scieee Science in your language
[en] (orig)
Fakultät für Naturwissenschaften der Universität Paderborn
Sportliche Belastungsauswirkungen im Abbild hirnelek-
trischer Veränderungen und Perspektiven für die
sportmedizinische Forschung
Analyse bewegungsevozierter Potentiale (MRCPs) und
spontaner Elektroenzephalographie (EEG)
Dissertation
zur Erlangung des akademischen Grades eines
Doktor rerum medicinalium
(Dr. rer. medic)
vorgelegt von
Thorsten Barthel
Paderborn
Paderborn, den 24. Mai 2005
Widmung
Diese Arbeit widme ich meiner lieben Oma, Annemarie Mix,
die sich in aufopfernder Weise immer einsetzt, wenn Hilfe benötigt wird. Ohne ihren
Beistand bei familiären Ereignissen hätte diese Arbeit nie entstehen können. Außer-
dem lebt sie mir immer die wahren Werte vor.
Danksagung
Mein ganz besonderer Dank gilt Herrn Prof. Dr. med. Michael Weiß (Universität Pader-
born, Department Sport und Gesundheit), der nicht nur durch sein fachliches Engage-
ment bei unzähligen Diskussionen seine wissenschaftliche Erfahrung wohlwollend zur
Verfügung stellte, sondern mich auch das ein oder andere Mal aus Sinnkrisen befreite.
Er war es, der mich in unaufdringlicher Art zur Fertigstellung dieser Arbeit führte.
Ebenfalls möchte ich mich herzlich bei Herrn Prof. Dr. med. Heinz Liesen (Leiter des
Sportmedizinischen Instituts der Universität Paderborn) für sein Vertrauen bedanken,
mich als wissenschaftlichen Mitarbeiter in seinem psychophysiologischen Arbeitsbe-
reich einzusetzen. Trotz der sehr grundlagenorientierten Forschung unterstützte er den
Arbeitsbereich immer, auch mit seinen visionären Ideen, und gab uns freie Entfal-
tungsmöglichkeiten.
Herzlich bedanken möchte ich mich bei meinen Freunden und Kollegen Reinhard
Schnittker, Tobias Wehr und Dr. Claus Reinsberger, die mit ihrem überdurchschnittli-
chen Engagement die Studien erst ermöglichten und darüberhinaus für den einen oder
anderen Spaß sorgten.
Dank an die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Sportmedizin, insbesondere Michaela
Langrock und Barbara Götte, die alle Laboruntersuchungen durchführten. Ebenso dan-
ke ich Bernd Bartsch (Dipl. Ing. in der Elektrotechnik) für die Hilfe bei technischen Ent-
wicklungen. Mein demütiger Dank gilt Dirk Harnischmacher, der mir vermutlich inner-
lich die Freundschaft kündigt, wenn er mir hilft, diese auf Winword basierende Arbeit zu
formatieren. Die lupenreine Orthographie verdankt der Leser Katja Cramer.
Aufrichtig möchte ich mich bei all unseren treuen und verantwortungsvollen Studien-
teilnehmern bedanken, ohne die unsere Forschungsarbeit nicht durchführbar gewesen
wäre.
Auch Dieter und Jutta Böddeker möchte ich danken, die uns in der Umbauphase so
entlastet haben, dass diese Arbeit entstehen konnte.
Unendlicher Dank gilt meiner Partnerin Tanja, die mich durch die arbeitsintensive Pro-
motionsphase mit viel Geduld, Nachsicht und Verständnis begleitet hat und die, wie
ich, es kaum erwarten kann, dass dieses “Kapitel“ endlich schließt.
Index und Verzeichnisse - I -
1 Inhaltsverzeichnis
1 Inhaltsverzeichnis.................................................................................................. I
1.1 Abbildungsverzeichnis........................................................................................IV
1.2 Tabellenverzeichnis............................................................................................IX
1.3 Abkürzungsverzeichnis.......................................................................................XI
2 Einleitung............................................................................................................... 1
3 Theoretische Betrachtung zu körperlichen Belastungsauswirkungen und
zentralnervösen Mechanimen.............................................................................. 4
3.1 Exkurs zur Betrachtung sportlicher Belastungsauswirkungen............................. 4
3.2 Psychophysiologie: Methodische Möglichkeiten.................................................. 8
3.2.1 Brainscan-Untersuchungen: Erkenntnisse zum Einfluss höherer Zentren bei
der Bewegungsplanung nach erschöpfenden Beanspruchungen ............... 10
3.2.2 EEG-Untersuchungen bei sportlicher Beanspruchung ................................ 12
4 Übergang vom Theoretischen zum Praktischen, eigene Forschungsansätze
und -hypothesen ................................................................................................. 19
4.1 Hypothesen zum Belastungskomplex 1:............................................................ 20
4.2 Hypothesen zum Belastungskomplex 2:............................................................ 20
5 Methodik .............................................................................................................. 22
5.1 Methodik A: Untersuchungsansätze für Belastungskomplex 1 und 2................ 22
5.1.1 Belastungskomplex 1................................................................................... 23
5.1.2 Belastungskomplex 2................................................................................... 34
5.2 Methodik B: Allgemeine Studienbedingungen................................................... 37
5.2.1 Probanden ................................................................................................... 37
5.2.2 Belastungsbedingungen und Studiendesigne.............................................. 38
5.3 Methodik C: Messmethoden und Statistik ......................................................... 39
5.3.1 Periphere Beanspruchungsparameter und Bestimmungsmethoden ........... 39
5.3.2 Periphere metabolische Beanspruchungsparameter aus dem Kapillarblut . 40
5.3.3 Beanspruchungsparameter aus dem Stress- und stressreaktivem System 40
5.3.4 Zentralnervale (ZNS), kortikale Beanspruchungsparameter und messtech-
nische Erfassung ......................................................................................... 42
5.3.5 Biomechanische Antritts-Parameter ............................................................ 46
5.3.6 Psychometrische Parameter........................................................................ 47
5.3.7 Statistik ........................................................................................................ 49
6 Ergebnisse........................................................................................................... 51
6.1 Belastungskomplex 1 ........................................................................................ 51
Index und Verzeichnisse - II -
6.1.1 Anthropometrie, Leistungen und Beanspruchung........................................ 51
6.1.2 Periphere Beanspruchung ........................................................................... 52
6.1.3 Metabolische Beanspruchung...................................................................... 54
6.1.4 Stress-System.............................................................................................. 55
6.1.5 Blutbilder...................................................................................................... 56
6.1.6 Psychometrie ............................................................................................... 57
6.1.7 Bewegungssystem....................................................................................... 59
6.1.8 Belastungsauswirkungen im zentralen Abbild ............................................. 60
6.1.9 Korrelationen................................................................................................ 68
6.1.10 Ergebniszusammenfassung zum Belastungskomplex 1 ............................ 70
6.2 Belastungskomplex 2 ........................................................................................ 72
6.2.1 Beanspruchungsparameter.......................................................................... 72
6.2.2 Stress-System und Blutparameter............................................................... 72
6.2.3 Spontan-EEG Frequenzspektrum im Regenerationsverlauf........................ 75
6.2.4 Symphatico-adrenerge Downregulation (korrelative Betrachtung) .............. 80
6.2.5 Ergebniszusammenfassung zum Belastungskomplex 2.............................. 80
7 Diskussion........................................................................................................... 82
7.1 Belastungskomplex 1 ........................................................................................ 83
7.1.1 Belastungsabstufung ................................................................................... 83
7.1.2 MRCPs......................................................................................................... 86
7.1.3 Einfluss der Beanspruchung durch unterschiedliche Belastungsregime auf
das MRCP.................................................................................................... 88
7.2 Belastungskomplex 2 ........................................................................................ 92
7.2.1 Wie stellt sich der elektrophysiologische Erholungsprozess im Gehirn nach
erschöpfender Beanspruchung dar?............................................................ 92
7.2.2 Welche Beziehung besteht zu sympathico-adrenerger Downregulation? ... 93
7.2.3 Welchen Einfluss hat die aerobe Leistungsfähigkeit auf die kortikale
Downregulation?.......................................................................................... 94
7.3 Schlussfolgerungen........................................................................................... 96
8 Zusammenfassung ............................................................................................. 97
9 Ausblick ............................................................................................................. 101
10 Literaturverzeichnis.......................................................................................... 103
11 Anhang.................................................................................................................... I
11.1 Probandeninfo und Einverständnis (Belkom. 1)................................................ I
11.2 Untersuchungsablauf (Belkom. 1).................................................................... II
11.3 Trainingsprotokollvorlage (Belkom. 1)............................................................. III
11.4 Probandeninfo, Einverständnis (Belkom. 2)....................................................IV
Index und Verzeichnisse - III -
11.5 Untersuchungsablauf, Checkliste (Belkom. 2) .................................................V
11.6 Übersetzte Fassung des Händigkeitstests......................................................VI
11.7 Schalteinheit für Trigger..................................................................................VI
11.8 Basler Befindlichkeitstest (Grundversion) ......................................................VII
11.9 Deskription (Belkom. 1).................................................................................VIII
11.10 Zusammenfassung: Prüfstatistik (Belkom. 1)................................................XIV
11.11 Korrelationen (Belkom. 1) ..............................................................................XV
11.12 Deskription (Belkom. 2)...............................................................................XVIII
11.13 Zusammenfassung: Prüfstatistik (Belkom. 2)...............................................XXII
12 Publikationen....................................................................................................XXIII
Index und Verzeichnisse - IV -
1.1 Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Untersuchungsschema zum Belastungskomplex 1: Erfassung der MRCPs bei
willkürlichen Pedalantritten mit dem rechten Bein nach vorausgehenden
Belastungsregimen: Nach individuell angepasster, erschöpfender
Fahrradergometer- (FB) bzw. Oberarmergometrie- (OB) sowie „Kognitiver
Belastung“ (KB). ............................................................................................. 23
Abb. 2: Foto vom Vortest zeigt Probanden mit Messaufnehmern; im Hintergrund den
Untersucher, der den Probanden über den späteren Untersuchungsablauf
instruiert.......................................................................................................... 26
Abb. 3: Schematische Darstellung der Leistungsvortests zu Studie FB und OB nach
Vorbereitung und Ruhephase......................................................................... 26
Abb. 4: Untersuchungsabläufe, Belastungsregime und Messinterventionen im Belas-
tungskomplex 1: FB Fahrradergometrie-, OB Armkurbelergometrie- und KB
„Kognitive Belastung“: T Testgetränk, Q Befindlichkeitsfragebogen, QB Bean-
spruchungsfrage, BS Blutabnahme, La Laktat, NH3 Ammoniak (angelehnt an
BARTHEL ET AL. 2002). .................................................................................... 33
Abb. 5: Untersuchungsschema zum Belastungskomplex 2. Messungen: Blutabnahmen
/ EEG-Ableitungen jeweils 3 min (Augen geschlossen) M1=Referenzmessung
3 min-, M2=45 min-, M3=60 min-, M4=75 min-, M5=135 min nach Belastung.
Nach M1 tranken die Probanden 330 ml eines Fruchtsaftgetränkes ohne
Wirkeinfluss (Placebo).................................................................................... 36
Abb. 6: Schematische Darstellung der EEG- und MRCP- Registrierung in Anlehnung
an MECHAU (1998, S. 45)................................................................................ 42
Abb. 7: Platzierung und Bezeichnung der Elektroden im 10-20 System und Kortex-
kartierung (Anlehnung an BIRBAUMER & SCHMIDT 1996, S. 490).................... 43
Abb. 8: Darstellung der Parameter zur MRCP-Charakterisierung................................ 45
Abb. 9: Relative Testleistungen [%] bei den verschiedenen Belastungsregimen (Fahr-
radergometrie- (FB), Armkurbelergometrie- (OB) und „Kognitive Belastung“
(KB). Belastungsrelation [%] der Stufenbelastungen bezogen auf die maxi-
male Leistungsfähigkeit. Konzentrationsleistung von der Normreferenz und
Fehleranteil [%] sowie Normfehleranteil und Fehlerquote.............................. 52
Index und Verzeichnisse - V -
Abb. 10: Mittlere Herzfrequenzen [1/min] nach Belastungshöhe (R=Ruhe, 1.-5.=Belas-
tungsstufe) bei Belastungsregime Fahrradergometrie- (FB), Armkurbelergo-
metrie- (OB) und „Kognitive Belastung“ (KB). ................................................ 53
Abb. 11: Mittlere Laktatkonzentration [mmol/l] nach Belastungshöhe (R=Ruhe, 1.-
5.=Belastungsstufe) bei Belastungsregime Fahrradergometrie- (FB),
Armkurbelergometrie- (OB) und „Kognitive Belastung“ (KB).......................... 54
Abb. 12: Mittleres Ammoniak (NH3) [µmol/l] nach R=Ruhe –submaximaler (4) und ma-
ximaler Belastung (5) bei Belastungsregime Fahrradergometrie- (FB),
Armkurbelergometrie- (OB) und „Kognitive Belastung“ (KB).......................... 54
Abb. 13: Noradrenalinsulfat (NAs) [nmol/l] bei R=Ruhe und 5=25‘ nach maximaler Be-
lastung in unterschiedlichen Belastungsregimen: Fahrradergometrie- (FB),
Armkurbelergometrie- (OB) und Kognitiver Belastung (KB)........................... 55
Abb. 14: Dopaminsulfat (DOPs) [nmol/l] bei R=Ruhe und 5=25‘ nach maximaler Be-
lastung in unterschiedlichen Belastungsregimen: Fahrradergometrie- (FB),
Armkurbelergometrie- (OB) und Kognitiver Belastung (KB)........................... 55
Abb. 15: Mittlere Vitalitätsempfindung (VT) [Punkte], ausgeruht (R) und nach maxima-
ler Testbelastung (5) im Belastungsregime FB, OB, KB. ............................... 58
Abb. 16: Mittlere „Wachheitsempfindung“, „Vigilanz“ (VG) [Punkte], ausgeruht (R) und
nach maximaler Testbelastung (5) im Belastungsregime FB, OB, KB........... 58
Abb. 17: Mittlere „Ausgeglichenheitsempfindung“, „Intrapsychisches Gleichgewicht“(IG)
[Punkte], ausgeruht (R) und nach maximaler Testbelastung (5) im
Belastungsregime FB, OB, KB. ...................................................................... 58
Abb. 18: Mittlere „Außenzuwendungsempfindung“, Soziale Extrovertiertheit (SE) [Pun-
kte], ausgeruht (R) und nach maximaler Testbelastung (5) im Belastungs-
regime FB, OB, KB......................................................................................... 58
Abb. 19: Subjektiv erlebte Ausbelastung in Häufigkeiten [N]. Belastungsfrage nach ma-
ximaler Belastung (5) bei Belastungsregime FB, OB, KB gestellt.................. 58
Abb. 20: Mittlere Konzentrationsleistung [Aufgabenanzahl] der Untersuchungsgruppe
KB im Vergleich zur Normreferenz (Studenten, n=40) n. 30 Minuten Konzen-
trations-Leistungs-Test................................................................................... 58
Abb. 21: Antrittskraftäquivalent [V] nach Belastungshöhe R=Ruhe, 1. – 5. Belastungs-
stufe im Belastungsregime FB, OB, KB.......................................................... 59
Index und Verzeichnisse - VI -
Abb. 22: Mittlere Kraftzunahme pro Zeit [V/s] nach Belastungshöhe R=Ruhe, 1. – 5.
Belastungsstufe im Belastungsregime FB, OB, KB........................................ 59
Abb. 23: Mittlere Bewegungsverzögerung [s] nach Belastungshöhe R=Ruhe, 1. – 5.
Belastungsstufe im Belastungsregime FB, OB, KB........................................ 60
Abb. 24: Mittlere Kraftlatenz [s] nach Belastungshöhe R=Ruhe, 1. – 5. Belastungsstufe
im Belastungsregime FB, OB, KB. ................................................................. 60
Abb. 25: Typischer MRCP-Kurvenverlauf 2000 ms vor Bewegung im Grand Average
(n=14) bei willkürlichen rechtsbeinigen Antritten, mit Herausstellung der
Potentialkomponenten (letzten 100 ms vor Bewegung), die in die Map-
Darstellung (Ausschnitt) eingehen.................................................................. 61
Abb. 26: MRCP im Grand Average vor dem Test in Ruhesituation, als Map- und Ana-
logkurvendarstellung bei Belastungsregime FB, OB, KB. .............................. 62
Abb. 27: MRCP im Grand Average nach 1. Belastungsstufe, Warm-up-Messsituation,
als Map- und Analogkurvendarstellung bei Belastungsregime FB, OB.......... 62
Abb. 28: MRCP im Grand Average nach 4. Belastungsstufe, submaximale Messsitua-
tion, als Map- und Analogkurvendarstellung bei Belastungsregime FB, OB.. 63
Abb. 29: MRCP im Grand Average nach 5. Belastungsstufe, maximale Messsituation,
als Map- und Analogkurvendarstellung bei Belastungsregime FB, OB, KB... 63
Abb. 30: Maximale MRCP-Amplitude an der Elektrodenposition (Cz) [µV] bei R=Ruhe
und nach 1. – 5. Maximaler Belastungsstufe bei Belastungsregime FB, OB,
KB................................................................................................................... 65
Abb. 31: FzPower (Fläche zwischen MRCP Kurve und Baseline) [µV²] in Median und
75% Perzentil an der Elektrodenposition (Fz) bei R=Ruhe und nach 1. – 5.
maximaler Belastungsstufe bei Belastungsregime FB, OB, KB. .................... 66
Abb. 32: Mittelwerte der maximalen MRCP-Amplituden an der Elektrodenposition (Fz)
[µV] bei R=Ruhe und nach 1. – 5. maximaler Belastungsstufe bei Belas-
tungsregime FB, OB, KB. ............................................................................... 66
Abb. 33: Fz100=Mittelwerte der MRCP-Amplituden an der Elektrodenposition (Fz) [µV]
100 ms vor Trigger bei R=Ruhe und nach 1. – 5. maximaler Belastungsstufe
bei Belastungsregime FB, OB, KB. ................................................................ 67
Abb. 34: Fz5-100=mittlere MRCP-Amplituden an der Elektrodenposition (Fz) [µV] zwi-
schen 500 und 100 ms vor Trigger bei R=Ruhe und nach 1. – 5. maximaler
Belastungsstufe bei Belastungsregime FB, OB, KB....................................... 67
Index und Verzeichnisse - VII -
Abb. 35: Mittlere Leistungsfähigkeit (Pmax) [Watt] nach Leistungsgruppen (mäßig-, gut
trainiert) differenziert....................................................................................... 72
Abb. 36: Herzfrequenzen [S/ min] in Mittelwert und Standardabweichung während pas-
siv liegender Regeneration nach individuell maximaler Ergometerbelastung
bei mäßig (n=10) und gut trainierten (n=11) Sportlern. .................................. 72
Abb. 37: Mittelwert u. Standardabweichung bzw. Mediane der Katecholamine [ng/l]
(Dopamin, Noradrenalin und Adrenalin) während passiv liegender
Regeneration zur Messzeit M1= 3 min, M2= 45 min, M3= 60 min, M4= 75 min,
M5= 135 min nach individuell maximaler Ergometerbelastung bei mäßig
(n=10) und gut trainierten (n=11) Sportlern. Die Ergebnisse der post hoc
Prüfstatistik ohne Gruppeneffekt n=21 für p<0,001: *** nach t-Test und +++
nach Wilcoxon. ............................................................................................... 73
Abb. 38: Stressreaktive Parameter: Prolaktin (Pro), Cortisolwerte (Cor) und Glucose
(gluc) [mmol/l] in Mittelwert u. Standardabweichung während passiv liegender
Regeneration zur Messzeit M1= 3 min, M2= 45 min, M3= 60 min, M4= 75 min,
M5= 135 min nach individuell maximaler Ergometerbelastung bei mäßig
(n=10) und gut trainierten (n=11) Sportlern. Die Ergebnisse der post hoc
Prüfstatistik ohne Gruppeneffekt, n=21 für p<0,001: *** nach t-Test und +++
nach Wilcoxon. ............................................................................................... 73
Abb. 39: Blutzellen: Erythrozyten (ery) [106/µl], Leukozyten (leu) [10³/µl] während pas-
siv liegender Regeneration zur Messzeit M1= 3 min, M2= 45 min, M3= 60 min,
M4= 75 min, M5= 135 min nach individuell maximaler Ergometerbelastung bei
mäßig (n=10) und gut trainierten (n=11) Sportlern. Die Ergebnisse der post
hoc Prüfstatistik ohne Gruppeneffekt, n=21 für p<0,001: *** nach t-Test und
+++ nach Wilcoxon......................................................................................... 74
Abb. 40: Qualitative Darstellung der spektralen Leistungsdichten, statistisch relevanter
Frequenzbänder (Delta=1,25-4,5Hz, Alpha2=9,75-12,5Hz, Beta1=12,75-18,5
Hz, Beta2=18,75-35 Hz) im EEG während passiv liegender Regeneration zur
Messzeit M1= 3 min, M2= 45 min, M3= 60 min, M4= 75 min, M5= 135 min
nach individuell maximaler Ergometerbelastung bei gesunden Sportlern
(n=21). Die spektralen Leistungsdichten sind im Glühfarbenmodus (ab
unterem Skalenniveau schwarz mit zunehmender Leistungsdichte über rot,
gelb bis oberem Skalenniveau hellblau und darüber weißlich) als Hirnkarten
dargestellt. Die Skalen für das jeweilige Frequenzband stehen in der rechten
Spalte, die Farbkodierung ist oben links zu entnehmen. Die Hirnkarten stellen
Index und Verzeichnisse - VIII -
eine Aufsicht auf den Kortex dar, die Orientierung ist dabei links=frontal (siehe
oben links). ..................................................................................................... 76
Abb. 41: Fronto-zentrale Thetaleistungsdichte [µV²/Hz] in Mittelwert u. Standardab-
weichung während passiv liegender Regeneration zur Messzeit M1= 3 min,
M2= 45 min, M3= 60 min, M4= 75 min, M5= 135 min nach individuell max-
imaler Ergometerbelastung bei mäßig (n=10) und gut trainierten (n=11)
Sportlern. Die Ergebnisse der post hoc Prüfstatistik nach Gruppeneffekt für
p<0,05: * nach t-Test für unabhängige Stichproben....................................... 79
Abb. 42: Parieto-zentrale Alpha2 Leistungsdichte [µV²/Hz] in Mediandarstellung wäh-
rend passiv liegender Regeneration zur Messzeit M1= 3 min, M2= 45 min,
M3= 60 min, M4= 75 min, M5= 135 min nach individuell maximaler
Ergometerbelastung bei mäßig (n=10) und gut trainierten (n=11) Sportlern.
Die Ergebnisse der post hoc Prüfstatistik nach Gruppeneffekt für p<0,05: +
nach Mann Whitney-U Test............................................................................ 79
Index und Verzeichnisse - IX -
1.2 Tabellenverzeichnis
Tab. 1: Sportdisziplinbezogene Probandengruppierung der einzelnen Studien (Studien:
Fahrrad- (FB), Armkurbelergometrie- (OB) und Kognitive Belastung (KB)) in
Anzahl [n] und Mittelwert / Standardabweichung (Mw) / (SD)........................ 24
Tab. 2: Anthropometrische Daten der Probanden (Studien: Fahrrad- (FB), Armkurbel-
ergometrie- (OB) und Kognitive Belastung (KB)) in Mittelwert und Standard-
abweichung .................................................................................................... 25
Tab. 3: Ermittlung der Belastungsabstufungen für die Hauptuntersuchungen und An-
gleichung anhand definierter Stoffwechselcharakteristika.............................. 27
Tab. 4: Belastungsregime für FB mit Stufenangabe und Stufenzeit. Die geforderte
Stoffwechsellage ist repräsentiert durch die Laktatkonzentration und den
Leistungsanteil [%] der Vortest Leistung (Pmax) in Mittelwert und
Standardabweichung...................................................................................... 27
Tab. 5: Belastungsregime für OB mit Stufenangabe und Stufenzeit. Die geforderte
Stoffwechsellage ist repräsentiert durch Laktatkonzentration und den
Leistungsanteil [%] der Vortest Leistung (Pmax) in Mittelwert und
Standardabweichung...................................................................................... 28
Tab. 6a u. b: Systemkreise, Beanspruchungsgrößen und Parameter sowie deren
Messzeiten bei Belastungsregime FB, OB, KB im Belastungskomplex 1
(1= nur bei FB, 2=nur bei KB, 3=nicht bei KB) ............................................... 29
Tab. 7: Anthropometrische Daten und Leistungsfähigkeit der Untersuchungsgruppen in
Mittelwert (MW) und Standardabweichung (SD) und Anzahl (n).................... 34
Tab. 8: Systemkreise, Beanspruchungsgrößen und Parameter sowie deren Messzeiten
im Belastungskomplex 2................................................................................. 35
Tab. 9: Frequenzspektrum und Bezeichnung des spontanen EEG’s sowie die Map-
Farbcodierung im CATEEM für 17 Elektrodenpositionen............................... 42
Tab. 10: MRCP-Parameter (in der Darstellung MRCP durch Elektrode: Fz, Cz, Pz
ersetzt)............................................................................................................ 45
Tab. 11: Statistisch auffällige Blutbildparameter in Mittelwert und Standardabweichung
nach Messzeit (Mz): Ruhe=R und maximal Belastung=5 im Belastungsregime
Fahrradergometrie- (FB), Armkurbelergometrie- (OB), Kognitive Belastung
(KB); p<0,05=*, p<0,01=**, p<0,001=*** ........................................................ 57
Index und Verzeichnisse - X -
Tab. 12: „Regenerationszeiteffekte“ im EEG: Leistungsdichten zu M1 Mittelwert [MW]
und Standardabweichung [SD] (nichtparametrische Parameter als Median
[MD]) nach post hoc Prüfstatistik (t-Test bzw. Wilcoxontest). Richtungstrend
der Werte und Signifikanz (*/+= p<0,05, **/++= p<0,001) .............................. 78
Tab. 13: Ausgewählte Korrelationen zum ersten Messzeitpunkt (M1) zwischen
Katecholaminen und statistisch auffälligen EEG- bzw. Beanspruchungspara-
metern: mit Pearson- oder Sperman=Fettdruck Korrelationskoeffizienten und
Irrtumswahrscheinlichkeit (p).......................................................................... 80
Index und Verzeichnisse - XI -
1.3 Abkürzungsverzeichnis
A Adrenalin
AA temporales Areal (temporalis superior, BA 22)
AI temporales Areal (temporalis transversi, BA 41)
a1 Alpha1
a2 Alpha2
AC Alternating Current
ACS:180 Analysegerät Automatic-Chemie-Luminescence-System
AMP Adenosinmonophosphat
As Adrenalinsulfat
BA Brodman Area, Kortexarealkartierung mit Nummer
b1 Beta1
b2 Beta2
BBK Belastungs-Beanspruchungs-Konzept
Belkom. Belastungskomplex
Bel.rel. Belastungsrelation (Belastungsanteil zur maximalen Vortestbelastung)
BISp Bundesinstitut für Sportwissenschaft
BP Bereitschaftspotential (engl. Readiness Potential)
C3 Elektrode links-zentraler Kortex
C4 Elektrode rechts-zentraler Kortex
CATEEM Computer Aided Topographical Electro-Encephalometry Measurement
CATERPA Computer Aided Topographical Events-Related Potential Analysis
CLIA Chemie-Luminescence Immuno Assey
cm Zentimeter
CNV Contingent-Negativ-Variation
Cor Cortisol
Cz Centro-zentrale Elektrode
dDelta
DC Direct Current
DMS Dehnungs-Messstreifen
Dop Dopamin
Dops Dopaminsulfat
ebd. ebenda
ECG Electro-Cardiogram (deutsch: Elektro-Kardiogramm EKG)
EEG Elektroenzephalographie
EHI Edinburgh Handedness Inventory
Index und Verzeichnisse - XII -
EKG Elektro-Kardiogramm (engl. Electro-Cardiogram ECG)
EKP Ereigniskorreliertes Potential (engl. Events Related Potential (ERP))
EMG Elektro Myographie
engl. englisch
EOG Elektro-Okulogramm
EPSP Exitatorisches Postsynaptisches Potential
ERP events related potential (deutsch: ereigniskorreliertes Potential EKP)
Ery Erythrozyten
F Force
FB Fahrradergometrie Belastung
FDG [18F]-2-Fluro-Deoxy Glycose
FFQ Food Frequency Quastionaire
FFT Fast- Fourier-Transformation
fMRI funktional Magnet-Resonanz-Imaging
fpro relativer Fehleranteil
FQ Fehlerquotient
F-Ratio Prüfgröße zur Varianz innerhalb und zwischen den Gruppen
frw Fehler-Roh-Wert
Fz fronto-zentrale Elektrode
GLM General Linear Model
glu Glucose
HF Herzfrequenz
HPLC-ED High Pressure Liquid Chromatography and Electrochemical Detection
htc Hämatokritwert
Hz Hertz (Schwingung pro Sekunde)
IG Intrapsychischer Gleichgewichtszustand
IMP Inosinmonophosphat
IPSP Inhibitorisches Postsynaptisches Potential
kKilo-OHM (103 )
KB Kognitive Belastung
kg Kilogramm
KLT Konzentrations-Leistungs-Test
Krea Kreatinin
lLiter
La Laktat
lat Latenz
Leu Leukozyten
Index und Verzeichnisse - XIII -
LQ Lateralitätsquotient
lrel relativer Konzentrationsleistungswert
lrw Leistungs-Roh-Wert
lsw Leistungs-Standard-Wert
M Messzeitpunkte
MMega-OHM (106 )
MAF Mittlere Alpha Frequenz
MANOVA Mehrfaktorielle Analysis of Variance
max Lass maximaler Laktat-Steady-State
max maximal
MD Median (geometrisches Mittel)
MEP Motor Evoked Potential
mI Milliliter (10-3 Liter)
MI Primary Motor Area
MII Secondary Motor Area
min Minute
mmol Millimol (10-3 mol)
mol Mol (Substanzmenge zum Kohlenstoffnuclids12C)
MP Motor Potential
MRCP Movement-Related-Cortical Potential
ms Millisekunde (10-3 Sekunde)
MU Motor Unit
MVC Maximal Voluntary Contraction
Mw Mittelwert (arithmetisches Mittel)
Mz Messzeit
n Anzahl
NA Noradrenalin
Nanomol (10-9 mol)
NAs Noradrenalinsulfat
ng/l Nanogramm pro Liter (weitere Einheit für Katecholamine)
NH3Ammoniak
NS Negative Slope
OB Armkurbelergometrie Belastung
p Signifikanzniveau
P1-P5 Stufenleistungen (bei Belastungsstufen 1-5)
PET Positronen-Emissions-Tomographie
Pmax Vortest Leistung maximal
Index und Verzeichnisse - XIV -
PNC Purinnukleotidzyklus
Pro Prolaktin
Pz parieto-zentrale Elektrode
r Korrelationskoeffizient
R Ruhemessung
1 Aufwärmung (Belastungsstufe 1)
2 Belastungsstufe 2
3 Belastungsstufe 3
4 submaximale Belastung (Belastungsstufe 4)
5 maximale Belastung (Belastungsstufe 5)
rCBF regionaler zerebraler Blutfluss
RP Readiness Potential (deutsch: Bereitschaftspotential)
RR Blutdruck nach Riva Rocci Methode
s Sekunde
SAA Somatosensory Association Area
SD Standardabweichung
SE Soziale Extrovertiertheit
SI Primary Somatosensory Area
SII Secondary Somatosensory Area
SMA Supplementary Motor Area
SP Silent Period
tTime
tanaf Tangenz Alpha (Steigung)
Throm Thrombozyten
TMS Transkraniale Magnet Stimulation
UUnit
VVolt
VG Vigilanz
VT Vitalität
ZNS Zentrales Nervensystem
µmol Mikromol (10-6 mol)
µV Mikrovolt (10-6 Volt)
µV² Power (Leistung eines Frequenzbandes oder MRCP Kurvenverlaufes)
µV²/Hz Spektrale Leistungsdichte (Leistung dividiert durch Frequenzbandbreite)
Einleitung 1
2 Einleitung
Sportliche Aktivität belastet den menschlichen Organismus in vielfältiger Art und Weise
und ruft Anpassungen hervor, die allgemein unter den Begriffen Adaptation (biologisch)
oder Trainingseffekt (trainingswissenschaftlich) bekannt sind. Die Kenntnisse über
Auswirkungen von Trainingsbelastungen auf unsere organismischen Teilsysteme sind
von außerordentlicher Bedeutung für eine langfristige und gesunde Leistungsopti-
mierung. Die wissenschaftliche Betrachtung des Sports und dessen Einflussnahme auf
den Menschen hat verschiedenste Forschungsdisziplinen und Fachausrichtungen aus
Sportwissenschaft, Biologie, Psychologie und Sportmedizin bemüht. Die Forschungs-
arbeit dieser und anderer Fachrichtungen führen zu der Überzeugung, dass das Gehirn
als steuerndes und kontrollierendes Organ wesentliche Voraussetzungen für die
sportmotorische Leistungserbringung unter Einbeziehung motivationaler und emotio-
naler Faktoren schafft (vgl. MECHAU 2001; BEYER ET AL. 1994; SCHUMANN ET AL.1993a;
1993b; HOLLMANN ET AL. 1993).
Sportliche Belastungen und daraus resultierende Beanspruchungen führen zu soforti-
gen Adaptationen des steuernden „Zentralen Nervensystems“ (ZNS) bei der Gene-
rierung von willkürlichen Bewegungen. Erst wenn diese Anpassungen nicht mehr ge-
lingen, kommt es zu Veränderungen des Bewegungsablaufes, zu dessen Abbruch oder
- im Extremfall - zu Verletzungen. Diese Zusammenhänge werden im Allgemeinen mit
Ermüdungsphänomenen diskutiert, die in ihrer Begrifflichkeit nicht unumstritten sind
(OLIVIER 2001; OLIVIER & DILLINGER 2003). Als Ermüdung wird die durch körperliche
und geistige Belastungen hervorgerufene vorübergehende Einschränkung der Lei-
stungsfähigkeit verstanden. In der Nachbelastungsphase geschehen dann Anpassun-
gen, die den allgemeinen Funktionszustand wiederherstellen. Man unterscheidet mo-
dellhaft zwei Arten von Ermüdung:
a) Modell der peripheren Ermüdung: die „Ermüdung“ des Muskels aufgrund mangeln-
der Energiebereitstellung;
b) Modell der zentralen Ermüdung: die „Ermüdung“ des Nervensystems aufgrund ver-
änderter Transmittersubstanzen (NEWSHOLME 1986, NEWSHOLME & BLOMSTRAND
1995).
Beide Formen der „Ermüdung“ sind insofern schwer voneinander trennbar, als sie bei-
de je nach Beanspruchungssituation lokal und/oder allgemein auftreten können
(JONATH 1986).
Insbesondere die zentralen Einflüsse machen die Erforschung des informationsverar-
beitenden Systems im ZNS auch für bewegungswissenschaftliche Ansätze zu einem
neuen Zielgebiet, das HOLLMANN ET AL. (2003 zitiert nach HOLLMANN & LÖLLGEN 2002)
Einleitung 2
als „Bewegungs-Neurowissenschaft“ bezeichnet. Als Methode zur Erforschung der
zeitlich sehr schnell ablaufenden Prozesse des ZNS im Sport hat sich die nicht-
invasive Elektroenzephalographie (EEG) bei kortikalen Aktivierungen (MECHAU 2001,
S. 140; SCHUMANN 1996, S. 113; BEYER ET AL. 1994, S. 120), als auch die Erfassung
von movement related cortical potentials (MRCP) im EEG (BARTHEL ET AL. 2002,
JOHNSTON ET AL. 2001; SLOBOUNOV ET AL. 1998) erwiesen. Somit bieten sich geeignete
„Werkzeuge“ zur Erforschung der zentralen Bewegungsorganisation sowie Re-
gulationsvorgänge auf kortikaler Ebene.
In der vorliegenden Arbeit werden zentrale Bewegungsorganisationen in Abhängigkeit
von verschiedenen sportlichen Beanspruchungssituationen erfasst. Hierbei erfolgt
erstmals eine methodische Trennung zwischen zentralen und peripheren Ermüdungs-
einflüssen durch den Einsatz unterschiedlicher Belastungsregime mit Fahrrad- und
Armkurbelergometrie sowie rein kognitiver Belastung. Dadurch entstehen drei Bedin-
gungen unterschiedlicher Beanspruchung: Die ersten beiden basieren auf physischen
Beanspruchungen, in denen die Testbewegungsmuskulatur einmal gleichzeitig mitbe-
ansprucht und einmal ausgeruht ist. Im dritten Fall dient eine kognitive Beanspruchung
zur Aufdeckung möglicher psychischer Belastungseinflüsse auf die zentrale Bewe-
gungsgenerierung.
In einem weiteren Untersuchungsansatz werden zur Analyse des richtigen Verhält-
nisses von Beanspruchung und Regeneration zentrale Regulationsmechanismen in der
Umstellung von Ergotropie zu Trophotropie nach erschöpfender physischer Belastung
anhand hirnelektrischer Aktivitätsverschiebung beurteilt. Hieraus lassen sich unter-
schiedliche Regenerationsphasen charakterisieren.
Zum Einstieg erfolgt ein Exkurs in die sportwissenschaftliche Diskussion über die
Sichtweise von Belastung und Beanspruchung. Hierzu werden zwei unterschiedliche
Arbeitsmodelle vorgestellt.
Danach wird der wissenschaftliche Kenntnisstand zum Einfluss des Gehirns bei der
Bewegungsplanung mit besonderer Berücksichtigung sportlicher Beanspruchungen
anhand neuer hochauflösender bildgebender Messverfahren und des EEGs aufgear-
beitet.
Anschließend folgt die Darstellung des derzeitigen Wissensstandes zu den For-
schungsansätzen dieser Arbeit. Mit Betrachtung elektrophysiologischer Belastungs-
auswirkungen auf die zentralnervale Bewegungsplanung und –steuerung, wird die Er-
fassungsmöglichkeit über MRCPs bei willkürlicher sportmotorischer Bewegung herge-
leitet. Nachfolgend wird die derzeitige Vorstellung zum Einfluss der Leistungsfähigkeit
bei kortikaler Downregulation nach physisch erschöpfenden Beanspruchungen behan-
delt.
Einleitung 3
Aus den Forschungsdefiziten leiten sich die untersuchungsrelevanten Forschungsan-
sätze und Hypothesen ab, die fortan als Belastungskomplex 1 und Belastungskomplex
2 bezeichnet werden.
Im weiteren Verlauf werden umfassend die Methodik und die Ergebnisse vorgestellt.
Aufgrund der Vielfalt der Messparameter sind diese Systemkreisen zugeordnet und im
Ergebnisteil für beide Belastungskomplexe getrennt dargestellt.
Die Diskussion ist fokussiert auf die Hauptziele der Arbeit und mündet in eine Beurtei-
lung der aufgestellten Forschungshypothesen und eine Schlussfolgerung.
Im Ausblick wird auf neue, weiterführende Ansätze mit dem gewählten Verfahren und
auf die Zukunft psychophysiologischer Forschung bei sportwissenschaftlichen Frage-
stellungen Bezug genommen.
Theoretische Betrachtung 4
3 Theoretische Betrachtung zu körperlichen Belastungsaus-
wirkungen und zentralnervösen Mechanimen
3.1 Exkurs zur Betrachtung sportlicher Belastungsauswirkungen
In den frühen achtziger Jahren wurde von den Arbeitsmedizinern Rohmert und Ruten-
franz (ROHMERT 1984; ROHMERT & RUTENFRANZ 1983) das Belastungs-
Beanspruchungs-Konzept (BBK) zur Schaffung menschengerechter Arbeitsbedin-
gungen erstellt. Vornehmlich wurde eine begriffliche Trennung der Bezeichnungen
Belastung und Beanspruchung vereinbart. Dieses Konstrukt hielt in den Neunzigern
Einzug in die Sportwissenschaft und erfuhr zunehmende Unterstützung von verschie-
denen Bewegungswissenschaftlern (POLLMANN 1993, S. 251; OLIVIER 1996; POLLMANN
& WILLIMCZIK 2001, S. 59FF).
Die Begriffsbestimmung stimmt heutzutage grundsätzlich mit der von ROHMERT und
RUTENFRANZ (1975, S. 8) in den siebziger Jahren verfochtenen Trennung der Begriffe
Belastung (engl. load) und Beanspruchung (engl. strain) in der Arbeitspsychologie
überein. SCHÖNPFLUG (1987, S. 133) übernimmt die Definitionen von ROHMERT und
RUTENFRANZ (1975, S. 8), in der unter Belastung nur „...objektive, von außen her auf
den Menschen einwirkende Größen und Faktoren...“ zählen sollten. Der Begriff Bean-
spruchung bedeutet vielmehr die subjektive „...Ausfärbung“ der Belastungsaus-
wirkungen auf den Organismus. Er meint also „...deren Auswirkungen im Menschen
und auf den Menschen“ (SCHÖNPFLUG 1987, S. 133).
Im sportwissenschaftlichen Kontext sorgte in den letzten Jahren besonders die Ar-
beitsgruppe um OLIVIER (1996; 2001; OLIVIER ET AL. 2001; OLIVIER & DILLINGER 2003)
mit Hilfe von SCHÖNPFLUGs Ressourcentheorie (1991) für ein dem sportlichen Training
und Wettkampf angepasstes, ausdifferenziertes phänomenorientiertes BBK. Demnach
werden Belastungen durch Faktoren wie Komponenten, Arten, Höhe und zeitliche Ab-
folge differenziert. Deren Folgewirkungen sind abhängig von Eigenschaften, Fähigkei-
ten und Fertigkeiten des Individuums und werden in Teilbeanspruchungen verschie-
denster Organsysteme darstellbar. Hierdurch sind die Belastungsauswirkungen auf
Subsysteme bzw. deren Beanspruchungen differenzierter beschreibbar und mit geeig-
netem Methodeninventar besser erforschbar (OLIVIER & DILLINGER 2003, S. 336; 340).
Legt man dem BBK rationale Stresskonzepte zugrunde, so erfolgt die Beanspruchung
aufgrund subjektiv wahrgenommener, sportlicher Belastung und es spielt zukünftig ei-
Theoretische Betrachtung 5
ne zentrale Rolle in vielen Feldern des Sports, der Psychologie und der Stressfor-
schung (STOLL 2004, Internetquelle).
Bei der Beurteilung von Einflüssen konditioneller Beanspruchungen auf sportliche Be-
wegungsqualitäten sollte trotz einer differenzierten Betrachtung einzelner organis-
mischer Teilsysteme, Raum für Kompensationserklärung zwischen den Systemen ver-
bleiben. Vor dem Hintergrund, dass im Sport häufig Situationen auftreten, in denen
trotz beanspruchter bzw. erschöpfter Teilsysteme vom Organismus Spitzenleistungen
vollbracht werden. Beispielsweise sei die erhöhte Körpertemperatur in der Endphase
beim Marathonlauf angeführt, die unter Normalbedingungen gefährliches Fieber be-
deuten würde (PICKENHAIN 1992, S. 17).
Auch eine sportlich „gute Technik“ zeichnet sich nach POLLMANN & WILLIMCZIK (2001)
dadurch aus, dass sie offensichtlich eine bessere Kompensation von Bean-
spruchungseffekten bewirkt. Zudem scheinen auch Verletzungsrisiken nach HOT-
TENROTT & HOOS (2003) nicht durch die Beanspruchungsauswirkungen an sich gege-
ben, sondern aufgrund nachlassender Kompensationseigenschaften der beanspruch-
ten Organsysteme. Olivier schlägt in diesem Kontext (1996; OLIVIER & DILLINGER 2003)
ein drei Faktorenmodell vor, welches die Einflussvariation individueller, zentralnervöser
und neuromuskulärer1 Teilsysteme beim Zustandekommen des Bewegungsergebnis-
ses einer motorischen Aufgabe, berücksichtigt.
Kompensation ist also ein wichtiges Stichwort, bei einer nach Differenzierung streben-
den Betrachtungsweise von Beanspruchungen in organischen Teilsystemen.
Bei allen Differenzierungsbestrebungen wissenschaftlicher Disziplinen werden mög-
licherweise die Berührungspunkte und Systemüberschneidungen, gewissermaßen die
Verzahnungen der Subsysteme und deren Beeinflussung untereinander, vernachläs-
sigt.
Eine weitere, in der Psychophysiologie weitverbreitete Betrachtungsweise von Belas-
tung und Beanspruchung entstammt dem „Synergistischen Ansatz“.
PICKENHAIN erweiterte die Diskussionen um das BBK im Sport bereits (1992, S. 9FF),
indem er dem derzeitigen Modell eine synergistische Betrachtungsweise unterzog.
Diese basiert auf der Grundannahme, dass ein selbstorganisiertes biologisches Sys-
tem „Mensch“ eine komplexe interaktive Einheit zwischen Organismus und Umwelt
darstellt, die sich ständig neu organisiert und stabilisiert. Demnach sind innerhalb die-
1 Als „neuromuskuläre“ Teilsysteme verstehen die Autoren alle efferenten und afferenten Ver-
bindungen zwischen Rückenmark und Muskulatur. Dagegen meint „zentralnervös“ den höhe-
ren Einfluss des ZNS (DILLINGER 2001, S.73).
Theoretische Betrachtung 6
ser Betrachtung Ordnungsparameter entscheidend, die die selbstorganisierten Unter-
systeme „versklaven“, also einer vorrangigen Zielvorstellung unterordnen, um auf
breiterem Niveau Stabilität aufrecht zu erhalten (also zu kompensieren).
Bei der Suche nach den Ordnungsparametern kommt der mentalen Repräsentations-
ebene mit ihren psychischen Ausprägungen eine entscheidende Rolle zu (PICKENHAIN
1996, S. 39). Zur Unterstreichung dieser These stellt PICKENHAIN (1992, S. 17) eigene
Ergebnisse aus mentalen Trainingsstudien vor, in denen bei Leistungsschwimmern
idiomotorische Bewegungsvorstellungen Atemveränderungen wie beim realen
Schwimmen hervorriefen, obwohl sie ruhig auf einem Stuhl saßen (PICKENHAIN 1979).
Auch bei BERNSTEINS (1975) Thesen zur „probabilistischen Programmierung des Künf-
tigen“ spielt die interne Repräsentation in unserem Gehirn die entscheidende Rolle.
Hier bilden Ereignisse und Empfindungen der Vergangenheit und Gegenwart Reprä-
sentationen, die einen wahrscheinlichen Entwurf zukünftiger Handlungen zu schaffen
vermögen (siehe auch SPITZER 2002, S. 176; PICKENHAIN 1992, S. 24; 1996, S. 35),
wobei es zur Kontrolle und Korrektur der Bewegungshandlung ständiger interner und
externer Rückmeldungen bedarf (SPITZER 2002, S. 118FF).
NITSCH & MUNZERT (1997, S. 67) stellen diesen synergistischen Ansatz der Bewe-
gungsorganisation in der Sportwissenschaft als bisher wenig quantifizierbar bezüglich
psychosozialer Einflussfaktoren dar.
Je nach Forschungsstandpunkt sind bspw. die Psychophysiologen mit zentralen Mess-
verfahren (ZNS) eher der synergistischen Betrachtungsweise, die Bewegungswissen-
schaftler mit exakter Differenzierung und begrifflichen Definitionen eher dem BBK zu-
geneigt.
PICKENHAIN (1992, S. 21) stellt heraus, dass innerhalb einer synergistischen Betrach-
tung des BBK eine begriffliche Trennung von Belastung und Beanspruchung bezogen
auf die zentrale Repräsentationsebene (ZNS) unangebracht erscheint. Bezogen auf
Teilsysteme (periphere Organsysteme, Annahme des Verfassers) stellt sie allerdings
ein durchaus hilfreiches Konstrukt bei der Erforschung von sportlichen Belastungsaus-
wirkungen dar. Auf der anderen Seite räumen OLIVIER & DILLIGER (2003, S. 339) ein,
dass zentrale Einflussnahmen (Kompensationen) auf Kortexebene (also Repräsen-
tationsebene, Annahme des Verfassers) immer möglich sind.
Beide Modellansätze scheinen sich demnach gegenseitig zu akzeptieren. Es ist ab-
hängig vom Betrachtungsstandpunkt, welcher Ansatz verfolgt wird.
Eine umfangreichere Darstellung diverser Modelle verschiedenster Forschungsdis-
ziplinen, die sich auf die Bewegungsorganisation beziehen, findet sich bei NITSCH &
Theoretische Betrachtung 7
MUNZERT (1997, S. 109FF), die aus den jeweiligen Vorteilen eine handlungstheo-
retische Sichtweise entwickelt haben.
Da sich die vorliegende Arbeit mit den Belastungsauswirkungen im „Zentralen Nerven-
system“ (ZNS) und deren Repräsentationen mit Ableitungen der elektrischen Hirn-
aktivität beschäftigt, wird bei Erklärungen dem synergistischen Ansatz gefolgt. Dage-
gen hilft die Sichtweise des phänomenorientierten BBK auch im Methodikteil dieser Ar-
beit bei der Einschätzung und Beschreibung peripherer Systemkreise und Beanspru-
chungsparameter zur Belastungsabschätzung und Normierung.
Zusammenfassend scheinen bei der Beurteilung sportlicher Belastungsauswirkungen
die individuellen Fertigkeiten in den motorischen Hauptbeanspruchungen im Bewusst-
sein mit psychischen Faktoren wie Motivation, Aufmerksamkeit, Leistungswillen, Affek-
tivität mit Persönlichkeitseigenschaften wie Zielstrebigkeit, Ehrgeiz und Selbstkonzept
zu verschmelzen. Hierbei entstehen mannigfaltige psychophysische Kompensations-
möglichkeiten zur Handlungserfüllung trotz hoher Beanspruchung.
Dies geschieht im ZNS, dem höchsten Steuerungsorgan, und kann dort mit modernen
Messverfahren erfasst werden (HOLLMANN & STRÜDER 1996, S. 47).
Die neue Forschungsrichtung des „Brainmappings“ (bildgebende Hirnmessverfahren),
welches die zentralen Repräsentationen bei Beanspruchung sichtbar zu machen ver-
mag, bringt möglicherweise einen Entwicklungsfortschritt in der Hirn- und Bewegungs-
forschung mit sich (BIRBAUMER & SCHMIDT 1999, S. 7). Jüngste Symposien der Sport-
medizin „Exercise and Brain2 2000“ (KÜNSTLINGER 2000) und der Bewegungswissen-
schaft „EWOMS3" 2003 (SCHÖLLHORN ET AL. 2003) zeigen, dass diese Methoden Ein-
zug in die Sportwissenschaft finden und helfen können, die „black box“ allmählich auf-
zuhellen. Die folgende Arbeit soll helfen, neue Erkenntnisse zu sportlichen Belastungs-
auswirkungen auf kortikaler Steuerungsebene zu gewinnen und mögliche kompensato-
rische Einflussnahme gegen Ermüdung darzustellen, sowie die hirnelektrische Um-
stellung von Ergotropie zu Trophotropie abzubilden.
Im nächsten Abschnitt werden gängige Hirnmessverfahren kurz vorgestellt. Anschlie-
ßend folgt ein kurzer Literaturüberblick, der den wissenschaftlichen Kenntnisstand und
das Forschungsdefizit markiert. Hieraus begründet sich das Thema dieser Arbeit.
2 Internationales Satellitensymposium „Exercise and Brain“ im Rahmen des Eröffnungskongres-
ses „Dekade des menschlichen Gehirns 2000“ auf dem Petersberg in Bonn, Germany.
3 Der European Workshop of Movementscience (EWOMS) hat stattgefunden im Mai 2003 in
Münster, Germany.
Theoretische Betrachtung 8
3.2 Psychophysiologie: Methodische Möglichkeiten
Beim Überblick über den Forschungsstand zu sportlichen Belastungsauswirkungen auf
das ZNS, ist es sinnvoll, nach Messmethoden und Versuchsanordnungen zu unter-
scheiden. Der Grund: gewonnene Schlussfolgerungen sind sehr eng an die Untersu-
chungsbedingungen geknüpft und lassen sich nur schwer verallgemeinern.
Die Messung des regionalen zerebralen Blutflusses (rCBF) nutzt die Abhängigkeit der
Strahlungsintensität radioaktiv markierter Substanzen von der lokalen Hirndurchblu-
tung. Durch Markierung und Verabreichung diverser Substanzen (Glucose, Sauerstoff,
Edelgas) können verschiedene Aspekte des Hirnstoffwechsels sichtbar gemacht wer-
den (BIRBAUMER 1999, S. 503). Häufig wird die rCBF-Bestimmung mit funktioneller
Magnet-Resonanz-Imaging (fMRI) oder Positronen-Emissions-Tomographie (PET)
durchgeführt, welche die momentan dominierenden, bildgebenden Brainmapping-
Verfahren darstellen.
Funktionelle Magnet-Resonanz-Imaging (fMRI) ist ein bildgebendes Instrumentarium
zur Erzeugung von Schnittbildern des menschlichen Körpers mit Beurteilung der Stoff-
wechselsituation. Hierbei wird z.B. um den Kopf ein homogenes Magnetfeld platziert.
Durch dieses Feld werden die Wasserstoffatomkerne, die normalerweise im Körper ei-
ne eher zufällige Anordnung besitzen und deren elektrische Felder sich gegenseitig
kompensieren, angeregt. Damit ändern sie ihren Energiezustand, indem sie sich ent-
weder parallel oder antiparallel an dem angelegten Feld ausrichten (Anregung). Da-
nach kehren die Wasserstoffatomkerne wieder in den Ausgangszustand zurück (Rela-
xation). Der Kontrast der MRIs beruht darin, dass sich die verschiedenen Gewebe in
ihren Relaxationszeiten differenzieren und somit erfassbar unterscheiden lassen (GALL
ET AL. 2002, S. 155). Die Messung der Durchblutungsänderung mit fMRI ist in ihrer
zeitlichen Auflösung beschränkt, aber räumlich sehr genau. In Kombination mit der
Elektroenzephalographie (EEG) stellt es derzeit das optimale Messverfahren der Neu-
rowissenschaften dar.
Positronen-Emissions-Tomographie (PET) basiert auf der Detektion radioaktiver Zer-
fälle von Positronen in Radioisotopen (BIRBAUMER 1999, S. 505). Die Zahl der Kollisio-
nen (Zerfälle) wird gezählt und als Bild (Image) des Blutflusses für eine Minute nach
der Injektion des Radioisotopes dargestellt. Durch Verwendung verschiedener Radioi-
sotope als Markierungssubstanzen lassen sich spezifische Transmitter und Stoffwech-
selprodukte im Gehirn beobachten. Aufgrund der geringeren zeitlichen, aber der aus-
gezeichneten räumlichen Auflösung, erlaubt diese Methode strukturelle anatomische
Lokalisation neuronaler, metabolischer Aktivität (auch in subkortikalen Hirnregionen).
Theoretische Betrachtung 9
Die beschriebenen Methoden finden aufgrund ihrer hohen Kosten4, der Strahlenbela-
stung und ihres apparativen Aufwandes selten Anwendung bei sportwissenschaftlichen
Fragen zu ZNS-Beanspruchungen.
Allerdings liefern diese Verfahren zur Zeit die räumlich genauesten Einblicke in unser
ZNS, finden aber aufgrund der erwähnten Nachteile (teuer, zeitlich beschränkt, große
Apparatur) derzeit vorrangig in den klinischen molekularbiologischen Grundlagenfor-
schungen und weniger in den Bewegungswissenschaften Anwendung. Das bedeutet
nicht, dass diese Forschungsergebnisse nicht zum bewegungswissenschaftlichen Er-
kenntnisgewinn beitragen können. Durch interdisziplinären Wissenstransfer können
neue Sinnzusammenhänge geschaffen werden (siehe HOLLMANN ET AL. 2003, S. 65FF;
PICKENHAIN 1996, S. 44FF).
Die Elektroenzephalographie (EEG) ist ein nicht-invasives Verfahren zur Untersuchung
neuronaler Aktivitäten des Gehirns. Das Messergebnis repräsentiert Erregungsprozes-
se größerer Neuronenverbände, die primär aus der Hirnrinde (Kortex) stammen (GALL
ET AL. 2002, S. 74FF). Man geht heute davon aus, dass die synchronen und manchmal
rhythmischen Erregungen ihrerseits durch subkortikale Hirnregionen (Thalamus, Hip-
pocampus) gesteuert oder moduliert werden (MAIER ET AL.1994, S. 220; BIRBAUMER &
SCHMIDT 1999, S. 493). Insofern stellt das EEG das elektrische Korrelat summierter er-
regender Nervenzellaktivitäten5 (EPSP) dar (BIRBAUMER & SCHMIDT 1999, S. 492). Die
EEG-Kurven bilden periodische Spannungsverläufe ab, die durch Amplituden (1-
200µV) und Frequenzen (0,5-50 Hz) oder Leistungsdichten6 (µV²/Hz) beschreibbar
sind (MEIER ET AL. 1994, S. 221). Mit ansteigender Frequenz unterscheidet man Delta-,
Theta-, Alpha- und Beta-Frequenzen. Sie liefern neuerdings auch farblich codierte, to-
pographische Hirnkarten und können als „Kompromissmethode“ auch zu den Brain-
mapping- Verfahren gezählt werden.
Man unterscheidet allgemein zwischen spontaner7 EEG- und evozierter8 (reizabhängi-
ger) Potentialaktivität (MAIER ET AL.1994, S. 22). Zur letzteren werden u.a. auch die in
dieser Arbeit behandelten movement-related-cortical Potentials (MRCPs) gezählt.
4 PET zählt zu den teuersten neurowissenschaftlichen Messverfahren (Birbaumer 1999, S.
505).
5 EEG Wellen beruhen auf summierten exitatorischen postsynaptischen Potentialen (EPSP) der
Hirnrinde. Inhibitorische Postsynaptische Potentiale (IPSP) tragen kaum zur Generierung von
Feldpotentialen bei.
6 Leistungsdichte [µV²/Hz] gibt die Gesamtleistung einer Frequenz dividiert durch deren Band-
breite an (MECHAU 1998, S.10).
7 Spontanaktivität meint die kontinuierlichen Spannungsschwankungen, die ohne zeitlichen Be-
zug zu einem Ereignis- also spontan- im EEG auftreten.
Theoretische Betrachtung 10
Die hohe zeitliche Auflösung des EEGs (ms) und die „Nichtinvasivität“ sowie die kleine-
ren Apparaturen machen das EEG zum klassischen psychophysiologischen Messver-
fahren bei der Betrachtung höherer zentraler Steuerungsebenen (SCHUMANN 1996, S.
113). Trotz der heutzutage eingesetzten mathematisch statistischen Prozeduren mit
zunehmend genauerer Lokalisation der elektrischen „Generatoren“ bleibt eine örtliche
Ungenauigkeit des EEGs erhalten. Um absolut genaue räumliche Lokalisationen zu er-
halten, müssten die Messungen durch PET oder MRI ergänzt werden (BIRBAUMER &
SCHMIDT 1999, S. 490). Eine detaillierte Darstellung zur Entstehung des EEGs und
evozierten Potentialen findet sich bei BIRBAUMER & SCHMIDT (1999, S. 490FF) oder bei
MECHAU (1998, S. 10-13).
3.2.1 Brainscan-Untersuchungen: Erkenntnisse zum Einfluss höherer Zentren
bei der Bewegungsplanung nach erschöpfenden Beanspruchungen
Im sportmedizinischen Kontext existieren zum Teil theoretische Vorstellungen über die
positive Beeinflussung der „Hirngesundheit“ durch körperliche Aktivität, die aber über-
wiegend aus tierexperimentellen Untersuchungsergebnissen hergeleitet werden
(HOLLMANN ET AL. 2003, S. 65FF). Es ist aber nach wie vor umstritten, ob sich das
menschliche Gehirn in Untersuchungen wie das von Ratten oder Mäusen verhält. Das
menschliche Gehirn ist ein auf der „Neuronalen Plastizität“ basierendes, hochkomple-
xes dynamisches System, das sich im ständigen Austausch mit Umweltgegebenheiten,
den eigenen Körpersystemen und vererbten Eigenschaften befindet. Dabei lernt es,
entwickelt sich und bildet ein Gedächtnis aus (SCHIEPEK ET AL. 2003, S. 9FF;
BIRBAUMER & SCHMIDT 1999, S. 8). Bei Versuchstieren, wie auch bei Menschen, kön-
nen sich zwar Hirnfelder in ähnlicher Weise ausbilden, deren Zusammenwirken unter-
liegt aber externen und internen Entwicklungseinflüssen der Phylo- und Ontogenese.
Deshalb sollten vor der Übertragbarkeit von Tierexperimenten auf den Menschen diese
erst durch humane, neuropsychologische Untersuchungen nachgewiesen werden
(BIRBAUMER &SCHMIDT 1999, S. 4).
Es existieren nur wenige Studien zum Themenkomplex „Gehirn und Sport“. SCHMIDT ET
AL. (2001) beschäftigen sich z.B. mit dem Einfluss von Ausdauertraining auf die zere-
bralen Repräsentationen von episodischen Gedächtnisprozessen mit Wortpaarasso-
8 Hirnelektrische Erscheinungen, die einen zeitlichen und funktionellen Zusammenhang zu ei-
nem modalitätsspezifischen Reiz aufweisen, werden als evozierte Potentiale (EP) oder er-
eigniskorrelierte Potentiale (EKP), engl. events related potentials (ERP) bezeichnet (BARTHEL
1998, S. 16). Beide Begriffe werden synonym in dieser Arbeit verwendet.
Theoretische Betrachtung 11
ziationen und finden bei Untrainierten verstärkte präfrontale Stoffwechselaktivität, die
auf größere Anstrengung hinweist. Die meisten Arbeiten beschäftigen sich mit Reprä-
sentationen bei Bewegungsprogrammierung (REISER ET AL. 2003; WEILLER ET AL. 1996;
ROLAND ET AL. 1980).
In den letzten Jahren wurden viele Forschungsarbeiten mit PET und fMRI-Methodik
veröffentlicht. Die behandelten Forschungsarbeiten orientieren sich hauptsächlich an
klinischen, molekularbiologischen und medizinischen Basisfragen. Die jüngsten Studi-
en, die sich allgemein mit Bewegungen auseinandersetzen, zielen bspw. auf dopami-
nergen Einfluss am Belohnungssystem und dessen Zusammenhang zur Motivation ab
oder visualisieren funktional anatomische Hirngebiete bei kognitiver Bewegungsvorbe-
reitung und -ausführung (MARTIN-SOELCH ET AL. 2001; JOHANNSEN ET AL. 2001). Oder
sie haben die kortikalen Repräsentationen bei Bewegungsausführung und –kontrolle
zum Gegenstand (SAHYOUN ET AL. 2004; JOHANNSEN ET AL. 2001; EHRSSON ET AL.
