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[de] (orig)
Die Entwicklung neuer Metathesereaktionen und
deren Anwendung in der Naturstoffsynthese
Vorgelegt von
Diplom-Chem.
Roland Stragies
aus Berlin
Vom Fachbereich 5 – Chemie
der Technischen Universität Berlin
zur Erlangung des akademischen Grades
Doktor der Naturwissenschaften
Dr. rer. nat.
genehmigte Dissertation
Promotionsausschuß:
Berichter: Prof. Dr. S. Blechert
Prof. Dr. D. Schumann
Tag der mündlichen Prüfung: 19. 01. 2000
Berlin 2000
D 83
Diese Arbeit wurde im Arbeitskreis von Herrn Prof. Dr. S. Blechert in der Zeit von Oktober 1996
bis September 1999 angefertigt.
Ich danke meinen Eltern und meinem Bruder für die Hilfe und Unterstützung bei dieser Arbeit.
Weiterhin danke ich Prof. Dr. S. Blechert für das interessante Thema und der Gewährung
weitgehender Freiheiten bei der Umsetzung dieser Arbeit.
Meinen Kollegen danke ich für ihre Unterstützung und die gute Zusammenarbeit im Labor.
Besonders möchte ich mich bei Michael Grenz, Matthias Schuster, Stephan Schürer und Anke
Rückert bedanken.
Ich möchte mich bei Babera Becker für die Anfertigung der Elementaranalysen, Herrn Höhne für
die Aufnahme der Massenspektren sowie Frau Klose für die Messung der IR-Spektren bedanken.
Thomas von Schrader und Christian Stapper möchte ich für das Korrekturlesen danken.
Herrn Prof. H.-G. Schmalz möchte ich für seine Anregungen zum experimentellen Teil dieser
Arbeit danken.
Abstract
Diese Arbeit beschäftigte sich mit neuen Anwendungen der Olefinmetathese in der organischen
Synthese. Im ersten Teil der Arbeit wurde Untersuchungen zu einer neuen Metathesereaktion
durchgeführt. Mit einer Reihe von Beispielen konnte gezeigt werden, daß selektive Kupplungen
zwischen terminalen Alkinen und Alkenen zu 1,3-Butadienen in hohen Ausbeuten durchführbar
sind. Der Einfluß von sterischen und elektronischen Faktoren auf die In-En-Metathese wurde
untersucht. Der Name In-En-Metathese bezieht sich auf den vermutlichen Mechanismus der
Reaktion und stellt die erste selektive Kreuzmetathese dieser Art dar. Bei Totalsynthese von α-
Triticen in 58 % Gesamtausbeute konnte die In-En-Metathese erstmalig in der Naturstoffsynthese
angewendet werden. Der Versuch der Totalsynthese von (-)-Germacren D mit Hilfe der In-En-
Metathese scheiterte jedoch am geplanten Metatheseschritt. Weiterhin konnte gezeigt werden, daß
diese Reaktion auch intramolekular durchgeführt werden kann. So wurden 1,6-Heptadiine, unter
Verwendung verschiedener Olefine, zu fünfgliedrigen Carbocyclen bzw. N-, O-Heterocyclen
umgesetzt.
Im zweiten Teil der Arbeit wurden Untersuchungen zur Ringumlagerungsmetathese durchgeführt.
Der Einfluß der Substituenten auf die Gleichgewichtslage der Ringumlagerung wurde untersucht.
Die Metatheseedukte wurden aus (1S,4R)-4-Acetoxycyclopentenol, unter Zuhilfenahme kurzer und
flexibel einsetzbarer Synthesesequenzen, mit verschiedener relativer und absoluter Stereochemie
synthetisiert. Mit Hilfe der Ringumlagerungsmetathese wurden dann verschiedene Piperidinderivate
dargestellt. Mit der Totalsynthese von (+)-Ethylnorlobelol in 43 % Gesamtausbeute konnte die
Struktur dieses Alkaloides erneut bestätigt werden. Bei der Totalsynthese von (-)-Halosalin wurden
verschiedene Strategien zum Aufbau dieses Piperidinalkaloides durch Metathesereaktionen
eingesetzt. Dabei führte die doppelte Ringschlußmetathese letztendlich zum Erfolg und (-)-
Halosalin wurde in 40 % Gesamtausbeute isoliert.
Eine Kombination von palladiumkatalysierter Dominoreaktion und Ringumlagerungsmetathese
wurde bei der Synthese der Tetraponerine T1-T8 angewendet. Dabei gelang es die Metatheseedukte
durch eine asymmetrische palladiumkatalysierte Dominoreaktion in 80 % Ausbeute und >98.5 % ee
zu synthetisieren. Dies stellt eine spezielle Weiterentwicklung der von Trost entwickelten
asymmetrischen palladiumkatalysierten Allylsubstitution dar. Durch den Einsatz verschiedener N-
Schutzgruppen konnten die entsprechenden Heterocyclen in einer Ringumlagerungsmetathese in
hohen Ausbeuten erhalten werden. Die Synthese der vier Tetraponerine T7, T4, T6 und T8 in
ca. 40 % Gesammtausbeute wurde durch eine Wacker-Oxidation, Takai-Olefinierung sowie eine
säurekatalysierte Cyclisierung abgeschlossen.
Inhaltsverzeichnis
I. Theoretischer Teil
1. Einleitung 1
1. 1. Metathesekatalysatoren 1
2. Metathesereaktionen 4
2. 1. Ringschlußmetathese 4
2. 2. Kreuzmetathese 5
2. 3. Ringöffnungsmetathese 5
2. 4. Metathesereaktionen mit Dreifachbindungen 7
3. Aufgabenstellung 9
4. In-En Metathese 10
5. Versuch der Totalsynthese von (-)-Germacren D 14
6. Die rutheniumkatalysierte Diin–Cycloisomerisierung-Kreuzmetathese 17
7. Synthese von Heterocyclen durch rutheniumkatalysierte Ringumlagerungen
7. 1. Die Metallcarben-katalysierte Ringumlagerung 21
7. 2. Synthese substituierter Cyclopentenderivate 22
7. 3. Beispiele zur Ringumlagerungsmetathese 24
8. Totalsynthese von (+)-Ethylnorlobelol 26
9. Totalsynthese von (-)-Halosalin
9. 1. Einleitung 28
9. 2. Ringumlagerung / Kreuzmetathese-Sequenz 29
9. 3. Ringumlagerung / Ringschluß-Sequenz 30
10. Totalsynthese von Tetraponerinen
10. 1. Einleitung 32
10. 2. Vorversuche zur doppelten Ringschlußmetathese 37
10. 3. Untersuchungen zur palladiumkatalysierten Dominoallylierung 41
10. 4. Ringumlagerungsmetathesen 44
10. 5. Synthese der Tetraponerine T4, T6, T7 und T8 46
11. Zusammenfassung 50
II Experimenteller Teil
1. Allgemeines
53
Experimenteller Teil zu Kapitel 4 55
Experimenteller Teil zu Kapitel 5 64
Experimenteller Teil zu Kapitel 6 68
Experimenteller Teil zu Kapitel 7. 2. 78
Experimenteller Teil zu Kapitel 7. 3. 86
Experimenteller Teil zu Kapitel 8 88
Experimenteller Teil zu Kapitel 9. 2. 91
Experimenteller Teil zu Kapitel 9. 3. 93
Experimenteller Teil zu Kapitel 10. 2. 99
Experimenteller Teil zu Kapitel 10. 3. 109
Experimenteller Teil zu Kapitel 10. 4. 118
Experimenteller Teil zu Kapitel 10. 5.
Totalsynthese der Tetraponerine T4 und T8 123
Totalsynthese von Tetraponerin T7 129
Totalsynthese von Tetraponerin T6 131
12. Abkürzungsverzeichnis 135
13. Literaturverzeichnis 136
1. Einleitung
1
I. Theoretischer Teil
1. Einleitung
Eine der Herausforderungen für den organischen Chemiker ist die Verwendung katalytischer
Methoden, um in effizienter Weise ein Syntheseziel zu erreichen. Die Nachfrage nach
kostengünstigen Synthesen ist nicht nur in der Chemischen Industrie gestiegen. Zu den
Forschungsgebieten, auf denen in den letzten Jahren große Anstrengungen unternommen wurden,
gehören übergangsmetallkatalysierte C-C-Verknüpfungsreaktionen. Ein wichtige Reaktionen dieser
Art ist die Olefinmetathese.[1-9] Bei der Metathesereaktion kommt es formal zu einem Austausch
von Alkylidenresten zwischen zwei Alkenen (Schema 1). Die Reaktion verläuft über eine [2+2]-
Cycloadditions-Cycloreversionssequenz zwischen einer C-C-Doppelbindung und einem
Metallcarbenkomplex. Die Bildung eines Metallacyclobutans und der Austausch der Alkylidenreste
in der Metathesereaktion wurde durch den Einsatz von 13C-markierten Olefinen bewiesen.[10-13] Mit
Ausnahme von intramolekularen Reaktionen verläuft die Olefinmetathese in der Regel nicht
stereoselektiv und es treten E/Z-Isomerengemische auf.
[M]
R2
R1
R2
R1
[M]+R1R2
[M]+
R2R2
R
2
R2
R1
+
R2[M]
R1R1
R2
R2
R1
Schema 1. Mechanismus der Olefinmetathese zwischen disubstituierten Alkenen.
Die Entwicklung von stabilen Katalysatoren mit einer hohen Toleranz gegenüber vielen
funktionellen Gruppen schuf völlig neue Möglichkeiten für die Anwendung der Olefinmetathese in
der organischen Synthese.
1. 2. Metathesekatalysatoren
Die Olefinmetathese ist vor allem aus petrochemischen Prozessen[14-15] und der Polymerchemie[17-19]
bekannt. Technische Katalysatoren für die Olefinmetathese werden vorwiegend heterogen
eingesetzt und bestehen aus Mo-, Co-, W- und Re-Oxiden bzw. -Chloriden. Die für den großen
1. Einleitung
2
Erfolg der Olefinmetathese in der organischen Synthesechemie verantwortlichen „klassischen“
Katalysatoren sind in Schema 2 dargestellt. Vor allem die von Grubbs[20, 21] entwickelten
Rutheniumkatalysatoren 1 und [Ru] (Fluka-Reagenz 1998) und die von Schrock [22] auf Molybdän
basierenden Katalysatoren 2 und [Mo] werden in Metathesereaktionen eingesetzt. Beide
Katalysatortypen unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Reaktivität und Toleranz gegenüber
funktionellen Gruppen. So zeigt der Molybdänkatalysator [Mo] im Gegensatz zu [Ru] eine geringe
Akzeptanz gegenüber Alkoholen und Ketonen, liefert dagegen im Falle sterisch gehinderter
Substrate höhere Ausbeuten.
PCy3
Ru
PCy3
RCl
ClN
MoPh
O
O
2
:
R
=
M
e
i Pri Pr
R'
R'
R'
R'
[Ru]: R = Ph
1: R = CH=CPh2
[Mo]: R' = CF3
Schema 2. Klassische Metathesekatalysatoren in der organischen Synthese (Cy = Cyclohexyl).
In den letzten Jahren wurde jedoch eine Anzahl neuer Katalysatoren entwickelt. Die in den
Arbeitsgruppen von Herrmann[23, 24] und Grubbs[25, 26] vorgestellten Katalysatorentypen (Schema 3)
lassen sich ausgehend von [Ru] in wenigen Stufen synthetisieren und sind nur ausgewählte
Beispiele für eine ganze Reihe weiterer Rutheniumkatalysatoren.[27, 28]
PCy3
RuPh
Cl
Cl
NN
CyCy
RuPh
Cl
Cl
NN
CyCy
N N
CyCy
Cl
Ru
PCy3
Ph
Cl
Cl
RuCl
3 4 6
5
Cl
Ru
PCy3
Ph
Cl
Cl
RhCl
Schema 3. Neue Katalysatoren für die Olefinmetathese.
1. Einleitung
3
Diese neuartigen Katalysatoren haben eine deutlich höhere Reaktivität als der ursprüngliche
Grubbs-Katalysator [Ru]. Auch die erhöhte thermische Stabilität entspricht den synthetischen
Erfordernissen.
Obwohl die Zahl von Beispielen für Metathesereaktionen groß ist, gibt es nur wenige Beispiele für
asymmetrische C–C-Verknüpfungen. Es konnte zwar gezeigt werden, daß Ringschlußmetathesen in
einigen Fällen diastereoselektiv verlaufen, aber diese Beispiele bleiben auf spezielle Anwendungen
beschränkt.[39] Im Gegensatz zu den schwach gebundenen Phosphinen[30] eignen sich Imidazolin-
Liganden hervorragend für die Synthese chiraler Rutheniumkatalysatoren (7) (Schema 4).[24]
RuPh
Cl
Cl
N N
N N
7
N
Mo
Ph
O
O
i Pri Pr
CF3
CF3
F3C
F3C
PhPh
PhPh
N
Mo
Ph
O
O
R R
8: R = iPr10
9
:
R
=
M
e
Schema 4. Chirale Metallcarbenkomplexe.
Die Anwendung dieser asymmetrischen Rutheniumkatalysatoren ist noch in der Entwicklung.
Kinetische Racematspaltungen und Desymmetrisierungsreaktionen gelangen bisher nur mit chiralen
Molybdänkatalysatoren.[31-33] Die Anwendungsbeispiele für chirale Katalysatoren sind bis jetzt aber
immer noch substratspezifisch und weit entfernt von der Vielfalt ihrer achiralen Derivate. Die
vorgestellten Metathesekatalysatoren stellen somit nur den Anfang einer Entwicklung dar, welche
flexibel einsetzbare Katalysatoren für eine Reihe Syntheseprobleme liefern wird.
2. Metathesereaktionen
4
2. Metathesereaktionen
Die hier aufgeführten Metathesereaktionen stellen ausgewählte Beispiele für den derzeitigen Stand
der Forschung auf dem Gebiet der Olefinmetathese dar. Sie sollen auch den Stellenwert aufzeigen,
den die Olefinmetathese in der organischen Synthese einnimmt.
2. 1. Ringschlußmetathese
Die meistgenutzte Metathesereaktion in der organischen Synthese ist die Ringschlußmetathese
(RCM) (Schema 5). Dabei werden durch eine intramolekulare Reaktion zwei Doppelbindungen
verknüpft. Die Bildung von Ethylen ist die Triebkraft dieser Reaktion.
[M]=CH2
- C
2
H
4
X
X
Schema 5. Ringschlußmetathese (RCM).
Der Siegeszug dieser speziellen Metathesereaktion in der organischen Synthesechemie wird durch
die immense Anzahl von Publikationen auf diesem Gebiet deutlich.[1-9] Die breite Akzeptanz dieser
Reaktion in verschiedenen Bereichen der Chemie ist vor allem in der Anwendung der RCM bei der
Synthese bedeutender Naturstoffe begründet. So verfolgten die Arbeitsgruppen von Danishefsky[34]
und Nicolaou[35] bei der Synthese von Epothilon A die gleiche Strategie zum Aufbau des 16-
gliedrigen Makrolactons. Dabei wurde eine RCM als abschließender Cyclisierungsschritt
eingesetzt. Die darauf folgende Flut an Beispielen für RCM macht eine kurze Abhandlung dieses
Gebietes nahezu unmöglich.
Grundsätzlich kann aber gesagt werden, daß bei entsprechender Wahl des Substrates und der
Reaktionsbedingungen jede beliebige ( 5) Ringgröße durch RCM zugänglich ist. Die
Einsetzbarkeit der RCM für Makrocyclisierungen ist dabei besonders intensiv untersucht worden.
So konnte durch die Verwendung von Additiven[36] oder durch die Ausnutzung von
Templateffekten[37] der Ringschluß erzwungen und die Bildung von Dimerisierungsprodukten
unterdrückt werden. Das große Engagement vieler Arbeitsgruppen wird für weitere Beispiele auf
diesem Gebiet der Olefinmetathese sorgen.
2. Metathesereaktionen
5
2. 2. Kreuzmetathese
Die intermolekulare C-C-Verknüpfung zweier Doppelbindungen durch Olefinmetathese wird als
Kreuzmetathese (CM) bezeichnet (Schema 6).
R1R2
[M]CH2
R1R2R1R1R2R2
+++
-C
2
H
4
Schema 6. Kreuzmetathese zwischen zwei terminalen Olefinen.
Für die CM eignen sich besonders terminale monosubstituierte Doppelbindungen. Die Anzahl an
Beispielen für selektive Kreuzmetathesen ist aber im Vergleich zur RCM verhältnismäßig klein.
Das bis jetzt noch ungelöste Problem der geringen Selektivität der Verknüpfungsreaktion ist der
Haupthinderungsgrund für einen breiten Einsatz dieser Reaktion. Zusätzlich zu den gebildeten E/Z-
Isomerengemischen im Produkt können bei der Verwendung von monosubstituierten Alkenen auch
Homodimere der Edukte auftreten (Schema 6). Es konnte gezeigt werden, daß Heteroatome in der
Nähe der Reaktionszentren (z.B. Allylposition) die selektive Verknüpfung zweier unterschiedlicher
Olefine ermöglichen.[38-40] So können zum Beispiel terminale Doppelbindungen mit
Allyltrimethylsilanen in hohen Ausbeuten selektiv verknüpft werden.[41-43] Über die Einflüsse von
Heteroatomen auf die Selektivität sowie über diastereoselektive Effekte bei der CM gibt es noch
keine aussagekräftigen Untersuchungen. Durch die Entwicklung selektiverer
Metathesekatalysatoren und neuer Metathesereaktionen[44] könnte die Kreuzmetathese einen
ähnlichen Stellenwert einnehmen wie die Ringschlußmetathese.
2. 3. Ringöffnungsmetathese
Ein interessante Anwendung der Metathese, die in den letzten Jahren viel Aufmerksamkeit
gefunden hat, sind Dominoreaktionen, bei denen mehrere Olefine in einem konzertierten Prozeß
miteinander reagieren. Durch die acyclische Dien-Metathese (ADMET) können Diene zu linearen
Polymeren verknüpft werden. Dabei können zum Beispiel hochkonjugierte Polymere aufgebaut
werden.[45] Der Kettenaufbau erfolgt durch die Aneinanderreihung einzelner Kreuzmetatheseschritte
(Schema 7). Bei der ringöffnenden Metathesepolymerisation (ROMP) eines Cycloolefins liegt
dagegen eine „lebende“ Polymerisation vor.[46, 47]
2. Metathesereaktionen
6
[M]=CH2
XX
R
n
n
n
n
[M]=CH2
- n C2H4
Schema 7. Metathesepolymerisationen.
Die Polymerisation von Norbornen ist ein oft zitiertes Beispiel für diesen Reaktionstyp. Die
irreversible Ringöffnung ist die Triebkraft für diese Reaktion. Diese Polymerisationen können bei
anderen Metatheseprozessen auch als Nebenreaktionen auftreten. Gespannte Cycloolefine können
aber auch durch die Ringöffnungsmetathese zu Verbindungen mit definierter Konfiguration
transformiert werden (Schema 8).[48] Die Metathesereaktion des Bicyclus 11 mit Acrylnitril führt
zur Bildung von 12.[49, 50] Die Verringerung der Ringspannung ist die Triebkraft für die
Ringöffnung. Bei der abschließenden Kreuzmetathese treten jedoch E/Z-Isomerengemische auf.
Eine Intramolekularisierung dieser Reaktion kann durch Einbau einer terminalen Doppelbindung in
das Molekül erreicht werden.[51] 13 reagiert dann mit verschiedenen Olefinen zu den Bicyclen 14
bzw. 15. In beiden Fällen wurde durch die Zugabe eines zusätzlichen Olefins die Polymerisation
des hochreaktiven Eduktes verhindert.
OO
O
O
O
O
OCN
OOO
CN
OTBS
OTBS
HH
15 R1, R2 = CH2CH3 (87 %)
[Ru]
14 R1 = CH2Si(Me)3 R2 = H (71 %)
13
R1
R1
R2
[Ru]
[Ru]
- C2H4
+
12 (79 %)
17 (73 %)
11
16
Schema 8. Ringöffnungsmetathesen.
Eine Ringöffnung des nichtgespannten Cyclohexenderivates 16 kann durch einen doppelten
Ringschluß erreicht werden.[52] Dabei führt die Abspaltung von Ethylen zur Bildung von 17. Die
2. Metathesereaktionen
7
Ringöffnungsmetathese ermöglicht den einfachen Zugang zu definierten Carbo- und Heterocyclen
aus leicht zugänglichen Ausgangsmaterialien. Da diese Metathesereaktionen nur für spezielle
Syntheseprobleme geeignet sind, gibt es bis heute nur wenige Anwendungen.[53] Trotzdem besitzt
die Ringöffnungsmetathese ein hohes Synthesepotential, und weitere Beispiele für diese Reaktion
werden nicht auf sich warten lassen.
2. 4. Metathesereaktionen mit Dreifachbindungen
Reaktionen von nichtaktivierten Dreifachbindungen mit Übergangsmetallen, wie cobaltkatalysierte
Cyclotrimerisierungen[54] von Alkinen, sind bekannte Reaktionen in der organischen Chemie.
Dagegen ist die von Trost et. al. entwickelte rutheniumkatalysierte Kupplung[55] von terminalen
Alkinen und Alkenen zu 1,4-Dienen ein neueres Beispiel für die Forschungsanstrengungen auf
diesem Gebiet.[56, 57] Eine unlängst entdeckte weitere Möglichkeit der Verwendung von Alkinen in
C-C-Verknüpfungen ist die von Fürstner und Seidel beschriebene wolframkatalysierte
Makrocyclisierung disubstituierter Diine.[58]
Metathesereaktionen von Dreifachbindungen sind dagegen vorwiegend aus
Polymerisationsreaktionen bekannt. Die Polymerisation terminaler Alkine mit [Mo] liefert zum
Beispiel konjugierte Polymere mit hoher Polydispersität.[59] Auch können aus 1,6-Heptadiinen
hochstrukturierte Copolymere aufgebaut werden (Schema 9).[47]
X
X
X
R
nn/2
R
n
n
[Mo]
[Mo]
Schema 9. Metathesepolymerisationen von Alkinen.
Neben Polymerisationen sind Metathesen mit Dreifachbindungen insbesondere aus
Ringschlußreaktionen bekannt. Dabei werden Doppelbindungen als Reaktionspartner für den
Ringschluß eingesetzt. So wurde beispielsweise über Cyclisierungen von Eninen zu fünf- bis
siebengliedrigen Ringen berichtet.[60] Eine elegante Anwendung fand dieses Reaktionsprinzip bei
der Synthese von Stemoamid 20 (Schema 10).[61]
2. Metathesereaktionen
8
N
H
MeO2C
O[Ru]NO
MeO2C
HNO
H
O
H
H
O
1
8
1
9
2
0
Schema 10. Synthese von Stemoamid durch En-In-Cyclisierung.
Durch Umsetzung geeigneter Dienine gelingt auch eine doppelte Ringschlußmetathese zu
Polycyclen.[62] Eine Erweiterung dieser Polycyclisierung stellt der Aufbau des Steroidgerüstes 24
dar (Schema11).[62]
OTBSOTBS
21
24 (70 %)
[Ru]
O
O
22 (90 %)
OO
[
R
u
]
23
Schema 11. Polycyclisierungen von In-Enen.
Eine weitere Metathesereaktion von Alkinen ist die rutheniumkatalysierte Cyclisierung von
Triinen.[63] Obwohl diese Reaktion mit verschiedenen Metallen katalysierbar ist, war über das
entsprechende Reaktionsverhalten von Rutheniumcarbenkomplexen bisher nichts bekannt.
OO
O
O
[Ru]
2
5
2
6
Schema 12. Rutheniumkatalysierte Cycloaromatisierung.
Die Reaktion blieb aber auf bestimmte Ringgrößen der annellierten Ringe beschränkt. Reaktionen
von Alkinen in Kombination mit Olefinen stellen eine wertvolle Erweiterung der Olefinmetathese
in der organischen Synthese dar. Mit dem entsprechenden retrosynthetischen „Blick“ (Beispiel 20
und 24) sind auch komplexe Verbindungen durch diese Gruppe von Metathesereaktionen
zugänglich. Systematische Untersuchungen auf diesem Gebiet führten zur Entdeckung zweier neuer
Reaktionstypen von Dominoreaktionen, welche in dieser Arbeit noch vorgestellt werden.
3. Aufgabenstellung
9
3. Aufgabenstellung
Die hier vorgestellte Arbeit befaßt sich mit der erweiterten Anwendung der Olefinmetathese in der
organischen Synthese. Dabei sollen durch Dominometatheseprozesse oder neue
Metathesereaktionen aus einfachen Edukten wertvolle Synthesebausteine aufgebaut werden, und in
der Synthese von Naturstoffen ihre Anwendung finden. Im ersten Teil der Arbeit sollen
Untersuchungen zur Verwendung von Alkinen in Metathesereaktionen durchgeführt werden. Dabei
soll untersucht werden, ob es sich bei der (in einer Nebenreaktion gefundenen) In-En-Metathese um
eine allgemein einsetzbare Reaktion handelt. Auch die Möglichkeit der Verwendung der In-En-
Metathese in den Totalsynthesen von α-Triticen 27 und (-)-Germacren D 28 (Schema 13) soll
untersucht werden. Weiterhin soll geklärt werden, ob es möglich ist, die In-En-Metathese in einer
Ringschlußreaktion zwischen zwei terminalen Alkinen einzusetzen.
(-)-Germacren D 28
R1R2R1R2
[Ru]
+
n-C10H21 O
H
α-Triticen 27
Schema 13. In-En-Metathese.
Der zweite Teil dieser Arbeit befaßt sich mit der Ringumlagerungmetathese (Schema 14). Dabei
soll ausführlich der Einfluß des Substituenten R und der funktionellen Gruppe X auf die Lage des
Gleichgewichtes dieser Metathesereaktion untersucht werden. Darauf aufbauend sollen
verschiedene Piperidinderivate und (+)-Ethylnorlobelol 29 enantiomerenrein synthetisiert werden.
Weiterhin soll die Ringumlagerungsmetathese in der Synthese weiterer geeigneter Naturstoffe, wie
zum Beispiel (-)-Halosalin 30, unter Verwendung neuer Synthesekonzepte ihre Anwendung finden.
XX
R
[M]=CH2
**
*
*
N
HH
OH
(+)-Ethylnorlobelol 29
H
N
OH
H
(-)-Halosaline 30
Schema 14. Ringumlagerungsmetathese.
4. In-En-Metathese
10
4. In-En Metathese[65]
Die Synthese acyclischer Olefine durch selektive Kreuzmetathese ist eine bekannte
Metathesereaktion. Bei der gekreuzten Metathese zweier terminaler Olefine ist zwar grundsätzlich
mit der Bildung der Homodimeren zu rechnen (Schema 15), doch zeigte sich, daß hochselektive
Kupplungen durch die Wahl geeigneter Substituenten möglich sind. Über das Reaktionsverhalten
von Acetylenderivaten in Kreuzmetathesen ist bislang nichts bekannt.
R1R2
[M]CH2
R1R2R1R1R2R2
++
+
- C2H4
Schema 15. Gekreuzte Metathese zweier terminaler Olefine.
Neben der Polymerisation einfacher Acetylene[66] ist vor allem die ringschließende
Metathesepolymerisation von 1,6-Heptadiinen[67, 68] auf großes Interesse gestoßen. Diese
Reaktionen wurden aber ausschließlich mit Hilfe von Molybdänkomplexen durchgeführt. Die
einzige bekannte rutheniumkatalysierte Reaktion zur Synthese niedermolekularer Verbindungen,
neben den erwähnten Polycyclisierungen von Inenen, ist die Isomerisierung von Alkinen zu 1,3-
Butadienen mit Hilfe von Ethylen.[69] Im Zuge systematischer Untersuchungen zur selektiven
Kreuzmetathese wurde erstmalig im Arbeitskreis Prof. S. Blechert von Dr. M. Schuster eine
Reaktion beobachtet, bei der ein terminales Alkin und ein terminales Alken rutheniumkatalysiert zu
einem disubstituierten Dien umgesetzt wurden. Die Bildung dieses, in einer Nebenreaktion
auftretenden, 1,3-Butadiens erfolgte ausschließlich mit dem Grubbsschen Rutheniumkatalysator
[Ru]. Der Einsatz des reaktiveren Schrockschen Molybdänkatalysators [Mo] hat unter identischen
Reaktionsbedingungen lediglich die Polymerisation der Alkinkomponente zur Folge. Die
Allgemeingültigkeit der in Schema 16 dargestellten In-En-Metathese sollte nun anhand von
Beispielreaktionen untersucht werden.
R1R2R1R2
[Ru]
+
Schema 16. Gekreuzte In-En-Metathese.[70]
Die Ausgangsmaterialien für diese Reaktionen waren käuflich oder konnten aus käuflichen Edukten
in einem Schritt durch Einführung einfacher Schutzgruppen[71] (z.B. Benzyl, Silyl und Acetyl)
erhalten werden (nicht beschrieben). Die Metathesereaktionen wurden unter Verwendung von
5 bis 7 mol% [Ru] und eines zwei- bis dreifachen Überschusses der Alkenkomponente
4. In-En-Metathese
11
durchgeführt (Schema 17). Ein größerer Überschuß erbrachte keine Ausbeutesteigerung. Bei einem
1:1-Verhältnis der Edukte erhielt man die Diene zwar als Hauptprodukt, jedoch in geringeren
Ausbeuten. Die Reaktionszeiten lagen bei 12 - 48 h. Eine Dimerisierung der Alkene wurde nur in
sehr geringem Maße beobachtet.
RSiMe3
OO
OAc
AcO OAc
AcOCH2
N
O
O
TBDMSO OBn
BnOR
38 R= CH2OTBDMS (83%)
37 R= (CH2)2(COOMe)2 (76%)
36 R= CH2tButyl (82%)
35 R= CH2Si(Me)3 (86%)
31 R= CH2OTHP (81%)
32 R= CH2OAc (90%)
33 R= CH(CH3)OAc (63%)
34 R= CH2OCO2CH3 (89%)
40 (53%)
39 (64%)
41 (87%)
SiMe3
SiMe3
Schema 17. Produkte der gekreuzten In-En Metathese.
Aufgrund des hohen synthetischen Potentials von Allylsilanen wurde bei ersten Versuchen
Allyltrimethylsilan mit Alkinen umgesetzt. Nachdem in der Reaktion mit THP-geschütztem
Propargylalkohol mit brauchbarer Ausbeute eine hochselektive C,C-Verknüpfung des Olefins zu
einem 1, 3-disubstituierten Butadien 31 festgestellt wurde, wurden Propargylacetate und -carbonate
eingesetzt. Die Beispiele 32 - 34 belegen, daß auch derartige Kupplungen gut gelingen. Die
Verwendung der entsprechenden ungeschützten Alkohole lieferte bis zu 20 % schlechtere
Ausbeuten.
Die glatt verlaufenden selektiven Kreuzkupplungen mit Allylsilanen sind nicht auf spezielle
elektronische Eigenschaften dieser Verbindungsklasse zurückzuführen. Der Vergleich von 35 und
36 zeigte, daß das Kohlenstoffanalogon 5,5-Dimethylpenten mit ähnlich hohen Ausbeuten reagierte.
Das aus benzylgeschütztem 4-Pentinol und 3-Butenylmalonsäuredimethylester erhältliche
Kupplungsprodukt 37 belegte die Einsetzbarkeit stark CH-acider Alkene. Die entsprechende
Reaktion mit dem Allylmalonsäuredimethylester erfolgte jedoch nicht. Die Ursache war vermutlich
eine sterische Hinderung der Alkenkomponente. Die Kupplung eines TBS-geschützten
Allylalkohols mit einem Alkin zu 38 gelang ebenso wie die „inverse“ Kombination von Alken und
Alkin zu 39. Die Synthese von 40 und 41 belegten, daß auch stickstoffhaltige und
4. In-En-Metathese
12
hochfunktionalisierte Substrate einsetzbar waren. Mit der Darstellung von 41 konnte nun auch das
von Dr. M. Schuster erstmalig als Nebenprodukt isolierte Dien in 87 % Ausbeute erhalten werden.
Disubstituierte Alkine oder 1,2-disubstituierte Alkene reagieren unter den verwendeten
Reaktionsbedingungen nicht. Auch die Verwendung von Allyl- oder Propargylhalogeniden als
Kupplungspartner führte zu keinem Erfolg.
Die Kupplungsprodukte 31 - 41 entstanden als Z/E-Isomerengemische. Die Bestimmung der E/Z-
Verhältnisse erfolgte über 1H-NMR Integration. Das E-Isomer lag bei allen Verbindungen im
kleinen Überschuß vor. Das Verhältnis von Z- zu E-Isomer lag zwischen 0.66 und 0.96. Eine
Ausnahme bildet das Acetat 33. Hier konnte ein Z/E-Isomerenverhältnis von 0.35 bestimmt werden,
was möglicherweise auf den Einfluß der propargylischen Methylgruppe zurückzuführen ist.
Aufgrund dieser mangelnden Stereoselektivität wurden Verfahren zur Isomerisierung der
Doppelbindungsisomere untersucht. Eine spezielle Möglichkeit zeigt die Synthese des aus
Getreidekeimen isolierten, antifungisch wirkenden α-Triticens[72] 27 (Schema 18).
n-C10H21 n-C10H21 O
H
OTBS
5 mol% [Ru], Benzol
3. MnO2, Aceton
1. 2 eq.
2. TBAF27 (58%)
42
Schema 18. Synthese von α-Triticen.
Die Metathese wurde aufgrund der besseren Löslichkeit des Alkins 42 in Benzol durchgeführt. Das
Metatheseprodukt wurde entschützt und nach Aufnahme des Rohproduktes in Aceton mit MnO2
oxidiert. Unter den Bedingungen der Braunsteinoxidation erfolgte die vollständige Isomerisierung
zum gewünschten E- Isomer, welches in einer Gesamtausbeute von 58% isoliert wurde. Die
Synthese von α-Triticen 27 stellt somit die erste Anwendung der In-En-Metathese in der
Naturstoffsynthese dar.
Als Intermediate bei der Umsetzung von Acetylenen mit Metathesekatalysatoren werden
Metallacyclobutenkomplexe angenommen.[43] Für die rutheniumkatalysierte In-En-Metathese sind
verschiedene Mechanismen denkbar. Dies bezieht sich auch auf andere in dieser Arbeit
vorgestellten Mechanismen und Reaktionsverläufe. Eine genaue Aufklärung des Mechanismus
durch einfache Experimente ist aufgrund der Komplexität der im Gleichgewicht liegenden
einzelnen Metathesesequenzen nicht möglich. Die vorgestellten Reaktionsverläufe basieren aber auf
den Erkenntnissen aus verschiedensten Metathesereaktionen. Versuche im Arbeitskreis Blechert zur
In-En-Metathese an fester Phase zeigten zum Beispiel, daß bei der Immobilisierung der
Alkinkomponente eine deutliche Färbung des Trägers während der Metathese auftrat. Bei der
Immobilisierung der Alkenkomponente wurde dieser Effekt nicht beobachtet. Dies spricht für einen
4. In-En-Metathese
13
in Schema 19 dargestellten Reaktionsverlauf, welcher mit einer Reaktion des Carbenkomplexes mit
der Alkinkomponente beginnt. Im ersten Schritt erfolgt eine regioselektive [2+2]-Cycloaddition des
katalytischen Methyliden-Komplexes an die Dreifachbindung. Nach anschließender Cycloreversion
kommt es zur Ausbildung eines stabilisierten konjugierten Carbenkomplexes 44. Dieser reagiert
unter weiterer [2+2]-Cycloaddition und Cycloreversion mit der Alkenkomponente zum
konjugierten Dien.
[M]
R2
R1
[M]R1
[M]CH2
R1 R2
R2
R1 [M]
R1
43 44
45
Schema 19. Möglicher Mechanismus der In-En-Metathese.
Die Beschränkung der Kupplung auf monosubstituierte Dreifachbindungen ist möglicherweise auf
sterische Gründe zurückzuführen. Die im Vergleich zu konventionellen Kreuzmetathesen längeren
Reaktionszeiten können durch die Bildung des stabileren und damit in seiner Reaktivität
abgeschwächten konjugierten Carbenkomplexes erklärt werden. Die Triebkraft der In-En-Metathese
könnte in der Bildung des konjugierten Diens bestehen.
In der gekreuzten Metathese terminaler Alkene entsteht Ethylen, wohingegen die In-En-Metathese
atomökonomisch[73] verläuft. Sie stellt somit die erste selektive Kreuzmetathese dieser Art dar. Die
Anwendbarkeit der Kreuzmetathese zwischen terminalen Alkinen und Alkenen wurde durch die
Synthese verschieden funktionalisierter Diene demonstriert. Die Reaktion eröffnet den Zugang zu
interessanten Strukturelementen. So haben konjugierte Allylsilane diverse Anwendungen z.B. in
Sakurai-Reaktionen gefunden.[74] Die synthetisierten Allylacetate bieten vielseitige Möglichkeiten
für Folgereaktionen, beispielsweise für die Palladiumchemie.[75, 76] Auch im Hinblick auf Diels-
Alder-Reaktionen sind die Metatheseprodukte von Interesse, was im Arbeitskreis Prof. S. Blechert
durch eine Vielzahl von Beispielen belegt wurde.[77, 78]
Die Synthese von α-Triticen ist das erste Beispiel für die In-En-Metathese in der
Naturstoffsynthese, und es soll nun nach weiteren Anwendungen für diese Reaktion gesucht
werden.
5. Versuch der Totalsynthese von (-)-Germacren D
14
5. Versuch der Totalsynthese von (-)-Germacren D
Die in der In-En-Metathese gebildeten 1,3-Butadiene sind Strukturelemente einer großen Gruppe
von Sesquiterpenen. Im Folgenden soll nun die Möglichkeit untersucht werden, die In-En-
Metathese bei der Synthese dieser Naturstoffklasse einzusetzen. Sesquiterpene werden sowohl von
Pflanzen als auch von Pilzen, Bakterien und maritimen Organismen synthetisiert. (-)-Germacren D
28, ein typisches Zehnringsesquiterpen dieser Art, ist als Inhaltsstoff vieler Pflanzen bekannt
(Schema 20).
Periplanon B 46
(-)-Germacren D 28
O
O
O
Schema 20. (-)-Germacren D 28 und Periplanon B 46.
Häufig wird (-)-Germacren D 28 als Vorstufe in der Biosynthese[79] seiner oxygenierten
Verbindungen gebildet, welche als Duftstoffe, Antibiotika, Insektenabwehrstoffe und Pheromone
bekannt sind. (-)-Germacren D 28 wurde erstmalig von Yoshihara et.al. aus Pseudotsuga japonica
isoliert.[80] Es besitzt eine ähnliche sexuell stimulierende Aktivität wie Periplanon B 46, ein
Sexualduftstoff der amerikanischen Schabe Periplaneta americana.[81] Eine kurze racemische
Synthese von (-)-Germacren D 28 wurde erstmalig von Schreiber et. al. vorgestellt.[82]
Für die Anwendung der Olefinmetathese in einer Totalsynthese von (-)-Germacren D 28 sind
verschiedene Strategien denkbar (Schema 21). Der Aufbau der Dieneinheit kann über eine In-En-
Metathese zwischen dem Alkin 47 und dem Olefin 48 erfolgen.
(-)-Germacren D 28
OO
OH
OOO
+
+
47 48
4
9
51 52
50
Schema 21. Möglichkeiten der Retrosynthese von (-)-Germacren D 28.
5. Versuch der Totalsynthese von (-)-Germacren D
15
Aufgrund der Unverträglichkeit von Aldehyden und Ketonen mit dem Rutheniumkatalysator sollten
die Carbonylfunktionen als Ketale geschützt sein. Die Freisetzung der Carbonylgruppen nach der
Metathesereaktion zu 49 und Cyclisierung durch eine McMurry-Reaktion[83] würden dann eine
Synthese von (-)-Germacren D 28 ermöglichen.
Der Aufbau des Zehnrings könnte dagegen auch durch eine Ringschlußmetathese von 50 erfolgen,
welches durch eine (Wittig-) Olefinierung der Carbonylfunktionen leicht zugänglich wäre. Die
Disubstitution der Doppelbindung in 50 könnte den Ringschluß zwar erschweren, aber der Einsatz
des Molybdänkatalysators wäre eine Alternative zu einer rutheniumkatalysierten RCM. Der
vollständige Aufbau des Germacrengerüstes durch Olefinmetathese müßte dann konsequenterweise
aus den Olefinen 51 und 52 erfolgen.
Für eine Totalsynthese von (-)-Germacren D 28 wurden zunächst die Olefine 47 und 48
synthetisiert. Dabei sollte 48 enantiomerenrein erhalten werden. In der Literatur wurde für die
Synthese vergleichbarer isopropylsubstituierter Bausteine in der Regel von dem sehr preiswerten
R-Limonen 53 ausgegangen (Schema 22). Dabei wurde die exocyclische Doppelbidung zuerst
selektiv hydriert. Die oxidative Spaltung der zweiten Doppelbindung erfolgte dann über eine
Ozonolyse (nicht dargestellt).[84, 85] Oxidation des Sekundärozonids mit Jones‘-Reagenz und weitere
Transformationen führten schließlich zum Ketoesters 56.[86]
OO
O
O
O
O
O
1. o-NO2PhSeCN,
TBP
1. OH(CH2)2OH, H+O O
HO
R-Limonen 53 (-)-Carvon 54
2. H2O2
2. LiAlH4
PtO2,
H2 (100bar)
55
15 % FeCl3
O2, MeOH
Benzol 60° C
56 (76 %)
57 (83 %) 48 (31 %)
49 %
Schema 22. Synthese des Olefins 48.
Für die Synthese des Olefins 48 wurde eine alternative Syntheseroute gewählt. Einen effizienteren
Zugang zu 56 bietet die FeCl3 katalysierte Oxidation von 55 mit Sauerstoff in Gegenwart von
MeOH.[87] Die Verbindung 55 wurde aus (-)-Carvon 54 durch Hydrierung mit PtO2 und Wasserstoff
bei 100 bar erhalten. Die Umsetzung mit 15 mol% FeCl3 bei 60° C in Benzol in Gegenwart von
MeOH unter Sauerstoffatmosphäre ergab den Ketoester 56 in 76 % Ausbeute. Nach anschließender
säurekatalysierter Ketalisierung und Reduktion des Methylesters mit LiAlH4 in THF bei 0° C
5. Versuch der Totalsynthese von (-)-Germacren D
16
konnte der Alkohol 57 in 83 % Ausbeute über beide Stufen erhalten werden. Die Reaktion der OH –
Gruppe mit o-Nitrophenylselenylcyanid und anschließende Umsetzung mit 30-%iger H2O2-Lösung
ergab das Olefin 48 in 31 % Gesamtausbeute.[88]
Das Alkin 47 wurde über eine Swern-Oxidation von 4-Pentinol 58 und Ketalisierung des
entstandenen Aldehydes mit Ethylenglykol in 66 % Gesamtausbeute synthetisiert (Schema 23).
O
O
OH 1. (COCl)2
DMSO, NEt3
2. OH(CH2)2OH, H+
58 47 (66 %)
Schema 23. Synthese des Alkins 47.
Nach der Synthese von 47 und 48 wurde nun versucht, eine In-En-Metathese zwischen diesen
beiden Olefinen durchzuführen. Dabei wurde 48 mit 1.2 eq. der Alkinkomponente 47 und 7 mol%
[Ru] in CH2Cl2 umgesetzt (Schema 24). Die Bildung des Diens 59 konnte aber auch bei
Reaktionszeiten bis zu 48 h und weiterer Zugabe von [Ru] nicht beobachtet werden. Auch bei
Durchführung der Metathese in Benzol unter den gleichen Reaktionsbedingungen kam es zu keiner
Produktbildung. Das Scheitern der Metathese kann möglicherweise mit der sterischen Hinderung
der terminalen Doppelbindung von 48 durch die Isopropylgruppe begründet werden.
OO
48
1.2 eq. 47
7 mol% [M ]
CH2Cl2 od.
Benzol
OO
O O
59
[M] = [Ru], 4, 6, 7
Schema 24. Versuch der In-En-Metathese zwischen 47 und 48 mit verschiedenen Ru-Katalysatoren.
Auch der Einsatz der Imidazolin-Ru-Katalysatoren 4 und 7 sowie des bimetallischen Rh / Ru-
Katalysators 6, welche eine deutlich höhere Aktivität und auch höhere thermische Stabilität besitzen
als der Grubbssche Rutheniumkatalysator [Ru], führte zu keiner Bildung von 59. Damit erwies sich
das vorgeschlagene Konzept zur Synthese von (-)-Germacren D 28 als ungeeignet.
Obwohl es in kurzen Syntheseschritten gelang, die benötigten Olefine zu synthetisieren, scheiterte
die Synthese an der beabsichtigten In-En-Metathese. Die Synthesestrategie könnte aber dennoch
zum Erfolg führen. Für ein erfolgreiches Synthesekonzept wäre dann eine Modifizierung des
Olefins 48 notwendig. Bei der Anwendung der In-En-Metathese in der Naturstoffsynthese sollten
daher sterische Faktoren stärker berücksichtigt werden.
6. Die rutheniumkatalysierte Diin–Cycloisomerisierung-Kreuzmetathese
17
6. Die rutheniumkatalysierte Diin–Cycloisomerisierung-Kreuzmetathese[89]
Der Einsatz von Dienen zum Aufbau kleiner bis mittlerer Ringe durch RCM ist eine weit
verbreitete Anwendung der Metathese in der organischen Synthese. Bei Verwendung von
terminalen Diinen in Metathesereaktionen tritt dagegen eine rasche Polymerisation des
Ausgangsmaterials ein. So können aus 1,6-Heptadiinen molybdänkatalysiert hochstrukturierte
Copolymere aufgebaut werden.[47] Wie schon in Kapitel 4 gezeigt wurde, reagieren Alkine unter
Verwendung des Grubbsschen Rutheniumkatalysators [Ru] mit Alkenen selektiv zu 1,3-Dienen
(Schema 25).
R1
R2
R1R2
R1[Ru]
RR
n
n[Mo]R'
R''
60
[Mo]
[Ru]
n
44
Schema 25. Beispiele für Metathesereaktionen von Alkinen.
Bei der Metathesepolymerisationen von Alkinen treten als Zwischenprodukte die konjugierten
Carbenkomplexe 60 auf.[90] Diese stabilen Komplexe (44) werden auch bei der In-En-Metathese
(Schema 19, Kap. 4) gebildet. Durch eine Reaktion von terminalen Diinen mit einem Alken sollte
es daher möglich sein, kleine bis mittlere Ringe aufzubauen. Der Zusatz eines zusätzlichen Olefins
würde dann die Polymerisation der Alkinkomponente verhindern.
Als Olefin wurde zunächst Allyltrimethylsilan verwendet, welches eine hohe Metatheseaktivität
besitzt.[41] Zur Vermeidung von Regioselektivitätsproblemen wurden anfänglich symmetrisch
substituierte 1,6-Heptadiine verwendet. Bei der Umsetzung von Diethyl-2,2-dipropargylmalonat
61a mit 3 eq. Allyltrimethylsilan und 10 mol% [Ru] in CH2Cl2 konnte der Carbocyclus 62a in 65 %
Ausbeute isoliert werden (Schema 26). Bei Verwendung von [Mo] konnte unter den gleichen
Reaktionsbedingungen dagegen nur die Polymerisation des Eduktes beobachtet werden.
62a-d
61a-d
[Ru]
X
CH2SiMe3
SiMe3
XCOOEt
CCOOEt
62d (49%)
62c (73%)
62b (64%)
X=
N-Ac
N-Ts
O
62a (65%)
Schema 26. Beispiele für die rutheniumkatalysierte Diin–Cycloisomerisierungs-Kreuzmetathese.
6. Die rutheniumkatalysierte Diin–Cycloisomerisierung-Kreuzmetathese
18
Bei der Verwendung einfacherer N-und O-funktionalisierter Diine[91] 61b61d konnten unter
diesen Standardbedingungen die Dihydropyrrole 62b und 62c bzw. das Dihydrofuranderivat 62d
erhalten werden.
Obwohl S-haltige Heptadiine erfolgreich bei der beschriebenen [Mo]-Polymerisation eingesetzt
wurden,[92] schlugen alle Versuche fehl, S- Heterocyclen aus den entsprechenden Sulfiden, Sulfonen
oder Sulfoxiden[93] zu synthetisieren. Dies ist vermutlich auf eine schnelle Isomerisierung der Diine
in die entsprechenden Allene zurückzuführen. Eine mögliche Unverträglichkeit mit dem
Katalysator könnte dieses Ergebnis auch erklären. Um das Synthesepotential dieser Tandemreaktion
zu erweitern, wurden nun verschieden funktionalisierte Olefine als Alkenkomponente bei der
Synthese von Dihydropyrrolderivaten eingesetzt (Schema 27).
63a-g
61b
[Ru]
N OAcZ
N
R
Ts
N
Ts
R
63a (61%)
63b (48%)
63c (66%)
63d (68%)
CH2Ph
CH2OTBS
CH2OAc
R= (CH2)3OCPh3
63f (55%)63g (43%)
TBSO
63e (37%)
Schema 27. Beispiele für die rutheniumkatalysierte Diin–Cycloisomerisierungs-Kreuzmetathese.
Wie die Beispiele 63a-c belegen, können geschützte Alkohole in akzeptablen Ausbeuten mit 61b zu
Heterocyclen umgesetzt werden. Die geringe Ausbeute von 37 % bei der Synthese von 63e kann auf
sterische Effekte zurückgeführt werden. Wie die Beispiele 63f und 63g belegen, können sowohl
Terpenderivate als auch N- und O-geschützte Aminoalkohole in dieser Reaktion verwendet werden.
Mit Ausnahme sterisch gehinderter Olefine (63c, E/Z = 5:1; 63f, E/Z = 2.5:1) wurden alle Produkte
mit E/Z – Isomerenverhältnissen von 1:1 – 1:1.5 isoliert.
Diese mangelnde Stereoselektivität ist ein bekanntes Problem bei Kreuzmetathesen. Auch ist bei
Kreuzmetathesen immer mit der Bildung von Homodimeren zu rechnen. In den beschriebenen
Reaktionen konnten aber nur Spuren der Alken-Homodimere gefunden werden, was für die
Selektivität der Tandemreaktion spricht. Der Umstand, daß eine vollständige Umsetzung des
Eduktes stattfand und die isolierten Ausbeuten nur 49 % - 73 % betrugen, deutet aber an, daß die
Polymerisation der Alkinkomponente unter den erwähnten Reaktionsbedingungen nicht völlig
unterdrückt werden konnte.
Für den Aufbau von sechs- und siebengliedrigen Heterocyclen wurden die Diine 64 und 65
synthetisiert (Schema 28). Jedoch konnten keine Cyclisierungsprodukte in Gegenwart von
6. Die rutheniumkatalysierte Diin–Cycloisomerisierung-Kreuzmetathese
19
Allyltrimethylsilan isoliert werden. Dagegen konnte im 1H-NMR-Spektrum der Reaktion die
Bildung von Verbindungen beobachtet werden, welche aus einer In-En Metathese einer oder beider
terminalen Dreifachbindungen mit je 1 eq. Allyltrimethylsilan resultierten. Dieses Ergebnis läßt
vermuten, daß für den Cyclisierungsschritt ein spezifischer Abstand der Dreifachbindungen
notwendig ist.[64]
66
65
64
O O
Ph
N
Ts
N
s
Schema 28. Diine 64, 65 und 66.
Bei der Reaktion von 66 wurden ebenfalls keine cyclischen Produkte isoliert. Damit bleibt, wie bei
der In-En Metathese, dieser Tandemprozeß auf monosubstituierte Alkine beschränkt. Bei der
Umsetzung des unsymmetrischen Diins 67 mit Allyltrimethylsilan verläuft die Tandemmetathese
mit einer gewissen Regioselektivität (Schema 29).
6
7
68b (16%)68a (62%)
[Ru]
SiMe3N
CH2SiMe3
TsN
CH2SiMe3
s
N
Ts
+
3eq.
10%
Schema 29. Reaktion von 67 mit Allyltrimethylsilan.
68a und 68b wurden in einem Verhältnis von 4:1 in 78 % Gesamtausbeute gebildet. Eine Erhöhung
der Selektivität könnte sicherlich durch eine Optimierung der Reaktionsbedingungen erreicht
werden. Die zusätzliche Methylgruppe hatte jedoch einen positiven Effekt auf den
Cyclisierungschritt, was durch die hohe Gesamtausbeute deutlich wurde.
Für die beschriebene Tandemmetathese ist ein möglicher Reaktionsweg in Schema 30 dargestellt.
