Intrathoracale Flüssigkeitsveränderungen beim Wechsel von kontrollierter Atmung zur Spontaneitungsatmung nach aorta-koronären Bypassoperation
Dirk Svend Rohr
Dr. Med. Intrathorale Flüssigkeitsveränderungen beim Übergang von kontrollierter Atmung zu spontaner Atmung nach aorto-koronarer Bypassoperation Geboren am 11.06.1966 in Flensburg Reifeprüfung am 04.06.1985 in Flensburg Studium des Fachbereichs Medizin von WS 1990/91 bis WS 1996/97 Physik am 01.09.1992 an der Universität Heidelberg Klinischer Studium in Heidelberg Praktikjahr im Kreiskrankenhaus Schwetzingen Staatsprüfungen am 16.04.1997 an der Universität Heidelberg Promotion: Anästhesiologie Doktorat: Privatdozent. Dr. Med. H. Schmidt Bei dem Übergang von kontrollierter mechanischer Atmung zu spontaner Atmung (Weaning) treten neben respiratorischen auch hämodynamische Veränderungen auf. Durch die intrathorale Druckreduktion erhöht sich das Herzvorteil und die Nachlastung. Diese Auswirkungen können bei Patienten mit schlechter Herzfunktion zur Entwicklung von Lungenödemie führen. Um die Prozesse und Komplikationen bei der Entwöhnung besser zu verstehen, wurden die intrathorale Flüssigkeitsveränderungen beim Spontanisierungsprozess in dieser Studie untersucht und mit den klinisch üblichen Parametern der Hämodynamik verglichen.
Durch das übliche Herzoperations-Monitorverfahren wurde die Herzfrequenz (HF)
Durchschnittlicher arterieller Blutdruck (MAD), Zentralvenendruck (ZVD) und
Durch die doppelte Indikator-Methode wird der PAPO-Schließdruck (pulmonal capillary closure pressure, PAOD) ermittelt.
Das Herzzeitvolumen (HZV) wurde mittels eines Fiberoptikthermistor-Katheters
Intraathorale Blutvolumen (ITBV), pulmonale Blutvolumen (PBV), kardiale Blutvolumen
Der Funktionsindex (CFI) und das extravasalen Lungenwasser (EVLW) werden bestimmt.
Diese Parameter wurden bei Patienten mit Herz-Operations-Bypass-Patienten, die in Folge ausgewählt wurden,
Kontrollierte Maschinelle Atmung (T1) bei Spontanatmung über die noch gelegene
Tubus mit T-Stück (T2) und bei Spontanatmung nach der Extubation (T3) gemessen und im Laufe der Zeit analysiert. Die HF und die MAD veränderten sich im Laufe des Berichtszeitraums nicht erheblich. Bei kontrollierter Atmung zeigen ZVD und PAOD höhere Werte als bei Spontanatmung. Bei der Übergang von kontrollierter Atmung zur spontanen Atmung über den Tubus steigt der ITBV von 887 194 ml/m2 auf 977 206 ml/m2 (p 0,01) und der PBV von 60 ml/m2 auf 185 55 ml/m2 (p 0,01). Nach der Extubation fallen beide Parameter wieder ab (ITBV bei T3: 892 179 ml/m2, PBV bei T3: 176 60 ml/m2). Die HZV verändert sich ähnlich mit einem signifikanten Anstieg bei T2. Der CFI zeigt erhöhte Werte bei den spontanen Atmungformen (T2: 4,8 0,8 /min; T3: 4,8 0,9 /min) gegenüber der künstlichen Atmung (T1: 4,6 0,8 /min; p 0,01). Die Werte für die EVLW liegen im Normalbereich und zeigen keine Veränderungen über den Messzeitraum.
Bei der Entwöhnung von Herzchirurgie-Patienten ist es nur während der Spontane Atmung möglich,
Über den T-Stück-Rohr wird eine intrathoracale Volumenverschiebung festgestellt.
Eine verstärkte Venenrückströmung erhöht das Blutvolumen im Intra- und Lungenkreislauf.
Der Körper reagiert auf den Anstieg des Herzvorlaufs durch eine Erhöhung der Herz-Kreislauf- und Herzmuskelkontraktivität. Die vermehrte Füllung des Lungenkreises führt nicht zu einer Erhöhung des extravasalen Lungenwassers. Der Entwöhnungsprozess selbst hat keinen Einfluss auf die Herzfunktion und ist nicht für die Entwicklung von Lungenödem verantwortlich.
Die Volumenparameter des Fiberoptikthermistor-Katheters verdeutlichen die
Hämodynamische Veränderungen beim Entwöhnen über die Druckparameter des
Trotz eines Anstiegs des intrathorale Blutvolumens während des
Durch den zusätzlichen Informationsgewinn durch EVLW- und CFI-Determination scheint die neue Überwachungsmethode Vorteile gegenüber der bisherigen postoperativen Überwachung zu bieten.