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[en] (orig)
Universität Ulm | 89069 Ulm | Germany Fakultät für
Ingenieurwissenschaften,
Informatik und
Psychologie
Institut für Datenbanken
und Informationssysteme
Konzeption und Realisierung einer
mobilen Anwendung zur Unterstützung
von Aphasie-Patienten
Masterarbeit an der Universität Ulm
Vorgelegt von:
Lisa Steeger
Gutachter:
Prof. Dr. Manfred Reichert
Dr. Rüdiger Pryss
Betreuer:
Dr. Rüdiger Pryss
2019
Fassung 14. Januar 2019
c
2019 Lisa Steeger
This work is licensed under the Creative Commons. Attribution-NonCommercial-ShareAlike 3.0
License. To view a copy of this license, visit http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/
or send a letter to Creative Commons, 543 Howard Street, 5th Floor, San Francisco, California,
94105, USA.
Satz: PDF-L
A
TEX2ε
Kurzfassung
Das wichtigste Kommunikationsmittel des Menschen ist die Sprache. Patienten mit einer
Aphasie verlieren diese Fähigkeit teilweise oder sogar gänzlich. Das soziale Leben wird
dadurch stark beeinträchtigt. Doch durch entsprechende therapeutische Maßnahmen ist
eine Verbesserung der Sprachstörung möglich. Oft sind die Therapiemöglichkeiten und
deren finanzielle Förderung durch die entsprechende Krankenkasse allerdings begrenzt.
Dabei ist es für die Patienten, vor allem in der chronischen Phase der Aphasie essentiell,
eine intensive Therapie über einen längeren Zeitraum zu erhalten. Um den Patienten
sowie den Therapeuten bei der Arbeit zu unterstützen, wird in dieser Arbeit eine mobile
Applikation konzeptioniert. Diese App soll eine zeit- und ortunabhängige Intensivierung
der Heilbehandlung in der chronischen Phase der Krankheit ermöglichen.
iii
Danksagung
An dieser Stelle möchte ich mich bei allen bedanken, die mich während meines Studium
begleitet und unterstützt haben.
Zunächst danke ich von ganzem Herzen meinen Eltern, Renate und Armin. Sie haben
mir mein Studium ermöglicht und mich zu jedem Zeitpunkt unterstützt.
Zudem danke ich dir, Mama, du hast mich durch deine schwere Krankheit und deinen
unglaublichen Lernwillen motiviert, diese Arbeit zu schreiben.
Mein besonderer Dank gilt Prof. Dr. Manfred Reichert, für die Begutachtung dieser Arbeit.
Außerdem danke ich Herrn Rüdiger Pryss, für die Unterstützung und Betreuung während
der Bearbeitung.
Meinen Freunden, besonders David und Florian, danke ich für ihr Interesse und die Zeit,
die sie in die Korrektur der Arbeit gesteckt haben.
Fabian danke ich besonders für die alltägliche Unterstützung und das regelmäßige
Korrekturlesen. Danke, dass du mich immer wieder ermutigt hast und jederzeit ein
offenes Ohr hattest.
Abschließend bedanke ich mich bei allen Probanden, die sich bereit erklärt haben, an
der Studie dieser Arbeit teilzunehmen.
v
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 1
1.1 Motivation und Problemstellung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1
1.2 Zielsetzung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2
1.3 Struktur der Arbeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
2 Grundlagen 5
2.1 Definition Schlaganfall . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
2.2 Definition Aphasie (durch Schlaganfall) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
2.3 Arten einer Aphasie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
2.4 Diagnostik bei Aphasie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
2.5 Verlauf und Therapie bei Aphasien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
3 Anforderungsanalyse 13
3.1 Nicht-funktionale Anforderungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13
3.2 Funktionale Anforderungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
4 Konzeption des Prototyps 19
4.1 Allgemeine Designentscheidungen (Guideline) . . . . . . . . . . . . . . . 19
4.1.1 Typographie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19
4.1.2 Farben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20
4.1.3 Icons . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22
4.1.4 Layout . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26
4.1.5 Navigationskonzept . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28
4.2 Logo der Applikation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29
4.3 Anwendungsfalldiagramm (Patient/Therapeut) . . . . . . . . . . . . . . . . 31
5 Gestaltung und Entwicklung der Mockups 35
5.1 Paper-Mockups . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35
5.2 Digitale Mockups . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 36
5.2.1 Programm Adobe XD zur Gestaltung digitaler Mockups . . . . . . 37
vii
Inhaltsverzeichnis
5.2.2 Ladebildschirm und Willkommensseite . . . . . . . . . . . . . . . . 37
5.3 Digitale Mockups für die Patientenansicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38
5.3.1 Startseite . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38
5.3.2 Registrierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40
5.3.3 Registrierung mit Therapeut . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42
5.3.4 Hauptmenü . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 43
5.3.5 Übungsaufgaben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 45
5.3.6 Kalender . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 53
5.3.7 Einstellungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 54
5.4 Digitale Mockups für die Therapeutenansicht . . . . . . . . . . . . . . . . 61
5.4.1 Startseite . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 61
5.4.2 Registrierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 62
5.4.3 Hauptmenü . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 64
5.4.4 Ihre Patienten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 66
5.4.5 Patientensuche . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 74
5.4.6 Statistik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 75
5.4.7 Einstellungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 79
6 Anforderungsabgleich 85
6.1 Abgleich der nicht-funktionalen Anforderungen . . . . . . . . . . . . . . . 85
6.2 Abgleich der funktionalen Anforderungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 88
6.3 Ergebnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 93
7 Studie 95
7.1 Methode der Studie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 95
7.2 Vorbereitungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 95
7.3 Wahl der Probanden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 96
7.4 Durchführung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 96
8 Diskussion der Ergebnisse 99
8.1 Probanden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 99
8.2 Bedienbarkeit im Allgemeinen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 100
viii
Inhaltsverzeichnis
8.3 Menü und Navigation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 101
8.4 Feedback/Rückmeldungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 102
8.5 Gesamteindruck/Weiterempfehlung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 103
8.6 Auffälligkeiten bei der Studiendurchführung . . . . . . . . . . . . . . . . . 104
9 Fazit 107
9.1 Zusammenfassung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 107
9.2 Ausblick . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 108
A Anhang 119
A.1 Studie - Leitfaden des Versuchsleiters . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 119
A.2 Studie - Szenarien der Patientenansicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 121
A.3 Studie - Szenarien der Therapeutenansicht . . . . . . . . . . . . . . . . . 125
A.4 Studie - Hilfestellungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 129
A.5 Studie - Fragebogen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 131
A.6 Studie - Auswertung des Fragebogen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 136
A.7 Studie - Beobachtungen Versuchsleiter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 141
ix
1
Einleitung
1.1 Motivation und Problemstellung
Statistisch gesehen erleidet alle zwei Minuten ein Bundesbürger einen Schlaganfall.
Dies entspricht etwa 260.000 Fällen pro Jahr in Deutschland. Etwa zwei Drittel der
Betroffen überleben, doch oft haben sie ein Leben lang mit Folgen, wie beispielsweise
Sprachproblemen, zu kämpfen [
1
]. Laut dem Bundesverband für die Rehabilitation der
Aphasiker e.V. (BRA), tritt bei 40 Prozent aller Schlaganfallpatienten ein kompletter
oder partieller Verlust der Sprache auf. Der medizinische Fachbegriff für eine solche
Sprachstörung lautet Aphasie (siehe Kapitel 2.2). Die häufigste Ursache der Aphasie ist
ein vorausgehender Schlaganfall, jedoch können auch ein Schädel-Hirn-Trauma oder
ein Hirntumor dazu führen. In Deutschland geht man von bis zu 100.000 Patienten aus,
die von chronischer Aphasie betroffen sind [2].
Durch gezielte und regelmäßige Therapie soll eine Verbesserung der Sprach- und Kom-
munikationsfähigkeit erreicht werden. Für einen therapeutischen Erfolg ist es wichtig,
dass sich Betroffene möglichst frühzeitig in eine Behandlung begeben. Diese beginnt
zumeist in einer Rehabilitationsklinik zeitnah nach einem Schlaganfall. Anschließend
erfolgt eine ambulante Sprachtherapie. Gemäß der Leitlinie der Deutschen Gesellschaft
für Neurologie ist eine Intensivtherapie sinnvoll. Diese sollte, wenn möglich, täglich
stattfinden [
3
]. „Nachweisbar wirksam ist die Sprachtherapie bei einer Intensität von
mindestens 5–10 Stunden pro Woche [
4
].“ Durch eine intensive Therapie, sind auch
nach mehr als einem Jahr noch Erfolge möglich. Deshalb empfiehlt diese Leitlinie eine
langfristige sprachtherapeutische Behandlung von über einem Jahr [
3
]. Die gesetztli-
chen Krankenkassen in Deutschland übernehmen allerdings häufig nur die Kosten für
1
1 Einleitung
eine begrenzte Anzahl an Therapiesitzungen [
5
]. Darunter leidet der Therapieerfolg
der Aphasiker, denn eine Intensivtherapie kann folglich nicht angeboten werden. Durch
Unterstützung einer mobilen Applikation, kann die Sprachtherapie sinnvoll ergänzt und
die Intensität der Behandlung erhöht werden. Einerseits kann der Anwender selbst-
ständig innerhalb der App Übungen absolvieren. Zudem können die Therapeuten dem
Patienten Übungsaufgaben bis zur nächsten Sitzung aufgeben und innerhalb der An-
wendung jederzeit den Stand des Patienten überwachen. Studien haben gezeigt, dass
sich Hausaufgaben positiv auf den Erfolg einer Therapie auswirken können. Gerade
eben, weil oft zu wenig Therapiesitzung verordnet werden, kann diese Unterstützung
zum Therapieerfolg beitragen [6].
1.2 Zielsetzung
Ziel dieser Arbeit ist es, eine mobile Applikation zu konzipieren, die den Betroffenen
ergänzende Hilfestellung zu den herkömmlichen Therapiestunden bieten kann. Durch
die Optionen, welche die mHealth App LogoCare bietet, sollen die Patienten ermutigt
werden häufiger ihre Smartphones zu nutzen [
7
]. Bei einer Aphasie gilt es zwischen
verschiedenen Schweregraden zu unterschiedenen. Zudem ist zu beachten, dass die
Betroffenen häufig von einer einseitigen Lähmung betroffen sind, die vor allem am Anfang
stark ausgeprägt sein kann. Somit ist für diese Patienten die Bedienung eines mobilen
Geräts nur begrenzt möglich. Eine unterstützende Hilfe durch eine App ist somit vor allem
bei jenen Patienten sinnvoll, die von einer leichteren Aphasie nach einem Schlaganfall
betroffen sind und keine oder nur geringe Lähmungen haben. Dazu gehört auch die
Entwicklung einer benutzerfreundlichen und intuitiv bedienbaren Benutzeroberfläche.
Zudem soll ein hohes Maß an Flexibilität gegeben sein, um eine individuelle Gestaltung
der Therapie zu ermöglichen.
2
1.3 Struktur der Arbeit
1.3 Struktur der Arbeit
Zunächst werden in Kapitel 2 die Grundlagen und wichtigsten Begrifflichkeiten der Ar-
beit erläutert. Im Anschluss daran erfolgt die Analyse der Anforderungen (Kapitel 3).
Im darauffolgenden Kapitel wird näher auf die Konzeption des Prototyps eingegangen
(Kapitel 4). Dazu werden zum einen die allgemeinen Designentscheidungen (Abschnitt
4.1) erläutert, zum anderen wird das App-Logo aufgezeigt (Abschnitt 4.2) und die An-
wendungsfälle der Applikation beschrieben (Abschnitt 4.3). Anschließend folgt in Kapitel
5 die Gestaltung und Entwicklung der Paper-Mockups sowie der digitalen Mockups für
die Therapeuten- und Patientenansicht. Im Kapitel 6 werden die Anforderungen mit dem
entwickelten Prototypen abgeglichen. Im darauffolgendem Kapitel 7 wird der Prototyp der
Applikation in einer Studie im Umgang in der Praxis auf die Gebrauchstauglichkeit hin
untersucht. Anschließend werden die Ergebnisse in Kapitel 8 diskutiert. Den Abschluss
der Arbeit bildet das Fazit mit der Zusammenfassung und dem Ausblick (siehe Kapitel
9). Die folgende Grafik soll den Aufbau der Arbeit verdeutlichen.
Abbildung 1.1: Graphische Darstellung zum Aufbau der Arbeit
3
2
Grundlagen
In diesem Kapitel werden bestimmte begriffliche Grundlagen geklärt. Zunächst werden
die Begriffe Schlaganfall (Abschnitt 2.1) und Aphasie (Abschnitt 2.2) erläutert. Anschlie-
ßend wird in Abschnitt 2.3 auf die unterschiedlichen Arten einer Aphasie eingegangen.
Als Nächstes wird die Diagnostik einer Aphasie näher beschrieben (Abschnitt 2.4). Im
letzten Abschnitt 2.5 der Grundlagen werden Verlauf und die verschiedenen, herkömmli-
chen Therapiemöglichkeiten bei Patienten mit einer solchen Sprachstörung aufgezeigt.
2.1 Definition Schlaganfall
„Das schlagartige Auftreten der durch die Hirndurchblutungsstörung hervorgerufenen
Symptome hat der Krankheitsgruppe nicht nur in unserer Sprache (vgl. stroke) den
Namen gegeben.“ [8]
Ein Schlaganfall ist also eine „schlagartig“ auftretende Krankheit, die mit einer plötzlichen
Durchblutungsstörung im Gehirn einhergeht. Ein Teil des Gehirns wird hierbei nicht mehr
ausreichend mit Blut und Sauerstoff versorgt, wodurch betroffene Nervenzellen abster-
ben. Die Symptome eines Schlaganfalls sind von der betroffenen Hirnregion abhängig
. Ein Anzeichen kann eine Sprachstörung sein [
9
]. Wie bereits erwähnt, erleiden laut
BRA 40 % aller Schlaganfallpatienten eine Aphasie [
2
]. Auf weitere Symptome und
Erläuterungen wird auf Grund der Komplexität in dieser Arbeit verzichtet.
5
2 Grundlagen
2.2 Definition Aphasie (durch Schlaganfall)
Der Begriff Aphasie wird von dem griechischen Wort aphasía abgeleitet. Und bedeutet
„Sprachlosigkeit“. Allerdings ist diese Übersetzung eher missverständlich. Denn eine
Aphasie bedeutet für den Patienten in den seltensten Fällen einen vollkommenen Verlust
der Sprache. Genauer gesagt gibt es verschiedene Arten bzw. Schweregrade einer
Aphasie, die sich auf das Sprechen und Verständnis der Sprache sowie auf Lesen
und Schreiben in unterschiedlichster Weise auswirken können. Eine Aphasie kann,
wie bereits erwähnt, durch einen Schlaganfall ausgelöst werden. Aber auch andere
Krankheitsbilder, die eine Hirnschädigung nach sich ziehen, wie beispielsweise ein
Schädel-Hirn-Trauma oder ein Hirntumor, können eine Sprachstörung zur Folge haben
[10].
2.3 Arten einer Aphasie
Es gilt hierbei zwischen verschiedenen Arten beziehungsweise Schweregraden zu
unterscheiden.
Globale Aphasie
Die Globale Aphasie ist die schwerste Form der Aphasie und hat demnach die größten
Beeinträchtigungen zur Folge. Die Ausprägungen sind bei jedem individuell, jedoch die
Symptome bei allen vergleichbar. Der Sprachfluss, das Sprachverständnis sowie das
Lesen und Schreiben sind stark eingeschränkt. Somit fällt es den Patienten schwer zu
kommunizieren [
11
],[
12
],[
13
]. Die Einschränkungen bei der Globalen Aphasie sind laut
Deutschem Bundesverband für Logopädie als stark bis sehr stark einordnen [14].
Wernicke-Aphasie
Spontansprache und ein flüssiger Sprachfluss sind bei einer Wernicke- Aphasie möglich.
Der Sprachfluss ist jedoch häufig überfließend. Zudem ist die Sprache für das Gegenüber
oft durch Verschachtelung, Umschreibungen und Lautveränderungen einzelner Wörter
unverständlich. Ebenso umständlich wie beim Sprechen, verhält sich der Betroffene
6
2.3 Arten einer Aphasie
beim Schreiben. Er verschachtelt seine Sätze und umschreibt die Wörter, auf die er
keinen Zugriff hat. Bei einer Wernicke-Aphasie fällt es den Betroffen schwer Gespro-
chenes sowie Gelesenes zu verstehen. Die Patienten sind sich ihrer Aphasie allerdings
häufig nicht im Klaren [
11
],[
12
],[
13
]. Die Einschränkungen bei dieser Aphasie sind laut
Deutschem Bundesverband für Logopädie als stark bis mittelstark einzuschätzen [14].
Broca-Aphasie
Bei Betroffenen mit einer Broca-Aphasie sind die gesprochenen Sätze häufig unvollstän-
dig und enthalten etliche irrtümlich verwendete Laute. Die Patienten haben motorische
Beeinträchtigungen beim Sprechen. Die Kommunikation ist, bedingt durch lange Sprech-
pausen, oft sehr diffizil und stockend. Betroffene haben starke Probleme die Sprache
sinnvoll zu steuern. Sie verwenden verschiedene Laute an unpassenden Stellen oder
lassen bestimmte Laute aus. Das Sprachverständnis ist oft nicht so stark beeinflusst. Zu-
dem kann der Patient potenziell Lesen sowie Schreiben, wenn auch mit Einschränkungen
[
11
],[
12
],[
13
]. Laut dem Deutschen Bundesverband für Logopädie ist die Beeinträchti-
gung in der Kommunikation bei einer Broca-Aphasie als stark bis mittelstark einzuordnen
[14].
Amnesische-Aphasie
Diese Form wird als leichteste Form der Aphasie angesehen. Bei einer amnestischen
Aphasie besteht das Hauptproblem darin, dass die Betroffenen Schwierigkeiten haben,
die passenden Wörter zu finden. Es entsteht häufig eine sogenannte Wortfindungsstö-
rung. Diese ist auch bei anderen Formen der Aphasie zu finden, tritt aber bei dieser
Form in den Vordergrund. Den Patienten ist es möglich, vollständige Sätze zu bilden.
Der Sprachfluss ist unauffällig. Auch beim Sprachverständnis sowie beim Lesen und
Schreiben gibt es nur wenige Beeinträchtigungen. Den Patienten fehlen bei einer Kom-
munikation bestimmte Worte, die sie dann zu umschreiben versuchen [
11
],[
12
],[
13
].
Beispiel für eine solche Umschreibung ist folgender Satz:
Das Gerät, mit dem ich auf
einem Papier schreiben kann.
Dem Patienten fehlte das Wort
Stift
. Diese Aphasie be-
einträchtigt laut dem Deutschen Bundesverband für Logopädie den Betroffenen in seiner
Kommunikation gering bis mittelstark [14].
7
2 Grundlagen
Neben diesen vier Formen der Aphasie gibt es noch weitere Sonderformen.
Restaphasien
Bei einer Restaphasie ist das Sprachdefizit nur noch minimal ausgeprägt. Unbeteiligten
fällt diese Aphasie meist nicht auf. Bei komplexen Gesprächen oder speziellen Ge-
sprächsthemen können sich beispielsweise Wortfindungsstörungen zeigen. Komplexe
Sachverhalte werden von Patienten nicht immer richtig aufgefasst, zudem kann das Le-
setempo verlangsamt sein. Außerdem macht der Betroffene beim Schreiben sprachliche
Fehler, diese erinnern an Rechtschreibfehler [10].
Weitere Sonderformen sind:
Leitungsaphasie
Die transkorikalen Aphasien
Sensorische Form
Motorische Form
Gemischte Form
Auf diese Sonderformen wird auf Grund der Komplexität in dieser Arbeit nicht weiter
eingegangen.
2.4 Diagnostik bei Aphasie
Bei einem anfänglichem Anamnesegespräch werden auf Grundlage der medizinischen
Vorbefunde, die sprachlichen Probleme des Betroffenen ermittelt. Laut Heilmittelkatalog
sind standardisierte Testverfahren anfänglich und während der Therapie notwendig. Die
verschiedenen Tests enthalten Aufgaben, die Basis für eine konkrete Bewertung der
Leistungsfähigkeit des Patienten sind. Beispiele für standardisierte Verfahren sind der
Aachener Aphasie Test (AAT, Huber et al. 1983) oder der Aphasie Schnell Test (AST,
Kroker 2000) [10],[5].
8
2.5 Verlauf und Therapie bei Aphasien
Der AAT wurde speziell für den deutschsprachigen Raum entwickelt und ist seit vielen
Jahren in Verwendung und daher bei der Diagnostik gebräuchlich. Er wird in sechs
verschiedene Untertests eingeteilt.
Spontansprache
Token Test
Nachsprechen
Schriftsprache
Benennen
Sprachverständnis
Der AST ist ein standardisierter Test, der in der Akutphase einer Aphasie zum Einsatz
kommt. Bei diesem Verfahren ist es möglich innerhalb von 15 Minuten eine Auswertung
vorzunehmen. Es wird dabei ermittelt, ob eine Aphasie vorliegt und der Grad der Schwere
bestimmt [12].
2.5 Verlauf und Therapie bei Aphasien
Allgemein werden drei wesentliche Ziele bei einer Aphasietherapie verfolgt. Zum einen
die Unterstützung zur größtmöglichen Kommunikationsfähigkeit. Des weiteren ist es
von großer Wichtigkeit, dass die Patienten ihre neue Situation annehmen und lernen,
damit umzugehen. Zum anderen ist der Ausgleich der vorhandenen Sprachdefizite ein
entscheidender Vorsatz einer Therapie [12].
Für die Aphasie gibt es keine einheitliche Therapie, denn bei jedem Patienten sind
unterschiedliche und individuelle Sprachschwierigkeiten zu beachten. Außerdem wird
der Fokus in jeder Phase der Erkrankung unterschiedlich gesetzt. Bei einer Aphasie
wird zwischen verschiedenen Phasen nach einem Schlaganfall unterschieden.
9
2 Grundlagen
Akute Phase Woche 1-6
In der akuten Phase, oder auch Aktivierungsphase genannt, befindet sich der Patient
meist auf einer Intensivstation. Je nach körperlichem sowie psychischem Zustand sollte
möglichst zeitnah mit einer Sprachtherapie begonnen werden. In der Aktivierungsphase
werden die Patienten zur Kommunikation angeregt, sodass sich ihr Sprachverständnis
verbessern kann [11]. Nach Möglichkeit sollte dies jeden Tag für etwa 30 Minuten erfol-
gen [
15
]. Während dieser ersten Wochen sind die größten Fortschritte zu erwarten, da
hier vor allem sogenannte Spontanrückbildungen möglich sind. Die Symptome können
sich in den verschiedensten Ausmaßen zurückbilden [
16
],[
10
]. Ungefähr ein Drittel der
Betroffenen haben nach den ersten Wochen kaum noch Sprach- und Sprechstörungen
[
15
]. Die Akutphase ist durch häufig veränderte Symptomatik bestimmt. Dies ist maß-
geblich bedingt durch den allgemeinen Zustand des Patienten. Unter anderem ist die
Aufmerksamkeit und Belastungsfähigkeit der Betroffenen stark beeinträchtigt [12].
Postakute Phase ab Woche 6
Bei einer Vielzahl von Patienten ist die Spontanrückbildung in den ersten Wochen nicht
gänzlich. Der Patient befindet sich nach etwa sechs Wochen in der sogenannten po-
stakuten Phase, in der weiterhin Spontanbesserungen möglich sind. Der allgemeine
Krankheitszustand hat sich bereits weitgehend stabilisiert, sodass mit einer ambulanten
Therapie begonnen werden kann. Hierfür sollte nach der Akutphase eine umfängliche
Diagnostik beim Patienten stattfinden. Dies kann durch ein standardisiertes Testverfah-
ren, wie bereits in Kapitel 2.4 erläutert, erfolgen [
15
]. Es gilt maßgeblich darauf zu achten,
dass zwischen der stationären und der ambulanten Therapie keine großen Behandlungs-
pausen entstehen [
16
], [
12
]. Während der postakuten Phase ist es wichtig, dass eine
Therapiestunde möglichst täglich, jedoch mindestens dreimal pro Woche, durchgeführt
werden kann. Eine Therapie, die lediglich zwei Stunden pro Woche durchgeführt wird,
gilt als nicht wirksam. Auch intensive Intervalltherapien sind in der postakuten Phase
geeignet [
17
]. Zudem ist es von Nutzen, die eigentliche Therapie mit computergestützten
Übungen zu ergänzen [15].