Die Reaktion beginnt mit der Addition des Katalysators an die Dreifachbindung unter Bildung
von 70. Intramolekulare Addition des resultierenden Carbenkomlexes 71 an die zweite
Dreifachbindung ergibt den Ruthenium-Alkylidenkomplex 73. Dieser kann dann direkt unter [2+2]-
Cycloaddition-Cycloreversion mit einem Olefin zum gekreuzten Produkt 75 reagieren. Bei der
dargestellten Dominometathese wurden erstmalig terminale Diine intramolekular miteinander
verknüpft. Wie die In-En-Metathese verläuft auch diese Tandemreaktion atomökonomisch.
6. Die rutheniumkatalysierte Diin–Cycloisomerisierung-Kreuzmetathese
20
X
R
X
R
X
[M]
X
[M]
X
[M]
X
[M]
X
[M]
R
[M]CH2
+ [M]CH2- [M]CH2
+
+
69
70
7
2
7
1
7
3
74
75
R
Schema 30. Möglicher Reaktionsweg der Diin–Cycloisomerisierung-Kreuzmetathese.
Wie diese Beispiele demonstrierten, eignet sich die rutheniumkatalysierte Diin–
Cycloisomerisierung-Kreuzmetathese für die Synthese funktionalisierter Carbo- und Heterocyclen.
Obwohl die Reaktion auf fünfgliedrige Ringe limitiert zu sein scheint, lassen sich durch Variation
der Olefinkomponenten vielfältige Synthesebausteine synthetisieren. Das konjugierte
Doppelbindungssystem macht diese Bausteine für Folgereaktionen interessant. Die Reaktion ist ein
weiteres Beispiel dafür, wie mit Hilfe der Olefinmetathese, ausgehend von einfachen Edukten,
Systeme mit struktureller Vielfalt synthetisiert werden können.
7. Die rutheniumkatalysierte Ringumlagerung
21
7. Synthese von Heterocyclen durch rutheniumkatalysierte Ringumlagerungen
7. 1. Die Metallcarben-katalysierte Ringumlagerung
Der Aufbau von kleinen und mittleren Ringen durch eine Ringschlußmetathese (RCM) ist eine
bekannte Reaktion in der organischen Synthese. Für die Synthese von chiralen Carbo- und
Heterocyclen durch RCM werden chirale acyclische Diene verwendet (Schema 31A). Eine
Möglichkeit, den Einsatz chiraler acyclischer Diene als Ausgangsmaterial zu umgehen, bietet die
Ringumlagerungsmetathese (Schema 31B). Bei dieser Reaktion wird ein Carbocyclus durch eine
intramolekulare Ringöffnungs-Ringschlußmetathese zu einem neuen Carbo- oder Heterocyclus
isomerisiert.
R'
XX
R'
[M]=CH2
[M]=CH2
-C2H4XR
*
**
*
*
A
B
X
R
Schema 31. Synthese chiraler Heterocyclen durch A: RCM, B: Ringumlagerungsmetathese.
Durch diese Metathesesequenz ist es wie bei der RCM möglich, chirale Heterocyclen zu
synthetisieren. Die hierfür verwendeten enantiomerenreinen Cyclopentenderivate sind jedoch viel
leichter zugänglich. Ein weiterer Vorteil dieser Reaktion ist, bei entsprechender Wahl des
Ausgangsmaterials (R), ein zusätzlicher Chiralitätstransfer aus dem Ring in die neu gebildete
Seitenkette hinein.
Der Reaktionsverlauf der Ringumlagerungsmetathese ist in Schema 32 dargestellt. Bei einer
Reaktion des Cyclopentenderivates 76 mit dem Katalysatorkompex wird die terminale
Doppelbindung zuerst angegriffen, und der Metallcarbenkomplex 78 wird gebildet. Eine
intramolekulare Addition an die cyclische Doppelbindung führt zum Metallacyclobutankomplex 79.
Die anschließende [2+2]-Cycloreversion ergibt 80. Der Katalysecyclus wird durch eine Reaktion
von 80 mit einem weiteren Molekül 76 geschlossen. Abhängig von der Regioselektivität der
Addition findet eine Kreuzmetathese mit 76 statt, (nicht beobachtet) oder ein Methylentransfer führt
zur Entstehung von 81. Das Gleichgewicht 76 : 81 ist abhängig von thermodynamischen Faktoren
wie zum Beispiel den unterschiedlichen Ringspannungen in 76 und 81. Die Bildung von 81 hängt
damit stark von X und vom Substituenten R ab, da diese die Ringspannung sowie die Konformation
7. Die rutheniumkatalysierte Ringumlagerung
22
der Seitenkette stark beeinflussen. Auch die Größe des gebildeten Ringes hat einen entscheidenden
Einfluß auf die Gleichgewichtslage.
XX
R
R
X[M]
78
81
80
[M]=CH2
C2H4
[M]=CH2
C2H4
[M]=CH2
C2H4
X[M]
R
[M]=CH2
76
R
X
7
9
[M]
76
78
Schema 32. Mechanismus der Ringumlagerungsmetathese.
Im Folgenden soll nun der Einfluß von X und des Substituenten R auf die Ringumlagerung in der
Synthese von Dihydropyridinderivaten untersucht werden.
7. 2. Synthese substituierter Cyclopentenderivate
Der Piperidinring ist ein weit verbreitetes Strukturelement pflanzlicher und tierischer Naturstoffe
(Schema 33).[94] Die breite Palette der biologischen Aktivitäten von Piperidinalkaloiden und deren
synthetischen Derivaten haben besonders das Interesse der pharmazeutischen Industrie geweckt.
Kurze und flexible Synthesen für diese Gruppe von Verbindungen stellen daher ein wichtiges Ziel
für den organischen Chemiker dar.[95]
N
HN
H
Coniin 83
Piperidin 82
NPh
OH
(-)-Sedamin 85
H
H
N
H
HO
(CH2)7CO2H
Carpaminsäure 84
N
HH
OH
(+)-Ethylnorlobelol 29
Schema 33. Beispiele für Piperidinnaturstoffe.
7. Die rutheniumkatalysierte Ringumlagerung
23
Für die Anwendung der Ringumlagerungsmetathese in der Synthese chiraler Piperidinderivate
wurde als erstes die Darstellung der entsprechenden Cyclopentenderivate in Angriff genommen.
Dabei sollte neben der für den Aufbau des Piperidinringes essentiell notwendigen
Aminobuteneinheit (X = N) noch eine zusätzliche Hydroxyfunktion (R = OH) eingeführt werden.
Die Positionierung der OH - Gruppe sollte so gewählt werden, daß sie der der natürlich
vorkommenden Derivate entspricht (z.B. 29, 85).
OTBS
N
Ts
OH
N
Ts
OH
AcO86
OH
N
Ts
a
87 (88 %)
OTBS
N
Ts
a, b
88 (80 %)
OAc
N
Ts
OTBS
N
Ts
OTBS
NZ
89 (c : 58 %)
(d : 86 %)
90 (82 %)
91 (76 %)
92 (61 %)
93 (83 %)
d, e, b
f, b, g
d, e
b, e, d
c od. d
Schema 34. a), 1.2 eq. N –Tosylbut-3-enylamin, NaH, Pd(PPh3)4, DMF; b) TBSCl, Imidazol, DMF; c) 2.5 eq. DEAD, 3
eq. PPh3, 2.5 eq. N -Tosylbut-3-enylamin, THF; d) 2.5 eq. ADDP, 3 eq. TBP, 2.5 eq. N -Tosylbut-3-enylamin, Benzol;
e) NEt3, MeOH, 18 h; f) 2.5 eq. 3-Butenylamin, NEt3, Pd(PPh3)4, DMF; g) Benzyloxychloroformiat, Pyridin.
Als Ausgangsmaterial diente hierbei das Acetat 86, welches in hoher enantiomerer Reinheit
(> 99 % ee) durch enzymatische Hydrolyse des meso-Diacetates erhalten wurde (Schema 34).[96]
Die Substitution der Acetat- bzw. OH - Funktion kann entweder unter Retention oder Inversion
erfolgen. Die palladiumkatalysierte Allylsubstitution[97] bietet die Möglichkeit, verschiedene N
Nucleophile unter Retention (doppelte Inversion) einzufügen.[98] So konnte unter Verwendung von
N–Tosylbut-3-enylamin und katalytischer Mengen Pd(PPh3)4 87 in 88 % Ausbeute erhalten werden.
Auch die Umsetzung mit 2.5 eq. 3-Butenylamin gelang glatt mit 81 %. Um einen Zugang zu den
trans-substituierten Cyclopentenderivaten zu erhalten, wurde eine Mitsunobu-Reaktion an der
sekundären OH - Gruppe durchgeführt.[99] Erste Versuche zeigten, daß bei der Umsetzung von 86
7. Die rutheniumkatalysierte Ringumlagerung
24
mit 2.5 eq. N–Tosylbut-3-enylamin, 2.5 eq. DEAD und 3 eq. PPh3 die Ausbeute an 89 nur 58 %
betrug. Eine deutliche Steigerung der Ausbeute auf 86 % konnte durch die Verwendung von
Tributylphosphin (TBP) und Azodicarbonsäuredipiperidid (ADDP) erreicht werden.[100] Mit Hilfe
der palladiumkatalysierten Substitution und Mitsunobu-Reaktion in Kombination mit
konventioneller Schutzgruppenchemie wurden verschiedene Cyclopentenderivate synthetisiert. So
konnten nicht nur enantiomerenreine Derivate mit unterschiedlicher relativer Stereochemie der
Substituenten, wie die Verbindungen 87 und 90 belegen, sondern auch, wie die Verbindungen 91
und 93 zeigen, unterschiedlicher absoluter Stereochemie erhalten werden. 92 konnte durch den
Einsatz von 3-Butenylamin in der Palladiumreaktion und der Verwendung der Benzyloxycarbonyl
Schutzgruppe in 61 % Gesamtausbeute erhalten werden.
Unter Zuhilfenahme kurzer und flexibel einsetzbarer Synthesesequenzen war es möglich, die
Metatheseedukte mit verschiedener relativer und absoluter Konfiguration zu synthetisieren.
Ausgehend vom Synthesebaustein 86 konnten die Verbindungen 87 bis 93 in 61 % - 83 %
Gesamtausbeute isoliert werden. Weiterführend wurde nun mit eingehenden Untersuchungen zur
Ringumlagerungsmetathese begonnen.
7. 3. Beispiele zur Ringumlagerungsmetathese
Die Metathesereaktionen wurden mit 7 % [Ru] in CH2Cl2 (0.05 - 0.1 M) bei Raumtemperatur in
Gegenwart von Ethylen durchgeführt (Schema 35).
OH
N
Ts
87
OTBS
NR
OR
N
Ts
89 R = Ac
91 R = TBS
88 R = Ts
NH
OH
Ts
NH
OTBS
R
NH
OR
Ts
94 [3 : 1]1
95 R = Ts; (81 %)2; [1 : 6]
96 R = Z; (86 %); [1 : 8]
97 R = Ac; [1 : 3]
98 R = TBS; (97 %); [1 : 100]
92 R = Z
Schema 35. Ringumlagerungsmetathesen. 7 % [Ru], CH2Cl2, C2H4, RT; 1.: Edukt / Produkt-Verhältnis bestimmt durch
1H-NMR-Integration; 2.: isolierte Ausbeuten.
7. Die rutheniumkatalysierte Ringumlagerung
25
Wie erste 1H-NMR – Versuche zeigten, stellte sich bei einer Reaktion von 87 mit [Ru] ein Edukt /
Produkt-Verhältnis von 3 : 1 ein. Wurde dagegen der TBS–geschützte Alkohol 88 eingesetzt,
konnte eine starke Verschiebung des Gleichgewichtes hin zur Produktseite beobachtet werden. Das
Edukt / Produkt-Verhältnis betrug 1 : 6, und die Verbindung 95 konnte in 81 % Ausbeute isoliert
werden.
Eine erhöhte Ringspannung von 88 im Vergleich zu 87, bedingt durch die sterisch anspruchsvolle
TBS – Gruppe, könnte der Grund für die Verschiebung des Gleichgewicht zugunsten des
Heterocyclus 95 sein. Auch eine Einschränkung der freien Drehbarkeit der Seitenkette von 95
gegenüber 94 stellt eine Erklärung für dieses Reaktionsverhalten dar. In der Komplexierung des
Katalysators durch die freie OH – Gruppe könnte möglicherweise eine weitere Ursache für die
Verschiebung der Gleichgewichtslage auf die Eduktseite zu finden sein (Schema 36). Die genauen
Auswirkungen dieser Effekte auf das Gleichgewicht sind aber noch unklar und bedürfen weiterer
Untersuchungen.
Die Variation der N–Schutzgruppe hatte nur einen geringen Einfluß auf die Gleichgewichtslage der
Ringumlagerung. Bei der Bildung von 95 und 96 wurde jeweils ein Edukt / Produkt-Verhältnis von
1 : 6 bzw. 1: 8 beobachtet. Die Ausbeute von 96 betrug 86 %.
[M]
XX = NR2, OR
[M]
X
Schema 36. Mögliche Komplexierung des Katalysators durch Heteroatome.
Auch bei den trans-substituierten Cyclopentenderivaten 89 und 91 konnte der Einfluß
unterschiedlicher O – Substituenten auf die Metatheseumlagerung festgestellt werden. Bei der
Reaktion des Acetats 89 mit [Ru] in einem 1H-NMR – Versuch wurde ein Edukt / Produkt-
Verhältnis von 1 : 3 beobachtet. Bei der Umsetzung des TBS - geschützten Alkohols 91 zeigte das
1H-NMR Spektrum der Reaktion keine Spuren des Ausgangsmaterials 91 mehr, und 98 wurde in
97 % Ausbeute isoliert.
Durch die Gegenwart von Ethylen konnten Homodimerisierungen durch Keuzmetathese vermieden
werden. In Abwesenheit von Ethylen verliefen die Reaktionen langsamer, und die Ausbeuten waren
geringer. Zum Beispiel betrug die Ausbeute von 98 ohne Ethylen 80 %, mit Ethylen dagegen 97 %.
Obwohl das Gleichgewicht der Metatheseumlagerung in einigen Fällen auf der Seite des Eduktes
lag, konnte durch die Wahl der geeigneten Schutzgruppen der entsprechende Heterocyclus in hohen
Ausbeuten erhalten werden. Aufbauend auf diesen Ergebnissen konnte nun mit dem Einsatz der
Metatheseumlagerung in der Synthese von (+)-Ethylnorlobelol 29 begonnen werden.
8. Totalsynthese von (+)-Ethylnorlobelol
26
D
20
][αD
20
][α
D
20
][α
D
20
][α
8. Totalsynthese von (+)-Ethylnorlobelol
(+)-Ethylnorlobelol 29 wurde erstmalig 1939 von Wieland et. al. aus dem Extrakt von Lobelia
inflata isoliert (Schema 37).[101] Als Struktur wurde anfänglich das N-Methylpiperidin 29a
angenommen, sie wurde aber 1957 von Schöpf et. al. korrigiert. Schöpf et. al. legten die absolute
Stereochemie von (+)-Ethylnorlobelol mit 2R, 8S fest (29b), aber die zugrundeliegenden Daten
wurden nicht publiziert.[102] Diese absolute Stereochemie wurde von Hootelé et. al. 1996
aufgeklärt.[103] Die Struktur von (2S,8S) (+)-Ethylnorlobelol 29 wurde mit der Synthese der vier
möglichen Stereoisomere bewiesen.
N
HH
OH
(+)-Ethylnorlobelol 29
nach Hootelé
N
Me
OH
(+)-Ethylnorlobelol 29a
nach Wieland
N
HH
OH
(+)-Ethylnorlobelol 29b
nach Schöpf
N
HH
OH
29c
28
Schema 37. Strukturvorschläge für (+)-Ethylnorlobelol.
Der Vergleich der CD-Spektren verschiedener 2-substituierter Piperidinalkaloide hatte gezeigt, daß
bei einer Korrelation der Daten mit denen der synthetischen N-Methylderivate die Konfiguration an
C2 bestimmt werden kann.[104] Um letzte Zweifel bezüglich der Konfiguration von (+)-
Ethylnorlobelol 29 zu beseitigen, sollte neben 29 auch der Aminoalkohol 29c synthetisiert werden,
welcher sich in der Stereochemie an C8 von 29 unterscheidet.
Ausgehend von 89 wurde 98 in 71 % Ausbeute synthetisiert (Schema 34, 35). Hydrierung der
Doppelbindungen und anschließende Tosyl – Spaltung mit Na/Naphthalin in DME lieferte 99 in
66 % Ausbeute (Schema 38). Die Entfernung der Silylschutzgruppe erfolgte durch 95-%ige TFA
und (+)-Ethylnorlobelol 29 konnte in 43 % Gesamtausbeute erhalten werden. Bei der Synthese des
Aminoalkohols 29c wurde eine ähnliche Sequenz verwendet. 100 wurde mit 93 % Ausbeute aus 96
(Schema 34, 35) durch Hydrierung mit Pd / C (10-%ig) erhalten. Abschließende TFA – Spaltung
ergab 29c in 45 % Gesamtausbeute über alle Stufen. Die spektroskopischen Daten und der
spezifische Drehwert von 29 = +22.5° (c = 1.2 in EtOH) entsprachen denen des Naturstoffs
= +22.3° ± 1.5 (c = 1.56 in EtOH).[101, 103] Der Drehwert von 29c betrug = +11.0° (c =
2.2 in EtOH); Lit.[103] = +11.2° (c = 2.2 in EtOH). Die OH – Gruppe ist somit S-konfiguriert.
8. Totalsynthese von (+)-Ethylnorlobelol
27
NH
OTBS
Ts
98
NH
OTBS
Z
96
a, b
N
HH
OTBS
99
d
c
c
N
HH
OTBS
29 (43 %)
29c (45 %)
100
66 %92 %
93 %91 %
N
HH
OH
N
HH
OH
Schema 38 a) Pd/BaSO4, H2; b) Na, Naphthalin, DME; c) 95 % TFA; d) Pd/C, H2.
Die von Hootelé et. al. beschriebene Struktur von (2S,8S) (+)-Ethylnorlobelol 29 konnte damit
bestätigt werden.
Mit der Synthese von (+)-Ethylnorlobelol 29 konnte die Anwendbarkeit der
Ringumlagerungsmetathese in der Naturstoffsynthese demonstriert werden. In wenigen Schritten
gelang die Synthese von 29 und 29c in 43 % bzw. 45 % Gesamtausbeute. Mit der Ringumlagerung
gelang nicht nur der Aufbau des Dihydropyridins sondern auch gleichzeitig die richtige
Positionierung der OH – Funktion in der Seitenkette. Durch geringe Variation in der Synthese der
Metatheseedukte ließen sich die verschiedenen Konfigurationen leicht synthetisieren. Ein ebenso
simples Synthesekonzept, unter Verwendung einer Ringschlußmetathese – Strategie (Schema 31A),
wäre in diesem Fall nicht so einfach zu verwirklichen gewesen. Es sollten nun weitere
Anwendungen für die Metatheseumlagerung in der Synthese von Alkaloiden bearbeitet werden.
9. Totalsynthese von (-)-Halosalin
28
9. Totalsynthese von (-)-Halosalin[105]
9. 1. Einleitung
Wie schon in der Totalsynthese von (+)-Ethylnorlobelol 29 demonstriert wurde, hat die
rutheniumkatalysierte Ringumlagerung ein hohes Potential in der Synthese funktionalisierter
Heterocyclen. Gerade der Transfer von Chiralität aus dem Ring in die entstehende Seitenkette
hinein und der leichte Zugang zu den Ausgangsmaterialien macht diese Reaktion interessant.
Weiterführend sollte nun die Möglichkeit untersucht werden, diese Umlagerung mit zusätzlichen
Metathesereaktionen zu kombinieren. Diese Dominoreaktion würde das Synthesepotential der
Ringumlagerung erheblich erweitern. In der Synthese von (-)-Halosalin 30, welches erstmalig aus
Haloxylon Salicornicum isoliert wurde,[106] sollen zwei unterschiedliche Synthesekonzepte auf ihre
Anwendbarkeit hin untersucht werden (Schema 39).
Y
XX
Y
Z
X
Z
Y
R
RH
N
OH
H
X
X
101
1
0
4
103
105
103
[M]=CH2
(-)-Halosalin 30
Spaltung
[M]=CH2
-C2H4
Kreuz-
metathese
A:
B:
Schema 39. A: Ringumlagerung mit Kreuzmetathese. B: Ringumlagerung mit Ringschlußmetathese.
Im Fall A soll die Metatheseumlagerung von 101 mit einer Kreuzmetathese zwischen 102 und
einem Olefin kombiniert werden. Die Verlängerung der Seitenkette von 102 kann durch Wahl eines
geeigneten Olefins bewirkt werden.
Dagegen wird im Fall B die Seitenkette durch einen zweiten Ringschluß eingeführt. Die Bildung
von Ethylen ist die Triebkraft für den doppelten Ringschluß von 104. Bei Verwendung einer
geeigneten funktionellen Gruppe (Z) führt eine selektive Spaltung des Bicyclus 6 nach der
Metathesereaktion zum Produkt 103. Diese Sequenz soll vorher an einem Modellsystem untersucht
werden. Die Entfernung der Schutzgruppen und anschließende Hydrierung der Doppelbindungen
würde dann den Zugang zu (-)-Halosalin 30 ermöglichen.
9. Totalsynthese von (-)-Halosalin
29
9. 2. Ringumlagerung / Kreuzmetathese-Sequenz
Für die Totalsynthese von (-)-Halosalin 30 wurde zunächst die Ringumlagerung / Kreuzmetathese-
Sequenz untersucht. Diese Art der Dominoreaktion wurde im Arbeitskreis Prof. S. Blechert schon
erfolgreich mit Norbornenderivaten durchgeführt.[61]
OTBS
N
TsTs
N
OTBS
HTs
N
OTBS
HSiMe3
OTBS
N
TsSiMe3
86
108 (58%)
106 (96%)
93 (82%)
a, b, ce
d
1
0
7
e
Schema 40. a) TBSCl, Imidazol, DMF. b) NEt3, MeOH, 18 h. c) 2.5 eq. ADDP, 3 eq. TBP, 2.5 eq. N-Tosylbut-3-
enylamin, Benzol. d) 5 mol % [Ru], CH2Cl2, 5 h. e) 3 eq. Allyltrimethylsilan, 10 mol % [Mo], CH2Cl2.
Als OH - Schutzgruppe diente eine TBS-Gruppe, da schon die Synthese von (+)-Ethylnorlobelol 29
gezeigt hatte, daß dadurch hohe Ausbeuten im Metatheseschritt zu erwarten sind. Als
Kupplungspartner im Kreuzmetatheseschritt wurde Allyltrimethylsilan gewählt, welches für seine
hohe Metatheseaktivität bekannt ist.[41] In ersten Versuchen zeigte sich jedoch, daß in der Reaktion
von 93 mit 3 eq. Allyltrimethylsilan und 10 mol % [Ru] die Verbindung 107 nur in 10 % Ausbeute
gebildet wurde. Der Heterocyclus 106 war unter diesen Bedingungen das Hauptprodukt. Für dieses
Ergebnis könnten sterische Gründe die Ursache sein. Bei Verwendung des viel reaktiveren
Schrockschen Molybdänkatalysators [Mo] zeigte das 1H-NMR-Spektrum des Rohproduktes nur
eine teilweise Bildung von 107 (nicht isoliert). Es konnten keine umgelagerten Produkte 106 oder
108 gefunden werden.
Aus diesem Grund wurden die Ringumlagerung und die Kreuzmetathese separat durchgeführt. Die
Verbindung 106 konnte mit 97 % Ausbeute aus 93 in Gegenwart von Ethylen und 7 mol % [Ru]
isoliert werden. Die anschließende Umsetzung mit 3 eq. Allyltrimethylsilan und 10 mol % [Mo]
ergab 108 in 58 % Ausbeute. Eine Sequenz aus Protodesilylierung, Hydrierung und Entfernung der
Schutzgruppen würde sicherlich einen Zugang zu (-)-Halosalin 30 ermöglichen.
Aufgrund der unbefriedigenden Ausbeute im Kreuzmetatheseschritt wurde die Synthese an dieser
Stelle abgebrochen. Die Synthese von 108 zeigt aber die grundsätzliche Anwendbarkeit der
verwendeten Dominoreaktion in der Naturstoffsynthese. Basierend auf diesen Erkenntnissen wurde
nun mit Untersuchungen zum zweiten Synthesekonzept begonnen.
9. Totalsynthese von (-)-Halosalin
30
9. 3. Ringumlagerung / Ringschluß-Sequenz
Für die geplante Ringumlagerung mit anschließendem Ringschluß (Schema 39B) mußte zuerst eine
geeignete funktionelle Gruppe Z gefunden werden. Diese Gruppe müßte nicht nur den Ringschluß
ermöglichen, sondern auch durch eine selektive Spaltung den gewünschten Alkohol an C8
freisetzen. Die Verwendung von Silylethern in Metathesereaktionen wurde im Arbeitskreis Prof. S.
Blechert schon erfolgreich durchgeführt. So zeigten Silyl - geschützte Alkohole höhere Ausbeuten
bei Kreuzkupplungen als die entsprechen freien OH - Funktionen. Auch lassen sich Silylether unter
sauren Bedingungen oder mit Nucleophilen (Cl-, F-) leicht entfernen. Da über das Verhalten der
entsprechenden cyclischen Derivate[107] wenig bekannt ist, wurde der Silylether 109 synthetisiert
und in 1H NMR-Versuchen verschiedenen Spaltungsbedingungen unterworfen (Schema 41).
OSi
OH
O
109
110
111 (1:3)
1
1
2
H+
NBS
TBAF
Schema 41. Verschiedene Reaktionsbedingungen der Silylspaltung von 109.
Dabei zeigte sich, daß unter protisch-sauren Bedingungen (TFA, HCl) nur das Dien 110 gebildet
wurde. Bei Verwendung von NBS entstand das Epoxid 111. Erst beim Einsatz von TBAF gelang
die Darstellung des Alkohols 112. Damit war die geeignete funktionelle Gruppe und deren
Spaltungsbedingung gefunden, und es konnte mit der Synthese von (-)-Halosalin 30 begonnen
werden.
In Schema 42 ist die Totalsynthese von (-)-Halosalin 30 dargestellt. Zuerst wurde 86 mit
Allyldimethylchlorsilan und Pyridin in CH2Cl2 umgesetzt. Acetatspaltung mit DiBAH, gefolgt von
einer Mitsunobu–Reaktion, komplettierten die Synthese von 113. Die Metathesereaktion erfolgte
quantitativ mit 5 mol % [Ru] in CH2Cl2 innerhalb von 4 h. Die Transformation in den Alkohol 115
wurde ohne die Isolierung des Bicyclus 114 durchgeführt. Durch Zugabe von wasserfreier TBAF
Lösung (1 M in THF) bei –78° und anschließender Erwärmung auf Raumtemperatur konnte 115 in
78 % Ausbeute isoliert werden. Das Dien 116 wurde zu 10 % gebildet. Die anschließende
Hydrierung der Doppelbindungen von 115 erfolgte quantitativ mit Pd / C (10-%ig). Die reduktive
Entfernung der Tosyl – Schutzgruppe wurde mit Na / Hg in einem methanolischen Phosphatpuffer
durchgeführt.[108]
9. Totalsynthese von (-)-Halosalin
31
D
20
][α
D
20
][α
O
N
Ts
Si
Ts
NH
Ts
N
O
H
Si
Ts
N
OH
H
H
N
OH
H
a, b, c
81%
115 (78%)
116 (10%)
114
113 (61%)
Lit.
(-)-Halosalin 30 (40% ges.)
f, g
e
d
= - 19.5°
D
20
[α]
= - 19.8°
D
20
[α]
86
+
Schema 42. a) 1.5 eq. Allyldimethylchlorsilan, Pyridin, CH2Cl2. b) 3 eq. DiBAH, THF. c) 2.5 eq. ADDP, 3 eq. TBP, 2.5
eq. N –Tosylbut-3-enylamin, Benzol. d) 5 mol % [Ru], CH2Cl2, rt., 4 h. e) 3 eq. TBAF, -78º C – Erwärmung auf RT,
CH2Cl2. f) H2, Pd/C. g) Na/Hg, MeOH, K2HPO4, refl. 12 h.
(-)-Halosalin 30 konnte mit einer Gesamtausbeute von 40 % isoliert werden. Die spektroskopischen
Daten und der Drehwert = -19.8° (c = 0.6, in 95% EtOH) entsprechen denen des Naturstoffs
= -19.5° (c = 0.6, in 95% EtOH). Mit der Einführung eines zweiten Ringschlusses in die
Ringumlagerung gelang es, das Problem der geringen Ausbeute im Kreuzmetatheseschritt zu
umgehen. Mit der ersten stereoselektiven Totalsynthese von (-)-Halosalin 30 konnte jedoch
eindeutig demonstriert werden, daß beide Metathesequenzen interessante Einsatzmöglichkeiten in
der Naturstoffsynthese bieten.
10. Totalsynthese von Tetraponerinen
32
10. Totalsynthese von Tetraponerinen
10. 1. Einleitung
Das Potential der rutheniumkatalysierten Ringumlagerung in der Naturstoffsynthese wurde mit der
Totalsynthese von (-)-Halosalin 30 und (+)-Ethylnorlobenol 29 eindeutig demonstriert. Da bei
beiden Naturstoffen von enantiomerenreinem (1S,4R)-4-Acetoxycyclopent-2-enol 86 ausgegangen
wurde, waren keine weiteren stereoselektiven Schritte in der Synthese notwendig. Für die erweiterte
Anwendung der Metathesereaktion in der Naturstoffsynthese sollte nun die rutheniumkatalysierte
Ringumlagerung mit einer weiteren katalytischen Reaktion zu einem kombinierten Synthesekonzept
verknüpft werden.
Die palladiumkatalysierte Allylsubstitution eignet sich für die Substitution von Allylacetaten bzw.
Carbonaten durch eine Vielzahl von C-, N- und O-Nucleophilen.[109-112] Die Reaktion verläuft über
einen Palladium – Allylkomplex. Die Reaktion kann auch asymmetrisch in hohen Ausbeuten und
Enantioselektivitäten durchgeführt werden (Schema 43).[113, 114] Für diese asymmetrische Variante
der Reaktion wurden verschiedene Ligandentypen entwickelt. Die in den Arbeitsgruppen Helmchen
(117)[115] und Pfaltz (118)116] vorgestellten Phosphinooxazolin-Liganden eignen sich hervorragend
für die Umsetzung acyclischer Allylacetate.
OAc+Nu-[Pd0]*Nu
- OAc
N
O
PPh3N
OO
PO
O
binol
NH
OO
Ph2PPPh2
HN
1
1
7
1
1
8
1
1
9
R R
*
Schema 43. Asymmetrische palladiumkatalysierte Allylsubstitution.
Der in der Arbeitsgruppe von Trost entwickelte Ligand 119 wird dagegen häufiger bei der
Substitution von cyclischen Allylacetaten eingesetzt.[117] Dies wurde auch mit der Synthese von (+)-
Polyoxamsäure[118] und den Glycosidaseinhibitoren[119] Allosamizolin und Mannostatin A
demonstriert. Dabei wird von meso-Verbindungen ausgegangen, welche in einer
Desymmetrisierungsreaktion mit Nucleophilen umgesetzt werden. Der Vorteil dieser Strategie ist
der im Gegensatz zur kinetischen Racematspaltung vollständige Umsatz des Eduktes. Die Reaktion
beginnt mit der Komplexierung des Katalysators anti zu den Substituenten des
10. Totalsynthese von Tetraponerinen
33
Cyclopentenderivates (Schema 44). Nach der Entfernung eines Acetates entsteht der Palladium –
Allylkomplex. Dabei wird durch die chiralen Liganden am Palladium zwischen den beiden
Abgangsgruppen des prochiralen Diacetats differenziert. Der gebildete chirale Allylkomplex
reagiert dann mit einem Nucleophil zum chiralen Produkt. Experimentelle Befunde hatten gezeigt,
daß disubstituierte Produkte nur in geringem Maße auftreten.
AcO OAc
OAc
NuOAc
AcO OAc
Pd
*L L*
*L
L*
+
-OAc
NuOAc
Pd
*
L
L
*
*LL*
Nu-
Enantioselektiver
Schritt
Schema 44. Mechanismus der asymmetrischen Pd-Allylierung von meso-Diacetaten.
Die Kombination dieser palladiumkatalysierten Reaktion mit einer anschließenden
Ringumlagerungsmetathese sollte es ermöglichen, chirale Heterocyclen aufzubauen. Als
Syntheseziel wurden die Tetraponerine T1-T8 angestrebt (Schema 45). Die Tetraponerine T1-T8
wurden aus dem Extrakt der aus Neuguinea kommenden Ameise Tetraponera sp. isoliert.[120] Sie
sind der Hauptbestandteil eines Kontaktgiftes, welches zur Verteidigung eingesetzt wird.
Kontaminierte Feinde zeigen schon nach kurzer Zeit Symptome einer Nervenvergiftung.
N N
H
H
R
H
N N
H
H
R
H
N NN
H
H
R
H
N
H
H
R
H
T5 R = C5H11
T8 R = C5H11 T6 R = C5H11
T7 R = C5H11
T4 R = C3H7T3 R = C3H7T2 R = C3H7T1 R = C3H7
Schema 45. Tetraponerine T1-T8.
Die Synthese der Tetraponerine T1-T8 beinhaltet mehrere Herausforderungen. So unterscheiden
sich diese ungewöhnlichen Alkaloide in der Länge der Seitenkette R, in der Stereochemie an C9
und in der Größe des Ringes A. Diese Eigenheiten haben das Interesse vieler Arbeitsgruppen an
dieser Gruppe von Naturstoffen geweckt. So wurden bis jetzt verschiedene diastereo- und
10. Totalsynthese von Tetraponerinen
34
enantioselektive Synthesen einzelner Tetraponerine publiziert.[121-123] Dabei dominierte vor allem
die Arbeitsgruppe um Braekman, welche sich nach der erstmaligen Isolierung besonders mit der
Synthese und Strukturaufklärung einzelner Tetraponerine beschäftigt.[124-129] Bis jetzt erwies sich
aber das von Royer et. al. vorgestellte Synthesekonzept als das erfolgreichste, was mit der Synthese
aller acht Tetraponerine bewiesen wurde.[130] Für die hier angestrebte Synthese der Tetraponerine
durch die flexible Kombination aus doppelter palladiumkatalysierter Aminierung und
Metathesereaktion sind zwei generelle Synthesekonzepte denkbar.
NN R
HH
H
( )n
T2, T4, T6, T8
AB
C
9
NS
N
H H
OO
( )m
( )nPG
EtO
EtO
T1, T3, T5, T7
RO
OR
Pd-Allylierung
(chiral)
N
N
PG
S
O O
( )m
( )n
(EtO)2HC
3( )
N
N
PG
S
O O
( )m
( )n
(EtO)2HC
3( )
N
OR
PG( )n
Pd-Allylierung
(domino)
Mitsunobu-
Reaktion
NS
N
H H
OO
( )m
( )nPG
EtO
EtO
Metathese
Desulfonierung, Entsctzen,
Hydrierung der Doppelbindungen
R
NHNH
H H
( )n
NN R
HH
H
( )n
AB
C
9
O
H
R
NHNH
H H
( )nO
H
ent.
Schema 46. Synthese der Tetraponerine T1-T8 durch doppelte Ringschlußmetathese.
Eine Möglichkeit für die Synthese der Tetraponerine wäre das Konzept der doppelten
Ringschlußmetathese, das schon bei der Totalsynthese von (-)-Halosalin 30 angewendet (Schema
10. Totalsynthese von Tetraponerinen
35
38b, Kap. 9) wurde (Schema 46). Dabei soll eine enantioselektive Dominopalladiumreaktion
durchgeführt werden, bei der beide Sulfonamide in einem Schritt eingeführt werden.
Sulfonylschutzgruppen haben sich als sehr effektiv für diese Palladiumreaktionen erwiesen. Nach
der Palladiumreaktion erfolgt die doppelte Ringschlußmetathese. Spaltung der Sulfonamide,
Hydrierung der Doppelbindungen und säurekatalysierte Cyclisierung können dann die
Tetraponerine T2, T4, T6 und T8 zugänglich machen. Eine Sequenz aus enatioselektiver (mono-
)Allylierung und Mitsunobu-Reaktion würde den Zugang zu den Tetraponerinen T1, T3, T5 und T7
ermöglichen. Die Synthese und die reduktive Desulfonierung der cyclischen Alkenylsulfonamide
sollen an einer Modellverbindung untersucht werden.
RO
OR
N
OR
PG( )n
Ringumlagerungsmetathese
Funktionalisierung (R),
Entschützen,
Hydrierung der Doppelbindungen
N
H
N
EtO
EtO
N
N
PG
( )n
( )3
PGPG
PGCH(OEt)2
( )n
N
N
PG
( )3
PGCH(OEt)2
( )n
N
H
N
EtO
EtO
( )nPGPG
NN R
HH
H
( )n
T2, T4, T6, T8
AB
C
9
T1, T3, T5, T7
Pd-Allylierung
(chiral)
Pd-Allylierung
(domino)
Mitsunobu-
Reaktion
R
NHNH
H H
( )n
NN R
H
H
( )n
AB
C
9
O
H
R
NHNH
H H
( )nO
H
ent.
H
H
H
Schema 47. Synthese der Tetraponerine T1-T8 durch Ringumlagerungsmetathese.
10. Totalsynthese von Tetraponerinen
36
Eine zweite Möglichkeit zur Synthese der Tetraponerine bietet die Ringumlagerungsmetathese
(Schema 47). Auch hier würden beide Amide wahlweise durch eine Dominiopalladiumreaktion
oder eine Kombination aus palladiumkatalysierter (mono) Allylierung und Mitsunobu-Reaktion
eingeführt werden. Nach der Metatheseumlagerung müßte die terminale Doppelbindung weiter
funktionalisiert werden, um die erforderliche Seitenkette zu erhalten. Das Entfernen der
Schutzgruppen, die Hydrierung der Doppelbindungen und eine säurekatalysierte Cyclisierung
würden auch hier die Synthese der Tetraponerine abschließen.
Beide Konzepte würden den Aufbau der erforderlichen Ringgrößen und Seitenketten bei
unterschiedlicher Stereochemie der Metatheseedukte erlauben. Es sollte nun mit den
Untersuchungen zum Synthesekonzept der doppelten Ringschußmetathese begonnen werden.
10. Totalsynthese von Tetraponerinen
37
10. 2. Vorversuche zur doppelten Ringschlußmetathese
Um das in Schema 46 beschriebene Synthesekonzept umzusetzen, mußte als erstes eine geeignete
funktionelle Gruppe R gefunden werden. Im Idealfall sollte diese Gruppe folgende Eigenschaften in
sich kombinieren: 1.) eine genügend hohe Reaktivität für die Palladiumallylierung, 2.) eine gute
Verträglichkeit mit dem Metathesekatalysator und 3.) eine gute Spaltbarkeit in die „nackte“
Kohlenstoffkette. Ein Sulfonamid erfüllt zunächst die ersten beiden Bedingungen. Wie die
Synthesen von (+)-8-Ethylnorlobelol 29 und (-)-Halosalin 30 gezeigt hatten, können Sulfonamide
mit hohen Ausbeuten in Palladiumsubstitutionen eingesetzt werden. Auch ließen sich diese
Verbindungen problemlos in Metathesereaktionen verwenden. Über die Reduktion und
Desulfonierung von cyclischen Sulfonamiden ist in der Literatur wenig bekannt.[131]
Um nun die Eignung von Sulfonamiden für die geplante Naturstoffsynthese zu überprüfen, wurde
zuerst ein passendes Modellsystem entwickelt. Die Reaktion von 120, welches durch den
Overmann-Prozeß leicht zugänglich ist,[132] mit den entsprechenden Sulfonylchloriden in Pyridin /
CH2Cl2 ergab die Verbindungen 121 und 122 in 73 % bzw. 61 % Ausbeute (Schema 48).
NS
OTr
OO
NS
OTr
O O
N
OTr
HS
OO
Cl( )n
( )n
Pyridin
[Ru]
- C2H4
120 121 n = 1 (73 %)
122 n = 3 (61 %)
123 (90 %)
Schema 48.Synthese cyclischer Sulfonamide.
Die jeweiligen Sulfonylchloride wurden durch Chlorierung der Sulfonnatriumsalze mit POCl3
erhalten, welche aus den entsprechenden Bromiden und Na2SO3 synthetisiert wurden.[133] Die
Kettenlänge der Sulfonylchloride wurde so gewählt, daß nach einer reduktiven Desulfonierung der
cyclischen Derivate die gewünschte C3- und C5-Alkylkette entstehen würde. Die
Metathesereaktion von 121 wurde mit 5 mol% [Ru] in CH2Cl2 unter Rückfluß durchgeführt. Dabei
konnte das Sulfonamid 123 in 90 % Ausbeute isoliert werden. Bei der Reaktion von 122 konnte
beobachtet werden, daß sich der Ringschluß zu 124 nicht direkt vollzog (Schema 49).
10. Totalsynthese von Tetraponerinen
38
NS
OTr
OO
NS
OTr
O O
NS
OTr
OO
2
[Ru]
- C2H4
124 (91 %)
122
125
125 : 124
2h 1 : 1
40h 1 : 12.5
Schema 49. Ringschlußmetathese von 122.
So wurde im 1H-NMR Spektrum der Reaktion das Homodimer 125 identifiziert. Das Verhältnis von
124 : 125 betrug nach 2 h 1 : 1. Nach längerer Reaktionszeit wurde 125 durch den Angriff des
Katalysators an die terminale Doppelbindung und anschließende Ringschlußreaktion mit der 1,2-
disubstituierten Doppelbindung in das cyclische Produkt 5 umgewandelt. Das Verhältnis von 124 :
125 betrug nach 40 h 12.5 : 1, und 124 konnte in 91 %Ausbeute isoliert werden. Die Umsetzung mit
LiAlH4,[134] welches neben anderen reduktiven Bedingungen[135] eine der möglichen Methoden zur
Spaltung von Tosylschutzgruppen ist, ergab die Verbindung 126 in 85 % Ausbeute.
S
N
O O OTr
H
LiAlH4
THF
123
126 (85 %)
NS
OTr
O O
Schema 50. Reaktion von 122 mit LiAlH4.
Dieses Produkt könnte durch eine Fragmentierung, wie in Schema 50 dargestellt, entstanden sein.
Um diese unerwünschte Reaktion zu vermeiden, wurde die Doppelbindung mit Pd/C hydriert (127).
Jedoch führte die Verwendung von Metallhydriden wie LiAlH4, AlH3 und DiBAH zu keinem
Erfolg. Auch durch den Einsatz von Nickelkomplexen,[136] welche bei der Desulfonierung von
Alkylsulfonen[137] mit Erfolg verwendet wurden, konnte das gewünschte Produkt nicht erhalten
werden. Unter reduktiven Bedingungen wie Na/Naphthalin oder Na/Hg kam es nur zur Abspaltung
der Tritylgruppe. Das Sulfonamid erwies sich auch gegenüber hydrolytischen Bedingungen (HCl,
PhOH) und Nucleophilen (PhLi, PhMgBr) als inert.
Eine interessante Nebenreaktion trat bei der Verwendung von Natrium-bis-(2-methoxyethoxy)-
aluminiumhydrid (Red-Al) auf (Schema 51).[138] Bei einer Reaktion von 126 mit Red-Al in
Toluol konnte nach 2.5 h erwärmen auf 80° C das Methylprolinol[139] 128 in 91% Ausbeute isoliert
10. Totalsynthese von Tetraponerinen
39
werden. Untersuchungen des Reaktionsverlaufes mittels GCMS lassen darauf schließen, daß erst
eine totale Reduktion des Sulfonamids zum entsprechenden Thioamin erfolgte, bevor eine
Desulfonierungsreaktion unter Ringkontraktion zu 128 stattfand.
N
OTr
N
OTr
124
128 (91 %) 129 (52 %)
Red-Al.
Toluol / Rfl.
NS
OTr
O O
Red-Al.
Toluol / Rfl.
127
Schema 51. Reaktion cyclischer Sulfonamide mit Red-Al.
Auch bei der Umsetzung von 124 mit Red-Al trat diese Reaktion auf, und 129 konnte in 52 %
Ausbeute erhalten werden. Über ein derartiges Reaktionsverhalten cyclischer Sulfonamide war in
der Literatur bis jetzt nichts bekannt. Trotz des Einsatzes verschiedenster Reagenzien gelang es
nicht, eine geeignete Methode zu finden, die Sulfonamide 123, 124 und 127 in die gewünschten
offenkettigen Derivate zu überführen. Damit hatte sich diese funktionelle Gruppe für die Synthese
als ungeeignet erwiesen.
Als Alternative kam ein Carboxylamid in Frage. Obwohl die Acidität dieser Gruppe für eine
Palladiumreaktion zu gering ist, eignet sie sich doch hervorragend für Metathesereaktionen. Im
Gegensatz zu Sulfonamiden ist eine Reihe von Möglichkeiten bekannt, diese Amide zu spalten. Die
entstehenden Carbonsäuren(-ester) würden nach einer Decarboxylierung die gewünschten
Alkylketten ergeben.[140] Die Darstellung erfolgte über eine Kupplung von 120 mit den
entsprechenden Säuren (Schema 52).
N
OTr
H[Ru]
- C2H4
120 130 n = 1 (91 %)
131 n = 3 (98 %)
132 (89 %)
( )nN
OTr
O
N
OTr
O
( )n
HO
O
DMAP
DCCI
Schema 52.Synthese des Lactams 132.
Die Ringschlußmetathese von 130 mit 5 mol% [Ru] in CH2Cl2 erfolgte innerhalb von 12 h glatt zu
132 in 89 % Ausbeute. Bei einer Reaktion von 131 unter den gleichen Bedingungen konnte der
Achtring 133 nur in 19 % Ausbeute erhalten werden (Schema 53). Neben dem reisolierten Edukt
10. Totalsynthese von Tetraponerinen
40
131 (32 %) trat auch das durch Kreuzmetathese entstandene Homodimer 134 in 32 % Ausbeute auf.
Eine Optimierung der Reaktionsbedingungen oder auch die Verwendung des reaktiveren
Molybdänkatalysators [Mo] würde sicher eine Erhöhung der Ausbeute an 133 bewirken.
[Ru]
- C2H4
131
N
OTr
O
N
OTr
O
N
OTr
O
2
133 (19 %)134 (32 %)
131 (32 %)
+ +
Schema 53. Ringschlußmetathese von 131.
Die Synthese der Verbindungen 132 und 133 beweist aber die prinzipielle Eignung dieser
funktionellen Gruppe für die Metathesereaktion. Um unerwünschte Nebenreaktionen bei der
Spaltung des Amids zu vermeiden, wurde die Doppelbindung in 132 mit Pd/C quantitativ hydriert
(Schema 54). Eine saure Hydrolyse von 135 mit MeOH / HCl und anschließende Tosylierung des
Amins lieferte die Verbindung 136 in 77 % Ausbeute.[141] Die Tritylgruppe wurde quantitativ
abgespalten. Bei der geplanten Naturstoffsynthese (Schema 46) würde unter diesen Bedingungen
das verwendete Diethoxyketal ebenfalls freigesetzt werden. Es sollte nun nach einer Methode
gesucht werden, unter welcher diese Gruppe erhalten bleibt. Die Umsetzung von 135 mit
Trimethyloxoniumtetrafluoroborat in Et2O und anschließende Hydrolyse des Hydroximethers
lieferte 137 in 57 % Ausbeute.[142] Die Tritylgruppe blieb unter diesen Bedingungen erhalten.
1. Pd/C, H2
135
130 N
OTr
O
N
OTr
O
O
H
N
OH
O
O
s
136 (77 %)
137 (57 %)
1. MeOH, HCl
2. TsCl
1. (MeO)3B+F4-
2. NaHCO3
Schema 54. Amidspaltung von 135.
Somit war die geeignete Gruppe für die geplante doppelte Ringschluß-Spaltungs-Sequenz gefunden
(Schema 46). Die Synthese des Amids entsprechender Kettenlänge würde nun nach dem
10. Totalsynthese von Tetraponerinen
41
Palladiumsubstitutionsschritt erfolgen. Dazu müßte das Amin freigesetzt und wie bei der Synthese
von 130 und 131 mit den geeigneten Carbonsäuren gekuppelt werden. Die noch ausstehenden
Versuche zur erforderlichen Decarboxylierung würden in einem späteren Stadium der
Naturstoffsynthese direkt durchgeführt werden. Es konnte nun mit den Untersuchungen zur
Domino-Palladiumreaktion begonnen werden.
10. 3. Untersuchungen zur palladiumkatalysierten Dominoallylierung
Die Einführung zweier unterschiedlicher Amide in einer Eintopfreaktion erforderte, daß der erste
(enantioselektive) Substitutionsschritt mit hohen Ausbeuten und ee-Werten durchgeführt würde
(Schema 56). Die anschließende Zweitsubstitution mit einem weiteren Amid wird durch den schon
eingeführten Substituenten gesteuert und benötigt keinerlei weitere Stereodifferenzierung durch den
chiralen Katalysator.
AcO OAcNu1OAc
mesoent.
Nu1
PdL2*
Nu2
PdL2*
Nu1Nu2
ent.
Schema 56. Palladiumkatalysierte Dominoallylierung.
Für die geplante Umsetzung dieser Reaktion wurde von dem meso-Dicarbonat 138 ausgegangen
(Schema 57), welches durch Umsetzung des Diols mit Methylchloroformiat und Pyridin in CH2Cl2
bei 0° C quantitativ erhalten wurde. Die höhere Reaktivität von Allylcarbonaten als Abgangsgruppe
ermöglichte es, die Reaktion bei tieferen Temperaturen durchzuführen und damit eine höhere
Stereodifferenzierung zu erreichen.
O
O OMeNsHN
NO2
OEt
OEt
L* = 119
PdL2*
N
N( )3
RCH(OEt)2
( )n
N
O
Ns
( )n
O
OMe( )3
RHN
S
O
O
( )n
Ns
OOMe
O
141 n=1 (89%, 98.5%ee)
142 n=0 (88%, 99%ee)
Ns =
145 R=H, n=1 (81%)
146 R=Ns, n=1 (79%)*
147 R=Ns, n=0 (79%)*
138
-60°C
139 n=1
140 n=0143 R=H
144 R=Ns
nach
Erwärmung
* Zusatz von dppb
Schema 57. Ergebnisse der palladiumkatalysierten Dominoallylierung.
10. Totalsynthese von Tetraponerinen
42
Als N-Schutzgruppe wurde auf die o-Nitrobenzolsulfonylfunktion zurückgegriffen, da diese im
Gegensatz zur Tosyl-Schutzgruppe unter milden Bedingungen abgespalten werden kann.[143] Bei
der Umsetzung von 1 eq. 138 mit 1eq. der entsprechenden Nucleophile 139 und 140 und 1.5 mol%
des Katalysators konnten die Amide 141 und 142 in 89 % bzw. 88 % Ausbeute erhalten werden.
Die Reaktion wurde in THF bei –65° C durchgeführt, wobei anschließend die Reaktionslösung
langsam auf –35° C erwärmt wurde. Doppelt aminierte Nebenprodukte wurden nur in 5 % – 9 %
Ausbeute isoliert. HPLC Analyse der entsprechende Alkohole ergaben ee-Werte von 98.5 % für
141 bzw. 99 % für 142 (Schema 58). Die absolute (1R,4S) Stereochemie der Produkte kann durch
die Konfiguration des Liganden 119 vorhergesagt werden. Weitere HPLC-Vergleiche mit den
(1S,4R) Stereoisomeren (synthetisiert aus 86) bestätigten die (1R,4S) Konfiguration der Produkte.
Schema 58. HPLC Analyse mit einer CHIRACEL OJ Säule (DIACEL CHEMICAL Ind.). Isopropanol (15 %) / Hexan
(85 %), 0.9 ml / min.
Bei der durchgeführten Palladiumreaktion erwies sich der Zusatz von3 eq. NEt3 in bezug auf
Ausbeute und Enantioselektivität als essentiell. In Abwesenheit von NEt3 kam es auch bei langen
Reaktionszeiten nur zu geringem Umsatz (10%). Dieses Resultat läßt vermuten, das NEt3 als
Kosolvens wirkt und möglicherweise einen stabilisierenden Effekt auf den Pd-Allylkomplex hat.
Auch zeigte sich, daß die Durchführung der Reaktion bei Raumtemperatur eine Abnahme der ee-
Werte (< 80 %) zur Folge hatte.