2000). Diese werden aber meist nur bei Eingelenksbewegungen ermittelt (SAHYOUN ET
AL. 2004; BABILONI ET AL. 2003; JOHANNSEN ET AL. 2001; EHRSSON ET AL. 2000; MIMA ET
AL. 1999).
Wenige Arbeiten finden sich zu sportrelevanten Belastungsauswirkungen mit den
Themenbereichen „PET“, „exercise“ oder „brain“ (TASHIRO ET AL. 2001; CHRISTENSEN
ET AL. 2000; ITEMITSU ET AL. 2000; LOTZE ET AL. 1999).
CHRISTENSEN ET AL. (2000) zeigen mit PET bei der Generierung rhythmischer Bewe-
gungshandlungen im Vergleich aktiver zu passiver Tretkurbelarbeit die aktive Teilnah-
me höherer Hirnzentren (Primär-, supplementär motorische Kortizes). ITEMITSU ET AL.
(2000) analysieren indirekt die Energieverbräuche durch [18F]-2-fluro-deoxy glycose
(FDG) Aufnahme nach Laufbelastungen an verschiedenen Körperorganen mit PET.
Sie finden eine stabile Stoffwechselrate im Gehirn, vermehrten Glycogenverbrauch in
der Bein- und Herzmuskulatur und „kompensatorisch“ verringerten Glycogenstoffwech-
sel in der „Bauchregion“ im Vergleich zum Ruhezustand. Mit gleicher Methode stellen
TASHIRO ET AL. (2001) bei Läufern (4-5 Km) gegenüber einer Kontrollgruppe (Ruhe)
relativ vermehrten Energieverbrauch in parieto-okzipitalen Gebieten im Vergleich zur
motorischen Rindenregion fest. Die Autoren begründen dies mit höherem Energiever-
brauch bei multimodaler sensorischer Informationsverarbeitung gegenüber der reinen
Bewegungsgenerierung. LOTZE ET AL. (1999) untersuchen mit fMRI die reine Vorstel-
lung und die Ausführung von Handbewegungen und finden gleiche Beteiligung spezifi-
scher Hirnstrukturen (prä- und supplementärmotorischer Kortex sowie der Primär Mo-
torkortex) unter beiden Bedingungen. Aufgrund festgestellter Unterschiede im somato-
Theoretische Betrachtung 12
sensorischen Kortex und in den Kleinhirnstrukturen (nur ausführungsaktiv) formulieren
sie die These, dass das Kleinhirn bei Bewegungsvorstellung die Ausführung hemmt.
Insgesamt werden bei zitierten Brainscanstudien für einen möglichen Sportbezug nur
sehr geringe, unspezifische Belastungen erzeugt, während die Probanden in sportun-
typischer Körperlage bspw. in einem „Scannertunnel“ liegen (TASHIRO ET AL. 2001;
CHRISTENSEN ET AL. 2000; LOTZE ET AL. 1999) oder es wird ein „post exercise“ Zustand
erfasst (Itemitsu et al. 2000) und auf „exercise“ bezogen. Bei zuletzt zitierter Arbeit
werden z.B. keine Zeitangaben gemacht, welcher Zeitraum zwischen „exercise“ Termi-
nierung und Messbereitschaft verging. Bei Pausen, die eine längere Dauer als 3 Mi-
nuten haben, können sich die Probanden in der Frühphase der Erholung befinden, so
dass der pauschale Schluss auf „exercise“ Zustand angezweifelt werden darf.
Die Arbeiten, die sich mit der Vorstellung von Bewegungen (imagination of move-
ments) und deren zentralen Repräsentationen bei mentalem Training beschäftigen,
zeigen sehr gut, dass die Bewegungsausführungen und die reinen Vorstellungen da-
von dieselben Hirnareale involvieren (MALOUIN ET AL. 2003; SAHYOUN ET AL. 2004). Da-
bei beeinflussen möglicherweise Kleinhirnstrukturen mit ihrer Hemmfunktion die Nicht-
ausführung (LOTZE ET AL. 1999).
Es finden sich keine PET- und fMRI-Studien zum Themenkomplex ermüdender, er-
schöpfender Beanspruchung („exercise und fatigue“). Dies hängt vermutlich mit der
aufwendigen und sehr teuren Methodik zusammen, die eine stationäre große Appara-
tur verlangt. Darin müssen im zeitlichen Vorlauf die Markierungssubstanzen injiziert
werden. Erst durch Verwendung von Subtraktionsverfahren sind Veränderungen von
Grundzuständen methodisch hervorzuheben, so dass der Einsatz von fMRI-Methoden
bei Verlaufsuntersuchungen schwierig ist. Das zeitlich hoch-auflösende EEG hat somit
bei Verlaufsuntersuchungen zu kortikalen Auswirkungen sportlicher Belastungen be-
gründbare Vorteile.
3.2.2 EEG-Untersuchungen bei sportlicher Beanspruchung
Das EEG als klassisches Untersuchungsinstrumentarium der Psychophysiologie hat
bis Mitte der 90-er Jahre auch zu grundsätzlichen Erklärungshilfen mit Fokussierung
auf die „höchste Steuerungsebene“ bei sportwissenschaftlichen Fragen beigetragen
(SCHUMANN 1985; SCHUMANN 1996, S. 73). Ein Überblick über repräsentative EEG-
Arbeiten in verschiedenen Sportdisziplinen findet sich bei MECHAU (1998, S. 16F). Die
Hauptaussagen beziehen sich auf das kortikale Aktivierungsverhalten topographischer
Hirnregionen vor, während und kurz nach sportlichen Beanspruchungen (MECHAU
Theoretische Betrachtung 13
2001; KUBIZ & MOTT 1996; SCHUMANN 1996; BRACH ET AL. 1994; BEYER ET AL. 1994;
SCHRODE 1986; BEYER & SCHUMANN 1981; BEYER ET AL. 1981). Teilweise ergibt sich
bei Untersuchungen des Aktivierungsverhaltens die Einteilung von spezifischen „Be-
lastungssituationen“ (SCHOBER 1987, S. 103FF). Andere Autoren haben Asymmetrien
bei hirnelektrischen Aktivierungen festgestellt (PETRUZZELLO & LANDERS, 1994; WIESE
ET AL. 1983). Fast alle diese Arbeiten (mit Ausnahme von MECHAU 2001; SCHRODE
1986) betrachten ausschließlich die mittleren Alpha-Frequenzen (MAF) und Beta-
Frequenzen. Diese Frequenzen besitzen eine bessere Signalstabilität (geringere
Störanfälligkeit) (SCHUMANN & SEIBT 1993, S. 169). Damit erhöhen die Autoren die
Aussagekraft ihrer Forschungsergebnisse (Annahme des Verfassers).
Aus verschiedenen Arbeiten geht hervor (MECHAU 2001, STOCK ET AL. 1996
YOUNGSTEDT ET AL. 1983), dass sportliche Beanspruchungen in mehreren EEG-Fre-
quenzbändern für Veränderungen sorgen. Deshalb sollte auf deren Messung, trotz
noch fehlender Erklärungsansätze, nicht verzichtet werden (u.a. MECHAU 1998). Diese
These wird beim Literaturüberblick zum zweiten Forschungsschwerpunkt dieser Arbeit
verdeutlicht.
3.2.2.1 Ermüdende Belastungsauswirkungen auf elektrophysiologische, zen-
tralnervale Einflüsse bei kortikaler Bewegungsplanung und -steuerung
Resultat verschiedener Arbeiten ist, dass ermüdende Muskelarbeit Einfluss auf die
Qualität der Bewegungsausführung hat (BENDAHAN ET AL. 2004; NORDLUND ET AL.
2004; GANDEVIA 2001; LATASH ET AL.1994). Dies wird mit der Unfähigkeit, Kraftwerte
aufrecht zu erhalten begründet (ebd.). Beispielsweise wird das Beibehalten des
Gleichgewichts beeinflusst (GANDEVIA 2001; JOHNSTON ET AL. 1998), die Stabilität der
Muskelkoordination in Mitleidenschaft gezogen (CARPENTER ET AL. 1998) und die Be-
wegungskontrolle der Extremitäten erschwert (JARIC ET AL.1997).
Die Datenlage zu ermüdungsbedingten Veränderungen in biochemischen Prozessen
und Muskelstoffwechsel ist relativ gut (ALLEN & WESTERBLAD 2001; KENT-BRAUN 1999;
WESTERBLAD ET AL. 1998; SHALIN ET AL. 1998). Ebenso gut untersucht sind die Verän-
derungen im Rekrutierungs- und Feuerungsverhalten der motorischen Einheiten (MU)
der Muskulatur im ermüdeten Zustand (LATTIER ET AL. 2004; PAASUKE ET AL. 1999;
ESPOSITO ET AL. 1998; MORITANI ET AL. 1986; MORITANI ET AL. 1985). Weniger ist über
das ZNS und dessen „zentrale Einflussnahmebei Erschöpfung bekannt. Hieraus leitet
sich der erste Forschungsschwerpunkt dieser Arbeit ab. Häufig wird eine zentral ver-
mittelte Einflussnahme auf die MU Aktivität bei Ermüdung angenommen (BIGLAND-
Theoretische Betrachtung 14
RITCHIE ET AL. 1986, CORCOS ET AL. 1989; GOTTLIEB 1993; KROGH-LUND & JORGENSEN
(1992); NORDLUND ET AL. 2004; LEPERS ET AL. 2002; CORCOS ET AL. 2002) ohne direkt
zentrale Messungen vorzuweisen. BIGLAND-RITCHIE ET AL. (1986) vermuten eine Be-
einflussung der Motorik durch veränderte zentralnervale Prozesse mit der Folge des
“...declining motor drive“, ohne Ursachen und Größen des Einflusses zu spezifizieren.
LEPERS ET AL. (2002) stellen diese „zentrale Antriebsabnahme“ erst nach langer Belas-
tungsdauer fest. Auch GOTTLIEB (1993) und CORCOS ET AL. (1989) schließen auf die
zentrale Einflussnahme in ihren Modellen zur Organisation bei Eingelenksbewegungen
nach EMG-Studien. Bei diesen Forschungsansätzen wird häufig nur die agonistische
Muskelgruppe betrachtet, obwohl funktional die Bewegung nur in Koordination mit dem
Antagonisten gelingt. Bis auf JARIC ET AL. (1997), die den Agonisten mehr Beteiligung
an ermüdungsbedingter Veränderung zuschreiben als vergleichsweise der antagonisti-
schen Muskulatur, wurde die Rolle der Antagonisten bei ermüdender Muskelarbeit
nicht untersucht.
Ebenso untersuchen KROGH-LUND & JORGENSEN (1992) die Veränderungen im myo-
elektrischen Leistungsspektrum und stellen Zusammenhänge zwischen Leitgeschwin-
digkeit und Frequenzfeuerungsrate her. Hieraus leiten die Autoren (ebd.) die zentrale
Einflussnahme ab, obwohl nur periphere Messparameter vorliegen.
Studien, die die zentralen Einflüsse bei ermüdenden Muskelbeanspruchungen mess-
technisch zu erfassen versuchen, bedienen sich hauptsächlich der „Transkranialen
Magnet Stimulation“ (TMS). Bei dieser Methode wird der Kortex durch einen externen
Magnetimpuls stimuliert. Dessen elektrische Antworten rufen im Zielmuskel-EMG spe-
zifische Veränderungen hervor, die als „motor evoked potentials“ (MEPs) und „silent
periods“ (SP) Rückschlüsse auf kortikale Interaktionen zulassen (GANDEVIA 2001;
1998; LIEPERT ET AL. 2001; TERGAU ET AL. 2000; TAYLOR ET AL. 1996; MCKAY ET AL.
1996; LJUBISABLEJEVIC ET AL. 1996).
TMS kann aber keine Information über bewegungsvorbereitende, kontrollierende und
steuernde Prozesse bei und nach ermüdender Belastung liefern. Außerdem spiegelt
das Verfahren nicht die natürlichen elektrophysiologischen Prozesse wider, da das In-
itiierungssignal aus externer Stimulation und nicht aus willkürlichem Verhalten stammt.
Dies ist aber von Bedeutung, denn auch oder gerade die Willkür oder der Wille kann
neurophysiologisch gehemmt sein, z.B. als Folge eines ermüdenden Prozesses. Die-
ser Prozess besitzt einen lokalen Bezug zwischen MI versus SMA und limbischem Sy-
stem.
Theoretische Betrachtung 15
Eine Untersuchungsmöglichkeit bietet das EEG mit der Erfassung motorisch evozierter
kortikaler Potentialverläufe (MRCPs) während bzw. vor willkürlicher Bewegungshand-
lungen im Zustand zunehmender Ermüdung.
Die MRCPs beinhalten terminologisch die bewegungsabhängigen hirnelektrischen
Phänomene früherer Forschung, wie Contingent-Negativ-Variation (CNV), Bereit-
schaftspotentialverläufe (BPs) und langsame Gleichspannungsverschiebungen vor der
eigentlichen Bewegung. Da diese Potentialformen das bioelektrische Korrelat zerebra-
ler Entscheidungs- und Kontrollprozesse vor zielgerichteten, willkürlichen Bewegungs-
handlungen darstellen (KORNHUBER ET AL.1980, S. 239; SCHOBER 1987), können auch
die MRCPs so interpretiert werden. Als Generatoren für die MRCPs werden die sup-
plementär-motorischen Areale (SMA) bzw. der Primär- (MI) und Sekundär-Motorkortex
(MII) angesehen (KNÖSCHE ET AL. 1996, S. 186; PRAAMSTRA ET AL. 1996, S. 473;
DEECKE 1990, S. 617FF). Mit der Vielzahl von Verbindungen der SMA zum limbischen
System und den Basalganglien, Thalamus und Kleinhirn (BROOKS ET AL. 1986, S. 211),
wird über diese Hirnregionen eine steuernde Einflussnahme des Antriebs und/oder der
Motivation bei der Vorbereitung von Willkürbewegungen vermutet (ROLAND 1985, S.
160). Die SMA scheint neben der MI eine der Schlüsselstrukturen bei der kortikalen
Bewegungsplanung zu sein. Ihr wird besonders bei komplexeren bimanuellen Bewe-
gungsabläufen eine Timingfunktion zugesprochen (DEECKE ET AL. 1985, S. 151FF).
Magnetenzephalographische Untersuchungen von DEECKE (1990, S. 617) zeigen, dass
die SMA bei komplexeren Bewegungen zeitlich früher aktiv ist als die MI (vgl. DEECKE
ET AL. 1985, S. 151). Bei kortikaler „Bewegungsentstehung“, das verdeutlichen Blut-
flussuntersuchungen, ist die SMA bereits bei reinen Bewegungsvorstellungen aktiv
(ROLAND 1985, S. 157), während der primär-motorische Kortex (MI) nur bei tatsächli-
cher Ausführung aktiv ist. Das wird auch im Vergleich aktiver mit passiver Tretkurbel-
arbeit mittels PET Verfahren bestätigt (CHRISTENSEN ET AL. 2000). Bei der MI Aktivität
wird eine direkte Ansteuerung der korticospinalen Bahnen vermutet (ROLAND 1985;
KLINKE & SILBERNAGEL 1994, S. 618) mit Einfluss auf Kraft und Richtungseinstellung
(SCHMIDT & BIRBAUMER 1995, S. 121), während die SMA mehr Bewegungskontroll-
funktion besitzt (SHAYOUN ET AL. 2004; BABILONI ET AL. 2003). Vor der eigentlichen will-
kürlichen Bewegung zu den Zeiten der internen kortikalen Programmierung werden
über diese Kortexregionen die langsamen, negativen MRCPs registriert (PICKENHAIN ET
AL. 1985, S. 227). Unterschiede bei den MRCPs scheinen auf unterschiedliche Zell-
aktivität der motorischen Kortizes bei der Bewegungsgenerierung, durch Verrechnung
Theoretische Betrachtung 16
interner und externer Modalitäten zustande zu kommen (vgl. BRUNIA & VAN BOXTEL
2000, S. 510F).
Hierin scheint sich ein wissenschaftlicher Weg zur Erforschung der kortikalen Bewe-
gungsplanung und -kontrolle anzudeuten, der ebenso die kompensatorischen Verände-
rungen bei zunehmender physischer Beanspruchung zu erfassen vermag. (vgl. Hallett
1994).
Während die Grundlagen zum MRCP und Bewegungshandlungen gut erarbeitet sind -
ein zusammenfassender Überblick findet sich bei BARTHEL (1998) - existieren nur we-
nige Arbeiten, die sich mit ermüdenden Belastungsauswirkungen bei willkürlichen Be-
wegungshandlungen und deren elektrischen kortikalen Repräsentationen beschäftigen
(BARTHEL ET AL. 2002; JOHNSTON ET AL. 2001; SLOBOUNOV ET AL.1999; FREUDE &
ULLSPERGER 1987).
Der negative MRCP-Verlauf beinhaltet Komponenten bzw. Parameter, deren Amplitu-
den und Latenzen vor Bewegungsbeginn spezifische Informationsverarbeitung der kor-
tikalen Bewegungsplanung widerspiegeln. Zu frühen Komponenten zählen ausgehend
vom MRCP-onset: die langsam steigende Negativität ca.-1500 ms bis -400 ms vor Be-
wegungsbeginn, das Bereitschaftspotential (BP) (engl. (RP)). Zu den späten Kompo-
nenten von -400 ms bis Bewegungsbeginn zählen die durch stärker ansteigender Ne-
gativität geprägten Potentiale, wie die „negative slope“ (NS‘) und die „motor potentials“
(MP) unmittelbar vor Bewegungsbeginn (HALLETT 1994, 2002 Internetquelle). Letzteren
werden eindeutige Beziehungen zur aufgewandten Kraft und Geschwindigkeit der Ziel-
bewegung zugeschrieben (SLOBOUNOV ET AL. 1998, SIEMIONOV ET AL. 2000).
SLOBOUNOV ET AL. (ebd.) finden in den späten MRCP-Komponenten eine Belastungs-
abhängigkeit mit größerer frontaler und präzentraler Aktivierung (Negativierung). Diese
kraftabhängigen größeren MRCP-Negativierungen in fronto-zentralen und zentralen
Hirnarealen reflektieren größere SMA-Aktivität (ODA ET AL. 1996, S. 252). Die MPs re-
präsentieren nach SLOBOUNOV ET AL. (ebd.) die zentral organisierte neurale Aktivität
des planenden Subjekts zur Erfüllung seines Handlungsziels. Methodisch sind bei
SLOBOUNOV ET AL. (1999) Einflüsse durch Orientierungsreaktionen nicht ausgeschlos-
sen9.
Der Ermüdungsaspekt im MRCP wird von FREUDE & ULLSPERGER (1987) bei einfachen
repetitiven Handkontraktionen (Faustschlüssen) unterschiedlicher Beanspruchungen
(20%, 50% und 80% „maximal voluntary contractions“ (MVC)) untersucht. Sie stellen
9 Autoren arbeiteten mit visuellem Feedback zur Bewegungsstandardisierung (Geschwindigkeit,
Bewegungsausmaß) bei verschiedenen Belastungen.
Theoretische Betrachtung 17
ebenfalls eine Kraftabhängigkeit der MRCPs fest (ebd.). Mit zunehmender „Ermüdung“
(nachlassende Kraft bei 80%MVC) nehmen die BPs zu. Außerdem finden sie bei ge-
ringkräftigen Faustschlussbewegungen (20%MVC) ebenfalls ein ansteigendes BP.
Dieses Phänomen wurde von den Wissenschaftlern mit dem größeren Einsatz von
Konzentration und Aufmerksamkeit interpretiert (ebd.). Damit zeigen die Autoren, dass
affektive Fähigkeiten Einfluss auf kortikale Bewegungsplanung nehmen können und
fordern die weitere Untersuchung zum MRCP unter Ermüdung mit Berücksichtigung
dieser psychologischen Aspekte (vgl. FREUDE & ULLSPERGER 1987).
In einer zweiten MRCP-Studie mit progressiver Muskelermüdung bei Greifbewegungen
(„maximal voluntary contractions“ (MVCs)) stellen JOHNSTON ET AL. (2001) einen di-
rekten Zusammenhang zwischen Motorkortex und Aktionslevel des Alphamotoneu-
ronenpools in Aussicht. Sie finden bei zunehmender Ermüdung eine kortikale Aktivie-
rung (Zunahme der MRCPs), besonders im supplementär-motorischen Areal (SMA)
und den sensomotorischen Arealen. Dies wird jüngst in einer PET-Studie VON
KOROTKOV ET AL. (2005) unterstützt. Die Autoren bestätigen die zunehmende kortikale
Aktivierung in motorischen (u.a. MI, SMA) und somatosensorischen (SI, SII, SAA) Rin-
dengebieten und deuten diese als Anstrengung, um im Ermüdungszustand Kraftwerte
aufrecht zu erhalten. Nach Meinung der Autoren werden im Zustand zunehmender Er-
müdung insbesondere die sensorischen Hirnregionen auf höhere „Reizlevel“ aktiviert,
so dass Afferenzen weniger wirksam werden und der Kraftoutput erhalten bleibt. Der
Ermüdungszustand wird in der zitierten Arbeit mit nachlassendem Kraftniveau bei nur
50% MVC definiert und die übliche pre-post MVC nachträglich durch Kontolluntersu-
chung (ohne PET) überprüft und bestätigt. Aber auch wenn ein Ermüdungszustand
möglicherweise nicht erreicht wird, sind kortikale Kompensationen bei muskulären Be-
anspruchungen, infolgedessen möglicherweise sensorisch afferente Einflussänderun-
gen entstehen, denkbar. Zumindest sieht GANDEVIA (1998) die kompensatorischen Me-
chanismen bei Ermüdungsphänomenen bereits oder gerade vor den sichtbaren Bewe-
gungsbeeinträchtigungen. Zusammenfassend lässt sich folgendes festhalten:
Sowohl bei JOHNSTON ET AL. (2001) als auch bei allen Studien, die ermüdende, er-
schöpfende muskuläre Beanspruchungen und deren kortikale Auswirkungen auf die
Bewegungskontrolle untersuchen, ist keine Trennung zwischen zentralen und periphe-
ren Ermüdungsphänomenen möglich. Immer wird die ausführende Testbewegungs-
muskulatur im Untersuchungsdesign gleichzeitig mitbeansprucht und ermüdet. Außer-
dem handelt es sich überwiegend um kleine isolierte Bewegungen (Kontraktionsbewe-
gungen), die mehr dem Test dienen, als dass sie eine „Bewegungsbedeutung“ besit-
Theoretische Betrachtung 18
zen. Im übernächsten Kapitel wird der Untersuchungsansatz dieser Arbeit hergeleitet,
der eine sportmotorische Bewegungshandlung in das MRCP-Testparadigma integriert
und Beanspruchungssituationen so gestaltet, dass periphere Ermüdungseinflüsse
methodisch ausgeschlossen werden können.
3.2.2.2 Einfluss der Leistungsfähigkeit auf die kortikale Umstellung von Ermü-
dung auf Erholung und Wiederherstellung und deren elektrischer Dar-
stellung im EEG
Im folgenden zweiten Forschungsschwerpunkt wird der Einfluss der Ausdauerleis-
tungsfähigkeit auf die kortikale Umstellung im Nachbelastungs-EEG untersucht.
Die Kenntnisse über Auswirkungen von unterschiedlicher Ausdauerleistungsfähigkeit
bspw. auf die sympatho-adrenerge Regulation (LEHMANN & KEUL 1987; MEREDITH ET
AL. 1991; PLOURDE ET AL. 1991) und Regeneration im Muskelstoffwechsel (MCCULLY ET
AL. 1992; 1989; KUNO ET AL. 1992) sind recht fundiert. Nur wenige Arbeiten beschäfti-
gen sich mit den elektro-„physiologischen“ Vorgängen in der Umstellungsphase im ge-
sunden menschlichen Gehirn nach sportlicher Beanspruchung (ODA ET AL. 1999;
MECHAU ET AL. 1998; STOCK ET AL. 1996; KUBITZ & MOTT 1996). Die Untersuchung der
„Erholungsphase“ im EEG wird oft beschränkt auf Alpha1- bzw. Alpha2- und Beta1-
Frequenzen (KUBITZ & MOTT 1996; JACOBS ET AL. 1996). Aber STOCK ET AL. (1996) fin-
den in der Erholungsphase nach Krafttraining ebenfalls Veränderungen im Delta-,
Theta- und Beta2-Frequenzband. Ebenso kann man im Tierexperiment das Auftreten
langsamer EEG-Frequenzen mit Erschöpfungszuständen nachweisen (ANGYAN &
CZOPF 1998). Dass die hirnelektrischen Aktivitäten nach erschöpfenden Beanspru-
chungen längere Zeit verändert sind, zeigen die Arbeiten von MECHAU ET AL. (1998).
Obwohl bei der Autorin (ebd.) das Hauptinteresse der differenzierten Belastungsaus-
wirkungen auf die kortikale Hirnaktivität galt, ist hier selbst nach 30- minütiger Erholung
eine erhöhte Alpha1- und Beta-Leistungsdichte gegenüber der Ausgangsmessung
feststellbar. Unter Einfluss von autogenem Training finden JACOBS & LUBAR (1989)
beim Menschen eine Zunahme der Theta- und Abnahme der Alpha1-Leistung. Da bei
keiner dieser Arbeiten nach Leistungsfähigkeit differenziert wird, ist nach wie vor un-
klar, wie sich eine gute Ausdauerleistungsfähigkeit in der kortikalen Umstellung von
Ergotropie in Trophotropie auswirkt.
Da neben dem Trainingszustand auch die psychophysische Belastung die sympatho-
adrenerge Regulation beeinflusst (STOCK 1993), sind Unterschiede im zentralnervalen
Regenerationsprozess zu erwarten. Die downregulierende Aktivität im Zentralnerven-
Theoretische Betrachtung 19
system lässt sich mittels moderner EEG-Mappingmethoden analysieren und gibt somit
die Möglichkeit, grundsätzliche Umstellungsprozesse nicht nur auf peripherer Ebene zu
studieren. Zur Untersuchung der Ausdauerleistungsfähigkeit auf die Umstellungsfähig-
keit im zentralen Nervensystem nach standardisierter physischer Stressbelastung
diente das Studiendesign zum Belastungskomplex 2.
4 Übergang vom Theoretischen zum Praktischen, eigene For-
schungsansätze und -hypothesen
Nach vorangegangener Literaturübersicht lässt sich zusammenfassend feststellen,
dass es kaum wissenschaftlichen Kenntnisse gibt, wie das ZNS Ermüdungseinflüsse
bei willkürlicher kortikaler Bewegungsgenerierung zu kompensieren vermag. Die mei-
sten Studien basieren auf kleinen isolierten Testbewegungen und/oder maximalen
isometrischen willentlichen Kontraktionsaufgaben (MVC), oder sie stimulieren extern
(TMS) und schließen aus EMG Antworten auf kortikale Einflussnahme bei peripherer
Muskelaktivität (EMG-Quantifiziert). Mit den aus dem EEG ermittelten MRCPs scheint
sich ein wissenschaftlicher Weg zur Erforschung der kortikalen Bewegungsplanung
und –kontrolle zu eröffnen, der ebenso die kompensatorischen hirnelektrischen Verän-
derungen bei zunehmender physischer Beanspruchung zu erfassen vermag. Die
MRCPs stellen das bioelektrische Korrelat zerebraler Entscheidungs- und Kontrollpro-
zesse vor zielgerichteten, willkürlichen Bewegungshandlungen dar, die durch Nerven-
zellaktivität der motorischen Kortizes bei der Bewegungsgenerierung zustande kom-
men. Nur zwei Studien behandeln streng kontrolliert die kortikale Bewegungsgenerie-
rung in MRCPs bei muskulärer Ermüdung (JOHNSTON ET AL. 2001; FREUDE &
ULLSPERGER 1987).
Bei keiner Arbeit ist eine Trennung zwischen zentralen und peripheren Ermüdungs-
phänomenen möglich. Die ausführende Testbewegungsmuskulatur wird in den Unter-
suchungsdesignen immer gleichzeitig mitbeansprucht und „ermüdet“.
Für eine Weiterentwicklung ist es nötig, die erschöpfende, ermüdende Belastung mit
unterschiedlichen Muskelgruppen in vergleichbarer Weise zu erzeugen, so dass es
mindestens eine vergleichbare Bedingung mit ausgeruhter Testbewegungsmuskulatur
gibt. Darüber hinaus sollte eine kontrollierbare, willkürliche sportmotorische Bewe-
gungshandlung in das MRCP-Testparadigma eingebracht werden, um mögliche affek-
Theoretische Betrachtung 20
tive Einflüsse wie Leistungswille und Motivation in ihrer kortikalen Kompensationsei-
genschaft im MRCP besser widerzuspiegeln.
Unter diesen Aspekten entsteht der erste Untersuchungsansatz, der im Weiteren als
„Belastungskomplex 1“ bezeichnet wird.
Ferner gibt es nach Literatursichtung zum zweiten Forschungsansatz keine Kenntnis
über die kortikale Umstellung im gesamten elektrischen Leistungsspektrum in Abhän-
gigkeit von der individuellen maximalen Leistungsfähigkeit und deren Beziehung zu
bekannten peripheren Beanspruchungsparametern.
Aus diesem Grund werden im einem weiteren Projekt mit der Bezeichnung „Belas-
tungskomplex 2“ zur Erweiterung des Wissensstandes über den Beanspruchungs-Er-
holungs-Zyklus die natürlichen elektrophysiologischen Prozesse im Gehirn nach er-
schöpfender Belastung im gesamten EEG-Spektrum dargestellt. Weiterhin wird der
Einfluss der Leistungsfähigkeit auf die kortikale Downregulation untersucht und die kor-
relativen Zusammenhänge zur sympathico-adrenergen Regulation betrachtet.
Es ergeben sich folgende Hypothesen für die hirnelektrischen Untersuchungsansätze
im Belastungskomplex 1 und 2.
4.1 Hypothesen zum Belastungskomplex 1:
(1.1) MRCPs sind auch nach hoher dynamischer Beanspruchung ableitbar.
(1.2) Nach hoher dynamischer Beanspruchung zeigen diese MRCPs Unterschiede
gegenüber dem Zustand in Ruhe als Ursache einer veränderten „zentralnervö-
sen Aktivierungssituation“.
(1.3) Diese belastungsabhängigen MRCP-Veränderungen werden durch lokale Be-
anspruchungszustände der Testbewegungsmuskulatur beeinflusst.
(1.4) Die MRCP-Veränderungen sind ebenfalls nachweisbar, wenn die Testbewe-
gung mit nicht beanspruchter Muskulatur ausgeführt wird.
(1.5) Auch rein kognitiv erschöpfende Beanspruchungen beeinflussen die sich im
MRCP abbildende, kortikale Bewegungsvorbereitung.
4.2 Hypothesen zum Belastungskomplex 2:
(2.1) Zur Einschätzung der natürlichen elektrophysiologischen Umstellungsprozesse
im Gehirn nach erschöpfender Belastung reicht eine alleinige Betrachtung der
Alpha- und Beta-Frequenzen nicht mehr aus.
(2.2) Es zeigen sich Unterschiede der kortikalen „Downregulation“ in Abhängigkeit
zur aeroben Ausdauerleistungsfähigkeit.
Theoretische Betrachtung 21
(2.3) Es gibt Zusammenhänge zwischen zentraler hirnelektrischer und peripherer
sympathico-adrenerger Umstellungsreaktionen nach erschöpfenden Beanspru-
chungen.
Methodik 22
5 Methodik
Das Kapitel Methodik gliedert sich in die folgenden drei Bereiche (A-C):
Der erste Teil (A) stellt die beiden Untersuchungsansätze vor und erklärt, bei wem was
zu welchem Zeitpunkt gemessen wurde. Es werden spezifische Bedingungen der
durchgeführten Studienreihen zum Belastungskomplex 1 und zum Belastungskomplex
2, aufgrund der unterschiedlichen Zielsetzungen, nacheinander vorgestellt.
Im weiteren Teil (B) werden allgemeine Bedingungen zu den durchgeführten Untersu-
chungsreihen und Studiendesigns aufgeführt.
Anschließend werden im dritten Abschnitt (C) die Messmethoden und die Registrier-
technik, der erhobenen Parameter sowie deren Bestimmung und die verwendeten sta-
tistischen Prozeduren für die beiden Untersuchungskomplexe dargestellt.
In der vorliegenden Abhandlung werden die zusätzlich durchgeführten Supplementa-
tionsuntersuchungen im Belastungskomplex 1 (Fahrradergometer Belastung) und Be-
lastungskomplex 2 nicht dargestellt. Hierbei sind unterschiedliche Substanzen rando-
misiert, placebo-kontrolliert und doppelblind auf ihre zentralnervöse Wirkung hin gete-
stet worden. Die in dieser Arbeit vorgestellten Studien stellen jeweils die Placebo-
Versuchsreihen dar und sind somit nicht durch die getesteten Substrate beeinflusst.
Einige Untersuchungen zum Belastungskomplex 1 und 2 erfuhren vom Bundesinstitut
für Sportwissenschaft (BISp) finanzielle Förderung (VF 0407/01/36/98 und Az
0407/01/30/2002). Folgende Veröffentlichungen sind daraus hervorgegangen: (WEHR
1998; BAUM ET AL. 1999; BARTHEL & WEIß 2002; BARTHEL ET AL. 2002; 2001; 2000;
BAUM & WEIß 2001; REINSBERGER ET AL. 2003; 2001; WEIß ET AL. 2001).
5.1 Methodik A: Untersuchungsansätze für Belastungskomplex 1 und 2
Die Untersuchungsansätze wurden so entwickelt, dass die Probanden einem reprodu-
zierbaren, standardisierten, individuell angepassten physischen/ psychischen Stress
ausgesetzt waren. In dessen Folge wurden hirnelektrische Vorgänge der Probanden in
einer Testbewegung (Belastungskomplex 1) oder bei deren Umstellprozessen in der
Nachbelastungsphase (Belastungskomplex 2) ermittelt.
Methodik 23
5.1.1 Belastungskomplex 1
Zur Untersuchung der kortikalen Belastungsauswirkungen diente die Messung der
MRCPs im EEG vor willkürlichen Pedalantritten in einem selbst entwickelten Testpara-
digma (BARTHEL 1998).
Es wurden drei Studien (unabhängige Variable) mit unterschiedlichem Belastungs-
regime durchgeführt, innerhalb derer die MRCPs bei willkürlichen Pedalantritten mit
beanspruchter oder unbeanspruchter Bewegungsmuskulatur nach unterschiedlich ho-
hen Belastungsintensitäten ermittelt wurden (abhängige Variablen) (siehe Abb. 1):
I. Fahrradergometrie (FB): erschöpfende10 Stufenbelastung (Beanspruchungs-
situation durch zunehmende Herz-Kreislaufbelastung mit gleichzeitiger Belas-
tung der Testbewegungsmuskulatur für die MRCPs)
II. Armkurbelergometrie (OB): erschöpfende10 Stufenbelastung (Beanspruchungs-
situation durch zunehmende Herz-Kreislaufbelastung ohne Belastung der Test-
bewegungsmuskulatur für die MRCPs)
III. Kognitive, mentale Belastung (KB): Ein auf vierzig Minuten ausgedehnter Kon-
zentrations-Leistungs-Test (KLT) (DÜKER & LIENERT 1959) (Beanspruchungssi-
tuation rein kognitive Belastung, ohne körperliche Belastung)
Abb. 1: Untersuchungsschema zum Belastungskomplex 1: Erfassung der MRCPs bei willkürli-
chen Pedalantritten mit dem rechten Bein nach vorausgehenden Belastungsregimen: Nach in-
dividuell angepasster, erschöpfender Fahrradergometer- (FB) bzw. Oberarmergometrie- (OB)
sowie „Kognitiver Belastung“ (KB).
10Zustand, der trotz großer Willensanstrengung zum Belastungsabbruch führte.
Methodik 24
5.1.1.1 Probanden
Insgesamt nahmen 17 freiwillige, trainierte Ausdauersportler11 an den Studien teil.
Krankheitsbedingt mussten zwei Teilnehmer nach den ersten Voruntersuchungen aus-
geschlossen werden. Tab. 1 zeigt Sportart- und Trainingsanamnese und Leistungsfä-
higkeit der Teilnehmer an den einzelnen Teilstudien. 15 Teilnehmer beendeten die FB-
Studie. Bei einem Teilnehmer gelang die MRCP-Auswertung aufgrund starker Gleich-
spannungsschwankungen nicht.
14 gesunde, ausdauertrainierte Sportler aus verschiedenen Disziplinen verblieben
schließlich zur Analyse der FB-Untersuchung (Tab. 1). Bis auf einen Teilnehmer12 wa-
ren hier alle ausgewiesene Rechtshänder (n=13) ermittelt durch die vom Autor über-
setzte Fassung (BARTHEL 1998) des „Edinburgh Handedness Inventory“ (EHI) nach
OLDFIELD (1971) (siehe Tab. 2 Lateralität).
In der Testreihe OB verblieben 11 männliche, ausdauertrainierte Sportler verschiede-
ner Disziplinen mit eindeutiger Rechtshändigkeit im (EHI) (Tab.1, Tab.2).
Den Testdurchgang KB absolvierten 10 rechtshändige Sportler (siehe Tab.1, Tab.2).
Tab. 1: Sportdisziplinbezogene Probandengruppierung der einzelnen Studien (Studien: Fahr-
rad- (FB), Armkurbelergometrie- (OB) und Kognitive Belastung (KB)) in Anzahl [n] und Mittel-
wert / Standardabweichung (Mw) / (SD)
Diszi-
plin
Grup-
pe
Triathlon
Anzahl [n]
Radsport
Anzahl [n]
Laufen
Anzahl [n]
Trainings
-zeit
[Jahre]
Umfang
[Std/
Woche]
Leistungs-
fähigkeit
relativ
[Watt/Kg]
FB 7437
±
2,0 12
±
2,0 4,8
±
0,5
OB 7226
±
2,0 12
±
2,0 4,9
±
0,3
KB 6226
±
2,0 12
±
2,0 4,9
±
0,5
11 Einschlusskriterien: Trainingszeit >10h / Woche über Trainingsjahre> 3 Jahre.
12 Nach individueller Prüfung der MRCP-Daten konnte der Proband zwecks Probandenmaximie-
rung im Untersuchungskollektiv belassen werden.
Methodik 25
Tab. 2: Anthropometrische Daten der Probanden (Studien: Fahrrad- (FB), Armkurbelergometrie-
(OB) und Kognitive Belastung (KB)) in Mittelwert und Standardabweichung
Studie Anzahl
[n]
Alter
[Jahre]
Gewicht
[kg]
Größe
[cm]
Lateralität
[score]
Links-
füßig
[n]
Rechts-
FB 14 26
±
3 71,8
±
3,6 178,9
±
5,6 67,4
±
46 6 8
OB 11 25
±
4 72,2
±
3,8 178,6
±
4,6 76,1
±
24 5 6
KB 10 25
±
4 72,6
±
3,2 178,5
±
4,9 77,0
±
25 5 5
füßig
[n]
5.1.1.2 Untersuchungsdesigns
Die Gruppen der Studien FB und OB unterzogen sich jeweils einer wöchentlich vor-
ausgehenden Voruntersuchung und der eigentlichen Hauptuntersuchung, wohingegen
die Studie KB nur aus einer Hauptuntersuchung bestand.
5.1.1.2.1 Voruntersuchung
Bei der Vortestterminierung wurde das Probandenkollektiv nach Befragung im Vorfeld
in Vor- und Nachmittagsgruppen unterteilt, wobei die persönlichen Vorlieben wie
„Frühaufsteher“ oder „Morgenmuffel“ berücksichtigt wurden. Die persönlichen Vorlie-
ben fanden zur Vermeidung zirkadianer Einflussnahme (MECHAU 1998) bei den Vor-
untersuchungen und Hauptuntersuchungsterminen Berücksichtigung und wurden bei
allen Untersuchungsgängen eingehalten.
Der Gesundheitszustand und die sportliche Belastbarkeit wurden durch eine medizini-
sche Anamnese, ein Elektrokardiogramm (EKG) und einen Leistungstest innerhalb der
Voruntersuchung ermittelt und sichergestellt. Nach Erfüllung der studienspezifischen
Probandenkriterien wurde die Präferenz der dominanten Bewegungslateralität über ei-
nen Händigkeitstest ermittelt und das Sprungbein erfragt. Anschließend wurden die
Probanden mit dem jeweiligen Studienablauf vertraut gemacht. Zur Gewöhnung an die
Testsituation, das Labor, die Untersucher und die Messapparatur wurden die Teilneh-
mer komplett mit allen Messaufnehmern ausgerüstet.
Danach übten sie nach genauer Instruktion den MRCP-Testablauf.
Vor dem eigentlichen Leistungstest erfolgte eine 15- bis 20-minütige Ruhephase in be-
quemer Sitzposition zur Vermeidung von Orthostasereaktionen in einem ruhigen, ab-
gedunkelten separierten Raum.
Methodik 26
Zur Leistungsfeststellung absolvierten die Probanden einen Stufentest mit einem Dreh-
kurbel-Ergometer13 bis zum erschöpfungsbedingten Abbruch.
In den Voruntersuchungen FB und OB wurde im Ergometertest ein Standard-Belas-
tungsschema gewählt (siehe Abb. 3 und Abb. 4), so dass es keine durch die Messung
hervorgerufenen unkalkulierten Erholungszeiten gab. Die Vortestbelastungen hatten
folgende Schemata:
Fahrradergometrie (FB): Anfangsleistung=100 Watt; Stufendauer t=6 min; Leistungs-
steigerung P=50 Watt).
Oberarmergometrie (OB): Anfangsleistung=30 Watt; Stufendauer t=5 min; Leistungs-
steigerung P=20 Watt.
Der Vortestablauf nach der Ruhephase wird in Abb.3 veranschaulicht.
Abb. 2: Foto vom Vortest
zeigt Probanden mit
Messaufnehmern; im
Hintergrund den Unter-
sucher, der den Proban-
den über den späteren
Untersuchungsablauf in-
struiert.
Abb. 3: Schematische Darstellung der Leistungsvortests zu Studie
FB und OB nach Vorbereitung und Ruhephase.
Individuelle Beanspruchungsdefinition
Damit die individuellen Belastungsabstufungen trotz unterschiedlicher Belastungsregi-
me (FB und OB) eine vergleichbare Beanspruchungssituation herbeiführten, wurden
die Stufenbelastungen über definierte Stoffwechselcharakteristika der Laktat-
Leistungskurven vergleichbar ermittelt (Tab. 3).
13 Umbaubar, Fahrrad-Oberarmergometer (Excalibur Typ 911900, Fa. Lode, Groningen).
Methodik 27
Tab. 3: Ermittlung der Belastungsabstufungen für die Hauptuntersuchungen und Angleichung
anhand definierter Stoffwechselcharakteristika
Belastungsstufe Stoffwechselcharakteristik
a
Laktatkonzentration
in mmol/l
Erwärmung (1) Laktatelimination >> Laktatproduktion <2
Belastungstufen (2,3,4)
submaximaler Bereich
Mischstoffwechsel:
aerob-anaerober Übergangsbereich
beginnende Laktatakkumulation
2-4
Maximalstufe (5) Laktatproduktion >> Laktatelimination
anaerober Energiestoffwechsel
>6,5
Die Belastungshöhe für die Aufwärmphase (10 Minuten) sollte demnach in Höhe des
Basislaktats (aerobe Energiebereitstellung) liegen. Für die weitere stufenförmig anstei-
gende, submaximale Belastungscharakteristik von 3 Stufen mit jeweils 6 bzw. 5 Minu-
ten wurde der Bereich des aerob-anaeroben Energiestoffwechsels vereinbart. Die ma-
ximale Belastungsstufe (6 bzw. 5 Minuten) wurde durch die Bilanzierung vorwiegend
anaerober Energiebereitstellung definiert und sollte demnach nahe der maximalen Lei-
stungsfähigkeit (siehe Tab. 3) liegen.
Die Tritt-/Kurbelfrequenz am Ergometer von 80-100 min-1 wurde bei allen Stufen ge-
fordert und konstant eingehalten.
5.1.1.2.2 Hauptuntersuchungen: Belastungsregime zum Belastungskomplex 1
In den Hauptuntersuchungen der Studien zum Belastungskomplex 1 (FB und OB) ab-
solvierten alle Probanden vergleichbare, definierte Belastungsintensitäten aus den er-
mittelten Vorgaben. Daraus ergaben sich folgende Regime (siehe Tab. 4 für FB
(BARTHEL ET AL. 2002) und Tab. 5 für OB).
Tab. 4: Belastungsregime für FB mit Stufenangabe und Stufenzeit. Die geforderte Stoffwechsel-
lage ist repräsentiert durch die Laktatkonzentration und den Leistungsanteil [%] der Vortest Lei-
stung (Pmax) in Mittelwert und Standardabweichung
Stufe Zeit
[Minuten]
Belastungsqualität Laktatkon-
zent
zentration
[mmol/l]
Leistungsanteil [%] der max.
Ausdauerleistung (Pmax)
110 Erwärmung unter 2 27 ± 6
2 6 um 2 44 ± 5
3 6 um 3-4 60 ± 5
4 6 Submax. Belastung um 5 77 ± 4
5 6 Maximale Belastung über 7 94 ± 4
Methodik 28
Tab. 5: Belastungsregime für OB mit Stufenangabe und Stufenzeit. Die geforderte Stoffwech-
sellage ist repräsentiert durch Laktatkonzentration und den Leistungsanteil [%] der Vortest Lei-
stung (Pmax) in Mittelwert und Standardabweichung
Stufe Zeit
[Minuten]
Belastungsqualität Laktatkon-
zentration
[mmol/l]
Leistungsanteil [%] der max.
Ausdauerleistung (Pmax)
110 Erwärmung unter 2 17 ± 5
2 5 um 2 36 ± 5
3 5 um 3-4 55 ± 5
4 5 Submax. Belastung um 4 73 ± 6
5 5 Maximale Belastung über 6 97 ± 5
Das Regime der Studie-KB sah für die Probanden eine rein kognitive Belastung vor.
Um eine allgemeine psychische Belastung zu initiieren wurde ein auf 40 Minuten aus-
gedehnter Konzentrations-Leistungs-Test, kurz KLT (Düker & Lienert), absolviert.
5.1.1.3 Belastungskomplex 1: Systemkreise und Beanspruchungsgrößen
Im Folgenden werden die zur Beurteilung herangezogenen Parameter verschiedenster
Teil-Systeme kurz vorgestellt. Genauere Informationen zur Bestimmungsmethode fol-
gen im Methodikteil C.
Methodik 29
Tab. 6a u. b: Systemkreise, Beanspruchungsgrößen und Parameter sowie deren Messzeiten
bei Belastungsregime FB, OB, KB im Belastungskomplex 1 (1= nur bei FB, 2=nur bei KB,
3=nicht bei KB)
System-
kreise
Beanspruch-
ungsgrößen
Parameter Bezeich-
nung
Ein-
heit
Messzeit-
punkte
Leistungsfähigkeit Pmax Watt Vortest
Ergometrieleistung
leistung
Stufenbelastungen P1-P5 Watt 1, 2, 3, 4,
5
Relative
Konzentrations-
leistung zur Norm
Klt-lrel % 5Konzentrations-
Leistungs-Test
(KLT)
2
2
Fehlerquotient FQ 5
Herzfrequenz HF 1/min R, 1, 2, 3,
4, 5
Peripheres-
System
Herz-Kreislauf
Blutdruck
1
RR mmHg R, 1, 4
1
1
, 5
Laktat La mmol/l R, 1, 2, 3,
4, 5
Meta-
bolisches
System
Muskelstoff-
wechsel
Ammoniak NH³ µmol/l R, (4
1
1
), 5
Erythrozyten Ery 10³/µl R, 5
Leukozyten Leu 106/µl R, 5
Blutzellen
Thrombozyten Throm 10³/µl R, 5
mean cell volum mcv µm³ R, 5
mean cell
hemoglobin
mch pg R, 5
Blutbild
Zelleigenschaften
mean cell
hemoglobin
concentration
mchc g/dl R, 5
Dopamin Dop nmol/l R, 5+25‘
Noradrenalin NA nmol/l R, 5+25‘
Stress-
System
Katecholamine
Adrenalin Anmol/l R, 5+25‘
Vitalit VT Punkte R, 5
Vigilanz VG Punkte R, 5
Intrapsychisches
Gleichgewicht
IG Punkte R, 5
Soziale
Extrovertiertheit
SE Punkte R, 5
Basler
Befindlichkeits
Skala (BBS)
Gesamtbefindlichkeit Sum Punkte R, 5
Frage Subjektive
Ausbelastung
Ja, etwas,
nein
Häufig
keit
5
Leistungs-Roh-Wert Klt-lrw Anzahl 5
Fehler-Roh-Wert Klt-frw Anzahl 5
Fehleranteil F% % 5
Relative
Konzentrationsleistu
ngen zur Norm
Klt-lrel % 5
Konzentrations-
Leistungs-Test
(KLT)
2
2
Fehlerquotient FQ 5
Psycho-
metrie
Edinburgh
Handeness
Inventory (EHI)
Lateralitätsquotient LQ +/-100 Vortest
Methodik 30
S
y
stem-
kreise
Beanspruch-
ungsgrößen
Parameter Bezeich-
nung
Ein-
heit
Messzeit-
punkte
Kraftäquivalenz Fmax VR, (1, 4)
3
3
,5
Kraftzunahme pro
Zeit tan
α
V/s R, (1, 4)
3
3
,5
Bewegungsverzö-
ger
gerung
tt-tp SR, (1, 4)
3
3
,5
Kraftlatenz Tm-tt ms R, (1, 4)
3
3
,5
Bewegungs-
system
Antritts-
bewegungen
Lateralitätsquotient LQ +/-100 R, (1, 4)
3
3
,5
Früheste Prä-Trigger
Baselineabweichung
d. MRCP-Verlaufes
MRCPonse
t
ms R, (1, 4)
3
3
,5
Maximale Prä-
Trigger MRCP-
Amplitude
MRCP-
max
µV R, (1, 4)
3
3
,5
Zeitpunkt d.
MRCPmax, (Minus =
Prä-Trigger; Plus =
Post-Trigger
MRCP-
max-t
ms R, (1, 4)
3
3
,5
MRCP-Ausmaß
Fläche unterhalb d.
Analogkurve
MRCP-
power
µV² R, (1, 4)
3
3
,5
MRCP-Amplitude
bei –100 ms Prä-
Trigger
MRCP-
100
µV R, (1, 4)
3
3
,5
Mittlere MRCP-
Amplitude zw. –100
bis 0 ms Prä-Trigger
MRCP-
100-0
µV R, (1, 4)
3
3
,5
Zentrales
Nerven
System
(ZNS)
EEG / MRCP
über Mitte d.
frontalen (FZ),
zentralen (Cz),
parietalen (Pz)
Kortexregion
Mittlere MRCP-
Amplitude zw. –500
bis 100 ms Prä-
Trigger
MRCP-
5-100
µV R,(1,4)
3
3
,5
5.1.1.4 Untersuchungsablauf zum Belastungskomplex 1
Der Zeitraum für die Hauptuntersuchungen lag zwischen 7-12 Uhr bei der Vormittags-
gruppe und zwischen 12-17 Uhr in der Nachmittagsgruppe. Die Probanden nahmen
um 8 Uhr/13 Uhr das Standardfrühstück im Institut ein, wobei die Nachmittagsgruppe
ihr erstes Frühstück nach Vorgabe (siehe Anhang II) zu Hause einnehmen durfte. Die
Stunde Vorlaufzeit zwischen Eintreffen und Frühstück war notwendig, um bei „nüchter-
nen“ Probanden zusätzlich Blut-, Urinanalysen- und Echokardiographiemessungen
durchzuführen (BAUM & WEIß 2001), die im Rahmen dieser Arbeit keine Darstellung
erfahren.
Der Untersuchungsstart war um 9.00 Uhr/14.00 Uhr. Die Probanden wurden mit den
Messaufnehmern14 versehen und wiederholten die Testinstruktionen. Anschließend
14 EEG-Haube, Electro-Cardio-Gramm (ECG), Elektro-oculo-gramm (EOG), Polar Sporttester.
Methodik 31
hatten die Teilnehmer eine 20-minütige Ruhephase, an deren Ende das subjektive Be-
finden erhoben wurde. Der Zeitpunkt nach der Ruhephase wurde als Null-Position oder
Ausgangswert für die Untersuchung angesehen. Nachdem eine venöse Blutentnahme
und eine zusätzliche Echokardiographie (Ergebnisse hier nicht vorgestellt BAUM & WEIß
2001) vorgenommen wurden, nahmen sie ihre Radfahrerposition auf dem Ergometer
ein und die Untersuchung begann mit besagter Ruhemessung (R)=MRCP im unbelas-
teten Zustand.
Anschließend folgte in den Studien FB und OB ein warm up am Ergometer, woran sich
die dazu gehörige Messphase (1)=MRCP anschloss. Darauffolgend traten bzw. kur-
belten die Probanden drei weitere Belastungsstufen à 6 bzw. 5 min bis zu ihrer indivi-
duellen submaximalen Belastungsstufe (4) mit sofort anschließender Messung
(4)=MRCP. Die letzte Stufe à 6 bzw. 5 min nahe maximaler Belastbarkeit (nach Vor-
test) wurde direkt im Anschluss mit dazugehöriger Messphase (5)=MRCP absolviert.
In der KB Studie entfiel eine Erwärmungs- und submaximale Messphase, so dass nur
die beiden Messungen: in Ruhe (R) und direkt nach Belastung (5) vorgenommen wur-
den. Abb. 4 zeigt schematisch die einzelnen Untersuchungsabläufe zum Belastungs-
komplex 1. Die Vorbereitung, die Ruhephase, die Befindlichkeitserhebung, die venösen
Blutabnahmen, die Laktat-, Herzfrequenz- und Ammoniakbestimmungen sowie der
MRCP-Test (vor und nach Belastung) fanden bei allen Belastungsregimen (FB, OB
und KB) gleich statt.
Bei den submaximalen Messphasen sind Einschränkungen in der Vergleichbarkeit mit
der KB-Studie gegeben, da hier nur Parameter vor und nach Absolvierung des Kon-
zentrations-Leistungs-Tests erhobenen wurden.
Die Prozeduren im MRCP-Test, der Befindlichkeitserhebung sowie Abnahmen von Ka-
pillar- und venösem Blut, waren mit denen in FB und OB vergleichbar (Abb. 4).
5.1.1.4.1 MRCP-Testablauf
Die EEG-Messungen zur Erfassung der MRCPs fanden auf dem Fahrradergometer
statt. Hierbei wurden bei kontinuierlicher EEG-Ableitung wiederholt willkürliche Pedal-
antritte mit dem rechten Bein absolviert. Mit den getriggerten Bewegungsanfängen lie-
ßen sich die EEG-Abschnitte in Vorbewegungsintervalle zerlegen, woraus letztendlich
eine gemittelte Potentialkurve, eine MRCP-Kurve, entsteht. Diese beinhaltet die gene-
rellen kortikalen Stellmechanismen vor der eigentlichen Bewegungsausführung. Vor
der Messphase wurde ein „Gel-Pad-Überzug“ über den Sattel gezogen, um eine be-
queme Sitzposition zu erreichen. Das rechte, nach vorne gestellte Pedalwerk, wurde
Methodik 32
mit einer speziellen Blockiervorrichtung fixiert. Darin war ein Triggerschalter zur Erfas-
sung des Bewegungsbeginns integriert, der das Signal für die Ermittlung der MRCPs
durch das CATEEM-CATERPA-System15 lieferte. Mit einem Keil unter dem linken Pe-
dal wurde das Pedalwerk spielfrei in horizontaler Lage fixiert. Darüber hinaus wurden
biomechanische Kennwerte des Antritts aus den aufgezeichneten, gemittelten Kraft-
Zeit-Verläufen aller Antritte erhoben.
Während der EEG-Aufzeichnung zur Ermittlung des MRCPs musste der Proband mit
seinem Blick einen beliebigen Punkt fixieren und eine möglichst aufrechte Sitzposition
beibehalten. Es bestand die Möglichkeit, sich an dem 90 Grad nach oben gedrehten
Rennlenker leicht zu stützen oder die Antritte mit dem rechten Antrittsbein aus freier
Haltung durchzuführen. Die aufrechte Sitzhaltung war notwendig, um Muskelartefakte
oder Störfaktoren durch Atmung und Kopfbewegungen (MECHAU 2001, 109FF) zu mi-
nimieren. Hinsichtlich der Antritte bei der Messung des MRCPs waren die Probanden
ausdrücklich instruiert, sich auf jeden Bewegungsantritt neu zu konzentrieren. Sie soll-
ten jedesmal einen willkürlichen Antritt vollziehen, ohne einen Rhythmus zu entwickeln.
Die gedachte Formulierung: „ICH TRETE JETZT!“, stellte hierbei eine Art Formel für
jeden Antritt der Probanden dar. Aus Voruntersuchungen war bekannt, dass der Start
der Bewegungsaktion mit dem Wort „JETZT“ leichter fällt (BARTHEL 1998; WEHR 1998).
Die Probanden waren zur Artefaktvermeidung bei der Ableitung zuvor darin geübt wor-
den, sowohl kurz vor, als auch kurz nach der Antrittsbewegung Schluck- und Gesichts-
bewegungen sowie Augenlidschläge zu unterdrücken. Dem aufgestauten Blinzelzwang
konnte der Proband in selbstgewählten Entspannungspausen nachkommen.
Zur Sicherstellung gleichbleibender Datenqualität diente vor jeder EEG-Aufzeichnung
eine Impedanzmessung aller Elektrodenpositionen.
Aufgrund der einfachen automatisierten Antrittsbewegung und des in der Voruntersu-
chung trainierten Testschemas wurde kein Lernprozess bei Folgemessungen erwartet.
Zwischen Ende der jeweiligen Belastungsphase und Beginn der EEG-Messung verstri-
chen durchschnittlich 3 Minuten durch Pedalwerkblockierung, kapillare Blutentnahmen,
Impedanzmessung und Artefaktbeseitigungen.
Die MRCPs wurden in ein- bis viermaligen 3-Minuten-Messintervall aufgezeichnet. In
der Regel wurden in der Vor-Belastungsphase, in Ruhe (R) und nach Aufwärmung (1)
zwei Messintervalle, d.h. 3-6 Minuten, benötigt. Mit zunehmender Belastungshöhe wa-
ren dann z.T. nach der submaximalen (4) und maximalen Stufe (5) bis zu vier Auf-
15 Computer Aided Topographical Electro-Encephalometry Measurement / Computer Aided To-
pographical Events-Related Potential Analysis.
Methodik 33
zeichnungsintervalle, also 12 Minuten, notwendig, um eine für die zuverlässige Mitte-
lung ausreichend große Anzahl artefaktfreier EEG-Abschnitte zu erhalten. Besonders
nach den intensiveren Belastungen (FB, OB) kontaminierten Augenbewegungen,
Schweiß und Muskelartefakte die EEG-Aufzeichnungen.
Abb. 4: Untersuchungsabläufe, Belastungsregime und Messinterventionen im Belastungskom-
plex 1: FB Fahrradergometrie-, OB Armkurbelergometrie- und KB „Kognitive Belastung“: T
Testgetränk, Q Befindlichkeitsfragebogen, QB Beanspruchungsfrage, BS Blutabnahme, La
Laktat, NH3 Ammoniak (angelehnt an BARTHEL ET AL. 2002).
Methodik 34
5.1.2 Belastungskomplex 2
Im Belastungskomplex 2 wurde die Fähigkeit zur Rückstellung der elektrischen Aktivität
in der Hirnrinde nach einer physisch nahe maximalen Belastung unter Berücksichti-
gung der Leistungsfähigkeit als unabhängige Variable untersucht.
Die Belastung als Intervention zur Beeinflussung des hirnelektrischen Leistungsspek-
trums (abhängige Variablen) erfolgte wegen der individuell guten Dosierbarkeit und
Reproduzierbarkeit als Fahrradergometrie-Belastung (FB).
Gängige periphere Beanspruchungsparameter helfen, das Beanspruchungsausmaß zu
beurteilen und deren Dynamik im Wiederherstellungsprozeß zu beschreiben. Die un-
abhängige Variable wird durch die maximale Leistungsfähigkeit und die Erholungszeit
definiert.
5.1.2.1 Probanden
21 gesunde, männliche, über Ziele und Ablauf informierte, Freiwillige (25±3 Jahre,
180,6±6,9 cm, 76,3±9kg) wurden anhand ihrer maximalen Leistungsfähigkeit in einem
vorgezogenen Ergometer-Stufentest (t=3 min; P=50Watt) in 10 mäßig Leistungsfä-
hige (3,52±0,22 Watt/kg) und 11 gut Leistungsfähige (4,54±0,42 Watt/kg) gruppiert
(siehe Tab. 7). Alle Probanden waren frei von Medikamenten und Stimulanzien und
gaben nach genauer Aufklärung ihre schriftliche Einverständniserklärung zur Studien-
teilnahme.
Tab. 7: Anthropometrische Daten und Leistungsfähigkeit der Untersuchungsgruppen in Mittel-
wert (MW) und Standardabweichung (SD) und Anzahl (n)
Leistungsgruppe
mäßig trainiert gut trainiert
Alter [Jahre] 26,30
±
3,65 23,45
±
2,84
Größe [cm] 179,10
±
7,75 182
±
6,13
Gewicht [kg] 77,60
±
11,83 75,14
±
5,67
Maximale Leistung [Watt] 275,00
±
54,01 340,91
±
37,54
Relative Leistung [Watt/kg] 3,52
±
0,22 4,54
±
0,42
Maximale HF [S/min] 179,90
±
8,85 189,73
±
6,29
Händigkeit 2=rechts[n, (%)] 9, (90) 7, (64)
Sprungbein 1=links [n, (%)] 5, (50) 8, (73)
Methodik 35
5.1.2.2 Untersuchungsdesign
Die Studie zum Belastungskomplex 2 beinhaltet ebenfalls eine Vor- und eine Haupt-
untersuchung.
In standardisierten Versuchsbedingungen, nach Frühstück im Institut und Messvorbe-
reitung (EEG-Haube, Verkabelung, Anlegen einer Braunüle), absolvierten die Proban-
den eine individuell standardisierte 16-minütige Ergometerbelastung (16 min=4x3
min+1x4 min). Die vorgegebenen gleichförmigen Intensitätssteigerungen der fünf Be-
lastungsstufen der Hauptuntersuchung lagen zwischen 20 und 100 Prozent der indivi-
duell, maximal 3 Minuten durchgehaltenen Vortestleistung (Pmax.).
Anschließend regenerierten die Probanden passiv liegend in einem ruhigen, abgedun-
kelten Raum. Die Messabstände im Regenerationsverlauf betrugen 3 min, 45 min, 60
min, 75 min und 135 min nach Belastungsende und sind in Abb. 5 dargestellt.
