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Rong Wang
Dr. med
Beeinflussung Prä- und Posroperativer Schmerzen mit Akupunktur und Placebo-
Akupunktur bei Patienten mit Lumbalen Bandscheibenvorfällen
Geboren am 23.04.1956 in Chang Chun, Jilin, China
Reifeprüfung am 06.09.1975 in Chang Chun
Studiengang der Fachrichtung Medizin vom WS/SS 1977 bis SS/WS 1982
Physikum am 13.11.1977 an der Normann Bethune Medical Universität
Klinisches Studium in Normann Bethune Medical Universität
Praktisches Jahr in 1980
Staatsexamen am 13.12.1982 an der Normann Bethune Medical Universität
Promotionsfach: Neurochirurgie
Doktorvater: Priv.-Doz. OA Dr. med. V. Tronnier
Diese in der Neurochriurgischen Klinik der Universität Heidelberg durchgeführte
Untersuchung vergleicht die Wirkung von Klassischer-Akupunktur und Placebo-Akupunktur
bei Schmerzen von und nach einer lumbalen Bandscheibenoperation. Von 1994 bis 1996
wurden 132 Patienten (männlich: 78, weiblich: 54; Durchschnittsalter: 46,8 Jahre) 389mal
akupunktiert. Die prä- und postoperative Reduzierung der Schmerzen durch Placebo- und
Klassische Akupunktur wurde anhand einer VAS gemessen und verglichen.
Wesentlicher Bestandteil der Arbeit ist das Gedankengut der traditionellen chinesischen
Medizin in Anwendung auf die Akupunktur und die Relation der Akupunktur zu Anatomie
Leitstrukturen.
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Folgende Ergebnisse können in der vorliegenden Arbeit zusammengefaßt werden:
1) Mit Klassischer Akupunktur können bei Patienten mit lumbalen
Bandscheibenvorfällen Lumbalgie und Ischialgie reduziert werden. Signifikante
Testergebnisse ergaben sich nach 30min, 60min, 2h und 6h (p<0,0001) nach
Klassischer Akupunktur.
2) Placebo-Akupunktur kann unmittelbar nach der Nadelung noch schmerzlindernd
wirken, danach läßt die Wirkung jedoch nach. Der in vielen Studien angegebene
fehlende Unterschied zwischen Placebobehandlung und klassischer Akupunktur gilt
nur für die Phase umittelbar nach der Nadelung. Während der Placeboeffekt nach ca 30
Minuten verschwindet, hält die Schmerzreduktion der klassischen Akupunktur bis zum
Ende des Untersuchungszeitraums (6h) an.
3) Klassische Akupunktur kann zumindest für 6 Stunden Schmerzen lindern und führt bei
klinische Patienten zu einer Reduktion des Schmerzmittelbedarfs. Akupunktur hat eine
ähnliche Wirkung wie Schmerzmittel, aber kaum Nebenwirkungen für den Patienten.
So könnte auch in der klinischen Anwendung die Akupunktur Schmerzmittel ersetzen.
4) Der nozizeptive (R-III-) Reflex bei lumbalen Bandscheibenvorfällen (3 Patienten) war
nicht auslösbar. Bei 18 Probanden konnte mit der R-III-Reflexmethode nach
Akupunktur die Schmerzschwelle angehoben werden. Ein signifikant Unterschied bei
kleiner Patienten zahl ergabsich jedoch nicht.
Durch Berücksichtigung der Kontraindikationen und vorschriftsmäßige Behandlungstechnik
sind bis jetzt keine wesentlichen Nebenwirkungen bekannt geworden. Damit stellt die
Akupunkturbehandlung bei kritischer Indikation und ausgiebiger Differentialdiagnostik der
Schmerzursache eine Erweiterung des konservativen Therapiespektrums neurochirurgischer
Erkrankungen dar.