Mit der Synthese der Amide 141 und 142 in guten Ausbeuten und Enantioselektivitäten waren die
Voraussetzungen für einen Dominoprozeß geschaffen (Schema 57). Basierend auf diesem Ergebnis
wurde nun versucht, den zweiten Substitutionsschritt durchzuführen. Erste Experimente zeigten
aber, daß die Zugabe des (käuflichen) Amins 143 bei –65° C nach dem ersten Reaktionsschritt nur
eine Zersetzung des Ausgangsmaterials 141 zur Folge hatte. Erst durch vorheriger Erwärmung der
Reaktionslösung auf Raumtemperatur und anschließende Zugabe von 143 konnte das Amin 145 in
81 % Gesamtausbeute isoliert werden. Bei der Verwendung des o-Nitrobenzolsulfonyl geschützten
ent-
148
ent-
149
rac-
148
rac-
149
10. Totalsynthese von Tetraponerinen
43
Amids 144 konnte dagegen keinerlei Reaktion beobachtet werden. Da bei vergleichbaren
Disubstitutionen 1,4-Bis-(diphenylphosphino)-butan (dppb) erfolgreich eingesetzt wurde,[144] wurde
der Pd-Ligand gewechselt. Der Austausch des Liganden 119 durch dppb erfolgte nach der ersten
Addition. Anschließende Erwärmung auf Raumtemperatur und Zugabe von 144 ergab nach
weiteren 2 h die Diamide 146 und 147 in jeweils 79 % Gesamtausbeute. Durch diesen
Dominoprozeß war es nun möglich, einen Zugang zu den Tetraponerinen mit der all-cis
Stereochemie zu erhalten.
Für die Synthese der trans-substituierten Cyclopentenderivate wurde eine Mitsunobu-Reaktion
durchgeführt (Schema 59). Nach der basischen Hydrolyse der Carbonate 141 und 142 mit NaOH /
Dioxan wurden die entsprechenden Alkohole mit 2 eq. 144, 2 eq. DEAD und 2.5 eq. PPh3 in THF
umgesetzt. Die trans-Diamide 150 und 151 wurden in 87 % und 81 % Ausbeute isoliert.
THF
2.5 eq. PPh3
2 eq. DEAD
2 eq. 144
NaOH N
OH
( )n
N
N( )3
CH(OEt)2
( )n
Ns
NsNs
150 n=1 (87%)
151 n=0 (81%)
141, 142 Dioxan148 n=1 (99%)
149 n=0 (98%)
Schema 59. Synthese der trans-Cyclopentenderivate 150 und 151.
Alle Versuche, das Amin 145 mit den entsprechenden Carbonsäuren umzusetzen, schlugen fehl
(Schema 60). Auch alle weiteren Anstrengungen, das freie Amin mit einer Tosyl-, Ns-, Acetyl-,
Trifluoracetyl- oder Boc-Schutzgruppe zu funktionalisieren, scheiterten. Eine mögliche Ursache
könnte in einer Komplexierung des deprotonierten Amins durch die o-Nitrobenzolsulfonylgruppe
während der Reaktion zu suchen sein (Schema 60). Diese Komplexierung ist nur bei cis-Anordnung
der Substituenten möglich.
( )n
HO
O
DMAP
DCCI
N
N
3( )H
(OEt)2CH
Ns
145
N
N
3( )
(OEt)2CH
Ns
n = 1, 3
( )n
O
1
5
2
N
S
OO
NO2
RN-R'
M+
H
H
Schema 60. Versuch der Synthese des Amids 152.
10. Totalsynthese von Tetraponerinen
44
Damit war der geplante Syntheseweg über eine doppelte Ringschlußmetathese gescheitert. Es
wurde daher mit den Untersuchungen zur Ringumlagerung begonnen.
10. 4. Ringumlagerungsmetathesen
Durch den palladiumkatalysierten Dominoprozeß und die Mitsunobu-Reaktion standen nun alle
erforderlichen Ausgangsstoffe für die Metathesereaktion zur Verfügung. Die Reaktionen wurden
mit 5 mol% [Ru] in CH2Cl2 durchgeführt (Schema 61). Auch hier beschleunigte der Zusatz von
Ethylen die Reaktionen und lieferte höhere Ausbeuten.
N
N
R
R
N
N
Ns
Ns
N
N
Ns
Ns
N
N
Ns
N
N
R
R
N
N
Ns
Ns
N
N
R
N
N
R
R
( )3
CH(OEt)2
Ns( )3
CH(OEt)2
( )3
CH(OEt)2
( )3
CH(OEt)2
( )3
CH(OEt)2
R
( )3
CH(OEt)2
( )3
CH(OEt)2
( )3
CH(OEt)2
H
H
H
H
150 R = Ns
155 R = Z
146
147
153 (79%1, [1:5.5]2)
154 R = Ns [1:2]
156 R = Z (97%)
157 (89%, [1:10])
158 R = Ns [2.5:1]
160 R = Z (99%)
151 R = Ns
159 R = Z
Schema 61. Ringumlagerungsmetathesen. 1: isolierte Ausbeute. 2: Edukt/Produkt-Verhältnis bestimmt durch 1H-NMR.
10. Totalsynthese von Tetraponerinen
45
Erste Versuche zeigten, daß bei Raumtemperatur nur eine langsame Umsetzung von 146 zu 153
stattfand. Erst eine Erwärmung auf 35° C wurde nach 48 h 153 in 79 % Ausbeute erhalten. Es
wurden keine weiteren Produkte isoliert. Das Edukt / Produkt-Verhältnis 146 / 153 der
Metathesereaktion betrug 1 : 5.5. Bei Zugabe von [Ru] zum isolierten Heterocyclus 153 stellte sich
das gleiche Verhältnis ein. Dieses Ergebnis bestätigt, daß es sich bei der
Ringumlagerungsmetathese um eine Gleichgewichtsreaktion handelt. Bei der Reaktion des trans-
konfigurierten Cyclopentenderivates 150 stellte sich ein Edukt / Produkt-Verhältnis 150 / 154 von
1 : 2 ein. Diese verschiedenen Gleichgewichtslagen könnten durch die unterschiedliche
thermodynamische Stabilität der gebildeten Produkte erklärt werden. Es wurde nun der Einfluß der
N-Schutzgruppen auf das Gleichgewicht untersucht. Aufgrund der Verträglichkeit mit dem
Metathesekatalysator [Ru] wurde eine Benzyloxycarbonylfunktion als Schutzgruppe gewählt. Die
Abspaltung der o-Nitrobenzolsulfonylgruppen und das Schützen des entstandenen Diamins wurde
in einer Eintopfreaktion durchgeführt. Die Umsetzung mit K2CO3 und 2.2 eq. Thiophenol in DMF
bei 70° C, gefolgt von Benzylchloroformiat, ergab 155 in 95 % Gesamtausbeute.
N
N
Ns
Ns
( )3
CH(OEt)2
150 155 (95%)
N
N
Z
Z
( )3
CH(OEt)2
1. PhSH, K2CO3
DMF, 70° C
2. ClCO2Bn
Schema 62. Wechsel der N-Schutzgruppen.
Die Ringumlagerung von 155 zu 156 verlief quantitativ, und das Roh-1H-NMR Spektrum der
Reaktion zeigte keine Spuren des Eduktes mehr. Der Heterocyclus 156 wurde in 97 % Ausbeute
isoliert. Der Austausch der Schutzgruppen hatte das Gleichgewicht der Umlagerung auf die
Produktseite verschoben. Nach der Synthese der Sechsring-Heterocyclen 153 und 156 wurde nun
mit den Untersuchungen zur Synthese der Dihydropyrrolderivate begonnen. Die Metathesereaktion
von 147 ergab den Heterocyclus 157 in 89 % Ausbeute. Verglichen mit der Reaktion von 146
(1 : 5.5) betrug das Edukt / Produkt-Verhältnis 147 / 157 1 : 10. Bei der Reaktion von 151 konnte
ein Edukt / Produkt-Verhältnis von 2.5 : 1 beobachtet werden. Der Wechsel der N-Schutzgruppen
erfolgte quantitativ mit der beschriebenen Eintopfsynthese und führte auch hier zu einer deutlichen
Verschiebung der Gleichgewichtslage auf die Produktseite. So konnte 160 in 99 % Ausbeute isoliert
werden.
Der Einfluß der relativen Stereochemie der Substituenten auf die Gleichgewichtslage war
vergleichbar mit den bei der Synthese der Piperidinderivate beobachteten Effekte. Im Gegensatz zu
10. Totalsynthese von Tetraponerinen
46
den cis-konfigurierten Derivaten lag das Gleichgewicht der trans-Cyclopentene mehr auf der
Eduktseite. In allen Fällen erfolgte nach dem Wechsel der N-Schutzgruppen die
Ringumlagerungsmetathese quantitativ. Im Fall der cis-konfigurierten Cyclopentenderivate war das
Edukt / Produkt-Verhältnis weit genug auf der Produktseite, um die entsprechende Heterocyclen in
guten Ausbeuten zu isolieren.
10. 5. Synthese der Tetraponerine T4, T6, T7 und T8
Nach den Ringumlagerungsreaktionen wurde nun mit dem Aufbau der Seitenkette der
Tetraponerine begonnen. Dabei mußte die terminale Doppelbindung um eine C1- bzw. C3-Einheit
verlängert werden. Hierbei sollte eine Kreuzmetathese eingesetzt werden (Schema 63). Bei der
Umsetzung von 153 bzw. 156 mit 3 eq. Allyltrimethylsilan und 10 % [Ru] konnten aber keine
gekreuzten Produkte 161 isoliert werden. Auch durch die Verwendung des reaktiveren
Molybdänkatalysators [Mo] konnte keine Umsetzung beobachtet werden. Vermutlich ist eine
sterische Hinderung der terminalen Doppelbindung für dieses Ergebnis verantwortlich.
N
N
R
R( )3
CH(OEt)2
Si(Me)3
Si(Me)3
H
153, 156 [Ru] od. [Mo]
161 R=Ns, Z
Schema 63. Versuchte Kreuzmetathese mit Allyltrimethylsilan.
Es wurden nun verschiedene Versuche zur Funktionalisierung der terminalen Doppelbindung
unternommen, welche den Aufbau der erforderlichen Seitenkette ermöglichen würden. Versuche
zur Dihydroxylierung waren bezüglich Ausbeuten und Selektivitäten nicht befriedigend. Auch
erwiesen sich verschiedene Hydroborierungsmethoden als nicht geeignet. Unter den Bedingungen
der Wacker-Oxidation[145] zeigte sich jedoch, daß die terminalen Doppelbindungen der
Metatheseprodukte glatt zu den entsprechenden Aldehyden oxidiert wurden. In der Reaktion von
153 mit 10 mol% PdCl2 und 0.5 eq. CuCl, gelöst in DMF / H2O (4 / 1), unter Sauerstoffatmosphäre
konnte jedoch nur das Amin 144 isoliert werden. Eine Retro-Michael-Reaktion des gebildeten
Aldehydes würde dieses Produkt ergeben (Schema 64). Der ungesättigte Aldehyd konnte nicht
isoliert werden. Bei der Umsetzung von 156 unter den gleichen Bedingungen konnte dagegen eine
glatte Oxidation beobachtet werden und ergab den Aldehyd 162 in 79 % Ausbeute. Daher wurde
das Amid 153 in das entsprechende Benzyloxycarbonylderivat 163 mit der schon beschriebenen
Eintopfreaktion in 96 % Ausbeute überführt.
10. Totalsynthese von Tetraponerinen
47
D
20
][α
D
20
][α
D
20
][α
D
20
][α
N
N
Ns
Ns( )3
CH(OEt)2
HH
O
H
N
NsHH
O
N
Ns( )3
CH(OEt)2
H
B-
+
1
4
4
PdCl2
CuCl
O2
153
Schema 64. Wacker-Oxidation und Retro-Michael- Reaktion.
Bei der anschließenden Wacker-Oxidation konnte der Aldehyd 164 in 76 % Ausbeute erhalten
werden (Schema 65). Erste Versuche zur Olefinierung ergaben, daß bei der Umsetzung von 164 in
einer Wittig-Reaktion mit (Ph)3P=CHCH2CH3 das gewünschte Produkt 165 nur in 38 % Ausbeute
gebildet wurde. Der vollständige Umsatz des Eduktes deutete darauf hin, daß unter diesen
Bedingungen erneut eine Retro-Michael-Reaktion stattfand. Um die stark basischen Bedingungen
während der Reaktion zu vermeiden, wurde eine Takai-Olefinierung[146] als Alternative[147] zur
Wittig-Reaktion durchgeführt. Die Reaktion wurde mit CrCl2 und I
2CHCH2CH3[148] in THF
durchgeführt und ergab 166 in 80 % Ausbeute. Die Umsetzung von 164 mit I2CH2 und CrCl2 ergab
166 in 65 % Ausbeute.
NN
H H
H
N
N
Z
O
H
CH(OEt)2
H
Z
N
N
Z
H
Z
CH(OEt)2
R
( )3( )31. Pd, H2
PdCl2
CuCl
O22. HCl
I
IR
CrCl2
T8 R = C2H5 (31 %)
T4 R = H (24 %)
165 R = C2H5 (80 %)
166 R = H (65%)
164 (76 %)
85 %
163
R
Schema 65. Synthese der Tetraponerine T4 und T8.
Nach dem Aufbau der verschiedenen Kettenlängen wurde die Synthese mit der Hydrierung der
Doppelbindungen und der Abspaltung der Schutzgruppen fortgesetzt. Beides wurde durch
Hydrierung mit Wasserstoff und Pd/C in EtOH durchgeführt. Die anschließende säurekatalysierte
Hydrolyse (5 % HCl) des Diethoxyketals und basische Aufarbeitung mit NaOH komplettierten die
Synthese der Tetraponerine T8 und T4. Die Ausbeute über beide Stufen betrug 85 %, und T8
konnte in 31 % Gesamtausbeute isoliert werden. Die spektroskopischen Daten und der
Drehwert = +101.0° (c = 2.0, CHCl3) stimmten mit denen des Naturstoffs überein = +102°
(c = 0.2, CHCl3).[127] Tetraponerin T4 wurde in 24 %Gesamtausbeute isoliert: = +96° (c
= 2.0, CHCl3), Lit.:[127] = +94° (c = 0.2, CHCl3).
Es wurde nun mit der Synthese des Tetraponerin T7 begonnen, welches im Gegensatz zu T8 und
T4 die inverse Konfiguration an C9 hat (Schema 67). Unter Verwendung der beschriebenen
10. Totalsynthese von Tetraponerinen
48
D
20
][αD
20
][α
D
20
][αD
20
][α
Reaktionssequenz wurde Tetraponerin T7, ausgehend vom Aldehyd 162, in 36 % Gesamtausbeute
synthetisiert. Der Drehwert betrug = +29.5° (c = 2.2, CHCl3), (Lit.:[127] = +30° (c =
0.22, CHCl3)).
NN
H H
H
T7 (36 %)
N
N
Z
O
H
CH(OEt)2
H
ZN
N
Z
H
Z
CH(OEt)2
( )3
( )31. Pd, H2
2. HCl
I
I
CrCl2
167 (77 %)
162
84 %
Schema 67. Synthese des Tetraponerins T7.
Für die Synthese eines Tetraponerines mit einem fünfgliedrigen A-Ring wurde nun, ausgehend von
157 Tetraponerin T6 synthetisiert (Schema 68). Als erstes erfolge auch hier der Wechsel der N-
Schutzgruppen. Die Oxidation der Doppelbindung und die Olefinierung des entstandenen
Aldehydes verliefen in vergleichbaren Ausbeuten. Die Gesamtausbeute der Synthese des
Tetraponerin T6 betrug 30 %: = +35° (c = 0.15, CHCl3), Lit.:[127] = +35° (c = 0.15,
CHCl3).
N N
H
H
H
T6 (30 %)
PdCl2
CuCl
O2
169 (72 %)
N
N
Z
( )3
CH(OEt)2
Z
H
168 (91 %)
1. PhSH, K2CO3
DMF, 70° C
2. ClCO2Bn
157 N
Z
N
ZCH(OEt)2
HO
H
( )3
1. Pd, H2
2. HCl
89 %
N
Z
N
Z
CH(OEt)2
H
( )3
170 (70 %)
I
I
CrCl2
Schema 68. Synthese des Tetraponerins T6.
Mit der Synthese der vier Tetraponerine konnte die Effizienz der Metathesereaktion demonstriert
werden. Durch die palladiumkatalysierte Dominoreaktion wurden die erforderlichen
Metatheseedukte enantioselektiv in hohen Ausbeuten synthetisiert. Die effektive Kombination
dieser beiden katalytischen Reaktionen ermöglichte eine flexible Synthese der Tetraponerine T4,
T6, T7 und T8. Weiterhin konnte auch gezeigt werden, daß durch die Variation der N-
Schutzgruppen die Gleichgewichtslage der Ringumlagerungsmetathese entscheidend beeinflußt
werden konnte. Die Verwendung von fünf verschiedenen metallorganischen Syntheseschritten
10. Totalsynthese von Tetraponerinen
49
verdeutlicht außerdem die Bedeutung von Übergangsmetall - Reaktionen in der organischen
Synthese. Das in der Synthese der Tetraponerine verwendete Konzept der Kombination
katalytischer Reaktionen könnte den Zugang zu weiteren Naturstoffen ermöglichen. Die
Entwicklung von ähnlichen Synthesestrategien dieser Art stellen sicherlich eine reizvolle Aufgabe
für die Zukunft dar.
11. Zusammenfassung
50
11. Zusammenfassung
Mit einer Vielzahl von Beispielreaktionen zur In-En-Metathese konnte gezeigt werden, daß
selektive Kupplungen zwischen terminalen Alkinen und Alkenen zu 1,3-Butadienen in hohen
Ausbeuten durchführbar sind. Die In-En-Metathese ist somit die erste selektive Kreuzmetathese, die
atomökonomisch verläuft. Der Einfluß von sterischen und elektronischen Faktoren auf die Reaktion
wurde untersucht. Mit der Totalsynthese von α-Triticen 27 in 58 % Gesamtausbeute konnte die
Anwendbarkeit der In-En-Metathese in der Naturstoffsynthese demonstriert werden (Schema 69).
R1R2R1R2
[Ru]
+n-C10H21 O
H
α-Triticen 27 (58 %)
Schema 69. In-En-Metathese.
Für die Totalsynthese von (-)-Germacren D 28 konnten die Olefine 47 und 48 in guten Ausbeuten
synthetisiert werden. Die Synthese scheiterte aber am geplanten Metatheseschritt. Auch der Einsatz
von verschiedenen Carbenkomplexen führte nicht zum gewünschten Produkt 59.
(-)-Germacren D 28
OO
48
1.2 eq. 47
7 mol% [M ]
CH2Cl2 od.
Benzol
O
O
O O
59
[M] = [Ru], 4, 6, 7
Schema 70. Versuch der Totalsynthese von (-) Germacren D 28.
Mit Untersuchungen zu einem neuen Tandemmetatheseprozeß wurden die Arbeiten zu Alkinen in
Metathesereaktionen abgeschlossen. Durch die Verwendung von verschiedenen Alkenen und
Diinen konnte eine Reihe von Carbocyclen bzw. N-, O-Heterocyclen synthetisiert werden (Schema
71). Der Einfluß von Substituenten auf die Regiochemie des Tandemprozesses wurde an einem
Beispiel demonstriert.
X
R
X
R[Ru]CH2
+
Schema 71. Die rutheniumkatalysierte Diin–Cycloisomerisierung-Kreuzmetathese.
11. Zusammenfassung
51
Im zweiten Teil der Arbeit wurden Untersuchungen zur Ringumlagerungsmetathese (Schema 72)
durchgeführt. Unter Zuhilfenahme kurzer und flexibel einsetzbarer Synthesesequenzen war es
möglich, die Metatheseedukte mit verschiedener relativer und absoluter Konfiguration zu
synthetisieren. Mit Hilfe der Ringumlagerungsmetathese konnten verschiedene Piperidinderivate
synthetisiert werden. Der Einfluß der Substituenten auf die Gleichgewichtslage der
Ringumlagerung wurde untersucht. Durch die enantioselektive Synthese von (+)-Ethylnorlobelol 29
in 43 % Gesamtausbeute konnte die Struktur dieses Alkaloides zweifelsfrei bestätigt werden. Bei
der Totalsynthese von (-)-Halosalin 30 wurden verschiedene Strategien zum Aufbau dieses
Piperidinalkaloides durch Metathesereaktionen eingesetzt. Dabei führte die doppelte
Ringschlußmetathese letztendlich zum Erfolg, und (-)-Halosalin 30 wurde in 40 % Gesamtausbeute
isoliert.
XX
R
[M]=CH2
**
*
*
N
HH
OH
(+)-Ethylnorlobelol 29 (43 %) (-)-Halosalin 30 (40 %)
H
N
OH
H
Schema 72. Die Ringumlagerungsmetathese.
Eine Kombination von palladiumkatalysierter Dominoreaktion und Ringumlagerungsmetathese
wurde bei der Synthese der Tetraponerine T1-T8 angewendet (Schema 73). Dabei gelang es, durch
die richtige Wahl von Substraten und Reaktionsbedingungen die Metatheseedukte durch eine
asymmetrische palladiumkatalysierte Dominoreaktion in 80 % Ausbeute und >98.5 % ee zu
synthetisieren. Durch den Einsatz verschiedener N-Schutzgruppen konnten die entsprechenden
Heterocyclen in einer Ringumlagerungsmetathese in hohen Ausbeuten erhalten werden. Die
Synthese wurde durch eine Wacker-Oxidation, Takai-Olefinierung sowie einer säurekatalysierten
Cyclisierung abgeschlossen. Mit der Synthese der vier Tetraponerine T7, T4, T6 und T8 konnte die
Flexibilität des vorgestellten Synthesekonzeptes demonstriert werden.
11. Zusammenfassung
52
NN
H
H
H
NN
H H
H
N N
H
H
H
T8 (31%)
T6 (30%)T7 (36%)
NN
H H
H
T4 (24%)
Schema 73. Totalsynthese der Tetraponerine T7, T4, T6 und T8.
Mit der hier vorgestellten Arbeit konnte deutlich das hohe Synthesepotential der Olefinmetathese in
der organischen Synthese aufgezeigt werden. Ausgehend von einfachen Edukten konnten unter
Verwendung verschiedener Metathesereaktionen unterschiedliche Synthesebausteine synthetisiert
werden. Ihre Anwendung fanden diese Metathesereaktionen in kurzen und flexiblen Synthesen
verschiedener Naturstoffe. Auch die kombinierte Synthesestrategie von Olefinmetathese und
asymmetrischer Pd-Allylsubstitution erwies sich als äußerst effektiv. Diese Arbeit demonstrierte
somit neue Anwendungen der Olefinmetathese in der organischen Synthesechemie.
II Experimenteller Teil
53
II Experimenteller Teil
1. Allgemeines
1H-NMR-Spektren wurden mit den Geräten DRX 500 (500 MHz), AM 400 (400 MHz) und AC
200 (200 MHz) der Firma BRUKER aufgenommen. Als Lösungsmittel und innerer Standard
wurden Deuterochloroform oder Deuterobenzol-D6 verwendet. Die chemischen Verschiebungen
wurden in δ-Werten (ppm) (Hochfeld) angegeben. In Klammern wurden die Signalmultiplizität, die
Kopplungskonstante(n) in [Hz] und die durch elektronische Integration ermittelte Protonenzahl
angegeben. Die Multiplizitäten wurden wie folgt gekennzeichnet: s (Singulett), d (Duplett), t
(Triplett), q (Quartett), m (Multiplett), b (breites Signal).
13C-Spektren wurden mit dem DRX 500 und AM 400 (100.64 MHz) der Firma BRUKER
aufgenommen. Als Lösungsmittel und Referenzsubstanz dienten Deuterochloroform oder
Deuterobenzol-D6. Die chemischen Verschiebungen wurden den Protonen-breitbandentkoppelten
Spektren entnommen und in δ-Werten (ppm) (Hochfeld) angegeben. Die Zahl der direkt
gebundenen Protonen wurde durch DEPT ermittelt und in Klammern angeführt, quartäre
Kohlenstoffatome wurden als Cq abgekürzt.
IR-Spektren wurden mit dem NICOLET FTIR-Spektrometer Magna 750 aufgenommen. Als
Lösungsmittel wurden Tetrachlorkohlenstoff oder Chloroform verwendet. Die Lage der Banden
wurde in Wellenzahlen [cm-1] angegeben. Ihre Intensitäten wurden wie folgt gekennzeichnet: s
(stark), m (mittel), w (schwach), br (breit).
Massenspektren mit Hochauflösungen (HRMS) wurden mit einem FINNIGAN MAT 95 SQ
unter Elektronenstoß-Ionisation aufgenommen. Das Ionisierungspotential betrug 70eV. Die Proben
wurden entweder über Referenzeinlaß oder Direkteinlaß (DI) aufgegeben. Die relativen
Signalintensitäten wurden in Klammern in Prozent angegeben.
GCMS-Spektren wurden mit dem Gaschromatographen Varian 3700 (Säule CP Sil 8 CP,
Trägergas Stickstoff) am MAT 44 S aufgenommen.
Dünnschichtchromatogramme (DC) wurden mit MERCK DC-Folien (Kieselgel 60 F 254,
Schichtdicke 0.2 mm) angefertigt. Das Anfärben erfolgte mit Kaliumpermanganat-Lösung und
Usui-Reagenz.
II Experimenteller Teil
54
Säulenchromatographie wurde mit Flash-Kieselgel der Firma MERCK (Korngröße 0.03 – 0.06
mm) bei 0.5- 1.5 bar durchgeführt.
HPLC wurde mit einer HPLC-Anlage der Firma KNAUER und einer gepackten Säule der Firma
WATERS (8 mm und 16 mm Innendurchmesser, Eurospher 100, Korngröße 5 µm) durchgeführt.
Die Chirale HPLC wurde mit einer HPLC-Anlage der Firma WATERS unter Verwendung einer
CHIRACEL OJ Säule (DIACEL CHEMICAL Ind.) durchgeführt. (Isopropanol (15 %) / Hexan (85
%), 0.9 ml / min.)
Lösungsmittel wurden vor Gebrauch destilliert und gegebenenfalls getrocknet. Tetrahydrofuran
(THF) wurde über Kalium, Diethylether und Toluol über Natrium und Dichlormethan über
Calciumhydrid destilliert.
Schutzgase waren Argon oder Stickstoff.
Metathesereaktionen wurden (teilweise) in einer BRAUN MB 150B-G Inertgasbox durchgeführt.
Drehwerte wurden mit einem PERKIN-ELMER 141 Polarimeter bei 20° C bestimmt.
Charakterisierte Verbindungen wurden als DC-reine Substanzen isoliert. In einigen Fällen
wurden analytische Proben (von Rohprodukten) für die erforderlichen Analysen weiter gereinigt.
Die NMR-Spektren zeigten (neben eventuellen Spuren von Lösungsmitteln oder H
2O) keine
weiteren Verunreinigungen. Die E/Z-Doppelbindungsisomere der Metatheseprodukte (Kap.4 und 6)
wurden unabhängig von den tatsächlichen Isomerenverhältnissen als 1 : 1 Summenspektren
dargestellt. Bei ausgewählten Verbindungen wurde durch NMR-Korrelationsspektroskopie die
einzelnen E/Z-Doppelbindungsisomere bestimmt und zugeordnet. Auch wurden bei ausgewählten
Verbindungen mit dieser Methode die einzelnen Signale zugeordnet.
II Experimenteller Teil
55
Experimenteller Teil zu Kapitel 4
Synthese von (2-Methylen-5-trimethylsilanyl)-pent-3-enyltetrahydropyranylether (31).
SiMe3
THPO
50 mg (0.360 mmol) 2-Propinyl-tetrahdrophyranylether und 120 mg (1.07 mmol)
Allyltrimethylsilan wurden in 3 ml abs. CH2Cl2 gelöst. Dann wurden 15 mg (0.018 mmol) [Ru]
zugegeben und die Lösung 18 h bei Raumtemperatur gerührt. Das Reaktionsgemisch wurde im
Vakuum eingeengt und mit MTBE / PE (1:4) an Kieselgel chromatographiert.
Ausbeute: 81 mg (0.319 mmol, 81 %), farbloses Öl; Das E/Z-Isomerenverhältnis betrug 1:2.
1H-NMR (400 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 5.92 (d, 1 H, J = 16 Hz, Olefin), 5.80 (dt, 1 H, J = 16 Hz, 8
Hz, Olefin), 5.72 (d, 1 H, J = 12 Hz, Olefin), 5.58 (dt, 1 H, J = 12 Hz, 8 Hz, Olefin), 5.23 (s, 1 H,
Olefin), 5.05 (s, 2 H, Olefin), 4.96 (s, 1 H, Olefin), 4.65 (m, 2 H), 4.48 (d, 1 H, J = 13 Hz), 4.21 (d,
1 H, J = 13 Hz), 4.08 (d, 1 H, J = 13 Hz), 3.97 (d, 1 H, J = 13 Hz), 3.86 (m, 2 H), 3.50 (m, 2 H),
1.83 (m, 2 H), 1.74 (d, 2 H, J = 8 Hz), 1.69 (m, 2 H), 1.60 (m, 2 H), 1.54 (d, 2 H, J = 8 Hz), 0.02 (s,
9 H, SiMe3), -0.02 (s, 9 H, SiMe3).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 142.3 (Cq, Olefin), 141.8 (Cq, Olefin), 129.5 (CH,
Olefin), 128.1 (CH, Olefin), 127.8 (CH, Olefin), 124.6 (CH, Olefin), 113.3 (CH2, Olefin), 112.6
(CH2, Olefin), 97.4 (CH), 97.2 (CH), 69.5 (CH2), 66.9 (CH2), 61.8 (CH2), 61.7 (CH2), 30.3 (CH2),
30.3 (CH2), 26.6 (CH2), 25.2 (CH2), 23.2 (CH2), 20.0 (CH2), 19.1 (CH2), -1.8 (CH3, SiMe3), -2.0
(CH3, SiMe3).
IR (ATR): 3082 (w), 3002 (w), 2951 (s), 2897 (m), 2872 (m), 2852 (m), 1938 (sb), 1730 (w), 1640
(w), 1441 (s), 1260 (m), 1248 (s), 1136 (s), 1120 (s), 1078 (s), 1069 (s), 1036(s), 905 (m), 856 (s),
852 (s), 840 (s), 697 (w).
MS m/z (%): 254 (3) [M+], 173 (8) [M-Si(CH3)3+], 154 (10) [C8H14OSi+], 85 (100) [C5H9O+], 73
(90) [C3H9Si+], 57 (18).
HRMS: ber. für C14H26O2Si [M+]: 254.1702, gef.: 254.1700.
Synthese von 2-Methylen-5-trimethylsilanyl-pent-3-enylacetat (32).
SiMe3
O
O12345
6
7
280 mg (2.85 mmol) Propargylacetat und 980 mg (8.57 mmol) Allyltrimethylsilan wurden in 1.5 ml
CH2Cl2 gelöst. Dann wurden 165 mg (0.19 mmol) [Ru] zugegeben und die Lösung 14 h bei
II Experimenteller Teil
56
Raumtemperatur gerührt. Das Reaktionsgemisch wurde im Vakuum eingeengt und mit MTBE / PE
(1:9) an Kieselgel chromatographiert.
Ausbeute: 543 mg (2.56 mmol, 90 %), bräunliches Öl; Das E/Z-Isomerenverhältnis betrug 1:1.5.
1H-NMR (400 MHz, CDCl3): 32-E δ (ppm) = 5.91 (d, 1 H, J = 16 Hz, H3), 5.7 (dd, 1 H, J = 16 Hz,
8 Hz, H4), 5.03 (s, 1 H, H6), 5.00 (s, 1 H, H6), 4.70 (s, 2 H, H1), 2.07 (s, 3 H, H7), 1.54 (d, 2 H, J =
8 Hz, H5), -0.02 (s, 9 H, SiMe3). 32-Z: δ (ppm) = 5.65 (d, 1 H, J = 13 Hz, H3), 5.63 (dd, 1 H, J = 13
Hz, 8 Hz, H4), 5.22 (d, 1 H, J = 2 Hz, H6), 5.10 (s, 1 H, H6), 4.66 (s, 2 H, H1), 2.07 (s, 3 H, H7),
1.73 (d, 2 H, J = 8 Hz, H5), 0.04 (s, 9 H, SiMe3).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3), 32-E: δ (ppm) = 170.5 (Cq, Carbonyl), 140.1 (Cq, Olefin), 128.5
(CH, Olefin), 127.3 (CH, Olefin), 113.8 (CH2, Olefin), 64.1 (CH2), 23.6 (CH2), 20.7 (CH3, Acetyl),
-1.95 (CH3, SiMe3). 32-Z: δ (ppm) = 170.4 (Cq), 139.8 (Cq, Olefin), 130.4 (CH, Olefin), 123.7
(CH, Olefin), 114.5 (CH2, Olefin), 66.8 (CH2), 20.7 (CH3, Acetyl), 20.0 (CH2), -2.2 (CH3, SiMe3).
IR (ATR): 2953 (s), 2864 (m), 1743 (w), 1696 (m), 1419 (m), 1372 (s), 1248 (s), 1027 (s), 964 (m),
858 (s), 841 (s),761 (w), 695 (w).
MS m/z (%) 212 (5) [M+], 197 (3), 169 (5) [M-C2H3O+], 117 (25), 79 (100), 73 (91) [C3H9Si+], 43
(18).
HRMS: ber. für C11H20O2Si [M+]: 212.1233, gef.: 212.1220.
Synthese von rac. 1-Methyl-2-methylen-5-trimethylsilanyl-pent-3-enylacetat (33).
SiMe3
O
O
50 mg (0.45 mmol) 1-Methyl-prop-2-inylacetat und 150 mg (1.4 mmol) Allyltrimethylsilan wurden
in 1.5 ml CH2Cl2 gelöst. Dann wurden 18 mg (0.022 mmol) [Ru] zugegeben und die Lösung 18 h
bei Raumtemperatur gerührt. Das Reaktionsgemisch wurde im Vakuum eingeengt und mit MTBE /
PE (1:9) an Kieselgel chromatographiert.
Ausbeute: 64 mg (0.28 mmol, 63 %), bräunliches Öl; Das E/Z-Isomerenverhältnis betrug 1:3.
1H-NMR (400 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 5.84 (d, 1 H, J = 16 Hz, Olefin), 5.79 (dd, 1 H, J = 16 Hz,
8 Hz, Olefin), 5.65 (d, 1 H, J = 12 Hz, Olefin), 5.63 (dd, 1 H, J = 12 Hz, 8 Hz, Olefin), 5.54 (q, 1 H,
J = 7 Hz), 5.29 (q, 1 H, J = 7 Hz), 5.20 (s, 1 H), 5.00 (s, 1 H), 4.99 (s, 1 H), 4.94 (s, 1 H), 2.05 (s, 3
H, Acetyl), 2.04 (s, 3 H, Acetyl), 1.73 (d, 2 H, J = 8 Hz), 1.54 (d, 2 H, J = 8 Hz), 1.37 (d, 3 H, J = 7
Hz), 1.30 (d, 3 H, J = 7 Hz), 0.02 (s, 9 H, SiMe3), 0.00 (s, 9 H, SiMe3).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 170.0 (Cq, Carbonyl), 146.2 (Cq, Olefin), 144.4 (Cq,
Olefin), 130.6 (CH, Olefin), 128.1 (CH, Olefin), 127.0 (CH, Olefin), 123.2 (CH, Olefin), 112.3
II Experimenteller Teil
57
(CH2, Olefin), 110.4 (CH2, Olefin), 72.8 (CH), 69.7 23.7 (CH2), 20.0 (CH3, Acetyl), 19.7 (CH2),
19.4 (CH3, Acetyl), -1.9 (CH3, SiMe3), -2.2 (CH3, SiMe3).
IR (ATR): 2927 (s), 2852 (m), 2026 (w), 1957 (w), 1925 (m), 1734 (s), 1448(m), 1270 (m), 1248
(m), 1121 (m), 1027 (m), 851 (m).
MS m/z (%): 226 (2) [M+], 133 (10), 117 (25), 79 (100), 73 (91) [C3H9Si+], 45 (23), 43 (18)
[C2H3O+].
HRMS: ber. für C12H22O2Si [M+]: 226.1389, gef.: 226.1397.
Synthese von Methyl-(2-methylen-5-trimethylsilanyl)-pent-3-enylcarbonat (34).
Si Me3
OO
O
50 mg (0.44 mmol) Methyl-prop-2-inylcarbonat und 150 mg (1.31 mmol) Allyltrimethylsilan
wurden in 1.5 ml abs. CH2Cl2 gelöst. Dann wurden 25 mg (0.03 mmol) [Ru] zugegeben und die
Lösung 18 h bei Raumtemperatur gerührt. Das Reaktionsgemisch wurde im Vakuum eingeengt und
mit MTBE / PE (1:9) an Kieselgel chromatographiert.
Ausbeute: 89 mg (0.39 mmol, 89 %), bräunliches Öl; Das E/Z-Isomerenverhältnis betrug 1:1.5.
1H-NMR (400 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 5.91 (d, 1 H, J = 16 Hz, Olefin), 5.73 (dt, 1 H, J = 16 Hz, 8
Hz, Olefin), 5.63 (d, 1 H, J = 12 Hz, Olefin), 5.22 (dt, 1 H, J = 12 Hz, 8 Hz, Olefin), 5.22 (s, 1 H,
Olefin), 5.11 (s, 1 H, Olefin), 5.06 (s, 1 H, Olefin), 5.02 (s, 1 H, Olefin), 4.77 (s, 2 H), 4.62 (s, 2 H),
3.78 (s, 6 H, Carbonat), 1.73 (d, 2 H, J = 8 Hz), 1.55 (d, 2 H, J = 8 Hz), 0.04 (s, 9 H, SiMe3), -0.01
(s, 9 H, SiMe3).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 155.6 (Cq, Carbonyl), 155.5 (Cq, Carbonyl), 155.0
(Cq, Olefin), 145.0 (Cq, Olefin), 139.5 (Cq, Olefin), 131.0 (CH, Olefin), 128.7 (CH, Olefin), 127.3
(CH, Olefin), 123.5 (CH, Olefin), 115.0 (CH2, Olefin), 114.1 (CH2, Olefin), 70.3 (CH2), 54.6 (CH3,
Carbonat), 23.8 (CH2), 20.3 (CH2), -1.8 (CH3, SiMe3), -2.1 (CH3, SiMe3).
IR (ATR): 2956 (s), 2897 (m), 1751 (s), 1642 (w), 1443 (s), 1264 (s), 1248 (s), 1146 (s), 983 (s),
986 (s), 854 (s), 842 (s), 791 (s), 856 (m), 698 (s).
MS m/z (%): 149 (8), 133 (15), 89 (40) [C3H5O3+], 79 (100), 73 (95) [C3H9Si+], 59 (16) [C2H3O2+].
HRMS: ber. für C11H20O3Si [M+]: 288.1182, gef.: 288.1190.
II Experimenteller Teil
58
Synthese von Benzyl-(4-methylen-7-trimethylsilanyl)-hept-3-enylether (35).
OSiMe3
1
2
3
4
5
6
7
8
9
50 mg (0.17 mmol) Benzyl-pent-4-inylether und 60 mg (0.53 mmol) Allyltrimethylsilan wurden in
1.5 ml abs. CH2Cl2 gelöst. Dann wurden 10 mg (0.0012 mmol) [Ru] zugegeben und die Lösung 18
h bei Raumtemperatur gerührt. Das Reaktionsgemisch wurde im Vakuum eingeengt und mit MTBE
/ PE (1:4) an Kieselgel chromatographiert.
Ausbeute: 44 mg (0.152 mmol, 86 %), bräunliches Öl; Das E/Z-Isomerenverhältnis betrug 1:1.5.
1H-NMR (400 MHz, CDCl3): 35-E: δ (ppm) = 7.36 (m, 5 H, Phenyl), 5.94 (d, 1 H, J = 16 Hz, H5),
5.75 (dd, 1 H, J = 16 Hz, 8 Hz, H6), 4.97 (s, 1 H, H8), 4.89 (s, 1 H, H8), 4.52 (s, 2 H, H9), 3.52 (t, 2
H, J = 7 Hz, H1), 2.30 (t, 2 H, J = 7 Hz, H3), 1.80 (m, 2 H, H2), 1.56 (d, 2 H, J = 8 Hz, H7), 0.02 (s,
9 H, SiMe3). 35-Z: δ (ppm) = 7.36 (m, 5 H, Phenyl), 5.81 (dd, 1 H, J = 12 Hz, 2 Hz, H5), 5.75 (dd, 1
H, J = 12 Hz, 8 Hz, H6), 4.84 (s, 1 H, H8), 4.80 (s, 1 H, H8), 4.52 (s, 2 H, H9), 3.47 (t, 2 H, J = 7
Hz, H2), 2.21 (t, 2 H, J = 7 Hz, H3), 1.80 (m, 2 H, H2), 1.74 (dd, 2 H, J = 8 Hz, 2 Hz, H7), 0.05 (s,
9 H, SiMe3).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3) 35-E: δ (ppm) = 145.0 (Cq, Olefin), 138.6 (Cq, Phenyl), 130.4
(CH, Olefin), 128.3 (CH, Phenyl), 127.6 (CH, Phenyl), 127.6 (CH, Phenyl), 127.5 (CH, Olefin),
112.7 (CH2, Olefin), 72.8 (CH2), 70.0 (CH2), 34.0 (CH2), 28.5 (CH2), 20.0 (CH2), -1.9 (CH3,
SiMe3). 35-Z: δ (ppm) = 146.0 (Cq, Olefin), 138.6 (Cq, Phenyl), 130.4 (CH, Olefin), 128.4 (CH,
Olefin), 128.3 (CH, Phenyl), 127.6 (CH, Phenyl), 127.5 (CH, Phenyl), 111.7 (CH2, Olefin), 72.8
(CH2), 69.8 (CH2), 28.8 (CH2), 28.3(CH2), 23.5 (CH2), -1.6(CH3, SiMe3).
IR (ATR): 2952 (s), 2856 (m), 1722 (m), 1682 (w), 1603 (s), 1453 (s), 1248 (s), 1103 (s), 857 (s),
840 (s), 735 (w), 697 (w).
MS m/z (%): 288 (5) [M+], 273 (5) [M-CH3], 197 (3), 154 (7), 107 (32), 91 (100), 79 (18), 73 (95)
[C3H9Si+], 59 (16).
HRMS: ber. für C18H28O1Si [M+]: 288.1909, gef.: 288.1910.
Synthese von Benzyl-(8,8-Dimethyl-4-methylen)-non-6-enylether (36).
O
40 mg (0.23 mmol) Benzyl-pent-4-inylether und 70 mg (0.69 mmol) 4,4-Dimethylpent-1-en wurden
in 3 ml abs. CH2Cl2 gelöst. Dann wurden 13 mg (0.016 mmol) [Ru] zugegeben und die Lösung 18
h bei Raumtemperatur gerührt. Das Reaktionsgemisch wurde im Vakuum eingeengt und mit MTBE
/ PE (1:4) an Kieselgel chromatographiert.
II Experimenteller Teil
59
Ausbeute: 51 mg (0.19 mmol, 82 %), bräunliches Öl; Das E/Z-Isomerenverhältnis betrug 1.3:1.
1H-NMR (400 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 7.47 (m, 8 H, Phenyl), 7.30 (m, 2 H, Phenyl), 6.05 (d, 1 H,
J = 16 Hz, Olefin), 5.87 (d, 1 H, J = 12 Hz, Olefin), 5.77 (dt, 1 H, J = 16 Hz, 8 Hz, Olefin), 5.59 (dt,
1 H, J = 12 Hz, 8 Hz, Olefin), 4.99 (s, 1 H, Olefin), 4.92 (s, 1 H, Olefin), 4.89 (s, 1 H, Olefin), 4.86
(s, 1 H, Olefin), 4.53 (s, 2 H), 4.52 (s, 2 H), 3.56 (t, 2 H, J = 7 Hz), 3.49 (t, 2 H, J = 7 Hz), 2.33 (m,
2 H), 2.21 (t, 2 H, J = 7 Hz), 2.15 (dt, 2 H, J = 8 Hz, 2 Hz), 1.99 (dt, 2 H, J = 7 Hz, 1 Hz), 1.84 (m, 2
H), 1.75 (m, 2 H), 0.91 (s, 9 H, tButyl), 0.92 (s, 9 H, tButyl).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 145.5 (Cq, Olefin), 144.7 (Cq, Olefin), 138.4 (Cq,
Phenyl), 132.9 (CH, Olefin), 133.6 (CH, Olefin), 130.6 (CH, Olefin), 129.2 (CH, Olefin), 128.1
(CH, Phenyl), 127.4 (CH, Olefin), 127.35 (CH, Phenyl), 127.3 (CH, Phenyl), 127.2 (CH, Phenyl),
113.3 (CH2, Olefin), 113.2 (CH2, Olefin), 72.7 (CH2), 72.6 (CH2), 69.7 (CH2), 69.5 (CH2), 47.1
(CH2), 41.9 (CH2), 34.4 (CH2), 33.6 (CH2), 31.4 (CH2), 31.0 (CH2), 29.1 (CH3, tButyl), 28.6 (CH2),
28.2 (CH2), 26.7 (Cq, tButyl), 25.0 (CH2).
IR (ATR): 3087 (w), 3065 (w), 3029 (w), 3006 (w), 2953 (s), 2864 (s), 1723 (w), 1605 (w), 1496
(m), 1475 (m), 1464 (m), 1454 (s), 1364 (s), 1104 (s), 1028 (m), 969 (m), 896 (m), 734 (s), 697 (s).
MS m/z (%): 272 (5) [M+], 181 (12), 110 (21), 107 (24), 91 (95) [C7H7+], 82 (44), 5 (100) [C3H9+],
41 (24).
HRMS: ber. für C19H28O [M+]: 272.2140, gef.: 272.2137.
Synthese von 2-[5-(3-Benzyloxy-propyl)-hexa-3,5-dienyl]-malonsäuredimethylester (37).
O
O
O
O
O
70 mg (0.40 mmol) Benzyl-pent-4-inylether und 150 mg (0.8 mmol) 2-(But-3-enyl)-
malonsäuredimethylester wurden in 3 ml abs. CH2Cl2 gelöst. Dann wurden 23.5 mg (0.028 mmol)
[Ru] zugegeben und 48 h bei Raumtemperatur gerührt. Das Reaktionsgemisch wurde im Vakuum
eingeengt und mit MTBE / PE (1:9) an Kieselgel chromatographiert.
Ausbeute: 110 mg (0.31 mmol, 76 %), bräunliches Öl; Das E/Z-Isomerenverhältnis betrug 1.5:1.
1H-NMR (400 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 7.36 (m, 5 H, Phenyl), 7.28 (m, 5 H, Phenyl), 6.06 (d, 1 H,
J = 16 Hz, Olefin), 5.83 (d, 1 H, J = 12 Hz, Olefin), 5.64 (dt, 1 H, J = 16 Hz, 7 Hz, Olefin), 5.42 (dt,
1 H, J = 12 Hz, 7 Hz, Olefin), 4.98 (s, 1 H, Olefin), 4.92 (s, 1 H, Olefin), 4.88 (s, 1 H, Olefin), 4.80
(s, 1 H, Olefin), 4.50 (s, 2 H, Benzyl), 4.49 (s, 2 H, Benzyl), 3.73 (s, 6 H, OMe), 3.72 (s, 6 H,
OMe), 3.49 (t, 2 H, J = 7 Hz), 3.46 (t, 2 H, J = 7 Hz), 3.38 (t, 1 H, J = 7 Hz), 3.37 (t, 1 H, J = 7 Hz),
2.26 (m, 4 H), 2.14 (m, 4 H), 2.00 (m, 4 H), 1.79 (m, 2 H), 1.71 (m, 2 H).
II Experimenteller Teil
60
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 169.7 (Cq, Carbonyl), 145.3 (Cq, Olefin), 144.6 (Cq,
Olefin), 138.5 (Cq, Phenyl), 133.5 (CH, Olefin), 131.3 (CH, Olefin), 130.1 (CH, Olefin), 128.3
(CH, Phenyl), 127.7 (CH, Olefin), 127.6 (CH, Phenyl), 127.5 (CH, Phenyl), 114.2 (CH2, Olefin),
113.7 (CH2, Olefin), 72.8 (CH2), 69.9 (CH2), 69.7 (CH2), 52.5 (CH3, OMe), 51.1 (CH), 50.9 (CH),
33.5 (CH2), 30.4 (CH2), 29.0 (CH2), 28.5 (CH2), 28.4 (CH2), 28.3 (CH2), 26.3 (CH2).
IR (ATR): 2953 (m), 2859 (m), 1751 (s), 1734 (s), 1452 (m), 1436 (m), 1275 (m), 1231 (m), 1201
(w), 1072 (m), 745 (w), 716 (w), 700 (m).
MS m/z (%): 113 (23), 91 (100) [C7H7+], 77 (64), 73 (81) [C3H9Si+], 41 (45), 41 (36), 39 (46).
Synthese von [4-(3-Benzyloxy-propyl)]-penta-2,4-dienyl-tert.-butyldimethylsilylether (38).
O OTBS
70 mg (0.40 mmol) Benzyl-pent-4-inylether und 150 mg (0.8 mmol) Allyl-tert.-
butyldimethylsilylether wurden in 1.5 ml abs. CH2Cl2 gelöst. Dann wurden 23 mg (0.028 mmol)
[Ru] zugegeben und 48 h bei Raumtemperatur gerührt. Das Reaktionsgemisch wurde im Vakuum
eingeengt und mit MTBE / PE (1:9) an Kieselgel chromatographiert.
Ausbeute: 115 mg (0.33 mmol, 83 %), bräunliches Öl; Das E/Z-Isomerenverhältnis betrug 1.6:1.
1H-NMR (400 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 7.34 (m, 10 H, Phenyl), 6.24 (d, 1 H, J = 16 Hz, Olefin),
5.83 (d, 1 H, J = 12 Hz, Olefin), 5.79 (dt, 1 H, J = 16 Hz, 7 Hz, Olefin), 5.65 (dt, 1 H, J = 12 Hz, 7
Hz, Olefin), 5.02 (s, 1 H, Olefin), 4.98 (s, 1 H, Olefin), 4.94 (s, 1 H, Olefin), 4.68 (s, 1 H, Olefin),
4.51 (s, 2 H), 4.49 (s, 2 H), 4.35 (dt, 2 H, J = 7 Hz, 2 Hz), 4.24 (dt, 2 H, J = 7 Hz, 1.5 Hz), 3.50 (t, 2
H, J = 7 Hz), 3.47 (t, 2 H, J = 7 Hz), 2.30 (t, 2 H, J = 7 Hz), 2.18 (t, 2 H, J = 7 Hz), 1.84 (q, 2 H, J =
7 Hz), 1.73 (q, 2 H, J = 7 Hz), 0.94 (s, 9 H, tButyl), 0.90 (s, 9 H, tButyl), 0.09 (s, 6 H, SiMe2), 0.07
(s, 6 H, SiMe2).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 145.1 (Cq, Olefin), 144.4 (Cq, Olefin), 138.6 (Cq,
Phenyl), 138.5 (Cq, Phenyl), 132.9 (CH, Olefin), 131.6 (CH, Olefin), 130.0 (CH, Olefin), 128.4
(CH, Phenyl), 128.3 (CH, Olefin), 127.6 (CH, Phenyl), 127.5 (CH, Phenyl), 115.1 (CH2, Olefin),
114.6 (CH2, Olefin), 72.9 (CH2), 70.0 (CH2), 69.6 (CH2), 63.8 (CH2), 60.6 (CH2), 33.5 (CH2), 31.6
(CH2), 28.6 (CH2), 28.4 (CH2), 28.2 (CH2), 27.0 (CH2), 26.9 (CH2), 26.8 (CH2), 26.3 (CH3, tButyl),
26.2 (CH3, tButyl), 22.6 (Cq, tButyl), 18.4 (Cq, tButyl), 2.85 (CH3, SiMe2), 2.8 (CH3, SiMe2).
IR (ATR): 2951 (s), 2929 (s), 2856 (s), 1721 (s), 1472 (m), 1463 (m), 1453 (m), 1361 (w), 1274 (s),
1253 (s), 1111 (s), 1073 (s), 837 (s), 779 (s), 713 (m), 698 (m).
MS m/z (%): 346 (58) [M+], 211 (10), 183 (24), 123 (8), 91 (100) [C7H7+], 73 (81) [C3H9Si+].
HRMS: ber. für C21H34O2Si [M+]: 346.2328, gef.: 346.2323.
II Experimenteller Teil
61
Synthese von (7-Benzyloxy-2-methylen)-hept-3-enyl-tert.-butyldimethylsilylether (39).
O OTBS
50 mg (0.28 mmol) Benzyl-pent-4-enylether und 140 mg (0.8 mmol) Prop-2-inyl-tert.-
butyldimethylsilylether wurden in 1.5 ml abs. CH2Cl2 gelöst. Dann wurden 16 mg (0.02 mmol)
[Ru] zugegeben und 48 h bei Raumtemperatur gerührt. Das Reaktionsgemisch wurde im Vakuum
eingeengt und mit MTBE / PE (1:9) an Kieselgel chromatographiert.
Ausbeute: 62 mg (0.22 mmol, 64 %), bräunliches Öl; Das E/Z-Isomerenverhältnis betrug 1:1.
