Asymmetrische Katalyse
Kupferkatalysierte, hochgradig enantioselektive Addition eines
Siliciumnukleophils an 3-substituierte 2H-Azirine unter Verwendung
eines Si-B-Reagenzes
Zhi-Yuan Zhao, Ming Cui, Elisabeth Irran, und Martin Oestreich*
Professor Douglas W. Stephan zum 70. Geburtstag gewidmet
Abstract: 3-Substituierte 2H-Azirine können als ge-
spannte cyclische Ketimine angesehen werden, und
hochgradig enantioselektive Additionsreaktionen von
Siliciumnukleophilen an acyclische und auch cyclische
Ketimine sind bislang nicht erreicht worden. Die vorlie-
gende Arbeit schließt diese Lücke für jene Azirine mit
Hilfe einer kupferkatalysierten Silylierung unter Ver-
wendung eines Silylboronsäureesters als ein latentes
Siliciumnukleophil. Die daraus hervorgehenden C-sily-
lierten, ungeschützten (NH) Aziridine werden in ho-
hen Ausbeuten und mit hervorragenden Enantioselekti-
vitäten erhalten und können danach ohne
nennenswerten Verlust des Enantiomerenüberschusses
in nützliche Verbindungen überführt werden.
Aziridine sind eine bedeutende Klasse von kleinen Hetero-
cyclen, welche entweder als Synthesebausteine eingesetzt
werden[1] oder als Schlüsselmotive in bioaktiven Naturstof-
fen sowie Arzneimitteln vorkommen.[2] Aus einer Vielzahl
bekannter Methoden zu deren stereoselektiver Darstellung[1]
ist die nukleophile Addition an einen bestehenden ungesät-
tigten, stickstoffhaltigen Dreiring eine tragfähige Möglich-
keit.[3] Auf diese Weise lassen sich 2H-Azirine mit Kohlen-
stoff-[4] wie auch Heteroatomnukleophilen in ungeschützte
(NH) Aziridine überführen.[5,6] Eine verwandte enantiose-
lektive Silylierung ist bislang noch nicht beschrieben wor-
den, möglicherweise auch weil C-silylierte Aziridine zur
Bildung von azirinabgeleiteten Produkten durch desilylie-
rende Eliminierung neigen.[1h,7] Frühere Wege zu N-ge-
schützten Aziridinen mit einer Silylgruppe beruhen haupt-
sächlich auf deren unkatalysierter (dirigierter) Metallierung
mit nachgeschalteter Zugabe eines Siliciumelektrophils
(Schema 1, oben).[8,9] Im Gegenzug sind katalytische asym-
metrische Strategien selten, und eine kupferkatalysierte (2
+1)-Cycloaddition von Trimethylsilyldiazomethan und Imi-
nen von Jørgensen ist im Grunde das einzige allgemeingül-
tige Beispiel.[7,10] Zudem gelang Ooi mit einer organokataly-
tischen Ringöffnung die kinetische Racematspaltung eines
racemischen Gemischs eines C-silylierten Aziridins.[11]
2H-Azirine können als gespannte cyclische Imine be-
trachtet werden, und ihre 3-substituierten Derivate stellen
im Grunde hochreaktive Ketimine dar. Wir[12a] und unab-
[*] Z.-Y. Zhao, M. Cui, Dr. E. Irran, Prof. Dr. M. Oestreich
Institut für Chemie, Technische Universität Berlin
Straße des 17. Juni 115, 10623 Berlin (Deutschland)
E-mail: [email protected]
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© 2022 Die Autoren. Angewandte Chemie veröffentlicht von Wiley-
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sprüngliche Beitrag ordnungsgemäß zitiert wird.
Schema 1. Enantioselektive Synthese von C-silylierten Aziridinen und
Addition von Siliciumnukleophilen an C=N-Bindungen. PG=Schutz-
gruppe, Si=Triorganosilyl, Ts=4-Toluolsulfonyl.
