Durchführungsbeobachtungen bei Morbus Sudeck unter besonderer Berücksichtigung der Osteodensitometrie
Markus Volkmar Küntscher
Dr. Med. Studiengänge bei Morbus Sudeck mit besonderer Berücksichtigung der Osteodensitometrie geboren am 26.09.1970 in Zwickau Reifeprüfung am 30.06.1989 in Zwickau Studiengang des Fachbereichs Medizin von WS 1991 bis SS 1997 Physik am 16.08.1993 an der Universität Leipzig Klinisch Studium in Heidelberg Praxisjahr in Heidelberg und Durban (Südafrika) Staatsprüfungen am 13.11.1997 an der Universität Heidelberg Doktorat: Orthopädie Doktorat: Priv.-Doz. Dr. J. Grafbus Durch die in der modernen Osteopädiagnostik eingesetzten Messungen konnte die Strafebelastung in den letzten Jahren deutlich reduziert werden.
Es wurden retrospektiv n=142 Fälle von Sudeck-Krankheit analysiert, von denen n=74 an einer klinischen und wiederum n=61 an einer osteodensitometrischen Nachuntersuchung teilnahmen.
Bei n=38 Patienten wurden neben den Knochendichtkeitsmessungen auch konventionelle Tests durchgeführt.
Diese wurden anhand eines einheitlichen Bildschirms erstellt.
Die Analyse der Krankenblätter ergab, dass die Häufigkeit der Ursachen von Sudeck-Krankheit zwischen den Geschlechtern signifikant unterschied.
Bei den Frauen war eine Fraktur in 64% der Fälle die Ursache für Sudeck-Krankheit, bei den Männern nur in 31%. Im Gegenteil, in der Kategorie Weichhalstruma, Entzündung, Arthrose (Männer 19%, Frauen 10%) und bei den Operationen (Männer 42%, Frauen 21%).
Es gab auch erhebliche Unterschiede bei der Vergleiche zwischen Seite-Lokalisierung und
Ursache von Sudeck-Krankheit: Bei Männern war Linksfraktur die häufigste Ursache von Sudeck-Krankheit (53%), rechts war sie die seltenste Ursache (11%), bei Frauen hingegen waren die Ursachen links und rechts identisch: Fraktur (Operation (Weichhalsverletzung, Entzündung, Arthrose (idiopathischer Sudeck.
Die klinische Nachuntersuchung konnte zeigen, dass die subjektive Lage der Patienten
Es gab eine hohe Korrelation mit Schmerz-Symptomen, großer Kraft und Arbeitsfähigkeit, was
Die Qualitätskontrolle der Osteodensitometrie konnte sowohl für den Wirbelsäulenphantom (Spine Phantom # 1179, Fa. Holgic®) als auch für die Kontrollgruppe (n=10) eine hohe Präzision und Reproduzierbarkeit der Messungen zeigen.
Die osteodensitometrische Querschnittuntersuchung ergab, dass sowohl die
Auch bei Patienten mit unteren Extremitätskrankheiten ist eine signifikant reduzierte
Die Unterschiede auf der (ehemals) betroffenen Seite waren so gering, dass neben dem chronischen Verlauf von Sudeck-Krankheit auch Inaktivität als Ursache diskutiert werden musste, wobei die Unterschiede zwischen 2 und 4% an der oberen Seite und 6 und 10% an der unteren extremität im Vergleich zum gesunden Gegenteil so gering waren.
Außerdem wurde festgestellt, dass die Knochendichte der Hand nach einem
Bei Patienten mit reduzierter grober Kraft wurde in der klinischen Nachuntersuchung signifikant häufiger eine verminderte Knochendichte im Bereich der Hand als bei Patienten mit gleichartigen Kraftverhältnissen aufgezeigt.
Die prospektive Untersuchung ergab, dass alle untersuchten Parameter wie
Schmerz-Symptome, starke Kraft, Weichhalsverhältnisse, Sensibilitätsverlust und
Eine relative Verschlechterung der Beweglichkeit wurde zu dem Zeitpunkt und (monat nach der Diagnose) beobachtet. Dies könnte auf einer Auswahl der schwereren Bewegungen beruhen oder auch zufällig sein, da für andere Bewegungsparameter dieser Zusammenhang nicht angezeigt werden konnte.
Die osteodensitometrische Durchlässigkeitsuntersuchung zeigte, dass die
der kranke Seite in der Messregion
Ultradistaler Radius
und in allen Messregionen der
Hand zu den Zeitpunkten
bis
Der Verlust an Mineralisierung in der Handwurzel lag im Durchschnitt zwischen 18 und 28%, was nicht allein durch Inaktivität erklärt werden kann. Zu späteren Zeiten waren die Unterschiede nicht mehr signifikant, was einem Rückgang der Knochendichte entsprach. Nicht signifikant waren die Unterschiede im Bereich der Ulna sowie in den beiden anderen Messregionen des Radius über den gesamten Untersuchungszeitraum.
Es war außerdem bemerkenswert, daß die Knochendichte im Bereich der spongiösen
Besten bestehende Handwurzelknochen waren signifikant deutlicher verringert als in
Der Bereich der mehr kortikalen Mittelknochen. Daher empfehlen wir für Knochendichtheitsmessungen bei Sudeck-Krankheit die Messung der Handwurzelknochen. Dies entspricht für den QDR 2000 Knochendichtheitsmessplatz (Fa. Siemens®) einer Untersuchungsdauer von etwa 8 Minuten für die erste Messung (beide Hände) und von etwa 4 Minuten für jede Nachmessung (nur die kranke Seite).
Der Vergleich zwischen herkömmlicher Röntgen- und Osteodensitometrie konnte
die Probleme bei der Diagnose oder Quantifizierung von Osteoporose hervorheben und
Die Vorteile von Knochendichtheitsmessungen zeigen sich: Wie weit Osteodensitometrie im Allgemeinen und speziell bei Sudeck-Krankheit im klinischen Alltag angewendet wird, ist aufgrund der höheren Kosten im Vergleich zu herkömmlichen Röntgenuntersuchungen, trotz der offensichtlichen Vorteile, fraglich.