KURZFRISTIG UMZUSETZENDE MAßNAHMEN ZUR STEIGE-
RUNG DER ENERGIEEFFIZIENZ VON GEBÄUDEN UND
QUARTIEREN
Felix Rehmann*, Rita Streblow*, Dirk Müller+
This document is a Whitepaper containing the findings of the research projects „BF2020 Begleitforschung
Energiewendebauen - Modul Digitalisierung; Teilvorhaben: TU Berlin: Wissensplattform“ (FKZ:
03EWB004A) and „BF2020 Begleitforschung Energiewendebauen - Modul Gebäude; Teilvorhaben: Bau-
steine für die Transformation - Akteurseinflüsse, Modernisierungsstrategien und systemdienliche Kon-
zepte“ (FKZ: 03EWB002A)
The paper has been revised on July 27th, 2022.
This document is published under Creative Commons BY-NC-ND license (https://creativecom-
mons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/).
Please cite this article as:
Felix Rehmann, et. al., KURZFRISTIG UMZUSETZENDE MAẞNAHMEN ZUR STEIGERUNG DER ENERGIEEFFI-
ZIENZ VON GEBÄUDEN UND QUARTIEREN, Whitepaper, 2022
Berlin, 2022, http://dx.doi.org/10.14279/depositonce-16045.2
*
Technische Universität Berlin/Einstein Center Digital Future
Fachgebiet Digitale Vernetzung von Gebäuden, Energieversorgungsanlagen und Nutzenden, DVG
( rehmann@tu-berlin.de )
+
RWTH Aachen University, Lehrstuhl für Gebäude- und Raumklimatechnik, EBC
2
MANAGEMENT SUMMARY
In dieser Veröffentlichung der BF2020 werden kurzfristige Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizi-
enz im Betrieb von Gebäuden und Quartieren aufgezeigt. Zur Ermittlung wurden im Rahmen des 11. Pro-
jektleitungstreffens Energiewendebauen Kurzfragebögen unter den Teilnehmenden verteilt. Vertreter
aus 46 Verbundprojekten haben an der Befragung teilgenommen und über 100 Vorschläge konnten ge-
sammelt werden. Die vorgeschlagenen Maßnahmen sind von neun Experten aus der BF2020 zusammen-
gefasst und um Erklärungen sowie weitere Vorgänge ergänzt. Insgesamt konnten somit 110 Vorschläge
zusammengestellt werden, die einen Beitrag zur Senkung des Energie- und damit das Gasverbrauchs in
Gebäuden und Quartierten leisten können. Nicht alle Einsparvorschläge lassen sich beliebig kombinieren,
da einige der vorschlagenden Maßnahmen auf die gleichen physikalischen Effekte zielen. In dieser Veröf-
fentlichung werden drei Diskussionsbeträge zur Einsparung von Energie und Erdgas in Bestandsgebäuden
geliefert:
• Eine zusammenfassende Grafik relevanter und schnell umsetzbarer Maßnahmen mit einer Ein-
schätzung möglicher Einsparungen.
• Eine Bewertung alle genannten Maßnahmen in Hinblick auf Aufwand und Wirkung.
• Eine tabellarische Übersicht aller genannter Vorschläge als Basis für weiterführende Diskussionen.
Prinzipiell lassen sich alle Vorschläge in sechs Kategorien (Cluster) einteilen: Anlagentechnik, Dämmung,
Energiemanagment, Systemintegration, Verhalten von Nutzenden und Sonstige. Diese Kategorien ma-
chen deutlich, dass mit sehr unterschiedlichen Maßnahmen Einsparungen erreicht werden können. Dabei
spielen neben den klassischen Ansätzen, wie einer effizienteren Wärmeerzeugung oder einer besseren
Dämmung, die Betriebsführung und das Verhalten der Nutzenden eine wichtige Rolle. Gerade Maßnah-
men aus diesen beiden Kategorien erlauben eine sehr schnelle Umsetzung im Feld, da oft keine oder nur
sehr geringe Investitionen notwendig sind. Unabhängig von der verbauten Technik kann die individuelle
Entscheidung der Nutzenden immer einen großen Einfluss auf den Energieverbrauch haben. So kann bei-
spielsweise unbeabsichtigtes Fehlverhalten beim Lüften den Energieverbrauch deutlich erhöhen.
In Abbildung 1 sind diejenigen Maßnahmen aufgeführt, welche nach einer internen Sichtung durch neun
Experten der Begleitforschung Energiewendebauen als kurzfristig umsetzbar bewertet wurden. Viele die-
ser Maßnahmen können an einem Bestandsgebäude noch vor der nächsten Heizzeit umgesetzt werden.
Weiterführende Informationen zu den hier verzeichneten Maßnahmen sind im Abschnitt „Kurzfristig um-
setzbare Maßnahmen“ hinterlegt.
3
Abbildung 1 Übersicht über die empfohlenen Maßnahmen und die möglichen Einsparungen
4
EINLEITUNG
Das vorliegende Whitepaper basiert auf einer Befragung mit dem Titel „Energieeffizienzmaßnahmen im
Betrieb“, welche am 28.04.2022 von der wissenschaftlichen Begleitforschung der Förderinitiative Ener-
giewendebauen (BF2020) im Rahmen des 11. Projektleitungstreffens Energiewendebauen „Betrieb als
Chance zur dauerhaften Effizienzsteigerung“ durchgeführt wurde. Die hier genannten Thesen sind die Zu-
sammenfassung der im Fragebogen angegebenen Vorschläge von Vertretern aus Forschung, Unterneh-
men, Stadtwerken, Start-Ups und sonstigen Institutionen, die durch Mitarbeiter der BF2020 gesichtet und
ergänzt worden sind. Anzumerken ist, dass eine detaillierte Überprüfung der Angaben durch eigene Be-
rechnungen des Teams der BF2020 nicht stattgefunden hat, da diese Aufgabe sehr umfangreich wäre.
Eine systematische Zusammenstellung der Arbeitsgebiete und Forschungsaufgaben aller an der Umfrage
beteiligten Institutionen und Unternehmen liefert die Publikation „Energiewendebauen Forschungser-
kenntnisse – von der Komponente bis zum Quartier“ [1]. Für weiterführende Auswertungen sind die voll-
ständigen Ergebnisse des Fragebogens im Anhang veröffentlicht.
Diese Befragung wurde aufgrund des drohenden Lieferstopps russischen Erdgases aufgrund des Kriegs in
der Ukraine durchgeführt. In Deutschland wurde 2020 eine Energiemenge von 292 Mrd. kWh in Form von
Erdgas für Haushalte und 114 Mrd. kWh für Gewerbe, Handel und Dienstleistungen (GHD) [2] verwendet.
In der Vergangenheit bezog Deutschland laut dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz 55
% des Erdgases aus Russland [3]
1
. Werden diese 55 % zu gleichen Teilen auf alle Sektoren verteilt, so
müssten Haushalte sowie GHD respektive 161 Mrd. kWh und 63 Mrd. kWh Gas einsparen, um kurzfristig
kein russisches Gas mehr zu verbrauchen. Eine Senkung des Energieverbrauchs kann jedoch eine Diversi-
fizierung des Importes unterstützen, da eine reduzierte Gasmenge bei Drittstaaten zu beschaffen ist. Ziel
dieses Papiers ist es, eine Übersicht über mögliche Maßnahmen zu geben, die hierzu beitragen können.
Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels
2
im Handwerk soll zudem ein weiterer Fokus auf solchen
Maßnahmen liegen, welche möglichst ohne großen Aufwand umzusetzen sind.
1
Zahlen aus einer Pressemitteilung der Bundesregierung geben einen Wert von 38,2% des Erdgasbzeugs aus Russland an [4].
Eurostat meldet für 2020 einen Gasimport von 58,9 % aus Russland [5]. Im Fortschrittsbericht Energiesicherheit gibt das BMWK
einen gemittelten Wert von circa 55 % über die letzten Jahre an [6].Im Mai 2022 sind 35% des Gasimportes aus Russland gekom-
men . Die Bundesnetzagentur fasst den aktuellen Stand zusammen unter [7]
2
Der Zentralverband des Handwerks meldet auf eine offene Stelle im Bereich Handwerksberufe am Bau und in der Gebäudetech-
nik im Dezember 2021 0,9 Arbeitssuchende [8]
5
METHODIK UND ÜBERSICHT
Während des 11. Projektleitungstreffens Energiewendebauen wurden die Teilnehmenden gebeten, Maß-
nahmen zu beschreiben, welche kurzfristig den Energieverbrauch von Gebäuden und Quartieren senken
können. Die Befragten konnten bis zu drei Maßnahmen vorschlagen und mussten diese hinsichtlich des
Aufwands, des zeitlichen Horizonts, den notwendigen Rahmenbedingungen und den möglichen Einspa-
rungen einordnen. Vorangestellt waren allgemeine Fragen zu dem Hintergrund der Befragten. In diesem
Abschnitt wird zunächst ein allgemeiner Überblick über die Antworten und die Kategorien gegeben. Die
Teilnehmenden waren nicht gezwungen, jede Frage zu beantworten, sodass die Summe der Antworten
zwischen einzelnen Fragen schwanken kann. Nicht inkludiert in der Übersicht sind die Maßnahmen, wel-
che im Nachgang aus der Begleitforschung hinzugefügt worden sind.
Bei der Befragung haben sich Personen aus mindestens 46 Verbundprojekten beteiligt. Einige der Befrag-
ten haben jedoch keine Zuordnung angegeben, sodass von mehr teilnehmenden Projekten ausgegangen
werden kann. Insgesamt wurden 86 Fragebögen mit mindestens einer Maßnahme abgeben. Die Befragten
konnten zudem ihren Hintergrund benennen. Von insgesamt 62 Rückmeldungen gaben 46 Befragte an,
dass sie aus der Forschung kommen. Acht Befragte kamen von Unternehmen, zwei von Stadtwerken so-
wie einer von einem Start-up. Fünf Befragte machten keine Angabe zu ihrer Profession. Die Teilnehmen-
den der Befragung wurden außerdem zu ihrer Erfahrung zur Umsetzung zu Energieeffizienzmaßnahmen
im Betrieb befragt. Hier antworteten in Summe 61 Teilnehmende. Von diesen 61 Personen gaben 54 an,
dass sie bereits Erfahrung zur Umsetzung von Maßnahmen besitzen, sieben Personen besitzen diese Er-
fahrung nach eigenen Angaben nicht. Eine Übersicht ist in Abbildung 2 dargestellt.
Insgesamt wurden 110 Vorschläge gegeben, die im Rahmen dieser Veröffentlichung der BF2020 vorge-
stellt und diskutiert werden. Die Vorschläge überschneiden sich zum Teil inhaltlich sowie hinsichtlich des
Umfangs und der Umsetzbarkeit. In diesem Dokument werden die Vorschläge zu Maßnahmen zusammen-
gefasst und geordnet. Dementsprechend wird bei einer Einordnung der Begriff „Maßnahme“ verwendet.
Die Befragungsteilnehmenden wurden nach Aufwand, zeitlichem Horizont und möglichem Einspareffekt
aller genannten Vorschläge befragt. Die Vorschläge reichen von einfacher Dämmung von Heizungsrohren
und Dichtungselementen bei Fenstern bis hin zu Regelungsalgorithmen und komplexeren infrastrukturel-
len Änderungen der Netzinfrastruktur. Zudem sind auch Vorschläge gegeben worden, deren Umsetzung
im politischen Bereich liegt. Die Vorschläge lassen sich in sechs Kategorien zusammenfassen, welche Ein-
fluss auf die Energieeffizienz im Betrieb haben. Diese sechs Kategorien sind Anlagetechnik, Dämmung,
Energiemanagement, Systemintegration, Verhalten von Nutzenden und Sonstiges.
6
Abbildung 2 Übersicht über die Antworten der Befragten zu deren Rollen (links) und der Erfahrung zur
Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen (rechts)
Nach den einleitenden Fragen konnten die Teilnehmenden bis zu drei Vorschläge benennen. Für jede der
benannten Vorschläge wurde dann eine Kurzbeschreibung, der Aufwand, der zeitliche Horizont und die
Umsetzbarkeit unter aktuellen Rahmenbedingungen erfragt. Um die Subjektivität der Einschätzungen zu
zeitlichem Horizont und Aufwand zu reduzieren, wurden Informationen zur besseren Einordnung gege-
ben.
Die Frage „Wie hoch schätzen Sie den Aufwand ein, die Maßnahme umzusetzen?“ wurde 84-mal beant-
wortet. Um eine bessere Vergleichbarkeit der Vorschläge zu gewährleisten, wurden für sehr niedrigen
und sehr hohen Aufwand Beispiele gegeben:
• Sehr niedriger Aufwand: Ein Akteur und geringe technische Anpassungen reichen zur Umsetzung
der Maßnahme. Beispiel ist die Einstellung der Vorlauftemperatur an der Anlage.
• Sehr hoher Aufwand: Mehrere Akteure und Änderungen müssen vorgenommen werden. Beispiel
ist die Kopplung eines Belegungsplans von öffentlichen Gebäuden an die Heizungssteuerung.
Um den zeitlichen Horizont der Umsetzbarkeit besser einschätzen zu können erhielten die Befragten die
folgenden Angaben:
• Kurzfristig: Verbesserung bestehender Anlagen auf Basis einfacher und direkt einstellbarer Para-
meter.
• Mittelfristig: Optimaler Betrieb von Anlagen auf Basis von Vorhersagen und einer modellbasier-
ten Regelung.
• Langfristig: Systemimmanente Optimierung des Betriebs mit einer automatischen Anpassung an
die Struktur des Versorgungssystems.
7
EINORDNUNG UND BESCHREIBUNG DER MAßNAHMEN
Die Einordnung der Vorschläge erfolgt innerhalb der genannten thematischen Cluster und wird hier in
Unterkapitel aufgeteilt. Die Kapitel folgen dabei immer dem gleichen Aufbau: zunächst wird das Cluster
beschrieben, dann die dem Cluster zugeordneten Maßnahmen vorgestellt. Diese Maßnahmen werden
anschließend in einem Schema priorisiert, wobei der Aufwand und die zeitliche Perspektive bewertet wer-
den und die mögliche abgeschätzte Einsparung zugeordnet wird. Dabei fassen die Maßnahmen in der
Regel mehrere Vorschläge zusammen.
Nicht betrachtet wurden diejenigen Maßnahmen, welche für die Autoren nicht eindeutig zuordenbar wa-
ren oder deren Wirkprinzip unklar blieb. Zudem wurden in der Beschreibung der Cluster nur solche Maß-
nahmen aufgeführt, welche hinsichtlich Aufwand und zeitlichem Horizont beschrieben werden konnten.
