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[en] (orig)
Universität Ulm | 89069 Ulm | Germany Fakultät für
Ingenieurwissenschaften,
Informatik und
Psychologie
Institut für Datenbanken
und Informationssysteme
Konzeption und Realisierung einer
Webanwendung zur Erstellung von
klinischen Studien
Bachelorarbeit an der Universität Ulm
Vorgelegt von:
Rebecca Knoll
Gutachter:
Prof. Dr. Manfred Reichert
Betreuer:
Dr. Johannes Schobel
2019
Fassung 27. Oktober 2019
c
2019 Rebecca Knoll
This work is licensed under the Creative Commons. Attribution-NonCommercial-ShareAlike 3.0
License. To view a copy of this license, visit http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/
or send a letter to Creative Commons, 543 Howard Street, 5th Floor, San Francisco, California,
94105, USA.
Satz: PDF-L
A
TEX2ε
Kurzfassung
Studien sind sowohl in der Psychologie als auch in der medizinischen Forschung relevant,
um Medikamente, Therapien und andere Verfahren zu testen. Diese Studien werden oft
von Ärzten und Psychologen an dritte Personen oder Unternehmen in Auftrag gegeben.
Da dies jedoch teuer und zeitaufwendig ist, wäre es einfacher, wenn die Studienleiter
ihre Studien selbst erstellen könnten. Da die Digitalisierung heutzutage eine immer
größer werdende Rolle spielt, ist es sinnvoll, die Studien digital erstellen, bearbeiten
und durchführen zu können. Die Studienleiter verfügen oft über keine oder nur wenig
IT-Kenntnisse. Demnach muss die Studienkonfiguration intuitiv bedienbar sein und mit
Mitteln umgesetzt werden, die jeder aus seinem digitalen Alltag kennt.
Im Rahmen dieser Arbeit wird aufbauend auf den genannten Aspekten ein Prototyp
eines Studiengenerators entworfen und umgesetzt. Dieser zielt darauf ab, dass Studien-
leiter über eine Webanwendung eine Studie erstellen, bearbeiten und veröffentlichen
können. In dieser Anwendung soll es ebenfalls möglich sein, eine Studie mit den Teil-
nehmern durchzuführen. Dafür wird die Anwendung in zwei Bereiche gesplittet. Die
Antragsstellung an die Ethikkommission und die Auswertung der Studie sind ebenfalls
Bestandteil des Studiengenerators. Das Ziel der Arbeit ist es, die Studienerstellung und
-durchführung für Studienleiter ohne IT-Kenntnisse so einfach wie möglich zu gestalten,
um die Kosten- sowie Zeitfaktoren gering zu halten. Da die Anwendung über einen
Web-Browser bedienbar sein soll, wird auch keine Installation notwendig sein.
iii
Danksagung
An dieser Stelle möchte ich mich bei all denjenigen bedanken, die mich während der
Erstellung dieser Abschlussarbeit unterstützt und motiviert haben.
Insbesondere möchte ich mich bei meinem Betreuer Dr. Johannes Schobel bedanken,
der meine Bachelorarbeit betreut und mich durch seine hilfreiche Anregungen und
konstruktive Kritik unterstützt hat.
v
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 1
1.1 Struktur der Arbeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2
2 Grundlagen 3
2.1 Studien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
2.2 Ethikanträge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4
2.3 QuestionSys . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
3 Konzept 7
3.1 Anforderungsanalyse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
3.1.1 Funktionale Anforderungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
3.1.2 Nicht-funktionale Anforderungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
3.1.3 Technische Anforderungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15
3.2 Entwurf der Anwendung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16
4 Umsetzung 23
4.1 Dialogfluss . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23
4.2 Studiengenerator . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25
4.2.1 Ansicht als Studienleiter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26
4.2.2 Ansicht als Teilnehmer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33
5 Zusammenfassung 37
5.1 Ausblick . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38
Abbildungsverzeichnis 41
vii
1
Einleitung
Sowohl in der medizinischen Forschung, als auch in der Psychologie sind Studien
notwendig, um Medikamente, Therapien und sonstige Verfahren zu testen. Da die Di-
gitalisierung eine immer größere Rolle spielt, soll es möglich sein eine Studie digital
planen, erstellen und durchführen zu können. Die Verwaltung von Studien wird somit um
einiges einfacher und die Bearbeitung weniger anfällig für Fehler. Zu einer Studie gehört
nicht nur die Erstellung von Fragebögen, sondern auch die gesamte Studienplanung,
Einreichung eines Ethikantrages, Durchführung und die Auswertung der Studie. Ärzte
und Psychologen benötigen meist Hilfe von Personen oder externen Unternehmen, die
spezialisiert auf die Erstellung von Studien sind. Dies ist jedoch oft sehr zeitintensiv und
teuer.
Daraus entwickelte sich das Ziel, dass Studienleiter die Studien selbstständig planen
und erstellen können. Dabei soll darauf geachtet werden, dass keine IT-Vorkenntnisse
benötigt werden, die Konfiguration der Studien relativ simpel strukturiert und die An-
wendung intuitiv bedienbar ist. Mit diesem Ansatz wird in dieser Abschlussarbeit ein
Prototyp eines Studiengenerators entworfen und umgesetzt, welcher diese Kriterien
erfüllen soll. Da Personen ohne IT-Vorkenntnisse die Anwendung bedienen können
sollen, ist eine Umsetzung als Webanwendung sinnvoll. Diese erfordert keine Installation.
Webanwendungen sind heutzutage im Alltag üblich und damit auch für IT-Laien gut
anwendbar.
Da die Digitalisierung der Fragebögen bereits durch das „QuestionSys-Framework“ ge-
geben ist, wird dies kein Bestandteil dieser Abschlussarbeit sein. Einzig die Verknüpfung
mit dem Framework ist für den Studiengenerator vorgesehen. Für die Analyse und
Auswertung der Studien sollen die entsprechenden Daten exportiert werden können.
1
1 Einleitung
Ethikanträge sind für Studien essenziell wichtig. Für die Einreichung an die Ethikkommis-
sion werden einige Dokumente benötigt, welche oft mühsam zusammengestellt werden
müssen. Um dies zu vereinfachen, sollen die benötigten Dokumente in der Anwendung
heruntergeladen werden können.