1H-NMR (400 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 7.44 (m, 10 H), 6.18 (d, 1 H, J = 16 Hz, Olefin), 5.79 (d, 1
H, J = 12 Hz, Olefin), 5.65 (dt, 1 H, J = 16 Hz, 7 Hz, Olefin), 5.54 (dt, 1 H, J = 12 Hz, 7 Hz,
Olefin), 5.31 (m, 1 H, Olefin), 5.10 (m, 1 H, Olefin), 4.99 (m, 2 H, Olefin), 4.50 (s, 4 H), 4.30 (s, 2
H, Benzyl), 4.14 (s, 2 H, Benzyl), 3.59 (t, 4 H, J = 7 Hz), 2.33 (dtd, 2 H, J = 7 Hz, 7 Hz, 2 Hz), 2.16
(dtd, 2 H, J = 7 Hz, 7 Hz, 2 Hz), 1.94 (q, 4 H, J = 7 Hz), 0.92 (s, 18 H, tButyl), 0.10 (s, 6 H, SiMe2),
0.09 (s, 6 H, SiMe2).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 144.6 (Cq, Olefin), 144.3 (Cq, Olefin), 138.6 (Cq,
Phenyl), 138.2 (Cq, Phenyl), 132.9 (CH, Olefin), 130.1 (CH, Olefin), 129.1 (CH, Olefin), 128.3
(CH, Phenyl), 127.6 (CH, Phenyl), 127.5 (CH, Olefin), 127.1 (CH, Olefin), 112.5 (CH2, Olefin),
112.4 (CH2, Olefin), 72.9 (CH2), 69.8 (CH2), 69.6 (CH2), 65.7 (CH2), 62.9 (CH2), 31.5 (CH2), 30.3
(CH2), 29.7 (CH2), 29.3 (CH2), 26.0 (CH3, tButyl), 18.4 (Cq, tButyl), 3.1 (CH3, SiMe2), 3.0 (CH3,
SiMe2).
IR (ATR): 2953 (s), 2929 (s), 2883 (m), 2856 (s), 1722 (m), 1472 (m), 1463 (s), 1361 (m), 1253 (s),
101 (s), 837 (s), 778 (s), 736 (m), 697 (s).
MS m/z (%): 289 (22) [M-tButylCH2+], 197 (10), 155 (8), 141 (7), 91 (100) [C7H7+], 75 (13)
[C3H7OSi+].
HRMS: ber. für C17H25O2Si [M-tButyl+]: 289.1624, gef.: 289.1621.
Synthese von 1-(2-Methylen-5-trimethylsilanyl-pent-3-enyl)-pyrrolidin-2,5-dion (40).
N
O
O
SiMe3
70 mg (0.511 mmol) 1-Prop-2-inyl-pyrrolidin-2,5-dion und 175 mg (1.53 mmol) Allyltrimethylsilan
wurden in 1.5 ml abs. CH2Cl2 gelöst. Dann wurden 30 mg (0.036 mmol) [Ru] zugegeben und die
Lösung 12 h bei Raumtemperatur gerührt. Das Reaktionsgemisch wurde im Vakuum eingeengt und
mit MTBE / PE (1:4) an Kieselgel chromatographiert.
II Experimenteller Teil
62
Ausbeute: 68 mg (0.251 mmol, 53 %), farbloses Öl; Das E/Z-Isomerenverhältnis betrug 1:2.5.
1H-NMR (400 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 5.99 (d, 1 H, J = 16 Hz, Olefin), 5.94 (dt, 1 H, J = 16 Hz, 7
Hz, Olefin), 5.60 (m, 2 H, Olefin), 5.09 (s, 2 H, Olefin), 5.03 (s, 1 H, Olefin), 4.70 (s, 1 H, Olefin),
4.21 (s, 2 H), 4.08 (s, 2 H), 2.71 (s, 4 H), 2.69 (s, 4 H), 1.68 (d, 2 H, J = 7 Hz), 1.51 (d, 2 H, J = 7
Hz), 0.02 (s, 9 H, SiMe3), 0.03 (s, 9 H, SiMe3).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 176.7 (Cq, Carbonyl), 139.1 (Cq, Olefin), 138.6 (Cq,
Olefin), 131.1 (CH, Olefin), 128.5 (CH, Olefin), 127.9 (CH, Olefin), 124.1 (CH, Olefin), 113.9
(CH2, Olefin), 112.4 (CH2, Olefin), 43.7 (CH2), 40.0 (CH2), 28.1 (CH2), 23.8 (CH2), 19.9 (CH2), -
1.8 (CH3, SiMe3), -2.0 (CH3, SiMe3).
IR (ATR): 3465 (w), 3004 (w), 2954 (m), 2897 (w), 1778 (m), 1707 (s), 1640 (w), 1424 (m), 1395
(s), 1248 (s), 1173 (s), 983 (s), 856 (s), 841 (s), 697 (w), 662 (w).
MS m/z (%): 251 (30) [M+], 236 (8) [M-CH3+], 156 (38) [C10H18Si+], 79 (16), 73 (100) [C3H9Si+],
55 (11).
HRMS: ber. für C13H21O2NSi [M+]: 251.1342, gef.: 251.1355.
Synthese von Tetraacetyl-β-O-(2-methylen-5-trimethylsilanyl-pent-3-enyl)-glucose (41).
SiMe3
OOAcOCH2
OAc
OAcAcO
50 mg (0.129 mmol) Tetraacetyl-β-O-propargylglucose und 45 mg (0.39 mmol) Allyltrimethylsilan
wurden in 1 ml abs. CH2Cl2 gelöst. Dann wurden 7.5 mg (0.004 mmol) [Ru] zugegeben und die
Lösung 18 h bei Raumtemperatur gerührt. Das Reaktionsgemisch wurde im Vakuum eingeengt und
mit MTBE / PE (1:4) an Kieselgel chromatographiert.
Ausbeute: 54 mg (0.108 mmol, 87 %), brauner Feststoff; Das E/Z-Isomerenverhältnis betrug 1:2.
1H-NMR (400 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 5.87 (d, 1 H, J = 16 Hz, Olefin), 5.81 (dt, 1 H, J = 16 Hz, 8
Hz, Olefin), 5.85 (m, 2 H, Olefin), 5.60 (m, 2 H, Olefin), 5.10 (s, 1 H), 5.08 (s, 1 H), 5.02 (m, 2 H),
4.97 (m, 1 H), 4.53 (dd, 1 H, J = 8 Hz, 2 Hz), 4.47 (d, 1 H, J = 13 Hz), 4.32 (d, 1 H, J = 13 Hz), 4.53
(dd, 2 H, J = 13 Hz, 5 Hz), 4.11 (m, 2 H), 4.06 (d, 1 H, J = 13 Hz), 3.30 (m, 2 H), 2.07 (s, 3 H), 2.02
(s, 3 H, Acetyl), 2.01 (s, 3 H, Acetyl), 1.99 (s, 3 H, Acetyl), 1.98 (s, 3 H, Acetyl), 1.97 (s, 3 H,
Acetyl), 1.71 (dd, 2 H, J = 8 Hz, 5 Hz), 1.50 (d, 2 H, J = 8 Hz), 0.02 (s, 9 H, SiMe3), -0.02 (s, 9 H,
SiMe3).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 170.6 (Cq, Carbonyl), 170.2 (Cq, Carbonyl), 169.3
(Cq, Carbonyl), 169.2 (Cq, Carbonyl), 140.8 (Cq, Olefin), 140.4 (Cq, Olefin), 130.4 (CH, Olefin),
II Experimenteller Teil
63
128.4 (CH, Olefin), 127.7 (CH, Olefin), 123.9 (CH, Olefin), 114.9 (CH2, Olefin), 113.7 (CH2,
Olefin), 98.9 (CH), 72.8 (CH), 71.6 (CH), 71.1 (CH), 68.9 (CH2), 68.4 (CH), 61.8 (CH2), 26.9
(CH2), 23.8 (CH2), 20.6 (CH3, Acetyl), 20.6 (CH3, Acetyl), 20.5 (CH3, Acetyl), 20.3(CH3, Acetyl), -
1.8 (CH3, SiMe3), -2.0 (CH3, SiMe3).
IR (ATR): 2955 (w), 2897 (w), 1756 (s), 1640 (w), 1431(w), 1367 (m), 1221 (s), 1040 (s), 906 (w),
856 (m).
MS m/z (%): 500 (15) [M+], 368 (23), 331 (20) [C14H19O9+],279 (15), 266 (18), 229 (21), 169 (100)
[C9H19OSi+], 149 (37), 109 (43), 80 (70), 73 (81) [C3H9Si+], 69 (42).
HRMS: ber. für C23H36O10Si [M+]: 500.2077, gef.: 500.2086.
Synthese von α-Triticen (27).
n-C10H21 O
H
200 mg (1.19 mmol) 42 und 270 mg (2.38 mmol) Allyl-tert.-butyldimethylsilylether wurden in 5 ml
Benzol gelöst. Dann wurden 49 mg (0.06 mmol) [Ru] zugegeben und die Lösung 50 h bei
Raumtemperatur gerührt. Dann wurden 3 ml (1M in THF) Tetrabutylammoniumfluorid – Lösung
zugegeben und das Reaktionsgemisch weitere 5 h gerührt. Nach Zugabe von 30 ml MTBE und 10
ml H
2O wurde die wäßrige Phase zweimal mit je 20 ml MTBE extrahiert. Die vereinigten
organischen Phasen wurden über MgSO4 getrocknet und das Lösungsmittel am
Rotationsverdampfer entfernt. Der Rückstand wurde in 5 ml Aceton aufgenommen und 1 g (11.5
mmol) MnO2 zugegeben. Die Suspension wurde 5 h gerührt. Das Lösungsmittel wurde am
Rotationsverdampfer entfernt und der Rückstand mit MTBE / PE (0.5:9.5), (Rf = 0.5, MTBE / PE =
1:10) an Kieselgel chromatographiert.
Ausbeute: 153 mg (0.108 mmol, 87 %), farbloses Öl.
1H-NMR (400 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 9.69 (d, 1 H, J = 8 Hz, Carbonyl), 7.11 (d, 1 H, J = 16 Hz,
Olefin), 6.19 (dd, 1 H, J = 16 Hz, 8 Hz, Olefin), 5.48 (s, 1 H, Olefin), 5.43 (s, 1 H, Olefin), 2.24 (t, 2
H, J = 8 Hz), 1.52 – 1.42 (m, 2 H), 1.35 - 1.18 (m, 14 H), 0.89 (t, 3 H, J = 7 Hz).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ = 194.1 (Cq, Aldehyd), 154.7 (CH, C2), 145.1 (Cq, C4), 128.6
(CH, C3), 124.9 (CH2, Methylen), 31.8 (CH2), 31.6 (CH2), 31.5 (CH2), 29.5 (CH2), 29.3 (CH2), 29.2
(CH2), 27.9 (CH2), 22.6 (CH2), 22.5 (CH2), 14.0 (CH3).
IR (ATR): 2954 (s), 2925 (s), 2854 (s), 2716 (w), 1928 (w), 1685 (s), 1624 (m), 1467 (mbr), 1126
(m), 972 (m).
MS m/z (%): 222 [M+], 193 (37) [M-CHO+], 137 (18), 123 (14), 109 (25), 97 (79), 95 (95)
[C6H7O+], 81 (100) [C5H5O+], 67, (42), 55 (45) [C4H7+], 43 (47), 41 (70).
II Experimenteller Teil
64
143 (84) [M+-CH3COCH2], 127 (32) [M+-CH2COOCH3], 83 (100) [C5H7O+], 69 (74) [C4H5O+], 55
(48) [C3H3O+].
HRMS: ber. für C15H26O [M+]: 222.1984, gef.: 222.1987.
Experimenteller Teil zu Kapitel 5
Synthese von (3R)-3-(2-Methyethyl)-6-oxo-heptansäuremethylester (56).
O
O
O
1234567
8
11
9
10
Der Autoklav wurde mit Stickstoff gespült und mit 5 g (33.3 mmol) (-)-Carvon 54, 45 mg PtO2 und
35 ml Methanol gefüllt. Der Autoklav wurde mit Wasserstoff bei 100 bar gefüllt und die
Reaktionslösung 3 h bei Raumtemperatur gerührt. Der Katalysator wurde über Kieselgel abfiltriert,
das Reaktionsgemisch auf ca. 20 g eingeengt und unter Sauerstoffatmosphäre mit 200 ml Benzol
und 810 mg (5.0 mmol) FeCl3 versetzt und 3 Tage unter Rückfluß bei 60° C gerührt. Die
entstandene braune Lösung wurde zuerst abfiltriert und am Rotationsverdampfer eingeengt. Das
Reaktionsgemisch wurde in 150 ml MTBE aufgenommen, mit 50 ml gesättigter NaCl-Lösung
gewaschen, über MgSO4 getrocknet und am Rotationsverdampfer eingeengt. Das Rohprodukt
wurde im Kugelrohr (160° C, 8_10-1 bar) destilliert.
Ausbeute: 5.08 g (25.4 mmol, 76 %), gelbes Öl.
1H-NMR (400 MHz, CDCl3): δ = 3.64 (s, 3 H, H11), 2.42 (t, 2 H, J = 8 Hz, H5), 2.31 (dd, 1 H, J =
16 Hz, 5 Hz, H2), 2.12 (s, 3 H, H7), 2.09 (dd, 1 H, J = 16 Hz, 5 Hz, H2), 1.54 - 1.78 (m, 3 H, H3,
H4), 1.40 - 1.52 (m, 1 H, H8), 0.78 - 0.94 (m, 6 H, H9, H10).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ = 174.2 (Cq, Ester), 128.3 (Cq, Carbonyl), 51.5 (CH3, OMe),
41.6 (CH2), 40.3 (CH3, Me), 35.6 (CH), 29.9 (CH), 29.9 (CH2), 25.1 (CH2), 19.3 (CH3, iProp), 18.4
(CH3, iProp).
IR (ATR): 1157 (s), 1369 (m), 1717 (s), 1736 (s), 2959 (w).
MS m/z (%): 200 (5) [M+], 143 (84) [M+-CH3COCH2], 127 (32) [M+-CH2COOCH3], 83 (100)
[C5H7O+], 69 (74) [C4H5O+], 55 (48) [C3H3O+].
HRMS: ber. für C11H20O3 [M+]: 200.1412, gef.: 200.1411.
II Experimenteller Teil
65
Synthese von (3R)-6-(1,3-Dioxo-2-yl)-3-(2-methyl-ethyl)-heptansäuremethylester.
O
O
O O
5.2 g (26.1 mmol) 56, 2.2 g (35.5 mmol) Ethylenglycol und eine Spatelspitze PPTS wurden mit 150
ml Benzol versetzt. Das Reaktionsgemisch wurde anschließend 12 h bei 90° C am
Wasserabscheider unter Rückfluß gekocht. Die Reaktionslösung wurde mit 30 ml ges. NaHCO3
Lösung gewaschen und die wäßrige Phase zweimal mit je 100 ml MTBE extrahiert. Die vereinigten
organischen Phasen wurden über MgSO4 getrocknet und der Rückstand am Rotationsverdampfer
eingeengt.
Ausbeute: 6.11 g (22.3 mmol, 96 %), farbloses Öl.
1H-NMR (400 MHz, CDCl3): δ = 3.80 - 3.90 (m, 4 H, Ketal), 3.58 (s, 3 H, OMe), 2.24 (dd, 1 H, J =
16 Hz, 8 Hz), 2.08 (dd, 1 H, J = 16 Hz, 8 Hz), 1.50 - 1.72 (m, 1 H), 1.32 - 1.42 (m, 1 H), 1.22 (s, 3
H, Me), 1.16 - 1.28 (m, 1 H), 0.82 (d, 3 H, J = 6 Hz, iProp), 0.74 (d, 3 H, J = 6 Hz, iProp).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ = 174.2 (Cq, Carbonyl), 109.9 (Cq, Ketal), 64.4 (CH2, Ketal),
51.2 (CH3, OMe), 40.7 (CH3, Me), 36.5 (CH2), 35.6 (CH2), 29.7 (CH), 25.1 (CH2), 23.5 (CH), 19.2
(CH3, iProp), 18.4 (CH3, iProp).
IR (ATR): 1168 (s), 1376 (s), 1738(m), 2876 (w), 2956 (m).
MS m/z (%): 244 [M+], 229 (12) [M+CH3], 213 (2) [M+CH3O], 115 (3) [C5H11O2+], 87 (100)
[C(OCH2)2].
HRMS: ber. für C13H24O4 [M+]: 244.1675, gef.: 244.1673.
Synthese von (3R)-6-(1,3-dioxo-2-yl)-3-(2-methy-ethyl)-heptan-1-ol (57).
O O
HO
420 mg (11.2 mmol) LiAlH4 wurden in 100 ml abs. THF unter Stickstoffatmosphäre gelöst und auf
C abgekühlt. 3.65 g (15.0 mmol) Methylester wurden in 80 ml THF gelöst und langsam zur
Suspension getropft. Nach 2 h Rühren wurde das Reaktionsgemisch auf Raumtemperatur erwärmt.
10 ml H2O / THF (1:1) wurden zugegeben und weitere 10 min. gerührt. Das Reaktionsgemisch
wurde über MgSO4 getrocknet und am Rotationsverdampfer eingeengt. Das Rohprodukt wurde an
Kieselgel MTBE / Hexan (1:4) chromatographiert.
Ausbeute: 2.74 g (12.9 mmol, 86 %), farbloses Öl.
II Experimenteller Teil
66
1H-NMR (400 MHz, CDCl3): δ = 3.90 - 4.00 (m, 4 H, Ketal), 3.75 (bs, 1 H, CH2OH), 3.60 - 3.72
(m, 2 H), 1.48 - 1.74 (m, 7 H), 1.20 - 1.46 (m, 8 H), 0.83 - 0.92 (m, 7 H).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ = 110.2 (Cq, Ketal), 64.4 (CH2, Ketal), 61.4 (CH2), 40.1 (CH3,
Me), 36.7 (CH2), 33.4 (CH2), 29.3 (CH), 26.8 (CH), 24.6 (CH2), 23.5 (CH), 19.2 (CH3, iProp), 18.6
(CH3, iProp).
IR (ATR): 1051 (m), 1376 (s), 1720 (s), 2873 (m), 2936 (m), 2955 (w), 3700 - 3200 (br, OH).
MS m/z (%): 216 [M+], 201 (48) [M+-CH3], 199 (1) [M+-OH], 115 (8) [C5H11O2+], 87 (100)
[CH3C(OCH2)2].
HRMS: ber. für C12H24O3 [M+]: 216.1725, gef.: 216.1723.
Synthese von (3R)-2-(3-Isopropyl-pent-4-enyl)-2-methyl-1,3-dioxolan (48).
OO
5.6 g (26 mmol) 57 und 8 g (31 mmol) TBP wurden in 30 ml THF gelöst und 7.2 g (33 mmol)
o-Nitrophenylselenocyanid langsam unter Kühlung zugegeben. Nach 2 h Rühren wurde das
Lösungsmittel am Rotationsverdampfer entfernt. Die Reaktionslösung wurde mit 150 ml MTBE
versetzt, mit 50 ml ges. NaHCO3-Lösung und 60 ml ges. NaCl-Lösung gewaschen, über MgSO4
getrocknet und am Rotationsverdampfer eingeengt. Der Rückstand wurde mit MTBE / Hexan (1:9)
an Kieselgel chromatographiert.
Ausbeute: 6.8 g (17 mmol, 65 %) gelbes Öl.
Der Selenoether wurde erst in 150 ml THF gelöst und dann 75 ml 30-%iges H
2O2 langsam
zugegeben. Die Reaktionslösung wurde anschließend 12 h bei Raumtemperatur gerührt. Nach
Zugabe von 20 ml H
2O wurde die wäßrige Phase zweimal mit je 50 ml PE extrahiert. Die
vereinigten organischen Phasen wurden über MgSO4 getrocknet und am Rotationsverdampfer
eingeengt. Der Rückstand wurde am Kugelrohr (170° C, 8_10-1 bar) destilliert.
Ausbeute: 2.52 g (12.7 mmol, 49 % (bezogen auf 57), gelbes Öl.
1H-NMR (400 MHz, CDCl3): δ = 5.54 (ddd, 1 H, J = 18 Hz, 10 Hz, 10 Hz, Olefin), 5.01 (dd, 1 H, J
= 10 Hz, 5 Hz, Olefin), 4.93 (dd, 1 H, J = 18 Hz, 5 Hz, Olefin), 3.88 - 3.98 (m, 4 H, Ketal), 1.40 -
1.78 (m, 6 H), 1.24 - 1.38 (m, 4 H), 0.88 (d, 1 H, J = 7 Hz), 0.83 (d, 1 H, J = 7 Hz).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ = 140.5 (CH, Olefin), 115.6 (CH2, Olefin), 64.5 (CH2, Ketal),
64.5 (CH2, Ketal), 50.8 (CH3, Me), 37.2 (CH2), 31.6 (CH), 26.1 (CH2), 23.7 (CH), 20.6 (CH3,
iProp), 18.8 (CH3, iProp).
IR (ATR): 911 (s), 947 (s), 1376 (s), 1639 (m), 2873 (w), 2931 (w), 2957 (w).
MS m/z (%): 198 [M+], 183 (8) [M+-CH3], 155 (1) [M+-CH(CH3)2], 87 (100) [C4H7O2].
II Experimenteller Teil
67
HRMS: ber. für C11H19O2 [M+-CH3]: 183.1385, gef.: 183.1391.
Pent-4-inyl-1,3-dioxolan (47).
O
O
1
2
3
4
5
3.25 g (25.6 mmol) Oxalylchorid wurden in 25 ml CH2Cl2 gelöst und auf -60° C abgekühlt. Dann
wurden 2.26 g (29.0 mmol) DMSO, gelöst in 5 ml CH2Cl2, zugegeben. Nach 10 min. Rühren
wurden 1.4 g (17.1 mmol) 4-Pentinol 58, gelöst in 15 ml CH2Cl2, langsam zugetropft. Nach
weiteren 15 min. Rühren wurden 5.52 g (54.6 mmol) NEt3 zugegeben. Ein weißer Niederschlag fiel
aus. Das Reaktionsgemisch wurde auf Raumtemperatur erwärmt. Dann wurden 20 ml 10-%ige HCl
und 50 ml PE zugegeben. Die organische Phase wurde zweimal mit je 30 ml PE extrahiert. Die
vereinigten organischen Phasen wurden über MgSO4 getrocknet und am Rotationsverdampfer
eingeengt. Der Rückstand wurde in 50 ml Benzol aufgenommen. Dann wurden 2.1 g (34.1 mmol)
Ethylenglycol und eine Spatelspitze p-TsOH zugegeben. Die Lösung wurde 12 h am
Wasserabscheider refluxiert. Die Reaktionslösung wurde mit 30 ml ges. NaHCO3–Lösung
gewaschen, mit 100 ml MTBE extrahiert, über MgSO4 getrocknet und am Rotationsverdampfer
eingeengt. Der Rückstand wurde am Kugelrohr 165° C (1_10-1 bar) destilliert.
Ausbeute: 1.42 g (11.3 mmol, 66 %), farbloses Öl (flüchtig).
1H-NMR (400 MHz, CDCl3): δ = 4.97 (t, 1 H, J = 5 Hz, H1), 3.82 - 3.98 (m, 4 H, Ketal), 2.25 –
2.35 (td, 2 H, J = 17 Hz 2 Hz, H3), 1.94 (t, 1 H, J = 2 Hz, H4), 1.81 - 1.91 (m, 2 H, H2).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ = 103.0 (CH, Ketal), 83.5 (Cq, Alkin), 68.4 (CH, Alkin), 65.0
(CH2, Ketal), 32.6 (CH2), 13.2 (CH2).
IR (ATR): 1025 (w), 1082 (s), 1432 (m), 2117 (s), 2881 (w), 2942 (w), 3290 (w).
MS m/z (%): 125 (7) [M-H+], 86 (5) [C4H6O2+], 73 (100) [CH(OCH2)2+].
HRMS: ber. für C7H9O2 [M-H+]: 125.0603, gef.: 125.0601.
II Experimenteller Teil
68
Experimenteller Teil zu Kapitel 6
Synthese von 3-(3-Trimethylsilanyl-propenyl)-4-vinyl-cyclopent-3-en-1,1-dicarbonsäure
ethylester (62a).
SiMe3
OO
O O
12
34
5
67
8
9
10
100 mg (0.424 mmol) 61a und 140 mg (1.27 mmol) Allyltrimethylsilan wurden in 3 ml CH2Cl2
gelöst. 35 mg (0.04 mmol) [Ru] wurden zugegeben und die Lösung 12 h gerührt. Das
Reaktionsgemisch wurde im Vakuum eingeengt und mit MTBE / Hexan (1:9), (Rf 0.6, MTBE /
Hexan (2:8)) an Kieselgel chromatographiert.
Ausbeute: 101 mg (0.288 mmol, 68 %), farbloses Öl; Das E/Z-Isomerenverhältnis betrug 1.1:1.
1H-NMR (400 MHz, CDCl3): E-62a: δ (ppm) = 6.75 (dd, 1 H, J = 19 Hz, 11 Hz, H9), 6.29 (d, 1 H,
J = 15 Hz, H6), 5.71 (dt, 1 H, J = 15 Hz, 8 Hz, H7), 5.10 (m, 2 H, H10), 4.20 (q, 4 H, J = 7 Hz,
CH3CH2O), 3.21 (s, 2 H, H2), 3.05 (s, 2 H, H5), 1.73 (t, 6 H, J = 7 Hz, CH3CH2O), 1.25 (d, 2 H, J =
8 Hz, H8), 0.00 (s, 9 H, SiMe3). Z-62a:δ (ppm) = 6.67 (dd, 1 H, J = 19 Hz, 11 Hz, H9), 6.08 (d, 1 H,
J = 12 Hz, H6), 5.53 (dt, 1 H, J = 12 Hz, 8 Hz, H7), 5.10 (m, 2 H, H10), 4.20 (q, 4 H, J = 7 Hz,
CH3CH2O), 3.37 (s, 2 H, H2), 3.21 (s, 2 H, H5), 1.73 (t, 6 H, J = 7 Hz, CH3CH2O), 1.61 (d, 2 H, J =
8 Hz), 0.02 (s, 9 H, SiMe3).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 172.0 (Cq, Carbonyl), 172.0 (Cq, Carbonyl), 135.1
(Cq, Olefin), 134.0 (Cq, Olefin), 130.6 (CH, Olefin), 130.2 (CH, Olefin), 130.0 (CH, Olefin), 129.5
(CH, Olefin), 121.6 (CH, Olefin), 119.5 (CH, Olefin), 114.4 (CH2, Olefin), 113.4 (CH2, Olefin),
61.5 (CH2), 57.5 (Cq), 56.8 (Cq), 44.3 (CH2), 41.4 (CH2), 40.5 (CH2), 39.5 (CH2), 24.4 (CH2), 21.5
(CH2), 13.9 (CH3), -1.9 (CH3, SiMe3), -2.0 (CH3, SiMe3).
IR (ATR): 3470 (w), 2981 (m), 2955 (m), 2906 (m), 1732 (s), 1670 (w), 1456 (w), 1446 (m), 1367
(m), 1250 (s), 1187 (s), 1071 (s), 837 (s), 760 (m), 695 (m).
MS m/z (%): 350 (6) [M+], 335 (10), 219 (16), 188 (40), 115 (32), 73 (100) [C3H9Si+].
HRMS ber. für: C19H30O4Si [M+]: 350.1913, gef.: 350.1924.
II Experimenteller Teil
69
Synthese von N-Tosyl-3-(3-trimethylsilyl-propenyl)-4-vinyl-2,5-dihydropyrrol (62b).
N
Ts
SiMe3
12
34
5
67
8
9
10
100 mg (0.402 mmol) 61b und 140 mg (1.2 mmol) Allyltrimethylsilan wurden in 3 ml abs. CH2Cl2
gelöst. Dann wurden 33 mg (0.04 mmol) [Ru] zugegeben und die Lösung 18 h bei Raumtemperatur
gerührt. Das Reaktionsgemisch wurde im Vakuum eingeengt und mit MTBE / PE (1:9) an Kieselgel
chromatographiert.
Ausbeute: 93 mg (0.249 mmol, 64 %), gelbes Öl; Das E/Z-Isomerenverhältnis betrug 1:1.5
1H-NMR (400 MHz, CDCl3) E-52b: δ (ppm) = 7.73 (d, 2 H, J = 8 Hz, Tosyl), 7.31 (d, 2 H, J = 8
Hz, Tosyl), 6.54 (dd, 1 H, J = 16 Hz, 12 Hz, H9), 6.31 (d, 1 H, J = 16 Hz, H6), 5.58 (m, 1 H, H7),
5.12 (d, 1 H, J = 12 Hz, H10), 4.97 (dd, 1 H, J = 16 Hz, H10), 4.25 (s, 2 H, H2), 4.21 (m, 2 H, H5),
2.41 (s, 6 H, CH3Tosyl), 1.59 (d, 2 H, J = 8 Hz, H8), -0.01 (s, 9 H, SiMe3), -0.04 (s, 9 H, SiMe3).
Z-52b: δ (ppm) = 7.73 (d, 2 H, J = 8 Hz, Tosyl), 7.31 (d, 2 H, J = 8 Hz, Tosyl), 6.60 (dd, 1 H, J = 16
Hz, 12 Hz, H9), 5.96 (d, 1 H, J = 12 Hz, H6), 5.58 (m, 2 H, H7), 5.14 (d, 1 H, J = 12 Hz, H10), 4.99
(dd, 1 H, J = 16 Hz, H10), 4.38 (m, 2 H, H2), 4.21 (m, 2 H, H5), 2.41 (s, 6 H, CH3Tosyl), 1.58 (d, 2
H, J = 8 Hz, H8), -0.01 (s, 9 H, SiMe3), -0.04 (s, 9 H, SiMe3).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 143.5 (Cq, Tosyl), 133.9 (Cq, Tosyl), 132.6 (Cq,
Olefin), 132.3 (CH, Olefin), 132.1 (Cq, Olefin), 131.7 (CH, Olefin), 130.9 (Cq, Olefin), 129.7 (CH,
Tosyl), 127.7 (CH, Olefin), 127.4 (CH, Olefin), 127.2 (CH, Tosyl), 119.0 (CH), 116.7 (CH), 115.7
(CH2), 115.2 (CH2), 57.2 (CH2), 55.3 (CH2), 54.7 (CH2), 53.6 (CH2), 24.7 (CH2), 21.9 (CH2), 21.4
(CH3, CH3Tosyl), -1.9 (CH3, SiMe3), -2.0 (CH3, SiMe3).
IR (ATR): 3026 (w), 2953 (m), 2923 (m), 2898 (m), 2870 (w), 1722 (w), 1598 (m), 1347 (s), 1248
(s), 1164 (s), 1100 (s), 856 (s), 815 (s), 666 (s).
MS m/z (%): 361 (28) [M+], 256 (18), 206 (70) [M-Tosyl+], 180 (32), 155 (25) [Tosyl+], 149 (38),
132 (43), 91 (100) [C7H7+], 73 (100) [C3H9Si+].
HRMS: ber. für C19H27O2NSiS [M+]: 361.1532, gef.: 361.1533.
Synthese von N-Acetyl-3-(3-trimethylsilyl-propenyl)-4-vinyl-2,5-dihydropyrrol (62c).
N
Ac
SiMe3
50 mg (0.37 mmol) 61c und 130 mg (1.12 mmol) Allyltrimethylsilan wurden in 4 ml abs. CH2Cl2
gelöst. Dann wurden 31 mg (0.04 mmol) [Ru] zugegeben und die Lösung 18 h bei Raumtemperatur
II Experimenteller Teil
70
gerührt. Das Reaktionsgemisch wurde im Vakuum eingeengt und mit MTBE an Kieselgel
chromatographiert.
Ausbeute: 68 mg (0.25 mmol, 73%), weißer Feststoff.
1H-NMR (400 MHz, C6D6): δ (ppm) = 6.75 - 6.56 (m, 2 H), 6.08 (d, 1 H, 12 Hz, Olefin), 6.04 (d, 1
H, J = 12 Hz, Olefin), 5.64 - 5.53 (m, 2 H, Olefin), 5.19 - 4.86 (m, 4 H), 4.47 (m, 2 H), 4.35 (d, 2 H,
J = 3 Hz), 4.30 (m, 2 H), 2.08 (s, 6 H, Acetyl), 1.66 (d, 2 H, J = 8 Hz), 1.59 (d, 2 H, J = 8 Hz), -0.02
(s, 18 H, SiMe3).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 168.8 (Cq, Carbonyl), 168.7 (Cq, Carbonyl), 133.6 -
114.3 Olefin 130.8 (CH, Olefin), 56.9 (CH2), 55.3 (CH2), 53.0 (CH2), 51.7 (CH2), 21.9 (CH3), 21.8
(CH3), -1.9 (CH3 SiMe3), -2.0 (CH3, SiMe3).
IR (ATR): 3019 (w), 2953 (s), 2895 (m), 2858 (m), 1719 (m), 1656 (sbr), 1621(sbr), 1417 (sbr),
1248 (s), 1140 (s), 1100 (m), 855 (sbr).
MS m/z (%): 249 (18) [M+], 204 (8) [M-Ac+], 84 (100) [C4H10Si+], 75 (58), 73 (78) [C3H9Si+], 56
(16).
HRMS: ber. für C14H23ONSi [M+]: 249.1549, gef.: 249.1544.
Synthese 3-(3-Trimethylsilanyl-propenyl)-4-vinyl-2,5-dihydrofuran (62d).
SiMe3
O
70 mg (0.745 mmol) 61d und 250 mg (2.2 mmol) Allyltrimethylsilan wurden in 2 ml abs. CH2Cl2
gelöst. Dann wurden 43 mg (0.05 mmol) [Ru] zugegeben und die Lösung 18 h bei Raumtemperatur
gerührt. Das Reaktionsgemisch wurde im Vakuum eingeengt und mit MTBE / PE (1:9) an Kieselgel
chromatographiert.
Ausbeute: 78 mg (0.375 mmol, 49 %), farbloses Öl; Das E/Z-Isomerenverhältnis betrug 1:2.1.
1H-NMR (400 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 6.70 (dd, 1 H, J = 16 Hz, 12 Hz, Olefin), 6.66 (dd, 1 H, J =
16 Hz, 12 Hz, Olefin), 6.23 (d, 1 H, J = 16 Hz, Olefin), 6.16 (d, 1 H, J = 12 Hz, Olefin), 5.55 (m, 2
H, Olefin), 5.17 (d, 1 H, J = 12 Hz, Olefin), 5.13 (d, 1 H, J = 16 Hz, Olefin), 5.08 (s, 1 H), 5.05 (s, 1
H), 5.04 (s, 1 H), 5.01 (s, 1 H), 4.81 (s, 1 H), 4.77 (dd, 1 H, J = 4 Hz, 4 Hz), 1.62 (d, 2 H, J = 8 Hz),
1.58 (d, 2 H, J = 8 Hz), 0.02 (s, 3 H, SiMe3), 0.02 (s, 3 H, SiMe3).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 134.2 (CH), 133.9 (Cq, Olefin), 132.5 (Cq, Olefin),
131.4 (CH, Olefin), 130.6 (CH, Olefin), 127.2 (CH, Olefin), 126.9 (CH, Olefin), 118.7 (CH,
Olefin), 116.6 (CH, Olefin), 115.1 (CH2, Olefin), 114.6 (CH2, Olefin), 77.7 (CH2), 76.3 (CH2), 75.9
(CH2), 74.5 (CH2), 24.6 (CH2), 22.1 (CH2), -1.9 (CH3), -2.0 (CH3).
II Experimenteller Teil
71
IR (ATR): 3100 - 3600 (br), 2953 (m), 2896 (w), 1756 (w), 1732 (w), 1662 (w), 1622 (w), 1407
(w), 1358 (w), 1248 (s), 1069 (m), 1004 (m), 854 (s), 842 (s), 695 (m).
MS m/z (%): 208 (25) [M+], 193 (7) [M-CH3+], 180 (13) [M-C2H4+], 147 (40) [C8H7Si+], 116 (23)
[C6H16Si+], 86 (32) [C4H10Si+], 84 (55) [C4H8Si+], 75 (53), 73 (100) [C3H9Si+].
HRMS: ber. für C12H20OSi [M+]: 208.1283, gef.: 208.1288.
Synthese von N-Tosyl-3-(5-trityloxy-pent-1-enyl)-4-vinyl-2,5-dihydropyrrol (63a).
N
OTr
Ts
70 mg (0.281 mmol) 61b und 185 mg (0.562 mmol) Trityl-pent-4-enylether wurden in 2 ml abs.
CH2Cl2 gelöst. Dann wurden 23 mg (0.003 mmol) [Ru] zugegeben und die Lösung 18 h bei
Raumtemperatur gerührt. Das Reaktionsgemisch wurde im Vakuum eingeengt und mit MTBE / PE
(1:4) an Kieselgel chromatographiert.
Ausbeute: 98 mg (0.167 mmol, 61 %), gelbes Öl; Das E/Z-Isomerenverhältnis betrug 1:1.
1H-NMR (400 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 7.78 (d, 3 H, J = 8 Hz, Tosyl), 7.71 (d, 1 H, J = 8 Hz,
Tosyl), 7.60 (m, 14 H, Tr), 7.30 (m, 18 H, Tr), 6.58 (m, 2 H, Olefin), 6.32 (d, 1 H, J = 16 Hz,
Olefin), 6.06 (d, 1 H, J = 12 Hz, Olefin), 5.51 (m, 2 H, Olefin), 5.20 (d, 1 H, J = 12 Hz, Olefin),
5.18 (d, 1 H, J = 12 Hz, Olefin), 5.06 (d, 1 H, J = 16 Hz, Olefin), 5.04 (d, 1 H, J = 16 Hz, Olefin),
4.42 (sbr, 2 H), 4.30 (sbr, 2 H), 4.26 (sbr, 2 H), 4.22 (sbr, 2 H), 3.10 (m, 4 H), 2.43 (s, 3 H,
CH3Tosyl), 2.36 (s, 3 H, CH3Tosyl), 2.27 (m, 4 H), 1.73 (m, 4 H).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 144.2 (Cq, Tosyl), 143.5 (Cq, Tosyl), 134.7 (CH,
Tosyl), 134.4 (CH), 132.2 (Cq), 131.8 (Cq), 129.8 (CH), 129.7 (CH, Tosyl), 128.6 (CH), 127.8
(CH), 127.7 (CH), 127.6 (CH), 127.4 (CH), 127.3 (CH, Tosyl), 127.1 (CH), 127.0 (CH), 126.9
(CH), 126.8 (CH), 120.9 (CH), 119.3 (CH), 166.5 (CH2), 116.0 (CH2), 86.4 (CH), 86.3 (CH), 62.6
(CH2), 62.4 (CH2), 57.2 (CH2), 55.3 (CH2), 53.8 (CH2), 55.3 (CH2), 30.2 (CH2), 30.0 (CH2), 29.5
(CH2), 29.4 (CH2), 21.5(CH3, CH3Tosyl), 21.4 (CH3, CH3Tosyl).
IR (ATR): 3088 (w), 3002 (w), 3057 (w), 3023 (w), 2926 (w), 2867 (w), 1597 (w), 1490 (m), 1448
(m), 1348 (s), 1165 (s), 1099 (s), 1071 (s), 1033 (w), 1069 (s), 747 (m), 706 (s), 698 (s), 667 (s).
MS m/z (%): 332 (5) [M-Tr+], 243 (55) [Tr+], 241 (11) [C11H15O3SN+], 176 (12) [C11H14ON+], 165
(100) [C13H9+], 155 (10) [Tosyl+], 105 (13) [C7H7N+], 91 (29) [C7H7+], 77 (10) [C6H5+].
HRMS: ber. für C37H37O3NS [M+]: 575.2494, gef.: 575.2487.
II Experimenteller Teil
72
Synthese von [4-(N-Tosyl-4-vinyl-2,5-dihydropyrrol-3-yl)]-but-3-enylacetat (63b).
N
Ts
O
O
70 mg (0.281 mmol) 61b und 96 mg (0.843 mmol) But-3-enylacetat wurden in 1.5 ml abs. CH2Cl2
gelöst. Dann wurden 23 mg (0.03 mmol) [Ru] zugegeben und die Lösung 18 h bei Raumtemperatur
gerührt. Das Reaktionsgemisch wurde im Vakuum eingeengt und mit MTBE / PE (1:4) an Kieselgel
chromatographiert.
Ausbeute: 48 mg (0.133 mmol, 48 %), bräunliches Öl; Das E/Z-Isomerenverhältnis betrug 1.4:1.
1H-NMR (400 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 7.745 (d, 2 H, J = 8 Hz, Tosyl), 7.74 (d, 2 H, J = 8 Hz,
Tosyl), 7.33 (d, 2 H, J = 8 Hz, Tosyl), 7.32 (d, 2 H, J = 8 Hz, Tosyl), 6.60 (dd, 1 H, J = 17 Hz, 11
Hz, Olefin), 6.50 (dd, 1 H, J = 17 Hz, 11 Hz, Olefin), 6.38 (d, 1 H, J = 17 Hz, Olefin), 6.14 (d, 1 H,
J = 11 Hz, Olefin), 5.51 (m, 2 H, Olefin), 5.20 (d, 1 H, J = 11 Hz, Olefin), 5.20 (d, 1 H, J = 11 Hz,
Olefin), 5.06 (d, 1 H, J = 17 Hz, Olefin), 5.04(d, 1 H, J = 17 Hz, Olefin), 4.38 (sbr, 2 H), 4.26 (s, 4
H), 4.22 (sbr, 2 H), 4.09 (t, 2 H, J = 7 Hz), 4.06 (t, 2 H, J = 7 Hz), 2.44 (m, 4 H), 2.41 (s, 6 H
CH3Tosyl), 2.03 (s, 3 H, Acetyl), 2.01 (s, 3 H, Acetyl).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 170.9 (Cq), 143.6 (Cq), 143.5 (Cq), 134.3 (CH), 133.8
(Cq), 133.1 (Cq), 131.7 (Cq), 131.1 (Cq), 130.9 (Cq), 129.8 (CH), 129.5 (CH), 129.4 (CH), 127.4
(CH), 126.9 (CH), 122.8 (CH), 121.5 (CH), 117.0 (CH2), 116.6 (CH2), 63.2 (CH2), 63.1 (CH2), 57.0
(CH2), 55.2 (CH2), 54.8 (CH2), 53.7 (CH2), 32.4 (CH2), 28.9 (CH2), 21.4 (CH3, CH3Tosyl), 20.9
(CH3, Acetyl), 20.8 (CH3, Acetyl).
IR (ATR): 3089 (w), 3029 (w), 2955 (w), 2921 (w), 2853 (w), 1737 (s), 1597 (w), 1345 (s), 1238
(s), 1164 (s), 1101 (s), 1038 (m), 816 (m), 709 (w), 667 (s).
MS m/z (%): 361 (46) [M+], 332 (40) [M-CHO+], 319 (39) [M-C2H2O+], 342 (42) [M-C2H3O2+],
290 (100) [C16H20O2NS+], 274 (78) [C15H16O2NS+], 248 (11), 206 (45) [M-Tosyl+], 164 (38), 155
(43) [Tosyl+], 146 (98) [C10H12N+], 118 (59) [C8H9N+], 130 (26), 91 (94) [C7H7+], 77 (12) [C6H5+].
HRMS: ber. für C19H23O4NS [M+]: 361.1349, gef.: 361.1351.
Synthese von 3-(3-tert.-Butyldimethylsilanyloxy-propenyl)-N-tosyl-4-vinyl-2,5-dihydropyrrol
(63c).
OTBS
N
Ts
70 mg (0.281 mmol) 61b und 140 mg (0.843 mmol) Allyl-tert.-butyldimethylsilylether wurden in
1.5 ml abs. CH2Cl2 gelöst. Dann wurden 23 mg (0.03 mmol) [Ru] zugegeben und die Lösung 14 h
II Experimenteller Teil
73
bei Raumtemperatur gerührt. Das Reaktionsgemisch wurde im Vakuum eingeengt und mit MTBE /
PE (1:4) an Kieselgel chromatographiert.
Ausbeute: 78 mg (0.186 mmol, 66 %), farbloses Öl; Das E/Z-Isomerenverhältnis betrug 5:1.
1H-NMR (400 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 7.71 (m, 2 H, Tosyl), 7.30 (m, 2 H, Tosyl), 6.56 (m, 2 H,
Olefin), 5.77 (d, 1 H, J = 12 Hz, Olefin), 5.61 (m, 2 H, Olefin), 5.38 (m, 2 H, Olefin), 5.29 (d, 1 H, J
= 12 Hz, Olefin), 5.04 (d, 1 H, J = 18 Hz, Olefin), 4.25 (s, 4 H), 4.28 (s, 4 H), 2.40 (s, 6 H), 1.64 (d,
2 H, J = 7 Hz), 0.90 (s, 9 H, tButyl), 0.88 (s, 9 H, tButyl), 0.13 (s, 6 H, SiMe2), 0.06 (s, 6 H, SiMe2).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 146.3 (Cq, Tosyl), 143.5 (Cq, Tosyl), 133.8 (CH,
Tosyl), 132.7 (CH), 132.1 (CH), 131.7 (Cq), 131.3 (Cq), 130.7 (CH), 129.9 (CH, Tosyl), 129.6
(CH), 127.6 (CH), 127.4 (CH), 127.3 (CH), 127.0 (CH, Tosyl), 121.3 (CH), 121.0 (CH), 119.5
(CH), 119.3 (CH), 116.6 (CH2), 112.1 (CH), 63.3 (CH2), 63.2 (CH2), 55.3 (CH2), 54.9 (CH2), 54.3
(CH2), 54.1 (CH2), 25.9 (CH3, tButyl), 25.8 (CH3, tButyl), 25.7 (CH3, tButyl), 25.5 (CH3, tButyl),
21.5 (CH3, CH3Tosyl), 18.3 (Cq, tButyl), 18.2 (Cq, tButyl), -0.4 (CH3, SiMe2), -0.4 (CH3, SiMe2), -
0.5 (CH3, SiMe2), -0.8 (CH3, SiMe2).
IR (ATR): 2954 (s), 2929 (s), 2856 (s), 1726 (w), 1598 (m), 1472 (m), 1463 (m), 1347 (s), 1253 (s),
1164 (s), 1101 (s), 1070 (s), 962 (s), 837 (s), 814 (s), 780 (s), 708 (m), 666 (s).
MS m/z (%): 420 (15) [MH+], 362 (40) [M-tButyl+], 264 (10), 206 (11), 167(40), 149 (90)
[C9H11ON+], 132 (35) [C6H16OSi+], 117 (15) [C8H7N+], 103 (20), 91 (100) [C7H7+], 75 (100)
[C2H7OSi+], 73 (60) [C3H9Si+].
HRMS: ber. für C22H34O3NS [MH+]: 420.2029, gef.: 420.2024.
Synthese von 3-(3-Phenyl-propenyl)-N-tosyl-4-vinyl-2,5-dihydropyrrol (63d).
N
Ts
70 mg (0.281 mmol) 61b und 100 mg (0.84 mmol) Allylbenzol wurden in 2 ml abs. CH2Cl2 gelöst.
Dann wurden 23 mg (0.03 mmol) [Ru] zugegeben und die Lösung 12 h bei Raumtemperatur
gerührt. Das Reaktionsgemisch wurde im Vakuum eingeengt und mit MTBE / PE (1:9) an Kieselgel
chromatographiert.
Ausbeute: 68 mg (0.186 mmol, 66 %), farbloses Öl; Das E/Z-Isomerenverhältnis betrug 2:1.
1H-NMR (400 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 7.73 (d, 2 H, J = 8 Hz, Tosyl), 7.40 - 7.10 (m, 14 H,
Aromat), 6.70 (m, 2 H, Olefin), 6.38 (d, 1 H, J = 16 Hz, Olefin), 6.07 (d, 1 H, J = 11 Hz, Olefin),
5.70 (m, 2 H, Olefin), 5.20 (d, 2 H, J = 11 Hz, Olefin), 5.05 (d, 2 H, J = 17 Hz, Olefin), 4.28 (s, 4
II Experimenteller Teil
74
H), 4.03 (sbr, 2 H), 3.94 (sbr, 2 H), 3.46 (d, 2 H, J = 7 Hz), 3.39 (d, 2 H, J = 7 Hz), 2.41 (s, 6 H,
CH3Tosyl), 1.75 (d, 2 H, J = 7 Hz).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 150 - 110 (C Aromat, Olefin), 57.3 (CH2), 55.3 (CH2),
55.2 (CH2), 54.8 (CH2), 54.0 (CH2), 53.8 (CH2), 39.5 (CH2), 38.8 (CH2), 21.4 (CH3, CH3Tosyl),
17.1 (CH3).
IR (ATR): 3084 (w), 3061 (w), 3027 (w), 2921 (w), 2851 (w), 1725 (w), 1598 (w), 1494 (w), 1452
(w), 1346 (s), 1163 (s), 1100 (m), 1038 (m), 815 (m), 699 (m), 666 (s).
MS m/z (%): 365 (39) [M+], 274 [M-C7H7], 248 (11), 208 (34), 194 (15), 155 (14) [Tosyl+], 149
(23), 130 (18), 117 (100) [C9H9+], 104 (20), 91 (83) [C7H7+], 77 (13) [C6H5+].
HRMS: ber. für C22H23O2NS [M+]: 365.1450, gef.: 365.1444
Synthese von 3-[3-(2-tert.-Butyldimethylsilanyloxy-phenyl)-propenyl]-N-tosyl-4-vinyl-2,5-
dihydropyrrol (63e).
N
Ts
TBSO
70 mg (0.281 mmol) 61b und 140 mg (0.562 mmol) tert.-Butyldimethylsilyl-2-(prop-2-enyl)-
benzylether wurden in 3 ml abs. CH2Cl2 gelöst. Dann wurden 23 mg (0.03 mmol) [Ru] zugegeben
und die Lösung 18 h bei Raumtemperatur gerührt. Das Reaktionsgemisch wurde im Vakuum
eingeengt und mit MTBE / PE (1:9) an Kieselgel chromatographiert.
Ausbeute: 51 mg (0.103 mmol, 37 %), bräunliches Öl; Das E/Z-Isomerenverhältnis betrug 1:1.
1H-NMR (400 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 7.80 - 6.75 (m, 14 H, Aromat), 6.60 (m, 3 H, Olefin), 6.31
(d, 0.5 H, J = 16 Hz, Olefin), 6.15 (d, 1 H, J = 11 Hz, Olefin), 6.06 (d, 1 H, J = 11 Hz, Olefin), 5.71
(m, 1 H, Olefin), 5.56 (m, 1 H, Olefin), 5.30 - 4.95 (m, 2 H, Olefin), 4.42 (sbr, 1 H), 4.26 (s, 3 H),
4.01 (sbr, 2 H), 3.92 (sbr, 2 H), 3.44 (d, 2 H, J = 7 Hz), 3.39 (d, 2 H, J = 7 Hz), 2.41 (s, 3 H,
CH3Tosyl) 2.40 (s, 3 H, CH3Tosyl), 1.75 (d, 2 H, J = 7 Hz) 0.99 (s, 9 H, tButyl), 0.98 (s, 9 H,
tButyl), 0.26 (s, 3 H, SiMe2), 0.25 (s, 3 H, SiMe2), 0.22 (s, 6 H, SiMe2).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 153.4 (Cq), 153.3 (Cq), 153.40 (Cq), 145 - 110 (C
Aromat, Olefin), 64.6 (CH2), 57.3 (CH2), 55.4 (CH2), 55.0 (CH2), 54.9 (CH2), 54.4 (CH2), 54.1
(CH2), 54.0 (CH2), 34.1 (CH2), 30.1 (CH2), 25.8 (CH3, tButyl), 21.5 (CH3, CH3Tosyl), 18.3 (Cq,
tButyl), 18.2 (Cq, tButyl), 17.2 (CH3, tButyl), -4.1 (CH3, SiMe2), -4.2 (CH3, SiMe2).
IR (ATR): 3063 (w), 3028 (w), 2955 (m), 2929 (m), 2896 (m), 2884 (m), 2857 (m), 1728 (w), 1597
(m), 1490 (m), 1452 (m), 1348 (s), 1253 (s), 1164 (s), 1099 (m), 921 (s), 839 (s), 782 (s), 665 (s).
II Experimenteller Teil
75
MS m/z (%): 495 (10) [M+], 438 (33) [M-tButyl+], 340 (25) [M-Tosyl+], 282 (16), 165 (75), 149
(39), 91 (100) [C7H7+], 73 (90) [C3H9Si+], 57 (35) [C4H9+].
HRMS: ber. für C28H37O3NSiS [M+]: 495.2263, gef.: 495.2245.
Synthese von N-Benzyloxycarbonyl-3-[3-(N-tosyl-4-vinyl-2,5-dihydropyrrol)-prop-2-enyl]-
glycinolacetat (63f).
