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Yeon-Ja Koetter geb. Chang
Dr. med.
Durchflußzytometrische DNA-Analysen an Harnblasenkarzinomen
Geboren am 12. 02. 1962 in Incheon/Südkorea
Reifeprüfung am 06. 12. 1985 in Neuss
Studiengang der Fachrichtung Medizin vom SS 1986 bis WS 1994
Physikum am 22. 09. 1989 an der Universität Düsseldorf
Klinisches Studium in Düsseldorf
Praktisches Jahr in Lukasklinik Neuss
Staatsexamen am 19. 12. 1994 an der Universität Düsseldorf
Promotionsfach: Pathologie
Doktorvater: Prof. Dr. med. C. Tschahargane
Die Harnblasenkarzinome machen etwa 3% der bösartigen Tumoren in der BRD aus.
Aufgrund der hohen Metastasierungsrate und großer Invasivitätsneigung werden sie
zu den hochmalignen Tumoren gezählt. Die klassischen histologischen
Untersuchungsmethoden liefern jedoch nur bedingt zufriedenstellende Aussagen
über die Malignität dieses Tumors. Die Suche nach einem zusätzlichen
unabhängigen Parameter, welcher präzisere Prognostik ermöglicht, hat dazu
geführt, eine Analysemethode auf der zellulären Ebene zu entwickeln.
Um die Frage zu prüfen, inwieweit die durchflußzytometrisch ermittelten DNA
Parameter mit den konventionellen Daten korrelieren und welcher Stellenwert dem
Einsatz dieser Methode in der klinischen Routine zuzuordnen ist, wurden 134
paraffineingebettete, histologisch gesicherte Harnblasenkarzinome retrospektiv
untersucht. Die Proben stammten aus dem Zeitraum von 1994 bis 1996 aus dem
Archiv des Pathologischen Institutes Neuss (Leiter Prof. Dr. med. C.
Tschahargane).
Zur Untersuchung der Fragestellung wurde eine DNA-Analyse mittels FACScan-
Durchflußzytometer (Firma Becton Dickinson) mit Hilfe des Computerprogrammes
Cell Quest (Firma Apple Macintosh) durchgeführt. Hierfür wurde eine Ein-
Parameter-Methode angewandt, die auch für paraffineingebettetes Material
geeignet ist.
Anhand der Bestimmungen können folgende Schlüsse gezogen werden:
Der aneuploide Tumoranteil wächst mit steigendem Grading.
Der DNA-Index definiert als mathematisch ermittelter Parameter den Ploidiestatus
der Tumoren.
Die S-Phase Fraktion gilt als Maß für die proliferative Aktivität. Zwischen ihr
und Staging sowie Grading besteht eine signifikante Korrelation (Wilcoxon-Test
p<0,05).
Mit Hilfe dieser Parameter ist es möglich, eine exaktere Aussage über das
Verhalten des Harnblasenkarzinoms bezüglich Proliferation, Progression und
Metastasierungsrisiko zu machen. Für die klinische Diagnosestellung und
Therapieplanung könnte die Durchflußzytometrie demnach in der Zukunft den
Stellenwert einer wichtigen routinierbaren Hilfestellung einnehmen.