10
2.5 Verlauf und Therapie bei Aphasien
Chronische Phase spätestens 4-6 Monate
In dieser Phase ist die Symptomatik erheblich beständiger und der allgemeine Gesund-
heitszustand sowie Aufmerksamkeit, Belastungs- und Leistungsfähigkeit haben sich
weiter stabilisiert [
12
]. Eine vollständige Spontanrückbildung ist nun nicht mehr möglich
[
15
]. Fortschritte sind nichtsdestotrotz nach wie vor möglich, jedoch sind diese nur noch
in sukzessiven Schritten zu erwarten. Bei chronischen Aphasien wird eine intensive
Intervalltherapie empfohlen. Eine Studie der Uniklink RWTH Aachen hat festgestellt,
dass eine Intensivtherapie auch chronische Sprachstörungen verbessern kann [18].
Für eine logopädische Behandlung benötigt man eine sogenannte Heilmittelverordnung.
Ausgestellt wird diese entweder von einem Hausarzt (Allgemeinmediziner) oder von
einem neurologischen Facharzt. Da eine Aphasie die unterschiedlichsten Ausprägungen
haben kann, sollte eine Therapie immer speziell auf den Einzelnen zugeschnitten
sein. Wie bereits erwähnt, kann durch verschiedene Tests und einer Anamnese der
Sprachtherapeut eine passende und erfolgsversprechende Therapie auswählen. Der
Heilmittelkatalog empfiehlt eine 30-60 minütige Sprachtherapie in bis zu 60 Einheiten
[
5
]. Die Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Neurologie legt seit vielen Jahren eine
Intensivtherapie als erfolgsversprechend nahe. Zudem wird in dieser Phase der Aphasie
eine Intensität von fünf bis zehn Stunden in der Woche empfohlen [
15
],[
11
]. Die Realität
in Deutschland sieht jedoch häufig anders aus, denn zumeist bekommt der Patient
weniger logopädische Therapiestunden verordnet. Die in dieser Arbeit konzipierte mobile
Applikation kann die herkömmliche Therapie zweifelsohne nicht ersetzen. Dennoch kann
sie vor allem bei leichteren Formen der Aphasie, wie zum Beispiel der Amnesische-
Aphasie oder der Restaphasie, den Heilungserfolg positiv beeinflussen. Denn durch
die App ist es möglich, die Therapieintensivität zu erhöhen [
19
]. Eine App bietet zudem
etliche Vorteile gegenüber herkömmlichen Hausaufgaben und Übungsblättern. Zum
einen kann die Applikation dem Anwender direktes Feedback geben, zum anderen ist
es möglich, die Inhalte der Übungen auf den Patienten personalisiert anzupassen.
Die Applikation wird vorwiegend für die postakute und chronische Phase einer Aphasie
entwickelt, da sich bei einer akuten Aphasie die Symptomatik oft noch stark verändert.
11
2 Grundlagen
Außerdem beschränkt sich die Anwendung auf leichte Formen der Aphasie, da bei
starken Formen (siehe Kapitel 2.3) die sprachlichen Defizite soweit ausgeprägt sind,
dass eine selbstständige Bedienung kaum möglich ist.
12
3
Anforderungsanalyse
In diesem Kapitel wird eine Anforderungsanalyse für den Prototyp Logocare durchge-
führt. Alle nötigen Anforderungen werden zu Beginn des Projektes festgelegt. Diese
werden in nicht-funktionale Anforderungen (NFA) und funktionale Anforderungen (FA)
gegliedert. Während die funktionalen Anforderungen den funktionalen Umfang des
Systems abbilden, beschreiben die nicht-funktionalen Anforderungen die Qualität des
Systems.
3.1 Nicht-funktionale Anforderungen
In der Tabelle 3.1 werden die nicht-funktionalen Anforderungen beschrieben.
ID. Anforderungen Beschreibung
NFA-01
Design Guideline des
Betriebssystems
Die Human Interface Guidelines von Apple sind
Richtlinien, die bei der Entwicklung einer Appli-
kation beachtet werden müssen [20].
NFA-02
Einfachheit der Anwen-
dung
Die Applikation soll möglichst einfach und intui-
tiv gestaltet sein. Somit wird auch unerfahrenen
Benutzern die Steuerung ermöglicht. Deshalb
sollen nur die wichtigsten Informationen darge-
stellt werden. Zusatzinformationen und Details
sollen dem Benutzer auf Abruf zur Verfügung
gestellt werden.
13
3 Anforderungsanalyse
NFA-03 Selbsterklärbarkeit
Die Anwendung der Applikation soll so gestaltet
sein, dass sie ohne intensive Schulungsmaß-
nahmen oder lange Einweisungen auch von Lai-
en genutzt werden kann.
NFA-04 Verfügbarkeit
Die Applikation soll zu jedem Zeitpunkt erreich-
bar und funktionsfähig sein.
NFA-05 Feedback
Die Applikation soll dem Benutzer, wenn nötig
Rückmeldung bei verschiedenen Aktionen ge-
ben.
NFA-06 Robustheit
Die Anwendung soll beispielsweise gegenüber
Fehlereingaben des Benutzers stabil sein.
NFA-07 Fehlertoleranz
Die Eingabemöglichkeiten soll in der Applikation
so beschränkt werden, dass dadurch fehlerhaf-
te Eingaben vermieden werden. Auf fehlerhafte
oder unvollständige Eingaben soll das System
den Benutzer aufmerksam machen.
Tabelle 3.1: Nicht-funktionale Anforderungen
3.2 Funktionale Anforderungen
Die folgende Tabelle beschreibt die funktionalen Anforderungen für den Prototypen aus
Patientensicht.
ID. Anforderungen Beschreibung
FA-01
Umsetzung der Anwen-
dung für iOS
Die Applikation LogoCare soll für das iOS Be-
triebssystem umgesetzt werden.
FA-02 Startseite
Zur Steigerung der Benutzerfreundlichkeit soll
der Anwender bei jedem Öffnen (personalisiert)
begrüßt werden.
14
3.2 Funktionale Anforderungen
FA-03
Menü Ohne Registrie-
rung
Der nicht registrierte Benutzer hat die Option,
auf das Menü zugreifen zu können. Allerdings
sollen dort noch keine Funktionen möglich sein.
FA-04 Registrieren
Es besteht die Möglichkeit, sich für die Applikati-
on zu registrieren. Für eine erfolgreiche Regis-
trierung muss der User persönliche Informatio-
nen angeben.
FA-05 Anmelden/Abmelden
Anwender, die bereits registriert sind, sollen sich
jederzeit mit Benutzernamen und Passwort an-
bzw. abmelden können.
FA-06
Benutzerdaten verwal-
ten
Der Benutzer soll jederzeit die Möglichkeit ha-
ben, die Daten, die er bei der Registrierung an-
gegeben hat, zu verändern.
FA-07 Startseite Übungen
Auf der Startseite Übungen soll der Benutzer
zwischen verschiedenen Übungsarten wählen
können.
FA-08
(Alltags-)Kategorien
wählen
Nachdem der Benutzer sich für eine Übungs-
arte entschieden hat, soll die Option bestehen,
zwischen verschiedenen Alltagskategorien aus-
wählen zu können. Diese Kategorien sollen auf
die Bedürfnisse der Nutzer angepasst ausge-
wählt werden.
FA-09 Übungen
Nach Auswahl der passenden Kategorie soll der
Benutzer verschiedene Übungen starten kön-
nen.
FA-10
Erinnerungen einstellen
Der Nutzer soll die Möglichkeit haben, sich Erin-
nerungen einstellen zu können. Diese sollen ihn
daran erinnern, Übungen auszuführen. Sie sol-
len über Push Nachrichten versendet werden.
15
3 Anforderungsanalyse
FA-11 Kalender
Der Kalender soll dem Anwender einen Über-
blick über seine geleisteten Übungen geben.
Übungstage im aktuellen Monat werden ange-
zeigt.
FA-12
Therapeutenverbindung
In der App soll die Möglichkeit bestehen, sich mit
Therapeuten verbinden zu können. Es kann zwi-
schen verschiedenen Therapeuten ausgewählt
werden. Die Verbindung soll mittels Zugangsco-
de ermöglicht werden.
FA-13
Therapeutenverbindung
trennen
Für den Nutzer soll die Gelegenheit bestehen,
die Verbindung zum Therapeuten zu trennen.
FA-14 Kontakt
Über ein Kontaktformular soll die Option beste-
hen, bei Fragen oder Problemen mit den Ent-
wicklern der Applikation in Verbindung zu treten.
Außerdem soll es möglich sein, über das Kon-
taktformular Feedback abzugeben.
FA-15 Impressum
Das Impressum der Applikation soll für den Be-
nutzer leicht zugänglich gemacht werden.
Tabelle 3.2: funkionale Anforderungen aus Patientensicht
Die folgende Tabelle beschreibt die funktionalen Anforderungen für den Prototypen aus
Therapeutensicht.
ID. Anforderungen Beschreibung
FA-01 T Startseite
Der Therapeut soll die Möglichkeit haben, über
die Startseite zur Therapeutenansicht zu gelan-
gen.
16
3.2 Funktionale Anforderungen
FA-02 T Registrierung
Der Therapeut soll sich für die Anwendung re-
gistrieren können. Für eine erfolgreiche Regis-
trierung muss er persönliche Informationen an-
geben. Der Therapeut soll bei der Registrierung
einen Zugangscode angeben. Mithilfe dieses
Zugangscodes sollen sich Patienten mit dem
Therapeuten verbinden können. Zudem soll die
Möglichkeiten bestehen, zusätzliche Informatio-
nen angeben zu können.
FA-03 T Patientenübersicht
In der Patientenübersicht soll der Therapeut eine
Auflistung aller Patienten angezeigt bekommen,
die mit ihm in der Applikation verbunden sind.
FA-04 T
Allgemeine Daten des
Patienten
In einer Übersicht sollten allgemeine Daten ei-
nes Patienten für den Therapeuten ersichtlich
sein.
FA-05 T
Informationen/Notizen
hinzufügen
Es sollen wichtige Informationen bzw. Notizen
zu den einzelnen Patienten hinzugefügt werden
können.
FA-06 T
Kategorie Empfehlun-
gen
Der Therapeut soll die Möglichkeit haben, dem
jeweiligen Patienten passende „Kategorieemp-
fehlungen“ zu geben.
FA-07 T
Stufen empfehlen/ Stu-
fen sperren
Es soll die Option bestehen, bei den Patienten
bestimmte Schwierigkeitsstufen zu sperren oder
dem Patienten eine bestimmte Stufe zu empfeh-
len.
17
3 Anforderungsanalyse
FA-08 T Ergebnisse ansehen
Es soll zum einen möglich sein, die absolvierten
Übungen der Patienten betrachten zu können.
Zum anderen soll die Möglichkeit bestehen, ein-
sehen zu können, wie viele Versuche der Patient
zum Lösen der Aufgabe benötigte. Außerdem
soll die Übungsdauer anhand einer Grafik be-
trachtet werden können.
FA-09 T Patientensuche
Bei einer Vielzahl von Patienten bedarf es einer
Patientensuche. Der Therapeut soll die Option
haben, einen bestimmten Patienten gezielt zu
suchen.
FA-10 T Statistik
In diesem Menüpunkt sollen dem Anwender ver-
schiedene Diagramme angezeigt werden. Bei-
spielsweise soll er auf die durchschnittliche
Übungsdauer seiner Patienten zugreifen kön-
nen.
FA-11 T Zugangscode ändern
Der Therapeut soll die Option haben, seinen
Zugangscode ändern zu können.
FA-12 T Informationen ändern
Der Anwender soll die Informationen, die in der
App über ihn enthalten sind, zu jedem Zeitpunkt
abändern können.
Tabelle 3.3: funkionale Anforderungen aus Therapeutensicht
18
4
Konzeption des Prototyps
In diesem Kapitel wird näher auf die Konzeption und Entwicklung des Prototyps einge-
gangen. Zunächst wird der Fokus auf die allgemeinen Designentscheidungen gelegt.
Außerdem wird näher auf das App-Icon eingegangen. Darüber hinaus werden die Anwen-
dungsfälle der Patienten- sowie der Therapeutenansicht in entsprechenden Diagrammen
erläutert.
4.1 Allgemeine Designentscheidungen (Guideline)
Durch die Einhaltung der von Apple vorgegebenen Gestaltungsrichtlinien für iOS Geräte,
entsteht bei der Konzeption und Entwicklung ein einheitliches Gesamtbild gegenüber des
Betriebssystems. Die iOS-Anwender fühlen sich in der Gestaltungsumgebung vertraut.
4.1.1 Typographie
Als Schriftart wird San Francisco (SF) verwendet. SF ist eine serifenlose Schrift mit
anpassbarem Buchstaben- und Zeilenabstand. Sie wurde von Apple entwickelt und
wird als Systemschrift für iOS 9 und neuer verwendet. Laut Human Interface Guideline
soll für Mockups die SF Pro Text für Texte mit einer Schriftgröße von 19pt oder kleiner
verwendet werden. Die SF Pro Display hingegen für Texte mit einer Schriftgröße von
20pt oder größer [20].
19
4 Konzeption des Prototyps
Abbildung 4.1: Schriftart der Applikation
4.1.2 Farben
Die Human Interface Guideline stellt eine Farbpalette verschiedener Farben zur Ver-
fügung. Allerdings kann die Farbwahl vom Entwickler selbst getroffen werden. Hierbei
soll man gewisse Grundprinzipien beachten. Einerseits gilt es, eine harmonische und
kontrastreiche Farbauswahl zu treffen. Anderseits ist es von Vorteil, nur eine begrenzte
Anzahl an Farben zu verwenden, da der Gebrauch von zu vielen verschiedenen Far-
ben für das menschliche Auge ermüdend wirken kann. Die Farben sollten zudem auf
das App-Icon abgestimmt werden, sodass damit ein gewisser Wiedererkennungswert
einhergeht [
21
] [
22
]. Die ausgewählten Farben für die „LogoCare“ Applikation können
folgender Abbildung 4.2 entnommen werden.
Abbildung 4.2: Farbauswahl der Applikation
20
4.1 Allgemeine Designentscheidungen (Guideline)
Farbton 1 in Abbildung 4.2:
Der grüne Farbton wird als Kernfarbe für die Applikation aus Patientensicht verwendet.
Die Verarbeitung der Farbe Grün ist für das menschliche Auge am einfachsten. In
der Psychologie wird der Farbe Grün ein entspannender bzw. beruhigender Effekt
nachgesagt. Daher ist diese Farbe bestens für die Zielgruppe dieser Applikation geeignet
[
23
],[
24
]. Die Aphasie-Patienten befinden sich nach dem Schlaganfall in einer stressigen
und belastenden Situation. Auf Grund dessen kann die Farbe Grün die innere Ruhe
fördern, sodass die Patienten sich optimal auf die gestellten Übungen konzentrieren
können.
Farbton 2 in Abbildung 4.2:
Der blaue Farbton wird als Kernfarbe für die Applikation aus Therapeutensicht verwendet.
Aus psychologischer Sicht transportiert die Farbe Blau Gelassenheit und Ruhe. Die
diskrete Farbe wird in der Medizin oft verwendet [
23
], [
24
]. Daher ist sie als Grundfarbe
gut geeignet. Der farbliche Unterschied zur Patientenansicht ist gewollt, um eine klare
Abgrenzung zwischen beiden Bereichen zu erreichen.
Farbton 3 in Abbildung 4.2:
Dieser dezente Grauton wurde als Buttonhintergrundfarbe ausgewählt. Die Wahl fiel auf
diese schlichte Farbe, um die Harmonie innerhalb der Applikation nicht zu stören und
den Nutzer nicht zu sehr abzulenken.
Farbton 4 in Abbildung 4.2:
Dieser Grauton wird für die Suchfelder und Eingabefelder in der Applikation verwendet.
Farbton 5 in Abbildung 4.2:
Der dunkle Grauton wurde als Schriftfarbe für alle Texte innerhalb der Anwendung
verwendet. Der Grauton schafft, im Gegensatz zu einem hart wirkenden Schwarzton,
einen harmonischen Effekt.
Farbton 6 in Abbildung 4.2:
Schwarz ist eine starke Farbe. Deshalb sollte sie nur mit Bedacht verwendet werden.
Aufgrund dessen wird sie ausschließlich für Details und in designten Icons verwendet.
21
4 Konzeption des Prototyps
4.1.3 Icons
Icons sind ein wichtiger Bestandteil einer Anwendung. Sie stellen eine Funktion oder
eine Tätigkeit dar. Sie können Informationen weitaus einfacher darstellen, als dies durch
Textelemente der Fall wäre. Zudem werden Bildelemente vom menschlichen Gehirn
leichter und schneller verarbeitet als Texte. Ferner ist der Wiedererkennungswert bei
Texten geringer, als bei einer graphischen Darstellung [
25
]. In der Human Interface
Guideline von Apple werden die Icons in drei verschiedene Kategorien unterteilt. In
dieser Richtlinie spricht man von App-Icons, System Icons und Custom Icons. Das App-
Icon ist mit dem Logo einer Marke bzw. Firma zu vergleichen. Es ist Repräsentant der
Applikation (siehe Abschnitt 4.2). System Icons wurden von Apple gestaltet und stehen
den Entwicklern einer iOS-App zur Verfügung. Die Guideline rät dazu, die System Icons
wenn möglich einzusetzen. Der Grund dafür lässt sich einfach schlussfolgern: Die Nutzer
sind mit dem Betriebssystem ihres Smartphones vertraut, sodass die Mehrheit der
System-Icons vom Benutzer wiedererkannt werden und die Benutzerakzeptanz steigt.
Wenn die von Apple entwickelten Icons die Repräsentation des Inhalts nicht ausreichend
gewährleisten und das Design unstimmig wirken lassen, sollen sogenannte Custom
Icons zum Einsatz kommen. Diese Icons sind vom Entwickler der Anwendung gestaltet
und größtenteils speziell an die App Gestaltung angepasst. Beim Design solcher Icons
ist darauf zu achten, dass sie Funktionen schlicht und unkompliziert repräsentieren [
20
].
Für die in dieser Arbeit entwickelte Anwendung wurden hauptsächlich Custom Icons
verwendet, da die Funktionen dieser App relativ speziell sind. Im Folgenden werden
die wichtigsten Icons gezeigt, die in der LogoCare Applikation Verwendung finden. Alle
Icons sind als Puzzleteile gestaltet. Die genaue Erklärung erfolgt in Abschnitt 4.2.
22
4.1 Allgemeine Designentscheidungen (Guideline)
Abbildung 4.3: Icons der Übungsarten
Die in Abbildung 4.3 zu findenden Icons sollen die verschiedenen Übungsarten in der
App-Ansicht des Patienten symbolisieren.
Icon 1 in Abbildung 4.3:
Das Icon 1 steht für die Übungsart „Sprachverständnis“. Übun-
gen in diesem Abschnitt zielen auf das Verständnis verschiedener Wörter oder Begriffe
ab. Die dargestellten Zahnräder symbolisieren die komplexen, zusammenhängenden
Prozesse die im menschlichen Gehirn beim Verstehen von Sprache ablaufen.
Icon 2 in Abbildung 4.3:
Die Übungen zur „Wortfindung"werden durch das Icon 2 dar-
gestellt. Hierbei wird eine Lupe verwendet, diese symbolisiert eine Suche und ist durch
häufiges Auftreten in zahlreichen User Interfaces ein bekanntes Symbol, mit hohem
Wiedererkennungswert. Zudem wird das Icon durch den Begriff „Wort“ spezifiziert.
Icon 3 in Abbildung 4.3:
Das Icon 3 steht für die Übungsart „Schreiben". Daher wurde
als Darstellung ein Stift verwendet. Ein Stift ist als Symbol für Schrift oder Texte bei den
Nutzern bekannt und sorgt daher für eine hohe Akzeptanz. Um die Symbolik dieses
Icons zu verdeutlichen, sind zudem „Kritzeleien“ zu erkennen.
Icon 4 in Abbildung 4.3:
Das letzte Icon der Übungsarten steht für das „Lesen". Hier
wurde ein aufgeschlagenes Buch genutzt. Es ist leicht zu erkennen, dass es sich hierbei
um die Funktion bzw. Übung „Lesen“ handelt.
Ergänzend wurde im Menü neben jedes Icon die Übungsart als Text hinzugefügt, um den
Aphasie-Patienten die Nutzung der Applikation zu erleichtern. Darüber hinaus wurden
für die Anwendung weitere Icons erstellt die nachfolgend vorgestellt werden.
23
4 Konzeption des Prototyps
Abbildung 4.4: weitere Menü-Icons
Icon 5 aus Abbildung 4.4:
Das Zahnrad steht in diesem Zusammenhang für die Einstel-
lungen, die der Nutzer in der Applikation vornehmen kann. Der Wiedererkennungswert
und die Akzeptanz dieses Icons ist garantiert. Die Funktion Einstellungen bei iOS und
bei vielen Betriebssystemen oder Applikationen wird als modifizierte Version eines
Zahnrades dargestellt.
Icon 6 aus Abbildung 4.4:
Dieses Icon symbolisiert einen Kalender. Hier hätte man
auch ein System Icon von Apple verwenden können. Allerdings wurde, um die Einheit-
lichkeit des Designs zu gewährleisten, eine angepasste Form verwendet. Der Nutzer
erkennt trotzdem den Sinn hinter diesem Icon. Der Wiedererkennungswert und das
Verständnis sind garantiert.
Icon 7 aus Abbildung 4.4:
Dieses Icon wird für die Auswahl an verschiedenen Übungs-
kategorien verwendet. Der Doktorhut ist ein häufig verwendetest Icon im Zusammenhang
mit Bildung.
Wie bereits erwähnt ist es innerhalb der Applikation auch möglich, sich als Therapeut
anzumelden. Diese Icons werden nachfolgend erläutert. Ebenso wie die Icons der
Patientenansicht werden die Icons hier mit Puzzleteilen ergänzt. Die Farbe wurde
entsprechend durch einen blauen Farbton (#009BBB) ersetzt.
Icon 1 aus Abbildung 4.5:
Das erste Icon steht für „Ihre Patienten“. Die drei gleichen
Symbole sollen Personen bzw. Patienten darstellen. Sie sind etwas versetzt hinterein-
24
4.1 Allgemeine Designentscheidungen (Guideline)
Abbildung 4.5: Icons der Therapeutenansicht
ander angeordnet. Durch die verschiedenen Graustufen wird die Unterscheidung der
Personen deutlich.
Icon 2 aus Abbildung 4.5:
Das Icon für die „Patientensuche“ ist dem Icon 1 sehr
ähnlich. Diese stellt wie bereits genannt die Patienten dar. Durch eine Lupe wird die
Bedeutung des zweiten Icons deutlich.
Icon 3 aus Abbildung 4.5:
Dieses grobe Punktdiagramm steht für den Menüpunkt
„Statistik“. Da in diesem Teil der Anwendung Analysen und Statistiken zu Patienten
gegeben werden, schien ein sehr einfach gehaltenes Diagramm passend dafür.
Icon 4 aus Abbildung 4.5:
Für die Einstellungen wird bei der Therapeutenansicht das
gleiche Icon verwendet, wie bei der Ansicht des Patienten. Der einzige Unterschied ist
die Wahl der Farbe (siehe Icon 5 aus Abbildung 4.4).
25
4 Konzeption des Prototyps
4.1.4 Layout
Abbildung 4.6: Allgemeines Layout der Applikation
Als Grundlage zur Erstellung der Mock-Ups dient ein vorher angefertigtes Layout. Die-
ses gilt als Richtlinie für die Realisierung. Durch die Einhaltung wird ein einheitliches
Konzept innerhalb der gesamten Anwendung ermöglicht. Hierfür erfolgt die Einteilung
der Benutzeroberfläche in verschiedene Teilbereiche. Diese werden in der Abbildung 4.6
aufgezeigt.
Markierung 1 in Abbildung 4.6:
Das iOS Betriebssystem sieht eine sogenannte
Statusleiste vor. Diese ist in drei Bereich eingeteilt. Der erste Bereich links zeigt dem
Nutzer seinen Netzbetreiber und die aktuelle Netzqualität an. Mittig wird die momentane
Uhrzeit angezeigt und rechts wird man über den Batteriestatus informiert. Die Statusleiste
kann zudem weitere Informationen enthalten, wie beispielsweise Bluetooth-Verbindung,
Ortungsdienste und eingestellte Alarme. Die Hintergrundfarbe der Statusleiste kann
beliebig gestaltet werden.
