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Beate Ohligmacher
Dr. med.
Die Beeinträchtigung der Hautsensibilität im Innervationsgebiet des Nervus
intercostobrachialis bei brusterhaltender Therapie des Mamma-Karzinoms
Geboren am 25.04.1972 in Mannheim
Reifeprüfung am 11.06.1991 in Weinheim
Studiengang der Fachrichtung Medizin vom WS 1991/92 bis SS 1998
Physikum am 26.08.1993 an der Universität Heidelberg
Klinisches Studium in Heidelberg und Montpellier
Praktisches Jahr in Sevilla und Heidelberg
Staatsexamen am 19.05.1998 an der Universität Heidelberg
Promotionsfach: Gynäkologie
Doktorvater: Prof. Dr.med. Dr. h.c. Gunther Bastert
Ziel der Arbeit war es, den Nervus intercostobrachialis als Nerv der Axilla darzustellen und
die Effektivität seiner intraoperativen Schonung im Rahmen der brusterhaltenden Mamma-
Chirurgie hinsichtlich der Hautsensibilität zu prüfen.
Der Nervus intercostobrachialis als ein oftmals wenig beachteter sensibler Hautnerv der
Axilla wird mit seinen variablen Verläufen und seinem Versorgungsgebiet vorgestellt und die
Technik der axillären Lymphonodektomie zu seiner Erhaltung erläutert.
Die klinischen Untersuchungen in der Universitätsfrauenklinik Heidelberg wurden bei 52
ausschließlich brusterhaltend operierten Patientinnen mit einem Mamma-Karzinom
durchgeführt, unter denen 30 Frauen von einer Erhaltung des Nervus intercostobrachialis
profitiert hatten.
Es erfolgte eine planimetrische Auswertung jener Hautfläche, welche von einer
Sensibilitätsstörung im Versorgungsbereich des Nervus intercostobrachialis betroffen war.
Diese Hautfläche wurde durch die Prüfung der protopathischen und der epikritischen
Sensibilität ermittelt.
Die Untersuchungen zeigten, daß die Erhaltung des Nervus intercostobrachialis im Rahmen
der axillären Lymphonodektomie durchaus positive Aspekte in den Vordergrund stellt.
In der Gruppe der Frauen mit einer Nervschonung zeigten nur 33.33% eine schwere
Hautsensibilitätstörung (>0.7% der Körperoberfläche betroffen), während es in der Gruppe
der Patientinnen mit Nervresektion 68.18% waren.
Bei einem p-Wert von 0.013 ergab sich eine Chance des Faktors 4.2, bei Erhaltung des
Nervus intercostobrachialis nur eine leichte Hautsensibilitätsstörung aufzuweisen.
Diese Ergebnisse weisen darauf hin, daß eine operative Schonung des Nervus
intercostobrachialis bei der axillären Lymphonodektomie mit einer erfolgreichen Reduktion
der Morbidität der Hautsensibilität im Bereich des operierten Armes verbunden ist.