Angewandte
Chemie
Zuschriften www.angewandte.org
Zitierweise: Angew. Chem. Int. Ed. 2023, 62, e202215032
Internationale Ausgabe: doi.org/10.1002/anie.202215032
Deutsche Ausgabe: doi.org/10.1002/ange.202215032
Angew. Chem. 2023,135, e202215032 (1 of 5) © 2022 Die Autoren. Angewandte Chemie veröffentlicht von Wiley-VCH GmbH
hängig von uns die Arbeitsgruppen von Sato[12b] und He[12c]
entwickelten kupferkatalysierte enantioselektive Additions-
reaktionen an Aldimine mit Si-B-Reagenzien[13] als Quelle
der Siliciumnukleophile (Schema 1, Mitte).[12] Es war aller-
dings nur das von He und Mitarbeitern verwendete Kataly-
satorsystem, welches die Silylierung der weniger reaktiven
Ketimine in niedrigen Ausbeuten, aber mit vielversprechen-
der Enantioselektion ermöglichte.[12c] Auf diesen Fortschrit-
ten aufbauend entschieden wir uns dafür, die Herausforde-
rung einer enantioselektiven Silylierung jener 3-
substituierten 2H-Azirine 1für die Synthese von C-silylier-
ten, ungeschützten Aziridinen 3in Angriff zu nehmen
(Schema 1, unten).[14]
Anfangs versuchten wir, die zuvor für die Silylierung von
Aldiminen beschriebenen besten Reaktionsbedingun-
gen[12a,15] auf das 3-phenylsubstituierte 2H-Azirin 1 a zu
übertragen (vgl. Schema 1, Mitte links). Wir wussten, dass
die Synthese von McQuades präformiertem NHC-Kupfer-
(I)-Komplex in hoher Reinheit schwierig ist[16] und dass jene
Reaktionen in Bezug auf die Qualität der verwendeten Base
besonders heikel sind. Das bestätigte sich in den folgenden
Experimenten mit 5.0 Mol-% an McQuades Katalysator,
1.5 Äquiv. an NaOMe und 1.5 Äquiv. an Me2PhSiBpin (2 a)
in Et2O bei 0°C bis Raumtemperatur. Während außerhalb
einer Glovebox gelagertes NaOMe zu (R)-3aa in 95%
NMR-Ausbeute mit 93% ee führte, änderte eine Charge an
NaOMe aus einer Glovebox nichts an der Ausbeute, aber es
wurden lediglich 81% ee erzielt. Daher griffen wir nicht
mehr auf diese Reaktionsvorschrift zurück und wandten uns
einem Screening anderer Katalysatorsysteme zu (Tabelle 1;
siehe die Hintergrundinformationen für die Details der
Optimierung). Erfreulicherweise wurde das C-silylierte Az-
iridin 3aa in 85% Ausbeute und mit ausgezeichneten 95%
ee in Gegenwart von 3.0 Mol-% an Cu(CH3CN)4PF6und
3.6 Mol-% an (R,R)-Ph-BPE (L1) in THF bei Raumtempe-
ratur erhalten (Nr. 1).[17] Andere Kupfersalze waren hin-
sichtlich der Ausbeute und der Enantioinduktion weniger
gut (Nr. 2–4). Das Lösungsmittel hatte ebenfalls einen
Einfluss; die Leistungsfähigkeit des Katalysators war in
Et2O und Toluol beachtlich, aber in 2-Me-THF erheblich
verschlechtert (Nr. 5–7). Das Ergebnis der Reaktion blieb
von einem Austausch der Alkoholatbase LiOtBu gegen
LiOMe unbeeinträchtigt (Nr. 8); LiOMe kam später bei
etlichen anderen Substraten zum Einsatz, weil die Enantio-
merenüberschüsse mitunter höher als mit LiOtBu waren.
Mit den optimierten Reaktionsbedingungen wandten wir
uns der Untersuchung der Substratbreite mit verschiedenen
Aryl- und Alkylgruppen am C3 des 2H-Azirins zu (Sche-
ma 2).[18] Die Azirine 1b–f, welche eine alkylsubstituierte
Arylgruppe tragen, lieferten Ergebnisse ähnlich dem für die
Stammverbindung 1a;1g mit einer Phthalimidomethylgrup-
pe in para-Stellung wurde in 95% Ausbeute und mit 92%
ee in 3ga überführt, was bereits ein Beleg für die ausgezeich-
nete Toleranz gegenüber funktionellen Gruppen ist. Eine
[1,1’-Biphenyl]-4-ylgruppe wie in 1h und eine Naphth-2-
ylgruppe wie in 1i anstelle des Phenylsubstituenten waren
ebenfalls völlig kompatibel. Elektronenschiebende Gruppen
wie z.B. Methoxy und Benzyloxy wie in 1j–msowie ein als
Methylenacetal geschütztes Catechol wie in 1n hatten kei-
nen Einfluss auf die Ausbeute und die Enantioselektivität;
ein Thioether wie in 1o wurde ebenso toleriert. In gleicher
Weise störten weder eine Acetyloxygruppe in 1p noch eine
Trifluormethoxygruppe in 1q. Eine direkt am Arylring
angeknüpfte Trifluormethylgruppe wie in 1r war nicht von
Nachteil, und Cyano (1s) sowie Acetyl (1t) als weitere
elektronenziehende Gruppen wurden auch akzeptiert. Die
arylsubstituierten Azirine 1u–zmit Monohalogenierung in
der para- oder meta-Stellung lieferten die entsprechenden
C-silylierten Aziridine durchweg in guten Ausbeuten und
mit hohen Enantioselektivitäten. Die dihalogenierten Deri-
vate 1a’und 1b’mit einem ortho-Substituenten zeigten
einen Trend hin zu niedrigerer Enantioinduktion mit zuneh-
mender Größe des Halogenatoms (F in 3a’amit 86% ee und
Cl in 3b’amit 50% ee). Als ein Beispiel für eine Heteroaryl-
gruppe wurde eine Thienylgruppe wie in 1c’in die Studie
aufgenommen, aber der ee-Wert von 77% für 3c’awar
vergleichsweise niedrig. Ein paar 3-alkylsubstituierte 2H-
Azirine (grauer Kasten) ergaben, dass die Enantioinduktion
für eine 2°Alkylgruppe etwas vermindert ausfällt (80% ee
für 3d’a), aber für 1°Alkylreste auf einem guten Niveau
verbleibt, und das selbst in Gegenwart einer primären
C(sp3)-Cl-Bindung (87% und 85% ee für 3e’a–3g’a). Die
Absolutkonfigurationen von 3na und 3pa wurden röntgeno-
graphisch als Sbestimmt, und die Molekülstrukturen sind in
Schema 2 abgebildet.