26
4.1 Allgemeine Designentscheidungen (Guideline)
Markierung 2 in Abbildung 4.6:
Unter der Statusleiste wurde in der konzipierten
App eine weitere, etwas breitere Leiste verwendet. Diese enthält im Wesentlichen drei
verschiedene Bereiche. Der linke Abschnitt enthält entweder die „Zurück“-Schaltfläche
oder der Nutzer gelangt über die „Menü“-Schaltfläche zum entsprechenden Hauptme-
nü. Das Menü wird im Abschnitt 4.7 näher erläutert. Mittig platziert befindet sich der
„Seitenname“. Diese Darstellung ermöglicht dem Anwender eine Übersicht, in welchem
Bereich der Applikation er sich gerade befindet. Der dritte Bereich, ganz rechts, ist in
der aktuellen Version der Applikation noch ungenutzt. Hier wäre es aber möglich, noch
zusätzliche Informationen und Anwendungsmöglichkeiten einzufügen. Jedoch ist immer
darauf zu achten, den Nutzer mit möglichst wenig Zusatzinformationen abzulenken.
Markierung 3 in Abbildung 4.6:
In dem großen Bereich unterhalb der farbigen Leiste
befindet sich die freie Fläche, welche für die funktionalen Anforderungen der Applikation
zur Verfügung steht. Die Fläche ist sehr groß gehalten, damit die Übungsaufgaben
für die Patienten sowie weitere Funktionen einfach und strukturiert gestaltet werden
können. Links und rechts soll jedoch immer ein gewisser Abstand zu den Seitenrändern
eingehalten werden. Dieser sollte in der Regel 22 px betragen.
Markierung 4 in Abbildung 4.6:
Unterhalb der Funktionsfläche sollen die benötigten
Buttons angebracht werden. Wenn möglich, sollten diese übereinander platziert werden.
Falls die Übung oder andere Funktionen einen größeren Platzbedarf aufweisen, ist es
zudem möglich, die Buttons auf eine Linie etwas weiter unten anzubringen.
27
4 Konzeption des Prototyps
4.1.5 Navigationskonzept
Abbildung 4.7: Navigationskonzept
Durch das Menü-Icon gelangt der Benutzer in das sogenannte Off-Canvas-Menü. Dabei
wird das eigentliche Layout nach rechts, aus dem sichtbaren Bereich, verschoben und
das Navigationsmenü eingeblendet. Das Menü nimmt jedoch nicht den gesamten Platz
in Anspruch, sodass der Inhaltsbereich teilweise noch sichtbar ist. Auf diese Weise
wird eine möglichst effiziente Nutzung der Bildschirmfläche des mobilen Endgerätes
sichergestellt. Das Hauptaugenmerk in der LogoCare Applikation liegt auf den Übungen
für die Patienten. Da das ein- bzw. ausblendbare Menü nur minimalen Platz benötigt,
steht für die Gestaltung dieser Übungen ein möglichst großer Bereich zur Verfügung.
28
4.2 Logo der Applikation
4.2 Logo der Applikation
Das Logo oder auch App-Icon ist bei einer Anwendung ein wichtiger Bestandteil. Es
soll das Erscheinungsbild abrunden und das Aussehen der gesamten Applikation wider-
spiegeln. Durch ein prägnantes Logo wird ein Wiedererkennungswert bei den Nutzern
erzeugt. Das App-Icon ist die erste Möglichkeit mit dem Nutzer zu kommunizieren und
seine Aufmerksamkeit zu gewinnen. Hierbei ist es wichtig, dass der Zweck bzw. Sinn
der Applikation im Icon erkennbar ist. Zudem sollte es einfach gehalten werden, um den
Anwender nicht unnötig abzulenken oder gar zu verwirren [
20
]. Beim Designprozess
des Logos bzw. des App-Icons wurden in der ersten Entwurfsphase Skizzen auf Papier
angefertigt, die in Abbildung 4.8 zu finden sind.
Abbildung 4.8: Skizze des App-Icons
Dieser Grobentwurf wurde anschließend verfeinert und digital umgesetzt (siehe Ab-
bildung 4.9). Nachstehend wird die genaue Realisierung erläutert. Für das App-Icon
von LogoCare wurden die beiden Hauptfarben blau (#009BBB) und grün (#68BB8B)
eingesetzt.
Wie bereits erwähnt werden die beiden Farben zum einen für die Patientenansicht und
zum anderen für die Therapeutenansicht verwendet. Da die App beide Benutzerrollen
29
4 Konzeption des Prototyps
Abbildung 4.9: Digitale Umsetzung des App-Icons
beinhaltet, wurde ein harmonischer Farbverlauf gewählt. Zudem beinhaltet das Icon ein
Puzzleteil. Dieses assoziieren die Benutzer häufig mit spielerischen Anwendungen. Da
die LogoCare Applikation den Patienten spielerisch mit verschiedenen Übungsaufgaben
bei der Therapie unterstützen möchte, scheint ein Puzzle-Icon passend. Ferner steht
das Puzzleteil mit den vier Lücken für den Aphasie-Patienten. Nach der schweren
Krankheit und der Diagnose Aphasie fehlen dem Patienten Bruchstücke, die ihn daran
hindern, frei sprechen bzw. schreiben zu können. Die Anwendung soll mit Hilfe der vier
verschiedenen Übungsarten diese Lücken schließen. Jede Übung steht deshalb für
je ein Puzzleteil, dass dazu beitragen soll den Zustand des Patienten zu verbessern
(siehe Abbildung 4.10). Ergänzt wird das App-Icon durch das Maskottchen „Brainy“.
Es wurde einem menschlichen Gehirn nachempfunden. Das hinzugefügte lachende
Gesicht wirkt freundlich und vertraut. Durch die Brille soll dem Anwender eine gewisse
Weisheit vermittelt werden. „Brainy“ wird immer wieder eingesetzt, um den Patienten
durch die einzelnen Bereiche innerhalb der Anwendung (Patientenansicht) zu begleiten.
Das Maskottchen ist folglich ein Begleiter und Helfer für den Anwender.
30
4.3 Anwendungsfalldiagramm (Patient/Therapeut)
Abbildung 4.10: Gesamtbild mit App-Icon
4.3 Anwendungsfalldiagramm (Patient/Therapeut)
In diesem Abschnitt werden alle Anwendungsfälle in einem Anwendungsfalldiagramm
dargestellt. Dabei handelt es sich um ein UML-Verhaltensdiagramme, deren Aufgabe es
ist, eine Grundordnung in komplexe Anforderungen zu bringen und eine gute Einsicht
in die Funktionalitäten der Applikation zu bieten. In der LogoCare App haben anonyme
Benutzer keinen Zugang zu den Funktionen. Allerdings haben sie die Möglichkeit zur
Registrierung bzw. zur Anmeldung. Zudem ist es dem nicht registrierten oder nicht
angemeldeten Nutzer möglich, zur Therapeutenansicht zu wechseln, um sich dort
anzumelden bzw. ein Benutzerkonto als Therapeut anzulegen (siehe Abbildung 4.11).
31
4 Konzeption des Prototyps
Abbildung 4.11: Use-Case-Diagramm - Anonym
Wurde ein Patientenkonto erstellt, stehen verschiedene Funktionalitäten zur Verfügung
(siehe Abbildung 4.12). Diese Anwendungsmöglichkeiten werden nachfolgend erläutert.
Zum einen kann der Akteur (hier: angemeldeter Patient) auf die Übungen zugreifen.
Diese sind in vier verschiedene Teilbereiche unterteilt. In jedem Bereich können ver-
schiedene Kategorien ausgewählt werden und Übungen gestartet bzw. durchgeführt
werden. Ein anderer Bereich, der dem Patienten zur Verfügung steht, ist der Kalender.
Hier besteht die Möglichkeit einen beliebiges Datum auszuwählen und die absolvierten
Übungen nochmals zu betrachten. Des Weiteren kann der Anwender auf eine Reihe von
Einstellungsmöglichkeiten zugreifen. Er hat jederzeit die Möglichkeit, seine persönlichen
Daten, die er bei der Registrierung angegeben hat, zu ändern. Hat der Patient bei der
Registrierung ein Benutzerkonto ohne eine Therapeutenverbindung erstellt, kann er
diese Verbindung jederzeit anlegen. Eine Verbindung kann zudem getrennt werden.
Der Nutzer hat außerdem die Option, Erinnerungen einstellen zu können. Diese sollen
32
4.3 Anwendungsfalldiagramm (Patient/Therapeut)
dem Patienten ins Gedächtnis rufen, Übungsaufgaben zu machen. Außerdem kann der
Anwender sich jederzeit wieder abmelden.
Abbildung 4.12: Use-Case-Diagramm - Patient
Wurde ein Therapeutenkonto erstellt, stehen dem Anwender (hier: Therapeuten) folgen-
de Funktionalitäten zur Verfügung (siehe Abbildung 4.13: Zunächst hat der Therapeut
die Möglichkeit auf die Patienten, welche mit ihm verbunden sind, zuzugreifen. Er kann
sich hierbei die allgemeinen Daten anzeigen lassen. Außerdem besteht die Möglich-
keit, Notizen bzw. Informationen, die während einer Sitzung aufgekommen sind, hier
hinzuzufügen. Der Therapeut kann darüber hinaus die Stufe des Patienten einsehen.
Die verschiedenen Stufen stehen für die Schwierigkeitsgrade der Übungsaufgaben, die
der Patient absolvieren kann. Empfindet der Therapeut die aktuelle Stufe des jeweiligen
Patienten als unpassend, kann er diese anpassen. Zudem kann der Therapeut die
Übungsergebnisse ansehen. Da der Therapeut beim Bestehen mehrerer Patientenver-
33
4 Konzeption des Prototyps
bindungen den Überblick verlieren kann, steht ihm eine Suchfunktion nach Patienten
zur Verfügung. Außerdem kann er auf verschiedene Statistiken seiner Patienten zugrei-
fen, wie beispielsweise die durchschnittliche Übungsdauer. Zudem kann er einzelne
Übungsaufgaben und deren Fehlerrate betrachten. Überdies hat auch der Therapeut
verschiedene Einstellungsmöglichkeiten. Zum einen ist es möglich, seinen Zugangs-
bzw. Verbindungscode zu ändern. Zum anderen kann er seine, bei der Registrierung
angegebenen, Informationen bearbeiten und sein Praxisbild abändern.
Abbildung 4.13: Use-Case-Diagramm -Therapeut
34
5
Gestaltung und Entwicklung der Mockups
In diesem Kapitel werden die erstellten Paper-Mockups sowie die digitalen Mockups für
die LogoCare Applikation näher erläutert.
5.1 Paper-Mockups
Zu Beginn der Entwurfsphase werden Paper-Mockups für ein erstes Grobdesign erstellt.
Diese handskizzierten Zeichnungen auf Papier haben wesentliche Vorteile gegenüber
den elektronischen Mockups. Zum einen sind sie schnell erstellt und zum anderen kön-
nen sie leicht modifiziert werden. Sie ermöglichen es kostengünstig, erste Designideen
und Ablauflogiken zu verwirklichen. Diese Ideen und Beobachtungen können in den
späteren digitalen Mockups übernommen werden [26].
In der folgenden Abbildung wird eine Auswahl der erstellten Paper-Mockups gezeigt.
35
5 Gestaltung und Entwicklung der Mockups
Abbildung 5.1: Auszug aus den gestalteten Paper-Mockups
Mockup 1 in Abbildung 5.1:
Das erste Mockup zeigt die Patienten-Registrierung mit
einem Therapeuten. Hierbei sollen ein spezieller Verbindungscode eingegeben werden
sowie persönliche Daten des Anwenders (hier Vorname, Nachname, E-Mail-Adresse).
Mockup 2 in Abbildung 5.1:
Hier ist das Menü des Patienten abgebildet. Es wur-
de bereits ein ein- bzw. ausblendbares Menü skizziert und die möglichen Punkte für
die Menülogik durchdacht. Auf dieses Menü kann der Anwender nach erfolgreicher
Registrierung zugreifen.
Mockup 3 in Abbildung 5.1:
Die dritte Skizze zeigt die zur Verfügung stehenden
Aufgabenkategorien, aus denen ein Patient auswählen kann.
Mockup 4 in Abbildung 5.1:
Die eigentliche Übungsaufgabe ist auf dem vierten Bild
der Abbildung zu erkennen.
5.2 Digitale Mockups
Auf Grundlage der Paper-Mockups werden im Folgenden die digitalen Mockups vor-
gestellt. Diese sind im Gegensatz zu den Papierentwürfen weitaus detaillierter und
sollen dem Aussehen und der Handhabung der späteren Anwendung entsprechen. Die
36
5.2 Digitale Mockups
Mockups können dementsprechend bei einer späteren Realisierung der Applikation
ohne Probleme genutzt werden. Anders als die Paper-Mockups sind diese klickbare und
weitestgehend lauffähige Prototypen. Somit hat der Anwender in einer frühen Entwick-
lungsphase die Möglichkeit, die Usability der Applikation kennenzulernen. Treten dabei
Unstimmigkeiten oder Probleme auf, können diese noch einfacher behoben werden, als
in der Endphase der eigentlichen Entwicklung. Bei den digitalen Mockups wurden die
allgemeinen Designentscheidungen als Richtlinien für die Gestaltung verwendet. In den
nachfolgenden Abbildungen werden die Mockups der Anwendung LogoCare dargestellt
und erklärt. Da es bei der App zwei verschiedene Rollen gibt (Patient und Therapeut),
wird auf diese jeweils gesondert eingegangen. Als Erstes werden die Mockups für die
Patientenansicht und anschließend die für die Therapeutenansicht erläutert. Der Lade-
bildschirm und die Willkommensseite sind jedoch bei beiden Rollen identisch. Diese
werden auf Grund dessen vorab erklärt.
5.2.1 Programm Adobe XD zur Gestaltung digitaler Mockups
Die digitalen Mockups werden mit Hilfe des Programms Adobe XD erstellt. Diese Design-
und Prototypsoftware wurde von Adobe Systems entwickelt. Mit Hilfe von Adobe XD
können die einzelnen elektronischen Mockups über eine Zeichenfläche erstellt und
gestaltet werden. Außerdem ist es möglich, die gestalteten Oberflächen miteinander zu
verknüpfen, sodass ein klickbarer Prototyp entsteht. Dieses Design kann sogar auf den
Endgeräten getestet werden. [27].
5.2.2 Ladebildschirm und Willkommensseite
Klickt der Anwender das App-Icon auf seinem Bildschirm an, öffnet sich die Applikation.
Für eine kurze Zeit befindet sich die Anwendung im Ladevorgang. In dieser Zeitspanne
wird dem Nutzer ein Ladescreen angezeigt. Hier wird das gesamte Logo, welches bereits
ausführlich im Kapitel (App-Icon) erläutert wurde, angezeigt. Nach dem Ladevorgang
der Applikation ist die Willkommensseite die erste Seite, die dem Anwender angezeigt
wird. Hier wird das gleiche Logo wie beim Ladescreen angezeigt. Nach der Ladezeit
37
5 Gestaltung und Entwicklung der Mockups
verschwindet der Hintergrund und der Nutzer wird durch den Text „Willkommen bei
LogoCare“ begrüßt. Durch einen Klick auf das Logo gelangt der Anwender auf die
Startseite.
Abbildung 5.2: Ladebildschirm und Willkommensseite
5.3 Digitale Mockups für die Patientenansicht
Im folgenden Kapitel werden die erstellten Mockups der Patientenansicht erläutert.
Hierbei sind die Begrifflichkeiten Anwender, Nutzer und Benutzer gleichbedeutend mit
dem Patienten.
5.3.1 Startseite
Für die Startseite gibt es verschiedene Varianten. Bei beiden Versionen wurde mittig im
Bildschirm das Maskottchen „Brainy“ platziert. Dieses ist auch im App-Icon zu finden. Es
38
5.3 Digitale Mockups für die Patientenansicht
wird den Nutzer innerhalb der Applikation immer wieder begleiten und ihn unterstützen.
Beispielsweise ist es möglich, dass „Brainy“ den Text auf dem Bildschirm vorliest. Dafür
muss der Anwender entweder auf das Maskottchen selbst oder auf das Lautsprecher-
Icon klicken. Da sich diese App an Patienten mit Sprachproblemen richtet, ist es von
großem Vorteil, wenn man ihnen zusätzliche Hilfen wie diese anbietet. In Abbildung 5.3
links ist die Startseite für die Nutzer zu sehen, die nicht registriert bzw. nicht angemeldet
sind. Dort hat ein bereits registrierter Nutzer die Möglichkeit sich mit seinen Nutzerdaten
anzumelden. Nicht registrierte Benutzer können sich mit Therapeut registrieren. Es
besteht aber auch die Option sich ohne einen Therapeuten registrieren zu können. Des
Weiteren ist es möglich, zur Therapeutenansicht zu wechseln. Das rechte Mockup in
Abbildung 5.3 zeigt den Startbildschirm für angemeldete Benutzer. Hier wird dieser
namentlich begrüßt. Dadurch fühlen sich die Benutzer persönlich angesprochen. kann
auswählen, ob er direkt mit den Übungen starten oder zum Menü gelangen möchte.
Außerdem kann der Nutzer auch hier zur Therapeutenansicht wechseln.
Abbildung 5.3: Startseite der Patientenansicht
39
5 Gestaltung und Entwicklung der Mockups
5.3.2 Registrierung
Bei der Registrierung muss der Anwender persönliche Daten wie Name, Vorname und
E-Mail-Adresse angeben. Außerdem muss er ein persönliches Passwort hinterlegen.
Zudem ist es auch hier wieder möglich, sich Erklärungen vorlesen zu lassen. Mit der
E-Mail-Adresse und dem Passwort hat der Patient dann die Möglichkeit, sich jederzeit in
der Applikation anzumelden. Im zweiten Schritt der Registrierung kann der Benutzer ein
persönliches Foto hinzufügen. Das Profilbild ermöglicht dem Therapeuten eine bessere
Zuordnung. War die Registrierung erfolgreich, wird das rechte Mockup in Abbildung 5.4
angezeigt. Nach der Registrierung kann der Patient direkt mit den Übungen starten oder
zum Menü wechseln.
Abbildung 5.4: Registrierung als Patient
Eine erfolgreiche Registrierung ist für die weitere Benutzung der Applikation LogoCare
notwendig. Daher ist es wichtig, diese einfach und intuitiv zu gestalten. Ist eine Registrie-
rung mit einem großen Aufwand oder Komplikationen verbunden, kann dies potenzielle
40
5.3 Digitale Mockups für die Patientenansicht
Benutzer abschrecken, sodass dieser sich letzten Endes nicht anmeldet und somit die
App nicht nutzt. Dennoch kann es auch bei einem einfachen Design zu Anwendungs-
fehlern kommen. Diese sollten jedoch abgefangen werden, damit einer erfolgreichen
Registrierung nichts mehr im Wege steht (siehe Abbildung 5.5). Ein Anwendungsfehler
könnte beispielsweise sein, damit der Nutzer seine Angaben nicht vollständig eingibt.
Ist dies der Fall, werden die entsprechenden Felder rot markiert und außerdem wird
textuell auf die Fehlerquelle hingewiesen. Ist dem Nutzer die Fehlerursache immer noch
nicht bewusst, kann er sich vom App-Maskottchen Brainy die Problematik vorlesen
lassen. Der Nutzer kann während der gesamten Registrierung zur vorherigen Ansicht
zurückkehren oder auch auf das Hauptmenü zugreifen. Tut er dies, wird der aktuelle
Vorgang abgebrochen. Um einen ungewollten Abbruch zu vermeiden, wird der Nutzer
darauf hingewiesen, dass bei einem vorzeitigen Beenden alle Daten der Registrierung
verloren gehen.
Abbildung 5.5: Fehler bei der Registrierung
41
5 Gestaltung und Entwicklung der Mockups
5.3.3 Registrierung mit Therapeut
Zudem besteht die Möglichkeit, sich mit einer Therapeutenverbindung zu registrieren.
Dies ist in den ersten beiden Schritten identisch mit der Registrierung ohne Therapeu-
ten. Hier kommt jedoch noch ein dritter Schritt hinzu. Der Patient muss, um mit dem
Therapeuten verbunden werden zu können, einen entsprechenden Verbindungscode
angeben. Hat der Patient einen falschen Code erhalten oder sich fälschlicherweise
für eine Registrierung mit Therapeut entschieden, ist eine erfolgreiche Registrierung
dennoch möglich.
Abbildung 5.6: Registrierung mit Therapeut
42
5.3 Digitale Mockups für die Patientenansicht
5.3.4 Hauptmenü
Das Hauptmenü ist, wie bereits in Kapitel 4 erwähnt, ein Off-Canvas-Menü. Es ist zu
jedem Zeitpunkt in der LogoCare App verfügbar. Jedoch gibt es verschiedene Menü-
Designs. Ist der Patient nicht angemeldet, kann er trotzdem auf das Menü zugreifen.
Dann sind jedoch die meisten Punkte deaktiviert. Dies wird durch die Verringerung der
Deckkraft im Design hervorgehoben. Hat sich der Anwender ohne Therapeut angemeldet,
steht ihm das Menü-Design mittig in Abbildung 5.7 zur Verfügung. Oben ist der Vorname
und Nachname des Patienten zu finden. Außerdem wird das Profilbild angezeigt. Unter
dem Namen und Bild befindet sich der Menüpunkt „Aktuelle Stufe“. Hier bekommt der
Nutzer einen Überblick, in welcher Übungsstufe er sich befindet. In Abbildung 5.8 befindet
sich der Patient aktuell in Stufe 1. Dies wird zum einen durch eine Zahl deutlich und
zum anderen werden die Level visuell dargestellt. Auch hier wurde wieder das Puzzle-
Motiv verwendet. Die derzeitige Stufe wird farblich markiert. Hat der Patient bereits eine
Stufe erfolgreich absolviert, wird in dem jeweiligen Puzzleteil ein Abzeichen angezeigt.
Dieses soll das Bestehen einer Stufe verdeutlichen. Darunter befinden sich die einzelnen
Übungsarten. Diese werden wieder mit einem Puzzleteil vervollständigt. Dadurch ergibt
sich ein abgerundetes und schlüssiges Designkonzept. Des Weiteren ist im Menü
ein Kalender zu finden. Der Patient kann außerdem auf verschiedene Einstellungen
zugreifen. Die einzelnen Menüpunkte werden in den nachfolgenden Abschnitten genauer
erläutert.
43
5 Gestaltung und Entwicklung der Mockups
Abbildung 5.7: Hauptmenü der Patientenansicht
Wie bereits erwähnt, ist es möglich, dass sich der Nutzer mit einem Therapeuten regis-
triert. Ist dies der Fall, wird der Therapeut oben unter dem Patientenbild mit angezeigt.
Außerdem wird dem Patienten das Bild, das der Therapeut bei seiner Registrierung mit
hochgeladen hat, dargestellt (siehe Abbildung 5.8, links). Im Einstellungsmenü kann
der Benutzer seine persönlichen Angaben jederzeit anpassen. Ändert er beispielsweise
seinen Nachnamen, wird dies anschließend im Menü oben abgeändert angezeigt (siehe
Abbildung 5.8, rechts).
44
5.3 Digitale Mockups für die Patientenansicht
Abbildung 5.8: Hauptmenü nach Änderungen
5.3.5 Übungsaufgaben
Die Übungsaufgaben sind ein wesentlicher Bestandteil der LogoCare Applikation. Der
Nutzer hat die Auswahl zwischen vier verschiedenen Übungsbereichen. Er kann zum
einen über das Menü auf diese Aufgaben zugreifen und zum anderen nach dem Öffnen
der App direkt mit den Übungen beginnen. Der Nutzer kann dann auf das gewollte
Übungsicon klicken und gelangt direkt zu dem entsprechenden Bereich. Befindet sich
der Benutzer das erste Mal dort, gelangt er zuerst in einen Vorbereich. In der Applikation
sollen die Übungen in verschiedene Alltagsbereiche eingeteilt werden, da es für den
Patienten von großem Vorteil ist, dass er Übungsaufgaben gestellt bekommt, die den
im Alltag gebräuchlichen Wortschatz enthalten. Der Patient hat somit die Möglichkeit
verschiedene, für ihn relevante Kategorien auszuwählen. Auch hier wird wieder das
Maskottchen eingesetzt, um die Vorgehensweise zu erläutern. Die einzelnen Kategorien
sind durch verschiedene Icons verdeutlicht.
45
5 Gestaltung und Entwicklung der Mockups
Abbildung 5.9: Startseiten der Übungsaufgaben
Hat der Patient sseine Auswahl getroffen, werden ihm die zur Verfügung stehenden
Kategorien angezeigt (siehe Abbildung 5.10, links). Er hat nun Möglichkeit, zwischen
diesen verschiedenen Alltagskategorien eine davon auszuwählen. Oben am Bildschirm
wird die Art der Übungsaufgabe textuell angezeigt, zum anderen wird auch durch das
Icon der Übungsart noch einmal deutlich, in welchen Bereich sich der Patient befindet.