Allgemein soll es die Anwendung erleichtern, Studien ohne weitere Hilfe zu erstellen und
durchzuführen. Dies soll Geld und Zeit sparen und Fehler verhindern, welche bei einer
Übertragung von Papier zu digital auftreten können. Wichtig dabei ist, den Datenschutz
der Teilnehmer zu jedem Zeitpunkt zu gewährleisten.
1.1 Struktur der Arbeit
Die Arbeit wird in folgende Kapitel unterteilt. Zu Beginn werden in Kapitel 2 die Grundla-
gen, die für das Verständnis notwendig sind, definiert. Zunächst werden Studien genauer
erläutert (siehe Kapitel 2.1). Hierbei wird zwischen zwei Studienarten unterschieden und
erklärt, wofür Studien eingesetzt werden. Als nächstes wird erläutert, warum Ethikanträ-
ge (siehe Kapitel 2.2) wichtig sind und welche Unterlagen benötigt werden. Zuletzt wird
in dem Kapitel noch das „QuestionSys-Framework“ kurz vorgestellt. In Kapitel 3 wird
das Konzept des Studiengenerators dargestellt. Zuerst wird eine Anforderungsanalyse
durchgeführt (siehe Kapitel 3.1), in der die Anforderungen an das System formuliert
werden und der Entwurf der Anwendung (siehe Kapitel 3.2) wird anhand von Skizzen
erklärt. Das Kapitel 4 beschäftigt sich mit der Umsetzung des Prototypen. Als Erstes
wird der Dialogfluss der Anwendung beschrieben (siehe Kapitel 4.1). Anschließend wird
anhand von Screenshots der umgesetzte Prototyp vorgestellt (siehe Kapitel 4.2). Im letz-
ten Kapitel 5 werden die Ergebnisse der Entwicklung des Prototypen zusammengefasst.
In Kapitel 5.1 wird beschrieben, wie eine Weiterentwicklung aussehen könnte.
2
2
Grundlagen
Dieses Kapitel gibt einen kurzen Überblick über die Grundlagen, welche für das Verständ-
nis der Anwendung nützlich sind. Hierbei wird allgemein auf verschiedene Studienarten,
Ethikanträge und die „QuestionSys-Anwendung“ [1] eingegangen.
2.1 Studien
Studien können für viele Zwecke eingesetzt werden. Diese Abschlussarbeit bezieht
sich jedoch auf die medizinische Forschung. Vor allem bei Arzneimittelstudien ist es
wichtig, sich an das Regelwerk der „Guten Klinischen Praxis“ (GCP) [
2
] zu halten. Dieses
Regelwerk bildet zusammen mit dem Arzneimittelgesetz eine gesetzliche Grundlage für
die Durchführung solcher Studien. Seit einigen Jahren wird auch eine GCP-konforme
Durchführung für Studien gefordert, die nicht unter das Arzneimittelgesetz fallen.
Aus der durchgeführten Recherche geht hervor, dass es unterschiedliche Arten von
Studien gibt. Im Folgenden werden zwei Studientypen nach Pigeot et al. [3] erläutert.
Zum einen gibt es Registerstudien, welche Daten in anonymisierter Form in einer Da-
tenbank für statistische Auswertung sammeln. Diese Studien werden meist in einem
festgelegten Gebiet und Zeitraum durchgeführt und dienen im Normalfall der Beantwor-
tung wissenschaftlicher Fragen zur Versorgungsforschung.
Ein weiterer Studientyp beschreibt die Interventionsstudien. Hierbei wird gezielt unter-
sucht, wie die Einführung eines Medikamentes die erkrankten Probanden beeinflusst. In
solchen Studien ist der Aufbau von Anfang an bekannt und es wird genau vorgegeben,
welche Teilnehmer in Frage kommen (durch Ein- und Ausschlusskriterien festgelegt).
Meist werden die Teilnehmer in mehrere Gruppen aufgeteilt. So kann die Studie als
3
2 Grundlagen
Doppelblindstudie oder Einfachblindstudie durchgeführt werden. Bei der Doppelblindstu-
die weiß der Forscher und der Teilnehmer nicht, in welcher Gruppe sich der Teilnehmer
befindet. In der Einfachblindstudie weiß nur der Teilnehmer nicht Bescheid.
Interventionsstudien lassen sich laut des GCP-Regelwerkes in „Efficacy“- und „Effective-
ness“-Studien einteilen [
2
]. Für die Einteilung ist das „PRECIS-wheel“ von Thorpe et al.
[
4
] hilfreich, welches die Studie nach 10 Kriterien einordnet. Die Hauptunterschiede sind,
dass „Efficacy“-Studien objektiv betrachtet werden und die „Effectiveness“-Studien eher
patientenorientiert sind.
2.2 Ethikanträge
Bei Studien, welche die medizinische Forschung am Menschen betreffen, ist laut Ge-
sundheitsschutz [
3
,
5
] Voraussetzung, dass eine Ethikkommission die Unbedenklich-
keit dieser Studie überprüft [
6
]. Hierzu wird ein Ethikantrag gestellt, welcher bei der
Ethikkommission eingereicht wird. Die einzureichenden Unterlagen sind nicht bei jeder
Ethikkommission gleich, daher muss zuvor bei der jeweiligen Ethikkommission (z.B. [
7
,
Universität Ulm]) abgefragt werden, welche Unterlagen benötigt werden. Jedoch werden
im Normalfall folgende Unterlagen mindestens erwartet:
Art und Name der Studie inkl. Studienleiter, Mitarbeiter und zuständiges Institut
Beschreibung und Grund der Studie
Informationen zum Schutz der Teilnehmer z.B. Einwilligungserklärung, Daten-
schutz [8, 9, 10]
Fragebogen und sonstige Informationen zur Studie
Angaben zur weiteren Auswertung der Studie
Insgesamt ist es laut Gesundheitsschutz [
3
] und der „Good Clinical Practice“ [
2
] notwen-
dig, den Aufbau der Studie über ein Studienprotokoll deutlich zu machen. Hierbei ist
die Rede von der Zielsetzung über Planung und Ausführung, bis hin zur Auswertung
der Studie. Wenn die Studie nicht protokollgerecht durchgeführt wird und daher das
Studienprotokoll verletzt wird, kann es zum Abbruch der Studie kommen [2].
4
2.3 QuestionSys
Anhand des Ethikantrags kann die Kommission feststellen, ob die Zielsetzung und
Durchführung der Studie zusammenpassen und der Schutz der Teilnehmer zu jedem
Zeitpunkt gewährleistet wird [
6
,
10
]. Erst wenn der Ethikantrag genehmigt wurde, darf
die Studie durchgeführt werden.
