Postmortelle klinisch-chemische Routineparameter in der Glaskörperflüssigkeit
Lorenz Limbeck
Dr. Med
Postmortelle klinisch-chemische Routineparameter in der Glaskörperflüssigkeit
Geboren am 23.01.1967 in Bruchsal
Reifeprüfung am 10.06.1986 in Mannheim
Studiengang der Medizinischen Fakultät von WS 1988/89 bis SS 1996
Physik am 10.09.1991 an der Universität Heidelberg
Klinische Studien in Mannheim
Ein praktisches Jahr in Mannheim
Staatsprüfungen am 07.05.1996 an der Universität Heidelberg
Doktorat: Rechtsmedizin
Doktor Vater: Prof. Dr. med. R. Mattern
Das Ziel der Arbeit war es, zu prüfen, ob pathoanatomische und juristische
Obduktionsdiagnosen durch die Bestimmung klinisch-chemischer Parameter
Glaskörperflüssigkeit (GKF) kann ergänzt oder unterstützt werden.
Konzentrationsbestimmung sollte routinemäßig klinisch-chemische Methoden angewendet werden. 168 Fälle mit 21 verschiedenen Todesursachen wurden untersucht. 25 klinisch-chemische Laborwerte in Venenblut und GKF wurden analysiert, wobei die letzten aufgrund ihrer isolierten Topographie (gut vor Trauma geschützt), Heterol-Stabilität und ihrer zuverlässigen und problemlosen Erreichbarkeit für die Untersuchung am besten geeignet sind. Da Referenzbereiche von Serumwerten von Lebenden nicht einfach auf die GKF von Toten übertragen werden dürfen, und um postmortale Normalwerte zu erzielen, mussten die heterogenen Gesamtsektors - im Gegensatz zu anderen Forschungsgruppen - in eine nicht-referenzbezogene Referenzgruppe und eine Referenzgruppe eingeteilt werden, die eine strikte Basis für die Auswahlkriterien bildet: Für die Lebenskriterien, die nicht für die ersten Testgruppen gelten, konnten jedoch keine neuen Referenzwerte ermittelt werden.
Die Einzeluntersuchung aller Fälle und auch die Untersuchung der Fälle außerhalb der 95-Prozent-Toleranzgrenzen ergab keine eindeutige Zuordnung eines Parameterbereichs zu einer bestimmten Todesursache oder Vorerkrankung. Es konnte keine enge Beziehung zwischen einem Wertbereich der Parameter und der Zeit der Leiche festgestellt werden, die eine Rückkehr auf die Liebeszeit in einem vertrauenswürdigen Bereich von weniger als 129 Stunden erlaubt. Im Gegensatz zu Voruntersuchungen, deren Gegenstand die Parameter Harnstoff (HST), Glucose, Magnesium, Sodiumschamma und Calcium waren, erwies sich HST nicht als einzigartiger Indikator für antisemortale oder amtermale Elektrolyse.
Eine routinemäßige Untersuchung der Parameter
in der GKF keine allgemeine praktische Relevanz für die Unterstützung der Obduktion hat.