Oben in der Statusleiste wird durch einen Text beschrieben, in welcher Alltagskategorie
der Patient nun seine Übungen absolviert. Durch das Icon darunter wird dargestellt,
dass der Anwender sich in der Übungskategorie Sprachverständnis befindet und die
Alltagskategorie ausgewählt hat. Dieses Icon dient dem Nutzer zur Orientierung. Dar-
unter befindet sich wieder „Brainy“. Er ermöglicht dem Nutzer wie gewohnt, sich die
Arbeitsanweisungen vorlesen zu lassen. Danach folgt ein Fortschrittsbalken. Hier kann
der Patient sehen, wie viele Übungskategorien er bis jetzt in dieser Alltagskategorie
46
5.3 Digitale Mockups für die Patientenansicht
absolviert hat. Ein Fortschrittsbalken hilft einerseits dazu, einen Überblick zu erhalten,
andererseits dient er als Motivation für den Patienten.
Abbildung 5.10: Menü Übungsaufgaben
Im Folgenden werden kurze Ausschnitte einer Beispielaufgabe zu jeder Übungsart
aufgezeigt und erläutert. Diese Übungsaufgaben sind jeweils in der Alltagskategorie
„Zuhause“ zu finden. Der Patient befindet sich jeweils im ersten Level. Diese Übungen
werden von Betrachtern ohne Aphasie als sehr leicht angesehen. Allerdings stellen diese
Aufgaben, je nach Schweregrad der Aphasie, die Patienten vor Herausforderungen und
müssen mit der Zeit und der Besserung der Aphasie im Schwierigkeitsgrad angepasst
werden. Dafür sind die jeweiligen Level (Stufen) vorgesehen.
Sprachverständnis
Bei der Sprachverständnis-Kategorie geht es im Allgemeinen darum, das Verstehen von
alltagsrelevanten Wörtern bzw. Sätzen und Texten zu verbessern. Bei dieser Übung in
47
5 Gestaltung und Entwicklung der Mockups
der ersten Stufe werden einfache Fragen gestellt und der Patient hat vier verschiedene
Fotos zur Auswahlmöglichkeit. Die Ausgestaltung mit Fotos hat den Vorteil, dass die
Patienten einen höheren Bezug zu Realbildern haben. Im Gegensatz dazu können
Zeichnungen der Gegenstände eventuell missverstanden oder fehlinterpretiert werden.
Versteht der Patient die Frage nicht, kann er sie sich zusätzlich vorlesen lassen. Klickt
der Anwender auf das richtige Foto, erscheint ein grüner Haken. Dieser symbolisiert
dem Patienten, die Aufgabe richtig gelöst zu haben. Zudem erscheint das Maskottchen
mit lachendem Gesicht. Daneben wird textuell beschrieben, dass die gewählte Lösung
richtig ist. Mit dem Button „weiter“ gelangt er zur Übersicht mit dem aktualisierten
Fortschrittsbalken. Wählt der Patient hingegen das falsche Bild aus, erscheint ein rotes
X. Dieses versinnbildlicht dem Anwender, dass er die falsche Auswahl getroffen hat. Des
Weiteren wird „Brainy“ mit niedergeschlagenem Gesichtsausdruck eingeblendet und es
wird textuell beschrieben, dass diese Lösung falsch ist. Mit dem Button „Wiederholen“
hat der Patient die Möglichkeit, die Übung nochmals zu bearbeiten.
48
5.3 Digitale Mockups für die Patientenansicht
Abbildung 5.11: Übungsaufgabe Sprachverständnis
Wortfindung
Die Übungen der Kategorie „Wortfindung“ zielen in erster Linie auf die Verbesserung der
Wortfindungsleistung ab. Solche Übungen sind in den meisten herkömmlichen Aphasie-
Therapien zu finden. Patienten wählen häufig falsche Wörter oder stocken während
eines Gesprächs, weil ihnen bestimmte Wörter nicht einfallen. In der ersten Stufe ist
es sinnvoll, Wortpaare ergänzen zu lassen oder mit Redewendungen die Übungen zu
gestalten [
10
]. In der Beispielübung wird ein Wortpaar gesucht. Man soll also den Satz
vervollständigen. Dafür werden dem Patienten verschiedene Auswahlmöglichkeiten in
einem Drop-Down-Menü angezeigt. Wählt der Patient die richtige Lösung aus, wird dies,
wie auch bei den Übungen zum Sprachverständnis mit einem grünen Haken verdeutlicht
(siehe Abbildung 5.12).
49
5 Gestaltung und Entwicklung der Mockups
Abbildung 5.12: Übungsaufgabe Wortfindung
Lesen
In der Kategorie „Lesen“ wird eine Besserung der schriftlichen Kommunikation ange-
strebt. Oft ist bei Aphasie-Patienten die Fähigkeit des Lesen beeinträchtigt. Um das
tägliche Leben ohne große Unterstützung meistern zu können, wünschen sich viele Pati-
enten eine Verbesserung der Lesefähigkeit. Daher ist es sinnvoll, diese Übungskategorie
mit in die Applikation zu integrieren. Wichtig zu erwähnen ist, dass sich das Lesen und
Schreiben oft nicht strikt in den Übungen trennen lassen. Bei einer späteren Realisierung
der verschiedenen Übungsaufgaben kann es also durchaus vorkommen, dass diese das
Lesen sowie das Schreiben fördern [
10
]. In dieser Beispielaufgabe wird eine Buchsta-
benkette angezeigt. Es sind drei verschiedene Wörter enthalten. Der Patient muss eine
gewisse Leseleistung aufwenden, um die einzelnen Begriffe erkennen und differenzieren
zu können. Hat er diese gefunden, kann er sie in die dafür vorgesehenen Kästchen
eintragen. Das System erkennt die einzelnen Wörter. Bei einem richtigen Eintrag wird
50
5.3 Digitale Mockups für die Patientenansicht
der Nutzer durch einen grünen Haken bestätigt. Hat der Anwender ein falsches oder ein
doppeltes Wort eingegeben, erkennt er dies durch das rote X. Er hat dann wieder die
Möglichkeit, falsche Eingaben auszubessern. Sind alle eingegebenen Begriffe richtig,
kann die Übung beendet werden. Der Nutzer sieht im nächsten Schritt seinen aktuellen
Fortschrittsbalken und kann anschließend die nächste Übung beginnen. Diese Aufgabe
ist für die niedrigste Übungsstufe erstellt worden, daher sind die Wörter von der gleichen
Wortgruppe (hier: Obst). In höheren Stufen kann die Schwierigkeit erhöht werden, indem
zum Beispiel Wörter in einer Matrix angeordnet werden und der Patient in horizontaler,
vertikaler und diagonaler Richtung diese finden muss. Eine weitere Steigerung wäre
beispielsweise das Lesen von Texten, die im Alltag gebräuchlich sind.
Abbildung 5.13: Übungsaufgabe Lesen
51
5 Gestaltung und Entwicklung der Mockups
Schreiben
Wie bereits erwähnt, kann das „Schreiben“ nicht von gänzlich von der Kategorie Lesen
getrennt werden. Auch bei dieser Übungsart wird eine Steigerung der schriftlichen
Kommunikationsleistung angestrebt [
10
]. Denn auch die Schreibfähigkeit bringt für den
Patienten wichtige Vorteile im selbstständigen Alltag. Bei dieser Beispielaufgabe sieht
der Patient ein Bild (siehe Abbildung 5.14). Es wird eine Tasse dargestellt. Es gilt diese
zu erkennen und anschließend das Wort im dafür vorgesehenen Bereich einzutragen.
Hat die Applikation das eingegebene Wort als richtig erkannt, erscheint dem Benutzer
wie gewohnt ein grüner Haken. Bei einer freien Eingabe ist es von großer Wichtigkeit,
das verschiedene, passende Wörter möglich sind. Beispielsweise könnte man hier
auch Kaffeetasse eingeben und das System würde dies ebenfalls als richtige Lösung
erkennen. Wie die anderen Beispielübungen ist diese eine Übung der niedrigsten Stufe.
Eine Steigerung wäre beispielsweise das Lösen von Kreuzworträtseln oder Schreiben
eines Briefes.
Abbildung 5.14: Übungsaufgabe Schreiben
52
5.3 Digitale Mockups für die Patientenansicht
5.3.6 Kalender
Die Logo Care Applikation beinhaltet einen Kalender. Der Patient hat dort die Möglichkeit,
die bereits absolvierten Übungen nochmals einzusehen. In Abbildung 5.15 ist der
Kalender zu sehen. Das passende Icon ist oben mittig platziert. Darunter wird angezeigt,
in welchem Monat sich der Patient aktuell befindet. Darüber hinaus findet man die
Übungstage pro Monat und die durchschnittliche Übungsdauer pro Tag. Dies bietet dem
Anwender einen guten Überblick seiner Übungszeiten. Die Tage, an denen der Patient
Übungsaufgaben absolviert hat, werden durch eine farbliche Markierung hervorgehoben.
Diese Tage kann der Patient anklicken und gelangt anschließend auf die Tagesansicht.
Hier werden alle an diesem Tag absolvierten Übungen angezeigt. Klickt er auf eine
der abgeschlossenen Aufgaben, gelangt er in die Detailansicht. Hier kann er sich die
Übung nochmals ansehen. Außerdem sieht er, wie viele Versuche er für die Lösung der
Aufgabe benötigt hat.
Abbildung 5.15: Kalender der Patientenansicht
53
5 Gestaltung und Entwicklung der Mockups
5.3.7 Einstellungen
Der Patient verfügt in der App über verschiedene Einstellungsmöglichkeiten. Er kann
seine persönlichen Angaben verändern, sich mit einem Therapeuten verbinden und
Erinnerungen einstellen. Außerdem kann er unter diesem Menüpunkt das Impressum
und die Kontaktdaten einsehen und sich in der Applikation an- bzw. abmelden. Diese
Funktionen werden im nachfolgenden Abschnitt erläutert.
Abbildung 5.16: Einstellungen der Patientenansicht
Benutzerdaten abändern
Wie bereits in Abschnitt 5.3.4 erwähnt, kann der Nutzer seine Daten anpassen. Ändert
er seinen Namen, wird dies im Hauptmenü sichtbar. Er hat zudem die Option, seine
E-Mail-Adresse und sein Passwort zu wechseln. Der Austausch des Profilbildes ist
ebenfalls möglich. In Abbildung 5.17 ist eine Änderung des Nachnamens zu sehen.
54
5.3 Digitale Mockups für die Patientenansicht
Die Eingaben erfolgen in verschiedenen Textfeldern. Wurde die Änderung vom System
akzeptiert, wird dieses Feld grün umrandet. Klickt der Nutzer auf „Änderungen speichern“
werden durch einen grünen Haken, der mittig auf der Benutzeroberfläche erscheint, die
erfolgreiche Änderung signalisiert.
Abbildung 5.17: Benutzerdaten abändern
Therapeutenverbindung
Hat der Benutzer sich bei der Registrierung ohne einen Therapeuten angemeldet,
kann er sich auch im Nachhinein jederzeit mit einem Therapeuten verbinden. Über die
Einstellungen gelangt der Anwender zur Option Therapeutenverbindung. Hier werden
alle in Frage kommenden Therapeuten aufgelistet. Falls der Benutzer den gewünschten
Verbindungspartner nicht auf Anhieb findet, gibt es die Möglichkeit, direkt nach ihm zu
suchen.
55
5 Gestaltung und Entwicklung der Mockups
Abbildung 5.18:
Therapeutenverbindung - Therapeutenauflistung und Auswahl eines
Therapeuten
Wurde der entsprechende Therapeut gefunden, gelangt man durch den Klick auf den
Namen auf eine Detailbeschreibung des Therapeuten. Hier sieht der Anwender nun
die vom Therapeuten angegebenen Praxisbeschreibung. Klickt der Patient nun auf den
Verbinden-Button, erscheint eine Eingabemaske. Hier wird er dazu aufgefordert, den
entsprechenden Zugangscode einzugeben. Bestätigt er diese Eingabe, ist er nun mit
dem Therapeuten verbunden. In der Gesamtübersicht kann der Anwender durch das
zusammengesetze Profilbild erkennen, mit welchem Therapeuten er nun verknüpft ist.
56
5.3 Digitale Mockups für die Patientenansicht
Abbildung 5.19: Therapeutenverbindung - Auswahl eines Therapeuten
Erinnerungen
Der Benutzer verfügt innerhalb der Applikation über die Möglichkeit, Erinnerungen ein-
stellen zu können. Diese sollen den Anwender zur eingegebenen Zeitpunkt auf die
Übungen hinzuweisen. Im stressigen Alltag kann die Nutzung der LogoCare App leicht
aus dem Fokus der Patienten geraten. Um eine kontinuierliche Anwendung zu fördern,
ermöglicht diese Funktion eine regelmäßige Erinnerung. Bei dem erstellten Prototypen
werden dem Anwender zwei Erinnerungen angeboten. Diese kann er nach Belieben
einstellen. Auf Weitere wurde vorerst verzichtet, da zu viele Erinnerungen eher einen
störenden Effekt haben könnten. Die eingestellten Reminder sollen dem Anwender
auf dem Sperrbildschirm des Smartphones erscheinen. Klickt der Anwender auf die
Funktion „Erinnerung aktivieren“, gelangt er in die Einstellungsansicht. Hier hat er die
Möglichkeit, die Uhrzeit anzupassen und er kann festlegen, wie oft diese Erinnerung
wiederholt werden soll. Dabei stehen ihm verschiedene Auswahlmöglichkeiten zur Verfü-
57
5 Gestaltung und Entwicklung der Mockups
gung. Beispielsweise kann er sie täglich wiederholen lassen oder nur an bestimmten
Wochentagen. Drückt der Patient auf Speichern, wird die Erinnerung aktiviert und kann
jederzeit abgeändert oder deaktiviert werden.
Abbildung 5.20: Erinnerungen einstellen
Impressum/Kontakt
Die Bestimmungen des in Deutschland geltenden Telemediengesetzes (TMG) machen
ein Impressum für eine mobile Applikation unabdingbar. Laut § 5 TMG sind die Informa-
tionen „leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar zu halten“ [
28
].
Um ein Impressum für die Mockups zu erstellen, wurden Musterdaten verwendet. Der
Nutzer hat zudem die Möglichkeit, durch die angegebenen Informationen Kontakt zu
den Verantwortlichen der Applikation aufzunehmen.
58
5.3 Digitale Mockups für die Patientenansicht
Abbildung 5.21: Impressum
An- und Abmelden
Ist ein registrierter Nutzer in der Anwendung angemeldet, bleibt er das auch nach
Beendigung der App. Dies hat den Vorteil, dass der Patient nicht für jede Übungseinheit,
die er absolvieren möchte, seine Anmeldedaten eingeben muss. Möchte er sich jedoch
trotzdem abmelden, hat er in den Einstellungen diese Option. Da die Möglichkeit besteht,
dass der Nutzer versehentlich auf den Abmelden-Button geklickt hat, wird er nochmals
gefragt, ob er sich wirklich abmelden möchte. Bestätigt er dies, ist der Nutzer von der
Applikation abgemeldet.
59
5 Gestaltung und Entwicklung der Mockups
Abbildung 5.22: Abmelden in den Einstellungen
Öffnet er die Applikation erneut, wird er durch das Maskottchen „Brainy“ auf der Startseite
begrüßt. Durch den Anmelde-Button kann der Patient seine Benutzerdaten eingeben
und hat damit wieder vollen Zugriff auf die Applikation. Er hat außerdem die Möglichkeit,
sich über die Menüansicht anzumelden indem er auf den Platzhalter klickt, der für den
Patientennamen und das Profilbild vorgesehen ist. Des Weiteren gelangt er über die
Einstellungen zu einer weiteren Anmeldeoption (siehe Abbildung 5.22, rechts). Die
Anmeldemaske ist schlicht gestaltet und erscheint dem Patient als Pop-Up-Fenster. Hier
muss er seine E-Mail-Adresse und das Passwort eingeben, um sich anzumelden.
60
5.4 Digitale Mockups für die Therapeutenansicht
Abbildung 5.23: Anmelden in den Einstellungen
5.4 Digitale Mockups für die Therapeutenansicht
Neben der Ansicht für den Patienten, welche durch die grüne Farbgebung erkennbar
ist, gibt es noch eine Ansicht für die Therapeuten. Für sie wurde der blaue Farbton
ausgewählt (siehe Kapitel 4.1). In diesem Abschnitt sind die Begrifflichkeiten Anwender,
Nutzer und Benutzer gleichbedeutend mit dem Therapeuten.
5.4.1 Startseite
Auch bei der Therapeutenansicht gibt es für die Startseite verschiedene Varianten. Ist
der Therapeut noch nicht als solcher registriert oder eingeloggt, gelangt er eingangs auf
die Ansicht für den Patienten. Auf dieser Seite befindet sich jedoch die Möglichkeit, in die
Therapeutenansicht zu wechseln. Der Anwender kann dafür auf den Button „Therapeut?“
klicken und kommt so auf die Startseite des Therapeuten. Der Wechsel wird auch durch
61
5 Gestaltung und Entwicklung der Mockups
die farbliche Veränderung verdeutlicht. Hier hat der Anwender nun die Möglichkeit, sich
entweder zu registrieren oder direkt einzuloggen. Hat sich der Therapeut bereits bei der
vorherigen Sitzung angemeldet, wird diese gespeichert. Somit gelangt er beim nächsten
Öffnen der LogoCare Applikation direkt auf die Startseite für eingeloggte Benutzer
(Abbildung 5.24, rechts). Im Gegensatz zu der Patientenansicht wird hier weitestgehend
auf das Maskottchen „Brainy“ verzichtet. Um die Startseite gleichwohl ansehnlich zu
gestalten, wurde das App-Icon integriert.
Abbildung 5.24: Startseite der Therapeutenansicht
5.4.2 Registrierung
Möchte ein Therapeut sich innerhalb der Applikation registrieren, gelangt er über den
entsprechenden Button auf der Startseite zur Registrierung. Das Erscheinungsbild
ähnelt sehr der Registrierungsfunktion bei der Patientenansicht. Der Therapeut kann
persönliche Daten über sich angeben. Zudem hat er die Möglichkeit, eine Beschreibung
62
5.4 Digitale Mockups für die Therapeutenansicht
seiner Praxis einzustellen. Diese Beschreibung findet der Patient anschließend bei der
Suche nach dem passenden Therapeuten. Außerdem muss der Anwender seinen Code
festlegen. Dieser ist notwendig, um eine Verbindung zu ausgewählten Patienten zu
ermöglichen.
Abbildung 5.25: Registrierung als Therapeut
Zudem kann der Therapeut nach Wunsch ein Profilbild von sich oder seiner Praxis
veröffentlichen. Dies kann dem Patienten die Suche erleichtern. Wurden alle Felder
ordnungsgemäß ausgefüllt, ist die Registrierung abgeschlossen. Vergisst der Anwender
jedoch Angaben, weist ihn das System darauf hin und bittet ihn, diese zu vervollständigen
(Abbildung 5.26, mittig). Dem Nutzer ist es außerdem jederzeit gestattet die Registrierung
abzubrechen. Um einen versehentlichen Abbruch zu verhindern, wird vor dem Beenden
eine erneute Bestätigung vom Benutzer gefordert (Abbildung 5.26, rechts).
63
5 Gestaltung und Entwicklung der Mockups
Abbildung 5.26: Registrierung als Therapeut (Fortsetzung)
5.4.3 Hauptmenü
Auch für das Menü des Therapeuten wurde ein Off-Canvas-Menü verwendet. Der An-
wender hat jederzeit die Möglichkeit, durch den entsprechenden Button auf das Menü
zuzugreifen. Für nicht registrierte Anwender sind die meisten Menüpunkte nicht zugäng-
lich. Um das vollständige Menü nutzen zu können, muss der Benutzer sich registriert
haben und in der Applikation eingeloggt sein. Das Menü ist dem der Patientenansicht
ähnlich, auch hier sind die Menüpunkte mit einem Puzzleteil ergänzt und die persön-
lichen Angaben sind oben im Menü zu finden. Der Zugangscode, den der Therapeut
seinen Patienten aushändigen kann, befindet sich darunter. Anschließend folgen die
einzelnen Menüpunkte, auf die in den nachfolgenden Abschnitten näher eingegangen
wird. Die ersten drei Menüpunkte beziehen sich auf die Patienten des Therapeuten.
Unter Einstellungen kann er verschiedenste Modifikationen vornehmen.
64
5.4 Digitale Mockups für die Therapeutenansicht
Abbildung 5.27: Menü der Therapeutenansicht
65
5 Gestaltung und Entwicklung der Mockups
5.4.4 Ihre Patienten
Unter diesem Menüpunkt befinden sich alle Patienten, die sich mit dem entsprechenden
Code mit diesem Therapeuten verbunden haben. Die Patienten sind untereinander
aufgelistet. Der Anwender sieht den Namen des Patienten und sein ausgewähltes Profil-
bild. Klickt der Nutzer auf einen der Patienten, werden ihm verschiedene Möglichkeiten
eröffnet.
Abbildung 5.28: Ansicht im Menüpunkt ’Ihre Patienten’
Allgemeine Daten / Notizen
Hier werden zum einen die allgemeinen Daten des Patienten angezeigt, wie zum Bei-
spiel Name, Vorname und E-Mail-Adresse. Außerdem bietet dieser Menüpunkt dem
Therapeuten die Möglichkeit, Notizen über seinen Patienten hinzufügen. Diese Funk-
tion soll einer einfach gehaltenen Patientenakte nachempfunden sein. Der Therapeut
66
5.4 Digitale Mockups für die Therapeutenansicht
kann hier Erkenntnisse festhalten, die er beispielsweise in persönlichen Sitzungen mit
dem Patienten analysiert. Auf diese Notizen kann der Therapeut jederzeit bei Bedarf
zurückgreifen.
Abbildung 5.29: Allgemeinen Daten des Patienten und Notizen
Stufe des Patienten
Wie bereits erwähnt, gibt es für den Patienten verschiedene Schwierigkeitsstufen. Je
höher die Stufe, desto schwieriger ist das Aufgabenniveau. Normalerweise startet der
Patient immer in der ersten Stufe. Da der Krankheitsverlauf einer Aphasie aber nicht
bei allen Patienten gleich ist, kann der Therapeut hier Anpassungen vornehmen. Er hat
zum einen die Möglichkeit, den Patienten in eine höhere Stufe zu setzen. Denn für den
Therapieerfolg ist es wichtig, dass der Patient für ihn passende Übungen zur Verfügung
gestellt bekommt. Genauso essentiell ist es, ihn nicht mit zu schwierigen Aufgaben
67
5 Gestaltung und Entwicklung der Mockups
zu überfordern. Aus diesem Grund gibt es für den Therapeuten die Option, Stufen zu
sperren.
Abbildung 5.30: Stufe des Patienten empfehlen oder sperren
Hat der Therapeut die Änderungen vorgenommen, sollte der Patient über die Modifi-
zierung in Kenntnis gesetzt werden, da er ansonsten von einem Fehler innerhalb der
Anwendung ausgehen könnte. Dem Patienten wird somit beim nächsten Öffnen der
LogoCare Applikation ein entsprechendes Pop-Up-Fenster angezeigt (siehe Abbildung
5.31).
68
5.4 Digitale Mockups für die Therapeutenansicht
Abbildung 5.31: Pop-Up Fenster bei Patientenansicht
Kategorieempfehlungen
Wie bereits in Kapitel 5.3.5 erwähnt, kann der Patient für seine Übungen verschiedene
Alltagskategorien auswählen. Auch hier kann der Therapeut dem Patienten einzelne Ka-
tegorien empfehlen. In Gesprächen oder persönlichen Sitzungen können sich besonders
wichtige Kategorien herauskristallisieren. Diese kann der Therapeut als Favoriten für den
entsprechenden Patienten kennzeichnen. Die bevorzugten Rubriken sind anschließend
in der Ansicht des Patienten mit einem Stern versehen. Der Patient muss sich nicht an
diese Auswahl halten, es kann für ihn allerdings eine Hilfestellung sein.