Sind in einem Cluster mehrere sich inhaltlich überschneidende Vorschläge, so wurden diese durch eine
Kategorie zusammengefasst, um eine bessere Übersichtlichkeit zu gewährleisten. So wurde beispiels-
weise der hydraulische Abgleich mehrmals als Maßnahme benannt. Diese Einzelnennungen werden unter
der Kategorie hydraulischer Abgleich zusammengeführt.
Die verwendeten Cluster lauten wie folgt:
• Anlagentechnik – Hauptsächlich schnelle Einstellung von Parametern
• Dämmung – Dämmung von Bauteilen oder Rohren
• Energiemanagement – Monitoring und Optimierung
• Systemintegration – Netz- und infrastrukturbasierte Maßnahmen
• Verhaltensänderungen – Strategien zur Einwirkung auf Nutzende
• Sonstige - sonstige Maßnahmen, Empfehlungen zur Regulatorik
Für jedes Cluster werden die identifizierten Maßnahmen in ein Schema eingeordnet dessen Achsen sich
aus den Antwortmöglichkeiten der beiden Fragen „In welchem zeitlichen Horizont ist die Maßnahme um-
setzbar?" und "Wie hoch schätzen Sie den Aufwand ein, die Maßnahme umzusetzen?“ ergibt. Maßnah-
men mit kurzfristigem bis mittlerem Horizont, bei denen der Aufwand als sehr niedrig, niedrig oder mittel
eingeschätzt wurde, sind in grün dargestellt. Maßnahmen, welche einen mittel bis langfristigen zeitlichen
Horizont, sowie einen sehr niedrigen bis mittleren Aufwand haben und Maßnahmen mit einem mittleren
bis sehr hohen Aufwand, sowie einer kurzfristigen bis mittleren zeitlichen Perspektive, werden gelb dar-
gestellt. Maßnahmen welche mindestens einen mittleren Aufwand sowie langfristigen zeitlichen Horizont
benötigen, werden rot dargestellt. Die Form der Symbole ergibt sich aus der möglichen Ersparnis der Maß-
nahme. Maßnahmen, welche durch die Experten mit über 20 % möglicher Energieersparnis bewertet wur-
den, sind in einem Oval gekennzeichnet. Das abgerundete Rechteck symbolisiert Maßnahmen mit einer
möglichen Ersparnis zwischen 10-20 %. Das Hexagon zeigt Maßnahmen mit 0-10 % möglicher Steigerung
der Energieeffizienz. Maßnahmen ohne Angabe sind der Vollständigkeit halber eingezeichnet und durch
ein Parallelogramm dargestellt. Durch die grafische Darstellung können Entscheidende einfach identifizie-
ren, welche Maßnahmen sie priorisieren sollten. Das Schema ist beispielhaft in Abbildung 3 dargestellt.
8
Abbildung 3 Beispielhafte Darstellung der Einordnung
Damit die Bezugsgrößen vergleichbar sind, werden an dieser Stelle noch die Begriffe Nutzenergie, Hei-
zenergie, Endenergie und Wärmeverlust eingeführt. Mittels dieser Begriffe lassen sich die Maßnahmen
besser vergleichbar machen. Dennoch sind diese Einordnungen nicht immer möglich und wo dies nicht
der Fall ist, wurde drauf verzichtet.
Nutzenergie: diejenige Energie, welche unmittelbar für einen Zweck genutzt wird. Beispielsweise die
Warmwasseraufbereitung zum Duschen.
Heizenergie: diejenige Energie, welche zur Heizung eines Gebäudes notwendig ist.
Endenergie: diejenige Energiemenge, welche insgesamt im Gebäude benötigt wird. Neben der Hei-
zenergie fließt hier auch Strom mit ein, der beispielsweise für die Pumpen in einem
Heizkreislauf benötigt wird.
Wärmeverlust: diejenige Energiemenge, welche ungenutzt oder ungewünscht abgegeben wird. Da-
runter fallen beispielsweise Transmissionswärmeverluste oder Lüftungswärmever-
luste.
Anlagentechnik
Im Cluster Anlagentechnik werden Maßnahmen zusammengefasst, die sich auf Arbeiten an einzelnen Ver-
sorgungsanlagen in einem Gebäude beziehen. Diesem Bereich lassen sich insgesamt 26 Vorschläge zuord-
nen, von denen 22 eine Einschätzung hinsichtlich Aufwands und zeitlichem Horizont haben3. Mehrere
3 In diesem Cluster sind die Vorschläge 9, 13, 20, 23, 24, 32, 34, 47, 49, 51, 52, 53, 58, 70, 77, 79, 82, 84, 86, 88, 90, 94, 102, 106,
107
9
Vorschläge überschneiden sich inhaltlich, sodass diese Nennungen unter sechs weiteren Kategorien zu-
sammengefasst werden. Diese Kategorien sind die Anpassung von Zeitplänen, der Austausch von Kompo-
nenten, der hydraulische Abgleich, die Prüfung von Regelparametern, eine Trinkwarmwasseroptimierung
sowie die Senkung der Vorlauftemperatur. Eine Übersicht über alle dem Cluster zugeordneten Maßnah-
men enthält Tabelle 1 im Anhang.
Es zeigt sich, dass im Cluster Anlagentechnik eine Vielzahl an Optionen genannt werden, um Energie ein-
zusparen. Aufwand und notwendige Kompetenz zur Umsetzung dieser schwankt deutlich. Während es für
den Austausch von Heizkesseln zu Wärmepumpen [Antwort 23] erhöhte Aufwände durch den Einsatz von
Fachkräften benötigt, können Heizkörper manuell oder automatisch entlüftet werden [Antwort 106]. Die
Entlüftung von Heizkörpern reduziert den Energieverbrauch um circa 1 %. Ebenso können 1 % durch das
Freihalten der Heizkörper erzielt werden [Antwort 107].
Der hydraulische Abgleicht stellt eine Maßnahme dar, die ebenfalls von Fachkräften durchgeführt wird.
Eine Veröffentlichung der iTG liefert hier ausführliche weiterführende Informationen [9]. Die Studie
schätzt das Endenergieeinsparpotential auf 5,0 – 16,0 kWh/(m²a), in Abhängigkeit der verwendeten Tech-
nologie und der Gebäudekategorie. Die Experten schätzen die energetischen Einsparungen bis zu 20 %.
Bei dieser Maßnahme ist in der Regel die Verfügbarkeit von Handwerkern eine Beschränkung. Es sollte
geprüft werden, in welchem Rahmen Schulungsvideos hier anderes technisch belehrtes Personal (bspw.
Hausmeister) befähigen können.
Unter Prüfung der Parameter können verschiedene Einzelmaßnahmen zusammengefasst werden wie An-
passung Vorlauftemperatur, Überprüfung der Zeitprogramme. Wie viel Endenergieeinsparung tatsächlich
zusammen kommt lässt sich schwer bewerten, da sich die Maßnahmen teilweise gegenseitig beeinflussen.
Die Experten schätzen die Einsparungen auf bis zu 20 % in Abhängigkeit der einzustellenden Parameter.
Eine Anpassung der Sollwerte bezüglich der Vorlauftemperatur ist laut Antwort 88 „Einfach umsetzbar
durch Hausmeister, -warte oder FM-Personal.“ Der Grad der Energieeinsparung hängt von der konkreten
Umsetzung der Maßnahme ab und wird von den Experten zwischen 1 - 10 % geschätzt. Die Begleitfor-
schung hält 5 % Energieeinsparung durch geringere Wärmeverluste und automatische Absenkung der
Raumtemperaturen für machbar.
Wie viel Energie durch eine Anpassung der Zeitpläne eingespart werden kann, hängt davon ab, wie
schlecht diese vorab eingestellt sind. Im Projekt BaltBest konnten etwa Einsparungen von bis zu 10 % der
Heizenergie ermöglicht werden, indem die Heizungsanlagen in den Monaten Juni, Juli und August abge-
schaltet wurden [10].
Der Grad der Energieeinsparung durch eine Vorlauftemperaturabsenkung hängt von der konkreten Um-
setzung der Maßnahme ab und wird von den Experten zwischen 1 - 10 % geschätzt. Die Begleitforschung
hält 5 % Energieeinsparung durch geringere Wärmeverluste und automatische Absenkung der Raumtem-
peraturen für machbar.
Mittels einer Trinkwarmwasseroptimierung lassen sich laut Experten zwischen 10 - 15 % der Energie ein-
sparen. Hierfür müsste die Warmwassertemperatur an die untere Grenze der Trinkwarmwasserverord-
nung reduziert werden [Antwort 24].
10
Ein Austausch der Komponenten wird von den Experten als weitere Möglichkeit gesehen, um Energie ein-
zusparen. Die Experten halten hier hohe Einsparungen für möglich. Die Begleitforschung hält eine realis-
tische Abschätzung nicht für möglich, da diese von zu vielen Faktoren abhängt. Zudem werden hier seitens
der Begleitforschung ein sehr hoher Aufwand und langfristiger zeitlicher Horizont gesehen.
Die Maßnahmen werden in Abbildung 4 zusammengefasst.
Abbildung 4 Einordnung der Maßnahmen des Clusters Anlagentechnik
Dämmung
In diesem Cluster werden Maßnahmen der Kategorie Dämmung zusammengefasst, es handelt sich hierbei
um insgesamt sieben Antworten. Sechs davon sind vollständig beschrieben. Eine vollständige Übersicht,
über die dem Cluster zugeordneten Maßnahmen enthält Tabelle 2. Dämmmaßnahmen stellen eine Mög-
lichkeit dar, den Energiebedarf eines Gebäudes dauerhaft zu senken. Wie groß die tatsächliche Einsparung
durch Dämmung ist, hängt von der Ausgangssituation ab. Eine Übersicht über die Wirtschaftlichkeit ver-
schiedener (größerer) Maßnahmen hat etwa das Projekt Dämmbarkeit des deutschen Gebäudebestands
erstellt [11].
Im Bereich der Dämmung gibt es unterschiedlich aufwändige Maßnahmen. Neben diesen größeren Opti-
onen wie der vollständigen Umsetzung von Dämmmaßnahmen an Fassaden und Heizungsrohren, identi-
fizieren die Befragten noch weitere einfacher auszuführende Optionen. Die Experten schätzen die Erspar-
nis bei einer vollständigen Umsetzung von Dämmmaßnahmen auf 30 % [Antwort 37]. Dabei gilt in der
Regel, je schlechter der Ausgangszustand, desto mehr ist durch Dämmung an Einsparungen erreichbar.
11
Das Projekt Zukunft Altbau zeigt in seiner Sanierungsgalerie auch Beispiele die deutlich höhere prozentu-
ale Anteile der Endenergie einsparen als hier angegeben [12]. Jedoch ist bei solchen Dämmmaßnahmen
der Aufwand hoch.
Mit einer Dämmung von Kellerdecken und einfach zugänglichen Rohren lassen sich nach Ansicht der Ex-
perten bis zu 15 % Energieeinsparung erzielen [Antwort 15]. Das Potential der Dämmung der obersten
Geschossdecke schätzt Antwort 95 auf 10 - 40 %. Von der Begleitforschung wird das Potential der Däm-
mung der obersten Geschossdecke und Dachsparren zwischen 5 - 15 % eingeordnet. Einfachere Dämm-
maßnahmen bringen geschätzt 4 % für die Dämmung der Armaturen und Befestigungsschellen [Antwort
17], 2 - 5 % für eine vollständige Dämmung der Rohre [Antwort 42] und bis zu 5 % für die Umsetzung von
DIY-Maßnahmen („Do it yourself“) [Antwort 45].
Diese Maßnahmen werden entsprechend dem Aufwand, zeitlichem Horizont und der möglichen Ersparnis
in Abbildung 5 eingeordnet.
Abbildung 5 Einordnung der Maßnahmen des Clusters Dämmung
Energiemanagement
In diesem Cluster werden Maßnahmen zusammengefasst, die dem Energiemanagement zugeordnet wer-
den können. Unter Energiemanagement werden Maßnahmen und Strategien verstanden, welche die Per-
formance und Effizienz von Gebäuden verbessern, durch beispielsweise Monitoring, Automatisierung und
Fehlererkennung [13]. In diesem Cluster sind insgesamt 39 Antworten enthalten, wovon 30 mit Beschrei-
bung und Informationen zu zeitlichem Horizont und Aufwand angegeben sind. Einige Antworten über-
schneiden sich zudem und sind deshalb zusammengefasst worden. Tabelle 3 gibt zunächst eine Übersicht
über die zusammengefassten Maßnahmen.
12
Die Maßnahmen im Cluster Energiemanagement basieren maßgeblich auf der Durchführung eines Moni-
torings. Ein Monitoring hilft bei der Beantwortung der Frage: „Entspricht der Energieverbrauch den er-
warteten Bedarfswerten?“. Dabei müssen technische und organisatorische Prozesse zur Identifikation von
Ineffizienzen existieren. Konkret müssen Ressourcen zur Überwachung der Kennzahlen und zum Abgleich
mit den geplanten Werten existieren. Typischerweise existieren solche Voraussetzungen eher in größeren
Nichtwohngebäuden. Die Antworten nennen eine große Bandbreite an möglicher energetischer Einspa-
rung von 5 - 30 %. Die Begleitforschung hält eine Einsparung von bis zu 10 % der Heizenergie für kurzfristig
realistisch. Zudem ist hier zu unterscheiden zwischen der Einführung eines Monitorings mit erhöhten Auf-
wänden und der Überprüfung von Kennzahlen mit bereits vorhandenem Equipment. Der nächste Schritt
ist eine erste Form der Betriebsoptimierung und Fehlerdiagnose.
Auf Basis eines Monitorings lassen sich weitere Maßnahmen aufsetzen. Eine bessere Regelung ermöglicht
eine bedarfsgerechte Führung von Außenluftmengen [Antwort 41]. Auch können Einzelraumreglungen
umgesetzt werden, sodass nur diejenigen Räume beheizt werden, welche wirklich genutzt werden [Ant-
wort 57]. Genannt werden hier mögliche Einsparungen von 15 - 30 %. Antwort sechs geht in eine ähnliche
Richtung und schlägt „intelligente lowcost Heizkörper“ vor, welche nur heizen, wenn jemand in den Räu-
men anwesend ist. Intelligente oder gut funktionierende Regler führen hier selbst zu keiner Einsparung,
sondern bilden die Basis für nachgelagerte Schritte wie das Monitoring. Das Auto-EnEff Verfahren zeigt
Ansätze, wie Regelkreise automatisiert unter komplexen Wechselwirkungen in ihrer Güte verbessert wer-
den können [14]. Das Projekt zeigt ebenso, dass Aufwand und zeitlicher Horizont unter realen Bedingun-
gen höher sind.