Um zu sehen, ob sich die neue Reaktionsvorschrift auf
andere Imine als die 2H-Azirine 1ausweiten lässt, unter-
suchten wir das weniger gespannte cyclische Ketimin 4sowie
das acyclische N-methylsubstituierte Aldimin 5und Ketimin
6(Abbildung 1). Keines dieser Elektrophile reagierte in
gewünschter Weise. Das unterstreicht, dass die hohe Reak-
tivität der C=N-Bindung in den 2H-Azirinen 1eine Grund-
Tabelle 1: Auszug aus der Optimierung der kupferkatalysierten Silylie-
rung von 2H-Azirinen.[a]
Nr. Abwandlung Ausbeute
[%][b]
ee
[%][c]
1[d] keine 98 (85)[e] 95
2 (Ph3P)2CuBH4anstelle von Cu(CH3CN)4PF679 88
3 CuCN anstelle von Cu(CH3CN)4PF631 21
4 Cu(acac)2anstelle von Cu(CH3CN)4PF645 38
5 Et2O anstelle von THF 85 87
6 Toluol anstelle von THF 92 89
7 2-Me-THF anstelle von THF 46 31
8 LiOMe anstelle von LiOtBu 96 95
[a] Alle Reaktionen wurden im 0.20-mmol-Maßstab durchgeführt;
außer bei Nr. 1 und 8 wurde MeOH als Protonenquelle eingesetzt.
[b] Bestimmt mittels 1H NMR-Spektroskopie mit CH2Br2als internem
Standard. [c] Bestimmt mittles HPLC-Analyse an einer chiralen statio-
nären Phase. [d] 93% Ausbeute und 92% ee wurden in einem 1.0-
mmol-Maßstab erhalten. [e] Isolierte Ausbeute nach Aufreinigung
durch Flashchromatographie an Kieselgel.
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Chemie
Zuschriften
Angew. Chem. 2023,135, e202215032 (2 of 5) © 2022 Die Autoren. Angewandte Chemie veröffentlicht von Wiley-VCH GmbH
voraussetzung ist. Wir unterwarfen auch die zusätzlichen Si-
B-Reagenzien 2b–dder allgemeinen Arbeitsvorschrift mit
1a als Substrat, aber nur Et3SiBpin (2b) ergab 3ab in 84%
Ausbeute mit 64% ee (Abbildung 2). Die Silylboronsäurees-
ter 2c und 2d mit sperrigeren Silylgruppen nahmen nicht an
der Additionsreaktion teil, und die Ausgangsmaterialien
wurden nicht umgesetzt.
Um den synthetischen Nutzen dieser chiralen Aziridine
zu veranschaulichen, führten wird zwei Folgereaktionen von
(S)-3aa durch (Schema 3). Ungeschütztes (S)-3aa wurde mit
3,5-Dinitrobenzoylchlorid acyliert und dann mit Lawessons
Reagens umgesetzt (oben). Nakamura und Mitarbeiter hat-
ten bereits gezeigt, dass das eine Umlagerung des Amids
auslöst (nicht gezeigt) und das Oxazolinderivat (S)-7mit
Retention der Konfiguration hervorbringt.[5c] Außerdem
wurde das Sulfonamid (S)-8zum β-silylierten Aminderivat
(S)-9in 95% Ausbeute mit 90% ee hydriert (unten).[9e]
Schema 2. Anwendungsbreite I: Variation des Elektrophils. Alle Reaktionen wurden im 0.20-mmol-Maßstab durchgeführt. Die isolierten Ausbeuten
wurden nach Aufreinigung durch Flashchromatographie an Kieselgel bestimmt. Die Enantiomerenüberschüsse wurden mittels HPLC-Analyse an
chiralen stationären Phasen ermittelt. [a] LiOMe anstelle von LiOtBu bei 10°C. Ac=Acetyl, Bn=Benzyl, Pht=Phthalimido.