N
N
Ts
Z
O
A
c
70 mg (0.281 mmol) 61b und 160 mg (0.562 mmol) 3-Allyl-N-benzyloxycarbonyl-glycinolacetat
wurden in 1.5 ml abs. CH2Cl2 gelöst. Dann wurden 23 mg (0.03 mmol) [Ru] zugegeben und die
Lösung 10 h bei Raumtemperatur gerührt. Das Reaktionsgemisch wurde im Vakuum eingeengt und
mit MTBE / PE (1:1) an Kieselgel chromatographiert.
Ausbeute: 83 mg (0.154 mmol, 55 %), weißer Feststoff; Das E/Z-Isomerenverhältnis betrug 2.5:1.
1H-NMR (400 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 7.71 (m, 6 H, Aromat), 7.30 (m, 12 H, Aromat), 7.00 (m, 2
H, Tosyl), 6.40 (m, 6 H, Olefin), 6.12 (m, 2 H, Olefin), 5.30 - 5.00 (m, 12 H), 4.30 - 3.80 (m, 24 H),
3.45 (m, 12 H), 2.40 (s, 6 H, CH3Tosyl), 2.05 (m, 6 H), 1.63 (d, 1 H, J = 7 Hz).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 143.7 (Cq), 143.6 (Cq), 136.4 (Cq), 134.1 (Cq), 133.7
(Cq), 133.7 (Cq), 133.7 (Cq), 132.2 (Cq), 131.2 (Cq), 131.2 (Cq), 131.1 (Cq), 130.6 (CH), 130.5
(CH), 130.4 (CH), 130.4 (CH), 129.9 (CH), 129.7 (CH), 129.6 (CH), 128.6 (CH), 128.5 (CH),
128.3 (CH), 128.3 (CH), 128.2 (CH), 128.1 (CH), 127.9 (CH), 127.8 (CH), 127.7 (CH), 127.7
(CH), 127.6 (CH), 127.5 (CH), 127.2 (CH), 126.9 (CH), 122.4 (CH), 122.3 (CH), 122.2 (CH),
117.7 (CH2), 117.6 (CH2), 117.2 (CH2), 77.8 (CH), 77.6 (CH), 77.5 (CH), 77.4 (CH), 67.4 (CH2),
62.6 (CH2), 62.5 (CH2), 62.5 (CH2), 62.2 (CH2), 62.2 (CH2), 62.2 (CH2), 57.1 (CH2), 55.3 (CH2),
55.2 (CH2), 54.8 (CH2), 54.3 (CH2), 53.9 (CH2), 53.5 (CH2), 53.4 (CH2), 53.4 (CH2), 50.1 (CH2),
50.1 (CH2), 49.4 (CH2), 47.0 (CH2), 45.7 (CH2), 45.5 (CH2), 45.5 (CH2), 45.4 (CH2), 27.0 (CH3),
21.5 (CH3, CH3Tosyl), 20.7 (CH3, CH3Tosyl).
IR (ATR): 3091 (w), 3064 (w), 3033 (w), 2954 (w), 2856 (w), 1740 (s), 1703 (s), 1624 (w), 1455
(m), 1415 (m), 1345 (s), 1226 (s), 1161 (s), 1131 (m), 1048 (w), 699 (m), 666 (s).
MS m/z (%): 524 (10) [M+], 433 (6) [M-C7H7+], 373 (12), 325 (9), 288 (20) [M-C12H14O4N+], 274
(35) [M-C13H16O4N+], 206 (73) [C11H14O2N+], 155 (27) [Tosyl+], 132 (90) [C8H5O2+], 118 (85)
[C8H8N+], 91 (100) [C7H7+], 65 (30) [C5H9+], 55 (10).
HRMS: ber. für C28H32O6N2S [M+]: 524.1981, gef.: 524.1996.
II Experimenteller Teil
76
Synthese von (4R)-3-(4,8-Dimethyl-non-1-enyl)-N-tosyl-4-vinyl-2,5-dihydropyrrol (63g).
N
Ts
70 mg (0.281 mmol) 61b und 130 mg (0.843 mmol) (4R)-4,8-Dimethyl-non-1-en wurden in 2 ml
abs. CH2Cl2 gelöst. Dann wurden 23 mg (0.03 mmol) [Ru] zugegeben und die Lösung 18 h bei
Raumtemperatur gerührt. Das Reaktionsgemisch wurde im Vakuum eingeengt und mit MTBE / PE
(1:4) an Kieselgel chromatographiert.
Ausbeute: 48 mg (0.120 mmol, 43 %), farbloses Öl; Das E/Z-Isomerenverhältnis betrug 1:1.
1H-NMR (400 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 7.74 (dd, 4 H, J = 7 Hz, 3 Hz, Tosyl), 7.32 (d, 4 H, J = 7
Hz, Tosyl), 6.64 (d, 1 H, J = 11 Hz, Olefin), 6.59 (d, 1 H, J = 11 Hz, Olefin), 6.54 (d, 1 H, J = 18
Hz, Olefin), 6.56 (d, 1 H, J = 18 Hz, Olefin), 6.28 (d, 1 H, J = 16 Hz, Olefin), 6.07 (d, 1 H, J = 11
Hz, Olefin), 5.55 (m, 2 H, Olefin), 5.17 (d, 1 H, J = 11 Hz, Olefin), 5.16 (d, 1 H, J = 11 Hz, Olefin),
5.02 (d, 1 H, J = 18 Hz, Olefin), 5.01 (d, 1 H, J = 18 Hz, Olefin), 4.37 (sbr, 2 H), 4.26 (s, 4 H), 4.22
(m, 2 H), 2.67 (m, 2 H), 2.40 (s, 6 H, CH3Tosyl), 1.92 (m, 2 H), 1.50 (m, 4 H), 1.30 - 1.00 (m, 12
H), 0.84 (m, 18 H, Me).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 143.4 (Cq, Tosyl), 134.3 (CH, Tosyl), 133.9 (CH),
132.3 (Cq), 132.1 (Cq), 131.9 (Cq), 129.7 (CH, Tosyl), 129.6 (CH, Tosyl), 127.6 (CH), 127.4 (CH),
127.1 (CH, Tosyl), 121.5 (CH), 119.6 (CH), 116.5 (CH2), 115.8 (CH2), 57.3 (CH2), 55.3 (CH2),
54.7 (CH2), 53.7 (CH2), 40.7 (CH2), 39.1 (CH2), 36.7 (CH2), 33.7 (CH), 33.1 (CH), 27.8 (CH3),
24.8 (CH2), 24.7 (CH2), 22.5 (CH3, CH3Tosyl), 21.4 (CH3, Me), 19.5 (CH3, Me).
IR (ATR): 2953 (s), 2926 (s), 2868 (m), 1723 (w), 1667 (w), 1598 (w), 1463 (m), 1347 (s), 1164
(s), 1099 (s), 1068 (s), 814 (m), 708 (w), 667 (s).
MS m/z (%): 401 (3) [M+], 348 (5), 301 (30) [M-C7H16+], 286 (10), 267 (15), 244 (55) [M-Tosyl+],
155 (27) [Tosyl+], 91 (100) [C7H7+], 69 (50) [C5H9+], 55 (35).
HRMS: ber. für C24H35O2NS [M+]: 401.2389, gef.: 401.2396.
II Experimenteller Teil
77
Synthese von 2-Methyl-N-tosyl-4-(3-trimethylsilyl-propenyl)-3-vinyl-2,5-dihydropyrrol (68a)
und 2-Methyl-N-tosyl-3-(3-trimethylsilyl-propenyl)-4-vinyl-2,5-dihydropyrrol (68b).
N
Ts
SiMe3
70 mg (0.268 mmol) 67 und 92 mg (0.8 mmol) Allyltrimethylsilan wurden in 1.5 ml abs. CH2Cl2
gelöst. Dann wurden 22 mg (0.027 mmol) [Ru] zugegeben und die Lösung 18 h bei
Raumtemperatur gerührt. Das Reaktionsgemisch wurde im Vakuum eingeengt und mit MTBE / PE
(2:8) an Kieselgel chromatographiert.
Ausbeute: 79 mg (0.211 mmol, 78 %), farbloses Öl; Das 68a / 68b-Isomerenverhältnis betrug 4:1.
1H-NMR (400 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 7.72 (dd, 2 H, J = 8 Hz, 2 Hz, Tosyl), 7.67 (dd, 2 H, J = 8
Hz, 2 Hz, Tosyl), 7.31 - 7.22 (m, 6 H, Tosyl), 6.57 - 6.28 (m, 3 H), 6.07 (d, 1 H, 16 Hz, Olefin),
6.00 (d, 1 H, 15 Hz, Olefin), 5.98 (d, 1 H, 12 Hz, Olefin), 5.68 - 5.50 (m, 4 H), 5.20 - 4.99 (m, 6 H),
4.75 (m, 1 H), 4.52 (m, 1 H), 4.45 (dd, 1 H, J = 16 Hz, 3 Hz), 4.36 - 4.17 (m, 4 H), 2.37 (s, 6 H,
CH3Tosyl), 1.58 (d, 2 H, J = 8 Hz), 1.54 (d, 4 H, J = 8 Hz), 1.47 (d, 3 H, J = 7 Hz, Me), 1.46 (d, 3
H, J = 7 Hz, Me), 1.42 (d, 3 H, J = 7 Hz, Me), -0.02 (s, 9 H, SiMe3), -0.04 (s, 9 H, SiMe3) -0.12 (s, 9
H, SiMe3).
N
Ts
SiMe3
N
Ts
SiMe3
H4.45
1.54
1.8%
1.9%
5.04
1.47
NOE-Messungen zur Bestimmung der Regioisomere.
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 143.2 (Cq, Tosyl), 143.2 (Cq, Tosyl), 137 - 127 (CH),
119.2 (CH), 118.7 (CH), 117.5 (CH), 117.5 (CH), 116.7 (CH), 115.7 (CH2), 115.2 (CH2), 57.2
(CH2), 55.3 (CH2), 54.7 (CH2), 53.6 (CH2), 24.7 (CH2), 21.9 (CH2), 21.4 (CH3, CH3Tosyl), -1.9
(CH3, SiMe3), -2.0 (CH3, SiMe3).
IR (ATR): 3026 (w), 2953 (m), 2923 (m), 2898 (m), 2870 (w), 1722 (w), 1598 (m), 1347 (s), 1248
(s), 1164 (s), 1100 (s), 856 (s), 815 (s), 666 (s).
MS m/z (%): 375 (40) [M+], 276 (28), 248 (30), 155 (75) [Tosyl+], 149 (66), 91 (100) [C7H7+], 73
(68) [C3H9Si+], 65 (30) [C5H5+].
HRMS: ber. für C20H29O2NSiS [M+]: 375.1688, gef.: 375.1679.
II Experimenteller Teil
78
Experimenteller Teil zu Kapitel 7. 2.
Synthese von (1R,4S)-1-But-3-enyl-1-(4-hydroxy-cyclopent-2-enyl)-N-tosyl-amin (87).
OH
N
Ts12
3
4
5
6
7
8 9
950 mg (4.22 mmol) N-Tosylbut-3-enylamin wurden langsam zu einer Suspension aus 100 mg
(4.22 mmol) NaH und 20 ml abs. DMF unter Stickstoffatmosphäre gegeben und 10 min. bei 50° C
gerührt. Es kam zu einer Gasentwicklung und die Lösung klarte auf. Dann wurden 300 mg (2.11
mmol) 86 und 120 mg (0.106 mmol) Pd(PPh3)4 zugegeben und die Lösung 1.5 h bei 50° C gerührt.
Das Reaktionsgemisch wurde am Rotationsverdampfer eingeengt und mit MTBE / Hexan (1:1) an
Kieselgel chromatographiert.
Ausbeute: 570 mg (1.86 mmol, 88 %), gelbes Öl.
1H-NMR (400 MHz, CDCl3) δ = 7.66 (d, 2 H, J = 8 Hz, Tosyl), 7.27 (d, 2 H, J = 8 Hz, Tosyl), 5.89
(dt, 1 H, J = 6 Hz, 2 Hz, H2), 5.69 (ddt, 1 H, J = 17 Hz, 11 Hz, 7 Hz, H8), 5.56 (m, 1 H, H3), 5.04
(d, 1 H, J = 17 Hz, H9), 4.98 (d, 1 H, J = 11 Hz, H9), 4.78 (m, 1 H, H4), 4.59 (m, 1 H, H1), 3.11
(ddd, 1 H, J = 15 Hz, 10 Hz, 6 Hz, H6), 2.96 (ddd, 1 H, J = 15 Hz, 10 Hz, 6 Hz, H6), 2.5 – 2. 3 (m,
6 H, H10, CH3Tosyl, H5), 1.23 (ddd, 1 H, J = 17 Hz, 5 Hz, 5 Hz, H5).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3) δ = 143.3 (Cq, Tosyl), 137.1 (Cq, Tosyl), 137.0 (CH, C3), 134.9
(CH, C8), 133.1 (CH, C2), 129.6 (CH, Tosyl), 127.1 (CH, Tosyl), 116.7 (CH2, C9), 74.3 (CH, C4),
62.2 (CH, C1), 43.6 (CH2, C6), 37.9 (CH2, C7), 35.9 (CH2, C5), 21.4 (CH3, CH3Tosyl).
IR (ATR): 3700 - 3200 (br, OH), 3063 (w), 2926 (w), 2873 (w), 1641 (w), 1598 (w), 1452 (w),
1332 (sbr), 1157 (s), 1089 (m), 890 (m), 662 (s).
MS m/z (%): 266 (80) [M+-C3H5], 184 (98) [CH3NTosyl+], 155 (100) [Tosyl+], 91 (95) [C7H7+], 83
(83) 69 (90), 55 [C7H7+].
HRMS ber. C13H16O3NS [M+-C2H5]: 266.0851, gef. 266.0852.
II Experimenteller Teil
79
Synthese von (1R,4S)-1-But-3-enyl-1-[4-(tert.-butyldimethylsilanyloxy)-cyclopent-2-enyl]-N-
tosylamin (88).
OTBS
N
Ts
Zu einer Lösung aus 100 mg (0.326 mmol) 87 und 60 mg (0.391 mmol) tert.-
Butyldimethylchlorsilan in 1.5 ml abs. DMF wurden 33 mg (0.489 mmol) Imidazol über 5 min.
zugegeben. Die Lösung wurde 12 h bei Raumtemperatur gerührt. Das Reaktionsgemisch wurde
nach Zugabe von 20 ml PE über Kieselgel filtriert. Das Lösungsmittel wurde am
Rotationsverdampfer entfernt und der Rückstand mit MTBE / Hexan (1:9) an Kieselgel
chromatographiert.
Ausbeute: 125 mg (0.297 mmol, 91 %), farbloses Öl.
1H-NMR (400 MHz, CDCl3) δ = 7.72 (d, 2 H, J = 8 Hz, Tosyl), 7.29 (d, 2 H, J = 8 Hz, Tosyl), 5.84
(m, 1 H), 5.71 (ddt, 1 H, J = 17 Hz, 11 Hz, 7 Hz), 5.53 (m, 1 H), 5.04 (d, 1 H, J = 17 Hz), 4.99 (d, 1
H, J = 11 Hz), 4.83 (m, 1 H),4.58 (m, 1 H), 3.07 (m, 2 H), 2.51 – 2.27 (m, 6 H), 1.20 (ddd, 1 H, J =
11 Hz, 3 Hz, 3 Hz), 0.81 (s, 9 H, tButyl), 0.01 (s, 3 H, SiMe2), -0.02 (s, 3 H, SiMe2).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3) δ = 143.1 (Cq, Tosyl), 137.6 (CH, Olefin), 137.3 (Cq, Tosyl),
135.1 (CH, Olefin), 132.2 (CH, Olefin), 129.6 (CH, Tosyl), 127.2 (CH, Tosyl), 116.6 (CH2, Olefin),
74.7 (CH), 61.9 (CH), 43.8 (CH2), 38.5 (CH2), 36.2 (CH2), 25.6 (CH, tButyl), 21.5 (CH3,
CH3Tosyl), 18.0 (Cq, tButyl), -0.9 (CH3, SiMe2), -1.0 (CH3, SiMe2).
IR (ATR): 3065 (w), 2955 (s), 2929 (s), 2857 (s), 1642 (w), 1599 (w), 1472 (m), 1344 (sbr), 1253
(s), 1161 (s), 1089(w), 905 (m), 835 (s), 776 (m), 663 (m).
MS m/z (%):380 (26) [M+-C3H5], 364 (56) [M+-tButyl], 283 (71), 197 (100) [C2H4NTosyl+], 155
(10) [Tosyl+], 91 (36) [C7H7+], 73 (81).
HRMS ber. für C21H32O3NSSi [M+-CH3]: 406.1872, gef. 406.1878.
Ber. für C22H35O3NSSi: C: 62.67 %, H: 8.37 %, N: 3.32 %; gef: C: 62.65 %. H: 8.61 %, N: 3.34 %.
II Experimenteller Teil
80
Synthese von (1R,4R)-4-(But-3-enyl-N-tosylamino)-cyclopent-2-enylacetat (89).
12
34
5
6
7
8 9
OAc
N
Ts
100 mg (0.7 mmol) 86 400 mg (1.76 mmol) N-Tosylbut-3-enylamin und 440 mg (2.11 mmol)
Tributylphoshin wurden in 10 ml abs. Benzol gelöst. 440 mg (1.76 mmol)
Azodicarbonsäuredipiperidid wurden über 5 min. in kleinen Portionen zugegeben und die Lösung
24 h gerührt. Das Gemisch wurde im Vakuum eingeengt und mit MTBE / Hexan (1:10), (Rf 0.8,
MTBE / Hexan (2:8)) an Kieselgel chromatographiert.
Ausbeute: 211 mg (0.575 mmol, 86 %), gelbes Öl.
1H-NMR (400 MHz, CDCl3) δ (ppm) = 7.71 (d, 2 H, J = 8 Hz, Tosyl), 7.30 (d, 2 H, J = 8 Hz,
Tosyl), 5.86 (dt, 1 H, J = 6 Hz, 2 Hz, H2), 5.78 (ddd,1 H, J = 6 Hz, 2 Hz, 1 Hz, H3), 5.69 (ddt, 1 H,
J = 17 Hz, 10 Hz, 7 Hz, H8), 5.63 (m, 1 H, H4), 5.25 (m, 1 H, H1), 5.04 (d, 1 H, J = 17 Hz, H9),
5.02 (d, 1 H, J = 10 Hz, H9), 2.99 (ddd, 1 H, J = 15 Hz, 10 Hz, 6 Hz, H6), 2.71 (ddd, 1 H, J = 15
Hz, 10 Hz, 6 Hz, H6), 2.44 (s, 3 H, CH3Tosyl), 2.35 (mbr, 2 H, H7), 2.00 (s, 3 H, Acetyl), 1.94
(ddd, 1 H, J = 15 Hz, 8 Hz, 3 Hz, H5), 1.86 (ddd, 1 H, J = 15 Hz, 8 Hz, 3 Hz, H5).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3) δ (ppm) = 170.8 (Cq, Carbonyl), 143.4 (Cq, Tosyl), 137.2 (CH,
C2), 136.8 (Cq, Tosyl), 134.7 (CH, C3), 133.5 (CH, C8), 129.8 (CH, Tosyl), 127.2 (CH, Tosyl),
117.0 (CH2, C9), 78.2 (CH, C4), 63.3 (CH, C1), 43.5 (CH2, C6), 36.0 (CH2, C7), 34.6 (CH2, C5),
21.5 (CH3, CH3Tosyl), 21.1 (CH3, Acetyl).
IR (ATR): 3070 (w), 2978 (w), 2931 (w), 2865 (w), 1735 (s), 1641 (w), 1598 (w), 1494 (w), 1370
(m), 1342 (sbr), 1238 (sbr), 1161 (sbr), 1090 (m), 1020 (s), 915 (m), 816 (m), 776 (m), 661 (m).
MS m/z (%):308 (15) [M+-OAc], 184 (35) [CH3NTosyl+], 155 (38) [Tosyl+], 125 (100), 91 (41)
[C7H7+], 83 (15).
HRMS ber. für C16H22O3NS [M+-OAc]: 308.1320, gefunden 308.1319.
II Experimenteller Teil
81
Synthese von (1R,4R)-1-But-3-enyl-1-(4-hydroxycyclopent-2-enyl)-N-tosylamin (90).
OH
N
Ts
256 mg (0.593 mmol) 89 wurden zu einer Lösung von 5 ml NEt3 und 5 ml Methanol gegeben und
bei Raumtemperatur 24 h gerührt. Das Gemisch wurde im Vakuum eingeengt, der Rückstand in
30 ml MTBE aufgenommen und über Kieselgel filtriert. Das Lösungsmittel wurde am
Rotationsverdampfer entfernt.
Ausbeute: 175 mg (0.57 mmol, 96 %), farbloses Öl.
1H-NMR (400 MHz, CDCl3) δ = 7.69 (d, 2 H, J = 8 Hz, Tosyl), 7.29 (d, 2 H, J = 8 Hz, Tosyl), 5.85
(dt, 1 H, J = 6 Hz, 2 Hz, Olefin), 5.68 (ddt, 1 H, J = 17 Hz, 10 Hz, 7 Hz, Olefin), 5.64 (m, 1 H), 5.24
(m, 1 H), 5.03 (d, 1 H, J = 17 Hz, Olefin), 5.01 (d, 1 H, J = 10 Hz, Olefin), 4.85 (m, 1 H), 2.98 (ddd,
1 H, J = 15 Hz, 10 Hz, 6 Hz), 2.67 (ddd, 1 H, J = 15 Hz, 10 Hz, 6 Hz), 2.41 (s, 3 H, CH3Tosyl), 2.35
(mbr, 2 H), 1.95 (sbr, OH), 1.82 (ddd, J = 15 Hz, 8 Hz, 3 Hz, 1 H), 1.69 (ddd, 1 H, J = 15 Hz, 8 Hz,
3 Hz).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3) δ = 143.3 (Cq, Tosyl), 137.5 (CH, Olefin), 136.9 (Cq, Tosyl),
134.8 (CH, Olefin), 134.5 (CH, Olefin), 129.7 (CH, Tosyl), 127.2 (CH, Tosyl), 116.8 (CH2, Olefin),
75.7 (CH), 63.5 (CH), 43.4 (CH2), 37.8 (CH2), 36.1 (CH2), 21.5 (CH3, CH3Tosyl).
IR (ATR): 3700 - 3200 (br, OH), 3064 (w), 2977 (w), 2943 (w), 1641 (w), 1598 (w), 1494 (w),
1335 (sbr), 1158 (s), 1107 (m), 1019 (m), 918 (m), 886 (m), 754 (m).
MS m/z (%): 266 (25) [M+-C3H5], 184 (100) [CH3NTosyl+], 155 (80) [Tosyl+], 91 (40) [C7H7+], 83
(13).
HRMS ber. C16H21O3NS [M+]: 307.1242, gef. 307.1249.
Synthese von (1R,4R)-1-But-3-enyl-1-(4-tert.-butyldimethylsilanyloxy-cyclopent-2-enyl)-N-
tosylamin (91).
OTBS
N
Ts
Zu einer Lösung von 190 mg (0.618 mmol) 90 und 112 mg (0.743 mmol) tert.-
Butyldimethylchlorsilan in 5 ml abs. DMF wurden 50 mg (0.743 mmol) Imidazol über 10 min.
zugegeben. Die Lösung wurde 12 h bei Raumtemperatur gerührt. 30 ml Hexan und 10 ml ges.
NaHCO3-Lösung wurden zugegeben und die wäßrige Phase zweimal mit je 20 ml Hexan extrahiert.
II Experimenteller Teil
82
Die vereinigten organischen Phasen wurden mit 15 ml ges. NaCl-Lösung gewaschen, über MgSO4
getrocknet und das Lösungsmittel am Rotationsverdampfer entfernt.
Ausbeute: 239 mg (0.568 mmol, 92 %), farbloses Öl.
1H-NMR (400 MHz, CDCl3) δ = 7.71 (d, 2 H, J = 8 Hz, Tosyl), 7.30 (d, 2 H, J = 8 Hz, Tosyl), 5.85
(dt, 1 H, J = 6 Hz, 2 Hz), 5.70 (ddt, 1 H, J = 17 Hz, 10 Hz, 7 Hz), 5.55 (m, 1 H), 5.19 (m, 1 H), 5.04
(d, 1 H, J = 17 Hz), 5.02 (d, 1 H, J = 10 Hz), 4.86 (m, 1 H), 2.98 (ddd, 1 H, J = 15 Hz, 10 Hz, 6 Hz),
2.68 (ddd, 1 H, J = 15 Hz, 10 Hz, 6 Hz), 2.43 (s, 3 H, CH3Tosyl), 2.35 (m, 2 H), 1.85 (ddd, 1 H, J =
15 Hz, 8 Hz, 3 Hz), 1.70 (ddd, 1 H, J = 15 Hz, 8 Hz, 3 Hz), 0.85 (s, 9 H, tButyl), 0.02 (s, 6 H,
SiMe2).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3) δ = 143.2 (Cq, Tosyl), 138.2 (CH), 137.2 (Cq, Tosyl), 135.0 (CH),
133.0 (CH), 129.6 (CH, Tosyl), 127.2 (CH, Tosyl), 116.8 (CH2), 76.2 (CH), 63.7 (CH), 43.5 (CH2),
38.4 (CH2), 36.1 (CH2), 25.8 (CH3, tButyl), 21.5 (CH3, CH3Tosyl), 18.1 (Cq, tButyl), -1.0 (CH3,
SiMe2), -1.1 (CH3, SiMe2).
IR (ATR): 3065 (w), 2954 (s), 2874 (s), 2856 (s), 1642 (w), 1599 (w), 1472 (w), 1344 (sbr), 1252
(m), 1161 (s), 1091 (w), 1074 (s), 905 (m), 835 (m), 776 (m).
MS m/z (%): 406 (3) [M+-CH3], 380 (9) [M+-C3H5], 290 (11) [M+-OTBS], 262 (22) [M+-Tosyl],
205 (15), 197 (100) [C2H4NTosyl+], 155 (10) [Tosyl+], 91 (40) [C7H7+], 73 (37).
HRMS ber. für C21H32O3NSSi [M+-CH3]: 406.1872, gef. 406.1878.
Synthese von (1S,4R)-4-(But-3-enylamino)-cyclopent-2-enol.
OH
NH
200 mg (1.61 mmol) 86, 290 mg (4.03 mmol) 3-Butenylamin und 500 mg (4.8 mmol) NEt3 wurden
in 10 ml abs. THF unter Stickstoffatmosphäre gelöst. Dann wurden 90 mg (0.08 mmol) Pd(PPh3)4
zugegeben und 4 h bei 40° C gerührt. Das Reaktionsgemisch wurde am Rotationsverdampfer
eingeengt und mit MeOH / MTBE (1:4), (5% NEt3) an Kieselgel chromatographiert.
Ausbeute: 175 mg (1.13 mmol, 81 %), gelbes Öl.
1H-NMR (400 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 5.93 (s, 2 H, Olefin), 5.74 (ddd, 1 H, J = 19 Hz, 10 Hz, 7
Hz, Olefin), 5.07 (dt, 1 H, J = 19 Hz, 1 Hz, Olefin), 5.02 (dt, 1 H, J = 10 Hz, 1 Hz, Olefin), 4.64 (dd,
1 H, J = 7 Hz, 4 Hz), 3.36 (dd, 1 H, J = 7 Hz, 4 Hz), 3.06 (sb, 2 H, NH, OH), 2.69 (t, 2 H, J = 7 Hz),
2.55 (ddd, 1 H, J = 14 Hz, 7 Hz, 7 Hz), 2.24 (ttd, 2 H, J = 7 Hz, 7 Hz, 1 Hz), 1.42 (ddd, 2 H, J = 14
Hz, 4 Hz, 4 Hz).
II Experimenteller Teil
83
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 136.3 (CH, Olefin), 134.7 (CH, Olefin), 116.7 (CH2,
Olefin), 75.1 (CH, CHOH), 62.1 (CH, CHNH), 46.6 (CH2), 41.0 (CH2), 34.2 (CH2).
IR (ATR): 3100 - 3600 (mb), 3075 (m), 3057 (m), 2928 (m), 2851 (m), 1640 (w), 1438 (s), 1120
(s), 913 (w), 722 (s), 695 (s).
MS m/z (%): 122 (80) [M-C3H4+], 94 (100), 83 (45) [C5H7O+], 67 (17), 55 (28).
HRMS: ber. für C6H10ON [M-C3H4+]: 112.0762, gef.: 112.0769.
Synthese von (1R,4S)-N-Benzyloxycarbonyl-1-but-3-enyl-1-[4-(tert.-butyldimethylsilanyloxy)-
cyclopent-2-enyl]-amin (92).
OTBS
NZ
120 mg (0.784 mmol) (1S,4R) 4-(But-3-enylamino)-cyclopent-2-enol und 180 mg (1.18 mmol)
tert.-Butyldimethylchlorsilan wurden in 5 ml DMF gelöst. Dann wurden über 5 min. 130 mg (1.96
mmol) Imidazol zugegeben und die Lösung 12 h bei Raumtemperatur gerührt. Es wurden 5 ml ges.
NaHCO3-Lösung zugegeben und zweimal mit je 30 ml MTBE extrahiert. Die vereinigten
organischen Phasen wurden über Na2SO4 getrocknet, und das Lösungsmittel wurde am
Rotationsverdampfer abdestilliert. Der Rückstand wurde in 5 ml CH2Cl2 aufgenommen und 0.5 ml
Pyridin zugegeben. Dann wurden 200 mg (1.18 mmol) Benzylchloroformiat zugetropft und 4 h bei
Raumtemperatur gerührt. Es wurden 5 ml ges. NaHCO3-Lösung zugegeben und zweimal mit je 10
ml CH2Cl2 extrahiert. Die vereinigten organischen Phasen wurden über Na2SO4 getrocknet, das
Lösungsmittel am Rotationsverdampfer entfernt und der Rückstand mit MTBE / PE (1:4) an
Kieselgel chromatographiert.
Ausbeute: 219 mg (0.545 mmol, 70 %), farbloses Öl.
1H-NMR (400 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 7.35 (m, 5 H, Penyl), 5.90 (m, 1 H), 5.73 (d, 2 H, J = 8
Hz), 5.16 (m, 3 H), 4.98 (m, 3 H), 4.69 (m, 1 H), 3.20 (m, 2 H), 2.64 (m, 1 H), 2.30 (m, 2 H), 1.47
(m, 1 H), 0.89 (s, 9 H, tButyl), 0.08 (s, 6 H, SiMe2).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 137.3 (Cq, Carbonyl), 136.8 (Cq, Carbonyl), 135.4
(Cq, Phenyl), 132.6 (Cq, Phenyl), 128.5 (CH, Olefin), 128.4 (CH, Olefin), 128.3 (CH, Phenyl),
127.8 (CH, Phenyl), 127.7 (CH, Phenyl), 116.2 (CH2, Olefin), 75.0 (CH), 66.9 (CH2), 59.8 (CH),
41.7 (CH2), 39.4 (CH2), 34.9 (CH2), 25.8 (CH3, tButyl), 18.1 (Cq, tButyl), -1.1 (CH3, SiMe2).
IR (ATR): 3065 (w), 2954 (m), 2929 (m), 2857 (m), 1699 (sb), 1641 (w), 1415 (m), 1257 (m), 1091
(m), 903 (m), 836 (s), 775 (m), 697 (m).
MS m/z (%): 344 (18), 316 (8), 262 (7), 197 (13), 91 (100) [C7H7+], 73 (13).
II Experimenteller Teil
84
HRMS: ber. für C23H35O3NSi [M+]: 401.2386, gef.: 401.2378.
Synthese von (1R,4S)-4-(tert.-Butyldimethysilanyloxy)-cyclopent-2-enylacetat.
OAc
B
S
O
Zu einer Lösung aus 250 mg (1.76 mmol) 86 und 400 mg (2.64 mmol) tert.-
Butyldimethylchlorsilan in 5 ml abs. DMF wurden 240 mg (3.52 mmol) Imidazol über 10 min.
zugegeben. Die Lösung wurde 12 h bei Raumtemperatur gerührt. 30 ml Hexan und 10 ml ges.
NaHCO3-Lösung wurden zugegeben und die wäßrige Phase zweimal mit je 20 ml Hexan extrahiert.
Die vereinigten organischen Phasen wurden mit 15 ml ges. NaCl-Lösung gewaschen, über MgSO4
getrocknet und das Lösungsmittel am Rotationsverdampfer entfernt.
Ausbeute: 435 mg (1.70 mmol, 97 %), farbloses Öl.
1H-NMR (400 MHz, CDCl3) δ = 5.97 (dt, 1 H, J = 6 Hz, 2 Hz, Olefin), 5.88 (mbr, 1 H, Olefin),
5.45 (m, 1 H), 4.71 (m, 1 H), 2.80 (ddd, 1 H, J = 14 Hz, 7 Hz, 7 Hz), 2.04 (s, 3 H, Acetyl), 1.60
(ddd, 1 H, J = 14 Hz, 5 Hz, 5 Hz), 0.89 (s, 9 H, tButyl), 0.09 (s, 3 H, SiMe2), 0.08 (s, 3 H, SiMe2).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3) δ = 170.9 (Cq), 138.9 (CH), 131.1 (CH), 76.9 (CH), 74.8 (CH),
41.1 (CH2), 25.9 (CH3), 21.2 (CH3, tButyl), 18.2 (Cq, tButyl), -1.0 (CH3, SiMe2), -1.1 (CH3, SiMe2).
IR (ATR): 3067 (w), 2955 (s), 2930 (s), 2887 (m), 2858 (s), 1738 (s), 1473 (m), 1368 (s), 1238
(sbr), 1105 (m), 1064 (s), 1021 (s), 837 (m), 777 (m).
MS m/z (%): 255 (1) [M+-H], 159 (6), 117 (100) [C6H17Si+], 75 (20) [C2H10OSi+].
HRMS ber. für C13H23O3Si [M+-H]: 255.14116, gef. 255.1416.
Synthese von (1R,4S)-4-(tert.-Butyldimethysilanyloxy)-cyclopent-2-enol.
OH
B
S
O
205 mg (0.8 mmol) (1R,4S)-4-(tert.-Butyldimethysilanyloxy)-cyclopent-2-enylacetat wurden zu
einer Lösung von 5 ml NEt3 und 5 ml Methanol gegeben und bei Raumtemperatur 18 h gerührt. Das
Gemisch wurde im Vakuum eingeengt, der Rückstand in 40 ml MTBE aufgenommen und über
Kieselgel filtriert. Das Lösungsmittel wurde am Rotationsverdampfer entfernt.
Ausbeute: 170 mg (0.794 mmol, 99 %), farbloses Öl.
II Experimenteller Teil
85
1H-NMR (400 MHz, CDCl3) δ = 5.95 (m, 1 H), 5.89 (m, 1 H, Olefin), 5.66 (mbr, 1 H, Olefin), 5.58
(mbr, 1 H), 2.69 (ddd, 1 H, J = 14 Hz, 7 Hz, 7 Hz), 1.74 (br, OH), 1.51 (ddd, 1 H, J = 14 Hz, 5 Hz, 5
Hz), 0.90 (s, 9 H, tButyl), 0.09 (s, 6 H, SiMe2).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3) δ = 137.0 (CH, Olefin), 135.6 (CH, Olefin), 75.2 (CH), 75.1 (CH),
44.7 (CH2), 25.9 (CH3, tButyl), 18.3 (Cq, tButyl), -1.0 (CH3, SiMe2).
IR (ATR): 3700 - 3200 (br, OH), 3061 (w), 2956 (s), 2929 (s), 2885 (m), 2857 (s), 1676 (w), 1472
(m), 1366 (s), 1252 (s), 1128, 1071 (s), 1021 (sbr), 905 (m), 836 (m), 776 (m).
MS m/z (%): 213 (1) [M+-H], 157 (58) [M+-tButyl], 75 (100) [C2H10OSi+].
HRMS ber. für C11H21O2Si [M+-H]: 213.1308, gef. 213.1313.
Synthese von (1S,4S)-1-But-3-enyl-1-(4-tert.-butyldimethylsilanyloxy-cyclopent-2-enyl)-N-
tosylamin (93).
OTBS
N
Ts
Die Synthese der Verbindung erfolgte aus 150 mg (0.70 mmol) (1R,4S)-4-(tert.-
Butyldimethysilanyloxy)-cyclopent-2-enol unter den gleichen Bedingungen wie bei der Darstellung
von 89.
Ausbeute: 256 mg (0.61 mmol, 87 %), farbloses Öl.
1H-NMR (400 MHz, CDCl3) δ = 7.71 (d, 2 H, J = 8 Hz, Tosyl), 7.30 (d, 2 H, J = 8 Hz, Tosyl), 5.85
(dt, 1 H, J = 6 Hz, 2 Hz, Olefin), 5.70 (ddt, 1 H, J = 17 Hz, 10 Hz, 7 Hz, Olefin), 5.55 (m, 1 H,
Olefin), 5.19 (m, 1 H), 5.04 (d, 1 H, J = 17 Hz, Olefin), 5.02 (d, 1 H, J = 10 Hz, Olefin), 4.86 (m, 1
H), 2.98 (ddd, 1 H, J = 15 Hz, 10 Hz, 6 Hz), 2.66 (ddd, 1 H, J = 15 Hz, 10 Hz, 6 Hz), 2.43 (s, 3 H,
CH3Tosyl), 2.35 (mbr, 2 H), 1.85 (ddd, 1 H, J = 15 Hz, 8 Hz, 3 Hz), 1.70 (ddd, 1 H, J = 15 Hz, 8
Hz, 3 Hz), 0.85 (s, 9 H, tButyl), 0.02 (s, 6 H, SiMe2).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3) δ = 143.2 (Cq, Tosyl), 138.2 (CH), 137.2 (Cq, Tosyl), 135.0 (CH),
133.0 (CH), 129.6 (CH, Tosyl), 127.2 (CH, Tosyl), 116.8 (CH2), 76.2 (CH), 63.7 (CH), 43.5 (CH2),
38.4 (CH2), 36.1 (CH2), 25.8 (CH3, tButyl), 21.5 (CH3, CH3Tosyl), 18.1 (Cq, tButyl), -1.0 (CH3,
SiMe2), -1.1 (CH3, SiMe2).
IR (ATR): 3066 (w), 2955 (s), 2929 (s), 2857 (s), 1642 (w), 1599 (w), 1472 (w), 1369 (m), 1345
(sbr), 1252 (m), 1162 (sbr), 1091 (w), 1075 (s), 905 (m), 836 (m), 776 (m).
MS m/z (%): 406 (3) [M+-CH3], 380 (9) [M+-C3H5], 290 (11) [M+-OTBS], 262 (22) [M+-Tosyl],
205 (15), 197 (100) [C2H4NTosyl+], 155 (10) [Tosyl+], 91 (40) [C7H7+], 73 (37).
HRMS ber. für C22H34O3NSSi [M+]: 420.2029, gef. 420.2023.
II Experimenteller Teil
86
Experimenteller Teil zu Kapitel 7. 3.
Synthese von (2R,8S)-2-(2-tert.-Butyldimethylsilanyloxy-but-3-enyl)-N-tosyl-1,2,5,6-
tetrahydropyridin (95).
NH
OTBS
Ts
12
3
4
5
6
78910
175 mg (0.416 mmol) 88wurden in 10 ml abs. CH2Cl2 gelöst. Dann wurden 20 ml C2H4 langsam
durch die Lösung geleitet. 17 mg (0.021 mmol) [Ru] wurden zugegeben und das Reaktionsgemisch
bei Raumtemperatur 6 h gerührt. Das Gemisch wurde im Vakuum eingeengt und mit MTBE /
Hexan (1:4), (Rf 0.44, MTBE / Hexan (2:8)) an Kieselgel chromatographiert.
Ausbeute: 143 mg (0.339 mmol, 81 %), braunes Öl.
1H-NMR (400 MHz, CDCl3) δ = 7.68 (d, 2 H, J = 8 Hz, Tosyl), 7.23 (d, 2 H, J = 8 Hz, Tosyl), 5.87
(ddd, 1 H, J = 17 Hz, 10 Hz, 7 Hz, H9), 5.65 (dm, 1 H, J = 10 Hz, H4), 5.56 (m, 1 H, H3), 5.26 (d, 1
H, J = 17 Hz, H10), 5.09 (d, 1 H, J = 10 Hz, H10), 4.50 (m, 1 H, H2), 4.36 (m, 1 H8), 3.95 (dd, 1 H,
J = 15 Hz, 6 Hz, H7), 3.14 (ddd, 1 H, J = 15 Hz, 5 Hz, H7), 2.39 (s, 3 H, CH3Tosyl), 1.88 (m, 2 H,
H5, H6), 1.68 (m, 2 H, H5, H6), 0.91 (s, 9 H, tButyl), 0.06 (s, 3 H, SiMe2), 0.05 (s, 3 H, SiMe2).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3) δ = 142.9 (Cq, Tosyl), 140.7 (CH, C9), 138.4 (Cq, Tosyl), 129.6
(CH, Tosyl), 127.8 (CH, C4), 127.0 (CH, Tosyl), 124.7 (CH, C3), 114.8 (CH2, C10), 71.0 (CH, C2),
50.3 (CH, C8), 43.5 (CH2, C7), 38.3 (CH2, C6), 25.8 (CH3, tButyl), 23.1 (CH2, C5), 21.5 (CH3,
CH3Tosyl), 18.2 (Cq, tButyl), -0.7 (CH3, SiMe2), -1.4 (CH3, SiMe2).
IR (ATR): 3064 (w), 2928 (s), 2856 (m), 1598 (w), 1472 (w), 1345 (s), 1251 (m), 1160 (s), 1097
(s), 948 (m), 837 (m), 778 (m), 715 (s), 692 (m).
MS m/z (%): 406 (5) [M+-CH3], 364 (100) [M+-tButyl], 308 (10), 236 (83) [C5H7NTosyl+], 155 (15)
[Tosyl+], 91 (58) [C7H7+].
HRMS ber. für C21H32O3NSSi [M+-CH3], 406.1872, gef. 406.1875.
Synthese von (2R,8S)-N-Benzyloxycarbonyl-2-(2-tert.-butyldimethylsilanyloxy-but-3-enyl)-
1,2,5,6-tetrahydropyridin (96).
NH
OTBS
270 mg (0.673 mmol) 92 wurden in 4 ml abs. CH2Cl2 gelöst Dann wurden 20 ml C2H4 langsam
durch die Lösung geleitet. 39 mg (0.05 mol) [Ru] wurden zugegeben und das Reaktionsgemisch bei
II Experimenteller Teil
87
Raumtemperatur 12 h gerührt. Das Lösungsmittel wurde am Rotationsverdampfer entfernt und der
Rückstand mit MTBE / PE (1:9) an Kieselgel chromatographiert.
Ausbeute: 232 mg (0.579 mmol, 86 %), farbloses Öl. Das Edukt / Produkt - Verhältnis betrug 1:8.
1H-NMR (400 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 7.35 (m, 5 H, Phenyl), 5.93 (m, 1 H, Olefin), 5.85 - 5.70
(m, 3 H, Olefin), 5.30 - 5.05 (m. 4 H), 4.96 (d, 1 H, J = 11 Hz, Olefin), 4.57 (m, 1 H), 4.28 - 4.05
(m, 2 H), 3.10 (m, 1 H), 3.04 - 2.82 (m, 2 H), 2.32 - 2.12 (m, 2 H), 2.02 - 1.74 (m, 3 H), 1.65 (m, 1
H), 1.40 (t, 1 H, J = 7 Hz), 0.86 (s, 9 H, tButyl), 0.02 (s, 3 H, SiMe2), -0.01 (s, 3 H, SiMe2).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 140.9 (Cq, Carbonyl), 129.9 (CH, Phenyl), 128.4 (CH,
Olefin), 128.0 (CH, Olefin), 127.8 (CH, Phenyl), 127.7 (CH, Phenyl), 125.3 (CH, Olefin), 114.2
(CH2, Olefin), 71.0 (CH), 70.0 (CH2), 49.0 (CH), 45.8 (CH2), 42.6 (CH2), 42.3 (CH2), 36.9 (CH2),
25.7 (CH3, tButyl), 25.1 (CH2), 24.8 (CH2), 18.1 (Cq, tButyl), -5.1 (CH3, SiMe2).
IR (ATR): 3034 (w), 2954 (m), 2928 (m), 2856 (m), 1701 (sb), 1653 (w), 1423 (m), 1250 (m), 1102
(m), 836 (s), 775 (m), 697 (m).
MS m/z (%): 344 (58), 288 (18), 246 (17), 178 (27), 172 (13), 91 (100) [C7H7+].
HRMS: ber. für C23H35O3NSi [M+]: 401.2386, gef.: 401.2388.
Synthese von (2R,8R)-2-(2-tert.-Butyldimethylsilanyloxy-but-3-enyl)-N-tosyl-1,2,5,6-
tetrahydropyridin (98).
NH
OTBS
s
250 mg (0.594 mmol) 91 wurden in 10 ml abs. CH2Cl2 gelöst. Dann wurden 20 ml C2H4 langsam
durch die Lösung geleitet. 35 mg (0.042 mmol) [Ru] wurden zugegeben und das Reaktionsgemisch
bei Raumtemperatur 12 h gerührt. Das Gemisch wurde im Vakuum eingeengt und mit MTBE /
Hexan (1:9), (Rf 0.65, MTBE / Hexan (2:8)) an Kieselgel chromatographiert.
Ausbeute: 243 mg (0.577 mmol, 97 %), farbloses Öl.
1H-NMR (400 MHz, CDCl3) δ = 7.68 (d, 2 H, J = 8 Hz, Tosyl), 7.23 (d, 2 H, J = 8 Hz, Tosyl), 5.80
(ddd, 1 H, J = 18 Hz, 10 Hz, 7 Hz, Olefin), 5.62 (m, 1 H, Olefin), 5.53 (m, 1 H, Olefin), 5.18 (d, 1
H, J = 18 Hz, Olefin), 5.05 (d, 1 H, J = 10 Hz, Olefin), 4.50 (m, 1 H), 4.31 (dt, 1 H, J = 7 Hz, 7 Hz),
3.87 (dd, 1 H, J = 15 Hz, 6 Hz), 2.40 (s, 3 H, CH3Tosyl), 1.85 - 1.65 (m, 4 H), 0.92 (s, 9 H, tButyl),
0.14 (s, 3 H, SiMe2), 0.02 (s, 3 H, SiMe2).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3) δ = 142.9 (Cq, Tosyl), 141.5 (CH), 138.6 (Cq, Tosyl), 129.4 (CH,
Olefin), 128.6 (CH, Olefin), 126.9 (CH, Tosyl), 124.3 (CH, Olefin), 114.5 (CH2, Olefin), 71.7
II Experimenteller Teil
88
(CH), 50.9 (CH), 44.0 (CH2), 38.2 (CH2), 25.9 (CH3, tButyl), 22.8 (CH2), 21.4 (CH3, CH3Tosyl),
18.1 (Cq, tButyl), -1.0 (CH3, SiMe2), -1.8 (CH3, SiMe2).
IR (ATR): 3078 (w), 3033 (w), 2954 (m), 2928 (m), 2856 (m), 1644 (w), 1598 (w), 1494 (w), 1472
(w), 1345 (s), 1331 (m), 1251 (m), 1160 (s), 1097 (s), 948 (s), 837, 778 (m), 710 (m), 691 (m).
MS m/z (%): 406 (5) [M+-CH3], 364 (100) [M+-tButyl], 236 (50) [C5H7NTosyl+], 155 (10) [Tosyl+],
91 (20) [C7H7+].
HRMS ber. für C21H32O3NSSi [M+-CH3], 406.1872, gef. 406.1872.
Experimenteller Teil zu Kapitel 8
Synthese von (2S,8S)-2-(2-tert.-Butyldimethylsilanyloxy-butyl)-N-tosylpiperidin.
NH
OTBS
Ts
230 mg (0.546 mmol) 98 wurden in 12 ml MTBE gelöst. Dann wurden 100 mg Pd/BaSO4
zugegeben und die Lösung 12 h unter Wasserstoffatmosphäre gerührt. Der Katalysator wurde
abfiltriert und das Lösungsmittel am Rotationsverdampfer entfernt.
Ausbeute: 224 mg (0.524 mmol, 96 %), weißer Feststoff.
1H-NMR (400 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 7.67 (d, 2 H, J = 8 Hz, Tosyl), 7.25 (d, 2 H, J = 8 Hz,
Tosyl), 4.05 (m, 1 H), 3.77 (dm, 2 H, J = 15 Hz), 3.63 (m, 1 H), 2.94 (dm, 2 H, J = 12 Hz), 2.38 (s,
3 H, CH3Tosyl), 1.57 (t, 2 H, J = 7 Hz), 1.52 - 1.30 (m, 8 H), 0.86 (s, 9 H, tButyl), 0.79 (t, 3 H, J = 7
Hz), 0.07 (s, 3 H, SiMe2) 0.04 (s, 3 H, SiMe2).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 142.7 (Cq, Tosyl), 138.8 (Cq, Tosyl), 129.5 (CH,
Tosyl), 126.9 (CH, Tosyl), 71.7 (CH), 50.9 (CH), 41.0 (CH2), 36.9 (CH2), 30.0 (CH2), 28.5 (CH2),
25.8 (CH3, tButyl), 24.5 (CH2), 21.4 (CH3, CH3Tosyl) 18.4 (Cq, tButyl), 18.0 (CH2), 8.9 (CH3), -1.3
(CH3, SiMe2), -1.4 (CH3, SiMe2).
IR (ATR): 2949 (s), 2929 (s), 2857 (s), 1713 (w), 1598 (w), 1463 (m), 1399 (s), 1256 (m), 1159 (s),
1094 (s), 836 (s), 775 (s), 659 (m).
MS m/z (%): 401 (5) [M-CH3+], 368 (100) [M-tButylCH2+], 238 (38), 155 (9) [Tosyl+].
HRMS: ber. für C21H36O3NSSi [M-CH3+]: 401.2183, gef.: 410.2183.
II Experimenteller Teil
89
Synthese von (2S,8S)-2-(2-tert.-Butyldimethylsilanyloxy-butyl)-piperidin (99).
NH
OTBS
H
54 mg (2.35 mmol) Natrium und 300 mg (2.35 mmol) Naphthalin wurden in 10 ml abs. DME gelöst
und 30 min. bei 40° C gerührt. Die Lösung färbte sich dunkelgrün. Das Reaktionsgemisch wurde
auf –15° C abgekühlt. Dann wurden 100 mg (0.235 mmol) (2S,8S)-2-(2-tert.-
Butyldimethylsilanyloxy-butyl)-N-tosylpiperidin, gelöst in 0.5 ml abs. DME, über 10 min. bei -15°
C zugetropft und die Lösung weitere 30 min. gerührt. Nach Zugabe von 1 ml ges. NaCl-Lösung
wurde das Reaktionsgemisch in 50 ml Essigester aufgenommen und über Na2SO4 getrocknet. Das
Lösungsmittel wurde am Rotationsverdampfer entfernt und das Rohprodukt mit MeOH / MTBE
(1:4), (5% NEt3) an Kieselgel chromatographiert.
Ausbeute: 44 mg (0.162 mmol, 69 %), farbloses Öl.
1H-NMR (400 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 3.72 (m, 1 H), 3.06 (dm, 2 H, J = 12 Hz), 2.65 (m, 1 H),
2.61 (ddd, 1 H, J = 12 Hz, 12 Hz, 3 Hz), 1.76 (dm, 1 H, J = 13 Hz), 1.59 (dm, 1 H, J = 13 Hz), 1.55
- 1.19 (m, 9 H), 0.87 (s, 9 H, tButyl), 0.83 (t, 3 H, J = 7 Hz), 0.06 (s, 3 H, SiMe2), 0.04 (s, 3 H,
SiMe2).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 70.5 (CH), 53.3 (CH), 46.7 (CH2), 43.0 (CH2), 33.2
(CH2), 30.2 (CH2), 26.5 (CH2), 25.9 (CH3, tButyl), 24.7 (CH2), 18.1 (Cq, tButyl), 9.4 (CH3), -1.1
(CH3, SiMe2), -1.4 (CH3, SiMe2).
IR (ATR): 2956 (s), 2929 (s), 2856 (s), 1673 (w), 1463 (m), 1255 (m), 1071 (m), 1046 (m), 836 (s),
774 (m).
MS m/z (%): 271 (6) [M+], 214 (55) [M-tButylCH2+], 140 (7) [M-OTBS+], 84 (100) [C5H10N+].
HRMS: ber. für C15H33ONSi [M+]: 271.2331, gef.: 271.2331.
Synthese von (2S,8S) (+)-8-Ethylnorlobelol (29).
NH
OH
H
28
80 mg (0.295 mmol) 99 wurden in 2 ml TFA gelöst und 8 h bei Raumtemperatur gerührt. Das
Reaktionsgemisch wurde am Rotationsverdampfer eingeengt und in 20 ml CH2Cl2 aufgenommen.