2.3 QuestionSys
Um die Daten einer Studie zu erfassen ist es notwendig, Fragebögen erstellen und
auswerten zu können. Dies ist jedoch kein direkter Bestandteil des im Rahmen die-
ser Arbeit entworfenen Studiengenerators. Hierfür gibt es bereits das „QuestionSys-
Framework“ [
11
]. Dieses Framework ermöglicht es, Instrumente wie Fragebögen, welche
größtenteils noch papierbasiert und mit viel Aufwand verbunden sind, zu digitalisieren
[
12
]. Einer der Hauptaspekte für dieses Framework ist, dass auch Personen ohne IT-
Kenntnisse in der Lage sind, ein Instrument zur Datenerhebung ohne Hilfe erstellen zu
können [
1
]. Darüber hinaus soll es möglich sein, dieses Instrument ohne die Hilfe eines
IT-Experten auf einem mobilen Endgerät zur Verfügung zu stellen [13].
Ein weiterer Aspekt für die digitale Bearbeitung der Fragebögen ist die geringere Feh-
leranfälligkeit [
14
]. Da die Digitalisierung der papierbasierten Fragebögen wegfällt, wird
eine fehlerhafte Übertragung der Daten ausgeschlossen.
5
3
Konzept
In diesem Kapitel wird das grundlegende Konzept des zu entwerfenden Studienge-
nerators erläutert. Hierbei wird zuerst eine Anforderungsanalyse durchgeführt und
anschließend der Entwurf mithilfe von Skizzen vorgestellt.
3.1 Anforderungsanalyse
Um ein funktionierendes und benutzerfreundliches System zu gewährleisten ist es not-
wendig, Anforderungen an das System zu definieren [
15
]. Diese sind in funktionale,
nicht-funktionale und technische Anforderungen unterteilt. Unter funktionalen Anforde-
rungen versteht man konkrete Funktionen, die ein System beinhalten soll. Die nicht-
funktionalen Anforderungen sind dagegen Attribute, die meist zur Benutzerfreundlichkeit
beitragen. Bei technischen Anforderungen handelt es sich weniger um Anforderungen
an die Anwendung direkt, sondern an die Systemumgebung. Im folgenden Abschnitt
werden diese Anforderungen für den Studiengenerator spezifiziert.
Die Anforderungen werden immer mit einer eindeutigen Identifikationsnummer gekenn-
zeichnet. Für jede Anforderung gibt es eine kurze Beschreibung der Funktion und eine
Begründung, warum diese wichtig ist. Außerdem wird jeder Anforderung ein Benutzer
(Studienleiter, Teilnehmer) zugeordnet. Die Priorität gibt an, wie wichtig die Umsetzung
der Anforderung ist. Dabei steht ’++’ für sehr wichtig, ’+’ für wichtig, ’0’ ist optional und ’-’
sind Extras, welche nicht unbedingt notwendig sind.
Für diesen Prototypen wurden noch keine Extra-Anforderungen spezifiziert.
7
3 Konzept
3.1.1 Funktionale Anforderungen
FA1 Attribute der Studie:
ID FA1.1
Titel Studienname
Beschreibung
Der Studienleiter soll einen Studiennamen festlegen können.
Benutzer Studienleiter
Priorität ++
ID FA1.2
Titel Teilnehmeranzahl
Beschreibung
Der Studienleiter soll die Teilnehmeranzahl festlegen können.
Diese unterscheidet sich von Studie zu Studie.
Benutzer Studienleiter
Priorität ++
ID FA1.3
Titel Beschreibung der Studie
Beschreibung
Der Studienleiter soll eine textuelle Beschreibung der Studie
eingeben können.
Benutzer Studienleiter
Priorität ++
ID FA1.4
Titel Startpunkt
Beschreibung
Der Studienleiter soll den Startpunkt der Studie festlegen
können. Dies erfolgt über die Wahl eines geeigneten Datums.
Benutzer Studienleiter
Priorität ++
8
3.1 Anforderungsanalyse
ID FA1.5
Titel Fixes/variables Ende
Beschreibung
Der Studienleiter soll zwischen einem fixen und variablen
Ende der Studie bestimmen können. Dies ist abhängig von
der Studienart.
Benutzer Studienleiter
Priorität ++
ID FA1.6
Titel Fixer Endpunkt
Beschreibung
Für den Fall eines festen Endpunktes der Studie, muss der
Studienleiter den Endpunkt festlegen können.
Benutzer Studienleiter
Priorität ++
ID FA1.7
Titel Dauer einer Studie
Beschreibung
Für den Fall eines variablen Endpunktes der Studie, muss
der Studienleiter die Dauer der Studie festlegen können.
Benutzer Studienleiter
Priorität ++
FA2 Profil:
ID FA2.1
Titel Profildaten
Beschreibung
Der Studienleiter soll die eigenen Profildaten einsehen und
bearbeiten können.
Benutzer Studienleiter
Priorität ++
9
3 Konzept
ID FA2.2
Titel Login
Beschreibung
Der Nutzer soll sich über einen Login-Dialog anmelden kön-
nen. Dabei soll zwischen Studienleiter und Teilnehmer unter-
schieden werden. Die Unterscheidung soll zu verschiedenen
Bereichen der Anwendung führen.
Benutzer Studienleiter, Teilnehmer
Priorität ++
ID FA2.3
Titel Logout
Beschreibung Der Nutzer soll sich von der Anwendung abmelden können.
Benutzer Studienleiter, Teilnehmer
Priorität ++
ID FA2.4
Titel Teilnehmerdaten
Beschreibung
Der Teilnehmer soll die studienrelevanten Daten im eigenen
Profil einsehen und bearbeiten können.
Benutzer Teilnehmer
Priorität ++
ID FA2.5
Titel Validität der Daten
Beschreibung
Die eingegeben Daten der Teilnehmer sollen auf ihre Validität
überprüft werden. So soll sichergestellt werden, dass Daten
richtig eingegeben und nur korrekte Daten weiterverarbeitet
werden.
Benutzer Teilnehmer
Priorität 0
10
3.1 Anforderungsanalyse
ID FA3
Titel Teilnehmerinformationen
Beschreibung
Der Studienleiter soll alle wichtigen Informationen über die
einzelnen Teilnehmer einsehen können. Somit weiß der Stu-
dienleiter, welche Kriterien die Teilnehmer erfüllen.