Werden neben Belegungsdaten auch weitere Daten wie Wetterprognosen genutzt, so können durch au-
tomatisierte oder intelligente Betriebsoptimierungen weitere energetische Einsparungen erzielt werden.
Entscheidend ist bei all diesen Maßnahmen die bereits vorhandene Infrastruktur. Hier können verschie-
dene Ansätze gefahren werden. Aktuell stellen modellprädiktive Reglungen (Model Predictive Control –
MPC) den „Goldstandard“ dar. Im Projekt BestHeatNEt konnten für verschiedene Fälle in Simulationen
signifikante Einsparungen in Betriebskosten und CO2-Emissionen gegenüber nicht prädiktiven Strategien
nachgewiesen werden [15]. Mittels solcher Ansätze schätzen die Befragten die Einsparmöglichkeiten auf
10 - 25 % der Heizenergie. Der Einsatz von MPC kann bis zu 40 % energetische Einsparungen ermöglichen
[Antworten 64, 78]. Die Begleitforschung hält Werte von 10 - 30 % für erreichbar.
Durch eine Erhöhung der Nutzung des Eigenstromverbrauchs können den Experten zufolge 10 - 25 % des
Endenergiebedarfs eingespart werden. Entscheidend sind hierfür mögliche Anreize an den Nutzenden
Strom zu bestimmten Zeiten zu nutzen [Antwort 85]. Aus Sicht der Begleitforschung müssen hier aber
zunächst entsprechende Infrastrukturen (bspw. Wärmepumpe, Speicher etc.) aufgebaut werden, was den
Aufwand und zeitlichen Horizont erhöht.
Auf Basis des Monitorings können auch komplexere Anlagensysteme hinsichtlich ihrer Fehler untersucht
werden. Somit kann eine bestimmungsgemäße Funktion realisiert werden [Antwort 67]. Gegenüber ei-
nem Betrieb unter Fehlern lassen sich laut den Experten 10 - 15 % der Energie einsparen. Die Begleitfor-
schung schätzt den Aufwand hier allerdings als hoch ein.
Die Maßnahmen werden in Abbildung 6 zusammengefasst.
13
Abbildung 6 Einordnung der der Maßnahmen des Clusters Energiemanagement
Verhalten der Nutzenden
In diesem Cluster werden Maßnahmen zusammengefasst, welche die Nutzenden in den Fokus der Maß-
nahme stellen. Insgesamt lassen sich diesem Cluster zwölf Vorschläge zuordnen, von denen neun hinsicht-
lich des Aufwandes und zeitlichen Horizonts eingeordnet werden4. Diese neun Maßnahmen sind in Tabelle
4 aufgeführt.
Maßnahmen in dem Cluster zielen auf eine positive Beeinflussung des Verhaltens von Nutzenden ab. Da-
bei müssen den Nutzenden Informationen zu ihrem Energieverbrauch und mögliche Maßnahmen zu Ver-
haltensänderungen bekannt sein. Eine mögliche Maßnahme stellt die Visualisierung des Energiever-
brauchs dar. Die Experten schreiben, dass Nutzende bei einem kontinuierlichen Verbrauchsfeedback und
Gamification hier zwischen 0 - 30 % einsparen können [Antwort 60]. Im Projekt +Eins wurden die mögli-
chen Einsparpotentiale bei flächendeckendem Einsatz von Verbrauchsvisualisierungen auf 15 - 25 % ge-
schätzt [16]. Weiterhin ist es wichtig, den Nutzenden Informationen über die konkreten Maßnahmen zur
Verfügung zu stellen, so ist Dauerlüften beispielweise zu vermeiden [Antwort 110] während zonenweises
Heizen einen positiven Effekt hat [Antwort 48]. So schätzen die Experten, dass durch zonenweises Heizen
1 - 3 % der Energie gespart werden können. Informationen zu solchen Maßnahmen könnten in Mietwoh-
nungen beispielsweise die Vermieter verbreiten [Antwort 110]. Die Experten schätzen das Nutzende bei
guter Informationslage bis zu 10 % Energieeinsparung realisieren können.
Insgesamt gilt dabei, dass ein Grad geringere Innenraumtemperaturen circa 6 % der Heizenergie einspa-
ren können [7, Vorschläge 12, 105]. Die Maßnahmen werden in Abbildung 7 zusammengefasst.
4 Es handelt sich um die Vorschläge 7, 12, 48, 60, 72, 75, 93, 105, 110.
14
Abbildung 7 Einordnung der Maßnahmen des Clusters Verhalten von Nutzenden
Systemintegration
Dem Cluster Systemintegration sind sechs Vorschläge zugeordnet5. Diese haben die veränderte Nutzung
von Netzinfrastrukturen gemein. Eine Übersicht über die Maßnahmen ist im Anhang in Tabelle 5 enthal-
ten. Die Vorschläge im Cluster Systemintegration sind durch komplexe technische Maßnahmen und eine
Vielzahl von notwendigen Akteuren geprägt. Hierdurch ergibt sich auch eine größere Komplexität und ein
längerer zeitlicher Aufwand. Denn die Notwendigkeit solcher Maßnahmen, wie sektorübergreifende
Quartierskonzepte, fordern auch andere Akteure [18]. Dabei ergeben solche Ansätze Möglichkeiten und
Synergien, Wärme- und Stromversorgung mit Mobilitätskonzepten zu koppeln. Die Maßnahmen sind der
Vollständigkeit halber erwähnt, aber an dieser Stelle erfolgt keine weitergehende Betrachtung da seitens
der Experten und Begleitforschung keine kurzfristige Umsetzbarkeit gesehen wird. Auch sind seitens der
Begleitforschung keine Einschätzungen hinsichtlich potenzieller Ersparnisse möglich. Entscheidend ist es
dennoch diese Themen weiter zu treiben, damit mittel- und langfristig die gewünschten Effekte erzielt
werden.
Als mögliches Konzept nennen die Experten die Senkung von Netztemperaturen [Antwort 14]. In der För-
derschiene untersucht beispielsweise das Projekt LowEX, wie sanierte Bestandsmehrfamilienhäuser nach-
haltig beheizt werden können [19]. Die Vorschläge 18, 35 und 55 weisen auf die Bedeutung der Sektoren-
koppplung hin. Ein weiterer wichtiger Bestandteil wird in der Erschließung und Nutzbarmachung dezent-
raler Wärmequellen gesehen [Vorschläge 2, 43]. Die Begleitforschung sieht in diesem Zusammenhang bei
allen Maßnahmen einen sehr hohen Aufwand und eine langfristige zeitliche Perspektive. Die Maßnahmen
werden in Abbildung 8 zusammengefasst.
5 Es handelt sich um die Vorschlage 2, 14, 18, 35, 43, 55.
15
Abbildung 8 Einordnung der Maßnahmen im Cluster Systemintegration
Sonstiges
Im Cluster Sonstiges sind die Maßnahmen zusammengefasst, welche nicht direkt einem anderen Cluster
zuordenbar sind. Insgesamt lassen sich zwölf Vorschläge diesem Cluster zuordnen, wobei drei Vorschläge
keine6 Einschätzung zur Umsetzung unter aktuellen Rahmenbedingungen oder keine Erfahrung im Betrieb
hatten. Somit sind insgesamt neun Vorschläge in dieser Kategorie enthalten. Die Maßnahmen zielen häu-
fig nicht direkt auf technische Möglichkeiten ab, sondern auf gesellschaftliche, regulatorische oder öko-
nomische Herausforderungen. So nennen die Experten etwa Vorschläge, die auf die veränderte Nutzung
von PV-Strom eingehen. Eine Übersicht ist im Anhang in Tabelle 6 enthalten.
Im Cluster Sonstiges sind diverse Maßnahmen enthalten, welche auf diverse Aspekte der Energienutzung
abzielen. So fokussieren die Vorschläge 50 und 91 etwa eine Betrachtung der in Gebäuden gebundenen
„grauen Energie“. Diese Maßnahmen sind dementsprechend nicht direkt dem Betrieb zuordenbar, son-
dern eher der Planung oder Sanierung von Gebäuden. Dennoch können auch hier schon unterschiedliche
Nutzungsaspekte mitbedacht werden, etwa durch Umnutzung des Gebäudes oder die Auswahl der Bau-
stoffe. Antwort 91 schätzt die mögliche Energieeinsparung durch gestärkte Suffizienz auf bis zu 50 % in
Quartieren. Wird die graue Energie in BIM-basierten Life-Cycle Bilanzen mitgedacht, können gemäß Ant-
wort 50 bis zu 20 % der CO2-Emissionen eingespart werden. Eher komplex und grundlegend scheinen auch
das Untersuchen zur Bauteilaktivierung [Antwort 80]. Die Begleitforschung kann an dieser Stelle zu keiner
der Maßnahmen realistische Einordnungen geben. Diese Maßnahmen werden zudem alle als mindestens
hoch im Aufwand und langfristig in der Umsetzung eingeschätzt.
An den ersten Ansatz knüpft auch Antwort 81 an, „damit einzelne Gebäudegeschosse bei geringer Auslas-
tung teilweise abgesenkt betrieben werden können“, sollten organisatorische Abläufe geändert werden.
6 Es handelt sich um die Vorschläge: 21, 30, 50, 80, 81, 91. 104, 108, 109
16
Hierdurch könnten bis zu 10 % der Energie eingespart werden Die Einschätzung kann realistisch sein, wird
idealerweise aber durch eine Anwesenheitsdetektion unterstützt.
Die Vorschläge 21 und 104 zielen den Experten zufolge auf gestiegene Nachfragen nach mobilen Klimage-
räten ab. Durch passive Kühlmaßnahmen und den Anbau von Außenjalousien können notwendige Kühl-
maßnahmen reduziert werden. Ein mögliches Ersparnis ist hier nicht angegeben.
Nutzende können durch nächtliches Schließen der Rollläden die Transmissionsverluste der Fenster um bis
zu 30 % reduzieren [Antwort 108]. Auch ein kurzfristig möglicher Austausch der Duschbrausen und Arma-
turen kann zusammen mit wassersparendem Verbrauchsverhalten den Energiebedarf der Warmwasser-
bereitung um bis zu 30 % reduzieren. Die Maßnahmen werden in Abbildung 9 zusammengefasst.
Abbildung 9 Einordnung der Maßnahmen des Clusters Sonstiges
17
KURZFRISTIG UMSETZBARE MAßNAHMEN
Wie die zahlreichen Vorschläge zeigen, gibt es viele Ideen, wie und durch welche Methoden sich der Ener-
giebedarf in Gebäuden und Quartieren kurzfristig senken lässt. Dabei fällt jedoch auf, dass die Einschät-
zung der Vorschläge divergiert und von den vorgegebenen Einordnungen der Kategorien zum zeitlichen
Horizont und des Aufwands abweichen. So scheint beispielsweise der Aufbau eines Lastmanagements in
einem Verteilnetz eher unrealistisch in den nächsten sechs Monaten. Um Nutzenden und Entscheidenden
eine Übersicht zu geben, welche Vorschläge innerhalb von sechs Monaten unter entsprechenden Rah-
menbedingungen umsetzbar sind, wurden diejenigen Beiträge, welche komplexere Eingriffe benötigen
(bspw. Umsetzung MPC) oder nicht alle Felder beantwortet haben, entfernt. Im Nachgang wurden die
Maßnahmen durch die Begleitforschung eingeordnet. Ein Team von neun fachkundigen Personen hat
diese Vorschläge als kurzfristig umsetzbar bewertet. Nur solche Vorschläge, bei denen keine Person ein
Nein hinsichtlich einer kurzfristigen Umsetzung angegeben hat, sind hier aufgeführt. Zudem sind im Rah-
men dieser Sichtung weitere kurzfristig umsetzbare Vorschläge gegeben worden. Insgesamt wurden von
dem Team der Begleitforschung somit 34 Vorschläge als kurzfristig umsetzbar bewertet
7
. Diese sind im
Folgenden als mögliche Maßnahmen zusammengefasst.
Kellerdeckendämmung: Eine Kellerdeckendämmung kann aufwändig sein, stellt aber eine effiziente Maß-
nahme dar, mit der laut den Experten bis zu 15 % Energieeinsparung erzielt werden können. Die Begleit-
forschung teilt diese Einschätzung, geht allerdings in vielen Fällen von einer etwas geringeren Einsparung
aus.
Leitungs-/ Rohrdämmung: Die Überprüfung der Dämmung der Rohre, Armaturen und Befestigungsschel-
len stellt eine „einfache, kostengünstige Maßnahme“ dar. Die Einsparung wird durch die Experten auf 2 -
5 % geschätzt.
Überprüfung von Parametern: Eine Überprüfung der eingestellten Parameter wie Vorlauftemperatur,
Zeitprogramme und vermeiden von Heizen/Kühlen in Abwesenheit kann laut den Experten zu Ersparnis-
sen von circa 3 - 20 % führen. Insgesamt lassen sich durch die Überprüfung und Einstellung von Regelpa-
rametern mutmaßlich bis zu 10 % der Energie einsparen. Über eine Nachtabschaltung können Tempera-
turabsenkungen im Gebäude erreicht werden. Eine Einsparung von bis zu 10 % nennen die Experten.
Seitens der Begleitforschung wird hier eine Spanne von 4 - 10 % für eine Nachtabsenkung als realistisch
angesehen. Durch eine Überprüfung der Anwesenheitszeiten und entsprechende Anpassung der Zeit-
pläne lassen sich beispielsweise bis zu 10 % der Endenergie laut Experten sparen. Auch eine Absenkung
der Vorlauftemperatur kann über die „Einstellung von Anlagenparametern zur Steigerung der Effizienz
durch Reduktion von Wärmeverlusten [beitragen]. Einfach umsetzbar durch Hausmeister, -warte oder Fa-
cilitymanagement-Personal“. Der Grad der Energieeinsparung hängt von der konkreten Umsetzung der
Maßnahme ab und wird von den Experten zwischen 1 - 10 % geschätzt. Die Begleitforschung hält 5 %
Energieeinsparung durch geringere Wärmeverluste und automatische Absenkung der Raumtemperatu-
7
Es handelt sich um die Antworten: 7, 9,12, 15, 17, 20, 25, 32, 35, 37, 42, 44, 45, 47, 48, 52, 57, 58, 72, 79, 81, 82, 86 ,88,93, 94,
95, 101. 102, 106, 107, 108, 109, 110
18
ren für machbar, allerdings können je nach IST-Zustand der Heizsysteme auch deutliche größere Einspa-
rungen erreicht werden. Eine Studie der iTG Dresden hat verschiedene Optionen der Einstellungen kom-
biniert und kommt damit auf 8 - 15 % Einsparungen [20].