69
5 Gestaltung und Entwicklung der Mockups
Abbildung 5.32: Kategorieempfehlungen
Ergebnisse ansehen
Der Anwender hat zudem die Möglichkeit, sich Ergebnisse des ausgewählten Patienten
anzeigen zu lassen. Er kann dabei auf jede absolvierte Übungsaufgabe zugreifen und
die Anzahl an Versuchen einsehen. Dies ermöglicht die erneute Besprechung einzelner
Aufgaben, mit denen der Patient beispielsweise besondere Probleme hatte. Außerdem
kann sich der Therapeut die wöchentlichen, monatlichen und jährlichen Übungszeiten
anzeigen lassen. Das Menü „Ergebnisse ansehen“ ist wie folgt aufgebaut: Oben mittig
befindet sich das Icon für „Ihre Patienten“, direkt mit diesem Logo verbunden ist das
Profilbild des ausgewählten Patienten. Somit hat der Anwender immer im Blick, in
welchem Menüpunkt er sich befindet. Unterhalb wird der Patient und seine aktuelle
Stufe nochmals textuell beschreiben. Darunter kann der Nutzer zwischen den zwei
70
5.4 Digitale Mockups für die Therapeutenansicht
verschiedenen Möglichkeiten „Absolvierte Übungen“ und „Übungsdauer“ wählen. Diese
beiden Optionen werden nachfolgend genauer betrachtet.
Abbildung 5.33: Ergebnisse ansehen
Absolvierte Übungen
Wie bereits erwähnt besteht die Option für den Anwender, die bereits absolvierten Übun-
gen seiner Patienten nochmals einzusehen. Hier kann er zwischen den verschiedenen
Übungsarten (in den entsprechend absolvierten Stufen) auswählen. In Abbildung 5.34
befindet sich der Therapeut in Stufe 1 bei dem Patienten Max Mustermann. Aus den
verschiedenen Übungsvarianten wählt er Sprachverständnis aus und gelangt so zur
entsprechenden Auflistung der absolvierten Übungen seines Patienten. Klickt er auf eine
der Übungen, wird ihm diese detailliert angezeigt. Unterhalb werden dem Therapeuten
Informationen zur Fehlerquote und zur durchschnittlich benötigten Zeit des ausgewähl-
ten Max Mustermann angezeigt. Äußert dieser in einem Therapiegespräch besondere
Schwierigkeiten bei bestimmten Aufgaben, hat der Anwender durch diese Funktion die
71
5 Gestaltung und Entwicklung der Mockups
Möglichkeit, sich die Übungen nochmals anzusehen und ggf. mit dem Patienten zu
reflektieren.
72
5.4 Digitale Mockups für die Therapeutenansicht
Abbildung 5.34: Absolvierte Übungen des Patienten ansehen
Übungsdauer
Hier kann der Therapeut die Übungsdauer des ausgewählten Patienten einsehen. In
dieser Ansicht werden die gesamten absolvierten Übungsminuten angezeigt. Darun-
ter kann der Anwender sehen, welchen Patienten er ausgewählt hat. Es besteht nun
die Möglichkeit, zwischen der wöchentlichen, monatlichen und jährlichen Statistik der
Übungsdauer auszuwählen.
73
5 Gestaltung und Entwicklung der Mockups
Abbildung 5.35: Übungsdauer des Patienten ansehen
5.4.5 Patientensuche
Dieser Menüpunkt wurde hinzugefügt, um dem Anwender den Zugriff auf bestimmte
Patienten zu erleichtern. Er kann auf seine Patienten natürlich auch wie bereits beschrie-
ben über „Ihre Patienten“ zugreifen. Jedoch ist es für den Anwender hilfreich, wenn er
direkt nach einer bestimmten Person suchen kann.
74
5.4 Digitale Mockups für die Therapeutenansicht
Abbildung 5.36: Patientensuche
Die Patientensuche der LogoCare Applikation in Abbildung 5.36 zu sehen. Oben mittig ist
das Icon der Patientensuche platziert. Unterhalb dessen befindet sich die Suchleiste. Hier
gibt der Anwender den gesuchten Namen oder einzelne Buchstaben ein. Entsprechend
der Suchfeldeingabe werden die passenden Patienten herausgefiltert.
5.4.6 Statistik
Unter diesem Menüpunkt findet der Nutzer eine Reihe von Statistiken über all seine
Patienten. Diese werden als Liniendiagramme angezeigt. Zum einen kann der Therapeut
Diagramme zur durchschnittlichen Übungsdauer seiner Patienten einsehen. Zudem kann
er sich die durchschnittliche Fehleranzahl bei Übungen anzeigen lassen. Schließlich
hat der Anwender auch hier die Möglichkeit, einzelne Patienten auszuwählen und sich
Diagramme dieser Person anzeigen zu lassen. Nachfolgend werden die drei Punkte
näher erläutert.
75
5 Gestaltung und Entwicklung der Mockups
Abbildung 5.37: Statistiken zu den Patienten
Übungsdauer
In diesem Menüpunkt kann der Therapeut sich die durchschnittliche Übungsdauer seiner
Patienten ansehen. Zudem werden in diesem Diagramm die maximale Übungsdauer
pro Tag und die geringste Übungsdauer pro Tag angezeigt. Es dient dem Anwender
zur Übersicht, wie viel Zeit seine Patienten in die Übungsaufgaben durchschnittlich
investieren. Das Liniendiagramm steht in zwei verschiedenen Varianten zur Verfügung.
Die Ansicht kann zwischen wöchentlich und monatlich gewechselt werden.
76
5.4 Digitale Mockups für die Therapeutenansicht
Abbildung 5.38: durchschnittliche Übungsdauer der Patienten
Fehler bei Übungen
Darüber hinaus kann der Therapeut die durchschnittliche Fehleranzahl verschiedener
Übungen einsehen. Dafür wählt er eine beliebige Stufe (Level) und die Übungskategorie
aus. In diesem Beispiel (Abbildung 5.39) fällt die Auswahl auf die erste Stufe und die
Kategorie „Sprachverständnis“. Bestätigt er seine Einstellungen, wird das Diagramm
angezeigt. Die blaue Linie zeigt die durchschnittliche Fehleranzahl bei den Übungen.
Die roten Punkte beschreiben die maximale Fehleranzahl einer Übung. Klickt der Nutzer
auf einen dieser Punkte wird sodann der entsprechende Patient angezeigt. Diese Option
kann für den Therapeuten hilfreich sein, um mit dem entsprechenden Patienten die feh-
lerhaften Übungen nochmals durchzugehen. Wenn der Patient oft den Fehlerdurchschnitt
übersteigt, kann der Therapeut auch eine Stufenänderung in Betracht ziehen.
77
5 Gestaltung und Entwicklung der Mockups
Abbildung 5.39: Fehler der Patienten bei ausgewählten Übungen
Ergebnisse einzelner Patienten
Die letzte Möglichkeit im Statistikbereich der Applikation bietet dem Nutzer patienten-
spezifische Diagramme an. Der Therapeut kann durch die entsprechende Suchleiste
einen beliebigen Patienten suchen. Wurde dieser vom Anwender ausgewählt, kann auf
die entsprechende Statistik zugegriffen werden (siehe Abbildung 5.40). Diese zeigt zum
einen die Anzahl der bearbeiteten Übungen an, zum anderen die Anzahl der Fehler.
Außerdem kann zwischen einer Wochen- und Monatsansicht gewechselt werden.
78
5.4 Digitale Mockups für die Therapeutenansicht
Abbildung 5.40: Ergebnisse eines ausgewählten Patienten
5.4.7 Einstellungen
Wie auch bei der Patientenansicht, gibt es bei der Ansicht des Therapeuten ein Ein-
stellungsmenü. Hier hat der Anwender verschiedene Änderungsmöglichkeiten. Zudem
befindet sich in diesem Menü, das Impressum sowie Kontaktinformationen. Außerdem
kann der Nutzer sich hier von der Anwendung abmelden. Diese Optionen werden
nachfolgend genauer erläutert.
79
5 Gestaltung und Entwicklung der Mockups
Abbildung 5.41: Einstellungen der Therapeutenansicht
Zugangscode ändern
Der Zugangscode ist essentiell für die Verbindung zwischen einem Therapeuten und den
Patienten. Nur wenn der Patient diesen Code besitzt, kann er sich mit dem zugehörigen
Therapeuten verbinden. Unter bestimmten Umständen kann es notwendig sein, diesen
Code zu ändern. Hierfür muss der Therapeut einen neuen Code im entsprechenden
Menü eingeben. Um Tippfehler zu vermeiden, wird eine Wiederholung des Codes
verlangt. Bestätigt er diesen Code, können Patienten sich nur noch mit dem neuen Code
verbinden. Bereits verbundene Paarungen bleiben allerdings bestehen. Der neue Code
wird dem Therapeuten anschließend in seinem Menü angezeigt (siehe Abbildung 5.42,
rechts).
80
5.4 Digitale Mockups für die Therapeutenansicht
Abbildung 5.42: Zugangscode ändern
Bild ändern
Zudem ist es dem Therapeuten möglich, sein Praxisbild durch ein anderes Bild zu
ersetzen. Hierfür kann der Nutzer auf seine Fotos zugreifen. Er muss das gewünschte
Bild auswählen. Die Auswahl wird durch einen grünen Haken bestätigt. Anschließend
wird der Anwender nochmals gefragt, ob er sein Profilbild ändern möchte. Bestätigt er
dies, wird die Änderung vorgenommen.
81
5 Gestaltung und Entwicklung der Mockups
Abbildung 5.43: Bild des Therapeuten abändern
Informationen abändern
Es besteht die Option, die bei der Registrierung angegebenen Informationen abzuändern.
Der Therapeut hat zum einen die Möglichkeit, zuerst die allgemeinen Informationen zu
ändern und anschließend die Praxisbeschreibung zu aktualisieren. Zum anderen kann
er auch direkt zur Beschreibung springen und nur diese bearbeiten. Gleiches gilt auch
für die persönlichen Informationen, wie zum Beispiel die E-Mail-Adresse. Er kann diese
wechseln, ohne die Beschreibung zusätzlich aufrufen bzw. ändern zu müssen.
82
5.4 Digitale Mockups für die Therapeutenansicht
Abbildung 5.44: Informationen des Therapeuten abändern
Impressum/Kontakt
Das Impressum ist identisch mit dem der Patientenansicht. Daher wird an diesem Punkt
auf eine erneute Erläuterung verzichtet und auf das Kapitel 5.3.7 verwiesen.
An- und Abmelden
Wie auch der Patient hat der Therapeut die Möglichkeit, sich von der Anwendung
abzumelden. Beendet ein eingeloggter Nutzer die Applikation, kann er die Anwendung
bei erneutem Öffnen direkt nutzen. Meldet er sich allerdings explizit ab, muss er sich
beim nächsten Aufruf erneut in der App anmelden. Die An- und Abmeldung ist nahezu
identisch mit der der Patientenansicht, weshalb diese Funktion nur kurz erläutert wird.
Nähere Erläuterungen sind in Kapitel 5.3 zu finden. Der Therapeut kann sich entweder
über die Einstellungen anmelden oder den Button „Anmelden“ auf der Startseite nutzen.
83
5 Gestaltung und Entwicklung der Mockups
Anders als bei dem Patienten muss der Therapeut zusätzlich noch seine Praxis angeben.
Darüber können die Therapeutenlogins von den Patientenlogins unterschieden werden.
Denn es besteht durchaus die Möglichkeit, dass ein Therapeut auch ein Patientenkonto
einrichten möchte, um dort beispielsweise die Übungsaufgaben testen zu können.
Abbildung 5.45: An- und Abmeldung des Therapeuten
84
6
Anforderungsabgleich
In diesem Kapitel findet ein Abgleich der in Kapitel 3 erläuterten Anforderungen statt.
Es gilt festzustellen, ob die nicht-funktionalen und funktionalen Anforderungen für die
Applikation LogoCare umgesetzt wurden.
6.1 Abgleich der nicht-funktionalen Anforderungen
Die folgende Tabelle beschreibt den Abgleich der nicht-funktionalen Anforderungen.
ID. Anforderungen Erfüllt Beschreibung
NFA-01
Design Guideline des
Betriebssystems
Ja
Die Human Interface Guidelines von
Apple wurden bei der Entwicklung der
LogoCare App beachtet. Es wurden
zudem allgemeine Designentscheidun-
gen auf Grundlage dieser Guidelines
verfasst [20].
NFA-02
Einfachheit der Anwen-
dung
Ja
Die Anwendung ist für einen unerfah-
renen Benutzer intuitiv und einfach zu
bedienen. Die wichtigen Informationen
werden dem Nutzer direkt angezeigt.
Benötigt der Anwender Zusatzinforma-
tionen, kann er sich diese beispielswei-
se vom System vorlesen lassen.
85
6 Anforderungsabgleich
NFA-03 Selbsterklärbarkeit Ja
Durch das schlichte Design kann die
Applikation von nicht geschulten und
unerfahrenen Nutzern verwendet wer-
den. Die Icons sind selbsterklärend ge-
staltet, sodass der Anwender die ein-
zelnen Punkte der Applikation schnell
versteht.
NFA-04 Verfügbarkeit teilweise
Die Applikation sollte zu jedem Zeit-
punkt erreichbar und funktionsfähig
sein. Die App LogoCare kann bis jetzt
nur über das Programm Adobe XD auf
das iPhone übertragen werden. Somit
ist die Anwendung im aktuellen Ent-
wicklungsstand noch nicht über den
AppStore erhältlich und kann somit
noch nicht auf dem iPhone installiert
werden.
NFA-05 Feedback Ja
Der Anwender bekommt, falls erforder-
lich, Rückmeldungen. Zum einen wer-
den Pop-Up- Fenster und textuelle Be-
nachrichtigungen eingeblendet. Zum
anderen gibt das Maskottchen „Brai-
ny“ dem Nutzer in der Patientenan-
sicht bildlich und textuell Feedback, bei-
spielsweise innerhalb der Übungsauf-
gaben.
NFA-06 Robustheit Ja
Die Anwendung ist gegenüber Feh-
lereingaben des Anwenders stabil.
86
6.1 Abgleich der nicht-funktionalen Anforderungen
NFA-07 Fehlertoleranz Ja
Durch die Beschränkung der Einga-
bemöglichkeiten innerhalb der Appli-
kation, werden fehlerhafte Eingaben
durch den Nutzer minimiert. Beispiels-
weise hat der Anwender die Möglich-
keit, Erinnerungen einzustellen. Hierbei
greift das System auf den sogenann-
ten „Date Picker“ der Human Interface
Guidelines von Apple zurück. Somit
kann der Nutzer dort keine fehlerhaf-
ten Eingaben tätigen. Darüber hinaus
hat der Anwender jederzeit die Mög-
lichkeit, seine Eingaben abzuändern.
Dadurch können fehlerhafte Angaben
verbessert werden.
Tabelle 6.1: Abgleich der Nicht-funktionalen Anforderungen
87
6 Anforderungsabgleich
6.2 Abgleich der funktionalen Anforderungen
Die folgende Tabelle beschreibt den Abgleich der funktionalen Anforderungen für den
Prototypen aus Patientensicht.
ID. Anforderungen Erfüllt Beschreibung
FA-01
Umsetzung der Anwen-
dung für iOS
Ja
Die Applikation wurde für das iOS Be-
triebssystem umgesetzt
FA-02 Startseite Ja
Auf der Willkommensseite wird der Pa-
tient durch ein Maskottchen, welches
immer wieder in der Applikation zu
finden ist, persönlich begrüßt. Dies
steigert die Benutzerfreundlichkeit. Die
Willkommensseite gibt es in verschie-
denen Ausführungen. Nicht registrierte
bzw. nicht angemeldete Nutzer gelan-
gen auf eine andere Seite als angemel-
dete Benutzer.
FA-03
Menü Ohne Registrie-
rung
Ja
Ist der Anwender noch nicht bei der
LogoCare Applikation registriert, kann
er trotzdem auf das Menü zugreifen.
Allerdings nur in eingeschränkter Form.
FA-04 Registrieren Ja
Der Patient kann sich für die Applikati-
on registrieren. Er hat zudem die Opti-
on, sich direkt mit einem Therapeuten
zu registrieren.
88
6.2 Abgleich der funktionalen Anforderungen
FA-05 Anmelden/Abmelden Ja
Bereits registrierte Benutzer könnten
sich zu jedem Zeitpunkt von der Appli-
kation abmelden. Öffnen sie dann die
Applikation, haben sie die gleiche An-
sicht und Zugriff wie ein nicht registrier-
ter Benutzer. Über die Willkommens-
seite oder die Einstellungen im Menü
haben die Anwender die Möglichkeit,
sich mit ihrer E-Mail-Adresse und dem
Passwort anzumelden.
FA-06
Benutzerdaten verwal-
ten
Ja
Über die Einstellungen im Menü kann
der Patient jederzeit seine angegebe-
nen Daten abändern.
FA-07 Startseite Übungen Ja
Die Applikation besitzt eine Startsei-
te für Übungen. Hier werden dem Be-
nutzer die Icons der entsprechenden
Übungsarten angezeigt. Der Patient
hat hier die Möglichkeit, zwischen den
vier verschiedenen Arten zu wählen, in-
dem er auf eines der Icons klickt.
FA-08
(Alltags-)Kategorien
wählen
Ja
Hat der Patient eine Übungsart aus-
gewählt, wird er dazu aufgefordert
verschiedene Alltagskategorien auszu-
wählen. Die Übungen sind in diese Ka-
tegorien eingeteilt, um speziell auf die
Bedürfnisse der Nutzer einzugehen.
FA-09 Übungen Ja
Der Patient kann innerhalb der Applika-
tion verschiedene Übungen durchfüh-
ren.
89
6 Anforderungsabgleich
FA-10
Erinnerungen einstellen
Ja
Innerhalb der LogoCare Applikation be-
steht die Option, Erinnerungen einzu-
stellen. Diese können den Nutzer an
die Übungen erinnern.
FA-11 Kalender Ja
Die App beinhaltet zudem einen Kalen-
der. Dieser ermöglicht dem Patienten,
die geleisteten Übungen nochmals ein-
zusehen.
FA-12
Therapeutenverbindung
Ja
Der Patient kann sich mit einem Thera-
peuten über einen entsprechenden Zu-
gangscode verbinden. Dies kann über
zwei verschiedene Wege erfolgen. Zum
einen kann sich der Patient während
der Registrierung bereits mit einem
Therapeuten verbinden. Zum anderen
kann er jederzeit über die Einstellun-
gen eine Verbindung herstellen.
FA-13
Therapeutenverbindung
trennen
Ja
Über die Einstellungen hat der Nutzer
die Möglichkeit die Verbindung zu tren-
nen.
FA-14 Kontakt teilweise
Der Nutzer hat die Möglichkeit über
die im Impressum angegebene E-Mail-
Adresse Kontakt aufzunehmen bzw.
ein Feedback zur Applikation abzuge-
ben. Ein entsprechendes Kontaktformu-
lar ist in der Applikation nicht enthalten.
FA-15 Impressum Ja
Der Nutzer kann das Impressum inner-
halb weniger Klicks über die Einstellun-
gen aufrufen.
Tabelle 6.2: Abgleich der funktionalen Anforderungen aus Patientensicht
90
6.2 Abgleich der funktionalen Anforderungen
Die folgende Tabelle beschreibt den Abgleich der funktionalen Anforderungen für den
Prototypen aus Therapeutensicht.
ID. Anforderungen Erfüllt Beschreibung
FA-01 T Startseite Ja
Die Startseite ist beim ersten Öffnen
der Applikation für Therapeuten und
Patienten identisch. Der Therapeut hat
auf der Startseite die Möglichkeit, zur
entsprechenden Ansicht zu wechseln.
Ist der Therapeut eingeloggt und öff-
net die Anwendung erneut, so wird er
direkt auf eine therapeutenspezifische
Startseite geleitet.
FA-02 T Registrierung Ja
Durch Angabe von persönlichen Da-
ten hat der Anwender die Möglich-
keit, sich für die Applikation zu regis-
trieren. Zudem muss der Therapeut
einen Zugangscode wählen. Mit die-
sem Zugangscode haben, wie bereits
beschrieben, die Patienten die Möglich-
keit, sich mit den Therapeuten zu ver-
binden. Außerdem kann der Anwender
eine Beschreibung seiner Praxis ange-
ben.
FA-03 T Patientenübersicht Ja
Die Patientenübersicht bietet dem The-
rapeuten ein Ansicht seiner verbunde-
nen Patienten.
FA-04 T
Allgemeine Daten des
Patienten
Ja
In diesem Menüpunkt kann der The-
rapeut auf die allgemeinen Daten des
Patienten zugreifen.
FA-05 T
Informationen/Notizen
hinzufügen
Ja
Es besteht die Option, wichtige Notizen
zur Patientenakte hinzuzufügen.
91
6 Anforderungsabgleich
FA-06 T
Kategorie Empfehlun-
gen
Ja
Der Therapeut kann dem Patienten ver-
schiedene Alltagskategorien empfeh-
len, von denen er denkt, dass sie für
den Patienten wichtig sind.
FA-07 T
Stufen empfehlen/ Stu-
fen sperren
Ja
Es besteht die Option, bei den Patien-
ten bestimmte Schwierigkeitsstufen zu
sperren oder sie in eine höhere Stufe
zu setzen.
FA-08 T Ergebnisse ansehen Ja
Es ist möglich, die absolvierten Übun-
gen der Patienten einzusehen. Zudem
kann der Therapeut überprüfen, wie
viele Versuche der Patient für die ent-
sprechende Aufgabe benötigt hat. Er-
gänzend hat der Therapeut die Möglich-
keit, auf Diagramme zuzugreifen. Die-
se zeigen die Übungsdauer des ausge-
wählten Patienten an.
FA-09 T Patientensuche Ja
Der Anwender hat die Option, in die-
sem Menüpunkt speziell nach einem
Patienten zu suchen.
FA-10 T Statistik Ja
Hier werden verschiedene Statistiken
zu den Patienten angezeigt. Unter an-
derem kann der Therapeut die durch-
schnittliche Übungsdauer seiner ge-
samten Patienten einsehen. Hier kann
er zwischen einer wöchentlichen und
monatlichen Ansicht wählen. Darüber
hinaus ist es möglich, eine Fehlersta-
tistik zu verschiedenen Übungen anzei-
gen zu lassen.
92
6.3 Ergebnis
FA-11 T Zugangscode ändern Ja
Der Therapeut kann seinen Zugangs-
code in den Einstellungen jederzeit än-
dern.
FA-12 T Informationen ändern Ja
Es besteht die Möglichkeit, die Infor-
mationen über Praxis und Therapeut
ändern zu können.
Tabelle 6.3: Abgleich der funkionalen Anforderungen aus Therapeutensicht
6.3 Ergebnis
In diesem Abschnitt wird ein Fazit zu den in Abschnitt 6.1 und 6.2 aufgeführten Punkten
gezogen. Es konnten weitestgehend alle gestellten Anforderungen umgesetzt werden.
Bei den funktionalen Anforderungen wurden sowohl im Therapeutenbereich als auch
in der Patientenansicht bis auf das Kontaktformular die Funktionalitäten realisiert. Eine
Kontaktaufnahme ist jedoch trotzdem über die im Impressum angegebene E-Mail-
Adresse möglich. Auch bei den nicht-funktionalen Anforderungen wurden die geforderten
Punkte umgesetzt. Dennoch soll die nachfolgende Studie Aufschluss darüber geben,
wie vor allem die „Einfachheit“ und „Selbsterklärbarkeit“ der LogoCare Applikation von
den Nutzern betrachtet wird.
93
7
Studie
Abschließend soll erörtert werden, ob der erstellte Prototyp der LogoCare Applikation
sich im praktischen Umgang bewährt und die Usability, also die benutzerfreundliche
Gestaltung, erfolgreich umgesetzt werden konnte. Dies erfolgt mittels einer Studie.
Zunächst wird die Methode der Studie erläutert. Im Anschluss daran erfolgt deren
Vorbereitung und Durchführung.
7.1 Methode der Studie
Zur Erhebung der Benutzerfreundlichkeit und der Handhabung der LogoCare App eignet
sich die „Methode des Lauten Denkens (Thinking Aloud)“. Laut Jakob Nielsen ist diese
Methode eine der Besten, um die Usability eines Prototypen prüfen zu können. Wichtige
Vorteile sind zum einen die kostengünstige Durchführung. Zum anderen sind keine
Vorkenntnisse oder eine große Einarbeitung der Probanden nötig [
29
]. „Thinking Aloud“
ermöglicht eine Einsicht in die komplexen Denkprozesse der Probanden. Dafür werden
diese angewiesen, während der Bearbeitung verschiedener Szenarien, ihre Gedanken
laut und ungezwungen zu äußern. Dadurch können Rückschlüsse über die Praktikabilität
und Benutzerfreundlichkeit gezogen werden [30].