5.1.2.3 Beurteilte Systemkreise und Beanspruchungsgrößen
Tab. 8: Systemkreise, Beanspruchungsgrößen und Parameter sowie deren Messzeiten im Be-
lastungskomplex 2
System-
kreise
Beanspruch-
ungsgrößen
Parameter Bezeich-
nung
Ein-
heit
Messzeit-
punkte M
Leistungs-
hig
fähigkeit
Pmax Watt VortestErgometrie-
leistung
leistung
Stufen-
belastun
belastungen
P1-P5 Watt M1, M2, M3,
M4, M5
Herzfrequenz HF 1/min M1, M2, M3,
M4, M5
Peripheres-
System
Herz-Kreislauf
Dopamin Dop ng/l M1, M2, M3,
M4, M5
Noradrenalin NA ng/l M1, M2, M3,
M4, M5
Stress-
System
Katecholamine
Adrenalin Ang/l M1, M2, M3,
M4, M5
Cortisol Cor nmol/l M1, M2, M3,
M4, M5
Hormone
Prolaktin Pro nmol/l M1, M2, M3,
M4, M5
Blutzucker Glucose Glu mmol/l M1, M2, M3,
M4, M5
Erythrozyten Ery 10
6
/
µl M1, M2, M3,
M4, M5
Blutzellen
Leukozyten Leu 10³/µl M1, M2, M3,
M4, M5
Stress-
Reaktives-
System und
Blutpara-
meter
Kontrollparameter Kreatinin Krea mmol/l M1, M2, M3,
M4, M5
Delta dµV²/Hz M1, M2, M3,
M4, M5
Theta tµV²/Hz M1, M2, M3,
M4, M5
Alpha 1 a1 µV²/Hz M1, M2, M3,
M4, M5
Alpha 2 a2 µV²/Hz M1, M2, M3,
M4, M5
Beta1 b1 µV²/Hz M1, M2, M3,
M4, M5
Zentrales
Nerven
System
(ZNS)
Kortikale
Rückstellfähigkeit
im EEG als mittl.
spektrale
Leistungsdichten
über 17
Hirnrindengebiete
frontal: F
3,7,z,4,8
zentral: C
3,z,4
parietal: P
3,z,4
temporal:T
3,5,4,6
okzipital: O
1,2
Beta 2 b2 µV²/Hz M1, M2, M3,
M4, M5
Methodik 36
5.1.2.4 Untersuchungsablauf zum Belastungskomplex 2
Die Testdurchgänge für die Studie zum Belastungskomplex 2 wurden in wöchentlichen
Abständen absolviert. Die Untersuchungen begannen immer morgens zur gleichen Zeit
(um 8:00, 8:35 oder 10:20 Uhr a.m.) mit dem standardisierten Frühstück für drei Ver-
suchspersonen pro Tag. Anschließend wurde den Probanden ein Venenkatheder
(Braunüle) in den Unterarm gelegt und sie wurden mit Messaufnehmern16 verkabelt.
Nach Überprüfung der Messvorrichtung und Sicherstellung der notwendigen EEG-
Elektrodenimpedanz startete das physische Stressexperiment mit der Ergometerbe-
lastung eine Stunde später um 9:00, 9:35 oder 11:20 Uhr a.m. (siehe Ablaufplan im
Anhang V). Innerhalb einer Minute nach der Ergometerbelastung begaben sich die er-
schöpften Sportler zur passiven, liegenden Erholung in das EEG-Messlabor. Die Mes-
sungen erfolgten im Liegen mit geschlossen Augen in einem separaten, abgedunkelten
Raum. Nach Messung 1 erhielten die Versuchspersonen ein Placebo-Fruchtsaftge-
tränk (330 ml). Die weitere Erholungsphase erfolgte auf der Untersuchungsliege ru-
hend im Messraum (angeschlossen an Messapparaturen)17, so dass Effekte durch
Orthostase und individuell unterschiedlich gestaltete Erholungsstrategien ausgeschlos-
sen waren.
Abb. 5: Untersuchungsschema zum Belastungskomplex 2. Messungen: Blutabnahmen / EEG-
Ableitungen jeweils 3 min (Augen geschlossen) M1=Referenzmessung 3 min-, M2=45 min-,
M3=60 min-, M4=75 min-, M5=135 min nach Belastung. Nach M1 tranken die Probanden 330
ml eines Fruchtsaftgetränkes ohne Wirkeinfluss (Placebo).
16 EEG-Haube, Polar Sporttester, ECG Handgelenksmanschetten.
17 Die EEG-Messungen konnten so vom Monitoring Raum aus gestartet werden, wodurch sich
eine Reduzierung der Probandenbeeinflussung durch die Untersucher ergab.
Methodik 37
5.2 Methodik B: Allgemeine Studienbedingungen
5.2.1 Probanden
Alle Teilnehmer wurden über Ziele, Ablauf und mögliche Risiken der Untersuchungen
aufgeklärt und gaben ihre schriftliche Einwilligung, die geforderten Anforderungen ein-
zuhalten. Die Probanden nahmen freiwillig an den Testreihen teil und erhielten nach
der letzten Untersuchung eine finanzielle Aufwandsentschädigung in Höhe von 50 und
100 Euro. Um die strengen Standardisierungsauflagen für Supplementationsforschun-
gen zu erfüllen, wurden ausschließlich männliche Probanden im Alter zwischen 20 und
30 Jahren rekrutiert, die folgenden Bedingungen genügten.
Gesundheit: Nach anamnestischer Eingangsuntersuchung und ergonomischen Be-
lastungstests (Voruntersuchungen) waren die meist studentischen Probanden als ge-
sund, medikamentenfrei und sportlich belastbar einzustufen.
Kontaktlinsenträger wurden aus den Untersuchungen zum Belastungskomplex 1 aus-
geschlossen oder mussten eine Brille tragen, da ihnen die geforderte Augenlidschlag-
unterdrückung18 mit Linsen nicht hinreichend gut gelang.
Ernährungs-/ Lebensgewohnheiten: Die Probanden erklärten sich schriftlich mit den
allgemeinen Studienbedingungen einverstanden, in den letzten 48 Stunden vor den
Untersuchungen auf Medikamenteneinahme zu verzichten, keinen Alkohol zu trinken
und mindestens 12 Stunden zuvor auf coffeinhaltige und nikotinhaltige Stimulanzien zu
verzichten, um eine Beeinflussung des EEGs auszuschließen. An Untersuchungstagen
durften keine Koffein- oder Teeinhaltigen Getränke, kein Kakao, Saft, Müsli oder Bana-
nen zu sich genommen werden, um so eine mögliche Beeinflussung adrener-
ger/purinerger Transmittersysteme zu vermeiden. Während der einzelnen Untersu-
chungen durfte Mineralwasser19 getrunken werden. Ebenso verpflichteten sich die Stu-
dienteilnehmer, ihre Lebensgewohnheiten (Ernährungs- /Trainingsgewohnheiten, Prü-
fungsphasen) im Untersuchungszeitraum nicht zu verändern (siehe Probandenaufklä-
rung im Anhang I und IV). Um dies zu kontrollieren, führten die Probanden in der Un-
tersuchungsphase zum Belastungskomplex 1 ein Trainingsprotokoll20 und in der Unter-
suchung zum Belastungskomplex 2 einen Ernährungsfragebogen (Food Frequency
Quastionaire FFQ). Ferner wurde der Gebrauch von Supplementen, Energie- und Mi-
18 Erfahrung aus Voruntersuchungen (BARTHEL 1998).
19 Nürburg Quelle, Hermann Kreuter & Co., Mineral und Heilbrunnen, Dreis/Vulkaneifel.
20 SchriftlicheTrainingskonzeption bis 4 Wochen vor Untersuchungsbeginn wurde eingereicht.
Methodik 38
neraldrinks genau protokolliert. Diese Daten wurden überprüft, aber nicht zur Analyse
herangezogen.
Physische Erholtheit: Mit Einwilligung der Probanden wurden die Untersuchungster-
mine so gewählt, dass eine erschöpfende Arbeitsbelastung mindestens bis 24 Stunden
vor der Untersuchung ausgeschlossen werden konnte. Ebenso sollten erschöpfende
Trainings- und Wettkampfbelastungen mindestens 72 Stunden zurückliegen. Aerobes
Ausdauertraining durfte bis 48 Stunden und regenerative Trainingsbelastungen bis
spätestens 24 Stunden vor den Untersuchungstagen nach Herzfrequenzvorgabe (aus
Leistungsvortest) absolviert werden.
So konnten die Probanden als ausgeruht eingestuft werden. Dies war wichtig, um die
strenge Standardisierung der Ausgangswerte und die Belastungsauswirkung sicherzu-
stellen.
5.2.2 Belastungsbedingungen und Studiendesigne
Voruntersuchungen: Hier wurden der Gesundheitszustand und die sportliche Belast-
barkeit (maximale Leistungsfähigkeit) sowie die standardisierte individuelle Belas-
tungsabstufung der Teilnehmer zur Erreichung vergleichbarer Beanspruchungsniveaus
festgestellt. Die individuellen Sitzpositionen, Lenkerhöhen und -weiten wurden an den
Ergometern ermittelt und notiert.
Außerordentlich wichtig war die Instruktion, das Training und die Gewöhnung der Teil-
nehmer an die Testsituation und die Aufgabe zur Reduzierung von möglichen affekti-
ven Einflüssen, Gewöhnungs- und Lerneffekten.
Die Probanden wurden über mögliche Risiken, Pflichten und geforderte Kriterien auf-
geklärt und befragt. Gegebenenfalls wurde zusätzlich die motorische Lateralität (Hän-
digkeit) mit Messinventaren festgestellt.
Anschließend wurde eine gemeinsame Terminplanung für die Hauptuntersuchung vor-
genommen.
Hauptuntersuchungen: Die Hauptuntersuchungen fanden in wöchentlichen Abstän-
den an Tagen nach reduzierter Trainingsbelastung und ausreichender kohlenhydratrei-
cher Ernährung statt. Zwei bzw. eine Stunde vor dem eigentlichen Untersuchungsbe-
ginn nahmen die Probanden kontrolliert im Institut ihr standardisiertes Frühstück21 ein.
Anschließend wurden die Probanden mit den Messaufnehmern und ggf. mit venösen
21 Dieses bestand aus zwei Brötchen, Streichfett, Mineralwasser, Kräuter- oder Früchtetee und
einem Maltodextrin-haltigen Energiedrink, um Glykogenverarmung und Hypoglykämie als
Ermüdungsursachen auszuschließen.
Methodik 39
Zugängen (Belastungskomplex 2) versehen. Da der Ablauf, die Bewegungsaufgabe,
das Messverfahren und das Gefühl, verkabelt zu sein, aus den Voruntersuchungen be-
kannt war, gab es hierbei keine Anpassungsprobleme.
Die eigentliche Untersuchung startete jeweils mit einer 10- bis 20-minütigen Ruhepha-
se in bequemer Sitzposition in einem separierten, ruhigen und abgedunkelten Raum.
Dort waren die Probanden aufgefordert, sich die kommenden Testhandlungen noch-
mals zu verinnerlichen. Hierbei trugen sie in der Regel zur zusätzlichen Abschirmung
Schlafbrillen und Ohrenstöpsel22. Am Ende der Ruhephase wurde die Befindlichkeit
psychometrisch über einen Fragebogen erfasst (Belastungskomplex 1). Anschließend
begaben sich die Probanden in die jeweiligen Testsituationen zum Belastungskomplex
1 oder Belastungskomplex 2 (Methodik A).
5.3 Methodik C: Messmethoden und Statistik
5.3.1 Periphere Beanspruchungsparameter und Bestimmungsmethoden
5.3.1.1 Maximale Leistung (Pmax) [Watt]
In einem Ergometer-Stufentest wurde in einer Voruntersuchung die maximale Leistung
bis zum erschöpfungsbedingten Abbruch ermittelt und daraus wurden die Testbelas-
tungen für die Hauptuntersuchungen festgelegt.
5.3.1.2 Stufenleistungen (P1-P5) absolut [Watt] und relativ zu Pmax [%]
Über definierte Stoffwechsellage (Belastungskomplex 1), ermittelt aus der Laktatleis-
tungskurve des Vortests, wurden die „Stufenbelastungen“ (P1-P5) [Watt] ermittelt und
deren „Belastungsrelationen“ (1-5) [%] von der jeweiligen maximalen Leistung
(Pmax=100%) berechnet. Im Belastungskomplex 2 wurde die maximale Vortestleistung
(100%) in fünf Stufen mit 20%iger Leistungszunahme unterteilt.
5.3.1.3 Herzfrequenz (HF) [1/min]
Die Herzfrequenz wurde kontinuierlich während des gesamten Testablaufes mit dem
Sport Tester TM23 aufgezeichnet. Die Errechnungsintervalle lagen bei 15 sec (Belas-
tungskomplex 1) bzw. 5 sec (Belastungskomplex 2). Zusätzlich wurden zum Zeitpunkt
22 Hansaplast Lärmstop sanft, Fa. Beiersdorf AG, Hamburg Germany.
23 Fa. Polar, Gross-Gerau, Germany.
Methodik 40
der Interventionen (z.B Kapillarblutabnahmen) Marker gesetzt. Die Auswertung erfolgte
über eine systemeigene Software.
5.3.1.4 Blutdruck (RR) [mmHg]
Systolischer und diastolischer Blutdruck wurden durch die Druck-Manschettenmethode
nach Riva-Rocci [mmHg] ermittelt (Belastungskomplex 1).
5.3.2 Periphere metabolische Beanspruchungsparameter aus dem Kapillarblut
5.3.2.1 Laktat (La) [mmol/l]
Aus dem hyperämisierten Ohrläppchen wurden jeweils 20 µl Blut entnommen und in
Perchlorsäure sofort enteiweißt. Nach vorherig eingeleiteter enzymatischer Reaktion24
wurde die Laktatkonzentration photometrisch25 bestimmt.
5.3.2.2 Ammoniak (NH3) [µmol/l]
Zur Bestimmung der Ammoniakkonzentration diente ein reflektorischer Ammoniak-
Checker26. Hierzu wurden ebenfalls 20 µl Kapillarblut aus dem hyperämisierten Ohr-
läppchen entnommen und auf einen Testchip aufgetragen. Eine der Ammoniakkon-
zentration proportionale pH-Farb-Änderung wird in diesem System reflektrometrisch
bestimmt (HAGELOCH & WEIKER 1988).
5.3.3 Beanspruchungsparameter aus dem Stress- und stressreaktiven System
5.3.3.1 Katecholamine [nmol/l] bzw. [ng/L] je nach Labor
Zu den Katecholaminen zählen (Noradrenalin (NA), Adrenalin (A), Dopamin (Dop)).
Aus dem Blutplasma wurden sowohl freie als auch sulfatierte Katecholamine mittels
„High Pressure Liquid Chromatography“ mit elektrochemischer Detektion27 (HPLC-ED)
bestimmt28. Die freien Katecholamine wurden nach Adsoption von Aluminiumoxid und
24 Laktat für die Sportmedizin, Fa. Boehringer Mannheim, Germany.
25 Epos Analyser, Fa. Eppendorf, Hamburg, Germany.
26 Fa. Kyoto Dailchi Kagaku; Vertrieb für Deutschland: Fa. HEK Pharma, Lübeck, Germany.
27 Typ EP 30, Fa. Biometra, Göttingen, Germany.
28 Fa. Kontron Instruments GmbH, Neufahrn, Germany.
Methodik 41
Re-Eluierung mit dem Komplett-Testkit29 bestimmt. Die sulfatierten Katecholamine
wurden nach enzymatischer Trennung der Sulfatgruppe ebenso bestimmt. Eine ge-
naue Beschreibung der Katecholaminbestimmung findet sich bei WEICKER (1988).
5.3.3.2 Hormone [mmol/l]
Bei den Hormonen fiel die Bestimmungsauswahl auf Cortisol (Cor) und Prolaktin (Pro).
Diese wurden extern im Labor Falke in Hofheim mit einem Analysegerät „Automatic-
Chemie-Luminescence-System“ (ACS:180)30, welches mit dem Chemie-Luminescence
Immuno Assey (CLIA) Verfahren arbeitet, bestimmt.
5.3.3.3 Kreatinin (Krea) [mmol/l]
Kreatinin, harnpflichtiger Stoffwechselmetabolit von Kreatin wurde als Nebenparameter
zu Kontrollzwecken der Nierengesundheit vorgesehen. Die Bestimmung aus dem Se-
rum fand ebenfalls extern im Labor Falke mit dem “Chemie-Moped“ Vitros 25031 statt.
29 Fa. Recipe Chemicals & Instruments, Wilhelm-Riehl Str. 11, 80687 München, Germany.
30 Fa. Beyer Vital GmbH Diagnostika, 51368 Leverkusen, Germany.
31 Fa. Life Scan, Ortho-Clinical Diagnostic GmbH, Karl-Landsteiner-Str. 1, 69151 Neckarge-
münd, Germany.
Methodik 42
5.3.4 Zentralnervale (ZNS), kortikale Beanspruchungsparameter und mess-
technische Erfassung
Abb. 6: Schematische Darstellung der EEG- und MRCP- Registrierung in Anlehnung an
MECHAU (1998, S. 45).
5.3.4.1 Kortikale Beanspruchungsparameter aus dem spontanen EEG
Die mittleren spektralen Leistungsdichten [µV²/Hz] pro EEG-Messphase wurden aus
102 Parametern (je 6 Frequenzen und 17 Elektrodenpositionen) quantitativ statistisch
ausgewertet.
Tab. 9: Frequenzspektrum und Bezeichnung des spontanen EEG’s sowie die Map-Farbcodie-
rung im CATEEM für 17 Elektrodenpositionen.
Bezeichnun
g
Frequenzbereich (Hz) Darstellung der
spektralen
Leistungsdichten
[µV²/Hz] im Map
Delta (
δ
)1,254,50 Rot
Theta (
ϑ
)4,756,75 Braun
Alpha-1 (
α
1) 7,009,50 Gelb
Alpha-2 (
α
2) 9,75 12,50 Grün
Beta-1 (
β
)12,7518,50 Hellblau
Beta-2 (
β
2) 18,7535,00 Dunkelblau
Methodik 43
5.3.4.2 Mittlere spektrale Leistungsdichten [µV²/Hz] aus spontanem EEG
Die Hirnpotentiale wurden an 17 Zinn-Napf Elektroden, eingearbeitet in einer Elektro-
denhaube32 und angeordnet im internationalen 10:20 System (JASPER 1958), mit Cz
als physikalische Referenz bipolar abgeleitet. Die Elektrodenhaube war der individuel-
len Kopfgröße angepasst (BLOM & ANNEVELDT 1982) und wurde während des gesam-
ten Experiments nicht abgenommen, so dass die genaue Elektrodenplatzierung sicher
gestellt werden konnte. Durch eine Gelbrücke33 wurde ein praktisch widerstandsfreier
Elektrodenkontakt zur Schädeloberfläche hergestellt. Die betreffenden Hautbezirke
wurden vor Aufsetzen der Elektrodenhaube gereinigt und entfettet. Zur zusätzlichen
Artefakterkennung diente ein Elektro-Okulogramm (EOG) und ein Elektro-Cardio-
gramm (ECG).
Nasion
Inion
Ohrläppchen
rechts
links
Front
Nasopharyngeal-
Elektrode
Nasion
Vertex
A1
CZ
FZ
PZ
10%
20%
20% 20%
20%
10% A1 A2
Pg1 Pg2
f
r
o
n
t
a
l
zentral
p
a
r
i
e
t
a
l
o
k
z
i
p
i
t
a
l
t
e
m
p
o
r
a
l
t
e
m
p
o
r
a
l
t
e
m
p
o
r
a
l
Abb. 7: Platzierung und Bezeichnung der Elektroden im 10-20 System und Kortexkartierung
(Anlehnung an BIRBAUMER & SCHMIDT 1996, S. 490).
Technisch wurden die abgeleiteten EEG-Signale in einen batteriebetriebenen Gleich-
spannungsverstärker34 (AC=10M; DC=20M / 512 Hz/12 bit) gespeist und dort digital
gewandelt. Die Eingangsbandbreite des Verstärkers lag bei 0,1-300 Hz. Bei der Spon-
tan-EEG-Erfassung wurde mit Hochpassfiltereinstellung von 0,86 Hz gearbeitet.
Ein ausreichender Signal-Störabstand konnte durch die hohen Eingangswiderstände
des Verstärkers und die niedrigen Elektrodenimpedanzen (< 50 k) gewährleistet wer-
den. Über ein Glasfaserkabel gelangten die Daten elektromagnetisch störungsfrei zum
32 Fa. Electro Cap Co., Eaton, USA.
33 Spectra 360 Electrode Gel, Parker Laboratories, INC., New Jersey, USA.
34 Fa. MediSyst GmbH, Linden, Germany.
Methodik 44
CATEEM-CATERPA8 System. Durch systemeigene Artefakterkennung und offline
Nachbearbeitung wurde gesichert, dass nur artefaktfreie EEG-Abschnitte in die Analy-
se eingingen.
Das Spontan-EEG wurde durch Fast Fourier-Transformation in sechs Frequenzberei-
che unterteilt (siehe Tab. 9). Diese wurden über die Messzeit als mittlere spektrale Lei-
stungsdichten (µV²/Hz), topographisch für alle Elektrodenpositonen (17 reale plus 82
virtuelle) zur qualitativen Bearbeitung, farblich codiert als Hirnkarte, wiedergegeben.
5.3.4.3 MRCPs
Die MRCPs werden erst mit einer Mittelungstechnik, dem so genannten „averaging“
sichtbar. Hierbei werden getriggerte reizstabile Ereignisse aus einem „verrauschten Si-
gnal“ hervorgehoben. Die reizabhängigen Ereignisse stellen in unserem Fall die
MRCPs dar, die sich aus dem mehr oder weniger zufälligen Spontan-EEG Schwan-
kungen, mit zunehmender „Mittelung“, hervorheben. Aus den „Average“ Potentialkur-
ven der MRCPs werden charakteristische Parameter bestimmt, die kalkuliert und dar-
gestellt werden können und Rückschlüsse auf eine kortikale Informationsverarbeitung
der willkürlichen Bewegungsprogrammierung zulassen.
Zur Erfassung des MRCP‘s wurde analog der Empfehlung von DESMEDT (1977, S. 14)
eine Hochpassfiltereinstellung von 0,05 Hz gewählt, welches einer Zeitkonstante von 3
Sekunden entspricht. Über ein kraftabhängiges, druckempfindliches Schaltsystem35,
integriert in der Pedalblockierung, wird der Beginn der Antrittsbewegung für die EEG-
Aufzeichnung getriggert (vgl. auch BARTHEL 1998, S. 95). Zur Ermittlung des MRCPs
wurden die EEG-Abschnitte von 2000 ms vor bis 1000 bzw. 10 ms nach dem getrig-
gerten Antritt aufsummiert und auf eine relative Baseline 2000 bis 1700 ms vor Trigger
berechnet (COOPER ET AL. 1984, S. 205). Mit hinreichend großer Anzahl36 artefaktfreier
EEG-Abschnitte wurden die charakteristischen MRCP-Verläufe erkennbar (BARTHEL
1998, S. 93).
Zur Analyse wurden die über der Mitte der frontalen, zentralen und parietalen (Fz, Cz,
Pz) Hirnregionen aufgezeichneten MRCP’s herangezogen. Diese Reduzierung be-
gründet sich zum einem in dem für die Antrittsbewegung relevanten motorischen Kor-
8 Computer Aided Topographical Electro-Encephalometry Measurement / Computer Aided To-
pographical Events-Related Potential Analysis.
35 Prototypentwicklung: Fachbereich Elektrotechnik der Universität Paderborn, welche im We-
sentlichen auf der Funktion einer DMS-Messbrücke basiert (Typ 120T-B, Fa. KYOWA).
36 Es mussten mindestens 16 EEG-Datenabschnitte aus 90 – 240 willkürlichen Antritten vor-
handen sein.
Methodik 45
texareale und zum anderen in der höheren Artefaktanfälligkeit oder geringen DC-Akti-
vität der übrigen Hirnregionen, repräsentiert durch fronto-laterale, okzipitale und tempo-
rale Elektrodenpositionen.
Zur Quantifizierung wurden aus den MRCP-Verläufen Charakeristika wie Amplituden
und Latenzen als Parameter ermittelt und quantitativ ausgewertet (Abb. 8) (BARTHEL
1998, S. 96).
Tab. 10: MRCP-Parameter
MRCPonset [ms]: ist die erste Abweichung von der relativen Baseline in negative
Richtung) und wird als MRCP-Beginn festgelegt (bei Fz-Elektrode, sowohl positive
als auch negative Abweichung.
MRCPmax [µV]: ist der Wert der maximalen MRCP-Amplitude.
MRCPmax-t [ms]: ist der Zeitpunkt der MRCPmax, wobei das Vorzeichen (Minus =
prätrigger; Plus = posttrigger) den Messbereich widerspiegelt.
MRCPpower [µV²]: dient zur Quantifizierung des MRCP-Ausmaßes und wird aus
der Fläche unterhalb der Analogkurve berechnet.
MRCP100 [µV]: ist die MRCP-Amplitude bei Latenz –100 ms vor dem Trigger.
MRCP100-0 [µV]: gibt die mittlere MRCP-Amplitude im Zeitfenster zwischen –100
bis 0 ms (Trigger) wieder (späte Komponente).
MRCP5-100 [µV]: gibt die mittlere MRCP-Amplitude im Zeitfenster zwischen –500
bis -100 ms (vor Trigger) wieder (frühe Komponente).
Abb. 8: Darstellung der Parameter zur MRCP-Charakterisierung.
Methodik 46
In den Ergebnisdarstellungen werden die MRCP-Bezeichnungen durch die jeweilige
Elektrodenposition ergänzt. Z.B. MRCPmax der Cz-Elektrode wird mit Czmax usw. be-
zeichnet.
5.3.5 Biomechanische Antritts-Parameter
5.3.5.1 Erfassung der Antrittsdaten
Über einen Aluminium-Tritt-Druckaufnehmer37, der im wesentlichen auf einer DMS-
Messbrücke38 (Dehnungs-Messstreifen) basiert, wurde die Antrittskraft erfasst und das
Messsystem39 getriggert (BARTHEL 1998, 81FF) (Anhang VI). Das elastische Durchbie-
gen der Druckplatte durch den Antritt bewegt den Messaufnehmer der DMS-Einheit,
die ihrerseits eine kraftproportionale Spannungsänderung erzeugt. Diese wurde von
dem Signalverarbeitungssystem DIAdem40 aufgezeichnet und bearbeitet. Die untere
Kraftgrenze wurde mit Gewichten und einem Volt-Meter so geeicht, dass nur aktive
Antritte und keine Gewichtsverlagerungen als Triggersignal Verwertung fanden. Der
Schaltbeginn lag bei einer Kraftschwelle von ca. 171,7 N (1,4 V bei 17,5 kg Eichge-
wicht). Zur Ermittlung biomechanischer Kennwerte der Antrittsbewegung wurden alle
Antritte jeder Messphase in einem Spannungs-Zeit-Verlauf aufgezeichnet und gemit-
telt. Aus den mittleren Antrittskurven ließen Steigungen und Maximalwerte Rück-
schlüsse auf die Antrittsgeschwindigkeit und Antrittskraft zu. Da die Spannungsverläufe
ein Kraftäquivalent darstellen, wird im weiteren von einem Kraft-Zeit-Verlauf gespro-
chen. Folgende Antrittsdaten wurden für die Charakterisierung der Bewegung berück-
sichtigt:
F-Max [V] Maximum des Kraft-Zeit-Verlaufes
tan α [V/s] mittlere Steigung der Kraftzunahme pro Zeit
tm-tt [s] Kraftlatenzzeit vom Trigger bis zum Maximum des Kraft-Zeit-Verlaufes
tt-tp [s] Bewegungsverzögerungszeit von erster prätrigger Baselineabweichung bis
zum Triggerzeitpunkt des Kraft-Zeit-Verlaufes
37 Spezielle Entwicklung vom Fachbereich Elektrotechnik der Universität Paderborn.
38 Force/Displacement Transducer, Typ 120T-B, Fa. KYOWA.
39 Systemzugehörig:Trägerfrequenz-Messverstärker der Fa. Hottinger Baldwin Messtechnik,
Darmstadt, Typ KWS 3073.
40 Fa. GfS mbH, Pascalstr. 17, 52076 Aachen, Germany.
Methodik 47
5.3.6 Psychometrische Parameter
5.3.6.1 Händigkeitsanalyse
Die Händigkeit wurde mit Hilfe eines errechneten Lateralitätsquotienten (LQ) aus der
übersetzten Fassung des „Edinburgh Handedness Inventory“ (EHI) von ODFIELD (1971)
ermittelt. Für Rechtshänder beträgt der maximale LQ +100, für Linkshänder –100. Im
Bereich zwischen ±30 lassen sich Intermediärtypen erfassen (siehe Anhang VI).
5.3.6.2 Basler-Befindlichkeitsskala
Die subjektive Befindlichkeit wurde mit Hilfe der Basler-Befindlichkeitsskala (HOBI,
1985) ermittelt. Es handelt sich hierbei um einen in der klinischen Psychologie vali-
dierten Fragebogen mit 16 Adjektiven zur Beschreibung von Stimmungszuständen, die
bipolar in ihrem Extrem angegeben sind und vier Items repräsentieren.
Bei der siebenstufigen Skala zwischen den Eigenschaftsextremen (ohne Zahlenvorga-
be) kennzeichnet die Mitte einen durchschnittlichen Zustand. Die differenzierte Aus-
weisung der Items: Vigilanz und Vitalität, sowie die schnelle Testdurchführung (in ca. 2
Minuten) und die ökonomische Testauswertung begründeten die Auswahl dieses Self-
Rating Inventars zur Bestimmung der Befindlichkeit im Belastungskomplex 1. Zur Ver-
meidung des Erinnerungseinflusses bei in kurzen Abständen wiederholter Stimmungs-
abfrage wurden die Fragebögen umgestellt und mit unterschiedlichem Layout gestaltet
(Anhang VII).
Der Basler Test liefert neben der Gesamtbefindlichkeit Punktwertungen für die vier
Items:
Vitalität (VT), [Punkte]
Intrapsychischer Gleichgewichtszustand (IG), [Punkte]
Soziale Extrovertiertheit (SE), [Punkte]
Vigilanz (VG), [Punkte]
5.3.6.3 Beanspruchungsfrage:
Zusätzlich sollte nach dem Belastungstest zur Feststellung der subjektiven Ausbelas-
tung eine Selbsteinschätzung zur Frage einer weiteren Belastungssteigerung angege-
ben werden. Die Antworten wurden nach ja=3, nein=1, teilweise=2 differenziert und
bewertet.
Methodik 48
5.3.6.4 Konzentrations-Leistungs-Test (KLT)
Der KLT ist ein Messinstrument zur Erfassung der Konzentrationsfähigkeit und psychi-
schen Belastbarkeit, Ausdauer und Ermüdungsresistenz (DÜKER & LIENERT 1959). Er
besteht aus 250 Rechenaufgaben, beansprucht Kurzzeitgedächtnis, Schnelligkeit und
Arbeitsgenauigkeit und misst somit Quantität und Qualität über die Dauer von einer 30
minütigen Testzeit. Die Anzahl der gerechneten Aufgaben (Quantität) werden als Leis-
tungs-Roh-Wert (lrw) und die fehlberechneten Aufgaben (Qualität) als Fehler-Roh-Wert
(frw) ausgezählt. Der relative Fehleranteil (fpro) [F%] wird errechnet frw*100/lrw=fpro.
Der Fehlerquotient (FQ) ergibt sich aus Fehleranteil [F%] dividiert durch den Refe-
renzfehler der jeweiligen Normgruppe [MF%]; FQ=F%/MF%. FQ<0,7 bedeut einen
unterdurchschnittlichen Fehleranteil, 0,7<FQ<1,3 einen durchschnittlichen Fehleranteil,
FQ>1,3 einen überdurchschnittlichen Fehleranteil (DÜKER & LIENERT 1959, S. 8).
Aus Normtafeln können zum Vergleich mit einer repräsentativen Stichprobe (Berufs-
gruppe, Geschlecht, Alter) mittlere Standardwerte für die Konzentrationsleistung Leis-
tungs-Standard-Wert (lsw) und mittlere Fehleranteile (Referenzfehler) [MF%] ausgele-
sen werden.
Der Test wird ausgewiesen zur Diagnostik von Ermüdungswirkungen, Motivationsef-
fekten oder pharmakologischen Einflüssen auf die Konzentrationsfähigkeit (Düker &
Lienert 1959).
Zur groben Beanspruchungsbeurteilung wurden zusätzlich „relative Konzentrations-
leistungswerte“ (lrel) [%] der Untersuchungsgruppe in Bezug auf die maximalen Refe-
renzwerte, dem Leistungs-Standard-Wert (lsw), berechnet: lsw/lrw *100 =lrel. Die Be-
anspruchung lässt sich nun aus der Höhe der relativen Konzentrationsleistungswerte
(lrel) >100% höher und (lrel)<100% geringer als die repräsentative Norm (Studenten
n=40) beurteilen. Des Weiteren kann der Fehleranteil der Untersuchungsgruppe (F) in
Beziehung zum Referenzfehler gesetzt werden. Der sich daraus ergebende Fehler-
quotient (FQ) lässt nach DÜKER UND LIENERT (1959) ebenfalls eine Beurteilung zu s.o..
Methodik 49
5.3.6.5 Verzehrshäufigkeitenfragebogen (FFQ)
Im „Food Frequency Questionaire“ (FFQ) des „Sportmedizinischen Instituts Paderborn“
werden die Verzehrhäufigkeiten für ca. 170 Lebensmittel retrospektiv für 2 Monate er-
fasst. Die Portionsgrößen sind vorgegeben. Die Auswertung erfolgt mit Hilfe eines
Computerprogrammes und liefert detaillierte Informationen im Hinblick auf die Nähr-
stoffaufnahme. Die Vorteile dieser Methode sind:
guter Überblick über Ernährungsgewohnheiten
standardisierte Methode
geringer Zeitaufwand (ca. 10 Minuten)
Das Instrumentarium (FFQ) diente ohne zusätzliche Analyse der Überprüfung, ob das
Studienkriterium im Belastungskomplex 2 (unveränderte Ernährungsgewohnheiten)
eingehalten wurde.
5.3.7 Statistik
Die Daten im Belastungskomplex 1 wurden mittels des Kolmogorov-Smirnov-Tests auf
ihre Verteilungsform überprüft. Anschließend wurden Mittelwert (MW) und Standard-
abweichung (SD) mit der SPSS-Software41 berechnet.
Datensätze mit hinreichender Normalverteilung wurden mit dem „General Linear Mo-
dell“ (GLM mit Messwiederholung) (früher: MANOVA mehrfaktorielle parametrische Va-
rianzanalyse) auf einen generellen Messzeiteffekt (innerhalb des Subjekts) bzw. einen
Effekt über die verschiedenen Studien (Zwischensubjekteffekt) untersucht. Bei signifi-
kantem „Innersubjekteffekt“ wurden bei normalverteilten Datensätzen mit dem T-Test
für gepaarte Stichproben Unterschiede zum vorangegangenen Messzeitpunkt unter-
sucht. Signifikante „Zwischensubjekteffekte“ wurden mit dem t-Test für unverbundene
Stichproben mit der Gruppenvariablen „Studie“ weiterverfolgt.
Nicht normalverteilte Daten wurden bzgl. der Messzeit mit dem nichtparametrischen
Test nach Friedman und post hoc dem Wilcoxon-Test unterzogen. Zur Aufdeckung von
Unterschieden zwischen den Studien fand der Test nach Kruskal-Wallis Anwendung,
dessen Ergebnisse wiederum mit dem Test nach Mann-Whitney-U verifiziert wurden.
Die Korrelationsberechnungen wurden mit Hilfe des Spearman-(Rang) Korrelations-
koeffizienten bei mindestens einer ordinalskalierten Variablen oder bei nichtparametri-
schen Datensätzen durchgeführt. Ansonsten wurde bei intervallskalierten und parame-
41 Fa. SPSS GmbH Software, München, Germany.
Methodik 50
trischen Daten mit dem Person-Korrelationskoeffizienten gerechnet. Bei dichotomen
Variablen wird in SPSS statt einer „Punktbiseriale Korrelation“ (BORTZ 2005) eine
Rangkorrelation vorgesehen (BÜHL & ZÖFEL 1994, S. 240).
Im Belastungskomplex 2 wurde ebenfalls die quantitative Analyse mit der SPSS Soft-
ware durchgeführt. Bei Normalverteilung fand die Prozedur GLM mit Messwiederho-
lung mit dem Innersubjektfaktor „Regenerationszeit“ und dem Zwischensubjektfaktor
„Leistungsgruppe“ Anwendung. Post hoc wurden t-Tests für abhängige (bei Innersub-
jektsignifikanz) und unabhängige Stichproben (bei Zwischensubjektsignifikanz) durch-
geführt. Bei nichtparametrischen Daten kamen der Friedman- und post hoc der
Wilcoxon-Test zum Einsatz. Die Ergebnisse wurden als Mittelwert und Standardabwei-
chung bzw. als Median angegeben.
Bivariate Korrelationen wurden mit Pearson- (bei intervallskalierten und parametri-
schen Daten) bzw. Sperman Rang Korrelationkoeffizienten (mindestens ein ordinalska-
lierter oder nichtparametrischer Datensatz) zu M1 zwischen Katecholaminen, Hormo-
nen, Leistungsdaten und statistisch auffälligen EEG-Parametern durchgeführt (vgl.
BARTHEL & WEIß 2002).
Insgesamt wurde als Maß des korrelativen Zusammenhangs mit r<0,5 als gering,
0,5<r<0,7 als mittel und 0,7<r<0,9 als hoch bezeichnet (BÜHL & ZÖFEL 1994).
Das Signifikanzniveau wurde bei p<0,05 schwach-signifikant, p<0,01 signifikant und
p<0,001 hoch-signifikant festgelegt.
Ergebnisse 51
6 Ergebnisse
Die Ergebnisdarstellungen sind nachfolgend für die beiden Belastungskomplexe 1 und
2 nach den betrachteten Systemkreisen untergliedert. Innerhalb der jeweiligen Syste-
me werden statistisch auffällige Parameter abgebildet. Die deskriptiven Tabellen aller
erhobenen Parameter können dem Anhang VIII-XXII entnommen werden.
Insgesamt gilt für alle Abb. diese Legende:
p<0,001 ***, p<0,01 ** und p<0,05 * parametrische Prüfung p<0,001=+++, p<0,01=++,
p<0,05=+ nichtparametrische Prüfsignifikanz.
6.1 Belastungskomplex 1
6.1.1 Anthropometrie, Leistungen und Beanspruchung
Die ausgewählten Probanden erweisen sich trotz Teilnehmerfluktuation in den durch-
geführten Untersuchungsreihen als nicht verschieden bezüglich der anthropometri-
schen- und trainingsspezifischen Voraussetzungen.
Die einfaktorielle ANOVA liefert erwartete hoch-signifikante (p=0,000, F(426,262))
Gruppenunterschiede zwischen den maximalen Vortestleistungen (Pretestpowermax)
der physischen Belastungsregime. Im Mittel werden größere Wattleistungen in der
Fahrradergometrie (346+/-30,8 Watt) verglichen zur Armkurbelergometrie (136+/-15,7
Watt) erreicht.
In den nicht physischen, sondern der rein „Kognitiven Belastungs“ Untersuchung (KB)
(siehe Abb. 20) bearbeiten die Probanden 117+/-40 Aufgaben. Das sind im Mittel 20
Aufgaben mehr, als die Vergleichsnormgruppe (94+/-8) erzielt. Dieser Unterschied ist
statistisch schwach-signifikant (p=0,044, T2,344).
Die unterschiedlichen Belastungsregime stellen verschiedenartige Anforderungen an
das Untersuchungskollektiv. Während in den Untersuchungen mit physischer Belas-
tung die Leistungsunterschiede durch Involvierung unterschiedlich trainierter und gro-
ßer Muskelgruppen zustande kommen, stellen die KB-Durchgänge Ansprüche an kog-
nitive Modalitäten. Das Maß der Beanspruchung soll trotz verschiedener Belastungs-
regime vergleichbar sein und wird anhand ausgewählter Parameter verschiedener Sys-
temkreise überprüft. Die nachfolgend ihre Darstellung erfahren.
Ergebnisse 52
6.1.2 Periphere Beanspruchung
Aus genannten Gründen der Vergleichbarkeit werden anstelle der absolut vollbrachten
Leistungen die relativierten Leistungswerte vorgestellt. Die Beanspruchungen als Rela-
tionen der maximalen Leistungswerte der Testbelastungen werden miteinander vergli-
chen. Diese Belastungsrelationen zeigen signifikante Belastungs- (p=0,000,
F3097,466) und Studieneffekte (p=0,017, F=6,659), die sich im Einzelnen wie in Abb. 9
darstellen. Die Stufenbelastungen (FB und OB) zeigen im „GLM“ einen hoch-
signifikanten Messzeit- (p=0,000, F1820,214) und Studieneffekt (p=0,000, F213,785).
Diese generellen Ergebnisse bestätigen sich post-hoc jeweils zum nächst höheren
Messzeitpunkt (Belastungsstufe) und zwischen FB und OB (siehe Anhang IX).
Abb. 9: Relative Testleistungen [%] bei den verschiedenen Belastungsregimen (Fahrradergo-
metrie- (FB), Armkurbelergometrie- (OB) und „Kognitive Belastung“ (KB). Belastungsrelation [%]
der Stufenbelastungen bezogen auf die maximale Leistungsfähigkeit. Konzentrationsleistung
von der Normreferenz und Fehleranteil [%] sowie Normfehleranteil und Fehlerquote.
Die Belastungsrelationen der physischen Belastungsregime wie in Abb. 9 (FB und OB)
nehmen von Stufe zu Stufe hoch-signifikant zu (p=0,000, T-20,393 bis-51,564) und lie-
gen in der letzten Stufe (Bel.rel.5) mit (94+/-4%) und (97+/-5%) nahe an der maximalen
Leistungsfähigkeit, die im jeweiligen Vortest bis zur Erschöpfung ermittelt wurde. In den
hohen Belastungsstufen (4, 5) finden sich keine Unterschiede mehr zwischen den Be-
lastungsregimen FB und OB. Die Sportler (KB) erreichen einen schwach-signifikant
(p=0.007, Z-2,701) niedrigeren Fehleranteil (5,2%) und eine 20% höhere, nicht-
signifikante relative Konzentrationsleistung als die Vergleichsnorm. Die fehlenden
Gruppenunterschiede in den hohen Belastungsstufen (FB, OB) und die höheren Kon-
zentrationsleistungen KB lassen die Studienvoraussetzungen als erfüllt erscheinen.
Ergebnisse 53
Abb. 10: Mittlere Herzfrequenzen [1/min] nach Belastungshöhe (R=Ruhe, 1.-5.=Belastungs-
stufe) bei Belastungsregime Fahrradergometrie- (FB), Armkurbelergometrie- (OB) und „Kogniti-
ve Belastung“ (KB).
Die Herzfrequenzen (HF) als Parameter der Herz-Kreislauf Beanspruchung zeigen sich
generell hoch-signifikant durch einen Messzeit- (Belastungs-) (p=0,000, F440,933) und
einen Studieneffekt (p=0,000, F18,880) beeinflusst. Die HFs der unterschiedlichen
Belastungsregime werden in Abb. 10 dargestellt.
Die gemessenen Blutdruckwerte bei FB zeigen einen ähnlich deutlichen Belastungs-
effekt (p=0,000, F149,076), die von Ruhe 120/76+/-8 mmHg mit jeder höheren Belas-
tungsstufe systolisch um ca. 16 mmHg hoch-signifikant (p=0,000, T-4,597 bis –10,313)
ansteigen und nach maximaler (5) Belastung im Mittel bei 208/70 +/-17 mmHg liegen.
Da nur Druckwerte von der FB-Untersuchungsreihe vorliegen, wird auf eine detaillierte
Abbildung verzichtet.
Als Anhaltspunkt der subjektiven Ausbelastung dienen die quantifizierten Antworten auf
die Frage einer möglichen Belastungssteigerung nach der maximalen Belastungsstufe.
Dieser Parameter wird in dieser Arbeit unter dem Systemkreis „Psychometrie“ aufge-
führt. Dieser Messwert hilft bei der Beurteilung peripherer Beanspruchung. Es zeigt
sich, dass die subjektiv erlebte Erschöpfung zwischen den physischen Belastungsre-
gimen (FB, OB) nicht-signifikant, aber jeweils zu KB (Studieneffekt) signifikant
(p=0,004, Chi²10,322) unterschiedlich ist. Die detaillierten Ergebnisse werden als Ant-
worthäufigkeiten in Abb. 19 dargestellt und beschrieben.
Ergebnisse 54
6.1.3 Metabolische Beanspruchung
Die Laktatkonzentrationen aller Belastungsregime weisen in der GLM einen hoch-
signifikanten Messzeiteffekt (p=0,000, F399,758) und, wie erwartet, keinen Studienef-
fekt auf. Für weitere Details siehe Abb. 11.
NH3 zeigt einen hoch-signifikanten Messzeit (p=0,000, F94,962) und Studieneffekt
(p=0,000, F14,255) (Abb. 12).
NH³ [µmol/l]
**
**
Abb. 11: Mittlere Laktatkonzentration [mmol/l]
nach Belastungshöhe (R=Ruhe, 1.-5.=Belast-
ungsstufe) bei Belastungsregime Fahrrader-
gometrie- (FB), Armkurbelergometrie- (OB)
und „Kognitive Belastung“ (KB).
Abb. 12: Mittleres Ammoniak (NH3) [µmol/l]
nach R=Ruhe –submaximaler (4) und maxi-
maler Belastung (5) bei Belastungsregime
Fahrradergometrie- (FB), Armkurbelergome-
trie- (OB) und „Kognitive Belastung“ (KB).
In Abb. 11 wird die Laktat-Leistungsbeziehung in üblicher Form dargestellt, die einen
Eindruck über die zugrunde liegende Kinetik vermittelt. Erkennbar ist bei allen Studien,
dass sie von einem Ruhelaktatspiegel um ca. 1mmol/l ausgehen. Dieser Wert hält sich
auch in der ersten Belastungsstufe oder nahm sogar leicht ab. Danach steigen die
Laktatkonzentrationen ab der 2ten Stufe zur nächsten - bis zur maximalen (5ten) Bela-
stungsstufe hoch-signifikant an (p=0.000, T-5,187 bis -18,879). In der FB-
Untersuchung stellen sich die Laktatkonzentrationen in den Belastungsstufen mit Aus-
nahme der maximalen Belastung (5) im Mittel etwas niedriger dar als bspw. in der OB-
Testreihe. Die einzelnen Werte liegen nach Belastungsstufe 1 bei 1mmol/l, nach Stufe
2 um 1,5 mmol/l und steigen nach Stufe 3 auf ca. 2-3 mmol/l. Belastungsstufe 4 liefert
Laktatwerte zwischen 3,5 und 4,5 mmol/l und die maximale Belastung liegt im Mittel bei
6,7+/-0,8 mmol/l (FB) und 5,7+/-1,4 (OB).
Die NH3-Konzentrationen aller Untersuchungen nehmen hoch-signifikant (p=0.000, T-
10,153) von Ruhe zwischen 25-40 µmol/l auf submaximale (4) Belastungswerte ca.
50µmol/l bei FB zu. Die 5te (maximale) Belastungsstufe lässt die gemessenen NH3-
Ergebnisse 55
Werte abermals hoch-signifikant (p=0.000, T-4,744) auf ca. 65µmol/l im Mittel anstei-
gen.
Die maximalen NH3-Konzentrationen im KB Versuch bleiben auf Ruheniveau
(25µmol/l) und fallen deshalb hoch-signifikant niedriger aus als bspw. bei OB (p=0.000,
T –8,832) und FB (p=0.000, T- 7,264). Der Ausgangsruhewert für NH3 liegt in der FB-
Untersuchung mit 25 µmol/l signifikant niedriger als bei der OB–Gruppe (p=0.001 (T-
3,767) und im KB-Test (p=0.003, T- 3,388) beide um etwa 40µmol/l.
6.1.4 Stress-System
Die Reaktionen des Stress-Systems auf die unterschiedlichen Belastungsregime (FB,
OB, KB) werden durch die im venösen Blut gemessenen Katecholamine (NA, A, DOP)
repräsentiert. Da die Nachbelastungsmessungen aus methodischen Gründen 25 Mi-
nuten nach der maximalen Belastungssituation stattfanden, wurde den sulfatierten
Katecholaminfraktionen wegen der längeren Halbwertzeiten bei statistischer Auffällig-
keit mehr Bedeutung zugemessen. Sowohl A in freier und sulfatierter Form als auch
freies DOP zeigen keine Belastungs- und Studieneffekte.
NA (frei (p=0,006, F8,931) und NA-Sulfat (p=0,009, F7,952)) und DOP-Sulfat (p=0,001,
F12,888) zeigen einen signifikanten Messzeiteffekt, der in vorliegender Konstellation
(R=Ruhe, 5= 25‘ nach maximal Belastung) aus der FB-Testbelastung resultiert (für NA-
Sulfat und DOP-Sulfat siehe Abb. 13 und Abb. 14). Es finden sich keine Gruppenunter-
schiede aufgrund der Belastungsregime.
Noradrenalin Sulfat (NAs)
0,0
2,5
5,0
7,5
10,0
12,5
15,0
17,5
20,0
R5
Messzeitpunkt
FB OB KB
*
*
[nmol/l]
Dopamin Sulfat (DOPs)
0,0
10,0
20,0
30,0
40,0
R5
Messzeitpunkt
FB OB KB
*
**
*
Dops [nmol/l]
Abb. 13: Noradrenalinsulfat (NAs) [nmol/l] bei
R=Ruhe und 5=25‘ nach maximaler Belastung
in unterschiedlichen Belastungsregimen: Fahr-
radergometrie- (FB), Armkurbelergometrie-
(OB) und Kognitiver Belastung (KB).
Abb. 14: Dopaminsulfat (DOPs) [nmol/l] bei
R=Ruhe und 5=25‘ nach maximaler Belastung
in unterschiedlichen Belastungsregimen: Fahr-
radergometrie- (FB), Armkurbelergometrie-
(OB) und Kognitiver Belastung (KB).
Abb. 14 stellt die sulfatierten DOPs Konzentrationen vor und nach maximaler Testbela-
stung aller Gruppen signifikant (p=0,001, T3,770) abnehmend dar. Im Einzelnen finden
Ergebnisse 56
sich schwach-signifikante Konzentrationsabnahmen bei FB (p=0,019, T2,779) und KB
(p=0,036, T2,522) nach der maximalen Belastung (5) im Vergleich zum jeweiligen Ru-
hewert um ca. 15 nmol/l. Die OB-Bedingung scheint diesen Parameter nicht zu beein-
flussen.
Der post hoc Test für NAf in KB zeigt eine schwach-signifikante (p=0,016, T-2,977)
Konzentrationserhöhung des freien NA nach Belastung gegenüber einem im Gruppen-
vergleich niedrigeren Ausgangswert (hier nicht dargestellt). Bei FB und OB ist eine
tendenzielle Konzentrationszunahme nach Belastung feststellbar, ohne Signifikanzni-
veau zu erreichen (siehe Anhang X).
6.1.5 Blutbilder
Die Feststellung des Blutbildes dient in den Studien FB, OB, KB:
1) der Sicherstellung und Dokumentation des Gesundheitszustandes der Probanden,
2) als Stress-Marker (Stress-Leukozytose),
3) zur Korrektur von Blutparametern für den Fall einer signifikanten Plasmavolumen-
verschiebung aufgrund belastungsbedingter Hämokonzentrationen.
Es finden sich generell signifikante Belastungseffekte bei den Blutzellen {Leuko-
(p=0,002, F11,092); Erythro- (p=0,000, F50,203); Thrombozyten (p=0,038, F4,698)}
und der Hämatocritwerte (p=0,000, F57,369) sowie Gruppeneffekte, die nur bei den
Leukozyten schwach-signifikant sind (p=0,013, F11,092).
Tab. 11 zeigt die zunehmenden Werte bei Leu, Ery, Throm und Htc durch die Belas-
tung (zwischen R und 5) mit deutlicher Ausprägung in den Testsituationen mit physi-
scher Belastung (FB, OB).
Gruppenunterschiede zeigen sich zwischen FB und KB bei den weißen Blutzellen -
Leu. Sowohl die Ruhewerte im Mittel ca. 4,18 10³/µl (p=0,014, T2,666), als auch die
Nachbelastungswerte (5) mit 4,34 10³/µl (p=0,005, T3,082) sind bei KB schwach- bis
signifikant niedriger als im FB-Durchgang.
Ergebnisse 57
Tab. 11: Statistisch auffällige Blutbildparameter in Mittelwert und Standardabweichung nach
Messzeit (Mz): Ruhe=R und maximal Belastung=5 im Belastungsregime Fahrradergometrie-
(FB), Armkurbelergometrie- (OB), Kognitive Belastung (KB); p<0,05=*, p<0,01=**, p<0,001=***
Belastungsregime
FB OB KBBlutparameter
Mz MW+/-SD MW+/-SD MW+/-SD Sig.
Erythrozyten (ery) -R
[106/µl] R4,73+/-0,28 4,97+/-0,21 4,80+/-0,27
Erythrozyten (ery)-5
[10 6/µl]
54,93+/-0,30 5,17+/-0,19 4,97+/-0,26
Leukozyten (leu) -R
[10³/µl]
R
5,41+/-1,21 4,79+/-1,11 4,18+/-0,96
Leukozyten (leu)-5
[10³/µl]
56,10+/-1,57 5,00+/-1,01 4,34+/-1,04
**
Thrombozyten
(throm) R [10³/µl]
R
250,00+/-50,15 256,91+/-59,60 241,10+/-53,16
Thrombozyten
(throm)-5 [10³/µl]
5268,50+/-55,84 266,09+/-59,26 241,30+/-57,51
*
Hämatocrit (htc) -R
[l/l]
R
0,42+/-0,02 0,43+/-0,03 0,41+/-0,03
Hämatocrit (htc)-5 [l/l] 50,44+/-0,02 0,45+/-0,02 0,43+/-0,02
***
***
**
*
6.1.6 Psychometrie
Die Ergebnisse der psychometrischen Daten stellen die reflektierte Wahrnehmung der
Testbelastungen, also die subjektiv empfundene Beanspruchung, dar.
Der Gesamtwert für die Befindlichkeit, Summe aller Items (hier nicht abgebildet), liegt
bei OB und KB sowohl bei Ruhe als auch nach den Belastungen auf ähnlichem Niveau
(82-84+/-9 Punkte). Unter FB Bedingung nehmen die Befindlichkeitswerte deutlich,
aber nicht-signifikant, auf 77+/-14 Punkte ab.
Die Unterkategorien der Befindlichkeit zeigen schwach- bis hoch-signifikante abneh-
mende Belastungseffekte bei den Subitems Vitalität (VT) (p=0.031, F5,075), Intrapsy-
chischer Gleichgewichtszustand (IG) (p=0,038, F4,669) und zunehmende Effekte bei
Sozialer Extrovertiertheit (SE) (p=0.000, F16,095).
Außer bei der subjektiv erlebten „Erschöpfung“ (Ausbelastungsfrage), die signifikant
(p=0,004, Chi²10,322) durch die Belastungsregime (Studieneffekt) beeinträchtigt ist,
konnten keine weiteren Studieneffekte festgestellt werden.
Ergebnisse 58
Vitalität (VT)
15,0
17,0
19,0
21,0
23,0
25,0
R5
Messzeitpunkt
FB OB KB
*
*
VT [Punkte]
Vigilanz (VG)
15,0
17,0
19,0
21,0
23,0
25,0
27,0
R5
Messzeitpunkt
FB OB KB
VG [Punkte]
Abb. 15: Mittlere Vitalitätsempfindung (VT)
[Punkte], ausgeruht (R) und nach maximaler
Testbelastung (5) im Belastungsregime FB,
OB, KB.
Abb. 16: Mittlere „Wachheitsempfindung“, „Vi-
gilanz“ (VG) [Punkte], ausgeruht (R) und nach
maximaler Testbelastung (5) im Belastungsre-
gime FB, OB, KB.
Intrapsychisches Gleichgewicht (IG)
20,0
22,0
24,0
26,0
28,0
R5
Messzeitpunkt
FB OB KB
*
IG [Punkte]
Soziale Extrovertiertheit (SE)
15,0
17,0
19,0
21,0
23,0
25,0
R5
Messzeitpunkt
FB OB KB
*
** *
SE [Punkte]
Abb. 17: Mittlere „Ausgeglichenheitsempfin-
dung“, „Intrapsychisches Gleichgewicht“ (IG)
[Punkte], ausgeruht (R) und nach maximaler
Testbelastung (5) im Belastungsregime FB,
OB, KB.
Abb. 18: Mittlere „Außenzuwendungsempfin-
dung“, Soziale Extrovertiertheit (SE) [Punkte],
ausgeruht (R) und nach maximaler Testbela-
stung (5) im Belastungsregime FB, OB, KB.
Einschätzung subjektiver Ausbelastung
0
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
verausgabt nicht verausgabt
Ausbelastungsgrad
FB
OB
KB
**
*
**
*
Antworthäufigkeiten [N]
KB Konzentrationsleistung (lrw) zur Norm
0
50
100
150
200
Leistungsparameter
[Aufgaben]
Norm
KB-Gruppe
*
Abb. 19: Subjektiv erlebte Ausbelastung in
Häufigkeiten [N]. Belastungsfrage nach maxi-
maler Belastung (5) bei Belastungsregime FB,
OB, KB gestellt.
Abb. 20: Mittlere Konzentrationsleistung [Auf-
gabenanzahl] der Untersuchungsgruppe KB im
Vergleich zur Normreferenz (Studenten, n=40)
n. 30 Minuten Konzentrations-Leistungs-Test.
Ergebnisse 59
Abb. 19 zeigt, dass es im Vergleich der physischen Belastungsregime (FB/OB) keine
Gruppenunterschiede im subjektiven Ausbelastungsempfinden gibt. Andererseits
zeichnen sich aber aufgrund des hohen „nicht Ausbelastungsgefühls“ der KB-Gruppe,
9 von 10 Probanden geben an „nicht ausbelastet zu sein“, signifikante Gruppenunter-
schiede zwischen FB/KB (p=0.002, Z -3,117) und OB/KB (p=0.020, Z –2,567) ab.
In der KB-Untersuchung (siehe Abb. 20) bearbeiten die Probanden im Mittel 117+/-40
Aufgaben. Das sind ca. 20 Aufgaben mehr als die Vergleichsnorm (94+/-8) nach 30
Minuten Testzeit. Dieser Unterschied ist statistisch schwach-signifikant (p=0,044,
T2,344).
6.1.7 Bewegungssystem
Die biomechanischen Messdaten der Antrittsbewegung [maximales Kraftäquivalent,
mittlere Kraftzunahme pro Zeit, Bewegungsverzögerung und mittlere Kraftlatenz, (siehe
Abb. 21, Abb. 22, Abb. 23, Abb. 24)] zeigen keine signifikanten Veränderungen, weder
im Messzeitvergleich noch im Studienvergleich.
In der Einzelbetrachtung der Belastungsregime lässt sich nicht-signifikant ein um ca.
0,5V stärkerer Antritt in FB-Bedingung, verglichen mit OB und KB, feststellen (Abb. 21).
Ebenso findet sich nicht-signifikant bei FB eine bis zur submaximalen Belastung (4) um
ca. 5V/s schnellere Kraftzunahme pro Zeit (Abb. 22).
Die Bewegungsverzögerung (Abb. 23) in FB und KB erweist sich stabil im Mittel bei
etwa 40 ms. In der OB-Untersuchung schwankt die Verzögerung im Mittel zwischen 35
und 40 ms. Ein ähnliches Bild liefert die Kraftlatenz (Abb. 24) mit stabileren Latenzen
bei FB (im Mittel ca. 100-112 ms), während diese in OB (83-92 ms) und KB (90-99 ms)
teilweise um 10-20 ms kürzer sind, das bedeutet, dass das Kraftmaximum in der OB-
und KB-Beanspruchung früher erreicht wird als in der FB-Bedingung.
A
ntrittskra
f
t
ä
quivalent [V]
3,00
3,50
4,00
4,50
5,00
5,50
R145
Messzeitpunkt
S
pannung
[
V
]
FB OB KB
Mittlere Kra
f
tzunahme pro Zeit [V
/
s
]
20,00
30,00
40,00
50,00
60,00
70,00
R145
Messzeit
p
unkt
[
V
/
s
]
FB OB KB
Abb. 21: Antrittskraftäquivalent [V] nach Belas-
tungshöhe R=Ruhe, 1. – 5. Belastungsstufe im
Belastungsregime FB, OB, KB.
Abb. 22: Mittlere Kraftzunahme pro Zeit [V/s]
nach Belastungshöhe R=Ruhe, 1. – 5. Belas-
tungsstufe im Belastungsregime FB, OB, KB.
Ergebnisse 60
Bewegungverzögerung [s]
0,03
0,04
0,05
0,06
0,07
0,08
R145
s
FB OB KB
Messzeit
p
unkt
Kra
f
tlatenz [s]
0,05
0,10
0,15
0,20
R145
Messzeitpunkt
L
a
t
enzze
i
t
[
s
]
FB OB KB
Abb. 23: Mittlere Bewegungsverzögerung [s]
nach Belastungshöhe R=Ruhe, 1. – 5. Belas-
tungsstufe im Belastungsregime FB, OB, KB.
Abb. 24: Mittlere Kraftlatenz [s] nach Belas-
tungshöhe R=Ruhe, 1. – 5. Belastungsstufe im
Belastungsregime FB, OB, KB.
Da sich die erwähnten Unterschiede der Antrittsparameter in Abhängigkeit vom Belas-
tungsregime innerhalb der Streubereiche der Daten bewegen, also keiner signifikanten
Abweichung entsprechen, kann von einer relativen Stabilität in der Ausführung der An-
trittsbewegung ausgegangen werden. Diese Konstanz ist für die Interpretation mögli-
cher MRCP-Veränderungen von großer Bedeutung.
6.1.8 Belastungsauswirkungen im zentralen Abbild
Exkurs zum Verständnis der zentralen Ergebnisse.