Die organische Phase wurde mit 5 ml 10-%iger KOH und 10 ml ges. NaCl-Lösung gewaschen und
über Na2SO4 getrocknet. Das Lösungsmittel wurde am Rotationsverdampfer entfernt.
Ausbeute: 42 mg (0.268 mmol, 91 %), weißer Feststoff.
II Experimenteller Teil
90
D
20
][α
1H-NMR (400 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 3.78 (m, 1 H), 3.55 (sb, 2 H, NH, OH), 3.03 (dm, 1 H, J =
12 Hz), 2.86 (m, 1 H), 2.54 (ddd, 1 H, J = 12 Hz, 12 Hz, 3 Hz), 1.79 (m, 1 H), 1.61 - 1.30 (m, 9 H),
0.90 (t, 3 H, J = 7 Hz).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 70.3 (CH), 54.7 (CH), 46.8 (CH2), 41.4 (CH2), 31.2
(CH2), 30.5 (CH2), 25.9 (CH2), 24.7 (CH2), 10.1 (CH3).
IR (ATR): 3100 3600 (mb), 2928 (sb), 2873 (m), 2854 (m), 2745 (w), 1728 (w), 1576 (wb), 1452
(mb), 1119 (w), 986 (w).
MS m/z (%): 157 (3) [M+], 128 (7) [M-C2H5+], 84 (100) [C5H10N+].
HRMS: ber. für C9H19ON [M+]: 157.1466, gef.: 157.1463.
= +22.5° (c = 1.2 in EtOH)
Synthese von (2S,8R)-2-(2-tert.-Butyldimethylsilanyloxy-butyl)-piperidin (100).
NH
OTBS
H
230 mg (0.574 mmol) 96 wurden in 15 ml MTBE gelöst. Dann wurden 100 mg Pd/C (10-%ig)
zugegeben und 8 h unter Wasserstoffatmosphäre gerührt. Der Katalysator wurde abfiltriert und das
Lösungsmittel am Rotationsverdampfer entfernt.
Ausbeute: 145 mg (0.535 mmol, 93 %), farbloses Öl.
1H-NMR (400 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 3.77 (m, 1 H), 2.99 (dm, 2 H, J = 12 Hz), 2.57 (ddd, 1 H, J
= 12 Hz, 12 Hz, 3 Hz), 2.52 (m, 1 H), 2.22 (sb,1 H, NH), 1.74 (dm, 1 H, J = 13 Hz), 1.65 (dm, 1 H,
J = 13 Hz), 1.65 - 1.00 (m, 9 H), 0.86 (s, 9 H, tButyl), 0.82 (t, 3 H, J = 7 Hz), 0.02 (s, 6 H, SiMe2).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 71.8 (CH), 55.0 (CH), 47.0 (CH2), 43.3 (CH2), 33.1
(CH2), 30.5 (CH2), 26.2 (CH2), 25.8 (CH3, tButyl), 24.8 (CH2), 18.0 (Cq, tButyl), 9.0 (CH3), -1.1
(CH3, SiMe2), -1.5 (CH3, SiMe2).
IR (ATR): 2956 (s), 2929 (s), 2856 (s), 1736 (w), 1463 (m), 1255 (m), 1121 (m), 1067 (m), 836 (s),
773 (s).
MS m/z (%): 271 (6) [M+], 214 (58) [M-tButylCH2+], 140 (7) [M-OTBS+], 84 (100) [C5H10N+], 73
(18).
HRMS: ber. für C15H33ONSi [M+]: 271.2331, gef.: 271.2337.
II Experimenteller Teil
91
D
20
][α
Synthese von (2S,8R) (-)-8-Ethylnorlobelol (29c).
NH
OH
H
28
Die Synthese der Verbindung erfolgte aus 58 mg (0.214 mmol) 100 unter den gleichen
Bedingungen wie bei der Darstellung von 29.
Ausbeute: 32 mg (0.203 mmol, 95 %), weißer Feststoff.
1H-NMR (400 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 3.79 (m, 1 H), 3.48 (sb, 2 H, NH, OH), 3.01 (dm, 1 H, J =
14 Hz), 2.69 (tt, 1 H, J = 11 Hz, 2 Hz), 2.56 (ddd, 1 H, J = 14 Hz, 13 Hz, 3 Hz), 1.79 (dm, 1 H, J =
13 Hz), 1.66 - 1.00 (m, 9 H), 0.89 (t, 3 H, J = 7 Hz).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 74.3 (CH), 58.2 (CH), 45.9 (CH2), 41.8 (CH2), 34.3
(CH2), 30.8 (CH2), 27.2 (CH2), 24.4 (CH2), 9.8 (CH3).
IR (ATR): 3100 3600 (mb), 2928 (sb), 2873 (m), 2854 (m), 2745 (w), 1728 (w), 1576 (wb), 1452
(mb), 1119 (w), 986 (w).
MS m/z (%): 157 (3) [M+], 128 (9) [M-C2H5+], 84 (100) [C5H10N+].
HRMS: ber. für C9H19ON [M+]: 157.1466, gef.: 157.1463.
= +11.0° (c = 2.2 in EtOH)
Experimenteller Teil zu Kapitel 9. 2.
Synthese von (2S,8S)-2-(2-tert.-Butyldimethylsilanyloxy-but-3-enyl)-N-tosyl-1,2,5,6-
tetrahydropyridin (106).
H
OTBS
N
Ts
Die Synthese der Verbindung erfolgte aus 250 mg (0.591 mmol) 93 unter den gleichen
Bedingungen wie bei der Darstellung von 98.
Ausbeute: 240 mg (0.567 mmol, 96 %), farbloses Öl.
1H-NMR (400 MHz, CDCl3) δ = 7.68 (d, 2 H, J = 8 Hz, Tosyl), 7.23 (d, 2 H, J = 8 Hz, Tosyl), 5.80
(ddd, 1 H, J = 18 Hz, 10 Hz, 7 Hz, Olefin), 5.62 (m, 1 H, Olefin), 5.53 (m, 1 H, Olefin), 5.18 (d, 1
H, J = 18 Hz, Olefin), 5.05 (d, J = 10 Hz, 1 H, Olefin), 4.50 (m, 1 H), 4.31 (dt, 1 H, J = 7 Hz, 7 Hz),
3.87 (dd, 1 H, J = 15 Hz, 6 Hz), 2.40 (s, 3 H, CH3Tosyl), 1.85 - 1.65 (m, 4 H), 0.92 (s, 9 H, tButyl),
0.14 (s, 3 H, SiMe2), 0.02 (s, 3 H, SiMe2).
II Experimenteller Teil
92
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3) δ = 142.9 (Cq, Tosyl), 141.5 (CH, Olefin), 138.6 (Cq, Tosyl),
129.4 (CH, Tosyl), 128.6 (CH, Olefin), 126.9 (CH, Tosyl), 124.3 (CH, Olefin), 114.5 (CH2, Olefin),
71.7 (CH), 50.9 (CH), 44.0 (CH2), 38.2 (CH2), 25.9 (CH3, tButyl), 22.8 (CH2), 21.4 (CH3,
CH3Tosyl), 18.1 (Cq, tButyl), -1.0 (CH3, SiMe2), -1.8 (CH3, SiMe2).
IR (ATR): 3078 (w), 3033 (w), 2954 (m), 2928 (m), 2856 (m), 1644 (w), 1598 (w), 1494 (w), 1472
(w), 1345 (s), 1251 (m), 1160 (s), 1097 (s), 948 (s), 837 (m), 778 (m), 710 (m), 691 (m).
MS m/z (%): 406 (5) [M+-CH3], 364 (100) [M+-tButyl], 236 (50) [C5H7NTosyl+], 155 (10) [Tosyl+],
91 (20) [C7H7+].
HRMS ber. für C21H32O3NSSi [M+-CH3]: 406.1872, gef. 408.1872.
Synthese von (2S,8S)-2-(2-tert.-Butyldimethylsilanyloxy-5-trimethylsilanyl-pent-3-enyl)-N-
tosyl-1,2,5,6-tetrahydropyridin (108).
HCH2SiMe3
OTBS
N
Ts
90 mg (0.214 mmol) 106 und 37 mg (0.321 mmol) Allyltrimethylsilan wurden in 1.5 ml abs.
CH2Cl2 gelöst. 8 mg (0.011 mmol) [Mo] wurden zugegeben und die Lösung 12 h refluxiert.
Zusätzlich wurden 37 mg (0.321 mmol) Allyltrimethylsilan und 8 mg (0.011 mmol) [Mo]
zugegeben und die Lösung weitere 12 h refluxiert. Das Gemisch wurde im Vakuum eingeengt und
mit MTBE / Hexan (2:8), (Rf 0.6, MTBE / Hexan (2:8)) an Kieselgel chromatographiert.
Ausbeute: 63 mg (0.124 mmol, 58 %), farbloses Öl. Das E/Z-Isomerenverhältnis betrug 1.5:1.
1H-NMR (400 MHz, CDCl3) δ = 7.67(d, 2 H, J = 8 Hz, Tosyl), 7.22 (d, 2 H, J = 8 Hz, Tosyl), 5.56
(m, 3 H, Olefin), 5.25 (dd, 1 H, J = 15 Hz, 8 Hz, Olefin), 4.37 (m, 1 H), 3.23 (dt, 1 H, J = 7 Hz, 7
Hz), 3.87 (dd, 1 H, J = 15 Hz, 6 Hz), 3.11 (ddd, 1 H, J = 15 Hz, 12 Hz, 5 Hz), 2.39 (s, 3 H,
CH3Tosyl), 1.9 - 1.60 (m, 4 H), 1.45 (d, 2 H, J = 8 Hz, CH2Si-Z), 1.27 (d, 2 H, J = 8 Hz, CH2Si-E),
0.89 (s, 9 H, tButyl), 0.11 (s, 3 H, SiMe2), 0.04 (s, 3 H, SiMe2), 0.01 (s, 6 H, SiMe3).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3) δ = 142.8 (Cq, Tosyl), 138.6 (Cq, Tosyl), 131.9 (CH, Olefin),
129.4 (CH, Tosyl), 128.6 (CH-E), 127.8 (CH-Z), 126.9 (CH, Tosyl), 124.2 (CH-E), 122.7 (CH-Z),
71.7 (CH), 51.0 (CH), 44.7 (CH2), 38.4 (CH2), 26.0 (CH3, tButyl), 23.0 (CH2, CH2Si-Z), 22.5 (CH2,
CH2Si-E), 21.4 (CH3, CH3Tosyl), 18.1 (Cq, tButyl), -1.8 (CH3, SiMe2), -3.9 (CH3, SiMe2) -4.7
(CH3, SiMe3).
IR (ATR): 3030 (w), 2954 (m), 2928 (m), 2856 (m), 1657 (w), 1599 (w), 1495 (w), 1472 (w), 1346
(s), 1331 (m), 1248 (m), 1161 (s), 1094 (m), 966 (s), 852 (s), 837 (s), 777 (m), 689 (m).
MS m/z (%): 492 (10) [M+-CH3], 450 (75) [M+-tButyl], 352 (18) [M+-Tosyl], 271 (17), 236 (100),
197 (65) [C2H4NTosyl+], 91 (20) [C7H7+], 73 (30).
II Experimenteller Teil
93
HRMS ber. für C25H42O3NSSi2 [M+-CH3]: 492.2423, gef. 492.2431.
Experimenteller Teil zu Kapitel 9. 3.
Synthese von 2-Cyclohexyl-6,6-dimethyl-1-oxa-6-sila-cyclohex-3-en (109).
OSi
310 mg (1.3 mmol) Allyldimethylsilanyl-(1-cyclohexyl)-prop-2-enyl-ether wurden in 10 ml abs.
CH2Cl2 gelöst, 53 mg (0.064 mmol) [Ru] zugegeben und das Reaktionsgemisch bei
Raumtemperatur 12 h gerührt. Das Gemisch wurde im Vakuum eingeengt.
Ausbeute (roh): 320 mg (1.5 mmol, 117 %), braunes Öl.
1H-NMR (400 MHz, CDCl3) δ = 5.81 (m, 1 H, H3), 5.46 (dm, 1 H, J = 8 Hz, H4), 4.19 (m, 1 H,
H2), 2.10 – 0.90 (m, 13 H, H5, Cyclohexyl), 0.61 (s, 3 H, SiMe2), 0.22 (s, 3 H, SiMe2).
1H-NMR Versuch: 4-Cyclohexyl-1,3-butadien (110).
Zu einer 0.05 M Lösung von 109 in CDCl3 wurde im NMR-Röhrchen 1 Tropfen TFA gegeben.
1H-NMR (400 MHz, CDCl3) δ = 6.31 (ddd, 1 H, J = 17 Hz, 11 Hz, 11 Hz, H2), 6.03 (dd, 1 H, J =
16 Hz, 11 Hz, H3), 5.56 (ddt, 1 H, J = 16 Hz, 7 Hz, H4), 5.12 (d, 1 H, J = 17 Hz, H1), 4.94 (d, 1 H,
J = 14 Hz, H1), 2.10 – 0.90 (m, 11 H, Cyclohexyl).
1H-NMR Versuch: 4-Cyclohexyl-3,4-epoxy-but-1-en (111).
O
Zu einer 0.05 M Lösung von 109 in CDCl3 wurde im NMR-Röhrchen eine Spatelspitze NBS
gegeben.
Das Diastereomerenverhältnis betrug 1:3.
1H-NMR (400 MHz, CDCl3) δ = 6.10 (ddd, 1 H, J = 17 Hz, 10 Hz, 10 Hz, H2), 5.27 (d, 1 H, J = 17
Hz, H1), 5.12 (d, 1 H, J = 10 Hz, H1), 4.69 (dd, 1 H, J = 10 Hz, 5 Hz, H3), 3.47 (dd, 1 H, J = 7 Hz,
5 Hz, H4), 2.10 – 0.90 (m, 11 H, Cyclohexyl).
II Experimenteller Teil
94
1H-NMR Versuch: 1-Cyclohexyl-but-3-enol (112).
O
H
Zu einer 0.05 M Lösung von 109 in CDCl3 wurde im NMR-Röhrchen 1 Tropfen abs. TBAF-
Lösung (1 M in THF) gegeben.
1H-NMR (400 MHz, CDCl3) δ = 5.83 (ddd, 1 H, J = 17 Hz, 12 Hz, 7 Hz, H3), 5.14 (d, 1 H, J = 17
Hz, H4), 5.13 (d, 1 H, J = 12 Hz, H4), 3.37 (m, 1 H, H1), 2.10 – 0.90 (m, 15 H).
Synthese von (1R,4S)-4-Allyldimethylsilanyloxy-cyclopent-2-enylacetat.
O
A
c
O
Si
Zu einer Lösung von 550 mg (3.87 mmol) 86 und 1.17 g NEt3 (11.6 mmol) in 20 ml abs. CH2Cl2
wurden 1.3 g (9.68 mmol) Allyldimethylchlorsilan über 10 min. zugegeben und bei
Raumtemperatur 3 h gerührt. Dann wurden 20 ml Hexan zugegeben und ein weißer Niederschlag
fiel aus. Die Suspension wurde schnell über Kieselgel filtriert und das Lösungsmittel am
Rotationsverdampfer entfernt.
Ausbeute: 905 mg (3.97 mmol, 97 %), farbloses Öl.
1H-NMR (400 MHz, CDCl3) δ = 5.96 (m, 1 H, Olefin), 5.89 (m, 1 H, Olefin), 5.87 (ddt, 1 H, J = 16
Hz, 10 Hz, 7 Hz, Olefin), 5.44 (mbr, 1 H), 4.88 (d, 1 H, J = 16 Hz, Olefin), 4.85 (d, 1 H, J = 10 Hz,
Olefin), 4.70 (mbr, 1 H), 2.78 (ddd, 1 H, J = 14 Hz, 7 Hz, 7 Hz), 2.02 (s, 3 H), 1.62 (d, 2 H, J = 7
Hz), 1.59 (m, 1 H), 0.13 (s, 6 H, SiMe2).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3) δ = 170.8 (Cq), 138.4 (CH), 133.7 (CH), 131.5 (CH), 113.8
(CH2), 76.8 (CH), 74.6 (CH), 40.8 (CH2), 24.6 (CH2), 21.0 (CH3), -2.0 (CH3, SiMe2).
IR (ATR): 3077 (w), 2958 (w), 2882 (w), 1737 (s), 1631 (w), 1368 (s), 1239 (sbr), 1102 (s), 1047
(m), 1021 (m), 904 (m), 838 (m).
MS m/z (%): 117 (100) [C6H17OSi+], 75 (45) [C2H10OSi+].
HRMS ber. für C9H15O3Si [M+-C2H5]: 199.0790, gef. 199.0794.
II Experimenteller Teil
95
Synthese von (1R,4S)-4-Allyldimethylsilanyloxy-cyclopent-2-enol.
O
H
O
Si
600 mg (2.5 mmol) (1R,4S)-4-Allyldimethylsilanyloxy-cyclopent-2-enylacetat wurden in 30 ml abs.
THF gelöst und 5 ml (1.5 M in Toluol) DiBAH wurden zugegeben. Nach 30 min. Rühren wurden
erst 2 ml ges. Na2SO4-Lösung und dann MgSO4 zugegeben. Die Suspension wurde über Kieselgel
filtriert und das Lösungsmittel am Rotationsverdampfer entfernt.
Ausbeute: 362 mg (1.83 mmol, 73 %), farbloses Öl (flüchtig).
1H-NMR (400 MHz, CDCl3) δ = 5.94 (m, 1 H, Olefin), 5.85 (m, 1 H, Olefin), 5.78 (ddt, 1 H, J = 16
Hz, 10 Hz, 8 Hz, Olefin), 4.87 (d, 1 H, J = 16 Hz, Olefin), 4.86 (d, 1 H, J = 10 Hz, Olefin), 4.64
(mbr, 1 H), 4.56 (mbr, 1 H), 2.68 (ddd, 1 H, J = 16 Hz, 7 Hz, 7 Hz), 2.36 (s, OH), 1.63 (d, J = 8 Hz,
2 H), 1.50 (ddd, 1 H, J = 16 Hz, 4 Hz, 4 Hz), 0.13 (s, 6 H, SiMe2).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3) δ = 136.3 (CH), 136.0 (CH), 133.7 (CH), 113.9 (CH2), 75.0 (CH),
74.9 (CH), 44.3 (CH2), 24.7 (CH2), -2.0 (CH3, SiMe2).
IR (ATR): 3700 - 3200 (br, OH), 3077 (w), 3061 (w), 2971 (m), 2959 (m), 2879 (wbr), 1631 (m),
1391 (m), 1253 (s), 1127, 1070 (s), 1021 (sbr), 905 (m), 836 (m).
MS m/z (%): 157 (19) [M+-C3H5], 75 (100) [C2H10OSi+].
HRMS ber. für C10H17O2Si [M+-H]: 197.0998, gef. 197.0992.
Synthese von (1S,4S)-1-(4-Allyldimethylsilanyloxy-cyclopent-2-enyl)-1-but-3-enyl-N-tosylamin
(113).
O
N
Ts
Si
Die Synthese der Verbindung erfolgte aus 350 mg (1.77 mmol) (1R,4S)-4-Allyldimethylsilanyloxy-
cyclopent-2-enol unter den gleichen Bedingungen wie bei der Darstellung von 89.
Ausbeute: 615 mg (1.52 mmol, 96 %), farbloses Öl.
1H-NMR (400 MHz, CDCl3) δ = 7.69 (d, 2 H, J = 8 Hz, Tosyl), 7.28 (d, 2 H, J = 8 Hz, Tosyl), 5.84
(m, 1 H), 5.70 (m, 2 H), 5.57 (m, 1 H), 5.18 (m, 1 H), 5.02 (d, 1 H, J = 17 Hz), 5.01 (d, 1 H, J = 10
Hz), 4.85 (d, 1 H, J = 17 Hz), 4.83 (d, 1 H, J = 10 Hz), 2.98 (ddd, 1 H, J = 14 Hz, 10 Hz, 6 Hz), 2.69
(ddd, 1 H, J = 14 Hz, 10 Hz, 6 Hz), 2.41 (s, 3 H, CH3Tosyl), 2.35 (mbr, 2 H), 1.83 (ddd, 1 H, J = 14
II Experimenteller Teil
96
Hz, 7 Hz, 3 Hz), 1.66 (ddd, 1 H, J = 14 Hz, 7 Hz, 4 Hz), 1.57 (d, 2 H, J = 8 Hz), 0.03 (s, 6 H,
SiMe2).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3) δ = 143.2 (Cq, Tosyl), 137.7 (CH), 137.1 (Cq, Tosyl), 136.0 (CH),
133.6 (CH), 129.6 (CH, Tosyl), 127.2 (CH, Tosyl), 116.7 (CH2), 113.8 (CH2), 75.9 (CH), 63.6
(CH), 43.5 (CH2), 38.1 (CH2), 36.1 (CH2), 26.9 (CH), 24.6 (CH2), 21.4 (CH3, CH3Tosyl), -2.0
(CH3, SiMe2), -2.1 (CH3, SiMe2).
IR (ATR): 3076 (w), 2956 (m), 2874 (wbr), 1641 (s), 1630 (m), 1599 (m), 1451 (w), 1370 (m),
1344 (sbr), 1253 (s), 1160 (s), 1091 (s), 1072 (s), 1039 (s), 906 (m), 836 (m), 815 (m).
MS m/z (%): 405 (5) [M+], 364 (80) [M+-C3H5], 282 (85), 274 (50), 218 (35), 189 (62), 181 (68),
134 (42), 120 (37), 99 (20), 250 (25) [M+-Tosyl], 155 (40) [Tosyl+], 91 (100) [C7H7+], 75 (45)
[C2H10OSi+].
HRMS ber. für C21H31O3NSSi [M+]: 405.1794, gef. 405.1796.
Synthese von (2S,8R)-1-(N-Tosyl-1,2,5,6-tetrahydropyridin-2-yl)-pent-4-en-2-ol (13) und (2S)-
2-Penta-2,4-dienyl-N-tosyl-1,2,5,6-tetrahydropyridin (115).
NH
OTBS
s
280 mg (0.691 mmol) 113 und 29 mg (0.035 mmol) [Ru] wurden in 1.5 ml abs. CH2Cl2 gelöst und
5 h bei Raumtemperatur gerührt. Die Lösung wurde auf -78° C abgekühlt und 2.1 ml (1 M in THF)
wasserfreie TBAF-Lösung zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde über 15 min. langsam auf
Raumtemperatur erwärmt. Das Gemisch wurde im Vakuum eingeengt und mit MTBE / Hexan
(1:9), (Rf 0.3, MTBE / Hexan (1:1)) an Kieselgel chromatographiert.
Ausbeute: 172 mg (0.536 mmol, 78 %) 115 (farbloses Öl), 21 mg (0.069 mmol, 10 %) 116
(farbloses Öl).
1H-NMR (400 MHz, CDCl3) δ = 7.68 (d, 2 H, J = 8 Hz, Tosyl), 7.23 (d, 2 H, J = 8 Hz, Tosyl), 5.88
(ddt, 1 H, J = 17 Hz, 10 Hz, 7 Hz, Olefin), 5.51 (s, 2 H, Olefin), 5.09 (dbr, 1 H, J = 17 Hz, Olefin),
5.05 (dbr, 1 H, J = 10 Hz, Olefin), 4.50 (dd, 1 H, J = 12 Hz, 3 Hz), 3.98 (m, 1 H), 3.89 (ddd, 1 H, J
= 15 Hz, 4 Hz, 4 Hz), 3.52 (sbr, OH), 3.08 (ddd, 1 H, J = 15 Hz, 7 Hz, 7 Hz), 2.39 (s, 3 H,
CH3Tosyl), 2.26 (m, 2 H), 1.70 - 1.55 (m, 4 H).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3) δ = 143.4 (Cq, Tosyl), 137.9 (Cq, Tosyl), 135.2 (CH, Olefin),
129.6 (CH, Tosyl), 128.0 (CH, Olefin), 126.9 (CH, Tosyl), 124.7 (CH, Olefin), 116.9 (CH2, Olefin),
66.2 (CH), 66.1 (CH), 63.1 (CH), 50.7 (CH), 50.6 (CH), 41.1 (CH2), 40.9 (CH2), 38.0 (CH2), 22.2
(CH2), 22.1 (CH2), 21.5 (CH3, CH3Tosyl).
II Experimenteller Teil
97
IR (ATR): 3700 - 3200 (br, OH), 3071 (w), 3031 (w), 2976 (w), 2928 (wbr), 2849 (w), 1640 (w),
1598 (w), 1494 (w), 1380 (m), 1341 (s), 1326 (s), 1156 (s), 1099 (s), 917 (s), 712 (m), 691 (m).
MS m/z (%): 236 (50) [C5H7NTosyl+], 155 (40) [Tosyl+], 91 (100) [C7H7+].
HRMS ber. für C17H23O3NS [M+]: 321.1399, gef. 321.1389.
Ber. für C17H23O3NS: C: 63.52 %, H: 7.21 %, N: 4.36 %; gef. C: 62.98 %, H: 7.31 %. N: 4.33 %.
(2S)-2-Penta-2,4-dienyl-N-tosyl-1,2,5,6-tetrahydropyridin (116).
NH
s
1H-NMR (400 MHz, CDCl3) δ = 7.69 (d, 2 H, J = 8 Hz, Tosyl), 7.29 (d, 2 H, J = 8 Hz, Tosyl), 6.27
(ddd, 1 H, J = 17 Hz, 10 Hz, 10 Hz, Olefin), 6.03 (dd, 1 H, J = 15 Hz, 10 Hz, Olefin), 5.65 (m, 3 H,
Olefin), 5.09 (d, J = 17 Hz, 1 H, Olefin), 5.00 (d, 1 H, J = 10 Hz, Olefin), 4.35 (m, 1 H), 3.82 (dd, 1
H, J = 15 Hz, 7 Hz), 3.11 (ddd, 1 H, J = 17 Hz, 13 Hz, 5 Hz), 2.40 (s, 3 H, CH3Tosyl), 1.90 (m, 1
H), 1.77 (ddd, 1 H, J = 19 Hz, 5 Hz, 5 Hz).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3) δ = 143.0 (Cq, Tosyl), 138.4 (Cq, Tosyl), 136.8 (CH, Olefin),
133.7 (CH, Olefin), 129.7 (CH, Tosyl), 129.5 (CH, Olefin), 128.5 (CH, Olefin), 126.9 (CH, Tosyl),
152.4 (CH, Olefin), 115.9 (CH2, Olefin), 53.3 (CH), 38.6 (CH2), 23.2 (CH2), 21.4 (CH3, CH3Tosyl).
IR (ATR): 3518 (wbr), 3083 (w), 3064 (w), 3034 (w), 2927 (w), 2854 (w), 1923 (w), 1806 (w),
1727(w), 1690 (w), 1653(w), 1598 (w), 1495 (w), 1455(w), 1433 (w), 1378 (m), 1342 (s), 1330 (s),
1159 (s), 1097 (s), 1005 (m), 953 (s), 815 (m), 713 (m), 688 (m).
MS m/z (%): 303 (15) [M+], 236 (50) [C5H7NTosyl+], 155 (38) [Tosyl+], 148 (86) [M+-Tosyl], 132
(38), 121(23), 105 (18), 91 (100) [C7H7+].
HRMS ber. für C17H21O2NS [M+]: 303.1293, gef. 303.1296.
Synthese von (2R,8R)-1-(N-Tosyl-piperidin-2-yl)-pentan-2-ol.
NH
OH
s
30 mg Pd/C (10 %) wurden zu einer Lösung von 170 mg (0.53 mmol) 115 in 20 ml MTBE unter
Wasserstoffatmosphäre gegeben und 8 h gerührt. Der Katalysator wurde abfiltriert und das Gemisch
im Vakuum eingeengt.
Ausbeute: 170 mg (0.523 mmol, 99 %), weißer Feststoff.
1H-NMR (400 MHz, CDCl3) δ = 7.72 (d, 2 H, J = 8 Hz, Tosyl), 7.27 (d, 2 H, J = 8 Hz, Tosyl), 4.20
(m, 1 H), 3.88 (ddd, 1 H, J = 15 Hz, 4 Hz, 4 Hz), 3.74 (m, 1 H), 3.42 (sbr, 1 H, OH), 2.97 (ddd, 1 H,
II Experimenteller Teil
98
D
20
][α
J = 15 Hz, 14 Hz, 3 Hz), 2.39 (s, 3 H, CH3Tosyl), 1.98 (ddd, 1 H, J = 15 Hz, 14 Hz, 2 Hz), 1.55 -
0.95 (m, 11 H), 0.90 (t, 3 H, J = 7 Hz).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3) δ = 143.0 (Cq, Tosyl), 137.6 (Cq, Tosyl), 129.7 (CH, Tosyl),
126.6 (CH, Tosyl), 66.7 (CH), 49.4 (CH), 40.7 (CH2), 39.0 (CH2), 37.5 (CH2), 27.7 (CH2), 23.8
(CH2), 21.4 (CH3, CH3Tosyl), 19.1 (CH2), 18.6 (CH2), 14.1 (CH3).
IR (ATR): 3700 - 3200 (br, OH), 2936 (s), 2870 (m), 2746 (w), 1598 (w), 1495 (w), 1330 (s), 1304
(m), 1155 (s), 1143 (s), 931 (s), 815 (m), 714 (m), 698 (m).
MS m/z (%): 236 (50) [C5H9NTosyl+], 207 (50), 170 (16) [M+-Tosyl], 155 (38) [Tosyl+], 91 (100)
[C7H7+].
HRMS ber. für C17H27O3NS [M+]: 325.1712, gef. 325.1717.
Ber. für C17H27O3NS: C: 62.74 %, H: 8.36 %, N: 4.30 %. gef. C: 62.54 %, H: 8.32 %, N: 4.43 %.
Synthese von (-) Halosalin (30).
H
OH
N
H
100 mg (0.31 mmol) (2R,8R)-1-(N-Tosyl-piperidin-2-yl)-pentan-2-ol und 425 mg (1.86 mmol)
K2HPO4.3H2O wurden in 7 ml abs. Methanol gelöst. 5.87 g Na/Hg (frisch hergestellt aus 170 mg
Na und 5.7 g Hg) wurden zugegeben und das Reaktionsgemisch 12 h refluxiert. 25 ml H2O wurden
zugegeben und die wäßrige Phase zweimal mit je 30 ml CH2Cl2 extrahiert. Die vereinigten
organischen Phasen wurden über MgSO4 getrocknet und das Lösungsmittel am
Rotationsverdampfer entfernt. Das Gemisch wurde im Vakuum eingeengt und mit Methanol /
CH2Cl2, (1:3), 5 % NH3-H2O (Rf 0.35) an Kieselgel chromatographiert.
Ausbeute: 42 mg (0.246 mmol, 82 %), weißer Feststoff.
1H-NMR (400 MHz, CDCl3) δ = 3.88 (m, 1 H), 3.45 (NH, OH), 3.05 (dd, J = 12 Hz, 3 Hz, 1 H),
2.88 (m, 1 H), 2.56 (ddt, 1 H, J = 14 Hz, 12 Hz, 3 Hz), 1.98 (m, 1 H), 1.65 - 1.25 (m, 11 H), 0.91 (t,
3 H, J = 7 Hz).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3) δ = 68.6 (CH), 54.8 (CH), 46.8 (CH2), 41.8 (CH2), 31.2 (CH2),
25.8 (CH2), 24.6 (CH2), 19.0 (CH2), 14.1 (CH3).
IR (ATR): 3700 - 3200 (br, OH), 2954 (s), 2929 (s), 2856 (m), 1568 (w), 1452 (m), 1330 (m), 1070
(m), 1053 (m), 1027 (m), 935 (w), 886 (m), 780 (m), 742 (m).
MS m/z (%): 171 (5) [M+], 128 (16) [C7H14NO+], 84 (100) [C5H6N+], 56 (37).
HRMS ber. für C10H21ON [M+]: 171.1623, gef. 171.1642.
Ber. für C10H21ON: C: 70.12 %, H: 12.36 %, N: 8.18 %; gef: C: 68.22 %, H: 12.10 %, N: 7.74 %.
= -19.8° (c = 0.6, in 95% EtOH).
II Experimenteller Teil
99
Experimenteller Teil zu Kapitel 10. 2.
Synthese von rac. Prop-2-en-sulfonsäuremethyl-(1-trityloxymethyl-prop-2-enyl)-amid (121).
NS
O
r
OO
12345
6
789
10
175 mg (0.512 mmol) 120 und 3.5 ml Pyridin wurden in 30 ml abs. CH2Cl2 unter
Stickstoffatmosphäre gelöst. Die Lösung wurde auf –15° C abgekühlt und 250 mg (1.78 mmol)
Allylsulfonylchlorid, gelöst in 3 ml abs. CH2Cl2, über 5 min. zugegeben. Nach weiteren 5 min.
Rühren wurde das Reaktionsgemisch in 70 ml ges. NaHCO3-Lösung gegeben und mit 150 ml
MTBE versetzt. Die organische Phase wurde mit 20 ml ges. NH4Cl-Lösung gewaschen und mit
MgSO4 getrocknet. Das Reaktionsgemisch wurde am Rotationsverdampfer eingeengt und mit
MTBE / Hexan (2:8) an Kieselgel chromatographiert.
Ausbeute: 167 mg (0.43 mmol, 73 %), gelbes Öl.
1H-NMR (400 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 7.5 – 7.2 (m, 15 H, Trityl), 5.89 (tdd, 1 H, J = 17 Hz, 11
Hz, 7 Hz, H4), 5.78 (ddd, 1 H, J = 17 Hz, 11 Hz, 7 Hz, H8), 5.35 – 5.20 (m, 4 H, H5, H9), 4.65 (m,
1 H, H6), 3.78 (dd, 1 H, J = 15 Hz, 7 Hz, H3), 3.70 (dd, 1 H, J = 15 Hz, 7 Hz, H3), 3.34 (dd, 1 H, J
= 10 Hz, 5 Hz, H7), 3.21 (dd, 1 H, J = 10 Hz, 8 Hz, H7), 2.67 (s, 3 H, H10).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 143.4 (Cq, Trityl), 133.1 (CH, C4), 128.6 (CH, Trityl),
127.9 (CH, Trityl) 127.1 (CH, Trityl), 125.9 (CH, C8), 123.2 (CH2, C5), 118.6 (CH2, C9), 87.2 (Cq,
Trityl), 63.2 (CH2, C3), 58.9 (CH, C6), 56.6 (CH2, C7), 29.9 (CH3, C10).
IR (ATR): 3085 (w), 3058 (w), 3032 (w), 2925 (w), 2874 (w), 1725 (w), 1640 (w), 1490 (m), 1449
(s), 1334 (sbr), 1136 (s), 1077 (m), 766 (m), 707 (s), 699 (s).
MS m/z (%): 355 (8) [M-C6H5+], 243 (100) [Trityl+], 165 (27) [C13H9+].
Synthese von rac. Pent-4-enylsulfonsäuremethyl-(1-trityloxymethyl-prop-2-enyl)-amid (122).
S
N
OTr
OO
500 mg (1.46 mmol) 120 und 5 ml Pyridin wurden in 30 ml abs. CH2Cl2 unter Stickstoffatmosphäre
gelöst. Die Lösung wurde auf –15° C abgekühlt und 750 mg (4.37 mmol) 4-
Pentenylsulfonylchlorid, gelöst in 5 ml abs. CH2Cl2, über 5 min. zugegeben. Nach weiteren 5 min.
Rühren wurde das Reaktionsgemisch in 100 ml ges. NaHCO3-Lösung gegeben und mit 150 ml
II Experimenteller Teil
100
MTBE versetzt. Die organische Phase wurde mit 20 ml ges. NH4Cl-Lösung gewaschen und mit
MgSO4 getrocknet. Das Reaktionsgemisch wurde am Rotationsverdampfer eingeengt und mit
MTBE / Hexan (2:8) an Kieselgel chromatographiert.
Ausbeute: 425 mg (0.891 mmol, 61 %), gelbes Öl.
1H-NMR (400 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 7.5 – 7.2 (m, 15 H, Trityl), 5.70 (m, 2 H, Olefin), 5.24 (dt,
1 H, J = 8 Hz, 2 Hz, Olefin), 5.20 (dt, 1 H, J = 17 Hz, 2 Hz, Olefin), 4.95 (m, 2 H, Olefin), 4.67 (m,
1 H), 3.35 (dd, 1 H, J = 10 Hz, 5 Hz), 3.17 (dd, 1 H, J = 11 Hz, 8 Hz), 3.04 (ddd, 1 H, J = 17 Hz, 10
Hz, 5 Hz), 2.94 (ddd, 1 H, J = 17 Hz, 10 Hz, 5 Hz), 2.60 (s, 3 H, NMe), 2.05 (m, 2 H), 1.89 (m, 2
H).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 143.5 (Cq, Trityl), 136.7 (CH, Olefin), 133.2 (CH,
Olefin), 128.6 (CH, Trityl), 127.9 (CH, Trityl), 127.2 (CH, Trityl), 118.5 (CH2, Olefin), 116.0 (CH2,
Olefin), 87.3 (Cq, Trityl), 63.0 (CH2), 58.8 (CH), 51.3 (CH2), 32.1 (CH2), 29.9 (CH3, NMe), 22.5
(CH2).
IR (ATR): 3084 (w), 3060 (w), 3023 (w), 2943 (w), 2878 (w), 1641 (w), 1596 (w), 1491 (m), 1449
(s), 1332 (sbr), 1221 (m), 1137 (s), 1076 (m), 916 (s), 765 (s), 707 (s), 699 (s).
MS m/z (%): 407 (3) [M+-C5H8], 243 (56) [Trityl+], 228 (20), 202 (17), 165 (100) [C13H9+], 69 (15)
[C5H9+].
HRMS: ber. für C24H25NO3S [M+-C5H8]: 407.1555, gef.: 407.1559.
Synthese von rac. 2-Methyl-3-trityloxymethyl-3,6-dihydro-[1,2]-thiazin-1,1-dioxid (123).
S
N
OTr
O O
300 mg (0.671 mmol) 121 wurden in 35 ml abs. CH2Cl2 gelöst. Dann wurden 28 mg [Ru] (0.034
mmol) zugegeben und das Reaktionsgemisch 12 h refluxiert. Das Gemisch wurde im Vakuum
eingeengt und mit MTBE / Hexan (1:1) an Kieselgel chromatographiert.
Ausbeute: 240 mg (0.572 mmol, 85 %), weißer Feststoff.
1H-NMR (400 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 7.5 – 7.2 (m, 15 H, Trityl), 5.82 (dm, 1 H, J = 10 Hz,
Olefin), 5.74 (dm, 1 H, J = 10 Hz, Olefin), 4.02 (m, 1 H), 3.57 (m, 2 H), 3.54 (dd, 1 H, J = 10 Hz, 7
Hz), 3.44 (dd, 1 H, J = 10 Hz, 7 Hz), 2.73 (s, 3 H. NMe).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 143.6 (Cq, Trityl), 128.6 (CH, Trityl), 127.9 (CH,
Trityl), 127.2 (CH, Trityl), 126.3 (CH, Olefin), 119.4 (CH, Olefin), 87.1 (Cq, Trityl), 64.0 (CH2),
63.6 (CH), 44.7 (CH2), 34.6 (CH3, NMe).
II Experimenteller Teil
101
IR (ATR): 3085 (w), 3056 (w), 3032 (w), 2928 (w), 2882 (w), 1717 (w), 1596 (w), 1490 (m), 1449
(s), 1350 (s), 1337 (s), 1136 (s), 1073 (m), 764 (m), 749 (s), 707 (s), 699 (s).
MS m/z (%): 243 (100) [Trityl+], 165 (27) [C13H9+].
HRMS: ber. für C25H25NO3S [M+]: 419.1555, gef.: 419.1550.
Synthese von rac. 2-Methyl-3-trityloxymethyl-3,6,7,8-tetrahydro-[1,2]-thiazocin-1,1-dioxid
(124).
S
N
OTr
O O
60 mg (0.126 mmol) 122 wurden in 20 ml abs. CH2Cl2 gelöst. Dann wurden 5 mg [Ru] (0.006
mmol) zugegeben und das Reaktionsgemisch 40 h refluxiert. Das Gemisch wurde im Vakuum
eingeengt und mit MTBE / Hexan (1:1) an Kieselgel chromatographiert.
Ausbeute: 51 mg (0.114 mmol, 91 %), bräunliches Öl.
1H-NMR (400 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 7.5 – 7.2 (m, 15 H, Trityl), 5.92 (m, 1 H, Olefin), 5.80 (dd,
1 H, J = 11 Hz, 9 Hz, Olefin), 4.73 (m, 1 H), 3.36 (dd, 1 H, J = 10 Hz, 7 Hz), 3.23 (dd, 1 H, J = 10
Hz, 5 Hz), 3.04 (m, 2 H), 2.84 (m, 1 H), 2.66 (s, 3 H, NMe), 2.13 (m, 2 H), 2.70 (m, 1 H).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 143.6 (Cq, Trityl), 133.3 (CH, Olefin), 129.2 (CH,
Olefin), 128.6 (CH, Trityl), 127.8 (CH, Trityl), 127.0 (CH, Trityl), 86.7 (Cq, Trityl), 63.8 (CH2),
52.0 (CH), 46.4 (CH2), 30.0 (CH3, NMe), 24.3 (CH2), 22.0 (CH2).
IR (ATR): 3085 (w), 3057 (w), 3022 (w), 2924 (w), 2879 (w), 1712 (w), 1596 (w), 1490 (m), 1449
(s), 1339 (s), 1323 (s), 1170 (s), 1128 (m), 980 (m), 765 (m), 748 (s), 707 (s), 700 (s).
MS m/z (%): 243 (100) [Trityl+], 174 (8), 165 (27) [C13H9+].
HRMS: ber. für C8H14NO3S [M-Trityl+]: 204.0694, gef.: 204.0688.
Synthese von 5-Trityloxy-penta-1,3-dien-sulfonsäuremethylamid (126).
S
N
O O OTr
H
20 mg (0.048 mmol) 123 wurden in 2 ml abs. THF unter Stickstoffatmosphäre gelöst. Dann wurden
5 mg (0.143 mmol) LiAlH4 zugegeben und die Lösung 12 h bei Raumtemperatur gerührt. Die
Suspension wurden mit 0.5 ml H2O versetzt, in 30 ml MTBE aufgenommen und mit MgSO4
getrocknet. Das Reaktionsgemisch wurde am Rotationsverdampfer eingeengt.
II Experimenteller Teil
102
Ausbeute: 17 mg (0.041 mmol, 85 %), farbloses Öl.
1H-NMR (400 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 7.5 – 7.2 (m, 16 H, Trityl, Olefin), 6.64 (dd, 1 H, J = 11
Hz, 11 Hz, Olefin), 6.15 (dt, 1 H, J = 15 Hz, 5 Hz, Olefin), 5.97 (d, 1 H, J = 11 Hz, Olefin), 4.22 (m,
1 H, NH), 3.78 (d, 2 H, J = 5 Hz), 2.76 (d, 3 H, J = 5 Hz, NMe).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 144.2 (Cq, Trityl), 142.2 (CH, Olefin), 140.7 (CH,
Olefin), 129.0 (CH, Trityl), 128.3 (CH, Trityl), 127.6 (CH, Trityl), 124.4 (CH, Olefin), 124.0 (CH,
Olefin), 87.5 (Cq, Trityl), 64.5 (CH), 27.4(CH3, NMe).
IR (ATR): 3400 - 3600 (mbr), 3100 – 3400 (mbr), 3085 (w), 3058 (w), 3023 (w), 2925 (w), 2852
(w), 1644 (w), 1595 (w), 1490 (m), 1448 (s), 1324 (s), 1151 (s), 840 (mbr), 764 (s), 703 (s).
MS m/z (%): 243 (100) [Trityl+], 178 (6) [M-Trityl+], 165 (92) [C13H9+].
HRMS: ber. für C6H12NO3S [M-Trityl+]: 178.0538, gef.: 178.0529.
Synthese von rac. 2-Methyl-3-trityloxymethyl-[1,2]-thiazinan-1,1-dioxid (127).
S
N
OTr
O O
40 mg Pd/C (10 %) wurden zu einer Lösung von 230 mg (0.549 mmol) 120 in 20 ml MTBE unter
Wasserstoffatmosphäre gegeben und 8 h gerührt. Der Katalysator wurde abfiltriert und das Gemisch
im Vakuum eingeengt.
Ausbeute: 230 mg (0.549 mmol, 100 %), weißer Feststoff.
1H-NMR (400 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 7.5 – 7.2 (m, 15 H, Trityl), 3.95 (m, 1 H), 3.30 (d, 2 H, J =
7 Hz), 2.99 (dt, 1 H, J = 8 Hz, 4 Hz), 2.78 (m, 1 H), 2.64 (s, 3 H, NMe), 2.24 – 2.03 (m, 2 H), 1.63
(m, 2 H).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 143.4 (Cq, Trityl), 128.5 (CH, Trityl), 127.8 (CH,
Trityl), 127.1 (CH, Trityl), 86.7 (Cq, Trityl), 63.4 (CH2), 59.8 (CH), 45.1 (CH2), 30.5 (CH3, NMe),
22.1 (CH2), 21.6 (CH2).
IR (ATR): 3085 (w), 3057 (w), 3032 (w), 2934 (w), 2882 (w), 1711 (w), 1596 (w), 1490 (m), 1449
(s), 1347 (s), 1333 (s), 1136 (s), 1075 (m), 911 (m), 755 (s), 707 (s).
MS m/z (%): 243 (40) [Trityl+], 178 (6) [M-Trityl+], 165 (27) [C13H9+], 148 (100) [C5H10NO2S].
HRMS: ber. für C6H12NO3S [M-Trityl+]: 178.0538, gef.: 178.0529.
II Experimenteller Teil
103
Synthese von rac. 1-Methyl-2-trityloxymethyl-prolin (128).
N
OTr
300 mg (0.665 mmol) 127 wurden in 5 ml abs. Toluol gelöst. 830 mg (65-%ig in Toluol) Red-Al
wurden zugegeben und das Reaktionsgemisch 4 h refluxiert. Dann wurden 0.1 ml H2O zugegeben
und Gemisch über Na2SO4 getrocknet. Der Rückstand wurde im Vakuum eingeengt und mit MTBE
/ Hexan (1:1) an Kieselgel chromatographiert.
Ausbeute: 231 mg (0.647 mmol, 91 %), gelbes Öl.
1H-NMR (400 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 7.5 – 7.2 (m, 15 H, Trityl), 3.24 (dd, 1 H, J = 10 Hz, 6 Hz),
3.05 (m, 1 H), 2.46 (m, 1 H), 2.40 (s, 3 H, NMe), 2.22 (q, 1 H, J = 9 Hz), 1.99 (m, 1 H), 1.72 (m, 2
H), 1.57(m, 1 H).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 144.1 (Cq, Trityl), 128.7 (CH, Trityl), 127.9 (CH,
Trityl), 127.8 (CH, Trityl), 126.9 (CH), 86.9 (Cq, Trityl), 65.7 (CH), 57.5 (CH2), 41.3 (CH3, NMe),
28.9 (CH2), 22.5 (CH2), 17.2 (CH2).
IR (ATR): 3086 (w), 3057 (m), 2943 (mbr), 2776 (mbrt), 1695 (w), 1597 (w), 1490 (s), 1448 (s),
1218 (mbr), 1153 (m), 1072 (sbr), 898 (m), 763 (s), 746 (s), 705 (sbr).
MS m/z (%): 356 (3) [M-H+], 243 (100) [Trityl+]), 165 (8) [C13H9+], 84 (58) [M-CH2OTr+].
Strukturbestätigung durch Vergleich mit Datenbank (Differenzmassenspektrogramm).
Synthese von rac. 1-Methyl-7-trityloxymethyl-2,3,4,7-tetrahydroazepin (129).
N
OTr
45 mg (0.10 mmol) 124 wurden in 2 ml abs. Toluol gelöst. 125 mg (65-%ig in Toluol) Red-Al
wurden zugegeben und das Reaktionsgemisch 3 h refluxiert. Dann wurden 0.1 ml H2O zugegeben
und Gemisch über Na2SO4 getrocknet. Die Lösung wurde filtriert, im Vakuum eingeengt und mit
MTBE / MeOH (10:1) über präparative DC (0.2 mm, MERCK) gereinigt.
Ausbeute: 20 mg (0.052 mmol, 52 %), gelbes Öl.
1H-NMR (400 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 7.5 – 7.2 (m, 15 H, Trityl), 5.97 (m, 1 H, Olefin), 5.60
(ddd, 1 H, J = 11 Hz, 5 Hz, 2 Hz, Olefin), 3.72 (m, 1 H), 3.42 –3.23 (m, 2 H), 3.03 (m, 2 H), 2.35
(sbr, 3 H, NMe), 2.30 – 2.12 (m, 2 H), 1.66 (m, 1 H), 1.50 (m, 1 H).
II Experimenteller Teil
104
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 143.9 (Cq, Trityl), 128.7 (CH, Trityl), 127.9 (CH,
Trityl), 127.8 (CH, Olefin), 127.2 (CH, Trityl), 127.0 (CH), 86.7 (Cq, Trityl, Olefin), 61.9 (CH),
57.9 (CH2), 38.1 (CH3, NMe), 29.7 (CH2), 27.8 (CH2), 21.6 (CH2).
IR (ATR): 3292 (wbr), 3085 (w), 3057 (w), 3022 (w), 2926 (mbr), 2870 (w), 2853 (w), 1739 (w),
1657 (w), 1597 (w), 1490 (m), 1448 (s), 1219 (mbr), 1135 (m), 1074 (sbr), 1033 (m), 899 (w), 763
(m), 747 (s), 705 (s).
MS m/z (%): 383 (3) [M+], 305 (8) [M-C6H6+], 243 (95) [Trityl+], 183 (35), 165 (91) [C13H9+], 110
(100) [M-CH2OTr+].
HRMS: ber. für C27H29NO [M +]: 383.2249, gef.: 383.2250.
Synthese von rac. But-3-ensäuremethyl-(1-trityloxymethyl-prop-2-enyl)-amid (130).
N
OTr
O
1.5 g (4.35 mmol) 120, 1.35 g (6.52 mmol) DCCI und eine Spatelspitze DMAP wurden in 30 ml
abs. CH2Cl2 unter Stickstoffatmosphäre gelöst. Dann wurden 560 mg (6.52 mmol) Vinylessigsäure
zugegeben. Die Lösung wurde 24 h bei Raumtemperatur gerührt. Der gebildete weiße Niederschlag
wurde abfiltriert, das Reaktionsgemisch am Rotationsverdampfer eingeengt und mit MTBE / Hexan
(1:1) an Kieselgel chromatographiert.
Ausbeute: 1.63 g (3.97 mmol, 91 %), weißer Feststoff.
1H-NMR (400 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 7.5 – 7.2 (m, 15 H, Trityl), 6.05 (m, 1 H, Olefin), 5.68 (m,
1 H, Olefin), 5.68 (m, 1 H, Olefin), 5.55 (m, 1 H), 5.18 (m, 3 H, Olefin), 5.06 (dt, 1 H, J = 18 Hz, 1
Hz, Olefin), 4.59 (m, 1 H), 3.36 (dd, 1 H, J = 9 Hz, 5 Hz), 3.30 (m, 2 H), 3.20 (m, 2 H), 3.06 (t, 1 H,
J = 9 Hz), 2.72 (s, 3 H, NMe), 2.64 (s, 3 H, NMe).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 170.1 (Cq, Carbonyl), 143.7 (Cq, Trityl), 143.4 (Cq,
Trityl), 133.5 (CH, Olefin), 133.1 (CH, Olefin), 132.0 (CH, Olefin), 128.5 (CH, Trityl), 128.5 (CH,
Trityl), 127.9 (CH, Trityl), 127.8 (CH, Trityl), 127.2 (CH, Trityl), 127.0 (CH, Olefin), 117.8 (CH2,
Olefin), 117.7 (CH2, Olefin), 117.7 (CH2, Olefin), 117.5 (CH2, Olefin), 87.2 (Cq, Trityl), 62.5
(CH2), 62.4 (CH2), 58.8 (CH), 54.5 (CH), 39.4 (CH2), 38.9 (CH2), 30.6 (CH3, NMe), 27.8 (CH3,
NMe).
IR (ATR): 3084 (w), 3058 (w), 3022 (w), 2979 (w), 2856 (w), 1698 (w), 1650 (sbr), 1490 (s), 1449
(s), 1398 (m), 1091 (s), 1079 (s), 764 (m), 707 (s), 699 (s).
MS m/z (%): 412 (8) [MH+], 243 (100) [Trityl+], 228 (29), 165 (85) [C13H9+].
II Experimenteller Teil
105
HRMS: ber. für C28H30NO2 [MH+]: 412.2277, gef.: 412.2277.
Synthese von rac. Hex-5-ensäuremethyl-(1-trityloxymethyl-prop-2-enyl)-amid (131).