Ansprache von Nutzenden: Die Bewohnenden können über den richtigen Umgang mit Energie informiert
werden. Für den richtigen Umgang empfehlen die Experten „kurz gehaltene Merkblätter, Online-Schulun-
gen, o.Ä.“. Als Beispiel für den richtigen Umgang gilt das zonenweise Heizen bei geschlossenen Zimmer-
türen mit geschätzter Ersparnis von 1 - 3 % und das Absenken der Solltemperatur mit geschätzter Er-
sparnis von ca. 6 %/K. Auch das korrekte Lüften ist eine sinnvolle Maßnahme, um den Wärmeverlust zu
reduzieren. Die Einschätzung der erreichbaren Einsparung ist hier schwierig, da der Ausgangswert sehr
vom individuellen Verhalten der Nutzenden abhängt. Bereits heute Lüften einige Nutzende zu wenig, was
zu einer Bildung von Schimmelpilzen führen kann.
Monitoring und Optimierung: Mittels eines Monitorings kann durch engmaschigere Kontrollen des Ge-
bäudeleitsystems von größeren Gebäuden Funktionsweise und Effizienz von Heizung und Kühlung über-
prüft werden. „Durch Auswertung der Daten von Strom/Gaszählern…. (und) Vergleich technischerer Soll-
Heizbedarf mit (über mehrere Tage) mit gemessenem Verbrauch“ schätzen die Experten eine mögliche
Ersparnis von 5-20 % als realistisch ein. Die Begleitforschung hält Einsparungen von bis zu 10 % für realis-
tisch. Durch die Berücksichtigung von Informationen aus der Gebäudeautomation können Informationen
zur tatsächlichen Nutzung den Energieverbrauch in Gebäuden senken. Die Befragten Experten rechnen
hier mit einer möglichen Einsparung von 10 - 30 %. Die Begleitforschung hält diesen Wert mehrheitlich
für richtig
DIY-Maßnahmen: Durch isolierende Klebebänder können Bewohnende von älteren Bestandsimmobilien
„schlecht schließende(n) Fenstern und Türen“ dämmen. Energetische Einsparungen von bis zu 5 % erschei-
nen bei undichten Fenstern realistisch.
Veränderte Raumnutzung: Organisatorische Veränderungen bei der Gebäudenutzung, bspw. „Schaffen
flexibler Arbeitswelten, damit einzelne Gebäudegeschosse bei geringer Auslastung teilweise abgesenkt be-
trieben werden können“, können nach Einschätzung der Experten unter üblichen Randbedingungen bis zu
10 % Energieeinsparungen erzielen. Bei Absenkung größerer Flächenanteile können nach Einschätzung
der Begleitforschung sogar höhere Einsparungen erzielt werden.
Automatische Einzelraumregelung: „Einbau von (durch den Mieter)“ programmierbaren elektronischen
Thermostatventilen.“ Die Experten sehen hier zwischen 15 - 30 % energetische Einsparungen. Die Begleit-
forschung hält diese Einschätzung für etwas zu hoch. Das bekannte Portal CO2-Online geht von Einsparun-
gen zwischen 9 - 15 % aus [21]. Die Begleitforschung schließt sich hier an.
Dämmung oberste Geschossdecke: Eine Dämmung der obersten Geschossdecke bei einem darüber lie-
gen unbeheizten Dachboden bewerten die Experten zwischen 10 - 40 % möglicher Energieeinsparung. Die
Begleitforschung schätzt die möglichen Ersparnisse auf 5 - 15 %.
Wassersparende Duschbrausen und Verbrauchsverhalten: Durch den Einsatz wassersparender Dusch-
brausen und Armaturen können bis zu 20 % des Energiebedarfs für Warmwasser eingespart werden.
Weitere 10 % sind durch ein bewusstes und sparsames Verbrauchsverhalten bei der Warmwassernut-
zung möglich.
19
Nächtliches Schließen der Rollläden im ganzen Haus: Durch das Schließen der Rollläden werden die Wär-
meabstrahlverluste des Gebäudes minimiert. Durch eine zusätzliche Luftschicht zwischen Fenster und
Rollläden wird zudem der U-Wert des Fensters verbessert. Versuche haben gezeigt, dass so die Wärme-
verluste durch die Fenster über Nacht um ca. 30 % reduziert werden können. Je nach Fensterfläche eines
Gebäudes können hier nennenswerte Einsparungen erreicht werden.
Heizkörper entlüften: Regelmäßige Entlüftung der Heizkörper sorgt dafür, dass die Wärmeübertragung
im vollen Umfang gewährleistet ist und die Heizkörper richtig warm werden. Die Begleitforschung schätzt
die Einsparungen auf circa 1 % des Heizenergieverbrauchs.
Heizkörper freihalten: Damit die Heizkörper ungehindert ihre Wärme an die Raumluft übertragen kön-
nen, sollte die Luftzirkulation nicht durch Möbel, Vorhänge oder ähnliches beeinträchtigt werden. Die
Heizleistung eines Heizkörpers kann durch solche Hindernisse um bis zu 20 % reduziert sein, so dass hö-
here Vorlauftemperaturen benötigt werden. Hierdurch kann bis zu 1 % des Energieverbrauchs gespart
werden.
ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK
Die Vielzahl an Vorschlägen durch die Experten der befragten Projekte zeigen auf, wie viele Möglichkeiten
es für Einzelpersonen, Unternehmen und Betreiber öffentlichen Gebäude gibt, kurz-, mittel und langfristig
den Energieverbrauch in Gebäuden und Quartieren zu senken. Dabei zielen viele Maßnahmen auf Einspa-
rungen durch passende Systemeinstellungen. Ziel ist es, die Lieferung der notwendigen Energie an den
eigentlichen Bedarf anzupassen und das eigene Verhalten in Richtung sparsamer Umgang mit Energie
auszurichten. Natürlich ist es auch sinnvoll, den Energieverbrauch durch effizientere Technik und bessere
Dämmung zu reduzieren, wenngleich viele Maßnahmen aus diesen Bereichen nicht kurzfristig umgesetzt
werden können.
Entscheidend ist, dass es durchaus zahlreiche Möglichkeiten gibt, den Energie- und damit den Gasver-
brauch kurzfristig zu senken, wofür die Betreibenden und die Nutzenden zahlreiche Anregungen aus die-
ser Veröffentlichung entnehmen können.
Grundsätzlich lassen sich die Einsparungen aus einzelnen Maßnahmen nicht einfach bei der Umsetzung
von mehreren Maßnahmen addieren, da viele der Maßnahmen ähnliche Effekte, wie beispielsweise die
Absenkung der mittleren Raumtemperatur, ausnutzen. Prinzipiell führen aber mehr Maßnahmen an ei-
nem Gebäude auch zu einer Erhöhung der Energieeinsparung. Insbesondere Maßnahmen im Bereich des
Trinkwarmwasser addieren sich immer vollständig zu Maßnahmen mit dem Fokus Reduktion der notwen-
digen Raumwärme.
Auch der Standort eines Gebäudes und die damit verbundene winterliche Durchschnittstemperatur, die
Gebäudeschwere, die individuelle Anwesenheit oder die bestehende Dämmung der Gebäudehülle haben
einen Einfluss auf die erzielbaren Einsparungen. Gebäude, die heute schon sehr energieeffizient betrieben
werden, können prozentual weniger einsparen als Gebäude, deren Betrieb schon länger nicht mehr opti-
miert worden ist. Letzteres sollte auf die Mehrheit des Gebäudebestands zutreffen.
20
DANKSAGUNG
Wir bedanken uns bei allen Teilnehmenden an der Befragung und den Kolleginnen und Kollegen der Be-
gleitforschung für die Experteneinschätzungen.
Das Projekt „BF2020 Begleitforschung Energiewendebauen - Modul Digitalisierung; Teilvorhaben: TU Ber-
lin: Wissensplattform“ (FKZ: 03EWB004A) sowie „BF2020 Begleitforschung Energiewendebauen - Modul
Gebäude; Teilvorhaben: Bausteine für die Transformation - Akteurseinflüsse, Modernisierungsstrategien
und systemdienliche Konzepte“ (FKZ: 03EWB002A) werden aufgrund eines Beschlusses des Deutschen
Bundestages mit öffentlichen Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert.
21
ANHANG
Tabelle 1 Übersicht über Maßnahmen im Cluster Anlagentechnik
Kurzbezeichnung
Maßnahme
Beschreibung Maßnahme
Geschätzte
Ersparnis
Vorschläge
Anpassung Zeitpläne
Abschaltung von Heizungen Pumpen nachts
oder in Zeiten von Abwesenheiten.
5 – 10 %
52, 86, 102
Austausch Kompo-
nenten
Austausch alter Komponenten gegen PV-Anla-
gen, Wärmepumpen oder Speicher
1 – 300 %
23, 49, 77
Hydraulischer Ab-
gleich
Durchführung des hydraulischen Abgleichs zur
Sicherstellung der bedarfsgerechten Wärmebe-
reitstellung.
2 – 20 %
13, 26, 51,
53, 70, 84
Prüfung Regelpara-
meter
Überprüfung der eingestellten Parameter an der
Heizungsanlage und insbesondere Einstellung
auf Abhängigkeit zur Außentemperatur.
5 – 20 %
20, 32, 58,
94
Vorlauftemperatur
senken
Einstellung einer niedrigeren Vorlauftemperatur
im Heizkreislauf.
1 – 10 %
9, 47, 79,
82, 88
Trinkwarm-Wasser
Optimierung
Reduktion Zirkulationszeiten, Bereitstellungs-
temperatur und Legionellenschaltvorgänge.
10 – 15 %
24, 34
Heizkörper entlüften
Regelmäßige Entlüftung der Heizkörper sorgt
dafür, dass die Wärmeübertragung im vollen
Umfang gewährleistet ist und die Heizkörper
richtig warm werden.
1 %
106
Heizkörper freihal-
ten
Luftzirkulation muss zur effizienten Wärmeüber-
tragung möglich sein, somit sollten Heizkörper
nicht durch Möbel, etc. verstellt sein.
1 %
107
22
Tabelle 2 Übersicht über die Maßnahmen im Cluster Dämmung
Kurzbezeichnung Maßnahme
Beschreibung Maßnahme
Geschätzte Er-
sparnis
Vorschläge
Dämmung Kellerdecken
und Rohre
Nachträgliche Dämmung
von Kellerdecken und Roh-
ren.
bis zu 15 %
15
Dämmung der Armaturen
und Befestigungsschellen
Überprüfung der Dämmung
an Rohren und Befesti-
gungsschellen und nach-
trägliche Anbringung oder
Ausbesserung.
4 %
17
Dämmmaßnahmen umset-
zen (DMU)
Dämmung von Heizungs-
rohren und Fassaden.
30 %
37
Vollständige Dämmung der
Rohre
Reduzierung der Rohver-
luste durch Überprüfung
der Rohrdämmung auf Voll-
ständigkeit
2...5 %
42
Do-It-Yourself Maßnahmen
In älteren Bestandsimmobi-
lien können schlecht isolie-
rende Fenster und Türen
mit Isolierbändern aus dem
Baumarkt gedämmt wer-
den. Hierdurch kommt es
zu einer Reduktion von
Luftzügen und somit
Wärmverlusten.
5 %
45
Dachobergeschossdäm-
mung
Dämmung der oberen Ge-
schossdecke, bspw. durch
Auslegen mit Dämmmate-
rial.
10 – 40 %
95
Tabelle 3 Übersicht über die Maßnahmen im Cluster Energiemanagement
23
Kurzbezeichnung Maß-
nahme
Beschreibung Maßnahme
Geschätzte Erspar-
nis
Vorschläge
Automatisierte Be-
triebsoptimierung
Berücksichtigung weiter In-
formationen wie Wetter-
oder Auslastungsprogno-
sen, um Energie Bedarfsge-
recht bereitzustellen.
10 – 40 %
8, 36, 44, 64, 92,
98
Monitoring
Technische und organisato-
rische Prozesse müssen so
eingeführt und eingestellt
sein, dass Kennzahlen veri-
fiziert und Ineffizienzen
identifiziert werden kön-
nen.
5 – 30 %
25, 39, 62, 68,
101, 56
Nutzung Monitoring zur
Überprüfung Kennzah-
len
Nutzung bestehendes Mo-
nitoring zur Überprüfung
von Kennzahlen und Auffin-
den von Fehlern.
5 – 30 %
71
Nutzung Erneuerbarer
Strom
Steigerung des Verbrauchs
an EE-Strom, durch bspw.
Hinweise an Nutzende oder
Energiemanagement
10 – 25 %
4, 85
Verbesserte Regelung
Verbesserte Reglung um
bspw. bedarfsgeführte
Luftmengen von Lüftungs-
anlagen bereitzustellen.
-
41
Automatische Einzel-
raumregelung [original:
AERR]
automatische Einzelraum-
regelung: Einbau von
(durch den Mieter) pro-
grammierbaren elektroni-
schen Themostatventilen
an den Heizkörpern zwecks
Vermeidung von Überhei-
zung durch Heizkörper-
(bzw. Raum-) Übertempera-
turen und zwecks Nutzung
von Abwesenheitszeiten zur
Heizkörperabschaltung
15 – 30 %
57
Betriebsüberwachung
und Fehlervermeidung
(FDD)
Untersuchung komplexer
Anlagensysteme, sodass
diese bestimmungsgemäß
funktionieren - individuelle
Einstellung realisieren
10- 15 %
67
24
(Default-Einstellungen hin-
terfragen).
Tabelle 4 Übersicht über die Maßnahmen im Cluster Verhalten von Nutzenden
Kurzbezeichnung Maß-
nahme
Beschreibung Maßnahme
Geschätzte Er-
sparnis
Vorschläge
Informationsbereitstel-
lung
Nutzende über richtigen Um-
gang mit Energie informieren,
bspw. durch Merkblätter.
10 %
7, 72
Temperatursenkung
Eine Absenkung der Raum-
temperatur um 1 Kelvin spart
circa 6% der Heizkosten.
6 % Heizenergie
pro °K
12, 105
Verbrauchsvisualisierung
Transparenz gegenüber den
Verbrauchern zu Verbrauch
und Kosten schaffen und so-
mit effizienterem Verhalten
animieren.