MRCPs sind negative Gleichspannungspotentialverläufe, die vor willkürlichen Bewe-
gungshandlungen am Kortex abgeleitet werden können. Die MRCP-Stärke stellt sich in
höherer Negativität dar. Deshalb wird im folgenden Abschnitt von negativer Zunahme
die Rede sein. Damit wird keine Wertung vorgenommen, sondern die Potentialpolung
beschrieben, damit auch der Sprachgebrauch „Zunahme“ bei größer werdenden Wer-
ten gewahrt werden kann. Außerdem wird in diesem Zusammenhang bei langsamer
Negativierung von Aktivierung gesprochen (Ressourcenbereitstellung), während positi-
ve Potentialverschiebungen mehr den Verbrauch der Ressourcen (Deaktivierung) dar-
stellen (BirbaUMER & SCHMIDT 1996, S. 503; SCHOBER 1987, S. 56). Dies darf nicht mit
der Nomenklatur der Aktivierungstheorien verwechselt werden.
Die MRCP-Verläufe sind vor willkürlichem Bewegungsbeginn langsam ansteigende,
negative Gleichspannungspotentiale, die ihr Maximum etwa kurz vor dem Triggerzeit-
punkt erfahren (je nach Messtechnik) und die anschließend abrupt depolarisieren (ab-
nehmen). Diese Kurven entstehen durch Averaging42 wiederholter willkürlicher Bewe-
gungen und treten somit aus dem Spontan-EEG an bewegungsspeziellen motorischen
Ergebnisse 61
und sensomotorischen Hirnarealen hervor. Für die qualitative Analyse werden die
mittleren MRCPs der Probandengruppe in einem „Grand Average43“ dargestellt.
6.1.8.1 Qualitative Analyse
-500
-1000
-1500
-2000 Bewegungsanfang
Prätrigger Posttrigger
φ
Cz
-10 µV
Abb. 25: Typischer MRCP-Kurvenverlauf 2000 ms vor Bewegung im Grand Average (n=14) bei
willkürlichen rechtsbeinigen Antritten, mit Herausstellung der Potentialkomponenten (letzten 100
ms vor Bewegung), die in die Map-Darstellung (Ausschnitt) eingehen.
Die Abb. 25 zeigt eine exemplarische „Grand Average“ MRCP-Kurve der Cz-Elektro-
denposition der FB-Gruppe nach rechtsbeiniger willkürlicher Antrittsserie. Der blaue
Kurvenanteil stellt das Prätriggerpotentialverhalten (eigentliche MRCPs), der rote die
Posttriggerphase dar. In die Mapdarstellungen (Aufsicht) gehen die mittleren MRCPs
der letzten 100 ms vor Antrittsbeginn (aller Antritte) aller Messelektroden ein. Im Map
selbst sind die Potentiale durch den Farbcode repräsentiert (blaue Farben entsprechen
negativen Potentialen, rote Farbtöne stellen positive Polarität dar). Die Intensität
(Spannungshöhe) wird im „Glühmodus“ (Farbhelligkeit) widergespiegelt. Somit sind bei
qualitativer Betrachtung der Maps und Kurvenverläufe, topographische MRCP-Verän-
derungen, schnell erfassbar.
Die Ruhemessung (vgl. Abb. 26) zeigt in Map Darstellung die mittlere Hirnaktivität im
„Grand Average“ in den letzten 100 ms Zeitraum vor Testbewegungsbeginn. In FB er-
kennt man eine Aktivierung über dem zentralen Kortex, die sich parietal symmetrisch
und rechts-präfrontal leicht asymmetrisch darstellt. Die maximale Negativität findet sich
über dem Vertex (Cz-Elektrodenposition). OB zeigt insgesamt eine etwas geringere
Aktivierung, die sich parietal, zentral symmetrisch und links-frontal asymmetrisch aus-
bildet. Auch hier ist die höchste Spannungsintensität über dem Vertex zu finden. Die
42 Wegen ungünstigen „signal to noise“ Ratio (-10µV zu +/-100µV) wird durch Mittelung mehre-
rer getriggerter Ereignisse das ereignisstabile Signal hervorgehoben.
Ergebnisse 62
KB-Gruppe liefert ein ähnliches Bild wie OB, aber mit einer leicht rechts-frontalen Kor-
texaktivierung.
Die Analogkurven unterstreichen die in den Maps visualisierte „Aktivierung“. Während
sich bei FB über Fz „kein typischer MRCP-Verlauf“ abbildet, stellt sich in OB und KB
ein eher positives Potential kurz vor Trigger dar. Bei Cz- und Pz-Messelektroden ist ein
„charakteristisches MRCP“ mit unterschiedlichem Verlauf und Ausmaß erkennbar. Die
mittleren Spannungen der letzten 100 ms zeigen die größten negativen Werte im FB-
Belastungsprofil über Cz, Pz, und mit Einschränkung, auch bei Fz.
Im warm up Map (Abb. 27) erkennt man bei FB eine ähnliche, leicht rechts-frontale
asymmetrische Aktivierungsverteilung wiederum mit einem Maximum über der Vertex-
region (Cz). In OB ist ein deutlich umgrenzteres Gebiet mit geringerem „Aktivierungs-
ausmaß“ und mit symmetrischer Verteilung (höchste negative Spannung über dem
zentralen Kortex und nach parietal und frontal abnehmend) zu erkennen. Einen deutli-
chen Unterschied stellt die Negativitätsverteilung bis weit in den Frontalkortex in der FB
Testsituation dar.
Die Analogkurven zeigen über Fz-Elektrode einen leicht positiven Potentialverlauf kurz
vor dem Trigger (MRCP-ähnlich). Über der Cz-Elektrode ist jeweils ein charakteristi-
scher MRCP-Verlauf zu erkennen, mit größeren Negativspannungen bei FB im Ver-
gleich zu OB. Auch über der Elektrodenposition Pz ist ein MRCP-Verlauf erkennbar,
mit ebenfalls größerer mittlerer Aktivierungen bei FB.
Die stärkere mittlere frontale (Fz) Negativität 100 ms vor Antrittsbeginn bei FB findet
sich auch numerisch um -2µV gegenüber –0,6µV in der OB-Situation wieder.
Abb. 26: MRCP im Grand Average vor dem
Test in Ruhesituation, als Map- und Analog-
kurvendarstellung bei Belastungsregime FB,
OB, KB.
Abb. 27: MRCP im Grand Average nach 1.
Belastungsstufe, Warm-up-Messsituation, als
Map- und Analogkurvendarstellung bei Belas-
tungsregime FB, OB.
43 Mittlung aller gemittelten Potentialverläufe.
Ergebnisse 63
Abb. 28: MRCP im Grand Average nach 4.
Belastungsstufe, submaximale Messsituation,
als Map- und Analogkurvendarstellung bei
Belastungsregime FB, OB.
Abb. 29: MRCP im Grand Average nach 5.
Belastungsstufe, maximale Messsituation, als
Map- und Analogkurvendarstellung bei Belas-
tungsregime FB, OB, KB.
Abb. 28 zeigt ein MRCP-Map nach submaximaler Belastung. In der FB-Untersuchung
ist wieder die Negativierung, deutlich ausgeprägter über dem zentralen Kortex mit
asymmetrischer Einbeziehung bis weit in die frontalen (rechts) und parietalen (rechts)
Areale der rechten Hemisphäre zu erkennen. Bei OB hingegen fällt die Aktivierung ge-
genüber FB zentral deutlich geringer aus. Topographisch sind die frontalen und pa-
rietalen Gebiete, etwas eingegrenzt, aber symmetrisch miteinbezogen.
Die fronto-zentralen Hirnpotentialkurven zeigen bei OB eine Negativierung aus einer
positiven Spannung heraus. In FB ist ein „MRCP-ähnlicher Verlauf“ zu erkennen (Fz=-
3,796µV). Über den Elektrodenpositionen Cz und Pz sind in FB und OB typische
MRCP-Verläufe zu erkennen, mit großen Aktivierungen und frontal-parietaler Vertei-
lung, besonders bei der FB-Testreihe.
Nach maximaler Belastung zeigt sich das Grand Average MRCP-Map wie in Abb. 29
dargestellt. Zu erkennen ist bei FB eine deutliche Aktivierung, die sich weit über die
zentralen, parietalen Areale und fast symmetrisch in die Frontallappen ausbreitet. Nach
den Belastungen der OB entsteht eine eher umgrenzte, zentrale und symmetrische
Aktivierung, die sich leicht parietal ausbreitet und frontal nur geringe Negativität er-
reicht. In KB ist die Negativierung noch etwas geringer als bspw. in der OB-Situation.
Es zeichnet sich auch hier bei allen Studien eine symmetrische Potentialverteilung mit
Maximum über der Cz-Elektrodenposition (Vertex) ab.
Die Betrachtung der Analogkurven führt zum gleichen Ergebnis. Während in FB über
der Fz-Elektrode eine MRCP-typische Negativierung erfasst wird, fehlt diese bei OB
und KB, oder sie weisen entgegengesetzte Potentialverläufe in die positive Ladungs-
richtung auf.
Ergebnisse 64
„Typische MRCP-Kurven“ lassen sich quervergleichend bei allen Belastungsregimen
(FB, OB, KB) und längsvergleichend über alle Messzeitpunkte, auch nach maximaler
Belastungsanforderung, über dem motorischen (Cz) und sensomotorischen (Pz) Kortex
mit unterschiedlicher Ausprägung ermitteln. In FB ist die kortikale Negativierung größer
ausgeprägt als bei den OB und KB. Die Unterschiede bei den der Bewegung voraus-
gehenden MRCPs mit zusätzlich beanspruchter Testmuskulatur (FB) zeigen die starke
Einbeziehung frontaler und parietaler Hirnregionen. Die physische Beanspruchung
scheint sich mehr auf die zentralen MRCPs auszuwirken (OB), während die KB-Unter-
suchungen keine nennenswerten Unterschiede aufweisen. Dieser Eindruck wird im fol-
genden Abschnitt quantitativ überprüft.
6.1.8.2 Quantitative Analyse
Statistisch auffällige Charakteristika für die MRCPs werden aus den Analogkurven für
die Ergebnisdarstellung ausgewählt: frontale (Fz), zentrale (Cz) und parietale (Pz)
MRCPs (siehe Tab. 6b). Hier nicht aufgeführte Parameter sind in den deskriptiven Ta-
bellen im Anhang XII-XIII zu finden.
Die über parieto-zentralen Hirnregionen (Pz) abgeleiteten MRCP-Parameter weisen
weder einen Belastungs- noch einen Studieneffekt auf und werden bis auf den Tabel-
lenteil im Anhang nicht explizit dargestellt.
Der qualitative Eindruck findet sich in den zentralen maximal Amplituden (Czmax) im
MRCP mit schwach-signifikantem Belastungseffekt bei FB und OB (p=0,027, F4,025)
bestätigt. Signifikante Gruppenunterschiede können aber nicht nachgewiesen werden.
Ergebnisse 65
Czmax Amplitude [µV]
-20,00
-18,00
-16,00
-14,00
-12,00
-10,00
-8,00
-6,00
R1 4 5
Messzeitpunkt
Spannung [µV]
FB
OB
KB
*
Abb. 30: Maximale MRCP-Amplitude an der Elektrodenposition (Cz) [µV] bei R=Ruhe und nach
1. – 5. Maximaler Belastungsstufe bei Belastungsregime FB, OB, KB.
Cz-max (Abb. 30): Die maximalen MRCP-Amplituden wachsen insgesamt (FB, OB) mit
zunehmender Belastung stetig an. Zwischen „warm up“ (1) und submaximaler Vorbe-
lastung (4) liegt die negative Amplitudenzunahme bei ca. 1,5-2µV schwach-signifikant
(p=0,023, T2,423). Die höchsten Werte finden sich nach der maximalen physischen
Belastung (OB und FB) (5) im Bereich –10 bis -13 µV, wobei insgesamt im Verlauf der
OB-Beanspruchung im Schnitt um 2µV geringere Amplituden gemessen werden. Die
KB-Messungen unterscheiden sich in Ruhe nicht von den anderen Testsituationen und
bleiben durch die Beanspruchung unverändert auf dem Ausgangsniveau von –9µV.
In den fronto-zentralen (Fz) MRCPs treten die deutlichsten Gruppen- und Messzeitun-
terschiede auf. Hier kann bei Fzpower ein hoch-signifikanter Belastungseinfluss
(Messzeit) (p=0,000, Chi²16,360) und in den höheren Belastungsstufen (4) (p=0,037,
Chi²4,365) bzw. (5) (p=0,023, Chi²7,533) ein schwach-signifikanter Einfluss der ver-
schiedenen Belastungsregime festgestellt werden (Abb. 31).
Der in Abb. 31 nachvollziehbare Anstieg der Medianwerte (von 2,2 bis 5,4µV²) mit
leicht unterschiedlichen Ausgangsniveaus führt mit zunehmender Belastung bis auf
Werte nach der höchsten Belastung von 20,6µV² (FB) / 5,3µV² (OB) und 3,0 µV² (KB)
am Ende der Testsituationen. Insgesamt sind bei ähnlichem Verhalten bei OB die
Werte niedriger mit schwach-signifikanten Unterschieden bei submaximaler (p=0,038,
Z2,089) Belastung. Der Unterschied zwischen FB und KB nach Maximalbelastung ist
signifikant (p=0,009, Z-2,570).
Ergebnisse 66
Die maximalen MRCP-Amplituden an Fz (Fzmax) zeigen sich ebenfalls signifikant
durch die Belastung (p=0,001, F7,594) und die Studien (p=0,019, F6,957) beeinflusst.
In Abb. 32 werden die mittleren maximalen Amplituden (Fzmax) nach Vorbelastung
und nach Belastungsregime differenziert dargestellt. Bei physischem Belastungsregime
(FB, OB) war eine stetige Amplitudenzunahme mit zunehmender Belastungshöhe fest-
stellbar. Der generelle Belastungseffekt manifestierte sich post hoc zwischen der 1.
(warm up) und der 4. (submaximale) Messsituation als schwach-signifikant
(p=0,013,T2,727).
Die Amplituden steigen in FB, ausgehend von einem hohen Ruheniveau (–5,1 µV), mit
zunehmender Belastung am höchsten bis auf –8,917 µV. In OB ist ausgehend von ei-
nem niedrigen Niveau um –2,4 µV eine belastungsabhängige Amplitudenzunahme bis
zur Stufe 4 (–6,0 µV) feststellbar. Bei Maximalbelastung kommt es bei OB nicht zu ei-
nem weiteren Anstieg, sondern im Mittel sogar zu einer leichten Abnahme auf -5,0 µV.
Bei KB ist nach Belastung ein leichter Amplitudenrückgang auf –3,6 µV gegenüber
dem auf mittleren Niveau liegenden Ruhewert (-4,0 µV) zu verzeichnen. Die Gruppen
FB und OB unterscheiden sich im Ruhewert (p=0,05, T2,072) und nach warm up (1)
(p=0,049, T2,094) schwach-signifikant. Zwischen FB und KB erreichen die Unterschie-
de nach maximaler Belastung (5) (p=0,005, T-3,242) Signifikanzniveau.
FZ Power [µV
²
] Median
3,73
5,825
16,55 20,63
2,19 2,87
5,12 5,315,4
3,01
1
10
100
R145
Messzeit
p
unkt
FB OB KB
+++
Power [µV²]
F
zmax
[
µ
V]
-14,00
-12,00
-10,00
-8,00
-6,00
-4,00
-2,00
R145
Messzeit
p
unkt
FB OB KB
*
***
Spannung [µV]
*
Abb. 31: FzPower (Fläche zwischen MRCP
Kurve und Baseline) [µV²] in Median und 75%
Perzentil an der Elektrodenposition (Fz) bei
R=Ruhe und nach 1. – 5. maximaler Belas-
tungsstufe bei Belastungsregime FB, OB, KB;
logarhymische Skalierung.
Abb. 32: Mittelwerte der maximalen MRCP-
Amplituden an der Elektrodenposition (Fz) [µV]
bei R=Ruhe und nach 1. – 5. maximaler Belas-
tungsstufe bei Belastungsregime FB, OB, KB.
Ergebnisse 67
Messzeitpunk
t
Fz
100
[µV]
-8,00
-6,00
-4,00
-2,00
0,00
2,00
4,00
6,00
R1 45
S
pannung
[
µ
V
]
FB OB KB
**
Messzeit
p
unkt
*
F
z_5-
100
[
µ
V]
Spannung [µV]
Abb. 33: Fz100=Mittelwerte der MRCP-Ampli-
tuden an der Elektrodenposition (Fz) [µV] 100
ms vor Trigger bei R=Ruhe und nach 1. – 5.
maximaler Belastungsstufe bei Belastungsre-
gime FB, OB, KB.
Abb. 34: Fz5-100=mittlere MRCP-Amplituden
an der Elektrodenposition (Fz) [µV] zwischen
500 und 100 ms vor Trigger bei R=Ruhe und
nach 1. – 5. maximaler Belastungsstufe bei
Belastungsregime FB, OB, KB.
Die GLM Analyse deckt beim Parameter Fz100 eine, post hoc unbestätigte, signifi-
kante Veränderung (p=0,007, F8,247) über die Belastungen und einen schwach-signi-
fikanten Studieneffekt (p=0,036, F(3,689) auf (siehe Abb. 33).
In FB ist wiederum die größte Negativität feststellbar. Die Gruppenunterschiede erwei-
sen sich zwischen FB und OB sowohl bei Erwärmung (0,045, T-2,117), als auch bei
submaximaler Messung (0,029, T-2,328) um –2-3 µV schwach-signifikant negativer.
Die auffällig unterschiedlichen Ausgangswerte haben keinen Einfluss auf die statisti-
sche Bedeutsamkeit, wie die normierte Analyse im nächsten Kapitel aussagt.
Fz500-100 Abb. 34: Bei diesem Parameter kann die Prüfstatistik einen signifikanten
Belastungs- (p=0,008, F5,142) und schwach-signifikanten Studieneffekt (p=0,038,
F4,856) feststellen. Während die mittleren Amplitudenwerte insgesamt (FB, OB, KB)
trotz unterschiedlicher Wertausmaße einen stetigen Anstieg mit steigender Belas-
tungshöhe aufweisen, ist der generelle Belastungseffekt post hoc nicht zu bestätigen.
Ausgehend von einer im Mittel positiven Gleichspannung zwischen –2 und +2 µV neh-
men die Amplitudenwerte von Messsituation zu Messsituation um etwa –1µV zu und
erreichen in FB ihr Maximum bei –3+/-4 µV.
In OB ist ein ähnlicher Verlauf zu beobachten, der jedoch aus einer größeren Positivität
erwächst. KB zeigt nach Belastung auch eine Tendenz zur Erreichung der Amplituden
in Richtung Negativität, ohne die positive Polarität zu verlassen. In der maximalen
Messsituation zeigen sich die mittleren Amplitudenwerte bei Gruppe FB gegenüber KB
schwach-signifikant (P=0,019, T-2,610) erhöht.
Ergebnisse 68
6.1.8.2.1 Quantitative Analyse normierter MRCP-Relationen
Nachträglich wurden alle MRCP-Messparameter relativ zu ihren Ausgangswerten nor-
miert und der statistischen Prüfprozedur unterzogen. So konnte ein denkbarer Einfluss
unterschiedlicher Ausgangswerte auf die Testergebnisse sicher ausgeschlossen wer-
den. Vorweggenommen bestätigen sich die bisherigen Testergebnisse weitestgehend
und sind nicht weiter dargestellt.
6.1.9 Korrelationen
In dem folgenden Gliederungspunkt wird ein zusammenfassender Überblick über kor-
relative Beziehungen zwischen den definierten Systemkreisen und ggf. wichtigen Pa-
rametern gegeben. Die Darstellungsauswahl begründet sich aus der Relevanz zur Fra-
gestellung, Überprüfung bekannter Zusammenhänge aus der Fachliteratur zu MRCPs
und aus statistischer Auffälligkeit. In Abhängigkeit vom Skalenniveau und von der Ver-
teilungsform kommen verschiedene Korrelationsverfahren zur Anwendung (Pearson,
Spearman, Kreuztabellen mit Punkt-biseriale Korrelation und Kendall taub), deren Kor-
relationskoeffizienten in der folgenden Beschreibung nicht ausdifferenziert wurden
(Bortz 2005, S. 224; Bühl & Zöfel 1994, S. 240ff). Zur detaillierten Kenntnisnahme wird
auf die Datentabellen im Anhang XV-XVII verwiesen, in denen sämtliche Ergebnisse
zusammengefasst dargestellt sind.
Die korrelative Betrachtung anthropometrischer Daten mit den übrigen Systemkreisen,
insbesondere der MRCP-Parameter, liefert beim Vergleich des Trainingsumfangs mit
der FB-Leistungfähigkeit eine (p=0,002) mittlere positive Beziehung (0,513) mit den
Befindlichkeitswertungen („Vigilanz“ und Intrapsychisches Gleichgewicht“) mittleren
negativen Einfluss (-0,64 bis –0,4) und eher schwache negative Rangkorrelationen (-
0,5 bis 0,35) zu zentralen MRCP-Relationen (Czpower 5, Czpower 5p, Cz5-100 5p,
Fzpower 4p) (p=0,002 -0,043).
Die Sprungbeinpräferenz zeigt signifikante (p=0,000), mittlere bis schwache Beziehun-
gen (0,5 bis 0,47) zu den ermittelten Antrittsdaten (max. Kraftäquivalent und Kraftzu-
nahme pro Zeit).
Der Lateralitätsquotient korreliert schwach positiv mit Wachheits- (VG) und Ausgegli-
chenheitsempfindungen (IG) (0,47 bis 0,38) nach Belastung und bezüglich zentraler
Parameter überwiegend mit MRCP-Größen wie CzPower positiv (0,7 bis 0,41) und
vereinzelten frontalen MRCP-Parametern negativ.
Ergebnisse 69
Die Korrelationen zwischen peripherer Beanspruchung und den übrigen Systemkreisen
liefern folgendes Bild. Die ermittelte FB max. Vortestleistung als auch die max. Stufen-
belastung korrelieren schwach bis mittel positiv mit maximaler Laktatkonzentration und
Herzfrequenz (0,65 bis 0,5) (p=0,000-0,032).
Mittlere bis schwache negative Korrelationen (-0,527 bis -0,339) lassen sich sowohl
zwischen maximalen Wattleistungen und Dopaminwerten, als auch zu Befindenswer-
tungen (VT, VG) feststellen. Je höher die max. Leistung, desto weniger fühlen sich die
Probanden „vital“. Ebenso zeigen die maximalen Herzfrequenzen eine mittlere negati-
ve Beziehung (p=0,000) zur subjektiven Ausbelastungsempfindung (-0,613).
Die Korrelationen zu den zentralen Parametern zeigen, dass die max. FB-Leistung die
zentralen und frontalen MRCP-Amplituden eher schwach negativ beeinflussen (-0,4 bis
-0,5), während die OB-Leistung mehr mit den MRCP-Latenzen der zentralen MRCPs in
einem vereinzelt mittleren bis hohen (-0,71 bis -0,408) negativen Zusammenhang ste-
hen.
Die maximalen Herzfrequenzen korrelieren mittelstark positiv mit Pzpower 5p und
Fzpower 5p (0,65 bis 0,57). Die Fehleranzahl (klt_frw) im KB Testdurchgang weist eine
mittelstarke Beziehung (0,66) zu Fzmaxt 5 (Latenz) auf.
Die metabolische Beanspruchung zeigt beim Parameter max. Laktat eine schwach ne-
gative Beziehung (-0,43) zu der subjektiv empfundenen Ausbelastung. Werden die
metabolischen Parameter nach max. Belastung in Beziehung zu den MRCPs (Fzpo-
wer5) gesetzt, resultieren mittlere bis schwache positive Korrelation (0,59 bis 0,42),
d.h., je höher die max. Laktat bzw. NH3 Werte desto größer die frontalen MRCPs.
Die Parameter des Stress- und Blutsystems weisen bei Dopaminwerten schwach posi-
tive (0,51 bis 0,31) Korrelationen zu den erhobenen Befindlichkeits- und Ausbela-
stungswerten auf. Außer bei den Blutzellen (Leuko-,Erythrozyten) werden keine korre-
lativen Zusammenhänge zu MRCPs gefunden.
Die psychometrisch erhobenen Befindlichkeitsdaten besitzen einen schwachen positi-
ven (0,48 bis 0,38) Zusammenhang mit überwiegend zeitlichen MRCP-Komponenten
der frontalen und parietalen Hirnregionen. Nur das Ausbelastungsempfinden ist bezüg-
lich der normierten Fzpower (5p) schwach negativ (-0,43).
Die Antrittsparameter maximales Kraftäquivalent (Fmax) und die Kraftzunahme pro Zeit
(tanaf) gewissermaßen die „Antrittsgeschwindigkeit“ - liefern in allen Belastungsmes-
sungen einen schwachen positiven Zusammenhang (0,57 bis 0,37) mit zeitlichen Kom-
ponenten der frontalen (Fz) und zentralen (Cz) MRCPs und vereinzelt negative Zu-
sammenhänge mit Cz-Amplitudenrelationen.
Ergebnisse 70
6.1.10 Ergebniszusammenfassung zum Belastungskomplex 1
Im Belastungskomplex 1 wurden drei Belastungsregime konzipiert. Diese Regime be-
inhalteten standardisierte Antrittserien mit Erfassung der hirnelektrischen Daten
(MRCPs) nach individuell an die Leistungsfähigkeit angepasster physischer Belas-
tungsintensität oder kognitiver Belastung. Während sich die drei Belastungsregime und
die jeweils darin abverlangten Leistungen unterscheiden, sollen die Beanspruchungen
für die Probandenkollektive vergleichbar sein. Die Differenzierung der Probandenkol-
lektive nach Trainingsumfang, Sprungbeinpräferenz und motorischer Lateralität scheint
nach Literaturstudium und Korrelationsergebnissen sinnvoll zu sein. Es ergeben sich
schwache positive Beziehungen zwischen dem Faktor Trainingsumfang mit FB-Leis-
tungsparametern und Befindlichkeitswertungen. Ferner nimmt die Sprungbeinpräferenz
mittelstarken positiven Einfluss auf die gemessenen Antrittsparameter. Die Lateralität
korreliert schwach positiv mit zentralen MRCP-Powerwerten und teilweise negativ mit
frontalen Parametern.
Die geforderten vergleichbaren Beanspruchungen lassen sich folgendermaßen be-
schreiben: Es zeigt sich, dass sich die relativierten Leistungswerte bei FB gegenüber
OB zumindest in den hohen Belastungsstufen nicht signifikant unterscheiden. Außer-
dem erreichen sie im Gruppenmittel zwischen 94-97% somit nahezu die maximale Lei-
stungsfähigkeit (100%). Die KB-Untersuchung zeigt zum Normvergleich eine um 20%
höhere Aufgabenbewältigung im Konzentrationsbelastungstest mit signifikant geringe-
rem Fehleranteil. Die peripheren Beanspruchungsparameter wie Herzfrequenz, Blut-
druck und Leistungen liefern signifikante Zunahmen mit zunehmender Belastungs-
intensität und die Herz-Kreislauf Beanspruchung (HF) zeigt signifikante Gruppenunter-
schiede zwischen FB, OB und KB. Die höchsten Werte werden bei der FB-Untersu-
chung ermittelt. Des Weiteren zeigte sich, dass das subjektive Ausbelastungsgefühl
(Erschöpfung) nur nach physischer (FB, OB), nicht nach kognitiver Belastung, erreicht
wird. Es zeigen sich korrelative positive Beziehungen zwischen der FB-Leistungsfähig-
keit zu absolvierter maximaler Stufenbelastung, Herzfrequenz und metabolischem Sys-
tem (Laktat, Ammoniak).
Die metabolischen Beanspruchungsparameter Laktat und Ammoniak liefern signifi-
kante Belastungsabhängkeit mit hohen Konzentrationen bei hohen Belastungen. Die
Untersuchungsgruppen unterscheiden sich ausschließlich beim Ammoniak zwischen
physischem (FB, OB) und kognitivem KB-Belastungsregime. Allerdings sind Grup-
penunterschiede bei den Ausgangswerten mit niedrigeren Werten bei FB im Vergleich
zu OB und KB beobachtbar.
Ergebnisse 71
Die Parameter im Stress-System zeigen sinkende Dopaminsulfatspiegel zwischen
Ausgangs- und maximalen Belastungswerten bei FB und KB. Dass diese Abnahmen
größer sind, je höher die maximale FB-Leistung ist, besagt die negative Korrelation
zwischen den Parametern. Blutzellen und Hämatokrit nehmen nach maximaler Belas-
tung signifikant zu. Die Testreihe FB liefert signifikant höhere Leukozytenzahlen als die
KB-Untersuchung. Des Weiteren können keine weiteren Gruppenunterschiede festge-
stellt werden.
Die psychometrisch erfassten Befindlichkeiten zeigen keine signifikante Veränderung
der Gesamtbefindlichkeit. Allerdings gibt es tendenzielle Abnahmen und niedrigste
Wertungen bei FB-Untersuchung. Die Differenzierung zwischen den Subkategorien
Vitalität“, „Vigilanz“ und „Intrapsychisches Gleichgewicht“ liefert bei physischen Belas-
tungen (FB und OB) signifikante Abnahmen, während die Punktwertungen für „Außen-
zuwendung“ (SE) bei OB und bei KB zunehmen. In FB fühlen sich die Probanden er-
schöpfter als in den anderen Untersuchungen. In KB hingegen fühlen sie sich trotz hö-
herer Testleistungen und geringerer Fehlerzahl zur Vergleichsnorm nicht ausbelastet.
Korrelativ zeigt sich, dass mit zunehmender Testleistung die Vitalitäts- und Vigilanz-
empfindungen abnahmen. Ebenso nehmen die Probanden mit größerer maximaler
Herzfrequenz eine stärkere Ausbelastung wahr.
Die Antrittsbewegungen entsprechen bei allen Untersuchungen gleicher maximaler
Kraft und „Geschwindigkeit“ (Kraftzunahme pro Zeit). Somit sind die Ergebnisse der
zentralnervalen „antrittsevozierten“ MRCPs auch in Hinblick auf das Beanspruchungs-
ausmaß vergleichbar.
Feststellen lassen sich belastungsabhängige Zunahmen der zentralen (Cz) Negativität
bei physischer Belastung in Maximal-Amplitude und Ausmaß (Power). Deutliche Unter-
schiede bei den MRCPs zeigen sich frontal und parietal, wenn die Bewegungsmusku-
latur zuvor zusätzlich beansprucht wurde (FB). Hierbei sind besonders die MRCP-In-
tensität (Negativitätshöhe), -Ausmaß und -Verbreitung (Topographie) beeinflusst. Be-
stätigung finden diese Ergebnisse in der gegenläufigen Korrelation besagter FB-Leis-
tung mit zentraler (Cz) und frontaler MRCP-Negativität. Die OB-Leistung weist hinge-
gen mehr negativen Einfluss auf die zeitlichen Komponenten (Latenzen) der zentralen
(Cz) MRCPs auf.
Die psychometrischen Befindlichkeitseinflüsse und Antrittsbewegungseinflüsse auf die
hirnelektrischen MRCPs weisen überwiegend schwache positive Einflüsse zu zeitlichen
MRCP-Komponenten auf.
Ergebnisse 72
6.2 Belastungskomplex 2
Alle statistisch ermittelten Ergebnisse sind vollständig im Anhang XVIII -XXII nachzule-
sen. Aus Gründen der Übersichtlichkeit werden nur die für die Fragestellung bedeut-
samen Ergebnisse abgebildet. Alle anderen sind in ergänzenden Tabellen im Anhang
XXII dargestellt.
6.2.1 Beanspruchungsparameter
Die GLM liefert bei 21 untersuchten Sportlern zwischen den Untersuchungsgruppen si-
gnifikante Zwischensubjekteffekte in der absoluten (Pmax in Watt) [p=0,004, F-Ratio -
3,274] und relativen (Prel in Watt/kg) [p=0,000, F-Ratio 6,785] Leistungsfähigkeit. Zur
Betrachtung der Messwerte mit Gruppendifferenzierung siehe Abb. 35 oder Tab. 7 im
Methodikteil.
P
max
[W
att
]
0
50
100
150
200
250
300
350
400
Ergometertest
Maxi
m
ale
L
eistung
[Watt]
mäßig trainiert gut trainiert
**
0
50
100
150
200
250
0 2 60 120 60 -120
HF
[S/min]
*** *** ***
mäßig trainiert gut trainiert
H
F
Zeit nach Belastun
g
[min.]
Abb. 35: Mittlere Leistungsfähigkeit (Pmax)
[Watt] nach Leistungsgruppen (mäßig-, gut
trainiert) differenziert.
Abb. 36: Herzfrequenzen [S/ min] in Mittelwert
und Standardabweichung während passiv lie-
gender Regeneration nach individuell maxi-
maler Ergometerbelastung bei mäßig (n=10)
und gut trainierten (n=11) Sportlern.
Die Herzfrequenzen (HF) zeigen bezüglich des Faktors Regenerationszeit einen signi-
fikanten Effekt [p<0.001, F-Ratio 204.945]. Die HF (siehe Abb. 36) nehmen vom Maxi-
mum direkt nach Belastung (M1) in der weiter folgenden Regeneration (zunächst steil
bis M2 und dann flach) signifikant von Messzeit zu Messzeit bis 2 Stunden nach Belas-
tungsende ab [p<0,001], nur mit tendenziell höheren Werten bei den leistungsfähigeren
Probanden.
6.2.2 Stress-System und Blutparameter
Die GLM bzw. der Friedman-Test zeigt bei den Katecholaminen (siehe Abb. 37)
höchst-signifikante Regenerationszeiteffekte, jedoch keine Gruppeneffekte.Die Ergeb-
Ergebnisse 73
nisse im Einzelnen: Dopamin (Dop) [p<0.001, F-Ratio 13.822], Noradrenalin (NA)
[p<0.001, F-Ratio 78.178], Adrenalin (A) [p<0,001 Z-Ratio 8.699].
Abb. 37: Mittelwert u. Standardabweichung
bzw. Mediane der Katecholamine [ng/l] (Do-
pamin, Noradrenalin und Adrenalin) während
passiv liegender Regeneration zur Messzeit
M1= 3 min, M2= 45 min, M3= 60 min, M4= 75
min, M5= 135 min nach individuell maximaler
Ergometerbelastung bei mäßig (n=10) und gut
trainierten (n=11) Sportlern. Die Ergebnisse
der post hoc Prüfstatistik ohne Gruppeneffekt
n=21 für p<0,001: *** nach t-Test und +++
nach Wilcoxon.
Abb. 38: Stressreaktive Parameter: Prolaktin
(Pro), Cortisolwerte (Cor) und Glucose (gluc)
[mmol/l] in Mittelwert u. Standardabweichung
während passiv liegender Regeneration zur
Messzeit M1= 3 min, M2= 45 min, M3= 60 min,
M4= 75 min, M5= 135 min nach individuell ma-
ximaler Ergometerbelastung bei mäßig (n=10)
und gut trainierten (n=11) Sportlern. Die Er-
gebnisse der post hoc Prüfstatistik ohne Grup-
peneffekt, n=21 für p<0,001: *** nach t-Test
und +++ nach Wilcoxon.
Abb. 37 zeigt die beanspruchungsbedingt erhöhten Werte im Mittel für Dop (40-110
ng/l), für NA (50-2900 ng/l) und für A (35-500 ng/l) in der Frühregeneration (M1), die bis
45 min nach Belastung signifikant in den oberen Normbereich abfallen. In der weiteren
Regeneration sind keine signifikanten Verschiebungen vom oberen in den mittleren
Normbereich zu verzeichnen. Auffallend sind die deutlich höheren Katecholaminwerte
bei der „gut-leistungsfähigen“ Gruppe gegenüber der „mäßig-Leistungsfähigen“. Die
Ergebnisse 74
statistische Analyse mit dem Faktor „Leistungsgruppe“ kann aber nicht mehr als einen
Trend bei NA [p=0.055, F-Ratio 4.19] aufzeigen.
Prolaktin (Pro) [p<0.001, F-Ratio 19.995], Cortisol (Cor) [p<0.001, F-Ratio 13.865] und
Glucose (Glu) [p<0,001, F-Ratio 17,920] zeigen in der GLM signifikante Regenerati-
onszeiteffekte und keine Gruppeneffekte (siehe Abb. 38). Im Einzelnen liegt Pro nach
Belastungsende (M1) im hohen Normbereich (50-400 mIU/l) und zeigt im Regenerati-
onsverlauf einen gleichmäßigen signifikanten Abfall bis zu M4 in den unteren Normbe-
reichen. Beim Cor ist ein ähnliches Verhalten im Normbereich (8-16 mIU/l) mit zeitli-
chem „delay“ beim Rückgang und Rückkehr in den Tagesrhythmus festzustellen.
Die Blutzuckerkonzentration (Gluc) liefert tendenziell leicht höhere Konzentrationen
(M2-M5) bei den „gut-Leistungsfähigen“. Die gemessene Glucosekonzentration im Blut
steigt von M1 zu M2 signifikant [p<0.001, F-Ratio -5.804] an, bevor sie von M2 zu M3
[p=0.004, F-Ratio 3.248] bzw. M3 zu M4 [p<0.001, F-Ratio 4.780] schrittweise signifi-
kant abnimmt. Dies ist ein Effekt des zuckerhaltigen Regenerationsdrinks.
Die gemessenen Erythrozytenzahlen (Ery) und Leukozytenzahlen (Leu) sind der Abb.
39 zu entnehmen.
Ery [MW /SD]
0.00
1.00
2.00
3.00
4.00
5.00
6.00
7.00
M1 M2 M3 M4 M5
*** *
ery [10 /µl]
6
Leu [ 10³/µl]
Abb. 39: Blutzellen: Erythrozyten (ery) [106/µl], Leukozyten (leu) [10³/µl] während passiv liegen-
der Regeneration zur Messzeit M1= 3 min, M2= 45 min, M3= 60 min, M4= 75 min, M5= 135 min
nach individuell maximaler Ergometerbelastung bei mäßig (n=10) und gut trainierten (n=11)
Sportlern. Die Ergebnisse der post hoc Prüfstatistik ohne Gruppeneffekt, n=21 für p<0,001: ***
nach t-Test und +++ nach Wilcoxon.
Es können keine signifikanten Unterschiede zwischen den Leistungsgruppen festge-
stellt werden, obwohl die gut-leistungsfähigen Sportler tendenziell höhere Ery-Konzen-
trationen aufweisen.
Allerdings zeigen sich bezüglich des Faktors Regenerationszeit signifikante Verände-
rungen. Im Einzelnen: die Ery-Konzentration fällt ausgehend von einem Ausgangsni-
Ergebnisse 75
veau von 5-5,5 106/µl in der Frühregeneration (M1 zu M2) signifikant [p<0.001, F-Ratio
9.484] auf Werteniveau um 4.5 106/µl ab. Erst zu M5 nehmen die Erys wieder signifi-
kant [p=0.016, F-Ratio -2.629] zu.
Bei den Leu findet zwischen M1 und M2 eine signifikante Abnahme [p<0.001, F-ratio
14.913] statt und zwischen Regenerationsminute 45 und 60 (M2-M3) bildet sich ein
Plateau. In der weiteren Erholungszeit ist eine stufenweise signifikante Zunahme (M3-
M4), [p<0.001, F-Ratio -4,721]; (M4-M5) [p<0.001, F-Ratio –5.888] zu erkennen.
Der Kontollparameter Kreatinin (Krea), hier nicht dargestellt, zeigt einen Erholungsef-
fekt [p<0,001, F-Ratio 29,079] aber keinen Gruppeneffekt. Er fällt von erhöhten Norm-
werten um 1,15mmol/l direkt nach Belastung (M1/M2) höchst-signifikant [p<0,001, F-
Ratio 10.401] auf niedrigere Normwerte, die konstant auf ca. 1mmol/l im weiteren Er-
holungsverlauf verbleiben.
6.2.3 Spontan-EEG Frequenzspektrum im Regenerationsverlauf
6.2.3.1 Qualitative Analyse
Das EEG in der Regenerationsphase stellt sich in Frequenzen und Topographie höchst
unterschiedlich dar. Die hier nicht dargestellten Theta- und Alpha1-Frequenzbänder
zeigen keinen Messzeiteffekt. Zur Datenreduktion werden in der Abb. 40 nur Frequen-
zen qualitativ dargestellt, die statistisch signifikante Veränderungen in der Regenerati-
onsphase aufweisen. Entsprechend dem jeweiligen Skalenniveau (rechte Spalte) be-
deuten im Glühfarbenmodus niedrigere Leistungsdichten „kalte“-rot bis schwarze
Glühfarben, hohe Leistungsdichten bedeuten “heiße“-blau bis weiße Glühfarben. Die
Hirnkarten sind dargestellt mit frontaler Orientierung links.
Ergebnisse 76
Abb. 40: Qualitative Darstellung der spektralen Leistungsdichten, statistisch relevanter Fre-
quenzbänder (Delta=1,25-4,5Hz, Alpha2=9,75-12,5Hz, Beta1=12,75-18,5 Hz, Beta2=18,75-35
Hz) im EEG während passiv liegender Regeneration zur Messzeit M1= 3 min, M2= 45 min, M3=
60 min, M4= 75 min, M5= 135 min nach individuell maximaler Ergometerbelastung bei gesun-
den Sportlern (n=21). Die spektralen Leistungsdichten sind im Glühfarbenmodus (ab unterem
Skalenniveau schwarz mit zunehmender Leistungsdichte über rot, gelb bis oberem Skalenni-
veau hellblau und darüber weißlich) als Hirnkarten dargestellt. Die Skalen für das jeweilige Fre-
quenzband stehen in der rechten Spalte, die Farbkodierung ist oben links zu entnehmen. Die
Hirnkarten stellen eine Aufsicht auf den Kortex dar, die Orientierung ist dabei links=frontal (sie-
he oben links).
Während die elektrischen Leistungen in der „langsamen“ Deltafrequenz (1,25-4,5 Hz)
im Verlauf von Früh- (M1) über Mittel- (M2-3) und Spätregeneration (M4-5) besonders
in motorisch und sensomotorischen Regionen mit links-zentraler Gewichtung (M2-M5)
kontinuierlich bis zum Ende des Beobachtungszeitraumes abnehmen (mehr Rotfär-
bung), zeigen die schnelleren Alpha2-, Beta1- und Beta2-Frequenzen, nach dem
Ergebnisse 77
ebenfalls vor allem frontal und zentral die Leistung zurückgegangen war,
,„Reboundanstiege“ in späten Messzeitpunkten (M5 bzw. M4). Im Alpha2-Band fällt die
zunächst hohe elektrische Leistungsdichte (hellblaue Gebiete) fast über dem gesamten
Kortex mit Ausnahme okzipitaler Regionen im weiteren Erholungsverlauf hirntopogra-
phisch unterschiedlich ab. Die Abnahme ist in der frühen- (M1) und mittleren Erho-
lungsphase (M2) präfrontal und parieto-zentral -asymmetrisch rechts betont (schneller).
In der 75. Erholungsminute (M4) ist die Alpha2-Rückstellung parieto-zentral symme-
trisch, großflächiger ausgeprägt mit Einbeziehung auch temporaler Regionen. Diesem
Zustand folgt in der späten Erholungsphase (M5) im Vergleich zu M4 ein von okzipital
und links-zentralem besonders augeprägter Alpha2-Wiederanstieg (hellblau und gelbe
Rindenregionen).
Beta1 zeigt ebenfalls eine relativ hohe Leistungsdichte (gelb und hellbau) in der Früh-
erholung (M1). Die Rückstellungen der Beta1-Leistungen sind unstetig. Erst zum spä-
teren Zeitpunkt (M4) ist eine deutliche Abnahme vor allem in frontalen- sowie parieto-
zentralen (sensomotorischen) Rindenregionen erkennbar. In der Spätphase der Erho-
lung (M5) entsteht der eingangs beschriebene „Reboundanstieg“ der Beta1-
Leistungsdichte mit topographischen „Schwerpunkten“ präfrontal-links. Die Beta2-
Leistungsdichte zeigt im Regenerationsverlauf (M1-M3) eine stetige gesamtkortikale
Abnahme mit regionaler rechts-parietaler Betonung. In M4 verglichen zu M3 ist eine
Beta2-Leistungszunahme insbesondere in frontalen- und rechts-parietalen Arealen er-
kennbar, die in M5 bis auf einen kleinen frontalen Streifen wieder abnimmt.
6.2.3.2 Quantitative Auswertung des Regenerationszeiteffektes im spektral-
topographischen EEG
Außer Theta- und Alpha1 lieferten die übrigen EEG-Frequenzen signifikante Regene-
rationseffekte in verschiedenen Hirngebieten, die wie folgt zusammengefasst werden:
Delta an 8 Messpositionen: temporal, frontal, rechts-zentral, mehrheitlich hemi-
sphärisch [p=0,028-0,002; F=2,875-4,749].
Alpha2 an allen 17 Messorten [p=0,010-0,000] bzw. [p=0,024-0,000; F=2,981-
5,775].
Beta1 an 15 Positionen der Hirnrinde außer (Fz, F4) mit [p=0,039-0,000; F=2,657-
10,743].
Beta2 an 17 Elektroden: gesamte Hirnrinde [p=0,015-0,000, F=3,308-14,069], bzw.
[p=0,046-0,004].
Die post hoc Ergebnisse sind in Tab. 12 aufgeführt. Sie bestätigen die vorher be-
schriebenen qualitativen Muster von Zeit und Ort.
Ergebnisse 78
Tab. 12: „Regenerationszeiteffekte“ im EEG: Leistungsdichten zu M1 Mittelwert [MW] und Stan-
dardabweichung [SD] (nichtparametrische Parameter als Median [MD]) nach post hoc Prüfstati-
stik (t-Test bzw. Wilcoxontest). Richtungstrend der Werte und Signifikanz (*/+= p<0,05, **/++=
p<0,001)
Parameter
Frequenz-
Elektrode
MD bzw.
Mw
±
SD
[µV²/Hz]
Regenerationseffekt Post Hoc Test
Faktor: Zeit ( p
*
=
0.05 T-Test/+
p
=
0.05 Wilcoxon)
M1 M2-M1 M3-M2 M4-M3 M5-M4
Delta_c4 5.6
↓↑↓
+
Alpha2_c4 6.1±3.9
*
*
Alpha2_c3 4.9
↑↓
+
↑↓
Alpha2_cz 5.5
+
A
lpha2_f3 9.9
↓↓
+
↑↓
Alpha2_f4 9.4
+
A
lpha2_f7 8.8
↓↓
+
↑↓
Alpha2_f8 9.3
+
A
lpha2_o1 25.6
↓↓
+
↑↓
Alpha2_o2 23.8
++
A
lpha2_p4 12.6
↓↓
+
↑↑
Alpha2_pz 10.2
+
Beta1_pz 2.3±1.3
-
*
Beta1_p4 2.5±1.4
*
*
Beta1_01 4.0±2.0
↓↓
*
↓↑
Beta1_f8 2.3±1.0
*
-
Beta1_f7 2.3±0.9
*
↑↓
-
Beta1_f3 2.4±1.3
*
*
Beta1_c3 1.7±1.0
-
*
-
Beta2_pz 1.6±0.8
*
*
Beta2_p4 1.6±0.8
↓↓
*
-
*
Beta2_p3 1.6±0.8
*
*
Beta2_o2 2.6±1.4
*
*
--
Beta2_o1 2.4±0.9
*
**
Beta2_fz 2.0±0.9
-
*
Beta2_f7 2.1±0.8
*
-
Beta2_f4 2.0±0.8
*
-
↓↑
Beta2_f3 2.0±0.8
*
-
Beta2_c4 1.5±0.9
↓↓↓
*
Beta2_c3 1.6±0.9
-
-
Beta2_cz 1.4
↑↓
+
-
*
Statistisch signifikant sind die Alpha2-Abnahmen nach mittlerer Erholungszeit (zw. M2 -
M3), besonders frontal, zentral, okzipital und etwas in parietaler Hirnrinde (Tab. 12).
Die Beta1-Leistungsdichten zeigen im Erholungsverlauf frontal-, parietal- und links-
zentral (C3)- schwankende Abnahmen, die überwiegend erst in später Regenerati-
onsphase (M4) Signifikanzniveaus erreichen. Einzige Ausnahme bildet die Beta1-
Leistung links-frontal zu M3 (siehe Tab. 12). In der Beta2-Frequenz finden sich bereits
Ergebnisse 79
in der Früherholung (M1 - M2) frontal- okzipital- und links-parieto-zentral signifikante
Abnahmen (Abb. 40 und Tab. 12). Im weiteren Erholungsverlauf erweisen sich die Be-
ta2-Abnahmen in M3 rechts-parieto-zentral und okzipital signifikant mit „Reboundan-
stieg“ in M4 anhaltend bis M5.
Die mittleren EEG-Leistungsdichten des jeweiligen Frequenzbandes mit Elektrodenpo-
sition, Messzeit und Verteilungsform (nichtparametrisch/ parametrisch), die nicht nach
Gruppen differenziert sind, finden sich im Anhang XIX - XXI.
6.2.3.3 Spontan-EEG: Einfluss der Leistungsfähigkeit
Im EEG-Frequenzspektrum detektiert die GLM signifikante Gruppenunterschiede aus-
schließlich im Thetaband über dem fronto-zentralen Kortex (Fz) [p=0,045, F-Ratio
4,594] mit signifikant geringeren Leistungsdichten bei den „gut-Leistungsfähigen“ in M1
[p=0,05, F-Ratio 2,039] und M5 [p=0,028, F-Ratio 2,378] (siehe Abb. 41). Der Fried-
man Test für nichtparametrische Verteilung liefert ebenfalls einen signifikanten Grup-
peneffekt in parieto-zentraler Alpha2-Leistungsdichte [p=0,045] mit signifikant erhöhter
Alpha2-Leistung im M5 [p=0,045, Z-Ratio –2,008] bei „gut-Leistungsfähigen“ (siehe
Abb. 42). Darüber hinaus können keine signifikanten Gruppeneffekte festgestellt wer-
den.
Messzeitpunkt
mäßig trainiert gut trainiert
Theta-F
z
0.0
2.0
4.0
6.0
8.0
10.0
12.0
M1 M2 M3 M4 M5
P [µV²/Hz]
mäßig trainiert gut trainiert
+
Messzeit
p
unkt
Alpha 2-Pz
Abb. 41: Fronto-zentrale Thetaleistungsdichte
[µV²/Hz] in Mittelwert u. Standardabweichung
während passiv liegender Regeneration zur
Messzeit M1= 3 min, M2= 45 min, M3= 60 min,
M4= 75 min, M5= 135 min nach individuell max-
imaler Ergometerbelastung bei mäßig (n=10)
und gut trainierten (n=11) Sportlern. Die Ergeb-
nisse der post hoc Prüfstatistik nach Grup-
peneffekt für p<0,05: * nach t-Test für unab-
hängige Stichproben.
Abb. 42: Parieto-zentrale Alpha2 Leistungs-
dichte [µV²/Hz] in Mediandarstellung während
passiv liegender Regeneration zur Messzeit
M1= 3 min, M2= 45 min, M3= 60 min, M4= 75
min, M5= 135 min nach individuell maximaler
Ergometerbelastung bei mäßig (n=10) und gut
trainierten (n=11) Sportlern. Die Ergebnisse
der post hoc Prüfstatistik nach Gruppeneffekt
für p<0,05: + nach Mann Whitney-U Test.
Ergebnisse 80
6.2.4 Symphatico-adrenerge Downregulation (korrelative Betrachtung)
Es wurden nur Korrelationen zu M1 berechnet. Die Korrelationsmatrixen werden auf-
grund des Umfangs nicht dargestellt.
Zusammenfassend werden die korrelativen Ergebnisse zwischen zentralem System
(EEG) und stressreaktivem peripheren System (Katecholamine, Hormone) in Tab. 13
dargestellt.
Die Korrelationen zwischen EEG-Werten die im Erholungsverlauf statistisch signifi-
kante Veränderungen aufwiesen und den Katecholaminen zeigen signifikante Zusam-
menhänge von NA mit frontaler, zentraler und rechts-parietaler Alpha2-Leistungsdichte
mit Korrelationskoeffizienten zwischen 0,45 und 0,63 und höchst-signifikante Korrela-
tionen mit frontaler, links-zentraler und parietaler Beta2-Leistungsdichte (Koeffizienten
zwischen 0,43 und 0,75). Des Weiteren liefert NA signifikante Korrelationen zur relati-
ven maximalen Leistung und maximalen Herzfrequenz. Dop korreliert signifikant mit
links-zentraler Alpha2-Leistung (0,49) und mit parietaler Beta2-Leistungsdichte (0.5-
0.6). Die Parameter Cortisol und Prolaktin liefern keine signifikanten Assoziationen
zum EEG in M1.
Tab. 13: Ausgewählte Korrelationen zum ersten Messzeitpunkt (M1) zwischen Katecholaminen
und statistisch auffälligen EEG- bzw. Beanspruchungsparametern: mit Pearson- oder Sper-
man=Fettdruck Korrelationskoeffizienten und Irrtumswahrscheinlichkeit (p)
Korrelationen zu M1 bei Parametern: Katecholaminen (NA, A, Dop) und EEG Frequenzleistungen
sowie Beanspuchungsdaten (HF, max Pretestpower, PPO)
Parameter Messposition/
Korrelations-
koeffizient/p
Messposition/
Korrelations-
koeffizient/p
Messposition/
Korrelations-
koeffizient/p
Region Korrelationsbeziehung in max-min.
Korrelationskoeffizient
NA - Beta2 F3/0.50/0.02 Fz/0.48/0.03 F4/0.43/0.05 Frontal Frontal/0.05-0.43/
NA - Beta2 C3/0.44/0.05
Cz/0.45/0.04
C4/-/- Zentral Linkszentral/0.45-0.44
NA - Beta2 P3/0.75/0.000 Pz/0.58/0.006 P4/0.60/0.004 Parietal Parietal/0.75-0.58
NA - Alpha2
F3/0.53/0.01
Fz/-/-
F4/0.46/0.04
Frontal Frontolateral/0.53-0.46
NA - Alpha2
C3/0.63/0.002 Cz/0.56/0.009
C4/0.57/0.006 Zentral Zentral/0.63-0.56
NA - Alpha2 P3/-/-
Pz/0.55/0.009 P4/0.52/0.01
Parietal Rechtsparietal/0.55-0.51
Dop - Alpha2
C3/0.49/0.003 Cz/0.48/0.003
C4/-/- Zentral Linkszentral/0.49-0.48
Dop - Beta2 P3/0.5/0.02 Pz/0.54/0.01 P4/-/- Parietal Linksparietal/0.54-0.50
NA-relmaxPPO/0.51/0.01 peripher/0.51
A - maxHF /0.71/0.000 peripher/0.71
6.2.5 Ergebniszusammenfassung zum Belastungskomplex 2
Im Belastungskomplex 2 wurde die hirnelektrische Rückstellung nach reproduzierbarer,
physischer „Stressauslenkung“ durch maximale Fahrradergometrie (FB) untersucht.
Die Hypothese, dass gut ausdauerleistungsfähige Sportler besser/kürzer regenerieren,
wird im Nachbelastungszeitverlauf anhand des Gruppenfaktors „Leistung“ überprüft.
Ergebnisse 81
Die Untersuchungsgruppen erweisen sich (einfaktoriellen ANOVA) in der maximalen
Ausdauerleistungfähigkeit als signifikant verschieden (p=0,004, T-3,274). Die „gut-Leis-
tungsfähigen“ leisten 340+/-54 Watt (etwa 4,5 Watt/kg) signifikant mehr als die „mäßig-
Leistungsfähigen“ mit 275+/-38 Watt (etwa 3,5 Watt/kg). Beide Gruppen erbringen
100% ihrer vorgetesteten maximalen Leistungsfähigkeit. Die hohe körperliche Bean-
spruchung in den Test-Situationen wird durch die hohe Auslenkung der physischen Pa-
rameter aus den gewählten Systemkreisen belegt. Z.B. zeigen die maximalen Herzfre-
quenzen mit 180-190 1/min die Auslenkung der Katecholaminwerte (DOP, NA, A),
Hormone (Pro, Cor), Kreatinin, Blutzellen (Erythro-, Leukozyten) im oberen Normbe-
reich ohne Gruppenunterschiede. In der Rückstellphase zeigen die Parameter signifi-
kante Regenerationseffekte, die besonders in der Frühregeneration 3 bis 45 min nach
Belastung auftreten.
Die Ausdauerleistungsfähigkeit zeigt nur schwach-signifikante Gruppeneffeke mit ge-
ringerer fronto-zentraler Theta-Leistung (p=0,045, F-Ratio=4,594) in der frühen (3-45
min) und höherer parieto-zentralen Alpha2-Leistungsdichte (p=0,045) in der späten
Phase (135 min) bei den „gut-Leistungsfähigen“.
Signifikante Regenerationseffekte zeigen außer der rechts-zentralen Delta-Frequenz
besonders die schnelleren EEG-Frequenzen ab Alpha2 bis Beta2 in unterschiedlicher
Weise. Während die Alpha2-Leistungen rechts-parietal in mittlerer Regenerationspha-
se zurückgehen, nehmen die frontalen Beta1-Leistungen besonders in der Frühregene-
ration ab, gefolgt von teilweisen „Reboundanstiegen“ in der letzten Ruhephase. Fron-
tale, zentrale und okzipitale Beta2-Leistungen haben einen ähnlichen Verlauf, d.h. Ab-
nahmen bis zur 75ten min, gefolgt von „Reboundanstiegen“ nach 135 min Regenerati-
on. Der Rückgang der elektrischen Leistung fängt bei schnellen Frequenzen an und
geht dann zu den langsamen, ist frontal und okzipital deutlicher. Möglicherweise ist die
Erholung abgeschlossen, wenn der Wiederanstieg erfolgt. Darin unterscheiden sich pa-
rietal und zentral die besser Leistungsfähigen von den mäßig Leistungsfähigen.
Korrelationen wurden nur zur frühregenerativen Messung (M1) berechnet. Es finden
sich keine Zusammenhänge zwischen stressreaktiven Hormonen (Cor, Pro) und EEG-
Parametern. Schwache bis mittlere Korrelationen bezüglich peripherer Stressparame-
ter NA ergeben sich mit frontaler, zentraler und rechts-parietaler Alpha2- sowie
schwach bis hohe Zusammenhänge mit frontaler, links-zentraler und parietaler Beta2-
Leistung. Dop zeigt eher Beziehungen zur links-zentralen Alpha2- und parietaler Be-
ta2-Leistungsdichte. Weitere Korrelationen zeigen NA zu Leistungs- und Beanspru-
chungsparametern wie beispielsweise zur HF.
Diskussion 82
7 Diskussion
In der vorliegenden Arbeit wurden zwei Forschungsansätze zu sportlichen Belastungs-
auswirkungen auf das ZNS verfolgt: 1.) Die Auswirkungen unterschiedlicher Belas-
tungsregime bis zur Erschöpfung auf die kortikale Planung einer sportartspezifischen
Bewegung: Antritt des Radfahrens, 2.) Das zentralnervöse Erholungsverhalten nach
erschöpfender Ergometriebeanspruchung im hirnelektrischen Abbild des topographi-
schen EEGs in Abhängigkeit vom Leistungszustand.
Zur Beurteilung der Beanspruchungen wurden periphere Kontrollparameter verschie-
denen Systemkreisen zugeordnet und blutchemisch, biomechanisch und psychome-
trisch ermittelt.
Zur Identifizierung kortikaler Repäsentationen der willentlichen Bewegungsgenerierung
diente im Belastungskomplex 1 die Messung der Movement-Related-Cortical-
Potentials (MRCPs) (vgl. KORNHUBER ET AL. 1980, S. 239; SCHOBER 1987). Die Eig-
nung dieser Verfahren auch zur Erfassung von Ermüdungsphänomenen auf der ZNS-
Ebene wurde bereits untersucht (BARTHEL ET AL. 2002; JOHNSTON ET AL. 2001; FREUDE
& ULLSPERGER 1987).
Als sportspezifische Bewegungshandlung wurden willkürliche, rechtsbeinige Pedalan-
tritte auf dem Fahrradergometer im ausgeruhten (Ausgangswert), erwärmten und sub-
maximal und maximal beanspruchten Zustand und deren MRCPs untersucht (vgl.
BARTHEL ET AL. 2002).
Die bisherigen Arbeiten zu der Thematik konnten nicht zwischen zentralen und peri-
pheren Einflüssen bei Ermüdung differenzieren (BARTHEL ET AL. 2002, JOHNSTON ET AL.
2001, FREUDE & ULLSPERGER 1987). Dies ist aber von Bedeutung für ein besseres
Verständnis zentraler Belastungsauswirkungen.
Deshalb erfolgte in dem vorliegenden Forschungsansatz „Belastungskomplex 1“ eine
Differenzierung durch den Einsatz unterschiedlicher Belastungsregime mit vergleichba-
rem Beanspruchungsniveau. Hierbei wurden die Probanden fahrradergometrisch (FB),
armkurbelergometrisch (OB) und rein kognitiv belastet (KB), so dass zwei Bedingun-
gen mit körperlichen Beanspruchungen entstanden, in denen einmal die Testbewe-
gungsmuskulatur beansprucht und einmal ausgeruht war. Zur Aufdeckung möglicher
psychischer Belastungseinflüsse auf die zentrale Bewegungsgenerierung diente die
zusätzliche Untersuchungsbedingung kognitiver Beanspruchungen (KB).
Diskussion 83
Im zweiten Forschungsansatz „Belastungskomplex 2“ wurde das kortikale Umstel-
lungsverhalten bei passiver Erholung bis 2 Stunden nach physisch erschöpfender Be-
lastung mit dem Spontan-EEG erfasst. Das EEG stellt ein gängiges psychophysiologi-
sches Messverfahren dar (MECHAU 2001; SCHUMANN 1996, S. 73; BRACH 1996;
SCHUMANN 1985), welches seine Eignung bei Aktivierungsmessungen bewiesen hat
(MECHAU 2001; BRACH 1996; KUBIZ & MOTT 1996; BRACH ET AL. 1994; SCHRODE 1986;
BEYER & SCHUMANN 1981). Daher ist es naheliegend, dass es sich deshalb auch für
die kortikale Umkehrung dieser Prozesse eignen sollte (vgl. MECHAU 2001; STOCK
1996; KUBITZ & MOTT 1996). Im vorliegenden Ansatz wird nach Empfehlung von
MECHAU (2001) das gesamte EEG-Spektrum in der Umstellung von Ergotropie zu Tro-
photropie nach erschöpfender Fahrradergometrie untersucht, da auch langsamere
EEG-Frequenzbänder signifikante Umstellungsunterschiede aufweisen (MECHAU 2001
S. 25; STOCK 1996; SCHRODE 1986; WARRENBURG ET AL. 1980, S. 90). Um den Einfluss
von Bewegungsartefakten und Regulationseinfüssen durch Lageänderungen auszu-
schließen, wurden die EEG-Messungen, wie die gesamte Erholung, passiv liegend ab-
solviert (vgl. MECHAU 2001, S. 109).