Benutzer Studienleiter
Priorität +
ID FA4
Titel Einladung der Teilnehmer
Beschreibung
Der Studienleiter soll Teilnehmer zur Studie einladen können.
Die Einladung erfolgt ausschließlich über E-Mail.
Benutzer Studienleiter
Priorität +
ID FA5
Titel Ein- und Ausschlusskriterien
Beschreibung
Der Studienleiter soll Kriterien für die Studie festlegen kön-
nen, welche Teilnehmer zur Studie zulassen oder ausschlie-
ßen. Somit können Teilnehmer, welche nicht für die Studie
geeignet sind, aussortiert werden.
Benutzer Studienleiter
Priorität ++
ID FA6
Titel Kennzeichnung der Teilnehmer nach Ausschluss
Beschreibung
Teilnehmer, welche von einer Studie ausgeschlossen wer-
den, sollen dem Studienleiter durch eine Markierung sichtbar
gemacht werden. Somit behält der Studienleiter stets die
Übersicht über die Teilnehmer einer Studie.
Benutzer Studienleiter
Priorität +
11
3 Konzept
ID FA7
Titel Fragebogen
Beschreibung
Um Fragebögen für die Studie zu erstellen, soll der Studien-
leiter zum „QuestionSys-Framework“ weitergeleitet werden.
Die Erstellung der Fragebögen ist kein direkter Teil dieser
Abschlussarbeit.
Benutzer Studienleiter
Priorität +
ID FA8
Titel Ethikantrag
Beschreibung
Die für einen Ethikantrag benötigten Dokumente sollen in
der Anwendung verfügbar sein und heruntergeladen werden
können.
Benutzer Studienleiter
Priorität ++
ID FA9
Titel Ergebnisse
Beschreibung
Die Ergebnisse einer Studie sollen exportiert werden können,
um sie mit einem geeigneten Auswertungstool darzustellen.
Benutzer Studienleiter
Priorität 0
ID FA10
Titel Studienübersicht
Beschreibung
Der Studienleiter soll seine erstellten Studien in einer Über-
sicht einsehen können.
Benutzer Studienleiter
Priorität ++
12
3.1 Anforderungsanalyse
ID FA11
Titel Bearbeitung von Studien
Beschreibung
Der Studienleiter kann die bereits erstellten Studien jederzeit
wieder bearbeiten. Somit können spätere Änderungen in
einer Studie eingearbeitet werden, ohne dass die Studie neu
angelegt werden muss.
Benutzer Studienleiter
Priorität ++
ID FA12
Titel Studienübersicht Teilnehmer
Beschreibung
Der Teilnehmer soll alle Studien, an welchen er teilnimmt bzw.
teilgenommen hat, in einer Übersicht einsehen können.
Benutzer Teilnehmer
Priorität ++
ID FA13
Titel Navigation
Beschreibung
Die Navigation soll übersichtlich und einfach strukturiert sein.
Personen ohne IT-Kenntnisse sollen die Anwendung leicht
bedienen können.
Benutzer Studienleiter, Teilnehmer
Priorität ++
ID FA14
Titel Sprache
Beschreibung
Die verwendete Sprache ist Englisch, da Englisch eine inter-
nationale Sprache ist und meist in der Forschung verwendet
wird.
Benutzer Studienleiter, Teilnehmer
Priorität ++
13
3 Konzept
3.1.2 Nicht-funktionale Anforderungen
ID NFA1
Titel Benutzbarkeit
Beschreibung
Die Anwendung soll ohne Vorkenntnisse einfach und intui-
tiv bedienbar sein. Somit soll sichergestellt werden, dass
auch Personen, welche keine IT-Vorkenntnisse besitzen die
Anwendung einfach bedienen können.
Priorität ++
ID NFA2
Titel Verfügbarkeit
Beschreibung
Die Anwendung soll jederzeit für die Erstellung und Durch-
führung von Studien erreichbar sein.
Priorität ++
ID NFA3
Titel Zuverlässigkeit
Beschreibung Die Anwendung soll zuverlässig und fehlerfrei arbeiten.
Priorität ++
ID NFA4
Titel Erweiterbarkeit
Beschreibung
Die Anwendung soll ohne größere Schwierigkeiten erweiter-
bar sein. Somit können schnell Änderungen vorgenommen
werden.
Priorität +
ID NFA5
Titel Effizienz
Beschreibung
Die Erstellung einer Studie soll ohne viel Aufwand möglich
sein.
Priorität ++
14
3.1 Anforderungsanalyse
3.1.3 Technische Anforderungen
Die technischen Anforderungen werden für die Implementierung als Webanwendung
spezifiziert. Daher werden diese für den Prototyp noch nicht umgesetzt.
ID TA1
Titel Verwendbarkeit
Beschreibung
Die Webanwendung soll auf mehreren Browsern verfügbar
sein und darauf fehlerfrei laufen.
Priorität ++
ID TA2
Titel Systemunabhängigkeit
Beschreibung
Die Anwendung soll unabhängig vom System fehlerfrei lau-
fen.
Priorität ++
ID TA3
Titel Programmiersprache
Beschreibung
Die Webanwendung soll in TypeScript mit dem Framework
Angular umgesetzt werden.
Priorität ++
ID TA4
Titel Endgerät
Beschreibung
Die Webanwendung wird für den PC (Personal Computer)
konzipiert und umgesetzt.
Priorität ++
15
3 Konzept
3.2 Entwurf der Anwendung
Mithilfe der Anforderungen aus der Analyse (siehe Kapitel 3.1) lässt sich nun ein Konzept
für die Webanwendung erstellen. Zuerst wurden Skizzen angefertigt, welche das Grund-
konzept widerspiegeln. Hierbei wurde vor allem auf Übersichtlichkeit und Konsistenz
geachtet.
Um sich zur Webanwendung anmelden zu können, müssen die Daten im Login-Bereich
eingegeben werden, hierbei wird zwischen Teilnehmer und Studienleiter unterschieden.
Dies wird, wie in der folgenden Abbildung 3.1 zu sehen ist, über einen Button umgesetzt.
Ansonsten ist der Login-Bereich relativ einfach strukturiert.