0 – 30 %
60, 75, 100
Zonenweises Heizen
Werden nur genutzte Flächen
geheizt und Türen zu anderen
Zimmern geschlossen, dann
wird der Anteil der gering ge-
heizten Nutzfläche erhöht.
1 – 3 %
48
Richtiges Lüften
Richtiges Lüften mit kurzzeiti-
gem, intensivem Stoß- oder
Querlüften anstelle einer
Dauer-Kippstellung. Durch das
Dauerlüften werden unnötig
hohe Luftaustauschraten er-
reicht, die zu einer Auskühlung
des Raumes führen.
110
Tabelle 5 Übersicht über die Maßnahmen im Cluster Systemintegration
Kurzbezeichnung Maß-
nahme
Beschreibung Maßnahme
Geschätzte Erspar-
nis
Vorschläge
Nutzung von Niedertem-
peraturnetzen
-
-
14
Sektorenkopplung
Kopplung von Strom,
Wärme und Mobilität zur
Schaffung von Synergien.
20 %
18, 35, 55
25
Voraussetzung: Energiema-
nagementsystem und rege-
lungsfähige Anlagentechnik
zur dynamischen Steue-
rung.
Erschließung dezentraler
Wärmequellen außer-
halb des Gebäudes
Erschließung dezentraler
Wärmequellen und Nut-
zung bestehender Nahwär-
menetze als Pufferspeicher.
2, 43
Tabelle 6 Übersicht über die Maßnahmen im Cluster Sonstiges
Kurzbezeichnung Maß-
nahme
Beschreibung Maß-
nahme
Geschätzte Ersparnis
Vorschläge
Passive Kühlung
Nutzung von passiven
Kühlmaßnahmen wie
bspw. durch Verschat-
tung, nächtlichem Lüften
und Hinterlüfteter Fas-
sade.
21, 104
PV-Einbindung
Schaffung der Möglich-
keite„ um mehr PV-
Strom einzubinden durch
bspw. Regelungstechnik
oder Mieterstrom. "-"
30 %
30
BIM-basierte Lebens-
wegbilanz
Betrachtung der
„grauen-Energie“ der
Baumaterialien durch
BIM-basierte Ökobilanz.
realistisch ca. 20% der
"grauen" Energie bzw.
"grauen" CO2e-Emissi-
onen
50
Bauteilaktivierung
Bestand: Untersuchung
der bauphysikalischen
Parameter von Bestands-
gebäuden und deren
Möglichkeit als Speicher-
masse zur Temperaturre-
gulierung genutzt zu
werden.
ca. 20%
80
Organisatorische Ab-
läufe
Organisatorische Verän-
derungen bei der Gebäu-
denutzung, z. B. Schaffen
flexibler Arbeitswelten,
damit einzelne Gebäude-
geschosse bei geringer
10
81
26
Auslastung teilweise ab-
gesenkt betrieben wer-
den können
SIG – Stärkung von Suffi-
zienz Gedanken im Ge-
bäude
Optimierung der Be-
standsnutzung durch An-
passbarkeit an veränder-
ten Bedarf im Lebenszyk-
lus eines Gebäudes
im Quartieren bis zu
50%
91
Nächtliches Schließen
der Rollläden im ganzen
Haus
Durch das Schließen der
Rollläden werden die
Wärmeabstrahlverluste
des Gebäudes minimiert.
Durch eine zusätzliche
Luftschicht zwischen
Fenster und Rollladen
wird zudem der U-Wert
des Fensters verbessert.
Versuche haben gezeigt,
dass so die Wärmever-
luste durch die Fenster
über Nacht um ca. 30 %
reduziert werden kön-
nen.
bis zu 30 % der Wär-
meverluste durch die
Fenster über Nacht (->
nur der Wärmever-
luste durch die Fens-
ter, nicht insgesamt),
abhängig vom Fenster-
U-Wert
108
Wassersparende Dusch-
brausen und Verbrauchs-
verhalten
Durch den Einsatz was-
sersparender Duschbrau-
sen und Armaturen kön-
nen bis zu 20 % des Ener-
giebedarfs für Warmwas-
ser eingespart werden.
Weitere 10 % sind durch
ein bewusstes und spar-
sames Verbrauchsverhal-
ten bei der Warmwas-
sernutzung möglich.
bis zu 30 % des Ener-
giebedarfs für Warm-
wasserbereitung
109
27
28
Tabelle 7 Gesammelte Vorschläge
Rolle
Er-
fah-
run
g im
Be-
trie
b
Ant
wor
ten
ID
Clus-
ter
Maß-
nahme
Kurzbezeich-
nung Maß-
nahme
Beschreibung der Maßnahme
Mögliche Erspar-
nis der Maß-
nahme in %
Auf-
wand
der
Maß-
nahm
e
Zeitli-
cher
Hori-
zont
der
Maß-
nahm
e
Bei
aktu-
ellen
Rah-
men-
be-
din-
gun-
gen
um-
setz-
bar
Ant-
wort
be-
rück-
sich-
tigt
Stadt-
werk
Ja
1
Ener-
giema
nage-
ment
-
Lastmanage-
ment fürs ge-
samte Ver-
sorgungsnetz
aufbauen
-
-
-
-
-
Nein,
keine
voll-
stän-
dige
Ant-
wor-
ten.
For-
schun
g
Ja
2
Sys-
temin
tegra-
tion
Er-
schlie-
ßung
dezent-
raler
Wär-
me-
quellen
außer-
halb
Kopplung
durch Wär-
menetze
-Die Kopplung durch Wärmenetze von
Gebäuden und Quartieren, ermöglicht
das Ausnutzen von Synergien (bspw.
Nutzung von Abwärme, Ausgleich ver-
schiedener Wärmequellen,...)
25
Sehr
Hoch
Lang-
fristig
Keine
Aus-
sage
mög-
lich
29
des Ge-
bäudes
For-
schun
g
Ja
3
Sons-
tiges
-
Mieterstrom
etc.
-
-
Nied-
rig
Kurz-
fristig
Nein
Nein,
nicht
unter
aktu-
ellen
Rah-
men-
be-
din-
gun-
gen
um-
setz-
bar.
For-
schun
g
Ja
4
Ener-
giema
nage-
ment
Nut-
zung Er-
neuer-
barer
Strom
Nutzung EE-
Strom bei
stromgeführ-
ten Syste-
men
Steigerung des Eigenstromverbrauchs.
Vermeidung von Stromeinspeisung,
Umrüstung auf stromgeführte Systeme
(Wärmepumpe)
25
Hoch
Mit-
tel-
fristig
Ja
For-
schun
g
Ja
5
Ener-
giema
nage-
ment
-
Energiema-
nagement
Automatisiertes Zähler- und Energiema-
nagement
Passendes Daten- und Informationsma-
nagement
Verbesserte Planungs- und Betreiber-
prozesse, die EM und GM implizit be-
reits passend mit berücksichtigen
15.-30
Mittel
Mit-
tel-
fristig
Nein
Nein,
nicht
unter
aktu-
ellen
Rah-
men-
be-
din-
gun-
gen
30
um-
setz-
bar.
For-
schun
g
Ja
6
Ener-
giema
nage-
ment
-
Intelligente
lowcost Heiz-
körperven-
tile und Ver-
braucherin-
fos zu T-
Raum-Ab-
senkung
- Anwesenheitsbasierte Raumtempera-
turen und damit "Weg vom nicht immer
einleuchtenden 1 ... 5 auf dem Ther-
mostatventil"
- Wirkung geht über das hinaus, was mit
einfacher Nachttemperatur.-Absenkung
erreichbar
10 ... 15
Mittel
Kurz-
fristig
Keine
Aus-
sage
mög-
lich
For-
schun
g
Ja
7
Nut-
zende
Infor-
mati-
onsbe-
reitstel-
lung
Nutzerver-
halten
Kurz gehaltene Merkblätter, Online-
Schulungen o.Ä., um Bewusstsein für
richtigen Umgang zu schaffen.
-
Nied-
rig
Kurz-
fristig
Ja
Un-
ter-
neh-
men
Ja
8
Ener-
giema
nage-
ment
Be-
triebso
ptimie-
rung
Prädiktive
Betriebsopti-
mierung (z.B.
MPC)
- Implementierung prädiktiver Regelal-
gorithmen
- verschiedene Modellierungsansätze
möglich/kombinierbar
- Mathematische Optimierung
- Verwendung unterschiedlicher Kos-
tenfunktionen zu unterschiedlichen Zei-
ten
- Fallunterscheidung und Fahrweisen
Auswahl (Modi)
- Dynamisierung bisher fest eingestell-
ter Parameter
10 - 20
Nied-
rig
Kurz-
fristig
Ja
For-
schun
g
Ja
9
Anla-
gen-
tech-
nik
Vorlauf-
tempe-
ratur
senken
Vorlauftem-
peraturen
senken (VLS)
- Nachtabsenkung in Quartieren
- Vorlauftemperatur von Heizungen um
bis zu 5 °C absenkbar, wenn Bewusst-
10
Mittel
Kurz-
fristig
Ja
31
sein für diese Maßnahme bei Bewoh-
nern gebildet wurde (Energiesparen
wegen Ukraine-Krieg ist nötig und
machbar -> Pulli anziehen!)
For-
schun
g
Ja
10
-
-
Smarttech-
nologien
-
-
-
-
-
Nein,
keine
voll-
stän-
dige
Ant-
wor-
ten.
Un-
ter-
neh-
men
Nei
n
11
Sys-
temin
tegra-
tion
-
Einsatz von
hybriden
Heizsyste-
men
Quartiersbezogene Betrachtung und
Steuerung in Verbindung mit Wei-
ternutzung vorhandener Infrastruktu-
ren für insbesondere grüne Gase
20
Mittel
Mit-
tel-
fristig
Ja
Nein,
keine
Erfah-
rung
im
Be-
trieb
For-
schun
g
Ja
12
Nut-
zende
Tempe-
ratur-
sen-
kung
Geringere
Nutzeranfor-
derungen
Absenkung von Solltemperaturen
-
Sehr
Nied-
rig
Kurz-
fristig
Ja
For-
schun
g
Ja
13
Anla-
gen-
tech-
nik
Hydrau-
lischer
Ab-
gleich
Pumpen rich-
tig einstellen
und System
hydraulisch
abgleichen
- relativ einfache Maßnahme zur Ener-
gieeinsparung
- Pumpenstromverbrauch sinkt
2
Nied-
rig
Kurz-
fristig
Ja
For-
schun
g
Ja
14
Sys-
temin
tegra-
tion
-
Netztempe-
raturen sen-
ken: Nieder-
temperatur-
netze, LowEx
-
-
Mittel
Mit-
tel-
fristig
Ja
32
For-
schun
g
Ja
15
Däm-
mung
-
Dämmung
Kellerdecken
und einfa-
cher zugäng-
licher Rohre
Die Kellerdecken- und Rohrdämmung
ist i.A. die am einfachsten, wirtschaft-
lichsten und arbeits-/ressourcenseitig
effizientesten umzusetzende Dämm-
maßnahme im Bestand.
bis zu 15
Mittel
Kurz-
fristig
Ja
For-
schun
g
Ja
16
-
-
GridOptimi-
zer
-
-
-
-
-
Nein,
keine
voll-
stän-
dige
Ant-
wor-
ten.
For-
schun
g
Ja
17
Däm-
mung
-
Konsequen-
tes dämmen
der Wärme-
brücken bei
Heizungs-
und Warm-
wasserlei-
tungen
Armaturen und Befestigungsschellen
werden traditionell nicht gedämmt und
stellen große Wärmebrücken dar. Zur
nachträglichen Dämmung gibt es viele
Lösungen. Die einfachste ist das Umwi-
ckeln mit dämmen Klebeband. In dem
Zuge muss natürlich auch die sonstige
Rohrdämmung geprüft und ausgebes-
sert werden.
4
Sehr
Nied-
rig
Kurz-
fristig
Ja
For-
schun
g
Ja
18
Sys-
temin
tegra-
tion
Sekto-
ren-
kopp-
lung
Energiema-
nagement
Das zuvor beschriebene Energieversor-
gungsvorhaben wird durch ein wetter-
und verbrauchsgeführtes, netzdienli-
ches Energiemanagementsystem ge-
steuert - "digitaler Zwilling" für opti-
male Sektorenkopplung
-
Sehr
Hoch
Mit-
tel-
fristig
Ja
33
For-
schun
g
Ja
19
Däm-
mung
-
NT-ready -
Beratung,
Förderung
und Stan-
dardsetzung
für Nieder-
temperatur
in Gebäuden
NT-ready ist eine eindeutige Aussage,
dass ein Gebäude für erneuerbare Ener-
gien vorbereitet ist. NT-ready ist die
Eintrittskarte in die erneuerbare Welt,
das heißt es ist der Mindest-standard,
ab dem erneuerbare Wärme in der Re-
gel sinnvoll ist.
Des erfordert Beratung (NT-ready als
ein Zwischenziel formal in den individu-
ellen Sanierungsfahrplan (iSFP), Förde-
rung (z.B. NT-ready-Bonus in der Bun-
desförderung für effiziente Gebäude
(BEG) ähnlich dem iSFP-Bonus) und
Maßnahmen im Ordnungsrecht (als Er-
füllungstatbestand für Gebäude der bei-
den schlechtesten Effizienzklassen G
und H, Erfüllung der absehbaren EU-An-
forderungen an Minimum energy Per-
formance Standards (MEPS)).
-
Hoch
Mit-
tel-
fristig
Keine
Aus-
sage
mög-
lich
Ja
20
Anla-
gen-
tech-
nik
Prüfung
Regel-
para-
meter
Prüfung Re-
gelparame-
ter der TGA
Prüfung und Anpassung Parameter der
Wärmeerzeugung/Heizkreise:
-Soll-Vorlauftemperaturen/Heizkurven
-Heizgrenztemperaturen/Abschaltzei-
ten/Zeitprogramme von Pumpen
Ist Teilweise in hydraulischer. Abgleich
integriert.
-
Nied-
rig
Kurz-
fristig
Ja
34
For-
schun
g
Ja
21
Sons-
tiges
Passive
Küh-
lung
Passive Küh-
lung [origi-
nal: PassKue]
Passive Kühlmaßnahmen bspw. durch
Verschattung, nächtlichem Lüften und
Hinterlüfteter Fassade (Die Nachfrage
nach AirConditioner hat in den letzten
Jahren zugenommen)
-
Nicht
ein-
schätz
bar
Mit-
tel-
fristig
Ja
For-
schun
g
Ja
22
Anla-
gen-
tech-
nik
-
Flächenhei-
zungen
-
-
-
-
-
Nein,
keine
voll-
stän-
dige
Ant-
wor-
ten.