7.1 Belastungskomplex 1
7.1.1 Belastungsabstufung
Für die Vergleichbarkeit der hirnelektrischen Messergebnisse ist es von Bedeutung,
dass trotz unterschiedlicher Belastungsregime vergleichbare Beanspruchungen ent-
stehen. Diese Vorgaben, abgeleitet aus Vortests in den Belastungsregimen FB und
OB, wurden standardisiert und durch periphere Kontrollparameter überprüft. Die Er-
gebnisse der anthropometrischen Voraussetzungen liefern eine prinzipielle Vergleich-
barkeit. Die Leistungen in den einzelnen Belastungsregimen sind erwartungsgemäß si-
gnifikant verschieden, da die physischen Belastungsregime mit unterschiedlich großen
Muskelgruppen realisiert werden. Das stellt die geforderte Unabhängigkeit der Grup-
penvariable sicher. Die Beanspruchungen werden u.a. anhand der relativen Testlei-
stung zum Vortest definiert. Hier zeigt sich in den physischen Belastungsregimen (FB,
OB), zumindest in den submaximalen (4) und maximalen (5) Messbedingungen, ein
vergleichbar hohes Beanspruchungsniveau. Maximal lagen die Leistungen bei 94%
bzw. 97% der 100%-Vortestleistung (PPOmax). Die Ergebnisse der Blutuntersuchun-
gen und Katecholamine liefern erwartungsgemäße signifikante Anstiege mit physischer
Beanspruchung, aber nur einen schwachsignifikanten Gruppeneffekt bei den Leuko-
Diskussion 84
zyten, der sich zwischen FB und KB manifestiert. Vermutlich wird dieser Effekt durch
unterschiedliche Ausgangswerte beeinflusst (siehe Tab. 11).
In den unteren Belastungsstufen erweisen sich die relativen Stufenbelastungen signifi-
kant verschieden. Die KB-Untersuchung stellt sich insofern als nicht vergleichbar her-
aus, da sie offensichtlich eine gänzlich andere Modalität beansprucht als die physi-
schen Belastungsbedingungen. In der KB-Bedingung erreichen die Probanden im Ver-
gleich zur Referenzgruppe eine schwach-signifikant bessere KLT-Testleistung, gerin-
gere Fehleranteile und einen unterdurchschnittlichen Fehlerquotienten (0,5). Diese Er-
gebnisse lassen nach DÜKER & LIENERT (1959, S. 8) auf eine außerordentlich gute
Testleistung schließen, die ebenfalls ein hohes Maß an Beanspruchung mentaler und
kognitiver Systeme mit einschließt.
Zur Überprüfung der Beanspruchung dienen vor allem Kontrollparameter aus dem
Herz-Kreislaufsystem und dem metabolischen System. Diese Parameter sind aller-
dings nur zur Beurteilung der physischen Belastungsregime brauchbar. Die signifikan-
ten Anstiege der Herzfrequenz, des Laktats und des Ammoniaks bei zunehmender
Belastungsintensität dokumentieren die steigende Beanspruchung der jeweiligen Kör-
persysteme. Die signifikant geringeren HF-Werte für OB gegenüber FB sind auf die ge-
ringeren Leistungen und den geringeren Sauerstoffverbrauch der kleineren Muskel-
gruppen und damit auf die geringere Kreislaufbelastung zurückzuführen. Der fehlende
Laktatunterschied zwischen FB und OB ist durch die Leistungsstandardisierung erklär-
bar und beweist die Erfüllung der Belastungsvorgabe. Diese sah eine rein aerobe Er-
wärmungsstufe 1, eine primär aerobe Energiebereitstellung unterhalb des maximalen
Laktat Steady-States (max Lass) bei Stufe 2-3, eine stark aktivierte Glykolyse mit Lak-
tatakkumulation bei submaximaler Stufe 4 und einen deutlichen Anteil anaerober Ener-
giebereitstellung bei Laktatwerten um 6 mmol/l bei den maximalen Belastungsstufen 5
vor (FB, OB). Die hohe Beanspruchung des Stoffwechsels findet durch die kapillare
Ammoniakkonzentration ebenfalls Bestätigung. Bei hohen anaeroben Belastungen
weisen Ammoniakkonzentrationen nach NEUMANN ET AL. (1993, S. 80) und LEHNERTZ &
MARTIN (1988, S. 7F) hohe Korrelationen mit Laktatwerten auf. Auffallend ist bei KB die
schwach-signifikante Abnahme der Ammoniakkonzentration, die auf die geringe Stoff-
wechselbelastung zurückzuführen ist.
Exkurs: Interpretation der Stoffwechselparameter in FB und OB.
Bei vermehrt anaerober Belastung wird im Purinnukleotidzyklus (PNC) das Adenosin-
monophosphat (AMP) zu Inosinmonophosphat (IMP) und Ammoniak (NH3) verstoff-
wechselt. Bei erhöhter Muskelarbeit gelangt das vermehrt im Muskel gebildete Ammo-
Diskussion 85
niak über die Blutbahn ins Gehirn und diffundiert in die Hirnzellen, was dort eine Am-
moniakakkumulation zur Folge hat (LEHNERTZ 1989, S. 88F). LEHNERTZ (1989) berück-
sichtigt in seiner Arbeit nicht die Möglichkeit der Detoxifizierung des Ammoniaks durch
Glutamat. Dies wird bei MECHAU (2001, S. 145) mit einer möglichen Reduzierung des
Neurotransmitters Glutmat diskutiert. Durch die Pufferwirkung von Glutamat für eintre-
tendes Ammoniak ist eine Aktivitätsverschiebung im spontanen EEG zu langsamen
Frequenzbereichen denkbar (ebd.). Glutamat ist selbst Neurotransmitter und Vorläufer
des hemmenden Neuromodulators GABA (Gamma-Amino-Buttersäure). Ob allerdings
bei der vorliegenden Untersuchung in der Kürze der Zeit die Anhäufung ausreichender
Ammoniak-Mengen erfolgt, um im Neurotransmitterstoffwechsel auf zentrale Steuerung
und Antrieb Einfluss zu nehmen, bleibt eine Frage weiterer Untersuchungen. Die
schwachen bis mittleren positive Korrelationen zwischen metabolischen Parametern
(Ammoniak und Laktat) und frontalem MRCP-Power deuten auf solche Zusammen-
hänge hin. Während die Blut-Hirn-Schranke Ammoniak passieren lässt, wird sie als
kaum „permeable“ für Laktat angesehen (MECHAU 2001, S. 143). Es ist also unklar, wie
viel Laktat auf welchem Wege zentral Einfluss nehmen kann. Diese Substanz ist eher
als Zwischenprodukt des Glucosestoffwechsels anzusehen. Infolgedessen ist sie ein
Indikator für eine zunehmende metabolische Azidose, die über pH-Wert Absenkung die
Enzymaktivität verschlechtert und schließlich die Energiebereitstellung verlangsamt
und somit die Leistungsabgabe zurücksetzt.
Die kognitive Belastung in KB kann also mit den Kreislauf- und Stoffwechselparame-
tern nicht hinreichend quantifiziert werden und die psychometrisch ermittelten Befind-
lichkeitswerte und die Ergebnisse im KLT lassen keine Rückschlüsse auf erhöhte Be-
anspruchung im KB-Versuch zu. Die Frage zur subjektiven Ausbelastung ergab nach
Konzentrationsbelastung signifikant niedrigere Werte als bei den physischen Bela-
stungsbedingungen (siehe Abb. 19). Dennoch war die Leistung besser als im Refe-
renzkollektiv der Testentwickler. Offenbar setzt eine deutlich gute Konzentrationslei-
stung nicht zwangsläufig eine höhere Beanspruchung voraus. Nach dem BBK (OLIVIER
& DILLINGER 2003, S. 336) spräche dies für die Berücksichtigung der individuellen Res-
sourcen für die geforderte Aufgabe, die in dieser Arbeit für KB nicht erfasst werden
konnten. Eine weitere Möglichkeit bestünde darin, dass die von DÜKER UND LIENERT
(1959, S. 13) gelieferten Referenzen nicht repräsentativ für das Untersuchungskollektiv
sind. Die Autoren (ebd.) sprechen selbst einschränkend von „einigermaßen repräsen-
tativen“ Stichproben bei der Normgruppe.
Diskussion 86
Einen besseren Belastungsindikator stellt möglicherweise die Konzentrationserhöhung
der Katecholamine nach der mental kognitiven Testreihe KB dar. Im Sinne eines eher
psychischen als physischen Stresses wurde ein Anstieg von Adrenalin erwartet. Aller-
dings kann dieser Anstieg auch aus zeitlichen Abnahmeschwankungen resultieren.
Während im KB-Durchgang die Blutabnahmen genau 25 min nach Belastungsende
stattfinden konnten, kam es nach der physischen Maximalbelastung oft zu Verzöge-
rungen durch artifizielle Einflüsse. Da die höhere Priorität bei der MRCP-Messung lag,
kann nicht ausgeschlossen werden, dass eine zeitlich verzögerte Messung stattfand.
Zu berücksichtigen sind bei der Interpretation die unterschiedlichen Halbwertzeiten der
Katecholamine. Diese betragen bei den freien Fraktionen ca. 2 min, während sie bei
den sulfatierten zwischen 20 - 180 min liegen (STROBEL 2002, S. 84; STROBEL ET AL.
1999; WEICKER & STROBEL 1994). Somit beeinflusst eine mögliche Zeitverschiebung
besonders die gemessenen freien Katecholamine.
7.1.2 MRCPs
MRCPs sind über präzentralen Kortexarealen ableitbare negative Gleichspannungs-
potentialverläufe vor willkürlichen Bewegungshandlungen. Sie stehen im Zusammen-
hang mit informationsverarbeitenden Prozessen der Bewegungsgenerierung. Damit
stellen sie ein Erfolg verspechendes Werkzeug zur Erforschung der kortikalen Bewe-
gungsplanung und –kontrolle dar (vgl. Brunia & Van Boxtel 2000, S. 510-11; Hallet
1994; Kornhuber et al. 1980; Schober 1987, S. 239; Deecke & Kornhuber 1977, S.
133). Negative Potentialverschiebungen werden als Aktivierung interpretiert (Ressour-
cenbereitstellung), während positive Potentialverschiebungen eher den Verbrauch der
Ressourcen (Deaktivierung) darstellen (BIRBAUMER & SCHMIDT 1996, S. 503; SCHOBER
1987, S. 56). Der charakteristische MRCP-Verlauf zeigt eine zunächst flach zuneh-
mende Negativierung etwa 1,5-1 s vor dem definierten Bewegungsanfang. Ca. 0,4 s
vor der Bewegung - erfolgt eine stärkere Steigung der MRCP-Kurve, die etwa im Be-
wegungsbeginn ihr Maximum erfährt, gefolgt von sofortiger „explosiver“ Depolarisation
(vgl. HALLET 1994; KORNHUBER ET AL. 1980, S. 240; KORNHUBER & DEECKE 1965).
Der charakteristische MRCP-Kurvenverlauf ist in den „Grand Average“ Darstellungen
aller Studien zum Belastungskomplex 1 auch nach hoher dynamischer Beanspruchung
(Abb. 24-28) erkennbar (vgl. BARTHEL ET AL. 2002, S. 27). Die MRCP-Ergebnisse beim
Pedalantritt stimmen mit denen klassischer Studien zu Fuß- und Handbewegungen
(BRUNIA & VAN DEN BOSCH 1984, S. 523) sowie zu Fuß- und Beinbewegungen
(BÖCKER ET AL. 1994, S. 292FF; BOSCHERT & DEECKE 1986, S. 176; SHIBASAKI ET AL.
Diskussion 87
1981, S. 509) überein. Die topographische Verteilung der Hirnpotentiale vor Fußbewe-
gungen mit dem größten MRCP über dem Vertex (SHIBASAKI ET AL.1981, S. 512,
BOSCHERT & DEECKE 1986, S. 177; DEECKE & KORNHUBER 1977, S. 133), trifft bei allen
Studien im Belastungskomplex 1 zu (Abb. 25-28).
In den vorgestellten Untersuchungen zum Belastungskomplex 1 finden sich überwie-
gend symmetrisch verteilte Aktivierungen 100 ms vor der Bewegung. Eine ähnliche
Verteilung registrieren SHIBASAKI ET AL. (1981, S. 513) vor Finger- und Fußbewegun-
gen, allerdings in früher Phase des Potentialverlaufs. Sie stellen Lateralitätsasymmetri-
en in den späten Phasen des MRCPs fest und folgern daraus, dass die frühe MRCP-
Phase eine nichtspezifische Funktion und die späte Phase (NS‘) eine spezifische Auf-
gabe bei der kortikalen Vorbereitung der auszuführenden Bewegung einnimmt (ebd.).
Bei topographischer MRCP-Verteilung vor Fußbewegungen wird manchmal eine „pa-
radoxe ipsilaterale Hemisphärenpräponderanz“ beschrieben (BOSCHERT & DEECKE
1986, S. 177FF; BRUNIA & VAN DEN BOSCH 1984). Hiermit ist eine stärkere Negativie-
rung der späten MRCP-Komponenten auf der (paradoxen) ispilateralen Hemisphäre
gemeint. Als Erklärung für dieses Phänomen sehen die Autoren die tiefere Lage der
Fuß und Bein repräsentierenden Areale in der „Zentralfurche“, die ein Dipolfeld erzeu-
gen können, welches die paradoxe ipsilaterale Negativierung widerspiegelt (BÖCKER ET
AL. 1994; BOSCHERT & DEECKE 1986, S. 177FF; BRUNIA & VAN DEN BOSCH 1984).
Die in Belastungskomplex 1 beschriebene symmetrische Aktivierung kann im unbe-
wussten Mitbewegen des passiven linken Beines im Bewegungsmuster des Antritts
begründet liegen, da sich die Untersuchungsgruppen überwiegend aus raderfahrenen
Sportlern (Triathleten und Radsportlern) zusammensetzten, die nach Trainingszeit und
Leistungsstand über ein aktives „Zug-Druckmuster“ beim Pedalantritt verfügen dürften
(siehe Tab. 1).
Durch die vorgenomme Parametrisierung der MRCP-Kurve sind die zeitlichen Kompo-
nenten MRCP-onset und MRCPmax-t abhängig von der Technik des Triggers für den
definierten Bewegungsanfang. Gute Übereinstimmungen gibt es beim dargestellten
MRCP-onset (ca. -1500 bis -1300 ms), NS‘ (zwischen -500 bis -300 ms) und
MRCPmax-t (-50 bis -80 ms) mit Ergebnissen von Forschergruppen, die ebenfalls mit
Schaltertriggerung arbeiten (BÖCKER ET AL. 1994, S. 290 FF; BRUNIA & VAN DEN BOSCH
1984, S. 516). Wissenschaftler, die bspw. mit EMG-Trigger arbeiten, stellen prinzipiell
vergleichbare Forschungsergebnisse mit kürzeren Latenzen fest (SHIBASAKI ET
AL.1981, S. 509).
Diskussion 88
BÖCKER ET AL. (1994, S. 291) ermitteln z.B. ein „motor potential“ (MP) bei einer durch-
schnittlichen Latenz um –31 ms vor der Bewegung. In einem ähnlichen Latenzbereich
werden die MRCP-max Amplituden in dieser Arbeit gemessen. Mit dem qualitativen
MRCP-Verlauf und der Referenz von DEECKE UND KORNHUBER (1977, S. 139FF) ist da-
her anzunehmen, dass die MRCP-max Amplituden das MP repräsentieren. Die Aus-
prägungen der mittleren MRCP-max Amplituden über der Cz-Elektrode entsprechen
den Resultaten von SHIBASAKI ET AL. (1981, S. 509).
Die MPs repräsentieren die zentral organisierte neurale Aktivität des planenden Sub-
jekts zur Erfüllung seines Handlungsziels (vgl. SLOBOUNOV ET AL. 1998). Die MPs gel-
ten als abhängig von der Kraft und der Geschwindigkeit der Testbewegung (SIEMIONOV
ET AL. 2000; SLOBOUNOV ET AL. 1998; WALLENSTEIN ET AL. 1995, S. 56FF). Aufgrund der
konstanten Antrittsparameter (siehe Abb. 21-Abb. 24) kann eine veränderte Antrittsbe-
wegung als Ursache ausgeschlossen werden, so dass die bewegungsbezogene Kor-
texaktivität als „hirnelektrische Kompensationserscheinung“ zur Aufrechterhaltung der
Testbewegung verstanden werden muss.
Allerdings fällt im nachhinein auf, dass die MRCP-Parametereinteilung in der vorlie-
genden Arbeit keine wirkliche Unterscheidung für frühe Komponenten vorsieht. Damit
ist eine Vergleichbarkeit bzgl. der frühen MRCP-Komponenten mit anderen Untersu-
chungsergebnissen eingeschränkt. Neben den zeitlichen MRCP-Parametern wie
MRCP-onset, stellen die mittleren Amplituden MRCP 500-100 die früheste Kompo-
nente dar, die ihrerseits bereits Anteile des NS‘ beinhalten (HALLET 1994).
Insgesamt ist es gelungen, zu einer sportartspezifischen Handlung gehörige MRCPs
auch nach hoher dynamischer Beanspruchung bei unterschiedlichen Belastungsregi-
men (FB, OB, KB) zu ermitteln. Damit ist die erste Zielsetzung dieser Arbeit erfüllt. Im
nächsten Abschnitt gilt es zu klären, ob es mit diesem Messverfahren möglich ist,
MRCP-Veränderungen aufgrund psychophysischer Ermüdungseinflüsse auf die zen-
tralnervöse Bewegungsplanung herauszufinden und hierfür charakterisierende Mess-
größen zu ermitteln.
7.1.3 Einfluss der Beanspruchung durch unterschiedliche Belastungsregime
auf das MRCP
Innerhalb der FB- und OB-Untersuchungsreihe kann anhand der qualitativen Analyse
der Hirnpotentiale (vgl. Abb. 26 - Abb. 29) gezeigt werden, dass nach zunehmender
physischer Belastung charakteristische Veränderungen der MRCPs vorkommen und
sich topographisch unterschiedlich ausdehnen. Die mentale Belastung der KB-Studie
Diskussion 89
löst diesen Trend nicht aus. Bei vergleichender Betrachtung der MRCPs in den einzel-
nen Studien fällt wiederum auf, dass die MRCP-Aktivitäten vor Antrittsbewegungen
nach hohen fahrradergometrischen Belastungen (FB) nicht nur insgesamt größer sind,
sondern sich überdeutlich in den frontalen Kortex ausweiten. Die Belastung mit Arm-
kurbelergometrie (OB) zeigt ebenfalls eine zunehmende MRCP-Negativität, symme-
trisch begrenzt über präzentral-zentraler und parietaler Rindenregionen, aber eben
nicht frontal. Der mögliche Einwand, dass die Testreihenfolge und die damit verbunde-
nen Bedingungen für diese Ergebnisse verantwortlich sind, kann zum Teil entkräftet
werden, da die Probanden bereits im FB-Durchgang 2 bis 4 Mal den Test absolvierten,
und ein augeprägter Lerneffekt bzgl. der einfachen und beherrschten Testbewegung
nicht zu erwarten ist. Offensichtlich erfordert die Antrittsbewegung mit zunehmender
Erschöpfung mehr frontale MRCP-Aktivität, wenn die Testmuskulatur zusätzlich bean-
sprucht (FB) ist. Denn dies ist nicht der Fall, wenn die Testbewegungsmuskulatur un-
beansprucht ist (OB). Die Akkumulation von Stoffwechselprodukten oberhalb des
„Steady-States“ erfordert zunehmende Kompensationseigenschaften von beteiligten
Körpersytemen und einen höheren zentralen Antrieb.
Dieses qualitativ beschriebene Phänomen lässt sich anhand verschiedener Parameter
(Amplituden, Powerwerte) für die MRCPs über spezifische Cz, Fz-, Pz- Elektrodenpo-
sitionen quantitativ statistisch erhärten.
Die maximalen frontalen (Fz) und zentralen (Cz) MRCP-Amplituden zeigen eine
schwach-signifikante Beanspruchungsabhängigkeit mit höherer Negativität bei größe-
rer physischer Vorbeanspruchung (FB, OB) (Abb. 29 und 31).
Aber nur die frontalen (Fz100, Fz5-100, FzPower) und teilweise die parietalen (Pzon-
set, PzPower) MRCP-Parameter liefern zusätzliche schwach-signifikante Studienef-
fekte (Abb. 31 - Abb. 34). Ausgangswertunterschiede haben nach Datenrelativierung
und statistischer Überprüfung keine Auswirkung auf die genannten Ergebnisse. Der si-
gnifikante Studieneffekt zeigt einen bedeutsamen Einfluss bei zusätzlich ermüdeter
Antrittsmuskulatur auf die MRCP-Ergebnisse an.
Der allgemeine Beanspruchungseinfluss in der Armkurbelergometrie (OB) bis zur Er-
schöpfung bringt nur tendenziell zunehmende fronto-zentrale MRCPmax Amplituden
hervor. Während bei zusätzlich überlagernder Beanspruchung der Antrittsbewegungs-
muskulatur (FB) die zunehmenden MRCP-Negativitäten (Czmax, Fzmax, Fzpower,
Fz100, Fz5-100) eine viel höhere Aktivität abbilden. Diese MRCP-Aktivitäten im fron-
talen Kortex bei FB weisen schwach-signifikante Studienunterschiede zu OB auf.
Diskussion 90
Nachdem veränderte Bewegungsbedingungen (siehe biomechanische Messwerte) in
der vorliegenden Untersuchung ausgeschlossen werden können, müssen die kortika-
len Veränderungen als Kompensationseigenschaften aufgefasst werden.
Eine psychische Einflussnahme, die durch Konzentration und Aufmerksamkeit im Er-
müdungszustand die MRCP-Negativität beeinflusst, wird für möglich gehalten (FREUDE
& ULLSPERGER 1987; KORNHUBER & DEECKE 1965, S. 9; KRISTEVA & KORNHUBER 1980,
S. 181; DEECKE ET AL. 1985, S. 150; MC ADAM & SEALES 1969, S. 72FF).
Konzentrations- und Aufmerksamkeitsverlust wurden nicht durch spezifische Tests er-
fasst. Elektrophysiologische Veränderungen, die auf mentale Ermüdung schließen las-
sen, waren im vorliegenden Experiment nicht auszumachen. Psychometrische Tests
wurden nicht durchgeführt, Vitalität und Vigilanz waren nach der Basler Befindlich-
keitsskala unverändert. Die MRCP-Messphasen im Belastungskomplex 1 besitzen In-
tervallcharakter, so dass auch eine Erholung in den Intervallpausen nicht ausgeschlos-
sen werden kann. Andererseits kann aus dem Ergebnis vorsichtigerweise geschlossen
werden, dass die erbrachte Konzentrationsleistung in KB (Rechnen) eine Beanspru-
chung in einer anderen Modalität verursacht, als Testprozeduren mit rein motorischen,
willkürlichen, monotonen, wiederholten simplen Bewegungen.
Offenbar müssen die ermüdenden Beanspruchungen für die Testbewegung spezifisch
sein, um sich messbar zentralnervös auszuwirken. Betrachtet man die Untersuchungen
mit physischen Beanspruchungen, zeigt der Vergleich der MRCPs im Zustand vor dem
Test mit dem Zustand nach submaximaler bzw. maximaler Belastung, dass die MRCPs
nach maximaler Belastung eine zunehmende Negativität in Leistungs- und Amplitu-
denwerten aufweisen (vgl. Abb. 30 - Abb. 34).
Diese Ergebnisse stimmen mit JOHNSTON ET AL. (2001) überein, die bei zunehmender
Ermüdung eine kortikale Aktivierung (Zunahme der MRCPs), besonders im Supple-
mentär-motorischen Areal (SMA) und in den sensomotorischen Arealen fanden. Nach
ODA ET AL. (1996, S. 252) spiegelt fronto-zentrale und zentrale Negativität größere
SMA-Aktivität wider.
Eine denkbare Erklärung für die frontale und parietale MRCP-Zunahme bei FB nach
der Belastung ist möglicherweise die kortikale Kompensation der verschlechterten Be-
wegungsbedingungen, die aus der bewegungsausführenden Muskulatur durch senso-
rische Afferenzen gemeldet und durch Aufmerksamkeits-, Konzentrations- und Motiva-
tionserhöhung kompensiert werden, um die Testbewegung weiterhin korrekt durchfüh-
ren zu können. In diesem Kontext könnte man die psychologischen Komponenten zu-
sammenfassend auch als Willensstärke gegen physische Erschöpfung beschreiben.
Diskussion 91
Die schwach-signifikante Abnahme der Vitalität und tendenzielle Abnahme der Vigilanz
nach Belastung in FB deuten vermutlich auf eine Beanspruchung dieser Eigenschaften
hin sowie die überwiegende Ausbelastungseinschätzung der Probanden nach physi-
scher Belastung.
In neuen PET-Untersuchungen finden KOROTKOV ET AL. (2005) bei Muskelermüdung
Aktivierungen des primären Motorkortex (MI), der primären- und sekundären somato-
sensorischen Areale (SI, SII), der somatosensorischen Assoziationsareale (SAA), der
temporalen Areale (AA) und der supplementär motorischen Areale (SMA). Nach diesen
Autoren deuten diese Aktivierungen auf komplexe Verarbeitung exitatorischer und inhi-
bitorischer Verschaltungen hin (ebd.). Sie vermuten aufgrund des erhöhten Aktivie-
rungslevels, dass die einlaufenden sensorischen Afferenzen aus der Arbeitsmuskulatur
weniger Einfluss ausüben und somit die Kraft und Bewegung trotz verschlechterter Be-
dingungen aufrecht erhalten werden kann.
Willentliche motivationale Erhöhung der Aktivität in somatosensorischen und assoziati-
ven Kortexarealen mit Schaltwirkung ist eine These, die es zukünftig zu untersuchen
gilt. Problematisch erweist sich dabei nur die messtechnische Erfassung der Motivation
oder der Willenskraft, zumal man nicht einmal weiß, ob es den „freien Willen“ gibt
(HALLET 2001, Internetquelle; MECHSNER 2003).
Zur vorläufigen Interpretation kann man die Funktion des supplementärmotorischen
Areals (SMA) bei der Umsetzung des motorischen Programmes in motorische Aktionen
in Betracht ziehen. Ihre Aktivität kennzeichnet das “Go“-Signal des vorausgewählten
Bewegungsplans, welcher z.T. aus tieferen Hirnstrukturen stammt (DEECKE ET AL.
1985, DEECKE 1990, S. 618). In dieser Modellvorstellung ist es denkbar, dass Amplitu-
denveränderungen beim MRCP eine Umorientierung subkortikaler Funktionsschleifen
reflektieren, die eine Bewegungssequenz durch Hemmung unnötiger Bewegungsan-
teile verstärken. Die Ausweitung in der Map-Darstellung (Abb. 28) bei FB stellt vermut-
lich das neurophysiologische Korrelat für die Unterdrückungsanstrengung störender
Bewegungsimpulse dar (LANG ET AL. 1994, S. 406; JOHNSTON ET AL. 2001). Eine weite-
re Möglichkeit wäre, dass die subkortikalen Strukturen mehr Informationen unter Er-
müdung brauchen, da das Bewegungsmuster nicht mehr so räumlich-zeitlich gegliedert
werden kann, wie es erlernt war. Es entspricht nicht mehr der auszuführenden Bewe-
gungsanforderung (Kraft, Schnelligkeit). Dadurch wird es notwendig, sich an die neuen
Umstände anzupassen und den Bewegungsplan zu modifizieren, was einer Kompen-
sation gleichkommt. Dies würde den Czmax-Anstieg bei FB und OB erklären. Zusätz-
lich könnte durch die Verschiebung des Czmax-t in Richtung Trigger die Zeit der effe-
Diskussion 92
renten Entladungssalven verkürzt sein. Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen
Anpassungs- und Lernprozessen auf das MRCP lieferte bereits TAYLOR (1978). Die to-
pographische Ausweitung des MRCPs in den frontalen Kortex könnte auf zunehmende
Motivation für die Bewegungsausführung hinweisen.
Zusammenfassend lässt sich faktisch feststellen, dass ohne Beanspruchung der Test-
muskulatur die späten MRCP-Komponenten bei willkürlichen Pedalantritten über den
zentralen Rindenregionen nach hoher dynamischer Beanspruchung nur gering verän-
dert sind. Ist primär die Testmuskulatur beansprucht, zeigen sich vorwiegend die Lei-
stungen und späten Amplitudenanteile der MRCPs in frontalen und parietalen Hirn-
arealen beeinflusst. Rein mentale konzentrative Beanspruchungen haben keinen Ein-
fluss auf die kortikale Bewegungungsgenerierung im MRCP.
Somit ergeben sich aus der Diskussion 7.1 für die Beurteilung der Forschungshypothe-
sen 1.1) bis 1.5) folgende Aussagen:
Hypothese 1.1) wird bestätigt. Es ist gelungen, das zu einer sportartspezifischen
Handlung gehörige MRCP auch nach hoher dynamischer Beanspruchung bei unter-
schiedlichen Belastungsregimen (FB, OB, KB) zu ermitteln.
Hypothese 1.2) kann bestätigt werden. Nach hoher dynamischer Vorbeanspruchung
stellen sich die MRCP-Negativitäten im Vergleich zur Ruhesituation nach JOHNSTON ET
AL. (2001) im Sinne einer zentralnervösen Aktivierung dar.
Hypothese 1.3) wird ebenfalls bestätigt. Die lokale Beanspruchungssituation der Test-
muskulatur beeinflusst besonders die frontalen MRCP-Veränderungen.
Hypothese 1.4) muss verworfen werden. Die MRCP-Veränderungen sind, wenn über-
haupt, nur tendenziell in der präzentralen Hirnrinde erkennbar.
Hypothese 1.5) kann nicht beantwortet werden. Es gibt keine Lösung, da kein er-
schöpfender Zustand durch kognitive Beanspruchung erzeugt werden konnte. Kon-
zentrative (Rechen) Leistungen beeinflussen die kortikale Bewegungsvorbereitung im
MRCP nicht.
7.2 Belastungskomplex 2
7.2.1 Wie stellt sich der elektrophysiologische Erholungsprozess im Gehirn
nach erschöpfender Beanspruchung dar?
Das downregulierende hirnelektrische Verhalten nach erschöpfender Beanspruchung
zeigt in den verschiedenen Frequenzbereichen zeitliche und topographische Unter-
schiede bei der Abnahme der spektralen EEG-Leistungsdichten im Verlauf der 135-
Diskussion 93
minütigen Regenerationsphase. Ausgehend von der Kenntnis der Aktivierungszunah-
me bei physischer Belastung ist diese Umkehrung in der Erholung plausibel. Insofern
sind die Ergebnisse von STOCK ET AL. (1996) heranziehbar, die nach standardisiertem
Krafttraining im gesamten Frequenzspektrum indes einen Anstieg feststellen. Aller-
dings wurde in der vorliegenden Untersuchung keine Ruhemessung als Baselinemes-
sung vorgenommen, so dass keine Bewertung des Ausmaßes der Leistungsdichtenzu-
nahme durch die Belastung möglich ist. Mit der Kenntnis früherer Forschungsergebnis-
se kommt es während einer Belastung zu einer kortikalen elektrischen Aktivierung mit
Depression in Alpha- und Zunahmen bei Beta-Leistungen (SCHUMANN ET AL. 1993A;
BRACH ET AL. 1994; KUBITZ & MOTT 1996), die nach Belastung in einer Deaktivierung
münden (Alpha hoch, Beta Abnahme) (KUBITZ & MOTT 1996). Eine prinzipielle Beein-
flussung des gesamten EEG-Frequenzspektrums nach extensiver und intensiver Lauf-
belastung wird ebenfalls bei MECHAU ET. AL. (1995) konstatiert. Die dort gefundenen,
auf den ersten Blick konträren Ergebnisse zu STOCK ET AL. (1996) (Abnahme in vielen
Frequenzleistungen), sind vermutlich im Messprotokoll begründet. Während bei
MECHAU ET AL. (ebd.) die EEG-Messprozedur exakt im Belastungsabbruch stattfand,
um direkt auf Beanspruchungssituationen zu schließen, wurde bei STOCK (ebd.), wie
auch bei der vorliegenden Studie, das „postexercise“ EEG nach venöser Blutentnahme
abgeleitet. Somit befand sich die Messung (M1), ähnlich wie STOCK ET AL. (1996) zwi-
schen drei und sechs Minuten nach Belastungsabbruch, also in der frühen Regenerati-
onsphase.
Es gilt festzuhalten, dass aufgrund jetziger Erkenntnisse sowie aufgrund früherer Un-
tersuchungen (BARTHEL ET AL. 2002; MECHAU 2001; STOCK ET AL. 1996; MECHAU ET AL.
1995) beim Nachbelastungs-EEG eine Betrachtung über das gesamte Frequenzspek-
trum sowohl möglich als auch notwendig ist, und sich nicht nur auf die Alpha-
Frequenzen beschränken darf. Die Veränderungen in den verschiedenen Leistungs-
spektren zu unterschiedlichen Regenerationszeiten können als elektrophysiologische
Mechanismen zur Umschaltung in verschiedene Regenerationsphasen verstanden
werden.
7.2.2 Welche Beziehung besteht zu sympathico-adrenerger Downregulation?
Die Werte der Katecholamine unmittelbar nach Belastung entsprechen der Bela-
stungshöhe in der Nähe der Maximalleistung in analogen Labortests, wozu es neben
der Mobilisierung physischer Ressourcen auch einer emotionalen Komponente (Auf-
bringen von Willenskraft) bedarf (WEICKER ET AL. 1981). Fehlende Gruppenunterschie-
Diskussion 94
de im Hormonverhalten dürften Ausdruck der erfolgreichen, individuellen Anpassung
der Belastung sein, wobei leicht höhere NA- und DOP-Werte der leistungsfähigeren
Sportler für die Fähigkeit sprechen, diese Systeme stärker zu mobilisieren und damit
auch entsprechend Kreislauf (HF) und Stoffwechsel (La) stärker zu aktivieren. Auf-
grund fehlender Trainingsprotokolle kann dieser hypothetische Trainingseffekt nicht
beantwortet werden, denn für eine bessere Symphatikusaktivieung und höhere Lei-
stungssteigerungen bei Leistungsfähigeren fehlen nach Strobel (2002, S. 84) bislang
geeignete Studien.
Die ermittelten Korrelationen der Katecholamine mit Alpha2- und Beta2-Frequenzen
über prämotorischen, motorischen und sensomotorischen Kortexarealen deuten auf
interne Konsistenz der zerebralen und extrazerebralen Aktivierungssysteme hin. So
muss am physischen und emotionalen Geschehen eine gemeinsame Beteiligung vor-
liegen, die indirekt oder direkt ähnlich wie an der zentralen Mitinnervation gekoppelt ist.
Dieser mathematisch führbare Hinweis auf Interaktivität zentraler Mechanismen mit pe-
ripheren Mechanismen der Stress-Bewältigung (und im Folgenden der Downregulation
von Stress) ist so bisher kaum diskutiert worden. STOCK ET AL. (1996) finden ebenfalls
Korrelationen mit besagten Frequenzen und diskutieren eine hypothalamische Aktivie-
rung des symphatischen Nervensystems oder eine Art Rück-Stimulierungs-Fähigkeit
aufgrund hoher Plasmakatecholamin-Konzentrationen auf das ZNS. Dieses wird auch
von DRISCHEL & DETTMAR (1972) im Tierversuch dagestellt. Die gleichbleibend auf
niedriges Niveau gesunkenen Werte der Katecholamine ab der 45 min Messung wei-
sen auf Rückkehr zur Basisaktivität des symphatico-adrenergen Systems hin und fin-
den Bestätigung bei STOCK ET AL. (1996), die nach 45 min einen Rückgang der Ka-
techolamine auf Vorbelastungwerte feststellen. Vermutlich ist damit in dieser Hinsicht
der Erholungsvorgang abgeschlossen. Der Grund warum sich die EEG-Daten auch
noch danach verändern, muss zum derzeitigen Stand der Forschung offen bleiben.
7.2.3 Welchen Einfluss hat die aerobe Leistungsfähigkeit auf die kortikale
Downregulation?
Signifikante Unterschiede der Sportlergruppen in der Leistungsfähigkeit bei identischen
anthropometrischen Daten stellen die Einteilung in unabhängige Gruppen sicher.
Es können im EEG, bei den gut-leistungsfähigen Sportlern signifikant geringere fronto-
zentrale Theta-Leistungen sowohl nach 3 min, als auch nach 135 min und erhöhte Al-
pha2-Leistungen nach 135 min Regeneration gemessen werden.
Diskussion 95
Dieses ist ein neues Ergebnis, welches bisher noch nicht festgestellt worden ist.
SCHRODE ET AL. (1986) interpretieren eine Theta-Zunahme bei Abnahme anderer Fre-
quenzen im Sinne eines meditativen Zustandes in automatisierten Bewegungen.
BÖSEL (1993) diskutiert zentrale und präzentrale Theta-Erhöhung als extensive hand-
lungsrelevante Gedächtnisaktivierung. AFTANAS & GOLCHEIKINE (2001) schlussfolgern
in Meditationsgruppen, bei geringem zentralen Theta eine fehlende Fähigkeit meditati-
ven Status zu halten. BASAR ET AL. (2001) diskutieren mit MILLER (1991) eine Interak-
tion zwischen frontaler Theta- und Hippocampusaktivität bei der Kontrolle eingehender
sensorischer Stimuli (vgl. auch DIETL ET AL. 1999). Denkbar ist eine Beeinflussung des
fokalen Thetabandes durch Enthemmung des limbischen Systems. Dies besitzt ausge-
prägte Funktionsschleifen zum Hippocampus-Septum. Einen Bezug zwischen Hippo-
campus- und Theta-Aktivität liefert BÖSEL (1993, S. 85). Ein zusammenfassender
Überblick über Hippocampusaktivität und Thetaeinfluss findet sich bei SIMMEL (1999).
Zur Aufklärung dieses Zusammenhangs ist es sinnvoll, zukünftig die temporalen Mess-
elektroden in die Analytik mit einzubeziehen, da diese den emotionalen Hirnzentren
(limbisches System) am nächsten kommen.
Die höheren Katecholaminwerte und niedrigeren fronto-zentralen Theta-Leistungen bei
den „gut-Leistungsfähigen“ sind lohnenswert, weiter mit der Hypothese zu verfolgen,
dass entweder eine große Sensitivität des adrenergen Systems auf Theta-Aktivierung
vorliegt oder die Aktivität des peripheren Symphatikus eher hemmend auf Theta wirkt.
Zentro-parietale größere Alpha2-Leistungen (9,75-12,5Hz) bei der gut-leistungsfähigen
Gruppe nach 135 min Regeneration könnte auf eine beginnende Aktivierung hindeu-
ten. KLIMESCH (1999) konstatiert in seinem Reviewartikel bei jungen, gesunden Er-
wachsenen mit niedrigen Theta- und großen Alpha2-Leistungen eine gute geistige Lei-
stungsfähigkeit.
Nach vorangeganger Diskussion im Abschnitt 7.2 kann Folgendes festgehalten wer-
den.
Hypothese 2.1 kann bestätigt werden. Zur Beschreibung elektrophysiologischer Um-
stellungsprozesse im Gehirn nach erschöpfender Beanspruchung reicht eine Fokussie-
rung auf die Alpha- und Beta-Frequenzen nicht aus.
Hypothese 2.2 muss verworfen werden. Es zeigen sich keine eindeutigen Unterschiede
in kortikaler Downregulation in Abhängigkeit von der Leistungsfähigkeit.
Hypothese 2.3 kann bestätigt werden. Es gibt zwischen zentraler hirnelektrischer und
peripherer sympathico-adrenerger Umstellungsreaktion zumindest in der Frühregene-
ration korrelative Zusammenhänge.
Diskussion 96
7.3 Schlussfolgerungen
Es konnte im ersten Untersuchungsansatz ausführlich gezeigt werden, dass sich die
MRCPs auch nach intensiveren sportlichen Beanspruchungen bei willkürlichen sport-
artspezifischen Bewegungshandlungen erfassen lassen. Die MRCPs zeigen in Abhän-
gigkeit vom jeweiligen Belastungregime unterschiedliche topographische Verteilungen
und Amplituden. So nehmen die Parameter MRCPpower und MRCPmax mit zuneh-
mender Belastung (FB und OB) zu. Die Ausbreitung eines MRCPs in die frontalen Hir-
nareale spiegelt vermutlich den Einfluss verstärkter Motivation oder stärkerer Bewe-
gungskontrolle durch Hemmung unnötiger Zusatzbewegungen wider. Dies ist zudem
der Fall, wenn die Testbewegungsmuskulatur zusätzlich beansprucht ist (vgl. FB). Hier
spielen vermutlich die frontale Steuerung und Integration somatosensorischer Areale
bei der Verarbeitung sensomotorischer Afferenzen eine Rolle. Bei ausgeruhter Test-
bewegungsmuskulatur zeigen sich nur tendenziell die MRCP-Negativierungen mit der
Beanspruchung, wobei die frontalen Elektroden nur geringe (OB) oder keine (KB)
MRCP-„Aktivität“ liefern. Eine hohe kognitive Konzentrationsleistung in KB bedeutet
nicht zwangsläufig eine hohe Beanspruchung. Hierauf deuten unbeeinflusste MRCPs
bei der kortikalen Bewegungsorganisation und konstante periphere Kontrollparameter,
mit Ausnahme der Katecholamine, hin.
Im zweiten Untersuchungsansatz konnte im vorliegenden Modell nicht eindeutig be-
wiesen werden, dass eine bessere Ausdauerleistungsfähigkeit die zentralnervale Er-
holung positiv beeinflusst. Hier besteht weiterer Forschungsbedarf. Allerdings wird eine
downregulierende Beeinflussung auf das gesamte EEG-Frequenzspektrum festgestellt.
Diese gesamtspektralen Veränderungen können als elektrophysiologische Mechanis-
men zur Umschaltung in verschiedene Regenerationsphasen verstanden werden. Eine
Interaktion zwischen zentralen und peripheren Mechanismen der Stress-Bewältigung in
der Downregulation kann korrelativ ermittelt werden. Die fronto-zentrale Thetaaktivität
als Ausdruck emotionaler Beteiligung ist bei „gut-leistungsfähigen“ Sportlern geringer
und kann bei gleichzeitigen höheren Apha2-Leistungen für eine gute kognitive Fähig-
keit sprechen und damit für eine bessere Erholung stehen.
Zusammenfassung 97
8 Zusammenfassung
Problem: Sportliche Belastungsauswirkungen beschränken sich nicht nur auf periphe-
re muskuläre Systeme, sondern sie beziehen die zentrale Steuerungsebene mit ein.
Ebenso ist das richtige Verhältnis von Beanspruchung und Erholung zentraler Regula-
tionsmechanismen für eine nachhaltige sportliche Leistungsentwicklung von Bedeu-
tung.
Insofern können erschöpfende Beanspruchungen zu kompensatorischen Anpassungen
des Zentralnervensystems in der Bewegungsgenerierung führen. Bisher konnten die
zentralen und peripheren Ermüdungsformen in Beanspruchungssituationen kaum diffe-
renziert werden, da sie sowohl lokal als auch allgemein auftreten können. Nach einfüh-
rendem Exkurs zur sportwissenschaftlichen Einschätzung von Belastung und Bean-
spruchung wird der wissenschaftliche Kenntnisstand zu Belastungsauswirkungen auf
das Gehirn mit Berücksichtigung neuester bildgebender Verfahren dargestellt. Die For-
schungsansätze werden mit elektroenzephalographischen (EEG) Methoden unter-
sucht. Dieses Verfahren hat Vorteile, weil die informationsverarbeitenden Prozesse
sehr schnell ablaufen und das EEG eine gute zeitliche Auflösung besitzt und sich für
Verlaufsuntersuchungen eignet. In zwei Forschungsansätzen werden movement-
related-cortical potentials (MRCPs) bei willkürlichen sportspezifischen Bewegungs-
handlungen und die zentralnervale Umstellung im Erholungs-EEG erfasst. Die Unter-
suchungen werden von folgenden Hypothesen geleitet:
(1.1) MRCPs sind auch nach hoher dynamischer Beanspruchung ableitbar.
(1.2) Nach hoher dynamischer Beanspruchung zeigen diese MRCPs Unterschiede ge-
genüber dem Zustand in Ruhe als Ursache einer veränderten „zentralnervösen
Aktivierungssituation“.
(1.3) Diese belastungsabhängigen MRCP-Veränderungen werden durch lokale Bean-
spruchungszustände der Testbewegungsmuskulatur beeinflusst.
(1.4) Die MRCP-Veränderungen sind ebenfalls nachweisbar, wenn die Testbewegung
mit nicht beanspruchter Muskulatur ausgeführt wird.
(1.5) Auch rein kognitiv erschöpfende Beanspruchungen beeinflussen die sich im
MRCP abbildende, kortikale Bewegungsvorbereitung.
(2.1) Zur Einschätzung der natürlichen elektrophysiologischen Umstellungsprozesse im
Gehirn nach erschöpfender Belastung reicht eine alleinige Betrachtung der Alpha-
und Beta-Frequenzen nicht aus.
Zusammenfassung 98
(2.2) Es zeigen sich Unterschiede der kortikalen „Downregulation“ in Abhängigkeit der
aeroben Ausdauerleistungsfähigkeit.
(2.3) Es gibt Zusammenhänge zwischen zentraler hirnelektrischer und peripherer sym-
pathico-adrenerger Umstellungsreaktionen nach erschöpfenden Beanspruchun-
gen.
Methoden und Untersuchungsansätze: Im ersten analytischen Forschungsansatz
(Belastungskomplex 1) wird methodisch erstmals eine Trennung zwischen zentralen
und peripheren Ermüdungseinflüssen durch den Einsatz standardisierter, unterschied-
licher bis zur Erschöpfung führender Belastungsregime mit Fahrrad- (FB) Armkurbel-
(OB) und rein kognitiver Belastung (KB) vorgenommen. Die kortikale Bewegungsgene-
rierung wird mit Messung des MRCPs in einem gelernten, willkürlichen rechtsbeinigen
Pedalantritt Testparadigma erfasst. Hierdurch entstehen zwei Bedingungen mit hohen
körperlichen Beanspruchungen, wobei einmal die Testbewegungsmuskulatur gleich-
zeitig mitbeansprucht und einmal ausgeruht ist. Es wird eine weitere Bedingung mit
kognitiver Beanspruchung zur Kontrolle der rein psychischen Belastungseinflüsse auf
die zentrale Bewegungsorganisation geschaffen.
Im zweiten, eher beschreibenden, Forschungsansatz (Belastungskomplex 2) wird der
Beanspruchungs-Erholungs-Zyklus der elektrophysiologischen Prozesse im Gehirn
nach erschöpfender Fahrradergometrie im gesamten EEG-Spektrum dargestellt, der
Einfluss der Leistungsfähigkeit darauf untersucht und korrelative Zusammenhänge zur
symphatiko-adrenergen Regulation betrachtet.
Im Belastungskomplex 1 nehmen cross-over in FB 14 testgeübte, freiwillige, rechts-
händige, ausdauertrainierte, gesunde männliche Sportler teil. Davon verblieben 11 in
der OB- und 10 in der KB-Studie.
Im Belastungskomplex 2 nehmen 21 gesunde, freiwillige männliche Studenten teil, die
aufgeteilt in Leistungsgruppen < 4Watt/kg< die EEG und Regenerationsstudie nach
standardisierten physischen Stress durchlaufen.
In beiden Ansätzen dient ein physisches Stressmodell zur Belastungsinduzierung
durch Ergometer-Stufentests bis zur erschöpfenden Leistung in einem Vortest.
Im Belastungskomplex 1 wird die Leistungsfähigkeit für vergleichbare Beanspruchun-
gen bei unterschiedlichen physischen Belastungsregimen (FB, OB) über den Stoff-
wechselparameter Laktat standardisiert. Beim psychischem Belastungsregime KB wird
die Beanspruchung durch den validierten Konzentrations-Leistungs-Test hervorgeru-
fen. Weitere Herz-Kreislauf-, Stoffwechsel-, Stresshormone- und psychometrische Pa-
Zusammenfassung 99
rameter dienen der Kontrolle und Beschreibung der Beanspruchungssituationen in bei-
den Belastungskomplexen.
Zu definierten und vergleichbaren Zeitpunkten werden im Belastungskomplex 1 die
MRCPs bei willkürlichem Antrittsparadigma in einem averaging-Verfahren aus dem
EEG ermittelt und anschließend qualitativ und quantitativ anhand charakteristischer
Parameter ausgewertet.
Beim Belastungskomplex 2 wird der Rückstellungsprozess direkt nach Belastung, so-
wie in Abständen bis zu 2 Stunden danach, im Gesamtspektrum des spontanen EEGs
und in peripheren Kontrollparametern dokumentiert.
Ergebnisse: Im Belastungskomplex 1 bestätigen die Kontrollparameter die zwar hohe,
aber vergleichbare physische Beanspruchungssituation (94-97% der max. Leistungs-
fähigkeit) bei dem fahrrad- und oberarmergometrischen Belastungsregime (FB, OB).
Das rein kognitive Belastungsregime schafft keine vergleichbare Beanspruchungs-
situation. Innerhalb der physischen Beanspruchungssituation finden sich die maxima-
len Auslenkungen der Kontrollparameter in der FB-Bedingung.
Qualitative und quantitative Zunahmen der MRCPs, besonders der maximalen Ampli-
tude (MRCPmax) und Gesamtausmaß (Power), in frontalen (Fz) und zentralen (Cz)
Rindenregionen sind mit zunehmend physischer Beanspruchung bei identischen An-
tritten feststellbar. Signifikant größere frontale und bedingt parietale Negativität der
MRCPs zeigen sich nach hohen Belastungen bei gleichzeitig mitbeanspruchter An-
trittsmuskulatur (FB). Im Vergleich dazu ist das nicht der Fall, wenn die Testbewe-
gungsmuskulatur ausgeruht (OB) ist. KB beeinflusst die gemessenen MRCPs nicht.
Beim Belastungskomplex 2 können im EEG signifikante Gruppeneffekte mit geringeren
Theta-Leistungen fronto-zentral in Früh- und Spätregeneration, erhöhte Alpha2-Leis-
tungen zentro-parietal in Spätregeneration bei „gut-leistungsfähigen“ Sportlern festge-
stellt werden. Bis auf die HF zeigen sich keine weiteren Gruppeneffekte, aber tenden-
ziell höhere Katecholaminwerte bei den „gut-Leistungsfähigen“. Verschiedene Blut- und
EEG-Parameter erweisen sich im Frühregenerationsverlauf signifikant verändert.
Schlussfolgerungen: Im ersten Untersuchungsansatz kann die Erfassung von
MRCPs aus dem EEG bei sportspezifischen willkürlichen Bewegungshandlungen auch
nach hohen physischen Beanspruchungen prinzipiell nachgewiesen werden. Die
wachsende MRCP-Negativität mit zunehmender Beanspruchungssituation und die
Ausweitung in frontale Hirngebiete spiegelt vermutlich affektive Einflüsse wider, wobei
die frontale Steuerung und Verarbeitung sensomotorischer Afferenzen via somato-
Zusammenfassung 100
sensorischer Hirnareale eine Rolle spielt. Eine kognitive Belastung beeinflusst die
MRCPs nicht.
Im zweiten Untersuchungsansatz kann im vorliegenden Modell die positive Einfluss-
nahme besserer Ausdauerleistung auf das zentralnervale Erholungsverhalten nicht
eindeutig bewiesen werden. Es wird allerdings eine downregulierende Beeinflussung
des gesamten Frequenzspektrums festgestellt, die als elektrophysiologische Um-
schaltung in verschiedenen Regenerationsphasen verstanden werden kann. Der Zu-
sammenhang zentraler und peripherer Mechanismen der Stress-Bewältigung in der
Erholung wird korrelativ ermittelt. Geringere fronto-zentrale Thetaaktivität als Ausdruck
emotionaler Beteiligung bei den „gut-leistungsfähigen“ Sportlern, bei gleichzeitiger hö-
herer Alpha2-Leistung spricht für eine gute kognitive Leistungsfähigkeit und lässt damit
auf eine bessere Erholung schließen.
Ausblick: Zukünftige Untersuchungen sollten neben der Erfassung der MRCPs mit
definierten Beanspruchungssituationen die spontane EEG-Aktivität im Hinblick auf par-
tielle Aktivierungen in Eingangsgebieten sensorischer Afferenzen betrachten. Ein
EMG-Monitoring ist hilfreich. Ferner sollten die MRCP-Parameter eindeutig in frühe
und späte Komponenten differenzierbar sein. Trennscharfe Kontrollparameter zur Be-
urteilung emotionaler Einflussfaktoren müssten gefunden werden.
Das downregulierende, gesamtspektrale EEG-Verhalten sollte auf Reproduzierbarkeit
überprüft werden. Kürzere Messintervalle innerhalb der ersten 3 Minuten oder aus ei-
nem kontinuierlichen EEG-Verlauf heraus könnten helfen, mögliche Vigilanzeinflüsse
aufzudecken und in die Erklärungsansätze mit einzubeziehen. Die Analyse temporaler
EEG-Messelektroden bringt möglicherweise Aufschluss über emotionale Beteiligung
und sollte zukünftig nicht von der Auswertung ausgeschlossen werden.
Ausblick 101
9 Ausblick
Hirnphysiologische Vorgänge, die einer Willkürbewegung vorausgehen oder nach
sportlicher Belastung die Systemparameter wiederherstellen, beinhalten entscheidende
Informationen für das Gesamtverständnis sportmotorischer und psychologischer Belas-
tungsauswirkungen für eine optimierte Leistungserbringung in Training und Wettkampf.
Mehr als bisher scheint es zukünftig wichtig, wie sich aus den vorangegangenen Er-
gebnissen abgezeichnet hat, elektrophysiologische Messmethoden mit direkter Erfas-
sung des ZNS-Abbildes in die sportwissenschaftliche Forschung verstärkt zu integrie-
ren. Eine Erfolg versprechende Kombination ist die Verbindung von Bewegungswis-
senschaft und einer physiologisch orientierten Sportmedizin oder Neurowissenschaft in
fachübergreifenden Arbeitsgruppen.
Zur Verifizierung einer neuen Hypothese sollten Untersuchungen partieller Aktivie-
rungsmuster funktioneller Hirnregionen im spontanen EEG bei unterschiedlich er-
schöpften Zuständen durchgeführt werden. Zusätzlich müssten die MRCPs bei einer
Beibehaltung der Antrittstestbewegung durch EMG-Monitoring beider Extremitäten er-
weitert werden. Dadurch sind genauere Aussagen über etwaige Bewegungsabwei-
chungen möglich. Bei weiteren Einsätzen der MRCPs sollten repräsentative Parameter
neben den späten Komponenten auch die frühen Komponenten differenzierbar ma-
chen, da hier möglicherweise generelle kortikale Einstellungen zum Tragen kommen.
Für eine bessere Einschätzung affektiv emotionaler Einflüsse sollten trennscharfe
Kontrollparameter gefunden werden, um somit eine ganzheitliche synergistische Be-
trachtung vom „Wollen“ oder „Nichtwollen“ beschreibbar und damit beurteilbar zu ma-
chen. Gerade bei den emotionalen Ressourcen spielen möglicherweise auch Bewusst-
seinsprozesse eine bedeutende Rolle und deuten auf weitere Berührungspunkte des
Lernens und des Bewegens hin.
Das downregulierende gesamtspektrale EEG-Verhalten am physischen Stressmodell
sollte auf Reproduzierbarkeit überprüft werden. Dabei ist zu überlegen, die 3 Minuten
Messphasen in Subphasen unterzudifferenzieren, um mögliche Vigilanzeinflüsse her-
auszufiltern und in Erklärungsansätze mit einzubeziehen. In diesem Kontext sind die
temporalen Hirnregionen von besonderem Interesse und sollten analytisch nicht aus-
geschlossen werden. Somit sind genauere Regenerationseinteilungen von der zentral-
nervalen Steuerungsebene ableitbar und bewertbar, die die wesentlichen Vorausset-
Ausblick 102
zungen für die Leistungssteigerung oder die optimierte Setzung sportmotorischer Lern-
reize im Training und im Wettkampf bilden können.
Neue interdisziplinäre Erklärungsansätze unter Einbeziehung neurowissenschaftlicher
Methoden würden zur Belebung sportwissenschaftlicher Forschung beitragen. Der
Sport bietet das geradezu ideale explorative Feld zum Studium der Bewegungsorgani-
sationen und die Psychophysiologie schafft die Plattform für fachübergreifende Ar-
beitsgruppen und Betrachtungsweisen. Neben der Bildung solcher quasi „infrastruktu-
reller“ Voraussetzungen fehlt es an geeigneten generellen Modellen der Bewegungs-
organisation, die eine Vorwegnahme von Untersuchungsergebnissen a priori ermögli-
chen und damit einen schrittweisen Erkenntnisgewinn planbar machen. Erste Bemü-
hungen sind aus jüngeren Symposien mit Themengebieten des Sports, z.B. „Exercise
and Brain“ und der Bewegungswissenschaft „European Workshop of Movement Sci-
ence“, abzulesen. Es bleibt abzuwarten, ob sich dieses Forschungsfeld, das Prof. W.
Hollmann u.a. als „Bewegungs-Neurowissenschaft“ oder Prof. H. Liesen als „Exercise
and Brain“ bezeichnet, ein zentrales Gebiet in der Sportwissenschaft wird. Zufrieden-
stellend ist jedoch die Tatsache, dass wissenschaftliches Potential sowie wissenschaft-
licher Untersuchungsbedarf und fachgerechte Untersuchungsmethoden zur Verfügung
stehen und „Exercise“ ohne „Brain“ nicht funktionieren kann.
Literaturverzeichnis 103
10 Literaturverzeichnis
Aftanas LI, Golocheikine SA. Human anterior and frontal midline theta and lower alpha
reflect emotionally positive state and internalized attention: high-resolution EEG
investigation of meditation. Neurosci Lett 2001; 310(1): 57-60.
Allen DG, Westerblad H. Role of phosphate and calcium stores in muscle fatigue. J
Physiol 2001; 536(Pt 3): 657-65.
Angyan L, Czopf J. Exercise-induced slow waves in the EEG of cats. Physiol Behav
1998; 64(3): 267-72.
Babiloni C, Carducci F, Del Gratta C, Demartin M, Romani GL, Babiloni F, Rossini PM.
Hemispherical asymmetry in human SMA during voluntary simple unilateral
movements. An fMRI study. Cortex 2003; 39(2): 293-305.
Barthel T, Mechau D, Wehr T, Schnittker R, Liesen H, Weiss M. Readiness potential in
different states of physical activation and after ingestion of taurine and/or caffei-
ne containing drinks. Amino Acids 2001; 20(1): 63-73.
Barthel T, Mechau D, Wehr T, Schnittker R, Liesen H, Weiß M. Bereitschaftspotential
(BP) nach unterschiedlich erschöpfenden Ergometerbelastungen und nach
Verabreichung von taurin- und/oder koffeinhaltigen Mischgetränken. (nicht er-
schienen). Bonn: 2000.
Barthel T, Schnittker R, Juneja L, Geiss K, Liesen H, Weiß M. EEG-Changes in hu-
mans during regeneration after heavy physical strain with the influence of L-
Theanine an amino acid in green tea. Amino Acids 21, Wien: Springer Verlag,
2001: 62.
Barthel T, Schnittker R, Peters P, Baumeister J, Becker A, Liesen H, Weiß M. Changes
in cortical activity and movement-related-cortical-potentials (MRCP's) during in-
itial pedal-kicks on a cycle ergometer in patients after anterior cruciate ligament
reconstruction. In Schöllhorn, WI, Bohn C, Jäger JM, Schaper H, Alichmann
(Hrsg.) European Workshop on Movement Science: Mechanics, Physiology,
Psychology. Book of Abstracts University of Münster Dep. of Training and Mo-
Literaturverzeichnis 104
vement Science. Köln: Buch und Strauss Verlag, 2003: 90-1.
Barthel T, Schnittker R, Peters P, Siebel TH, Weiß M. Führen Kreuzbandverletzungen
zu Veränderungen im zentralen Nervensystem und in der kortikalen Bewe-
gungsplanung? Neurol Rehabil 2004; 10(3 korrigiert): 130-6.
Barthel T, Wehr T, Schnittker R, Mechau D, Liesen H, Weiss M. Auswirkungen von
unterschiedlichen Ergometerbelastungen auf das Elektroenzephalogramm
(EEG) und das Bereitschaftspotential (BP). Neurol Rehabil 2002; 8(1): 23-8.
Barthel T, Weiß M, Wange S, Liesen H. Gehirn und Sport. 2004. www.spomedial.de
Barthel T, Weiß M. Untersuchungen zur Bedeutung des Bereitschaftpotentials (BP) als
psychophysiologischer Parameter im Sport. In: Bundesinstitut für Sportwissen-
schaft, editor. BISp Jahrbuch 1999. Köln: Sport und Buch Strauß, 1999:
Barthel T, Weiß M. Zentralnervöse Regulation im EEG nach erschöpfender Ergome-
terbelastung in Abhängigkeit von der Ausdauerleistungsfähigkeit. In: Bundesin-
stitut für Sportwissenschaft, editor. BISp Jahrbuch 2002. Köln: Sport und Buch
Strauß, 2002: 101-116.
Barthel T. Zur Erfassung des Bereitschaftspotentials im EEG als psychophysischer Pa-
rameter bei sportwissenschaftlichen Fragestellungen. Paderborn: 1998. unver-
öffentlichte Diplomarbeit.
Bartmus U, Heck H, Mester J, Schumann H, Tidow G. Aspekte der Sinnes- und Neuro-
physiologie im Sport. Köln: Sport & Buch Strauß, 1996.
Basar E, Basar-Eroglu C, Karakas S, Schurmann M. Gamma, alpha, delta, and theta
oscillations govern cognitive processes. Int J Psychophysiol 2001; 39(2-3): 241-
8.
Baum M, Lubec G, Marx X, Joey X, Weiß M. Influence of a taurine containing drink on
cardiac parameters at rest and after exercise. Amino Acids 1999; 17(1): 31.
Wien: Springer Verlag, 1999.
Literaturverzeichnis 105
Baum M, Weiß M. The influence of a taurine containing drink on cardiac parameters
before and after exercise measured by echocardiography. Amino Acids 2001;
20(1): 75-82.
Bendahan D, Giannesini B, Cozzone PJ. Functional investigations of exercising mu-
scle: a noninvasive magnetic resonance spectroscopy-magnetic resonance
imaging approach. Cell Mol Life Sci 2004; 61(9): 1001-15.
Bernstein N. Bewegungsphysiologie. Leipzig: Barth, 1975.