Abbildung 3.1: Login der Webanwendung
Nach der Anmeldung als Studienleiter wird der
Home
-Bildschirm aufgerufen (siehe Abbil-
dung 3.2). Dieser wird als Dashboard umgesetzt, da dies für eine gute Übersichtlichkeit
sorgt.
Um eine Studie zu erstellen sind 4 grundsätzliche Schritte zu befolgen. Zuerst wird das
16
3.2 Entwurf der Anwendung
Design der Studie erstellt, welches unter anderem die Attribute der Studie (Studienname,
Art der Studie etc.) enthält.
Daraufhin wird der Fragebogen erstellt, welcher jedoch kein direkter Bestandteil dieser
Webanwendung ist. Dies geschieht über die externe Anwendung „QuestionSys“ [
1
]. Im
nächsten Schritt lässt sich festlegen, wie die Studienergebnisse als Statistik ausgewertet
werden sollen. Hierbei können die gesammelten Ergebnisse exportiert werden, um
diese auswerten zu lassen. Unter dem Punkt
Ethics Request
können die gesammelten
Dokumente für einen Ethikantrag eingesehen und heruntergeladen werden.
Diese Schritte zur Erstellung einer Studie können über die 4 Karten erreicht werden, die
in der Skizze in Abbildung 3.2 zu sehen sind.
Unter den Karten kann z.B. eine Statistik einer bereits erstellten Studie dargestellt
werden. Am linken Rand ist eine zusätzliche Navigation um durch die Webseite zu
navigieren. Hierbei kann die Übersicht der Statistiken bzw. die Übersicht aller bereits
erstellten Studien erreicht werden. Oben rechts gibt es die Möglichkeit, die eigenen
Profildaten einzusehen und zu ändern bzw. sich von der Webseite abzumelden.
Abbildung 3.2: Home-Screen der Anwendung aus Sicht des Studienleiters
17
3 Konzept
Der Button
View Details
in der Karte
Design
führt zum ersten Schritt der Konfiguration
der Studie. Hier wird zuallererst das Grundgerüst der Studie erstellt.
Zuerst werden die Attribute der Studie wie Studienname, -beschreibung, Teilnehmeran-
zahl, Beginn und Ende der Studie etc., wie in Abbildung 3.3 zu sehen ist, angegeben.
Sobald alle Attribute eingegeben wurden, führt der
Continue
-Button zum nächsten
Schritt.
Abbildung 3.3: Konfiguration der Attribute einer Studie
Als nächstes können, wie in Abbildung 3.4 dargestellt, Teilnehmer zur Studie eingeladen
werden. Die bereits angemeldeten Teilnehmer werden über einzelne Karten dargestellt
und aufgelistet.
Die Teilnehmer werden über eine Teilnehmerkarte mit den wichtigsten Informationen
abgebildet. Über den Button innerhalb der Karte werden weitere Informationen der
Person angezeigt. Der Continue-Button führt wieder zur nächsten Seite.
18
3.2 Entwurf der Anwendung
Abbildung 3.4: Teilnehmer der Studie
Meldet sich ein Teilnehmer an, wird dieser zu einer vereinfachten Version der Anwendung
weitergeleitet (siehe Abbildung 3.5). Teilnehmer sehen nur ihr eigenes Profil mit allen
Daten, die sie auch bearbeiten können und Studien, an denen sie bereits teilgenommen
haben bzw. noch teilnehmen werden.
Diese beiden Unterseiten sind über die Navigation am linken Rand erreichbar.
Das Profil der Teilnehmer ist relativ einfach aufgebaut. Der Nutzer kann ein Profilbild
hochladen und seine persönlichen Daten einsehen und bearbeiten. Dabei sind die
Eingabefelder je nach Eingabeart definiert, z.B. stehen für die Eingabe des Alters und
Geschlechts Dropdown-Menüs zur Verfügung.
19
3 Konzept
Abbildung 3.5: Profilansicht aus Sicht des Teilnehmers
Die Übersicht der Studien ist beim Teilnehmer ähnlich strukturiert wie beim Studienleiter.
Diese ist unterteilt in aktuelle Studien und abgeschlossene Studien, an welchen der
Teilnehmer bereits teilgenommen hat. Wie in Abbildung 3.6 zu sehen ist, werden die
einzelnen Studien wieder als Karten visualisiert. Via
Join
oder
View
in den Karten lassen
sich weitere Informationen der jeweiligen Studien einsehen.
Das Konzept des Studiengenerators wurde so entworfen, dass die Navigation und das
Design konsistent durchgesetzt ist. Zum Beispiel treten Karten immer wieder auf und
die Navigation ist bei Teilnehmer und Studienleiter sehr ähnlich.
20
3.2 Entwurf der Anwendung
Abbildung 3.6: Studienübersicht aus Sicht des Teilnehmers
21
4
Umsetzung
In diesem Kapitel wird der im Rahmen dieser Abschlussarbeit entworfene Studien-
generator als Prototyp vorgestellt. Dafür wird zuerst der Dialogfluss der Anwendung
beschrieben und anschließend die einzelnen Funktionen anhand von Screenshots der
einzelnen Unterseiten des Prototyps erläutert. Der Prototyp wurde mithilfe des Bootstrap-
Frameworks in HTML, CSS und JavaScript erstellt. Da es sich um einen Prototyp handelt,
wurden noch nicht alle Funktionen implementiert.
4.1 Dialogfluss
In der folgenden Abbildung 4.1 wird der Dialogfluss der Webanwendung veranschaulicht.
Hierbei ist ersichtlich, dass die Anwendung grundlegend in zwei Bereiche aufgeteilt
ist. Beim Login wird entschieden, welcher Bereich aufgerufen wird. Wenn sich der
Studienleiter anmeldet, wird der Bereich des Studienleiters aufgerufen, in der Studien
erstellt, bearbeitet und angesehen werden können. Die Navigation der Seite ist relativ
einfach aufgebaut, es gibt drei große Navigationspunkte
(Home, Charts, Studies)
. Der
wichtigste Teil ist jedoch
Home
, hier sind die vier entscheidenden Punkte zur Konfigura-
tion einer Studie via Dashboard-Navigation erreichbar. Unter dem Punkt
Design
sind
die grundlegenden Daten einer Studie einzustellen. Dort wird man von
Attributes
über
Participants
nach
Inclusion and Exclusion Criteria
wieder zu
Home
weitergeleitet. Über
Questionnaire
wird der Nutzer zu einem externen Link des „QuestionSys-Framework“
weitergeleitet, um den Fragebogen zu konfigurieren. In
Ethical Approval
kann der Nutzer
Daten für einen Ethikantrag herunterladen.