N
OTr
O
100 mg (0.291 mmol) 120, 72 mg (0.35 mmol) DCCI und eine Spatelspitze DMAP wurden in 5 ml
abs. CH2Cl2 unter Stickstoffatmosphäre gelöst. Dann wurden 40 mg (0.35 mmol) 5-Hexensäure
zugegeben. Die Lösung wurde 24 h bei Raumtemperatur gerührt. Das Reaktionsgemisch wurde am
Rotationsverdampfer eingeengt und mit MTBE / Hexan (3:7) an Kieselgel chromatographiert.
Ausbeute: 125 mg (0.285 mmol, 98 %), farbloses Öl.
1H-NMR (400 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 7.5 – 7.2 (m, 15 H, Trityl), 5.87 – 5.52 (m, 2 H, Olefin),
5.32 – 4.95 (m, 4 H, Olefin), 4.60 – 4.46 (m, 1 H), 3.87 – 3.68 (m, 2 H), 2.90 (s, 3 H, NMe), 2.44 –
2.33 (m, 2 H), 2.18 – 2.07 (m, 2 H), 1.85 – 1.70 (m, 2 H).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 170.3 (Cq), 140 – 114 (24 C, Olefin), 87.4 (Cq, Trityl),
87.0 (Cq, Trityl), 86.6 (Cq, Trityl), 64.7 (CH2), 62.7 (CH2), 62.5 (CH2), 58.8 (CH), 54.5 (CH), 36 –
24 (19 C).
IR (ATR): 3060 (w), 3024 (w), 2930 (w), 2854 (w), 1945 (w), 1698 (w), 1649 (sbr), 1597 (w),
1490 (s), 1449 (s), 1401 (m), 1078 (s), 764 (m), 747 (s), 706 (s).
MS m/z (%):243 (100) [Trityl+], 228 (29), 165 (35) [C13H9+], 70 (49).
HRMS: ber. für C30H34NO2 [MH+]: 440.2589, gef.: 440.2589.
Synthese von rac. 1-Methyl-6-trityloxymethyl-3,6-dihydropyridin-2-on (132).
N
OTr
O
1.62 g (3.94 mmol) 130 wurden in 30 ml abs. CH2Cl2 gelöst. Dann wurden 170 mg [Ru] (0.02
mmol) zugegeben und das Reaktionsgemisch 12 h refluxiert. Das Gemisch wurde im Vakuum
eingeengt und mit MTBE an Kieselgel chromatographiert.
Ausbeute: 1.34 g (3.50 mmol, 89 %), brauner Feststoff.
II Experimenteller Teil
106
1H-NMR (400 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 7.5 – 7.2 (m, 15 H, Trityl), 5.91 (ddt, 1 H, J = 10 Hz, 3 Hz,
3 Hz, Olefin), 5.77 (ddt, 1 H, J = 10 Hz, 3 Hz, 3 Hz, Olefin), 3.48 (m, 1 H), 3.24 (m, 2 H), 3.01 (m,
2 H), 2.85 (s, 3 H, NMe).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 168.4 (Cq, Carbonyl), 143.6 (Cq, Trityl), 128.6 (CH,
Trityl), 127.8 (CH, Trityl), 127.1 (CH, Trityl), 124.1 (CH), 124.0 (CH), 86.9 (Cq, Trityl), 63.9
(CH2), 60.8 (CH), 33.1 (CH3, NMe), 32.5 (CH2).
IR (ATR): 3085 (w), 3056 (w), 3033 (w), 2924 (w), 2873 (w), 1647 (sbr), 1597 (w), 1490 (m),
1449 (m), 1401 (m), 1331 (m), 1090 (m), 1080 (m), 748 (m), 706 (s).
MS m/z (%): 384 (8) [MH+], 243 (100) [Trityl+], 228 (33), 165 (76) [C13H9+].
HRMS: ber. für C26H26NO2 [MH+]: 384.1963, gef.: 384.1967.
Synthese von rac. 1-Methyl-8-trityloxymethyl-3,4,5,8-tetrahydroazocin-2-on (133).
N
OTr
O
110 mg (0.25 mmol) 131 wurden in 10 ml abs. CH2Cl2 gelöst. Dann wurden 10 mg [Ru] (0.012
mmol) zugegeben und das Reaktionsgemisch 12 h refluxiert. Das Gemisch wurde im Vakuum
eingeengt und mit MTBE / Hexan (9:1) an Kieselgel chromatographiert.
Ausbeute: 20 mg (0.048 mmol, 19 %) 133 (weißer Feststoff), 32 mg (0.038 mmol, 32 %) 134
(weißer Feststoff), 35 mg (0.08 mmol) 131.
1H-NMR (400 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 7.5 – 7.2 (m, 15 H, Trityl), 5.71 (ddt, 1 H, J = 11 Hz, 7 Hz,
1 Hz, Olefin), 5.77 (dd, 1 H, J = 16 Hz, 6 Hz, Olefin), 4.27 (m, 1 H), 3.41 (dd, 1 H, J = 11 Hz, 10
Hz) 3.34 (dd, 1 H, J = 11 Hz, 6 Hz), 2.91 (s, 3 H, NMe), 2.52 (m, 1 H), 2.40 (m, 1 H), 2.30 – 2.05
(m, 2 H), 1.87 (m, 1 H), 1.14 (m, 1 H).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 174.8 (Cq), 143.6 (Cq, Trityl), 130.5 (CH), 129.3
(CH), 128.6 (CH, Trityl), 127.9 (CH, Trityl), 127.4 (CH), 127.2 (CH, Trityl), 87.1 (Cq, Trityl), 64.6
(CH2), 59.4 (CH), 34.5 (CH2), 32.1 (CH3, NMe), 25.6 (CH2), 23.7 (CH2).
IR (ATR): 3056 (w), 3021 (w), 2927 (w), 2875 (w), 1726 (w), 1642 (sbr), 1545 (w), 1490 (m),
1449 (m), 1401 (m), 1066 (mbr), 744 (m), 764 (s), 706 (s).
MS m/z (%): 243 (100) [Trityl+], 165 (38) [C13H9+], 138 (33), 81 (25).
HRMS: ber. für C28H30NO2 [MH+]: 412.2277, gef.: 412.2279.
II Experimenteller Teil
107
Synthese von rac. 1-Methyl-6-trityloxymethyl-piperidin-2-on (135).
N
O
r
O
123
4
5
6
7
8
100 mg Pd/C (10 %) wurden zu einer Lösung von 1.3 g (3.39 mmol) 130 in 50 ml MTBE unter
Wasserstoffatmosphäre gegeben und 8 h gerührt. Der Katalysator wurde abfiltriert und das Gemisch
im Vakuum eingeengt.
Ausbeute: 1.3 g (3.38 mmol, 100 %), farbloses Öl.
1H-NMR (400 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 7.5 – 7.2 (m, 15 H, Trityl), 3.42 (m, 1 H, H6), 3.30 (dd, 1
H, J = 10 Hz, 5 Hz, H7), 3.14 (dd, 1 H, J = 10 Hz, 8 Hz, H7), 2.79 (s, 3 H, H8), 2.31 (t, 2 H, J = 7
Hz, H3), 2.05(m, 1 H, H5), 1.84 (m, 1 H, H5), 1.66 (m, 2 H, H4).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 170.6 (Cq, C2), 143.6 (Cq, Trityl), 128.5 (CH, Trityl),
127.9 (CH, Trityl), 127.1 (CH, Trityl), 87.0 (Cq, Trityl), 63.1 (CH2, C7), 58.6 (CH, C6), 34.0 (CH3,
C8), 31.8 (CH2, C3), 25.1 (CH2, C5), 17.5 (CH2, C4).
IR (ATR): 3085 (w), 3057 (w), 3032 (w), 2935 (mbr), 2876 (w), 1642 (sbr), 1597 (w), 1490 (s),
1448 (s), 1397 (m), 1074 (m), 900 (s), 747 (s), 706 (s).
MS m/z (%): 386 (82) [MH+], 243 (90) [Trityl+], 228 (33), 165 (100) [C13H9+], 112 (38) [M-
CH2OTr+], 84 (27), 55 (38).
HRMS: ber. für C26H28NO2 [MH+]: 386.2120, gef.: 384.2121.
Synthese von rac. 6-Hydroxy-5-(N-tosyl-methylamino)-hexansäuremethylester (136).
N
O
r
O
O
H
1
2
3
4
5
6
280 mg (0.751 mmol) 135 wurden in 3 ml MeOH gelöst. Dann wurden 5 ml conc. HCl zugegeben
und die Lösung 18 h refluxiert. Das Reaktionsgemisch wurde im Vakuum eingeengt und der
Rückstand in 5 ml CH2Cl2 und 5 ml ges. NaHCO3-Lösung aufgenommen. Nach Zugabe von 200
mg (1.05 mmol) Tosylchlorid wurde das Reaktionsgemisch weitere 24 h gerührt. Die wäßrige Phase
wurde zweimal mit je 20 ml MTBE extrahiert und die vereinigten organischen Phasen über MgSO4
getrocknet. Das Reaktionsgemisch wurde eingeengt und mit MTBE an Kieselgel
chromatographiert.
Ausbeute: 190 mg (0.578 mmol, 77 %), farbloses Öl.
II Experimenteller Teil
108
1H-NMR (400 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 7.71 (d, 2 H, J = 8 Hz, Tosyl), 7.29 (d, 2 H, J = 8 Hz,
Tosyl), 4.94 (m, 1 H, H5), 3.62 (s, 3 H, OMe), 3.49 (dd, 2 H, J = 8 Hz, 5 Hz, H6), 2.73 (s, 3 H,
NMe), 2.40 (s, 3 H, CH3Tosyl), 2.22 (t, 2 H, J = 7 Hz), 1.97 (sbr, 1 H, OH), 1.52 – 1.22 (m, 4 H).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 173.5 (Cq, Carbonyl), 143.3 (Cq, Tosyl), 136.8 (Cq,
Tosyl), 129.6 (CH, Tosyl), 127.1 (CH, Tosyl), 64.4 (CH2, C6), 58.5 (CH3, OMe), 51.5 (CH, C5),
33.3 (CH2, C2), 28.0 (CH3, NMe), 27.5 (CH2, C3), 21.5 (CH3, CH3Tosyl), 21.3 (CH2, C4).
IR (ATR): 3200 – 3600 (mbr), 2951 (mbr), 2874 (w), 1734 (sbr), 1598 (w), 1494 (w), 1451 (w),
1330 (s), 1154 (s), 1088 (s), 947 (s), 816 (m), 713 (s), 655 (s).
MS m/z (%): 298 [M-CH2OH+], 224 (10), 155 (22) [Tosyl+], 91 (40) [C7H7].
HRMS: ber. für C14H20NO4S [M-CH2OH+]: 298.1113, gef.: 298.1111.
Synthese von rac. 5-Methylamino-6-trityloxy-hexansäuremethylester (137).
N
OTr
O
O
H
100 mg (0.257 mmol) 135 wurden in 5 ml abs. Et2O vorgelegt. Dann wurden 100 mg (0.519 mmol)
2,6-Di-tert.-butylpyridin und 77 mg (0.519 mmol) Trimethyloxoniumtetrafluoroborat zugegeben
und die Lösung 4 h gerührt. Nach Zugabe von 5 ml ges. NaHCO3-Lösung wurde das
Reaktionsgemisch weitere 2 h gerührt. Die wäßrige Phase wurde zweimal mit je 20 ml MTBE
extrahiert und die vereinigten organischen Phasen über Na2SO4 getrocknet. Das Reaktionsgemisch
wurde am Rotationsverdampfer eingeengt und der Rückstand mit MTBE / MeOH (10:1), (3 % NH3
/ H2O) an Kieselgel chromatographiert.
Ausbeute: 62 mg (0.149 mmol, 57 %), farbloses Öl.
1H-NMR (400 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 7.5 – 7.2 (m, 15 H, Trityl), 3.90 (m, 1 H), 3.27 (d, 3 H, J =
6 Hz), 3.00 (dt, 2 H, J = 14 Hz, 4 Hz), 2.89 (td, 2 H, J = 8 Hz, 5 Hz), 2.62 (s, 3 H, NMe), 2.25 –
2.04 (m, 2 H), 1.64 (m, 2 H).
IR (ATR): 3086 (w), 3057 (w), 3032 (w), 2932 (mbr), 2875 (wbr), 1735 (m), 1641 (s), 1490 (s),
1449 (s), 1398 (s), 1183 (m), 1074 (sbr), 900 (w), 766 (s), 747 (s), 706 (s).
MS m/z (%): 386 (65) [M-OCH3], 243 (100) [Trityl+], 165 (22) [C13H9+], 144 (10) [M-CH2OTr+],
112 (23).
HRMS: ber. für C27H32NO3 [MH+]: 418.2382, gef.: 418.2385.
II Experimenteller Teil
109
Experimenteller Teil zu Kapitel 10. 3.
Synthese von (1R,4S)-4-(But-3-enyl-N-nosylamino)-cyclopent-2-enylmethylcarbonat (141).
O
N
Ns
OMe
12
3
4
5
6789
1.1 g (5.09 mmol) 138, 1.3 g (5.09 mmol) 139 und 1.4 g (13.9 mmol) NEt3 wurden in 15 ml abs.
THF unter Stickstoffatmosphäre gelöst. Die Lösung wurde auf –60° C abgekühlt. 40 mg (0.038
mmol) Tris-(condibenzylidenaceton)-dipalladium(0)-chloroformkomplex und 106 mg (0.153 mmol)
119 wurden in 3 ml abs. THF unter Stickstoffatmosphäre gelöst und bei Raumtemperatur 30 min.
gerührt, bis die Lösung sich rot - orange färbte. Die Katalysatorlösung wurde über 15 min.
tropfenweise zur Reaktionslösung gegeben. Das Reaktionsgemisch wurde 1 h gerührt, wobei es sich
langsam auf –35° C erwärmte. Dann wurden 50 ml Hexan zugegeben, das Reaktionsgemisch am
Rotationsverdampfer eingeengt und alle flüchtigen Bestandteile an der Ölpumpe entfernt. Der
Rückstand wurde mit MTBE / Hexan (1:1) an Kieselgel chromatographiert.
Ausbeute: 1.63 g (4.12 mmol, 89 %) 141 (gelbes Öl), 275 mg (0.477 mmol, 9 %) 141a (gelber
Feststoff).
1H-NMR (400 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 8.06 (dd, 1 H, J = 8 Hz, 1 Hz, Nosyl), 7.70 (m, 2 H,
Nosyl), 7.62 (dd, 1 H, J = 8 Hz, 1 Hz, Nosyl), 6.07 (ddd, 1 H, J = 6 Hz, 2 Hz, 2 Hz, H2), 5.99 (ddd,
1 H, J = 6 Hz, 2 Hz, 1 Hz, H3), 5.66 (ddt, 1 H, J = 17 Hz, 11 Hz, 7 Hz, H8), 5.43 (m, 1 H, H4), 5.02
(d, 1 H, J = 17 Hz, H9), 5.01 (d, 1 H, J = 11 Hz, H9), 4.98 (m, 1 H, H1), 3.87 (s, 3 H, OMe), 3.32
(ddd, 1 H, J = 15 Hz, 9 Hz, 6 Hz, H6), 3.10 (ddd, 1 H, J = 15 Hz, 9 Hz, 6 Hz, H6), 2.75 (dt, 1 H, J =
15 Hz, 8 Hz, H5), 2.32 (m, 2 H, H7), 1.66 (dt, 1 H, J = 15 Hz, 4 Hz, H5).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 155.0 (Cq, Carbonyl), 148.0 (Cq, Nosyl), 136.4 (CH,
C2), 134.3 (CH, Nosyl), 133.7 (CH, Nosyl), 133.3 (Cq, Nosyl), 133.0 (CH, C3), 131.7 (CH, Nosyl),
130.9 (CH, Nosyl), 124.2 (CH, C8), 117.2 (CH2, C9), 80.2 (CH, C4), 61.7 (CH, C1), 54.7 (CH3,
OMe), 43.4 (CH2, C6), 35.4 (CH2, C5), 34.9 (CH2, C7).
IR (ATR): 3077 (w), 2955 (m), 1746 (sbr), 1545 (s), 1442 (m), 1374 (s), 1344 (s), 1265 (s), 1165
(s), 1130 (s), 1061 (w), 954 (m), 898 (m), 779 (mbr), 653 (w).
MS m/z (%): 355 (55) [M-C3H5+], 321 (80) [M-C2H3O3+], 279 (76), 229 (18), 186 (58) [Nosyl+],
141 (100) [M-C4H7NNosyl+], 97 (99), 67 (72).
HRMS: ber. für C17H19N2O7S [M-H+]: 395.0913, gef.: 395.0912.
II Experimenteller Teil
110
D
20
][α
Ber. für C
17H20N2O7S: C: 51.51 %, N: 7.07 %, H: 5.09 %; gef. C: 51.903 %, N: 6.838 %,
H: 5.139 %.
= -28.1° (c = 1, CHCl3).
N,N‘-Dibut-3-enyl-N,N'-dinosyl-cyclopent-4-enyl-1,3-diamin (141a).
N
N
Ns
Ns
1H-NMR (400 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 8.04 (dd, 2 H, J = 8 Hz, 2 Hz, Nosyl), 7.70 (m, 4 H,
Nosyl), 7.62 (dd, 2 H, J = 8 Hz, 2 Hz, Nosyl), 5.83 (s, 2 H), 5.65 (ddt, 1 H, J = 17 Hz, 11 Hz, 7 Hz),
5.01 (d, 1 H, J = 12 Hz), 5.00 (d, 1 H, J = 17 Hz), 4.83 (dd, 2 H, J = 8 Hz, 8 Hz), 3.35 (dt, 1 H, J =
15 Hz, 7 Hz), 3.25 (dt, 1 H, J = 15 Hz, 7 Hz), 2.46 (dt, 2 H, J = 14 Hz, 8 Hz), 2.33 (m, 2 H), 1.65
(dt, 2 H, J = 14 Hz, 8 Hz).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 148.0 (Cq, Nosyl), 134.2 (CH, Nosyl), 134.0 (CH,
Olefin), 133.8 (CH, Nosyl), 133.5 (Cq, Nosyl), 131.8 (CH, Nosyl), 130.9 (CH, Nosyl), 124.2 (CH,
Olefin), 117.5 (CH2, Olefin), 61.8 (CH), 44.2 (CH2), 35.5 (CH2), 33.7 (CH2).
IR (ATR): 3094 (w), 3078 (w), 2928 (wbr), 1744 (w), 1641 (w), 1543 (s), 1439 (w), 1373 (s), 1347
(s), 1163 (s), 1061 (m), 896 (m), 852 (m), 778 (m), 740 (m), 653 (w).
MS m/z (%): 321 (100) [M-C4H7NNosyl+], 267 (6), 186 (29) [Nosyl+], 135 (10), 107 (9), 94 (16),
55 (22).
HRMS: ber. für C22H22N4O8S2 [M-C3H5+]: 534.0879, gef.: 534.0873.
Ber. für C
25H27N4O8S2: C: 52.07 %, N: 9.72 %, H: 4.90 %; gef. C: 51.62 %, N: 9.657 %,
H: 4.953 %.
Synthese von (1R,4S)-4-(N-Nosyl-1-prop-2-enylamino)-cyclopent-2-enylmethylcarbonat (142).
O
N
Ns
OMe
Die Synthese der Verbindung erfolgte aus 500 mg (2.31 mmol) 138 unter den gleichen
Bedingungen wie bei der Darstellung von 141.
Ausbeute: 780 mg (2.04 mmol, 88 %) 142 (gelbes Öl); 65 mg (0.119 mmol, 5 %) 142a, (gelber
Feststoff).
II Experimenteller Teil
111
D
20
][α
1H-NMR (400 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 8.03 (dd, 1 H, J = 8 Hz, 1 Hz, Nosyl), 7.73 – 7.59 (m, 3
H), 6.01 (ddd, 1 H, J = 6 Hz, 2 Hz, 2 Hz), 5.93 (ddd, 1 H, J = 6 Hz, 2 Hz, 1 Hz), 5.69 (ddt, 1 H, J =
19 Hz, 11 Hz, 6 Hz), 5.41 (m, 1 H), 5.14 (dd, 1 H, J = 19 Hz, 1 Hz), 5.03 (dd, 1 H, J = 11 Hz, 1 Hz),
5.03 (m, 1 H), 3.89 (dd, 1 H, J = 17 Hz, 6 Hz), 3.75 (s, 3 H), 3.73 (m, 2 H), 2.76 (dt, 1 H, J = 15 Hz,
8 Hz), 1.72 (dt, 1 H, J = 15 Hz, 4 Hz).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 155.0 (Cq, Carbonyl), 147.8 (Cq, Nosyl), 136.2 (CH,
Olefin), 134.7 (CH, Nosyl), 133.7 (CH, Nosyl), 132.9 (CH, Olefin), 131.7 (CH, Nosyl), 131.2 (CH,
Nosyl), 124.1 (CH, Olefin), 118.0 (CH2, Olefin), 80.2 (CH), 61.9 (CH), 54.7 (CH3, OMe), 46.1
(CH2), 35.0 (CH2).
IR (ATR): 3094 (w), 2990 (w), 1958 (w), 1745 (sbr), 1544 (s), 1442 (m), 1373 (s), 1342 (s), 1263
(sbr), 1164 (s), 1127 (s), 1062 (w), 881 (m), 779 (mbr), 653 (w).
MS m/z (%): 382 (2) [M+], 365 (55) [M-OH+], 307 (100) [M-C2H3O3+], 289 (19), 241 (84), 186
(24) [Nosyl+], 120 (25), 97 (10).
HRMS: ber. für C16H18N2O7S [M+]: 382.0835, gef.: 382.0833.
Ber. für C
16H18N2O7S: C: 50.26 %, N: 7.33 %, H: 4.74 %; gef. C: 50.47 %, N: 7.129 %,
H: 5.131 %.
= +18.3° (c = 1, CHCl3).
N,N'-Dinosyl-N,N'-diprop-2-enyl-cyclopent-4-enyl-1,3-diamin (142a).
N
N
Ns
Ns
1H-NMR (400 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 8.06 (dd, 2 H, J = 8 Hz, 2 Hz, Nosyl), 7.75 – 7.61 (m, 6 H,
Nosyl), 5.80 (s, 2 H, Olefin), 5.65 (ddt, 1 H, J = 17 Hz, 10 Hz, Olefin), 5.16 (d, 1 H, J = 17 Hz,
Olefin), 5.07 (d, 1 H, J = 10 Hz, Olefin), 4.86 (dd, 2 H, J = 9 Hz, 8 Hz), 3.87 (m, 2 H), 2.51 (dt, 1 H,
J = 13 Hz, 8 Hz), 1.79 (dt, 2 H, J = 13 Hz, 9 Hz).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 147.9 (Cq, Nosyl), 135.0 (CH, Olefin), 134.1 (CH,
Nosyl), 133.7 (CH, Nosyl), 131.8 (CH, Nosyl), 131.3 (CH, Nosyl), 124.2 (CH, Olefin), 117.8 (CH2,
Olefin), 61.8 (CH), 46.9 (CH2), 34.5 (CH2).
IR (ATR): 3095 (w), 3020 (w), 2984 (w), 1542 (s), 1439 (w), 1372 (s), 1348 (s), 1162 (s), 1064
(m), 876 (m), 852 (m), 780 (m), 740 (m), 654 (w).
MS m/z (%): 363 (9), 307 (8), 186 (59) [Nosyl+], 120 (100).
HRMS: ber. für C23H23N4O8S2 [M-H+]: 547.0957, gef.: 547.0951.
Ber. für C
23H24N4O8S2: C: 50.36 %, N: 10.21 %, H: 4.41 %; gef. C: 49.94 %, N: 10.08 %,
H: 4.534 %.
II Experimenteller Teil
112
Synthese von (1S,4R)-1-But-3-enyl-1-[4-(4,4-diethoxy-butylamino)-cyclopent-2-enyl]-N-
nosylamin (145).
HN
N
Ns
CH(OEt)2
( )3
1.5 g (6.94 mmol) 138, 1.8 g (6.94 mmol) 139 und 2.1 g (20.8 mmol) NEt3 wurden in 15 ml abs.
THF unter Stickstoffatmosphäre gelöst. Die Lösung wurde auf –60° C abgekühlt. 52 mg (0.05
mmol) Tris-(condibenzylidenaceton)-dipalladium(0)-chloroformkomplex und 141 mg (0.204 mmol)
119 wurden in 3 ml abs. THF unter Stickstoffatmosphäre gelöst und bei Raumtemperatur 30 min.
gerührt, bis die Lösung sich rot - orange färbte. Die Katalysatorlösung wurde über 15 min.
tropfenweise zur Reaktionslösung gegeben. Das Reaktionsgemisch wurde 1 h gerührt, wobei es sich
langsam auf –35° C erwärmte. Dann wurde auf –60° C abgekühlt und 2.24 g (13.89 mmol) 143,
gelöst in 3 ml abs. THF, zugegeben. Nach 1 h Rühren bei –60° C wurde das Reaktionsgemisch am
Rotationsverdampfer eingeengt und alle flüchtigen Bestandteile an der Ölpumpe entfernt. Der
Rückstand wurde mit CH2Cl2 (0.5 % MeOH) an Kieselgel chromatographiert.
Ausbeute: 2.69 g (5.59 mmol, 81 %), gelbes Öl.
1H-NMR (400 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 8.04 (dd, 1 H, J = 8 Hz, 1 Hz, Nosyl), 7.79 (m, 2 H,
Nosyl), 7.71 (dd, 1 H, J = 8 Hz, 1 Hz, Nosyl), 6.02 (m, 1 H), 5.90 (m, 1 H), 5.68 (ddt, 1 H, J = 17
Hz, 11 Hz, 7 Hz), 5.43 (m, 1 H), 5.01 (d, 1 H, J = 17 Hz), 5.00 (d, 1 H, J = 11 Hz), 4.92 (m, 1 H),
4.80 (m, 1 H), 4.45 (t, 3 H, J = 7 Hz), 3.62 (m, 2 H), 3.46 (m, 2 H), 3.32 (ddd, 1 H, J = 15 Hz, 9 Hz,
6 Hz), 3.16 (m, 2 H), 2.99 (ddd, 1 H, J = 15 Hz, 9 Hz, 6 Hz), 2.33 (m, 2 H), 1.66 – 1.50 (m, 5 H),
1.18 (t, 6 H, J = 7 Hz).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 148.1 (Cq, Nosyl), 135.1 (CH, Olefin), 134.7 (CH,
Olefin), 134.3 (CH, Nosyl), 133.6 (CH, Nosyl), 133.5 (Cq, Nosyl), 131.6 (CH, Nosyl), 130.9 (CH,
Nosyl), 124.2 (CH, Olefin), 116.9 (CH2, Olefin), 102.6 (CH), 76.8 (CH), 61.9 (CH), 61.3 (CH2),
43.4 (CH2), 40.7 (CH2), 35.5 (CH2), 35.2 (CH2), 30.9 (CH2), 24.9 (CH2), 15.3 (CH3).
IR (ATR): 3500 - 3200 (wbr), 3078 (w), 2975 (m), 2931 (w), 2877 (w), 1717 (sbr), 1545 (s), 1441
(w), 1373 (s), 1349 (s), 1164 (s), 1131 (s), 1061 (m), 996 (m), 900 (m), 778 (m), 653 (w).
MS m/z (%): 321 (100) [M-C8H17O2N+], 279 (60), 270 (28), 224 (90) [M-C4H7NNosyl+], 186 (76)
[Nosyl+], 178 (78), 142 (79), 134 (80), 114 (83), 103 (90), 94 (56), 83 (50).
HRMS: ber. für C23H35N3O6S [M+]: 481.2247, gef.: 481.2245.
Ber. für C
23H35N3O6S: C: 57.36 %, N: 8.72 %, H: 7.33 %; gef. C: 55.36 %, N: 8.174 %,
H: 6.929 %.
II Experimenteller Teil
113
D
20
][α= +10.9° (c = 1, CHCl3).
Synthese von (1S,4R)-N-But-3-enyl-N'-(4,4-diethoxy-butyl)-N,N'-dinosyl-cyclopent-4-enyl-1,3-
diamin (146).
N
N
Ns
CH(OEt)2
Ns( )3
12
3
4
5
6
7
89
10-12
13
1.0 g (4.63 mmol) 138, 1.2 g (4.63 mmol) 139 und 1.87 g (18.5 mmol) NEt3 wurden in 25 ml abs.
THF unter Stickstoffatmosphäre gelöst. Die Lösung wurde auf –60° C abgekühlt. 72 mg (0.069
mmol) Tris-(condibenzylidenaceton)dipalladium(0)-chloroformkomplex und 192 mg (0.278 mmol)
119 wurden in 3 ml abs. THF unter Stickstoffatmosphäre gelöst und bei Raumtemperatur 30 min.
gerührt, bis die Lösung sich rot - orange färbte. Die Katalysatorlösung wurde über 15 min.
tropfenweise zur Reaktionslösung gegeben. Das Reaktionsgemisch wurde 1 h gerührt, wobei es sich
langsam auf –35° C erwärmte. Die Lösung wurde dann schnell auf Raumtemperatur erwärmt. Dann
wurden 119 mg (0.278 mmol) dppb und nach weiteren 10 min. Rühren 1.6 g (4.63 mmol) 144,
gelöst in 5 ml abs. THF, zugegeben. Nach weiteren 3 h Rühren bei Raumtemperatur wurde das
Reaktionsgemisch am Rotationsverdampfer eingeengt und alle flüchtigen Bestandteile an der
Ölpumpe entfernt. Der Rückstand wurde mit MTBE / Hexan (4:1) an Kieselgel chromatographiert.
Ausbeute: 2.49 g (3.74 mmol, 79 %) 146 (gelbes, viskoses Öl); 310 mg (0.538 mmol, 11 %) 141a
(gelber Feststoff).
1H-NMR (400 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 7.99 (d, 2 H, J = 8 Hz, Nosyl), 7.67 (m, 4 H, Nosyl), 7.59
(d, 2 H, J = 8 Hz, Nosyl), 5.82 (dm, 1 H, J = 6 Hz, H2), 5.78 (dm, 1 H, J = 6 Hz, H3), 5.65 (ddt, 1
H, J = 17 Hz, 12 Hz, 7 Hz, H8), 5.00 (d, 1 H, J = 17 Hz, H9), 4.99 (d, 1 H, J = 12 Hz, H9), 4.79 (m,
2 H, H4, H1), 4.38 (t, 1 H, J = 7 Hz, H13), 3.55 (m, 2 H, OCH2CH3), 3.41 (m, 2 H, OCH2CH3),
3.31 (m, 2 H, H6), 3.12 (m, 2 H, H7), 2.40 (dt, 1 H, J = 16 Hz, 8 Hz, H5), 2.32 (m, 2 H, H10), 1.62
(m, 3 H, H11, H5), 1.51 (m, 2 H, H12), 1.13 (t, 6 H, J = 7 Hz, OCH2CH3).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 147.8 (Cq, Nosyl), 134.2 (CH, Nosyl), 134.0 (CH,
C2), 133.9 (CH, C3), 133.8 (CH, Nosyl), 133.7 (CH, Nosyl), 133.5 (Cq, Nosyl), 133.3 (Cq, Nosyl),
131.8 (CH, Nosyl), 130.7 (CH, Nosyl), 124.1 (CH, C8), 117.3 (CH2, C9), 102.1 (CH, C13), 61.7
(CH, C4), 61.6 (CH, C1), 61.3 (CH2, OCH2CH3), 61.2 (CH2, OCH2CH3), 44.7 (CH2, C6), 44.1
(CH2, C10), 35.4 (CH2, C7), 33.7 (CH2, C11), 30.9 (CH2, C12), 26.4 (CH2, C5), 15.2 (CH3,
OCH2CH3).
II Experimenteller Teil
114
D
20
][α
IR (ATR): 3095 (w), 3078 (w), 2975 (w), 1726 (w), 1544 (s), 1440 (w), 1373 (s), 1348 (s), 1163
(s), 1125 (s), 1060 (m), 852 (m), 779 (m), 741 (w), 653 (w).
MS m/z (%): 435 (23), 365 (13), 337 (12), 321 (36) [M-C8H17O2NNosyl+], 215 (43) [CH3NNosyl+],
186 (100) [Nosyl+], 94 (33).
HRMS: ber. für C29H38N4O10S2 [M+]: 666.2029, gef.: 666.2028.
Ber. für C
29H38N4O10S2: C: 52.24 %, N: 8.41 %, H: 5.75 %; gef. C: 52.16 %, N: 8.145 %,
H: 6.009 %.
= -5.2° (c = 1, CHCl3).
Synthese von (1S,4R)-N'-(4,4-Diethoxy-butyl)-N,N'-dinosyl-N-prop-2-enyl-cyclopent-4-enyl-
1,3-diamin (147).
N
N
Ns
CH(OEt)2
Ns( )3
Die Synthese der Verbindung erfolgte aus 1.5 g (6.94 mmol) 138 unter den gleichen Bedingungen
wie bei der Darstellung von 146.
Ausbeute: 3.56 g (5.46 mmol, 79 %) 147 (gelbes, viskoses Öl); 340 mg (0.62 mmol, 9 %) 142a
(gelber Feststoff).
1H-NMR (400 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 8.04 (dd, 1 H, J = 8 Hz, 1 Hz, Nosyl), 8.02 (dd, 1 H, J = 8
Hz, 1 Hz, Nosyl), 7.76 – 7.60 (m, 6 H, Nosyl), 5.84 (ddd, 1 H, J = 6 Hz, 2 Hz, 2 Hz, Olefin), 5.78
(ddd, 1 H, J = 6 Hz, 2 Hz, 1 Hz, Olefin), 5.76 (ddt, 1 H, J = 17 Hz, 11 Hz, 6 Hz, Olefin), 5.16 (d, 1
H, J = 17 Hz, Olefin), 5.07 (d, 1 H, J = 12 Hz, Olefin), 4.86 (m, 1 H), 4.79 (m, 1 H), 4.40 (t, 1 H, J
= 7 Hz), 4.88 (d, 2 H, J = 6 Hz), 3.59 (m, 2 H), 3.44 (m, 2 H), 3.31 (m, 1 H), 3.10 (m, 1 H), 3.10 (m,
1 H), 2.45 (dt, 1 H, J = 14 Hz, 8 Hz), 1.73 (dt, 1 H, J = 14 Hz, 8 Hz), 1.68 – 1.48 (m, 4 H), 1.16 (t, 6
H, J = 7 Hz).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 148.0 (Cq, Nosyl), 147.8 (Cq, Nosyl), 135.0 (CH),
134.4 (CH, Nosyl), 134.2 (CH, Nosyl), 133.7 (CH, Olefin), 133.7 (CH, Olefin), 131.8 (CH, Nosyl),
131.7 (CH, Nosyl), 131.4 (CH, Nosyl), 130.9 (CH, Nosyl), 124.2 (CH, Olefin), 117.9 (CH2, Olefin),
102.3 (CH), 61.8 (CH), 61.6 (CH), 61.4 (CH2), 61.4 (CH2), 46.9 (CH2), 44.6 (CH2), 34.1 (CH2),
31.0 (CH2), 26.4 (CH2), 15.3 (CH3).
IR (ATR): 3093 (w), 3075 (w), 2930 (w), 2880 (w), 1543 (s), 1440 (w), 1373 (s), 1348 (s), 1163
(s), 1124 (m), 1060 (m), 852 (m), 780 (m), 741 (w), 661 (w).
II Experimenteller Teil
115
D
20
][α
D
20
][α
MS m/z (%): 420 (50), 307 (68) [M-C8H17O2NNosyl+], 186 (90) [Nosyl+], 120 (82), 103 (100), 75
(81), 57 (78).
HRMS: ber. für C28H34N4O10S2 [M-2H+]: 650.1716, gef.: 650.1719.
Ber. für C
28H36N4O10S2: C: 51.52 %, N: 8.58 %, H: 5.56 %; gef. C: 51.30 %, N: 8.581 %,
H: 5.476 %.
= -15.6° (c = 1, CHCl3).
Synthese von (1R,4S)-4-(But-3-enyl-N-nosylamino)-cyclopent-2-enol (148).
H
N
Ns
1.45 g (3.66 mmol) 141 wurden in 30 ml 0.5 M NaOH / Dioxan (1:1) gelöst und 1 h gerührt. Das
Reaktionsgemisch wurde zu 100 ml Essigester und 20 ml ges. NaCl–Lösung gegeben. Die wäßrige
Phase wurde zweimal mit je 100 ml Essigester extrahiert und die vereinigten organischen Phasen
über MgSO4 getrocknet. Das Reaktionsgemisch wurde am Rotationsverdampfer eingeengt und der
Rückstand mit MTBE / Hexan (1:1) an Kieselgel chromatographiert.
Ausbeute: 1.24 g (3.66 mmol, 99 %), gelbes Öl.
1H-NMR (400 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 8.03 (dd, 1 H, J = 8 Hz, 1 Hz, Nosyl), 7.69 (m, 2 H,
Nosyl), 7.61 (dd, 1 H, J = 8 Hz, 1 Hz, Nosyl), 5.99 (ddd, 1 H, J = 6 Hz, 2 Hz, 2 Hz, Olefin), 5.78
(ddd, 1 H, J = 6 Hz, 2 Hz, 1 Hz, Olefin), 5.68 (ddt, 1 H, J = 17 Hz, 11 Hz, 7 Hz, Olefin), 5.02 (d, 1
H, J = 17 Hz, Olefin), 5.01 (d, 1 H, J = 11 Hz, Olefin), 4.85 (m, 1 H), 4.70 (m, 1 H), 3.36 (ddd, 1 H,
J = 15 Hz, 9 Hz, 6 Hz), 3.18 (ddd, 1 H, J = 15 Hz, 9 Hz, 6 Hz), 2.62 (dt, 1 H, J = 15 Hz, 8 Hz), 2.34
(m, 2 H), 2.10 (sbr, 1 H, OH), 1.51 (dt, 1 H, J = 15 Hz, 5 Hz).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 148.0 (Cq, Nosyl), 137.3 (CH, Olefin), 134.4 (CH,
Nosyl), 133.6 (CH, Olefin), 133.2 (CH, Nosyl), 133.2 (Cq, Nosyl), 131.6 (CH, Nosyl), 130.8 (CH,
Nosyl), 124.1 (CH, Olefin), 117.1 (CH2, Olefin), 74.4 (CH), 62.4 (CH), 44.0 (CH2), 38.4 (CH2),
35.4 (CH2).
IR (ATR): 3600 - 3200 (wbr), 3075 (w), 2978 (wbr), 2943 (wbr), 1543 (s), 1439 (w), 1372 (s),
1344 (s), 1161 (s), 1130 (s), 1062 (m), 896 (m), 825 (m), 776 (m), 653 (w).
MS m/z (%): 297 (28) [M-C4H7NNosyl+], 215 (90) [M-CH3NNosyl+], 186 (100) [Nosyl+], 83 (50).
HRMS: ber. für C15H18N2O5S [M+]: 338.0936, gef.: 338.0938.
Ber. für C
15H18N2O5S: C: 53.24 %, N: 8.28 %, H: 5.36 %; gef. C: 53.21 %, N: 8.232 %,
H: 5.324 %.
= -20.3° (c = 1, CHCl3).
II Experimenteller Teil
116
D
20
][α
Synthese von (1R,4S)-4-(N-Nosyl-prop-2-enylamino)-cyclopent-2-enol (149).
H
N
Ns
Die Synthese der Verbindung erfolgte aus 720 mg (1.89 mmol) 142 unter den gleichen
Bedingungen wie bei der Darstellung von 148.
Ausbeute: 600 mg (1.85 mmol, 98 %), gelbes, viskoses Öl.
1H-NMR (400 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 8.03 (dd, 1 H, J = 8 Hz, 1 Hz, Nosyl), 7.69 (m, 2 H,
Nosyl), 7.61 (dd, 1 H, J = 8 Hz, 1 Hz, Olefin), 5.96 (ddd, 1 H, J = 6 Hz, 2 Hz, 2 Hz, Olefin), 5.74
(ddd, 1 H, J = 6 Hz, 2 Hz, 1 Hz, Olefin), 5.74 (ddt, 1 H, J = 17 Hz, 11 Hz, 7 Hz, Olefin), 5.16 (d, 1
H, J = 17 Hz, Olefin), 5.05 (d, 1 H, J = 11 Hz, Olefin), 4.89 (m, 1 H), 4.67 (m, 1 H), 3.97 - 3.80 (m,
2 H), 2.66 (dt, 1 H, J = 15 Hz, 8 Hz), 2.17 (sbr, 1 H, OH), 1.58 (dt, 1 H, J = 15 Hz, 5 Hz).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 147.9 (Cq, Nosyl), 137.5 (CH, Olefin), 135.2 (CH,
Olefin), 133.9 (Cq, Nosyl), 133.6 (CH, Nosyl), 133.2 (CH, Nosyl), 132.9 (CH, Nosyl), 131.6 (CH,
Nosyl), 131.2 (CH, Nosyl), 124.1 (CH, Olefin), 117.9 (CH2, Olefin), 74.5 (CH), 62.4 (CH), 46.8
(CH2), 38.7 (CH2).
IR (ATR): 3600 - 3200 (wbr), 3075 (w), 2978 (wbr), 2943 (wbr), 1543 (s), 1439 (w), 1372 (s),
1344 (s), 1161 (s), 1130 (s), 1062 (m), 896 (m), 825 (m), 776 (m), 653 (w).
MS m/z (%): 297 (28) [M-C4H7NNosyl+], 215 (90) [M-CH3NNosyl+], 186 (100) [Nosyl+], 83 (50),
55 (35).
HRMS: ber. für C15H18N2O5S [M+]: 338.0936, gef.: 338.0938.
Ber. für C
15H18N2O5S: C: 53.24 %, N: 8.28 %, H: 5.36 %; gef. C: 53.21 %, N: 8.232 %,
H: 5.324 %.
= +16.1° (c = 1, CHCl3).
Synthese von (1S,4S)-N-But-3-enyl-N'-(4,4-diethoxy-butyl)-N,N'-dinosyl-cyclopent-4-enyl-1,3-
diamin (150).
N
N
Ns
CH(OEt)2
Ns( )3
12
3
4
5
6
7
89
10-12
13
1.75 g (5.18 mmol) 148, 3.6 g (10.36 mmol) 144 und 3.4 g (12.94 mmol) PPh3 wurden in 150 ml
abs. THF unter Stickstoffatmosphäre gelöst. Dann wurden 1.8 g (10.36 mmol) DEAD, gelöst in
II Experimenteller Teil
117
D
20
][α
10 ml abs. THF, über 15 min. zugetropft. Nach 1 h Rühren bei Raumtemperatur wurde das
Reaktionsgemisch am Rotationsverdampfer eingeengt mit MTBE / Hexan (4:1) an Kieselgel
chromatographiert.
Ausbeute: 2.9 g (4.35 mmol, 87 %), gelbes, viskoses Öl.
1H-NMR (400 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 8.00 (m, 2 H, Nosyl), 7.67 (m, 4 H, Nosyl), 7.59 (d, 2 H, J
= 8 Hz, Nosyl), 5.87 (m, 2 H, H2, H3), 5.64 (ddt, 1 H, J = 17 Hz, 11 Hz, 7 Hz, H8), 5.19 (m, 2 H,
H1, H4), 5.01 (d, 1 H, J = 11 Hz, H9), 5.00 (d, 1 H, J = 17 Hz, H9), 4.40 (t, 1 H, J = 7 Hz, H13),
3.59 (m, 2 H, OCH2CH3), 3.44 (m, 2 H, OCH2CH3), 3.22 (m, 2 H, H6), 2.90 (m, 2 H, H10), 2.27
(m, 2 H, H7), 1.96 (t, 2 H, J = 7 Hz, H5), 1.56 – 1.47 (m, 4 H, H11, H12), 1.16 (t, 6 H, J = 7 Hz,
OCH2CH3).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 148.0 (Cq, Nosyl), 135.4 (CH, C2), 135.1 (CH, C3),
134.1 (CH, Nosyl), 133.7 (CH, Nosyl), 133.6 (CH, Nosyl), 133.4 (Cq, Nosyl), 133.3 (Cq, Nosyl),
131.7 (CH, Nosyl), 130.8 (CH, Nosyl), 124.1 (CH, C8), 117.4 (CH2, C9), 102.3 (CH, C13), 63.8
(CH, C1), 63.7 (CH, C4), 61.3 (CH2, OCH2CH3), 44.5 (CH2, C6), 44.0 (CH2, C10), 35.3 (CH2, C7),
33.1 (CH2, C11), 31.0 (CH2, C5), 26.3 (CH2, C12), 15.3 (CH3, OCH2CH3).
IR (ATR): 3074 (w), 2975 (w), 2929 (w), 1734 (w), 1543 (s), 1439 (w), 1372 (s), 1352 (s), 1163
(s), 1121 (s), 1059 (s), 852 (m), 776 (m), 742 (m), 652 (w).
MS m/z (%): 435 (100) [M-C3H5,Nosyl+], 366 (38), 321 (98) [M-C8H17O2NNosyl+], 186 (84)
[Nosyl+], 179 (50), 103 (49), 94 (75), 85 (51).
HRMS: ber. für C29H38N4O10S2 [M+]: 666.2029, gef.: 666.2037.
Ber. für C
29H38N4O10S2: C: 52.24 %, N: 8.41 %, H: 5.75 %; gef. C: 52.03 %, N: 8.167 %,
H: 5.973 %.
= -36.0° (c = 1, CHCl3).
Synthese von (1S,4S)-N'-(4,4-Diethoxy-butyl)-N,N'-dinosyl-N-prop-2-enyl-cyclopent-4-enyl-
1,3-diamin (151).
N
N
Ns
CH(OEt)2
Ns( )3
Die Synthese der Verbindung erfolgte aus 625 mg (0.185 mmol) 149 unter den gleichen
Bedingungen wie bei der Darstellung von 150.
Ausbeute: 978 mg (0.15 mmol, 81 %), gelbes, viskoses Öl.
II Experimenteller Teil
118
D
20
][α
1H-NMR (400 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 8.03 (dd, 1 H, J = 8 Hz, 1 Hz, Nosyl), 8.00 (dd, 1 H, J = 8
Hz, 1 Hz, Nosyl), 7.73 – 7.57 (m, 6 H, Nosyl), 5.89 (ddd, 1 H, J = 6 Hz, 1 Hz, 1 Hz, Olefin), 5.81
(ddd, 1 H, J = 6 Hz, 1 Hz, 1 Hz, Olefin), 5.72 (ddt, 1 H, J = 17 Hz, 10 Hz, 6 Hz, Olefin), 5.22 (m, 1
H), 5.41 (m, 1 H), 5.10 (d, 1 H, J = 17 Hz, Olefin), 5.05 (d, 1 H, J = 10 Hz, Olefin), 4.40 (t, 1 H, J =
6 Hz), 3.71 (d, 2 H, J = 7 Hz), 3.60 (m, 2 H), 3.45 (m, 2 H), 3.24 (m, 1 H), 2.89 (m, 1 H), 2.01 (m, 2
H), 1.70 – 1.49 (m, 3 H), 1.16 (t, 6 H, J = 7 Hz).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 148.0 (Cq, Nosyl), 147.9 (Cq, Nosyl), 136.0 (CH,
Olefin), 134.6 (CH, Nosyl), 134.5 (CH, Nosyl), 133.7 (CH, Olefin), 133.6 (Cq, Nosyl), 133.5 (Cq,
Nosyl), 131.8 (CH, Nosyl), 131.7 (CH, Nosyl), 131.3 (CH, Nosyl), 130.9 (CH, Nosyl), 124.2 (CH,
Olefin), 118.1 (CH2, Olefin), 102.3 (CH), 63.8 (CH), 63.6 (CH), 61.3 (CH2), 61.3 (CH2), 46.9
(CH2), 44.5 (CH2), 33.1 (CH2), 31.0 (CH2), 26.4 (CH2), 15.3 (CH3).
IR (ATR): 3093 (w), 3075 (w), 2930 (w), 2878 (w), 1544 (s), 1439 (w), 1373 (s), 1353 (s), 1164
(s), 1123 (m), 1060 (m), 852 (m), 788 (m), 743 (w), 653 (w).
MS m/z (%): 567 (20), [M-C5H9O+], 420 (100), 307 (86) [M-C8H17O2NNosyl+], 186 (44) [Nosyl+],
120 (82).
HRMS: ber. für C23H27N4O9S2 [M-C5H9O+]: 567.1219, gef.: 567.1225.
Ber. für C
28H36N4O10S2: C: 51.52 %, N: 8.58 %, H: 5.56 %; gef. C: 51.38 %, N: 8.521 %,
H: 5.585 %.
= -59.7° (c = 1, CHCl3).
Experimenteller Teil zu Kapitel 10. 4.
Synthese von (2S,8S)-2-[2-(4,4-Diethoxy-butyl)-N-nosylamino]-but-3-enyl-N-nosyl-1,2,5,6-
tetrahydro-pyridin (153).
N
Ns
N
Ns
CH(OEt)2
H
( )3
12
3
4
5
6789
11-13
14
10
1.4 g (2.102 mmol) 146 wurden in 100 ml abs. CH2Cl2 gelöst und dann 50 ml C2H4 langsam durch
die Lösung geleitet. 87 mg (0.105 mmol) [Ru] wurden zugegeben und die Lösung 48 h bei 35° C
gerührt. Das Reaktionsgemisch wurde am Rotationsverdampfer eingeengt und der Rückstand mit
MTBE / Hexan (7:3) an Kieselgel chromatographiert.
Ausbeute: 1.105 g (1.66 mmol, 79 %) 153 (gelbes, viskoses Öl), 225 mg (0.338 mmol, 15 %) 146.
1H-NMR (400 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 8.16 (d, 2 H, J = 8 Hz, Nosyl), 7.92 (d, 2 H, J = 8 Hz,
Nosyl), 7.74 – 7.56 (m, 5 H, Nosyl), 7.52 (d, 2 H, J = 8 Hz, Nosyl), 5.84 – 5.59 (m, 3 H, H3, H4,
II Experimenteller Teil
119
D
20
][α
H9), 5.22 (d, 1 H, J = 11 Hz, H10), 5.15 (d, 1 H, J = 17 Hz, H10), 4.45 (t, 1 H, J = 7 Hz, H14), 4.40
(m, 1 H, H12), 4.31 (m, 1 H, H18), 3.94 (dd, 1 H, J = 15 Hz, 7 Hz, H7), 3.60 (m, 2 H, OCH2CH3),
3.45 (m, 2 H, OCH2CH3), 3.40 – 3.20 (m, 3 H, H6, H7), 2.22 –2.00 (m, 3 H, H5, H11), 1.82 (dm, 1
H, J = 15 Hz. H5), 1.69 (m, 2 H, H12), 1.58 (m, 2 H, H13), 1.16 (t, 6 H, J = 7 Hz, OCH2CH3).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 148.0 (Cq, Nosyl), 147.8 (Cq, Nosyl), 134.2 (CH,
Nosyl), 133.7 (Cq, Nosyl), 133.5 (CH, Nosyl), 133.4 (CH, Nosyl), 133.1 (Cq, Nosyl), 132.0 (CH,
Nosyl), 132.0 (CH, Nosyl), 131.6 (CH, Nosyl), 130.2 (CH, Nosyl), 126.9 (CH, Nosyl), 125.4 (CH,
C9), 124.0 (CH, C3), 123.8 (CH, C4), 119.2 (CH2, C10), 102.4 (CH, C14), 61.4 (CH2, OCH2CH3),
61.2 (CH2, OCH2CH3), 56.1 (CH, C2), 51.6 (CH, C8), 45.0 (CH2, C6), 38.2 (CH2, C11), 37.8 (CH2,
C12), 31.0 (CH2, C7), 26.3 (CH2, C5), 23.0 (CH2, C13), 15.3 (CH3, OCH2CH3).
IR (ATR): 3095 (w), 3074 (w), 2930 (w), 2878 (w), 1543 (s), 1439 (w), 1373 (s), 1351 (s), 1163
(s), 1125 (s), 1059 (s), 999 (m), 852 (m), 779 (w), 729 (m), 678 (w).
MS m/z (%): 434 (10), 267 (100) [C5H7NNosyl+], 186 (35) [Nosyl+].
HRMS: ber. für C29H37N4O10S2 [M-H+]: 665.1951, gef.: 665.1955.
Ber. für C
29H38N4O10S2: C: 52.24 %, N: 8.41 %, H: 5.75 %; gef. C: 52.59 %, N: 8.287 %,
H: 5.863 %.
= +82.3° (c = 1, CHCl3).
Synthese von (1S,4S)-N-But-3-enyl-N,N'-dibenzyloxycarbonyl-N'-(4,4-diethoxy-butyl)-
cyclopent-4-enyl-1,3-diamin (155).