Beyer L, Schumann H, Pickenhain L. Einsatz automatisch gewonnener Parameter des
EEGs zur Beurteilung belastungsbedingter Veränderungen des zentralnervalen
Aktivierungsgrades. Ergebn exp Med 1981; 40: 179-90.
Beyer L, Schumann H. Möglichkeiten neurophysiologischer Untersuchungen in der
Sportmedizin anhand von zwei ausgewählten Beispielen. Medizin und Sport
1981; 21(3): 65-9
Beyer L, Rost R, Hansen F, Weiss T, Grunwald M. EEG-Analyse und Veränderungen
der EEG-Aktivität während sportlicher Belastung. In: Zichner L, Engelhardt M,
Freiwald J, editor. Die Muskulatur – Sensibles, integratives und messbares Or-
gan, Ciba-Geigy 1994: 99-121.
Bigland-Ritchie B, Cafarelli E, Vollestad NK. Fatigue of submaximal static contractions.
Acta Physiol Scand Suppl 1986; 556: 137-48.
Birbaumer N, Schmidt R. Biologische Psychologie. Berlin: Springer Verlag, 1999.
Birbaumer N, Schmidt R. Biologische Psychologie. New York : Springer Verlag, 1996.
Blom JL, Anneveldt M. An electrode cap tested. Electroencephalogr Clin Neurophysiol
1982; 54(5): 591-4.
Böcker K, Brunia C, Cluitmans P.J.M. A spatio-temporal dipol model of the readiness
potential in humans. II. Foot movement. Electroencephalogr Clin Neurophysiol
1994; 91(4): 286-94.
Literaturverzeichnis 106
Bortz J. Statistik für Human- und Sozialwissenschaftler. Heidelberg: Springer Verlag,
2005.
Boschert J, Deecke L. Cerebral potentials preceding voluntary toe, knee and hip mo-
vements and their vectors in human precentral gyrus. Brain Res 1986; 376(1):
175-9.
Bösel R. Die cerebrale Theta-Rhythmizität unterstützt kontextabhängige Diskriminati-
onsleistungen. Kognitionswissenschaft 1993; 3: 83-94.
Brach M, De Marées H, Schumann H, Heck H. EEG-Ableitungen unter radsportlichen
Belastungen. In: Liesen H, Weiß M, Baum M, editor. Regulations- und Repair-
mechanismen. Köln: Deutscher Ärzte-Verlag, 1994: 110-3.
Brach M. EEG-Untersuchungen im Radsport unter Berücksichtigung der klassischen
Aktivierungstheorie. In: Bartmus U, Heck H, Mester J, Schumann H, Tidow G,
editor. Aspekte der Sinnes- und Neurophysiologie im Sport. Köln: Sport und
Buch Strauß, 1996: 131-47.
Brooks VB. The neural Basis of motor control. . New York: Springer Verlag 1986.
Brüggemann G, Morey-Klapsing G. Biologische Systeme mechanische Eigenschaften
und ihre Adaptation bei körperlicher Belastung (135). Hamburg: Feldhaus Ver-
lag, 2003.
Brunia CH, Boxtel V. Motor Preparation. In: Cacioppo J, Tassinary L, Berntson G. (ed)
Handbook of Psychophysiology (Vol.13: 515-32). Cambridge: University Press,
2000.
Brunia CH, Haagh S, Scheirs J. Waiting to Respond: Electrophysiological Measure-
ments in Man During Preparation for a Voluntary Movement. In: Heuer H,
Kleinbeck U, Schmidt K, editor. Motor Behavior (Programming, Control, and
Acquisition). . New York: 1985: 35-73.
Brunia CH, Van den Bosch WE. Movement-related slow potentials. I. A contrast bet-
Literaturverzeichnis 107
ween finger and foot movements in right-handed subjects. Electroencephalogr
Clin Neurophysiol 1984; 57(6): 515-27.
Brunia CH, Vingerhoets AJ. Opposite hemisphere differences in movement related
potentials preceding foot and finger flexions. Biol Psychol 1981; 13: 261-9.
Bühl A, Zöfel P. SPSS für Windows Version 6. Paderborn: Addison-Wesley GmbH,
1994.
Cacioppo J, Tassinary L, Berntson G. Handbook of Psychophysiology. Cambridge:
University Press, 2000.
Carpenter J, Blaser R, Pellizzon G. The effects of muscle fatigue on shoulder joint po-
sition sense. Am J Sports Med 1998; 26: 62-5.
Christensen LO, Johannsen P, Sinkjaer T, Petersen N, Pyndt HS, Nielsen JB. Cerebral
activation during bicycle movements in man. Exp Brain Res 2000; 135(1): 66-
72.
Cooper R, Osselton J, Shaw J. Elektroenzephalographie: Technik und Methoden.
Stuttgart: 1984.
Corcos DM, Gottlieb GL, Agarwal GC. Organizing principles for single-joint move-
ments. II. A speed-sensitive strategy. J Neurophysiol 1989; 62(2): 358-68.
Corcos DM, Jiang H, Wilding J, Gottlieb GL. Fatigue induced changes in phasic muscle
activation patterns for fast elbow flexion movements. Exp Brain Res 2002;
142(1): 1-12.
Deecke L, Englitz H, Kornhuber HH, Schmitt G. Cerebral potentials preceding voluntary
movement in patients with bilateral or unilateral Parkinson Akinesia. In: Des-
medt J, editor. Attention, Voluntary Contraction and Event-Related Cerebral
Potentials. Basel: Karger, 1977: 151-63.
Deecke L, Kornhuber HH, Lang W, Lang M, Schreiber H. Timing function of the frontal
cortex in sequential motor and learning tasks. Hum Neurobiol 1985; 4(3): 143-
Literaturverzeichnis 108
54.
Deecke L, Kornhuber HH. Cerebral potentials and the initiation of voluntary movement.
In: Desmedt J, editor. Attention, Voluntary Contraction and Event-Related Ce-
rebral Potentials . Basel: Karger, 1977: 132-50.
Deecke L. Elektrophysiological correlates of movement initiation. Rev Neurobiol 1990;
146(10): 612-9.
Desmedt J. Some observations on the methodology of cerebral potentials in man. In:
Desmedt J, editor. Attention, voluntary contraction and event-related cerebral
potentials. Basel: 1977: 12-29.
Dietl T, Dirlich G, Vogl L, Lechner C, Strian F. Orienting response and frontal midline
theta activity: a somatosensory spectral perturbation study. Clin Neurophysiol
1999; 110(7): 1204-9.
Dillinger M. Konditionelle Belastungen und Ergebniskonstanz. Dissertation. Saarbrük-
ken: 2001.
Drischel H, Dettmar P. Einige biokybernetische Aspekte des zentralen Effekts von Ad-
renalin. Biocybernetics 1972; 4: 166-70.
Düker H, Lienert G. Konzentrations-Leistungs-Test . Göttingen: Hogrefe, 1959.
Ehrsson HH, Naito E, Geyer S, Amunts K, Zilles K, Forssberg H, Roland PE. Simulta-
neous movements of upper and lower limbs are coordinated by motor repre-
sentations that are shared by both limbs: a PET study. Eur J Neurosci 2000;
12(9): 3385-98.
Esposito F, Orizio C, Veicsteinas A. Electromyogram and mechanomyogram changes
in fresh and fatigued muscle during sustained contraction in men. Eur J Appl
Physiol Occup Physiol 1998; 78(6): 494-501.
Freude G, Ullsperger P. Changes in Bereitschaftspotential during fatiguing and nonfati-
guing hand movements. Eur J Appl Physiol Occup Physiol 1987; 56(1): 105-8.
Literaturverzeichnis 109
Gall S, Kerschreiter R, Mojzisch A. Handbuch Biopsychologie und Neurowissenschaf-
ten: ein Wörterbuch mit Fragenkatalog zur Prüfungsvorbereitung. Bern: Hans
Huber Verlag, 2002.
Gandevia SC. Neural control in human muscle fatigue: changes in muscle afferents,
motoneurones and motor cortical drive [corrected. Acta Physiol Scand 1998;
162(3): 275-83.
Gandevia SC. Spinal and supraspinal factors in human muscle fatigue. Physiol Rev
2001; 81(4): 1725-89.
Gottlieb GL. A Computational Model of the Simplest Motor Program. J Mot Behav
1993; 25(3): 153-61.
Hageloch W, Weicker H. Methodik der Blutammoniakbestimmung unter sportlichen
Aspekten. Dtsch Z Sportmed 1988; 39(2): 180-8.
Hallett M. Movement-related cortical potentials. Electromyogr Clin Neurophysiol 1994;
34(1): 5-13.
Hallett M. Physiology of free will . 2001. http://scbe.stanford.edu/conference/hallett.pdf
Heuer H, Kleinbeck U, Schmidt K. Motor Behavior (Programming, Control, and Acqui-
sition). New York: 1985.
Hobi V. Basler Befindlichkeits-Skala: Ein Self-Rating zur Verlaufsmessung der Befind-
lichkeit. Weinheim: 1985.
Hollmann W, De Meirleir K, Fischer H, Holzgraefe M. Über neuere Aspekte von Gehirn,
Muskelarbeit, Sport und Psyche. Dtsch Z Sportmed 1993; 44: 478-90.
Hollmann W, Löllgen H. Bedeutung der körperlichen Aktivität für kardiale und zerebrale
Funktionen. In: Bundesärzekammer, editor. Fortschritt und Fortbildung in der
Medizin. 2002: Dtsch Ärzte-Verlag, 2002: A1379-81.
Literaturverzeichnis 110
Hollmann W, Strüder H, Tagarakis C. Körperliche Aktivität fördert Gehirngesundheit
und -leistungsfähigkeit. Nervenheilkunde 2003; 9: 65-75.
Hollmann W, Strüder H. Gehirn und muskuläre Arbeit. In: Bartmus U, Heck H, Mester
J, Schumann H, Tidow G, editor. Aspekte der Sinnes- und Neurophysiologie im
Sport. Köln: Sport und Buch Strauß, 1996: 47-72.
Hottenrott K, Hoss O. Belastung und Beanspruchungen beim Lauf in frischem und er-
müdetem Zustand. In: Brüggemann G-P, Morey-Klapsing G, editor. Biologische
Systeme, Mechanische Eigenschaften und ihre Adaptation bei körperlicher Be-
lastung. Hamburg: Feldhaus Verlag, 2003: 59-63.
Itemitsu M, Itoh M, Fujimoto T, Tashiro M, Nagatomi R, Ohmori H, Ishii K. Whole-body
energy mapping under physical exercise using positron emission tomography.
Med Sci Sports Exerc 2000; 32(12): 2067-70.
Jacobs GD, Benson H, Friedman R. Topographic EEG mapping of the relaxation re-
sponse. Biofeedback Self Regul 1996; 21(2): 121-9.
Jacobs GD, Lubar JF. Spectral analysis of the central nervous system effects of the
relaxation. Behav Med 1989; 15(3): 125-32.
Jaric S, Radovanovic S, Milanovic S, Ljubisavljevic M, Anastasijevic R. A comparison
of the effects of agonist and antagonist muscle fatigue on performance of rapid
movements. Eur J Appl Physiol Occup Physiol 1997; 76(1): 41-7.
Jasper H. The ten-twenty electrode system of the International Federation. Electroen-
cephalogr Clin Neurophysiol 1958; 10: 371-75.
Johannsen P, Christensen LO, Sinkjaer T, Nielsen JB. Cerebral functional anatomy of
voluntary contractions of ankle muscles in man. J Physiol 2001; 535(Pt 2): 397-
406.
Johnston J, Rearick M, Slobounov S. Movement-related cortical potentials associated
with progressive muscle fatigue in a grasping task. Clin Neurophysiol 2001;
Literaturverzeichnis 111
112(1): 68-77.
Johnston R, Howard M, Cawley P, Losse G. Effect of lower extremity muskular fatigue
on motor control performance. Med Sci Sports Exerc 1998; 30: 1703-7.
Jonath U. Lexikon der Trainingslehre. . Hamburg: Rowohlt Verlag, 1986.
Kent-Braun JA. Central and peripheral contributions to muscle fatigue in humans du-
ring sustained maximal effort. Eur J Appl Physiol Occup Physiol 1999; 80(1):
57-63.
Klimesch W. EEG alpha and theta oscillations reflect cognitive and memory perfor-
mance: a review and analysis. Brain Res Brain Res Rev 1999; 29(2-3): 169-95.
Klinke R, Silbernagl S. Lehrbuch der Physiologie. Stuttgart: 1994.
Knösche T, Praamstra P, Stegeman D, Peters M. Linear estimation discriminates mid-
line sources and a motor cortex constribution to the readiness potential. Elec-
troencephal Clin Neurophys 1996; 99: 183-90.
Kornhuber H, Deecke L, Grözinger B. Was geht in unserem Gehirn vor, bevor wir eine
Bewegung machen? Hirnströme vor Bewegungen. Umschau 1980, 80: 239-42
Kornhuber H, Deecke L. Hirnpotentialänderungen bei Willkürbewegungen und passi-
ven Bewegungen des Menschen: Bereitschaftspotential und reafferente Poten-
tiale. Pflügers Archiv ges Physiol 1965; 284: 1-17.
Korotkov A, Radovanovic S, Ljubisavljevic M, Lyskov E, Kataeva G, Roudas M, Pak-
homov S, Thunberg J, Medvedev S, Johansson H. Comparison of brain activa-
tion after sustained non-fatiguing and fatiguing muscle contraction: a positron
emission tomography study. Exp Brain Res 2005; Epub ahaed of print.
Kristeva R, Kornhuber H. Cerebral Potentials Related to the Smallest Human Finger
Movement. In: Progress in Brain Research Bd. 54, editor. Motivation, Motor and
Sensory Processes of the Brain.: Electrical Potentials, Behaviour and Clinical
use.. Amsterdam: 1980: 177-82.
Literaturverzeichnis 112
Krogh-Lund C, Jorgensen K. Modification of myo-electric power spectrum in fatigue
from 15% maximal voluntary contraction of human elbow flexor muscles, to limit
of endurance: reflection of conduction velocity variation and/or centrally media-
ted mechanisms? Eur J Appl Physiol Occup Physiol 1992; 64(4): 359-70.
Kubitz KA, Mott AA. EEG power spectral densities during and after cycle ergometer
exercise. Res Q Exerc Sport 1996; 67(1): 91-6.
Kuno SY, Akisada M, Mitsumori F. Phosphorus-31 nuclear magnetic resonance study
on the effects of endurance training in rat skeletal muscle. Eur J Appl Physiol
Occup Physiol 1992; 65(2): 197-201.
Künstlinger U. Exercise and Brain. Dtsch Z Sportmed 2000; 51(6): 215-7.
Lang W, Höllinger P, Egkher A, Lindinger G. Functional localization of motor processes
in the primary and supplementary motor areas. J Clin Neurophysiol 1994; 11:
397-419.
Latash ML, Yee MJ, Orpett C, Slingo A, Nicholas JJ. Combining electrical muscle sti-
mulation with voluntary contraction for studying muscle fatigue. Arch Phys Med
Rehabil 1994; 75(1): 29-35.
Lattier G, Millet GY, Martin A, Martin V. Fatigue and recovery after high-intensity exer-
cise part I: neuromuscular fatigue. Int J Sports Med 2004; 25(6): 450-6.
Lehmann M, Keul J. Hämodynamik, Katecholaminverhalten und Adrenorezeptoren bei
Trainierten, Untrainierten und Patienten.. Heidelberg: Springer Verlag, 1987.
Lehnertz K, Martin D. Probleme der Schwellenkonzeption bei der Trainingssteuerung
im Ausdauerbereich. Leistungssport 1988; 5: 5-12.
Lehnertz K. Metabolische Aspekte der Ermüdung beim Ausdauersport. In: Bremer D,
Engelhardt M, Wodick R., editor. Triathlon: Trainingssteuerung, Psychologie,
Jugendtriathlon.. Ahrensburg: 1989: 82-95.
Literaturverzeichnis 113
Lepers R, Maffiuletti NA, Rochette L, Brugniaux J, Millet GY. Neuromuscular fatigue
during a long-duration cycling exercise. J Appl Physiol 2002; 92(4): 1487-93.
Liepert J, Dettmers C, Terborg C, Weiller C. Inhibition of ipsilateral motor cortex during
phasic generation of low force. Clin Neurophysiol 2001; 112(1): 114-21.
Ljubisavljevic M, Milanovic S, Radovanovic S, Vukcevic I, Kostic V, Anastasijevic R.
Central changes in muscle fatigue during sustained submaximal isometric vo-
luntary contraction as revealed by transcranial magnetic stimulation. Electroen-
cephalogr Clin Neurophysiol 1996; 101(4): 281-8.
Lotze M, Montoya P, Erb M, Hulsmann E, Flor H, Klose U, Birbaumer N, Grodd W. Ac-
tivation of cortical and cerebellar motor areas during executed and imagined
hand movements: an fMRI study. J Cogn Neurosci 1999; 11(5): 491-501.
Maier K, Ambühl-Caesar G, Schandry R. Entwicklungspsychophysiologie. Weinheim:
Psychologie Verlag Beltz, 1994.
Malouin F, Richards CL, Jackson PL, Dumas F, Doyon J. Brain activations during mo-
tor imagery of locomotor-related tasks: a PET study. Hum Brain Mapp 2003;
19(1): 47-62.
Martin-Soelch C, Leenders KL, Chevalley AF, Missimer J, Kunig G, Magyar S, Mino A,
Schultz W. Reward mechanisms in the brain and their role in dependence: evi-
dence from neurophysiological and neuroimaging studies. Brain Res Brain Res
Rev 2001; 36(2-3): 139-49.
McAdam DW, Seales DM. Bereitschaftspontential enhancement with increased level of
motivation. Electroencephalogr Clin Neurophysiol 1969; 27(1): 73-5.
McCully KK, Boden BP, Tuchler M, Fountain MR, Chance B. Wrist flexor muscles of
elite rowers measured with magnetic resonance spectroscopy. J Appl Physiol
1989; 67(3): 926-32.
McCully KK, Vandenborne K, DeMeirleir K, Posner JD, Leigh JSJ. Muscle metabolism
Literaturverzeichnis 114
in track athletes, using 31P magnetic resonance spectroscopy. Can J Physiol
Pharmacol 1992; 70(10): 1353-9.
McKay WB, Stokic DS, Sherwood AM, Vrbova G, Dimitrijevic MR. Effect of fatiguing
maximal voluntary contraction on excitatory and inhibitory responses elicited by
transcranial magnetic motor cortex stimulation. Muscle Nerve 1996; 19(8):
1017-24.
Mechau D, Baum M, Liesen H. Die Elektroenzephalographie im Lauf-Freizeitsport.
Dtsch Z Sportmed 1995; 46(Sonderheft 2): 451-6.
Mechau D, Weiß M, Liesen H. Auswirkungen von Stufenbelastungen auf dem Fahrra-
dergometer im EEG. Dtsch Z Sportmed 1998; 49(Sonderheft 1): 81-6.
Mechau D. EEG im Sport. Schorndorf: Hofmann, 2001.
Mechau D. Kortikale Aktivität im topographischen EEG durch sportliche Beanspru-
chung. Dissertation. Bielefeld: 1998.
Mechling H, Munzert J. Handbuch Bewegungswissenschaft - Bewegungslehre.
Schorndorf: Hofmann Verlag, 2003.
Mechsner F. Wie frei ist der menschliche Wille? GeO 2003; 1: 64-86.
Meredith IT, Friberg P, Jennings GL, Dewar EM, Fazio VA, Lambert GW, Esler MD.
Exercise training lowers resting renal but not cardiac sympathetic. Hypertension
1991; 18(5): 575-82.
Miller R. Cortico-hippocampal interplay and the representation of contexts in the brain.
Berlin [u.a.]: Springer, 1991.
Mima T, Sadato N, Yazawa S, Hanakawa T, Fukuyama H, Yonekura Y, Shibasaki H.
Brain structures related to active and passive finger movements in man. Brain
1999; 122 ( Pt 10): 1989-97.
Moritani T, Muro M, Kijima A, Gaffney FA, Parsons D. Electromechanical changes du-
Literaturverzeichnis 115
ring electrically induced and maximal voluntary contractions: surface and intra-
muscular EMG responses during sustained maximal voluntary contraction. Exp
Neurol 1985; 88(3): 484-99.
Moritani T, Muro M, Nagata A. Intramuscular and surface electromyogram changes du-
ring muscle fatigue. J Appl Physiol 1986; 60(4): 1179-85.
Neumann G, Pfützner A, Hottenrott K. Alles unter Kontrolle - Ausdauertraining. Aa-
chen: 1993.
Newsholme E, Blomstrand E. Tryptophan, 5-hydroxytryptamine and a possible ex-
planation for central fatigue. Adv Exp Med Biol 1995; 384: 315-20.
Newsholme E. Application of knowledge of metabolic integration to the problem of
metabolic limitations in middle distance and marathon running. Acta Physiol
Scand Suppl 1986; 128(556): 93.
Nitsch J, Munzert J. Theoretische Probleme der Bewegungsorganisation. In: Nitsch J,
Neumaier A, DeMarees H, Mester J, editor. Techniktraining. Beiträge zu einem
interdisziplinären Ansatz. Schriftreihe des Bundesinstituts für Sportwissenschaft
(Bd. 94). Schorndorf: Hofmann Verlag, 1997: 50-87.
Nordlund MM, Thorstensson A, Cresswell AG. Central and peripheral contributions to
fatigue in relation to level of activation during repeated maximal voluntary iso-
metric plantar flexions. J Appl Physiol 2004; 96(1): 218-25.
Oda S, Matsumoto T, Nakagawa K, Moriya K. Relaxation effects in humans of under-
water exercise of moderate intensity. Eur J Appl Physiol Occup Physiol 1999;
80(4): 253-9.
Oda S, Moritani T. Interlimb co-ordination of force and movement-related cortical po-
tentials. Eur J Appl Physiol Occup Physiol 1996; 74(1-2): 8-12.
Oldfield RC. The assessment and analysis of handedness: the Edinburgh inventory.
Neuropsychologia 1971; 9(1): 97-113.
Literaturverzeichnis 116
Olivier N, Auguste C, Keim M, Klippel S. Techniktraining unter dem Einfluss hoher Be-
lastungen. In: Thorländer H, Col K, Türk-Noak U, editor. Muskelermüdung -
Forschungsansätze in der Trainingswissenschaft. Köln: Sport und Buch Strauß,
2001: 29-58.
Olivier N. Eine Beanspruchungstheorie sportlichen Wettkampfs. Sportwissenschaft
2001; 31(4): 437-53.
Olivier N. Konditionelle Belastungen beeinflussen das Schnellkraftniveau lokal! In: Sta-
rischka S.; Carl K.; Krug J., editor. 'Schwerpunktthema Nachwuchstraining'. Er-
lensee: SFT Verlag, 1996: 153-8.
Olivier N, Dillinger M-O. Belastung und Beanspruchung beim Bewegungslernen. In:
Mechling H.; Munzert J., editor. Handbuch Bewegungswissenschaft – Bewe-
gungslehre. Schorndorf: Hoffmann Verlag, 2003: 331-46.
Paasuke M, Ereline J, Gapeyeva H. Neuromuscular fatigue during repeated exhaustive
submaximal static contractions of knee extensor muscles in endurance-trained,
power-trained and untrained men. Acta Physiol Scand 1999; 166(4): 319-26.
Petruzzello S, Landers D. State anxiety reduction and exercise: does hemispheric acti-
vation reflect such changes? Med Sci Sports Exerc 1994; 26(8): 1028-35.
Pickenhain L, Beyer L, Meischner I. Neue Erkenntnisse zur Steuerung der Bewe-
gungskoordination beim Menschen. Medizin und Sport 1985; 25(8): 225-8.
Pickenhain L. Beziehungen zwischen den hierarchisch organisierten inneren Rückmel-
dekreisen und der Ergebnisrückmeldung als wesentlicher Faktor für die Ausbil-
dung innerer Modelle von Arbeitshandlungen. In: Klix F, Timpe K, editor. Ar-
beits- und Ingenieurpsychologie und Intensivierung. Berlin: Dtsch Verlag d Wis-
senschaften, 1979: 109-14.
Pickenhain L. Holistischer Ansatz von Neuro- und Verhaltenswissenschaft. In: Bartmus
U, Heck H, Mester J, Schumann H, Tidow G, editor. Aspekte der Sinnes- und
Neurophysiologie im Sport. Köln: Sport und Buch Strauß, 1996: 23-46.
Literaturverzeichnis 117
Pickenhain L. Psychophysiologische Aspekte von Belastung und Beanspruchung. In:
Janssen J, Rieckert H, Carl K, editor. Belastung und Beanspruchung. Band 6.
Köln: 1992: 9-30.
Plourde G, Rousseau-Migneron S, Nadeau A. Beta-adrenoceptor adenylate cyclase
system adaptation to physical training in rat ventricular tissue. J Appl Physiol
1991; 70(4): 1633-8.
Pollmann D. (Ed.). Muskuläre Beanspruchung im Mikrozyklus des Krafttrainings. Eine
elektromyografische Analyse dynamischer und isometrischer Krafttrainingsfor-
men. . Köln: Sport und Buch Strauß, 1993.
Pollmann D, Willimczik K. (Ed.). Zum Einfluss physischer Beanspruchung auf die Aus-
führungsqualität sportartspezifischer Bewegungstechniken. Köln: Sport und
Buch Strauß, 2001.
Praamstra P, Stegeman D, Horstink M, Cools A. Dipole source analysis suggests se-
lective modulation of the supplementary motor area constribution to the readi-
ness potential. Electroencephal Clin Neurophys 1996; 98: 468-77.
Reinsberger C, Herwegen H, Barthel T, Weiß M, Liesen H. Auswirkungen eines Rege-
nerations-Getränkes aus Pflanzenextraxten auf elektrodermale Aktivität. Dtsch
Z Sportmed 2003, 54 Sonderheft (7-8): 80
Reinsberger C, Herwegen H, Barthel T, Weiß M, Liesen H. Effekte maximaler körperli-
cher Belastung auf zentrales und sympathisches Nervensystem: Parallelen
zwischen Elektrosympathikographie und Elektroenzephalographie. Dtsch Z
Sportmed 2001, 52 Sonderheft (7-8): 71.
Reiser M. ZK, Künzell S, Munzert J, Stark R, Walter B, Vaitl D. Activation of motor-
related areas during observation and mental imagery of gymnastic movements:
an fMRI study. In Schöllhorn, WI, Bohn C, Jäger JM, Schaper H, Alichmann
(Hrsg.) European Workshop on Movement Science: Mechanics, Physiology,
Psychology. Book of Abstracts University of Münster Dep. of Training and Mo-
vement Science. Köln: Sport und Buch Strauß, 2003: 60-1
Literaturverzeichnis 118
Rohmert W, Rutenfranz J. Arbeitswissenschaftliche Beurteilung der Belastung und Be-
anspruchung an unterschiedlichen industriellen Arbeitsplätzen. Bonn. 1975.
Rohmert W, Rutenfranz J. Praktische Arbeitspsychologie (begründet von G. Lehmann)
. Stuttgart: Thieme, 1983.
Rohmert W. Das Belastungs-Beanspruchungs-Konzept. Zeitschrift für Arbeitswissen-
schaft 1984; 38(4): 193-200.
Roland P, Larsen B, Lassen N, Skinhoj E. Supplementary motor area and other corti-
calareas in organisation of voluntary movements in man. J Neurophysiol 1980;
43: 118-36.
Roland PE. Cortical organization of voluntary behavior in man. Hum Neurobiol 1985;
4(3): 155-67.
Sahlin K, Tonkonogi M, Soderlund K. Energy supply and muscle fatigue in humans.
Acta Physiol Scand 1998; 162(3): 261-6.
Sahyoun C, Floyer-Lea A, Johansen-Berg H, Matthews PM. Towards an understanding
of gait control: brain activation during the anticipation, preparation and executi-
on of foot movements. Neuroimage 2004; 21(2): 568-75.
Schiepek G. Neurobiologie der Psychotherapie. Stuttgart: Schattauer Verlag, 2003.
Schmidt D, Strüder H, Krause B, Herzog H, Hollmann W, Müller-Gärtner H. Einfluss
von Ausdauertraining auf die zerebrale Repräsentation episodischer Gedächt-
nisvorgänge im Alter. Dtsch Z Sportmed 2001; 52(12): 369-76.
Schmidt R, Birbaumer N. Neuro- und Sinnesphysiologie. Berlin: 1995.
Schober F. Psychophysiologische Komponenten der sportlichen Bewegungsleistung
und des sportlichen Trainings - ein neurophysiologischer Beitrag. Jena: Habili-
tation, 1987.
Schöllhorn W, Bohn C, Jäger J, Schaper H, Alichmann M. European Workshop on Mo-
Literaturverzeichnis 119
vement Science: Mechanics, Physiology, Psychology. Book of Abstracts. Köln:
Sport und Buch Strauß, 2003.
Schönpflug W. Beanspruchung und Belastung bei der Arbeit. In: Kleinbeck U, Ruten-
franz J, editor. Arbeitspsychologie.. Göttingen: Hogrefe, 1987: 130-84.
Schönpflug W. Von der Aktivierungstheorie zur Ressourcentheorie. Die Regulation von
Aktivierungszuständen. In: Janssen J, Hahn E, Strang H, editor. Konzentration
und Leistung. Göttingen: Hogrefe, 1991: 27-36.
Schrode M, Larbig W, Heitkamp H, Wurster K. Veränderungen psychophysiologischer
Parameter beim Marathonlauf. Sportwissenschaft 1986; 16(3): 303-15.
Schumann H, Seibt R, De Marées H (Ed.). EEG und körperliche Belastung. In Daugs
R, Blischke K, editor. Aufmerksamkeit und Automatisierung in der Sportmotorik
Sankt Augustin: Academia Verlag, 1993a: 340-6
Schumann H, Seibt R, De Marées H. EEG und sportliche Belastung. In: Tittel K, Arndt
K, Hollmann W, editor. Sportmedizin, gestern - heute - morgen. Sportmedizini-
sche Schriftreihe 28, Leipzig: Barth, 1993b: 227-34.
Schumann H, Seibt R. EEG während sportlicher Belastung. Biomedizinische Technik
1993; 38: 169-70.
Schumann H. Ein Beitrag zur Biosignalanalyse in der Sportmedizin für die Verbesse-
rung der Leistungsdiagnostik insbesondere zentralnervaler und sensomotori-
scher Prozesse. Promotion B. Ilmenau:1985.
Schumann H. Möglichkeiten und Grenzen der EEG-Diagnostik im Sport. In: Bartmus U,
Heck H, Mester J, Tidow G, editor. Aspekte der Sinnes und Neurophysiologie
im Sport. Köln: Sport und Buch Strauß, 1996: 73-119.
Shibasaki H, Barrett G, Halliday E, Halliday AM. Cortical potentials associated with vo-
luntary foot movement in man. Electroencephalogr Clin Neurophysiol 1981;
52(6): 507-16.
Literaturverzeichnis 120
Siemionow V, Yue GH, Ranganathan VK, Liu JZ, Sahgal V. Relationship between mo-
tor activity-related cortical potential and voluntary muscle activation. Exp Brain
Res 2000; 133(3): 303-11.
Simmel A. EEG-Kohärenzanalysen im Theta-Frequenzband zur Reduktion von Behal-
tensaufwand im Arbeitsgedächtnis durch Übung. Universität Leipzig, 1999, ver-
öffentlichte Diplomarbeit.
Slobounov S, Tutwiler R, Rearick M, Challis JH. EEG correlates of finger movements
with different inertial load conditions as revealed by averaging techniques. Clin
Neurophysiol 1999; 110(10): 1764-73.
Slobounov SM, Ray WJ, Simon RF. Movement-related potentials accompanying uni-
lateral finger movements with special reference to rate of force development.
Psychophysiology 1998; 35(5): 537-48.
Spitzer M. Lernen. Heidelberg: Spektrum Akademischer Verlag, 2002.
Stock C, Baum M, Roßkopf P, Schober F, Weiß M. Electroencephalogram activity, ca-
techolamines and lymphozyte subpopulations after resistence exercise and du-
ring regeneration. Eur J App Physiol 1996; 72: 235-41.
Stock C. Sympathikusaktivität und b2-Adrenorezeptordichte beim Menschen im Zu-
sammenhang mit physischer und mit psychischer Belastung. Dissertation. Bie-
lefeld: 1993.
Stoll O. Belastung und Beanspruchung im Sport. 2004.
www.asp2004.de/asp2004/grusswort.htm
Strobel G, Friedmann B, Siebold R, Bartsch P. Effect of severe exercise on plasma
catecholamines in differently trained athletes. Med Sci Sports Exerc 1999;
31(4): 560-5.
Strobel G. Sympathoadrenerges System und Katecholamine im Sport. Dtsch Z Sport-
med 2002; 53(3): 84-5.
Literaturverzeichnis 121
Tashiro M, Itoh M, Fujimoto T, Fujiwara T, Ota H, Kubota K, Higuchi M, Okamura N,
Ishii K, Bereczki D, Sasaki H. 18F-FDG PET mapping of regional brain activity
in runners. J Sports Med Phys Fitness 2001; 41(1): 11-7.
Taylor JL, Butler JE, Allen GM, Gandevia SC. Changes in motor cortical excitability du-
ring human muscle fatigue. J Physiol 1996; 490 ( Pt 2): 519-28.
Taylor MJ. Bereitschaftspontential during the acquisition of a skilled motor task. Elec-
troencephalogr Clin Neurophysiol 1978; 45(5): 568-76.
Tergau F, Geese R, Bauer A, Baur S, Paulus W, Reimers CD. Motor cortex fatigue in
sports measured by transcranial magnetic double stimulation. Med Sci Sports
Exerc 2000; 32(11): 1942-8.
Wallenstein GV, Nash AJ, Kelso JA. Frequency and phase characteristics of slow cor-
tical potentials preceding. Electroencephalogr Clin Neurophysiol 1995; 94(1):
50-9.
Warrenburg S, Pagano RR, Woods M, Hlastala M. A comparison of somatic relaxation
and EEG activity in classical progressive relaxation and transcendental medita-
tion. J Behav Med 1980; 3(1): 73-93.
Wehr T, Barthel T, Schnittker R, Mechau D, Weiß M, Liesen H. Auswirkungen von un-
terschiedlich erschöpfenden Ergometerbelastungen auf das Elektroenzephalo-
gramm (EEG) und Bereitschaftspotential (BP). Abstraktband nicht erschienen.
Bonn: 2000.
Wehr T. Das Bereitschaftspotential und Spontan-EEG von Ausdauertrainierten als psy-
chophysischer Parameter bei stufenförmiger Ergometerbelastung. Paderborn:
unveröffentlichte Diplomarbeit, 1998.
Weicker H, Barwich D, Klett G, Ritthaler F. Die hormonelle Regulation bei körperlicher
Belastung. Sportwissenschaft 1981; 11: 386-405.
Literaturverzeichnis 122
Weicker H, Strobel G. Hormone. In: Weicker H, Strobel G, editor. Sportmedizin: bio-
chemisch-physiologische Grundlagen und ihre sportartspezifische Bedeutung.
1994: 277-89.
Weicker H. Determination of free and sulfoconjugated catecholamines in plasma and
urine by high-performance liquid chromatography. Int J Sports Med 1988; 9: 68-
74.
Weiller C, Juptner M, Fellows S, Rijntjes M, Leonhardt G, Kiebel S, Muller S, Diener H,
Thilmann A. Brain representation of active and passive movements. Neuroi-
mage 1996; 4(2): 105-10.
Weiß M, Barthel T, Falke W, Junjea L, Geiß K. Influence of L-theanine on EEG cha-
racteristics and stress hormones during recovery from exercise stress. Journal
of Psychophysiology 2004 submitted;.
Weiß M, Barthel T, Schnittker R, Geiß K, Falke W, Juneja L. Correlations between
central nervous parameters and hormonal regulations during recovery from
physical stress are influenced by L-theanine. Amino Acids 21. Wien: Springer
Verlag, 2001: 62.
Westerblad H, Allen DG, Bruton JD, Andrade FH, Lannergren J. Mechanisms underly-
ing the reduction of isometric force in skeletal muscle fatigue. Acta Physiol
Scand 1998; 162(3): 253-60.
Wiese J, Singh L, Yuedall. Occipital and parietal alpha power before, during and after
exercise. Med Sci Sports Exerc 1993; 15: 117.
Youngstedt S, Dishman R, Cureton K, Peacock L. Does body temperature mediate an-
xiolytic effects of acute exercise? J Appl Physiol 1993; 74(2): 825-31.
Anhang I
11 Anhang
11.1 Probandeninfo und Einverständnis (Belkom. 1)
Probandeninformation
Untersuchung zur Wirkung eines Mischgetränkes auf die zentralnervöse
Aktivität, das Herz-Kreislauf-System und den Energiestoffwechsel
Bisher wurde in der medizinischen Leistungsdiagnostik der Energiebereitstellung eine
entscheidende Rolle zugeordnet, wogegen die zentralnervöse Aktivität kaum Berücksich-
tigung fand. Leistungsvoraussetzend für motorische Bewegungen ist der Kopf als steuerndes
und kontrollierendes Element, zusätzlich zu einer ökonomischen Herz-Kreislauf-Arbeit und
einem angepaßten Energiestoffwechsel.
Die Studie soll nun überprüfen, ob und inwiefern ein Mischgetränk Einfluß auf die
zentralnervöse Aktivität, die Ökonomisierung des Herz-Kreislauf-Systems und die Energie-
bereitstellung hat.
Es werden Kapillarblut-Abnahmen aus dem Ohrläppchen, venöse Blutabnahmen, EKG- und
EEG-Ableitungen durchgeführt. Ein gesundheitliches Risiko besteht nicht.
Insgesamt muß jeder Proband an vier Untersuchungsterminen mit einer fahrradergo-
metrischen Stufenbelastung teilnehmen:
1.
Voruntersuchung:
Erfassung der individuellen Leistungsfähigkeit
(Festlegung der Belastungsdosierung für die Hauptuntersuchungen)
2.
Hauptuntersuchungen:
Stufentest nach Trinken des Testgetränks bzw. den Kontrollen
(3-Wochen-Periodik: Jeder Proband erscheint am selben Tag und zur selben Uhrzeit, um
identische Bedingungen zu erfüllen. Die Einnahme eines standardisierten Frühstücks
wird im Sportmedizinischen Institut durchgeführt.)
Ein eventueller
Medikamentengebrauch
ist frühzeitig mitzuteilen. Der Konsum von
coffeinhaltigen Stimulanzien
(Kaffee, Cola, Energydrinks, schwarzer Tee, Kakao,
Schokolade, Zitronentee, Koffeintabletten, usw.) ist anzugeben.
Eine grobe
Trainingskonzeption
der letzten 4 Wochen vor der Hauptuntersuchung ist
einzureichen. Während des Untersuchungszeitraumes ist das Training und der Gebrauch
von Supplementen, Energie- und Mineraldrinks genau zu protokollieren.
Angaben zur Trainingsbelastung vor den Untersuchungen:
Trainingstage vor den
Untersuchungen
Trainingsinhalt Dauer Bemerkung
2 Grundlagenausdauer (GA1) Max. 2h Keine Kraftausdauer
1 Regeneration Max. 1h
Max. Puls wird nach
der Voruntersuchung
mitgeteilt
Angaben zu Nahrungs- und Genußmitteln vor den Untersuchungen:
Bis zu 48 Std. vor der Untersuchung: keine Medikamente, Alkohol u. Nikotin
Am Untersuchungstag selber: keine Stimulanzien wie Kaffee, schwarzer Tee und Kakao
Bitte rückseiti
g
bestäti
g
en
Sportmedizinisches Instiut
Universität-GH Paderborn
Hiermit erkläre ich, die
b
eigefügte Pro
b
andeninformation gelesen und verstanden zu
haben. Desweiteren werde ich mich nach den Untersuchungs
b
edingungen richten. Ich
bin über die möglichen Risiken der Untersuchung unterrichtet worden und ge
b
emit
meiner Unterschrift mein Einwilligungsverständnis zur freiwilligen Teilnahme an der
Studie.
Nach der letzten Untersuchung (4.) wird eine Aufwandsentschädigung von 200 DM
überwiesen. Zusätzlich wird ein kleines weiteres Geschenk ü
b
erge
b
en.
____________________
____________________
Datum Unterschrift
Name des Kontoinha
b
ers:
Name des Geldinstituts:
Bankleitzahl:
Kontonummer:
Anhang II
11.2 Untersuchungsablauf (Belkom. 1)
Information zum Untersuchungszeitablauf:
7.00 (12.00) Uhr
Frühstück im Spomed Institut: 1-2 Brötchen oder 2 Scheiben Brot
mit Streichfett; Getränke: Mineralwasser, Kräuter- und Früchtetee
(kein Kaffee, schwarzer Tee, Kakao, Saft, Müsli, da Stimulanzien
enthalten sind, die die Meßergebnisse verfälschen)
8.30 (13.30) Uhr
Umziehen etc.
9.00 (14.00) Uhr
Untersuchungsbeginn
Verkabelung/Haube
Ruhephase (20min); Fragebogen
Venöse Blutentnahme
10.00 (15.00)Uhr
Aufbau, Verkabelung, Bewegungsaufgabe rezitieren
1. EEG-MRCP-MRCP Messung
1. Stufe Aufwärmen (10min)
2. EEG-MRCP-Messung
2. Stufe (6min)
3. Stufe (6min)
4. Stufe (6min)
3. EEG-MRCP-Messung
5. Stufe maximal (6min)
4. EEG-MRCP-Messung
Fragebogen
Venöse Blutentnahme
12.00 Uhr (17.00) Uhr
Ende
Kapillare Blutentnahmen zur Bestimmung von:
Laktat
in Ruhe und in den letzten 30 s der jeweiligen Stufe
Ammoniak
bei Ruhe, Stufe 4, Stufe 5 jeweils 3min. nach Belastung.
Blutdruckmessung
in Ruhe und jew. 2 min. vor Stufenende
Herzfrequenzmessung
kontinuierlich mit Polar Tester
Anmerkung für die Nachmittagstermine:
Frühstück nach Wahl. Um
12.00 Uhr
standardisiertes zweites Frühstück (s.o.) im Sportmedizinischen Institut.
Anhang III
11.3 Trainingsprotokollvorlage (Belkom. 1)
Anhang IV
11.4 Probandeninfo, Einverständnis (Belkom. 2)
Probandeninformation für die Herbs and Fruit Studie
Das angewandte Präperat soll das Katecholaminsystem und die
Regenerationsfähigkeit beeinflussen. Des weiteren wirkt es sich auf die
elektrophysiologische Hirnaktivität aus. Hieraus ensteht die Hypothese, es einen
entspannenden Effekt und Auswirkungen auf das Stressmanagement und die
Stressbewältigung hat. Um dieses zu objektivieren, wurde diese Studie entwickelt,
bei der EEG- Messungen und Blutuntersuchungen in der Ruhephase nach einer
Ergometerbelastung durchgeführt werden.
Methodik:
Probanden
: 15 gesunde, nichtrauchende, sportliche (allerdings nicht spezifisch
ausdauer- bzw. krafttrainierte) Studenten, Alter 20-30 Jahre
Studiendesign
: Voruntersuchung und Hauptuntersuchung
-
Voruntersuchung: Ergometertest (Feststellung der Leistungsfähigkeit und
Festlegung der Belastungsintensität für die Hauptuntersuchung)
-
Hauptuntersuchung: 3 Untersuchungstage im Abstand von jeweils einer Woche
(in diesem Zeitraum sollten die körperlichen Aktivitäten nicht sehr stark variiert
und die Essgewohnheiten protokolliert werden), wobei ein randomisiertes,
präparatkontrolliertes doppelblindes Design verwendet wird.
Untersuchungsgang:
Die Ernährungsgewohnheiten der Probanden werden mittels
Food Frequency Verfahren ( FFQ) (Vital & Aktiv) erhoben. Hierbei wird die
quantitative Zufuhr wichtiger Nährstoffe in den letzten 3 Wochen vor den Tests
abgeschätzt.
Am Untersuchungstermin kommen die Probanden um 8.00 Uhr (bzw. 8.35, 10.20
Uhr) nüchtern und ausgeschlafen ins Sportmedizinische Institut wobei am Vortag auf
intensives Training, Alkoholkonsum und exzessive Nahrungsaufnahme verzichtet
werden soll. Nach Befindlichkeitserhebung und standardisiertem Frühstück findet die
Ergometerbelastung. (4 ansteigende, submaximale Stufen a 3 Min., 1 maximale
Stufe a 4 Min.) statt. Anschließend wird das Testgetränk verabreicht, Blut
abgenommen und eine EEG- Messung absolviert. Während der 2- stündigen
Ruhephase werden 4 weitere EEG- Messungen/ Blutabnahmen und zum Schluss
eine Urinprobe durchgeführt.
Es werden Kapillarblut-Abnahmen aus dem Ohrläppchen, venöse Blutabnahmen,
Urinproben und Fragebögen, durchgeführt. Ein gesundheitliches Risiko besteht nicht.
Vielen Dank,
Euer S
p
omed- Team
Sportmedizinisches Instiut
Universität-GH Paderborn
Hiermit erkläre ich, die beigefügte Probandeninformation gelesen und verstanden zu
haben. Desweiteren werde ich mich nach den Untersuchungsbedingungen richten.
Ich bin über die möglichen Risiken der Untersuchung unterrichtet worden und gebe
mit meiner Unterschrift mein Einwilligungsverständnis zur freiwilligen Teilnahme an
der Studie.
Nach der letzten Untersuchung wird eine Aufwandsentschädigung von 150 DM
überwiesen.
Datum Unterschrift
Name des Kontoinhabers:
Name des Geldinstituts:
Bankleitzahl:
Kontonummer:
Anhang V
11.5 Untersuchungsablauf, Checkliste (Belkom. 2)
Ablauf Hauptuntersuchung
Zeit Uhr Proband
Labor Ergo Küche
8.00-8.20
A
Frühstück
8.25-8.55
A
Braunüle, Verkabeln,
Impedanzmessung
8.35-8.55
B
Frühstück
9.00-9.16 0.00
A
Ergometerbelastung
9.05-9.30 0.05
B
Braunüle, Verkabeln,
Impedanzmessung
9.17-9.22 0.17 A Messung O
9.22-9.30 0.22
A
Blase entleeren,
Testgetränk
9.30 0.30
A
Beginn der Ruhephase
9.35-9.51 0.35
B
Ergometerbelastung
9.52-9.57 0.52 B Messung O
9.57-10.05 0.57
B
Blase entleeren,
Testgetränk
10.00-10.05 1.00 A Messung 1
10.05 1.05
B
Beginn der Ruhephase
10.15-10.20 1.15 A Messung 2
10.20-10.40 1.20
C
Frühstück
10.30-10.35 1.30 A Messung 3
10.35-10.40 1.35 B Messung 1
10.45-11.15 1.45
C
Braunüle, Verkabeln,
Impedanzmessung
10.50-10.55 1.50 B Messung 2
11.05-11.10 2.05 B Messung 3
11.20-11.36 2.20
C
Ergometerbelastung
11.30-11.35 2.30 A Messung 4
11.37-11.42 2.37 C Messung 0
11.42-11.50 2.42
C
Blase entleeren,
Testgetränk
11.50 2.50
C
Beginn der Ruhephase
12.05-12.10 3.05 B Messung 4
12.20-12.25 3.20 C Messung 1
12.35-12.40 3.35 C Messung 2
12.50-12.55 3.50 C Messung 3
13.50-13.55 4.50 C Messung 4
C
heckliste
Frühstück:
- 20 min
- Umziehen
- 2 Brötchen mit Streichfett
- dazu Mineralwasser bzw. Früchtetee
Braunüle, Verkabeln, Impedanzmessung:
- 30 min
- zuerst Braunüle vom Arzt legen
- Pulsgurt,
- Haube vorgelen, aufsetzen, nachgelen
- Eog vorbereiten (Keberinge/Gel) und anlegen
- Ecg
- Elektroden
(
Sympatograph)
- Impedanzmessung (evtl. nachgelen)
Ergometerbelastung:
-
ca. 5 min Vorbereitung
- 16 min Belastung (300,350 oder 400 Watt Programm)
- danach unverzüglich ins Messlabor
Messung 0, 1, 2, 3, 4:
- 5 min
- Blutabnahme durch den Arzt
- währendessen Ecg anlegen, Kabel anschließen und Impedanz
- EEG Messung
Anhang VI
11.6 Übersetzte Fassung des Händigkeitstests
11.7 Schalteinheit für Trigger
Anhang VII
11.8 Basler Befindlichkeitstest (Grundversion)
Anhang VIII
11.9 Deskription (Belkom. 1)
Häufigkeitstabellen: Belastungskomplex 1 (Armkurbelergometer Belastung)
Statistiken
Haendigkeit
Sprungbeinp
raeferenz
Coffeinge
wöhnung SportDisziplin
Subj.Ausbel
astungWert
-5 [Punkte]
Gültig 11 11 11 11 11
n
Fehle
nd 0 0 0 0 0
Haendigkeit
Häufigkeit Prozent
Gültige
Prozente
Kumulierte
Prozente
Gültig Rechtshaen
der 11 100,0 100,0 100,0
Sprungbeinpraeferenz(a)
Häufigkeit Prozent
Gültige
Prozente
Kumulierte
Prozente
Linksfuessl
er 545,5 45,5 45,5
Rechtsfues
sler 654,5 54,5 100,0
Gültig
Gesamt 11 100,0 100,0
SportDisziplin
Häufigkeit Prozent
Gültige
Prozente
Kumulierte
Prozente
Triathlon 763,6 63,6 63,6
Radsport 218,2 18,2 81,8
Laufen 218,2 18,2 100,0
Gültig
Gesamt 11 100,0 100,0
Subj.AusbelastungWert-5 [Punkte]
Häufigkeit Prozent
Gültige
Prozente
Kumulierte
Prozente
total
verausgabt 436,4 36,4 36,4
z.T.
verausgabt 436,4 36,4 72,7
nicht
verausgabt 327,3 27,3 100,0
Gültig
Gesamt 11 100,0 100,0
Häufigkeitstabellen: Belastungskomplex 1 (Kognitive Belastung)
Statistiken
Haendigkeit
Sprungbeinp
raeferenz
Coffeinge
wöhnung SportDisziplin
Subj.Ausbel
astungWert
-5 [Punkte]
Gültig 10 10 10 10 10
n
Fehle
nd 0 0 0 0 0
Haendigkeit
Häufigkeit Prozent
Gültige
Prozente
Kumulierte
Prozente
Gültig Rechtshaen
der 10 100,0 100,0 100,0
Sprungbeinpraeferenz
Häufigkeit Prozent
Gültige
Prozente
Kumulierte
Prozente
Linksfuessl
er 550,0 50,0 50,0
Rechtsfues
sler 550,0 50,0 100,0
Gültig
Gesamt 10 100,0 100,0
SportDisziplin
Häufigkeit Prozent
Gültige
Prozente
Kumulierte
Prozente
Triathlon 660,0 60,0 60,0
Radsport 220,0 20,0 80,0
Laufen 220,0 20,0 100,0
Gültig
Gesamt 10 100,0 100,0
Subj.AusbelastungWert-5 [Punkte]
Häufigkeit Prozent
Gültige
Prozente
Kumulierte
Prozente
total
verausgabt 110,0 10,0 10,0
nicht
verausgabt 990,0 90,0 100,0
Gültig
Gesamt 10 100,0 100,0
Häu
f
igkeitstabellen: Belastungskomplex 1
(
Fahrradergometer Belastung
)
Statistiken
Haendigkeit
Sprungbeinp
raeferenz
Coffeinge
wöhnung SportDisziplin
Subj.Ausbel
astungWert
-5 [Punkte]
Gültig 14 14 14 14 14
n
Fehle
nd 0 0 0 0 0
Haendigkeit
Häufigkeit Prozent
Gültige
Prozente
Kumulierte
Prozente
Linkshaend
er 17,1 7,1 7,1
Rechtshaen
der 13 92,9 92,9 100,0
Gültig
Gesamt 14 100,0 100,0
Sprungbeinpraeferenz
Häufigkeit Prozent
Gültige
Prozente
Kumulierte
Prozente
Linksfuessl
er 642,9 42,9 42,9
Rechtsfues
sler 857,1 57,1 100,0
Gültig
Gesamt 14 100,0 100,0
SportDisziplin
Häufigkeit Prozent
Gültige
Prozente
Kumulierte
Prozente
Triathlon 750,0 50,0 50,0
Radsport 428,6 28,6 78,6
Laufen 321,4 21,4 100,0
Gültig
Gesamt 14 100,0 100,0
Subj.AusbelastungWert-5 [Punkte]
Häufigkeit Prozent
Gültige
Prozente
Kumulierte
Prozente
total
verausgabt 535,7 35,7 35,7
z.T.
verausgabt 750,0 50,0 85,7
nicht
verausgabt 214,3 14,3 100,0
Gültig
Gesamt 14 100,0 100,0
Anhang IX
Anthropometrie
26 3n=14 26 23 28 25 4n=11 26 22 29 25 4n=10 25 22 29
71,3 4,0 n=14 71,9 68,1 74,2 . . n=0 .....n=0 ...
71,8 3,6 n=14 71,7 69,5 74,7 72,2 3,8 n=11 71,0 69,7 75,4 72,6 3,2 n=10 72,3 69,8 75,1
4,84 ,46 n=14 4,74 4,49 5,15 1,88 ,26 n=11 1,85 1,73 1,95 . . n=0 ...
1,88 ,26 n=11 1,85 1,73 1,95 1,88 ,26 n=11 1,85 1,73 1,95 1,90 ,27 n=10 1,86 1,80 1,98
178,9 5,6 n=14 179,8 175,6 181,2 178,6 4,6 n=11 180,0 179,5 181,0 178,5 4,9 n=10 180,0 177,3 181,2
67,44 45,96 n=14 86,66 64,67 92,76 76,07 23,60 n=11 86,21 65,71 92,31 77,01 24,66 n=10 86,66 64,67 94,23
2 0 n=14 22220n=11 22220n=10 2 2 2
2 1 n=14 21221n=11 21221n=10 2 1 2
1 1 n=14 11221n=11 21221n=10 2 1 2
2 1 n=14 21221n=11 11221n=10 1 1 2
7 3 n=14 64962n=11 54762n=10 5 4 7
12 2n=14 12 10 14 12 2n=11 12 10 14 12 2n=10 12 10 14
346,43 30,79 n=14 350,00 337,50 350,00 135,45 15,72 n=11 130,00 130,00 150,00 . . n=0 ...
346,43 30,79 n=14 350,00 337,50 350,00 350,00 31,62 n=11 350,00 350,00 350,00 350,00 33,33 n=10 350,00 337,50 362,50
135,45 15,72 n=11 130,00 130,00 150,00 135,45 15,72 n=11 130,00 130,00 150,00 136,00 16,47 n=10 130,00 130,00 150,00
. . n=0 . . . . . n=0 ...122,06 30,62 n=10 118,24 94,47 149,19
. . n=0 . . . . . n=0 ...,52 ,34 n=10 ,40 ,29 ,81
Alter Stand 8/98 [Jahre]
Gewicht Voruntersuchung
[kg]
Koerpergewicht z. HU [kg]
Rel.Max.
Leistungsfähigkeit FB
(PmaxGewicht) [Watt/kg]
Rel.Max.Leistung OB
(Pmax/Gewicht) [Watt/kg]
Körpergröße [cm]
Lateralitätsquotient (LQ)
[Punkte]
Haendigkeit
Sprungbeinpraeferenz
Coffeingewöhnung
SportDisziplin
TrainZeit [Jahre]
TrainUmfang [h/Woche]
Pretestpower (PPmax)
[Watt]
Leistungsfähigkeit
(PmaxFB) [Watt]
Leistung (PmaxOB) [Watt]
klt_
Konzentrationsleistung z
Norm (lrel) [%]
klt_Fehlerquotient (fq)
[(F%/MF%]
MW SD NMD 25P 75P
Fahrradergometerbelastung
MW SD NMD 25P 75P
Oberarmergometerbelastung
MW SD NMD 25P 75P
Kognitive Belastung
Teile der BISP-Studie [1-3]
Beanspruchung (peripher)
94,29 26,52 n=14 100,00 70,00 105,00 23,64 8,97 n=11 20,00 20,00 25,00 . . n=0 . . .
150,71 26,45 n=14 155,00 136,25 160,00 49,09 11,14 n=11 50,00 40,00 50,00 . . n=0 . . .
208,57 28,52 n=14 210,00 197,50 220,00 74,09 14,11 n=11 75,00 60,00 80,00 . . n=0 . . .
265,71 31,31 n=14 265,00 253,75 280,00 99,09 17,44 n=11 100,00 80,00 110,00 . . n=0 . . .
326,43 32,25 n=14 320,00 315,00 350,00 131,82 16,01 n=11 130,00 120,00 135,00 . . n=0 . . .
27,0 6,3 n=14 28,6 22,1 30,8 17,2 4,5 n=11 15,4 15,4 19,2 . . n=0 . . .
43,3 5,1 n=14 44,3 40,0 45,7 36,0 4,6 n=11 34,6 33,3 38,5 . . n=0 . . .
60,1 4,6 n=14 60,0 57,0 62,9 54,5 5,3 n=11 53,8 53,3 57,7 . . n=0 . . .
76,6 4,4 n=14 75,7 74,0 80,0 72,9 6,3 n=11 73,3 72,7 76,9 . . n=0 . . .
94,2 3,8 n=14 92,0 91,4 98,1 97,4 4,9 n=11 100,0 92,3 100,0 . . n=0 . . .
. . n=0 .....n=0 . . . 117 40 n=10 110 83 151
. . n=0 .....n=0 . . . 94 8n=10 93 87 101
. . n=0 .....n=0 . . . 33 26 n=10 24 10 56
. . n=0 .....n=0 . . . 6 4 n=10 538
. . n=0 .....n=0 . . . 5,17 3,36 n=10 3,94 2,92 8,10
. . n=0 .....n=0 . . . 10 0n=10 10 10 10
. . n=0 .....n=0 . . . ,52 ,34 n=10 ,40 ,29 ,81
. . n=0 .....n=0 . . . 100 0n=10 100 100 100
. . n=0 .....n=0 . . . 122,06 30,62 n=10 118,24 94,47 149,19
2 1 n=14 21221n=11 2 1 3 3 1 n=10 333
68 12 n=14 66 59 74 69 11 n=11 70 62 80 72 13 n=10 67 64 86
100 10 n=14 102 96 107 79 10 n=11 77 72 90 . . n=0 . . .
115 9n=14 115 111 120 93 13 n=11 98 80 102 . . n=0 . . .
136 13 n=14 136 126 144 109 17 n=11 113 90 125 . . n=0 . . .
159 14 n=14 160 151 168 130 22 n=11 131 109 146 . . n=0 . . .
174 10 n=14 175 167 182 154 18 n=11 159 139 167 75 9n=10 78 65 81
120 8n=13 120 118 120 . . n=0 .....n=0 . . .
76 7n=13 80 70 80 . . n=0 .....n=0 . . .
144 10 n=13 145 140 150 . . n=0 .....n=0 . . .
72 9n=13 70 65 80 . . n=0 .....n=0 . . .
159 12 n=13 160 150 163 . . n=0 .....n=0 . . .
71 9n=13 70 60 80 . . n=0 .....n=0 . . .
175 16 n=13 180 163 190 . . n=0 .....n=0 . . .
69 10 n=13 70 60 80 . . n=0 .....n=0 . . .
192 18 n=13 200 180 208 . . n=0 .....n=0 . . .
67 11 n=13 70 60 78 . . n=0 .....n=0 . . .
208 17 n=13 210 190 225 . . n=0 .....n=0 . . .
70 10 n=13 70 60 80 . . n=0 .....n=0 . . .
100,0 ,0 n=14 100,0 100,0 100,0 100,0 ,0 n=11 100,0 100,0 100,0 . . n=0 . . .
Stufenbelastung 1 (P1)
[Watt]
Stufenbelastung 2 (P2)
[Watt]
Stufenbelastung 3 (P3)
[Watt]
Stufenbelastung 4 (P4)
[Watt]
Stufenbelastung 5 (P5)
[Watt]
Belastungsrelation 1 (P1/
Pmax) [%]
Belastungsrelation 2 (P2/
Pmax) [%]
Belastungsrelation 3 (P3/
Pmax) [%]
Belastungsrelation 4 (P4/
Pmax) [%]
Belastungsrelation 5 (P5/
Pmax) [%]
klt_LeistungsRohWert
(lrw) [Anzahl]
klt_
LeistungsStandartWert
(lsw) [Normanzahl]
klt_
LeistungsProzentRang
(lpr) [ProzRangNormgr]
klt_FehlerRohWert (frw)
[Anzahl]
klt_Fehlerprozent (fpro)
[F%]
klt_Referenzfehlerprozent
[MF%]
klt_Fehlerquotient (fq)
[(F%/MF%]
klt_
Konzentrationsleistung
Norm (lswrel) [%]
klt_
Konzentrationsleistung z
Norm (lrel) [%]
Subj.AusbelastungWert-5
[Punkte]
Herzfrequenz (HF) -R
[1/min]
HF -1[1/min]
HF -2 [1/min]
HF -3 [1/min]
HF -4[1/min]
HF -5[1/min]
Blutdruck systolisch (Bd.
syst.) -R [mmHg]
Blutdruck diastolisch (Bd.
diast.) -R [mmHg]
Bd.syst.-1 [mmHg]
Bd.diast. -1 [mmHg]
Bd.syst. -2 [mmHg]
Bd.diast.-2 [mmHg]
Bd.syst. -3 [mmHg]
Bd.diast. -3 [mmHg]
Bd.syst.-4 [mmHg]
Bd.diast. -4 [mmHg]
Bd.syst.--5 [mmHg]
Bd.diast.--5 [mmHg]
Max.Bel.rel. (Pmaxrel) [%]
MW SD nMD 25P 75P
Fahrradergometerbelastung
MW SD nMD 25P 75P
Oberarmergometerbelastung
MW SD nMD 25P 75P
Kognitive Belastung
Teile der BISP-Studie [1-3]
Anhang X
Beanspruchung (metabolisch)
1,4 ,3 n=14 1,4 1,1 1,6 1,0 ,2 n=11 1,0 ,9 1,2 1,0 ,3 n=10 1,0 ,8 1,1
1,1 ,2 n=14 1,1 ,9 1,3 1,2 ,4 n=11 1,2 ,9 1,3 . . n=0 . . .
1,3 ,3 n=14 1,2 1,1 1,4 1,7 ,4 n=11 1,5 1,3 1,8 . . n=0 . . .
1,8 ,6 n=14 1,7 1,4 1,9 2,5 ,5 n=11 2,5 2,1 2,6 . . n=0 . . .
3,5 ,7 n=14 3,5 2,8 4,0 3,8 ,7 n=11 4,1 2,9 4,3 . . n=0 . . .
