Therese Manassa
Dr. med. dent.
Die internistischen Lehrstühle der südwestdeutschen Medizinischen
Universitätskliniken von der Jahrhundertwende bis zu ihrer Ausdifferenzierung in
Spezialfächer
Geboren am 15.06.1970 in Tripoli (Libanon)
Reifeprüfung am 25.04.1989 in Karlsruhe
Studiengang der Fachrichtung Zahnmedizin vom SS1990-WS 1995/96
Physikum am 06.04.1993 an der Universität Mainz
Klinisches Studium in Heidelberg
Staatsexamen am 22.10.1996 an der Universität Heidelberg
Promotionsfach: Geschichte der Medizin
Doktorvater: Prof. Dr. med. W. Eckart
In der Dissertation mit dem Titel „Die internistischen Lehrstühle der südwestdeutschen
Medizinischen Universitätskliniken von der Jahrhundertwende bis zu ihrer
Ausdifferenzierung in Spezialfächer“ von Therese Manassa wird die Biographie der
Professoren, die zu einem bestimmten Zeitpunkt Leiter der Medizinischen Kliniken an den
Universitäten Heidelberg, Freiburg i. Br. oder Tübingen waren, aufgearbeitet. Insgesamt
handelt es sich um achtzehn Ordinarien, die näher untersucht und einzeln beschrieben
werden. Der betrachtete Zeitraum umfaßt das ausklingende neunzehnte Jahrhundert bis in
die sechziger Jahre dieses Jahrhunderts. Das Ende des betrachteten Zeitraumes fällt mit der
Ausdifferenzierung und Neustrukturierung der Medizinischen Lehrstühle zusammen.
Der einzelne Arzt selbst wird unter verschiedenen Aspekten beleuchtet. Zunächst wird der
Lebenslauf des Ordinarius chronologisch beschrieben. Diese Kurzbiographien nehmen
bezug auf den Geburtsort, Beruf des Vaters, Schulort, Studienorte, sowie den akademischen
Werdegang. Darauf folgt eine ausführliche Aufführung der wissenschaftlichen Entwicklung
unter Berücksichtigung der Einflußnahme bestimmter Lehrer, bzw. den Einfluß der
Ordinarien auf ihre eigenen Schüler.
Neben der Erstellung der Biographien wird deren Einordnung in den geschichtlichen
Hintergrund versucht. Es werden die Fragen bearbeitet, in wieweit der Erste und der Zweite
Weltkrieg auf die Person, auf die wissenschaftliche Arbeit, sowie auf die ärztliche Tätigkeit
Einfluß genommen haben. Dabei wird auch die Frage beantwortet, wie sehr die
wissenschaftliche Karriere von den politischen Umständen abhängig war. Die Verarbeitung
dieser Epoche und die neuen Ziele der Inneren Medizin werden behandelt.
Ebenso wird die Einstellung der Professoren zu der medizinischen Wissenschaft beleuchtet.
Betrachteten sie diese als eine reine Naturwissenschaft, oder räumten sie auch psychischen
bzw. anthropologischen Aspekten einen Stellenwert ein? Anhand dieses Werkes wird
weiter erarbeitet, wie die Ordinarien die Erfüllung ihres Lehrauftrages angingen und welche
Schwerpunkte sie dabei setzten. Vielen wurde bewußt, daß im Laufe der Zeit der direkte
Kontakt zwischen Student, Patient und Professor verloren gegangen war. Denkanstöße zur
Lösung dieser Poblematik lassen sich bei einigen Professoren finden. Meist machten sie
sich parallel dazu auch Gedanken über ihre ärztliche Pflichtauffassung.
Weiterhin werden die herausragenden Erfolge der Professoren hervorgehoben, die auch
anerkennend mit Ehrungen und Mitgliedschaften in verschiedenen, meist medizinischen
Organisationen gewürdigt wurden. Schließlich folgt die Auflistung ihrer publizierten
Werke, sowie der bedeutendsten Zeitschriftenartikel.