Unter dem Punkt
Charts
findet der Nutzer Statistiken vergangener Studien bzw. Studi-
23
4 Umsetzung
endaten zum Export. In
Studies
kann der Studienleiter abgeschlossene und laufende
Studien einsehen.
Wenn die Anwendung als Teilnehmer aufgerufen wird, bekommt der Nutzer eine verein-
fachte Version. In diesem Bereich gibt es nur zwei Navigationspunkte
(Profile, Studies)
.
Der Teilnehmer kann seine eigenen Daten unter
Profile
einsehen und bearbeiten. Au-
ßerdem kann er unter dem Punkt
Studies
an Studien teilnehmen und abgeschlossene
Studien einsehen, an denen er schon teilgenommen hat.
Abbildung 4.1: Dialogfluss der Webanwendung
24
4.2 Studiengenerator
4.2 Studiengenerator
Zu Beginn sieht der Benutzer ein Login-Fenster (siehe Abbildung 4.2), in dem er sich
entscheidet, ob er sich als Teilnehmer oder Studienleiter anmelden möchte. Falls der
Nutzer noch keinen Account für diese Anwendung besitzt, kann er sich über
Register an
Account
einen Account anlegen. Falls der Nutzer sein Passwort vergessen hat, kann er
dieses über Forgot Password? zurücksetzen.
Abbildung 4.2: Login des Studiengenerators
25
4 Umsetzung
4.2.1 Ansicht als Studienleiter
Dieser Abschnitt zeigt die Anwendung aus Sicht des Studienleiters. Dieser soll Studien
erstellen, bearbeiten und veröffentlichen können.
Nach Anmeldung als Studienleiter wird das Dashboard (siehe Abbildung 4.3) der Anwen-
dung aufgerufen. Die Navigation der Webanwendung ist relativ einfach strukturiert, damit
sie intuitiv bedienbar ist. Es gibt drei verschiedene Navigationsarten, welche anhand der
Abbildung 4.3 erläutert werden.
Am linken Rand (1) befindet sich die Hauptnavigation der Seite. Diese ist als einklapp-
bare „Sidebar“ umgesetzt. Dort gelangt man zum
Home
-Bildschirm, der momentan
angezeigt wird, zur
Charts
Unterseite und zur Übersicht der bereits erstellten Studien.
Die zweite Navigation (2) ist eine sogenannte „Breadcrumb“ Navigation. Diese ermög-
licht es, auf vorherige Schritte nochmals zugreifen zu können. Außerdem hat der Nutzer
einen besseren Überblick, wo er sich gerade befindet.
Die dritte Navigationsmöglichkeit (3) sind die „Cards“, welche bei einem Dashboard
sehr typisch sind. In diesem Studiengenerator sind die vier Karten auf der Hauptseite
die wichtigsten Schritte zum Erstellen und Verwalten einer Studie. Zusätzlich wird auf
dem Dashboard ein Beispieldiagramm angezeigt, wie eine Auswertung einer Studie
aussehen könnte. Durch Klick auf das Profilbild oben rechts öffnet sich ein Dialog, über
welchen sich der Nutzer von der Anwendung abmelden kann. In der fertigen Anwendung
werden hier zusätzlich noch Einstellungen und das Aktivitätsprotokoll zu finden sein.
Der erste Schritt zur Erstellung einer Studie ist der grundlegende Aufbau der Studie,
dieser ist über die Karte
Design
auf dem Dashboard erreichbar. Zuerst werden die
Attribute (siehe Abbildung 4.4) einer Studie festgelegt. Der Nutzer kann hier die Daten,
wie Name und Beschreibung der Studie, Anzahl der Teilnehmer, Art der Studie (fixes
oder variables Ende) und Start- und Enddatum der Studie festlegen. Hierfür wurden
die jeweiligen Felder dem Inhalt entsprechend ausgewählt, z.B. gibt es bei Start- und
Enddatum ein Kalenderwidget, welches die Eingabe des Datums erleichtert. Die Attribut-
Unterseite wurde nahe am Entwurf (Abbildung 3.3) gehalten.
Durch Klick auf den Button
Continue
wird der Nutzer direkt zum nächsten Schritt, wie in
Abbildung 4.5 zu sehen ist, weitergeleitet. Hier können Teilnehmer, durch die Eingabe
26
4.2 Studiengenerator
Abbildung 4.3: Dashboard der Anwendung
der E-Mail im Textfeld, zu einer Studie eingeladen werden. Nach der Eingabe werden
die E-Mails nach Betätigung der Eingabe-Taste in getrennten Tags dargestellt (siehe
Abbildung 4.5 oben), welche wieder gelöscht werden können. Teilnehmer, die bereits
zur Studie angemeldet sind, werden darunter als Teilnehmerkarte angezeigt. Auf der
Karte sind Bild
1
, Name und die wichtigsten Informationen des Teilnehmers zu sehen.
Für weitere Informationen klickt der Nutzer auf den Button
View Details
innerhalb der
Karte. Es öffnet sich ein modaler Dialog (siehe Abbildung 4.6), welcher die kompletten
Informationen über den Teilnehmer enthält.
Da nicht alle Teilnehmer bei einer Studie die Kriterien zur Teilnahme erfüllen können
werden im nächsten Schritt die Ein- und Ausschlusskriterien festgelegt (siehe Abbildung
4.7). Hier können so viele Kriterien festgelegt werden, wie benötigt werden, um die Teil-
nehmer bestmöglich einzugrenzen. Die „Breadcrumb“ Navigation (1) ist an dieser Stelle
1https://pixabay.com/de/vectors/leere-profilbild-mysterium-mann-973460/, Zuletzt besucht: 2019-10-23
27
4 Umsetzung
Abbildung 4.4: Attribut-Einstellungen einer Studie
Abbildung 4.5: Einladen und Hinzufügen der Teilnehmer zu einer Studie
28
4.2 Studiengenerator
Abbildung 4.6: Ansicht weiterer Informationen eines Teilnehmers
besonders wichtig, da der Nutzer sofort weiß, wo er sich befindet und damit jederzeit
nochmals zu den vorherigen Schritten zurückkehren kann. Sobald alle Einstellungen für
die Studie vorgenommen wurden, kehrt der Nutzer durch Klick auf
Continue
wieder zum
Dashboard zurück.