7.2 Vorbereitungen
Wie bereits erwähnt bedarf es bei dieser Studienmethode keiner kostenintensive Vorbe-
reitung. Allerdings wird neben den ausgewählten Studienteilnehmern ein sogenannter
95
7 Studie
Versuchsleiter benötigt, welcher die Probanden begrüßt und ihnen vor Beginn die Aufga-
benstellungen erläutert. Um Abweichungen in den Erklärungen zu vermeiden, bekommt
der Leiter einen Leitfaden ausgehändigt (siehe Anhang A.1). Während der Durchführung
soll er sich im Hintergrund halten und wenn möglich keine weiteren Anweisungen mehr
geben. Der Versuchsleiter ist mit der Applikation vertraut, um im Problemfall eingreifen
zu können. Jedoch war er an der Entwicklung des Prototypen nicht beteiligt, um eine
Beeinflussung der Probanden ausschließen zu können.
7.3 Wahl der Probanden
Als Gruppe für die Studie wurden zwölf Probanden herangezogen. Ein Schlaganfall und
die darauffolgende Aphasie kann in jedem Alter auftreten. Auf Grund dessen wurde
bei der Auswahl der Probanden darauf geachtet, verschiedene Altersgruppen abzude-
cken. Außerdem wurden Personen mit unterschiedlicher Kompetenz im Umgang mit
dem Smartphone ausgewählt. Die Teilnehmer werden in zwei verschiedene Szenarien
eingeteilt. Die eine Hälfte der Probanden beschäftigt sich mit der Patientenansicht, die
anderen Probanden sollen Szenarien der Therapeutenansicht bearbeiten. Teilnehmer
sollten nicht beide Szenarien durchführen, um Verfälschungen zu vermeiden.
7.4 Durchführung
Um eine angenehme Atmosphäre für die Probanden zu schaffen, wird ein ruhiger Raum
ausgewählt. Der Versuchsleiter soll den Teilnehmer freundlich und persönlich begrüßen.
Außerdem soll ein unmittelbarer Einstieg in die Studie vermieden werden. Da sich die
Personen während der Studie verbal äußern müssen, ist es von Vorteil, die Stimmung
durch einen Smalltalk aufzulockern. Anschließend wird der Versuchsperson der Inhalt
und das Konzept der LogoCare Applikation erörtert. Der Versuchsleiter hält sich hierbei
an den vorgegebenen Leitfaden, um bei allen Probanden die gleiche Ausgangslage zu
schaffen (siehe Anhang A.1). Der Leiter händigt der Person eine zusätzliche Hilfestellung
(siehe Anhang A.4) aus, die eine Verbalisierung der Gedanken erleichtern soll. Bevor der
96
7.4 Durchführung
Proband mit der Bearbeitung der Szenarien beginnt, wird ihm noch einmal eine exakte
Anweisung gegeben. Anschließend kann die Versuchsperson mit der Bearbeitung der
vorgegebenen Szenarien (siehe Anhang A.3, A.2) beginnen. Der Versuchsleiter hält
sich weitestgehend im Hintergrund. Sollten allerdings die verbalen Äußerungen des
Teilnehmers weniger werden, hat er die Möglichkeit, kurze Hinweise zu geben. Während
der Studie notiert sich der Versuchsleiter die verbalen Äußerungen stichpunktartig (siehe
Anhang A.7) [
30
]. Im Anschluss an die Bearbeitung der Szenarien wird dem Teilnehmer
ein Fragebogen ausgehändigt (siehe Anhang A.5). Der Versuchsleiter bittet die Proban-
den, diesen sorgfältig auszufüllen. Durch die Abbildung 7.1 wird der Studienaufbau noch
einmal verdeutlicht.
Abbildung 7.1: Skizze des Versuchsaufbaus
97
8
Diskussion der Ergebnisse
Zusammengefasst haben die Durchführung der Studie des Lauten Denkens und die
Auswertung des ergänzenden Fragebogens ergeben, dass der Gesamteindruck der mo-
bilen Anwendung von den Probanden als sehr gut empfunden wurde. Im nachfolgenden
Kapitel werden die Einzelheiten der Analyse erörtert.
8.1 Probanden
Für die Studie mussten die Anwender, wie bereits in Kapitel 7.3 erwähnt, keine bestimm-
ten Kriterien erfüllen. Es wurde jedoch darauf geachtet, verschiedene Altersgruppen
und Kompetenzniveaus abzubilden. Somit haben letztlich 6 von 12 Probanden eine
sehr hohe bis hohe Kompetenz mit dem Smartphone angegeben. Die restlichen Nut-
zer schätzen ihr Know-how an den mobilen Geräten als durchschnittlich ein. Da die
Applikation für iPhones entwickelt wurde, war es noch interessant zu wissen, wer von
den Probanden ein iOS-betriebenes Gerät besitzt. 58 % haben ein iPhone und sind
dessen Bedienung im Alltag gewöhnt. Die anderen Probanden fanden sich jedoch, trotz
der Umstellung, schnell zurecht. Ein Unterschied in der Bedienung zwischen diesen
Anwendergruppen ergab sich nicht. Die Nutzung sogenannter Gesundheitsapps war bei
den Probanden dieser Studie nicht weit verbreitet. Lediglich 4 von 12 Teilnehmern haben
bereits Erfahrungen mit dieser Art von mobilen Anwendungen gesammelt. Beispiele, die
genannt wurden, waren „Runtastic“ und die „Samsung Health App“.
99
8 Diskussion der Ergebnisse
8.2 Bedienbarkeit im Allgemeinen
Jeder der 12 Probanden gab im Fragebogen an, dass die Bedienung „sehr einfach“
bis „einfach“ war (siehe Abbildung 8.1). Auch die Beobachtungen des Versuchsleiters
lassen darauf schließen, dass keiner der Probanden große Komplikationen bei der
Benutzung hatte.
Die Bedienung ist wirklich super einfach und ich finde alles sehr gut
verständlich. (Proband 7)
Die App war wirklich einfach zu bedienen. (Proband 9)
An bestimmten Stellen in der Applikation hatten jedoch ein Großteil der Probanden klei-
nere Schwierigkeiten. Die Anwender äußerten kurze Verwirrtheit, konnten aber schnell
die gewollte Reaktion erreichen (siehe Abschnitt 8.6).
Abbildung 8.1: Diagramm zur Auswertung „Leichte Bedienbarkeit„
100
8.3 Menü und Navigation
8.3 Menü und Navigation
Alle gestellten Aufgaben konnten von den Probanden ohne große Probleme selbststän-
dig gelöst werden. Keiner der Benutzer hat sich innerhalb der Anwendung so verklickt,
dass er nicht mehr zurückfinden konnte. 12 von 12 Probanden fanden die Navigation
innerhalb der Applikation (sehr) gut gelöst und für die deutliche Mehrheit der Nutzer war
das Menü übersichtlich und gut gestaltet. Beispielsweise sagt Proband 6:
Das mit den
Stufen finde ich [sehr] gut, denn das motiviert die Patienten. Und ich finde es gut, dass
man die Stufen jederzeit im Menü im Blick hat.
Proband 5 findet, dass die Menüführung
gut ist. Vor allem mit den zusätzlichen Bildern [Icons]. Proband 1 fand das Menü sehr
übersichtlich. „Nur das Nötigste. Man wird nicht von zu vielen Inputs erschlagen.“
Abbildung 8.2: Diagramm zur Auswertung „Übersichtliches Menü
Jedoch gab es auch beim Menü kleinere Unklarheiten. Diese sind aber bei der ersten
Benutzung einer mobilen Applikation nicht ungewöhnlich. Die Möglichkeit einer Einfüh-
rung, die der Nutzer bei Bedarf vor der ersten Anwendung einsehen kann, könnte hier
Abhilfe schaffen (siehe Kapitel 9.2). Beispielsweise wurden solche Unklarheiten von
Proband 3 (Therapeutenansicht) genannt.
„Ich weiß jetzt nicht was genau die Statistiken
101
8 Diskussion der Ergebnisse
sein sollen, auch bei Stufe des Patienten weiß ich nicht so genau was mich erwartet.“
Weitere Unklarheiten werden in Abschnitt 8.6 nochmals erläutert.
8.4 Feedback/Rückmeldungen
11 von 12 Probanden fanden die vorhandenen Rückmeldungen als „hilfreich bis „sehr
hilfreich “. Jedoch gab es von den Probanden einige Anmerkungen. An einigen Stellen
hätten diese sich mehr Feedback gewünscht. So fehlen dem Prototyp bei den Speiche-
rungen von Daten und Änderungen konkrete Rückmeldungen. Beispiel hierfür in der
Therapeutenansicht wäre eine Information bei Änderungen an den Stufen für den Patient
Max Mustermann. Auch in der Patientenansicht wurde an einigen Stellen mehr Feed-
back gefordert. Etwa
„Hier wäre eine Rückmeldung toll, dass es mir die Einstellungen
gespeichert hat.“
(Proband 3) Weitere Rückmeldungen wären beispielsweise bei der
Kategorieauswahl vor den ersten Übungsaufgaben vorteilhaft.
„Ich hätte mir hier jetzt
gewünscht, damit ich weiß, dass die Kategorien gespeichert wurden.“
(Proband 2) Da
das Feedback zu jeder Zeit als sehr hilfreich empfunden wurde, sollte bei der Anwen-
dung nicht mit Rückmeldungen gespart werden und diese an gewissen Stellen noch
deutlicher ausfallen. Sie geben dem Patienten Sicherheit im Umgang mit der Applikation
und gerade für Anwender mit weniger Erfahrung ist mehr Feedback vorteilhaft.
102
8.5 Gesamteindruck/Weiterempfehlung
Abbildung 8.3: Diagramm zur Auswertung „Rückmeldungen hilfreich?“
8.5 Gesamteindruck/Weiterempfehlung
Als Fazit der Auswertung lässt sich sagen, dass die LogoCare Applikation intuitiv und
einfach gestaltet wurde. Die Probanden hatten durchweg einen positiven Eindruck. Sie
haben die Funktionen schnell verstanden und kamen gut mit der Navigation zurecht.
Kritik äußerten die meisten bei zu wenig Feedback. Sie hätten sich an einigen Stellen
mehr davon gewünscht (siehe 8.4). 100 % der Probanden würden die Applikation
Patienten mit Sprachstörungen empfehlen und neun Anwender können sich absolut
vorstellen, dass eine solche App die therapeutische Arbeit im Sprachbereich unterstützen
kann. Zudem gaben die meisten Probanden an, dass sie bei der Bearbeitung der
Szenarien in der Applikation Spaß hatten.
103
8 Diskussion der Ergebnisse
Abbildung 8.4:
Diagramm zur Auswertung „Weiterempfehlung und Therapieunterstüt-
zung“
8.6 Auffälligkeiten bei der Studiendurchführung
Wie bereits erwähnt wurden während der Studie einige Auffälligkeiten deutlich, welche
die meisten Probanden irritierte. Dazu gehört vor allem die Willkommensseite. Auf dieser
Seite befinden sich das App-Icon sowie die dazugehörigen Icons der Übungsarten in
Form von Puzzleteilen. Da sich diese Seite im Prototyp nicht wieder selbst schließt,
war den Probanden oftmals nicht bewusst, wie sie zum nächsten Schritt (hier der
Registrierung) gelangen können.
„Wüsste jetzt nicht, wo ich genau hin klicken muss, ich
klicke jetzt mal auf die Mitte.“
(Proband 1)
„Weiß nicht genau warum diese Ansicht jetzt
da ist“
(Proband 5)
„Kann ich mich da jetzt schon registrieren? Ich klicke jetzt irgendwo
hin, weiß jetzt nicht wo ich lande.“
(Proband 3)
„Hier würde es mir besser gefallen, wenn
das Ganze eine Art Animation ist und die Puzzleteile zusammen gehen und dann die
Seite automatisch verschwindet, weil so weiß ich nicht genau wie es jetzt weiter geht.“
(Proband 6)
Diese von Proband 6 vorgeschlagene Animation wäre eine Option zur Verbesserung
dieser Ansicht und zur Vermeidung dieses Problems. Bei einer Animation könnte das
104
8.6 Auffälligkeiten bei der Studiendurchführung
eigentliche App-Icon mit dem Maskottchen „Brainy“ fest in der Mitte bleiben und die
restlichen Icons in Form von Puzzleteilen könnten langsam im Bild erscheinen und sich
letztendlich zu einem fertigen Puzzle ohne Lücken zusammenschließen.
Bei den Probanden, welche die Therapeutenansicht testen durften, hatten fünf von sechs
das Problem, den Wechsel der Ansichten auf Anhieb zu finden. Die meisten klickten
statt auf den Button „Therapeut?“ auf den „Registrieren mit Therapeut“ Button. Zudem
erkannten die Probanden ihren Fehlern nicht sofort, weil sie sich in einer ähnlichen
Registrierungsmaske befanden. Auf den Fehler vom Versuchsleiter aufmerksam ge-
macht, sagte beispielsweise Proband 4:
„Weil der Button [„Registrieren mit Therapeut“]
im Blickfeld ist, war es verführerisch da gleich drauf zu klicken."
Auch Proband 3 ist kurz
irritiert und fragt sich, „muss ich jetzt Registrieren mit Therapeut nehmen?“
Proband 11 stellt fest:
„Also der Button ist wirklich schlecht platziert, ich hab den jetzt
erst nicht gesehen.“
Da also vielen Anwendern der Wechsel zwischen den Ansichten
schwer zu fallen schien, sollten bei der Startseite auf jeden Fall Änderungen vorgenom-
men werden. Beispielsweise könnte der Begrüßungstext detaillierter gestaltet werden.
Zudem gäbe es die Möglichkeit, den Button für den Wechsel nach unten zu den anderen
Buttons in das Blickfeld des Anwenders zu setzen.
105
8 Diskussion der Ergebnisse
Abbildung 8.5: Möglichkeiten einer verbesserten Startseite
Ein weiteres Beispiel für eine Auffälligkeit war, in der Therapeutenansicht bei der Funk-
tion „Stufen einstellen für Patienten“ zu finden. Hier muss man zuerst auf den Button
„Bearbeiten“ klicken, damit die Stufen eingestellt werden können (siehe Kapitel 5.4.4).
Die Probanden versuchten allerdings direkt die grafische Anzeige der Stufen zu be-
arbeiten. Nach kurzer Überlegung fanden die Probanden jedoch schnell die richtige
Lösung. Nichtsdestotrotz sollte in einer neueren Version des Prototyps darauf geachtet
werden, dass der Bearbeitungsbutton neben der Grafik und somit direkt im Blickfeld des
Anwenders ist. Außerdem sollte man die die Deckkraft der Grafik verringern, sodass der
Nutzer deutlich erkennt, dass eine direkte Bearbeitung in dieser Ansicht nicht möglich
ist. Weitere Verbesserungsmöglichkeiten der LogoCare Anwendung werden in Kapitel
9.2 Ausblick erläutert.
106
9
Fazit
Abschließend wird in diesem Kapitel der Inhalt der Arbeit resümiert, um darauffolgend
einen Ausblick auf denkbare Erweiterungen aufzuzeigen.
9.1 Zusammenfassung
Die Zielsetzung der Arbeit war es, einen Prototyp für eine mobile Applikation für Aphasie-
Patienten zur therapeutischen Unterstützung zu konzipieren und entwickeln. Hierfür
wurden in Kapitel 2 die nötigen Grundlagen erörtert. Anschließend wurden in der Anfor-
derungsanalyse (
Kapitel 3
) die nicht-funktionalen sowie die funktionalen Anforderungen
zusammengetragen und erläutert. Um ein schlüssiges Designkonzept für die mobile
Applikation vorweisen zu können, wurden in
Kapitel 4
die allgemeinen Designentschei-
dungen getroffen sowie ein passendes Logo für die Anwendung gestaltet. Zudem wurden
in diesem Kapitel die Anwendungsfälle in entsprechenden Diagrammen aufgezeigt. Auf
Basis der erstellten Konzepte wurden in
Kapitel 5
anfänglich die Paper-Mockups per
Hand gezeichnet, um im Anschluss daran mit dem Programm XD von Adobe die digitalen
Mockups zu erstellen. Nach der Entwurfsphase wurden in
Kapitel 6
die vorgestellten
Anforderungen abgeglichen. Der fertige Prototyp wurde abschließend in einer „Thinking
Aloud“-Studie mit abschließender Befragung auf Usability getestet (
Kapitel 7
). Die Er-
gebnisse wurden in
Kapitel 8
diskutiert. Grundsätzlich wurde dieser als durchweg positiv
bewertet. Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass ein gelungener, benutzerfreund-
licher Prototyp entwickelt werden konnte. Vor allem die Bedienung der Applikation fanden
die Probanden besonders einfach. Allerdings wurden beispielsweise die Rückmeldungen
107
9 Fazit
als zu wenig empfunden. Deshalb sollte bei einer zukünftigen Weiterentwicklung bedacht
werden, dass das Feedback großzügiger ausfällt.
9.2 Ausblick
Die Studie hat demnach gezeigt, dass der Einsatz einer mobilen Übungsanwendung
eine Erleichterung im Therapiealltag, sowohl für den Patienten, als auch für die Thera-
peuten, darstellen könnte. Der folgende Ausblick soll einige Ansätze zur Optimierung
des aktuellen Prototyp aufzeigen.
Mockups für das iPhone X oder neuer
Da während der Entwicklungsphase der LogoCare Applikation Apple neue iPhone
Modelle auf den Markt gebracht hat, welche einige Änderungen im Design aufweisen,
wird hier nun ein Einblick für die Mockup Gestaltung für diese neuere Versionen gegeben
(siehe Bild 9.1). Die grundlegenden Designentscheidungen können auch bei dieser
Version beibehalten werden. Lediglich die obere Statusleiste muss an das neue Layout
angepasst werden. Durch das größere Display ist es außerdem möglich, die Objekte
etwas größer zu gestalten.
108
9.2 Ausblick
Abbildung 9.1: Mockups für die aktuellen iPhone Modelle
Weitere Angaben des Patienten
Im aktuellen Prototyp kann der Patient bei der Registrierung nur die nötigsten Daten an-
geben, wie Vorname, Nachname und E-Mail-Adresse. Jedoch kann es durchaus sinnvoll
sein, dass der Patient zusätzliche Angaben in seinem Profil speichert. Beispielsweise
kann es vorteilhaft sein, dass eine Telefonnummer zur Verfügung steht. Der zustän-
dige Therapeut hat somit bei Problemen oder Rückfragen auch die Möglichkeit, ein
persönliches Gespräch am Telefon zu führen. Zudem kann die Angabe des Alters bzw.
der Geburtsdaten für den Therapeuten von Vorteil sein. So kann dieser beispielsweise
altersgerechte Alltagskategorien empfehlen. Die Diagnose des Patienten ist eine weitere
wichtige Information, die dem Therapeuten hilfreich sein kann.
109
9 Fazit
Weitere Angaben des Therapeuten
Genauso wie beim Patient besteht das Profil des Therapeuten nur aus den nötigsten
Angaben. Auch hier die Anzeige einer Telefonnummer der Praxis von Vorteil. So hat
der Patient die Möglichkeit, bei Rückfragen oder Terminvereinbarungen die Praxis
des Therapeuten auch außerhalb der Applikation zu erreichen. Auch die Angabe der
Praxisadresse wäre eine weitere Option.
Anmeldungen von Therapeuten sicherer machen
Im Moment hat jeder die Option, sich als Therapeut (Logopäde) zu registrieren. Um die
Registrierung nur für zugelassene Therapeuten zu ermöglichen, müssen Änderungen
an der Anmeldung vorgenommen werden. Da es jedoch schwierig ist, eine automatische
Kontrolle durchzuführen, könnte eine händische Überprüfung Abhilfe schaffen. Der The-
rapeut hat die Möglichkeit, über einen Upload seine Zulassung hochzuladen. Erst wenn
der Logopäde als solcher identifiziert wurde, wird er den Patienten in der Anwendung
angezeigt.
110
9.2 Ausblick
Möglichkeit des Nachrichtenaustausches zwischen Patient und Therapeut
In der aktuellen Version des Prototypen besteht keine Möglichkeit für den Patienten,
sich mit seinem Therapeuten auszutauschen. Um die LogoCare Anwendung noch
interaktiver gestalten zu können, wäre eine Chat-Plattform innerhalb der App für den
Nachrichtenaustausch sinnvoll. Die Abbildung 9.2 zeigt eine mögliche Variante eines
solchen Chats.
Abbildung 9.2: Nachrichtenaustausch zwischen Patient und Therapeut
Patienten filtern
Durch die bereits erwähnten zusätzlichen Angaben des Patienten ergeben sich durchaus
zusätzliche Erweiterungsmöglichkeiten. Bei sehr vielen Patienten kann der Therapeut
möglicherweise den Überblick verlieren. Daher gibt es bereits in der aktuellen Version
111
9 Fazit
eine Patientensuche. Man könnte diese um eine Filteroption erweitern, sodass der
Therapeut seine Patienten nach bestimmten Kriterien filtern kann.
Gesundheitsdaten erfassen
Eine weitere Optimierung könnte beinhalten, dass die Patienten ihren allgemeinen Ge-
sundheitszustand vor den eigentlichen Übungsaufgaben erfassen können. Denn oft ist
bei Schlaganfallpatienten die Aphasie nicht die einzige gesundheitliche Einschränkung.
Schwindel, Kopfschmerzen und psychische Probleme können weitere Beschränkungen
sein. Gesammelt werden könnten diese Daten und mögliche Stressfaktoren beispiels-
weise durch einen vorgefertigten Fragebogen. Wird dieser dem Patienten immer vor
den Übungen gestellt, können eine Verbesserung sowie eine Verschlechterung des
allgemeinen Gesundheitszustands und der aktuelle Stresslevel erkannt werden. Stress
kann dabei einen Einfluss auf den Gesundheitszustand haben [
31
]. Kombiniert mit
den Übungsauswertungen könnten die Daten außerdem Aufschluss über den Grund
für schlechte Übungsergebnisse geben. Hat ein Patient beispielsweise an einem Tag
auffällig viele Fehler bei den Übungen gemacht und angegeben, dass er unter starken
Kopfschmerzen und Schwindel leidet, könnte der Gesundheitszustand dem Therapeuten
das schlechte Abschneiden erklären. Überdies könnten sie ihren Patienten dadurch
eine detaillierte Rückmeldung geben. Denkbar wären auch vorgefertigte Feedbacks,
für bestimmte Gesundheitsszenarien, auf welche die Therapeuten zugreifen können.
Ein solches passendes Feedback erhöht auch die Motivation für die Eingabe der Ge-
sundheitsdaten und die Nutzung der Anwendung. Zudem sollte die Rückmeldung leicht
verständlich und optisch ansprechend gestaltet werden [32].
Einführungstutorial
Da bei der anfänglichen Benutzung während der Studie einige Unklarheiten aufge-
kommen sind, wäre ein Tutorial zu Beginn der App-Nutzung vorteilhaft. Eine solche
Einführung in die Applikation ist von vielen anderen mobilen Anwendungen bekannt. Es
dient dem Zweck, den Nutzern eine kurze Anleitung und Erklärungen über die wichtigs-
112
9.2 Ausblick
ten Funktionalitäten zu geben. Eine solche Einführung könnte den Anwendern nach der
erfolgreichen Registrierung angezeigt werden, je nachdem in welcher Ansicht dieser
sich gerade befindet. Außerdem sollte der Anwender die Möglichkeit haben, das Tutorial
überspringen zu können.
Abbildung 9.3: Einführungstutorial Begrüßungstexte
In Abbildung 9.3 sind mögliche Begrüßungstexte eines Tutorials zu finden. Wie bereits
erwähnt soll der Nutzer nach der Registrierung dieses angezeigt bekommen. Er kann
das Tutorial bei Bedarf ansehen. Erfahrene Benutzer haben jedoch die Möglichkeit über
den Button „Skip Tutorial die Einführung zu überspringen.
113
9 Fazit
Abbildung 9.4: Einführungstutorial
Abbildung 9.4 zeigt ein Beispiel für Erklärungen der Patientenansicht. So kann sich der
Anwender einen kurzen Überblick über alle Funktionalitäten der Applikation verschaffen.
Dies könnte vor allem unerfahrenen Smartphonenutzern die Handhabung der LogoCare
Applikation erleichtern.
114
Literaturverzeichnis
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118
A
Anhang
A.1 Studie - Leitfaden des Versuchsleiters
119
A Anhang
Leitfaden für den Versuchsleiter
Du hast heute die Möglichkeit die iOS Applikation „LogoCare“ zu testen.
Die Zielgruppe der Anwendung sind Aphasie Patienten und deren Therapeuten.
Aphasie ist eine Sprachstörung, die beispielsweise nach einem Schlaganfall auftritt. Hier gibt
es verschiedene Schweregrade.
Die Applikation wurde für Personen entwickelt, welchen das selbstständige Üben möglich
ist.