For-
schun
g
Ja
23
Anla-
gen-
tech-
nik
Aus-
tausch
Kompo-
nenten
Wärme-
pumpe
- energieeffiziente Wärmegewinnung
(um mehrere Faktoren größere Effizienz
als bloße Verbrennung fossiler Energie-
träger)
- Eignung zur Sektorenkopplung (ther-
misch-elektrisch)
300
Mittel
Kurz-
fristig
Ja
Un-
ter-
neh-
men
Ja
24
Anla-
gen-
tech-
nik
Trink-
warm-
wasser-
opti-
mie-
rung
Trinkwarm-
wasser-opti-
mierung [ori-
ginal:
TWWO]
Reduzierung der Zirkulationszeiten der
TWW-Bereitstellung, Reduzierung der
TWW-Bereitstellungstemperatur an die
unterste Grenze der TWW-Verordnung,
Reduzierung der Legionellenschaltvor-
gänge auf ein Minimum
15
Sehr
Nied-
rig
Kurz-
fristig
-
For-
schun
g
Ja
25
Ener-
giema
nage-
ment
Monito-
ring
Monitoring
der Maßnah-
men mittels
Datenana-
lyse
- mittlere/größere Liegenschaften ha-
ben meist ein Gebäudeleitsystem. Dies
ermöglicht i.d.R. ein Monitoring der
Funktionsweise und Effizienz der Hei-
zung / Kühlung
- Es sollten die Verbräuche engmaschig
kontrolliert werden (z.B. wochenweise).
Somit kann der Erfolg der Maßnahmen
5
Mittel
Kurz-
fristig
Ja
35
verifiziert werden (bzw. Maßnahmen
weiter verschärft werden)
Stadt-
werk
Ja
26
Anla-
gen-
tech-
nik
Hydrau-
lischer
Ab-
gleich
Hydrauli-
scher Ab-
gleich auf
der Sekun-
därseite
-
-
-
-
-
Nein,
keine
voll-
stän-
dige
Ant-
wor-
ten.
For-
schun
g
Ja
27
Ener-
giema
nage-
ment
-
MPC
-Nutzung von prädiktiven Vorhersagen
zur Optimierung der Energieströme im
Gebäude/Quartier.
-Nutzung von flexiblen Strompreisen für
Demand-Side-Management.
-Es fehlen finanzielle Anreize neben der
Eigenverbrauchsoptimierung.
10-15
Sehr
Hoch
Mit-
tel-
fristig
Nein
Nein,
nicht
unter
aktu-
ellen
Rah-
men-
be-
din-
gun-
gen
um-
setz-
bar.
36
For-
schun
g
Nei
n
28
Ener-
giema
nage-
ment
-
Optimierte
Regelung der
Heizungssys-
teme
-
-
-
Mit-
tel-
fristig
Nein
Nein,
keine
voll-
stän-
dige
Ant-
wor-
ten.
For-
schun
g
Nei
n
29
Sons-
tiges
Verfüg-
barkeit
Hand-
werker
Arbeitser-
laubnis für
Asylsu-
chende
Ähnlicher Punkt wie zuvor: Wir brau-
chen mehr Handwerker. Gleichzeitig
verbieten wir Asylsuchenden zu arbei-
ten, bis über ihren Status abschließend
entschieden ist.
Solange sie hier sind könnten sie auch
hier arbeiten, das hilft der Integration
und dem Handwerk.
Auch wenn die Personen noch keine
Ausbildung haben, das Anlernen für
Hilfstätigkeiten z.B. bei Dämmarbeiten
oder dem Gerüstbau sollte sich schnell
lernen lassen. Und da die Verfahren
sich gerne mal über Jahre hinweg zie-
hen ist oft auch eine dreijährige Ausbil-
dung drin.
-
Sehr
Nied-
rig
Kurz-
fristig
Ja
Nein,
keine
Erfah-
rung
im
Be-
trieb
37
For-
schun
g
Ja
30
Sons-
tiges
-
PV-Einbin-
dung
-politische Möglichkeiten für Mehrfami-
lienhäuser schaffen (Mieterstrom etc.)
-Einbindung der PV-Leistung in Regler
für Gebäudeenergiesystem
30
Mittel
Mit-
tel-
fristig
Ja
For-
schun
g
Ja
31
Ener-
giema
nage-
ment
-
MPC
-
-
-
-
-
Nein,
keine
voll-
stän-
dige
Ant-
wor-
ten.
For-
schun
g
Ja
32
Anla-
gen-
tech-
nik
Prüfung
Regel-
para-
meter
Senkung der
Betriebstem-
peraturen im
Heizfall, An-
hebung im
Kühlfall
Nachtabsenkung umsetzen. Vorlauf-
temperaturen absenken sodass Heizflä-
chen nur soviel leisten, wie für Raum
notwendig. Ungenutzte Räume nicht
beheizen / kühlen
20
Sehr
Nied-
rig
Kurz-
fristig
Ja
For-
schun
g
Ja
33
Ener-
giema
-
Verbesserte
Regelung
Verbesserte Anlagenregelung über alle
Gewerke
20-50
Hoch
Mit-
tel-
fristig
Nein
Nein,
nicht
unter
38
nage-
ment
und Gebäu-
deautoma-
tion
Optimierte Betriebsführung gewerke-
übergreifend z.B. mittels MPC und
KI/ML
adaptive Regelungsstrategien
aktu-
ellen
Rah-
men-
be-
din-
gun-
gen
um-
setz-
bar.
For-
schun
g
Ja
34
Anla-
gen-
tech-
nik
Trink-
warm-
wasser-
opti-
mie-
rung
Effizienz-
maßnahmen
im Bereich
Trinkwasser-
erwärmung/-
verteilung
- Strangabgleich Zirkulation durch ge-
ringinvestive Installation thermo-
elektrischer Ventile mit Anbindung an
die GLT
- Damit auch Öffnung von Optionen zur
Absenkung des Temperaturniveaus
Trinkwarmwasser
- Abstellen trinkwasserhygienisch nicht
wirksamer vorbeugender thermische
Desinfektion und damit Absenken des
T-Niveaus insbesondere im Wärmenetz-
bereich im Sommer möglich. Mithin
auch signifikante Wirkung auf Effizienz
der Wärmebereitstellung für die Trink-
wassererwärmung
10 ... 15
Mittel
Kurz-
fristig
Ja
For-
schun
g
Ja
35
Sys-
temin
tegra-
tion
Sekto-
ren-
kopp-
lung
Sektoren-
kopplung
Kopplung von Strom, Wärme und Mobi-
lität zur Schaffung von Synergien. Vo-
raussetzung: Energiemanagementsys-
tem und regelungsfähige Anlagentech-
nik zur dynamischen Steuerung.
hoch
Hoch
Mit-
tel-
fristig
Ja
39
Un-
ter-
neh-
men
Ja
36
Ener-
giema
nage-
ment
Be-
triebso
ptimie-
rung
Einbeziehung
von Nut-
zungsdaten
(z.B: Res-
sourcenma-
nagement)
- Berücksichtigung von Buchungsinfor-
mationen (beabsichtigte Nutzung)
- Berücksichtigung von Anwesenheitsin-
formationen (tatsächliche Nutzung)
- in Anlagensteuerung
- Prädiktionsquellen einbeziehen, z.B:
- Fahrzeugdaten (Batteriezustand bei
Ankunft, geplante Abreise, Standzeit)
10-20
Mittel
Mit-
tel-
fristig
Ja
For-
schun
g
Ja
37
Däm-
mung
-
Dämmmaß-
nahmen um-
setzen
(DMU)
- Heizungsrohre dämmen
- Fassaden dämmen
30
Hoch
Mit-
tel-
fristig
Ja
For-
schun
g
Ja
38
Nut-
zende
-
Motivation
der Nutzer
-
-
-
-
-
Nein,
keine
voll-
stän-
dige
Ant-
wor-
ten.
For-
schun
g
Ja
39
Ener-
giema
nage-
ment
Monito-
ring
Messung und
Vergleich mit
Planung
-
-
Mittel
Mit-
tel-
fristig
Ja
Un-
ter-
neh-
men
Nei
n
40
Anla-
gen-
tech-
nik
-
Minderung
der Trink-
Warm-Was-
ser Tempera-
tur und Vor-
/Rückläufe
Quartiersbezogene Steuerung
-
Sehr
Hoch
Mit-
tel-
fristig
Keine
Aus-
sage
mög-
lich
Nein,
keine
Erfah-
rung
im
Be-
trieb
40
For-
schun
g
Ja
41
Ener-
giema
nage-
ment
-
Verbesserte
Regelung
z.B. bedarfsgeführte Luftmengen von
Lüftungsanlagen
-
Nied-
rig
Kurz-
fristig
Ja
For-
schun
g
Ja
42
Däm-
mung
-
Dämmung
der Rohre
auf Vollstän-
digkeit über-
prüfen
- einfache, kostengünstige Maßnahme
- Rohrverluste sinken
2...5
Nied-
rig
Kurz-
fristig
Ja
For-
schun
g
Ja
43
Sys-
temin
tegra-
tion
Er-
schlie-
ßung
dezent-
raler
Wär-
me-
quellen
außer-
halb
des Ge-
bäudes
außerhalb
des Gebäu-
des: dezent-
rale Wärme-
quellen er-
schließen,
Bestands-
netze als Puf-
ferspeicher
nutzen
Nutzung von bestehenden Nahwärme-
netzen als Pufferspeicher
-
Nicht
ein-
schätz
bar
Mit-
tel-
fristig
Ja
Un-
ter-
neh-
men
Ja
44
Ener-
giema
nage-
ment
Be-
triebso
ptimie-
rung
Betriebsopti-
mierung [ori-
ginal: BO]
Betriebsdiagnose und -optimierung ->
Auswertung historischer Betriebsdaten
bestehen der GA-Systeme kann zu nicht
und gering investiven Maßnahmen füh-
ren
bis 25
Hoch
Mit-
tel-
fristig
Ja
For-
schun
g
Ja
45
Däm-
mung
-
Bereitstel-
lung von DIY-
Maßnahmen
wie Tesa-Iso-
lierbändern
für Fenster-
O.g. Klebebänder, die es in jedem Bau-
markt gibt, kann jede(r) selbst installie-
ren. V.a. in älteren Bestandsimmobilien
mit schlecht schließenden Fenstern und
Türen kann hier eine Reduktion von
Luftzügen und damit Wärmeverlusten
erreicht werden.
5
Nied-
rig
Kurz-
fristig
Ja
41
oder Türrah-
men
Die Maßnahmen ist zudem für die Be-
wohner "sichtbar" und sie bekommen
das Gefühl, aktiv etwas tun zu können.
Sons-
tige
Ja
46
Anla-
gen-
tech-
nik
-
Pumpen-
tausch
-
-
-
-
-
Nein,
keine
voll-
stän-
dige
Ant-
wor-
ten.
For-
schun
g
Ja
47
Anla-
gen-
tech-
nik
Vorlauf-
tempe-
ratur
senken
Parallelver-
schiebung
der Heiz-
kurve um 4
Kelvin
Heizkurven sind in der Regel zu hoch
eingestellt. Mit der Parallelverschie-
bung z.B. um 4 Kelvin nach unten (z.B.
über die an der Heizungsregelung ein-
gestellten Raumtemperatur) wird die
Vorlauftemperatur abgesenkt. Der Nut-
zer kann die Raumtemperatur selbst-
ständig wieder anheben, sollte die Heiz-
kurvenabsenkung zu weitgehend sein.
ca. 3
Sehr
Nied-
rig
Kurz-
fristig
Ja
42
For-
schun
g
Ja
48
Nut-
zende
-
Zonenweises
Heizen in
Wohnungen
bei geschlos-
senen Zim-
mertüren
Offensive Ansprache von Bewohnern
hinsichtlich effizientem Verhalten in der
Wohnung.
Vor allem jüngere Menschen (<50 J.)
haben scheinen sich daran gewöhnt zu
haben, dass Zimmertüren offen bleiben
und alle Räume (direkt oder indirekt)
eine individuelle Wohlfühltemperatur
besitzen.
Durch die Abgrenzung von wenig ge-
nutzten Zimmern (durch das Schließen
der Tür) kann der Anteil der gering be-
heizten Nutzfläche erhöht werden und
insgesamt der Wärmeverbrauch redu-
ziert werden.
In Mietwohnungsbeständen könnten
Vermieter, Verbraucherzentralen o.a.
Akteure eine aktive Ansprache der Mie-
terschaft übernehmen.
1-3
Mittel
Kurz-
fristig
Ja
For-
schun
g
Ja
49
Anla-
gen-
tech-
nik
Aus-
tausch
Kompo-
nenten
Wärme- und
Kältespei-
cher
Ein netz- und verbrauchsgeführtes
BHKW (KWK-Anlage) versorgt Industrie-
anlage mit Strom, Wärme und Kälte
(Absorptionskältemaschine). 4 PCM-ba-
sierte Pufferspeicher (170°C, 90°C, 0-
6°C, -21°C) optimieren die Verbräuche
und den Regelbetrieb.
-
Sehr
Hoch
Mit-
tel-
fristig
Ja
43
For-
schun
g
Ja
50
Sons-
tiges
-
BIM-LCA -
BIM-basierte
Lebensweg-
bilanz
Die CO2e-Emissionen aus der Produk-
tion von Baumaterialien werden mit der
Energiewende zunehmend relevanter.
Optimierungspotenziale sind erheblich
und sollten in den frühen Planungspha-
sen erkannt und umgesetzt werden.
Eine BIM-basierte THG-/Ökobilanz der
Baumaterialien auf Grundlage der EPDs
aus ÖKOBAUDAT u.a. Datenquellen ist
mit vertretbarem Aufwand möglich.
realistisch ca. 20%
der "grauen"
Energie bzw.
"grauen" CO2e-
Emissionen
Hoch
Mit-
tel-
fristig
Ja
Ja
51
Anla-
gen-
tech-
nik
Hydrau-
lischer
Ab-
gleich
hydrauli-
scher Ab-
gleich
Sicherstellung von bedarfsgerechter
Versorgung der Heizflächen eines Rau-
mes.
Berechnung und Anpassung/Prüfung
Pumpeneinstellung der Heizkreise so-
wie Ventileinstellungen der Heizflä-
chen/Strangregulierventile.
Berechnung und Prüfung Heizkurve des
Wärmeerzeugers.