Wieder auf dem Dashboard (siehe Abbildung 4.3) hat der Nutzer die Möglichkeit Fra-
gebögen zur Studie zu erstellen. Dazu klickt er auf
View Details
innerhalb der Karte
Questionnaire
. Die Erstellung der Fragebögen ist kein direkter Bestandteil dieser Ab-
schlussarbeit. Deshalb ist keine Aktion für die Karte
Questionnaire
hinterlegt. Bei voll-
ständiger Implementierung wird man hier zum „QuestionSys-Framework“ weitergeleitet.
Wenn eine Studie als Diagramm ausgewertet werden soll, gelangt man dazu entweder
über die Karte
Statistics
oder über den Menüpunkt
Charts
dorthin. Auf dieser Seite
(siehe Abbildung 4.8) werden momentan Diagrammbeispiele angezeigt, welche Daten
einer Studie widerspiegeln könnten.
Die Daten können entweder als CSV- bzw. XLSX-Daten exportiert (1) oder als PDF
gespeichert (2) werden. Die Auswertung ist ebenfalls kein direkter Bestandteil dieser
Arbeit. Hierfür kann ein externes Programm mit den vorher exportierten Daten verwendet
werden.
Ein letzter und besonders wichtiger Schritt zur Erstellung einer Studie ist die Einreichung
eines Ethikantrages, wofür einige Informationen über die Studie benötigt werden. Um
29
4 Umsetzung
Abbildung 4.7: Festlegen der Ein- und Ausschlusskriterien für eine Studie
Abbildung 4.8: Exportieren und Speichern von Statistikdaten
30
4.2 Studiengenerator
Abbildung 4.9: Übersicht der Dateien zur Einreichung eines Ethikantrages
es zu vereinfachen können direkt über die Anwendung einige Dateien heruntergeladen
werden, welche für den Ethikantrag benötigt werden. Um dorthin zu gelangen kehrt
der Benutzer zum Dashboard (siehe Abbildung 4.3) zurück und klickt auf
View Details
innerhalb der Karte
Ethical approval
. Auf der Unterseite, welche sich daraufhin öffnet
(siehe Abbildung 4.9) sind alle nötigen Dokumente im PDF-Format verfügbar und können
heruntergeladen werden.
Unter dem Menüpunkt
Studies
(siehe Abbildung 4.10) befindet sich eine Übersicht aller
bereits erstellten Studien. Diese werden wiederum als einzelne Karten dargestellt, wel-
che den Namen und eine kurze Beschreibung der jeweiligen Studie enthalten. Der Button
View Details leitet zur detaillierten Übersicht der Studie weiter (siehe Abbildung 4.11).
Alle wichtigen Informationen (Name, Beschreibung, Anzahl Teilnehmer, Art der Studie,
Dauer), die der Studienleiter zuvor konfiguriert hat, werden hier aufgelistet. Zusätzlich
werden die Teilnehmer, welche an der Studie angemeldet sind, angezeigt. Falls ein
Teilnehmer nicht alle Kriterien zur Teilnahme erfüllt, kann dieser nicht weiter an der
Studie teilnehmen und wird, wie in der Abbildung 4.11 zu sehen ist, mit einer Markie-
rung versehen. Diese Markierung zeigt, welches Kriterium nicht erfüllt wurde. Über
Details
können weitere Informationen des Teilnehmers aufgerufen werden. Via
Edit
Study
wird der Nutzer wieder zum ersten Schritt der Konfiguration (siehe Abbildung 4.4)
weitergeleitet.
31
4 Umsetzung
Abbildung 4.10: Übersicht der bereits erstellten Studien
Abbildung 4.11: Detaillierte Ansicht einer erstellten Studie
32
4.2 Studiengenerator
4.2.2 Ansicht als Teilnehmer
Nach der Anmeldung als Teilnehmer wird ein anderer Bereich der Anwendung aufgerufen.
Dies ist bereits im Dialogfluss (siehe Abbildung 4.1) zu sehen. Der Teilnehmer kann
nur seine eigenen Daten einsehen und bearbeiten und an Studien teilnehmen. Die
Navigation (1) dieses Bereiches ist daher minimal gehalten (siehe Abbildung 4.12). In der
Profilansicht (siehe Abbildung 4.12) kann der Nutzer das Profilbild, Name, Geburtsdatum,
E-Mail, Passwort etc. konfigurieren.
Abbildung 4.12: Ansicht der eigenen Daten aus Sicht des Teilnehmers
Unter dem zweiten Menüpunkt ist eine Übersicht aller Studien, in denen der Teilnehmer
angemeldet ist (siehe Abbildung 4.13) dargestellt. Diese Übersicht ist unterteilt in
Current
Studies
, also Studien die aktuell noch laufen und
Finished Studies
, Studien die bereits
abgeschlossen sind. Die Darstellung ähnelt sehr der Studienübersicht aus Sicht des
Studienleiters (siehe Abbildung 4.10), da die einzelnen Studien wieder als Karten mit
33
4 Umsetzung
Abbildung 4.13: Übersicht aller angemeldeten Studien
den wichtigsten Informationen dargestellt sind.
Wenn ein Teilnehmer an einer Studie teilnehmen möchte, klickt er auf
Join
der jeweiligen
Karte. Dann wird er zur genauen Beschreibung (siehe Abbildung 4.14) der Studie wei-
tergeleitet beispielhaft für
Study X
umgesetzt. Der Benutzer wird, wenn er die Kriterien
erfüllt, zum Fragebogen weitergeleitet und kann diesen ausfüllen.
Eine Studie die bereits abgeschlossen ist, kann der Teilnehmer, der daran teilgenommen
hat, jederzeit nochmals einsehen. Dazu klickt er auf den Button
View Details
bei der
jeweiligen Studie in der Übersicht (siehe Abbildung 4.10). Als Beispiel wurde
Study A
umgesetzt. Die detaillierte Ansicht einer abgeschlossenen Studie (Abbildung 4.15) un-
terscheidet sich nur durch kleine Details von der Übersicht einer laufenden Studie. Der
Teilnehmer wird informiert, dass die Studie bereits abgeschlossen ist. Außerdem kann
der Teilnehmer seinen Fragebogen einsehen, diesen aber nicht mehr bearbeiten.