Die App bietet dementsprechende Übungsmöglichkeiten in verschiedenen Übungsbereichen
und in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen. Es besteht zudem für Therapeuten die
Möglichkeit, sich in der Applikation zu registrieren. Diese können sich mit ihren Patienten
verbinden und beispielsweise Übungsstatistiken einsehen und Empfehlungen abgeben.
Bei der nun durchgeführten Studie handelt es sich um eine sogenannte „Thinking Aloud
Test“ oder auch „Methode des Lauten Denkens“. Wie der Namen schon erahnen lässt, bitte
ich dich nun, während der Bearbeitung der vorgelegten Aufgaben, deine Gedanken laut und
zwanglos zu äußern. Versuche alles was dir bei der Anwendung der Applikation in den Sinn
kommt, wiederzugeben. Es werden dir auch Hilfestellungen ausgehändigt. Diese sollen dir
das Verbalisieren deiner Gedanken erleichtern.
Ich werde als Versuchsleiter deine Schritte beobachten und mir einige Notizen machen,
halte mich aber stets im Hintergrund.
Du hast jetzt folgende Unterlagen neben dir liegen:
Hilfestellungen
Szenarien zur Bearbeitung
Wir beginnen jetzt mit der Studie!
Noch einmal:
„Versuche während deiner Aufgaben alle deine Gedanken laut zu äußern. Vermeide
allerdings deine Handlungen genau zu erklären.
Wenn du keine Fragen mehr hast, können wir jetzt starten. Lies dir bitte vor der
Szenarienbearbeitung die Hinweise genau durch.“
„Starte jetzt“
-----
Danke, dass du deine Gedanken für die Studie mit uns geteilt hast. Abschließend bitte ich
dich noch einen Fragenbogen auszufüllen.
120
A.2 Studie - Szenarien der Patientenansicht
A.2 Studie - Szenarien der Patientenansicht
121
A Anhang
Patientenansicht
Um die Funktionen der Applikation LogoCare kennenzulernen, sollst du folgende Szenarien
durchlaufen. Im Anschluss hast du die Möglichkeit frei mit der App zu arbeiten.
Wichtige Hinweise:
Da es sich bei der App nur um einen klickbaren Prototyp handelt sind nicht alle Funktionen
verfügbar.
1. Texteingaben sind nicht möglich. Felder werden automatisch mit Dummy-Angaben
gefüllt.
2. Die zusätzliche Sprachausgabe ist nicht möglich.
3. Getätigte Einstellungen können nicht gespeichert werden.
4. Swipen ist nicht möglich.
Szenario 1 „Registrierung ohne Therapeut“
Führe folgende Schritte aus:
1. Wähle auf der Startseite „Registrieren“ aus.
2. Wie bereits erwähnt, sind keine Texteingaben möglich, deshalb werden die Felder
automatisch mit Dummy Daten gefüllt. (durch einen Klick auf „weiter“)
3. Füge anschließend ein Foto zu deinem Profil hinzu. Verwende bitte das erste Foto
(links oben)
4. Schließe die Registrierung ab.
Szenario 2 „ Übung starten“
Führe folgende Schritte aus:
1. Du gelangst über zwei verschiedene Möglichkeiten zu den verschiedenen
Übungsarten. Wähle eine Möglichkeit aus.
2. Entscheide dich für die Übungsart „Sprachverständnis“
122
A.2 Studie - Szenarien der Patientenansicht
3. Öffnet man die Übungen zum ersten Mal, musst man min. zwei Kategorien
auswählen. Bitte wähle
a. Zuhause
b. Einkaufen
4. Starte die erste Übung (der gewählten Übungsart „ Sprachverständnis“) in der
Kategorie Zuhause aus.
Szenario 3 „ Kalender“
Führe folgende Schritte aus:
1. Gehe ins Hauptmenü, um zu dem Kalender zu gelangen
2. Wähle im Kalender den 4. August aus.
3. Dort kannst du die geleisteten Übungen nochmals einsehen.
Szenario 4 Verbinden mit Therapeuten
Führe folgende Schritte aus:
1. Gehe ins Menü
2. Suche den Punkt Therapeutenverbindung
3. Verbinde dich mit dem Therapeuten A
(Du Brauchst in der Testversion keinen Zugangscode!)
4. Im Hauptmenü erkennst nun mit welchem Therapeuten du verbunden bist.
(Diese Änderung kann allerdings für das nächste Szenario nicht gespeichert werden)
Szenario 5 „ Abmelden“
Führe folgende Schritte aus:
1. Gehe ins Menü
2. Gehe in Einstellungen
3. Melde dich ab
Du hast alle Szenarien bearbeitet.
123
A Anhang
Wenn du möchtest kannst du nun, die Anwendung frei ausprobieren. Und weitere
Übungsarten testen.
124
A.3 Studie - Szenarien der Therapeutenansicht
A.3 Studie - Szenarien der Therapeutenansicht
125
A Anhang
Therapeutenansicht
Um die Funktionen der Applikation LogoCare kennenzulernen, sollst du folgende Szenarien
durchlaufen. Im Anschluss hast du die Möglichkeit frei mit der App zu arbeiten.
Wichtige Hinweise:
Da es sich bei der App nur um einen klickbaren Prototyp handelt sind nicht alle Funktionen
verfügbar.
1. Texteingaben sind nicht möglich. Felder werden automatisch mit Dummy-Angaben
gefüllt.
2. Die zusätzliche Sprachausgabe ist nicht möglich.
3. Getätigte Einstellungen können nicht gespeichert werden.
4. Swipen ist nicht möglich.
Szenario 1 „Registrierung“
Führe folgende Schritte aus:
1. Du befindest dich zu Beginn noch in der Patientenansicht. Wechsle zur
Therapeutenansicht
2. Wähle Registrieren aus.
3. Führe die Registrierung durch.
Wie bereits erwähnt, sind keine Texteingaben möglich, deshalb werden die
Felder automatisch mit Dummy Daten gefüllt. (durch einen Klick auf den
„weiter“ Button)
4. Füge abschließend ein Foto hinzu. Wähle bitte das „blaue“ Profilbild (oben links).
5. Schließe die Registrierung ab.
126
A.3 Studie - Szenarien der Therapeutenansicht
Szenario 2 „ Patient Max MustermannNotiz hinzufügen“
Führe folgende Schritte aus:
1. Gehe zu Übersicht deiner Patienten.
2. Wähle dort den Patienten „Max Mustermann“ aus.
3. Suche die Notizen und füge eine neue Notiz hinzu.
Denke daran, es sind keine Texteingaben möglich. Durch „Bestätigen“ -Button
werden Dummy Daten eingefügt.
Szenario 3 „ Kategorieempfehlungen für Max Mustermann“
Führe folgende Schritte aus:
1. Gehe ins Menü des Patienten Max Mustermann zurück.
2. Wähle dort Kategorieempfehlungen aus.
3. Empfehle dem Patienten die Kategorien: Einkaufen und Zuhause
Szenario 4 „ Stufen erhöhen und Stufen sperren“
Erläuterung: Der Patient hat kann in verschiedene Stufen eingeteilt werden. Je nach
Schwere der Aphasie. Je nach Lernfortschritt kommt er in höhere Stufen.
Der Therapeut hat die Möglichkeit den Patienten händisch in verschiedene Stufen zu setzen
oder ihn für bestimmte Stufen zu sperren.
Führe folgende Schritte aus:
1. Gehe ins Menü des Patienten Max Mustermann zurück.
2. Wähle dort Stufe des Patienten aus.
3. Setze Mustermann zuerst in Stufe 3.
4. Und sperre für diesen Patienten anschließend die Stufen 4 und 5.
127
A Anhang
Szenario 5 „ Statistiken aller Patienten“
Führe folgende Schritte aus:
1. Gehe ins Hauptmenü zurück.
2. Wähle dort Statistik aus.
3. Schaue dir zunächst die Statistik zur Übungsdauer an. Wechsele zwischen der
wöchentlichen und monatlichen Ansicht.
4. Gehe wieder zum Statistik Menü
5. Schaue dir „Fehler bei Übungen“ an.
a. Wähle dafür die Stufe 1 und als Übungsart Sprachverständnis aus.
6. In der Grafik „ Fehler bei Übungen“ wurden bei der Übung 2 (Ü2) maximal fünf
Fehler gemacht. Klicke auf diesen Fehlerpunkt.
7. Du hast hier die Möglichkeit den Patient genauer zu betrachten.
Du hast alle Szenarien bearbeitet.
Wenn du möchtest kannst du nun, die Anwendung frei ausprobieren.
128
A.4 Studie - Hilfestellungen
A.4 Studie - Hilfestellungen
129
A Anhang
Hilfestellung für die Studie
Jetzt überlege ich im Moment ...
Ich suche gerade...
Ich bin überfordert mit ...
Das ist interessant...
Das Feedback motiviert/verunsichert..
Die Bedeutung des Buttons ist schlüssig/unschlüssig,...
Mir gefällt, ...
Mir gefällt nicht, ...
Angelehnt an: Frommann, U. (2005). Die Methode „Lautes Denken“. (E-Teaching.org, Hrsg.)
130
A.5 Studie - Fragebogen
A.5 Studie - Fragebogen
131
A Anhang
Fragebogen für die Studie
Alter?
!
Unter 18
!
18-24 Jahre
!
25-34 Jahre
!
35-44 Jahre
!
45-59 Jahre
!
60 Jahre oder älter
Geschlecht?
!
weiblich
!
männlich
Nutzt du ein Smartphone mit iOS? (iPhone)
!
Ja
!
Nein, ich nutze ein anderes Smartphone
Hast du bereits Erfahrungen mit Gesundheitsapps gemacht?
!
Nein
!
Ja, ich nutze folgende Gesundheitsapp auf meinem Handy:
Kompetenz im Umgang mit Smartphones?
!
!
!
!
!
!
Trifft überhaupt
nicht zu
Trifft absolut zu
Würdest du die App LogoCare Patienten mit Sprachstörungen empfehlen?
!
!
!
!
!
!
Trifft überhaupt
nicht zu
Trifft absolut zu
132
A.5 Studie - Fragebogen
Glaubst du die LogoCare App kann die therapeutische Arbeit unterstützen ?
!
!
!
!
!
!
Trifft überhaupt
nicht zu
Trifft absolut zu
Wie war der Gesamteindruck der LogoCare Applikation ?
!
!
!
!
!
!
Sehr schlecht
Sehr gut
Was war besonders gut?
Was würdest du verbessern?
Waren vorhandene Rückmeldungen hilfreich?
!
!
!
!
!
!
Trifft überhaupt
nicht zu
Trifft absolut zu
Hättest du gerne an manchen Stellen mehr Hilfe gehabt?
!
!
!
!
!
!
Trifft überhaupt
nicht zu
Trifft absolut zu
Wenn du mehr Hilfe benötigt hättest, an welchen Stellen wären diese, deiner Meinung
nach sinnvoll gewesen?
133
A Anhang
Wie hast du das Layout (im Bezug auf Farben und Schriftgröße) empfunden?
!
!
!
!
!
!
Sehr schlecht
Sehr gut
War es einfach die Funktionen der Applikation zu verstehen?
!
!
!
!
!
!
Trifft überhaupt
nicht zu
Trifft absolut zu
Führten alle deine Interaktionen mit der Applikation zum gewünschten Ziel?
!
!
!
!
!
!
Trifft überhaupt
nicht zu
Trifft absolut zu
War die Bedienung einfach?
!
!
!
!
!
!
Trifft überhaupt
nicht zu
Trifft absolut zu
Was könnte die Bedienung deiner Meinung nach verbessern?
Was findest du an der Bedienung besonders gut?
Wie kamst du mit der Navigation innerhalb der App zurecht?
!
!
!
!
!
!
Sehr schlecht
Sehr gut
134
A.5 Studie - Fragebogen
War das Menü übersichtlich?
!
!
!
!
!
!
Trifft überhaupt
nicht zu
Trifft absolut zu
Anmerkungen zu Menü -Aufbau / Icons etc.?
Hat es Spaß gemacht sich mit der Applikation zu beschäftigen?
!
!
!
!
!
!
Trifft überhaupt
nicht zu
Trifft absolut zu
Zusätzliche Anmerkungen:
135
A Anhang
A.6 Studie - Auswertung des Fragebogen
136
A.6 Studie - Auswertung des Fragebogen
Probandnummer Geschlecht Iphonenutzung Erfahrungen Gesundheitsapps
Proband 1 mnein ja
Proband 2 wja nein
Proband 3 mja nein
Proband 4 mnein nein
Proband 5 wnein nein
Proband 6 mja nein
Proband 7 wja ja
Proband 8 wja nein
Proband 9 mnein ja
Proband 10 wja nein
Proband 11 mja ja
Proband 12 mnein nein
137
A Anhang
Probandnummer Kompetenz Smartphones Empfehlung Unterstütung therapeutische Arbeit Gesamteindruck
Proband 1 1 1 1 2
Proband 2 3 2 1 2
Proband 3 3 1 1 2
Proband 4 3 2 2 2
Proband 5 3 1 1 1
Proband 6 1 2 2 1
Proband 7 2 2 1 1
Proband 8 3 1 2 2
Proband 9 2 1 1 1
Proband 10 4 1 1 1
Proband 11 2 1 1 2
Proband 12 1 1 1 1
Anzahl Probanden Anzahl Probanden Anzahl Probanden Anzahl Probanden
1 trifft absolut zu 3 8 9 6
2 trifft überwiegend zu 3 4 3 6
3 trifft zu 5 0 0 0
4 trifft weniger zu 1 0 0 0
5 trifft eher nicht zu 0 0 0 0
6 trifft überhaupt nicht zu 0 0 0 0
138
A.6 Studie - Auswertung des Fragebogen
Probandnummer ckmeldungen hilfreich Mehr Hilfe? Layout Funktionen verstehen Interaktionen zum Ziel
Proband 1 1 5 2 1 1
Proband 2 1 6 1 1 2
Proband 3 1 4 3 1 2
Proband 4 2 5 2 2 2
Proband 5 1 4 3 1 2
Proband 6 2 6 2 1 1
Proband 7 2 6 1 1 1
Proband 8 2 5 3 2 1
Proband 9 1 6 3 2 1
Proband 10 1 5 1 1 1
Proband 11 2 5 1 1 1
Proband 12 3 4 2 2 1
Anzahl Probanden Anzahl Probanden Anzahl Probanden Anzahl Probanden Anzahl Probanden
1 trifft absolut zu 6 0 4 8 8
2 trifft überwiegend zu 5 0 4 4 4
3 trifft zu 1 0 4 0 0
4 trifft weniger zu 0 3 0 0 0
5 trifft eher nicht zu 0 5 0 0 0
6 trifft überhaupt nicht zu 0 4 0 0 0
139
A Anhang
Probandnummer Bedienung einfach? Navigation gut? Meübersichtlich? Spass
Proband 1 1 1 2 1
Proband 2 2 2 1 1
Proband 3 1 2 1 2
Proband 4 2 2 2 1
Proband 5 1 2 1 1
Proband 6 1 1 1 2
Proband 7 1 1 2 1
Proband 8 1 2 2 1
Proband 9 2 1 2 1
Proband 10 1 1 2 1
Proband 11 1 2 1 1
Proband 12 1 1 1 3
Anzahl Probanden Anzahl Probanden Anzahl Probanden Anzahl Probanden
1 trifft absolut zu 9 6 6 9
2 trifft überwiegend zu 3 6 6 2
3 trifft zu 0 0 0 1
4 trifft weniger zu 0 0 0 0
5 trifft eher nicht zu 0 0 0 0
6 trifft überhaupt nicht zu 0 0 0 0
140
A.7 Studie - Beobachtungen Versuchsleiter
A.7 Studie - Beobachtungen Versuchsleiter
141
A Anhang
Beobachtungen durch den Versuchsleiter (Patient Proband 1)
Allgemeine Anmerkungen:
Motiviert: sehr motiviert ist gespannt auf die App
Nervös: wirkte im Vorgespräch nicht so
Männlich Studiert Medieninformatik – Hohe Kompetenz
Willkommens - Menü
Weis kurz nicht weiterà „Wüsste jetzt nicht, wo ich genau hin klicken muss, ich klicke jetzt
mal auf die Mitte.“
(Klickt mal auf die Mitte à erfolgreich)
Szenario 1: Registrierung ohne Therapeut“
Durchläuft die Reg. relativ zügig
Die Registrierung ist für mich schlüssig. Die Registrierung bin ich von den meisten Apps
gewöhnt.“
„Das Maskottchen (Brainy) gefällt mir sehr gut. Sieht passend aus.“
„Okay jetzt bin ich fertig mit der Registrierung.
Szenario 2 „ Übung starten“
Startet die Übungen à geht auf „Gleich loslegen“.
„Ich weis jetzt nicht genau was Sprachverständnis ist (also welches Icon) aber durch Logik
sollte es das Icon sein“ (à liegt aber damit richtig)
Oh es ist toll, dass die Kategorien auch noch mit Symbol dargestellt sind .. das macht es vll.
Einer zu verstehen um welche Kategorie es sich handelt.“
Ist jetzt bei der ersten Aufgabe
„Vorlesebutton ist gut platziert“ Frägt, ob es wirklich der Button zum vorlesen ist
„Gut finde ich, das direkte Feedback, ob Frage richtig oder falsch ist.“
Szenario 3 „ Kalender“
Ist jetzt im Hauptmenü
„Menü find ich sehr übersichtlich. Nur das Nötigste. Man wird nicht von zu vielen Inputs
erschlagen.“
Geht jetzt zum Kalender
Den aktuellen Tag finde ich vielleicht etwas zu wenig hervorgehoben.“
Die Übung ist grau dargestellt, damit ich schon sehe die kann ich jetzt nicht mehr
bearbeiten sondern nur noch ansehen kann.“
Szenario 4 „ Verbinden mit Therapeuten“
„Oh da gibt es jetzt keinen direkten Punkt im Menü. Da werden jetzt die meisten auf
Einstellungen gehen. Das tu ich auch mal“
„Feedback, dass es geklappt hat à ist gut.
„Ah der Therapeut ist der Orange, dass stell ich mir gut vor mit richtigen Bildern“
Szenario 5 „ Abmelden“
„Ah okay die Abmeldung war über die Einstellungen möglich und da finde ich es gut, dass
man die Abmeldung noch bestätigen muss.“
Nutzt er die Möglichkeit der freien Nutzung noch? Oder Beendet er die Applikation
Er beendet gleich die Szenarien
Beobachtungen durch den Versuchsleiter (Patient Proband 2)
Allgemeine Anmerkungen:
Motiviert: hört aufmerksam zu und liest sich die Hinweise genau durch, Wirkt nicht nervös
142
A.7 Studie - Beobachtungen Versuchsleiter
Weiblich
Hat eher weniger Erfahrungen mit Computer oder Smartphones (nutzt dieses hauptsächlich
für Kurznachrichtendienste)
Willkommens – Menü:
Überlegt was sie auf dem Willkommensmenü machen soll à
„Kann ich mich da jetzt schon registrieren? Ich klicke jetzt irgendwo hin, weiß jetzt nicht wo
ich lande.“
Szenario 1: Registrierung ohne Therapeut“:
Kommt durch die Registrierung relativ schnell.
„Ah die werden ja automatisch ausgefüllt.– „Die Registrierung finde ich logisch“
Szenario 2 „Übung starten“:
Wählt die Option „Direkt starten“ à
„Ich weiß jetzt nicht auf Anhieb welches Icon Sprachverständnis ist
Wählt aber intuitiv das Richtige à sagt aber „das könnte aber auch Einstellungen sein
wegen den Rädern“
„Man muss die Kategorien auswählen mit dem Swipen der Kategorien. Das ist richtig gut,
wie beim iPhone
„Ich hätte mir hier jetzt gewünscht, dass ich weiß, dass die Kategorien gespeichert wurden.“
„Übung ist schön gestaltet mit den großen Bildern und der Erklärung darüber“
Szenario 3 „Kalender
Denn Kalender findet man schnell – Das ist einfach.“
„Ah okay das ist sinnvoll.(meint, dass man sich noch einmal die gemachten Übungen
anschauen kann)
Szenario 4 „ Verbinden mit Therapeuten“
„Ehm wo könnte denn Therapeuten Verbindung sein. Das probiere ich jetzt mal aus, weil
direkt im Menü zu finden ist es nicht“
„Ah okay hier sind dann die Therapeuten“
„Das mit den Profilbildern ist gut.“ à Erkennt sofort, dass oben im Menü die
Therapeutenverbindung optisch dargestellt wird.
Szenario 5 „ Abmelden“
Abmelden kann sie sich ohne Probleme
Nutzt er die Möglichkeit der freien Nutzung noch? Oder Beendet er die Applikation
Probiert noch etwas bei der App und schaut sich nochmals das Menü an.
Beobachtungen durch den Versuchsleiter (Therapeut Proband 3)
Allgemeine Anmerkungen:
Nicht nervös
Willkommensansicht
„Ah schönes Logo“ Klickt dann darauf und gelangt ins Menü
Szenario 1: Registrierung
„Ich muss jetzt wohl zur Therapeutenansicht wechseln. „
Kurz verwirrt, ob die Therapeutenansicht „Registrieren mit Therapeut“ ist
„Muss ich jetzt Registrieren mit Therapeut nehmen?“
à findet es aber gleich und findet gut: „dass man sich gleich wieder zurück kann – wenn
man fälschlicherweise in der Therapeutenansicht befindet “
„Ah toll, dass sich die Farbe wechselt, so weiß man gleich in welcher Ansicht man sich
befindet
143
A Anhang
„Gut ist, dass man sieht in welchem der Schritt sich der Registrierung man sich befindet.“
Geht relativ schnell durch die Registrierung à
Registrierung ist abgeschlossen. Geht zur nächsten Ansicht
Bemerkungen zum Menü:
„Ich weiß jetzt nicht was genau die Statistiken sein sollen, auch bei Stufe des Patienten weiß
ich nicht so genau was mich erwartet.“
Szenario 2 „Patient Max MustermannNotiz hinzufügen“
Weis Beim Menü nicht für was die Statistik ist
„Dann geh ich mal zu meinen Patienten und suche den Max.“
„Notiz hinzufügen ist einfach für mich.“
„Gut finde ich, dass da die Notizen mit Datum gespeichert werden.“
Szenario 3 „Kategorieempfehlungen für Max Mustermann“
Ah die Empfehlungen werden mit Stern markiert das kenn ich jetzt so nicht. Aber ist logisch
und schick
„Hier hätte ich mir jetzt gerne ein Feedback gewünscht, dass es mir die Einstellungen
gespeichert hat.“
Szenario 4 „Stufen erhöhen und Stufen sperren“
„AH ich kann die Stufen hier nicht bearbeiten. Ich dachte das kann ich direkt bearbeiten.“
(Versucht es gleich in der Voransicht)
„Aber okay, man kann unten auf bearbeiten klicken.“
„Die Bearbeitung war einfach und gut. „
„Erfolgreich gespeichert“? à vllt. wäre das noch gut.“
„Okay auf der Infoansicht wird es dann so neu gespeichert. Aber trotzdem wäre ein kurzes
Feedback gut“
Szenario 5 „Statistiken aller Patienten“
Achsen Beschriftung ist etwas zu klein geraten. „Ich kann es schon lesen, aber was ist mit
älteren Menschen“
„Ich finde die Achsenbeschriftung gehört nicht unten, sondern nach oben. Das finde ich
ungewohnt.“
Grafik Beschriftung zu klein
„Durchschnitt und maximal könnten irgendwie verbunden werden.“
„Das man die Maximalen Fehlerpunkte kann man ja anklicken. Aber das sollte irgendwo
stehen in der Übersicht.“
Beobachtungen durch den Versuchsleiter (TherapeutProband 4)
Allgemeine Anmerkungen:
Moviert- Macht sich Notizen- ist aufmerksam
Nervös: nein
Willkommensansicht
Klickt weiter – Hat keinerlei Fragen
Szenario 1: Registrierung
Klickt allerdings auf mit Therapeut registrieren.
Weil der Button im Blickfeld ist, ist es verführerisch da gleich drauf zu klicken.“
Jetzt würd ich einfach mal auf Foto gehen
„Ah okay jetzt sieht man nochmal das gewähltes Bild“
Szenario 2 „ Patient Max MustermannNotiz hinzufügen“
Geht direkt auf die Patienten und sucht Max Mustermann.
144
A.7 Studie - Beobachtungen Versuchsleiter
„Ok hier sehe ich die Notizen und kann sie auch nochmal ansehen“
Szenario 3 „ Kategorieempfehlungen für Max Mustermann“
„Wie komme ich jetzt genau da hin?? Weis ich jetzt nicht auf Anhieb.“
„Aber ist nicht schwer zu finden.“
Und speichert dann ... „Ok, das ist mir alles klar“
Szenario 4 „ Stufen erhöhen und Stufen sperren“
Befindet sich bereit im Menü Max Mustermann und überlegt jetzt ob er da schon ist. Sieht
dann das es oben steht.