Vermutlich erhöhte Nachfrage durch
Preiserhöhung -> Vorkehrungen zur
Fachkräftegewinnung.
thermisch: 0...15
[ITG Dresden:
Energetische Ein-
sparpotentiale
und wirtschaftli-
che Bewertung
des hydraulischen
Abgleiches für An-
lagen der Gebäu-
deenergietechnik]
Nied-
rig
Kurz-
fristig
Ja
For-
schun
g
Ja
52
Anla-
gen-
tech-
nik
Anpas-
sung
Zeit-
pläne
Zeitpläne an-
passen
oftmals sind keine oder nicht ausrei-
chend Zeitpläne umgesetzt (Absen-
ken/Ausschalten (z.B. von Pumpen, Lüf-
tungsanlagen) nachts und außerhalb
von Betriebszeiten (z.B, Wochenenden
in Schulen).
10
Mittel
Kurz-
fristig
Ja
For-
schun
g
Ja
53
Anla-
gen-
tech-
nik
Hydrau-
lischer
Ab-
gleich
Hydrauli-
scher Ab-
- Durchführung hydraulischer Abgleich
5-15
Nied-
rig
Mit-
tel-
fristig
Ja
44
gleich [origi-
nal: Hyd-
rAbgl]
For-
schun
g
Ja
54
Ener-
giema
nage-
ment
-
MPC
-
-
-
-
-
Nein,
keine
voll-
stän-
dige
Ant-
wor-
ten.
For-
schun
g
Ja
55
Sys-
temin
tegra-
tion
Sekto-
ren-
kopp-
lung
Sektoren-
kopplung
- elektrische und thermische Systeme
kombinieren
- Netzentlastung des elektrischen Sys-
tems durch Dämpfung der thermischen
Systeme (langsamere Zeitkonstanten)
20
Mittel
Mit-
tel-
fristig
Ja
For-
schun
g
Nei
n
56
Ener-
giema
nage-
ment
Monito-
ring
Smart sys-
tems
- Monitoring des Betriebs und automa-
tisierte Effizienzsteigerung zum Beispiel
bei sich wiederholenden Pattern
-
Mittel
Mit-
tel-
fristig
Ja
Nein,
keine
Erfah-
rung
im
Be-
trieb
Un-
ter-
neh-
men
Ja
57
Ener-
giema
nage-
ment
-
Automati-
sche Einzel-
raumrege-
lung [origi-
nal: AERR]
automatische Einzelraumregelung: Ein-
bau von (durch den Mieter) program-
mierbaren elektronischen Themostat-
ventilen an den Heizkörpern zwecks
Vermeidung von Überheizung durch
Heizkörper- (bzw. Raum-)Übertempera-
turen und zwecks Nutzung von Abwe-
senheitszeiten zur Heizkörperabschal-
tung
15 - 30
Nied-
rig
Kurz-
fristig
Ja
45
For-
schun
g
Ja
58
Anla-
gen-
tech-
nik
Prüfung
Regel-
para-
meter
Anpassung
von Sollwer-
ten bzgl. Hei-
zen / Kühlen
- Bei Heizungen / Kühlungen sind Soll-
werte z.B. der Vorlauftemperatur defi-
niert, oftmals in Abhängigkeit der Au-
ßentemperatur (Heizkurve). Diese Soll-
werte sollten angepasst werden (bei
Heizung sowohl bei der Heizzentrale als
auch raumweise)
- Heizen / Kühlen bei Abwesenheit ver-
meiden!
5
Sehr
Nied-
rig
Kurz-
fristig
Ja
Stadt-
werk
Ja
59
Ener-
giema
nage-
ment
-
Regler opti-
mieren
-
-
-
-
-
Nein,
keine
voll-
stän-
dige
Ant-
wor-
ten.
For-
schun
g
Ja
60
Nut-
zende
Ver-
brauchs
visuali-
sierung
Kontinuierli-
ches Ver-
brauchsfeed-
back für Nut-
zer
-Nutzer erhalten zur Zeit kein direktes
Feedback zu ihrem Verbrauch und kön-
nen so nicht die Auswirkungen ihres
Verhaltens einschätzen.
-Eine digitale Anzeige, die entsprechend
kontinuierlich den Verbrauch darstellt
(ggf. auch direkt in Kosten umrechnet)
zeigt dem Nutzer wo er wie durch An-
passung seines Verhaltens sparen kann.
-Dies sorgt durch "Gamification" auch
zum Erspielen des Verständnisses für
die Thematik.
-Die Potenziale sind natürlich gänzlich
Nutzer abhängig.
0-30
Hoch
Mit-
tel-
fristig
Ja
46
For-
schun
g
Nei
n
61
Anla-
gen-
tech-
nik
Tempe-
ratur-
sen-
kung
Senkung In-
nentempera-
tur der Ge-
bäude
Maßnahme ist selbsterklärend!
-
Sehr
Nied-
rig
Kurz-
fristig
Ja
Nein,
keine
Erfah-
rung
im
Be-
trieb
Un-
ter-
neh-
men
Ja
62
Ener-
giema
nage-
ment
Monito-
ring
Low-Cost
Monitoring
- Aktuell sind ist die Mehrzahl der "Be-
treiber" immer noch im Blindflug unter-
wegs, vor allem in Wohngebäuden,
aber auch im Zweckbau; Optimierungs-
möglichkeiten sind unzureichend be-
kannt
- Ein Monitoring muss einfach realisier-
bar sein, das bedeutet technisch (Funk-
basiert, batteriebetrieben) aber auch
organisatorisch (bestenfalls ohne zu-
sätzlichen Technikerbesuch)
- Basierend auf den Monitoringdaten
könnten dann (automatisiert) Empfeh-
lungen aus einem Katalog gegeben wer-
den, die sich vielleicht auch ohne wei-
tere Kosten (Nutzerverhalten) umset-
zen lassen
-
Mittel
Kurz-
fristig
Ja
47
For-
schun
g
Nei
n
63
Sons-
tiges
Verfüg-
barkeit
Hand-
werker
Gehalt für
Handwerker
pauschal um
20% erhöhen
Es wird seit Jahren rumgejammert, dass
wir zu wenige Handwerker haben und
die, die den Job gelernt haben ihn im-
mer wieder aufgeben.
Kann man ihnen auch nicht wirklich ver-
übeln, bei schlechter Bezahlung und an-
strengender körperlicher Arbeit.
Deshalb: Gehalt massiv erhöhen, z.B.
mit Mindestsätzen bei Ausschreibun-
gen, damit der Beruf wieder attraktiv
wird.
-
Mittel
Kurz-
fristig
Ja
Nein,
keine
Erfah-
rung
im
Be-
trieb
For-
schun
g
Ja
64
Ener-
giema
nage-
ment
Be-
triebso
ptimie-
rung
MPC
-MPC Ansätze in Feldteste und Labore
untersuchen
-Integration elektrische Systeme in Reg-
ler für Wärmebereitstellung
-Integration Prognosen in Regelsystem
40
Hoch
Lang-
fristig
Ja
For-
schun
g
Ja
65
Däm-
mung
-
Sanierung
-
-
-
-
-
Nein,
keine
voll-
stän-
dige
Ant-
wor-
ten.
For-
schun
g
Ja
66
Ener-
giema
nage-
ment
-
Digitaler
Zwilling, Be-
triebsopti-
mierung
-
-
-
-
-
Nein,
keine
voll-
stän-
dige
Ant-
wor-
ten.
48
For-
schun
g
Ja
67
Ener-
giema
nage-
ment
-
Betriebs-
überwa-
chung und
Fehlerver-
meidung
(FDD)
Untersuchung komplexer Anlagensys-
teme, sodass diese bestimmungsgemäß
funktionieren - individuelle Einstellung
realisieren (default-Einstellungen hin-
terfragen).
10-15
Mittel
Mit-
tel-
fristig
Ja
For-
schun
g
Ja
68
Ener-
giema
nage-
ment
Monito-
ring
Anlagen- und
Energiemoni-
toring
Mindestanforderung an Anlagen- und
Energiemonitoring bereits beim Planen
festlegen ("Bedarfsplanung")
Inbetriebnahme- und Langzeitmonito-
ring etablieren
Monitoring in Betreiberkonzepten etab-
lieren
20-30
Mittel
Kurz-
fristig
Ja
For-
schun
g
Ja
69
Ener-
giema
nage-
ment
Be-
triebso
ptimie-
rung
Digitalisie-
rung in Kom-
bination mit
MPC
Kenntnis über Schwachstellen/Fehlern
im Objekt/im Quartier; Erkennen von
Lastverschiebepotential; Schaffen von
Möglichkeiten als Basis für eine wis-
sensbasierte Nutzerintegration (sprich
Vor. für neue Kostenmodelle mit An-
reiz)
20
Mittel
Kurz-
fristig
Keine
Aus-
sage
mög-
lich
49
For-
schun
g
Ja
70
Anla-
gen-
tech-
nik
Hydrau-
lischer
Ab-
gleich
Hydrauli-
scher Ab-
gleich
- Regelmäßige Durchführung zur Opti-
mierung von Gebäude und Quartier.
Bsp.: Öffentliche Gebäude werden oft-
mals schon bei Inbetriebnahme der
Haustechnik nicht ausreichend geprüft.
Insbesondere bei Anschluss an ein Wär-
menetz wirken sich derartige Nachläs-
sigkeiten stark auf die Effizienz des Ge-
samtsystems aus. Durch regelmäßige
HA ließen sich sowohl Pumpaufwand
als auch Wärmeverluste erheblich redu-
zieren.
1 - 20
Mittel
Kurz-
fristig
Ja
Un-
ter-
neh-
men
Ja
71
Ener-
giema
nage-
ment
Monito-
ring
Technisches
Monitoring
Identifikation von Ineffizienzen
Expertensicht
Laufzeitanpassung
Sollwerte verifizieren
Betrieb plausibilisieren, Fehler identifi-
zieren
Kennzahlkontrolle
20 - 30
Sehr
Nied-
rig
Kurz-
fristig
Ja
For-
schun
g
Ja
72
Nut-
zende
Infor-
mati-
onsbe-
reitstel-
lung
Bewusstsein
bei Bewoh-
nern schaf-
fen (BBS)
- Bewohner verständlich informieren,
worauf zu achten ist
- Energiesparen belohnen (z. B. Bester
kann einen Gutschein gewinnen)
10
Mittel
Kurz-
fristig
Ja
For-
schun
g
Ja
73
Ener-
giema
nage-
ment
-
Adaptive
Komfort-
maßnahmen
-
-
-
-
-
Nein,
keine
voll-
stän-
dige
50
Ant-
wor-
ten.
For-
schun
g
Ja
74
Ener-
giema
nage-
ment
-
Anlagen bei
Nichtver-
wendung
ausschalten
(Standbyver-
luste verrin-
gern)
-
-
-
-
-
Nein,
keine
voll-
stän-
dige
Ant-
wor-
ten.
For-
schun
g
Ja
75
Nut-
zende
Ver-
brauchs
visuali-
sierung
Einbeziehung
des Nutzers
durch Visua-
lisierung des
Verbrauchs
-
-
Nied-
rig
Mit-
tel-
fristig
Ja
Un-
ter-
neh-
men
Nei
n
76
Ener-
giema
nage-
ment
-
Minderung
der Raum-
temperatur
Quartiersbezogene Steuerung für Ab-
senkung
-
Sehr
Hoch
Mit-
tel-
fristig
Keine
Aus-
sage
mög-
lich
Nein,
keine
Erfah-
rung
im
Be-
trieb
51
For-
schun
g
Ja
77
Anla-
gen-
tech-
nik
Aus-
tausch
Kompo-
nenten
Ersatz von al-
ten, ineffi-
zienten Kom-
ponenten
Austausch von alten Komponenten im
Bestand
-
Mittel
Kurz-
fristig
Ja
For-
schun
g
Ja
78
Ener-
giema
nage-
ment
Be-
triebso
ptimie-
rung
MPC, agen-
tenbasierte
Regelung, KI
MPC: Regelung des Geothermie Feldes
mittels Modellprädiktiver Regelung
agentenbasierte Regelung: Regelung
des Gesamtsystems durch modulare
verteilte Ansätze
KI: Selbstlernende Modellbildung
10 - 40
Hoch
Mit-
tel-
fristig
Keine
Aus-
sage
mög-
lich
For-
schun
g
Ja
79
Anla-
gen-
tech-
nik
Vorlauf-
tempe-
ratur
senken
Vorlauftem-
peraturen
senken
- einfache, kostengünstige Maßnahme
- Kesseleffizienz steigt
5...10
Nied-
rig
Kurz-
fristig
Ja
For-
schun
g
Ja
80
Sons-
tiges
-
im Gebäude:
Bauteilakti-
vierung
Bestand: Untersuchung der bauphysika-
lischen Parameter und tragwerkstechni-
sche Aspekte
20
Mittel
Mit-
tel-
fristig
Ja
Un-
ter-
neh-
men
Ja
81
Sons-
tiges
-
Organisatori-
sche Abläufe
der Gebäu-
denutzung
[original:
ORGA]
Organisatorische Veränderungen bei
der Gebäudenutzung -> z. B. Schaffen
flexibler Arbeitswelten, damit einzelne
Gebäudegeschosse bei geringer Auslas-
tung teilweise abgesenkt betrieben
werden können
10
Mittel
Kurz-
fristig
Ja
For-
schun
g
Ja
82
Anla-
gen-
tech-
nik
Vorlauf-
tempe-
ratur
senken
Absenkung
Vorlauftem-
peratur
Einstellung einer geringeren Vorlauf-
temperatur im Heizkreislauf, um fak-
tisch eine geringere Wohnraumtempe-
ratur zu "erzwingen". Diers funktioniert
erfahrungsgemäß besser als der Apell
an Bewohner, die Thermostate herun-
terzudrehen.
10
Nied-
rig
Kurz-
fristig
Ja
52
Analog kann der TWW-Vorlauf zumin-
dest intervallweise auf 50°C gesenkt
werden; die Legionellen Problematik
liese sich durch wöchentliches Aufhei-
zen auf 60°C, z.B. für einen Tag, im Griff
halten
For-
schun
g
Ja
83
Ener-
giema
nage-
ment
Be-
triebso
ptimie-
rung
Optimierung
des Anlagen-
betriebs
durch Fehler-
detektion
aus dem Mo-
nitoring der
Anlage und
ggf. techni-
sche Nach-
rüstung
- Detektion von Fehlströmungen in ei-
nem hydraulischen Kreisen und Spei-
chern
- Vermeidung von Kurzschlüssen und
ungewolltem Bypassbetrieb
-
Hoch
Lang-
fristig
Keine
Aus-
sage
mög-
lich
Sons-
tige
Ja
84
Anla-
gen-
tech-
nik
Hydrau-
lischer
Ab-
gleich
hydrauli-
scher Ab-
gleich
aufarbeiten gesammeltes Wissen für
einfache Umsetzung durch Installa-
teure: welcher hydraulischer Abgleich
bringt welche ab
-
Hoch
Kurz-
fristig
Ja
For-
schun
g
Ja
85
Ener-
giema
nage-
ment
Nut-
zung Er-
neuer-
barer
Strom
KI-gestütztes Tool zur höheren Eigen-
nutzung des Photovoltaik-Stroms unter
Nutzung von Bedarfsdaten und Wetter-
prognosen. Der Nutzer wird über eine
QuartiersApp animiert zu passenden
Zeiten Strom z.B. für Waschmaschinen
zu nutzen.
