienzför-
dernden Kommunikation? (FF4) Zu dieser For-
schungsfrage werden im Folgenden mehrere
Hypothesen gebildet.
Je eher Konsumentinnen und Konsumenten
davon ausgehen, dass sich ein Unternehmen an
Nachhaltigkeitskriterien orientiert, desto eher
werden die Motive des Unternehmens als alt-
ruistisch wahrgenommen (Soule & Reich,
2015). Zudem wird vermutet, dass ein Unter-
nehmen, das suffizienzförderndes Marketing
anwendet, dann als glaubwürdig angesehen
wird, wenn ihm altruistische Motive zuge-
schrieben werden. Die erhöhte Glaubwürdig-
keit wirkt sich wiederum positiv auf die
CnSR-Kommunikation aus (Fricke, 2015). Da-
her prüft die Untersuchung, ob die Wahrneh-
mung altruistischer Motive, mediiert über die
Glaubwürdigkeit des Senders, die Wirkung der
suffizienzfördernden Kommunikation erhöht.
H1a: Je höher das altruistische Motiv des Senders
wahrgenommen wird, desto größer die Wirkung der
suffizienzfördernden Kommunikation.
H1b: Dieser Zusammenhang wird über die Glaub-
würdigkeit des Unternehmens mediiert.
Wie sich die Wahrnehmung strategischer Moti-
ve des Unternehmens auf die Wirkung der An-
zeige auswirkt, darüber finden sich gemischte
Befunde in der vorhandenen Literatur. Einer-
seits sind Konsumentinnen und Konsumenten
eher bereit, ein Unternehmen zu unterstützen
und dort zu kaufen, wenn es die strategischen
Motive hinter den Aktivitäten im Rahmen sei-
ner Corporate Social Responsibility (CSR) of-
fenlegt (Kim, 2014). Andererseits scheint die
Attribution strategischer Motive bei CSR-Ak-
tivitäten den Skeptizismus gegenüber diesen
Aktivitäten weder zu stärken noch zu vermin-
dern (Skarmeas & Leonidou, 2013) und kann
sogar einen positiven Zusammenhang mit der
Einstellung zum Produkt (Soule & Reich,
2015), zur Firma oder der Kaufintention auf-
weisen (Groza, Pronschinske & Walker, 2011).
Es wurde daher ein positiver Zusammenhang
zwischen strategischen Motiven und der Wir-
kung der Anzeige erwartet.
H2: Je höher die strategischen Motive des Senders
eingeschätzt werden, desto größer die Wirkung der
suffizienzfördernden Kommunikation.
Ferner zeigen Soule und Reich (2015), dass es
einen Zusammenhang zwischen der Wahrneh-
mung der Nachhaltigkeitsorientierung und
aus nutzenden Motive eines Unternehmens
gibt. Es wird daher geprüft, ob suffizienzför-
derndes Marketing weniger Wirkung zeigt,
wenn dem Unternehmen ausnutzende Motive
zugeschrieben werden.
H3: Je niedriger die ausnutzenden Motive des Sen-
ders eingeschätzt werden, desto größer die Wirkung
der suffizienzfördernden Kommunikation.
Nicht nur die Wahrnehmung des Senders, auch
die persönlichen Merkmale der Empfängerin-
nen und Empfänger können die Wirkung suffi-
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