34
4.2 Studiengenerator
Abbildung 4.14: Beispiel einer aktuellen Studie
Abbildung 4.15: Beispiel einer abgeschlossenen Studie
35
5
Zusammenfassung
Da Studien sowohl in der Psychologie wie auch in der Medizin notwendig sind, müssen
Ärzte, Psychologen und andere medizinische Mitarbeiter oft solche erstellen. Jedoch
sind sie meist auf Personen oder externe Unternehmen angewiesen, die ihnen die
Erstellung und Auswertung abnehmen. Aus diesem Grund war das Ziel eine Webanwen-
dung zu entwickeln, die diese weitere Hilfe unnötig macht. Da die Digitalisierung eine
immer größer werdende Rolle spielt, soll die Studie komplett digital erstellt, konfiguriert,
durchgeführt und ausgewertet werden. Die Digitalisierung kann Kosten und Zeit sparen
und ist weniger anfällig für Fehler.
Im Rahmen dieser Abschlussarbeit wurde nun ein Prototyp eines solchen Studiengene-
rators entworfen und umgesetzt. Dieser Studiengenerator soll es den Personen ohne
IT-Kenntnisse ermöglichen, eine Studie ohne weitere Hilfe zu planen und zu erstellen.
Die Anwendung ist so aufgebaut, dass die Schritte zur Erstellung direkt ersichtlich
sind und die Anwendung somit intuitiv bedienbar ist. Mit dieser Anwendung kann ein
Studienleiter eine Studie von Grund auf planen, umsetzen und durchführen.
Bei der Planung einer Studie ist die Einreichung eines Ethikantrages an die Ethikkommis-
sion essenziell wichtig. Hierfür werden Dokumente benötigt, welche in dieser Anwendung
heruntergeladen werden können. Die Ethikkommission prüft, ob die Zielsetzung und
Durchführung der Studie zusammenpassen und ob der Datenschutz der Teilnehmer zu
jeder Zeit gewährleistet wird. Nur wenn die Kommission den Antrag genehmigt, darf die
Studie durchgeführt werden. Außerdem können Daten, die zur Auswertung der Studie
beitragen, in der Anwendung exportiert werden.
Für Teilnehmer und Studienleiter gibt es getrennte Bereiche innerhalb der Anwendung.
Dies ermöglicht es, die Studie nicht nur digital zu planen und zu erstellen, sondern auch
37
5 Zusammenfassung
innerhalb der Anwendung durchzuführen. Dies erleichtert die Teilnahme an Studien.
Der Prototyp wurde mit Hilfe des Bootstrap-Frameworks in HTML, CSS und JavaScript
umgesetzt.
5.1 Ausblick
Die definierten funktionalen Anforderungen aus Kapitel 3.1 wurden größtenteils für den
Prototyp umgesetzt. Da es sich jedoch um keine fertige Webanwendung handelt, müs-
sen weitere Aspekte bei einer Weiterentwicklung berücksichtigt werden. Um Studien
speichern und abrufen zu können ist vor allem die Verknüpfung mit einer Datenbank
notwendig. Hierfür ist es notwendig den Studien eine eindeutige ID zuzuweisen, um
diese in der Datenbank abrufen zu können. Die Validierung und Weiterverarbeitung
der eingegeben Daten sowie die Verknüpfung mit dem „QuestionSys-Framework“ sind
weitere Anforderungen, die noch umgesetzt werden sollten. Der Export und Import von
Studiendaten sollte in der Weiterentwicklung ebenfalls noch implementiert werden. Die
Dateien, die für einen Ethikantrag heruntergeladen werden können (z.B. das Studienpro-
tokoll), müssen noch erstellt werden.
Zum vereinfachten Anlegen neuer Studien ist die Verwendung von Studienvorlagen
empfehlenswert. Diese Vorlagen können in einer Weiterentwicklung berücksichtigt und
implementiert werden. Um die Datensicherheit zu gewährleisten, muss sichergestellt
werden, dass zwischengespeicherte lokale Daten bei einem Logout gelöscht werden.
Die technischen Anforderungen, welche erst bei einer fertigen Webanwendung getestet
werden können, wie die Lauffähigkeit auf verschiedenen Browsern oder die Fehleran-
fälligkeit des Systems, wurden in der Entwicklung als Prototyp nicht berücksichtigt. Die
nicht-funktionalen Anforderungen „Verfügbarkeit“ und „Zuverlässigkeit“ können ebenfalls
erst bei der fertigen Webanwendung getestet werden.
Der nächste Schritt wäre nun die Umsetzung des Prototypen in TypeScript mit Hilfe von
„Angular“, um eine vollständige Webanwendung zu implementieren.
38
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Abbildungsverzeichnis
3.1 Login der Webanwendung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16
3.2 Home-Screen der Anwendung aus Sicht des Studienleiters . . . . . . . . 17
3.3 Konfiguration der Attribute einer Studie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18
3.4 Teilnehmer der Studie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19
3.5 Profilansicht aus Sicht des Teilnehmers . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20
3.6 Studienübersicht aus Sicht des Teilnehmers . . . . . . . . . . . . . . . . . 21
4.1 Dialogfluss der Webanwendung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24
4.2 Login des Studiengenerators . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25
4.3 Dashboard der Anwendung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27
4.4 Attribut-Einstellungen einer Studie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28
4.5 Einladen und Hinzufügen der Teilnehmer zu einer Studie . . . . . . . . . 28
4.6 Ansicht weiterer Informationen eines Teilnehmers . . . . . . . . . . . . . . 29
4.7 Festlegen der Ein- und Ausschlusskriterien für eine Studie . . . . . . . . . 30
4.8 Exportieren und Speichern von Statistikdaten . . . . . . . . . . . . . . . . 30
4.9 Übersicht der Dateien zur Einreichung eines Ethikantrages . . . . . . . . 31
4.10 Übersicht der bereits erstellten Studien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32
4.11 Detaillierte Ansicht einer erstellten Studie . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32
4.12 Ansicht der eigenen Daten aus Sicht des Teilnehmers . . . . . . . . . . . 33
4.13 Übersicht aller angemeldeten Studien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34
4.14 Beispiel einer aktuellen Studie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35
4.15 Beispiel einer abgeschlossenen Studie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35
41
Name: Rebecca Knoll Matrikelnummer: 914820
Erklärung
Ich erkläre, dass ich die Arbeit selbstständig verfasst und keine anderen als die angege-
benen Quellen und Hilfsmittel verwendet habe.
Ulm,den .............................................................................
Rebecca Knoll