Abbildung 1. Anwendungsbreite II: Kontrollexperimente mit repräsenta-
tiven Iminen. Abbildung 2. Anwendungsbreite III: Variation des Nukleophils. Siehe
Fußnote von Schema 2.
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Um die Enantioinduktion des (R,R)-Ph-BPE-Kupfer(I)-
Katalysators abzuleiten, schlagen wir auf Grundlage eines
bewährten Modells für chirale Komplexe von Kupfer(I) und
(R,R)-Ph-BPE (L1) zwei plausible Übergangszustände vor
(Abbildung 3).[19] Demzufolge ist einer der leeren Quadran-
ten der chiralen Tasche des Katalysators in der Lage, den
Substituenten am C3 des 2H-Azirins unterzubringen (links),
während ein weniger günstiger Übergangszustand wegen
sterischer Wechselwirkungen zwischen diesem Substituenten
und einer Phenylgruppe des Ligandenrückgrats im Nachteil
ist (rechts). Das deckt sich auch mit Sals der induzierten
Absolutkonfiguration. Das Modell hilft auch zu verstehen,
warum sperrigere Silylgruppen nicht übertragen werden,
und es deutet zudem an, dass im Fall der Triethylsilylgruppe
die Übergangszustände wegen fehlender π-π-Stapelwechsel-
wirkungen möglicherweise weniger kompakt sind (siehe
Abbildung 2).
Wir beschrieben hier einen katalytischen asymmetri-
schen Zugang zu C-silylierten, N-ungeschützten Aziridinen
mit einem konstant hohen Niveau an Enantioinduktion. Das
wurde durch eine enantioselektive kupferkatalysierte Silylie-
rung von 3-substituierten 2H-Azirinen mit einem Silylboron-
säureester als Siliciumpronukleophil erreicht. Im Unter-
schied zu anderen cyclischen und acyclischen Ketiminen
sind diese gespannten cyclischen Ketimine hinreichend reak-
tiv, also elektrophil, um diese Additionsreaktion einzuge-
hen.
Danksagung
Diese Arbeit wurde durch Doktorandenstipendien des Chi-
na Scholarship Council für Z.-Y.Z. (2020–2024) und M.C.
(2018–2022) unterstützt. M.O. ist der Einstein Stiftung
Berlin für eine Stiftungsprofessur zu Dank verpflichtet.
Open Access Veröffentlichung ermöglicht und organisiert
durch Projekt DEAL.
Interessenkonflikt
Die Autoren erklären, dass keine Interessenkonflikte vorlie-
gen.
Erklärung zur Datenverfügbarkeit
Die Daten, die die Ergebnisse dieser Studie unterstützen,
sind auf begründete Anfrage beim Autor erhältlich.
Stichwörter: Asymmetrische Katalyse ·Aziridine ·Kupfer ·
Nukleophile Addition ·Silicium
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11385–11403; f) S. Stanković, M. D’hooge, S. Catak, H. Eum,
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Chem. Soc. Rev. 2012,41, 643–665; g) H. Pellissier, Tetrahedron
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Schema 3. Ein C-silyliertes, ungeschütztes Aziridin als vielseitiger Syn-
thesebaustein. Ar=3,5-Dinitrophenyl.
Abbildung 3. Vorgeschlagenes mechanistisches Modell mit Dimethyl-
(phenyl)silylgruppe (Kupfer in blau).
Angewandte
Chemie
Zuschriften
Angew. Chem. 2023,135, e202215032 (4 of 5) © 2022 Die Autoren. Angewandte Chemie veröffentlicht von Wiley-VCH GmbH
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M. Oestreich, ACS Cent. Sci. 2020,6, 1070–1081.
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P. Li, L. Wang, Org. Lett. 2016,18, 3646–3649; b) B. M. Trost,
C. Zhu, Org. Lett. 2020,22, 9683–9687.
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Baik, S. L. Buchwald, J. Am. Chem. Soc. 2019,141, 3901–3909;
d) Y. Ye, I. Kevlishvili, S. Feng, P. Liu, S. L. Buchwald, J. Am.
Chem. Soc. 2020,142, 10550–10556.
Manuskript erhalten: 13. Oktober 2022
Akzeptierte Fassung online: 12. Dezember 2022
Endgültige Fassung online: 9. Januar 2023
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