10 % des Haus-
haltsstroms
Sehr
Nied-
rig
Kurz-
fristig
Ja
For-
schun
g
Ja
86
Anla-
gen-
tech-
nik
Anpas-
sung
Zeit-
pläne
Nachtab-
schaltung
statt Nach-
absenkung
Nachtabsenkung und Heizkörperther-
mostatventile heben sich in ihrer Wir-
kung auf. Über eine Nachtabschaltung
kann eine tatsächliche Termperaturab-
senkung im Gebäude erreicht werden.
ca. 10
Sehr
Nied-
rig
Kurz-
fristig
Ja
53
Zudem wird der Pumpenstrom redu-
ziert.
For-
schun
g
Ja
87
Ener-
giema
nage-
ment
-
Speicherma-
nagement
Erforderlich hierfür ist die Anpassung
des Betriebs von Wärmepumpen an das
Angebot von Erneuerbaren Energien
unter Zuhilfenahme bestehender Spei-
cher. Der Bedarf wird dabei stärker
durch die Nutzung der Speicher be-
dient, die entsprechend der Verfügbar-
keit von erneuerbaren Energien bela-
den werden.
10
Nied-
rig
Mit-
tel-
fristig
Nein
Nein,
nicht
unter
aktu-
ellen
Rah-
men-
be-
din-
gun-
gen
um-
setz-
bar.
For-
schun
g
Ja
88
Anla-
gen-
tech-
nik
Vorlauf-
tempe-
ratur
senken
Absenkung
der Vorlauf-
/Speicher-
temperatu-
ren von Heiz-
kessel/-spei-
chern
Einstellung von Anlagenparametern zur
Steigerung der Effizienz durch Reduk-
tion von Wärmeverlusten. Einfach um-
setzbar durch Hausmeister, -warte oder
FM-Personal.
1-3
Sehr
Nied-
rig
Kurz-
fristig
Ja
Un-
ter-
neh-
men
Nei
n
89
Sys-
temin
tegra-
tion
-
Geothermie
Geothermie stellt die effizienteste Art
dar, eine Wärmepumpe zu betreiben
dar.
Die Sonden können mit Hilfe von Über-
schusswärme den flachen Untergrund
(dem in der Heizperiode Energie entzo-
gen wird) wieder regenerieren. Solar-
thermie bietet sich an. Aber auch PV
und Rückkühler oder Biogas / BHKW
-
Mittel
Lang-
fristig
Ja
Nein,
keine
Erfah-
rung
im
Be-
trieb
54
Überschüsse (vgl. Bio2Geo, PTJ geför-
dert)
For-
schun
g
Ja
90
Anla-
gen-
tech-
nik
Aus-
tausch
Kompo-
nenten
PV-Anlagen
i.V. m. Wär-
mepumpen
Errichtung einer PV-Anlage plus Kälte-
speicher + WP-Kaskade (COP 5) zur Sub-
stituierung von (erdgasbasierter) Fern-
wärme-gespeister Kälteabsorptionsan-
lage (COP 0,6)
1% bezogen auf
das gesamte städ-
tische FW-Netz,
35% gegenüber
der alten Lösung
Sehr
Hoch
Lang-
fristig
Ja
For-
schun
g
Ja
91
Sons-
tiges
-
SIG - Stär-
kung von
Suffizienzan-
sätzen im
Gebäudebe-
reich
Stärkung von Suffizienz Ansätzen im Ge-
bäudebereich und Ausbau politisch-
rechtliche Maßnahmen zu ihrer strate-
gischen Verankerung und Unterstüt-
zung
Nicht- Bauen, Sanieren vor neu Bauen,
Weniger/kleiner Bauen, Wandlungsfä-
hig Bauen
Optimierung der Bestandsnutzung
Anpassbarkeit von Gebäuden an sich
verändernde Nutzungsbedingungen
und -bedarfe über den Lebenszyklus
im Quartieren bis
zu 50 %
Hoch
Lang-
fristig
Ja
For-
schun
g
Ja
92
Ener-
giema
nage-
ment
Be-
triebso
ptimie-
rung
intelligente
Optimierung
von Gebäude
und Quartie-
ren bzw. be-
triebsbeglei-
tende Opti-
mierung
- keine manuelle Einstellung von Para-
metern
- bedarfsabhängige Bereitstellung von
Wärme
ca. 15
Hoch
Kurz-
fristig
Ja
55
Ja
93
Nut-
zende
-
Bedarfsge-
recht Hei-
zen/Lüften
Sensibilisierung der Nutzer um Energie-
verschwendung durch Nutzerfehler zu
vermeiden. Dürften die Preissteigerun-
gen z.T. erledigen.
Vermeidung überheizen von Räumen.
Bedarfsgerechtigkeit ggf. durch smarte
Lösungen erreichbar - sollte geprüft
werden.
-
Mittel
Kurz-
fristig
Keine
Aus-
sage
mög-
lich
For-
schun
g
Ja
94
Anla-
gen-
tech-
nik
Prüfung
Regel-
para-
meter
Heizkurven
anpassen
oftmals sind Heizkurven falsch einge-
stellt/parametriert oder es gibt keine
Außentemperaturabhängigkeit. Dies
wäre zu prüfen und entsprechend zu
optimieren.
10
Mittel
Kurz-
fristig
Ja
For-
schun
g
Ja
95
Däm-
mung
-
Dachoberge-
schossdäm-
mung [origi-
nal: DoG]
- Dämmmaßnahmen obere Geschoss-
decke. Auslegung Dachboden mit Däm-
mung.
10-40
Sehr
Nied-
rig
Kurz-
fristig
Ja
For-
schun
g
Ja
96
-
-
ERTUG
-
-
-
-
-
Nein,
keine
voll-
stän-
dige
Ant-
wor-
ten.
For-
schun
g
Ja
97
Nut-
zende
-
Nutzerschu-
lung
-
-
-
-
-
Nein,
keine
voll-
stän-
dige
Ant-
wor-
ten.
56
For-
schun
g
Ja
98
Ener-
giema
nage-
ment
Be-
triebso
ptimie-
rung
MPC (model
predictive
control)
- gleichzeitiges Optimieren gegenläufi-
ger Ziele: Energieeffizienz und OTS (oc-
cupants' thermal satisfaction)
- Einbezug zukünftiger Signale: Bedürf-
nisse der Nutzer (occupants), Wetterda-
ten, dyn. Energiepreise
20
Hoch
Mit-
tel-
fristig
Ja
For-
schun
g
Ja
99
Anla-
gen-
tech-
nik
-
Energiespei-
cher
-
-
-
-
-
Nein,
keine
voll-
stän-
dige
Ant-
wor-
ten.
For-
schun
g
Nei
n
100
Nut-
zende
Ver-
brauchs
visuali-
sierung
Nutzerver-
halten beein-
flussen
- Transparenz schaffen über Dash-
boards, um Nutzer zu effizienteren Ver-
halten zu ermutigen, ggf. auch über
Gamification
-
Mittel
Mit-
tel-
fristig
Ja
Nein,
keine
Erfah-
rung
im
Be-
trieb
Un-
ter-
neh-
men
Ja
101
Ener-
giema
nage-
ment
Monito-
ring
Heizsystem-
monitoring
[original:
HSM]
Heizsystem-Monitoring und Optimie-
rung der Betriebsparameter bzw. Besei-
tigung von Fehlern durch Auswertung
der Daten von Wärmemengenzählern,
Strom/Gaszählern und Vergleich von ta-
ges- bzw. monatsbezogenen Soll/Ist-
Werten des Gebäudes (korrekte außen-
temperaturabhängige Heizkurven und
deren Realisierung im Realbetrieb, Ver-
gleich rechnerischer Soll-Heizbedarf
(über mehrere Tage) mit gemessenem
15 - 20
Nied-
rig
Kurz-
fristig
Ja
57
Verbrauch, Bestimmung des Kesselnut-
zungsgrades. Laufendes Controlling -
kann/soll gebäudespezifisch 'automati-
siert' werden.
For-
schun
g
Ja
102
Anla-
gen-
tech-
nik
Anpas-
sung
Zeit-
pläne
Anpassung
von Zeitplä-
nen (z.B.
Nachtabsen-
kung)
- Heizungen / Kühlungen bzw. einzelne
Aggregate (wie Wärmepumpen /
BHKW) werden sehr häufig per Nach-
tabsenkung deutlich heruntergefahren.
Diese Zeitbereiche sollten möglichst
verlängert werden
- ggf. können auch tagsüber noch wei-
tere Deaktivierungszeiten eingestellt
werden
5
Nied-
rig
Kurz-
fristig
Ja
Start-
Up
Ja
103
Ener-
giema
nage-
ment
-
Betriebsmo-
nitoring und
daraus abge-
leitete Be-
triebsopti-
mierung
-
-
-
-
-
Nein,
keine
voll-
stän-
dige
Ant-
wor-
ten.
For-
schun
g
Ja
104
Sons-
tiges
Passive
Küh-
lung
Nachrüstung
Außenjalou-
sie
Anbringen von Sonnenschutz außen
Verhinderung ei-
nes steigenden
Energieverbrauchs
durch den Einsatz
(mobiler) Klimaan-
lagen
mit-
tel
mit-
tel-
fristig
ja
58
For-
schun
g
Ja
105
Nut-
zende
Tempe-
ratur-
sen-
kung
Raumtempe-
ratur senken
- Heizenergie
sparen
Durch die Absenkung der Zimmertem-
peratur um 1 Kelvin kann man ca. 6 %
Heizenergie einsparen und Heizkosten
reduzieren. Somit kann man ohne In-
vestitionen tätigen zu müssen deutliche
Einsparungen bei den Heizkosten erzie-
len und einen erheblicher Beitrag zur
Energieeffizienz leisten. Eine Tempera-
turabsenkung ist speziell in nicht ge-
nutzten Räumen und während Abwe-
senheitszeiten sinnvoll, ohne dass ein
Komfortverlust eintritt.
ca. 6 % Heizener-
gie pro K
gering
kurz-
fristig
ja
For-
schun
g
Ja
106
Anla-
gen-
tech-
nik
-
Heizkörper
entlüften
Regelmäßige Entlüftung der Heizkörper
sorgt dafür, dass die Wärmeübertra-
gung im vollen Umfang gewährleistet
ist und die Heizkörper richtig warm
werden.
ca. 1 % Energie-
verbrauch
gering
kurz-
fristig
ja
For-
schun
g
Ja
107
Anla-
gen-
tech-
nik
-
Heizkörper
freihalten
Damit die Heizkörper ungehindert ihre
Wärme an die Raumluft übertragen
können, sollte die Luftzirkulation nicht
durch Möbel, Vorhänge oder ähnliches
beeinträchtigt werden. Die Heizleistung
eines Heizkörpers kann durch solche
Hindernisse um bis zu 20 % reduziert
sein.
1 % des Energie-
verbrauchs (Redu-
zierung bis zu ca.
20 % der Heizleis-
tung des Heizkör-
pers (laut SEE),
Reduzierung 4-15
% der Leistungsfä-
higkeit (laut Buch
"Ratgeber ener-
giesparendes
Bauen und Sanie-
ren"))
gering
kurz-
fristig
ja
59
For-
schun
g
Ja
108
Sons-
tiges
-
Nächtliches
Schließen
der Rollläden
im ganzen
Haus
Durch das Schließen der Rollläden wer-
den die Wärmeabstrahlverluste des Ge-
bäudes minimiert. Durch eine zusätzli-
che Luftschicht zwischen Fenster und
Rollladen wird zudem der U-Wert des
Fensters verbessert. Versuche haben
gezeigt, dass so die Wärmeverluste
durch die Fenster über Nacht um ca. 30
% reduziert werden können.
bis zu 30 % der
Wärmeverluste
durch die Fenster
über Nacht (-> nur
der Wärmever-
luste durch die
Fenster, nicht ins-
gesamt), abhängig
vom Fenster-U-
Wert
gering
kurz-
fristig
ja
For-
schun
g
Ja
109
Sons-
tiges
-
Wasserspa-
rende Dusch-
brausen und
Verbrauchs-
verhalten
Durch den Einsatz wassersparender
Duschbrausen und Armaturen können
bis zu 20 % des Energiebedarfs für
Warmwasser eingespart werden. Wei-
tere 10 % sind durch ein bewusstes und
sparsames Verbrauchsverhalten bei der
Warmwassernutzung möglich.
bis zu 30 % des
Energiebedarfs für
Warmwasserbe-
reitung
Nied-
rig
kurz-
fristig
ja
For-
schun
g
Ja
110
Nut-
zende
-
Richtiges Lüf-
ten
Richtiges Lüften mit kurzzeitigem, in-
tensivem Stoß- oder Querlüften an-
stelle einer Dauer-Kippstellung. Durch
das Dauerlüften werden unnötig hohe
Luftaustauschraten erreicht, die zu ei-
ner Auskühlung des Raumes führen.
-
Sehr
Nied-
rig
kurz-
fristig
ja
60
61
62
LITERATUR
[1] D. Müller, Energiewendebauen: Forschungserkenntnisse von der Komponente bis zum Quartier.
Stuttgart: Fraunhofer IRB Verlag, 2020.
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https://www.energiewendebauen.de/projekt/wie-alte-heizungsanlagen-effizienter-werden
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[12] „Zukunft Altbau Sanierungsgalerie“. https://www.sanierungsgalerie.de/ (zugegriffen 12. Juli
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Bd. 33, S. 101692, Jan. 2021, doi: 10.1016/j.jobe.2020.101692.
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[TU Berlin, Herrmann-Rietschel-Institut], 2020. doi: 10.2314/KXP:1806824183.
[15] M. Reich, J. Gottschald, P. Riegebauer, und M. Adam, „Predictive Control of District Heating
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dien/energieeinsparungen_digitale_heizung_2017_01_12.pdf
[21] „Smarte Heizungssteuerung: Weniger Heizkosten, mehr Komfort“. https://www.co2on-
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Juli 2022).