Versucht sofort zu bearbeiten. Ist dann kurz verwirrt weil ich er nochmal auf bearbeiten
klicken muss.
„Hab ich jetzt die Stufe bearbeitet“à „Okay da sieht man es“
Szenario 5 „ Statistiken aller Patienten“
Weis nicht wie man in das Hauptmenü kommt. (Android Nutzer) sucht das Menü eher unten.
Findet das Menü aber dann doch relativ schnell
„Statistik ist logisch
Fehler bei Übungen – Statistik eher schwer zu verstehen.
„Die Statistik könne man größer gestalten, damit sie besser leserlich ist.“
„Aber die maximale Fehleranzahl mit dem Klick auf einen Patienten finde ich gut, weil dann
kann ich nochmal auf den Patienten direkt klicken.“
Beobachtungen durch den Versuchsleiter (Therapeut Proband 5)
Allgemeine Anmerkungen:
Motiviert: hört aufmerksam zu, stellt dem Versuchsleiter anfänglich auch noch fragen.
Liest sich die Notizen aufmerksam durch
Willkommensansicht
Weiß nicht genau warum diese Ansicht jetzt da ist“ à klickt jetzt einfach intuitiv drauf
Szenario 1: „Registrierung“
Registrieren klickt auch auf den Registrieren mit Therapeut - Button
Versuchsleiter gibt kurzen Hinweis, dass sie falsch ist.
„Therapeut? Liest man nicht so auf den ersten Blick, man geht eher auf die Mitte“ „Das hab
jetzt echt nicht gesehen“
Registrierung geht dann intuitiv – geht relativ schnell durch die Reg. Stockt kurz bei Profilbild
auswähle.
Szenario 2 „Patient Max MustermannNotiz hinzufügen“
Findet den Patienten Max Mustermann auf Anhieb.
Überspringt die Aufgabe mit Notizen und wollte gleich zu den Kategorie Empfehlungen.
Kann dann aber problemlos wieder zurück gehen.
„Man könnte noch hinschreiben, dass die Notizen nur für mich sichtbar sind und nicht für
den Patienten“
„Ah Notizen kann ich dann mehrfach anlegen – Das finde ich gut“
Szenario 3 „ Kategorieempfehlungen für Max Mustermann“
Geht problemlos auf den Kreis und klickt dort hinein um dann mit einem Stern zu markieren.
„Ist das jetzt gespeichert?“
Szenario 4 „ Stufen erhöhen und Stufen sperren“
Klickt intuitiv auf die Grafik und merkt dann, dass man da noch nichts verändern kann.
„Bilder sieht man immer zuerst. Lesen tu ich erst später“
„Ich muss also zuerst auf die Bearbeitung klicken. Das ist nicht von Anfang an klar“
145
A Anhang
„Da sollt die Bestätigung kommen, dass die Stufe geändert wurde, weil ich kann ja hier
nochmal bearbeiten und dann denkt man vielleicht, dass man was falsch gemacht hat.“
„Das man es nochmal sieht ist super.“
Szenario 5 „ Statistiken aller Patienten“
Klickt problemlos zu der Statistik. Findet diese auch recht schnell.
Schaut lange auf die Grafik.
„Das ist halt eine Statistik. Passt schon so.
„Für den Therapeuten ist die Statistik bestimmt wichtig, weil er weiß wie fleißig seine
Patienten im Durchschnitt sind.“
„Von der Anderen Grafik erkennt man den Sinn schnell“
Der Proband soll die einzelnen Übungen auswählen um in der Statistik den Patient mit der
höchsten Fehleranzahl zu finden.
„Weil der so viele Fehler gemacht hat, will ich wissen wer das war. Ah Max Mustermann.“
„Da wär jetzt noch gut wenn ich nicht nur eine Notiz hinzufügen kann, sondern dem
Patienten auch schreiben könnte, warum er so viele Fehler gemacht hat und was sein
Problem war“
Klickt nochmal rum
„Die Menüführung finde ich gut, vor allem mit den Bildern (Icons)“
„Ah ich kann sogar Patienten suchen – da muss ich dann oben bei der Suche den Patienten
bei der Suche eingeben.“
Beobachtungen durch den Versuchsleiter (PatientProband 6)
Allgemeine Anmerkungen:
Motiviert: sehr motiviert ist gespannt auf die App, programmiert in der Freizeit Homepages
sehr technikaffin
Männlich
Willkommens - Menü
„Hier würde es mir besser gefallen wenn das Ganze eine Art – Animation ist und die
Puzzleteile zusammen gehen und dann die Seite automatisch verschwindet, weil so weiß ich
nicht genau wie es jetzt weiter geht.“
„Das Logo an sich finde ich richtig gut gemacht“
Szenario 1: Registrierung ohne Therapeut“
Geht gleich auf den Button Registrieren und diese bereitet ihm scheinbar keinerlei
Probleme.
„Die Registrierung ist aufgebaut, wie die meisten anderen. Also finde ich einfach zu
verstehen.“
Szenario 2 „ Übung starten“
Geht zum Menü und betrachtet dieses kurz.
„Das mit den Stufen find ich mega gut, denn das motiviert die Patienten. Und ich finde es
gut, das man die Stufen jederzeit im Menü im Blick hat.
„Gute grafische Darstellung.“
„Die Icons neben den Übungsarten sind richtig verständlich.“
Geht dann auf Sprachverständnis und wählt ohne Probleme die Kategorien aus.
Findet: „ das geht super einfach und ist auch echt logisch aufgebaut“
Nun geht er zur ersten Aufgabe
„Ich finde es gut das dieses lachende Gehirn, Brainy heißt es glaube ich, immer wieder
auftaucht und einen in der App begleitet.
146
A.7 Studie - Beobachtungen Versuchsleiter
„und ich bekomme sofort ein Feedback, ob ich das richtige ausgewählt habe oder nicht“
Szenario 3 „ Kalender“
„Wie schon gesagt, dass Menü finde ich gut gemacht, man hat eigentlich an alles gedacht“
„Den Kalender kann man sofort finden.“
Geht in den Kalender und findet die aktuelle Übung sofort.
„Ich hätte da noch eine Idee: vllt. könnte man auch eine Art Tagesbonus machen und diesen
dann grafisch darstellen.“
Die Übungstage finde ich vielleicht etwas zu wenig hervorgehoben.
Szenario 4 „ Verbinden mit Therapeuten“
„Verbinden mit Therapeut find ich voll gut, dass man da gleich auf das Bild bei Max
Mustermann und klicken kann und die Möglichkeit hat sich mit dem Therapeut zu
verbinden“
„Das finde ich optisch super gemacht“
Szenario 5 „ Abmelden“
Abmeldung findet er sofort in den Einstellungen. Meldet sich problemlos ab
Nutzt er die Möglichkeit der freien Nutzung noch? Oder Beendet er die Applikation
Er schaut noch etwas rum und probiert die Übungen der anderen Übungsarten aus.
Beobachtungen durch den Versuchsleiter (Patient – Proband 7)
Allgemeine Anmerkungen:
Wirkt motiviert, sehr hohe Kompetenz mit Smartphone ,PC
Willkommens - Menü
Denkt nicht groß nach, sondern klickt einfach in die Mitte und kommt dann zur
Registrierungsmaske
Szenario 1: Registrierung ohne Therapeut“
Durchläuft die Reg. relativ zügig.
Hier ist alles wie gewohnt, also ich kenne so die Anmeldung von anderen Apps“
Szenario 2 „ Übung starten“
„Das Brainy find ich cool, ist motivierend. Das kommt ja immer wieder.“
Startet die Übungen à über das Menü
„Oh ich finde es sehr gut, dass die Menü Icons noch textuell beschrieben sind. So weiß ich
gleich was, was ist. Aber die Icons sind auch gut gemacht und leicht zu verstehen.“
Ist jetzt bei der ersten Aufgabe
Szenario 3 „Kalender“
„Die Bedienung ist wirklich super einfach und ich finde alles sehr gut verständlich.“
„Auch beim Kalender ist alles logisch aufgebaut“
Szenario 4 „Verbinden mit Therapeuten“
„Ich habe die Therapeutenverbindung jetzt gleich gefunden, aber weiß nicht ob meine
Mama (Anm. Red. Ältere Menschen mit weniger Erfahrung) dass sofort gefunden hätten.“
„Das man danach das Bild vom Therapeuten sieht ist gut gemacht“
Szenario 5 „Abmelden“
Proband war sehr zügig in der Bearbeitung und Abmelden ist auch kein Problem.
Nutzt er die Möglichkeit der freien Nutzung noch? Oder Beendet er die Applikation
Beendet gleich die Szenarien
„Ich hätte mir gewünscht, dass Brainy öfters da ist, um die Option zu haben sich alles
zusätzlich erklären zu können.“
„Hätte mir an manchen Stellen wirklich ein bisschen mehr Rückmeldungen gewünscht.“
147
A Anhang
„Allgemein war es aber sehr intuitiv bedienbar.“
Beobachtungen durch den Versuchsleiter (PatientProband 8)
Allgemeine Anmerkungen:
wirkt etwas nervös
Hört aufmerksam zu und stellt vorher noch einige Fragen à wirkt motiviert
Willkommens – Menü
Denkt vor dem Startbildschirm nach.klickt aber einfach in die Mitte und startet so die
Registrierung
Szenario 1: Registrierung ohne Therapeut“
Liest sich die Buttons und Anweisungen genau und braucht etwas länger kommt aber gut
durch die Registrierung
„Oh der Brainy lobt mich für meine Registrierung.“
Und macht direkt mit Übungen ohne weiter zu lesen. à wird unterbrochen
„Also, das ging jetzt so einfach, dass ich gleich weiter probieren wollte.“
Szenario 2 „Übung starten“
„Ah die Übung war einfach zu verstehen und übersichtlich“
„Kategorie Auswahl ist kein Problem für mich“
Szenario 3 „Kalender
Oh wie komm ich da hin“ aber klickt direkt auf das Menü Symbol und
„Ah okay das ist des Hauptmenü àKalender war super einfach zu finden“
Szenario 4 „Verbinden mit Therapeuten“
„OH wo ist denn da der Therapeut“
Schaut ob man beim Menü Scrollen kann. Guckt dann direkt bei Einstellungen
Verbindung läuft ohne Probleme
Erkennt aber nicht, dass sie mit dem Therapeut verbunden ist (Menü)
„Ah da ist die Verbindung zum Therapeut“ à „Das finde ich bisschen klein für mich“
Szenario 5 „ Abmelden“
Läuft ohne Probleme ab.
„Finde gut, dass ich nochmal gefragt werde, ob ich mich abmelden möchte.“
Nutzt er die Möglichkeit der freien Nutzung noch? Oder beendet er die Applikation
Er beendet gleich die Szenarien
Beobachtungen durch den Versuchsleiter (TherapeutProband 9)
Allgemeine Anmerkungen:
Nervös, hat Angst was falsch zu machen
Kein häufiger Umgang mit Smartphones
Willkommensansicht
Liest jetzt das Szenario 1 und weiß nicht wie er jetzt von der Willkommensansicht hinkommt
„Geht das hier jetzt automatisch weg?“
„Oder muss ich jetzt hier zum Therapeut?
Szenario 1: Registrierung
„Ah hier mit Therapeut registrieren“ à „Dann wechsle ich wohl zur Therapeutenansicht.“
à Eingreifen des Versuchsleiters
„Aso, dass hätte ich jetzt falsch gemacht.“
„Ah super, jetzt sehe ich durch den Farbwechsel deutlich, dass ich in die Therapeutenansicht
gewechselt bin.“
148
A.7 Studie - Beobachtungen Versuchsleiter
Registrieren läuft ohne Fehler und fragen durch
Szenario 2 Patient Max MustermannNotiz hinzufügen“
Ah okay jetzt geh ich zum Patient übers Menü.“
Notizen hinzufügen ist kein Problem findet er sofort
„Ah die Notizen haben ein Datum, dann ich wohl mehrere hinzufügen“
Szenario 3 „ Kategorieempfehlungen für Max Mustermann“
„Das sieht super aus mit den Sternen, da ist mir klar, dass ich diese als Favoriten hinzufügen
kann.“
Sind die jetzt gespeichert? Da wäre eine Mitteilung ganz gut, dass ich das gespeichert habe“
Szenario 4 „ Stufen erhöhen und Stufen sperren“
„Ich wollte jetzt eigentlich hier gleich bearbeiten, warum geht das nicht!“
„Ah ich muss erst auf die Bearbeitung klicken“
Szenario 5 „ Statistiken aller Patienten“
„Ah okay die Grafik sieht sehr wichtig aus.“
Schaut sich die Grafik länger an
„Finde ich gut verständlich“
Bei der zweiten Grafik muss er die Einstellungen erst speichern bevor er die Grafik sieht. Das
ist ihm erstmal unklar.
„Das ist ja super, da kann ich mir ja gleich eine Notiz zu dem machen, dass er da schlecht
war“
Allgemein:
Findet die App super, und fand, dass es auch für ältere Leute leicht zu bedienen ist
„Die App war wirklich, auch für mich, einfach zu bedienen“
Beobachtungen durch den Versuchsleiter (PatientProband 10)
Allgemeine Anmerkungen:
Motiviert: sehr motiviert ist gespannt auf die App, da selber von Aphasie betroffen (nur noch
Restaphasie)
„Ich freu mich auf so eine App, weil sowas hätte ich in meiner akuten Phase benötigt.“
Nervös, was falsch zu machen
Findet die Farben der App schön und passen gut zusammen
„Das mit den Stufen find ich gut, weil die Übungen sollten ja auch immer schwieriger
werden.
Willkommens – Menü
„Wo ist denn hier registrieren?“
Szenario 1: Registrierung ohne Therapeut“
Wähl die Registrierung aus.
„Ah da ist es abgehackt – wenn ich das Profilbild genommen hab – Das finde ich gut“
„Die Registrierung war leicht.“
„Ich finde es gut, dass später mal eine Sprachausgabe möglich wird, weil manchmal strengt
einen das Lesen von langen Texten extrem an.“
Szenario 2 „Übung starten“
Geht über „Gleich loslegen
„Ah was ist Sprachverständnis? Das hier.“
„Fand ich auch logisch.“
Die Übung war für mich aber zu einfach.“
149
A Anhang
„Hätt mir auch Spaß gemacht noch mehr Übungen zu machen“
Szenario 3 „Kalender
„Da muss ich also ins Hauptmenü, ah das ist da oben“
„Der 4. August ist jetzt nicht so deutlich markiert“
„Das find ich gut, dass ich mir alles noch mal anschaue, weil dann kann ich meine Übungen
nochmal genau anschauen, wenn ich was vergessen hab
Szenario 4 „ Verbinden mit Therapeuten“
„Hmm ,also der Punkt Therapeutenverbinung ist jetzt nicht direkt im Menü, dann denk ich
mal in den Einstellungen“
„Der Haken ist gut, dann weiß ich, dass es gespeichert wurde“
„Das mit den Bildern ist gut, dass ich den Therapeuten unter meinem Bild sehe“
Szenario 5 „ Abmelden“
Abmelden geht ohne Probleme. Sehr zügig.
Nutzt er die Möglichkeit der freien Nutzung noch? Oder Beendet er die Applikation
Beendet gleich die Szenarien
Beobachtungen durch den Versuchsleiter (Therapeut- Proband 11)
Allgemeine Anmerkungen:
Wirkt nicht nervös
Liest sich alles genau durch
Willkommensansicht
Weist nicht, ob man da schon zum Therapeutenansicht wechseln.
Klickt intuitiv auf
Szenario 1: „Registrierung“
„Also der Button ist wirklich schlecht platziert, ich hab den jetzt erst nicht gesehen.“
Der Farbwechsel ist gut, damit man den Unterschied erkennt.“
„Ah der Haken sagt mir, dass ich das Foto ausgewählt habe.“
„Die Registrierung war für mich okay.“
Szenario 2 „Patient Max MustermannNotiz hinzufügen“
„Aha, da kann ich eine Notiz zum Max Mustermann hinzufügen, dass ist bestimmt für den
Therapeuten nicht schlecht“
Szenario 3 „Kategorieempfehlungen für Max Mustermann“
„Das war einfach für mich.“
„Fand ich gut gemacht mit den Sternen“
Szenario 4 „ Stufen erhöhen und Stufen sperren“
Klickt auch zuerst auf die Grafik und merkt dann, dass man hier nichts bearbeiten kann
„Ich würde den Button bearbeiten weiter oben setzen, weil ich hab das jetzt nicht gesehen,
dass man da erst „Bearbeiten“ klicken muss.“
Szenario 5 „ Statistiken aller Patienten“
Findet die Statistiken sehr schnell
„Ah die Grafik ist dann immer von der aktuelle Übungsminuten, das ist für die Therapeuten
bestimmt wichtig.“
Zweite Grafik findet er auch ziemlich schnell und findet die gut. Erklärt sie auch ziemlich
detailliert.
„Da wär es jetzt gut, wenn ich direkt mit Max Mustermann schreiben kann oder geht das bei
den Notizen schon?“
150
A.7 Studie - Beobachtungen Versuchsleiter
Beobachtungen durch den Versuchsleiter (Therapeut Proband 12)
Allgemeine Anmerkungen:
Hohe Kompetenz, da Masterabschluss Informatik
Willkommensansicht
Klickt intuitiv in die Mitte des Bildschirms und gelangt so auf die Reg.-Maske
Szenario 1: Registrierung
„Also die Registrierung sieht schon mal gut aus.“
Den Farbwechsel fand ich gut, so erkennt man den Unterschied zu Patient und Therapeuten
erkennt
Hat kein Problem den Button Therapeut? zu finden. (So wie andere vor ihm –evtl. liegt das
an der Erfahrung bzgl. Smartphone etc.)
Szenario 2 „Patient Max MustermannNotiz hinzufügen“
Hat keine Probleme die Patientenansicht und Max Mustermann ausfindig zu machen.
„Das Anlegen der Notizen finde ich logisch, macht mir persönlich jetzt wenig Probleme“
Szenario 3 „Kategorieempfehlungen für Max Mustermann“
Aufgabe versteht er ohne Problem.
„Sterne sehen ganz gut aus“
„Hmm, mir fehlt da jetzt eine Bestätigung“
Szenario 4 „Stufen erhöhen und Stufen sperren“
„Das find ich etwas blöd! Also das man zuerst auf bearbeiten klicken muss und dann erst in
das Bearbeitungsmenü gelangt“.
„Das sollte man anders lösen.“
Szenario 5 „Statistiken aller Patienten“
Kein Problem für ihn die Statistiken zu finden. Analysiert die Grafik lange.
„Vielleicht könnt man hier ein extra Drop-Down Menü machen, damit man bestimmte
Patienten in der Statistik auswählen kann“
Sonstiges
Besonders gut findet er die zahlreichen Funktionen und übersichtliche Statistikansicht
Wünschst sich evtl. noch einen Abmelde-Buttons ins Menü, um nicht extra zum Abmelden
ins Einstellungsmenü zu müssen.
151
Abbildungsverzeichnis
1.1 Graphische Darstellung zum Aufbau der Arbeit . . . . . . . . . . . . . . . 3
4.1 Schriftart der Applikation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20
4.2 Farbauswahl der Applikation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20
4.3 Icons der Übungsarten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23
4.4 weitere Menü-Icons . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24
4.5 Icons der Therapeutenansicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25
4.6 Allgemeines Layout der Applikation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26
4.7 Navigationskonzept . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28
4.8 Skizze des App-Icons . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29
4.9 Digitale Umsetzung des App-Icons . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30
4.10 Gesamtbild mit App-Icon . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31
4.11 Use-Case-Diagramm - Anonym . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32
4.12 Use-Case-Diagramm - Patient . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33
4.13 Use-Case-Diagramm -Therapeut . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34
5.1 Auszug aus den gestalteten Paper-Mockups . . . . . . . . . . . . . . . . . 36
5.2 Ladebildschirm und Willkommensseite . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38
5.3 Startseite der Patientenansicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 39
5.4 Registrierung als Patient . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40
5.5 Fehler bei der Registrierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41
5.6 Registrierung mit Therapeut . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42
5.7 Hauptmenü der Patientenansicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44
5.8 Hauptmenü nach Änderungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 45
5.9 Startseiten der Übungsaufgaben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46
5.10 Menü Übungsaufgaben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 47
5.11 Übungsaufgabe Sprachverständnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 49
5.12 Übungsaufgabe Wortfindung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50
5.13 Übungsaufgabe Lesen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51
153
Abbildungsverzeichnis
5.14 Übungsaufgabe Schreiben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52
5.15 Kalender der Patientenansicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 53
5.16 Einstellungen der Patientenansicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 54
5.17 Benutzerdaten abändern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 55
5.18
Therapeutenverbindung - Therapeutenauflistung und Auswahl eines The-
rapeuten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 56
5.19 Therapeutenverbindung - Auswahl eines Therapeuten . . . . . . . . . . . 57
5.20 Erinnerungen einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 58
5.21 Impressum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 59
5.22 Abmelden in den Einstellungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 60
5.23 Anmelden in den Einstellungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 61
5.24 Startseite der Therapeutenansicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 62
5.25 Registrierung als Therapeut . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 63
5.26 Registrierung als Therapeut (Fortsetzung) . . . . . . . . . . . . . . . . . . 64
5.27 Menü der Therapeutenansicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 65
5.28 Ansicht im Menüpunkt ’Ihre Patienten’ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 66
5.29 Allgemeinen Daten des Patienten und Notizen . . . . . . . . . . . . . . . 67
5.30 Stufe des Patienten empfehlen oder sperren . . . . . . . . . . . . . . . . . 68
5.31 Pop-Up Fenster bei Patientenansicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 69
5.32 Kategorieempfehlungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 70
5.33 Ergebnisse ansehen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 71
5.34 Absolvierte Übungen des Patienten ansehen . . . . . . . . . . . . . . . . 73
5.35 Übungsdauer des Patienten ansehen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 74
5.36 Patientensuche . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 75
5.37 Statistiken zu den Patienten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 76
5.38 durchschnittliche Übungsdauer der Patienten . . . . . . . . . . . . . . . . 77
5.39 Fehler der Patienten bei ausgewählten Übungen . . . . . . . . . . . . . . 78
5.40 Ergebnisse eines ausgewählten Patienten . . . . . . . . . . . . . . . . . . 79
5.41 Einstellungen der Therapeutenansicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 80
5.42 Zugangscode ändern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 81
5.43 Bild des Therapeuten abändern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 82
154
Abbildungsverzeichnis
5.44 Informationen des Therapeuten abändern . . . . . . . . . . . . . . . . . . 83
5.45 An- und Abmeldung des Therapeuten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 84
7.1 Skizze des Versuchsaufbaus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 97
8.1 Diagramm zur Auswertung „Leichte Bedienbarkeit„ . . . . . . . . . . . . . 100
8.2 Diagramm zur Auswertung „Übersichtliches Menü . . . . . . . . . . . . . 101
8.3 Diagramm zur Auswertung „Rückmeldungen hilfreich?“ . . . . . . . . . . 103
8.4
Diagramm zur Auswertung „Weiterempfehlung und Therapieunterstützung“
104
8.5 Möglichkeiten einer verbesserten Startseite . . . . . . . . . . . . . . . . . 106
9.1 Mockups für die aktuellen iPhone Modelle . . . . . . . . . . . . . . . . . . 109
9.2 Nachrichtenaustausch zwischen Patient und Therapeut . . . . . . . . . . 111
9.3 Einführungstutorial Begrüßungstexte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 113
9.4 Einführungstutorial . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 114
155
Tabellenverzeichnis
3.1 Nicht-Funktionale Anforderungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
3.2 Funktionale Anforderungen aus Patientensicht . . . . . . . . . . . . . . . 16
3.3 Funktionale Anforderungen aus Therapeutensicht . . . . . . . . . . . . . 18
6.1 Abgleich der nicht-funktionalen Anforderungen . . . . . . . . . . . . . . . 87
6.2 Abgleich der funktionalen Anforderungen aus Patientensicht . . . . . . . . 90
6.3 Abgleich der funktionalen Anforderungen aus Therapeutensicht . . . . . . 93
157
Name: Lisa Steeger Matrikelnummer: 791206
Erklärung
Ich erkläre, dass ich die Arbeit selbstständig verfasst und keine anderen als die angege-
benen Quellen und Hilfsmittel verwendet habe.
Ulm, den . .. ... .. ... .. ..... ..... .. ... .. ... .. ... .. ... .. ... .. ..... ..... ..... .. ... .. ... ..
Lisa Steeger