6,7 ,8 n=14 6,9 5,8 7,4 5,7 1,4 n=11 5,9 4,2 6,3 ,9 ,2 n=10 ,9 ,7 ,9
24 8n=14 22 20 28 37 9n=11 36 30 46 35 8n=10 35 29 43
51 11 n=14 52 40 58 . . n=0 .....n=0 . . .
69 17 n=14 65 61 72 66 12 n=10 68 60 76 27 7n=10 27 22 30
Lactat -R [mmol/l]
Lactat -1 [mmol/l]
Lactat -2 [mmol/l]
Lactat -3 [mmol/l]
Lactat -4 [mmol/l]
Lactat -5 [mmol/l]
Amoniak (NH³) -R[µmol/l]
NH³ -4 [µmol/l]
NH³ -5 [µmol/l]
MW SD nMD 25P 75P
Fahrradergometerbelastung
MW SD nMD 25P 75P
Oberarmergometerbelastung
MW SD nMD 25P 75P
Kognitive Belastung
Teile der BISP-Studie [1-3]
Blutbild
4,73 ,28 n=14 4,64 4,49 4,97 4,97 ,21 n=11 4,95 4,79 5,08 4,80 ,27 n=10 4,79 4,55 5,04
4,93 ,30 n=14 4,90 4,63 5,17 5,17 ,19 n=11 5,18 5,06 5,27 4,97 ,26 n=10 4,96 4,73 5,15
5,4 1,2 n=14 5,4 4,6 6,2 4,8 1,1 n=11 4,6 4,2 5,2 4,2 1,0 n=10 4,2 3,5 4,7
6,1 1,6 n=14 6,0 5,0 7,0 5,0 1,0 n=11 5,1 4,5 5,4 4,3 1,0 n=10 4,1 3,6 5,2
250 50 n=14 254 205 276 257 60 n=11 248 204 292 241 53 n=10 238 207 273
269 56 n=14 266 221 308 266 59 n=11 261 212 312 241 58 n=10 236 205 261
14,2 ,7 n=14 14,1 13,9 14,8 14,7 ,7 n=11 14,4 14,3 15,2 14,3 ,7 n=10 14,4 13,5 14,8
14,8 ,8 n=14 14,9 14,2 15,2 15,1 ,7 n=11 15,0 14,4 15,6 14,7 ,7 n=10 14,8 14,1 15,2
,42 ,02 n=14 ,41 ,41 ,42 ,43 ,03 n=11 ,43 ,41 ,45 ,41 ,03 n=10 ,42 ,39 ,43
,44 ,02 n=14 ,44 ,43 ,44 ,45 ,02 n=11 ,45 ,43 ,46 ,43 ,02 n=10 ,43 ,40 ,45
30,1 1,3 n=14 29,9 29,0 31,1 29,6 1,3 n=11 30,0 28,7 30,7 29,8 1,4 n=10 30,0 28,9 31,0
30,0 1,0 n=14 30,1 29,2 30,5 29,2 1,1 n=11 29,2 28,4 30,1 29,7 1,3 n=10 29,5 28,8 30,8
34,2 ,8 n=14 34,3 33,6 34,8 34,4 1,6 n=11 34,2 33,0 35,4 34,6 1,5 n=10 34,6 33,1 36,3
34,0 ,7 n=14 34,0 33,6 34,5 33,9 1,2 n=11 33,7 32,7 34,7 34,5 1,0 n=10 34,6 33,7 35,4
88 4n=14 88 85 90 86 5n=11 84 83 90 86 4n=10 86 83 88
88 4n=14 88 86 91 86 5n=11 85 83 90 86 4n=10 86 83 88
Erythrozyten (ery) -R [10
6/µl]
Erythrozyten (ery)-5 [10
6/µl]
Leukozyten (leu) -R
[10³/µl]
Leukozyten (leu)-5 [10³/µl]
Thrombozyten (throm) R
[10³/µl]
Thrombozyten (throm)-5
[10³/µl]
Hämoglobin (hb) -R [g/dl]
Hämoglobin (hb)-5 [g/dl]
Hämatocrit (htc) -R [l/l]
Hämatocrit (htc)-5 [l/l]
mean cell hemoglobin
(mch)-R [pg]
mch-5 [pg]
mean cell hemoglobin
concentration (mchc)-R
[g/dl]
mchc-5 [g/dl]
mean cell volum (mcv)-R
[µm³]
mcv-5 [µm³]
MW SD nMD 25P 75P
Fahrradergometerbelastung
MW SD nMD 25P 75P
Oberarmergometerbelastung
MW SD nMD 25P 75P
Kognitive Belastung
Teile der BISP-Studie [1-3]
Beanspruchung (Stress-System)
,11 ,05 n=9 ,13 ,07 ,15 ,12 ,05 n=11 ,12 ,09 ,16 ,09 ,04 n=7 ,10 ,04 ,12
,14 ,07 n=10 ,14 ,10 ,17 ,11 ,06 n=11 ,10 ,07 ,11 ,10 ,03 n=9 ,10 ,07 ,12
,23 ,11 n=11 ,22 ,14 ,28 ,86 ,92 n=8 ,42 ,19 1,68 ,49 ,67 n=9 ,20 ,16 ,57
,38 ,28 n=11 ,28 ,24 ,39 ,78 1,13 n=10 ,36 ,16 ,86 ,33 ,27 n=10 ,19 ,15 ,57
,78 ,23 n=11 ,70 ,63 1,02 ,76 ,33 n=11 ,58 ,54 1,17 ,76 ,26 n=10 ,72 ,54 ,88
,80 ,21 n=11 ,72 ,63 1,00 ,72 ,31 n=11 ,59 ,54 ,78 ,77 ,34 n=10 ,69 ,52 ,88
16,97 10,47 n=11 15,00 9,50 21,40 18,30 17,98 n=7 9,20 8,50 21,80 13,46 4,20 n=9 12,90 9,55 17,05
12,72 6,04 n=11 11,70 7,50 15,10 18,80 15,77 n=8 10,30 8,23 36,23 11,93 3,90 n=9 11,30 8,20 15,80
1,75 ,87 n=11 1,81 ,69 2,50 1,69 ,56 n=11 1,53 1,22 2,36 1,30 ,27 n=10 1,30 1,04 1,49
2,08 ,91 n=11 1,73 1,46 2,39 1,78 ,45 n=11 1,61 1,51 2,03 2,35 1,25 n=10 2,01 1,34 3,29
9,07 4,31 n=11 8,43 5,39 10,10 8,34 4,68 n=9 6,53 5,12 10,52 7,05 2,25 n=10 6,67 5,71 8,00
10,71 3,24 n=11 10,00 8,64 11,40 8,66 3,17 n=8 7,76 6,57 10,65 7,26 2,19 n=10 7,38 5,82 8,88
Adrenalin frei (A_f)-R
[mmol/l]
A_f-5 [mmol/l]
Adrenalin sulphat (A_
s)-R [mmol/l]
A_s-5 [mmol/l]
Dopamin frei (DOP_
f)-R [mmol/l
DOP_f-5 [mmol/l]
Dopamin sulphat
(DOP_s)-R [mmol/l]
DOP_s-5 [mmol/l]
Noradrenalin frei
(NA_f) R [mmol/l]
NA_f-5 [mmol/l]
Noradrenalin sulphat
(NA_s)-R [mmol/l]
NA_s-5 mmol/l]
MW SD nMD 25P 75P
Fahrradergometerbelastung
MW SD nMD 25P 75P
Oberarmergometerbelastung
MW SD nMD 25P 75P
Kognitive Belastung
Teile der BISP-Studie [1-3]
Psychometrie/Konzentrationsleistung
84 9n=14 86 79 93 84 9n=11 85 81 88 82 10 n=10 86 76 90
77 14 n=14 78 71 88 85 12 n=11 84 78 93 85 12 n=10 88 78 93
21 3n=14 20 19 24 21 3n=11 22 18 23 20 3n=10 22 18 22
18 3n=14 19 16 21 19 4n=11 19 16 23 20 3n=10 21 18 23
21 4n=14 22 18 24 22 4n=11 23 20 25 21 4n=10 21 19 22
18 5n=14 19 13 22 21 4n=11 21 20 23 22 4n=10 22 20 25
24 3n=14 24 22 27 24 4n=11 25 22 28 24 3n=10 23 22 26
23 4n=14 24 21 25 24 4n=11 25 21 26 23 4n=10 24 21 26
18 4n=14 19 16 20 17 4n=11 16 13 21 18 3n=10 18 15 20
18 4n=14 18 16 22 21 4n=11 20 19 24 21 3n=10 21 18 24
2 1 n=14 21221n=11 21331n=10 3 3 3
. . n=0 .....n=0 . . . 117 40 n=10 110 83 151
. . n=0 .....n=0 . . . 94 8n=10 93 87 101
. . n=0 .....n=0 . . . 33 26 n=10 24 10 56
. . n=0 .....n=0 . . . 6 4 n=10 5 3 8
. . n=0 .....n=0 . . . 5,17 3,36 n=10 3,94 2,92 8,10
. . n=0 .....n=0 . . . 10 0n=10 10 10 10
. . n=0 .....n=0 . . . ,52 ,34 n=10 ,40 ,29 ,81
. . n=0 .....n=0 . . . 100 0n=10 100 100 100
. . n=0 .....n=0 . . . 122,06 30,62 n=10 118,24 94,47 149,19
Befindlkt.Summe-R
[Punkte]
Befindlkt.Summe-5
[Punkte]
Vitalität-R [Punkte]
Vitalität-5 [Punkte]
Vigilanz-R [Punkte]
Vigilanz-5 [Punkte]
Intrpsy.Glgew.-R [Punkte]
Intrpsy.Glgew.-5 [Punkte]
Soziale Extrov.-R [Punkte]
Soziale Extrov.-5 [Punkte]
Subj.AusbelastungWert-5
[Punkte]
klt_LeistungsRohWert
(lrw) [Anzahl]
klt_
LeistungsStandartWert
(lsw) [Normanzahl]
klt_
LeistungsProzentRang
(lpr) [ProzRangNormgr]
klt_FehlerRohWert (frw)
[Anzahl]
klt_Fehlerprozent (fpro)
[F%]
klt_Referenzfehlerprozent
[MF%]
klt_Fehlerquotient (fq)
[(F%/MF%]
klt_
Konzentrationsleistung
Norm (lswrel) [%]
klt_
Konzentrationsleistung z
Norm (lrel) [%]
MW SD nMD 25P 75P
Fahrradergometerbelastung
MW SD nMD 25P 75P
Oberarmergometerbelastung
MW SD nMD 25P 75P
Kognitive Belastung
Teile der BISP-Studie [1-3]
Anhang XI
Antrittsparameter
4,045 1,034 n=14 4,057 3,459 4,426 3,478 1,037 n=11 3,700 2,130 4,118 3,541 1,096 n=10 3,263 2,859 4,019
3,877 ,892 n=14 3,784 3,256 4,519 3,483 1,071 n=11 3,515 2,270 4,314 . . n=0 . . .
3,928 1,031 n=14 3,969 2,901 4,850 3,671 1,122 n=11 3,368 2,691 4,584 . . n=0 . . .
3,743 1,145 n=14 3,656 2,645 4,764 3,840 ,998 n=11 3,407 3,131 5,045 3,638 1,224 n=10 3,239 2,794 4,194
42,942 21,580 n=14 40,930 24,008 55,624 33,534 17,276 n=11 31,850 17,490 50,757 38,198 18,216 n=10 32,895 26,587 47,404
38,184 18,841 n=14 35,460 25,032 49,412 32,825 15,557 n=11 37,823 17,800 45,050 . . n=0 . . .
40,759 19,087 n=14 40,390 24,574 62,747 37,364 17,578 n=11 34,627 19,527 48,715 . . n=0 . . .
38,365 22,216 n=14 31,902 20,466 54,277 38,254 18,732 n=11 34,397 21,170 53,323 42,603 20,444 n=10 36,426 26,918 66,391
,104 ,046 n=14 ,095 ,071 ,119 ,092 ,045 n=11 ,081 ,057 ,099 ,099 ,038 n=10 ,083 ,071 ,137
,109 ,075 n=14 ,085 ,071 ,134 ,084 ,046 n=11 ,071 ,048 ,099 . . n=0 . . .
,112 ,058 n=14 ,080 ,072 ,146 ,083 ,039 n=11 ,078 ,057 ,099 . . n=0 . . .
,098 ,045 n=14 ,081 ,062 ,143 ,088 ,042 n=11 ,084 ,060 ,099 ,090 ,050 n=10 ,072 ,052 ,119
,042 ,016 n=14 ,038 ,027 ,060 ,035 ,017 n=11 ,030 ,027 ,048 ,040 ,017 n=10 ,036 ,029 ,047
,042 ,013 n=14 ,039 ,032 ,056 ,041 ,025 n=11 ,039 ,030 ,048 . . n=0 . . .
,042 ,011 n=14 ,045 ,034 ,049 ,039 ,034 n=11 ,033 ,018 ,051 . . n=0 . . .
,045 ,013 n=14 ,042 ,036 ,060 ,033 ,018 n=11 ,033 ,018 ,042 ,040 ,017 n=10 ,036 ,026 ,049
Max.Kraftäquivalent
(Fmax)-R [V]
Max.Kraftäquivalent
(Fmax)-1 [V]
Max.Kraftäquivalent
(Fmax)-4 [V]
Max.Kraftäquivalent
(Fmax)-5 [V]
Kraftzunahme pro Zeit
(tan alpha)-R [V/s]
Kraftzunahme pro Zeit
(tan alpha)-1 [V/s]
Kraftzunahme pro Zeit
(tan alpha)-4 [V/s]
Kraftzunahme pro Zeit
(tan alpha)-5 [V/s]
Kraftlatenz (tm-tt)-R [s]
Kraftlatenz (tm-tt)-1 [s]
Kraftlatenz (tm-tt)-4 [s]
Kraftlatenz (tm-tt)-5 [s]
BewegungsVerzögerung
(tt-tp)-R [s]
BewegungsVerzögerung
(tt-tp)-1 [s]
BewegungsVerzögerung
(tt-tp)-4 [s]
BewegungsVerzögerung
(tt-tp)-5 [s]
MW SD nMD 25P 75P
Fahrradergometerbelastung
MW SD nMD 25P 75P
Oberarmergometerbelastung
MW SD nMD 25P 75P
Kognitive Belastung
Teile der BISP-Studie [1-3]
Anhang XII
MRCP-Parameter Cz-Elektrode
-1446,1 295,9 n=14 -1444,6 -1717,8 -1310,6 -1519,8 278,2 n=10 -1502,5 -1805,1 -1306,7 -1316,7 458,0 n=10 -1457,6 -1738,5 -791,1
-1464,1 323,2 n=14 -1543,5 -1724,7 -1264,7 -1268,8 447,6 n=10 -1397,7 -1667,7 -864,9 . . n=0 . . .
-1290,6 231,0 n=14 -1379,2 -1500,0 -1071,7 -1341,3 429,7 n=11 -1434,9 -1720,2 -952,6 . . n=0 . . .
-1111,8 783,0 n=14 -1406,7 -1500,0 -1038,6 -1397,1 315,4 n=11 -1532,7 -1628,4 -1034,7 -1207,8 392,6 n=10 -1161,4 -1534,3 -967,2
-10,250 5,958 n=14 -7,999 -13,318 -6,172 -8,394 5,131 n=11 -8,708 -12,420 -3,526 -8,975 4,782 n=10 -7,817 -12,224 -5,717
-10,362 5,316 n=14 -9,192 -14,784 -6,897 -7,876 6,137 n=11 -7,461 -10,621 -3,411 . . n=0 . . .
-12,495 6,069 n=14 -10,199 -15,201 -7,796 -9,375 4,465 n=11 -8,375 -11,544 -7,198 . . n=0 . . .
-12,383 7,144 n=14 -8,994 -15,778 -8,070 -10,126 6,450 n=11 -8,435 -11,753 -6,318 -9,142 5,651 n=10 -8,412 -11,589 -4,149
-8,408 5,900 n=14 -6,354 -9,873 -4,864 -6,591 4,641 n=11 -6,723 -8,593 -2,344 -7,124 4,835 n=10 -6,107 -9,891 -3,404
-5,541 8,253 n=14 -5,754 -10,940 -4,359 -6,177 6,202 n=11 -7,252 -9,190 -1,628 . . n=0 . . .
-10,375 5,401 n=14 -9,131 -12,718 -6,412 -8,430 5,945 n=11 -7,078 -14,179 -3,450 . . n=0 . . .
-10,309 7,254 n=14 -8,172 -13,542 -4,873 -8,133 6,197 n=11 -6,965 -11,169 -4,796 -7,228 5,598 n=10 -6,662 -10,040 -2,225
-5,039 3,228 n=14 -4,193 -5,944 -2,817 -3,405 2,110 n=11 -3,745 -5,259 -1,850 -3,901 2,269 n=10 -3,725 -5,948 -1,968
-5,674 3,325 n=14 -4,774 -7,752 -2,976 -3,784 2,602 n=11 -3,026 -5,995 -1,830 . . n=0 . . .
-6,684 2,378 n=14 -6,132 -8,313 -5,186 -4,768 2,337 n=11 -3,936 -7,220 -2,820 . . n=0 . . .
-6,552 4,892 n=14 -6,108 -8,641 -3,552 -5,237 2,384 n=11 -4,875 -5,787 -3,667 -4,515 2,393 n=10 -4,052 -5,775 -2,657
-7,540 4,825 n=14 -5,826 -8,427 -4,702 -5,235 3,233 n=11 -5,165 -7,050 -2,690 -5,935 3,811 n=10 -5,530 -9,459 -2,701
-7,922 4,924 n=14 -6,450 -12,473 -3,704 -5,762 4,093 n=11 -6,182 -8,750 -2,750 . . n=0 . . .
-9,466 4,340 n=14 -7,414 -11,566 -6,944 -6,239 3,042 n=11 -6,504 -8,007 -2,967 . . n=0 . . .
-8,799 6,423 n=14 -7,064 -11,666 -6,047 -6,449 3,746 n=11 -5,837 -8,722 -4,228 -6,921 4,176 n=10 -6,004 -10,481 -2,940
41,64 58,16 n=14 19,07 11,02 39,57 24,98 24,47 n=10 22,68 5,11 29,26 29,50 31,30 n=10 14,91 7,73 46,82
43,61 43,62 n=14 24,20 13,75 85,36 31,33 39,11 n=10 20,35 7,35 36,79 . . n=0 . . .
60,94 54,45 n=14 41,96 21,80 84,96 33,45 31,05 n=11 20,33 8,46 46,77 . . n=0 . . .
77,41 97,56 n=14 36,92 13,08 117,07 42,81 48,74 n=11 24,87 17,96 52,32 35,44 43,89 n=10 25,10 7,05 41,91
-51,1 41,2 n=14 -55,0 -90,2 -16,8 -55,4 77,3 n=11 -41,0 -60,1 -14,6 -50,3 48,0 n=10 -48,6 -85,9 -11,1
-63,6 74,7 n=14 -55,9 -81,6 -19,3 -84,2 103,2 n=11 -61,0 -81,1 -28,8 . . n=0 . . .
-40,6 51,7 n=14 -33,0 -78,8 9,3 -62,3 101,3 n=11 -11,7 -86,9 -3,4 . . n=0 . . .
-39,7 46,6 n=14 -39,7 -77,0 9,3 -75,5 98,5 n=11 -35,2 -167,0 9,8 -100,2 157,2 n=10 -47,6 -107,4 -22,2
Czonset-R [ms]
Czonset-1 [ms]
Czonset-4 [ms]
Czonset-5 [ms]
Czmax-R [µV]
Czmax-1 [µV]
Czmax-4 [µV]
Czmax-5 [µV]
Cz100-0-R [µV]
Cz100-0-1 [µV]
Cz100-0-4 [µV]
Cz100-0-5 [µV]
Cz5-100-R [µV]
Cz5-100-1 [µV]
Cz5-100-4 [µV]
cz5-100_5 [µV]
Cz 100-R [µV]
Cz 100-1 [µV]
Cz 100-4 [µV]
Cz 100-5 [µV]
Cz Power-R [µV²]
Cz Power-1[µV²]
Cz Power-4 [µV²]
Cz Power-5 [µV²]
Czmax-t-R [ms]
Czmax-t-1 [ms]
Czmax-t-4 [ms]
Czmax-t-5 [ms]
MW SD nMD 25P 75P
Fahrradergometerbelastung
MW SD nMD 25P 75P
Oberarmergometerbelastung
MW SD nMD 25P 75P
Kognitive Belastung
Teile der BISP-Studie [1-3]
MRCP-Parameter Fz-Elektrode
-1093,4 606,8 n=11 -1265,6 -1734,9 -512,7 -1100,7 327,3 n=9 -1289,1 -1378,2 -717,6 -1282,5 494,7 n=10 -1480,5 -1710,0 -859,2
-1164,2 587,3 n=9 -1465,8 -1574,4 -555,9 -929,6 585,5 n=10 -888,9 -1460,1 -464,7 . . n=0 . . .
-1080,9 347,7 n=10 -1183,9 -1358,3 -794,2 -1148,2 530,5 n=9 -1257,8 -1589,9 -781,5 . . n=0 . . .
-1059,7 288,9 n=10 -1031,0 -1393,1 -811,0 -1235,5 508,5 n=10 -1374,0 -1677,0 -752,7 -1035,6 576,2 n=10 -778,3 -1761,8 -525,5
-5,100 3,552 n=13 -5,018 -7,761 -2,333 -2,392 2,389 n=10 -3,402 -4,267 -,005 -4,162 4,765 n=10 -3,958 -7,825 -,482
-6,347 4,163 n=12 -5,442 -9,731 -3,321 -2,954 3,259 n=10 -2,468 -6,507 -1,077 . . n=0 . . .
-8,256 4,002 n=13 -7,616 -9,936 -5,577 -6,043 3,174 n=9 -5,540 -7,517 -3,600 . . n=0 . . .
-8,917 3,900 n=10 -8,868 -12,605 -6,262 -5,084 4,580 n=11 -3,826 -9,515 -1,730 -3,611 3,402 n=10 -4,275 -6,313 -,714
-2,295 2,899 n=14 -1,456 -3,245 -,529 -,261 2,367 n=11 -,932 -2,196 1,064 -,971 3,251 n=10 -1,389 -3,787 2,164
-2,110 4,418 n=14 -1,351 -4,479 ,316 -,379 2,726 n=11 -,787 -1,413 ,694 . . n=0 . . .
-3,031 5,073 n=14 -2,919 -7,524 ,716 -,458 2,805 n=11 -,513 -2,764 1,189 . . n=0 . . .
-4,874 5,268 n=14 -4,781 -9,282 -1,437 -1,964 3,161 n=11 -1,802 -4,473 ,431 -,779 2,070 n=10 -,978 -2,153 ,673
,307 2,153 n=14 ,461 -,434 1,615 1,234 ,717 n=11 1,332 ,833 1,863 1,134 1,591 n=10 ,847 -,210 1,871
-,747 2,970 n=14 -,049 -2,797 1,078 ,884 ,891 n=11 ,747 ,230 1,874 . . n=0 . . .
-1,938 3,271 n=14 -2,054 -5,144 ,751 -,049 2,156 n=11 ,575 -2,102 1,517 . . n=0 . . .
-2,736 4,430 n=14 -1,265 -4,550 -,151 -,529 2,732 n=11 ,219 -2,304 1,875 ,523 1,252 n=10 ,988 -,896 1,248
-,369 2,432 n=14 ,156 -,965 1,515 1,264 1,421 n=11 1,146 -,043 1,901 1,448 2,616 n=10 ,843 -,329 3,878
-,779 2,731 n=14 ,232 -3,089 1,367 1,216 1,700 n=11 ,817 -,275 2,692 . . n=0 . . .
-2,112 3,315 n=14 -1,793 -5,323 ,509 ,850 2,942 n=11 1,835 -,162 2,358 . . n=0 . . .
-2,642 4,486 n=14 -1,672 -5,358 ,042 ,052 2,750 n=11 1,026 -2,500 2,304 ,357 2,116 n=10 1,009 -1,777 2,342
10,03 12,37 n=14 3,73 1,40 15,04 3,30 2,64 n=9 2,19 1,43 4,66 6,21 3,78 n=10 5,40 2,74 10,28
13,80 19,68 n=14 5,83 2,88 18,36 4,30 4,80 n=10 2,87 1,22 5,63 . . n=0 . . .
20,10 15,64 n=11 16,55 4,39 37,67 6,57 4,47 n=9 5,12 3,11 10,46 . . n=0 . . .
32,44 42,59 n=10 20,63 4,23 44,59 10,29 13,32 n=10 5,31 2,56 12,56 3,49 1,72 n=10 3,01 2,22 5,17
-2,7 17,1 n=14 4,3 -11,1 9,3 2,0 17,3 n=10 9,8 3,1 9,8 8,2 5,1 n=10 9,8 9,8 9,8
-65,4 231,9 n=12 9,3 -14,4 9,8 4,8 7,1 n=10 8,6 1,1 9,8 . . n=0 . . .
3,8 10,9 n=13 9,3 ,3 9,8 6,6 5,8 n=9 9,8 3,6 9,8 . . n=0 . . .
-5,8 22,6 n=10 7,5 -31,5 9,3 7,8 4,5 n=11 9,8 9,8 9,8 6,7 7,9 n=10 9,8 8,3 9,8
Fzonset-R [ms]
Fzonset-1 [ms]
Fzonset-4 [ms]
Fzonset-5 [ms]
Fzmax-R [µV]
Fzmax-1[µV]
Fzmax-4 [µV]
Fzmax-5 [µV]
Fz100-0-R [µV]
Fz100-0-1 [µV]
Fz100-0-4 [µV]
Fz100-0-5 [µV]
Fz5-100-R [µV]
Fz5-100-1 [µV]
Fz5-100-4 [µV]
Fz5-100-5 [µV]
Fz 100-R [µV]
Fz 100-1 [µV]
Fz 100-4 [µV]
Fz 100-5 [µV]
Fz Power-R [µV²]
Fz Power-1 [µV²]
Fz Power-4 [µV²]
Fz Power-5 [µV²]
Fzmax-t-R [ms]
Fzmax-t-1 [ms]
Fzmax-t-4 [ms]
Fzmax-t-5 [ms]
MW SD nMD 25P 75P
Fahrradergometerbelastung
MW SD nMD 25P 75P
Oberarmergometerbelastung
MW SD nMD 25P 75P
Kognitive Belastung
Teile der BISP-Studie [1-3]
MRCP-Parameter Pz-Elektrode
-906,8 479,4 n=13 -976,1 -1352,6 -432,4 -1243,7 243,7 n=9 -1329,1 -1430,7 -1057,2 -949,2 449,8 n=10 -694,1 -1461,3 -637,7
-1312,5 523,2 n=14 -1518,8 -1782,7 -849,9 -1264,2 336,0 n=10 -1310,6 -1530,6 -997,7 . . n=0 . . .
-928,5 457,0 n=11 -703,1 -1359,4 -617,2 -1264,9 426,4 n=11 -1324,2 -1685,5 -919,9 . . n=0 . . .
-1182,8 247,4 n=9 -1166,5 -1449,7 -976,6 -1150,1 441,6 n=10 -1238,3 -1534,1 -820,7 -907,6 463,8 n=10 -740,5 -1297,9 -540,4
-3,356 1,445 n=13 -2,862 -4,601 -2,142 -3,392 2,682 n=9 -2,786 -5,753 -1,764 -4,430 2,829 n=10 -3,415 -5,827 -2,545
-4,428 4,043 n=13 -4,076 -5,768 -1,968 -2,872 2,634 n=11 -2,685 -4,682 -2,032 . . n=0 . . .
-7,026 4,506 n=12 -7,058 -11,775 -2,753 -3,935 3,167 n=11 -3,790 -6,162 -1,612 . . n=0 . . .
-4,363 3,257 n=12 -4,100 -6,351 -1,529 -4,473 1,905 n=11 -4,090 -5,136 -3,414 -3,924 1,925 n=10 -2,955 -6,092 -2,387
-1,665 2,115 n=14 -1,531 -3,453 -,372 -,660 3,275 n=11 -,219 -2,115 2,144 -2,199 3,049 n=10 -1,629 -4,744 ,548
-2,561 3,293 n=14 -2,056 -4,796 -,818 -1,716 3,069 n=11 -1,334 -3,380 -1,027 . . n=0 . . .
-3,904 4,812 n=14 -2,190 -7,699 ,049 -2,085 3,769 n=11 -2,168 -5,799 1,098 . . n=0 . . .
-2,684 3,974 n=14 -1,470 -5,564 ,277 -2,480 2,421 n=11 -2,672 -4,107 -,587 -1,996 2,161 n=10 -,876 -3,584 -,339
-1,691 1,266 n=14 -1,505 -2,639 -,643 -1,130 1,884 n=11 -1,503 -2,894 -,336 -2,200 1,207 n=10 -2,113 -2,834 -1,576
-2,764 3,714 n=14 -1,721 -4,534 -,445 -1,358 1,742 n=11 -1,573 -2,608 -,813 . . n=0 . . .
-4,119 4,020 n=14 -3,641 -6,016 -,984 -1,754 3,399 n=11 -1,729 -5,050 ,385 . . n=0 . . .
-1,719 3,723 n=14 -1,328 -4,263 ,345 -2,508 1,414 n=11 -2,331 -3,316 -1,703 -2,070 1,307 n=10 -1,801 -2,686 -1,474
-2,253 1,456 n=14 -2,032 -2,989 -1,443 -2,258 2,289 n=11 -2,365 -4,525 -,293 -2,825 1,954 n=10 -2,810 -3,623 -1,470
-3,199 3,216 n=14 -3,158 -4,682 -,329 -2,185 2,471 n=11 -2,534 -4,594 -1,162 . . n=0 . . .
-4,599 4,118 n=14 -3,683 -7,025 -1,058 -2,556 3,756 n=11 -2,282 -4,912 -,280 . . n=0 . . .
-2,314 4,080 n=14 -,917 -4,949 -,260 -3,425 1,523 n=11 -3,402 -4,452 -2,269 -2,923 1,709 n=10 -2,464 -4,022 -1,802
5,13 4,01 n=13 4,03 1,76 7,54 6,00 5,58 n=9 3,85 2,27 10,40 7,84 7,35 n=10 4,35 2,79 12,05
12,93 16,14 n=13 5,99 3,49 18,89 7,47 7,23 n=10 4,75 1,67 13,78 . . n=0 . . .
26,18 33,48 n=11 12,61 6,25 28,65 13,15 12,30 n=11 8,15 3,09 20,52 . . n=0 . . .
24,64 30,88 n=9 17,01 1,54 46,04 9,47 8,28 n=10 6,90 4,32 11,27 6,83 6,89 n=10 3,25 1,94 10,98
-102,4 59,3 n=13 -88,9 -160,1 -56,4 -85,5 54,2 n=9 -70,8 -125,3 -53,8 -95,9 61,2 n=10 -89,2 -128,6 -56,1
-110,6 70,6 n=13 -85,0 -141,3 -66,9 -126,1 152,1 n=11 -85,4 -188,0 -37,6 . . n=0 . . .
-109,8 73,6 n=12 -107,2 -126,6 -40,1 -110,3 111,6 n=11 -98,1 -138,2 -23,4 . . n=0 . . .
-111,2 104,2 n=12 -78,6 -136,3 -53,3 -96,4 99,3 n=11 -76,2 -112,3 -40,5 -141,3 173,4 n=10 -84,3 -247,4 -12,7
Pzonset-R [ms]
Pzonset-1 [ms]
Pzonset-4 [ms]
Pzonset-5 [ms]
Pzmax-R[µV]
Pzmax-1[µV]
Pzmax-4 µV]
Pzmax-5 [µV]
Pz100-0-R [µV]
Pz100-0-1[µV]
Pz100-0 [µV]
Pz100-0-5 [µV]
Pz5-100-R [µV]
Pz5-100-1 [µV]
Pz5-100-4 [µV]
Pz5-100-5 [µV]
Pz 100-R [µV]
Pz 100-1 [µV]
Pz 100-4 [µV]
Pz 100-5 [µV]
Pz Power-R [µV²]
Pz Power-1 [µV²]
Pz Power-4 [µV²]
Pz Power-5 [µV²]
Pzmax-t-R [ms]
Pzmax-t-1 [ms]
Pzmax-t-4 [ms]
Pzmax-t-5 [ms]
MW SD nMD 25P 75P
Fahrradergometerbelastung
MW SD nMD 25P 75P
Oberarmergometerbelastung
MW SD nMD 25P 75P
Kognitive Belastung
Teile der BISP-Studie [1-3]
Anhang XIII
FZ-MRCP-Relativ [%] vom Ausgangswert (r)
100,00 ,00 n=14 100,00 100,00 100,00 100,00 ,00 n=11 100,00 100,00 100,00 100,00 ,00 n=10 100,00 100,00 100,00
167,49 134,19 n=6 106,94 66,28 324,11 110,87 80,30 n=8 107,78 43,05 183,08 . . n=0 . . .
131,74 108,06 n=9 96,13 67,07 175,97 119,79 85,77 n=8 100,17 49,68 214,54 . . n=0 . . .
135,97 130,12 n=8 94,89 64,26 134,36 117,69 66,09 n=8 99,43 67,64 182,11 84,07 32,23 n=10 89,74 60,22 107,26
100,00 ,00 n=14 100,00 100,00 100,00 100,00 ,00 n=11 100,00 100,00 100,00 100,00 ,00 n=10 100,00 100,00 100,00
123,85 53,75 n=12 120,88 86,59 166,92 157,43 176,29 n=10 119,14 66,13 168,35 . . n=0 . . .
429,26 905,51 n=12 121,16 86,08 287,09 232,37 273,03 n=9 182,12 104,72 326,86 . . n=0 . . .
391,89 646,03 n=9 145,78 121,48 333,52 113,38 156,44 n=10 98,47 -11,25 280,40 -41,44 383,37 n=10 60,16 31,90 105,80
100,00 ,00 n=14 100,00 100,00 100,00 100,00 ,00 n=11 100,00 100,00 100,00 100,00 ,00 n=10 100,00 100,00 100,00
116,08 294,36 n=14 98,06 34,71 222,72 -475,65 1376,41 n=11 51,25 -73,97 156,67 . . n=0 . . .
165,37 547,02 n=14 132,59 -105,73 175,87 -785,15 2350,88 n=11 64,07 -17,04 155,63 . . n=0 . . .
359,30 603,92 n=14 188,73 114,14 473,69 -694,22 2969,71 n=11 69,07 -2,73 351,82 60,84 92,86 n=10 51,36 1,86 98,45
100,00 ,00 n=14 100,00 100,00 100,00 100,00 ,00 n=11 100,00 100,00 100,00 100,00 ,00 n=10 100,00 100,00 100,00
-548,79 1597,48 n=14 25,79 -193,91 106,49 51,36 93,63 n=11 56,25 12,36 132,26 . . n=0 . . .
127,54 798,54 n=14 56,35 -359,92 622,61 -70,82 244,02 n=11 34,41 -268,19 81,43 . . n=0 . . .
172,69 835,93 n=14 1,71 -329,84 474,86 26,32 412,59 n=11 26,29 -93,56 170,44 156,94 279,24 n=10 92,96 32,29 237,13
100,00 ,00 n=14 100,00 100,00 100,00 100,00 ,00 n=11 100,00 100,00 100,00 100,00 ,00 n=10 100,00 100,00 100,00
282,24 1654,52 n=14 71,27 -234,96 120,16 251,22 463,75 n=11 104,17 22,02 272,16 . . n=0 . . .
260,68 1713,00 n=14 -22,95 -395,28 256,81 -584,45 1628,88 n=11 61,36 -596,91 96,53 . . n=0 . . .
681,19 1210,20 n=14 153,09 -57,46 1124,92 748,04 2460,56 n=11 75,01 -90,24 247,49 308,60 1360,86 n=10 13,62 -198,55 126,51
100,00 ,00 n=14 100,00 100,00 100,00 100,00 ,00 n=11 100,00 100,00 100,00 100,00 ,00 n=10 100,00 100,00 100,00
245,80 211,43 n=14 201,78 74,43 470,65 90,59 52,24 n=8 96,41 38,47 126,99 . . n=0 . . .
562,14 840,59 n=11 172,38 113,17 553,23 422,84 786,69 n=8 153,16 71,82 262,07 . . n=0 . . .
766,86 1179,53 n=10 337,49 107,07 881,56 574,13 837,49 n=8 181,50 67,47 1184,21 74,34 47,20 n=10 53,71 43,05 118,23
100,00 ,00 n=14 100,00 100,00 100,00 100,00 ,00 n=11 100,00 100,00 100,00 100,00 ,00 n=10 100,00 100,00 100,00
4262,08 15487,79 n=12 74,18 -60,54 100,00 64,40 41,89 n=10 87,24 22,19 100,00 . . n=0 . . .
42,73 412,90 n=13 100,00 -62,26 117,16 37,90 72,57 n=9 89,80 -38,04 100,00 . . n=0 . . .
410,53 889,21 n=10 96,24 36,81 556,21 54,03 65,07 n=11 100,00 -23,90 100,00 43,02 105,94 n=10 100,00 -8,67 100,00
Fzonset-Rp [%]
Fzonset-1p [%]
Fzonset-4p [%]
Fzonset-5p [%]
Fzmax-Rp [%]
Fzmax-1p [%]
Fzmax-4p [%]
Fzmax-5p [%]
Fz100-0-Rp [%]
Fz100-0-1p [%]
Fz100-0-4p [%]
Fz100-0-5p [%]
Fz5-100-Rp [%]
Fz5-100-1p [%]
Fz5-100-4p [%]
Fz5-100-5p [%]
Fz100-Rp [%]
Fz100-1p [%]
Fz100-4p [%]
Fz100-5p [%]
Fzpower_rp [%]
Fzpower_1p [%]
Fzpower_4p [%]
Fzpower_5p [%]
Fzmax-t-Rp [%]
Fzmax-t-1p [%]
Fzmax-t-4p [%]
Fzmax-t-5p [%]
MW SD nMD 25P 75P
Fahrradergometerbelastung
MW SD nMD 25P 75P
Oberarmergometerbelastung
MW SD nMD 25P 75P
Kognitive Belastung
Teile der BISP-Studie [1-3]
Pz-MRCP-Relativ [%] vom Ausgangswert (r)
100,00 ,00 n=14 100,00 100,00 100,00 100,00 ,00 n=11 100,00 100,00 100,00 100,00 ,00 n=10 100,00 100,00 100,00
201,95 159,83 n=13 123,98 81,21 356,34 105,65 28,37 n=9 106,15 86,41 129,74 . . n=0 ...
138,87 131,43 n=10 98,59 50,75 181,45 118,04 32,87 n=9 122,89 90,34 147,87 . . n=0 ...
202,17 113,51 n=8 155,98 108,95 328,38 92,86 29,30 n=8 101,70 64,51 119,45 117,31 84,86 n=10 93,23 53,35 169,02
100,00 ,00 n=14 100,00 100,00 100,00 100,00 ,00 n=11 100,00 100,00 100,00 100,00 ,00 n=10 100,00 100,00 100,00
128,74 137,67 n=12 102,98 56,58 227,40 57,41 138,77 n=9 99,13 75,12 116,74 . . n=0 ...
228,96 184,21 n=11 196,22 93,90 344,54 124,43 170,95 n=9 120,53 86,80 173,86 . . n=0 ...
185,55 157,30 n=11 145,97 51,36 373,23 7,69 359,16 n=9 113,50 61,62 157,73 109,57 68,68 n=10 90,41 57,75 144,18
100,00 ,00 n=14 100,00 100,00 100,00 100,00 ,00 n=11 100,00 100,00 100,00 100,00 ,00 n=10 100,00 100,00 100,00
3,19 377,76 n=14 92,95 -68,24 179,77 -233,68 1381,23 n=11 79,61 -47,90 102,54 . . n=0 ...
204,39 249,41 n=14 145,63 8,98 330,18 204,16 441,89 n=11 129,77 33,23 214,61 . . n=0 ...
144,32 284,84 n=14 76,27 -34,46 318,55 18,65 535,94 n=11 -19,19 -103,16 126,34 57,55 95,42 n=10 57,12 -37,49 135,04
100,00 ,00 n=14 100,00 100,00 100,00 100,00 ,00 n=11 100,00 100,00 100,00 100,00 ,00 n=10 100,00 100,00 100,00
-372,33 1906,16 n=14 91,18 -68,20 331,56 125,42 91,36 n=11 113,87 77,03 158,02 . . n=0 ...
-152,98 2031,82 n=14 148,33 21,55 880,52 174,50 223,29 n=11 165,73 20,72 231,80 . . n=0 ...
317,21 700,87 n=14 85,95 -20,34 290,57 167,56 302,66 n=11 114,58 -8,27 295,24 386,92 936,82 n=10 103,43 49,26 157,21
100,00 ,00 n=14 100,00 100,00 100,00 100,00 ,00 n=11 100,00 100,00 100,00 100,00 ,00 n=10 100,00 100,00 100,00
11,59 426,03 n=14 112,01 -,78 195,43 53,40 101,06 n=10 90,87 -57,65 118,30 . . n=0 ...
116,92 403,93 n=14 141,74 54,10 261,93 150,90 209,64 n=10 130,59 -25,95 257,82 . . n=0 ...
125,07 235,68 n=14 56,01 -26,09 265,13 129,28 178,27 n=10 128,37 68,12 144,89 64,93 127,01 n=10 81,14 61,08 135,82
100,00 ,00 n=14 100,00 100,00 100,00 100,00 ,00 n=11 100,00 100,00 100,00 100,00 ,00 n=10 100,00 100,00 100,00
329,36 477,88 n=12 145,83 84,54 371,65 229,29 294,74 n=9 108,43 59,90 355,39 . . n=0 ...
570,88 570,47 n=10 344,63 116,39 912,72 436,73 777,16 n=9 136,29 89,12 381,61 . . n=0 ...
1097,95 1448,87 n=8 584,98 113,63 1724,13 223,26 141,62 n=8 166,16 115,19 376,41 104,29 71,61 n=10 82,41 48,22 189,93
100,00 ,00 n=14 100,00 100,00 100,00 100,00 ,00 n=11 100,00 100,00 100,00 100,00 ,00 n=10 100,00 100,00 100,00
137,84 105,97 n=12 111,90 50,76 166,90 101,08 54,59 n=9 99,73 69,84 146,76 . . n=0 ...
138,99 111,93 n=11 87,25 59,79 166,32 120,93 154,63 n=9 49,01 29,79 181,74 . . n=0 ...
212,79 375,34 n=11 112,04 74,39 145,57 109,00 95,64 n=9 87,52 51,81 162,10 372,74 821,88 n=10 94,75 36,68 255,98
Pzonset-Rp [%]
Pzonset-1p [%]
Pzonset-4p [%]
Pzonset-5p [%]
Pzmax-Rp [%]
Pzmax-1p [%]
Pzmax-4p [%]
Pzmax-5p [%]
Pz100-0-Rp [%]
Pz100-0-1p [%]
Pz100-0-4p [%]
Pz100-0-5p [%]
Pz5-100-Rp [%]
Pz5-100-1p [%]
Pz5-100-4p [%]
Pz5-100-5p [%]
Pz100-Rp [%]
Pz100-1p [%]
Pz100-4p [%]
Pz100-5p [%]
Pzpower_rp [%]
Pzpower_1p [%]
Pzpower_4p [%]
Pzpower_5p [%]
Pzmax-t-Rp [%]
Pzmax-t-1p [%]
Pzmax-t-4p [%]
Pzmax-t-5p [%]
MW SD nMD 25P 75P
Fahrradergometerbelastung
MW SD nMD 25P 75P
Oberarmergometerbelastung
MW SD nMD 25P 75P
Kognitive Belastung
Teile der BISP-Studie [1-3]
Anhang XIV
11.10 Zusammenfassung: Prüfstatistik (Belkom. 1)
Prüfstatistik für Belastungskomplex 1: (GLM-Messwiederholung); Post-hoc Vergleich
(t-Test bzw. Mann Whitney U bzw. Wilcoxon)
Messparameter Messzeitunterschiede
FB +OB+KB
Gruppenunterschiede
1-2
Gruppenunterschiede
1-3
Gruppenunterschiede
2-3
Anthropometrie
t-Test abh
./Wilcoxon
t-Test unabh./
MWU
t-Test unabh./
MWU
t-Test unabh./
MWU
Klt_lrw-klt_lsw p=0.044 (T 2,344)
Kltfpro-Refproz p=0.007 (Z-2,701)
---
Pmax-PmaxOB p=0.000 (Z-4,958)
--
Strain peripher
t-Test abh
./Wilcoxon
t-Test unabh./
MWU
t-Test unabh./
MWU
t-Test unabh./
MWU
Power [Watt]1-5 1-2: p=0.000 (T-12,710)
2-3: p=0.000 (T-12,497)
3-4: p=0.000 (T-12,589)
4-5: p=0.000 (T-15,596)
P1: p=0.000 (T 9,313)
P2: p=0.000 (T 11,839)
P3: p=0.000 (T 14,282)
P4: p=0.000 (T 15,786)
P5: p=0.000 (T 18,265)
XX
Power relativiert
[%von Pmax]1-5
1-2: p=0.000 (T-36,889)
2-3: p=0.000 (T-51,564)
3-4: p=0.000 (T-47,943)
4-5: p=0.000 (T-20,393)
P1: p=0.000 (T 4,305)
P2: p=0.001 (T 3,687)
P3: p=0.009 (T 2,833)
Xx
Herzfrequenz R-1: p=0.000 (T-6,826)
1-2: p=0.000 (T-12,602)
2-3: p=0.000 (T-12,559)
3-4: p=0.000 (T-18,593)
4-5: p=0.000 (T-10,381)
HF1: p=0.000 (T 5,177)
HF2: p=0.000 (T 4,834)
HF3: p=0.000 (T 4,412)
HF4: p=0.000 (T 4,086)
HF5: p=0.000 (T 3,591)
HF5: p=0.000 (T 24,374) HF5: p=0.000 (T 13,096)
Blutdruck
systolisch
R-1: p=0.000 (T-10,313)
1-2: p=0.000 (T-4,962)
2-3: p=0.001 (T-4,597)
3-4: p=0.000 (T-16,763)
4-5: p=0.000 (T-7404)
xxx
Metabolic strain
Lactat 1-2: p=0.000 (T-5,187)
2-3: p=0.000 (T-10,691)
3-4: p=0.000 (T-18,879)
4-5: p=0.000 (T-12,100)
---
NH³ 4-R: p=0.000 (T-10,153)
5-R: p=0.000 (T-4,744)
R: p=0.001 (T- 3,767) R: p=0.003 (T- 3,388)
5: p=0.000 (T- 7,264)
5: p=0.000 (T –8,832)
Messparameter Messzeitunterschiede
FB +OB+KB
Gruppenunterschiede
1-2
Gruppenunterschiede
1-3
Gruppenunterschiede
2-3
Stress-System
t-Test abh
./Wilcoxon
t-Test unabh./
MWU
t-Test unabh./
MWU
t-Test unabh./
MWU
Noradrenalin
frei
R-5: p=0.011 (T-2,705) - - -
Noradrenalin
sulfat.
R-5: p=0.01 (T-2,761)- - - -
Dopamin sulfat. - R-5: p=0.001 (T 3,770) - - -
Psychometrie
VT R-5: p=0.018 (T-2,478) - - -.
SE R-5: p=0.01 (T-3,535) - - -
IG R-5: p=0.029 (T 2,285) - -
Selbsteinschzg x -
5: p=0.002 (Z -3,117) 5: p=0.020 (Z –2,567)
Blutwerte
Leucozyten R-5: p=0.001 (T-3,511)
R: -
5: -
R: p=0.014 (T 2,666)
5: p=0.005 (T 3,082)
R:-
5: -
Erythrozyten R-5: p=0.000 (T-7399) - - -
Thrombozyten R-5: p=0.022 (T-2,397) - - -
Hämatocrit R-5: p=0.000 (T-7,911) - -
Antrittsparam.
Cz-MRCPs
t-Test abh
./Wilcoxon
t-Test unabh./
MWU
t-Test unabh./
MWU
t-Test unabh./
MWU
CzMax 1-4: p=0.023 (T2,423) -- - -
Fz-MRCPs
FzMax 1-4: p=0.013 (T 2,727)
R: p=0.051 (T- 2,072)
1: p=0.049 (T- 2,094)
5: p=0.005 (T- 3,242)
Fz500 - -
5: p=0.019 (T- 2,610) -
Fz100Ampl. -
1: p=0.045 (T- 2,117)
4: p=0.029 (T- 2,328)
--
FzPower -
4: - p=0.038 (Z- 2,089) 5: - p=0.009 (Z- 2,570) -
Fzmax [%] - -
5: - p=0.002 (Z- 2,939)
-
Fzpow [%] - -
5: - p=0.001 (Z- 3,175) 5: - p=0.016 (Z- 2,399)
FzmaxLat [%] R-1: p=0,028 (Z-2,201) - - -
P-MRCPs
Pzon [%] -
5: p=0,021 (Z –2,310)
--
Pz100-0 [%] 1-4: -p=0,003 (Z-2,946)
4-5: p=0,014 (Z-2,462)
---
Pzpow [%]
-
-
5: p=0,027 (Z –2,221) 5: p=0,043 (Z –2,044)
Legende:R = Messung vor dem Test
1 = Messung nach Warm Up
4 = Messung nach submaximaler Belastung
5 = Messun
g
nach maximaler Belastun
g
Fettdruck =Parameter nicht hinreichend Normalverteilt
Anhang XV
11.11 Korrelationen (Belkom. 1)
Korrelationen: Anthropometrie - periphere Beanspruchung/Psychometrie,
Antritt/Stress/zentrale MRCP Parameter; R=Spearman-, r=Pearson
Koeffizienten, R=Ruhewert, 1.-5. =Belastungsstufen (5=Maximal, 4=submax.,
1=warm up)
Periphere Beanspruchung
TainingsUmfang max.
Leistungsfähigkeit FB
R0,513 Latquotient IntrapsyGleichg
ewR
R0,377
p0,002 p0,026
Psychometrie
IntrapsyGleichg
ewR
R-0,573 Vigilanz R R0,375
p0,000 p0,027
Vigilanz R R-0,568 IntrapsyGleichg
ew 5
R0,424
p0,000 p0,011
IntrapsyGleichg
ew 5
R-0,635 Vigilanz 5 R0,466
p0,000 p0,005
Vigilanz 5 R-0,386 Vitalität 5 R0,423
p0,022 p0,011
A
ntritt
Sprungbein Kraftlatenz 5 Eta 0,510
Chi²0,003 taub p0,000
tanaf 5 Eta 0,470
Chi²0,006 taub p0,000
MRCP
TainingsUmfang Czpower 5 R-0,406 Latquotient Czpower R R0,503
p0,016 p0,020
Czpower 5p R-0,349 Czpower 1 R0,406
p0,043 p0,049
Cz5-100 5p R-0,500 Czpower 4 R0,445
p0,002 p0,036
Fzpower 4p R-0,460 Czpower 5 R0,595
p0,048 p0,000
Czmaxt 5p R-0,345
p0,019
Cz100-0 5p R-0,378
p0,025
Fzmaxt 5 R-0,542
p0,002
Fz100-0 5p R-0,414
p0,019
Anhang XVI
Korrelationen: StressBlut-Psychometrie/Antritt/zentrale MRCP Parameter. R=Spearman-,
r=Pearson Koeffizient.
R-5. =Belastungsstufen (5=Maximal, 4=submax., 1=warm up, R=Ruhe)
Psychometrie
Naf R Vitalität R r0,417
p0,018
DOPs R Vitalität R r0,399
p0,039
IntrapsyGleichgew R r0,508
p0,007
DOPs 5 SubjAuslstg R0,314
p0,038
MRCP
Leukos 5 Czmax 5 r-0,429 Leukos R Fzmax R r-0,522
p0,010 p0,002
Cz5-100 5 r-0,560 Fz100 R r-0,582
p0,000 p0,000
Fzmax 5 r-0,646 Fz5-100 R r-0,528
p0,000 p0,001
Fz100 5 r-0,605 Pzmax R r0,555
p0,000 p0,001
Fz5-100 5 r-0,545 Pz5-100 R r0,556
p0,001 p0,001
Pz5-100 5 r-0,408 Erys R Cz5-100 R r0,391
0,015 p0,020
Erys 5 Pz5-100 R r-0,346 Fzmax R r0,578
p0,042 p0,000
Fz100 R r0,393
p0,019
Fz5-100 R r0,520
p0,001
Metabolische Beanspr.-Stress/Psychometrie/Antritt/zentrale MRCP Parameter.
R=Spearman-, r=Pearson Koeffizient.
R-5. =Belastungsstufen (5=Maximal, 4=submax., 1=warm
up, R=Ruhe)
Stress/Blut
NH³ 5 Naf 5 r0,399
p0,041
HF5 Naf 5 r0,388
p0,038
Psychometrie
Laktat 5 SubjAusbelastg R-0,426
p0,011
MRCP
Laktat R Fzmaxt R R-0,494
p0,003
Laktat 5 Fzpower 5 R0,421
p0,020
Fzpower 5p R0,577
p0,001
Pzpower 5p R0,588
0,002
NH³ R Pzonset 5p R0,494
p0,010
NH³ 5 Fzpower 5 R0,511
p0,005
Korrelationen: Psychometrie-Antritt/zentrale MRCP Parameter.
R=Spearman-, r=Pearson
Koeffizient.
R-5. =Belastungsstufen (5=Maximal, 4=submax., 1=warm up, R=Ruhe)
MRCP
Vitalität R Pzonset R r0,482 Vitalität 5 Cz100-0 5p R0,377
p0,005 p0,026
IntrapsyGleichgw
R
Pzonset R r0,482 Fzmaxt 5 r0,427
p0,005 p0,010
Pzmax R r0,365 Pzonset 5 r0,448
p0,040 p0,015
Vigilanz R Pzoset R r0,425 IntrapsyGleic
hgw 5
Fzmaxt 5 R0,391
p0,015 p0,030
Pzmax R r0,437 SozExtrov 5 Pzoset 5 r0,375
p0,012 0,045
Pz5-100 R r0,448 Pzmaxt 5 r0,428
p0,007 p0,013
SubjAusbeas
tg 5
Fzpower 5p R-0,428
p0,023
Anhang XVII
Korrelationen: Periphere - metabolische Beanspruchung/Stress-
Blutparameter/Psychometrie/Antritt/zentrale MRCP Parameter. R=Spe arman-,
r=Pearson Koeffizient.
R=Ruhewert, 1.-5. =Belastungsstufen (5=Maximal, 4=submax.,
1=warm up)
Metabolische Parameter
Max Pretestpower Laktat 5 r0,492 Stufenbel. 5 Laktat 5 r0,399
p0,032 p0,048
Herzfrequenz 5 r0,651 Herzfrequenz 5 r0,677
p0,000 p0,000
RelmaxLeistung
FB
Herzfrequenz 5 r0,642
p0,001 Pmax.OB Naf R R-0,349
Stress/Blut Parameter p0,014
Pmax.FB Dops R R-0,407
p0,009
Dops 5 R-0,339 Stufenbel. 5 Ery R r-0,411
p0,003 p0,041
Max Pretestpower Ery R r-0,410 Ery 5 r-0,408
p0,042 p0,043
Ery 5 r-0,411
p0,041
RelmaxLeistung
FB
Ery R r-0,466
p0,019
Ery 5 r-0,487
p0,013 Pmax.OB SE R R-0,399
p0,024
Psychometrie
RelmaxLeistung
FB
VT R r-0,443 VT 5 R-0,480
p0,010 p0,005
VT 5 r-0,392 Herzfrequenz
5
SubjAusbel.5 R-0,613
p0,027 p0,000
VG 5 r-0,527
p0,002
Antrittsparameter
Relmax.OB Fmax R r-0,422
p0,016
Fmax 5 r-0,479
p0,006
Herzfrequenz 5 Fzmax 5 r-0,413
p0,021
MRCP
Leistung FB Czpower R R-0,454 Leistung OB Czpower 4 R-0,515
p0,007 p0,014
Czpower 4 R-0,422 Czmaxt R R-0,408
p0,036 p0,020
Anhang XVIII
11.12 Deskription (Belkom. 2)
MW , SD, MD und Perzentile von HF- und Blutbilddaten nicht Leistungsdifferenziert
185 9186 181 193 n=21
115 15 117 100 123 n=21
74 970 68 81 n=21
66 10 65 59 73 n=21
68 865 63 73 n=21
8,92 1,98 8,50 7,80 10,25 n=21
4,57 ,99 4,50 4,00 5,20 n=21
4,67 ,99 4,60 4,00 5,30 n=21
5,02 1,01 4,90 4,34 5,86 n=21
5,78 1,29 5,80 4,90 6,75 n=21
7,56 1,55 7,72 6,12 8,55 n=21
4,63 ,94 4,67 3,86 5,25 n=21
4,86 1,10 4,74 3,97 5,56 n=21
5,04 1,05 4,92 4,28 5,96 n=21
5,78 1,29 5,80 4,90 6,75 n=21
5,18 ,42 5,16 4,87 5,47 n=21
4,62 ,30 4,66 4,35 4,81 n=21
4,57 ,34 4,43 4,29 4,82 n=21
4,57 ,32 4,46 4,36 4,71 n=21
4,66 ,29 4,57 4,46 4,81 n=21
15,96 1,00 16,00 15,05 16,60 n=21
14,07 ,91 14,10 13,50 14,80 n=21
13,91 1,00 13,90 13,05 14,65 n=21
14,07 ,98 13,90 13,40 15,00 n=21
14,19 ,87 14,20 13,70 14,65 n=21
,45 ,03 ,45 ,43 ,47 n=21
,39 ,03 ,39 ,37 ,42 n=21
,39 ,03 ,38 ,37 ,41 n=21
,39 ,02 ,39 ,38 ,41 n=21
,40 ,02 ,40 ,38 ,41 n=21
85,38 3,96 86,00 83,50 88,50 n=21
84,86 3,81 85,00 83,00 88,00 n=21
84,90 3,74 86,00 83,50 87,50 n=21
85,05 3,93 86,00 83,00 88,00 n=21
84,95 3,85 86,00 83,00 88,00 n=21
30,70 1,70 31,00 30,10 31,85 n=21
30,46 1,72 31,00 29,50 31,55 n=21
30,55 1,88 30,90 29,30 32,05 n=21
30,54 1,95 30,90 29,60 31,90 n=21
30,52 1,70 30,90 29,75 31,75 n=21
35,94 1,04 36,10 35,20 36,70 n=21
35,89 1,00 35,90 35,25 36,80 n=21
35,97 1,20 35,80 35,35 36,80 n=21
35,92 1,28 36,10 35,50 36,45 n=21
35,83 1,03 35,80 35,30 36,40 n=21
94,25 18,67 92,42 80,47 106,81 n=20
122,02 19,20 124,41 106,46 138,15 n=20
108,39 16,21 112,33 93,73 119,15 n=20
94,46 10,43 93,65 87,11 102,22 n=20
91,80 9,35 93,73 86,92 97,39 n=20
77,66 15,60 77,17 64,91 89,77 n=20
100,61 17,30 102,47 84,48 115,34 n=20
112,65 19,24 119,39 95,37 126,25 n=20
97,05 14,13 93,38 89,05 107,81 n=20
91,80 9,35 93,73 86,92 97,39 n=20
max. HF
Herzfrequenz nach 2 min
Herzfrequenz nach 60
min
Herzfrequenz nach 120
min
mittlere Herzfrequenz
zwischen 60' und 120'
min
Leukozyten M1
Leukozyten M2
Leukozyten M3
Leukozyten M4
Leukozyten M5
Leukozyten M1 korr.
Leukozyten M2 korr.
Leukozyten M3 korr.
Leukozyten M4 korr.
Leukozyten M5 korr.
Erythrozyten M1
Erythrozyten M2
Erythrozyten M3
Erythrozyten M4
Erythrozyten M5
Hämoglobin M1
Hämoglobin M2
Hämoglobin M3
Hämoglobin M4
Hämoglobin M5
Hämatocrit M1
Hämatocrit M2
Hämatocrit M3
Hämatocrit M4
Hämatocrit M5
MCV M1
MCV M2
MCV M3
MCV M4
MCV M5
MCH M1
MCH M2
MCH M3
MCH M4
MCH M5
MCHC M1
MCHC M2
MCHC M3
MCHC M4
MCHC M5
Glucose M1
Glucose M2
Glucose M3
Glucose M4
Glucose M5
Glucose M1 korr.
Glucose M2 korr.
Glucose M3 korr.
Glucose M4 korr.
Glucose M5 korr.
MW SD MD 25.% 75% n
MW , SD, MD und Perzentile von Katecholaminen und Nebenparameter ParVerteilt nicht
Leistungsdifferenziert
1,13 ,12 1,10 1,04 1,19 n=17
1,02 ,09 1,02 ,94 1,08 n=17
1,03 ,10 1,01 ,95 1,10 n=17
1,01 ,09 1,00 ,96 1,08 n=17
1,02 ,09 1,00 ,95 1,08 n=17
251,24 85,43 234,00 190,00 287,50 n=21
225,00 88,42 197,00 180,00 248,50 n=21
209,67 76,95 187,00 173,00 233,50 n=21
195,33 77,99 173,00 156,00 208,50 n=21
176,81 85,28 163,00 120,00 201,00 n=21
206,67 70,72 180,34 159,14 236,34 n=21
226,17 80,72 203,38 181,83 256,63 n=21
218,41 88,66 190,34 178,27 235,19 n=21
200,93 84,39 179,23 159,81 212,24 n=21
176,81 85,28 163,00 120,00 201,00 n=21
13,79 2,73 13,10 11,30 16,15 n=17
13,27 3,44 13,20 10,50 16,00 n=17
11,60 2,87 11,10 9,85 13,75 n=17
10,55 2,63 10,40 8,45 12,50 n=17
9,11 3,23 8,30 6,50 11,80 n=17
94,10 45,33 85,50 62,00 113,50 n=20
42,70 27,82 37,50 21,25 53,00 n=20
42,70 23,49 38,50 24,75 61,75 n=20
52,90 30,06 47,00 32,50 68,50 n=20
50,40 21,02 50,50 32,25 70,25 n=20
76,18 33,80 70,61 55,12 91,79 n=20
34,94 22,56 30,13 18,09 48,22 n=20
44,30 23,86 39,50 27,04 65,46 n=20
54,44 31,45 51,40 29,84 70,34 n=20
50,40 21,02 50,50 32,25 70,25 n=20
2268,29 1244,33 2221,00 1128,50 2764,50 n=21
203,76 116,03 173,00 119,50 291,00 n=21
194,95 145,06 135,00 91,50 260,00 n=21
205,33 104,32 210,00 96,50 271,00 n=21
212,24 99,12 202,00 138,50 298,00 n=21
1831,58 947,72 1766,28 994,82 2294,22 n=21
167,16 94,71 154,58 103,70 231,85 n=21
200,08 148,23 145,65 93,55 265,64 n=21
208,50 103,56 213,26 101,29 271,05 n=21
212,24 99,12 202,00 138,50 298,00 n=21
142,32 71,49 112,50 74,85 199,85 n=21
63,90 35,12 60,90 39,94 74,74 n=21
54,60 32,87 49,40 35,80 56,15 n=17
82,48 61,94 80,50 50,69 101,30 n=21
94,80 67,65 73,90 58,05 137,09 n=21
101,32 86,60 76,40 56,00 124,50 n=21
77,85 38,58 70,26 44,18 107,45 n=16
131,22 119,97 77,39 60,81 255,47 n=4
92,99 58,55 85,92 55,40 105,35 n=21
51,43 21,88 54,77 25,60 70,76 n=21
47,25 16,78 48,24 37,92 58,32 n=17
57,87 31,40 61,04 40,49 77,80 n=21
68,09 26,29 67,84 47,99 86,85 n=21
73,03 35,06 71,68 46,13 88,55 n=21
68,86 32,89 71,16 40,97 87,92 n=16
72,21 33,32 68,96 52,28 98,27 n=21
100,0 ,0 100,0 100,0 100,0 n=21
80,91 16,36 78,91 71,83 88,12 n=17
132,50 91,60 124,03 84,17 142,88 n=21
159,43 106,67 121,15 91,11 183,15 n=21
169,39 124,97 131,85 81,73 219,53 n=21
125,91 60,29 114,33 71,08 168,16 n=16
161,43 90,82 146,07 87,98 239,52 n=21
Kreatinin M1
Kreatinin M2
Kreatinin M3
Kreatinin M4
Kreatinin M5
Prolaktin M1
Prolaktin M2
Prolaktin M3
Prolaktin M4
Prolaktin M5
Prolaktin M1 korr.