N
N
Z
CH(OEt)2
Z( )3
1.6 g (2.4 mmol) 155 und 3.3 g (24 mmol) K2CO3 wurden in 30 ml DMF gelöst und auf 70° C
erwärmt. Dann wurden 660 mg (6.0 mmol) Thiophenol zugegeben und weitere 30 min. bei 70° C
gerührt. Das Reaktionsgemisch wurde auf Raumtemperatur abgekühlt und 1 g (6.0 mmol)
Benzylchloroformiat, gelöst in 3 ml DMF, langsam zugetropft. Nach Zugabe von 100 ml MTBE
wurde das Reaktionsgemisch filtriert, am Rotationsverdampfer eingeengt und alle flüchtigen
Bestandteile an der Ölpumpe entfernt. Der Rückstand wurde mit MTBE / Hexan (3:7) an Kieselgel
chromatographiert.
Ausbeute: 1.29 g (2.29 mmol, 95 %), farbloses Öl.
1H-NMR (500 MHz, C6D6): δ (ppm) = 7.30 – 7.00 (m, 10 H, Phenyl), 5.62 (m, 1 H, Olefin), 5.54
(dm, 2 H, J = 6 Hz, Olefin), 5.50 (dm, 2 H, J = 6 Hz, Olefin), 5.37 – 5.25 (m, 2 H), 5.12 (m, 4 H,
II Experimenteller Teil
120
D
20
][α
Benzyl), 4.94 (d, 1 H, J = 17 Hz, Olefin), 4.91 (d, 1 H, J = 11 Hz, Olefin), 4.38 (t, 1 H, J = 7 Hz),
3.50 (m, 2 H), 3.35 (m, 2 H), 3.31 (m, 2 H), 3.12 (m, 2 H), 2.92 (m, 2 H), 2.30 – 2.21 (m, 2 H), 1.98
(m, 2 H), 1.74 – 1.52 (m, 4 H), 1.10 (t, 6 H, J = 7 Hz).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 155.8 (Cq, Carbonyl), 155.6 (Cq, Carbonyl), 137.5
(Cq, Phenyl), 137.4 (Cq, Phenyl), 135.5 (CH, Olefin), 134.6 (CH, Olefin), 134.4 (CH, Olefin),
128.3 (CH, Phenyl) 128.0 (CH, Phenyl) 127.7 (CH, Phenyl), 127.7 (CH, Phenyl), 116.0 (CH2,
Olefin), 102.6 (CH), 66.8 (CH2), 62.7 (CH), 62.6 (CH), 60.8 (CH2), 60.7 (CH2), 44.3 (CH2), 43.8
(CH2), 34.9 (CH2), 34.6 (CH2), 31.3 (CH2), 25.6 (CH2), 15.2 (CH3).
IR (ATR): 3066 (w), 3033 (w), 2974 (w), 2930 (w), 2896 (w), 1697 (sbr), 1418 (mbr), 1282 (m),
1127 (m), 1105 (m), 1062 (m), 996 (w), 767 (m), 698 (w).
MS m/z (%): 383 (6), 270 (5), 216 (7), 91 (100) [C7H7+].
HRMS: ber. für C33H44N2O6 [M+]: 564.3199, gef.: 564.3197.
Ber. für C33H44N2O6: C: 70.19 %, N: 4.96 %, H: 7.85 %; gef. C: 70.08 %, N: 4.941 %, H: 7.914 %.
= -104.8° (c = 1, CHCl3).
Synthese von (2S,8R)-N-Benzyloxycarbonyl-2-[2-N-benzyloxycarbonyl-(4,4-diethoxy-butyl)-
amino]-but-3-enyl-1,2,5,6-tetrahydropyridin (156).
N
Z
N
Z
CH(OEt)2
H
( )3
1.6 g (2.84 mmol) 155 wurden in 100 ml abs. CH2Cl2 gelöst und dann 50 ml C2H4 langsam durch
die Lösung geleitet. 117 mg (0.142 mmol) [Ru] wurden zugegeben und die Lösung 12 h bei
Raumtemperatur gerührt. Das Reaktionsgemisch wurde am Rotationsverdampfer eingeengt und der
Rückstand mit MTBE / Hexan (3:7) an Kieselgel chromatographiert.
Ausbeute: 1.55 g (2.75 mmol, 97 %), farbloses Öl.
1H-NMR (500 MHz, C6D6): δ (ppm) = 7.30 – 7.00 (m, 10 H, Phenyl), 6.01 – 5.88 (m, 1 H), 5.57
(dm, 2 H, J = 6 Hz), 5.52 (dm, 2 H, J = 6 Hz), 5.13 (m, 5 H), 4.97 (d, 1 H, J = 11 Hz), 4.72 – 4.61
(m, 1 H), 4.54 (m, 1 H), 4.41 (t, 1 H, J = 7 Hz), 4.18 – 4.00 (m, 1 H), 3.51 (m, 2 H), 3.35 (m, 2 H),
3.33 – 3.16 (m, 1 H), 2.69 (ddd, 1 H, J = 15 Hz, 6 Hz, 4 Hz), 1.99 (m, 3 H), 1.74 (m, 2 H), 1.60 (m,
2 H), 1.49 (dm, 1 H, J = 17 Hz), 1.10 (t, 6 H, J = 7 Hz).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 155.7 (Cq), 155.0 (Cq), 137.7 (CH), 137.6 (Cq), 137.4
(Cq), 128.3 – 127.5 (9 C), 116.2 (CH2), 102.7 (CH), 66.9 (CH2), 66.8 (CH2), 60.8 (CH2), 60.7
(CH2), 57.5 (CH), 50.3 (CH), 45.8 (CH2), 37.2 (CH2), 37.1 (CH2), 31.4 (CH2), 25.3 (CH2), 24.7
(CH2), 15.2 (CH3).
II Experimenteller Teil
121
D
20
][α
IR (ATR): 3065 (w), 3033 (w), 2974 (m), 2943 (w), 2896 (w), 1695 (sbr), 1455 (mbr), 1415 (mbr),
1287 (mbr), 1138 (mbr), 1069 (mbr), 994 (mbr), 770 (m), 698 (m).
MS m/z (%): 518 (14) [M-C2H6O+], 427 (18) [M-Z+], 383 (22), 270 (53), 224 (18), 134 (16), 91
(100) [C7H7+].
HRMS: ber. für C33H44N2O6 [M+]: 564.3199, gef.: 564.3202.
Ber. für C33H44N2O6: C: 70.19 %, N: 4.96 %, H: 7.85 %; gef. C: 70.49 %, N: 5.195 %, H: 7.634 %.
= +82.4° (c = 1, CHCl3).
Synthese von (2S,7R)-2-[2-(4,4-Diethoxy-butyl)-N-nosylamino]-but-3-enyl-N-nosyl-2,5-
dihydropyrrol (157).
N
Ns
N
Ns
CH(OEt)2
H
( )3
12
3
4
5
678
10-12
13
9
Die Synthese der Verbindung erfolgte aus 1.3 g (1.98 mmol) 147 unter den gleichen Bedingungen
wie bei der Darstellung von 153.
Ausbeute: 1.15 g (1.76 mmol, 89 %), gelbes, viskoses Öl.
1H-NMR (400 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 8.02 (m, 1 H, Nosyl), 7.85 (m, 1 H, Nosyl), 7.74 – 7.55
(m, 6 H, Nosyl), 5.96 (dd, 1 H, J = 6 Hz, 2 Hz, H3), 5.77 (d, 1 H, J = 6 Hz, H4), 5.96 (ddd, 1 H, J =
17 Hz, 10 Hz, 6 Hz, H8), 5.15 (d, 1 H, J = 10 Hz, H5), 5.11 (d, 1 H, J = 17 Hz, H5), 4.82 (m, 1 H,
H7), 4.54 (m, 1 H, H2), 4.46 (t, 1 H, J = 7 Hz, H13), 4.29 (dd, 1 H, J = 16 Hz, 1 Hz, H6), 4.12 (ddd,
1 H, J = 6 Hz, 2 Hz, 1 Hz, H6), 3.60 (m, 2 H, OCH2CH3), 3.46 (m, 2 H, OCH2CH3), 3.29 (dd, 2 H, J
= 10 Hz, 7 Hz, H6), 2.37 (ddd, 1 H, J = 15 Hz, 9 Hz, 4 Hz, H10), 1.98 (ddd, 1 H, J = 15 Hz, 9 Hz, 6
Hz, H10), 1.77 (m, 2 H, H11), 1.68 (m, 2 H, H12), 1.16 (t, 6 H, J = 7 Hz, OCH2CH3).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 148.8 (Cq, Nosyl), 148.1 (Cq, Nosyl), 135.8 (CH, C3),
133.7 (Cq, Nosyl), 133.6 (Cq, Nosyl), 133.5 (CH, Nosyl), 131.8 (CH, Nosyl), 131.7 (CH, Nosyl),
130.8 (CH, C4), 129.6 (CH, Nosyl), 129.4 (CH, Nosyl), 125.4 (CH, C8), 124.2 (CH, Nosyl), 124.0
(CH, Nosyl), 118.5 (CH2, C3), 102.5 (CH, C13), 65.1 (CH, C2), 61.5 (CH2, OCH2CH3), 61.3 (CH2,
OCH2CH3), 56.6 (CH, C7), 55.2 (CH2, C5), 44.9 (CH2, C6), 39.0 (CH2, C10), 31.1 (CH2, C11),
26.2 (CH2, C12), 15.3 (CH3, OCH2CH3).
IR (ATR): 3093 (w), 2975 (w), 2930 (w), 2881 (w), 1544 (s), 1439 (w), 1373 (s), 1354 (s), 1167
(s), 1127 (s), 1060 (s), 1000 (m), 852 (m), 779 (w), 742 (m), 655 (w).
MS m/z (%): 420 (36) [M-C3H9NNosyl+], 253 (100), 186 (92) [Nosyl+], 70 (56).
HRMS: ber. für C28H35N4O10S2 [M-H+]: 651.1795, gef.: 651.1797.
II Experimenteller Teil
122
D
20
][α
D
20
][α
Ber. für C
28H36N4O10S2: C: 51.25 %, N: 8.58 %, H: 5.56 %; gef. C: 51.77 %, N: 8.245 %,
H: 5.799 %.
= +86.5° (c = 1, CHCl3).
Synthese von (1S,4S)-N,N'-Dibenzyloxycarbonyl-N'-(4,4-diethoxy-butyl)-N-prop-2-enyl-
cyclopent-4-enyl-1,3-diamin (159).
N
N
Z
CH(OEt)2
Z( )3
Die Synthese der Verbindung erfolgte aus 170 mg (0.261 mmol) 151 unter den gleichen
Bedingungen wie bei der Darstellung von 155.
Ausbeute: 135 mg (0.245 mmol, 94 %), farbloses Öl.
1H-NMR (500 MHz, C6D6): δ (ppm) = 7.30 – 7.00 (m, 10 H, Phenyl), 5.71 (m, 1 H), 5.57 – 5.49
(m, 2 H), 5.43 (m, 1 H), 5.31 (m, 1 H), 5.12 (m, 4 H, Benzyl), 4.96 (d, 1 H, J = 17 Hz), 4.90 (d, 1 H,
J = 10 Hz), 4.38 (t, 1 H, J = 6 Hz), 3.60 – 3.46 (m, 4 H), 3.35 (m, 2 H), 3.12 (m, 1 H), 2.92 (m, 1 H),
1.74 – 1.52 (m, 4 H), 1.09 (t, 6 H, J = 7 Hz).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 155.8 (Cq, Carbonyl), 155.7 (Cq, Carbonyl), 137.5
(Cq, Phenyl), 137.4 (Cq, Phenyl), 135.8 (CH), 134.9 (CH), 134.3 (CH), 128.3 – 127.5 (7 C), 115.5
(CH2), 102.7 (CH), 67.0 (CH2), 66.9 (CH2), 62.6 (CH), 62.5 (CH), 60.8 (CH2), 60.8 (CH2), 46.2
(CH2), 44.2 (CH2), 34.7 (CH2), 31.2 (CH2), 25.6 (CH2), 15.2 (CH3).
IR (ATR): 3064 (w), 3032 (w), 2973 (w), 2929 (w), 2880 (w), 1693 (sbr), 1454 (mbr), 1409 (sbr),
1283 (mbr), 1134 (mbr), 1065 (mbr), 978 (mbr), 736 (w), 697 (m).
MS m/z (%): 504 (21) [M-C2H6O+], 413 (26), 369 (61), 325 (25), 256 (82), 120 (61), 91 (100)
[C7H7+].
HRMS: ber. für C32H42N2O6 [M+]: 550.3043, gef.: 550.3049.
Ber. für C32H42N2O6: C: 69.79 %, N: 5.09 %, H: 7.69 %; gef. C: 69.41 %, N: 5.135 %, H: 7.831 %.
= -107.2° (c = 1, CHCl3).
II Experimenteller Teil
123
D
20
][α
Synthese von (2S,7S)-N-Benzyloxycarbonyl-2-[2-N-benzyloxycarbonyl-(4,4-diethoxy-butyl)-
amino]-but-3-enyl-2,5-dihydro-1H-pyrrol (160).
N
Z
N
Z
CH(OEt)2
H
( )3
Die Synthese der Verbindung erfolgte aus 100 mg (0.182 mmol) 159 unter den gleichen
Bedingungen wie bei der Darstellung von 156.
Ausbeute: 99 mg (0.180 mmol, 99 %), farbloses Öl.
1H-NMR (500 MHz, C6D6): δ (ppm) = 7.30 – 7.00 (m, 10 H, Phenyl), 5.98 – 5.81 (m, 1 H), 5.60 –
5.50 (m, 1 H), 5.27 (m, 1 H), 5.20 – 5.05 (m, 5 H), 5.03 – 4.91 (m, 1 H), 4.72 – 4.53 (m, 1 H), 4.40
(t, 1 H, J = 7 Hz), 4.03 – 3.86 (m, 1 H), 3.51 (m, 2 H), 3.35 (m, 2 H), 3.26 – 3.10 (m, 1 H), 2.04 –
1.88 (m, 1 H), 1.80 – 1.66 (m, 2 H), 1.58 (m, 2 H), 1.09 (t, 6 H, J = 7 Hz).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 155.6 (Cq, Carbonyl), 154.2 (Cq, Carbonyl), 137.7
(Cq, Phenyl), 137.5 (Cq, Phenyl), 129.7 (CH), 128.3 – 127.5 (8 C), 125.1 (CH), 116.3 (CH2), 102.7
(CH), 66.8 (CH2), 60.7 (CH2), 56.9 (CH), 48.7 (CH), 45.3 (CH2), 31.4 (CH2), 26.8 (CH2), 25.3
(CH2), 15.2 (CH3).
IR (ATR): 3065 (w), 3032 (w), 2973 (m), 2930 (w), 2875 (w), 1698 (sbr), 1455 (mbr), 1413 (sbr),
1272 (mbr), 1126 (sbr), 1062 (sbr), 1002 (mbr), 769 (m), 698 (m).
MS m/z (%): 505 (14) [M-C2H5O+], 256 (18), 91 (100) [C7H7+].
HRMS: ber. für C30H37N2O5 [M-C2H5O+]: 505.2702, gef.: 505.2709.
Ber. für C32H42N2O6: C: 69.79 %, N: 5.09 %, H: 7.69 %; gef. C: 69.61 %, N: 5.165 %, H: 7.773 %.
= +72.0° (c = 1, CHCl3).
Experimenteller Teil zu Kapitel 10. 5.
Totalsynthese der Tetraponerine T4 und T8.
Synthese von (2S,8R)-N-Benzyloxycarbonyl-2-[2-N-benzyloxycarbonyl-(4,4-diethoxy-butyl)-
amino]-but-3-enyl-1,2,5,6-tetrahydropyridin (163).
N
Z
N
Z
CH(OEt)2
H
( )3
Die Synthese der Verbindung erfolgte aus 1 g (0.150 mmol) 153 unter den gleichen Bedingungen
wie bei der Darstellung von 155.
II Experimenteller Teil
124
D
20
][α
Ausbeute: 813 mg (1.44 mmol, 96 %), farbloses Öl.
1H-NMR (500 MHz, C6D6): δ (ppm) = 7.30 – 7.00 (m, 10 H, Phenyl), 5.96 - 5.68 (m, 2 H), 5.52
(m, 1 H), 5.19 - 5.06 (m, 5 H), 5.57 (dm, 2 H, J = 6 Hz), 4.98 (d, 1 H, J = 11 Hz), 4.73 – 4.54 (m, 2
H), 4.44 (m, 1 H), 4.20 - 4.00 (m, 2 H), 3.52 (m, 2 H), 3.36 (m, 2 H), 3.33 – 3.09 (m, 2 H), 2.73
(ddd, 1 H, J = 15 Hz, 6 Hz, 4 Hz), 2.25 - 1.55 (m, 7 H), 1.49 (dm, 1 H, J = 17 Hz), 1.10 (t, 6 H, J =
7 Hz).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 155.9 (Cq, Carbonyl), 155.0 (Cq, Carbonyl), 137.7
(CH, Phenyl), 137.5 (Cq, Phenyl), 137.4 (Cq), 128.3 – 127.5 (9 C), 125.3 (CH), 116.1 (CH2), 102.7
(CH), 66.9 (CH2), 60.7 (CH2), 60.7 (CH2), 56.4 (CH), 50.0 (CH), 45.0 (CH2), 37.2 (CH2), 37.1
(CH2), 31.5 (CH2), 25.3 (CH2), 24.9 (CH2), 15.2 (CH3).
IR (ATR): 3032 (w), 2973 (m), 2929 (w), 1694 (sbr), 1455 (mbr), 1415 (sbr), 1281 (mbr), 1249
(m), 1198 (m), 1102 (m), 1057 (mbr), 994 (mbr), 755 (m), 697 (m).
MS m/z (%): 519 (35) [M-C2H5O+], 389 (46), 311 (35), 302 (50), 270 (78), 216 (85) [C5H10NZ+],
172 (86) [C9H18O2N+], 134 (48), 91 (100) [C7H7+].
HRMS: ber. für C31H39N2O5 [M-C2H5O+]: 519.2859, gef.: 519.2858.
Ber. für C33H44N2O6: C: 70.19 %, N: 4.96 %, H: 7.85 %; gef. C: 70.01 %, N: 5.060 %, H: 7.997 %.
= +69.2° (c = 1, CHCl3).
Synthese von (3R,4S)-3-[N-Benzyloxycarbonyl-(4,4-diethoxy-butyl)-amino]-4-(N-benzyloxy-
carbonyl-1,2,5,6-tetrahydropyridin-2-yl)-butanal (164).
N
Z
N
Z
CH(OEt)2
HH
O
( )3
650 mg (1.152 mmol) 163 wurden in 20 ml DMF / H2O (4:1) unter Sauerstoffatmosphäre gelöst.
Dann wurden 20 mg (0.115 mmol) PdCl2 und 57 mg (0.576 mmol) CuCl zugegeben und die
Suspension 6 h gerührt. Nach Zugabe von 100 ml MTBE wurde das Reaktionsgemisch über MgSO4
getrocknet. Das Reaktionsgemisch wurde am Rotationsverdampfer eingeengt und der Rückstand
mit MTBE / Hexan (1:1) an Kieselgel chromatographiert,
Ausbeute: 510 mg (0.876 mmol, 76 %), farbloses Öl.
1H-NMR (500 MHz, C6D6): δ (ppm) = 9.43 (sbr, 1 H, Aldehyd), 7.30 – 7.00 (m, 10 H, Phenyl),
5.68 – 5.58 (m, 1 H. Olefin), 5.51 (m, 1 H, Olefin), 5.19 – 5.01 (m, 4 H, Benzyl), 4.54 – 4.39 (m, 3
H), 4.19 – 3.99 (m, 1 H), 3.52 (m, 2 H), 3.40 – 3.25 (m, 3 H), 3.19 – 3.07 (m, 1 H), 2.77 – 2.33 (m,
3 H), 2.02 – 1.53 (m, 8 H), 1.48 (dm, 1 H, J = 18 Hz), 1.11 (t, 6 H, J = 7 Hz).
II Experimenteller Teil
125
D
20
][α
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 198.7 (CH, Aldehyd), 155.8 (Cq, Carbonyl), 155.0
(Cq, Carbonyl), 137.3 (Cq, Phenyl), 128.4 – 127.5 (8 C, Phenyl), 125.5 (CH, Olefin), 102.7 (CH),
102.6 (CH), 102.4 (CH), 67.0 (CH), 67.0 (CH2), 66.9 (CH2), 60.9 (CH2, Benzyl), 60.8 (CH2), 60.4
(CH2), 49.8 (CH2), 49.7 (CH2), 47.2 (CH), 45.6 (CH2), 45.9 (CH2), 37.9 (CH2), 37.1 (CH2), 31.4
(CH2), 24.9 (CH2), 24.8 (CH2), 24.5 (CH2), 15.3 (CH3).
IR (ATR): 3033 (w), 2972 (mbr), 2929 (w), 2899 (w), 1695 (sbr), 1424 (mbr), 1308 (mbr), 1241
(mbr), 1111 (mbr), 1060 (mbr), 757 (m), 699 (m).
MS m/z (%): 535 (18) [M-C2H5O+], 399 (30), 216 (28) [C5H10NZ+], 172 (82) [C9H18O2N+], 91
(100) [C7H7+].
HRMS: ber. für C31H39N2O6 [M-C2H5O+]: 535.2808, gef.: 535.2810.
Ber. für C33H44N2O7: C: 68.25 %, N: 4.82 %, H: 7.64 %; gef. C: 68.38 %, N: 5.117 %, H: 7.606 %.
= +51.8° (c = 1, CHCl3).
Synthese von (2S,8S)-N-Benzyloxycarbonyl-2-[2-N-benzyloxycarbonyl-(4,4-diethoxy-butyl)-
amino]-hept-4-enyl-1,2,5,6-tetrahydropyridin (165).
N
Z
N
Z
CH(OEt)2
H
( )3
A: Wittig-Reaktion
380 mg (0.987 mmol) P(Ph)3CH2CH2Br, 14 mg (0.987 mmol) NaH (60-%ig in Parafinöl) wurden in
4 ml THF / DMF (1:1) gelöst und 30 min. bei 40° C gerührt. Die Lösung färbte sich orange. Das
Reaktionsgemisch wurde auf 0° C abgekühlt. Dann wurden 200 mg (0.394 mmol) 164, gelöst in
1 ml THF, langsam zugetropft und 1 h gerührt. Dann wurden 0.5 ml ges. NH4Cl-Lösung zugegeben
und das Reaktionsgemisch über MgSO4 getrocknet. Das Lösungsmittel wurde am
Rotationsverdampfer eingeengt und der Rückstand mit MTBE / Hexan (3:7) an Kieselgel
chromatographiert.
Ausbeute: 90 mg (0.148 mmol, 38 %), farbloses Öl.
B: Takai-Olefinierung
250 mg (2.07 mmol) CrCl2 wurden in 15 ml abs. THF gegeben und unter starkem Rühren 150 mg
(2.07 mmol) abs. DMF, gelöst in 1 ml abs. THF, zugegeben. Die Reaktionslösung wurde 30 min.
gerührt. Dann wurden 153 mg (0.517 mmol) 1,1-Dijodpropan, gelöst in 1 ml abs. THF, und 150 mg
(0.259 mmol) 164, gelöst in 1 ml abs. THF, zugegeben. Die Reaktionslösung wurde 30 min.
gerührt. Die Lösung verfärbte sich von grün über braun nach schwarz. Das Reaktionsgemisch
II Experimenteller Teil
126
D
20
][α
wurde mit 40 ml MTBE über Kieselgel filtriert, am Rotationsverdampfer eingeengt und der
Rückstand mit MTBE / Hexan (3:7) an Kieselgel chromatographiert.
Ausbeute: 126 mg (1.66 mmol, 80 %), farbloses Öl.
1H-NMR (500 MHz, C6D6): δ (ppm) = 7.30 – 7.00 (m, 10 H, Phenyl), 5.57 – 5.72 (m, 1 H), 5.58 –
5.32 (m, 3 H), 5.20 – 5.07(m, 4 H), 4.65 – 4.42 (m, 2 H), 4.31 – 4.0 (m, 2 H), 3.53 (m, 2 H), 3.35
(m, 2 H), 3.33 – 3.05 (m, 2 H), 2.73 (m, 1 H), 2.41 – 2.19 (m, 2 H), 2.05 – 1.54 (m, 10 H), 1.50
(dm, 1 H, J = 17 Hz), 1.11 (t, 6 H, J = 7 Hz), 0.91 (t, 3 H, J = 7 Hz).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 156.2 (Cq, Carbonyl), 154.9 (Cq, Carbonyl), 137.6
(Cq, Phenyl), 137.5 (CH), 134.5 (CH), 133.5 (Cq, Phenyl), 128.3 – 127.5 (8 C, Phenyl), 126.0
(CH), 125.2 (CH), 102.8 (CH), 66.9 (CH2), 66.8 (CH2), 66.7 (CH2), 60.8 (CH2), 60.7 (CH2), 54.7
(CH), 50.2 (CH), 37.1 (CH2), 36.9 (CH2), 31.6 (CH2), 25.5 (CH2), 24.8 (CH2), 20.7 (CH), 20.7
(CH2), 15.3 (CH3), 13.6 (CH3).
IR (ATR): 3032 (w), 2958 (wbr), 2930 (mbr), 1693 (sbr), 1455 (m), 1423 (sbr), 1310 (m), 1242
(m), 1196 (s), 1100 (m), 1064 (mbr), 763 (m), 697 (m).
MS m/z (%): 561 (7) [M-C2H6O+], 535 (21), 489 (70), 353 (56), 258 (27), 216 (94) [C5H10NZ+],
172 (96) [C9H18O2N+], 91 (100) [C7H7+].
HRMS: ber. für C34H45N2O5 [M-C2H5O+]: 561.3328, gef.: 561.3329.
Ber. für C36H50N2O6: C: 71.02 %, N: 4.60 %, H: 8.61 %; gef. C: 71.16 %, N: 4.754 %, H: 8.147 %.
= +43.4° (c = 1, CHCl3).
Synthese von Tetraponerin T8.
N N
HH
H
270 mg (0.446 mmol) 165 und 20 mg Pd/C (10-%ig) wurden in 10 ml EtOH unter
Wasserstoffatmosphäre gelöst und 8 h gerührt. Der Katalysator wurde abfiltriert und das
Lösungsmittel am Rotationsverdampfer entfernt. Der Rückstand wurde in 20 ml 5-%iger HCl 12 h
gerührt. Die Lösung wurde mit konzentrierter NaOH auf pH = 12 gebracht, 10 min. gerührt und
zweimal mit je 60 ml Essigester extrahiert. Die organische Phase wurde über Na2SO4 getrocknet
und das Lösungsmittel am Rotationsverdampfer entfernt. Das Rohprodukt wurde mit MTBE über 1
ml Kieselgel filtriert.
Ausbeute: 96 mg (0.384 mmol, 86 %), farbloses Öl.
II Experimenteller Teil
127
D
20
][α
1H-NMR (500 MHz, C6D6): δ (ppm) = 3.14 (ddd, 1 H, J = 8 Hz, 8 Hz, 2 Hz), 2.82 (ddd, 1 H, J = 10
Hz, 3 Hz, 3 Hz), 2.30 (dd, 1 H, J = 8 Hz, 6 Hz), 2.11 (m, 1 H), 2.03 (q, 1 H, J = 8 Hz), 1.8 –1.1 (m,
22 H), 0.89 (t, 3 H, J = 7 Hz).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 85.3 (CH), 62.4 (CH), 61.1 (CH), 51.3 (CH2), 48.8
(CH2), 37.7 (CH2), 34.3 (CH2), 32.7 (CH2), 32.5 (CH2), 29.4 (CH2), 25.9 (CH2), 24.9 (CH2), 24.8
(CH2), 22.8 (CH2), 19.9 (CH2), 14.1 (CH3).
IR (ATR): 2953 (s), 2929 (sbr), 2858 (m), 2793 (m), 2540 (w), 2511 (w), 1490 (m), 1378 (m).
MS m/z (%): 250 (51) [M+], 249 (81) [M-H+], 235 (81) [M-CH3+], 193 (95) [C12H21N2+], 152 (61),
96 (100).
HRMS: ber. für C16H30N2 [M+]: 250.2409, gef.: 250.2409.
= +101.0° (c = 2.0, CHCl3).
Synthese von Tetraponerin T4.
Synthese von (2S,8S)-N-Benzyloxycarbonyl-2-[2-N-benzyloxycarbonyl-(4,4-diethoxy-butyl)-
amino]-pent-4-enyl-1,2,5,6-tetrahydropyridin (166).
N
Z
N
Z
CH(OEt)2
H
( )3
250 mg (2.07 mmol) CrCl2 wurden in 15 ml abs. THF gegeben und unter starkem Rühren 150 mg
(2.07 mmol) abs. DMF, gelöst in 1 ml abs. THF, zugegeben. Die Reaktionslösung wurde 30 min.
gerührt. Dann wurden 140 mg (0.517 mmol) Dijodmethan, gelöst in 1 ml abs. THF, und 150 mg
(0.259 mmol) 164, gelöst in 1 ml abs. THF, zugegeben. Die Reaktionslösung wurde 1 h gerührt.
Die Lösung verfärbte sich von grün über braun nach schwarz. Das Reaktionsgemisch wurde mit
40 ml MTBE über Kieselgel filtriert, am Rotationsverdampfer eingeengt und der Rückstand mit
MTBE / Hexan (3:7) an Kieselgel chromatographiert.
Ausbeute: 97 mg (0.168 mmol, 65 %), farbloses Öl.
1H-NMR (500 MHz, C6D6): δ (ppm) = 7.30 – 7.00 (m, 10 H, Phenyl), 5.93 – 5.65 (m, 2 H, Olefin),
5.58 (m, 1 H, Olefin), 5.20 – 5.08 (m, 4 H, Benzyl), 5.03 (d, 1 H, J = 17 Hz, Olefin), 4.95 (d, 1 H, J
= 10 Hz, Olefin), 4.65 – 4.42 (m, 2 H), 4.31 – 4.0 (m, 2 H), 3.53 (m, 2 H), 3.35 (m, 2 H), 3.33 –
3.32 (m, 1 H), 3.19 – 3.05 (m, 1 H), 2.74 (m, 1 H), 2.41 – 2.19 (m, 2 H), 2.05 – 1.55 (m, 8 H), 1.50
(dm, 1 H, J = 17 Hz), 1.30 (m, 1 H), 1.11 (t, 6 H, J = 7 Hz).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 156.2 (Cq, Carbonyl), 154.9 (Cq, Carbonyl), 137.6
(Cq, Phenyl), 137.5 (Cq, Phenyl), 135.6 (Cq, Phenyl), 128.3 – 127.5 (8 C), 125.2 (CH, Olefin),
II Experimenteller Teil
128
D
20
][α
D
20
][α
116.5 (CH2, Olefin), 102.8 (CH), 66.9 (CH2), 66.8 (CH2), 60.8 (CH2), 60.7 (CH2), 54.2 (CH), 50.0
(CH), 44.4 (CH2), 38.0 (CH2), 37.1 (CH2), 31.6 (CH2), 25.3 (CH2), 24.8 (CH2), 15.3 (CH3).
IR (ATR): 3033 (w), 2972 (m), 2926 (w), 1691 (sbr), 1454 (br), 1420 (sbr), 1245 (mbr), 1245 (m),
1102 (m), 1055 (mbr), 989 (mbr), 752 (m), 696 (m).
MS m/z (%): 533 (22) [M-C2H5O+], 445 (10), 284 (6), 216 (37) [C5H10NZ+], 172 (33) [C9H18O2N+],
91 (100) [C7H7+].
HRMS: ber. für C34H47N2O6 [MH+]: 579.3434, gef.: 579.3438.
Ber. für C34H46N2O6: C: 70.56 %, N: 4.84 %, H: 8.01 %; gef. C: 70.53 %, N: 4.87 %, H: 8.01 %.
= +56.4° (c = 1, CHCl3).
Synthese von Tetraponerin T4.
N N
HH
H
Die Synthese der Verbindung erfolgte aus 185 mg (0.32 mmol) 166 unter den gleichen
Bedingungen wie bei der Darstellung von T8.
Ausbeute: 57 mg (0.257 mmol, 80 %), farbloses Öl.
1H-NMR (500 MHz, C6D6): δ (ppm) = 3.11 (ddd, 1 H, J = 8 Hz, 8 Hz, 3 Hz), 2.82 (ddd, 1 H, J = 10
Hz, 3 Hz, 3 Hz), 2.29 (dd, 1 H, J = 8 Hz, 6 Hz), 2.11 (m, 1 H), 2.01 (q, 1 H, J = 8 Hz), 1.8 –1.1 (m,
18 H), 0.88 (t, 3 H, J = 7 Hz).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 85.3 (CH), 62.4 (CH), 60.9 (CH), 51.3 (CH2), 48.7
(CH2), 37.7 (CH2), 36.6 (CH2), 32.7 (CH2), 29.4 (CH2), 26.0 (CH2), 24.8 (CH2), 19.9 (CH2), 18.4
(CH2), 14.5 (CH3).
IR (ATR): 2955 (s), 2931 (sbr), 2871 (m), 2857 (m), 1790 (m), 1705 (w), 2510 (w), 1460 (m), 1378
(m), 1191 (m).
MS m/z (%): 222 (43) [M+], 221 (85) [M-H+], 193 (100) [C12H21N2+], 152 (96), 96 (90).
HRMS: ber. für C14H26N2 [M+]: 222.2096, gef.: 222.2099.
= +96° (c = 2.0, CHCl3).
II Experimenteller Teil
129
D
20
][α
Totalsynthese von Tetraponerin T7.
Synthese von (3S,4S)-3-[N-Benzyloxycarbonyl-(4,4-diethoxy-butyl)-amino]-4-(N-benzyloxy-
carbonyl-1,2,5,6-tetrahydropyridin-2-yl)-butanal (162).
N
Z
N
Z
CH(OEt)2
HH
O
( )3
1
2
3
4
9
10
12
11
5-7
8
13 14
Die Synthese der Verbindung erfolgte aus 350 mg (0.636 mmol) 156 unter den gleichen
Bedingungen wie bei der Darstellung von 164.
Ausbeute: 280 mg (0.483 mmol, 79 %), farbloses Öl.
1H-NMR (500 MHz, C6D6): δ (ppm) = 9.43 (sbr, 1 H, H1), 7.30 – 7.00 (m, 10 H, Phenyl), 5.48
(sbr, 2 H, H13, H14), 5.19 – 5.01 (m, 4 H, Benzyl), 4.66 – 4.51 (m, 1 H, H3), 4.39 (t, 1 H, J = 5 Hz,
H8), 4.31 (m, 1 H, H11), 4.16 - 3.98 (m, 1 H, H9), 3.52 (m, 2 H, OCH2CH3), 3.40 – 3.32 (m, 2 H,
OCH2CH3), 3.30 – 3.07 (m, 2 H), 2.73 (ddd, 1 H, J = 16 Hz, 16 Hz, 5 Hz, H11), 2.65 – 2.33 (m, 2
H, H4), 1.98 (m, 2 H, H5), 1.78 (m, 1 H, H2), 1.69 (m, 2 H, H5), 1.58 (m, 2 H, H6), 1.47 (dm, 1 H,
J = 16 Hz, H2), 1.40 - 1.22 (m, 2 H, H7), 1.11 (t, 6 H, J = 7 Hz, OCH2CH3).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 198.7 (CH, C1), 155.8 (Cq, Carbonyl), 155.0 (Cq,
Carbonyl), 137.3 (CH, Phenyl), 128.3 (CH, C13), 128.3 – 127.5 (8 C, Phenyl), 125.5 (CH, C14),
102.7 (CH, C8), 67.0 (CH2, OCH2CH3), 66.8 (CH2, OCH2CH3), 60.9 (CH2, Benzyl), 50.4 (CH2,
C9), 48.3 (CH2, C4), 47.2 (CH, C3), 38.4 (CH, C12), 37.1 (CH2, C11), 31.3 (CH2, C5), 24.9 (CH2,
C6), 24.6 (CH2, C7), 15.2 (CH3, OCH2CH3).
IR (ATR): 3033 (w), 2972 (mbr), 2929 (w), 2899 (w), 1695 (sbr), 1424 (mbr), 1308 (mbr), 1241
(mbr), 1111 (mbr), 1060 (mbr), 757 (m), 699 (m).
MS m/z (%): 535 (18) [M-C2H5O+], 399 (30), 216 (28) [C5H10NZ+], 172 (82) [C9H18O2N+], 91
(100) [C7H7+].
HRMS: ber. für C31H39N2O6 [M-C2H5O+]: 535.2808, gef.: 535.2810.
Ber. für C33H44N2O7: C: 68.25 %, N: 4.82 %, H: 7.64 %; gef. C: 68.38 %, N: 5.117 %, H: 7.606 %.
= +51.8° (c = 1, CHCl3).
II Experimenteller Teil
130
D
20
][α
Synthese von (2S,8S)-N-Benzyloxycarbonyl-2-[2-N-benzyloxycarbonyl-(4,4-diethoxy-butyl)-
amino]-hept-4-enyl-1,2,5,6-tetrahydropyridin (167).
N
Z
N
Z
CH(OEt)2
H
( )3
2
3
4
910 12
11
7813
14-16
1
5
6
17
Die Synthese der Verbindung erfolgte aus 150 mg (0.248 mmol) 162 unter den gleichen
Bedingungen wie bei der Darstellung von 165.
Ausbeute: 121 mg (0.20 mmol, 77 %), farbloses Öl.
1H-NMR (500 MHz, C6D6): δ (ppm) = 7.30 – 7.00 (m, 10 H, Phenyl), 5.57 (m, 1 H, H3), 5.51 (m, 1
H, H4), 5.45 (dm, 1 H, J = 17 Hz, H10), 5.45 (dm, 1 H, J = 17 Hz, H11), 5.52 - 5.09 (m, 4 H,
Benzyl), 4.78 – 4.66 (m, 1 H, H2), 4.44 (m, 1 H, H17), 4.20 – 4.00 (m, 2 H, H8, H6), 3.53 (m, 2 H,
OCH2CH3), 3.35 (m, 2 H, OCH2CH3), 3.33 – 3.16 (m, 2 H, H14), 2.73 (ddd, 1 H, J = 15 Hz, 6 Hz, 4
Hz, H6), 2.50 – 2.20 (m, 2 H, H5), 2.00 (m, 2 H, H9), 1.91 (m, 2 H, H15), 1.81 (m, 3 H, H7, H16),
1.64 (m, 2 H, H12), 1.45 (dm, 1 H, J = 17 Hz, H7), 1.10 (t, 6 H, J = 7 Hz, OCH2CH3), 0.90 (t, 3 H, J
= 7 Hz, H13).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 155.9 (Cq, Carbonyl), 155.1 (Cq, Carbonyl), 137.6
(Cq, Phenyl), 137.5 (Cq, Phenyl), 134.5 (CH, C3), 133.5 (CH, C4), 128.3 – 127.5 (6 C, Phenyl),
126.2 (CH, C10), 125.1 (CH, C11), 102.8 (CH, C17), 66.9 (CH2, OCH2CH3), 66.6 (CH2,
OCH2CH3), 60.8 (CH2, Benzyl), 60.7 (CH2, Benzyl), 56.3 (CH, C2), 50.8 (CH, C8), 37.1 (CH2,
C6), 37.0 (CH2, C14), 31.5 (CH2, C7), 25.5 (CH2, C15), 25.1 (CH2, C9),24.7 (CH2, C5), 20.7 (CH2,
C16), 15.2 (CH3, OCH2CH3), 13.9 (CH2, C12), 13.5 (CH3, C13).
IR (ATR): 3033 (w), 2970 (mbr), 2928 (mbr), 2873 (w), 1696 (sbr), 1455 (mbr), 1422 (sbr), 1340
(m), 1241 (m), 1108 (mbr), 1059 (mbr), 766 (m), 698 (m).
MS m/z (%): 561 (7) [M-C2H6O+], 445 (18), 216 (100) [C5H10NZ+], 172 (81) [C9H18O2N+], 91
(100) [C7H7+].
HRMS: ber. für C36H49N2O6 [M-H+]: 605.3591, gef.: 605.3597.
Ber. für C36H50N2O6: C: 71.26 %, N: 4.62 %, H: 8.31 %; gef. C: 71.10 %, N: 4.759 %, H: 8.299 %.
= +87.4° (c = 1, CHCl3).
II Experimenteller Teil
131
D
20
][α
Synthese von Tetraponerin T7.
N N
HH
H
Die Synthese der Verbindung erfolgte aus 300 mg (0.493 mmol) 167 unter den gleichen
Bedingungen wie bei der Darstellung von T8.
Ausbeute: 103 mg (0.412 mmol, 84 %), farbloses Öl.
1H-NMR (500 MHz, C6D6): δ (ppm) = 3.31 (dd, 1 H, J = 6 Hz, 2 Hz), 3.13 (m, 1 H), 2.86 - 2.75
(m, 3 H), 2.05 (tm, 1 H, J = 11 Hz), 1.90 (ddd, 1 H, J = 12 H, 12 H, 5 H), 1.82 – 1.1 (m, 20 H), 0.92
(t, 3 H, J = 7 Hz).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 75.6 (CH), 56.9 (CH), 53.5 (CH), 51.1 (CH2), 50.8
(CH2), 34.4 (CH2), 32.6 (CH2), 32.4 (CH2), 31.2 (CH2), 30.7 (CH2), 27.5 (CH2), 26.7 (CH2), 25.4
(CH2), 23.4 (CH2), 22.3 (CH2), 14.5 (CH3).
IR (ATR): 2953 (s), 2927 (sbr), 2856 (s), 2748 (m), 2624 (w), 1455 (m), 1352 (m), 1130 (m).
MS m/z (%): 250 (76) [M+], 249 (96) [M-H+], 193 (100) [C12H21N2+], 152 (59), 96 (57).
HRMS: ber. für C16H30N2 [M+]: 250.2409, gef.: 250.2407.
= +29.5° (c = 2.2, CHCl3).
Totalsynthese von Tetraponerin T6.
Synthese von (2S,7R)-N-Benzyloxycarbonyl-2-[2-N-Benzyloxycarbonyl-(4,4-diethoxy-butyl)-
amino]-but-3-enyl-2,5-dihydropyrrol (168).
N
Z
N
Z
CH(OEt)2
H
( )3
Die Synthese der Verbindung erfolgte aus 810 mg (1.24 mmol) 157 unter den gleichen
Bedingungen wie bei der Darstellung von 155.
Ausbeute: 620 mg (1.13 mmol, 91 %), farbloses Öl.
1H-NMR (500 MHz, C6D6): δ (ppm) = 7.30 – 7.00 (m, 10 H, Phenyl), 5.90 - 5.70 (m, 1 H, Olefin),
5.54 (m, 1 H, Olefin), 5.19 - 5.06 (m, 6 H), 5.57 (dm, 1 H, J = 6 Hz), 4.91 (d, 1 H, J = 11 Hz), 4.82
– 4.39 (m, 3 H), 4.06 – 3.74 (m, 2 H), 3.54 (m, 2 H), 3.45 – 3.09 (m, 4 H), 2.51 (m, 1 H), 2.08 -
1.50 (m, 5 H), 1.11 (t, 6 H, J = 7 Hz).
II Experimenteller Teil
132
D
20
][α
D
20
][α
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 154.1 (Cq, Carbonyl), 138.4 (CH, Carbonyl), 137.5
(Cq, Phenyl), 130.1 (Cq, Phenyl), 128.3 – 127.5 (8 C, Phenyl, Olefin), 124.9 (CH, Olefin), 115.6
(CH2, Olefin), 102.7 (CH), 66.9 (CH2), 66.7 (CH2), 66.8 (CH2), 66.4 (CH2), 60.8 (CH2), 60.6 (CH2),
56.4 (CH), 55.5 (CH), 44.2 (CH), 31.5 (CH2), 31.3 (CH2), 31.5 (CH2), 26.8 (CH2), 25.4 (CH2), 15.3
(CH3).
IR (ATR): 3033 (w), 2973 (m), 2929 (w), 2872 (w), 1698 (sbr), 1455 (mbr), 1412 (sbr), 1283
(mbr), 1124 (m), 1104 (m), 1062 (mbr), 995 (mbr), 769 (m), 698 (s).
MS m/z (%): 256 (18), 164 (20), 91 (100) [C7H7+].
HRMS: ber. für C32H42N2O6 [M+]: 550.3043, gef.: 550.3045.
Ber. für C32H42N2O6:C: 69.79 %, N: 5.09 %, H: 7.69 %; gef. C: 69.74 %, N: 5.364 %, H: 7.776 %.
= +78.8° (c = 1, CHCl3).
Synthese von (3R,4S)-3-[N-Benzyloxycarbonyl-(4,4-diethoxy-butyl)-amino]-4-[N-benzyloxy-
carbonyl-2,5-dihydropyrrol-2-yl)-butanal (169).
N
Z
N
Z
CH(OEt)2
HH
O
( )3
Die Synthese der Verbindung erfolgte aus 280 mg (0.515 mmol) 168 unter den gleichen
Bedingungen wie bei der Darstellung von 164.
Ausbeute: 210 mg (0.371 mmol, 72 %), farbloses Öl.
1H-NMR (500 MHz, C6D6): δ (ppm) = 9.38 (sbr, 1 H, Aldehyd), 7.30 – 7.00 (m, 10 H, Phenyl),
5.88 - 5.63 (m, 1 H, Olefin), 5.54 (m, 1 H, Olefin), 5.18 - 5.01 (m, 4 H, Benzyl), 4.78 – 4.30 (m, 2
H), 3.90 (m, 1 H), 3.60 – 3.05 (m, 6 H), 2.43 - 1.40 (m, 8 H), 1.12 (t, 6 H, J = 7 Hz).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 198.3 (CH, Aldehyd), 154.3 (Cq, Carbonyl), 137.4
(Cq, Phenyl), 137.3 (Cq, Phenyl), 129.8 (CH, Olefin), 128.3 – 127.5 (7 C, Phenyl, Olefin), 102.7
(CH), 67.0 (CH2), 66.6 (CH2), 60.9 (CH2), 60.8 (CH2), 49.1 (CH), 48.2 (CH2), 44.3 (CH), 31.5
(CH2), 25.1 (CH2), 15.2 (CH3).
IR (ATR): 3398 (wbr), 3033 (w), 2973 (m), 2930 (w), 1699 (sbr), 1455 (mbr), 1414 (sbr), 1325
(mbr), 1214 (m), 1127 (sbr), 1062 (mbr), 984 (mbr), 770 (m), 698 (s).
MS m/z (%): 521 (90) [M-C2H5O+], 385 (13), 306 (18), 272 (58), 204 (46), 91 (100) [C7H7+].
HRMS: ber. für C32H42N2O6 [M-C2H5O+]: 521.2652, gef.: 521.2655.
Ber. für C34H47N2O7: C: 69.79 %, N: 5.09 %, H: 7.69 %; gef. C: 69.74 %, N: 5.364 %, H: 7.776 %.
= +34.7° (c = 1, CHCl3).
II Experimenteller Teil
133
D
20
][α
Synthese von (2S,7R)-N-Benzyloxycarbonyl-2-[2-N-benzyloxycarbonyl-(4,4-diethoxy-butyl)-
amino]-hept-4-enyl-2,5-dihydropyrrol (170).
N
Z
N
Z
CH(OEt)2
H
( )3
Die Synthese der Verbindung erfolgte aus 90 mg (0.159 mmol) 169 unter den gleichen
Bedingungen wie bei der Darstellung von 165.
Ausbeute: 65 mg (0.11 mmol, 70 %), farbloses Öl.
1H-NMR (500 MHz, C6D6): δ (ppm) = 7.30 – 7.00 (m, 10 H, Phenyl), 5.88 - 5.63 (m, 1 H, Olefin),
5.45 - 5.01 (m, 7 H, Benzyl, Olefin), 4.65 – 4.20 (m, 3 H), 3.90 (m, 1 H), 3.60 – 3.05 (m, 4 H), 2.5 -
1.40 (m, 10 H), 1.07 (t, 6 H, J = 7 Hz), 0.84 (t, 3 H, J = 7 Hz, CH2CH3).
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 154.2 (Cq, Carbonyl), 137.6 (Cq, Phenyl), 134.5 (CH,
Olefin), 128.3 – 127.5 (6 C, Phenyl, Olefin), 125.8 (CH, Olefin), 102.8 (CH), 66.7 (CH2), 66.4
(CH2), 60.7 (CH2), 53.9 (CH), 53.1 (CH), 37.6 (CH2), 31.7 (CH2), 25.5 (CH2), 20.7 (CH2), 15.3
(CH3), 13.5 (CH3, CH2CH3).
IR (ATR): 3032 (w), 2971 (mbr), 2930 (mbr), 2872 (mbr), 1700 (sbr), 1455 (mbr), 1413 (sbr), 1324
(mbr), 1213 (m), 1123 (sbr), 1105 (m), 1062 (mbr), 970 (mbr), 769 (m), 698 (m).
MS m/z (%): 547 (30) [M-C2H5O+], 431 (38), 272 (27), 232 (30), 158 (18), 91 (100) [C7H7+].
HRMS: ber. für C33H43N2O5 [M-C2H5O+]: 547.3172, gef.: 547.3177.
Ber. für C35H48N2O6: C: 69.79 %, N: 5.09 %, H: 7.69 %; gef. C: 69.74 %, N: 5.364 %, H: 7.776 %.
= +56.3° (c = 1, CHCl3).
Synthese von Tetraponerin T6.
NN
HH
H
Die Synthese der Verbindung erfolgte aus 60 mg (0.101 mmol) 170 unter den gleichen
Bedingungen wie bei der Darstellung von T8.
Ausbeute: 21.4 mg (0.091 mmol, 89 %), farbloses Öl.
1H-NMR (500 MHz, C6D6): δ (ppm) = 3.51 (m, 1 H), 2.89 (ddd, 1 H, J = 9 Hz, 9 Hz, 2 Hz), 2.71
(dd, 1 H, J = 7 Hz, 5 Hz), 2.42 (m, 1 H), 2.34 (m, 1 H), 1.98 – 1.85 (m, 2 H), 1.85 –1.22 (m, 18 H),
0.91 (t, 3 H, J = 7 Hz).
II Experimenteller Teil
134
D
20
][α
13C-NMR (100.64 MHz, CDCl3): δ (ppm) = 83.2 (CH), 64.0 (CH), 59.5 (CH), 48.9 (CH2), 45.7
(CH2), 34.5 (CH2), 33.3 (CH2), 32.4 (CH2), 30.3 (CH2), 29.0 (CH2), 25.6 (CH2), 22.9 (CH2), 21.1
(CH2), 20.7 (CH2), 14.1 (CH3).
IR (ATR): 2956 (s), 2929 (sbr), 2857 (m), 2787 (m), 1738 (w), 1702 (w), 1459 (m), 1378 (m).
MS m/z (%): 236 (56) [M+], 235 (100) [M-H+], 193 (18) [C12H21N2+], 179 (68), 166 (45), 96 (47),
70 (30).
HRMS: ber. für C15H28N2 [M+]: 236.2252, gef.: 236.2255.
= +35° (c = 0.15, CHCl3).
12. Abkürzungsverzeichnis
135
12. Abkürzungsverzeichnis
ADDP Azodicarbonsäuredipiperidid
ADMET Acyclic diene metathesis polymerization
CM Cross metathesis
DC Dünnschichtchromatographie
DCCI Dicyclohexylcarbodiimid
DEAD Azodicarbonsäurediethylester
DEPT Distortionless Enhancement by Polarization Transfer
DiBAH Diisobutylaluminiumhydrid
DMAP 4-Dimethylaminopyridin
DME 1,2-Dimethoxyethan
DMF Dimethylformamid
DMSO Dimethylsulfoxid
dppb 1,4-Bis-(diphenylphosphino)-butan
eq. Äquivalent
HPLC High Pressure Liquid Chromatography
HR Hochauflösung
IR Infrarot
MS Massenspektrum
MTBE Methyl-tert.-butylether
NBS N-Bromsuccinimid
NMR Nuclear Magnetic Resonance
Ns o-Nitrobenzolsulfonyl
PE Petrolether
RCM Ring closing metathesis
Red-AlNatrium-bis-(2-methoxyethoxy)-aluminiumhydrid
ROMP Ring opening metathesis polymerization
RT Raumtemperatur
TBAF Tetrabutylammoniumfluorid
TBS tert.-Butyldimethylsilyl
TFA Trifluoressigsäure
THF Tetrahydrofuran
TBP Tributylphosphin
Ts Tosyl
ZBenzyloxycarbonyl
13. Literaturverzeichnis
136
13. Literaturverzeichnis
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Die Verbindungen
61b
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und
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wurden durch Mitsunobu-Reaktion (2.5 eq.
Propargylalkohol, 2.5 eq. DEAD, 3 eq. PPh3, THF) zwischen dem tosylierten
Propargylamin und den entsprechenden Propargylalkoholen in ca. 80 % Ausbeute erhalten.
Die Verbindung
62c
wurde durch Alkylierung von N-Acetylpropargylamin mit
Propargylbromid in THF synthetisiert. 61a,d waren käuflich (Aldrich).
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