Prolaktin M2 korr.
Prolaktin M3 korr.
Prolaktin M4 korr.
Prolaktin M5 korr.
Cortisol M1
Cortisol M2
Cortisol M3
Cortisol M4
Cortisol M5
Dopamin M1
Dopamin M2
Dopamin M3
Dopamin M4
Dopamin M5
Dopamin M1 korr.
Dopamin M2 korr.
Dopamin M3 korr.
Dopamin M4 korr.
Dopamin M5 korr.
Noradrenalin M1
Noradrenalin M2
Noradrenalin M3
Noradrenalin M4
Noradrenalin M5
Noradrenalin M1 korr.
Noradrenalin M2 korr.
Noradrenalin M3 korr.
Noradrenalin M4 korr.
Noradrenalin M5 korr.
ESG vor Belastung
korrigiert
ESG nach Belastung
korrigiert
ESG nach 15 min
korrigiert
ESG nach 30 min
korrigiert
ESG nach 45 min
korrigiert
ESG nach 60 min
korrigiert
ESG nach 75 min
korrigiert
ESG nach 105 MInuten
ESG nach 135 min
korrigiert
ESG nach Belastung in
Prozent vom Ruhewert
ESG nach 15 min in
Prozent vom Ruhewert
ESG nach 30 min in
Prozent vom Ruhewert
ESG nach 45 min in
Prozent vom Ruhewert
ESG nach 60 min in
Prozent vom Ruhewert
ESG nach 75 min in
Prozent vom Ruhewert
ESG nach 135 min in
Prozent vom Ruhewert
ESG nach 15 min in
Prozent vom
Belastungswert
ESG nach 30 min in
Prozent vom
Belastungswert
ESG nach 45 min in
Prozent vom
Belastungswert
ESG nach 60 min in
Prozent vom
Belastungswert
ESG nach 75 min in
Prozent vom
Belastungswert
ESG nach 135 min in
Prozent vom
Belastungswert
MW SD MD 25.% 75% n
MW , SD, MD und Perzentile vom Katecholamin Adrenalin NparVerteilt nicht
Leistungsdifferenziert
420,60 568,52 188,00 149,50 526,25 n=20
44,55 28,76 34,50 19,50 69,50 n=20
41,60 28,85 32,50 24,00 47,50 n=20
38,55 19,81 36,50 24,75 49,75 n=20
42,35 21,79 40,00 25,75 54,50 n=20
327,84 406,88 160,13 122,37 433,59 n=20
36,09 21,86 29,68 16,30 55,62 n=20
42,63 27,95 34,03 23,46 50,23 n=20
39,39 19,77 37,84 25,62 46,88 n=20
42,35 21,79 40,00 25,75 54,50 n=20
Adrenalin M1
Adrenalin M2
Adrenalin M3
Adrenalin M4
Adrenalin M5
Adrenalin M1 korr.
Adrenalin M2 korr.
Adrenalin M3 korr.
Adrenalin M4 korr.
Adrenalin M5 korr.
MW SD MD 25.% 75% n
Anhang XIX
MW , SD, MD und Perzentile von EEG Delta Leistungsdichte NparVerteilt nicht
Leistungsdifferenziert
7,06 5,54 5,60 3,15 8,15 n=21
4,90 2,87 3,70 2,85 6,55 n=21
7,97 12,03 4,80 2,85 7,25 n=21
5,57 6,80 4,20 2,65 5,40 n=21
4,43 2,34 4,40 2,55 5,70 n=21
8,44 5,65 6,80 4,00 11,50 n=21
7,14 4,19 6,00 3,70 9,65 n=21
8,60 7,32 6,00 4,05 9,55 n=21
6,98 5,01 5,50 4,00 7,05 n=21
6,53 4,11 4,60 3,55 8,70 n=21
14,50 10,22 12,80 5,95 19,80 n=21
12,18 8,01 9,00 6,40 17,75 n=21
13,29 10,24 11,10 6,80 17,05 n=21
10,47 8,52 7,70 6,05 11,45 n=21
13,27 14,49 9,80 6,25 12,55 n=21
58,42 93,84 33,85 10,58 51,70 n=20
29,00 18,66 27,10 13,25 38,25 n=21
37,84 40,51 24,00 13,40 41,45 n=21
25,24 36,14 15,50 8,10 24,30 n=21
25,04 16,54 22,00 12,55 34,15 n=21
64,30 85,25 41,90 27,55 60,70 n=21
62,08 62,00 38,60 15,05 110,35 n=21
55,57 62,52 30,00 9,95 91,55 n=21
40,12 34,69 26,20 11,35 71,35 n=21
38,09 37,73 28,40 14,45 45,45 n=21
9,23 7,57 5,60 3,80 12,70 n=21
7,79 6,28 5,20 4,05 9,20 n=21
7,99 7,39 6,80 3,85 9,80 n=21
10,11 14,13 5,20 3,75 8,35 n=21
6,36 4,32 4,90 3,45 7,25 n=21
11,94 7,82 9,60 5,00 16,70 n=21
11,40 18,41 6,30 4,00 11,05 n=21
8,87 7,50 6,40 4,30 10,80 n=21
6,85 5,36 5,30 4,10 7,25 n=21
5,88 2,45 5,70 3,95 7,35 n=21
12,07 8,82 10,80 5,50 13,50 n=21
9,37 8,98 8,00 4,75 11,25 n=21
8,25 3,80 8,50 4,60 11,15 n=21
7,00 2,41 6,10 4,95 9,45 n=21
6,96 2,88 6,60 4,70 8,85 n=21
d_c4_m1
d_c4_m2
d_c4_m3
d_c4_m4
d_c4_m5
d_cz_m1
d_cz_m2
d_cz_m3
d_cz_m4
d_cz_m5
d_f3_m1
d_f3_m2
d_f3_m3
d_f3_m4
d_f3_m5
d_o1_m1
d_o1_m2
d_o1_m3
d_o1_m4
d_o1_m5
d_o2_m1
d_o2_m2
d_o2_m3
d_o2_m4
d_o2_m5
d_p4_m1
d_p4_m2
d_p4_m3
d_p4_m4
d_p4_m5
d_pz_m1
d_pz_m2
d_pz_m3
d_pz_m4
d_pz_m5
d_t3_m1
d_t3_m2
d_t3_m3
d_t3_m4
d_t3_m5
MW SD MD 25.% 75% n
MW , SD, MD und Perzentile von EEG Theta Leistungsdichte NparVerteilt nicht
Leistungsdifferenziert
1,95 1,74 1,30 1,00 2,25 n=21
1,56 1,16 1,20 ,80 2,00 n=21
1,82 1,44 1,30 1,00 1,75 n=21
1,43 ,77 1,20 ,90 1,90 n=21
1,58 1,27 1,20 1,00 1,65 n=21
3,45 3,94 1,90 1,45 3,40 n=21
3,59 4,97 2,40 1,55 3,90 n=21
4,08 5,16 2,50 1,70 4,85 n=21
3,30 2,77 2,50 1,50 3,95 n=21
3,88 5,27 2,20 1,40 4,50 n=21
3,93 3,10 2,50 2,05 4,55 n=21
3,58 3,16 2,90 1,85 4,15 n=21
3,75 2,80 3,00 2,25 4,30 n=21
3,02 1,67 2,90 2,05 3,40 n=21
3,49 3,02 2,80 2,25 3,40 n=21
3,93 3,10 2,50 2,05 4,55 n=21
3,58 3,16 2,90 1,85 4,15 n=21
3,75 2,80 3,00 2,25 4,30 n=21
3,02 1,67 2,90 2,05 3,40 n=21
3,49 3,02 2,80 2,25 3,40 n=21
3,12 3,56 1,60 1,10 3,65 n=21
2,53 3,07 1,60 1,00 2,50 n=21
2,69 2,70 1,60 1,10 2,60 n=21
1,96 1,32 1,70 1,00 2,40 n=21
2,43 2,85 1,40 1,15 2,10 n=21
2,71 2,88 1,60 1,20 2,70 n=21
2,61 2,67 1,70 1,40 2,25 n=21
2,88 2,74 1,70 1,30 2,55 n=21
2,22 1,33 1,70 1,35 2,70 n=21
2,43 2,32 1,70 1,30 2,25 n=21
3,03 3,35 1,80 1,30 3,25 n=21
3,04 3,95 1,70 1,30 2,80 n=21
3,62 4,21 2,00 1,30 3,00 n=21
2,28 1,57 1,70 1,35 2,85 n=21
2,57 2,95 1,70 1,20 2,45 n=21
2,58 1,92 2,20 1,30 2,70 n=21
2,62 1,99 2,10 1,40 3,35 n=21
2,66 1,68 2,20 1,40 3,25 n=21
2,33 1,16 2,20 1,20 2,70 n=21
2,49 1,96 2,20 1,45 2,30 n=21
2,70 2,65 1,80 1,40 3,25 n=21
2,79 3,06 1,90 1,25 3,35 n=21
2,84 2,58 2,10 1,60 3,05 n=21
2,29 1,41 2,20 1,20 2,70 n=21
2,46 2,38 1,90 1,45 2,30 n=21
5,02 5,91 2,60 1,95 5,65 n=21
4,61 5,02 2,50 1,80 4,90 n=21
4,74 5,31 2,60 2,00 5,20 n=21
3,82 3,19 2,70 1,85 4,90 n=21
4,74 5,10 3,00 2,10 4,75 n=21
t_c3_m1
t_c3_m2
t_c3_m3
t_c3_m4
t_c3_m5
t_cz_m1
t_cz_m2
t_cz_m3
t_cz_m4
t_cz_m5
t_f8_m1
t_f8_m2
t_f8_m3
t_f8_m4
t_m5_m5
t_f8_m1
t_f8_m2
t_f8_m3
t_f8_m4
t_m5_m5
t_p3_m1
t_p3_m2
t_p3_m3
t_p3_m4
t_p3_m5
t_p4_m1
t_p4_m2
t_p4_m3
t_p4_m4
t_p4_m5
t_pz_m1
t_pz_m2
t_pz_m3
t_pz_m4
t_pz_m5
t_t3_m1
t_t3_m2
t_t3_m3
t_t3_m4
t_t3_m5
t_t4_m1
t_t4_m2
t_t4_m3
t_t4_m4
t_t4_m5
t_t6_m1
t_t6_m2
t_t6_m3
t_t6_m4
t_t6_m5
MW SD MD 25.% 75% n
MW , SD, MD und Perzentile von EEG Delta Leistungsdichte ParVerteilt nicht
Leistungsdifferenziert
16,79 14,48 10,10 5,60 25,35 n=21
12,30 12,25 7,20 5,35 15,00 n=21
11,38 9,27 7,50 5,60 13,50 n=21
9,09 6,20 7,90 5,30 11,00 n=21
10,04 6,88 8,20 5,10 13,50 n=21
13,39 12,60 9,90 5,15 16,20 n=21
9,39 6,11 7,30 5,05 13,60 n=21
10,34 7,67 8,10 5,45 13,10 n=21
8,69 5,39 6,60 5,70 9,95 n=21
8,25 4,37 7,40 5,25 9,95 n=21
10,30 5,55 10,30 5,10 13,50 n=21
9,26 6,79 7,20 4,90 10,70 n=21
8,33 3,64 7,50 5,00 11,25 n=21
7,11 3,06 6,30 4,70 10,15 n=21
6,76 2,60 6,80 4,80 8,15 n=21
9,98 9,72 7,30 3,45 11,90 n=21
6,90 5,19 5,10 3,25 8,65 n=21
6,61 4,98 5,40 3,30 8,65 n=21
6,10 5,38 4,40 3,20 6,90 n=21
5,18 3,08 4,00 3,30 5,70 n=21
64,30 85,25 41,90 27,55 60,70 n=21
62,08 62,00 38,60 15,05 110,35 n=21
55,57 62,52 30,00 9,95 91,55 n=21
40,12 34,69 26,20 11,35 71,35 n=21
38,09 37,73 28,40 14,45 45,45 n=21
23,27 25,25 13,89 9,28 25,60 n=21
14,93 8,07 15,35 7,56 18,91 n=21
14,80 9,25 12,68 8,02 18,63 n=21
11,58 6,80 8,46 6,95 15,85 n=21
11,34 4,36 11,45 8,50 13,25 n=21
12,99 8,27 11,90 5,90 18,05 n=21
11,95 8,70 9,30 6,80 15,25 n=21
13,28 11,67 10,20 6,60 15,80 n=21
11,36 9,39 8,50 6,20 13,90 n=21
9,92 4,42 9,80 6,45 11,70 n=21
25,67 25,37 16,50 8,75 28,55 n=21
17,36 11,14 14,00 9,85 20,25 n=21
15,47 8,33 12,90 8,80 22,30 n=21
12,48 6,64 10,80 7,65 15,55 n=21
14,21 7,10 11,50 8,90 19,80 n=21
34,80 30,03 19,60 10,65 67,20 n=21
25,81 21,77 20,40 8,90 35,90 n=21
21,32 18,39 14,20 7,85 30,25 n=21
16,50 13,71 13,10 8,70 17,10 n=21
19,66 16,93 13,00 8,60 26,50 n=21
15,76 9,98 12,90 6,75 23,90 n=21
12,96 7,97 9,50 7,00 17,45 n=21
12,05 8,97 11,00 6,35 12,85 n=21
9,58 6,05 8,00 6,80 10,45 n=21
9,01 3,82 8,70 6,25 11,70 n=21
5,69 4,34 4,50 2,90 5,80 n=21
4,10 2,07 3,70 2,40 5,65 n=21
4,41 2,66 3,30 2,70 5,45 n=21
3,65 2,18 3,30 2,45 4,15 n=21
3,27 1,33 3,10 2,35 4,10 n=21
d_t6_m1
d_t6_m2
d_t6_m3
d_t6_m4
d_t6_m5
d_t5_m1
d_t5_m2
d_t5_m3
d_t5_m4
d_t5_m5
d_t4_m1
d_t4_m2
d_t4_m3
d_t4_m4
d_t4_m5
d_p3_m1
d_p3_m2
d_p3_m3
d_p3_m4
d_p3_m5
d_o2_m1
d_o2_m2
d_o2_m3
d_o2_m4
d_o2_m5
d_mw_m1
d_mw_m2
d_mw_m3
d_mw_m4
d_mw_m5
d_fz_m1
d_fz_m2
d_fz_m3
d_fz_m4
d_fz_m5
d_f8_m1
d_f8_m2
d_f8_m3
d_f8_m4
d_m5_m5
d_f7_m1
d_f7_m2
d_f7_m3
d_f7_m4
d_f7_m5
d_f4_m1
d_f4_m2
d_f4_m3
d_f4_m4
d_f4_m5
d_c3_m1
d_c3_m2
d_c3_m3
d_c3_m4
d_c3_m5
MW SD MD 25.% 75% n
MW , SD, MD und Perzentile von EEG Theta Leistungsdichte ParVerteilt nicht
Leistungsdifferenziert
4,34 4,41 2,50 1,65 5,95 n=21
3,65 2,96 2,40 1,65 4,85 n=21
4,19 3,77 2,90 1,90 4,75 n=21
3,60 2,38 2,90 1,60 5,10 n=21
3,85 3,81 2,50 1,85 4,20 n=21
8,19 6,45 6,60 3,10 12,15 n=21
7,88 7,23 5,10 3,10 11,05 n=21
6,85 4,28 4,90 3,55 11,20 n=21
6,57 4,22 5,80 3,30 8,50 n=21
6,20 3,71 6,40 3,30 7,55 n=21
11,23 12,78 4,70 2,85 16,50 n=21
7,17 6,54 4,90 3,20 7,90 n=21
7,33 6,61 4,80 2,95 10,95 n=21
6,37 5,45 4,90 2,65 7,45 n=21
6,77 6,42 5,50 2,75 7,20 n=21
4,07 3,30 2,47 1,90 4,99 n=21
3,65 2,86 2,65 1,84 5,03 n=21
3,82 2,99 2,89 1,92 4,54 n=21
3,34 1,88 3,11 1,86 4,49 n=21
3,51 2,83 2,78 2,09 3,83 n=21
3,95 2,95 2,40 2,05 5,00 n=21
4,31 3,04 2,80 2,20 6,35 n=21
4,40 2,92 3,30 2,15 6,25 n=21
5,45 4,83 3,90 2,25 6,40 n=21
4,49 3,24 3,70 2,30 5,35 n=21
4,16 3,55 2,70 2,05 4,95 n=21
3,64 2,77 2,90 1,85 4,55 n=21
3,73 2,72 2,70 2,05 5,25 n=21
3,24 1,63 2,90 1,90 4,00 n=21
3,53 2,76 2,70 2,20 3,65 n=21
3,51 2,42 3,00 1,80 4,50 n=21
3,43 2,07 2,40 2,00 5,95 n=21
3,84 2,76 2,90 1,85 6,20 n=21
3,59 2,15 2,70 1,80 4,75 n=21
3,47 2,32 2,90 2,05 4,10 n=21
3,29 2,46 2,10 1,80 3,90 n=21
3,22 2,14 2,20 1,75 4,45 n=21
3,54 2,38 2,50 1,90 4,80 n=21
3,65 2,46 3,00 1,75 4,55 n=21
3,45 2,25 2,90 2,10 4,15 n=21
2,03 1,72 1,40 1,05 2,25 n=21
1,89 1,38 1,70 ,85 2,20 n=21
2,05 1,47 1,70 1,10 2,55 n=21
1,70 ,85 1,70 ,90 2,35 n=21
1,81 1,27 1,60 1,00 2,20 n=21
t_t5_m1
t_t5_m2
t_t5_m3
t_t5_m4
t_t5_m5
t_o2_m1
t_o2_m2
t_o2_m3
t_o2_m4
t_o2_m5
t_o1_m1
t_o1_m2
t_o1_m3
t_o1_m4
t_o1_m5
t_mw_m1
t_mw_m2
t_mw_m3
t_mw_m4
t_mw_m5
t_fz_m1
t_fz_m2
t_fz_m3
t_fz_m4
t_fz_m5
t_f7_m1
t_f7_m2
t_f7_m3
t_f7_m4
t_f7_m5
t_f4_m1
t_f4_m2
t_f4_m3
t_f4_m4
t_f4_m5
t_f3_m1
t_f3_m2
t_f3_m3
t_f3_m4
t_f3_m5
t_c4_m1
t_c4_m2
t_c4_m3
t_c4_m4
t_c4_m5
MW SD MD 25.% 75% n
Anhang XX
MW , SD, MD und Perzentile von EEG Alpha2 Leistungsdichte NparVerteilt nicht
Leistungsdifferenziert
6,60 4,97 4,90 3,10 8,35 n=21
5,67 4,60 5,00 2,50 7,40 n=21
4,69 6,12 2,80 1,90 4,65 n=21
4,61 5,65 3,20 1,90 5,05 n=21
5,55 7,36 3,00 1,85 6,75 n=21
7,37 6,01 5,50 3,45 9,60 n=21
6,86 6,54 3,70 2,50 10,20 n=21
5,46 8,43 3,00 1,70 5,70 n=21
5,02 6,67 3,30 1,85 5,75 n=21
5,88 8,40 3,10 2,00 7,35 n=21
11,26 8,31 9,90 5,35 12,85 n=21
11,17 9,86 6,70 4,20 19,00 n=21
7,80 9,72 4,30 2,65 9,60 n=21
8,32 9,84 6,60 2,80 8,15 n=21
9,16 10,82 5,50 2,90 11,35 n=21
10,33 6,98 9,40 4,55 12,25 n=21
10,31 8,89 5,80 3,55 16,80 n=21
7,46 9,30 4,70 2,15 8,90 n=21
7,60 8,86 5,90 2,70 7,90 n=21
8,27 9,28 5,00 2,65 11,00 n=21
11,23 9,18 8,80 6,20 11,80 n=21
10,62 8,99 6,80 4,20 17,60 n=21
6,85 7,51 4,70 2,60 9,10 n=21
7,90 8,83 6,10 2,80 7,90 n=21
8,51 8,61 5,00 2,85 10,90 n=21
10,45 7,59 9,30 4,75 11,05 n=21
10,14 8,88 7,30 3,50 16,60 n=21
6,74 7,65 4,60 2,30 8,00 n=21
7,63 8,44 5,70 2,55 7,80 n=21
7,82 7,87 4,70 2,75 9,95 n=21
31,11 26,15 25,60 15,70 36,50 n=21
28,39 26,67 17,90 8,75 40,40 n=21
18,21 24,94 8,20 3,75 25,65 n=21
19,56 22,23 14,20 5,10 24,00 n=21
20,41 24,65 12,70 5,10 18,75 n=21
37,39 46,01 23,80 13,20 38,45 n=21
39,98 53,40 20,60 8,50 51,45 n=21
24,20 47,97 8,50 4,75 22,40 n=21
26,28 46,01 16,10 4,20 23,30 n=21
28,41 52,38 12,50 4,85 20,40 n=21
16,79 14,56 12,60 7,30 20,95 n=21
16,52 15,01 10,80 5,45 25,20 n=21
11,62 16,70 5,40 3,45 12,80 n=21
12,30 14,96 5,80 3,60 15,20 n=21
13,96 17,66 7,00 4,20 18,90 n=21
15,60 17,88 10,20 6,05 18,85 n=21
13,74 15,49 8,20 4,45 15,20 n=21
10,35 16,51 4,20 2,80 7,15 n=21
10,40 13,76 5,20 3,25 8,70 n=21
12,42 19,22 5,80 2,50 13,35 n=21
6,31 3,44 6,20 3,80 8,35 n=21
5,54 3,88 4,20 2,80 8,20 n=21
4,28 3,42 3,50 1,75 5,10 n=21
4,40 3,45 3,80 1,95 4,85 n=21
4,90 4,34 4,00 1,90 4,90 n=21
19,70 17,92 13,90 9,00 23,45 n=21
19,58 21,75 10,50 6,30 22,05 n=21
14,03 22,45 6,90 3,55 16,80 n=21
14,00 19,45 9,80 4,25 15,10 n=21
18,79 30,76 10,00 4,70 17,35 n=21
a2_c3_m1
a2_c3_m2
a2_c3_m3
a2_c3_m4
a2_c3_m5
a2_cz_m1
a2_cz_m2
a2_cz_m3
a2_cz_m4
a2_cz_m5
a2_f3_m1
a2_f3_m2
a2_f3_m3
a2_f3_m4
a2_f3_m5
a2_f4_m1
a2_f4_m2
a2_f4_m3
a2_f4_m4
a2_f4_m5
a2_f7_m1
a2_f7_m2
a2_f7_m3
a2_f7_m4
a2_f7_m5
a2_f8_m1
a2_f8_m2
a2_f8_m3
a2_f8_m4
a2_m5_m5
a2_o1_m1
a2_o1_m2
a2_o1_m3
a2_o1_m4
a2_o1_m5
a2_o2_m1
a2_o2_m2
a2_o2_m3
a2_o2_m4
a2_o2_m5
a2_p4_m1
a2_p4_m2
a2_p4_m3
a2_p4_m4
a2_p4_m5
a2_pz_m1
a2_pz_m2
a2_pz_m3
a2_pz_m4
a2_pz_m5
a2_t4_m1
a2_t4_m2
a2_t4_m3
a2_t4_m4
a2_t4_m5
a2_t6_m1
a2_t6_m2
a2_t6_m3
a2_t6_m4
a2_t6_m5
MW SD MD 25.% 75% n
MW , SD, MD und Perzentile von EEG Alpha1Leistungsdichte NparVerteilt nicht
Leistungsdifferenziert
4,51 5,40 2,40 1,75 5,45 n=21
3,09 2,38 2,00 1,35 4,45 n=21
3,68 5,07 2,50 1,30 3,80 n=21
3,05 2,39 2,30 1,30 4,40 n=21
3,89 4,47 2,80 1,45 4,05 n=21
4,77 6,68 3,00 1,75 4,90 n=21
3,54 2,78 2,60 1,50 5,50 n=21
3,80 5,27 2,30 1,45 3,95 n=21
3,07 2,34 2,10 1,60 4,45 n=21
4,13 5,92 2,70 1,50 4,30 n=21
7,89 10,89 3,90 2,55 8,25 n=21
6,20 7,87 3,60 2,05 7,40 n=21
6,85 10,21 3,80 2,15 5,65 n=21
5,57 6,33 3,40 2,40 5,90 n=21
7,24 10,16 3,40 2,10 6,50 n=21
9,27 11,55 3,80 2,30 9,70 n=21
6,58 7,35 3,50 2,10 7,95 n=21
7,80 10,41 3,40 2,30 7,30 n=21
6,58 7,00 3,60 2,35 7,80 n=21
8,02 8,68 5,30 2,40 9,65 n=21
9,10 12,46 4,10 2,45 7,80 n=21
6,38 6,75 3,60 2,20 8,35 n=21
7,96 11,39 3,50 2,35 6,30 n=21
6,20 6,50 3,50 2,70 7,15 n=21
7,83 9,08 4,70 2,40 9,05 n=21
8,20 8,76 4,60 2,45 11,00 n=21
5,89 5,54 3,70 2,40 7,70 n=21
6,73 8,54 4,70 1,95 5,95 n=21
5,75 5,61 3,90 2,40 6,30 n=21
7,07 7,17 5,50 2,25 7,70 n=21
7,68 9,55 4,20 2,30 7,70 n=21
5,47 5,21 3,20 2,40 7,10 n=21
7,00 10,44 3,80 2,00 5,50 n=21
5,44 5,47 3,50 2,30 5,25 n=21
6,70 7,85 4,60 2,10 7,15 n=21
10,91 14,42 5,30 2,55 10,25 n=21
7,90 8,93 4,10 2,55 9,15 n=21
9,48 13,00 4,20 2,60 7,85 n=21
7,76 8,48 3,80 2,95 9,25 n=21
9,46 11,03 5,50 3,20 10,70 n=21
9,58 11,62 4,98 2,89 10,05 n=21
6,94 6,75 4,33 2,27 8,77 n=21
8,21 11,65 4,42 2,29 8,00 n=21
6,78 6,83 3,79 2,44 8,01 n=21
8,49 9,95 5,88 2,47 9,26 n=21
17,25 19,19 10,10 4,90 19,50 n=21
12,52 14,50 7,50 3,35 14,40 n=21
13,73 17,23 6,70 3,25 12,80 n=21
13,58 17,19 8,60 4,00 12,75 n=21
14,31 15,18 9,70 4,60 17,25 n=21
16,60 19,15 9,30 3,70 18,55 n=21
13,03 14,21 9,00 3,00 15,95 n=21
13,37 16,64 5,50 3,75 15,45 n=21
13,84 18,83 7,10 3,45 13,40 n=21
13,72 14,43 8,50 4,10 19,45 n=21
11,21 19,73 4,60 1,90 8,70 n=21
6,14 7,20 3,00 1,65 8,00 n=21
9,90 23,51 3,00 1,55 7,45 n=21
5,42 5,64 3,40 1,65 7,80 n=21
8,89 15,60 4,00 1,75 7,45 n=21
9,01 12,68 4,50 1,90 8,55 n=21
7,04 6,93 4,70 1,90 10,35 n=21
8,00 11,77 3,80 1,60 7,20 n=21
6,31 6,12 3,90 1,95 7,45 n=21
9,28 11,86 4,20 2,00 11,70 n=21
9,40 13,67 4,10 2,10 10,35 n=21
6,46 7,15 3,60 1,95 9,00 n=21
8,71 15,63 2,90 1,80 9,30 n=21
5,52 5,42 3,50 1,60 8,65 n=21
8,39 13,25 3,70 1,90 10,35 n=21
5,58 6,01 3,20 1,85 7,15 n=21
4,48 3,85 2,90 1,80 6,25 n=21
5,20 6,68 3,00 1,70 5,35 n=21
4,33 3,82 2,90 1,80 6,45 n=21
4,66 4,66 3,60 1,55 5,55 n=21
12,10 16,18 5,80 2,65 14,45 n=21
8,34 7,50 4,60 2,70 15,40 n=21
11,12 19,27 4,50 2,20 10,95 n=21
7,95 7,59 4,60 2,95 12,50 n=21
11,98 18,69 6,00 2,35 12,10 n=21
a1_c3_m1
a1_c3_m2
a1_c3_m3
a1_c3_m4
a1_c3_m5
a1_c4_m1
a1_c4_m2
a1_c4_m3
a1_c4_m4
a1_c4_m5
a1_cz_m1
a1_cz_m2
a1_cz_m3
a1_cz_m4
a1_cz_m5
a1_f3_m1
a1_f3_m2
a1_f3_m3
a1_f3_m4
a1_f3_m5
a1_f4_m1
a1_f4_m2
a1_f4_m3
a1_f4_m4
a1_f4_m5
a1_f7_m1
a1_f7_m2
a1_f7_m3
a1_f7_m4
a1_f7_m5
a1_f8_m1
a1_f8_m2
a1_f8_m3
a1_f8_m4
a1_m5_m5
a1_fz_m1
a1_fz_m2
a1_fz_m3
a1_fz_m4
a1_fz_m5
a1_mw_m1
a1_mw_m2
a1_mw_m3
a1_mw_m4
a1_mw_m5
a1_o1_m1
a1_o1_m2
a1_o1_m3
a1_o1_m4
a1_o1_m5
a1_o2_m1
a1_o2_m2
a1_o2_m3
a1_o2_m4
a1_o2_m5
a1_p3_m1
a1_p3_m2
a1_p3_m3
a1_p3_m4
a1_p3_m5
a1_p4_m1
a1_p4_m2
a1_p4_m3
a1_p4_m4
a1_p4_m5
a1_pz_m1
a1_pz_m2
a1_pz_m3
a1_pz_m4
a1_pz_m5
a1_t4_m1
a1_t4_m2
a1_t4_m3
a1_t4_m4
a1_t4_m5
a1_t5_m1
a1_t5_m2
a1_t5_m3
a1_t5_m4
a1_t5_m5
MW SD MD 25.% 75% n
MW , SD, MD und Perzentile von EEG Alpha2 Lestungsdichte NparVerteilt nicht
Leistungsdifferenziert
7,05 4,97 5,40 3,70 8,70 n=21
6,11 4,52 4,30 2,70 10,50 n=21
4,31 3,51 3,20 2,05 4,95 n=21
4,75 4,14 3,80 2,00 5,85 n=21
5,37 4,66 3,50 2,00 8,15 n=21
13,86 10,04 11,64 6,96 16,22 n=21
13,05 11,24 7,68 4,58 20,85 n=21
9,09 12,12 4,58 3,11 12,19 n=21
9,48 11,28 7,72 3,10 10,45 n=21
10,64 12,88 6,38 3,61 15,22 n=21
6,13 3,93 4,90 2,20 9,10 n=21
4,66 2,89 4,20 2,10 6,90 n=21
4,12 3,72 3,60 1,65 5,20 n=21
3,95 3,61 3,30 1,95 4,65 n=21
4,53 3,90 3,50 1,95 6,15 n=21
a2_t3_m1
a2_t3_m2
a2_t3_m3
a2_t3_m4
a2_t3_m5
a2_mw_m1
a2_mw_m2
a2_mw_m3
a2_mw_m4
a2_mw_m5
a2_c4_m1
a2_c4_m2
a2_c4_m3
a2_c4_m4
a2_c4_m5
MW SD MD 25.% 75% n
Anhang XXI
MW , SD, MD und Perzentile von EEG Beta1 Leistungsdichte ParVerteilt nicht
Leistungsdifferenziert
3,90 2,00 4,10 2,25 5,15 n=21
3,17 1,73 3,00 1,80 4,40 n=21
2,84 1,45 2,10 1,55 4,35 n=21
2,52 1,37 2,30 1,45 3,70 n=21
2,89 1,59 2,70 1,45 3,80 n=21
3,24 1,53 3,10 2,00 4,50 n=21
2,57 1,18 2,40 1,75 3,55 n=21
2,45 ,97 2,30 1,65 3,25 n=21
2,11 ,91 1,90 1,40 2,85 n=21
2,44 1,07 2,50 1,55 3,50 n=21
2,44 1,32 2,20 1,65 3,05 n=21
2,09 1,02 1,80 1,35 2,80 n=21
2,10 1,03 1,90 1,30 2,60 n=21
1,82 1,04 1,60 1,10 2,40 n=21
1,73 ,82 1,60 1,10 2,35 n=21
2,25 1,39 1,90 1,50 2,55 n=21
1,76 ,67 1,60 1,25 2,40 n=21
1,92 ,76 1,70 1,30 2,60 n=21
1,76 ,98 1,70 1,10 2,00 n=21
1,70 ,72 1,50 1,20 2,10 n=21
2,30 1,27 2,00 1,40 2,85 n=21
1,78 ,80 1,60 1,10 2,30 n=21
1,80 ,81 1,80 ,90 2,55 n=21
1,43 ,65 1,20 1,00 2,20 n=21
1,59 ,83 1,40 ,90 2,10 n=21
2,54 1,37 2,10 1,55 3,35 n=21
2,05 1,05 1,80 1,25 2,65 n=21
1,92 1,08 1,60 1,05 2,20 n=21
1,59 ,83 1,30 1,10 2,00 n=21
1,93 1,22 2,00 1,00 2,35 n=21
2,59 1,54 2,30 1,35 3,65 n=21
1,98 ,89 1,70 1,35 2,75 n=21
1,86 ,90 1,70 1,15 2,60 n=21
1,53 ,70 1,30 1,05 2,25 n=21
1,73 ,88 1,30 1,05 2,50 n=21
4,02 2,94 3,40 2,40 4,40 n=21
3,24 2,03 3,10 1,70 3,55 n=21
2,67 1,42 2,20 1,65 3,25 n=21
2,40 1,55 2,10 1,35 2,80 n=21
2,44 1,28 2,40 1,40 3,00 n=21
3,99 1,98 3,70 2,20 5,30 n=21
3,28 1,72 2,80 1,85 4,30 n=21
2,75 1,30 2,30 1,80 3,90 n=21
2,49 1,20 2,30 1,60 3,10 n=21
2,60 1,35 2,20 1,50 3,45 n=21
2,65 1,25 2,51 1,75 3,37 n=21
2,20 ,91 1,97 1,55 2,72 n=21
2,17 ,82 2,01 1,37 2,64 n=21
1,85 ,73 1,84 1,37 2,34 n=21
1,98 ,81 2,06 1,32 2,65 n=21
2,59 1,46 2,10 1,60 3,65 n=21
2,27 1,20 1,90 1,50 2,60 n=21
2,59 1,57 2,00 1,50 3,30 n=21
2,03 1,07 1,70 1,30 3,10 n=21
2,20 1,24 2,00 1,45 2,55 n=21
2,32 ,99 2,10 1,45 3,10 n=21
2,11 ,77 1,90 1,60 2,70 n=21
2,21 ,82 1,90 1,45 2,85 n=21
1,90 ,70 1,80 1,35 2,50 n=21
1,91 ,71 2,10 1,35 2,30 n=21
2,32 ,94 2,20 1,55 3,25 n=21
1,92 ,71 1,80 1,40 2,50 n=21
1,97 ,71 1,90 1,25 2,65 n=21
1,77 ,66 1,70 1,20 2,30 n=21
1,85 ,75 1,80 1,20 2,45 n=21
2,56 1,34 2,20 1,45 3,40 n=21
2,30 1,23 1,80 1,55 2,60 n=21
2,45 1,21 2,30 1,45 3,25 n=21
2,00 ,90 1,80 1,35 2,60 n=21
2,26 1,15 2,20 1,45 2,80 n=21
2,42 1,30 1,90 1,45 3,50 n=21
2,03 1,02 1,70 1,45 2,50 n=21
2,34 1,30 2,00 1,35 3,05 n=21
1,93 ,95 1,60 1,30 2,70 n=21
2,09 1,12 1,60 1,30 2,80 n=21
2,04 1,38 1,70 1,10 2,65 n=21
1,74 ,94 1,40 1,10 2,25 n=21
1,97 1,19 1,40 1,15 2,60 n=21
1,50 ,78 1,40 ,90 2,00 n=21
1,57 ,79 1,40 1,05 2,05 n=21
1,91 1,06 1,80 1,25 2,20 n=21
1,64 ,60 1,50 1,20 1,95 n=21
1,60 ,55 1,40 1,20 1,85 n=21
1,40 ,59 1,40 ,95 1,80 n=21
1,49 ,63 1,40 1,05 1,85 n=21
1,68 ,98 1,50 ,95 2,10 n=21
1,46 ,53 1,40 1,10 1,60 n=21
1,51 ,60 1,30 1,05 1,80 n=21
1,28 ,50 1,30 ,95 1,55 n=21
1,26 ,48 1,40 ,90 1,55 n=21
b1_t6_m1
b1_t6_m2
b1_t6_m3
b1_t6_m4
b1_t6_m5
b1_t5_m1
b1_t5_m2
b1_t5_m3
b1_t5_m4
b1_t5_m5
b1_t4_m1
b1_t4_m2
b1_t4_m3
b1_t4_m4
b1_t4_m5
b1_t3_m1
b1_t3_m2
b1_t3_m3
b1_t3_m4
b1_t3_m5
b1_pz_m1
b1_pz_m2
b1_pz_m3
b1_pz_m4
b1_pz_m5
b1_p4_m1
b1_p4_m2
b1_p4_m3
b1_p4_m4
b1_p4_m5
b1_p3_m1
b1_p3_m2
b1_p3_m3
b1_p3_m4
b1_p3_m5
b1_o2_m1
b1_o2_m2
b1_o2_m3
b1_o2_m4
b1_o2_m5
b1_o1_m1
b1_o1_m2
b1_o1_m3
b1_o1_m4
b1_o1_m5
b1_mw_m1
b1_mw_m2
b1_mw_m3
b1_mw_m4
b1_mw_m5
b1_fz_m1
b1_fz_m2
b1_fz_m3
b1_fz_m4
b1_fz_m5
b1_f8_m1
b1_f8_m2
b1_f8_m3
b1_f8_m4
b1_m5_m5
b1_f7_m1
b1_f7_m2
b1_f7_m3
b1_f7_m4
b1_f7_m5
b1_f4_m1
b1_f4_m2
b1_f4_m3
b1_f4_m4
b1_f4_m5
b1_f3_m1
b1_f3_m2
b1_f3_m3
b1_f3_m4
b1_f3_m5
b1_cz_m1
b1_cz_m2
b1_cz_m3
b1_cz_m4
b1_cz_m5
b1_c4_m1
b1_c4_m2
b1_c4_m3
b1_c4_m4
b1_c4_m5
b1_c3_m1
b1_c3_m2
b1_c3_m3
b1_c3_m4
b1_c3_m5
MW SD MD 25.% 75% n
MW , SD, MD und Perzentile von EEG Beta2 Leistungsdichte NparVerteilt nicht
Leistungsdifferenziert
2,48 2,62 1,40 1,20 2,20 n=21
2,21 2,07 1,60 ,90 2,55 n=21
2,02 2,05 1,50 ,90 2,40 n=21
1,78 1,85 1,30 ,80 2,15 n=21
1,90 2,11 1,40 ,75 2,20 n=21
2,88 4,93 1,80 1,25 2,35 n=21
1,75 ,99 1,60 1,05 2,05 n=21
1,94 1,40 1,70 1,15 2,60 n=21
1,81 1,76 1,20 ,85 2,00 n=21
2,00 1,95 1,40 1,05 1,90 n=21
b2_cz_m1
b2_cz_m2
b2_cz_m3
b2_cz_m4
b2_cz_m5
b2_t3_m1
b2_t3_m2
b2_t3_m3
b2_t3_m4
b2_t3_m5
MW SD MD 25.% 75% n
MW , SD, MD und Perzentile von EEG Beta2 Leistungsdichte ParVerteilt nicht
Leistungsdifferenziert
2,27 ,99 2,20 1,50 2,70 n=21
1,87 ,94 1,70 1,05 2,50 n=21
1,54 ,88 1,40 ,85 2,20 n=21
1,53 ,91 1,40 ,80 1,90 n=21
1,85 1,22 1,50 1,10 2,35 n=21
2,08 1,17 2,00 1,20 2,40 n=21
1,65 ,63 1,60 1,20 2,05 n=21
1,45 ,57 1,40 ,95 1,80 n=21
1,30 ,52 1,40 ,90 1,75 n=21
1,67 ,91 1,40 1,05 2,20 n=21
2,25 1,81 1,80 1,15 2,65 n=21
1,90 1,69 1,40 ,95 2,20 n=21
1,63 1,17 1,40 ,85 1,75 n=21
1,62 1,63 1,20 ,80 1,80 n=21
1,52 1,06 1,20 ,90 1,95 n=21
1,55 ,78 1,50 ,90 2,10 n=21
1,23 ,54 1,20 ,85 1,50 n=21
1,09 ,58 1,00 ,75 1,20 n=21
1,01 ,53 ,80 ,70 1,30 n=21
1,14 ,69 1,00 ,70 1,50 n=21
1,65 ,81 1,50 1,05 2,00 n=21
1,40 ,68 1,30 ,90 1,80 n=21
1,15 ,68 1,00 ,75 1,25 n=21
1,13 ,67 ,90 ,70 1,20 n=21
1,24 ,75 1,10 ,80 1,35 n=21
1,63 ,75 1,50 1,00 2,10 n=21
1,30 ,54 1,30 ,85 1,60 n=21
1,12 ,53 1,10 ,70 1,40 n=21
1,02 ,48 1,00 ,65 1,20 n=21
1,16 ,50 1,10 ,85 1,35 n=21
2,57 1,42 2,40 1,75 2,85 n=21
2,11 1,44 1,80 1,10 2,65 n=21
1,65 1,36 1,40 1,00 1,75 n=21
1,66 1,43 1,50 ,75 1,90 n=21
1,73 1,24 1,60 1,00 1,75 n=21
2,40 ,90 2,40 1,55 3,10 n=21
2,03 ,88 2,10 1,40 2,80 n=21
1,58 ,66 1,50 1,20 2,05 n=21
1,50 ,64 1,60 ,85 2,00 n=21
1,69 ,71 1,70 1,10 2,10 n=21
2,06 ,88 1,91 1,47 2,68 n=21
1,71 ,63 1,78 1,27 2,13 n=21
1,55 ,62 1,51 1,05 1,87 n=21
1,47 ,65 1,54 ,93 1,82 n=21
1,58 ,66 1,45 1,09 1,92 n=21
1,97 ,87 1,90 1,25 2,65 n=21
1,76 ,77 1,60 1,15 2,30 n=21
1,77 ,88 1,60 1,15 2,30 n=21
1,64 ,81 1,60 1,10 2,00 n=21
1,65 ,75 1,70 1,05 2,00 n=21
2,04 ,72 1,90 1,45 2,60 n=21
1,81 ,62 1,70 1,45 2,25 n=21
1,82 ,70 1,80 1,30 2,10 n=21
1,75 ,79 1,70 1,05 2,35 n=21
1,76 ,65 1,60 1,35 2,30 n=21
2,10 ,75 2,10 1,50 2,40 n=21
1,79 ,60 1,70 1,35 2,25 n=21
1,62 ,60 1,60 1,30 1,90 n=21
1,67 ,80 1,40 1,20 2,25 n=21
1,67 ,66 1,50 1,25 2,00 n=21
2,03 ,81 2,00 1,40 2,55 n=21
1,80 ,74 1,60 1,35 2,25 n=21
1,81 ,78 1,80 1,20 2,25 n=21
1,68 ,69 1,50 1,25 2,20 n=21
1,76 ,68 1,80 1,20 2,10 n=21
2,00 ,80 1,90 1,40 2,70 n=21
1,68 ,63 1,50 1,30 2,05 n=21
1,67 ,67 1,70 1,15 2,00 n=21
1,61 ,68 1,50 1,15 2,00 n=21
1,67 ,71 1,70 1,10 2,00 n=21
1,54 ,90 1,30 1,00 2,00 n=21
1,32 ,48 1,20 ,90 1,75 n=21
1,20 ,50 1,10 ,75 1,55 n=21
1,09 ,49 1,10 ,70 1,40 n=21
1,20 ,52 1,20 ,85 1,55 n=21
1,55 ,85 1,30 1,00 2,05 n=21
1,41 ,64 1,30 ,90 1,95 n=21
1,20 ,54 1,20 ,80 1,40 n=21
1,16 ,62 1,10 ,65 1,55 n=21
1,21 ,57 1,10 ,75 1,45 n=21
b2_t6_m1
b2_t6_m2
b2_t6_m3
b2_t6_m4
b2_t6_m5
b2_t5_m1
b2_t5_m2
b2_t5_m3
b2_t5_m4
b2_t5_m5
b2_t4_m1
b2_t4_m2
b2_t4_m3
b2_t4_m4
b2_t4_m5
b2_pz_m1
b2_pz_m2
b2_pz_m3
b2_pz_m4
b2_pz_m5
b2_p4_m1
b2_p4_m2
b2_p4_m3
b2_p4_m4
b2_p4_m5
b2_p3_m1
b2_p3_m2
b2_p3_m3
b2_p3_m4
b2_p3_m5
b2_o2_m1
b2_o2_m2
b2_o2_m3
b2_o2_m4
b2_o2_m5
b2_o1_m1
b2_o1_m2
b2_o1_m3
b2_o1_m4
b2_o1_m5
b2_mw_m1
b2_mw_m2
b2_mw_m3
b2_mw_m4
b2_mw_m5
b2_fz_m1
b2_fz_m2
b2_fz_m3
b2_fz_m4
b2_fz_m5
b2_f8_m1
b2_f8_m2
b2_f8_m3
b2_f8_m4
b2_m5_m5
b2_f7_m1
b2_f7_m2
b2_f7_m3
b2_f7_m4
b2_f7_m5
b2_f4_m1
b2_f4_m2
b2_f4_m3
b2_f4_m4
b2_f4_m5
b2_f3_m1
b2_f3_m2
b2_f3_m3
b2_f3_m4
b2_f3_m5
b2_c4_m1
b2_c4_m2
b2_c4_m3
b2_c4_m4
b2_c4_m5
b2_c3_m1
b2_c3_m2
b2_c3_m3
b2_c3_m4
b2_c3_m5
MW SD MD 25.% 75% n
Anhang XXII
11.13 Zusammenfassung: Prüfstatistik (Belkom. 2)
Parameter
Regenerationseffekt
Faktor: Zeit (T-Test bzw. Wilcoxon [Fettdruck]) p und (T- bzw. Z-Value)
M1-M2 M2-M3 M3-M4 M4-M5 df
Zentrales System: EEG-Frequenzen und Elektrodenpositionen
D_t4 0,026
(2,404)
20
D_mw 0.04 (2.197) 20
D_c4 0.012 (Z-
2.521a)
A2_t3 0.030 (2.332) 20
A2_mw 0.042 (2.174) 20
A2_c4 0.042
(2.161)
20
A2_c3 0.050 (Z-
1.961)b
A2_cz 0.020(-
2.334)b
21
A2_f3 0.051(-
1.947)b
21
A2_f4 0.033(-
2.138)a
21
A2_f7 0.015(-
2.433)a
21
A2_f8 0.023(-
2.277)a
21
A2_o1 0.019(-
2.346)a
21
A2_o2 0.002(-
3.024)a
21
A2_p4 0.039(-
2.068)a
21
A2_pz 0.026(-
2.225)a
21
A2_t4 0.044(-
2.018)a
21
A2_t6 0.027(-
2.207)a
21
B1_t5 0.040
(2.193)
0.036
(2.246)
0.032 (-2.310) 20
B1_pz 0.027
(2.390)
20
B1_p4 0.022
(2.490)
0.035 (-2.266) 20
B1_01 0.023 (2.467) 20
B1_mw 0.034
(2.280)
20
B1_f8 0.039
(2.210)
20
B1_f7 0.020
(2.525)
20
B1_f3 0.039
(2.209)
0.035
(2.260)
20
B1_c3 0.049
(2.094)
20
Parameter
Regenerationseffekt
Faktor: Zeit (T-Test bzw. Wilcoxon [Fettdruck]) p und (T- bzw. Z-Value)
M1-M2 M2-M3 M3-M4 M4-M5 df
Zentrales System: EEG-Frequenzen und Elektrodenpositionen
B2_t6 0.020
(2.538)
0.038 (2.222) 0.011 (-2.821) 20
B2_t5 0.047 (2.117) 0.037 (-2.253) 20
B2_pz 0.022
(2.491)
0.028 (2.367) 20
B2_p4 0.045 (2.142) 0.038 (-2.225) 20
B2_p3 0.024
(2.436)
0.022 (-2.473) 20
B2_o2 0.009
(2.885)
0.021 (2.499) 20
B2_o1 0.043
(2.165)
0.002 (3.467) 20
B2_mw 0.019
(2.542)
20
B2_fz 0.029
(2.345)
20
B2_f7 0.033
(2.295)
20
B2_f4 0.052
(2.064)
20
B2_f3 0.016
(2.619)
20
B2_c4 0.014 (-2.686) 20
B2_c3 0.023
(2.469)
20
B2_cz 0.017(-
2.387)a
21
Katecholamine
A0.000 (-
3.921)a
21
A
_korr 0.000 (-
3.920)a
21
NA_korr 0.000
(8.319)
20
NA 0.000
(7.890)
20
Dop 0.000
(6.810)
(0.062(-
1.981)
19
Parameter
Regenerationseffekt
Faktor: Zeit (T-Test bzw. Wilcoxon [Fettdruck]) p und (T- bzw. Z-Value)
M1-M2 M2-M3 M3-M4 M4-M5 df
Stressreaktives System
Pro 0.009
(2.906)
0.001 (3.868) 0.000
(5.502)
20
Prol_korr 0.050 (-
2.082)
0.053 (2.055) 0.000
(4.183)
0.044 (2.147) 20
Cor 0.000 (9.301) 0.001
(4.295)
16
Esg_b 0.001 (-
4.820)
16
Krea 0.000
(10.401)
16
Blutbild
Leu 0.000
(14.913)
0.000 (-
4.721)
0.000 (-5.888) 20
Ery 0.000
(9.484)
0.016 (-2.629) 20
Gluc 0.000 (-
5.804)
0.004 (3.248) 0.000
(4.780)
19
Gluc_korr 0.000
(5.761)
0.023 (-
2.480)
0.000
(4.213)
19
Hb 0.000
(15.683)
20
Hct 0.000
(15.922)
0.023 (-2.470) 20
mcv 0.002
(3.532)
20
Herzkreislauf System
Max-3‘ 3‘-60‘ 60-120‘
HF 0.000
(25.213)
0.000
(14.558)
0.000 (4.580) 20
Legende:
M1-M2 = Veränderungen in Frühregeneration 2-45‘ n. Belastung
M2-M3 = Veränderungen in Mittelregeneration 45‘-60‘ n. Bel.
M3-M4 = Veränderungen in Später Regeneration 60‘-75‘ n. Bel.
M4-M5 = Veränderungen in sehr Später Regeneration 75‘-135‘ n.
Bel.
a basiert auf positive Ränge
b basiert auf negative Ränge
Fettdruck
=Parameter
nicht
hinreichend
Normalverteilt
Zusammenfassung der post hoc Prüfstatistik bei Par/Npar Verteilung t-
Test/Wilcoxon bzgl. vorausgegangenem sign. Zeiteffekt bei GLM/Friedman.
Darstellung der unabhängigen Parameter (linke Spalte) und Testpaarungen im
Zeitverlauf. Prüfergebnisse mit p und T bzw. Z Value () und Freiheitsgrade (df).
Npar Statistik fett.
Post hoc Gruppeneffekte bezüglich des Faktors „Leistungsgruppe“ bei Par/Npar
Verteilung t-Test/Mann Whitney-U bzgl. vorausgegangenem sign. Gruppeneffekt bei
GLM/Friedman Analyse. Darstellung der unabhängigen Parameter (linke Spalte) und
Prüfergebnisse mit p und T bzw. Z Value () und ggf. Freiheitsgrade df. Npar Statistik
fett.
Gruppeneffekte mäßig trainiert-gut trainiert
T-Test unabhängig
/ Mann Whitney-U
M1 M3 M4 M5
Pmax 0.004 (-3.274) 19
Prel 0.000 (-6.785) 19
T_fz 0.050 (2.093) 19 0.028 (2.378) 19
A2_pz 0.045 (Z-2.008)
Publikationen XXIII
12 Publikationen
Aus dem Inhalt der vorgelegten Arbeit wurden bislang Daten in Abhandlungen folgen-
der Quellen publiziert:
Originalarbeiten / BISp Jahresberichte / Lehrbücher ‘e-learning‘
1) Weiß M, Barthel T, Falke W, Junjea L, Geiß K. Influence of L-theanine on EEG cha-
racteristics and stress hormones during recovery from exercise stress. Journal
of Psychophysiology 2004 submitted;.
2) Barthel T, Schnittker R, Peters P, Siebel T², Liesen H, Weiß M. Führen Kreuzban-
drekonstruktionen zu Veränderungen im zentralen Nervensystem und in der
kortikalen Bewegungsplanung? In: Bülau P, Ed. Neurol Rehabil 2004, 10 (3), S.
130-136 Hippocampus Verlag.
3) Barthel T, Wehr T, Schnittker R, Mechau D, Liesen H, Weiß M. Auswirkungen von
unterschiedlich erschöpfenden Ergometerbelastungen auf das Elektroenze-
phalogramm (EEG) und Bereitschaftspotential (BP). In: Bülau P, Ed. Neurol
Rehabil 2002;8 (1), S. 23-28, Hippocampus Verlag.
4) Barthel T, Mechau D, Wehr T Schnittker R, Liesen H, Weiß M. Readiness potential
in different states of physical activation and after ingestion of taurine and/or
caffeine containing drinks. In: Lubec G, Herrera-Marschitz M, MacLeod CL, La
Jolla CA, Eds. Amino Acids 2001, 20 (1), S. 63-73.
5) Barthel T, Wange S, Weiss M, Liesen H. Exercise and Brain. E-learning-Kurs zu
Spomedial (Sportmedizin Interaktiv Lernen) / Sport im höheren Lebensalter. E-
learning-Kurs zu Spomedial. In: www.spomedial.de Jan. 2004.
6) Barthel T, Weiß M. Zentralnervöse Regulation im EEG nach erschöpfender Ergo-
meterbelastung in Abhängigkeit von der Ausdauerleistungsfähigkeit. In: Bun-
desinstitut für Sportwissenschaft, BISp-Jahrbuch 2002. S. 101-116
Publikationen XXIV
7) Barthel T, Weiß M. Untersuchungen zur Bedeutung des Bereitschaftspotentials (BP)
als psychophysiologischer Parameter im Sport. In: Bundesinstitut für Sportwis-
senschaft, BISp-Jahrbuch 1999.
Kongressbeiträge (abstracts)
8) Barthel T, Baumeister J, Liesen H, Weiß M. Zentralnervöse Regulation im EEG nach
erschöpfender Ergometerbelastung in Abhängigkeit von der Ausdauerleis-
tungsfähigkeit. Posterbeitrag 38. Kongress für Sportmedizin und Prävention
24.-27. Sept. 2003. In: Badtke G, Bittmann F, Böning D, Kittel R, Eds, Dtsch Z
Sportmed 2003, 54 Sonderheft (7-8), S. 68.
9) Reinsberger C, Herwegen H, Barthel T, Weiß M, Liesen H. Auswirkungen eines Re-
generations-Getränkes aus Pflanzenextraxten auf elektrodermale Aktivität. Pos-
terbeitrag 38. Kongress für Sportmedizin und Prävention 24.-27. Sept. 2003. In:
Badtke G, Bittmann F, Böning D, Kittel R, Eds, Dtsch Z Sportmed 2003, 54
Sonderheft (7-8), S. 80.
10) Barthel T, Schnittker R, Peters P, Baumeister J, Liesen H, Weiß M. Führen Kreuz-
bandrekonstruktionen zu Veränderungen im zentralen Nervensystem und korti-
kaler Bewegungsplanung? Posterbeitrag 38. Kongress für Sportmedizin und
Prävention 24.-27. Sept. 2003. In: Badtke G, Bittmann F, Böning D, Kittel R,
Eds, Dtsch Z Sportmed 2003, 54 Sonderheft (7-8), S. 62.
11) Barthel T, Schnittker R, Peters P, Baumeister J, Becker A, Liesen H, Weiß M.
Changes in cortical activity and movement-related-cortical-potentials (MRCPs)
during initial pedal-kicks on a cycle ergometer in patients after anterior cruciate
ligament reconstruction. Posterbeitrag. European Workshop of Movement Sci-
ence (EWOMS). 22-24 Mai 2003. In Schöllhorn, WI, Bohn C, Jäger JM, Scha-
per H, Alichmann (Hrsg.) European Workshop on Movement Science: Mecha-
nics, Physiology, Psychology. Book of Abstracts University of Münster Dep. of
Training and Movement Science, Buch und Strauss, Köln 2003. S. 90-1.
Publikationen XXV
12) Reinsberger C, Herwegen H, Barthel T, Weiß M, Liesen H. Effekte maximaler kör-
perlicher Belastung auf zentrales und sympathisches Nervensystem: Parallelen
zwischen Elektrosympathikographie und Elektroenzephalographie. Posterbei-
trag 37. Deutscher Kongress für Sportmedizin und Prävention 26-30 Sep. 2001.
In: Halle M, Ed. Dtsch Z Sportmed 2001, 52 Sonderheft (7-8), S. 71.
13) Barthel T, Schnittker R, Juneja LR, Geiß K-R, Liesen H, Weiß M.Regenerative
EEG-Veränderungen nach starker physischer Belastung unter Einfluß von L-
Theanin einer Aminosäure in Grünem Tee. Posterbeitrag 37. Deutscher Kon-
gress für Sportmedizin und Prävention 26-30 Sep. 2001. In: Halle M, Ed. Dtsch
Z Sportmed 2001, 52 Sonderheft (7-8), S. 92.
14) Weiß M, Barthel T, Schnittker R, Geiß KE, Falke W, Juneja LR. Correlations bet-
ween central nervous parameters and hormonal regulations during recovery
from physical stress are influenced by L-theanine. In Schaffer S, Fountoulakis
M, Lubec G (eds). Amino Acids 2001, 21: 62. 7th international Congress on
Amino Acids and Proteins, Vienna Austria August 6-10, 2001.
15) Barthel T, Schnittker R, Juneja LR, Geiß K-R, Liesen H, Weiß M. EEG-Changes in
humans during regeneration after heavy physical strain with the influence of L-
theanine; an amino acid in green tea. In Schaffer S, Fountoulakis M, Lubec G
(eds). Amino Acids 2001, 21: 59. 7th international Congress on Amino Acids
and Proteins Vienna Austria August 6-10, 2001.
16) Wehr T, Barthel T, Schnittker R, Mechau D, Weiß M, Liesen H. Auswirkungen von
unterschiedlich erschöpfenden Ergometerbelastungen auf das Elektroenze-
phalogramm (EEG) und Bereitschaftspotential (BP). In: Internationales Sympo-
sium „Exercise and Brain“ im Rahmen des Eröffnungskongresses „Dekade des
menschlichen Gehirns 2000“ auf dem Petersberg in Bonn.
17) Barthel T, Mechau D, Wehr T Schnittker R, Liesen H, Weiß M. Bereitschaftspoten-
tial (BP) nach unterschiedlich erschöpfenden Ergometerbelastungen und nach
Verabreichung von taurin- und/oder koffeinhaltigen Mischgetränken. In: Interna-
tionales Symposium „Exercise and Brain“ im Rahmen des Eröffnungskongres-
ses „Dekade des menschlichen Gehirns 2000“ auf dem Petersberg in Bonn.
Publikationen XXVI
18) Barthel T, Wehr T, Mechau D, Liesen H, Weiß M. Veränderungen im Spontan-EEG
und Bereitschaftspotential (BP) nach unterschiedlich erschöpfenden Ergome-
terbelastungen. In: Halle M, Ed. Dtsch Z Sportmed 1999, 50 Sonderheft, 11 Po-
sterbeitrag 36. Deutscher Kongress für Sportmedizin und Prävention 1999.
19) Barthel T, Wehr T, Mechau D, Liesen H, Weiß M. Variances in Spontaneous EEG
and Bereitschaftspotential (BP) after Cycle Ergometer Excercise of Various In-
tensities. In: Halle M, Ed. Int J Med 1999, 20, 6 Posterbeitrag 36th German
Congress of Sports Medicine and Prevention 1999.
Erklärung XXVII
Erklärung
Ich erkläre hiermit, dass ich die vorliegende Arbeit selbstständig verfasst und alle be-
nutzten Quellen und Hilfsmittel vollständig angegeben habe. Die Arbeit wurde bisher
weder im In- noch im Ausland in gleicher oder ähnlicher Form einer anderen Prüfungs-
behörde vorgelegt.
Die geltende Promotionsordnung des ehemaligen Fachbereichs 2 Erziehungswissen-
schaft, Psychologie und Sportwissenschaft (heute Fakultät für Naturwissenschaften)
der Universität Paderborn ist mir bekannt.
Ich versichere, dass ich nach bestem Wissen die reine Wahrheit gesagt und nichts
verschwiegen habe.
Paderborn, am 24.05.2005 Thorsten Barthel